Kategorien
News

evm stellt 18.000 Euro für Vereine zur Verfügung

Region/Koblenz – evm-Förderaktion für Vereine, Projekte und Institutionen startet wieder – vom 27. August bis 9. September anmelden – Ab 12. September für Lieblingsprojekte abstimmen – Das Vereinsförderprogramm „Energieschub“ der Energieversorgung Mittelrhein (evm) geht in die nächste Runde. Insgesamt 18.000 Euro stellt das Energie- und Dienstleistungsunternehmen bereit, für die sich Vereine, Projekte und Institutionen aus dem gesamten evm-Versorgungsgebiet zwischen Hunsrück und Westerwald zwischen dem 27. August bis 9. September bewerben können. Anschließend können alle Interessierten zwischen dem 12. und 17. September abstimmen. Denn wer wie viel Geld erhält, entscheidet nicht die evm, sondern die Allgemeinheit. „Unser Energieschub findet nun schon im vierten Jahr statt. Ein Erfolgsmodell, das wir gerne weiterführen“, so evm-Sprecher Marcelo Peerenboom. „Ob Musikverein, Freiwillige Feuerwehr oder Kindertanzgruppe – hier kann jeder mitmachen. Wir bieten die Plattform, damit gemeinnützige Projekte mehr Aufmerksamkeit und gleichzeitig auch finanzielle Unterstützung erhalten.“

Vereine aufgepasst: Jetzt für Energieschub von bis zu 3.000 Euro bewerben

Vom 27. August bis 9. September können sich Vereine, Gruppen und Institutionen mit ihrem Projekt für den Energieschub bewerben. Dafür einfach unter www.evm.de/energieschub registrieren und anschließend Infos zu dem Projekt hochladen, das gefördert werden soll. Die Registrierung ist dabei für alle offen – Gruppierungen müssen kein eingetragener Verein sein. Wer in den vergangenen Jahren schon dabei war, muss nur noch ein neues Projekt hochladen. Die Login-Daten, die bei der ersten Registrierung ausgewählt wurden, bleiben bestehen.

Jeder ist gefragt: Abstimmen für Lieblingsprojekte
Im Anschluss an den Bewerbungszeitraum startet ab dem 12. September auf derselben Plattform die Abstimmung für den Energieschub. Bis zu 3.000 Euro sind für eine Gruppe oder einen Verein drin. Auf einer Bestenliste wird angezeigt, wer aktuell in der Rangfolge wo genau steht. Jeder kann mitmachen und jeder Person steht dazu täglich eine Stimme zur Verfügung. Das Votum kann dabei für verschiedene Teilnehmer abgegeben werden, man muss sich nicht auf einen festlegen. Die Abstimmung läuft bis zum 17. September. Anschließend wertet die evm diese aus und gibt die Gewinner bekannt. „Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß beim diesjährigen Energieschub. Wir freuen uns auf großartige Projekte, die die Region bewegen“, so Peerenboom. Alle Informationen finden Interessierte unter www.evm.de/energieschub.

Kategorien
News

Frauenhaus für die Eifel – Belegung ab November 2024 möglich

Bitburg/Daun – 18 Frauenhäuser gibt es bisher in Rheinland-Pfalz, die nächsten befinden sich in Trier und Koblenz. Doch rund um die Eifel ist ein weißer Fleck auf der Landkarte, wo es keine Unterbringung für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder gibt. Das soll sich nun endlich ändern.

Andreas Kruppert, Landrat Eifelkreis Bitburg-Prüm, und Rainer Hoffmann, Geschäftsführer des DRK Kreisverband Bitburg-Prüm, unterzeichnen Vereinbarung zum Betrieb.

Nach Jahren der Planung, Ausschreibung und Vorbereitung kann nun das Frauenhaus für die Eifel seinen Betrieb aufnehmen. Um die laufenden Kosten zu finanzieren, haben Landrat Andreas Kruppert (Eifelkreis Bitburg-Prüm) und der Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Bitburg-Prüm, Rainer Hoffmann eine Vereinbarung unterzeichnet.

Das Frauenhaus ist eine gemeinsame Einrichtung der 4 Landkreise Vulkaneifel, Cochem-Zell, Bernkastel-Wittlich und Bitburg-Prüm. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit wird das Frauenhaus von den vier Landkreisen finanziell getragen. Durch die aktuelle Vereinbarung mit dem Betreiber des Hauses DRK Kreisverband Bitburg-Prüm e.V. soll dem Frauenhaus eine finanzielle Basis garantiert werden. Die Belegung des Hauses kann ab November 2024 beginnen.

Die Kommunale Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Vulkaneifel, Doris Sicken, freut sich sehr über die Entwicklung und betont den hohen Bedarf in unserer Region: „Ich freue mich, dass wir nun auf der Zielgeraden angekommen sind und unser kontinuierliches Streben und die vielen Gespräche mit dem Ministerium für Frauen, Familie, Kultur und Integration und weiteren Stellen Früchte tragen: Im November diesen Jahres wird unser Frauenhaus für die Eifel eröffnet. Unser Engagement hat sich gelohnt!

Und der Bedarf ist wirklich vorhanden: Jährlich suchen über 30 Frauen aus unseren vier Landkreisen Aufnahme in Frauenhäusern. Leider müssen diese oft wegen Vollbelegung abgewiesen werden. Was diese Frauen bereits erlebt und hinter sich haben, bevor sie sich überhaupt an ein Frauenhaus wenden, ist unvorstellbar. Ich bin überzeugt: Jede abgewiesene Frau ist eine zu viel!“

Auch Landrätin Julia Gieseking ist glücklich, dass schon bald die ersten Frauen Zuflucht in der Eifel finden können: „Ich bin froh, dass das Frauenhaus in der Eifel nach jahrelangen Planungen nun bald an den Start geht. Ein wichtiges Projekt, welches auch vom Kreistag des Landkreises Vulkaneifel immer unterstützt wurde, und ein gutes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit!“

Kategorien
News

62.500 Zuschauer verfolgten am Wochenende Motorsportfest am legendären Nürburgring

Nürburgring – Schumacher-Comeback, doppelter Bruder-Erfolg und volle Tribünen – Brüder Kelvin und Sheldon van der Linde gewinnen DTM-Rennen – Vater-Sohn-Duo Schumacher dominiert im Prototype Cup Germany – Im Fokus der Zuschauer an beiden Renntagen: Die Hauptrennen der DTM, die erneut eindrucksvoll zeigten, was diese Serie so besonders macht.

Volle Tribünen, packende Action: Die DTM bot am Wochenende 62.500 Zuschauern ein echtes Motorsportfest. Foto: Gruppe C

Ein Starterfeld mit 21 Fahrern und GT3-Fahrzeugen von sieben Herstellern, die allesamt um Punkte und Überraschungen kämpfen können. Dies bestätigte sich auch in den Rennen. Während am Samstag Kelvin van der Linde mit seinem ABT-Audi sowohl die Pole-Position als auch den Rennsieg einfuhr, setzte sich am Sonntag zunächst Mercedes-AMG-Pilot Maro Engel in einem äußerst spannenden Qualifying durch. Wenig später, im nicht weniger packenden Rennen, stand erneut der Name van der Linde ganz oben auf dem Podium. Diesmal jedoch mit dem Vornamen Sheldon.

Abseits der DTM-Meisterschaft bot das Rahmenprogramm den Nürburgring-Besuchern ein besonderes Highlight: das Renn-Comeback von Ralf Schumacher. Gemeinsam mit seinem Sohn David trat der ehemalige Formel-1-Pilot im Prototype Cup Germany zu seinem ersten Renneinsatz seit 12 Jahren an und feierte beim Gastspiel in der Eifel einen eindrucksvollen Doppelsieg. Das Vater-Sohn-Gespann sicherte sich sowohl am Samstag als auch am Sonntag die Pole-Position und gewann in der Folge auch beide Rennen souverän.

Für Ralf Schumacher war es eine Rückkehr an eine altbekannte Wirkungsstätte: Am Nürburgring feierte der mittlerweile 49-Jährige 2003 seinen Sieg beim Großen Preis von Europa. Im vergangenen Jahr begeisterte er zudem an gleicher Stelle die Fans beim Red Bull Formula Nürburgring-Event, bei dem er in seinem ehemaligen Formel-1-Boliden Demorunden für die Zuschauer drehte.

Das außergewöhnlichste Bild des Wochenendes lieferte unterdessen ein besonderes Fan-Highlight: Die DTM Track Safari. Drei Reisebusse gingen im Rahmen der speziellen DTM-Session auf die Strecke und boten den Insassen einen einzigartigen Blick auf die Boliden. Als einzige Rennserie überhaupt hat die DTM dieses besondere Mittendrin-Erlebnis im Angebot.

„Vor 40 Jahren feierte die DTM auf der gerade erst eröffneten Grand-Prix-Strecke ihre Premiere, und auch in diesem Jahr hat wieder alles perfekt zusammengepasst“, resümierte Nürburgring-Geschäftsführer Ingo Böder. „Dass in diesem Jahr mit 62.500 Zuschauern rund 13.000 mehr als im vergangenen Jahr gekommen sind, zeigt, dass die DTM mit ihrem Konzept genau richtig liegt und das Motorsport-Format erfolgreich weiterentwickelt. Ich denke, dass der Nürburgring in diesem Jahr wieder seinen Teil zu einem aufregenden Wochenende beigetragen hat, und ich freue mich darauf, die DTM auch nächstes Jahr wieder hier begrüßen zu dürfen.“

Wann genau die DTM 2025 an den Nürburgring zurückkehrt wird der ADAC in Kürze bei der Vorstellung des DTM-Kalenders für das nächste Jahr verkünden.


Kategorien
News Top-Themen

Mechernicher Stadtverwaltung gibt Entwarnung nach Sabotageverdacht

Mechernich – Trinkwasser sicher genießbar – Das Trinkwasser der Kernstadt Mechernich, des Bundeswehrstandortes sowie der Ortschaften Breitenbenden, Strempt, Denrath, Weißenbrunnen und Roggendorf ist sicher. Das haben umfangreiche Tests der Stadtwerke und Bundeswehr ergeben, die vom Gesundheitsamt bestätigt wurden.

Bis jetzt galt ein Abkochgebot, nachdem Bundeswehrangehörige am Donnerstagnachmittag mutmaßliche Beschädigungen an der Einzäunung eines Hochbehälters der städtischen Trinkwasserversorgung in der Nähe des Bundeswehrdepots West entdeckt hatten. Nun steht fest, dass keine Verunreinigung durch Keime oder ähnliches vorliegt.

„Gute und schnelle Arbeit!“

Bereits am frühen Freitagmorgen hatte der Krisenstab der Stadt eine erste und weitgehende Entwarnung gegeben. Die analytische Taskforce der Feuerwehren Dortmund und Essen, die noch am Donnerstagabend zur Trinkwasseruntersuchung an den Bleiberg geschickt worden war, konnte nach ersten Untersuchungen chemische Parameter ausschließen.

Weil man zu der Zeit noch vermutete, dass womöglich Saboteure auch die Trinkwasserversorgung des NATO-Stützpunkts Geilenkirchen (AWACS) und des Bundeswehrstandortes Köln-Wahn angegriffen haben könnten, ging man auch in Mechernich erst einmal von einem Sabotageversuch aus, auf den auch großes mediales Interesse folgte.

Im Namen der Mechernicher Stadtverwaltung betont der Erste Beigeordnete Thomas Hambach nun: „Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Feuerwehr, Bundeswehr sowie allen weiteren Beteiligten für die gute und schnelle Arbeit!“

Kategorien
News

Sport verbindet – Neuer Podcast des Stadtsportbund Aachen e.V.

Aachen – Der Stadtsportbund Aachen e.V. geht neue Wege, um das Thema Inklusion im Sport weiter voranzutreiben. Mit „Sprung nach vorne – Der Podcast vom Stadtsportbund Aachen über Inklusion im Sport(verein)“ startet in wenigen Tagen ein spannendes Audioformat, das tiefgreifende Diskussionen und bewegende Geschichten rund um Inklusion im Sport beleuchtet. Der Podcast verspricht nicht nur informative Inhalte, sondern bringt auch prominente Gäste aus der Sportwelt zusammen.

Moderiert wird der Podcast von Prof. Dr. Sina Eghbalpour. Mit ihrer fundierten Erfahrung als Sport-Inklusionsmanagerin, Expertin in eigener Sache und Vorstandsmitglied des Stadtsportbundes Aachen e.V. sorgt sie dafür, dass das Thema von allen Seiten beleuchtet wird. In jeder Episode begrüßt sie Personen aus verschiedenen Bereichen der Sportwelt, darunter Expert*innen in eigener Sache, Sportler*innen, Übungsleitungen sowie Sportfunktionär*innen. Es sind interessante Gesprächspartner*innen dabei, darunter der Präsident des Landessportbundes NRW, die Diversitymanagerin des Deutschen Olympischen Sportbundes sowie der Vorsitzende der Stiftung Sicherheit im Sport.

Die Gespräche decken ein breites Themenspektrum ab – von den strukturellen Herausforderungen über praktische Umsetzungsmöglichkeiten bis hin zu persönlichen Erfahrungen. Der Podcast bietet nicht nur inspirierende Geschichten, sondern auch konkrete Tipps, wie Barrieren überwunden und der Sport für alle zugänglich gemacht werden kann.

„Sprung nach vorne“ lädt die Zuhörer*innen ein, Teil einer wichtigen Diskussion über Vielfalt im Sport zu werden und ist ein Muss für alle, die sich für die Förderung von Inklusion im Sport engagieren oder einfach mehr über das Thema erfahren möchten. Der Podcast, der mit freundlicher Unterstützung der Aktion Mensch entstand, wird auf allen gängigen Plattformen unter dem Titel „Sprung nach vorne“ zu finden sein.

Informationen zum Podcast sowie zum Thema Inklusion und Sport finden Sie auf der Homepage des Stadtsportbundes Aachen www.sportinaachen.de.

 

Kategorien
News

Stadtverwaltung Mechernich am frühen Freitag Abend – Es bleibt beim Abkochen!

Mechernich – Mechernicher Trinkwasserversorgung kann vermutlich erst Anfang kommender Woche wieder für unbedenklich erklärt werden – „Nach mehrfachem Austausch zwischen Stadtverwaltung Mechernich, Kreisgesundheitsamt und den Untersuchungsstellen während des ganzen Freitags ist nicht vor Anfang nächster Woche mit den abschließenden Ergebnissen und Auswertungen der noch offenen Proben zu rechnen“: Mit dieser Nachricht wendete sich Erster Beigeordneter Thomas Hambach, der Stellvertreter von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, am Abend noch einmal an die Öffentlichkeit.

Bereits am frühen Freitagmorgen hatte der Krisenstab der Stadt eine erste und weit gehende Entwarnung zur gemutmaßten möglicherweise gesundheitsgefährdenden Trinkwasserkontamination in Mechernich gegeben. Die analytische Taskforce der Feuerwehren Dortmund und Essen, die noch am Donnerstagabend zur Trinkwasseruntersuchung an den Bleiberg geschickt worden war, konnte nach ersten Untersuchungen sowohl chemische als auch biologische Parameter ausschließen.

Deshalb wurde das generelle Trinkwassernutzungsgebot zugunsten der Empfehlung aufgehoben, Wasser aus Mechernicher Wasserleitungen und denen in Strempt, Roggendorf, Denrath, Weißenbrunnen und Breitenbenden vor dem menschlichen Verzehr abzukochen. Dabei soll es auch nach dem abschließenden Statement Hambachs bleiben.

Sabotageverdacht nicht erhärtet

Der stellvertretende Verwaltungschef: „Eine komplette Freigabe der Wassernutzung  vor voraussichtlich Montag kann insofern, auch in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises, nicht erfolgen. Es bleibt daher zunächst noch über das Wochenende beim Abkochgebot bei Verwendung des Wassers zum Kochen, Zähneputzen oder anderweitiger oraler Aufnahme.“ Alle anderen Nutzungen seien ja bereits freigegeben.

Bundeswehrangehörige hatten am Donnerstagnachmittag mutmaßliche Beschädigungen an der Einzäunung eines Hochbehälters der städtischen Trinkwasserversorgung in der Nähe des Bundeswehrdepots West entdeckt, aus dem 10.000 Menschen ihr Trinkwasser beziehen, unter anderem am Bundeswehrstandort Mechernich und in der Kernstadt, aber auch in Breitenbenden, Strempt, Denrath, Weißenbrunnen und Roggendorf.

Weil man zu der Zeit noch vermutete, dass womöglich feindliche Saboteure auch die Trinkwasserversorgung des NATO-Stützpunkts Geilenkirchen (AWACS) und des Bundeswehrstandortes Köln-Wahn angegriffen haben könnten, ging man auch in Mechernich erst einmal von einem Sabotageversuch aus.

Mittlerweile scheint allerdings festzustehen, dass niemand in das Innere des städtischen Trinkwasser-Hochbehälters eingedrungen sein kann – und folglich auch keine absichtliche Beeinträchtigung vorliegt. Dennoch müssen die Verantwortlichen auf Nummer sich gehen. Die ausstehenden Untersuchungen sollen nach Fehlen chemischer und biologischer Verdachtsmomente auch noch ausschließen, dass womöglich Keime enthalten sind, die sich erst langsam und bei höheren Temperaturen entfalten könnten.

Das dauere minimal 48 Stunden, hatte Stadtbrandmeister Jens Schreiber bereits in der morgendlichen Krisenstabssitzung angekündigt.

Kategorien
News

Im Freilichtmuseum Kommern wird wie in vielen Eifelgemeinden tausend Jahre altes Brauchtum an Mariä Himmelfahrt gepflegt

Mechernich-Kommern – So viele Menschen nahmen noch nie an der Kräuterweihe an Mariä Himmelfahrt im Freilichtmuseum Kommern teil. Auch Museumsdirektor Dr. Carsten Vorwig und Pressesprecher Daniel Manner gesellten sich am 15. August unter laufenden WDR-Kameras („Aktuelle Stunde“) zur kleinen Gottesdienstgemeinde vor dem Schützendorfer Kapellchen in der Baugruppe Eifel/Köln-Bonner Bucht.

Vorwig bediente zur Einleitung sogar eigenhändig das Kapellenglöckchen. Der Mechernicher Diakon Manfred Lang sang und betete mit den knapp hundert Gläubigen und segnete die Heilkräutergebinde, die die Leute selbst mitgebracht hatten oder von Museumshauswirtschafterinnen geschenkt bekamen.

In die Sträuße gehören Heilkräuter wie Wermut, Beifuß, Johanniskraut und Schafgarbe sowie die Grundgetreidearten aus Eifel und Börde: Weizen, Hafer, Gerste und Roggen. Anzahl und Art der Bestandteile variieren von Dorf zu Dorf, meist handelt es sich um Zahlen, denen in der Volksfrömmigkeit mystische Bedeutung beigemessen wird, also sieben, neun, zwölf, 14, 21, 40 oder noch mehr gesegnete Kräuter je Strauß.

„Böndeknöpp“ und „Biber“

Im Museum durfte „Wurmkrock“ (Rainfarn) nicht fehlen, ebenso „Böndeknöpp“ (Großer Wiesenknopf), Schafgarbe, „Biber“ (Beifuß), Wermut, Kamille, Königskerze und „Maria Bettstrüh“ (Oregano). Die zu anmutigen Sträußen („Krautwisch“) gebündelten Heilkräuter wurden nach über 1000 Jahre altem kirchlichen Brauch von Lang gesegnet. Sie dienen als Hausschmuck und Zierde, werden aber auch bei gesundheitlichen Beschwerden zur Hand genommen oder beispielsweise als Segen mit unter die Haustürschwelle gelegt.

Die Segnung geschieht immer am Festtag Mariä Himmelfahrt, dem 15. August. Die Kräutersegnung sei eine Art Symbol für die Verbindung zwischen Himmel und Erde, sagte der Ständige Diakon aus Mechernich: „Neben die gesundheitliche Wirkung der Kräuter tritt der Glaube an die spirituelle Wirkung des Segens.“ Bei genauem Hinsehen könne man Gottes Spuren in der Natur entdecken.

Kategorien
News

Bergwacht rettete in der Not

Bad Münstereifel-Lanzerath/Mechernich – Der DRK-Kreisverband Euskirchen wurde zu kompliziertem Einsatz in abgelegenem Waldgebiet gerufen – Konnten jungen Mann mit ihrem Buggy (UTV) erreichen und zum Rettungshubschrauber bringen. Dass das Rote Kreuz oftmals Retter in der Not ist, ist hinlänglich bekannt. Ein Paradebeispiel hierfür lieferte nun wieder ein komplizierter Einsatz zwischen Bad Münstereifel-Lanzerath und Kirchsahr-Winnen.

Hier hatte ein junger Mann aus Bad Münstereifel private Baumfällarbeiten auf einem eigenen Grundstück vorgenommen. Dabei war ihm ein Baumstamm mit einem Durchmesser von rund 30 Zentimetern auf den Unterschenkel gestürzt. „Das waren massive Verletzungen“, wie Ernst Springer, Einsatzleiter vom Dienst, erklärte.

Doch es kam noch schlimmer: die abgelegene Unfallstelle, die wohl schon rund einen Kilometer auf rheinland-pfälzischer Seite lag, befand sich in einer gefährlichen Hanglage. Das Gelände war so steil und dicht bewaldet, dass eine Rettung mit einer Winde oder direkt per Hubschrauber nicht möglich gewesen wäre, wie Simon Jägersküpper vom DRK-Kreisverband erklärte, der an der Rettung beteiligt war.

Einsatz des „Utility Vehicle“

Das stellte die Helfer vor große Herausforderungen, die man ohne die Bergwacht des Roten Kreuzes so schnell wohl nicht hätte überwinden können. Kaum war sie angefordert, stieß das vierköpfige Team mit ihrem geländegängigen „Utility Vehicle“ (UTV), einer Art Buggy, zum Schwerverletzten durch das unwegsame Gelände vor. Einen Teil des Weges hätte man laut Lars Klein vom Roten Kreuz dennoch zu Fuß zurücklegen müssen.

In einer Schleifkorbtrage wurde der Verletzte dann bis zum UTV gebracht, dass ihn zu einem alarmierten Rettungshubschrauber der Bundeswehr fuhr, der außerhalb des Waldes in Richtung Lanzerath gelandet war. Dieser flog den Schwerverletzten schließlich ins Mechernicher Kreiskrankenhaus.

Die Bergwacht des DRK hat im Jahr nach Schätzung von Lars Klein rund zehn Rettungseinsätze. Hinzu kommen allerdings auch Sanitätsdienste bei Veranstaltungen, etwa bei Motocross-Rennen, wo das UTV benötigt wird.

Kategorien
News

DEKRA Tipps zum sicheren Gebrauch von Toaster, Mixer & Co.

Region/Stuttgart – Bedienungsanleitung nicht zur Seite legen – Toaster, Mixer und Co. – die Bedienung von Haushaltsgeräten ist der Regel kinderleicht. Trotzdem ist es sinnvoll, sich die Bedienungsanleitungen selbst einfacher Geräte etwas genauer anzusehen, empfehlen die Produktprüfexperten von DEKRA. Unter Umständen lassen sich damit eine Gefährdung sowie eine Menge Schäden, Ärger und Kosten vermeiden.

„Eine Bedienungsanleitung hilft dem Benutzer, sein neu erworbenes Elektrogerät kennenzulernen und anzuwenden“, erläutert Oliver Brumm von DEKRA Testing & Certification. „Es gibt viele Gründe, sich die Bedienungsanleitung nach dem Kauf eines Gerätes aufmerksam anzuschauen und bei Bedarf später den einen anderen Punkt nachzuschlagen, zum Beispiel was bei Kindern im Haushalt oder bei der Reinigung zu beachten ist.“

Alle wichtigen Informationen rund ums Gerät

Über Sicherheitsaspekte hinaus finden Anwenderinnen und Anwender in der Anleitung viele wichtige Informationen zum Gerät selbst: Aus welchen Teilen ist es aufgebaut? Welche Funktion haben die Bedienelemente und wo liegen sie? Wie nimmt man das Gerät in Betrieb? Was ist beim Aufstellen und Reinigen zu beachten? Auch die technischen Daten, Gerätebezeichnung und Bestellnummer, in der Regel auch die Kontaktdaten des Service-Teams, Hinweise zur Entsorgung und teils auch zur energieeffizienten Nutzung kann man dort nachschlagen.

Schäden, Ärger und Kosten vermeiden

Aus gutem Grund kommt im EU-Raum kein technisches Gerät ohne eine separate Bedienungsanleitung auf den Markt. „Wer die Bedienungsanleitung nicht einfach samt der Verpackung entsorgt, sondern ihren Inhalt zur Kenntnis nimmt, kann sich im Zweifel eine Menge Schäden, Ärger und Kosten ersparen“, kommentiert Experte Brumm aus dem DEKRA Geschäftsbereich Produktprüfung.

Auf den ersten Seiten findet man wichtige Warnhinweise, die durch Begriffe wie „Warnung“, „Vorsicht“, „Gefahr“ oder Piktogramme hervorgehoben sind: Wann ist mit Gefahren für die Gesundheit zu rechnen? Unter welchen Umständen besteht Verbrennungs- oder Brandgefahr? Wann etwa ist die Gefahr von Stromschlag oder Kurzschluss gegeben? Durch welchen Fehlgebrauch kann es für den Anwender gefährlich oder das Gerät beschädigt werden? Wo liegen Gefahren für Kinder und Personen mit eingeschränkten Fähigkeiten?

Breites Spektrum an Gefahren

Die Warnungen decken daher ein breites Spektrum ab: So dürfen Elektrogeräte beispielsweise nicht in Wasser getaucht werden. Geräte mit Hitzeentwicklung wie ein Toaster dürfen nicht unter einem Hängeschrank oder unmittelbar neben Vorhängen aufgestellt werden, sonst besteht Brandgefahr. Ein Wasserkocher darf wegen hoher Wattzahl nicht an einer Mehrfachsteckdose, sondern nur an einer installierten Steckdose betrieben werden. Bei Scheuer- oder Knickstellen am Stromkabel drohen generell Kurzschluss und Stromschlag – es besteht Lebensgefahr, wenn die Isolierung beschädigt ist.

Bedienungsfehler keine Seltenheit

 „Der Sicherheitsstandard von altbekannten Küchen-Tools wie Wasserkocher, Mixer oder Toaster kann noch so hoch sein, Fehler bei Bedienung oder Reinigung sind trotz allem keine Seltenheit“, beobachtet Oliver Brumm. „Daher fordert die EU-Produktsicherheitsverordnung, dass den Produkten klare Anweisungen in leicht verständlicher Sprache beigefügt sind.“ Allein wegen Verletzungen durch elektrischen Strom im Haushalt wurden, so das Statistische Bundesamt, im Jahr 2022 mehr als 3.500 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert.

Bestimmungsgemäßer Gebrauch – sonst keine Haftung

Ganz vorn in den meist unscheinbaren Heftchen fällt ein wichtiger Begriff auf: der „bestimmungsgemäße Gebrauch“. Er bedeutet: Ein normaler Mixer etwa ist nur zum Zerkleinern haushaltsüblicher Mengen gebaut, nicht aber für den Dauerbetrieb in der Gastronomie, der zu einer Überhitzung führen könnte. Das ist insofern wichtig, als der Hersteller keine Haftung für Schäden an Gerät oder Personen übernimmt, die durch einen nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch entstanden sind.

Beim Gerätekauf auf Prüflabel achten

In der EU dürfen nur Elektrogeräte vertrieben werden, wenn diese nach den relevanten Richtlinien oder Verordnungen bewertet wurden. Das CE-Zeichen bedeutet, dass diese Bewertung durchgeführt wurde. DEKRA Produktexperte Brumm empfiehlt, beim Kauf eines Gerätes zudem auf das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ zu achten. Produkte mit diesem Prüflabel müssen bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Standards einhalten.

Übrigens: Geht eine Bedienungsanleitung verloren, so ist das meist kein Problem: In der Regel steht sie im Internet zum Nachschlagen oder zum Download bereit.

Kategorien
News

Stadt Schleiden und e-regio starten kommunale Wärmeplanung

Schleiden – Die Stadt Schleiden hat mit der kommunalen Wärmeplanung begonnen. Mit e‑regio als Partner möchte die Stadt kosteneffiziente und klimafreundliche Lösungen für die Wärmeversorgung der Zukunft finden. Die kommunale Wärmeplanung soll den Bürgerinnen und Bürgern aufzeigen, mit welchem Energieträger und welcher Versorgung in Zukunft vor Ort zu rechnen ist, und es ihnen so leichter machen, sich für eine geeignete Heizoption zu entscheiden.

Mit digitalem Zwilling Wärmezukunft simulieren

Um die Kommunen bei der Wärmewende bestmöglich zu begleiten, hat e‑regio ein Expertenteam aufgebaut. Gemeinsam mit der Projektgruppe der Stadt geht das Team schrittweise vor. Zunächst erfolgt eine Bestands- und Potenzialanalyse. In der Bestandsanalyse ermittelt das Team die aktuellen Wärmebedarfe von Haushalten, Industrie und Gewerbe. „Im nächsten Schritt analysieren wir, wo Einsparungen möglich sind bzw. neue Wärmequellen etwa in Form von PV, Wind oder auch Geothermie erschlossen werden können. Dabei haben wir das ganze Energiesystem von der Quelle, über den Transport bis hin zur Verteilung im Blick“, erläutert Manuel Thom, Leiter des Teams Wärmewende bei e‑regio. Alle Informationen fließen in eine zertifizierte Software, den „digitalen Zwilling“, ein. Damit lassen sich Zukunftsszenarien ohne fossile Energieträger simulieren und visualisieren.

„Das Gebäudeenergiegesetz hat bei vielen Immobilienbesitzern zu einer massiven Verunsicherung und vielen offenen Fragen geführt. Mittels der kommunalen Wärmeplanung werden wir gemeinsam mit e‑regio den Bürgerinnen und Bürgern einen Fahrplan zum Thema Heizen im Stadtgebiet an die Hand geben, damit jeder die für sich passende Lösung auswählen kann“, erklärt Bürgermeister Ingo Pfennings. Eine Internetseite, auf der alle wichtigen Informationen in Sachen Wärmeplanung enthalten sein werden, ist derzeit im Aufbau. „So wird die durch Berlin bei den Immobilienbesitzern unnötig verursachte Unsicherheit hoffentlich gemildert und viele offene Fragen beantwortet“, hofft der Bürgermeister. Er sei froh, dass die Stadt Schleiden mit e‑regio einen Partner an der Hand habe, der in der Region gut vernetzt sei und auch mit anderen Kommunen deren kommunale Wärmeplanung vorantreibe. „Themen wie kommunale Wärmeplanung müssen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger als Region und eng vernetzt betrachtet werden“, so Pfennings.

Über die kommunale Wärmeplanung 

Das Wärmeplanungsgesetz ist gemeinsam mit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes zum 1. Januar 2024 in Kraft getreten. Daraus entsteht auch für die Stadt Schleiden die Pflicht, einen Wärmeplan zu erstellen. Ziel ist es, dass die Wärmeversorgung der Stadt bis 2045 klimaneutral ist. e‑regio hat sich bei einer deutschlandweiten Ausschreibung gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt. Die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Die Stadt Schleiden erhält eine 100-prozentige Förderung.