Kategorien
News

Heiligabend Uraufführung in der Christmette um 16 Uhr an St. Johannes Baptist Mechernich

Mechernich – Krippenspiel wieder als Film – Auch Weihnachten 2022 gibt es wieder eine aufwändige Krippenspielinszenierung als stream-bare Internetversion auf der Webseite der GdG St. Barbara Mechernich (https://gdg-barbara-mechernich.bistumac.de). Der Link bei YouTube lautet https://youtu.be/QYL0CiyczsE

Die Uraufführung findet während der Kinderchristmette an Heiligabend, 24. Dezember, um 16 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist statt. Ab 18 Uhr ist das in der Hauptsache von Agnes und Rainer Peters produzierte Video dann unter der Rubrik „Krippenspiel Mechernich“ auf der Webseite der Gemeinschaft der Gemeinden St. Barbara Mechernich oder direkt bei YouTube anklick- und aufrufbar.

Als die einzelnen Spielfilmszenen verbindender Weihnachtsstern tritt einmal mehr Sophie Reinecke in Aktion. Für die musikalische Untermalung sorgt die bereits bewährte Krippenspielband mit Eileen Winand, Tanja Peters, Stephan Milz, Laura Dostert und Rainer Peters. Die Hirten werden von Liam Rust, Julian und Fabian Meyer sowie Tom Hoffmann dargestellt, Schriftgelehrte sind Luisa Flaschentreher und Pauline Wilms.

Erik Arndt als geflügelter „Oberengel“

„Als Oberengel fungiert der Kirchenmusiker Erik Arndt. Insgesamt sind wieder über dreißig Kinder und Erwachsene beteiligt plus Kinderchor mit 21 Kindern“, so Agnes Peters zum Mechernicher „Bürgerbrief“. Als lokale „Promis“ spielen diesmal der städtische Dezernent und Kämmerer Ralf Claßen und Vereinskartellvorsitzender Marcel Hembach mit. Der Diakon und Comedian Manni Lang leiht als Synchronsprecher König Herodes (Paul Pozor) seine Stimme.

 

Kategorien
News

Weihnachten als Brücke – Gottesdienst am 24. Dezember an Amseltalbrücke in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – „Wir hatten keine Brücken – Wir haben eine Brücke“ – so lautet das Motto des diesjährigen Gottesdienstes „Weihnachten anders“ am Samstag, 24. Dezember um 18 Uhr an der Amseltalbrücke (Brücke am Peter-Joerres-Gymnasium) in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

„Diesen Ausspruch können viele im Ahrtal sehr gut nachvollziehen“, erläutert Nadine Kreuser vom Vorbereitungsteam den Schwerpunkt. „Erst mit der Flut wurde deutlich, was passiert, wenn unsere altbekannten Brücken fehlen. Welche Umwege wir fahren mussten, um auf die andere Seite der Ahr zu kommen.“ Man habe durch die Hochwasserkatastrophe erst gemerkt, wie viele Brücken im Ahrtal stehen und nun zum Teil wieder stehen. „Wie oft haben wir den altbekannten Weg zur schnellsten Brücke auf die andere Seite eingeschlagen, um erst dann zu merken, dass es diese gar nicht mehr gibt?“, blickt Nadine Kreuser auf die vergangenen eineinhalb Jahre zurück. Dieses Gefühl hat sich die ökumenische Gruppe um Pfarrer Jörg Meyrer, Pfarrer Friedemann Bach, Andrea Klaus, Bärbel Knieps, Nadine Kreuser und Ulrike Phiesel als Ausgangspunkt für den etwas anderen Heiligabend-Gottesdienst genommen: „Wie war die Situation ohne Brücke(n)? Wie komme ich an eine andere Verbindung heran?“

Ausgehend von diesen Überlegungen wird es im Gottesdienst auch den Bericht eines Brückenbauers bzw. einer Brückenbauerin geben. Denn die Botschaft von Weihnachten vermittle auf vielfältige Weise das Bild einer Brücke.

Der Gottesdienst wird, wie im vergangenen Jahr, von der Musikvereinigung Ahrweiler begleitet. Neben klassischen Weihnachtsliedern wird es auch passende Musik zum Thema des Gottesdienstes geben.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Pfarrei (www.pfarrei-bnaw.de) oder im Pfarrbüro Tel.: 02641-34737. (red)

Kategorien
News

Lotterie Neujahrs-Million zum sechsten Mal in Folge ausverkauft

Region/Koblenz – Am heutigen Freitag, 23. Dezember 2022 um 9:16 Uhr war es soweit: Auch die sechste Auflage der Neujahrs-Million ist vorzeitig ausverkauft. Die Jahresendlotterie von Lotto Rheinland-Pfalz, die einen Spielteilnehmer aus Rheinland-Pfalz schon am Neujahrstag zum Millionär machen wird, war in diesem Jahr wieder sehr gefragt.  „Wir sind stolz, dass wir es bereits zum sechsten Mal in Folge geschafft haben, alle 250.000 Lose unserer Jahresendlotterie vorzeitig auszuverkaufen“, sagt der rheinland-pfälzische Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner.  Die Lose gab es auch in diesem Jahr wieder ausschließlich in den rheinland-pfälzischen Lotto-Annahmestellen zum Preis von jeweils zehn Euro zu kaufen.

Neben dem Hauptgewinn von 1 Million Euro gibt es noch zwei Gewinne in Höhe von 100.000 Euro sowie 100 mal 1.000 Euro und 4.000 mal 25 Euro.  Die Ziehung der Gewinnzahlen findet wie üblich unter behördlicher Aufsicht im offiziellen Ziehungsraum von Lotto Rheinland-Pfalz statt. Die Gewinnzahlen werden am Neujahrstag ab 13 Uhr unter www.lotto-rlp.de und ab dem 2. Januar 2023 in allen LOTTO-Annahmestellen bekanntgegeben. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren gestattet.

Die ersten fünf Neujahrs-Millionen sicherten sich in den vergangenen Jahren Gewinner aus Koblenz, Rheinhessen, dem Westerwald, der Eifel und Mainz. Im zweiten Rang durften sich bei der letzten Neujahrs-Million Gewinner aus dem Westerwald und Neuwied jeweils über 100.000 Euro freuen.

Kategorien
News

AWO-Kita Mechernich-Zentrum spendet 120 Weihnachts-Päckchen für Bescherung der Mechernicher Tafel

Mechernich – Mit sage und schreibe 120 bunt gepackten Weihnachtspäckchen, gestapelt auf handlichen Rolltischen, kamen die Kinder aus der benachbarten AWO-Kindertagesstätte Mechernich-Zentrum zur Mechernicher Tafel. Das Team der AWO-Kita hatte die Päckchen mit Spenden der fast 150 Kinder und ihrer Familien gepackt. Wolfgang Weilerswist, Vorsitzender der Mechernicher Tafel, freute sich über die hübschen Pakete, mit denen er und sein Team bei der Weihnachtsbescherung der Tafel diejenigen bescheren kann, die selbst nicht so viel haben.

„Die Spendenfreudigkeit ist in diesem Jahr sehr groß“, erzählt Wolfgang Weilerswist. Allerdings hat sich auch die Zahl der Kunden der Mechernicher Tafel seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt. „Wir rechnen für unsere Weihnachtsbescherung mit 350 bis 450 Kunden hier vor Ort. Mit den zugehörigen Familien haben wir also etwa 1.200 Menschen zu versorgen“, rechnet der Tafel-Vorsitzende vor.

Die AWO-Kita Mechernich-Zentrum beteiligt sich inzwischen seit zehn Jahren an der Weihnachtspäckchen-Aktion. Teddybären und Spielzeug, Konserven, Mehl und Süßigkeiten haben sie in die Päckchen gepackt. „In unserer Kita haben mehr als die Hälfte der Kinder einen Migrationshintergrund, viele Eltern nutzen die Tafel deshalb selbst, um ihre Familie mit Lebensmitteln zu versorgen. Trotzdem haben sie sich in so großer Zahl an unserer Weihnachtspäckchen-Aktion beteiligt, dass wir uns vor Spenden kaum retten konnten“, erzählt Kita-Leiterin Tina Mertens.

Mehrere Kitas und Schulen beteiligt

Neben der AWO-Kita Mechernich-Zentrum haben sich in diesem Jahr auch die Grundschule Lückerath, die Grundschule Satzvey und das Mechernicher Gymnasium Am Turmhof an der Päckchen-Aktion für die Weihnachtsbescherung der Tafel beteiligt. Wolfgang Weilerswist: „Die Kinder sind die Bürger der Zukunft. Es ist wichtig, dass wir ihnen schon in jungen Jahren spielerisch vermitteln, wieviel verdeckte Armut es in Deutschland gibt.“

Dieser Ansicht ist auch Tina Mertens: „So erfahren die Kinder zur Weihnachtszeit, wie wichtig es ist diejenigen zu beschenken, die nicht so viel haben.“ Und Wolfgang Weilerswist ergänzt: „Dabei kriegen die Kinder schon früh mit, dass sie nicht als Einzelkämpfer, sondern in der Gemeinschaft mehr erreichen können.“

Gemeinsam traten die Kinder dann auch dem Nikolaus gegenüber, der zur Päckchenübergabe bei der Tafel gekommen war, um die Kinder mit Schokoladen-Nikoläusen zu belohnen. Als Dank sangen sie im Chor mit Kindern, Erziehern, Nikolaus und Tafel-Mitarbeitern „In der Weihnachtsbäckerei“.

Kategorien
News

Attraktion am Rande der Stadt – Für 50 Cent kommt das Christkind raus

Düttling/Bleibuir – Weithin bekannte Krippendarstellung in der St.-Apollonia-Kapelle Düttling wird seit dem Krieg von Familie Bierth gebaut und ständig erweitert.

Die kleine Kapelle „St. Apollonia“ in Düttling birgt zwischen Heiligabend und dem 30. Januar eine der bekanntesten Krippendarstellungen des früheren Kreises Schleiden. Seit dem Zweiten Weltkrieg wird „de Krepp“ von der vis-a-vis wohnenden Landwirtsfamilie Bierth gebaut und ständig erweitert und mit neuen Finessen ausgestattet. Maria und Josef, das Christkind, Hirten, Schafe und Könige stammen ursprünglich aus der Pfarrkirche St. Agnes in Bleibuir.

Hauptattraktion im Landschafts- und Figurenensemble von Bethlehem aber ist eine kleine Kapelle mit Spieluhr und ein- und ausfahrendem Christkind. Das turmbewährte Mauerwerk kam vor etwa 60 Jahren ins Grenzgebiet zwischen den Kommunen Mechernich und Heimbach. Josef Bierth sen. hat es von einem fahrenden Devotionalienhändler aus Altötting erworben.

Josef Bierth jun., mittlerweile auch schon 67 Jahre alt und Kirchenmusiker und Organist an „St. Apollonia“, übernahm das Krippenbauerhandwerk vor 25 Jahren von seinem Vater Josef. Sohn Tobias und Schwiegersohn Daniel haben auch ein funktionierendes Wassermühlrad und Springbrunnen als zusätzliche Attraktionen ans Laufen gebracht und Spieluhr und Mechanik der Altöttinger Christkindskapelle generalüberholt.

Dazu erklingt „Stille Nacht“

Jetzt setzt sich das rosafarben gekleidete Figürchen wieder in Bewegung, tritt vor die Kapelle, grüßt die davor staunenden Kinder und  Erwachsenen und zieht sich danach ebenso dezent wieder hinter die sich von selbst schließende Kirchentür zurück, wie das blau bekleidete Engelchen im Seitenschiff. Dazu erklingt aus einer Spieluhr die Melodie des „Lieds aller Weihnachtslieder“, „Stille Nacht, Heilige Nacht“.

„Vorausgesetzt, man wirft vorher am Funktionskasten 50 Cent ein“, so Josef Bierth. Das funktionierte auch schon mit anderem Münzprüfer und Groschen zu D-Mark-Zeiten. „Das Geld verwenden wir für den Unterhalt unserer 1937 errichteten Kapelle“, so Josef Bierth jun. beim Reporterbesuch.

Die Krippe hat bis zu 300 Besucher pro Weihnachtszeit, schätzt der Landwirt und Organist, darunter viele Stammgäste. Ganz genau weiß er es nicht, wer alles kommt und guckt. Die Kapelle ist täglich zwischen Heiligabend und dem 30. Januar von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Josef Bierth hat nur gute Erfahrungen mit der Fangemeinde der Düttlinger Weihnachtskrippe: „Es hat noch nie einer was kaputt gemacht.“

Die Felsenlandschaft wird von Baumstöcken gebildet, die er und sein Vater über die Jahrzehnte aus dem Kermeter geborgen haben, auch ein vollständig hohler Apfelbaumstamm von einer der Streuobstwiesen ums Dorf ist dabei. Das Moos wird jedes Jahr in einem Privatwald neu geholt und simuliert das karge Weideland für die Schafe. Die umstehenden Tannenbäume stiftet der frühere Kommerner Museumslandwirt und Nationalparkführer Gerd Linden, auch ein Düttlinger Urgewächs.

Kategorien
News

Land RLP fördert Breitbandausbau in den Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr mit rund 1 Million Euro

Adenau/Altenahr/Mainz – Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer hat am gestrigen Donnerstag, 22. Dezember einen Zuwendungsbescheid in abschließender Höhe von 931.144 Euro zur Förderung des Ausbaus digitaler Infrastrukturen an die Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr übergeben. „Mit den Landesmitteln werden bislang unterversorgte Gebiete in den Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr mit schnellem Internet ausgestattet. Damit kommen wir dem Ziel, die letzten weißen Flecken im Land zu schließen noch ein Stück näher“, sagte Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer. Wichtig sei auch, dass die durch die Flutkatastrophe beschädigte Kupferinfrastruktur durch moderne Glasfaser ersetzt werde, um einen schnellen, qualitativ hochwertigen Wiederaufbau im Ahrtal auf dem neuesten Stand der Technik zu gewährleisten.

„Wir in der Verbandsgemeinde Adenau sind zufrieden mit dem Ausbaufortschritt und dankbar für die großzügige Unterstützung des Landes“, so Guido Nisius, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau. „Breitband ist in unserer digitalisierten Welt heutzutage ein unabdingbarer, weicher Standortfaktor, der zur Belebung des ländlichen Raumes beiträgt. Dadurch ziehen auch wieder viele junge Familien aufs Land, da sie hier mittlerweile auch die Möglichkeit haben, im Homeoffice zu arbeiten.“

Nach Abschluss des geförderten Vorhabens sollen 3.733 Haushalt, 132 Unternehmen und 14 Schulen im Projektgebiet zuverlässig mit 50 Megabit pro Sekunde versorgt werden. Im Rahmen der Maßnahme sind 47 Kilometer Tiefbau, 154 Kilometer Glasfaser und 18 Kilometer Leerrohre vorgesehen.

„Diese Förderung wurde von der Verbandsgemeinde schon vor der Flutkatastrophe beantragt. Da wir uns derzeit nach der Flutkatastrophe im Schadensgebiet noch in der Aufbauplanung befinden und durch die Flut beschädigte Straßen und Wege erneuert werden, lässt sich die Verlegung der speziellen Breitbandkabel gut in die bevorstehenden Maßnahmen einbinden und hilft, Ressourcen zu bündeln. In den Höhenorten der Verbandsgemeinde Altenahr, die durch diese Förderung ebenfalls erfasst sind, werden wir nach unseren Möglichkeiten versuchen, die durch die Bauarbeiten entstehenden Einschränkungen so gering wie möglich zu halten“, sagte Dominik Gieler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr.

„Wir sind stark beim Ausbau von schnellen Breitbandnetzen, wollen aber noch besser werden und weiter vorankommen. Als Land unterstützen wir deshalb derzeit 50 Breitbandausbauprojekte, um den Zielen von flächendeckender Glasfaserinfrastruktur und Gigabit-Geschwindigkeiten in ganz Rheinland-Pfalz näherzukommen“, betonte Schweitzer abschließend.

Kategorien
News

Flutschäden – Land unterstützt Kreis Düren mit 3,7 Millionen Euro

Düren – Warmer Geldregen kurz vor Weihnachten: Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, hat am gestrigen Donnerstag, 22. Dezember im Kreishaus einen Förderbescheid über rund 3,7 Millionen Euro an Landrat Wolfgang Spelthahn übergeben. Mit dem Geld werden Schäden, die durch die Flut im vergangenen Jahr entstanden sind, beseitigt.

„Ich freue mich sehr über die Zuwendung aus dem Wiederaufbaufonds der Landesregierung Nordrhein-Westfalen“, sagte der Landrat. „Damit werden wir in die Lage versetzt, wichtige Infrastruktur wieder herzustellen.“ Mit dem Geld werden unter anderem Teile des Rurufer-Radweges, Straßenabschnitte in Langerwehe und Kreuzau sowie das Nelly Pütz Berufskolleg und die Christopherus-Schule ausgebessert beziehungsweise instandgesetzt oder neu gebaut.

„Der Wiederaufbau schreitet in Nordrhein-Westfalen jeden Tag weiter voran. Und im Kreis Düren machen wir heute einen richtig großen Schritt. Mit dem Wiederaufbauplan und dem damit verbundenen Finanzrahmen von 3.665.335 Euro aus dem Wiederaufbaufonds des Landes Nordrhein-Westfalen sind die Weichen für den weiteren Wiederaufbau der öffentlichen Infrastruktur im Kreis Düren gestellt. Alleine 1.500.000 Euro sind für den Neubau des RurUferRadwegs vorgesehen, 1.200.000 Euro werden zum Neubau der Kreisstraße 32 und 206.635 Euro zur Sanierung von Schulen und Berufskollegs bereitgestellt. Gemeinsam packen wir an und bauen wieder auf“, sagt Ministerin Ina Scharrenbach.

Die Flut hatte im vergangenen Sommer im Kreis Düren zum Glück keine so großen materiellen Verwüstungen hinterlassen wie in benachbarten Regionen. Dennoch war im Tagebau Inden leider ein Todesopfer zu beklagen. Wie andernorts auch, war im Kreis Düren eine große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung zu erleben. Viele fleißige Hände packten an, zahlreiche Hilfsaktionen starteten. „Dafür möchte ich mich noch einmal ausdrücklich bedanken“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. Eine solche Unterstützung sei nicht selbstverständlich.

Der nun von Kommunalministerin Ina Scharrenbach übergebene Förderbescheid wird erheblich dazu beitragen, die vorrangigen Schäden an Straßen und Schulen zu beseitigen. Das Geld wird im Rahmen des „Wiederaufbauplans Kreis Düren“ zur Verfügung gestellt. Bereits eine Woche nach dem Hochwasser stellte die Landesregierung insgesamt 200 Millionen Euro an Soforthilfe bereit. 180 Kommunen in NRW waren von der Flut betroffen, insgesamt 49 Menschen verloren ihr Leben.

Landrat Wolfgang Spelthahn: „Auch in diesem Jahr waren mit der anhaltenden Corona-Pandemie und vor allem dem Ukraine-Krieg wieder viele Herausforderungen zu bewältigen. Deshalb ist die finanzielle Hilfe des Landes NRW sehr wertvoll und hilfreich für uns im Kreis Düren.

Kategorien
News

Stadt Mayen tritt dem kommunalen Klimapakt bei

Mayen – In der letzten Stadtratssitzung des Jahres wurde mit großer Mehrheit beschlossen, dass die Stadt Mayen dem „Kommunalen Klimapakt RLP“ beitritt. Beim kommunalen Klimapakt handelt es sich um einen vom Land Rheinlad-Pfalz organisierten Zusammenschluss von Kommunen, die sich zu den Klimaschutzzielen des Landes bekennen und auf kommunaler Ebene zum Erreichen des Ziels „Klimaneutrales Rheinland-Pfalz“ (2035-2040) beitragen möchten.

Die Stadt Mayen hat in den letzten Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen zum Klimaschutz umgesetzt. So wurde die Beleuchtung von Sportplätzen, Schulen und Verwaltung auf sparsame LED-Technik umgestellt, alte Heizungsanlagen wurden gegen klimafreundliche Anlagen wie z.B. Wärmepumpen getauscht und Photovoltaikanlagen installiert.

Der Beitritt der Stadt Mayen zum Klimapakt RLP und damit das Bekenntnis, den Klimaschutz weiter voranzutreiben ist daher für die Stadt Mayen der nächste logische Schritt hin zu mehr Klimaschutz. Das Land RLP stellt im Rahmen des kommunalen Investitionsprogramms „Klimaschutz und Innovation“ (KIPKI) darüber hinaus für weitere Klimaschutzmaßnahmen bis zu 565.000€ für die Stadt Mayen zur Verfügung, so dass auch in den kommenden Jahren größere Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden können.

Kategorien
News

Wachtbergs Bürgermeister Jörg Schmidt freut sich über ersten digitalen Übersichts-Anzeiger

Wachtberg – Gute Mobilität ist heute selbstverständlich verknüpft mit der Erwartungshaltung an aktuelle, transparente und barrierefreie Informationen. An stark frequentierten Haltestellen leisten dies sogenannte Anzeiger mit dynamischer Fahrgastinformation (DFI), die über die nächsten Abfahrtzeiten der am Standort verkehrenden Linien informieren.

Im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis startete das Projekt mit dem Aufbau digitaler Fahrplananzeiger im Format von Haltestellenmasten mit zwei- oder vierzeiligen Displays. Jetzt wird das Förderprojekt durch die Errichtung von Übersichtsanzeigern mit dynamischer Fahrgastinformation im Design der NRW-Mobilstationen weiter ausgebaut.

In Wachtberg wurde das gesamte Vorhaben für den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis heute mit Fertigstellung der ersten Anlage offiziell vorgestellt. Fünf Übersichtsanzeiger, die sich im auffälligen Gewand einer Mobilstation zeigen, werden neben Wachtberg auch in Meckenheim und in Rheinbach an Bahnhöfen oder zentralen Knotenpunkten errichtet. In Wachtberg befindet sich die Station an der Haltestelle „Berkum Einkaufszentrum (EKZ)“. Dank der übermittelten GPS-Daten aus den Bussen können die Anlagen auch Fahrplanabweichungen und Betriebsstörungen verarbeiten. Alle Anlagen bieten zusätzlich zu den Displays eine Vorlesefunktion über einen „Push to talk“-Infoknopf und sind somit barrierefrei.

Die Übersichtsanzeiger sind mit digitalen, hochformatigen 46-Zoll-Monitoren Teil der jeweiligen Mobilstation, die zudem einen Lageplan anzeigt und über ein Display verfügt, welches mit ÖPNV-Informationen oder nicht kommerzieller Werbung bespielt wird. Die Anlagen befinden sich immer an wichtigen Punkten mobiler Infrastruktur.

Gefördert wird das Projekt durch den Nahverkehr Rheinland (NVR). Die Beantragung erfolgte über die RVK, die zudem zuständig für die Planung und Umsetzung des Projekts ist. Das Projekt wird vom NVR bis zu 90 Prozent gefördert und das Volumen beträgt im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis rund 1.250.000 Euro.

Die ersten DFI im Format von Haltestellenmasten wurden im Kreis ab Mai 2022 errichtet. Sukzessive werden sie nun an den Standorten Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg installiert. Insgesamt 73 Haltestellen werden so aufgewertet und weisen im Bereich des Haltestellenschildes eine dynamische Fahrgastinformation auf. Die Masten verfügen über zwei- oder vierzeilige Displays. Die Anlagen werden durch eine Batterie betrieben und verfügen zusätzlich über ein Solarpanel. Die Haltbarkeit der Batterien wird mit einem Zeitraum von mindestens acht Jahren angegeben. Die neuen Haltestellenschilder kommen an stark frequentierten Haltestellen zum Einsatz.

Exkurs Mobilstationen

Mobilstationen finden sich an zentralen ÖPNV-Knotenpunkten und verknüpfen je nach Standort z. B. Bus, Bahn und Bike-Sharing. Ziel ist ein Mobilitätsmix, der den Umstieg auf mehr umweltfreundliche Mobilität vereinfacht und multimodales Verhalten fördert. In NRW erscheinen sie im Design von mobil.nrw, welches eine Gemeinschaftskampagne des NRW-Verkehrsministeriums (inzwischen Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen), der Verkehrsunternehmen, Zweckverbände, Verkehrsverbünde und -gemeinschaften in Nordrhein-​Westfalen ist.

Stimmen zur Einweihung des Gesamtprojektes:

Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des NVR: „Die DFI-Anzeiger stehen vorrangig an Verknüpfungspunkten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), die sich in die Strategie des NVR zum Ausbau eines flächendeckenden Netzes von Mobilstationen einfügen, aber auch an anderen wichtigen Haltestellen. Um den ÖPNV noch attraktiver zu machen, braucht es neben einem guten Angebot auch aktuelle und gut aufbereitete Information über die nächsten Verbindungen. Dafür stehen die modernen DFI-Anzeiger an 73 Haltestellen im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis.“

Dezernent für Mobilität und Umwelt des Rhein-Sieg-Kreises, Tim Hahlen:

„Heute erwartet der Fahrgast eine aktuelle Information darüber, wann sein Bus wirklich kommt, ob der Anschluss beim Umsteigen erreicht wird und – wenn es einmal schlecht läuft – auch, warum Verspätungen oder Ausfälle auftreten. Mit dynamischen Anzeigesystemen an den Haltestellen, Monitoren in den Fahrzeugen und über Internet/App werden diese Informationen für alle Fahrgäste bereitgestellt.“

RVK-Geschäftsführer Dr. Marcel Frank: „Digitalisierung bietet gerade dem ländlicher geprägten Raum starke Instrumente. Das haben auch die digitalen Ersatzhaltestellen gezeigt, die im vergangenen Jahr an den Start gingen. Neben Haltestellen- und Liniennetz sowie Taktung ist die transparente, schnelle und barrierefreie Fahrgastinformation ein wesentliches Qualitätsmerkmal des ÖPNV.“

Bürgermeister Jörg Schmidt: „ Ich freue mich, dass der erste digitale Übersichtsanzeiger im linksrheinischen Kreisgebiet in Wachtberg am Haltepunkt „Berkum EKZ“ steht. Mit dem großen Monitor, einem Lageplan und einem Display, über das aktuelle Fahrgastinformationen, auch barrierefrei, abgerufen werden können, ist diese Mobilstation hier an dieser zentralen Stelle eine echte Bereicherung für eine verbesserte Mobilität in unserer Gemeinde.“

Kategorien
News

„Schicksalsjahr 1923“ Düren – Das neue Kreisjahrbuch ist da!

Düren – Das neue Kreisjahrbuch 2023 ist da und wirft den Blick zurück auf das Schicksalsjahr 1923. „Es ist wieder einmal ein sehr gelungenes Werk, das eindrucksvoll die schwierige Zeit vor 100 Jahren beleuchtet“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Vorstellung des Buches im Kreishaus.

„Kriegsfolgen, Rezession, Inflation sind Themen, die dieses Jahr prägten und von denen wir glaubten, sie überwunden zu haben. Wie wir sehen, kehren die Probleme wieder. Wir können und müssen aus der Geschichte lernen „, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Es ist das erste Kreisjahrbuch, das sich historisch so konkret mit einem Jahr beschäftigt. Die Ruhrbesetzung, die Inflation, der Separatistenspuk, der Hitler-Putsch und die Besatzung durch die Franzosen sind Ereignisse und Umstände, die die Zeit tief prägten. Es herrschte Arbeitslosigkeit, Lebensmittel- und Kohlennot. „Dieses Schicksalsjahr ist nicht so sehr im kollektiven Gedächtnis. Aber man fragt sich, wie die Menschen das alles ausgehalten haben. Es war ein absolutes Krisenjahr“, sagt Verleger und Autor Bernd Hahne zu dem rund 208 Seiten starken Werk.

„Wir betreiben quasi eine Tiefenbohrung auf lokaler Ebene. Aber wie haben auch andere Themen aufgegriffen, um eine gute Abwechslung zu schaffen“, sagt Autor Guido von Büren. So gibt es Geschichten von einem Matrosen auf kaiserlichen Schiffen. Die Stadtgeschichte Jülichs in der digitalen Rekonstruktion ist ebenfalls ein spannendes Thema. Es gibt ein ausführliches Porträt von dem Historiker Albert Lennarz, den Dürenern bestens bekannt durch seine Mitarbeit an der ersten Zeittafel zur Geschichte Dürens von 1948. Wie geschichtsträchtig das Dürener Land ist, zeigt der Bericht über die Ausgrabungen unter der ehemaligen Kirche St. Nikolaus in Düren-Rölsdorf.

Auch gewohnte Rückblicke auf die neuesten Entwicklungen im Kreis Düren sowie Aktuelles sind wie immer in der Chronik enthalten. Das Jahrbuch liegt in vielen Buchhandlungen im Kreisgebiet zum Kauf bereit oder ist direkt beim Hahne & Schloemer Verlag für 14 Euro erhältlich.