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„Gut versorgt in Euskirchen“ erweitert Angebot mit Informationen der Kreis-Polizeibehörde Euskirchen

Euskirchen – Seit dem 15.08.2022 steht die kostenfreie App „Gut versorgt in Euskirchen“ für Seniorinnen und Senioren, deren Angehörige sowie Bürgerinnen und Bürgern auf lokaler Ebene zur Verfügung. Als „helfende Hand“ deckt die App alles zu Betreuung und Pflege ab – aber auch Themen zum aktiven Älterwerden. Auch wer bisher wenig oder keine digitale Erfahrung hat, kommt mit der App gut zurecht. Dafür sorgen verschiedene barrierearme Funktionen wie Vorlese-, Anruf- oder Sprachsuchfunktionen.

Zum Inhalt der App gehört auch ein ausführliches Adressverzeichnis von lokalen Dienstleistern aus dem Pflege-, Gesundheits- und Freizeitbereich. Alle Inhalte werden bedienerfreundlich in so genannten Kacheln dargestellt. In der „Stadtkachel“ Euskirchen gibt es städtische Informationen mit Kontaktdaten zu den unterschiedlichen Ämtern und Beratungsangeboten und noch vieles mehr.

Die App wird nun in Euskirchen um die Polizeikachel „Kriminal- & Verkehrsunfallprävention“ erweitert. Das Ziel ist es, Seniorinnen und Senioren sowie Bürgerinnen und Bürger über polizei-präventive Themen und Angebote zu informieren. Die Kachel beinhaltet Inhalte zu wichtigen und relevanten Präventionshinweisen der Polizei NRW, wie z.B. „Der Enkeltrick“ oder „Falsche Polizeibeamte“. Weiterhin sind auch die Themen der Verkehrsunfallprävention und Opferschutz aufgegriffen. Denn gerade nach einem schweren Verkehrsunfall ist schnelle und unbürokratische Hilfe wichtig. Auf den Seiten finden sich Hilfsangebote, Kontaktpersonen und wichtige Tipps zur Regelung nach Unfallfolgen: „Leider fallen noch immer viel zu oft Seniorinnen und Senioren auf die gewieften Betrüger herein“, berichtet Melanie Houf für die Kriminalprävention und den Opferschutz der Polizei Euskirchen. „Meine Hoffnung ist, dass möglichst viele Menschen durch Hinweise der Polizei NRW in der App informiert werden und sich durch die Anrufe der Betrüger nicht aus der Ruhe bringen lassen, sondern einfach auflegen.“

Erster Beigeordneter Alfred Jaax: „Die Kooperation mit der Kreispolizeibehörde Euskirchen ist eine tolle Erweiterung des bisherigen App-Angebotes und eine echte Bereicherung. Unsere Bürgerinnen und Bürger erhalten so wichtige Informationen der Polizei direkt aus erster Hand – dies kann helfen, Betrugsmaschen zu vereiteln und durch hilfreiche Tipps und Informationen die Sicherheit unserer Seniorinnen und Senioren ein Stück weit zu erhöhen.“

Die App „Gut versorgt in“ kann sowohl auf Android-Handys als auch auf dem iPhone genutzt werden. Sie kann im App-Store heruntergeladen werden und ist zudem für die Nutzerinnen und Nutzer kostenlos.

 

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Neue Bergschäden im Kaller Gemeindegebiet – Tiefe Erdlöcher münden in Stollen

Kall – Tiefes Loch im Wald zwischen Urft und Wahlen – Gemeinde und Bezirksregierung veranlassen Sicherung und Verfüllung – Auch „Pingen“ sollten nicht betreten werden. Rund zehn Meter tief, so schätzten die Experten im Dezernat Nachbergbau der Bezirksregierung Arnsberg bei einem Ortstermin, sei das Loch tief, das ein Revierförster im Wald zwischen Urft zwischen Urft und Wahlen entdeckt hatte. Pascal Dreßen vom Kaller Ordnungsamt berichtet: „Der Förster hatte uns informiert. Wir haben uns daraufhin unverzüglich persönlich ein Bild gemacht und die Gefahrenstelle gesichert.“ Und tatsächlich: Knapp einen Meter breit und „so tief, dass man den Boden nicht sehen konnte“ sei das Loch gewesen.

Anschließend sei dann, wie in derartigen Fällen üblich, die für Bergschäden zuständige Bezirksregierung informiert worden. Deren Mitarbeiter bestätigten einen Bergschaden, möglicherweise war ein alter Stollen eigesackt oder nicht richtig verfüllt worden. Nach Sichtung der Gefahrenstelle beauftragten sie die Kaller Firma Bloeskin Baukonzepte mit der Verfüllung des Lochs.

Zwar seien derartige Bergschäden im Kaller Gemeindegebiet mit seiner Bergbau-Vergangenheit nicht ungewöhnlich, erläutert Dreßen, dennoch sei große Vorsicht geboten: „Es besteht immer die Gefahr, dass da mal jemand reinfällt, womöglich alleine, und im Loch gibt es keinen Handyempfang.“ Vor allem Kinder, so Dreßen, sollten grundsätzlich keine Pingen, also die trichterförmigen Kuhlen im Wald, betreten oder darin spielen. „Es kann immer sein, dass sich darunter Schächte befinden und plötzlich die Erde nachgibt.“ Häufig würden die Pingen für Bombentrichter aus dem Zweiten Weltkrieg gehalten und die Gefahr daher unterschätzt.

Dass derartige Bergschäden in Kall Geschichte haben, zeigt auch ein Bericht im Kölner Stadt-Anzeiger vom 20. Januar 2005: „Nur etwa 100 Meter von der Wohnbebauung und nur 15 Meter von einer Holzhütte entfernt, die sich die Kinder gebaut haben, hat sich die Erde aufgetan: Nahe des Eifelvereins-Wanderweges von Kall nach Sötenich klafft seit ein paar Tagen im steilen Hang oberhalb des Hüttengrabens ein unendlich tiefes Loch von etwa einem Meter Durchmesser im Waldboden. Die Gemeinde Kall hat den Bereich sofort abgesperrt und das Loch mit Balken und Brettern abgedeckt.“ In diesem Bericht des Redakteurs Reiner Züll wird auch erwähnt, dass an gleicher Stelle bereits 1990 ein ähnlicher Bergschaden aufgetreten und verfüllt worden sei.

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Theaterplatz Aachen – Georadar-Untersuchung in Kooperation mit der RWTH Aachen

Aachen – Die Frage ist immer wieder aufs Neue spannend: Was schlummert unter unseren Füßen im Erdreich? Im Bereich des heutigen Aachener Theaterplatzes, das ist Expert*innen bekannt, herrschte bereits im frühen Mittelalter reges Treiben. Bei archäologischen Grabungen gegenüber dem Theater, wo heute der Gebäudekomplex um das Hotel und die Fassade der ehemaligen Dresdner Bank steht, wurden vor einigen Jahren bei archäologischen Grabungen sogar römische Funde gemacht. Derzeit laufen bei der Stadt Aachen die Planungen für die Umgestaltung des Theaterplatzes. In diesem Rahmen haben zu Beginn dieser Woche, 6. und 7. März, vorbereitende Untersuchungen stattgefunden, die den Blick ebenfalls ins Erdreich richten – und damit in die Vergangenheit der Stadtgeschichte.

Ein Team der RWTH Aachen vom Lehr- und Forschungsgebiet Neotektonik und Georisiken führt dort unter Leitung von Prof. Klaus Rudolf Reicherter und Dr. Jochen Hürtgen eine Georadar-Messung durch. „Anlass ist die präventive Bestimmung vorhandener Bodenstrukturen, wie etwa archäologischer Relikte, um diese bei der Planung besser berücksichtigen zu können“, wie Philip Spahr, Theaterplatz-Projektleiter, und Stadtarchäologe Dr. Markus Pavlovic erläutern.

Die Kooperation zwischen Stadt und RWTH Aachen gibt gleichzeitig den Studierenden die Chance, ihre Kenntnisse vor Ort zu vertiefen, wie Dr. Jochen Hürtgen betont: „Unsere Studierenden können hier wissenschaftliche Untersuchungsmethoden in der Praxis anwenden und so ihren Erfahrungsschatz im Rahmen ihres Studiums an der RWTH Aachen erweitern.“

Die Untersuchungen werden auf dem Theatervorplatz, im Bereich der nördlichen Umfahrt sowie auf der Theater-Rückseite durchgeführt. Notwendige Maßnahmen zur Verkehrssicherung, wie eine teilweise Absperrung des Theatervorplatzes, wurden entsprechend vorgesehen. Gehwegverbindungen bleiben aber ebenso offen wie die Straßenräume für motorisierten und Radverkehr.

Die Umgestaltung des Theaterplatzes ist Teil des Zukunftsprozesses Innenstadtmorgen. Erste Tiefbauarbeiten der Energieversorger beginnen voraussichtlich im Jahr 2024, die Neugestaltung des Platzes folgt nach derzeitigem Planungstand ab dem Jahr 2025.

Zahlreiche weitere aktuelle Projekte der Stadtentwicklung und Infos sind auf der Homepage www.innenstadt-morgen.de zusammengefasst. Zudem finden Interessierte dort viele Möglichkeiten, aktiv mitzumischen und sich als Morgenmacher*in einzubringen.

 

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ÜAZ Wittlich – Wegbereiter für eine erfolgreiche berufliche Zukunft

Wittlich – Seit 18 Jahren kann das Überbetriebliche Ausbildungszentrum Wittlich (ÜAZ) auf eine Förderung durch die Europäische Union zurückblicken. Seitdem konnten durch die Förderung im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (seit 2021 Europäischer Sozialfonds Plus) zahlreiche arbeitsmarktpolitische Projekte erfolgreich durchgeführt werden. Gemeinsame Ziele dieser Projekte sind unter anderem die Integration sozial Benachteiligter, die Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf sowie die Prävention von Ausbildungsabbrüchen. Für 2023 wurden in den vorangegangenen Auswahlverfahren der Landesregierung Rheinland-Pfalz folgende drei Projekte im ÜAZ-Wittlich als förderwürdig befunden:

Der im letzten Jahr erstmals umgesetzte Förderansatz „JobAction“ ist auf ein sehr gutes Echo gestoßen, sodass er auch 2023 im ÜAZ-Wittlich durchgeführt wird. Hierbei wird mit Hilfe gezielter Motivations- und handwerklich-künstlerischer Projektarbeit die Ausbildungsfähigkeit von Jugendlichen erhöht, die zuvor bereits negative Erfahrungen mit anderen Lernformen gemacht haben. Um Qualifikations- und Ausbildungshürden zu überwinden, wird eine individuelle Betreuung mit passenden Gruppenangeboten im Rahmen der Projekte kombiniert. Teilnehmen können junge Menschen unter 25 Jahren, die beispielsweise noch beruflich unorientiert sind, sich weder in einer Schule noch in einer Berufsausbildung befinden. Neben dem Europäischen Sozialfonds Plus wird dieses Projekt auch durch das Jobcenter Bernkastel-Wittlich finanziell unterstützt.

Das Projekt „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“ unterstützt Auszubildende als auch Betriebe in kritischen Ausbildungssituationen. Dieses Projektangebot besteht im ÜAZ-Wittlich bereits seit zehn Jahren und begeht somit gleichzeitig ein kleines Jubiläum. Dank der Förderung durch den ESF bzw. ESF Plus seit 2013 und in diesem Jahr erstmalig auch durch die Nikolaus Koch Stiftung, Trier, erhalten Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in einer Berufsausbildung oder Einstiegsqualifizierung befinden, die nötige Hilfe und Unterstützung, wenn im Ausbildungsbetrieb, der berufsbildenden Schule oder im sozialen/privaten Umfeld Probleme auftauchen. Oftmals wiegen diese Probleme so schwer, dass ein vorzeitiger Ausbildungsabbruch unvermeidlich erscheint. Das Projekt „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“ setzt hier an, um durch gezielte, individuelle und bedarfsorientierte Ausbildungsbetreuung und -begleitung den Ausbildungsabbruch zu vermeiden und die Ausbildung mit Erfolg abzuschließen.

Unter dem Namen „IbIZA“ (Informieren und Beraten zwecks Integration und Zukunft auf dem Arbeitsmarkt) wird seit 2018 der ESF Plus-Förderansatz des „Bedarfsgemeinschaftscoaching“ mit Förderung des Europäischen Sozialfonds bzw. Europäischer Sozialfonds Plus und Mitteln des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz sowie des Jobcenters Bernkastel-Wittlich im ÜAZ-Wittlich umgesetzt.

Hier werden Teilnehmende im Bürgergeldbezug dabei unterstützt, ihre Beschäftigungsfähigkeit und damit ihre beruflichen Perspektiven zu verbessern. Ziel der Projekte ist überdies die Stärkung der sozialen Teilhabe und des Zusammenlebens in den Familien.

Die Betreuung der Teilnehmenden erfolgt überwiegend als aufsuchende Arbeit, das heißt die Sozialpädagogen und Sozialarbeiter kommen zu den Menschen nach Hause. Sie wenden sich zudem nicht nur der einzelnen Person zu, sondern betrachten das ganze familiäre Lebensumfeld, im Sinne des SGB II eben die Bedarfsgemeinschaft. Durch das Bedarfsgemeinschaftscoaching soll so auch eine Verbesserung der Situation der in den Familien lebenden Kinder erreicht werden, zum Beispiel indem die schulische Situation in den Blick genommen wird und Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten aufgezeigt werden. Die Fachkräfte im Projekt nehmen hierbei eine Lotsenfunktion zu bestehenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten ein. Familiäre Strukturen, die ein Abhängigkeitsverhältnis von staatlichen Leistungen auch in der Zukunft erwarten lassen, werden gezielt angegangen.

Die Projekte sollen auf weiterführende Maßnahmen zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit, wie beispielsweise die ESF+-Förderansätze „Perspektiven eröffnen“, „Frauen aktiv in die Zukunft“ oder andere Qualifikationsmaßnahmen der Jobcenter vorbereiten. Durch die individuelle Betreuung der Teilnehmenden wird flexibel auf die Bedarfe vor Ort eingegangen.

Mit diesem Coaching wurden bisher gute Erfolge erzielt bei der Hinführung der langzeitarbeitslosen Frauen und Männer an den Arbeitsmarkt. Mit der Betrachtung und Bearbeitung der individuellen Aspekte in der gesamten Bedarfsgemeinschaft wird dabei ein ganzheitlicher Ansatz in der Begleitung verfolgt, sodass damit eine Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht wird.

Dank der finanziellen Unterstützung durch den ESF Plus, der Landesregierung Rheinland-Pfalz, dem Jobcenter Bernkastel-Wittlich und der Nikolaus Koch Stiftung, Trier kann das ÜAZ-Wittlich seinen Beitrag leisten, um die Transformation der Arbeitswelt zu gestalten und lebenslanges Lernen zu fördern, Jugendliche beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf zu unterstützen und die Beschäftigungsfähigkeit von am Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen zu erhöhen.

Interessierte, die mehr über die oben genannten Projekte und evtl. Teilnahmemöglichkeiten erfahren beziehungsweise sich über das gesamte Bildungsangebot des ÜAZ-Wittlich informieren möchten, können sich gerne direkt an das Überbetriebliche Ausbildungszentrum Wittlich, 06571 97870, info@ueaz-wittlich.de, www.ueaz-wittlich.de, wenden.

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Selbstverteidigungs-Schnupperkurs bei der Stadtverwaltung Mayen

Mayen – Für die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung Mayen hielt das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten Ina Rüber-Teke kürzlich ein weiteres besonderes Angebot bereit: Ein 90-minütiger Selbstverteidigungs-Schnupperkurs.

Der Trainer Christian Grüner von „sen5“ aus Mayen präsentierte 25 Teilnehmenden einen umfangreichen Einblick in die Kunst der Selbstverteidigung. Nach einem kurzen theoretischen Crashkurs ging es dann schnell in praktische Übungsphasen, sodass selbst in 90 Minuten einiges ausprobiert werden konnte. Immer wieder erklärte Christian Grüner den Sinn, der sich hinter den jeweiligen Übungen verbirgt. Weiterhin erläuterte Grüner, in welchen unangenehmen Situationen welche Übungen hilfreich sein können. Er betonte die zentralen Punkte: stimmgewaltig, aufmerksam und schnell sein sowie wer gewaltfrei aus bedrohlichen Situationen kommt, gewinnt.

„Dieses Angebot erfreute sich hohem Interesse und wurde sehr gut angenommen. Für das betriebliche Gesundheitsmanagement und unsere Gleichstellungsbeauftrage ist das ein Zeichen, solche Angebote zu wiederholen und weitere ähnliche Aktionen anzubieten“, so Klaus Künzer, Leiter des Arbeitskreises BGM.

Erst kürzlich wurde ein Kochkurs für die Mitarbeitenden angeboten. Aber das ist nicht alles, was das BGM zu bieten hat. Neben der Möglichkeit, an verschiedenen Sportkursen teilnehmen zu können, wird auch einmal wöchentlich ein „Obstkorb“ mit frischem Obst vom Wochenmarkt bereitgestellt.

Das Team des BGM reagiert flexibel auf die Bedarfe und arbeitet eng mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Mayen zusammen um die Angebote entsprechend der Wünsche der Mitarbeiterschaft gestalten zu können.

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Spendenverteilung für alle Flutopfer im Stadtgebiet Schleiden abgeschlossen

Schleiden – Nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 sind bei der Stadtverwaltung Spendengelder von insgesamt 1.964.845,09 Euro eingegangen. Davon wurden im Jahr 2021 1.759.525,67 Euro sowohl an Privatpersonen als auch an Gewerbebetriebe nach einem durch die Politik und Verwaltung festgelegten Verteilungsschlüssel auf Antrag ausgeschüttet.

Im darauffolgenden Jahr erfolgte eine Auszahlung von 136.162,68 Euro für den erhöhten Wasserverbrauch / Reinigungsbedarf sowie als Ausgleich für die Grundsteuer B. Auch hier konnten betroffene Bürger entsprechende Anträge stellen. Des Weiteren wurden den von der Flut betroffenen Vereinen im Schleidener Tal Spendengelder zugewiesen. Nunmehr wurden die verbleibenden Spendengelder verteilt, da in den letzten Wochen kaum noch bzw. keine Spendengelder mehr vereinnahmt wurden.

Privatpersonen 1.282.810,61 € Anzahl: ca. 355 Haushalte
Unternehmen 558.877.74 € Anzahl: 105 Betriebe
Vereine und sonstige Institutionen 123.156,74 € Anzahl: 11
  1.964.845,09 €  

Erster Beigeordneter Wolter erklärt, dass die Spendenverteilung nicht nur formal von der Verwaltung abgewickelt wurde, sondern auch mit dem angemessenen Mitgefühl und entsprechender Anteilnahme hinsichtlich der betroffenen Privatpersonen, Gewerbetreibenden und Vereinen erfolgte. Dabei sei es ihm ganz wichtig gewesen, dass alle Spendengelder 1:1 an die Betroffenen weitergeleitet und keine Verwaltungs- oder Bearbeitungsgebühren einbehalten wurden.

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Kunstausstellung „Querbeet“ im Foyer des Rathauses in Kreuzau

Kreuzau – Agathe Thiem zeigt bis 28. April 2023 ihre Auswahl – Die 60-jährige Künstlerin Agathe Thiem aus Merzenich malt am liebsten gegenständlich – Situationen, Stillleben oder Porträts von Personen und Tieren. Für ihre Bilder orientiert sie sich an Fotografien, die sie in ihrer Freizeit gemacht hat. So entstehen Momentaufnahmen mit Ölfarben auf Leinwand, Malpapier oder Keilrahmen.

Als Jugendliche hätte die Künstlerin gerne Design studiert, sollte sich aber für einen anderen Beruf entscheiden. In den Folgejahren rückte ihre Leidenschaft in den Hintergrund, Familienplanung und die berufliche Weiterentwicklung standen im Vordergrund. Erst vor gut zwölf Jahren hat sie sich der Kunst wieder aktiv zugewandt und auch beruflich kann sie diese nun ausleben. Als Abteilungsleiterin in einem Seniorenheim gibt sie ihre Leidenschaft an die Bewohner weiter.

Bis zum 28. April 2023 kann die Ausstellung „Querbeet“ montags bis freitags von 8:30 – 12:00 Uhr sowie dienstags von 13:30 bis 16:00 Uhr und donnerstags von 13:30 bis 17:00 Uhr kostenfrei und ohne Termin im Rathaus Kreuzau besucht werden. Der Zugang ist barrierefrei.

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Auf der Spur des Wasserstoffs – Entdeckertag an der Grundschule Brohl

Kaisersesch – Das aktuelle Thema Klimawandel in Verbindung mit dem großen Themenkomplex erneuerbare Energien konnte nun auch beim Entdeckertag der Grundschule Forster Kirchspiel aufgegriffen werden. Gemeinsam mit Vertretern der Universität Koblenz durfte das SmartQuart-Team der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch einen Vormittag mit hochbegabten Kindern verbringen, um mit ihnen das Thema Wasserstoff zu entdecken.

Schon zu Beginn beeindruckten die Entdeckerkinder mit ihrem umfangreichen Vorwissen. Erdwärme, Sonne, Wasser, Wind und Holz wurden von den Kindern den erneuerbaren Energien zugeordnet, Erdöl, Erdgas und Kohle den endlichen Energien. Auch über die jeweilige Nutzung und deren Auswirkungen auf das Klima konnten die Kinder fundiertes Wissen formulieren.

Der Weg zum Thema Wasserstoff wurde in die Geschichte der Kinder Tibor und Lilly eingebunden, die gemeinsam eine Fahrradtour zum Ausbildungsbetrieb von Lilly machen. Dort wird mit Wasserstoff gearbeitet. Unterwegs kommen die Radfahrer an einer CO₂-Messstation, einem Kraftwerk, Windrädern und einer Fotovoltaikanlage vorbei. An jedem Ort denken sie über dessen Bedeutung für das Klima nach, bis sie sich die Frage stellen, ob Autos nicht auch mit Wasser fahren könnten.

Jetzt wurde es kompliziert, aber auch sehr anschaulich: Das Wasserstoffspiel, an dem jedes Kind teilnahm, veranschaulichte die sogenannte Elektrolyse, bei der Wasser- und Sauerstoffmoleküle mithilfe von Strom voneinander getrennt werden.

Die Herstellung des Wasserstoffs wurde anschließend an einem kleinen Modell konkret vorgeführt. Mit dem produzierten Wasserstoff konnte dann ein kleines Brennstoffzellen-Modellauto betankt werden. Die Kinder staunten nicht schlecht, als das Modellauto losfuhr.

Das Highlight zum Abschluss des Entdeckertages war die Besichtigung des mitgebrachten Brennstoffzellenautos, dem Toyota Mirai des H2BZ Netzwerk RLP e. V., das sich die Kinder ganz genau und neugierig anschauen durften.

Ein toller, spannender und lehrreicher Vormittag, nicht nur für die Entdeckerkinder, sondern auch für das SmartQuart-Team (Silvia Eifel und Uwe Diederichs-Seidel) und das Team der Universität Koblenz (Dr. Svenja Brockmüller und Dr. Thomas Brühne).

Entdeckertag Grundschule Forster Kirchspiel

Seit dem Schuljahr 2007/2008 nimmt die Grundschule in Brohl am Modellprojekt für hochbegabte Kindergarten- und Grundschulkinder im Landkreis Cochem-Zell teil. Die Entdeckertagschule im Landkreis präsentiert sich als eine Schule an zwei Standorten. In der Grundschule Forster Kirchspiel wird der Entdeckertag für die Kinder der dritten und vierten Klassen angeboten. Die jüngeren Kinder treffen sich in Ellenz-Poltersdorf an der Mosel.

Kontakt für weitere Informationen zur Entdeckertagschule:

Grundschule Forster Kirchspiel, Telefon: 02672 8277, E-Mail: gs-forster-kirchspiel@kaisersesch.de

SmartQuart | Wasserstoffquartier Kaisersesch

SmartQuart ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördertes Projekt mit vielen Kooperationspartnern und drei Stadtquartieren. Ziel des Projektes ist es, die Nutzung fossiler Energieträger (Gas, Kohle und Öl) in den Projektquartieren weitgehend überflüssig zu machen. Das Quartier Kaisersesch ist mit einem Investitionsvolumen von über 8 Millionen € Teil des vom Bundesministerium geförderten Projektes SmartQuart. In Kaisersesch wird ein wasserstoffbasiertes Microgrid aufgebaut, das die gesamte Wertschöpfungskette des Energieträgers zeigt – von der Erzeugung, Umwandlung, Speicherung, Verteilung bis hin zur Nutzung durch die Endverbraucher*innen in den Sektoren Wärme, Strom, Mobilität und Industrie.

Kontakt für weitere Informationen zu SmartQuart:

Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch, Telefon: 02653 9996-510, www.kaisersesch.de/smartquart

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„Vorbild für eine ganze Generation“ – Innung ehrt Nina Weber für besondere Leistungen

Prüm/Bernkastel-Kues – Stolz ist man in der Dachdecker-Innung Bernkastel-Wittlich auf seine jungen Fachkräfte. Dies zeigten die Mitglieder auch bei der Jahreshauptversammlung Ende Februar auf der Burg Landshut. Hier erhielt Gesellin Nina Weber ein Präsent von Landesinnungsmeister Johannes Lauer und Innungsgeschäftsführer Dirk Kleis überreicht. Weber hatte erst im vergangenen Sommer ihre Gesellenprüfung hervorragend abgeschlossen. Dann wurde sie Landessiegerin und nahm am Bundesentscheid teil. Als Nächstes steht die Dachdecker-WM 2024 an. „Sie ist damit ein Vorbild für eine ganze Generation“, so Innungsgeschäftsführer Dirk Kleis. „Im Sommer beginnt Nina bereits mit dem Meisterkurs“, erzählt ihr Chef Markus Berg, der auch Obermeister der Innung ist.

Über den Nachwuchs im Dachdeckerhandwerk berichtete Lauer der Versammlung auch in seinem Rückblick auf die Aktivitäten des Landesinnungsverbandes Dach RLP. Unter „Zukunft Dachdecker“ engagieren sich junge Dachdecker auf Landesebene dafür, Jugendlichen den Beruf näher zu bringen. Regional war derweil die Innung bei der Berufsinfomesse „Take off“ im vergangenen September aktiv. Aber auch das Miteinander der Dachdecker selbst ist der Innung wichtig. Einen Beitrag leistet dabei der Familientag. Für deren Organisation zeichnete sich zuletzt Lehrlingswart Eugen Ziegenhagel von Anton Holzbau verantwortlich. „Das Miteinander innerhalb unserer Innungsorganisation liegt uns genauso am Herzen wie die Interessenarbeit für unser Handwerk auf Landes- und Bundesebene“, erzählt Obermeister Berg. In 2023 stehen neben zwei Innungsstammtischen und der Teilnahme an Berufsinfomessen auch die Beteiligung am „Dach-Tag“ im Juni in Mainz an sowie der Innungsfamilientag im Oktober.

Die Versammlung wurde umrahmt von Informationen der Fördermitglieder Alwitra und Velux.

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Spatenstich am Berufskolleg Kaufmännische Schulen in Düren

Düren – Am gestrigen Montagmittag wurde bei dem feierlichen Spatenstich zu einem Erweiterungsbau am Berufskolleg Kaufmännische Schulen in Düren der erste Schritt für den Zweig Wirtschaftsgymnasium gemacht. Auf drei Vollgeschossen werden in dem Modulbau offene Lernlandschaften nach modernstem Standard entstehen.

„Heute starten wir mit einem Ausbauprogramm für unsere Berufskollegs im Kreis Düren, was eine Rekordinvestition für den Kreis darstellt. Wir werden insgesamt deutlich über 100 Millionen Euro in die Berufskollegs investieren“, mit diesen Worten eröffnete Landrat Wolfgang Spelthahn gestern den Spatenstich am Berufskolleg Kaufmännische Schulen. „Die beste Investition ist die Bildung. Zu vernünftigem Unterricht gehört eine vernünftige Ausstattung und dafür legen wir nun den Grundstein“, sagte der Landrat weiter.

Insgesamt gibt es neun große Klassen-, sechs Differenzierungs- und zwei Beratungsräume in dem Neubau. Er erstreckt sich über eine Nutzfläche von 1290 Quadratmetern und soll im November dieses Jahres fertiggestellt werden. Der Bau wird barrierefrei und über eine Brücke mit dem Bestandsgebäude verbunden. Auch ein Aufzug wird verbaut. In der Fassade und im Innenbereich sind viele Fenster und einige mobile Glastrennwände angeordnet, wodurch große sowie helle Lernlandschaften entstehen. Eine Luftwärmepumpe, die das Gebäude mit Wärme versorgt und eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach runden den umweltfreundlichen Neubau am Berufskolleg ab. Er erfüllt den KfW 55 Standard, was bedeutet, dass nur 55 Prozent der Energie eines konventionellen Baus benötigt werden. Die Fassade wird farblich an das bereits bestehende Gebäude angepasst.

Das schulische Konzept und die Anforderungen sind in einer Machbarkeitsstudie der Hausmann Architekten in Zusammenarbeit mit der Schulleitung entstanden. Michael Lichtwald, stellvertretender Schulleiter des Berufskollegs Kaufmännische Schulen, bedankte sich auf dem Spatenstich für die politische Unterstützung: „Es wird deutlich, welch hohen Stellenwert das Thema Bildung im Kreis Düren hat.“ Auch Andrea Herrlein, Schulleiterin des Wirtschaftsgymnasiums, freut sich auf das zukunftsweisende Gebäude: „So sieht eine optimale Unterstützung für das ‚Abitur mit Mehrwert‘ aus, also die Allgemeine Hochschulreife mit den zusätzlichen Kenntnissen in den Themen Wirtschaft und Verwaltung.“

Der Kreis Düren errichtet das Gebäude gemeinsam mit dem Generalunternehmer Jaeger Modulbau aus Altenstadt an der Waldnaab. Der Entwurf für das Gebäude wurde von dem Ingenieurbüro Monath aus Düren-Niederau erarbeitet. Durch die Ausführung als Stahlmodulbau und vorgefertigten Teilen können die Beeinträchtigungen an der Baustelle auf ein Minimum reduziert werden. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf rund 7,18 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Bau mit 3,34 Millionen Euro durch das Gesetz zur Umsetzung des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes (KInvFöG NRW).