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Von der Biennale Venedig ins Kreishaus Euskirchen

Euskirchen – Ausstellung über „Dritte Orte“ zum immateriellen Kulturerbe im Rheinischen Revier eröffnet. Von Venedig nach Euskirchen: Die Ausstellung „Derive. Umherschweifen im Rheinischen Revier“ wird aktuell im Kreishaus präsentiert. Architektur-Studierende der RWTH Aachen zeigen hier einen Atlas verschiedenster immaterieller Kulturformen im Rheinischen Revier. Zuvor war die Ausstellung ein halbes Jahr auf der 17. Architektur Biennale in Venedig zu sehen.

Eine sehenswerte Ausstellung über „Dritte Orte“ im Rheinischen Revier ist derzeit in der Kreisverwaltung Euskirchen zu sehen. Zuvor waren die Arbeiten der Architektur-Studierenden auf der Biennale in Venedig gezeigt worden. Foto: W. Andres / Kreisverwaltung Euskirchen

„Der heutige Kreis Euskirchen darf sich mit seinen zwei ehemaligen Tagebauen bei Zülpich als erfolgreicher Vorbote für die noch anstehenden Maßnahmen im Rheinischen Revier bezeichnen“, sagte Leo Wolter als 1. stellvertretender Landrat zur Ausstellungseröffnung. Aus den beiden Tagebau-Restlöchern entstanden der Neffelsee und der Wassersportsee, der 2014 im Rahmen der Landesgartenschau in das heutige Seeparkgelände integriert wurde. „Im Kreis Euskirchen bzw. in Zülpich wurde im Kleinen das schon umgesetzt, was jetzt im Großen im Rheinischen Revier ansteht – nämlich der Strukturwandel weg vom Tagebau hin zu einer modernen und einladenden Freizeit- und Dienstleistungsregion“, so Leo Wolter.

Die Studierenden der RWTH Aachen haben in ihrem Projekt nicht nur den Kreis Euskirchen, sondern das gesamte Rheinische Revier analysiert und dabei die sogenannten „Dritten Orte“ ins Visier genommen. Als „Erster Ort“ wird das Zuhause bezeichnet, der „Zweite Ort“ ist die Arbeitsstätte und als „Dritte Orte“ gelten die „Wohlfühlbereiche“, wo man seine Freizeit verbringt und z.B. seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten nachgeht. „Das sind ganz wichtige und zentrale Bereiche, die einen hohen Stellenwert für die Lebensqualität der Menschen haben“, sagte Professorin Christa Reichert bei der Ausstellungseröffnung. Herausgekommen sind grafisch ansprechende Karten, die das Karnevalswesen, die Schützenvereine, die Feuerwehren, die Kleingartenvereine und weitere Bereiche umfassend und sehr detailliert darstellen.

Um diese Schauplätze – die „Wohnzimmer des Rheinischen Reviers“ –  in ein neues Bild der Region einzubringen, wurden die großformatigen Karten allesamt individuell illustriert. Dabei kommen wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der „Umsiedelbarkeit“ solcher identitätsstiftender Orte zum Ausdruck. Je nach Kulturform und Region lassen sich in den Karten prägende Muster ablesen, die teilweise auch durch Wechselwirkungen der Kulturformen untereinander entstehen. „Wir sind froh, mit unseren Studierenden gemeinsam dieses Potential der Region getreu dem Motto ‚Wie werden wir in Zukunft zusammenleben?‘ hier in Euskirchen zu zeigen“, sagte Professorin Christa Reichert.

Info-Kasten

Entstanden ist der Atlas in der Zusammenarbeit von 24 Studierenden aus den Master-Studiengängen Architektur | Stadtplanung | TCR im Forschungsfeld „derive – Umherschweifen im Rheinischen Revier“ unter der Leitung von Marie Enders, in Anlehnung an die Arbeiten des Revierknoten Raums, mit dem Vorsitz von Prof. Christa Reicher, der Zukunftsagentur Rheinisches Revier. Die Ausstellung im Foyer des Kreishauses Euskirchen ist bis zum 31. August zu den Öffnungszeiten der Kreisverwaltung zu sehen.

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KGS Kornelimünster – Voller Freude kehrt die Schulfamilie ein Jahr nach dem Hochwasser zurück ins Gebäude

Aachen – Sie sind wieder Zuhause: Ein gutes Jahr, nachdem das historische Hochwasser neben vielen weiteren Häusern auch die KGS Kornelimünster flutete und dabei stark beschädigte, sind die Kinder und Lehrer*innen mit dem Start des neuen Schuljahres endlich wieder zurück in „ihrer“ Schule. Die Stadt hat in den vergangenen Monaten mit Hochdruck die Sanierung vorangetrieben. Der Zeitplan ging letztlich auf: Die rund 200 Schülerinnen und Schüler sind im August 2022 wieder daheim und es herrscht Leben in der „Bude“. Das freut Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, die am heutigen Mittwoch, 10. August die KGS Kornelimünster besucht hat.

Die Normalität kehrt zurück

Gemeinsam mit Schulleiterin Silke Ebel, dem städtischen Beigeordneten für Gebäude Heiko Thomas, Stefan Fagot, Leiter der Abteilung Schule des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule und Klaus Schavan, technischer Geschäftsführer des Gebäudemanagements, machte sie sich ein Bild vom frisch sanierten Gebäude an der Inde. „Das vergangene Jahr hat allen Beteiligten viel abverlangt, insbesondere den Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen, aber auch uns als Stadtverwaltung. Daher macht es mich glücklich, dass wir es geschafft haben, die Schule in der geplanten Zeit wieder herzurichten, und so den Kindern und Lehrer*innen wieder ein Stück Normalität zum Schuljahresstart zurückgegeben wird“, sagte Sibylle Keupen.

Mit großem Respekt vor der Leistung seines Teams äußerte sich Klaus Schavan: „Die Sanierung innerhalb eines Jahres sicherzustellen, war ein Versprechen, dass wir damals abgegeben haben und trotz aller Herausforderungen auch halten konnten.“ Dafür hat das Gebäudemanagement alle Hebel in Bewegung gesetzt. Einige Restarbeiten finden in diesen Tagen zwar noch statt, aber die Lehrerinnen und Lehrer können die Klassen wieder in gewohnter Umgebung begrüßen und unterrichten. Und damit, da sind sich alle einig, ist ein ganz wichtiger Meilenstein nach den aufregenden und fordernden Monaten erreicht.

Allerdings kann die Sporthalle derzeit noch nicht genutzt werden. Hier wie auch bei der gesamten Sanierung der Schule stellten die derzeitigen Krisen am Bau unter anderem durch die Coronapandemie und den Konflikt in der Ukraine ausgelöst, die Zeit- und Baupläne vor große Herausforderungen. Das zeigte sich auch bei der Beschaffung des Materials für den Prallschutz in der Sporthalle. Hier sei nun aber der Auftrag vergeben und die Halle stehe voraussichtlich Ende 2022 wieder zur Verfügung, erklärte Schavan.

Zahlreiche Herausforderungen wurden gemeistert

Heiko Thomas, städtischer Dezernent für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude, erläuterte die finanzielle Dimension des Bauvorhabens: „Wir mussten circa 1,4 Millionen Euro in die Sanierung investieren. Die kompletten technischen Anlagen waren zerstört und unbrauchbar.“

Neben der Sanierung stellte auch die Sicherstellung des Schulbetriebes in den vergangenen zwölf Monaten eine wesentliche Aufgabe dar. Insbesondere direkt nach der Flut fand die Verwaltung schnell pragmatische und gute Lösungen. „Wir mussten schnell ausreichend Räume finden, wo die gesamte KGS Kornelimünster einen vernünftigen Schulbetrieb gewährleisten konnte. Zudem war klar, dass es eine Lösung nicht nur für wenige Wochen, sondern für ein ganzes Jahr sein musste. Durch das Hochwasser ist zudem die Inneneinrichtung zerstört worden und nicht mehr brauchbar gewesen. Das bedeutete: Für Kinder und Lehrer*innen musste die Stadt einen Großteil des Mobiliars und die Unterrichtstechnik schnellstens neu beschaffen. Das alles ist uns glücklicherweise in einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelungen“, fasste Abteilungsleiter Stefan Fagot für die Schulverwaltung die aufreibenden Wochen nach dem Hochwasser im Juli 2021 zusammen. In der Hauptschule Burtscheid konnte die zweizügige Grundschule aus dem Indetal schließlich unterkommen. „In guter Zusammenarbeit mit der ASEAG, die zusätzliche Busse durch sogenannte Verstärkungsfahrten einsetzte, und eigens dafür beauftragte Busunternehmen fanden wir gemeinsam mit der Schulleitung und den Eltern auch auf die Frage eine Antwort, wie die Kinder gut und sicher den längeren Schulweg bestreiten konnten“, so Fagot weiter.

Am Donnerstag werden die Erstklässler begrüßt

Auf all das blicken Verantwortliche der Stadt und Betroffene vor Ort nun zurück. Es waren herausfordernde Zeiten, bestätigen alle. Sie betonen aber auch, dass sich am Ende der konstruktive Austausch, das gemeinsame Suchen nach besten Lösungen insbesondere im Sinne der Kinder gelohnt hat. „Die Zusammenarbeit mit der Hauptschule in Burtscheid hat toll geklappt“, zieht Schulleiterin Silke Ebel denn auch eine grundsätzlich positive Bilanz. „Wir fühlten uns dort sehr gut aufgenommen und willkommen.“ Zugleich zeigt sie deutlich – und steht damit stellvertretend für die gesamte Schulfamilie der KGS -, dass sie sehr froh ist, wieder im Gebäude am Abteigarten in Kornelimünster unterrichten und arbeiten zu dürfen. Dafür hat das Kollegium der KGS Kornelimünster in den vergangenen Wochen kräftig mit angepackt und den aufwendigen Umzug gestemmt. „Endlich sind wir wieder hier, wo wir hingehören und können in diesem wunderschönen Gebäude am morgigen Donnerstag die neuen Erstklässler begrüßen.“

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Trotz möglicher Cyberattacke – IHK Trier weiter erreichbar

Region/Trier – Aufgrund einer möglichen Cyberattacke hat die IHK-Organisation ihre IT-Systeme aus Sicherheitsgründen vorsorglich heruntergefahren. Aktuell wird intensiv an Lösung und Abwehr gearbeitet, die Untersuchungen dauern an. Betroffen sind zurzeit digitale Anwendungen und der externe E-Mail-Verkehr.

Die IHK Trier ist jedoch weiterhin auf zahlreichen Kanälen für Sie erreichbar. Alle aktuellen Informationen finden Sie auf www.ihk-trier.de und in unseren Kanälen auf Facebook und Instagram. Dort informieren wir auch, sobald es neue Entwicklungen bezüglich der digitalen Anwendungen gibt. Alle Weiterbildungsangebote sind nach wie vor auf www.weiterbildung.ihk-trier.de online.

Dringende schriftliche Anliegen können Sie uns an die allgemeine Adresse info@ihk-trier.de senden. Von dort werden sie an die jeweiligen Mitarbeiter weitergegeben. Bitte geben Sie eine Telefonnummer für Rückrufe an.

Und natürlich sind wir telefonisch erreichbar:
Bei Fragen zu Finanzhilfen und Fördermöglichkeiten: (06 51) 97 77-5 20
Bei Fragen zur Ausbildung: (06 51) 97 77-3 91
Bei Fragen zur Weiterbildung: (06 51) 97 77-7 90
Bei Fragen zum Tourismus und Gastgewerbe: (06 51) 97 77-2 40
Bei Fragen zur Außenwirtschaft: (06 51) 97 77-2 30
Bei Rechtsfragen: (06 51) 97 77-4 10

Auch die elektronische Bescheinigung von Ursprungszeugnissen ist betroffen. Unternehmen, die dringend eine Bescheinigung benötigen, können diese übergangsweise wieder über die Papierversion erhalten. Ulrike Luce (06 51/97 77-2 12) und Jan Heidemanns (06 51/97 77-2 30) helfen bei Fragen gerne weiter.

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Lions und Eckart von Hirschhausen planen Aufforstung an der Waldkapelle in Mayen

Mayen – Der bekannte Arzt, Autor und Fernsehmoderator Dr. Eckart von Hirschhausen war Anfang August zu Gast in Mayen. Revierförster Peter Göke führte ihn zusammen mit Oberbürgermeister Dirk Meid auf einer Radtour durch den Mayener Stadtwald und erläuterte die unterschiedlichen Formen der Bewirtschaftung im Revier. Das Forstteam steht aufgrund der zunehmenden Trockenheit und höheren Temperaturen vor der großen Herausforderung, den Mayener Wald fit zu machen für die Zukunft. Dabei gilt es besonders zu bedenken, dass sich die Auswirkungen der heutigen Entscheidungen oft erst in Jahren oder Jahrzehnten zeigen.

Dr. Eckart von Hirschhausen widmet sich seit Jahren dem Thema Klimawandel und Gesundheit und hat dafür die Stiftung „Gesunde Erde – Gesunde Menschen“ gegründet. Auf Einladung von Lothar Rosenbaum von dem Mayener Unternehmen Anton Rosenbaum Holzbau GmbH hielt Hirschhausen zusammen mit dem Forstexperten Friedbert Ritter für den Lions Club im Juni einen Vortrag. An diesem Abend kamen großzügige Spenden zusammen, um rund um die Waldkapelle neue Bäume zu pflanzen. Die Bäume sollen im nächsten Jahr gepflanzt werden und mit Schautafeln und Videos zum Thema Waldgesundheit und Klimakrise ergänzt werden.

Eckart von Hirschhausen: „Ich bin sehr beeindruckt von den weitsichtigen Bemühungen von Peter Göke und seinem Team, den Stadtwald durch Naturverjüngung und gezielte Waldpflege für die nächsten Generationen zu erhalten und bestmöglich zu wappnen. Denn die Herausforderungen durch Trockenheit, Schädlinge, Brandgefahr und Extremwetterereignissen sind immens. So gesund das „Waldbaden“ ist, so wichtig ist es zu begreifen: Gesunde Menschen gibt es nur zusammen mit einer gesunden Natur. Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“.

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Deutsche Telekom Stiftung unterstützt die Stadtbibliothek Schleiden mit 5.000 Euro

Schleiden/Bonn – Von der Flut betroffen – Symbolische Scheckübergabe – Bibliothek will Spende nutzen, um digitaler zu werden – Stiftung sieht in Bibliotheken wichtige außerschulische Lernorte für Kinder und Jugendliche. Die Deutsche Telekom Stiftung unterstützt die Stadtbibliothek Schleiden, die im vergangenen Jahr schwer von der Flutkatastrophe getroffen worden ist, mit einer Spende von 5.000 Euro. Durch das Hochwasser waren fast 75 Prozent des Bücher- und Medienbestandes zerstört worden. Zudem musste die Bibliothek ihre Räumlichkeiten verlassen und in ein leerstehendes Ladengeschäft in der Innenstadt umziehen. Dort konnte der Bibliotheksbetrieb mittlerweile wieder aufgenommen werden. Doch es fehlt weiterhin an vielem.

Mit der Spende der Telekom-Stiftung soll der Wiederaufbau der Einrichtung weiter vorangetrieben werden. Am 9. August, dem Tag der Buchliebhaber, übergab Stiftungsgeschäftsführer Dr. Ekkehard Winter in Schleiden den symbolischen Scheck an die Leiterin der Stadtbibliothek, Sabine Hergarten, sowie an Marcel Wolter, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Schleiden. Die Bürgerstiftung ist Trägerin der Bibliothek.

„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung der Deutsche Telekom Stiftung. Den Betrag werden wir dafür nutzen, unsere Bibliothek digitaler zu machen“, sagte bei der Übergabe Sabine Hergarten. „Unser Wunsch ist, eine neue elektronische Medienverwaltung anzuschaffen. Damit wird zukünftig die Ausleihe schneller und einfacher, und es bestände die technische Voraussetzung dafür, dass die Nutzer künftig sogar außerhalb der Öffnungszeiten Bücher ausleihen und zurückbringen können.“

Marcel Wolter von der Bürgerstiftung Schleiden ergänzte: „Trotz der Rückschläge in den letzten Jahren möchten wir weiter ein vielseitiges, attraktives Angebot bereitstellen und ebenso gesellschaftliche Veränderungen und Entwicklungen berücksichtigen. Traditionelle und digitale Bildungsangebote, verknüpft mit persönlicher Kontaktpflege, zeichnen unsere kleine Stadtbibliothek seit Jahren aus. Dies ist jedoch ohne finanzielle Hilfestellungen nicht möglich. Umso dankbarer sind wir für die Spende.“

Die Deutsche Telekom Stiftung engagiert sich bundesweit für Bibliotheken, die sie als wichtige außerschulische Lernorte für Kinder und Jugendliche begreift. Gemeinsam mit dem Deutschen Bibliotheksverband (dbv) vergibt die Stiftung seit 2017 die Auszeichnung „Bibliothek des Jahres“. In der jüngsten Ausschreibungsrunde hatte sich auch die Stadtbibliothek Schleiden beworben und war trotz ihrer derzeitigen Herausforderungen bis in die Endausscheidung gelangt.

„Als wir die Bewerbung aus Schleiden gelesen haben, haben wir die außergewöhnlichen Umstände erkannt und sofort überlegt, wie wir als Stiftung hier – unabhängig vom Wettbewerb – helfen können“, sagte Dr. Ekkehard Winter. „Zudem hat uns das vielfältige Engagement der Bibliothek beeindruckt. Es zeigt, dass gerade kleine Bibliotheken die perfekten Partner für Schulen in einem von uns geforderten Bildungs-Ökosystem sein können.“

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Wechsel im Brand- und Katastrophen-Schutz des Landkreises Bernkastel-Wittlich

Wittlich – Thomas Edringer geht, Stephan Christ kommt. Über 23 Jahre war Thomas Edringer stellvertretender Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI, früher KFI – Kreisfeuerwehrinspekteur) des Landkreises Bernkastel-Wittlich. In einer Feierstunde in der Bernkastel-Kueser Güterhalle wurde er nun durch Landrat Gregor Eibes von seinem Amt entpflichtet. Gleichzeitig wurde Stephan Christ, bislang Wehrleiter der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, als sein Nachfolger ernannt.

Landrat Eibes würdigte das Engagement Edringers als KFI/BKI mit den Worten des Schauspielers Ewald Basler: „Die Welt lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht.“ Dieses Zitat passe genau auf Edringer, da dieser weit über die Pflicht hinaus für die Feuerwehr „brenne“

1979, im Alter von 16 Jahren trat Edringer in die Freiwillige Feuerwehr Noviand ein. Von 1983 bis 1996 war er Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Noviand. 1988 wurde er zunächst stellvertretender Wehrleiter und 1991 schließlich Wehrleiter der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues. Im Mai 1999 übernahm Thomas Edringer die Aufgabe des stellvertretenden Kreisfeuerwehrinspekteurs, heute des stellvertretenden Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs des Landkreises Bernkastel-Wittlich.

„Sie, Herr Edringer, sind ein Feuerwehrmann aus tiefster Überzeugung, ein Vollblutfeuerwehrmann und die geborene Führungspersönlichkeit“, lobte Landrat Eibes. Aufgrund seines großen Fachwissens habe er in all den Jahren den Feuerwehrkameraden immer als hilfsbereiter und kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung gestanden. Die Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit der Gebietskörperschaften mit dem Landkreis im Rahmen der Beschaffung von Fahrzeugen und die Erzielung von Synergieeffekten sei ihm immer ein wichtiges Anliegen gewesen. Umso mehr bedauerte Eibes die Entpflichtung des langgedienten Katastrophenschützers.

Jörg Teusch, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises, dankte Edringer für sein langjähriges Engagement: „Du warst nicht nur Stellvertreter von mir und meinen Vorgängern, sondern auch ein Freund, der gefordert und unterstützt hat“. Auch Peter Gerhards, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes dankte dem „Urgestein des modernen Feuerwehrwesens“ für seine Arbeit auf allen Ebenen.

Edringer selbst dankte den Rednern für ihre Worte, doch ein besonderer Dank ging auch an die vielen Wegbegleiter in der Feuerwehr, die Mitarbeiter seiner Firma und nicht zuletzt an seine Ehefrau Isolde und die weiteren Familienmitglieder. Sein Entschluss das Amt des stellvertretenden Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs weiterzugeben, sei aufgrund persönlicher Umstände schon lange gereift und die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr habe hierzu den letzten Anstoß gegeben. Da er weiter als Wehrleiter seiner Verbandsgemeinde tätig sein wolle, im Katastrophenfall aber nicht gleichzeitig auf VG-Ebene wie auf Kreisebene tätig sein könne, habe er sich zugunsten der Verbandsgemeinde entschieden.

Als sein Nachfolger tritt nun Stephan Christ an, der bisher Wehrleiter der Verbandsgemeinde Wittlich-Land war und in Folge dieses Amt aufgibt. Mit Christ rückt ein ebenfalls sehr erfahrener Feuerwehrmann nach. 1983 trat er in die Freiwillige Feuerwehr Osann-Monzel ein. 1994 übernahm er dort die Aufgabe als Wehrführer. Seit 2012 ist er Wehrleiter seiner Heimatverbandsgemeinde. Landrat Gregor Eibes dankte ihm herzlich, dass er das verantwortungsvolle Amt des stellvertretenden Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs des Landkreises wahrnimmt und wünschte für die anstehenden Aufgaben viel Erfolg.

 

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Läufer der LG Laacher See laufen Halbmarathon im Allgäu

Laacher See – Ulrike Große und Markus Wolscht fahren gerne ins Tannheimer Tal um such beim Wandern in den Bergen zu erholen. Klaus Jahnz und Elisabeth Waldorf lieben ebenfalls die Berge und fühlen sich im Allgäu sehr wohl. Beide Familien haben ihren Urlaub so gelegt, dass sie am Füssener Laufwochenende teilnehmen konnten.

Elisabeth (6. W55, 1:16:31 Std.) entschied sich für den 10 km Lauf. Start und Ziel war wie immer in der Kemptener Straße. Erst ging es durch die Altstadt und dann ab der König Ludwig Brücke in den Schwanseepark mit einem grandiosen Ausblick auf die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Nach einem längeren Anstieg führte der Weg zum Lechtalfall zurück in die Altstadt ins Ziel.

Ulrike, Markus und Klaus stellten sich der Halbmarathondistanz. Sie mussten den 10er zweimal laufen und konnten somit das tolle Panorama doppelt genießen. Allerdings erschwerte die sommerliche Hitze und die Steigungen das touristische Sightseeing. Ziemlich erschöpft erreichte Markus nach 2:20:00 Std. als erster der LG Laacher See ins Ziel. Ulrike lief mit 2:25:52 Std. auf Platz 1 der W65. Klaus wurde Dritter der M70 mit 2:38:57 Std.

Trotz der Anstrengungen war es ein wunderschöner Wettkampf für die LG’ler, die nun ihren Urlaub genießen durften.

Klaus Jahnz lief eine Woche zuvor beim Plattener Straßenlauf. Mit Rainer Hohl von der HSC Gamlen-Running Team 22 lief er die 5 km in 44:34 Min. Beim 10 km Hauptlauf wurde er Zweiter der M70 mit 64:54 Min. Am nächsten Tag startete er beim Niederelberter Gickellauf belegte Jahnz den 3. Platz mit 1:21:04 Std.

Jetzt anmelden:

  1. Int. „Lauf Rund um den Laacher See“ mit 17. PSD Bank Cup am 18.09.2022
    Start und Ziel auf dem Klosterparkplatz Maria Laach

Anmeldung unter

https://www.laacher-see-lauf.de/anmeldung/

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Förderung von Großsportgeräten

Region/Koblenz – Neues Zuschussprogramm unterstützt Sportvereine ab sofort. Großsportgeräte sind kostenintensiv in ihrer Anschaffung und für die meisten Sportarten existenziell wichtig. Mitgliedsvereine des Sportbundes Rheinland (SBR) können daher ab sofort einen Zuschussantrag für die Anschaffung von Großsportgeräten stellen.

Ruderboote, Trampoline, Tore etc. – die meisten Sportarten sind ohne Sportgeräte nicht durchführbar. Der Sportbund Rheinland unterstützt seine Sportvereine daher in diesem Jahr erstmals bei der Anschaffung von Großsportgeräten mit Geldern aus einem Fördertopf des Landes Rheinland-Pfalz.

„Gerade in den schwierigen Zeiten nach den pandemiebedingten Einschränkungen ist es für Vereine besonders wichtig, attraktive Angebote machen zu können. Daher freuen wir uns, dass wir mit dieser neuen Förderung einen nennenswerten Beitrag dazu leisten können“, betont SBR-Präsidentin Monika Sauer.

Bezuschusst werden Anschaffungen ab einem Kaufpreis von 1.000 Euro, welcher auch durch Addition mehrerer Geräte erreicht werden kann. Der Einzelanschaffungswert eines Gerätes muss dabei mindestens 500 Euro betragen. Zuschüsse können nur so lange gewährt werden, wie Mittel zur Verfügung stehen. Der Zuschuss für SBR-Mitglieder beträgt 20 Prozent der nachgewiesenen Gesamtkosten, jedoch höchstens 1.000 Euro.

Wichtig zu beachten ist: Der Kauf der Großsportgeräte darf erst nach Bewilligung der Förderung getätigt werden. Der Antrag auf Bezuschussung von Großsportgeräten kann online unter www.sportbund-rheinland.de heruntergeladen werden. Der Antrag ist beim Sportbund Rheinland einzureichen.

Die Beantragung des Zuschusses ist an die aktuell geltenden Sportgeräteförderrichtlinien des Ministeriums des Innern und für Sport sowie die Zuschussrichtlinien des Sportbundes Rheinland gebunden.

 

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Aachen bewegt sich – Schwimmoffensive

Aachen – Alleine der Stadtsport bietet 2022 rund 40 Schwimmkurse in den Ferien an. Schwimmkurse sind auch eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Im Rahmen der Engangementkampagne „Aachen bewegt sich“ hat sich am Freitag, 5. August Sportdezernent Dr. Markus Kremer, gemeinsam mit Bernd Elbert, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Sport, und Petra Mahr vom Büro für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement der Stadt Aachen, bei den Ehrenamtlern des Stadtsportbunds Aachen e. V. in der Osthalle für den Einsatz in der Schwimmausbildung bedankt – auch stellvertretend für alle Ehrenamtler*innen in diesem Bereich. Kremer: „Man kann gar nicht hoch genug schätzen, wie wichtig das Ehrenamt für die Schwimmausbildung ist. Wir reden hier ja auch nicht nur von Kindern, sondern zunehmend auch von Erwachsenen, die nie Schwimmen gelernt haben.“ Dies sei für eine Kommune „nicht alleine zu stemmen“, so der Dezernent weiter.

Der Stadtsportbund Aachen e. V. legt seit vielen Jahren einen Schwerpunkt auf die Vermittlung der Schwimmfertigkeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und engagiert sich in vielen Projekten rund um das Thema Schwimmen. Im Rahmen dieser „Schwimmoffensive“ werden in den Oster-, Sommer- und Herbstferien für nicht sichere Schwimmer*innen der ersten bis sechsten Klassen Ferienschwimmkurse angeboten. Mehrere davon leitete und leitet Johanna Bassiner: „Es gibt einem auch unheimlich viel zurück, wenn man sieht, wie begeistert die Kinder sind, wenn sie Schwimmen lernen.“

Im Jahr 2021 waren es 35 Kurse, in den Sommer- und den Herbstferien – für 2022 sind in den Oster-, Sommer- und Herbstferien insgesamt 40 Kurse geplant. Die Kurse werden im Rahmen des Landesprogramms „NRW kann schwimmen! Schwimmen lernen in den Schulferien in NRW!“ angeboten. Die Kurse des Landesprogramms laufen über zwei Wochen, in denen täglich eine Stunde geübt wird. In der Regel nehmen zehn Kinder an einem Kurs teil. Durch die Unterstützung des Landes beträgt der Eigenanteil lediglich 10 Euro pro Kind. Träger des Programms sind das Ministerium für Schule und Bildung, die Staatskanzlei des Landes NRW, Sportabteilung, die Unfallkasse NRW, die AOK Rheinland/Hamburg, die AOK NORDWEST und der Landessportbund NRW.

Alle Informationen und Zahlen zu Ferienschwimmkursen in NRW kann man unter

https://www.schulsport-nrw.de/schwimmfoerderung/nrw-kann-schwimmen.html einsehen.

Ehrenamtliches Engagement

Eine sehr große und wichtige Rolle in der Anfängerschwimmausbildung übernehmen die Vereine und auch die FSJler mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz. „Ohne den Einsatz so vieler ehrenamtlicher Übungsleitungen wäre die Anfängerschwimmausbildung in dieser Qualität und auch in diesem enormen Umfang in Aachen nicht möglich“, lobt Bernd Elbert den unermüdlichen Einsatz. Gerade nach den beiden Corona-Jahren, in denen kaum Schwimmkurse stattfinden konnten, kommt diesem Engagement eine noch größere Bedeutung zu, damit der Stau in der Anfängerschwimmausbildung behoben werden kann.

Nadine Frey, Geschäftsführerin des Stadtsportbundes Aachen e.V., betont: „Der Einsatz unserer beiden Freiwilligendienstler in der Schwimmausbildung ist beachtlich. Sie haben sich insbesondere für dieses wichtige Handlungsfeld schulen lassen und sind mit sehr viel Herzblut aktiv.“ Die beiden FSJler Johanna Bassiner und Laurens Creutz betreuen auch die Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung. Frey zu den Schwimmkursen: „Es ist auch eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die die Schulen heute oft nicht mehr leisten können.“

Freiwilligendienste im Sport

Seit fast zwanzig Jahren bietet die Deutsche Sportjugend gemeinsam mit ihren Mitgliedsorganisationen Freiwilligendienste im Sport an. Der Stadtsportbund Aachen möchte jungen Menschen ein Bildungs- und Orientierungsjahr ermöglichen mit dem Ziel, die Bereitschaft für gesellschaftliches Engagement und die Übernahme von Verantwortung zu fördern. Die Aufgaben und Tätigkeiten liegen in der Mitarbeit bei der Vereins- oder Verbandsarbeit. Petra Mahr betont: „So ein Engagement macht sich auch im Lebenslauf oder einer Bewerbung gut. Man hat gezeigt, dass man Verantwortung übernommen hat und eine Gruppe führen kann.“

Aachen bewegt sich

In diesem Jahr werden mit der Engagementkampagne die Ehrenamtler*innen im Sport in den Fokus gerückt, um ihnen Anerkennung und Respekt zu zollen. Unter der Überschrift „Aachen …“ wird in vier aufeinanderfolgenden Jahren – beginnend mit 2021 – ein dynamisch und kooperativ zu entwickelndes Format angeboten, das den Dialog und die Engagementbereitschaft aller Akteur*innen der Stadtgesellschaft bündelt und sichtbar macht. Durchgehendes Zentralthema ist Engagement in und für Aachen, gesehen jeweils durch die Brille des Jahresmottos. Weitere Informationen zur diesjährigen Kampagne sind nachzulesen unter aachen.de/aachenbewegtsich.

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Blutspende in Blankenheim – Bedarf ist auch in den Sommermonaten hoch

Blankenheim – Der Blutbedarf der Kliniken ist auch im Sommer hoch, teilt das Deutsche Rote Kreuz jetzt mit und ruft zur Blutspende in Blankenheim auf. Im Schulzentrum, Finkenberg 8, haben Spender am Dienstag, 16. August, zwischen 16 und 20 Uhr die Gelegenheit Blut zu spenden.

„Der Bedarf an Blutspenden macht keine Sommerpause – anders als viele Menschen, die während der Sommermonate Urlaub machen“, sagt Rolf Klöcker, Geschäftsführer des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen. Zudem wirken sich auch die hohen Temperaturen oder das Freizeitverhalten im Sommer negativ auf das gesamte Blutspendewesen aus.

 Es kommt auf jeden Einzelnen an

 „Besonders chronisch Kranke und Krebspatienten sind dringend auf eine fortlaufende Versorgung mit Blutpräparaten angewiesen“, erläutert Edeltraud Engelen, die Blutspende-Beauftragte des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen: Viele benötigen Thrombozyten (Blutplättchen) aus einer Blutspende, die jedoch nur vier Tage haltbar sind! Die Krankenhäuser können deshalb keinen Vorrat anlegen, deshalb ist der kontinuierliche Nachschub an gespendetem Blut so wichtig.“ Daher bittet das Rote Kreuz, auch im Sommer Blut zu spenden, denn auf jeden Einzelnen kommt es in der Summe an.

Der DRK-Blutspendedienst bittet, vorab unter www.blutspende.jetzt einen Termin zu reservieren. So kann ohne Wartezeit und unter den höchstmöglichen Sicherheits- und Hygienestandards gespendet werden. Eine 3G-Regelung gibt es nicht mehr, die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes besteht jedoch weiterhin.

Nach einer überstandenen Corona-Infektion mit schwerem Verlauf (zum Beispiel mit Fieber) kann man spätestens vier Wochen nach Genesung wieder spenden. Nach einer leichten Corona-Erkrankung (Schnupfen oder Erkältungssymptome) besteht eine Woche nach Abklingen der Symptome die Möglichkeit, wieder zu spenden. Alle Informationen und aktuellen Regelungen sind hier zusammengefasst: https://www.blutspendedienst-west.de/corona.