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Erste Jungstörche der Eifel erhalten Markierungen für weitere Erkenntnisse über die noch junge Population

Thür/Mayen-Koblenz – Ringe für Storchen-Nachwuchs in den Thürer Wiesen – Auch hier ein Symbol der Verbundenheit: Die ersten Eifeler Jungstörche sind am Mittwoch in den Thürer Wiesen beringt worden. Mit den auf den Ringen vermerkten Codes können die Tiere nun überall auf der Welt ihrem Heimatort zugeordnet werden. Die Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz erhofft sich über dieses bei Wildvögeln gängige Verfahren nähere Erkenntnisse über die noch junge Storchen-Population in den Thürer Wiesen. Es handelt sich bei den drei Jungtieren um die ersten in der Eifel erfolgreich ausgebrüteten und großgezogenen Weißstörche. Um die Tiere künftig zu identifizieren, müssen sie regelmäßig gesichtet und gemeldet werden. „Oft kehren die Tiere aus ihrem Winterquartier an den Heimatort zurück, und das wünschen wir uns natürlich für die hier geborenen Störche auch“, erläutert Diplom-Biologe Jörg Hilgers. Die Küken waren vor rund sechs Wochen auf der 2016 in den Thürer Wiesen durch die Biotopbetreuung installierten Storchenplattform geschlüpft und werden seitdem von ihren Storcheneltern unermüdlich mit Futter versorgt. Die Beringung kann bei den Tieren bis zu einem Alter von sieben Wochen vorgenommen werden und fügt den Tieren keinen Schaden zu.

Per Hubsteiger hinauf ans Storchennest

Um die Störche zu markieren, ließ sich Martina Kohls mit dem Hubsteiger an die Plattform transportieren. Die Storchenexpertin ist ehrenamtlich für die Vogelwarte Radolfzell tätig und markiert im nördlichen Rheinland-Pfalz jährlich über 30 Jungstörche. Während die Storcheneltern zur Futtersuche unterwegs waren, befestigte Martina Kohls nach einem kurzen Gesundheits-Check mit geübten Handgriffen schnell und vorsichtig die Carbon-Ringe an den drei Storchenbeinen. „Die Tiere fühlen sich durch die Beringung nicht beeinträchtigt. Um die Ringe anzulegen, nutzen wir den in diesem Alter noch vorhandenen Totstellreflex der Tiere aus. Auch die Eltern lassen sich später von etwaigen Fremdgerüchen nicht in der weiteren Aufzucht stören“, so die Expertin.

Der diesjährige Bruterfolg im Naturschutzgebiet Thürer Wiesen ist das erfreuliche Ergebnis einer langjährigen naturschutzfachlichen Aufwertung des Gebiets als artenreiches Feuchtbiotop. „Wir haben hier ein Mosaik aus weitläufigen und dauerhaft offenen Grün- und Feuchtflächen geschaffen, das von zahlreichen Vogelarten, darunter auch viele seltene, als Brut- und Rastge-biet genutzt wird. Die Weißstörche haben unsere Plattform in den vergangenen Jahren regelmäßig für Brutversuche genutzt. Deshalb freuen wir uns jetzt auch ganz besonders über diesen geglückten Nachwuchs. Es handelt sich immerhin um die ersten bekannten Eifelstörche“, freut sich Tanja Stromberg, Geschäftsstellenleiterin der kreiseigenen Stiftung für Natur und Umwelt.

Neben ihren Ringen für die Wiedererkennung sowie der erhofften Treue zu ihrem Heimatort benötigen die drei Eifler Störche vor allem viel Glück für ihren weiteren Weg, weiß Martina Kohls: „Ab jetzt müssen wir den Kleinen die Daumen drücken. Nur etwa 20 Prozent der Störche überleben das erste Jahr, größtes Risiko ist der erste Zug ins Winterquartier. Die noch flugunerfahrenen Störche verkennen leider häufig die Gefahr von Stromleitungen oder sterben an Erschöpfung.“

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Große Bühne – Sportler* innenehrung 2024 in Aachen

Aachen – Große Bühne für Aachener Sportler*innen: Auch 2024 hatten die Stadt Aachen und der Stadtsportbund Aachen gemeinsam ins Aachener Rathaus eingeladen, um Aachens Beste bei der Sportler*innenehrung auszuzeichnen. 35 Preise wurden an Einzelpersonen, Zweierteams und Mannschaften vergeben – für Höchstleistungen im Jugend- und Junior*innenbereich, beim Senior*innensport, in der so genannten Hauptklasse oder für ehrenamtliches Engagement im Verein.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, die die Preise gemeinsam mit Björn Jansen, dem Vorsitzenden des Stadtsportbundes, überreichte, betonte: „Alle, die hier und heute eine Auszeichnung erhalten, stehen verdient im Rampenlicht des Krönungssaals. Sie werden ausgezeichnet für außerordentliche sportliche Leistungen.“ Die Oberbürgermeisterin sagte weiter: „Einige von Ihnen erhalten die Ehrung auch für ihr ehrenamtliches Engagement. Das zeigt, dass Sport im Verein mehr ist als körperliche Ertüchtigung und Wettkampf. Freude am Sport verbindet Menschen unterschiedlichster Kulturen und sozialer Hintergründe und unterstützt so Integration und Bildung.“

Der Vorsitzende des Stadtsportbundes, Björn Jansen, lobte die sportlichen Erfolge und ebenfalls den freiwilligen Einsatz, ohne den die Vereine nicht existieren könnten: „Die herausragenden Leistungen der Geehrten zeigen deutlich, dass die Stadt Aachen sich definitiv Sportstadt nennen darf. Meine besondere Hochachtung gebührt aber auch den ehrenamtlich Engagierten der Sportvereine. Mit der Auszeichnung ‚Langjähriges Engagement im Sportverein‘ des Stadtsportbundes erhalten sie die verdiente Anerkennung für ihren unermüdlichen Einsatz.“

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CHIO Aachen 2024 – „Info-Stewards“ als Ansprechpartner an Trainingsplätzen

Aachen – Beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, treffen sich traditionell die besten Pferde und Reiter der Welt. Um den Sport noch transparenter zu machen, werden an den Trainingsplätzen auch in diesem Jahr wieder „Info-Stewards“ als Ansprechpartner für die Zuschauer zur Verfügung stehen.

Der ausrichtende Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV) bietet diesen Service bereits seit mehreren Jahren gemeinsam mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) an. Das Ziel: Mehr Transparenz. „Wir möchten bestmöglich rund um den Sport informieren“, erläutert ALRV-Vorstandsmitglied und CHIO Aachen-Sportchefin Birgit Rosenberg.

Die Info-Stewards stehen den Zuschauern als Vermittler zwischen dem Sport und der Öffentlichkeit sowohl an den Dressur- als auch den Spring-Trainingsplätzen zur Verfügung. „Sie sollen mit den Zuschauern ins Gespräch kommen und bei Bedarf erklären, was auf den Plätzen passiert“, sagt FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. Zudem sollen durch die Info-Stewards, die mit Leibchen gekennzeichnet sind, auch die offiziellen Stewards des Internationalen Verbandes FEI entlastet werden. Der Fokus richtet sich darauf, die Verbindung herzustellen zwischen Richtern, Stewards, Reitern und Trainern auf der einen Seite und den Zuschauern auf der anderen Seite. Diese kommen in der der Regel zwar relativ nahe ran ans Geschehen, können aber niemand ansprechen oder mit den Akteuren ins Gespräch kommen. Wenn dort Fragen aufkommen, stehen die „Info-Stewards“ zur Verfügung.

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25 Jahre Partnerschaft mit NetAachen – Den CHIO Aachen gemeinsam erlebbarer machen

Aachen – Seit einem Vierteljahrhundert steht NetAachen dem CHIO Aachen als Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnologie sowie als Sponsor zur Seite. Die Arbeit hat sich mit der Digitalisierung enorm weiterentwickelt, die Grundwerte aber haben sich in all den Jahren nicht geändert: Als regionales Unternehmen setzt sich NetAachen damals wie heute für ein besseres Nutzererlebnis ein.

Über die Entwicklung seit 1999, die Bedeutung der charakteristischen NetAachen Tribüne und die persönliche Beziehung zum Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, haben wir mit Geschäftsführer Andreas Schneider gesprochen.

Herr Schneider, was verbinden Sie mit dem CHIO Aachen?

Andreas Schneider: Kontakt mit ganz vielen Menschen. Es ist jedes Jahr eine Mischung aus einem Wiedersehen, weil eine Menge Menschen dem CHIO Aachen ja schon sehr lange verbunden sind, und dem Kennenlernen neuer Menschen – und das in vielen verschiedenen Bereichen. Alle haben Lust da zu sein und man blickt nur in gut gelaunte Gesichter. Der CHIO Aachen ist einfach ein Treffpunkt.

Wenn man als Zuschauer am Richterturm vorbei ins Hauptstadion geht, sieht man direkt die charakteristische NetAachen Tribüne…

Schneider: … die schönste Sporttribüne der Welt! Darauf sind wir wirklich stolz. Wir sind ja immer noch ein überschaubares Unternehmen und dann bei so einem Weltevent eine eigene Tribüne zu haben, ist schon etwas Besonderes. Sie ist in der Tat extrem charakteristisch und bringt darüber hinaus die Nationen zusammen, denn die Flaggen der teilnehmenden Länder hängen ja auch an unserer Tribüne.

Die Internationalität des Turniers haben Sie gerade angesprochen, aber auch der regionale Bezug ist mit Partnern wie NetAachen beim CHIO Aachen immer gegeben. Was macht für Sie als Sponsor den Reiz aus?

Schneider: Wir finden uns hier natürlich zunächst einmal in der Dienstleistung wieder. Aber wir präsentieren mit dem NetAachen-Preis auch eine Prüfung für die Jugend – und zwar ganz bewusst. Wenn wir uns mit digitaler Infrastruktur beschäftigen, sprechen wir gleichzeitig immer über die Zukunft. Und da die Jugend als Sinnbild für die Zukunft gilt, liegt sie uns natürlich besonders am Herzen. Wir wollen, dass das Turnier ewig weiter besteht, und dafür braucht es eine Basis, die für künftige Generationen nachwächst.

Lassen Sie uns auch einen Blick in die Vergangenheit werfen, zum Beginn der Partnerschaft zwischen NetAachen und dem CHIO Aachen. Wie haben Sie damals gearbeitet und was hat sich seitdem verändert?

Schneider: Im Jahr 2000 haben wir die technischen Dienstleistungen übernommen und das gesamte Gelände neu verkabelt. Da sah alles noch ganz anders aus, mit anderen Gebäuden und anderer Infrastruktur. Während des Turniers haben wir dann vor allem den Ergebnisdienst im Richterturm gemacht. Wir wollten so früh wie möglich digital werden mit dem CHIO Aachen und haben deshalb schon sehr früh Live-Ergebnisse ins Internet gebracht. Damals saß man an einem Rechner und tippte händisch die Ergebnisse ein, damit sie im selben Moment im World Wide Web zu finden waren. 2001 gab es dann den ersten Livestream. Der hatte etwa Zigarettenschachtelgröße, war auch noch ein bisschen abgehackt, aber man konnte überall auf der Welt unabhängig von einer TV-Übertragung live den CHIO Aachen verfolgen. Was heute absolut selbstverständlich ist, war damals für den Reitsport wirklich noch außergewöhnlich.

Wie blicken Sie in die Zukunft?

Schneider: Die Partnerschaft von NetAachen und dem CHIO Aachen war immer eine, die sich gegenseitig befruchtet hat. Immer wieder zu diskutieren, was möglich ist, und sich auch wechselseitig herauszufordern – das prägt die Zusammenarbeit schon 25 Jahre lang. Und ich gehe davon aus, dass sie auch in der Zukunft immer wieder zu Verbesserungen führen wird. Denn das hat uns immer angetrieben: Das Event für die Besucher und die Sportler, aber auch für den Fan, der nicht hierhin kommen kann, erlebbarer zu machen.

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Neue Wettbewerbs-Runde der „Sterne des Sports“ startet am 1. Juli

Region/Berlin – Die „Sterne des Sports“ gehen in die nächste Runde: Vom 1. Juli an können sich die bundesweit rund 86.000 Sportvereine bei den „Sternen des Sports“ 2025 mit ihren gesellschaftlichen Engagements bewerben.

So können Sportvereine beispielsweise ihre Initiativen aus den Bereichen Bildung und Qualifikation, Gesundheit und Prävention, Integration und Inklusion, Klimaschutz, Digitalisierung oder Demokratieförderung beim vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken Raiffeisenbanken gemeinsam veranstalteten Wettbewerb einreichen. Aber auch die tagtägliche Vereinsarbeit wie unter anderem Vereinsmanagement, Jugendförderung, Sportvereinsentwicklung, Ehrenamtsförderung oder Mitgliedergewinnung haben bei den „Sternen“ Gewinnchancen. Die Finalisten erwartet bei der Preisverleihung des „Großen Stern des Sports in Gold“ zum Jahresbeginn 2026 in Berlin eine Ehrung auf höchster Ebene. Der bundesweit erstplatzierte Sportverein erhält neben dem Gold-Pokal ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Zuvor können sich die Vereine über die von den Volksbanken und Raiffeisenbanken vor Ort ausgelobte lokale Ebene (Bronze) und anschließend für die Landesebene (Silber) qualifizieren, die von den genossenschaftlichen Regionalverbänden mit Unterstützung der Landessportbünde ausgerichtet wird. Auch auf diesen Ebenen können die Vereine mit Preisgeldern dotierte Sterne-Auszeichnungen gewinnen. Die erstplatzierten Silber-Preisträger qualifizieren sich für das Bundesfinale und gehen dort in das Rennen um den „Großen Stern des Sports“ in Gold 2025.

Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR): „Wir sehen in diesen Tagen viele Höchstleistungen im Spitzensport und dies begeistert und verbindet Menschen europa- und weltweit. Wo aber kommen diese Spitzenleistungen her, wer hat hier gefördert? Es sind die Sportvereine vor Ort, die eine Basis legen und sich über den reinen Sportbetrieb hinaus für das Miteinander in unserer Gesellschaft, ehrenamtlich in ihrer Freizeit, engagieren. Das wollen wir, die rund 700 Volksbanken und Raiffeisenbanken gemeinsam mit dem DOSB, mit den ‚Sternen des Sports‘ würdigen und sehen wieder zahlreichen Bewerbungen entgegen.“

DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Wir sind gespannt und voller Vorfreude auf die zahlreichen Beiträge, mit denen unsere Vereine an der Basis den gesellschaftlichen Zusammenhang stärken. Ihre Bedeutung für einen aktiven Lebensstil, das Miteinander und den Zusammenhalt in unserem Land werden bei den ‚Sternen des Sports‘ auf faszinierende, beeindruckende Art und Weise ins Rampenlicht gestellt. Ich appelliere an alle Sportvereine, sich um die höchste Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement im deutschen Sport zu bewerben.“

Bewerbung über zentrale Plattform „Viele schaffen mehr“

Ob mit oder ohne vorgeschaltetes Crowdfunding – die Teilnahme am Wettbewerb „Sterne des Sports“ ist denkbar einfach. Bewerben können sich Sportvereine über die Plattform www.viele-schaffen-mehr.de/sterne-des-sports. Die Bewerbungsphase für den Wettbewerb 2025 startet am 1. Juli 2024 und endet am 30. Juni 2025. Ab dem 1. Juli 2025 werden die Bewerbungen für den Folgewettbewerb angenommen. So können die teilnehmenden Sportvereine ihre Bewerbungen fortlaufend ganzjährig einreichen.

Weitere Informationen zu den „Sternen des Sports“ 2025 gibt es unter www.sterne-des-sports.de. Darüber hinaus gibt es Impressionen, Tipps und Infos über die „Sterne des Sports“ auf den Social-Media-Kanälen @sportdeutschland und dem Community-Kanal @sternedessports. Hier stellen auch teilnehmende Sportvereine, Volksbanken Raiffeisenbanken und Sportverbände selbst ihre Projekte vor und liefern unmittelbare Einblicke in ihre Wettbewerbsteilnahme.

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Brandneu! – CHIO Aachen Podcast mit Marcus und Nadia Ehning

Aachen – „Aachen ist wie nach Hause kommen“ – Die Stars der Reitszene hautnah erleben – das geht künftig nicht mehr nur an den zehn Tagen beim CHIO Aachen in der Soers, sondern jetzt auch das ganze Jahr über auf dem heimischen Sofa, beim Joggen oder auf dem Weg zur Arbeit. Denn ab sofort gibt es regelmäßig den CHIO Aachen Podcast mit besonderen Gesprächspartnern, die Podcast-Host Marc Eschweiler hinter die Kulissen blicken lassen.

Den Auftakt machen zwei ganz Große ihrer Zunft: Er ist dreimaliger Gewinner des Rolex Grand Prix beim CHIO Aachen, sie die erfolgreichste Einzelvoltigiererin der Welt. Die Rede ist von Marcus und Nadia Ehning, die uns für die erste Folge des CHIO Aachen Podcasts auf ihre Anlage im westfälischen Borken eingeladen haben. Vielleicht liegt es an der dortigen Atmosphäre, dass der sonst eher zurückhaltende Marcus Ehning mit uns plötzlich so offen wie selten über Familienleben und Spitzensport spricht. Gemeinsam erinnern sich Nadia und Marcus Ehning an ihr Kennenlernen, geben Einblicke in ihren privaten Alltag und lassen die Zuhörer teilhaben an den Highlights und Rückschlägen ihrer sportlichen Karrieren.

So berichtet Nadia Ehning, dass das Weltfest des Pferdesports jedes Jahr fester Bestandteil des Familienkalenders ist. „Aachen ist wie nach Hause kommen“, stellt die vierfache Mutter fest. Und sie ist ganz erstaunt, als Marcus Ehning im Gespräch erzählt, wie er mit Nervosität vor dem Ritt umgeht – zum Beispiel vor einigen Jahren beim Mercedes-Benz Nationenpreis. „Da kommen einem ja Gedanken in den Kopf, die will man gar nicht haben in dem Moment. Und dann habe ich versucht, das alles auszublenden, und mir gedacht: Meine Frau und meine Kinder sitzen auf der Tribüne und für die möchte ich jetzt eine gute Runde reiten.“

Weitere spannende Einblicke wie diese sowie gute Unterhaltung und die eine oder andere Überraschung bietet der CHIO Aachen Podcast ab sofort überall dort, wo es Podcasts gibt. Eine perfekte Einstimmung auf Deutschlands größte Sportveranstaltung, den CHIO Aachen, der in diesem Jahr vom 28. Juni bis 7. Juli stattfindet.

Alle Informationen und die erste Folge finden Sie hier.

 

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Eine große Bühne für das Engagement in der Stadt Aachen

Aachen – Die Stadt Aachen hatte am vergangenen Wochenende eingeladen und zahlreiche Engagierte waren dem Ruf gefolgt: Der Aktionstag „Aachen zeigt Engagement“ im Aachener Stadtpark bot allen Ehrenamtlichen, die oft im Stillen agieren, eine große Bühne. Ohne ihre Arbeit wäre Aachen nicht denkbar – deshalb verdienen sie höchste Anerkennung und Sichtbarkeit.

Bei strahlendem Sommerwetter standen Vereine und engagierten Gruppen im Rampenlicht. Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen wurden drei Bühnen für ein abwechslungsreiches Programm frei gegeben, das Gebärdendolmetscherinnen begleiteten. Das Programm des Aktionstags hielt für jeden Geschmack etwas bereit: Yoga wechselte sich ab mit Gitarrenmusik, Theatersketch mit Bigband Musik, Cheerleading mit indischem Tanz, Kampfkunst mit Singkreis sowie American Football mit Squaredance. Auf dem Gelände waren darüber hinaus über 100 Stände aufgebaut.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen sagte begeistert: „Heute verwandelte sich unser wunderschöner Stadtpark in ein pulsierendes Fest der ehrenamtlichen Arbeit und des gemeinnützigen Engagements. Es ist mir eine besondere Freude, dass sich 130 Vereine, freie Initiativen und Gruppen an diesem Tag beteiligt haben.“

Für Groß und Klein war es ein informativer und unterhaltsamer Tag, der neue Bekanntschaften und Netzwerke ermöglichte. Alle Teilnehmenden schätzten die entspannte Atmosphäre und gute Gespräche. Der Aktionstag zeigte eindrucksvoll, wie bunt und vielfältig das ehrenamtliche Engagement in Aachen ist und wie sehr es das Stadtleben bereichert.

„Ein herzliches Dankeschön an alle, die zu diesem besonderen Tag beigetragen haben. Ihr unermüdlicher Einsatz und Ihre Begeisterung sind das Herzstück unserer Stadt. Sie alle zeigen, wie bunt, vielfältig und engagiert unsere Stadt ist. Unsere Planungen für das nächste Jahr sind bereits angelaufen. Ich freue mich schon sehr darauf, dieses Fest der Gemeinschaft und des Engagements auch 2025 wieder gemeinsam mit Ihnen zu feiern“, erklärte Sibylle Keupen.

Zur Vorbereitung der 2025er Ausgabe es Aktionstags „Aachen zeigt Engagement“ bittet das organisierende Team „Engagierte und kooperative Stadt“ alle Mitwirkenden und Besucher*innen des vergangenen Aktionstags unter der Email engagiertinaachen@mail.aachen.de und/oder der Telefonnummer 0241-432-7239 um ein Feedback zur Veranstaltung.

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Der Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick gratulierte persönlich

Mechernich – Fit seit 1922 – Maria Strohe feierte ihren 102. Geburtstag – „Ich weiß gar nicht, wo die Jahre geblieben sind“, erzählte Maria Strohe, als sie mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und ihrer Tochter Margarete Fölling an ihrem 102. Geburtstag auf der Terrasse des Altenpflegeheims Kreuserstift saß. Hier erinnerte sie sich an ihr außergewöhnlich langes Leben, scherzte und wirkte insgesamt fröhlich und fit.

„So alt werden wie sie und noch so frisch im Kopf sein, das wünscht sich Jeder“, meinte der Bürgermeister, nachdem er Maria Strohe zwei Urkunden zu ihrem hohen Geburtstag überreicht hatte – eine von der Stadt und eine vom Kreis Euskirchen. Dazu gab es Orchideen, über die sich die 102-Jährige sehr freute.

Mit 101 nach Österreich

Geboren wurde Strohe im Jahre 1922 in Mechernich-Wachendorf. Sie erlebte vieles mit, vom Schrecken des Nationalsozialismus über die deutsche Wiedervereinigung bis hin zu Künstlicher Intelligenz. „Die Nachkriegszeit war schlimm“, erinnerte sie sich. Gerne denkt sie hingegen an die Zeit danach. Sie lachte: „Da heiratete ich, dann kamen drei Kinder. Damit hatte ich Arbeit genug.“

Mit am liebsten erinnere sie sich an viele Urlaube. Der Letzte führte noch im vergangenen Jahr, im stolzen Alter von 101 Jahren, nach Österreich. „Ich bin immer gerne in die Berge gefahren. Aber auch in Holland, der Türkei und in Rom war es schön“, erzählte sie. Heute sei sie dafür dann doch zu alt. Kleinere Ausflüge macht sie trotzdem noch gerne mit ihrer Familie. Sei es eine Shoppingtour in Bad Münstereifel oder Entspannung am Zülpicher „Lago Beach“. Am Wasser fand sie es schließlich „immer schön“.

Hier feierte sie auch ihren 102. Geburtstag mit Familie und Freunden. Der kleine Strand am See öffnete seinem Ehrengast dazu exklusiv die Tore, obwohl eigentlich zu war. Strohe und ihre Tochter feierten aber schon morgens – mit Chips, Schokolade und Eierlikör. „Ich trinke ab und zu immer noch gerne ein Schnäpschen“, sagte Maria Strohe zwinkernd.

Kreuzworträtsel und „Rummikub“

Fit hält sie sich sowohl geistig als auch körperlich – vor allem mit Kreuzworträtseln und Spaziergängen. Auch nimmt sie gerne an den Gruppenstunden im Altenpflegeheim teil und guckt Sport im Fernsehen, vor allem Tennis und Wintersport, aktuell aber beispielsweise auch die Fußball-EM. Und wenn ihre Tochter zu Besuch ist, spielt sie mit ihr „Rummikub“. „Stundenlang“, lacht diese: „da kann ich manchmal schon gar nicht mehr.“

Margarete Fölling ist selbst bereits seit zehn Jahren im Ruhestand, zuvor führte sie einen Friseurladen in Mechernich. Sie besucht ihre Mutter und holt sie zu Ausflügen ab, wenn gerade nichts los ist im Kreuserstift. Bei ihrer Familie hingegen schon: Strohe hat drei Töchter, vier Enkel und vier Urenkel.

„Gute und schlechte Zeiten“

„Ich habe mein Leben gelebt, die guten und die schlechten Zeiten. Man muss einfach immer das Beste draus machen“, erzählte die 102-Jährige auf der Terrasse, während ihr im Vorbeigehen immer wieder andere Bewohnerinnen gratulierten. Hier zeigt sich, dass sie im Heim sehr beliebt ist. „Eine Mitbewohnerin weckt mich morgens sogar immer pünktlich um halb acht“, betont sie mit einem Schmunzeln. Früher hatte sie selbst in einem Altenpflegeheim gearbeitet. Bis vor drei Jahren lebte sie alleine in Antweiler.

Ihr hohes Alter überrascht sie selbst: „Ich hätte nie gedacht, dass ich so alt werde.“ Die 102 Jahre seien im Rückspiegel ganz schön schnell vorbeigegangen. Da ist ein Jahr schon gar nicht mehr so viel. Und so verabschiedete sich Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick „bis zum 103. Geburtstag!“

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Pastoraler Raum Daun – Erste Synodal-Versammlung

Daun/Mehren – In Mehren in der Vulkaneifel hat am 23. Juni die erste Synodalversammlung im Pastoralen Raum Daun stattgefunden. „Ein guter Anfang“, lautete die Bilanz des Leitungsteams. Mehr als 80 Frauen und Männer hatten die Angebote zu Austausch, Begegnung und Information genutzt.

Als Priesterreferentin Ute Engelskirchen (Bistum Trier) die Vielfalt der Angebote und Möglichkeiten des Austauschs im Abschlussgottesdienst als einen „großen bunten Blumenstrauß“ bezeichnete, als Dekan Dr. Jonas Weller vom Leitungsteam des Pastoralen Raums Daun die Veranstaltung als Zeichen der Ermutigung deutete, als Benedikt Welter vom Pfarreienrat Gillenfeld resümierte: „Wir hatten uns viel zu sagen“, spendeten die mehr als 80 Teilnehmenden und Gäste spontan Beifall.

In der Kirche, dem Bürgerhaus und dem Pfarrheim in Mehren war die erste Synodalversammlung über die Bühne gegangen, hatte Haupt- und Ehrenamtliche und weitere Interessierte aus den Pfarreien Daun und Gillenfeld und der Pfarreiengemeinschaft Kelberg zusammengeführt. Hatte zunächst Gelegenheit gegeben zum ungezwungenen Gespräch über Kinder-, Jugend- und Messdienerarbeit, Kirchenmusik und Chöre, Gebets- und Pilgergruppen, Seniorenarbeit und Räte. Und hatte im weiteren Verlauf die Teilnahme an zwei Workshops auf dem Programm, wobei zum Konzept des Leitungsteams, zu dem neben Dekan Weller noch Stefan Becker und Nico Sartoris gehören, großzügig Raum und Zeit für das persönliche Kennenlernen gehörten.

In den Workshops ging es etwa um das Schutzkonzept des Pastoralen Raums und den Kinderschutz in Schulen und Kitas, um Glaubenskommunikation und -vermittlung heute, um den Glauben im Familienleben, um Spielepädagogik und Bildungsarbeit und den Umgang mit Immobilien; geleitet wurden sie von Monika Neumann, Eva Pestemer, Tim Sturm, Lisa Emmerichs, Pamela Diedrichs, Carolin Hostert-Hack und Marcell Hürtgen.

Sarah Theisen, Mitglied des Pfarrgemeinderates in ihrem Wohnort Müllenbach und im Pfarreienrat der Pfarreiengemeinschaft Kelberg, zog ein positives Resümee: „Es war ein austauschreicher Tag.“ Die offene Gestaltung habe ihr sehr gut gefallen, die Organisation sei perfekt gewesen. Auch das Ehepaar Martha und Guido Grommes aus Daun, beide Lektoren, Kommunionhelfer und Initiatoren und Leitung von Wandergottesdiensten, erklärten: „Wir haben viele neue Leute aus der größer gewordenen Einheit kennengelernt, und uns macht Mut, dass das Leitungsteam und die weiteren Hauptamtlichen so offen für Neues sind.“ Auch Günter Schuster aus Mehren hatte nur lobende Worte. „Ich bin rundum begeistert“, meinte er. Es sei eine sehr konstruktive Veranstaltung zur Glaubensvertiefung gewesen. Dazu passte, dass im Abschlussgottesdienst, musikalisch gestaltet von Kantor Hubert Blaum mit einem Projektchor, der zukünftige Leiter der Priesterausbildung im Bistum Trier, Tim Sturm, in seiner Predigt bekundete, dass er froh sei über das spürbare Vertrauen der Teilnehmenden in die Zukunft der Kirche.

                                                    

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„Zukunfts-Workshop Inklusion“ mit Aktivist Raúl Krauthausen

Düren – Zahlreiche Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen sind beim „Zukunftsworkshop Inklusion“ zusammengekommen, um ihre Wünsche und Ziele zu äußern, wie eine gute Beteiligung gelingen kann. Der Aktivist Raúl Krauthausen präsentierte einen bewegenden Impulsvortrag.

Der Kreis Düren ist, neben den Kreisen Kleve und Unna, teil des Projektes „In Zukunft inklusiv. Mit politischer Partizipation zum Kreis für alle.“ der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW (LAG Selbsthilfe NRW). Noch bis Ende April 2025 unterstützt dieses Projekt Menschen mit Behinderungen darin, eine wirksame politische Teilhabe auf Kreisebene und im Kreisgebiet zu erhalten. Ziel des Projektes ist es, ein Selbstvertretungsgremium auf Kreisebene einzurichten.

Rund 50 Menschen mit Behinderungen sowie zahlreiche Mitglieder des Initiativkreises Inklusion kamen im Kreishaus zusammen, um über die Themen Beteiligung und Inklusion zu sprechen. Elke Ricken-Melchert, Dezernentin des Kreises Düren, eröffnete die Veranstaltung auf Gebärdensprache. Anschließend erklärte sie das Ziel: „Wir wollen gemeinsam mit Ihnen erarbeiten, welche konkreten Maßnahmen Menschen mit Behinderungen im Kreis Düren brauchen, um politisch aktiv zu werden. Wir erkennen Ihre Vielfalt an. Ihre Beteiligung und einzigartige Perspektive sind ein Gewinn für unsere Gesellschaft.“ Der bekannte Aktivist Raúl Krauthausen, der sich stark für soziale Projekte einsetzt, sprach in seinem Impulsvortrag mit dem Titel „Auf die Begegnung kommt es an“ über die Themen Barrierefreiheit, Wortwahl, gesendete Botschaften und seine persönliche Schulzeit. Auch zu den Themen Teilhabe, politische Verantwortung, technische Errungenschaften und Brand- beziehungsweise Denkmalschutz hatte er eine Meinung: „Inklusion ist ein Menschenrecht und nicht etwas, das optional verhandelt werden darf. Inklusion bedeutet Auseinandersetzung und sich von Floskeln lösen.“ Der Aktivist und Autor, der selbst im Rollstuhl sitzt, betonte: „Ich sehe mich nicht als behindert an. Mein Rollstuhl bietet mir Freiheit. Meine Identität ist Raúl Krauthausen.“

Nach dem Vortrag stellte der Initiativkreis Inklusion seine Arbeitsergebnisse vor und die Teilnehmenden trafen sich in verschiedenen Arbeitsgruppen. Der Initiativkreis begleitet den Prozess im Kreis Düren und besteht aus Selbstvertretung, Politik, Verwaltung sowie Schlüsselpersonen der Kommunen und Wohlfahrt. Unter aktiver Mitwirkung der Teilnehmenden wurden bei der Veranstaltung Wünsche und Ziele der Menschen mit Behinderungen erfasst. Später wurden die gesammelten Ideen präsentiert und es gab musikalische Beiträge vom „Bunten Chor Kreis Düren“ sowie vom Chor „Lucivers“ aus Broichweiden. Die Ergebnisse aus dem Zukunftsworkshop fließen in den weiteren Prozess ein.

Durchgeführt wurde der Zukunftsworkshop vom Amt für Generationen, Demografie, Inklusion und Sozialplanung des Kreises Düren mit der Unterstützung der LAG Selbsthilfe NRW sowie der „Zukunftswerkstatt Kommunen – Attraktiv im Wandel“. Die Veranstaltung wurde mit Dolmetscherinnen und Dolmetschern in Schrift- und Gebärdensprache sowie Simultandolmetschen in Leichter Sprache begleitet. Eine induktive mobile Höranlage stand Menschen mit einer Hörbehinderung zur Verfügung. Gefördert wird das Projekt „In Zukunft inklusiv. Mit politischer Partizipation zum Kreis für alle“ durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.