Kategorien
News

Die Stadt Aachen bringt inzwischen weit über 700 geflüchtete Menschen aus der Ukraine unter

Aachen – Die Situation ist angespannt; für die kommenden Wochen und Monate werden Unterbringungsmöglichkeiten für insgesamt 5.000 Menschen gesucht. Fieberhafte Suche nach Immobilien und Flächen sowie nach freiem Wohnraum. „Wir möchten für alle Geflüchteten ein sicherer Hafen sein und werden niemanden fortschicken“, betont Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen.

Strom der aus der Ukraine geflüchteten Menschen, die in Aachen ein Unterkommen suchen, reißt nicht ab. Seit Kriegsbeginn vor über zwei Wochen haben sich bereits 1.288 geflüchtete Menschen, vor allem Frauen und Kinder, bei der Stadt gemeldet. In städtischen Noteinrichtungen, in Hotels sowie den Turnhallen Reumontstraße und Peliserkerstraße sind inzwischen weit über 700 Menschen untergebracht. Aktuell werden die Turnhallen Vetschauer Weg und Königsstraße belegt und gleichzeitig die Turnhallen Bergstraße und Haarbachtalstraße mit Hochdruck auf die Ankunft von Geflüchteten vorbereitet.

Pressegespräch

„Die Situation ist tatsächlich sehr angespannt“, sagte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen vergangenen Donnerstag, 17.März bei einem Pressegespräch in der noch menschenleeren Turnhalle Königsstraße, die zu dem Zeitpunkt mit Etagenbetten ausgestattet wird. „Es ist momentan schwierig, eine genaue Zahl der in Aachen anwesenden Flüchtlingen zu ermitteln. Viele ukrainischen Flüchtlingen sind über private Wege hierhergekommen und haben noch keinen Leistungsanspruch gestellt“. Anfang nächster Woche steht eine zentrale Zuweisung des Landes bevor. Pro Woche kommen darüber hinaus rund 25 geflüchtete Menschen aus verschiedenen Drittländern, vor allem aus Syrien, dem Iran und Nordafrika, in die Stadt. Nach den Erfahrungen der Flüchtlingswelle 2015 und vorsichtigen Schätzungen werden für die kommenden Wochen und Monate Unterbringungsmöglichkeiten für insgesamt 5.000 Menschen gesucht. „Wir möchten für alle Geflüchteten ein sicherer Hafen sein und werden niemanden fortschicken“, betonte die Oberbürgermeisterin.

Krisenstab und TaskForce

Der für die Organisation rund um die Hilfeleistungen für Geflüchtete eingerichtete Krisenstab unter Leitung der Oberbürgermeisterin tagt inzwischen täglich – vor allem um Unterkünfte für die Flüchtlinge zu akquirieren. Immobilien zum Beispiel, die schnell verfügbar sind und eine hohe Belegbarkeit haben. Gleiches gilt für Lagerkapazitäten. Aber auch Flächen für ein Ankunftszentrum mit rund 500 Plätzen zur Erstaufnahme und kurzfristigen Entlastung sind in der Überlegung. Zurzeit prüft eine breit aufgestellte TaskForce entsprechende Gebäude und Flächen im Stadtgebiet. Eine Kraftanstrengung, die im Schulterschluss verschiedener Bereiche der Verwaltung angegangen wird.

Sibylle Keupen hat Beginn dieser Woche ukrainische Flüchtlinge besucht, die in einer städtischen Turnhalle untergebracht sind. Diese persönlichen Gespräche seien absolut beeindruckend und berührend gewesen, so die Oberbürgermeisterin. Und erklärt: „Ein Leben in der Turnhalle ist kein Leben auf Dauer. Vor allem nicht für die Mütter und die Kinder, die zurzeit in den Turnhallen leben. Wir müssen so schnell wie möglich freien Wohnraum finden.“ Nach wie vor bittet sie daher inständig alle Eigentümer*innen in der Stadt, freien Wohnraum zu melden. Jede Wohnung zähle. Um Mütter und Kinder vom Alltag in den Turnhallen zu entlasten, zu unterstützen und betreuen, bietet das Helene-Weber-Haus ab sofort in allen Turnhallen Mutter-Kind-Gruppe an.

Hilfsbereitschaft

Vom ersten Tag der Flüchtlingswelle an steht die Verwaltung in engem Austausch mit der ukrainischen Community in Aachen, mit privaten und bürgerschaftlichen Initiativen, mit Studierenden, Hochschulangehörigen und Bürger*innen, die sich engagieren. Viele unterstützen ihre Freunde und Angehörigen aus der Ukraine, stellen Zimmer zur Verfügung, holen Flüchtende an den Grenzen ab oder bringen Hilfsgüter in die Ukraine. Die Hilfsbereitschaft der Aachener ist riesig – um sie zu bündeln und zentrieren soll kurzfristig eine zentrale Anlaufstelle für ehrenamtliches Engagement eingerichtet werden.

Wichtig:

Die kommunalen Integrationsmanager*innen der Stadt Aachen stehen jeder geflüchteten Person zur Seite, aber auch denjenigen, die als private Gastgeber*innen Geflüchtete aufnehmen. Inhalte der Beratung und Hilfe sind unter anderem Wohnen, finanzielle Unterstützung, Gesundheit, Sprache, Kita- und Schulplätze. Alle Gespräche bleiben vertraulich und das Angebot ist kostenfrei. Zu erreichen sind die kommunalen Integrationsmanager*innen per Telefon unter 432-56640 oder per Mail an integration_kim@mail.aachen.de

Wer in dieser Krise helfen möchte, kann sich auf der Seite aachen.de/aachenhilft informieren. Auf dieser Seite finden sich unter anderem Antworten auf die häufigsten Fragen von Hilfswilligen oder Helfenden, Spendenmöglichkeiten und mehr.

Eigentümer*innen, die Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, können die Stadt per Mail an helfen@mail.aachen.de erreichen.

Kategorien
News

Gelenkersatz an Hüfte oder Knie – Chefarzt informiert am heutigen Montag 21. März über künstliche Gelenke

Mayen – Dr. Horst Kray, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Elisabeth Krankenhaus Mayen informiert am heutigen Montag, 21. März, im Rahmen eines Online-Vortrags. Verschlissene Knie- und Hüftgelenke werden immer häufiger durch Endoprothesen ersetzt. Das bedeutet für viele Betroffene nicht nur das Ende eines langen Leidensweges, sondern meist auch eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.

Doch wann ist ein künstliches Gelenk überhaupt sinnvoll? Muss beispielsweise ein individuelles Implantat angefertigt werden? Und sind moderne Implantate wirklich besser? Um diese und weitere Fragen aufzuklären, informiert Dr. Horst Kray, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Elisabeth Mayen am heutigen Montag, 21. März, im Rahmen eines Online-Vortrags. Interessierte können zwischen 17 und 18 Uhr am Online-Vortrag des zertifizierten Endoprothetikzentrums teilnehmen und im Anschluss ihre Fragen an den Experten stellen.

Der Online-Vortrag ist ein Angebot des GK-Mittelrhein, um auch in Zeiten der Corona bedingten Kontaktbeschränkungen in gewohnt kompetenter Weise mit Patienten und Interessierten in den Austausch zu gehen. Abgedeckt werden ausgewählte Themen der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Wie kann man mitmachen? Es genügt eine E-Mail mit dem Thema des Vortrags im Betreff an veranstaltungen@gk.de. Über alles weitere wird dann rechtzeitig vor der Veranstaltung persönlich per E-Mail informiert.

Kategorien
News

Ein Leitbild für die Familienzentren im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Bitburg – 14 Familienzentren engagieren sich für Familien mit Unterstützungsbedarf im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Nun wurde das neue Leitbild als Grundlage für die künftige Arbeit vorgestellt. An einem Fachnachmittag am 15. März wurde im Haus der Jugend in Bitburg das entwickelte Leitbild den Gästen vorgestellt und dabei auch das große Engagement der Leitungen der Familienzentren in den Vordergrund gerückt. Familien sollen bestmögliche Chancen erhalten und dadurch ein gesundes Aufwachsen von Kindern ermöglicht werden. Dieses Ziel möchte der Eifelkreis weiterhin unterstützen und bekräftigt, wie wichtig die Familienzentren dabei als Stützpfeiler sind.

Seit 2019 sind 14 Familienzentren im Eifelkreis fest installiert. Sie sind aus Kindertagesstätten heraus entstanden und bieten neben ihrem regulären Angebot der Bildung, Erziehung und Betreuung ein niedrigschwelliges Angebot der Beratung durch die Kita-Sozialarbeit der ökumenischen Jugendhilfestationen, sowie  Bildungsangebote für Familien, durchgeführt durch die Familienbildungsstätten DRK Bildungswerk und Kath. FBS.

Ziele der Familienzentren sind dabei im Wesentlichen die frühe Prävention, insbesondere für Familien mit Unterstützungsbedarf, um Chancengleichheit für Kinder und Familien im Eifelkreis zu ermöglichen. Dabei sollen Eltern in ihren Beziehungs- und Erziehungskompetenzen gefördert werden, so dass sie bestmöglich ihre Kinder in deren Entwicklungsprozessen unterstützen können. Durch die Etablierung der Familienzentren konnte der Eifelkreis eine kreisweite Versorgungstruktur für alle Familien sicherstellen.

Referentin Frau Petra Evanschitzky begleitete in einem fast zweijährigen Prozess die Erstellung eines Leitbildes für die Familienzentren im Eifelkreis. Die Leitungen erarbeiteten dabei unter Einbindung von Eltern, Träger und Kita-Team Leitziele die maßgeblich für die Arbeit der 14 Familienzentren im Eifelkreis leitend sind und die die Grundlage für die weitere Arbeit im Familienzentrum darstellen.

Am Fachnachmittag nahmen neben den Leitungen der Familienzentren unter anderem die Bürgermeister der Verbandsgemeinden, die Leitungen der Familienbildungsstätten Kath. FBS und DRK Bildungswerk, Vertreter der ökumenischen Jugendhilfestationen, Vertreter des Jugendamtes und Trägervertreter der kath. Kita gGmbH sowie Landrat Andreas Kruppert teil, der insbesondere den Leitungen der Familienzentren für ihr Engagement für Familien im Eifelkreis dankte. Folgende Einrichtungen sind als Familienzentrum etabliert:

Kita St. Maximin Bettingen, Kita Liebfrauen Bitburg, Kita Bitburg Mötsch, Kita St. Peter Bitburg, Kita Maria Himmelfahrt Bleialf, Kita St. Michael Bollendorf, Kita St. Aloysius Daleiden, Kita St. Marien Kyllburg, Kita Neuerburg, Kita St. Salvator Prüm, Kita Unserer lieben Frauen Schönecken, Kita Stadt Speicher, Kita St. Johannes der Täufer Waxweiler, Kita St. Hubertus Wolsfeld.

Kategorien
News

Werte sind den Eltern wichtig

Mechernich – Mit Marlies Lottermoser (63) verlässt eine Institution den katholischen Kindergarten Mechernich. Sie leitete die Einrichtung seit 36 Jahren, zunächst für die Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist, seit 2006 für die Caritas Lebenswelten gGmbH.

Donnerstag fand das Übergabegespräch an ihre Nachfolgerinnen Heidi Zander und Eva Zimmer statt – dazu waren Susanne Antunes (Bereichsleitung) und Geschäftsführer Guido Rothkopf eigens aus der Eschweiler Unternehmenszentrale an den Bleiberg gekommen. Insgesamt unterhält „Caritas Lebenswelten“ von dort aus elf Kindertagesstätten, die meisten in der Städteregion Aachen, eine im Kreis Düren und zwei im Kreis Euskirchen.

Heidi Zander, bislang Chefin der Kita St. Nikolaus in Kall, übernimmt nach Marlies Lottermosers offiziellem Ausscheiden Ende März die Bereichsleitung beider Kindergärten im Kreis Euskirchen, also Mechernich und Kall. Eva Zimmer, die sich bereits seit 2006 an Marlies Lottermosers Seite um die integrative Gruppe beziehungsweise heilpädagogische Gruppe kümmert, wird Standortleiterin in Mechernich.

Beide Nachfolgerinnen der aus Mechernich-Bescheid stammenden Marlies Lottermoser stammen ebenfalls aus der Eifel, Eva Zimmer aus Benenberg, Heidi Zander aus Sieberath. Im Sonderkindergarten Sötenich waren die beiden Heilerziehungspflegerinnen zunächst Kolleginnen, ehe sie 2006 mit den gehandicapten Kindergartenkindern von Sötenich in die Kindertagesstätten Mechernich (Zimmer) und Kall (Zander) umzogen.

Per Rad nach Scheven an die Bahn

Marlies Lottermoser erzählte Guido Rothkopf und Susanne Antunes beim Übergabegespräch aus ihrem beruflichen Werdegang, der mit einer schulischen Ausbildung in Köln am Krieler Dom (Lindenthal) seinen Anfang nahm. Da die Ausbildungsstätte in erzbistümlicher Trägerschaft über kein Internat verfügte, musste die junge Marlies Tag für die Tag mit dem Fahrrad zur Bahn nach Scheven und von dort mit dem Zug in die Domstadt.

„Damals lag die Eifel noch im Dornröschenschlaf, das Stadt-Land-Gefälle war deutlich spürbar“, so die Kindergartenleiterin mit Montessori-Diplom: „In Köln hatte ich damals schon Kinder mit Migrationshintergrund, ich lernte Gastarbeiterfamilien in Mietshäusern mit fließend Wasser und Toiletten auf dem Flur kennen… Armut, wie sie es so bei uns auf dem Land nicht gab.“

Mechernich sei da noch ein eher beschauliches Dorf gewesen, mit kleinem Krankenhaus und bescheidener Infrastruktur – nicht zu vergleichen mit dem wesentlich urbaner gewordenen Mittelzentrum von heute. Auch in Mechernich und auch im katholischen Kindergarten gebe es heute mit großer Selbstverständlichkeit Kinder aus Migrantenfamilien, islamische Glaubensangehörige und Ungetaufte und Religionslose…

Die Eltern erklärten sich aber mit dem ausdrücklich christlichen Anspruch des Mechernicher Kindergartens und der zehn anderen Einrichtungen der Caritas-Lebenswelten einverstanden. Da könne es schon mal vorkommen, dass eine Muslima ihr sage, ihr mache es nichts aus, dass Marlies Lottermoser katholisch ist…

„Dann sage ich, mir macht es auch nichts aus, dass Sie einer anderen Religion angehören, aber wir gehen mit den Kindern schon in die Kirche – und zwar mit allen Kindern, zum Beispiel zum großen Stuhlkreis!“ Meistens sei die Konfessions- oder Religionsverschiedenheit in den elf Kindergärten der Caritas-Lebenswelten aber gar kein Thema, berichtet Guido Rothkopf: „Wir teilen ja gemeinsame christliche, also humanistische Werte.“

Einvernehmen mit Pfarrei und Stadt

Das Verhältnis zu Pfarrer Erik Pühringer und der Pfarre bezeichnete Marlies Lottermoser trotz des Trägerwechsels 2006 als nahezu unverändert und vor allem als sehr hilfsbereit, eng und komplikationslos. Auch zur Stadt, insbesondere Fachbereichsleiter Holger Schmitz, aber auch dem ebenfalls aus ihrem Dorf stammenden Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick habe man ein ganz ausgezeichnetes Verhältnis. Die Beziehung zu den städtischen Awo-Kindergärten sei „freundschaftlich geschäftlich“.

Der katholische Kindergarten St. Johannes Baptist hat 72 „Pänz“, zwölf mit Handicap, zehn davon in einer heilpädagogischen Gruppe, zwei integrativ in anderen Gruppen. Es komme vermehrt vor, dass Kinder mit stärkeren Handicaps von anderen integrativen Kindergärten zur Mechernicher Einrichtung der Caritas-Lebenswelten wechseln.

Marlies Lottermoser: „Durch die kleinere Gruppe und den höheren Personalstand bietet die heilpädagogische Gruppe einfach bessere Voraussetzungen für die besonderen Bedürfnisse dieser Kinder.“

Marlies Lottermoser wirkte nach ihrer Ausbildung im Krieler Dom zunächst weiter in Köln, St. Johannes Baptist, und 1980 – 1986 in St. Philippus und Jacobus in Schleiden, ehe sie 1986 nach Mechernich kam. Die Bescheiderin, deren ältere Schwester Pauline Hilger ebenfalls Erzieherin und Kindergartenleiterin in der Stadt Mechernich war, spürte frühzeitig, dass sie aus dem gewachsenen Kindergartensystem herauswachsen würde, um eigene Wege zu gehen.

Dabei sei ihr ihre Montessori-Ausbildung zugutegekommen, aber auch das Entgegenkommen und die Freiheiten, die ihr ihre Arbeitgeber und insbesondere die katholischen Pfarrer Wolfgang Schroer, Berni Frohn und Erik Pühringer gewährt hätten. „Als ich anfing, lief in kirchlichen Kindergärten noch viel mit missionarischem Anspruch“, erzählte Marlies Lottermoser im Gespräch.

Das Familienbild sei seinerzeit völlig anders gewesen, die Mütter waren zu Hause, die Männer hatten vielfach zu bestimmen. Heute brächten viele Eltern in Mechernich ihre Kinder gezielt in den kirchlichen Kindergarten, weil ihnen der Glaube und im weitesten Sinne christlich-humanistische Werte etwas bedeuten.

Kategorien
News

Bitburger-Pokal der Herren & FVM-Pokal der Frauen 2021/22 – Auslosung live auf Facebook am Dienstag 22. März

Region/Hennef – Am Dienstag, 22. März, überträgt der Fußball-Verband Mittelrhein ab 19.00 Uhr live auf Facebook die Auslosung der Halbfinal-Paarungen des Bitburger-Pokals der Herren sowie der Viertel- und Halbfinalpartien im FVM-Pokal der Frauen.

Patrick Zielezny, stellvertretender Vorsitzender des Verbandsspielausschusses, und FVM-Pokalspielleiterin Emilie Schmidt, zugleich kommissarische Vorsitzende des Verbandsausschusses für Frauenfußball, leiten die Ziehung der Paarungen. Geplante Austragung der Spiele ist der 20. April (Halbfinale) im Bitburger-Pokal bzw. der 16. April (Viertelfinale) und 26. Mai (Halbfinale) im FVM-Pokal der Frauen.

Gespielt werden bei den Herren insgesamt sechs Runden (inklusive Finale), bei den Frauen sind es fünf, bis dann in beiden Wettbewerben die Pokalsieger feststehen. Klassentiefere Teams genießen bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Der Sieger des Bitburger-Pokals qualifiziert sich für die erste Runde des DFB-Pokals, die Siegermannschaft im FVM-Pokal der Frauen für die erste Runde des DFB-Pokals der Frauen.

Das Bitburger-Pokalfinale findet am 21. Mai 2022 im Rahmen des Finaltags der Amateure statt. Das Finale im FVM-Pokal der Frauen wird an Fronleichnam (16. Juni) ausgetragen.

Ergänzend zur Live-Übertragung der Auslosung auf Facebook unter www.facebook.com/fvm.de präsentiert der FVM die Auslosungsergebnisse am Abend der Auslosung auch auf der Internetseite www.fvm.de.

Teilnehmerfeld Bitburger Pokal:

FC Viktoria Köln (3. Liga), 1. FC Spich (LL)

Borussia Freialdenhoven (ML) – Alemannia Aachen (RL) à Spiel: 6. April, 18.30 Uhr

  1. FC Düren (ML) – Fortuna Köln (RL) à Spiel: 6. April, 19.00 Uhr

Teilnehmerfeld FVM-Pokal der Frauen:

Alemannia Aachen (RL), Vorwärts Spoho Köln (RL), Fortuna Köln (ML), SC West Köln (ML), SV Deutz 05 (ML), Spfr. Ippendorf (ML), Rot-Weiß Merl (LL), SG Oleftal (LL)

Geplante Spieltermine:

Bitburger-Pokal der Herren:

Ausstehende Viertelfinals:   6. April 2022

Halbfinale:      20. April 2022

Finale: 21. Mai 2022

FVM-Pokal der Frauen:

Viertelfinale:   16. April 2022

Halbfinale:      26. Mai 2022

Finale: 16. Juni 2022

Kategorien
News

Fachbereich Sicherheit und Ordnung Aachen zwischen Pandemie und Arbeitsalltag

Aachen – 230 Mitarbeitende des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung blicken auf ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr 2021 zurück. Der Fachbereichsleiter Armin Bergstein bedankt sich für den außerordentlichen Einsatz der Kolleg*innen, die sich seit langem in einer Dauer-Ausnahmesituation befinden. Das Jahr 2021 war neben den regulären und routinierten Aufgabenbereichen rückblickend geprägt durch die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf das private und öffentliche Leben.

Dies gilt auch für die Beschäftigten des Fachbereichs für Sicherheit und Ordnung der Stadt Aachen. Dabei stand allzu oft der Außendienst im Fokus, der insbesondere mit den Corona-Kontrollen betraut ist. Doch auch die anderen Abteilungen des städtischen Ordnungsamtes – welches insgesamt rund 230 Mitarbeitende zählt – haben ein intensives und arbeitsreiches Jahr hinter sich. Ordnungsdezernentin Annekathrin Grehling bedankt sich für den unermüdlichen Einsatz ihrer Mitarbeitenden, die trotz zunehmender Anfeindungen und Übergriffen jeden Tag dafür sorgen, dass unsere Stadt sauber und sicher bleibt.

Corona-Pandemie: Dauer-Ausnahmesituation

Das übergreifende Corona-Team hat sich auch im zweiten Pandemiejahr bewährt: von der Corona-Hotline, über Abstimmungen mit Bürger*innen, anderen Kommunen und dem Ministerium behielten die Kolleg*innen stets den Durchblick in der oft unübersichtlichen Rechtslage. In dem Zusammenhang begleiteten die Teams in Zeiten starker Einschränkungen auch etliche Demonstrationen und Kundgebungen gemeinsam mit der Polizei, um die Einhaltung der Maßnahmen zu prüfen. Aber auch die alltäglichen Aufgaben der Ordnungsbehörde standen ganz im Zeichen der Corona-Auswirkungen.

Allgemeine Ordnung und Gefahrenabwehr

In den letzten Jahren rücken psychische Erkrankungen immer mehr in den öffentlichen Fokus. Wenn die Verhaltensweisen der erkrankten Personen für sie selbst und/oder für die Allgemeinheit eine erhebliche Gefahr darstellen, ist es Aufgabe der Ordnungsbehörde diese durch eine sofortige und zwangsweise Unterbringung abzuwenden. Im Rahmen der unmittelbaren Krisenintervention wurden im letzten Jahr 761 Unterbringungen veranlasst – der Höchststand seit Beginn der Erfassungen.

Als weitere Aufgabe sorgen die Kolleg*innen für die würdevolle Bestattung der Verstorbenen, die ohne Angehörige leben, auf den Trauerwiesen des Friedhofes Hüls. Im letzten Jahr wurden in Aachen so 198 Menschen ohne direkte Angehörige vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung beigesetzt.

Auch die pandemiebedingten Effekte machen sich im öffentlichen Raum bemerkbar: Im Bereich der allgemeinen Ordnung gingen die Mitarbeiter*innen etlichen Meldungen über Vermüllung, Schädlingsbefall oder Ruhestörungen nach. Was die Anmeldungen von Hunden nach dem Landeshundegesetz angeht, ist mit 373 ein Höchststand der letzten Jahre zu verzeichnen.

Gewerbe und Gaststätten

Knapp 4.794 gewerberechtliche An-, Um- und Abmeldungen sowie Auskünfte bewältigten die Kolleg*innen im letzten Jahr. Insbesondere in diesem Bereich arbeiten die Mitarbeitenden stetig am Limit. Trotz größter Bemühungen kann ein Rückstand in der Bearbeitung derzeit aufgrund von Personalmangel nicht gänzlich vermieden werden, jedoch wird das Team in Kürze durch personelle Verstärkung unterstützt.

Der Bereich der Gaststätten stand mit der dynamischen Rechtslage ebenfalls stark im Fokus. Hier gab es neben Beratung zu Corona-Regeln insgesamt 88 Erlaubnisse und Gestattungen zu erteilen.

Veranstaltungen und mehr im öffentlichen Raum

Dem Fachbereich Sicherheit und Ordnung ist es sehr daran gelegen, Veranstaltungen unter Infektionsschutz auch in Pandemiezeiten zu ermöglichen. Während in der ersten Jahreshälfte Großveranstaltungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden mussten, konnten ab dem Sommer Veranstaltungen wie der Öcher Bend, das Stadtglühen oder Aachen September Special Light verantwortungsvoll stattfinden und den Bürger*innen so ein Stück Normalität in der Pandemie geben.

Hierzu zählt auch der Aachener Weihnachtsmarkt. Dieser konnte – auch in Anbetracht der Entwicklungen – durch die zielführende Zusammenarbeit mit dem Veranstalter unter Beachtung der Infektionsschutzbestimmungen stattfinden.

Neben der erlaubnisfreien Nutzung des öffentlichen Raums gab es insgesamt 1.700 Anträge für verschiedene Anliegen zu genehmigen: von Bauzäunen, Containern, Gerüsten, Informations- und Verkaufsstände – bis hin zu Wahlwerbung.

Ordnungskräfte unterwegs mit Kommunikation und Kontrollen

Die Arbeit der Ordnungskräfte im Außendienst war ebenfalls stark auf die Pandemiebekämpfung fokussiert. Diese Aufgaben lassen sich nicht im Homeoffice erledigen, so dass das Team auch im Lockdown unermüdlich im Einsatz war. Eine zentrale Aufgabe des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes war die Überprüfung von Corona-Regelungen, die sich teilweise wöchentlich änderten. Insgesamt gingen im vergangenen Jahr rund 50.000 Anrufe auf der Hotline des Ordnungsamtes ein. Im Schnitt belaufen sich die Meldungen in Hochzeiten auf bis zu 300 pro Tag, die von den Einsatzkräften in einem Zwei-Schicht-System an 363 Tagen im Jahr geprüft wurden.

So hatten auch die Mitarbeiter*innen des Vollzugs- und Ermittlungsdienstes im letzten Jahr alle Hände voll zu tun. Insgesamt wurden ungefähr 2.500 Fahrerermittlungen, 3.000 Aufenthaltsermittlungen und 2.500 weitere Maßnahmen – wie etwa nach dem Hundewesen, Gewerbe- und Gaststättenrecht sowie in Abfallangelegenheiten – bearbeitet.

Zudem gingen auch 2021 die Ordnungskräfte mit Kolleg*innen von der Polizei gemeinsam auf Streife. An rund 170 gemeinsamen Einsatztagen erhöhte diese Präsenz das Sicherheitsgefühl in der Innenstadt. Durch die Zusammenarbeit von Ordnungsbehörde und Polizei konnten etliche Missstände beseitigt, Hilfestellungen gegeben und Ordnungswidrigkeiten sowie Straftaten verfolgt werden.

Fließender Verkehr: Regeln am Steuer im Blick

Zu hohe Geschwindigkeit sind häufig Ursache für Unfälle, auch auf Aachens Straßen. Daher ist der Fachbereich Sicherheit und Ordnung unterwegs, um an besonderen Gefahrenstellen Geschwindigkeiten zu messen. Insgesamt 66.983 Verfahren leiteten die Kolleg*innen ein, davon 52.949 Verfahren aus mobilen Messungen und 14.034 Verfahren aus stationären Messungen. Auch das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ist gefährlich. Durch Übernahme von Polizei und Staatsanwaltschaft wurden im Bereich einer Ordnungswidrigkeit insgesamt 316 Verfahren geführt.

Ruhender Verkehr: Halten und Parken

Auch die Situation rund um Halten und Parken im Stadtgebiet hatten die Überwachungskräfte des ruhenden Verkehrs genau im Blick. Allein die Pedelec-Streife hat rund 4.000 Verwarnungen zu Behinderungen auf Radwegen und Fahrradschutzstreifen, in zweiter Reihe und auf Busspuren sowie Gehwegen erfasst. In einigen Fällen wurden aufgrund von Gefahren oder Verkehrsbehinderungen auch Abschleppmaßnahmen erforderlich; hier belaufen sich die Sicherstellungen im Sinne der Verkehrssicherheit bis zum Jahresende auf rund 3.307 Fälle. Durch Verwarnungen der Überwachungskräfte und Drittanzeigen wurden insgesamt 182.758 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten im Bereich des ruhenden Verkehrs eingeleitet.

Fachbereichsleiter Armin Bergstein fasst zusammen: „Der Fachbereich Sicherheit und Ordnung war auch in diesem Jahr quer durch alle Bereiche besonders gefordert. Die Pandemie ist noch nicht überstanden und zu vielen alltäglichen Aufgaben treten neue Herausforderungen hinzu. Wir befinden uns in einer Dauer-Ausnahmesituation und ich bin dankbar für den außerordentlichen Einsatz der Kolleginnen und Kollegen.“

Kategorien
News

Dr. Ansgar Rieke aus dem GK-Mittelrhein zählt zu „Deutschlands ausgezeichneten Ärzten 2022“

Region/Mayen-Koblenz – Infektiologischer Chefarzt von stern ausgezeichnet. Er ist als Infektiologe deutschlandweit bekannt – nicht nur durch das maßgeblich von ihm organisierte und jahrzehntelang etablierte Aids- und Hepatitisforum. Die Rede ist von Dr. Ansgar Rieke, Chefarzt der Inneren Medizin – Nephrologie, Infektiologie am Standort Kemperhof des GK-Mittelrhein. Mit seiner Erfahrung in der infektiologischen Behandlung schwer immunkompromittierter Patienten hat er sich besonders durch den Aufbau der Immunologischen Ambulanz am Kemperhof in den 1990er Jahren verdient gemacht. Dadurch ist ein ambulantes und stationäres Behandlungskonzept möglich, von dem besonders Patienten mit HIV, AIDS, Tuberkulose und viraler Hepatitis profitieren.

Nun wurde der Infektiologe vom Magazin stern ausgezeichnet und in die Liste „Deutschlands ausgezeichnete Ärzte 2022“ aufgenommen. Das Magazin stern präsentiert die Ärzteliste in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Recherche-Institut MINQ. Um in den Recherchepool der Ärzteliste aufgenommen zu werden, müssen Fachärzte bestimmte Kriterien erfüllen, zum Beispiel Vorstandsmitglied einer Fachgesellschaft sein oder hohe Fallzahlen in der Abteilung nachweisen. Die Auswahl der Fachärzte basiert unter anderem auf Interviews mit anderen Medizinern, Patientenempfehlungen, einer Auswertung der wissenschaftlichen Tätigkeit im Rahmen nationaler und internationaler Fachmedien sowie einer Selbstauskunft. In der Liste sind über 4000 Empfehlungen für rund 105 Fachbereiche enthalten.

Auch im Rahmen der Corona-Pandemie hat sich Dr. Ansgar Rieke verdient gemacht. Etwa im Hinblick auf ein Konzept der ambulanten medikamentösen Therapie bei Covid-19, welches unter anderem von der Immunologischen Ambulanz des Kemperhofs angeboten wird. Dieses hat er frühzeitig etabliert und niedergelassene Haus- und Fachärzte entsprechend geschult.

Kategorien
News

Austausch zwischen Wachtberg und Bad Godesberg

Wachtberg-Berkum – Die Gemeinde Wachtberg und der Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg sind geographisch eng miteinander verbunden. Kürzlich konnte Wachtbergs Bürgermeister Jörg Schmidt den Bad Godesberger Bezirksbürgermeister Christoph Jansen zu einem Gespräch und Austausch im Wachtberger Rathaus begrüßen.

Bei vielen Projekten muss über die kommunalen Grenzen hinausgedacht werden. Dazu zählt unter anderem die Stärkung der Radwegeverbindung zwischen Wachtberg-Ließem und Bad Godesberg-Lannesdorf durch einen weiteren Ausbau der Brücke am Wittgesbach, was letztes Jahr in der Bad Godesberger Bezirksvertretung thematisiert wurde. Außerdem führt der Pendler-Durchgangsverkehr zwischen Meckenheim, Wachtberg und Bad Godesberg in allen drei Kommunen regelmäßig zu Belastungen und zahlreichen Staus. Bei dem Gespräch ging es daher auch um die Idee, eine Schnellbuslinie auf der L158 zwischen Meckenheim und Bad Godesberg einzurichten und damit den öffentlichen Personennahverkehr als Alternative zum Auto zu stärken.

„Bad Godesberg und Wachtberg haben bei vielen Projekten gleiche Interessen und daher arbeiten wir eng zusammen. Im direkten Gespräch konnten wir uns gegenseitig über unsere gemeinsamen Ziele für unsere Region austauschen“, freut sich Bürgermeister Jörg Schmidt. (bb)

 

Kategorien
News

Hilfskonvoi der Feuerwehr Aachen startet in Richtung Ukraine

Aachen – Am heutigen Freitag, 18. März ist ein Hilfskonvoi der Feuerwehr Aachen in Richtung der polnisch-ukrainischen Grenze aufgebrochen. Er transportiert vier gebrauchte Spendenfahrzeuge – zwei Löschfahrzeug und zwei Krankentransportwagen – mit kompletter Beladung. Die Fahrzeuge entsprechen nicht mehr dem in Deutschland erforderlichen Stand der Technik und wurden daher für den Einsatzdienst in Aachen ausgemustert, sind aber immer noch voll funktionsfähig und erfüllen im Kriegsgebiet Ukraine einen sinnvollen Zweck.

Sie bringen die Fahrzeuge an die polnisch-ukrainische Grenze: Freiwillige Feuerwehrmänner und Berufsfeuerwehrleute aus Aachen. Foto: Stadt Aachen/Björn Gürtler

Organisator Philipp Allwißner, Teamleiter Technik bei der Feuerwehr Aachen, ist froh, dass es nun endlich losgeht, nach der eineinhalbwöchigen Vorbereitung: „Es kostet einiges an Bürokratie, um die Fahrzeuge zu überführen und zu verschenken.“ In den letzten Tagen wurden alle Fahrzeuge und das Material auf Herz und Nieren geprüft, repariert, gesäubert, ausgetauscht. Für die Truppe, die sich aus Berufsfeuerwehrleuten und Feuerwehrleuten der Freiwilligen Feuerwehr zusammensetzt, waren viele der Arbeitsstunden Freizeit. Auch Urlaub haben einige der Feuerwehrmänner extra für die Fahrt genommen. „Ich bin schon noch ein wenig angespannt. Aber ich denke, am Aachener Kreuz fällt das ein wenig ab – wenn alles rollt“, lächelt Allwißner.

„Gemeinsam für die Ukraine“: Das Motto der Hilfsaktion ist eindeutig. Foto: Stadt Aachen/Björn Gürtler

Ziel des Konvois ist die Stadt Nisko, im östlichen Polen, genauer eine Feuerwehrschule, an der die Übergabe der Fahrzeuge an ukrainische Kräfte stattfindet. „Dort treffen wir mit einigen polnischen und ukrainischen Kollegen zusammen und es wird eine kurze Einweisung für die Fahrzeuge geben“, so Allwißner.

Es fahren insgesamt acht Fahrzeuge mit, wobei drei Fahrzeuge für die Rückreise der Feuerwehrleute vorgesehen sind. Weiterhin begleitet der Werkstattwagen der Kfz-Werkstatt der Berufsfeuerwehr den Tross, der ebenfalls mit zurückkehrt. Im weiteren Verlauf trifft der Aachener Konvoi nahe Kassel, in Thüringen und bei Dresden auf weitere Spendenkonvois mit Feuerwehrfahrzeugen. Am Ende werden rund 16 gebrauchte Feuerwehrfahrzeuge an die polnische Grenze geliefert. „Normalerweise würden diese Fahrzeuge über eine Börse für gebrauchte Fahrzeuge versteigert“, erläutert Allwißner.

Die Idee für diesen Konvoi hatte ein Kasseler Unternehmen, dass Feuerwehrausrüstung anbietet. Der Deutsche Feuerwehrverband hat bei der Organisation mitgeholfen. „Uns war wichtig, dass das vernünftig abläuft und die Fahrzeuge auch wirklich dort ankommen, wo sie benötigt werden“, so der Teamleiter Technik.

Die Strecke bis zum Zielort ist rund 1.500 Kilometer lang. Geplant ist, am frühen Samstagmorgen die Übergabe abzuwickeln. „Nach der Einweisung und einem Kaffee geht es dann zurück“, plant Allwißner. Die Rückkehr in Aachen ist für Sonntag erwartet.

Kategorien
News

„Flüchtlinge aus der Ukraine anmelden!“ – Die Mechernicher helfen

Mechernich – Welle der Hilfsbereitschaft – Bis Mittwoch kamen fast alle Ukraine-Kriegsvertriebene privat in Familien unter – Stadtverwaltung hilft direkt, gibt Tipps und bemüht sich um weitere Quartiere – Migrantenunterkunft an der Friedrich-Wilhelm-Straße erreicht rasch ihre Kapazitätsgrenzen.

Die Freikapazitäten in der Migrantenunterkunft des Bundes in Mechernich, dem früheren Offizierscasino und Unteroffiziersheim des Luftwaffenregimentes 8, beträgt 90, aber es sei abzusehen, dass diese Zahl noch vor dem Wochenende erreicht wird, so die Stadt. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Pro 100.000 Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine nimmt die Stadt Mechernich 50 bei sich auf. „Das ist noch zu schaffen“, konstatiert die zur Zeit mit der Flüchtlingsunterbringung betraute Fachbereichsleiterin Silvia Jambor. Und die Mechernicher helfen, wo sie können…

Bis Mittwochmittag waren 43 Kriegsflüchtlinge eingetroffen – und ausnahmslos privat bei Familien im Stadtgebiet untergekommen. Am Nachmittag traf ein Shuttlebus mit ukrainischer Flagge in der Frontscheibe aus Köln mit weiteren 20 Menschen ein – sie kamen in die Migrantenunterkunft im früheren Casino in der Friedrich-Wilhelm-Straße.

Dort sollen auch noch vor dem Wochenende weitere 20 Flüchtlinge eine zwischenzeitliche Heimat finden, die die Mitarbeiterinnen des Fachbereichs Jugend und Soziales im Wege der Amtshilfe vom Regierungspräsidenten in Arnsberg übernehmen.

Die Freiwillige Feuerwehr Mechernich war bei einer kreisweiten Aktion der Feuerwehren am Mittwoch dabei, weitere Familien, die die umkämpfte Ukraine verlassen haben, an der polnischen Grenze zu übernehmen und an den Bleiberg zu bringen.

Die Freikapazitäten in der Migrantenunterkunft des Bundes in Mechernich betrug zu dem Zeitpunkt noch 90, aber es sei abzusehen, dass diese Zahl noch vor dem Wochenende überschritten wird, so die Fachbereichs- und Ordnungsamtsleiterin.

Große Aufnahmebereitschaft

„Wir suchen weitere Privatquartiere und arbeiten an weiteren kommunalen Unterbringungsmöglichkeiten“, so Silvia Jambor. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick lobte am Dienstag in einer Sitzung des Mechernicher Hauptausschusses in Kommern die Aufnahmebereitschaft Mechernicher Familien. Wer Flüchtlinge privat aufnehmen möchte, soll sich im Rathaus bei Angelika Franz, (0 24 43) 49-43 18, a.franz@mechernich.de, oder Sabine Bel, (0 24 43) 49-43 11, s.bel@mechernich.de, melden.

Silvia Jambor rät privaten Quartiergebern und Flüchtlingen zu einigen wichtigen Verhaltensregeln: „So ist eine Meldung beim Einwohnermeldeamt/Bürgerservice der Stadtverwaltung unerlässlich. Die Menschen werden registriert, werden Teil des Unterstützungsprozesses durch den Staat, bekommen Anträge auf Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, die sie beim Ausländeramt des Kreises einreichen.“

„Wer privat Flüchtlinge aus der Ukraine bei sich aufgenommen hat, sollten die Menschen im Bürgerservice auch im Nachhinein anmelden, um gegebenenfalls einen Anspruch auf Leistungen zu erhalten“, rät die Stadtverwaltung. Für die Anmeldung bei der Meldebehörde ist grundsätzlich ein Identitätsdokument (Reisepass, Ausweisdokument oder vorläufiges Ausweisdokument) und eine Wohnungsgeberbestätigung (Link: Wohnungsgeberbestaetigung_lay4.pdf (mechernich.de) vorzulegen.

Briefkästen zusatzbeschriften

Silvia Jambor: „Im Bürgerservice erhalten Sie dann bei der Anmeldung automatisch einen Antrag für die Aufenthaltserlaubnis, der beim Ausländeramt des Kreises Euskirchen einzureichen ist und ein Merkblatt zum Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis gem. § 24 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) und ggf. ein Antrag auf Arbeitserlaubnis.“

Sofern die Betroffenen weitere Sozialleitungen beantragen, werden die zuständigen Stellen ggf. noch weitere Unterlagen verlangen. Eine weitere Bitte richtet Fachbereichsleiterin Jambor an die deutschen privaten Gastgeber: „Beschriften Sie Ihren Briefkasten zusätzlich mit den Namen ihrer Gäste, damit Behördenpost sicher ankommt.“

Weil nun laufend neue Ukraine-Flüchtlinge ankommen, bittet die Stadt um eine vorherige Online-Terminanmeldung beim Einwohnermeldeamt/Bürgerservice unter https://termine-reservieren.de/termine/mechernich/