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Römerallee in Zülpich soll zur »CLIMA VIA« werden

Zülpich – Die Römerallee soll fahrradfreundlicher und ihr Charakter als Allee wiederhergestellt werden. Zugleich soll ihre Leistungsfähigkeit für den Kraftfahrzeugverkehr gewährleistet bleiben. Auf diese Punkte haben sich Politik und Verwaltung bereits im vorigen Jahr bei den Plänen zur Neugestaltung der Römerallee verständigt. Auch die Bürgerinnen und Bürgerin wurden im Rahmen einer Planungswerkstatt in den Prozess einbezogen. Darüber hinaus soll auch der Klimaschutz eine wichtige Rolle in den Planungen einnehmen. Ziel der Stadt Zülpich ist es, die derzeit nahezu baumfreie, etwa 2.000 Meter lange Römerallee sowie die in direkter Verlängerung verlaufende Kölnstraße grüner zu machen und damit eine klimafreundliche und an den Klimawandel angepasste, attraktive Grünverbindung zwischen Altstadt, neuem Bahnhof/ZOB, Gewerbe-/Industriegebiet und dem Wassersportsee samt dem Seepark zu schaffen.

Dieser Abschnitt der ehemaligen römischen Fernstraßenverbindung Köln-Trier soll so zur neuen Klimaachse der Stadt Zülpich werden, der so genannten »CLIMA VIA«. Die Planungen sehen vor, dass die Klimaachse mit 156 neuen und verschiedenen Alleebäumen begrünt wird, die nach dem Schwammstadtprinzip realisiert werden. Dabei wird das anfallende Regenwasser der Römerallee vor Ort zurückgehalten und zur Versickerung gebracht und damit das Grundwasser angereichert. Regenwasser, das nicht von den Baumstandorten aufgenommen werden kann, soll dem Niederschlagswasserkanal zugeführt und in das an der B265 liegende Regenrückhaltebecken geleitet werden.

Durch den Kühlungseffekt der Vegetation wird der Aufheizung der Stadträume entgegengewirkt. Schätzungen gehen davon aus, dass Bäume im globalen Durchschnitt pro Jahr etwa 10 Kilogramm CO2 binden können. Bei 156 neuen Baumpflanzungen würde dies eine CO2-Reduktion von 1,56 Tonnen pro Jahr bedeuten. Hinzu kommt die CO2-Reduktion der bepflanzten Baumbeete. Durch die Auswahl verschiedener Baumarten und der bodenbedeckenden Bepflanzung der Baumscheiben ergibt sich ein positiver Effekt auf die Artenvielfalt im städtischen Umfeld. Es werden Lebensräume für Insekten und Vögel geschaffen, die die vorhandenen Populationen stärken und im besten Fall auch ein Habitat für noch nicht vorhandene Arten darstellen. Durch die Pflanzung verschiedener Arten wird zudem die Resilienz des städtischen Grüns gegenüber den Folgen des Klimawandels erhöht.

Nicht zuletzt sollen die Baumpflanzungen auf der Klimaachse »CLIMA VIA« auch für Anwohner, Fußgänger und Fahrradfahrer die Freiraum- und Aufenthaltsqualität auf Römerallee und Kölnstraße erheblich verbessern. Voraussetzung für die Realisierung der Pläne ist die Bewilligung von entsprechenden Fördermitteln, um die sich die Stadt Zülpich derzeit bemüht. „Die Römerallee ist eine der wichtigsten und am stärksten befahrenen Straßen in der Zülpicher Kernstadt. Deshalb ist es erforderlich, dass sie zu einem zukunftsorientierten Straßenraum umgestaltet wird, der für alle Verkehrsteilnehmenden gut und vor allem sicher genutzt werden kann“, erläutert Stadtplaner Christoph M. Hartmann. „Gleichzeitig wollen wir aber auch erreichen, dass sie ihren einstigen Charakter als prachtvolle Allee zurückerlangt. Hiermit bietet sich zugleich die Chance, einen wichtigen Beitrag zu einer klimafreundlichen Stadtentwicklung zu leisten.“

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Miriam Welte neue Vorsitzende der Sporthilfe RLP

Region/Mainz – Bahnrad-Olympiasiegerin Miriam Welte ist am Donnerstag in einer außerordentlichen Vorstandssitzung zur neuen Vorsitzenden der Stiftung Sporthilfe RLP gewählt worden. Die Wahl fiel einstimmig aus. Die 36-Jährige tritt damit die Nachfolge von Dr. Ulrich Becker an, der Ende Januar als Vorsitzender der Sporthilfe ausgeschieden war.

Die erfolgreichste rheinland-pfälzische Bahnradsprinterin aller Zeiten ist aktuell Vizepräsidentin beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und war davor zwei Jahre als Vizepräsidentin Leistungssport des Landessportbundes RLP (LSB) aktiv – bereits in dieser Funktion hat die Pfälzerin eng und gut mit der Sporthilfe RLP zusammengearbeitet. „Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe in Rheinland-Pfalz“, sagt Welte.

Dem sechsköpfigen Vorstand der Stiftung Sporthilfe RLP gehören außerdem noch Jürgen Häfner (Geschäftsführer Lotto RLP), Stephan Wilhelm (stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der EWR AG), Karin Beckhaus (Schatzmeisterin), Dr. Mark Pfeiffer (LSB-Vizepräsident Leistungssport) und Christof Palm (LSB Hauptgeschäftsführer) an.

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Burgfestspiele Mayen nominiert für den SILA-AWARD

Mayen – In diesem Jahr wird zum dritten Male der begehrte SILA-AWARD vergeben, den der Chorverband Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Singendes Land auslobt. Beeindruckende Persönlichkeiten und herausragendes Engagement um die Chormusik aus und in Rheinland-Pfalz werden mit dem mit 3.300 Euro dotierten Preis geehrt.

Ausgezeichnet werden drei Kategorien: Chöre, Personen und Institutionen. Die Nominierungen erfolgen ausschließlich durch Dritte. „Welcher Chor, welche Person oder Institution ist also mit seinen Engagements so bekannt, dass er außenstehenden Dritten auffällt und durch sie nominiert wird? Damit ist auch schon die Nominierung eine Anerkennung für gute Arbeit und herausragendes Engagement um die Chorkultur, die aller Ehren wert ist“, so der Chorverband Rheinland-Pfalz.

Für die Burgfestspiele und den neu gegründeten Festspielchor gab es gleich zwei Nominierungen: Einmal nominiert ist die Institution Burgfestspiele selbst und einmal Intendant Alexander May, als Initiator und Gründer des Festspielchors.

Ab dem 01. April werden alle Nominierten mit ihren Projekten zur Wahl zum „Großen Preis des Publikums“ vorgestellt. Die Online-Abstimmung ist dann unter www.singendesland.de/voting bis zum 14. April geöffnet.

Neben der großen Freude über die Ehre der Nominierung freut sich der Festspielchor und die Burgfestspiele auch über jede Beteiligung an der Online-Abstimmung.

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An den Wallfahrtstagen rollt ein riesiger Ball durch Aachen

Aachen – Kunstaktion zur Heiligtumsfahrt – Es wird gigantisch, genau gesagt vier Meter im Durchmesser. So groß wird der Stoffball sein, der während der Wallfahrtstage durch die Aachener Innenstadt rollt. Ein echter Hingucker also – und nicht nur das: Der Stoffball des Künstlers Garvin Dickhof hat jede Menge zu erzählen: Stoffgeschichten.

Von Stoffen, die Menschen wichtig sind. Da ist etwa die Jeanshose von Dorothea Gehlen. Etwas abgenutzt kommt sie daher. Dann kommt die Jahrhundertflut. „Ich war live in Gemünd dabei, unreal die Wassermassen. Am nächsten Morgen sah das Städtchen aus wie nach einer Apokalypse. Schnell war für mich klar: Ich helfe meinen Freundinnen, die mehr als den Garten geflutet hatten. Die Hose kam zum Einsatz, ein altes T-Shirt und Gummistiefel. Wochenlang habe ich nach der Arbeit freiwillig geholfen. Keller mitentschlammt, gesäubert, Müll entsorgt. Geredet und getröstet. Alles irgendwie unfassbar, aber auch wunderbar, der Zusammenhalt der Betroffenen und der Helfer“, erzählt Dorothea Gehlen vom Fluthilfe Team der Caritas. Ein anderer Stoff, ein T-Shirt, erzählt vom Abschluss der schulischen Laufbahn, ein Bademantel erinnert an den schmerzlich vermissten Ehemann.

Jeder kann Teil der Kunstaktion werden

Auch die Heiligtümer, die während der Heiligtumsfahrt von den Menschen  verehrt werden, sind Stoffe. „Hier schließt sich der Kreis: Stoffe, die uns wertvoll sind, werden auch dieses Mal wieder über 100.000 Menschen nach Aachen ziehen. Wir wollten auch den Stoffen und Geschichten nachspüren, die den Menschen heute wichtig sind“, betont Dompropst und Wallfahrtsleiter Rolf-Peter Cremer. So ist in Kooperation mit der Bleiberger Fabrik und mit Unterstützung des Diözesanverbänderats die Kunstaktion „Stoffgeschichten – Intervention im öffentlichen Raum“ entstanden. „Diese besonderen Stoffe im Dom zu Aachen erzählen Geschichten vom Leben und Glauben. Auch Ihre Stoffstücke haben eine Geschichte. Von der Windel über das Hochzeitskleid bis hin zum Fußballtrikot – jedes Stoffstück lässt sich mit besonderen Anlässen, Hoffnungen und Erinnerungen verbinden“, sagt Birgit Frank von der Bleiberger Fabrik. Vielleicht ist es aber auch eine FFP2-Maske, der Kittel einer Pflegefachkraft oder ein anderes Stoffstück, das an besondere Ereignisse oder Erfahrungen erinnert. Für die Heiligtumsfahrt 2023 wird der Künstler Garvin Dickhof eine gemeinsame Kunstaktion initiieren, die die Pilgerinnen und Pilger zusammenbringt. Ihre geschichtsträchtigen Stoffstücke werden dazu zusammengenäht und zu einem vier Meter großen Ball verarbeitet, der im Laufe der Heiligtumsfahrt durch die Stadt gerollt wird.

Auch der Entstehungsprozess des großen Stoffballes kann live verfolgt werden: In einem offenen Aktionsatelier in der Annahalle, Annastraße 14-16, in Aachen bei Görg & Görg. Wer spontan zu den Wallfahrtstagen ein Stück Stoff mit seiner Geschichte mitbringen möchte, kann direkt dort vorbeischauen.

Aber auch schon jetzt können weitere Stoffgeschichten eingesendet werden. Wer ein zusätzlicher Teil dieser außergewöhnlichen Kunstaktion werden möchte, sendet seine Geschichte am besten mit einem Foto an die Bleiberger Fabrik. Dieses wird dann Teil der begleitenden Ausstellung, die während der Heiligtumsfahrt im Aktions-Atelier zu sehen ist. Das Formular zur Einsendung steht als Download zur Verfügung.

Der Künstler Garvin Dickhof

Der Künstler Garvin Dickhof reißt schlichte Alltagsmaterialien, wie Gliedermaßstäbe und Holzklötze aus ihrem Alltag heraus, ebenso wie der Betrachter kurzzeitig dem allzu Gewöhnlichen entrissen und teils mit einer neuen Realität konfrontiert wird. Bei seinen künstlerischen Interventionen stechen der Perspektivwechsel und die Neukonfiguration von Orten als Hauptmerkmale der Veränderung hervor. Mit diesen Veränderungen zeigt er, wie die Konstruktion unserer Wirklichkeit geformt werden kann.
Mehr zu Garvin Dickhof: http://dastaunstebaukloetze.de/

„Damit dieses Projekt gelingen kann, brauchen wir Sie! Senden Sie uns Ihre Stoffe zu und Ihre Geschichten. Wir erzählen sie auf der Website der Heiligtumsfahrt, in den Sozialen Medien beim Aachener Dom, dem Bistum Aachen und der Bleiberger Fabrik“, laden Birgit Frank und Dompropst Rolf-Peter Cremer ein.

Während der Wallfahrtstage
·        Vernissage: Sonntag, 11. Juni, um 16 Uhr.
·        Finissage: Sonntag, 18. Juni, um 16 Uhr.
·        Öffnungszeiten Ausstellung Annahalle: 10. Juni bis 18. Juni, jeweils von 13-19 Uhr. Während der Öffnungszeiten können Stoffgeschichten abgegeben werden.

Der Ball rollt am 11. Juni, 14. Juni, 15. Juni, 17. Juni und 18. Juni jeweils um 17 Uhr.

Einsendeschluss: 31. Mai 2023

Einsendeschluss im Vorfeld ist der 31. Mai. Versand an: Bleiberger Fabrik, Bleiberger Straße 2, 52074 Aachen. Es ist für Gruppen und Verbände auch möglich, Stoffstücke gesammelt einzureichen.
Wer beim Rollen des Balles unterstützen möchte, sendet eine kurze Mail an heiligtumsfahrt@bleiberger.de

Alle weiteren Informationen zum Projekt gibt es unter www.bleiberger.de/heiligtumsfahrt2023 oder unter https://heiligtumsfahrt-aachen.de/Kunst-und-Kultur/stoffgeschichten

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„WIR SCHÖFFEN DAS!“ im neuen Wittlich LandCast

Wittlich – Die Schöffenwahl 2023 steht kurz bevor und gesucht werden bundesweit 61.000 Schöffen, die ab Herbst die neue Amtszeit bestreiten werden. Auch die Verbandsgemeinde Wittlich-Land sucht in diesem Zusammenhang rund 60 Frauen und Männer, die in der Periode von 2024 bis 2028 am Amtsgericht Wittlich und am Landgericht Trier als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen.

Bewerben können sich Interessierte zwischen dem 25. und dem 69. Lebensjahr bis zum 15. März 2023 direkt bei der Verbandsgemeindeverwaltung. Um im Vorfeld allgemein über das Thema Schöffen aufzuklären und damit eine evtl. Interessenbekundung zu vereinfachen, haben sich Hermann Josef Haller vom Offenen Kanal und Alena Hahn Gäste eingeladen, die über ihre bisherigen Erfahrungen am Gericht berichten.

Richter a. D. Josef Thul, Schöffe Andreas Lautwein und die zuständige Sachbearbeiterin der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, Andrea Kranz, komplettieren die Runde und beantworten alle Fragen rund um das Thema der Schöffenwahl.

Was sind eigentlich Schöffen? Wie kann man Schöffe werden? Welche Voraussetzungen muss man mitbringen? Wie läuft das Wahlverfahren ab? Welche Aufgaben kommen auf einen Schöffen zu? Benötigt man juristisches Wissen? Wie verhält es sich mit den Rechten und Pflichten? Wird eine Entschädigung gezahlt? Wie hoch ist der Aufwand im Amt des Schöffen?

All‘ diesen Fragen widmet sich das LandCast-Team in der aktuellen Folge „WIR SCHÖFFEN DAS!“, die ab dem 24. Februar 2023 kostenlos auf Spotify, Anchor, Google Podcasts und Apple Podcasts verfügbar ist.

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Antrittsbesuch – RLP Innenminister Ebling empfängt DLRG-Präsidium

Region/Mainz – Innenminister Michael Ebling hat den rheinland-pfälzischen DLRG-Präsidenten Andreas Back sowie die beiden Vizepräsidenten Erik Müller und Christoph Reh zu einem Antrittsbesuch im Innenministerium empfangen. Im persönlichen Gespräch verschaffte sich der Minister einen Überblick über aktuelle Aktivitäten des Landesverbandes.

„Die DLRG ist mit ihren Spezialfähigkeiten im Bereich der Wasserrettung und insbesondere der Strömungsrettung ein unverzichtbarer Bestandteil des Katastrophenschutzes in Rheinland-Pfalz. Die guten und engen Beziehungen zum Landesverband wollen wir weiterhin pflegen“, sagte Innenminister Michael Ebling.

Ein besonderer Schwerpunkt des Gespräches seien Erkenntnisse aus der Hochwasserlage 2021 in Rheinland-Pfalz gewesen. „Der Einsatz des DLRG hat nachweislich Menschenleben gerettet. Außerdem haben unzählige Helferinnen und Helfer insbesondere im Ahrtal auch bei den Nacharbeiten angepackt. Dafür gebührt dem Landesverband und allen Engagierten unser Dank“, so Ebling.

Als Teil der Arbeitsgemeinschaft der Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz wirkt die DLRG auf Landesebene in der vom Land geförderten Zentralen Einrichtung Landesvorhaltung Katastrophenschutz (ZELK) mit. Zu den Aufgaben der DLRG  gehören neben der Gefahrenabwehr und dem Katastrophenschutz auch die Präventionsarbeit, die Schwimm- sowie die Rettungsschwimmausbildung.

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„Familienzeit NRW“ ermöglicht Familien mit geringem Einkommen eine Auszeit vom Alltag

Region/Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen fördert Familienurlaub in Familienferienstätten mit weiteren 4,5 Millionen Euro. Einen gemeinsamen Urlaub können sich besonders Familien angesichts steigender Preise in manchen Fällen derzeit nicht mehr leisten. Das Familienministerium möchte deshalb Familien mit geringem Einkommen dabei helfen, gemeinsam eine Auszeit vom Alltag zu erleben. Mit 4,5 Millionen Euro fördert Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr das Programm „Familienzeit NRW“, das gemeinsame Zeit in Familienferienstätten ermöglicht. Vorrangig sind Reisen in Nordrhein-Westfalen möglich, können aber auch bundesweit oder in für Familien geeigneten Jugendherbergen (ausschließlich in Nordrhein-Westfalen) stattfinden. Inbegriffen sind Vollverpflegung und verschiedene familienfreundliche, pädagogisch begleitete Freizeitangebote. Die Familien sollen den Alltag hinter sich lassen und die gemeinsame Zeit genießen können. Auch die Anreisekosten per Bahn können übernommen werden.

„Unsicherheiten angesichts der Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, die Folgen der Pandemie und der Umgang mit steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten – all das trifft Familien im besonderen Maße und kostet viel Kraft“, sagt Familienministerin Josefine Paul. „Aber auch die Jahre der Pandemie und ihre Folgen waren und sind für viele Familien eine anhaltende Belastung. Es ist deshalb wichtig, dass Familien sich gut erholen können. Wir wollen sie mit der ‚Familienzeit NRW‘ unterstützen und ihnen einen gemeinsamen Urlaub ermöglichen.“

Ab sofort können interessierte Familien, insbesondere Alleinerziehende und kinderreiche Familien aus Nordrhein-Westfalen mit geringem Einkommen, die nach § 53 Abgabenordnung förderberechtigt sind, sowie unabhängig vom Einkommen Familien mit pflegebedürftigen Kindern oder mindestens einem Familienmitglied mit Behinderung, einen Familienurlaub in einer Familienferienstätte über den Reisedienst der Diakonie Ruhr-Hellweg e.V. unter www.familienerholung-nrw.de oder kostenfrei unter der Rufnummer 0800 0005627 beantragen.

Der Reisedienst ist bei der Berechnung und Ermittlung der Förderfähigkeit behilflich. Die Familien beteiligen sich an dem Familienurlaub mit einem Eigenanteil in Höhe von 50 Euro pro erwachsener Person und 25 Euro pro Kind. Unterhalb einer bestimmten Einkommensgrenze entfällt der Eigenanteil. Das vor Ort benötigte Taschengeld tragen die Familien selbst.

Das Programm „Familienzeit NRW“ wurde 2021 erstmals angeboten, um Familien mit geringem Einkommen während der Corona-Pandemie eine Auszeit zu ermöglichen.

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Günther Jauch zu Gast bei „Einblicke“ in Bitburg – Vorverkauf startet am 6. März

Bitburg – Mit Günther Jauch ist der wohl beliebteste deutsche Fernsehmoderator und Entertainer der nächste Gast von Kulturamtsleiter Herbert Fandel in der Talkreihe „Einblicke – Menschen mit Geschichte und Geschichten.“ Jauch, der seine berufliche Karriere zunächst im Hörfunk begann, erreichte zusammen mit Thomas Gottschalk und gemeinsamen Radioprojekten erste bundesweite Aufmerksamkeit. Mit 26 Jahren stieg er ins Fernsehgeschäft ein.

Von 1988 an moderierte er im ZDF das „Aktuelle Sportstudio“ und begleitete über viele Jahre nationale und internationale Fußballbegegnungen auf höchstem Niveau. Legendär dabei die Moderation des „Torfalls von Madrid“, als das UEFA Champions League-Spiel Real Madrid – Borussia Dortmund erst 76 Minuten später angepfiffen werden konnte, weil Zuschauer ein Tor vor Anpfiff zum Einsturz gebracht hatten. Unvergessen ist sein treffender Hinweis: „Für alle Zuschauer, die erst jetzt eingeschaltet haben, das erste Tor ist bereits gefallen“.

Mit der Sendung stern TV (RTL) avancierte er schließlich zu einem der beliebtesten und bekanntesten Deutschen. Insgesamt 891 Mal war er in diesem Fernsehformat zu sehen. Seinen Spitzenplatz in der Gunst des Publikums aber festigte er wohl endgültig mit der Übernahme der Moderation der Quizsendung „Wer wird Millionär?“ ab 1999. Weitere, sehr unterschiedliche Engagements im deutschen Fernsehen, so zum Beispiel als Nachfolger von Anne Will in der wöchentlich am Sonntagabend in der ARD ausgestrahlten politischen Talkshow, sowie zusammen mit Barbara Schöneberger und Thomas Gottschalk kennzeichnen seinen beruflichen Weg.

Seit 2010 ist Günther Jauch Weingutsbesitzer. Er erwarb das renommierte Weingut von Othegraven an der Saar und führte damit eine mehr als 200-jährige Familientradition fort. Mit Fernsehpreisen bereits überhäuft, wurde er 2023 auch zum Winzer des Jahres gekürt. Bemerkenswert auch, dass Jauch in seiner gesamten Fernsehkarriere sehr gewissenhaft darüber wachte, dass sein Privatleben geschützt und die Öffentlichkeit außen vor blieb. Selbst langwierigen Gerichtsprozessen ging er dabei nicht aus dem Weg.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 27. April 2023 um 19:00 Uhr in der Stadthalle in Bitburg statt. Tickets sind ab Montag, dem 6. März 2023 um 8:00 Uhr bei www.ticket-regional.de erhältlich. Weitere Informationen unter www.einblicke-talkreihe.de

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3000 Euro für Mechernicher „Pänz“

Mechernich – 3000 Euro hat der Gesundheitsverbund Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH aus dem Verkaufserlös seiner Adventskalender an den Kinderschutzbund Mechernich gestiftet. Das teilte Jennifer Linke von der Unternehmenskommunikation des Kreiskrankenhauses jetzt Manuela Holtmeier, Teamleiterin der Stadt Mechernich für Bürger und Politik, mit.

Der Adventskalender für den guten Zweck erschien erstmals 2021. Da die limitierte Auflage von 200 Exemplaren schon in kürzester Zeit ausverkauft war, wurde die bislang letzte Auflage 2022 nochmal um hundert Stück aufgestockt.

Überreicht wurde der Erlös mit einem symbolischen Scheck durch die beiden Klinik-Geschäftsführer Martin Milde und Thorsten Schütze an die Kinderschutzbund-Vorsitzende Anke Rudolph und Beisitzerin Silke Altendorf.

„Wir waren überrascht, dass es eine so hohe Summe ist“, sagte Anke Rudolph in einem Bericht für den Mechernicher „Bürgerbrief“. Und: „Das ist großartig, denn wir haben viele tolle Projekte, die wir mit dem Geld unterstützen können!“

Der Kinderschutzbund unterstützt vor allem die Mechernicher Schulen und Kindergärten – unter anderem mit Musikinstrumenten, worüber an dieser Stelle schon häufiger berichtet wurde. Bekannt wurde der Kinderschutzbund am Bleiberg auch durch Veranstaltungen wie „Benefiz for Kids“ oder „Advänz für Pänz“.

Klinik spendete schon einmal zuvor

„Wir können uns vorstellen, mit der Spende des Krankenhauses eine weitere Kindertageseinrichtung zu unterstützen oder das Geld in Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche fließen zu lassen“, erklärte Silke Altendorf: „Wir arbeiten eng mit verschiedenen Einrichtungen und Vereinen zusammen, zum Beispiel »Jo4you«. Gemeinsam organisieren wir zum Beispiel Hip-Hop-Kurse.“

Die Geschäftsführung des Gesundheitsverbundes will den Adventkalender für den guten Zweck „zur Tradition“ werden lassen, so Jennifer Linke. Es war das zweite Mal, dass Geld aus dem Kalendererlös für eine Kinderorganisation gestiftet wurde.

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Jülicher Bürgermeister als Ordensträger und am Tuch aktiv

Jülich – Sichtlich bewegt war Bürgermeister Axel Fuchs am Veilchendienstag als „Axcelsus“ den ganzen Tag im Einsatz – für den Karneval und das historische Brauchtum. Bereits am Morgen startete die Historische Gesellschaft Lazarus Strohmanus Jülich am Hexenturm mit ihrem traditionellen Umzug am Veilchendienstag durch die Jülicher Innenstadt.

Mittendrin Bürgermeister Axel Fuchs als Ordensträger und diesjähriger „Pattühm“. Standesgemäß wurde er zuhause abgeholt und zog anschließend mit der Gesellschaft durch Jülich, wo sich bis zum Abend die Menschen am „Precken“ erfreuten. Wichtige Station war zudem seine Ansprache auf dem Marktplatz, wo dem Aufwerfen der Strohpuppe mehrere Hundert „Jecke“ zujubelten. Höhepunkt war dann am Abend das „Begräbnis“ der Lazarus-Strohpuppe in der Rur.