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Buch zum Jubiläum der Stadt Schleiden – 100 Seiten extra zur Flutkatastrophe

Schleiden – Fast vergessene Ereignisse, Dramatik und viele Bilder. 50 Jahre ist es her, dass im Zuge der Gebietsreform 1972 insgesamt 18 Orte der Nordeifel zur Großkommune Schleiden vereinigt wurden. „Das war bei weitem keine Liebesheirat, sondern eher mit großem Fremdeln verbunden“, weiß Journalist Franz Albert Heinen, der die Entwicklungen der Stadt Schleiden als Tageszeitungsredakteur über Jahrzehnte begleitet hat. Im Auftrag der Bürgerstiftung Schleiden hat er zum 50. Geburtstag der Großkommune das Buch „18 Orte unter einem Dach“ verfasst. Es ist ein echtes Buch für die Stadt, das auf 680 Seiten mit 1.100 Fotos zum Schmökern, Nachschlagen und Bildergucken einlädt.

In zwei Themenkomplexen widmet sich das Buch zum einen den Dingen, die alle Orte gleichermaßen betreffen: Infrastruktur und Verkehrsentwicklung, Schulen und Kitas, Kirche und Gedenkkultur, Camp Vogelsang und Nationalpark Eifel – um nur einige Inhalte zu nennen. Was passierte in den vergangenen fünf Jahrzehnten, was klappte gut, was ging schief? Im zweiten Themenkomplex werden alle Ortschaften mit kurzen Portraits vorgestellt.

Autobahn, „Twin-Towers“, Flugzeugabsturz

Das Buch rückt Ereignisse und Entwicklungen ins Rampenlicht, die zum Teil schon in Vergessenheit geraten sind. Etwa die Planungen für eine Autobahn A111 von Aachen quer durch das Schleidener Land zur A1. Oder die „Twin-Towers“ im Urfttal: 22 Stockwerke hohe Appartement-Häuser, die im Rahmen der Kurentwicklung in Gemünd gebaut werden sollten.

Natürlich fanden auch tatsächlich stattgefundene Ereignisse Eingang in das Buch. „Wer erinnert sich noch an die endlosen Staus im Oleftal vor dem Ausbau der Gemünder Kreuzung mit »Domplatte« und Rechtsabbiegerspur, an die Abschiedsfeier von der »Flitsch« in Olef 1981, an die Jahre der Kanalisierung, als Millionen D-Mark in der Erde verbuddelt wurden und die Stadt sich an die Spitze der landesweiten Abwassergebühren katapultierte?“, fragt Autor Franz Albert Heinen.

Er erinnert auch an dramatische Vorkommnisse wie Großbrände der Glashütte und bei Papstar oder an den Absturz eines Militär-Jets ins Holgenbachtal, nur wenige hundert Meter von Realschule und Gymnasium entfernt. Außerdem sei das Ende des Truppenübungsplatzes Vogelsang zur Zeitenwende für die Stadt Schleiden geworden. Heinen: „Der Weg war frei zur Gründung des Nationalparks Eifel 2004 und für die Konversion der Immobilien Vogelsangs, aber auch für eine touristische Neuorientierung in den Orten ringsum.“

Stadt hat viel zu bieten

Die Entscheidung der Bürgerstiftung für das außergewöhnliche Buchprojekt fiel bereits 2019. „Ein solches Buch haben sicher nicht viele Kommunen – und schließlich hat unsere Stadt viel zu bieten, etwa den Nationalpark, die Urfttalsperre oder Vogelsang. Und auch als Schulstandort decken wir mit unserer Infrastruktur die Daseinsvorsorge weit über die Stadt Schleiden hinaus ab“, betont Marcel Wolter, stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer des Vorstandes der Bürgerstiftung Schleiden. Unterstützt wurde er bei dem Projekt von Kerstin Wielspütz, die für das Layout des großformatigen Buches verantwortlich zeichnet.

Die Corona-Pandemie und schließlich die Flutkatastrophe im Juli 2021 verzögerten nicht nur das Erscheinen des Buches, sondern fanden auch Eingang in das Druckwerk. „Die Flut war ein Ereignis mit solcher Wucht, das schreibt sich in die DNA ein“, so Franz Albert Heinen, der der Flut ein eigenes Kapitel mit zahlreichen eindrucksvollen, großformatigen Fotos auf 100 Extra-Seiten widmete.

Auch der VR-Bank Nordeifel eG mit Hauptsitz in Schleiden ist in dem Jubiläumsbuch ein eigenes Kapitel in der Rubrik „Bankwesen“ gewidmet. Darin reicht der Blick zurück bis ins 19. Jahrhundert auf die Vorläuferinstitute, auf die Fusion zur Raiffeisenbank Schleiden-Hocheifel im Jahr 1989 und schließlich auf die große Bankenhochzeit mit der Volksbank Blankenheim 2000 sowie zwei Jahre später mit der Volksbank Gemünd-Kall eG. Nicht unerwähnt bleiben in dem Rückblick außerdem der Titel „Bank des Jahres“ 2014 „mit der höchsten prozentualen Kundenbindung und dem stärksten Geschäftsverkehr pro Kunde“ sowie die bei der VR-Bank Nordeifel eG hochgehaltenen Werte: Solidarität, Vertrauen und Förderung der Mitglieder.

Das Buch ist zum Preis von 24,95 Euro (Barzahlung) erhältlich im Rathaus Schleiden (Vorzimmer Bürgermeister), in der Stadtbibliothek Schleiden, im Café Kupp 19 in Dreiborn und im Nationalpark-Infopunkt und Tourist-Information Gemünd.

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Silvesterlauf in Montabaur und 2. Winterlauf in Ochtendung – die LG Laacher See war immer am Start

Laacher See – Zum Jahresende lud die Münz GmbH, vertreten durch Geschäftsführer Bernhard Münz, nach Montabaur zum Silvesterlauf ein. Coronabedingt wurden die letzten Läufe virtuell angeboten. In diesem Jahr konnten die Sportler endlich wieder persönlich antreten. 1024 Aktiven testeten ihre Fitness bei den angebotenen Wettbewerben über 1,4 km Jugendlauf, 5 und 10 Kilometer Rundläufe. Hinzu kamen eine Menge Kinder für den 300 m Bambinilauf.

Die Neujahrsläufer der LG vor dem Start in Ochtendung.

Am 1. Tag im neuen Jahr früh aufstehen, ist nicht jedermanns Sache. Die Veranstaltungen der WLS des DjK Ochtendung werden immer am ersten Sonntag im Monat von Dezember bis März durchgeführt werden. Also hieß es für die Sportler entweder dabei sein oder zeitig aufstehen. Wer jetzt teilnehmen konnte, wird sicher bei den nächsten Läufen am Start sein.

Für die LG Laacher See starteten beim ersten Lauf über 4 km folgende Aktive:

Nicole Frantzen (1. W40, 21:47 Min.), Alexandra Gerz (2. W55, 29:33 Min.), Elisabeth Waldorf (3. W55, 35:07 Min.), Karin Meyer (1. W70, 24:43 Min.), Thomas Schütz (4. M55, 22:33 Min.), Andreas Neeb (5. M55, 23:00 Min.) und Klaus Jahnz (2. M70, 36:25 Min.).

Die lange Distanz über 8,1 km bewältigten Nicole Frantzen (2. W40, 44:07 Min.), Bärbel Monschauer (1. W70, 48:44 Min.), Raheb Rahimi (2. M20, 35:37 Min.), Michael Ringel 4. M45, 56:51 Min.), Thomas Schütz (3. M55, 46:47 Min.), Andreas Neeb (4. M55, 46:47 Min.), Wilfried Thelen (3.M60, 43:50 Min.) und Klaus Jahnz (3. M70, 54:12 Min.).

Der 3. Winterlauf in Ochtendung findet am 5. Februar statt.

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Neujahrs-Million macht Pfälzer zum ersten Millionär des neuen Jahres

Region/Koblenz – Je 100.000 Euro gehen in den Raum Koblenz und nach Rheinhessen. LOTTO Rheinland-Pfalz hat einen Menschen aus der Pfalz gleich zum Jahresstart 2023 zum Millionär gemacht: In der „Neujahrs-Million“ kann der Glückspilz sich über den Hauptgewinn von einer Million Euro im ersten Gewinnrang freuen. Jeweils 100.000 Euro aus dem zweiten Rang gehen in den Raum Koblenz und nach Rheinhessen.

Bereits am 23. Dezember 2022 um 9:16 Uhr waren alle 250.000 Lose der sechsten Auflage der rheinland-pfälzischen Lotterie „Neujahrs-Million“ ausverkauft. Und pünktlich zum neuen Jahr gibt es in der Pfalz einen neuen Millionär. Das Los, das zum Hauptgewinn führte, wurde bereits am Morgen des 15. Dezembers 2022 gekauft.

Im zweiten Rang der exklusiv in Rheinland-Pfalz ausgespielten „Neujahrs-Million“ dürfen sich Spielteilnehmerinnen oder Spielteilnehmer aus dem Raum Koblenz und aus Rheinhessen über jeweils 100.000 Euro freuen.

Alle drei Lose wurden ohne Kundenkarte gespielt. Die Gewinner oder Gewinnerinnen müssen sich nun bei Lotto Rheinland-Pfalz melden.

„Nach dem Jahreswechsel ist das für die drei Gewinner ein weiterer Grund, um noch einmal die Korken knallen zu lassen und auf den überraschenden Geldsegen anzustoßen“, freut sich der rheinland-pfälzische Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner.

Die Anzahl der Losnummern für die „Neujahrs-Million“ war auf 250.000 Stück streng limitiert und die Lose waren ausschließlich in den rheinland-pfälzischen Lotto-Annahmestellen erhältlich. Neben den drei Spitzengewinnen gab es bei der Lotterie noch 100 mal 1.000 Euro und 4000 mal 25 Euro zu gewinnen.

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Polizei – Silvesternacht in Rheinland-Pfalz überwiegend friedlich

Region/Mainz – Die Silvesternacht in Rheinland-Pfalz verlief nach Einschätzung der Polizei überwiegend friedlich und ohne herausragende Vorkommnisse. Das Einsatzaufkommen für die Polizei erreichte ein den Vor-Corona-Jahren vergleichbares Niveau. Bei einem starken Besucheraufkommen an öffentlichen Plätzen kam es insbesondere zu ereignistypischen Polizeieinsätzen aufgrund von alkoholbedingten Delikten, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Beleidigungen. Vereinzelt kam es insbesondere auf Balkonen und in Mülltonnen zu kleineren Bränden.

„Auch nach dem Wegfall zahlreicher pandemiebedingter Einschränkungen haben wir einen überwiegend friedlichen Jahreswechsel in Rheinland-Pfalz erlebt. Mein Dank gilt allen, die verantwortungsvoll gefeiert haben, sowie den Kräften von Polizei, Feuerwehren und Rettungsdiensten. Sie waren nicht nur in der Silvesternacht, sondern auch über die Feiertage für uns alle im Einsatz“, sagte Innenminister Michael Ebling.

Insgesamt wurden von der Polizei 52 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Silvesterfeierlichkeiten verzeichnet. Es wurden 24 Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und 16 wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Gegen Störer wurden 34 Platzverweise ausgesprochen und drei freiheitsentziehende Maßnahmen durchgesetzt.

Neben den ereignistypischen Einsätzen kam es in Koblenz-Neuendorf zu mehreren Böllerwürfen und Raketenabschüssen in Richtung der Polizeikräfte. Hierbei wurden Dienstfahrzeuge beschädigt. Zudem wurden dort mehrere Müllbehältnisse in Brand gesetzt. Bereits am Samstagnachmittag kam es bei einigen Haushalten in den Landkreisen Mainz-Bingen und Alzey-Worms zu einem zweitweisen Ausfall von Internet und Telefonie. Die Bevölkerung wurde unter anderem über eine Warnmeldung informiert.

Die Polizei war landesweit mit rund 500 Beamtinnen und Beamten im Einsatz. Die örtlichen Polizeipräsidien wurden dabei durch Kräfte der Bereitschaftspolizei unterstützt.

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Trierer Bischof Ackermann würdigt den verstorbenen Papst em. Benedikt XVI.

Region/Trier – „Mit dem Tod von Papst Benedikt XVI. haben Kirche und Welt einen großen Lehrer des christlichen Glaubens verloren.“ So würdigt der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann den emeritierten Papst Benedikt XVI., der am 31. Dezember im Alter von 95 Jahren verstorben ist. Wie kaum ein Zweiter habe Papst Benedikt es schon als Theologieprofessor, Bischof und Kardinal vermocht, Menschen unabhängig von ihrem Zugang zur Theologie die Botschaft des Glaubens aufzuschließen und sie dafür zu faszinieren. Sein großes Anliegen sei es gewesen, Glaube und Vernunft miteinander zu verbinden.

Mit seinem freiwilligen Verzicht auf das Papstamt im Februar 2013 habe Benedikt XVI. einen „ebenso außergewöhnlichen wie mutigen Schritt gesetzt. Er hat damit einen nicht unwesentlichen Beitrag für ein menschlicheres Verständnis des höchsten Amtes in der Kirche geleistet“. Er selbst, so sagt Ackermann, danke dem verstorbenen Papst für das große Vertrauen, das er ihm mit der Ernennung zunächst zum Weihbischof und dann zum Bischof von Trier entgegengebracht habe. „Die Ortskirche von Trier trauert um einen großen Glaubenszeugen. Sie tut es in Dankbarkeit für das, was Papst Benedikt XVI. in seinem Leben und seinem Dienst für Kirche und Welt in die Seelen von Menschen gesät hat, um sie für die Freude an Jesus, dem Herrn, zu öffnen. Sie betet darum, dass sich nun das, was er zeitlebens in faszinierender Sprache verkündet hat, an ihm erfüllt.“ Die Würdigung im Wortlaut ist unter https://www.bistum-trier.de/bistum-bischof/bischof/im-wortlaut/bei-anderen-anlaessen/nachruf-von-bischof-dr-stephan-ackermann-auf-papst-em-benedikt-xvi/ zu finden.

Ackermann kündigt an, dass wie in allen Kathedralkirchen auch in Trier ein Requiem für den verstorbenen emeritierten Papst gefeiert wird; es findet am Dienstag, 10. Januar um 19 Uhr im Dom statt, alle Gläubigen sind zur Mitfeier eingeladen. Ab sofort ist im Trierer Dom ein Gedenkort eingerichtet, an dem die Gläubigen ein Gebet für den verstorbenen emeritierten Papst sprechen und sich in ein Kondolenzbuch eintragen können. Unter https://www.trauer-papst-benedikt.de/ ist das Trauerportal der Deutschen Bischofskonferenz zu finden.

Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg lädt dazu ein, dass auch in den Pfarr- und Klosterkirchen an einem der nächsten Tage ein Requiem mit Ansprache zum Gedenken an den verstorbenen emeritierten Papst gehalten werde. Der Generalvikar gibt den Verantwortlichen in den Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften zudem weitere Informationen darüber, was in der jetzigen Situation zu beachten ist: „In möglichst allen Kirchen des Bistums soll bis zum Tag des Begräbnisses täglich um 12 Uhr für etwa eine Viertelstunde ein feierliches Trauergeläute gehalten werden. Für den gleichen Zeitraum ist an den Kirchen, Pfarrhäusern und kirchlichen Gebäuden die kirchliche Fahne auf Halbmast zu setzen oder mit einer Trauerschleife zu versehen.“

Mit dem Bistum Trier gab es für Joseph Ratzinger einige Berührungspunkte: So kam er zur Heilig-Rock-Wallfahrt 1959 in die Domstadt, und als Präfekt der Glaubenskongregation feierte er 2003 anlässlich einer Veranstaltung des Deutschen Liturgischen Instituts im Dom eine Hl. Messe. Zur Eröffnung der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 – zu dem Zeitpunkt war er bereits seit sieben Jahren Papst – sandte er eine persönliche Grußbotschaft, in der er Bischof und Bistum seine Verbundenheit ausdrückte und wörtlich schrieb, er begebe sich „in Gedanken als Pilger in die altehrwürdige Bischofsstadt Trier, um mich gleichsam in die Schar der Gläubigen einzureihen, die in den kommenden Wochen an der Heilig-Rock-Wallfahrt teilnehmen“.

Der am 16. April 1927 in Marktl am Inn (Bistum Regensburg) geborene Joseph Ratzinger lehrte ab Mitte der 1950er Jahre als Professor an mehreren deutschen Hochschulen und Universitäten. Von 1977 bis 1982 war Ratzinger Erzbischof von München und Freising. Am 27. Juni 1977 wurde er von Papst Paul VI. zum Kardinal erhoben. Ab 1982 leitete Ratzinger als Präfekt die römische Kongregation für die Glaubenslehre. Am 19. April 2005 wurde er als erster Deutscher seit Jahrhunderten in der Nachfolge von Johannes Paul II. zum Papst gewählt und nahm den Namen Benedikt XVI. an. 2013 trat er überraschend vom Papstamt zurück; seitdem lebte der emeritierte Papst in einem früheren Klostergebäude in den Vatikanischen Gärten.

Hier finden Sie einen Zwischenruf von Wolfgang Drießen zum Tode von Papst em. Benedikt XVI. (JR)

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Zum Tod von Papst em. Benedikt XVI. – RLP Ministerpräsidentin Malu Dreyer – Papst Benedikt XVI. hat die katholische Kirche maßgeblich geprägt

Region/Mainz – Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die Nachricht vom Tod des emeritierten Papstes Benedikt XVI. mit großer Anteilnahme aufgenommen: „Nach einem sehr langen und erfüllten Leben ist der Diener im Weinberg des Herrn, wie sich Papst Benedikt XVI. nach seiner Wahl selbst bezeichnete, heimgegangen. Allen, die um ihn trauern, spreche ich mein Mitgefühl aus.“

Die Ministerpräsidentin verwies auf die historische Bedeutung des Verstorbenen: „Für uns in Deutschland war es ein herausragendes Ereignis, dass nach Jahrhunderten wieder ein Deutscher zum Papst gewählt wurde. Und wie immer man sein Lebenswerk einschätzt: Papst Benedikt hat zweifellos die katholische Kirche über Jahrzehnte maßgeblich geprägt.“ Schon vor seiner Wahl zum Papst sei Joseph Ratzinger ein bedeutender Theologe gewesen, war Bischof von München und Freising und wirkte als Kardinal über 20 Jahre als Präfekt der Glaubenskongregation sowie mehrere Jahre als Dekan des Kardinalskollegiums. „Unvergessen sind für mich der Besuch von Papst Benedikt beim Weltjugendtag in Köln 2005, bei dem er die junge Generation begeistern konnte, und seine Apostolische Deutschlandreise 2011 mit der Rede im Deutschen Bundestag und seinem Besuch in Erfurt“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Ausdrücklich würdigte die Ministerpräsidentin die Verantwortung des verstorbenen Papstes für die Zukunft der Kirche. „Papst Benedikt hat die Leitung der Weltkirche in herausfordernden Zeiten übernommen. Und ich empfinde großen Respekt vor seiner Entscheidung, vom Papstamt zurückzutreten, als er altersbedingt seine Kräfte nicht mehr geeignet befand, in angemessener Weise das Petrusamt auszuüben. Damit hat er erkennen lassen, dass die katholische Kirche sich weiterentwickeln muss und den Weg dafür freigegeben.“

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NRW Ministerpräsident Hendrik Wüst zum Tod von Papst emeritus Benedikt XVI.

Region/DüsseldorfMit dem emeritierten Papst Benedikt XVI. verlieren wir eine historische Persönlichkeit der Kirchengeschichte und einen der profiliertesten Theologen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Staatskanzlei NRW teilt zum Tod von Papst em. Benedikt XVI. mit:

Der emeritierte Papst Benedikt XVI., Joseph Kardinal Ratzinger, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Benedikt XVI. war der erste deutsche Papst seit dem 16. Jahrhundert und vom 19. April 2005 bis zu seinem freiwilligen Rücktritt am 28. Februar 2013 im Amt.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Mit dem emeritierten Papst Benedikt XVI. verlieren wir eine historische Persönlichkeit der Kirchengeschichte und einen der profiliertesten Theologen des 20. und 21. Jahrhunderts. Papst Benedikt XVI. war nach einem halben Jahrtausend der erste Deutsche, der wieder den Fischerring trug. Als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und herausragender Theologe wird Joseph Aloisius Ratzinger in das kollektive Gedächtnis der deutschen Geschichte eingehen.“

Ministerpräsident Wüst weiter: „Mit seiner Grundthese, dass sich Glaube und Vernunft nicht widersprechen, sondern einander bedingen, hat Joseph Ratzinger ein wichtiges Fundament in der Theologie manifestiert. Sein Wirken sowohl in der Wissenschaft als auch als Konzilstheologe des Zweiten Vatikanischen Konzils machen ihn zu einem der wichtigsten Theologen über Jahrhunderte hinweg. Auch als Papst blieb er wie keiner seiner Vorgänger der wissenschaftlichen Theologie verbunden. Sein während des Pontifikats entstandenes dreibändiges Werk über Jesus von Nazareth zeugt davon. Dass er auch als Papst im Herzen stets Wissenschaftler geblieben ist, hat ihn in der Praxis des Pontifikats durchaus auch anecken lassen. Als Papst des Übergangs von der langen Amtszeit Johannes Pauls II. in eine neue Phase der Reform nimmt Benedikt trotzdem eine historische Bedeutung ein. Als Oberhaupt der katholischen Kirche setzte sich Papst Benedikt XVI. stets für die Ökumene und das friedliche Nebeneinander der Religionen ein. Dabei sind ihm wichtige Schritte in der Beziehung zu den orthodoxen Kirchen gelungen, die auch über sein Pontifikat hinaus Bedeutung behalten.“

Die enge Verbundenheit nach Deutschland hat Benedikt XVI. nie verloren. Bereits am Tag seiner Wahl im Jahr 2005 kündigte er an, zum 20. Weltjugendtag nach Köln zu reisen. Hunderttausende Jugendliche aus aller Welt freuten sich über den Besuch des Papstes in Nordrhein-Westfalen und feierten ein großes Fest des Glaubens. Auch seine Reisen nach Bayern 2006 und sein Deutschlandbesuch 2011 unterstreichen die enge Verbundenheit Benedikts zu seiner Heimat. Vor allem seine Ansprachen 2011 im Deutschen Bundestag und im Freiburger Konzerthaus hinterlassen Spuren in Politik und Kirche in Deutschland.

Ministerpräsident Wüst: „Für den Mut und die Weisheit, die ihn bewegten, sein Pontifikat zu beenden und somit den Weg für Neues zu öffnen, hat Benedikt XVI. weltweit Anerkennung erfahren. Entgegen aller theoretischen Diskussionen um rechtliche Regelungen für einen altersbedingten Amtsverzicht nach den letzten Amtsjahren von Johannes Paul II. hat er ganz einfach einen praktischen Weg zum Rückzug aus dem Pontifikat eröffnet, der in der Zukunft noch enorme Bedeutung für die Kirche entfalten wird. Das kirchliche und theologische Erbe von Joseph Ratzinger ist historisch. Nicht nur die Katholiken in Deutschland und in der Welt, sondern auch das Land Nordrhein-Westfalen trauert um Papst Benedikt XVI.“

Benedikt XVI., der mit bürgerlichem Namen Joseph Aloisius Ratzinger heißt, wurde 1927 in der oberbayerischen Gemeinde Marktl geboren. Schon als Kind ministrierte er in der Kirche, bevor er im Alter von 12 Jahren seine Ausbildung am erzbischöflichen Studienseminar St. Michael in Traunstein begann. 1941 wurde Joseph Ratzinger zwangsweise in die Hitlerjugend aufgenommen. Später wurde er in der Abwehr gegen Luftangriffe in München eingesetzt, wo er parallel das Gymnasium besuchte. Später studierte Ratzinger in Freising und München katholische Theologie und Philosophie. Nach Promotion und Habilitation hatte er theologische Lehrstühle in Freising, Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg inne. 1977 wurde er von Papst Paul VI. zum Erzbischof von München und Freising ernannt. Von 1981 an war er im Amt des Präfekten der Römischen Glaubenskongregation und damit einer der engsten Mitarbeiter von Papst Johannes Paul II. Am 19. April 2005 wurde er zu dessen Nachfolger gewählt und nahm den Namen Benedikt XVI. an. Die Erklärung seines Rücktritts am 11. Februar 2013 bewegte viele Gläubige und Kircheninteressierte auf der ganzen Welt. Noch nie zuvor war ein Papst aufgrund seines fortgeschrittenen Alters und schwindender Kraft zurückgetreten.

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Reform der öffentlichen Vergabe – Start der öffentlichen Konsultation

Region/Berlin – Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat gestern die Konsultation der Öffentlichkeit zur avisierten Transformation des Vergaberechts begonnen. Die Konsultation erfolgt in Umsetzung eines zentralen Vorhabens des Koalitionsvertrages: Die Vereinfachung, Professionalisierung, Digitalisierung und Beschleunigung der öffentlichen Vergabeverfahren. Die öffentliche Beschaffung soll dabei wirtschaftlich, sozial, ökologisch und innovativ ausgerichtet und die Verbindlichkeit gestärkt werden, ohne die Rechtssicherheit von Vergabeentscheidungen zu gefährden oder die Zugangshürden für den Mittelstand zu erhöhen. Weitere Vorhaben in diesem Kontext betreffen u.a. schnelle Entscheidungen bei der öffentlichen Hand und Mindestquoten für klimafreundliche Produkte.

Betroffenen Organisationen, Unternehmen und Verbänden sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern wird im Rahmen des öffentlichen Konsultationsverfahrens die Möglichkeit gegeben, ihre Einschätzungen und Ideen zur Vergabetransformation frühzeitig, transparent und bürokratiearm als Antworten auf die in fünf Aktionsfeldern aufgeworfenen Fragen bis zum 14. Februar 2023 an das Postfach vergabetransformation@bmwk.bund.de zu übermitteln. Ebenso sind die öffentlichen Auftraggeber, Sektorenauftraggeber und Konzessionsgeber als wesentliche Stakeholder im Vergabeverfahren dazu eingeladen, ihre Ideen und Vorschläge zu den Fragekomplexen einzubringen.

Die eingereichten Antworten fließen sodann in die Vorbereitung von Stakeholder-Fachgesprächen sowie die Erarbeitung eines Gesetzesentwurfs durch das federführende Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ein. Die Stakeholder können so dazu beitragen, dass der Gesetzeszweck effektiv erreicht und den Bedürfnissen der Praxis hinreichend Rechnung getragen wird.

Weitere Details zur Konsultation sowie den Fragebogen erhalten Sie hier .

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Mechernich-Stiftung freut sich über karnevalistische Spende

Mechernich – Spaß gehabt für den guten Zweck – Es wurde geschunkelt, gelacht und getanzt – und das alles für einen guten Zweck. Denn der Erlös der vierten Mechernicher Kneipensitzung ging erneut an die Mechernich-Stiftung. Deren Vorsitzender Ralf Claßen konnte sich jetzt über einen Spendenscheck in Höhe von 1300 Euro freuen. „Was gibt es Schöneres, als zu feiern und Spaß zu haben für einen guten Zweck“, sagte Ralf Claßen über die vierte Auflage dieser gemütlichen Kneipensitzung im Restaurant Magu, bei der die Künstler alle auf ihre Gage verzichten.

Die Besucher schunkelten, lachten und hatten viel Spaß dabei Gutes zu tun. Denn der Kneipensitzung geht alljährlich an die Mechernich-Stiftung. Foto: privat/pp/Agentur ProfiPress

Bereits im Vorfeld hatten die Organisatoren Hans-Dieter Hahn-Möseler und Rainer Krewinkel, alias Botz und Bötzje, angekündigt, wieder eine Sitzung der Extraklasse auf die Beine zu stellen. So konnte sich das Programm auch dieses Mal wieder mehr als sehen lassen. Den Einmarsch bestritten wie jedes Jahr die Eifellandfunken Schönau-Mutscheid und sorgten schon zu Anfang für Stimmung.

Danke für das Engagement: Die Vorstände der Mechernich-Stiftung, Ralf Claßen und Rita Gerdemann, bedankten sich bei den Organisatoren der Sitzung, Hans-Dieter Hahn-Möseler (r.) und Rainer Krewinkel. Foto: privat/pp/Agentur ProfiPress

Willi & Ernst, die Rentner aus Leidenschaft, kamen als Eisbrecher und brachten mit Ihrem Zwiegespräch den Saal zum Kochen. Peter Kerscher mit seiner Kuh Dolli, Ne Bonte Pitter (Edgar Anders) sowie die Huusmester vum Bundesdaag (Frank Fander und Axel Foppen) begeisterten ebenfalls mit ihren jecken Vorträgen.

Gemütliche Atmosphäre

Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Boore, die Flöhe der Großen Allgemeinen Karnevalsgesellschaft von 1900 Köln e.V., die Prinzengarde Mechernich und die Mini Marille (Werner Beyer).

Eine Besonderheit der Kneipensitzung im Magu ist die gemütliche Atmosphäre und die besondere Nähe zum Publikum. Denn es gibt keine Bühne, sondern nur eine kleine Freifläche für die Auftritte. Die Tanzgruppen Kölsch Hänneschen und Kammerkätzchen & Kammerdiener haben daher sprichwörtlich auf einer Briefmarke getanzt – und wie. Während ein Teil tanzte, reihte sich die restliche Truppe einfach in die Tischreihen des Publikums ein und sorgte dort für beste Stimmung. Den Abschluss dieser wieder mal gelungenen Veranstaltung bildeten die Musikgruppe Kappes & Co.

„Wir freuen uns schon jetzt auf die 5. Mechernicher Kneipensitzung“, stellt Ralf Claßen, der Vorsitzende der Mechernich-Stiftung, fest. Die fünfte Auflage findet am Freitag, 3. November 2023, statt. Karten im Vorverkauf gibt es ausschließlich per Mail an buero.botzunboetzje@t.online.de oder über das Kontaktformular auf der Internetseite www.botzunbötzje.de .

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Sportminister-Konferenz – Ebling zieht Vorsitz-Bilanz – Sport in Krisenzeiten kräftig unterstützt

Region/Mainz – Mit Ablauf des Jahres 2022 endet der zweijährige Vorsitz der Sportministerkonferenz (SMK) des Landes Rheinland-Pfalz. Der Staffelstab geht dann vom rheinland-pfälzischen Sportminister Michael Ebling auf den bayerischen Sportminister Joachim Hermann über. Ebling sieht nach der zweijährigen Vorsitz-Periode von Rheinland-Pfalz Fortschritte bei zentralen Zukunftsfragen in Krisenzeiten.

„In den zurückliegenden zwei Jahren haben massive Krisen den Sport belastet – zunächst die Corona-Einschränkungen, dann die steigenden Energiepreise. Die Sportministerkonferenz konnte unter Vorsitz des Landes Rheinland-Pfalz den Sport in dieser schwierigen Phase eng begleiten und seine Interessen wirkungsvoll vertreten“, sagte der scheidende SMK-Vorsitzende Michael Ebling.

„Nach Corona haben wir die Bedeutung des Sports erfolgreich weiter ins Zentrum der politischen Debatte gerückt. Gemeinsam mit den Sportverbänden und ihren ‚Comeback“-Kampagnen konnten wir den Grundstein dafür legen, dass die Menschen nach der Pandemie wieder als Mitglieder in die Sportvereine zurückkehren. Auch angesichts der drohenden Energiekrise ist die SMK heute eine starke Partnerin des Sports: Wir haben uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass von den Energiehilfen der Bundesregierung, von Gas- und Strompreisbremse, ausdrücklich auch die Vereine profitieren“, so Ebling. Das nehme den Vereinen eine erhebliche Last von den Schultern.

Neben der akuten Krisenbewältigung seien auch langfristige Sportprojekte wie die Spitzensportförderung, die Hilfe für Betroffene von sexueller, physischer und psychischer Gewalt im Sport und die Verankerung von Sport als politische Querschnittsaufgabe erfolgreich vorangebracht worden, resümiert der SMK-Vorsitzende Ebling.

„Meinem bayerischen Nachfolger an der SMK-Spitze, Joachim Hermann, wünsche ich eine glückliche Hand für eine erfolgreiche Amtszeit im Sinne des Sports. Rheinland-Pfalz sagt ‚Schee war‘s!‘, für Bayern heißt es jetzt ‚Pack ma‘s!‘“, so Michael Ebling.