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Gold, Silber, Bronze – Dürener Landrat zeichnet die Gewinner bei „Unser Dorf hat Zukunft“ aus

Düren – Die Gewinner des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Kreisebene stehen fest. Landrat Wolfgang Spelthahn hat gemeinsam mit Dezernentin Susanne Dettlaff die Sieger bei der Abschlussfeier im Bismarck Quartier in Düren geehrt. Von den 13 teilnehmenden Ortschaften holten vier die Gold-Auszeichnung: Binsfeld (Gemeinde Nörvenich), Ederen (Stadt Linnich), Blens und Vlatten (beide Stadt Heimbach). Die Fachjury vergab die meisten Punkte an den Ort Vlatten, der somit im kommenden Jahr am Landeswettbewerb teilnehmen darf.

Bewertet wurden unter anderem die Bereiche: Entwicklung von Zielen und Konzepten, Soziales Engagement, Natur und Umwelt und der Gesamteindruck. Alle Golddörfer erhalten 1000 Euro, für Silber und Bronze gibt es 500 beziehungsweise 300 Euro.

„Ihre Dörfer zeigen, wie wichtig der Zusammenhalt und wie lebens- und liebenswert unsere Heimat ist. Jeder setzt sich für jeden ein und das macht das Leben im Dorf so besonders. Auch im Rahmen unserer Wachstumsoffensive ist das von hoher Bedeutung“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Ziel des Kreis Dürener Wachstumskurses ist es, bald 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner zu zählen. Attraktive Lebensbedingungen seien entscheidend, um Neubürgerinnen und Neubürger zu gewinnen, so der Landrat. Aktuell leben rund 282.000 Menschen im Kreisgebiet.

Beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, an dem der Kreis Düren seit 1975 regelmäßig teilnimmt, steht die Verbesserung der Zukunftsperspektiven in den Dörfern, die Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum und die Stärkung der regionalen Identität im Mittelpunkt. Die Dörfer haben sich im Sommer einer Fachjury präsentiert. Die Bewertungskommission besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden, des Kreises sowie der LEADER-Region Eifel. Bevor die Dörfer ausgezeichnet wurden, dankte Landrat Wolfgang Spelthahn der Jury für ihren Einsatz.

Die zwei neuen Bronzedörfer im Kreis Düren sind: Kofferen (Stadt Linnich) und Geich (Gemeinde Langerwehe).

Frauwüllesheim (Gemeinde Nörvenich), Schlich (Gemeinde Langerwehe), Berzbuir (Stadt Düren), Pingsheim und Wissersheim (beide Gemeinde Nörvenich) sowie Girbelsrath und Morschenich (beide Gemeinde Merzenich) sind die Silberdörfer.

Besonders herausragende Projekte mit „Best Practice Charakter“ wurden zusätzlich mit Sonderpreisen ausgezeichnet. Morschenich erhielt diese Auszeichnung unter anderem für das Engagement bei der Umsiedlung, Girbelsrath für die Initiative der Dorfwerkstatt, gelebter Umweltschutz brachte Binsfeld die Auszeichnung, Pingsheim engagiert sich besonders in der Jugendarbeit und Wissersheim setzt sich stark für die Integration von Geflüchteten ein.

Auch die Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH hat (vier) Sonderpreis vergeben an Kofferen, Ederen, Geich und Schlich. Im nächsten Jahr wird Vlatten als Kreissieger in den Wettbewerb auf Landesebene gehen, 2026 wird dann der Bundeswettbewerb ausgetragen. Musikalisch wurde die Feier von „The Trio with 3 People“ begleitet.

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Seit 40 Jahren engagiert Karin Fust sich ehrenamtlich und wird dafür nun am 10. September mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet

Münstermaifeld – Engagiert für Kinder und Jugendliche – Karin Fust aus Münstermaifeld erhält Bundesverdienstkreuz – Seit sie 15 Jahre alt ist, engagiert sich Karin Fust aus Münstermaifeld ehrenamtlich. Vor allem Kinder und Jugendliche liegen ihr am Herzen. Für ihr jahrzehntelanges Engagement erhält die 54-Jährige am Dienstag, 10. September in Berlin das Verdienstkreuz am Bande. Der Orden, umgangssprachlich auch als Bundesverdienstkreuz bezeichnet, ist die höchste Anerkennung der Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl. Er wird für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen.

Als Jugendliche hat Karin Fust 1985 zum ersten Mal ein Ehrenamt bekleidet und zwar innerhalb der Katholischen Jugend (KaJu) in ihrem Heimatort. „Wir waren eine tolle Gruppe, und es hat Spaß gemacht, Aktionen oder auch Ferienfreizeiten für Kinder zu organisieren“, erklärt sie den Start ihres Engagements. Zwei Jahre später ist sie zusätzlich Mitglied eines kirchlichen Gremiums – was damals, wie heute im Alter von 17 Jahren eher ungewöhnlich ist. „Ich wollte unsere Anliegen dort vertreten“, betont Fust die damalige Entscheidung, sich für den Pfarrgemeinderat aufzustellen. Dort und in weiteren kirchlichen Räten hat sie sich, teilweise auch als Vorsitzende, bis 2014 eingebracht und nie die Themen der Kinder und Jugendlichen aus den Augen verloren.

Neben ihrem Einsatz in den Gremien hat sie die Pfarrbücherei geleitet, war Teil des Familiengottesdienstkreises und der Arbeitsgruppe gegen sexualisierte Gewalt auf der Ebene des Pastoralen Raums Maifeld-Untermosel; sie ist Lektorin und Kommunionspenderin, engagiert in der Firmvorbereitung oder auch bei der Sternsingeraktion sowie Gründerin des Sachausschusses „Kinder und Jugend“, wo sie gemeinsam mit weiteren Ehrenamtlichen unter anderem Ferienfreizeiten oder Bastelaktionen organisiert hat. Dadurch ist sie auch 2014 auf die Flüchtlingsarbeit aufmerksam geworden. „Da hat sich ein persönlicher Kontakt zu geflüchteten Familien ergeben“, berichtet Fust. Seitdem widmet sie ihre Freizeit der Hilfe von zugezogenen Personen auf dem Maifeld. „Das nimmt viel Zeit in Anspruch, da geht nicht viel nebenher.“ Mit weiteren Ehrenamtlichen organisiert sie unter anderem Begegnungscafés und Einzelfallhilfen. Etwa 100 Familien betreuen sie gemeinsam, schätzt Fust. „Wir sind ansprechbar für Papierkram, Schule und Kindergarten und Familiennachzug.“

Unterstützt wird die Gruppe von der Caritas, beispielsweise bei der Asyl- und Verfahrensberatung. Das größte Problem der Familien sei, wie bei vielen anderen Menschen auch, die ärztliche Versorgung, „insbesondere bei den Kinderärzten gibt es ein großes Defizit.“ Trotz diverser Herausforderungen bleibt Fust am Ball: „Mir ist es wichtig, dass die Kinder hier einen guten Start bekommen.“ Die Auszeichnung in Berlin sei ihr hingegen nicht so wichtig. „Denn diese bringt mir keine Erleichterung bei meiner Arbeit“, mahnt sie an. Vielleicht ergibt sich in der Hauptstadt ja eine Gelegenheit, mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern über die Hürden und Probleme ihres Engagements zu sprechen.

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Erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 für Lotto Rheinland-Pfalz – Gesamtumsatz von knapp 418 Millionen Euro

Region/Koblenz – Lotto Rheinland-Pfalz hat das Geschäftsjahr 2023 erfolgreich abgeschlossen und trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine solide Bilanz vorgelegt. Das Unternehmen erzielte einen Gesamtumsatz von knapp 418 Millionen Euro, was einer Steigerung von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Jahresüberschuss beträgt knapp 691.000 Euro, der Bilanzgewinn aus Jahresüberschuss und Gewinnvortrag liegt bei knapp 1,2 Millionen Euro. Zudem wurden etwa 200 Millionen Euro an Gewinnen ausgeschüttet und rund 153 Millionen Euro für das Gemeinwohl erwirtschaftet.

Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner kommentierte das stabile Ergebnis auf der Bilanz-Pressekonferenz zufrieden: „Trotz gesellschaftspolitisch nicht einfacher Umstände mit Energiekrise und hoher Inflation haben wir erneut gute Zahlen vorgelegt. Lotto Rheinland-Pfalz bleibt weiterhin krisenfest,
verlässlich und stabil. So kann es weitergehen.“

Bedeutende Unterstützung für das Gemeinwohl

„Die angebotenen Lotterien dienen dem gesetzlichen Kanalisierungsauftrag, um den Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete Bahnen zu lenken. Spieler- und Jugendschutz stehen dabei immer an erster Stelle. Zugleich konnte erneut ein großer Beitrag zum Gemeinwohl geleistet werden“, betonte Dr. Stephan Weinberg, Staatssekretär im Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz und Lotto-Aufsichtsratsvorsitzender. Aus den Steuern und Einnahmen aus der Veranstaltung der staatlichen Lotterien flossen rund 148 Millionen Euro in den Landeshaushalt. Zusammen mit den Ausschüttungen an die Destinatäre der GlücksSpirale und der Umweltlotterie BINGO! in Höhe von 4,8 Millionen Euro wird das Gemeinwohl täglich mit rund 419.000 Euro aus den Lotterieeinnahmen unterstützt.

Daneben konnte Lotto Rheinland-Pfalz auch zahlreiche Menschen in Rheinland-Pfalz glücklich machen. Knapp 200 Millionen Euro wurden an die Gewinnerinnen und Gewinner ausgeschüttet. Es gab 58 Gewinne über 100.000 Euro, acht weitere sogar über der Millionengrenze. Den größten Geldbetrag sicherte sich ein Lottospieler aus Pfalz im November mit rund 9,9 Millionen Euro in der Lotterie Lotto 6aus49.

Plus und Minus halten sich die Waage

Der Dauerbrenner Lotto 6aus49 musste mit einem leichten Minus von knapp zwei Prozent auf rund 187 Millionen Euro zwar der angespannten Wirtschaftslage etwas Tribut zollen. „In Zeiten, in denen die Kosten für die Energie und Lebenshaltung signifikant gestiegen sind, sparen unsere treuen Kunden sich auch das eine oder andere Lottokästchen“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Häfner den moderaten Rückgang.

Diese Rückgänge konnten aber durch die Lotterie Eurojackpot mit einem Plus von über neun Prozent auf einen Gesamtumsatz von knapp 102 Millionen Euro im Wesentlichen kompensiert werden. Die Gründe dafür liegen zum einen in der Einführung einer zweiten Ziehung am Dienstagabend, zum anderen in einigen Jackpotphasen mit dem möglichen Maximalgewinn von 120 Millionen Euro.

Die Soziallotterie GlücksSpirale konnte ihren Umsatz mit rund 13,6 Millionen Euro in etwa halten, ähnlich wie die Zusatzlotterie Die Sieger-Chance mit 2,4 Millionen Euro. Die Umweltlotterie BINGO! verzeichnete dagegen ein Umsatzplus von rund 20 Prozent auf rund 3,7 Millionen Euro. Diese drei Lotterien erzielten insgesamt einen Betrag von über 4,8 Millionen Euro, der direkt an die Mittelempfänger, die sogenannten Destinatäre, abgeführt wurde. Deshalb waren auch hier nicht nur die Spielteilnehmerinnen und Spiel-teilnehmer die Gewinner, sondern auch viele Organisationen des Gemeinwohls in Rheinland-Pfalz.

Die Destinatäre der Lotterien GlücksSpirale und der Sieger-Chance sind neben den Vertretern aus dem Sport (Deutscher Olympischer Sportbund, Stiftung Deutsche Sporthilfe, Landessportbund Rheinland-Pfalz und Stiftung Sporthilfe Rheinland-Pfalz) die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz und der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz. Bei der Lotterie BINGO! profitiert neben der Stiftung Natur und Umwelt noch das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk (ELAN).

Vertrieb in den Annahmestellen und im Internet

„Die größte Säule mit rund 74 Prozent des Gesamtumsatzes sind und bleiben die rund 900 LOTTO-Annahmestellen“, betont der Geschäftsführer: „Damit unsere Annahme-stellen zukunftssicher und für unsere Kundinnen und Kunden attraktiv bleiben, haben wir insbesondere die Digitalisierung vor Ort weiter vorangetrieben und sorgen mit elektronischen Kundenkommunikationssystemen und neuen schnellen Internetleitungen für einen noch besseren Service.“ Der aufsteigende Trend im Internetangebot wurde im Jahr 2023 bei Lotto Rheinland-Pfalz erneut fortgesetzt. Knapp 45 Millionen Euro wurden über die Internetseite www.lotto-rlp.de generiert – ein Plus von rund acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mehr als 133.000 Kunden haben sich inzwischen bei Lotto Rheinland-Pfalz für das Spielen im Internet registriert.

Lotto Rheinland-Pfalz bereitet sich weiter auf die Zukunft vor. Als „eine unserer zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre“ bezeichnet Häfner, „das Annahmestellennetz und das Internet-Angebot so aufeinander abzustimmen, dass alle zum Spiel entschlossenen Menschen alternativ wählen können, welchen Vertriebskanal sie in Anspruch nehmen möchten“.

Dank der Geschäftsführung

Einen großen Dank richtet Häfner an die Gremien des Unternehmens: „Mit dem Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg und seinen beiden Stellvertretern Walter Desch und Magnus Schneider sowie der Gesellschafterversammlung unter dem Vorsitz von Rudolf Storck haben wir auch im vergangenen Jahr zum Wohle des Unternehmens stets konstruktiv und vertrauensvoll zusammengearbeitet.“

Auch den aktuell rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Koblenzer Lotto-Zentrale und den Bezirksdirektionen zollt der Geschäftsführer ein Lob, ebenso wie den etwa 6.300 Beschäftigten in den rund 900 Lotto-Annahme-stellen im Land. „Wir alle werden gemeinsam dafür sorgen, dass Lotto Rheinland-Pfalz auch künftig ein verlässlicher Partner des Sports, Förderer der Kultur und Unterstützer von sozialen Initiativen und von Klimaschutzprojekten bleibt“, sagt der Geschäftsführer.

Der Klassiker wird 70 Jahre jung

Der Blick nach vorne bleibt zuversichtlich: „Wir wissen, dass die allgemeinen Rahmenbedingungen schwierig bleiben. Daher haben wir für das Geschäftsjahr 2024 zwar zurückhaltend geplant“, erklärt Häfner. Grundsätzlich sind die Zahlen im laufenden Jahr nicht nur stabil geblieben, sondern weisen sogar einen leichten Trend nach oben auf.

„Im Jahr 2025 feiern wir zudem ein besonderes Jubiläum“, kündigt Jürgen Häfner an: „Die älteste und beliebtes Lotterie Deutschlands, das LOTTO 6aus49, wird 70 Jahre jung. Wir haben unseren Klassiker erst im vergangenen Jahr durch einen neuen Gewinnplan zukunftssicher gemacht und werden ihn im kommenden Jahr gebührend feiern.“

Lotto Rheinland-Pfalz blickt insgesamt optimistisch in die Zukunft und wird weiterhin ein verlässlicher Partner für Rheinland-Pfalz sein. „Wir sind gut aufgestellt und werden auch in Zukunft einen bedeutenden Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in unserem Bundesland leisten“, bekräftigt Häfner.

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Urgestein aus Grauwacke für ein Eifeler Urgestein

Mechernich – Grauwacke für ein Urgestein – Rheinisches Freilichtmuseum Kommern setzt dem verstorbenen Geobotaniker und Eifel-Aktivisten Prof. Dr. Wolfgang Schumacher aus Antweiler ein Denkmal – „Urgestein aus Grauwacke für ein Eifeler Urgestein“ titelt der Schleidener und Euskirchener „WochenSpiegel“ in seiner ersten Septemberausgabe 2024 über ein im Freilichtmuseum Kommern geplantes Denkmal für Wolfgang Schumacher.

Der Geobotaniker, Universitätsprofessor und ausgewiesene Eifelkenner und Förderer des Landstrichs war am 29. Oktober vergangenen Jahres verstorben. Er hinterließ Ehefrau Rita, mit der er seit 1968 verheiratet war, seine Söhne Bernd und Dirk, deren Ehefrauen Angela und Tanja, und die drei Enkeltöchter Franziska, Johanna und Christina, auf die er besonders stolz war. Die Familie war im Hospiz um ihn und bei ihm.

Professor Dr. Wolfgang Schumacher war Erfinder des Vertragsnaturschutzes, Berater der NRW-Landesregierung und der Unterstützer vieler Naturschutz- und Kulturprojekte. „Es gibt wohl kaum jemanden, der das Bewusstsein für den Erhalt von seltener Flora und Fauna in der Eifel so geschärft und geprägt hat wie der Geobotaniker aus Antweiler“, schreibt der Redakteur Michael Nielen im „WochenSpiegel“.

Dem Museum eng verbunden

Der NRW-Stiftung war es nach Auskunft von Ralf Sawatzki ein Anliegen, dem großen Naturschützer ein Denkmal zu setzen. Und der Ort, an dem das Denkmal entstehen soll, war auch schnell gefunden, so der frühere Arbeitsamtschef und jetzige Botschafter der NRW-Stiftung: „Dem LVR-Freilichtmuseum Kommern war Wolfgang Schumacher immer sehr verbunden.“

Museumschef Dr. Carsten Vorwig ist es eine Ehre, dass der Gedenkstein im Museum bearbeitet und aufgestellt werden soll. Bei einem Pressetermin erinnerte sich Vorwig an eine Untersuchung über die Artenvielfalt im Museumsgelände, die Schumacher vor langen Jahren durchgeführt hatte: „Wir haben vor kurzem noch einmal schauen und zählen lassen und waren erstaunt, dass alle Arten noch da sind.“ Das Rheinische Freilichtmuseum scheine mithin ein guter Platz für die Flora zu sein.

„Das Rohmaterial für Schumachers Gedenkstein ist Grauwacke aus dem Ahrtal bei Schuld. Das Urgestein wiegt rund zwei Tonnen – und passt genau zu dem Mann, an den er erinnern soll“, so Michael Nielen. Wo der Stein seinen endgültigen Platz erhalten soll, wurde noch nicht verraten. Einstweilen liegt er neben der Werkstatt der Museums-Steinmetzin Ulrike Glaubitz in der Baugruppe „Bergisches Land“.

„Wagges“ mit Ecken und Kanten

Ralf Sawatzki sagte über die Auffindung des Findlings im Ahrtal: „Als ich den Stein mit seinen Ecken, Kanten, aber auch glatten Flächen sah, wusste ich, das ist Wolfgang…“ Er war mehr als 17 Jahre Vizepräsident der NRW-Stiftung. Auch Rita Schumacher, die Witwe des Professors, war angetan: „Es ist schön, dass auf diese Weise an meinen Mann erinnert wird.“ Steinmetz-Meisterin Ulrike Glaubitz sah es ähnlich: „Das Symbol vom »Fels in der Brandung« passt sehr gut zu Wolfgang Schumacher und seinen Einsatz für Natur und Nachhaltigkeit.“

Die Inschrift soll in der römischen Schriftart „capitalis monumentalis“ gemeißelt werden. Sie zeichne sich durch einen schönen Schattenwurf aus. Ob man zusätzlich eine spezielle Farbe aufbringen werde, um die Lesbarkeit der Inschrift bei Nässe zu garantierten, sei offen. Die Besucher des Freilichtmuseums können der Steinmetzin an den nächsten zwei Sonntagen während der Öffnungszeiten des Museums bei der Arbeit zusehen.

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#team wittlichland unterstützt Maxi Stolz bei den Paralympics in Paris

Wittlich – Am vergangenen Wochenende machte sich ein Teil des #teamwittlichland auf den Weg nach Paris, um ein besonderes Ereignis mitzuerleben: Maximilian Stolz aus Eckfeld, ein geschätzter Kollege und Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft im Rollstuhl-Rugby, trat bei den Paralympics an. Unter dem Motto „MAXImal STOLZ“ haben ihn Kolleginnen und Kollegen sowie seine Familie vor Ort überrascht und lautstark unterstützt.

Maximilian Stolz ( Mi. ) zeigte sich überwältigt von der Unterstützung.

In spannenden Spielen gegen die Mannschaften aus Japan, Kanada und den USA verwandelten sie die Arena Champ-de-Mars, direkt am Eiffelturm gelegen, in eine stimmungsvolle Kulisse und sorgten für eine mitreißende Atmosphäre. Der Support aus Wittlich-Land war nicht zu übersehen und zeigte einmal mehr den starken Zusammenhalt im Team.

Ein Teil des Teams um Bürgermeister Manuel Follmann konnte aufgrund eines ausgefallenen Zuges leider nicht nach Paris reisen. Doch der Enthusiasmus ließ sich davon nicht bremsen: Stattdessen feuerten sie die Nationalmannschaft aus dem Büro des Bürgermeisters an, und die Stimmung war auch dort großartig.

Maximilian Stolz zeigte sich überwältigt von der Unterstützung seiner Kolleginnen und Kollegen. „Es bedeutet mir unglaublich viel, dass ihr alle hinter mir steht und mich so großartig unterstützt. Danke an jeden Einzelnen von euch!“, so Maxi nach den Spielen.

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Zum 250-jährigen Bestehen von Schloss Dreis – Bischof Ackermann feiert Jubiläum mit Dreisern

Dreis/Wittlich/Trier – Die Familie der Grafen von Walderdorff und die Ortsgemeinde Dreis im Kreis Bernkastel-Wittlich haben am 1. September gemeinsam das 250-jährige Bestehen von Schloss Dreis gefeiert. Eröffnet wurde das Fest mit einem Gottesdienst mit Bischof Dr. Stephan Ackermann in der St.-Martin-Kirche in direkter Nachbarschaft zum Schloss.

Wie die Gesetze, die Gott dem Volk Israel gegeben habe, so eröffneten auch Gebäude wie das Schloss Lebensräume, in denen man sich frei bewegen und sicher leben könne, sagte der Bischof in seiner Predigt. Er blickte dabei auf die Lesung des Sonntags aus dem Buch Deuteronomium, in dem Israel voller Stolz auf die von Gott erhaltenen Gebote schaue. Für das Volk gelte es nun, so der Bischof, nach der Befreiung aus der Sklaverei das Gesetz als „Leitplanken“ für ein gutes Zusammenleben in Freiheit und Gerechtigkeit zu bewahren – „mit Gott als Fixpunkt“. Er zog einen Vergleich zum Grundgesetz, das sich das deutsche Volk vor 75 Jahren „im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen“ gegeben habe.

Aber auch das beste Gesetz könne pervertiert werden, wenn es nur um seiner selbst und nicht um der Menschen Willen bestehe, sagte Ackermann. Er bezog sich auf den Lesungstext aus dem Tagesevangelium nach Markus, in dem es im Gespräch zwischen Jesus und den Schriftgelehrten um den eigentlichen Sinn von Gesetzesvorschriften geht. Sie müssten am Menschen orientiert und stets lebensförderlich sein, betonte der Bischof. Und darin seien sie auch ein Bild für ein 250 Jahre altes Gebäude, das ein „wichtiger Bezugspunkt für den Ort“ sei. Es müsse stets auf seinen lebensdienlichen Zweck für seine Bewohnerinnen und Bewohner überprüft werden. Beides, das Gesetz wie das Gebäude, sollten ein Haus sein, „das uns hilft, einander Raum geben und in Würde miteinander zu leben“, sagte Ackermann.

Im Anschluss an den Gottesdienst, den ein Projektchor aus Dreis unter der Leitung von Michael Burg musikalisch gestaltete, fand im Schlossgarten ein Jubiläumsfest statt. In Grußworten ging unter anderen Georg Graf von Walderdorff, der das Anwesen mit seiner Frau Marina und den Kindern seit dem Jahr 2008 bewohnt, auf die Geschichte des Schlosses ein, die stets eng mit dem Ort verbunden gewesen sei. Die barocke Anlage war im Jahr 1774 von den Äbten von Echternach als Sommerresidenz erbaut worden. 1837 erwarb der Beamte und Politiker Justin von Linde das Gut Dreis und bewohnte es. Durch die Heirat einer Enkelin von Linde wechselte der Besitz Mitte der 1890er Jahre in die Familie der Grafen von Walderdorff. Bedeutendster Vertreter der Westerwälder Adelsfamilie war Johann Philipp von Walderdorff, der von 1756 bis 1768 Erzbischof und Kurfürst von Trier war. Der heutige Hausherr Georg Graf von Walderdorff ist Diözesanleiter der Malteser im Bistum Trier, die mit zahlreichen Vertretern und unter anderem mit einem Essensangebot die Veranstaltung unterstützten.

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Großes Willkommen im Fußballstadion für 1.700 Nachwuchskräfte der Finanzverwaltung NRW

Region/Düsseldorf – Wo sonst die schwarz-gelbe Wand den BVB bejubelt, wurden am gestrigen Dienstag, 03. September 2024 Fanschals und Fahnen mit dem Landeswappen geschwenkt – Ministerpräsident Hendrik Wüst und Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk begrüßen die künftigen Steuerprofis des Landes beim Welcome Day im Signal-Iduna-Park

Mit einem großen Welcome Day im Dortmunder Signal-Iduna-Park hat die Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen rund 1.700 Nachwuchskräfte in ihren Reihen begrüßt. Die meisten von ihnen starten jetzt in ihre Ausbildung oder ihr duales Studium als angehende Steuerprofis. Ministerpräsident Hendrik Wüst und Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk hießen sie persönlich im Dienst willkommen. Und: Mit Roman Weidenfeller war auch ein hochkarätiger ehemaliger Profifußballer des BVB als Gastgeber des Events anwesend.

„Corona-Pandemie, Energiekrise, Inflation – die vergangenen Jahre haben uns vor Augen geführt, wie wichtig ein handlungsfähiger Staat für die gesellschaftliche Stabilität ist. Und ein handlungsfähiger Staat braucht einen starken öffentlichen Dienst“, so Ministerpräsident Hendrik Wüst. „Die Beschäftigten der Finanzverwaltung arbeiten meist im Hintergrund, aber umso wichtiger sind sie. Denn sie sichern das finanzielle Fundament unseres Landes und sorgen dafür, dass Nordrhein-Westfalen seine wichtigen Aufgaben – von der Sicherheit über Bildung bis hin zum Klimaschutz – erfüllen kann. Ich habe hohe Achtung vor den vielen jungen Menschen, die sich für diese verantwortungsvolle Aufgabe entscheiden. Sie machen unser Land zukunftsfähig.“

Bei der Premiere des Welcome Day in Dortmund gehe es eben genau darum, die Bedeutung der Finanzverwaltung sichtbar zu machen und dem Nachwuchs besondere Wertschätzung zu zeigen, betont Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk. „Wir modernisieren und digitalisieren unsere Steuerverwaltung mit Hochdruck, wir werden schneller und bürgerfreundlicher – und wir heften uns konsequent an die Fersen professioneller Betrüger, die unsere Gemeinschaft um Milliarden bringen“, erklärt er. „Für diese großen Weichenstellungen und vielfältigen Aufgaben brauchen wir fitte, motivierte Verstärkung. Unsere Anwärterinnen und Anwärter heute sind für mich deshalb die beste Fankurve überhaupt.“

900 der Anwärterinnen und Anwärter starten jetzt in ihr dreijähriges duales Studium an der Hochschule für Finanzen mit Hauptsitz im historischen Wasserschloss von Nordkirchen. Mehr als 600 junge Frauen und Männer beginnen die zweijährige duale Ausbildung. Zudem nahmen weitere Nachwuchskräfte des Landesamtes für Finanzen, des Rechenzentrums, des Landesamtes für Besoldung und Versorgung sowie des Bundeszentralamts für Steuern teil. Nach ihrem Abschluss haben sie vielfältige Entwicklungsperspektiven in einem der mehr als 100 Finanzämter im Land, bei der Betriebsprüfung im Außendienst, der Steuerfahndung, im Ministerium der Finanzen, bei IT-Projekten, in der Lehre oder bei einer der vielen weiteren Dienststellen der Finanzverwaltung.

Auch im kommenden Jahr geht die Ausbildungsoffensive der Finanzverwaltung weiter. Das Bewerbungsportal für den Studien- und Ausbildungsstart im September 2025 ist bereits geöffnet. Mehr Informationen auf die-zukunft-steuern.nrw.

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Zwei neue Mitglieder im Direktorium der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen e. V.

Aachen – Die Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen e. V. begrüßt zwei neue Mitglieder im Direktorium: Prof. Dr. Astrid Lambrecht, Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Jülich, und Isabel Pfeiffer-Poensgen, ehemalige Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie derzeitige Geschäftsführerin der Carl Friedrich von Siemens Stiftung.

Astrid Lambrecht leitet als Vorstandsvorsitzende das Forschungszentrum Jülich, eine der größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen Europas mit Mitarbeitenden aus 114 Nationen. Ihre beeindruckende wissenschaftliche Karriere umfasst führende Positionen im Geschäftsbereich Physik beim Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Frankreich und internationale Anerkennung durch zahlreiche Auszeichnungen. Sie ist zudem Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Über ihre Mitgliedschaft im Karlspreisdirektorium sagt Lambrecht: „Ich freue mich sehr, im Direktorium des Internationalen Karlspreises mitzuwirken. Als überzeugte Europäerin möchte ich gerne meine vielfältigen Erfahrungen in der Wissenschaft, aber auch im täglichen Leben in Europa in die Direktoriumsarbeit einbringen. Es ist mir ein großes Anliegen, die europäischen Werte zu stärken und eine Brücke vor allem zu jungen Menschen zu bauen.“

Isabel Pfeiffer-Poensgen. Foto: Bettina Engel-Albustin

Isabel Pfeiffer-Poensgen ist Geschäftsführerin der Carl Friedrich von Siemens Stiftung und war zuvor Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Kabinett von Armin Laschet und Hendrik Wüst. Die ehemalige Beigeordnete der Stadt Aachen war zudem Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder und wurde vielfach ausgezeichnet. Sie erhielt unter anderem 2023 den Deutschen Kulturpolitikpreis. Pfeiffer-Poensgen ist die Enkelin des Textilkaufmannes Dr. Kurt Pfeiffer, einem Gründungsmitglied des Internationalen Karlspreises. Über ihre Intention im Direktorium mitzuwirken erläutert Pfeiffer-Poensgen: „Kunst und Wissenschaft machen nicht an nationalen Grenzen halt; sie sorgen für zahlreiche europäische Begegnungen und erfolgreiche Zusammenarbeit. Diesen Aspekt möchte ich im Direktorium des Internationalen Karlspreises verstärkt einbringen.“,

Dr. Jürgen Linden, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums: „Mit den beiden neuen Mitgliedern sowie deren Wissen und Netzwerken stärken wir unsere europapolitische Arbeit in den Bereichen Wissenschaft und Kultur.“ Die beiden neuen Mitglieder folgen auf die im Januar 2023 verstorbene Irene Schulte-Hillen und auf Ferun Wolf-Böttcher, die im Sommer 2024 auf eigenen Wunsch hin aus dem Direktorium ausgeschieden ist.

Der Internationale Karlspreis zu Aachen

Der Internationale Karlspreis zu Aachen, der 1950 erstmals vergeben wurde, zeichnet Persönlichkeiten oder Institutionen aus, die einen wertvollen Beitrag zur europäischen Einigung und den Zusammenhalt in Europa geleistet haben. Der Preis, der nach dem „Vater Europas“ Karl dem Großen benannt ist, gilt als eine der bedeutendsten europäischen Auszeichnungen.

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Nöthener pilgern nach Barweiler – Die Fußwallfahrt zur „Königin des Friedens“

Bad Münstereifel-Nöthen – Gottesmutter mit der Lilie in der Nähe des Nürburgringes ist am 7. und 8. September das Ziel der jährlichen Fußwallfahrt – Zwei Tage sind die Fußpilger aus Nöthen traditionsgemäß auf Wallfahrt zur Muttergottes mit der Lilie in Barweiler und wieder zurück in die GdG Mechernich, zu der die Pfarre St. Willibrordus trotz „weltlicher“ Bindung an die Kommune Bad Münstereifel gehört.

Die Fußwallfahrt zur „Königin des Friedens“, wie die wundertätige Darstellung im Eifeler Wallfahrtsort im Pfarrbezirk Adenau/Eifel genannt wird, beginnt dieses Jahr am Samstag, 7. September, um 6.30 Uhr mit der Verabschiedung der Pilger und kurzer Andacht und Aussegnung in der Pfarrkirche St. Willibrordus Nöthen.

Um 7 Uhr zieht die Prozession ab und wird gegen 17 Uhr im Wallfahrtsort Barweiler erwartet. Wie Brudermeister Manfred Berners mitteilt, ist dann um 18 Uhr die Teilnahme an der Festmesse in Barweiler geplant.

Am Sonntag, 8. September, besteht für die Pilger die Möglichkeit, die Frühmesse in Barweiler um 7 Uhr zu besuchen. Danach wollen Berners und seine Truppe gegen 8 Uhr den Rückweg nach Nöthen antreten. Die Andacht zur Ankunft ist für gegen 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Willibrordus geplant.

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Schöner Chillen im Elisengarten mit der Initiative „Einkaufen in Aachen“

Aachen – Aachen nimmt Platz! Die erfolgreiche Liegestuhlaktion wird in diesem Jahr wieder Parkliebhaber*innen erfreuen, die gerne bequem liegen. Am kommenden Samstag, 7. September, stehen ab 11 Uhr 100 orange Liegestühle im Elisengarten. Sie laden dazu ein, einfach mal tief durchzuatmen, den Elisengarten und die Innenstadt zu genießen, mit dem Sitznachbarn oder der Sitznachbarin zu reden, zu entspannen oder zu lesen.

Der Clou dabei: Wer kurz vor 15.30 Uhr in einem Liegestuhl sitzt und bis 16 Uhr einen Einkaufsbeleg von diesem Tag über mindestens 20 Euro aus einem Laden der Aachener Innenstadt vorzeigen kann, darf den Liegestuhl mit nach Hause nehmen. So profitieren der Einzelhandel und der Balkon!

„Einkaufen in Aachen“ ist eine Initiative des Märkte und Aktionskreises City e.V. (MAC) in Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen. Was die Initiative außer Liegestühlen sonst noch bietet, finden Interessierte auf den Seiten https://smart.aachen-shopping.de und www.aachen-shopping.de, darunter Shopping-News, den Fund der Woche und natürlich zahlreiche Geschäfte.