Kategorien
News

Tierisch jecker Kinderzoch – Kommern feiert wieder seine Pänz

Mechernich-Kommern – Entschuldigung, bin ich hier im Kölner Zoo? Nein, im Kommerner Kinderzoch. Aber der war diesmal so tierisch jeck, dass man wirklich hätte denken können, der Zoo aus der Domstadt hätte einen Betriebsausflug in die Eifel gemacht.

Ein kräftiges „Kommern Alaaf“ riefen Prinz Bit I. und die Bauernhof-Tieren der Klasse 2a. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Es gab wunderschön geschminkte Erdmännchen zu bewundern, die wirklich alles im Blick hatten. Die Schildkröten der Klasse 1a waren richtig auf Zack und schmissen fleißig Kamelle. Auch süße Mäuse wuselten durch Kommerns Straßen, genauso wie die schlauen Füchse, die reichlich Kamelle unters närrische Volk brachten.

Doch das war noch längst nicht alles an wilden und nicht ganz so wilden Tieren. Die Schüler der Klasse 6a der Gesamtschule hatten sich in fleißige Bienen verwandelt und summten über den Zugweg.  Die Kinder der Klasse 5b flatterten als Fledermäuse umher. Zwei Freunde waren in übergroßen Dinosaurier- und Krokodil-Kostümen unterwegs. Auch Wölfe wurden gesichtet, vor denen sich allerdings niemand zu fürchten brauchte – die wollten doch nur Kamelle werfen.

Freude bei Prinz Bit I.

Für Prinz Bit I. (Wilhelm Draht) und sein Gefolge ein herrlicher Anblick. „Das Wetter spielt mit, die Leute sind super gelaunt und für die Kinder ist das einfach einmalig“, schwärmte seine Tollität, die sich auch schon auf den Rosenmontagszug freut. Doch jetzt gab es erst einmal ein Gruppenfoto mit den Bauernhof-Tieren der Klasse 2a der Katholischen Grundschule Kommern.

Deren Kinderzug gibt es seit nunmehr 20 Jahren und es war eine Freude zu sehen, wie die Kinder und Erwachsenen im und am Zug dieses Ereignis nach zwei Jahren Corona-Pause endlich wieder genießen konnten. Neben den Tierkostümen gab es ganz viele kreative Verkleidungen zu bestaunen. Die große Gruppe der AWO-Kita war als „Piraten, wild und frei“ verkleidet. Die 4b bestand aus einem himmlisch schönen Engel und ganz vielen, höllisch guten Teufeln.

Als absolut jecke Fußballmannschaft lief die Klasse 4a auf. Hier spielten Kicker in den Trikots Deutschlands, Argentiniens, von Dortmund, Bayern oder dem 1. FC Köln gemeinsam in einem Team – das schafft nur der Karneval. Das galt auch für die Gangster der Klasse 4c, die sich offenbar mit den Polizisten in ihrer Gruppe ganz gut verstanden. In der mitgeführten Gefängniszelle war dann auch lediglich das Wurfmaterial weggesperrt.

Vogelscheuchen und Einhörner

Liebevoll kostümiert waren auch „die Bangmächer vun dä Klass 3b“. Die als Vogelscheuchen verkleideten Kinder machten auf ihrem Wagen die klare Ansage: „Wir scheuche de Raven vum Feld“. Zum Glück waren gar keine Raben in Sicht, sondern nur bunte Einhörner der Klasse 5a des Gymnasiums Am Turmhof – und die hatten keine Angst vor den Vogelscheuchen.

Das war auch bei den Dalmatinern so, die in ihren schwarz-weiß gepunkteten Kostümen so gar keine Angst vor ihrer Lehrerin hatten, obwohl die als böse Cruella verkleidet war, die sich in der Disney-Verfilmung ja eigentlich einen Mantel aus dem Fell der süßen Hunde fertigen lassen möchte. Was ihr im Film nicht gelingt, sollte ihr in Kommern erst recht nicht gelingen, denn hier ging es um Harmonie und Spaß an der Freud.

Das strahlten auch die Kinder aus, die als Sams verkleidet waren. In blauen Anzügen, mit grünen Flossen an den Füßen, Wunschpunkten im Gesicht und feuerroten Haaren machten sie mit Herrn Taschenbier eine wunderbare Figur im Zoch.

Der wurde angeführt von einem schicken alten Feuerwehr-Unimog, den Helmut Brose steuerte. Der hatte zur Verstärkung Feuerwehrfrau Julia Heimbach im Auto samt Enkelchen Moritz, der sozusagen als dritte Feuerwehr-Generation in den Startlöchern steckt. Und vorne auf dem Unimog hing ein Schild mit einem wunderschönen Spruch, der sich an diesem Weiberdonnerstag bewahrheiten sollte: „Kumm loss mer Karneval fiere he in Kummere und blend de Sorje der Welt för ne Aurebleck us! Alaaf!“

Kategorien
News

Rathaus-Erstürmung in Bad Münstereifel

Bad Münstereifel – Lange haben sich Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian und ihr „Gefolge“ gewehrt, doch letztendlich mussten sie sich den Karnevalisten – mal wieder – geschlagen gegeben. Von der Rathauserstürmung am Weiberdonnerstag an bis Aschermittwoch haben sie das Regiment in dem roten Haus an der Marktstraße übernommen.

Die traditionelle Musikgruppe „Ashford Folk“ hatte extra „Wenn et Trömmelche jeiht“ einstudiert und brachte damit die Jecken auf dem Platz problemlos zum Mitsingen.

Doch vor den Erfolg hatte die Bürgermeisterin, verkleidet als Bienchen, den Schweiß gesetzt. Rund drei Stunden lang ließ sie die Karnevalisten auf und vor der Bühne an der Kirche St. Chrysanthus und Daria gegenüber dem Rathaus zappeln, ehe sie den Schlüssel rausrückte. Denn den gab es nicht „umsonst“, dafür mussten die Karnevalisten schon etwas aufbieten. Und das taten sie.

Moderiert von Michael Dormagen als Leiter des Karnevalistischen Stammtischs Bad Münstereifel trugen fast alle Karnevalsvereine und -gruppierungen aus dem Bad Münstereifel Stadtgebiet etwas zum Programm bei. Unterstützung erhielten sie sogar aus Bad Münstereifels Partnerstadt Ashford. Die traditionelle Musikgruppe „Ashford Folk“ hatte extra „Wenn et Trömmelche jeiht“ einstudiert und brachte damit die Jecken auf dem Platz problemlos zum Mitsingen.

Die Tanzgruppe „Morris“ ergänzte den Auftritt um einen traditionellen Schellen- und Stocktanz. Nicht nur die internationale, sondern auch die örtliche Freundschaft wurde gepflegt. Spontan hatten sich der Spielmannszug der KG Rot-Weiß Iversheim und der Musikzug „M’r jonn met!“ der Prinzengarde Arloff-Kirspenich 1949 zusammengetan und spielten gemeinsam auf.

Auch die Damen der IG „Rettet den Karneval“ mussten sich anstrengen und ihren Part zum Rathaussturm beitragen. Ihnen stellte die Bürgermeisterin die Aufgabe, Karnevalslieder zu erkennen, die die Band „De Schlingele“, die das gesamte Programm musikalisch begleitete, kurz anspielte. Vier der fünf Songs erkannten sie – das ließ die Bürgermeisterin gelten.

Für Bewegung auf der Bühne sorgten etliche Tanzgruppen aus Bad Münstereifel, Iversheim, Nöthen/Gilsdof und Houverath. Ihre Aufwartung machten der Bürgermeisterin die KG Rupperath, die KG „Effelsberje Jecke“, die IG Kalkar, die KG Rot-Weiß Iversheim, die KV „Löstige Breddemänn“ Nöthen/Gilsdorf, der KV „Roomedräje“ Eicherscheid, die KG „Erfttrabanten“ Schönau, die KG „Fastelovendsjecke“ Houverath, die IG „Rettet den Karneval“ Bad Münstereifel, die Katholische Frauengemeinschaft Bad Münstereifel.

Auch die Prinzengarde Euskirchen und die IG Südstadtkarneval Euskirchen mit ihrer Regentin Uli I. (Geusen) reihten sich in das jecke Treiben ein. Als schließlich das Dreigestirn aus der Mutscheid – Prinz Anja I. (Falkenstein), Bauer Claudia (Radünz) Jungfrau Nicole (Hofmann) – mit den „Eifellandfunken“ auf der Bühne standen, wurde es ernst. Insbesondere weil das jecke Dreigestirn den Schlüssel ergattern wollte.

Die Antworten auf die Scherzfragen, die sie Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian, Michael Dormagen und Dirk Jäkel vom Bund Deutscher Karneval stellten, fielen so dürftig aus, dass die Bürgermeisterin sich schließlich geschlagen gab und den Rathausschlüssel an Prinz Anja I. herausrückte: „Ihr seid unser Highlight, ihr seid unser Dreigestirn, ihr führt die Stadt an. Und ihr dürft die Regentschaft jetzt gerne übernehmen.“

 

Kategorien
News

Wittlich-Land Helau!

Wittlich – Pünktlich um 11.11 Uhr übernahmen die Möhnen von Wittlich-Land unter der Führung von Obermöhne Anna das Rathaus und entzogen Bürgermeister Manuel Follmann den Verwaltungsschlüssel.

Getreu dem Motto „Helden der Kindheit“ feierten u.a. Bambi, Krümelmonster oder die Eiskönigin die traditionelle Weiberfastnacht im Rathaus. Manuel Follmann freute sich bei seiner ersten Rathauserstürmung über die zahlreiche Beteiligung sowie die großartige Stimmung.

Kategorien
News

Karnevalsprogramm mit jecken Eigenkreationen in den Einrichtungen der Communio in Christo in Mechernich

Blankenheim/Mechernich – Modenschau, Kartoffelballett und Gedichte „op kölsch“ – Auftritt der „Jecken Böhnche“ mit „Blangem Juh-Jah“ – Herrlich jeck ging es am Weibertag in den Einrichtungen der Communio in Christo in Mechernich und Blankenheim zu. Bunte Kostüme, Tanz und Polonaise, Besuch von den „Jecken Böhnche“, ein Kartoffelballett und sogar eine im wahrsten Sinne des Wortes „inspirierende“ Modenschau gehörten zum bunten Programm, das Bewohner und Mitarbeiter der Pflegeeinrichtungen sowie Angehörige des Ordo Communionis in Christo gemeinsam gestalteten.

Im „Haus Effata“, der Blankenheimer Seniorenpflegeeinrichtung des Sozialwerk Communio in Christo e. V., startete der Weiberdonnerstag stilsicher mit einem Sektempfang zur großen Modenschau. Mitarbeiter und sogar einige Bewohner zeigten auf dem Laufsteg unter dem Motto „Inspiration“ besondere Mode für Frühjahr und Sommer, darunter hübsche Cocktailkleider, Mode im Landhausstil und festliche Dirndl.

Brautstrauß für den Generalsuperior

Höhepunkt der Fashion Show war die Präsentation eines wunderschönen Brautkleides. Den Brautstrauß fing dann zielgenau Generalsuperior Jaison Thazhathil, der sich zusammen mit Pfarrer Patrick und Pfarrer Jaimson mit roter Perücke und Sonnenbrille als Lappenclown verkleidet hatte.

„Eine besondere Freude für unsere Senioren war außerdem der Besuch des Blankenheimer Karnevalsvereins“, freut sich Zarlasht Azimi, Pflegedienstleitung im „Haus Effata“. Die Karnevalisten hatten ihre beiden „Jecken Böhnchen“ mitgebracht, die zum „Blangem Juh-Jah“ in Uniform mit ihren Degen durch den Saal sprangen.

Lacher fürs Kartoffelballett

Für etliche Lacher sorgte schließlich das selbsternannte „Kartoffelballett“. Dabei stellten sich die Kartoffeln Clevia und Hansa, die „zarte Sieglinde“, der frühreife „holländische Erstling“ und der „fruchtbare Ackersegen“ selbst vor, indem sie ihre Vorzüge beim Kochen und ihre Verwendung in leckeren Kartoffel-Rezepten anpriesen. Die „Kartoffeln“ waren Mitarbeiter des Seniorenheims, die sich mit braunen Papptüten und Hüten kostümiert hatten.

„Viele der Senioren hatten sich bereits bei den Vorbereitungen auf die Karnevalsfeier mit eingebracht, Papierrosen gefaltet und beim Schmücken des Speisesaals geholfen“, erzählt Anita Leyendecker vom Sozialen Dienst. Einige hätten sogar eigene Reden und Gedichte geschrieben und eingeübt, etwa über „Effatas lange Nächte“…

Auch in der Langzeitpflegeeinrichtung der Communio in Christo in Mechernich hatten die Bewohner und Angehörigen des Ordens eigene Programmpunkte vorbereitet, darunter ein Gedicht „op kölsch“ und einen Tanz zum Höhner-Lied „Dicke Mädchen“. Auch hier durfte eine Polonaise, angestoßen vom Generalsuperior, natürlich nicht fehlen. „Es wurde geklatscht und geschunkelt und ganz laut mitgesungen“, freut sich Einrichtungsleiterin Sonja Plönnes über den gelungenen karnevalistischen Nachmittag.

Kategorien
News

Volles Haus beim großen Karnevalsempfang der Volksbank RheinAhrEifel in der Halle 129 in Mayen

Mayen – Mehr als 400 Gäste feierten ausgelassen beim närrischen Fest der Volksbank. Nach zwei Jahren coronabedingter Pause konnten Vorstandsmitglied Markus Müller und Regionalmarktdirektor Oliver Engels von der Volksbank RheinAhrEifel eG die Jecken der Region wieder zu einem großen Karnevalsempfang in der Halle 129 begrüßen.

Ausgelassene Stimmung beim Einzug des Fanfarencorps Grün-Weiß Mayen 1981 e.V. Foto: Peter Seydel

Über 400 Gäste und Vertreter aller Mayener Karnevalsvereine erlebten ein rauschendes Fest. Engels freute sich sehr über das bunte Bild, das sich ihm bot: „ Endlich können wir unsere Faasenacht wieder feiern und ich bin mir sicher, dass wir das Feiern nicht verlernt haben!“

Die Ettringer Prinzessin Dunja I. wurde würdig von ihrer Mundschenkin, Anke Reinhold-Braun, und dem Ettringer Hofstaat mit der Hochsimmergarde vertreten. Foto: Peter Seydel

Bei ausgelassener Stimmung begrüßten Regionalmarktdirektor und Vorstand nach einer Darbietung der Kindergarde Kottenheim zunächst die Alte Großen Mayener Karnevalsgesellschaft und seine Tollität, den Mayener Prinzen Peter IV., mitsamt Hofstaat und Gefolge mit einem kräftigen, dreifachen „Mayen Mayoh!“

Der Mayener Prinz Peter IV. und sein Gefolge begrüßen die Menge. Foto: Peter Seydel

Begleitet wurde Prinz Peter von seinem Mayohdomus sowie seinen Pagen Annika und Anne, seinem Hofnarr Stephan „Ackes“ und seinem Mundschenk Dennis. Auch das Tanzcorps der Mayener Prinzengarde ließ es sich selbstverständlich nicht nehmen, das Publikum mit einer Vorführung zu begeistern.

Die Ettringer Prinzessin Dunja I. konnte krankheitsbedingt leider nicht selbst am Empfang teilnehmen, wurde aber würdig von ihrer Mundschenkin, Anke Reinhold-Braun, und dem Ettringer Hofstaat mit der Hochsimmergarde vertreten. Mundschenkin und Hofstaat gaben denn auch gemäß ihrem Motto „Met Herzbloot bei der Sach – mir faieren

Fasenacht dat et kracht“ eine Gesangseinlage auf die Melodie von „Skandal im Sperrbezirk“, die bei den Zuschauern für Stimmung sorgte. Die nachfolgenden Auftritte des Männerballets „Die Johannishöfer“ – von Oliver Engels vielversprechend angekündigt als „Tarzans Söhne“ – und der musikalischen Köche der „Gulaschkapell‘“ brachten den Saal weiter zum Kochen.

Traditioneller Höhepunkt zum Schluß der Veranstaltung war dann der große Auftritt der „Mennijer Mädchen“, die höchst professionell vom Sohn des „Mennijer Mädchens“ Nela Guerreiro-Seiler angekündigt wurden. Die Damen der Showtanzgruppe hatten es sich nicht nehmen lassen, vor dem Empfang Sascha Monschauer, dem Vorstandsvorsitzenden der Volksbank RheinAhrEifel, noch einen Besuch zuhause abzustatten – so musste er zwar krankheitsbedingt auf die Festivitäten verzichten, nicht jedoch auf einen Auftritt der „Mennijer Mädchen“. Ein rundum gelungener Abend, befand Regionalmarktdirektor Engels: „Das Motto der diesjährigen Session hier in Mayen heißt ‚Ob fröh oder spät, ob Daach oder Naacht, mer all, mer fäiren widda ohs Faasenacht!‘ und dem kann ich nur beipflichten, denn auch heute Abend konnte man sehen, dass die Närrinnen und Narren froh sind, sich nach zwei Jahren Abstinenz  wieder in die Kostüme zu schmeißen um ausgelassen Karneval  feiern zu können.“

Kategorien
News

Kreissparkasse Ahrweiler empfängt ortsansässige Karnevalsvereine

Ahrweiler – Nach einer zweijährigen Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Kreissparkasse Ahrweiler nun endlich wieder die zahlreichen ortsansässigen Tollitäten und Karnevalsvereine in ihren BeratungsCentern und Geschäftsstellen begrüßen. So freuten sich die Sparkassen-Angestellten z. B. in der Hauptstelle in Ahrweiler über den Besuch der Ahrweiler Karnevals-Gesellschaft (AKG) mit Prinzessin Ingrid I. mit ihrer Adjutantin Dagmar sowie einer Tanzeinlage der Showtanzgruppe „Just for Fun“ von der Karnevalsgesellschaft „Bunte Kuh“ aus Walporzheim.

„Es freut uns, dass wir nach zweijähriger Unterbrechung wieder die Karnevalsvereine aus der Region in unseren Geschäftsstellen begrüßen dürfen. Es ist schön zu sehen, wie engagiert und voller Tatendrang die Karnevalisten zu Werk gehen – das ist gelebtes Ehrenamt!“, freut sich Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler, über den Besuch und führt weiter aus: „Das Ehrenamt und das Brauchtum sind wichtige Bestandteile in unserer Gesellschaft, die wir gerne unterstützen.“

Kategorien
News

Grandioser Prinzenempfang im Zentrum für Gesundheit und Ernährung als perfekter Auftakt für die tollen Tage

Region/Mayen-Koblenz – Das Interesse am traditionellen Prinzenempfang der Handwerkskammer (HwK) Koblenz war schon im Vorfeld der Karnevalssession so enorm, dass sich das Organisationskomitee früh entschied, die Veranstaltung vom bisherigen Standort der Galerie Handwerk zu verlegen in das Atrium des Zentrums für Ernährung und Gesundheit (ZEG). Eine weise Entscheidung, wie sich herausstellte, denn am Tag vor Schwerdonnerstag kamen rund 350 Gäste aus dem Karneval, dem Handwerk, der Politik und Wirtschaft zum Prinzenempfang, um nach zwei Jahren karnevalistischer Abstinenz ordentlich zu feiern.

Rekordverdächtige 18 Tollitätenpaare aus dem gesamten Kammerbezirk waren mitsamt ihrem Hofstaat angereist. Sie präsentierten Tänze oder Reden und tauschten mit dem HwK-Präsidenten Kurt Krautscheid und Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich Orden sowie Bützje – Karnevalsküsschen – aus. Dabei bewies die Handwerkskammer natürlich Toleranz und Offenheit für Diversität: Ob „Olau“, „Alaaf“ oder „Helau“ – die närrischen Schlachtrufe wurden mittels passender Schilder von Kurt Krautscheid unermüdlich und zum Vergnügen des feiernden Publikums angezeigt.

Wie ein roter Faden zog sich in den launigen Ansprachen der Karnevalshoheiten das Lob aufs Handwerk auch und gerade im Karneval durch – denn ohne die praktische Unterstützung sei beispielsweise der Wagenbau für die bunten Karnevalsumzüge meist überhaupt nicht zu stemmen. Das könne genauso auf das gesamte Leben und die Gesellschaft übertragen werden: „Das Rückgrat der Gesellschaft ist das Handwerk: Ohne Euch läuft nichts!“, waren sich die Tollitäten einig. Eine weitere frohe Botschaft in Zeiten des allgemeinen Fachkräftemangels war offensichtlich: Nachwuchssorgen haben die engagierten Karnevalsvereine im Kammerbezirk auch nach der mehrjährigen Zwangspause durch die Pandemie nicht, denn die jungen Jecken sorgten mit ihren Auftritten für ganz besondere Freude beim närrischen Publikum.

Live-Musik, Tanz und Leckereien vom Buffet des HwK-Mensateams samt der obligatorischen Polonaise durch das gesamte Atrium im ZEG sorgten für Stunden voller ausgelassener Stimmung und am Tag vor Schwerdonnerstag für einen gelungenen Start in die tollen Tage am Rhein.

Kategorien
News

Klartext des Mechernicher Bürgermeisters Dr. Hans-Peter Schick beim traditionellen „Sturm aufs Rathaus“

Mechernich – Erster Beigeordneter Thomas Hambach schießt unfreiwillig die Lautsprecheranlage der angreifenden Karnevalisten ab – Dennoch setzten sich am Ende Charly Theißen, Ralf Schumann, Dreigestirn, Artillerie und Musikzug durch – Jecken bejubeln neue Fußballbundesliga am Bleiberg.

Ohne Böller abfeuernde Legionäre an seiner Seite schwenkte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick trotz eines Wasserbomben-Volltreffers auf die Lautsprecheranlage der Angreifer rasch die weiße Fahne. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„So ist das mit der modernen Kriegsführung – die Kommunikationsmittel werden als erstes ausgestaltet“: Schlagfertig kommentierte Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick Weiberfastnacht beim Sturm aufs Rathaus einen unfreiwilligen Wasserbombentreffer seines Stellvertreters Thomas Hambach.

Schlachtenbummler aus dem Feytal freuen sich am Triumph des Vussemer Dreigestirn beim „Sturm aufs Mechernicher Rathaus“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Bereits der dritte wassergefüllte Luftballon, den der Erste Beigeordnete und stellvertretende Verwaltungschef von der Rathausbrüstung auf die angreifenden Karnevalsjecken schleuderte, traf das Mischpult der Lautsprecheranlage und schaltete alle Mikrophone stumm. So erfuhren die närrischen Zaungäste nur noch rudimentär, was ihnen die von Karl „Charly“ Theißen  (Prinzengarde Mechernich) und Ralf Schumann (KV Vussem von 1977) angefeuerten Fastelovends-Enthusiasten zu sagen hatten.

Nur das Geschütz der Prinzengarde, die in der laufenden Session 50. Geburtstag feiert, verschaffte sich Gehör wie eh und je. Dieses Jahr blieben die vor der Corona-Pandemie regelmäßig mit Böllerschüssen Kommerner Schützen und Freischärler beantworteten Artillerieattacken allerdings ohne jede Gegenwehr.

Robin Hood und Gärtnermeister

Rasch schwenkte der in über 20 Bürgermeister-Jahren kampferprobte Dr. Hans-Peter Schick die weiße Fahne und ließ sich von Mechernicher Prinzengardisten bereitwillig vor dem Rathaus auf den Pranger führen, den Beigeordneten Thomas Hambach im Robin-Hood-Gewand und den als Gärtner verkleideten Dezernenten Ralf Claßen im Schlepptau.

Auf der Bühne verordnete Dr. Schick der Stadt über die tollen Tage andere Umgangsformen, zum Beispiel „Stippeföttche“ statt Händeschütteln, was er mit Prinz Frank I. (Gummmelt) an Ort und Stelle vorführte – und „Nasenreiben wie die Eskimos“, was der Verwaltungschef mit Jungfrau Dunja (Falk Lotzinski) demonstrierte.

Die Stadt Mechernich erklärte er für die Dauer der Regentschaft des Dreigestirns um den Mechernicher Prinzen Frank Gummelt zum Freistaat und zur närrischen Monarchie. In der stadteigenen Bundesliga sollen noch am Wochenende die TuS gegen „Lokomotive Unterurholz“ und der VfL gegen „Dynamo Wachendorf“ antreten, „Kniefrei Vollem“ gegen „Spartak Wielspütz“ und „Staublunge Strempt“ gegen Borussia Bergbuir.

Erik Kardinal Pühringer, so der Bürgermeister, werde dieser Tage „de Ahl Kirch zur Basilika“ umwidmen und Tulpensonntag von der Rathaus-Loggia den Segen „Opi op Spandau“ erteilen. Der Menge rief der Verwaltungschef zu: „Alaaf you!“ Und unter Applaus: „In diesem Sinne lieb ich Euch: Maht et joot unn schwenkt dr Hoot/ behalt köhl Blood unn joode Moot/ Oss schreck net Recep Erdogan/ Donald Trump unn Vict/Orban/ Noch Wladi Putins Jrößenwahn/ Mir wolle endlich Fredde han…“

Orden für das Rote Kreuz

Gut hörbar war auch nach Thomas Hambachs Wasserbombenvolltreffer der Musikzug der Prinzengarde, der bereits seit 40 Jahren beim Sturm aufs Rathaus den Ton angibt. Auch Altkommandeur Addy Sechtem wurde in der Nähe des Prinzengarden-Geschützes gesichtet. Es gab im und vor dem Rathaus Kölsch und Alkoholfreies. Die Stimmung war schön, aber gefasst. Viele Jecken feierten anschließend in Lokalen, der Dreifachturnhalle und vor allem auf den Dörfern und zum Teil auch ausgelassen weiter „Wieverfastelovend“.

Über die Sicherheit der Narren wachte einmal mehr das Rote Kreuz, Ortsverein Mechernich, um den Gemeinschaftsleiter Sascha Suijkerland. „Charly“ Theißen holte den unermüdlichen Sanitäter auf die Bühne und verlieh ihm stellvertretend für die Kamerad/inn/en und den überaus aktiven Rotkreuz-Ortsverein Mechernich den Sessionsorden.

Auch Prinz Frank I. (Gummelt) engagiert sich im Mechernicher Rotkreuz-Ortsverein, vor allem aber als Kreisverbandsarzt der Rotkreuz-Organisation. Außerdem ist der Mechernicher Mediziner seit neuestem Nachfolger von „Eifel-Doc“ Dr. Franz-Josef Zumbé als Vorsitzender der Kreisstelle der Kassenärztlichen Vereinigung.

Kategorien
News

Narren stürmen das Rathaus in Jülich – Stadtschlüssel wurde an Prinz Björn II. übergeben

Jülich – Pünktlich um 11.11 Uhr an Weiberfastnacht war es wieder so weit: zahlreiche Närrinnen und Narren stürmten das Jülicher Rathaus. Bereitwillig übergab Bürgermeister Axel Fuchs den Stadtschlüssel an Prinz Björn II. Er übernahm mit Freude die Herrschaft über das Rathaus und feierte mit den Jülicher Jecken. Zahlreiche Jülicher Karnevalsgesellschaften boten mit ihren Gastauftritten im Rathaus beste Unterhaltung.

Rathaussturm der Narren in Jülich.Foto: Stadt Jülich/Gisa Stein

Unter dem Ordensmotto „Nach Hochwasser und trotz Corona-Qual – wir feiern wieder Karneval“ sorgte auch in diesem Jahr der Personalrat mit Unterstützung zahlreicher Kolleginnen und Kollegen für das närrische Programm und das leibliche Wohl der Gäste.

Kategorien
News

49. Närrischer Empfang des Kreises Düren – Schunkeln mit Herz

Düren – Zum ersten Mal seit drei Jahren wurde gestern in der Aula der Kaufmännischen Schulen in Düren auf dem 49. Närrischen Empfang des Kreises Düren wieder „Alaaf“ gerufen, geschunkelt und ausgelassen Karneval gefeiert. Die Coronapandemie war wohl für jeden Jecken eine harte Geduldsprobe, doch nun wurde endlich wieder Karneval gefeiert.

Das traditionelle Gruppenfoto der Erwachsenentollitäten des Kreises Düren mit Landrat Wolfgang Spelthahn auf dem 49. Närrischen Empfang. Foto: Kreis Düren

„Wir haben das Glück, dass wir im Kreis Düren zwei große Karnevalsregierungen haben. Ich freue mich, Herrn Heribert Kaptain als Präsidenten des Regionalverbands Düren und Herrn Hans-Josef Bülles als Präsidenten des Verbands der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise begrüßen zu dürfen. Ich habe die große Freude und Ehre, den beiden Präsidenten, die in diesem Jahr auch noch Jubiläen feiern, das symbolische Zepter für den Kreis Düren überreichen zu dürfen“, erklärte Landrat Wolfgang Spelthahn feierlich. Von diesem Moment an haben die Narren offiziell die Regie für die diesjährige Session übernommen.

Thomas Kroth führte als Moderator durch den Abend, der wieder von der Sparkasse Düren unterstützt wurde, und Gerd Funk untermalte die ausgelassene Stimmung als musikalischer Begleiter. Lea Schlossmacher von den Karnevals- und Bühnenfreunden Girbelsrath hat als erste das Mariechen-Tanzbein geschwungen und die Bühne mit Spagat, Radschlag und Co. eröffnet. Insgesamt sind über 60 Karnevalsgesellschaften zusammen gekommen, um gemeinsam die Karnevalszeit zu genießen. Zunächst wurden die Kindertollitäten vorgestellt und – natürlich – die wunderbar bunten Orden ausgetauscht. Auch der Kreis Düren hat in dieser Session wieder einen Orden, der von Familie Herpertz (Herpertz Präzision, Werkzeugbau) bereitgestellt wurde. Auf ihm steht: „Ob Wasserstoff, ob Sonnenergie, der Kreis Düre schlief in de Entwicklung nie“.

Nachdem Luisa Moeller der KG Boisdorfer Jecke mit einem strahlenden Lächeln ihre Pirouetten auf der Bühne gedreht hatte, wurden die Erwachsenentollitäten begrüßt. Vier Prinzessinnen, sechs Prinzen, sechs Prinzenpaare und 12 Dreigestirne erstrahlten in vollem Glanz. Für zusätzliche Karnevalsstimmung sorgten die Frauenband DURIA EXPRESS, die Showtanzgruppe LA DANZA des KV Vlattener Jonge und die Mundartband „Echte Fründe“.

Neben den ausgelassenen Worten machte der Landrat allerdings auch darauf aufmerksam, dass es Menschen in anderen Teilen der Erde aktuell nicht so gut geht wie den Jecken. Er sprach den Angriffskrieg in der Ukraine sowie das schlimme Erdbeben in der Türkei und Syrien an und drückte den Betroffenen sein tiefes Mitgefühl aus. „Um heute neben dem Feiern auch etwas Gutes zu tun, geben wir ein großes rotes Sparschwein in den Reihen umher. Wir sammeln Spenden für die Opfer des Erdbebens. Öffnen Sie Ihre Herzen und Ihre Geldbörse“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Insgesamt konnte so eine beachtliche Summe von 1042,91 Euro gesammelt werden.