Theo Schröder (evm) (l.) übergibt den Spendenbetrag gemeinsam mit Bürgermeister Achim Juchem (r.) an Dominik Laubenthal von der Pfadfinderschaft aus Grafschaft-Ringen.
Foto: evm/Homann
Grafschaft/Ahrtal – Über insgesamt 2.000 Euro aus der „evm-Ehrensache“ darf sich die deutsche Pfadfinderschaft St. Georg – Stamm Galileo Galilei der Gemeinde Grafschaft freuen. Mit ihrem Spendenprogramm unterstützt die Energieversorgung Mittelrhein (evm) jedes Jahr Vereine und Institutionen aus der Region, wenn es um kulturelle, soziale und gemeinnützige Projekte geht. Theo Schröder, Kommunalbetreuer bei der evm, übergab den Spendenbetrag vor Kurzem gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Grafschaft, Achim Juchem.
„Es ist schön zu sehen, wie sich der Pfadfinderstamm in unserer Gemeinde in den letzten beiden Jahren sozial engagiert hat“, erklärt Achim Juchem. „So boten Sie sich zum Beispiel in der Corona-Krise als Nachbarschaftshelfer vor Ort an, um hilfebedürftige Menschen bei Einkäufen oder Erledigungen zu unterstützen. Auch bei der Ahrflut im Sommer 2021 boten Sie mithilfe ihrer Bollerwagen spontane Hilfe an. Ich bin stolz darauf, die großartige, tatkräftige Unterstützung dieses Vereins mit der Spende der evm unterstützen zu dürfen.“
SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis (dritter von rechts), Abteilungsleiter der Zentralen Aufgaben Johannes Ballensiefen (zweiter von rechts) die stellvertretende Ausbildungsbeauftragte Jennifer Liesenfeld (vierte von rechts) und Manuel Paul (erster von rechts) für den Personalrat gratulierten (erste Reihe, von links) Lisa Stoffel, Paula-Therese Kunz, (zweite Reihe, von links) Viktoria Manns, Joanna Bär, (dritte Reihe, von links) Stephanie Krah und Elisabeth Gromotka zur bestandenen Prüfung.
Foto: SGD Nord
Region/Koblenz – Wolfgang Treis, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, gratulierte sechs Nachwuchskräften der Oberen Landesbehörde zu ihren bestandenen Abschlussprüfungen. Mit diesen hatten die Beamtenanwärterinnen ihr dreijähriges Studium beziehungsweise ihre zweijährige Ausbildung an der Hochschule für öffentliche Verwaltung (HöV) und der Zentralen Verwaltungsschule (ZVS) des Landes Rheinland-Pfalz erfolgreich abgeschlossen.
Das Besondere an diesem Jahrgang: Gleich zwei Anwärterinnen, die zuvor im zweiten Einstiegsamt bei der SGD Nord tätig gewesen waren, machten von den vielfältigen Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung ihrer Arbeitgeberin Gebrauch. Sie wählten das Duale Studium, das ihnen den Weg für den Aufstieg in das dritte Einstiegsamt bereitete.
„Ich freue mich, dass Sie sich zu Beginn Ihres Berufslebens für die SGD Nord entschieden haben. Dank der intensiven Praxisphasen während Ihres Studiums beziehungsweise Ihrer Ausbildung lernten Sie bereits einige Arbeitsabläufe in unserer Behörde kennen – das sind wertvolle Erfahrungen, die Ihnen auf Ihrem weiteren beruflichen Weg in vielen Situationen weiterhelfen werden“, so SGD-Nord-Präsident Treis bei einer kleinen Feierstunde.
Mit (coronabedingter) Verspätung übergab Dr. Robert Bartz (2.v.l.) vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ jetzt im Beisein von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beteiligten Fachabteilungen der Stadt Zülpich sowie Schulleiterin Brigitte Zeller von der Chlodwig-Schule (3.v.l.) das Preisträgerschild für das „Natur-Campus“-Projekt an Bürgermeister Ulf Hürtgen (3.v.r.). Foto: Stadt Zülpich / Torsten Beulen
Zülpich – Die Stadt Zülpich ist eine von bundesweit 40 ausgezeichneten Kommunen. Es war eine sehr erfreuliche Nachricht, die die Stadt Zülpich im Herbst 2020 aus Radolfzell erreicht
hatte. Das in der Stadt am Bodensee beheimatete Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ hatte die Stadt Zülpich als eine von 40 Kommunen im bundesweiten Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ für ihre Projektidee zur Förderung von Stadtnatur und Insekten im Siedlungsraum ausgezeichnet.
Konkret war die Stadt Zülpich für das Projekt „Natur-Campus“ bedacht worden. Mit dem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro konnte die Idee, den Grünzug zwischen Schulcampus und Busbahnhof am Adenauerplatz ökologisch aufzuwerten und in ein artenreiches Areal umzuwandeln, mittlerweile weitgehend umgesetzt werden. Dort, wo es bislang nur Rasenflächen gab, wurde unter der Federführung von Projektleiter Norbert Kloten von der Tiefbauabteilung der Stadt Zülpich durch die Anlage von Blühwiesen, Heckenanpflanzungen sowie durch Sand-, Stein- und Totholzschüttungen neuer Lebensraum für Insekten geschaffen.
Dr. Robert Bartz vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ machte sich nun persönlich vor Ort ein Bild vom Natur-Campus und konnte feststellen, dass das Projekt allmählich Gestalt annimmt. Bei der Gelegenheit übergab er an Bürgermeister Ulf Hürtgen auch – coronabedingt mit Verspätung – das Schild, das künftig am Natur-Campus auf die Auszeichnung hinweisen wird. „Was Zülpich hervorhebt, ist die sehr große Fläche, die hier naturnah umgestaltet wird. Die Bandbreite an Maßnahmen ist im Vergleich zu anderen Projekten ebenfalls sehr groß“, sagte Bartz. Zudem hob er die Zusammenarbeit mit den am Schulcampus ansässigen Schulen ausdrücklich hervor. „Durch diese Verknüpfung wird hier ein besonderer Effekt der Umweltbildung erzielt.“
Angedacht sind beispielsweise der Bau von Insektenhotels sowie die Pflanzung eines Baumes für jeden künftigen Abschlussjahrgang der weiterführenden Schulen. „Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass wir
den Sachkundeunterricht einfach mal hierher ins Grüne verlagern“, sagte Schulleiterin Brigitte Zeller von der nahe gelegenen Chlodwig-Schule.
„Wir bemühen uns stetig, viel Grün in die Stadt zu bringen“, berichtete Bürgermeister Ulf Hürtgen. Auch bei der Entwicklung neuer Baugebiete fühle man sich dem Umweltgedanken verpflichtet. „Deshalb ist es toll, dass hier auf einer ein Hektar großen Fläche, die täglich von vielen Hundert Schülerinnen und Schülern durchquert wird, eine grüne Oase mitten in der Stadt entsteht – quasi ein Neubaugebiet für Insekten.“
Der Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ wurde vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ durchgeführt und im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.
Insgesamt wurden rund 330 Beiträge aus mehr als 300 verschiedenen Kommunen aus ganz Deutschland eingereicht. Aus den eingereichten
Wettbewerbsbeiträgen wählte eine Fachjury die 40 besten Projektideen aus. Maßgeblich waren dabei, inwieweit diese Ideen zu Verbesserungen für Stadtnatur, Insekten und deren Lebensräumen führen, zu Umweltbildung und gesellschaftlichem Engagement beitragen, nachhaltig wirken sowie vorbildlich und innovativ sind.
Mehr zum Wettbewerb und zu den ausgezeichneten Projektideen unter www.wettbewerb-naturstadt.de
v.l.n.r.
Personalratsvorsitzender Wolfgang Goeken, Büroleiterin Jasmin Alter, Gleichstellungsbeauftragte Dr. Ina Rüber, Oberbürgermeister Dirk Meid, Kevin Stoye, Stefanie Frank, Janine Pitzen, Elisa Ternes und Hanna Görgen. Foto: Jacqueline Blang / Stadt Mayen
Mayen – Allen Grund zur Freude hatten in diesen Tagen Hanna Görgen und Janine Pitzen, denn beide Nachwuchskräfte der Stadtverwaltung Mayen wurden nach erfolgreich abgelegter Prüfung dauerhaft bei ihrer Ausbildungsbehörde übernommen. Janine Pitzen wurde von Oberbürgermeister Dirk Meid zur Stadtinspektorin ernannt, Hanna Görgen zur Stadtsekretärin. Beide Ernennungen erfolgten in das Beamtenverhältnis auf Probe.
Hanna Görgen wird im Bereich des Jugendamtes eingesetzt, Janine Pitzen im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Beide haben die zwei- bis dreijährige Ausbildung bei der Stadtverwaltung erfolgreich absolviert. Freuen konnten sich darüber hinaus auch Elisa Ternes, Stefanie Frank und Kevin Stoye. Sie wurden von Oberbürgermeister Dirk Meid in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit ernannt.
Elisa Ternes ist im Zentralbereich für den Sitzungsdienst tätig und Stefanie Frank hat die Bereichsleitung des Bereiches 2.2 – Soziales, Schulen und Sport inne. Kevin Stoye ist im Bereich Finanzen für die Vollstreckung tätig. „Ich freue mich Sie heute alle ernennen zu dürfen und wünsche Ihnen für Ihre kommenden Aufgaben und Ihre Zukunft alles Gute“, so Oberbürgermeister Dirk Meid.
Den guten Wünschen schlossen sich Büroleiterin Jasmin Alter, Gleichstellungsbeauftragte Dr. Ina Rüber und Personalratsvorsitzender Wolfgang Goeken an.
Goldene Verdienstnadeln für 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit. Fotos: HwK Aachen
Aachen – In einem festlichen Rahmen hat die Handwerkskammer Aachen auf Gut Hebscheid in Aachen Persönlichkeiten für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Berufsbildung mit goldenen und silbernen Verdienstnadeln geehrt. Die ausgezeichneten Frauen und Männer stellen sich seit vielen Jahren freiwillig in den Dienst des Handwerks und damit der Betriebe und ihrer Beschäftigten.
Silberne Verdienstnadeln für 15-jährige ehrenamtliche Tätigkeit.
Als Präsident der Handwerkskammer und als Handwerksunternehmer lobte Marco Herwartz den Einsatz der neuen Nadelträger: „Wer sich im Ehrenamt engagiert, so wie Sie es tun, der soll dafür auch die angemessene Anerkennung erhalten. Denn selbstverständlich ist dieser Einsatz keineswegs.“
Handwerk wäre ohne Ehrenamt nicht denkbar, so der Kammerpräsident: „Ohne Sie und Ihre rund 1.900 freiwillig tätigen Kolleginnen und Kollegen würde etwa das gesamte Prüfungswesen in der Berufsausbildung in sich zusammenbrechen, würden Gremien der Handwerksorganisation nicht existieren können.“ Von ehrenamtlicher Arbeit profitierten sowohl diejenigen, denen sie zugute kommt, als auch die, die sie leisten.
Was möglich sei, wenn alle mit anpacken, habe der freiwillige Einsatz von vielen Helfern in den Flutgebieten gezeigt. Diese ehrenamtliche Leistung vieler Handwerkerinnen und Handwerker beim Wiederaufbau habe schwer beeindruckt. „Was in dieser Ausnahmesituation geleistet wurde, wie Handwerker anderen Handwerkern bedingungslos zur Seite standen und in ihrer Freizeit rackerten, damit Existenzen wieder aufgebaut werden und die Menschen wieder würdevoll leben können – das verdient allerhöchsten Respekt. Dieser Zusammenhalt macht uns Hoffnung in wahrlich nicht leichten Zeiten“, so Herwartz.
Kammerpräsident Herwartz wies in seiner Ansprache auf den großen Fachkräftemangel im Handwerk hin und appellierte an die Anwesenden, für die handwerklichen Berufe zu werben, um mehr junge Frauen und Männer für den Wirtschaftszweig zu gewinnen. Darüber hinaus bat Herwartz um Werbung für das Ehrenamt. „Berichten Sie von Ihren Erfahrungen, Ihrer Freude, Ihrem Nutzen, damit andere Ihrem Beispiel folgen und sich einbringen zum Wohle aller.“
Sozial und belastbar
Wie wertvoll das Ehrenamt ist, hob auch Michael Mahr, Unternehmer einer Aachener Traditionsfirma und Vorsitzender der Stiftergemeinschaft zur Förderung des Handwerks in der Region Aachen, hervor. Ehrenamtler zeichneten sich durch ihr kommunikatives Verhalten aus. Das Engagement im Handwerk, aber auch in Vereinen, Organisationen und Initiativen sei enorm wichtig für die Gesellschaft. „Ehrenamtler sind sozialer eingestellt, lebenserfahrener, verständnisvoller und belastbarer“, sagte Mahr. Ein Vorteil für Ehrenamtler sei, dass sie mehr Menschen kennen würden als andere und somit ein großes Netzwerk nutzen könnten. Darüber hinaus blieben die Erinnerungen aus der ehrenamtlichen Tätigkeit ein Leben lang haften.
Mahr warb dafür, Mitglied der Stiftergemeinschaft zu werden und somit das regionale Handwerk zu unterstützen. Er appellierte außerdem, die jungen Menschen ranzulassen, ihnen Verantwortung zu übertragen, so wie er es mit seinen Kindern in seinem Unternehmen gemacht habe. Sie müssten Führungsaufgaben übernehmen und auch für das Ehrenamt gewonnen werden, um somit für eine positive Zukunft zu sorgen.
Goldene Verdienstnadeln für 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit erhielten:
Michael Böven, Bäckermeister, Geilenkirchen; Barbara Conrads, Geilenkirchen; Herbert Görtz, Dachdeckermeister, Übach-Palenberg; Guido Hugot, Gas- und Wasserinstallateurmeister, Aachen; Luise Lauer, Aachen; Josef Müller, Diplom-Ingenieur, Metallbauermeister, Blumenthal; Reiner Wilms, Fleischermeister, Roetgen.
Silberne Verdienstnadeln für 15-jährige ehrenamtliche Tätigkeit erhielten:
Norman Baller, Werkstattmeister, Weilerswist; Dimitri Bambach, Kfz-Mechaniker, Mechernich; Georg Bösl, Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeister, Alsdorf; Angelika Clausing, Oberstudienrätin, Eschweiler; Hanno Josef Derichs, Diplom-Ingenieur, Übach-Palenberg; Karin Frenken, Friseurin, Würselen; Sascha Geschwind, Kfz-Mechanikermeister, Schleiden; Berthold Goertz, Diplom-Ingenieur, Aachen; Peter Jungbluth, Kfz-Mechanikermeister, Weilerswist; Werner Keutgen, Kfz-Mechanikermeister, Kall; Wilhelm Kreiten, Oberstudienrat, Aachen; Walter Küßner, Aachen; Günther Lammers, Lehrer, Aachen; Bruno Lehser, Tischler, Zülpich; Reinhard Lenz, Maurermeister, Heinsberg; Bernd Maaß, Elektroinstallateur, Erkelenz; Rüdiger Meiritz, Elektroinstallateur, Erkelenz; Beate Meyring, Friseurmeisterin, Blankenheim; Michael Nießen, Elektroinstallateurmeister, Erkelenz; Markus Oster, Kfz-Mechaniker, Bad Münstereifel; Reiner Pioreck, Beton- und Stahlbetonbauermeister, Gangelt; Martina Schmitz, Dachdeckermeisterin, Gangelt; Johannes Weiler, Metallbauermeister, Weilerswist.
MdL Jutta Blatzheim-Roegler mit GRÜNEN aus der Kreisstadt vor Verkaufsständen an der Rosenkranzkirche. Foto: Sarah Rößel
Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die Innenstadtbereiche von Bad Neuenahr und Ahrweiler waren und sind massiv flutbetroffen. Für die Kreisstadt bietet sich jetzt die einmalige Chance, eine Infrastruktur für ein gutes Miteinander von Kunden, Gästen und Anwohnenden aufzubauen. Die Innenstädte wieder mit buntem Leben zu füllen, attraktiv und besucherfreundlich, dazu sind Handel und Gastronomie und ihre Erreichbarkeit zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zusammen zu denken.
Die Kreisstadt wurde wie viele Orte stark von der Flutkatastrophe getroffen. Einheimische verloren ihr zu Hause, ihre Arbeit, Schule oder KiTa. Alles wurde über Nacht anders. Strom, Gas oder Wasser waren mehrere Wochen und Monate nicht mehr vorhanden.
Doch ein Aufgeben oder Wegziehen kam für die meisten nicht in Frage. So wird bis heute improvisiert und mit Provisorien gelebt. Der Einzelhandel wie auch die Gastronomie und Hotellerie waren schon seit März 2020 durch Corona stark gebeutelt. Das Gastgewerbe beklagte zudem bereits vor der Flut einen Mangel an Personal. Damit der Einzelhandel nach der Katastrophe überhaupt wieder Fuß fassen konnte, musste schnell, flexibel und unbürokratisch geholfen werden. So wurden in kurzer Zeit zwei Pop-up-Malls errichtet, eine im Stadtteil Ahrweiler und eine im Stadtteil Bad Neuenahr. Hier können bis heute örtliche Gewerbetreibende ihre Kundinnen und Kunden weiter bedienen. Apotheken und Bäckereien in Containern, Stände, Pavillons und Zelte in Parks und vor den Stadttoren und Wochenmärkte – die teils sehr kreativen „Überbrückungslösungen“ wurden sowohl von den Bürgerinnen und Bürgern als auch von den Gästen der Kreisstadt dankbar angenommen. In der Stadt mit ihrer gelebten Gastfreundschaft und ihrem Zusammenhalt lässt es sich weiterhin gut leben.
Jutta Blatzheim-Roegler, Mitglied der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die GRÜNEN, besuchte auf Einladung des GRÜNEN Ortsverbandes markante Orte im Innenstadtbereich. Beeindruckend ist, wie sich kleine Marktzentren entwickelt haben. So gibt es zum Beispiel rund um die Rosenkranzkirche an der Telegraphenstraße in Bad Neuenahr eine Apotheke, eine Bäckerei und Eisverkauf, vorher Pizza und Pasta.
Es stimmte alle zuversichtlich, dass Handel und Gastronomie nicht aufgegeben haben. Stattdessen sind sie in die Zukunft durchgestartet- ein positives Signal für Einheimische und Gäste. Nach und nach werden die ursprünglichen Räumlichkeiten wieder eröffnet, noch schmucker als zuvor und mit neuen, zukunftsorientierten Konzepten. Jetzt gilt es, das große Ganze für attraktive, lebenswerte Innenstädte planerisch zu begleiten.
Linda Kasch-Bańka (Mitte) ist die neue Amtsleiterin für Integration und Ausländerangelegenheiten. Landrat Wolfgang Spelthahn (r.) und Dezernentin Sybille Haußmann gratulierten. Foto: Kreis Düren
Düren – Linda Kasch-Bańka ist ab Juli die neue Leiterin des noch recht jungen Amtes für Integration und Ausländerangelegenheiten des Kreises Düren. „Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg für ihre neue Aufgabe“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Zuvor leitete Linda Kasch-Bańka das Kommunale Integrationszentrum, das wie die Ausländer- sowie die Einbürgerungsbehörde zum neuen Amt gehört. Im Zuge einer teilweisen Neuorganisation der Kreisverwaltung und um die Integration in einem Amt zu bündeln, besteht dies seit dem 1. Januar 2022.
Seit rund 11 Jahren arbeitet die Diplom Sozialwissenschaftlerin Linda Kasch-Bańka beim Kreis Düren, zunächst als Integrationsfachkraft bei der job-com, später als Teamleitung. Im vergangenen Jahr wechselte sie die Bereiche und übernahm die Leitung des Kommunalen Integrationszentrums. „Der Kreis Düren ist vielfältig und ich sehe das als absolute Bereicherung“, sagt die 38-Jährige. „Deswegen ist es mir ein Anliegen, Rassismus in all seinen Formen entschieden entgegenzutreten.
Diversität und Migration sind Vorteile für eine Gesellschaft. Ich möchte zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen des Amtes Menschen mit Einwanderungsgeschichte sowohl aufenthaltsrechtlich als auch zivilgesellschaftlich begleiten und Teilhabe ermöglichen. Von dem ersten Ankommen bis hin zur Einbürgerung.“ Auch die zuständige Dezernentin Sybille Haußmann, die das neue Amt zuvor kommissarisch leitete, gratulierte ihrer Nachfolgerin. „Ich freue mich sehr auf eine gute Zusammenarbeit.“
Ein Problem mit dem Drucker führte die junge Hannah Killmann aus Gemünd und Dr. Christa Marmann aus Kall zusammen. Beide freuten sich, „einen netten Menschen kennengelernt zu haben.“ Foto: GenoEifel
Kall – Hannah Killmann ist eine junge Frau, die in der GenoEifel ihre Hilfe anbietet – sehr zur Freude von Dr. Christa Marmann, die dank ihrer Unterstützung ein Problem mit dem Drucker beheben konnte. „Eigentlich“, sagt Hannah Killmann aus Gemünd, „bin ich durch Corona in Kontakt mit der Generationengenossenschaft GenoEifel gekommen.“ Die junge Frau hatte im Jahr 2020 in Essen studiert, als die Pandemie sie dazu brachte, wieder nach Hause in die Eifel zu ihren Eltern zu ziehen. Dort angekommen, reifte in ihr der Entschluss: „Ich muss irgendetwas tun.“ Da ihre beiden Eltern im Altersheim aktiv sind, erfuhr sie recht schnell von der GenoEifel und wurde Mitglied – was bemerkenswert ist. Denn Hannah Killmann gehört damit zu den jüngeren Menschen, die sich in der Genossenschaft engagieren.
„In der Regel“, sagt Corinne Rasky, Projektkoordinatorin der GenoEifel mit Sitz in Kall, „sind unsere rund 700 Mitglieder schon etwas älter. Bei den Helfern sind es oft aktive und junggebliebene Senioren, die ihre Freizeit dazu nutzen, anderen Menschen zu helfen.“
Für Hannah Killmann war es die Vielfältigkeit der Aufgaben, die man als Helfer bei der GenoEifel übernehmen könne. „Da ist jedes Mal etwas neu und anders – und man trifft viele nette Leute“, nennt die junge Frau ihre Beweggründe. Gerade während der Corona-Pandemie sei es schön gewesen, helfen zu können. So war sie 2021 dabei, hilfesuchende Menschen online für die Corona-Impfaktion anzumelden, brachte Bücher für Menschen in die Bücherei zurück, die dazu nicht in der Lage waren oder half dabei, bei kleineren Schwierigkeiten im Umgang mit dem Computer zur Seite zu stehen.
Auf diese Weise lernte sie auch Dr. Christa Marmann aus Kall kennen. Ihr war sie behilflich, ein kleines Problem mit dem Drucker zu beheben. Von der GenoEifel hatte Dr. Christa Marmann aus der Zeitung erfahren. Als auch Kolleginnen von ihr berichteten, mit der GenoEifel glücklich zu sein, entschloss auch sie sich zur Mitgliedschaft. Das Hilfsangebot der Generationengenossenschaft hat sie zwar erst zweimal bei Problemen im Umgang mit dem PC in Anspruch genommen. „Ansonsten“, sagt sie, „bin ich nur froh, dass es das Angebot gibt. Es beruhigt einen schon psychisch, wenn man weiß, dass man im Bedarfsfall einen anrufen kann.“
Eine wichtige Rolle spiele auch der zwischenmenschliche Kontakt. Dr. Christa Marmann schmunzelt: „Man freut sich schon, wenn eine nette Person vorbeikommt, mit der man ins Gespräch kommen kann und am Ende auch noch der Drucker wieder funktioniert.“ Für sie ist es auch keine Frage, dass man dringend Mitglied in der GenoEifel werden sollte. Denn im Alter komme man immer wieder einmal an einen Punkt, an dem man Hilfe brauche. „Und bei der GenoEifel braucht auf diese Hilfe nicht lange zu warten. Da hatte ich bislang sehr großes Glück und habe mich jedes Mal über einen netten Menschen gefreut!“
Für Hannah Killmann wäre es schön, wenn sich noch mehr junge Menschen dazu entschließen würden, Mitglied in der GenoEifel zu werden: „Es macht viel Spaß, neue Menschen zu treffen und ihnen zu helfen.“ Zudem sei man sehr flexibel und könne sich die Zeit so einteilen, wie man sie zur Verfügung habe. Das sei gerade für junge Menschen wichtig.
Die GenoEifel
Bei der GenoEifel handelt es sich um ein Hilfe-Helfer-Netzwerk, das aus Menschen besteht, die entweder in bestimmten Dingen Unterstützung brauchen oder die benötigte Hilfe anbieten. Diese beiden Gruppen bringt die GenoEifel zusammen. Das Beispiel von Hannah Killmann und Dr. Christa Marmann zeigt, dass die Mitgliedschaft Jung und Alt zusammenbringt und damit generationenübergreifende Kontakte und intensiven Austausch möglich macht.
Wer die Dienste der GenoEifel nutzen möchte, egal ob als Helfer oder als Hilfesuchender, muss Mitglied der Genossenschaft werden. Dazu muss einmal ein Anteil von 50 Euro gezeichnet werden, der wie eine Kaution funktioniert – tritt man aus, erhält man das Geld laut Satzung zurück. Der Jahresbeitrag beträgt 40 Euro pro Person oder pro Haushalt (für Jugendliche bis 21 Jahre: zwölf Euro).
Wer einen Dienst in Anspruch nimmt, zahlt neun Euro pro Stunde, von denen sechs an den Helfer und drei an die Genossenschaft gehen.
Weitere Informationen zur GenoEifel erhält man unter Tel.: 02441- 888 61, E-Mail: info@GenoEifel.de oder im Internet: www.GenoEifel.de
Teilnehmer der „Navigation Eifel“ bauten Stücke für Flutgebiete. Übergabe an Bürgermeister Bernd Goffart. Foto: Elmar Brandt / Handwerkskammer Aachen
Simmerath – Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Navigation Eifel“ haben unter Anleitung der Ausbilder in Rücksprache mit der Gemeinde Simmerath acht Beton-Holz-Bänke hergestellt. Diese wurden als Spende an den Bürgermeister von Simmerath, Bernd Goffart, übergeben, um damit Wanderwege zu bestücken, an denen es durch die Flut 2021 zu Schäden beziehungsweise Zerstörungen kam.
Die „Navigation Eifel“ ist ein Förderzentrum, welches Menschen dabei unterstützt, sich beruflich zu orientieren und den Weg (zurück) in den Arbeitsmarkt zu finden. Auftraggeber ist das Jobcenter StädteRegion Aachen.
Die Teilnehmenden der „Navigation Eifel“ erlernen in einer Werkhalle im Bildungszentrum BGZ der Handwerkskammer Aachen unter Anleitung von Ausbildern verschiedene berufspraktische und -theoretische Inhalte. Vor allem die Gewerke Farbe/Raumgestaltung, Holz, Bau, HoGa (Hotel- und Gaststättengewerbe) sowie Hauswirtschaft/Ernährung stehen dabei im Vordergrund. In diesem Lehrgang werden die Frauen und Männer außerdem durch einen Sozialpädagogen und einen Jobcoach bei der Erweiterung ihrer sozialen Kompetenzen sowie in den Bereichen berufliche Orientierung und Bewerbung/Vermittlung unterstützt.
„Es ist klasse, was hier geleistet wurde“, lobte Goffart die Arbeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Mit den Bänken würde ein großer Beitrag für die Allgemeinheit geleistet. Außerdem seien sie auch „sehr schön“. Goffart erläuterte, dass die Flut 2021 im Simmerather Wald erhebliche Schäden verursacht habe. Einige Bänke seien komplett zerstört worden. Die neuen Bänke, die nun im BGZ entstanden, kommen unter anderem auch an Stellplätze, wo noch keine Bank stand. „Wir sind dankbar für jede zusätzliche Bank“, so Goffart.
Thomas Wohlgemuth und Berthold Wilden leiteten die Teilnehmer der „Navigation Eifel“ im BGZ als Ausbilder an. Die Idee, im Lehrgang Bänke zu bauen, sei ihnen beim Wandern gekommen, erzählte Wohlgemuth bei der offiziellen Übergabe an die Gemeinde. Gemeinsam mit den Frauen und Männern habe man überlegt, wie neue Bänke aussehen könnten und einen Plan erstellt. Zuerst seien die Schalungen angefertigt worden, später dann die Sitzflächen, die unten verschraubt sind.
Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat die „Navigation Eifel“ im BGZ richtig weiter gebracht. So denkt Alicia Zühlke (20), dass sie wohl in den Malerberuf einsteigen wird. Denn während der Teilnahme bei „Navigation Eifel“ hat sie in einem Praktikum dort schon sehr gute Erfahrungen gemacht und konnte auch den Betreib von ihrem Talent überzeugen. Sie war unter anderem auf Baustellen von Flutopfern dabei, wo in der Hochphase des Wiederaufbaus viele Helferinnen und Helfer benötigt wurden. Wie viele ihrer Kolleginnen und Kollegen in der „Navigation Eifel“ hofft sie, über Praktika in eine Ausbildung zu kommen und im Handwerk weiter Fuß zu fassen.
Region/Düsseldorf – Impfstoff wird HIV- / Infektionsambulanzen an den Universitätskliniken und HIV/STI-Schwerpunktpraxen ab Ende dieser Woche bereitgestellt. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit: Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat die Kreise und kreisfreien Städte über die Umsetzung der geplanten Impfungen gegen das Affenpockenvirus informiert. Für die Impfungen stellt der Bund den Impfstoff JYNNEOS®/Imvanex® bereit, der in Europa von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zum Schutz vor Pocken autorisiert ist und nach derzeitiger Kenntnislage auch vor einer Infektion mit Affenpocken schützt. Geimpft werden können bestimmte Personengruppen, die ein besonders Risiko haben, sich mit dem Affenpockenvirus zu infizieren. Die Impfungen starten ab Ende dieser Woche an HIV-/Infektionsambulanzen der Universitätskliniken und teilnehmenden HIV/STI-Schwerpunktpraxen. Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland, das Impfungen gegen Affenpocken durchführt.
Impfung nur bei hohem Risiko
Affenpocken sind eine Viruserkrankung, die sich vor allem mit Symptomen, wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und einem Ausschlag mit Bläschen oder Pusteln äußert. Die Erkrankung wird von Mensch zu Mensch bei engem Körperkontakt (Kontakt mit Körperflüssigkeiten und den typischen Hautveränderungen) mit einer infizierten Person übertragen. Das RKI schätzt aktuell das Risiko einer Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung als gering ein. Da der Impfstoff derzeit nur begrenzt zur Verfügung steht, muss der Kreis der Personen, die sich impfen lassen können über die Impfempfehlungen der STIKO hinaus eingegrenzt werden. Folgende Personen können sich impfen lassen:
Personen, die dem Affenpockenvirus exponiert waren;
Männer mit einer hohen Anzahl an gleichgeschlechtlichen sexuel-len Kontakten und folglich einem hohen Risiko für sexuell übertragbare Erkrankungen.
Die Gesundheitsämter informieren die exponierten Personen im Rahmen der Kontaktnachverfolgung darüber, dass sie sich impfen lassen können und vermitteln sie an die impfenden Stellen. Um Personen mit einem besonderen Ansteckungsrisiko zu erreichen, kommunizieren auch die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW und die Aidshilfe NRW e. V., welche Stellen impfen werden. Die Impfung ist für Bürgerinnen und Bürger kostenfrei. Die Entscheidung für eine Impfung liegt im Ermessen des impfenden Arztes oder der impfenden Ärztin.
Der Impfstoff
In mehrern anderen Ländern wie den USA und Kanada ist JYNNEOS®/Imvanex® bereits für die Verwendung gegen Affenpocken zugelassen. Der Bund hat diesen Impfstoff zentral für Impfungen gegen Affenpocken in Deutschland beschafft. Im nordrhein-westfälischen Impfstoffzentrallager ist bereits eine erste Lieferung von 7.300 Dosen eingetroffen. Das Gesundheitsministerium erwartet die Lieferung weiterer 200.000 Dosen im Laufe des 3. Quartals 2022.
In medizinisch begründeten dringenden Einzelfällen, insbesondere bei einem nachgewiesenen engen Kontakt zu einer Person mit einer Affenpockeninfektion, können bereits jetzt an den Universitätskliniken in Aachen, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Essen, Münster und Köln Impfungen gegen Affenpocken erfolgen.
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