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„GenoEifel“ vermittelt Hilfe nun auch in Stolberg

Stolberg – Die Genossenschaft „GenoEifel“ vernetzt Menschen, die sich gegenseitig unterstützen möchten. Das funktioniert beispielsweise in vielen Eifelkommunen bereits sehr gut. Nun ist auch die Stadt Stolberg bei diesem Programm dabei.

Ob Begleitung zum Arzt, in die Kirche, zum Einkaufen oder der Besuch im Seniorenheim, kleinere Hausmeistertätigkeiten oder Hundesitting: Durch GenoEifel profitieren nicht nur die Hilfesuchenden unkompliziert und menschlich, sondern auch die Helferinnen und Helfer. Beide müssen zum Mitmachen Mitglied der Genossenschaft werden. Helferinnen und Helfer erhalten dann pro Stunde für ihre Hilfeleistung jeweils einen Obolus.

Informationsmaterial und Beitrittserklärungen erhalten Interessierte im Senioren-Infocenter der Stadt Stolberg in der Rathausstraße 1b, per Telefon unter 02402/13238 und 02402/13651 sowie per E-Mail an astrid.paschke@stolberg.de und michelle.rutkowski@stolberg.de.

 

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Karlspreis-Verleihung in Aachen im Zeichen des Krieges in der Ukraine

Aachen – Aktuell werden verschiedene Szenarien der Preisverleihung geplant. Sowohl das Programm als auch die Sicherheitsmaßnahmen können sich abhängig von der Teilnahme von Wolodymyr Selenskyj jederzeit noch kurzzeitig ändern. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz, die Präsidentin des Europäischen Parlaments Ursula von der Leyen sowie der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki halten im Krönungssaal Ansprachen mit einer Würdigung des Preisträgers.

Beim Karlspreis LIVE auf dem Katschhof unterschreibt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen gemeinsam mit Vertretern der ukrainischen Stadt Chernihiv auf der Bühne am Katschhof einen Vertrag zur Solidaritätspartnerschaft zwischen beiden Städten.

Nur wenige Tage vor der Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen an Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk haben heute Nachmittag (8. Mai) Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und Dr. Jürgen Linden als Vorsitzender des Karlpreisdirektoriums gemeinsam mit dem Aachener Polizeipräsidenten Dirk Weinspach und dem Leitenden Polizeidirektor Wilhelm Sauer Einzelheiten bekannt gegeben. Demnach werden am Sonntag, 14. Mai, rund 700 Personen an den Feierlichkeiten im Krönungssaal teilnehmen. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz, die Präsidentin des Europäischen Parlaments Ursula von der Leyen sowie der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki halten Ansprachen mit einer Würdigung des Preisträgers.

Anders als in vergangenen Jahren findet die Karlspreisverleihung in diesem Jahr nicht am Himmelfahrtstag, 18. Mai, sondern am Sonntag, 14. Mai, statt. Um 12 Uhr wird im Dom das feierliche Pontifikalamt zelebriert, um 15 Uhr beginnt die Preisverleihung im Krönungssaal des Aachener Rathauses.

Auf alle Szenarien vorbereitet

Das Karlspreisdirektorium unterstreicht mit der Verleihung des Karlspreises 2023, dass „die Ukraine Teil Europas ist und die Bevölkerung und ihre Regierungsvertreter, an der Spitze Präsident Wolodymyr Selenskyj, europäische Werte vertreten und verteidigen und deshalb die Ermutigung verdienen, rasch Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union zu führen“. Der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums Dr. Jürgen Linden betonte im Pressegespräch, dass man sich nach wie vor auf verschiedene Szenarien vorbereite – mit einer persönlichen oder per Video zugeschalteten Teilnahme von Wolodymyr Selenkskyi an der Preisverleihung oder ohne seine Teilnahme, aber mit einer ranghohen ukrainischen Vertretung seiner Person. Daher könnten sich sowohl das Programm als auch die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen jederzeit kurzfristig ändern. Klar sei nur die Botschaft des Karlspreises: „Europa steht hinter der Ukraine“.

Viele Ehrengäste haben ihr Kommen zugesagt

Unter den Gästen der Karlspreisverleihung befinden sich unter anderem der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz, die Präsidentin des Europäischen Parlaments Ursula von der Leyen sowie der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, die Ansprachen mit einer Würdigung des Preisträgers halten.

Zugesagt haben ebenfalls die ehemaligen Karlspreisträger*innen Felipe Gonzáles Marquez (1993), Jean-Claude Trichet (2011), Dahlia Grybauskaite (2013), Martin Schulz (2015) sowie die Preisträgerinnen des vergangenen Jahres Veronica, Tsepkalo, Swetlana Tichanowskaja und – in Vertretung ihrer inhaftierten Schwester Maria Kalesnikava – Tatsiana Khomich. Auch die ukrainische Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matviichuk ist zu Gast im Krönungssaal. Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments, und Bundestagspräsidentin Bärbel Bas haben ebenfalls ihr Kommen zugesagt. Erwartet werden ebenfalls NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst sowie zahlreiche Minister*innen seines Kabinetts. Neben vielen weiteren Ehrengästen haben zudem 14 Botschafter und zahlreiche Mandatsträger, Vertreter von Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie der Partnerstädte Aachens ihr Kommen zugesagt.

Verleihung des Europäischen Karlspreises für die Jugend

Am Freitag vor der Karlspreisverleihung, 12. Mai, wird der Europäische Karlspreis für die Jugend verliehen. An dem hierzu ausgeschriebenen Wettbewerb haben sich wieder Hunderte junger Menschen aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit sehr unterschiedlichen und vielfältigen Projekten beworben, die zur europäischen Verständigung beitragen, die Entwicklung einer gemeinsamen Identität fördern und beispielgebend für das gelebte Europa sind. „In diesem Jahr haben Jugendliche aus Europa insgesamt über 340 Projekte angemeldet. Ich habe die tolle Stimmung vom letzten Jahr noch in bester Erinnerung und freue mich auf diese lebendigen, begeisterten und begeisternden jungen Menschen, die Europa bereichern und die es so dringend braucht“, sagte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Die Repräsentant*innen der nationalen Gewinnerprojekte aus 27 Mitgliedstaaten werden traditionell zu einem viertägigen Aufenthalt nach Aachen eingeladen. Die Verleihung des Jugendkarlspreises wird live in Deutsch und Englisch auf www.karlspreis.de gestreamt.

Karlspreis-Europa-Forum

Am Samstag, 13. Mai, findet traditionell das Karlspreis-Europa-Forum statt – auch anno 2023 im „Das Liebig“; diesmal unter dem Motto „Europa im Umbruch“. Im unmittelbaren Vorfeld der Karlspreisverleihung finden sich hier europäische Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Kultur und Gesellschaft zu einer Perspektivkonferenz zusammen und diskutieren über die epochalen Herausforderungen, mit denen die EU konfrontiert ist – unter anderem Fragen der Energiesicherheit und der europäischen Sicherheitsarchitektur. Auch diese Veranstaltung wird live in Deutsch und Englisch auf www.karlspreis.de gestreamt.

Karlpreis LIVE auf dem Katschhof

Das kulturelle Programm von Karlspreis LIVE auf dem Katschhof startet am Samstag, 13. Mai um 16.30 Uhr. Dann spielen dort die Brüder Ihor und Denys Pankiv, zwei jungen ukrainische Akkordeonisten aus Liv/Lemberg, die bereits im Europaparlament in Straßburg und beim Jugendkarlspreis 2022 aufgetreten sind. Die ukrainische Solistin Olha Hryhoryk ist ab 17.30 Uhr auf dem Katschhof zu hören. Sie möchte mit ihrer Musik Deutschland die ukrainische Kultur näherbringen – und Hoffnung auf Frieden und eine bessere Zukunft geben. Der weit über die Grenzen der Ukraine hinaus bekannte Trompeter Andriy Ilkiv gastiert mit dem von ihm 1999 gegründeten Blechbläserquintett Kyiv-Bras ab 18.20 Uhr auf dem Katschhof. Um 18.50 Uhr unterschreibt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen gemeinsam mit Vertretern der ukrainischen Stadt Chernihiv auf der Bühne am Katschhof einen Vertrag zur Solidaritätspartnerschaft zwischen beiden Städten.

Auf dem Katschhof sind gegen 19.10 Uhr auch die diesjährigen Jugendkarlspreisträger*innen zu Gast. Auf der dortigen Bühne begegnen sie wichtigen Ehrengästen der Karlspreisverleihung 2023, die sich den Fragen des Chefredakteurs der Aachener Zeitung Thomas Thelen stellen. Um 20.15 Uhr wird es bis 22 Uhr mal rockig, mal funky mit Soul- und Jazzelementen, wenn dort die Band DC Seven auftritt.

Manifestation „Karlspreis für den Frieden“

Am Sonntag, 14. Mai, wird ab 15 Uhr die TV-Übertragung des Festaktes im Krönungssaal des Aachener Rathauses auf einer Video-Großleinwand auf den Katschhof und in den Elisengarten übertragen. Im Anschluss an die Verleihung singt Marlaine Maas auf dem Katschhof ihre Version des ukrainischen Liedes „Oy U Luzi Chervona Kalyna“, mit der sie über die sozialen Medien bereits Millionen von Menschen erreicht und berührt hat. Nach Ende der Verleihungszeremonie empfangen Dr. Jürgen Linden und Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen Karlspreisträger*innen sowie Staats- und Ehrengäste auf der Bühne am Katschhof, mit denen gemeinsam sie ein Zeichen des Friedens setzen wollen. Zum Ausklang gibt es eine musikalische Verabschiedung durch Marlaine Maas. Der für den Katschhof angekündigte Auftritt von Tamara Lukasheva und ihrem Quartett ist auf 20 Uhr verschoben und findet im Büchel-Museum statt. Einlass ist ab 19 Uhr. Der Katschhof ist für Besucher*innen ab 14.15 Uhr ausschließlich über einen Eingang an der Ritter-Chorus-Straße zugänglich. Dort werden vor dem Einlass die Taschen kontrolliert.

Das Medieninteresse ist extrem groß

Das Medieninteresse an der diesjährigen Verleihung ist extrem groß. Eine knappe Woche vor der Karlspreisverleihung verzeichnet der städtische Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing bereits über 130 Akkreditierungsanfragen – darunter Teams von ARD und ZDF, Deutsche Welle, der FAZ, der Süddeutschen Zeitung, der ZEIT sowie verschiedener in- und ausländischer Fernsehredaktionen, Wort- und Bild-Agenturen, darunter auch die New York Times. Die Karlspreis-Verleihung wird am Sonntag, 14. Mai, live im WDR-Fernsehen von 15 bis 16.30 Uhr ausgestrahlt.

Fahrzeugflotte

Seit vielen Jahren stellt die Mercedes-Benz Niederlassung Aachen einen Teil der Fahrzeugflotte für die Ehrengäste der Karlspreisverleihung. Aktuell besteht die Flotte aus Elektro- und Hybridfahrzeugen verschiedener Baureihen, die rund um die Preisverleihung im Einsatz sind, sagte im Vorfeld der Verleihung Matthias Hindemith, Vertriebsdirektor Pkw Rheinland bei Mercedes-Benz.

Kulinarische Köstlichkeiten

Die Gäste beim Vorabend-Dinner in der Aula Carolina können sich wieder auf kulinarische Köstlichkeiten freuen. Die Küchenkünstler von DORN – Catering und Events verwöhnen die Gäste mit Flusskrebsen und Avocado, Medaillons vom Limburger Klosterschwein und Heinsberger Erdbeeren auf Vanillecreme sowie einer vegetarischen Variante des Menus. Das Abendessen wird musikalisch begleitet von Dmytro Udovychenko (Violine), ukrainischer Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben.

Zugänglichkeit der Innenstadt ist eingeschränkt

Aufgrund der langen Liste schutzwürdiger Personen und des großen Polizeieinsatzes rund um die Verleihung des Karlspreises wird es vom 12. bis zum 14. Mai im gesamten Stadtgebiet und insbesondere in der Innenstadt zu verschiedenen temporären Straßensperrungen kommen. Ebenso werden zeitig entsprechende Halteverbotszonen eingerichtet. Polizeipräsident Dirk Weinspach sagte dazu: „Die Polizei Aachen gewährleistet auch in diesem Jahr die Sicherheit der Karlspreisverleihung. Wir sind auf diesen groß angelegten Einsatz gut vorbereitet und arbeiten eng mit der Stadt Aachen und mit allen relevanten Sicherheitsbehörden zusammen – dazu zählen auch das NRW-Innenministerium und die Nachrichtendienste.“ Polizei und Stadt haben ein gemeinsames Infoblatt zusammengestellt, das aktuell an die Anwohner*innen des innerstädtischen Bereiches verteilt wird.

Im Bereich Markt, Katschhof, Krämerstraße sowie zwischen Hühnermarkt und Krämerstraße, Schmiedstraße, Fischmarkt und Münsterplatz ebenso wie auf der Jakobstraße zwischen Judengasse und Markt wird in der Nacht zum 14. Mai ab

Mitternacht ein Sicherheitsbereich eingerichtet. Einzelhandel und Gastronomie sind ab diesem Zeitpunkt bis Sonntag, 21 Uhr, geschlossen. An zwölf Orten rund um Dom und Markt werden Durchlassstellen für Anlieger*innen eingerichtet. Die Polizei und die Stadt Aachen bemühen sich, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und den Zugang zu Geschäften und Wohnungen zu gewährleisten. Geschäftstreibende sowie Anwohner*innen werden gebeten, an diesen Tagen ihren Personalausweis mitzuführen. Einzelhandel und Gastronomie im oberen Teil der Pontstraße sind bereits am Samstag, 13. Mai, ab 16 Uhr nicht mehr zugänglich und bis Sonntag, 14. Mai, 21 Uhr geschlossen.

Der Leitende Polizeidirektor Wilhelm Sauer wies zudem darauf hin, dass seit heute Vormittag in Aachen die Gullydeckel auf und um den Markt verschlossen werden: „Einige kennen diese Maßnahme noch von der Verleihung des Karlspreises an den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Das ist eine der Maßnahmen, die zu unserem Sicherheitskonzept gehören.“ Zu den üblichen Standardmaßnahmen gehören beispielsweise auch die Absuche nach sprengfähigen Stoffen in Dom und Rathaus durch Sprengstoffspürhunde.

Bürgertelefon

Zu entsprechenden Fragen hat die Stadt Aachen unter der Telefonnummer 0241-432 0 in der Zeit von Samstag, 13. Mai, von 18 bis 21 Uhr und Sonntag, 14. Mai, von 8 bis 18 Uhr ein Bürgertelefon eingerichtet. Auch die Polizei Aachen steht unter der Nummer 0241 9577-21210 für Fragen zur Verfügung.

 

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Neues Wohnquartier in Aachen – Lebendiges Quartier mit rund 200 Wohneinheiten entsteht

Aachen – Mit einstimmigem Ergebnis konnte sich der Projektentwurf „Höfe“ des Aachener Architekturbüros CROSS Architecture im Planungsausschuss durchsetzen. Der Entwurf überzeugte vor allem mit seinem ökologischen Ansatz und dem Konzept des gemeinschaftlichen Zusammenlebens. Auf der drei Hektar großen Fläche soll in den kommenden Jahren ein lebendiges Quartier mit rund 200 Wohneinheiten entstehen, das sich zu den umliegenden Siedlungen öffnet und städtebaulich neue Akzente setzen wird. „Wir freuen uns, attraktiven Wohnraum und ein gesundes Umfeld für das Zusammenleben mehrerer Generationen zu schaffen“, sagt Anton Bausinger, geschäftsführender Gesellschafter des Bauunternehmens Friedrich Wassermann. „Und das mit einem für Aachen zukunftsweisenden Konzept, das Ökologie und soziales Miteinander intelligent verbindet“.

Grüne Mitte als Treffpunkt

Die Bebauung folgt in ihrer Struktur dem traditionellen Aufbau von Bauernhöfen, in denen sich die Gebäude als Ensemble um ein offenes Hofareal gruppieren. In dem neuen Quartier werden sechs „Hofanlagen“ mit zwei- bis fünfgeschossigen Mehrfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern entstehen, deren Mitte begrünte Flächen mit Platz zum sozialen Austausch, Spielen oder für Aktivitäten wie Urban Gardening bietet. Angelehnt an traditionelle Hofstraßen sollen auch die verkehrsberuhigten Wege weitgehend als Spielstraßen konzipiert werden. Gestalterisch überzeugt das Ensemble mit einem gewachsenen Erscheinungsbild, das städtisches Wohnen und Natur harmonisch verbindet.

Herzstück des Quartiers ist der zentrale Anger, ein klassischer Dorfplatz, der von den Höfen umrahmt wird. Er ist die grüne Mitte, Verteiler und Treffpunkt des gesamten Areals. Mit Ladengeschäften, Kita, Praxisflächen, Co-Workingspaces und Gemeinschaftsräumen zum Feiern oder Kochen soll der Anger zur Anlaufstelle für Bewohner des neuen Quartiers und der umliegenden Siedlungen werden. „Die wesentlichen Fragen, die uns in den letzten zwei Jahren bei der Weiterentwicklung des Entwurfs geleitet haben, waren: Wie schaffen wir zukunftsfähigen, ökologischen Wohnraum? Welche Qualitäten müssen die gemeinschaftlichen und privaten Räume bieten, damit ein sozialer Austausch tatsächlich passiert? Wie schaffen wir es, dass sich das neue Quartier möglichst stark in das Umfeld integriert?“, erklärt Erika Werres, Geschäftsführerin des Kölner Bauträgers WvM Immobilien + Projektentwicklung.

Zukunftsweisende Verkehrsplanung

Zu den Innovationen des Planungsentwurfs gehört außerdem die Idee von Mobility Hubs, die das Quartier weitgehend autofrei halten. Sie bieten ebenerdige Parkplätze für Besucher und gleichzeitig Platz für Car-Sharing-Anbieter, Lastenräder und Ladestationen für E-Autos- und Fahrräder. Über eine Zufahrt in den Mobility Hubs gelangen die Bewohner zu ihren Parkplätzen in den Tiefgaragen. Die Obergeschosse können als weitere Wohneinheiten und gemeinschaftliche Nutzflächen wie Gewächshäuser oder Sportflächen genutzt werden.

Nach dem Zuschlag des Planungsausschusses gehen die GEG Rheinland und CROSS Architecture jetzt in die intensive Planungsphase. Mit ersten Entwürfen wird im kommenden Jahr gerechnet.

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ACtive for Future – Beim School Summit blicken die Aachener Schulen in die Zukunft

Aachen – Beim ersten „School Summit“, einem Gipfeltreffen der Aachener Schulen zum Thema Nachhaltigkeit Ende April kamen rund 150 Menschen aus mehr als 20 Schulen und zahlreichen außerschulischen Initiativen zusammen. Überdies konnte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen auch weitere Gäste aus Politik und Verwaltung begrüßen.

Zehn Schulen und zehn außerschulische Initiativen stellten in Talkrunden, in Beiträgen bei der Speakers‘ Corner oder an Mitmach-Ständen vor, was sie bereits an Nachhaltigkeitsprojekten umsetzen. Grundschulen, weiterführende Schulen und auch Berufskollegs waren dabei. Das vorgestellte Themenspektrum war so breit wie die 17 Nachhaltigkeitsziele selbst. Es umfasste klassische Umweltbereiche wie Energie, Wasser, Plastik sowie Natur und biologische Vielfalt ebenso wie Geschlechtervielfalt, Anti-Rassismus-Arbeit, Gemeinwohlökonomie, Fairtrade und Jugendpartizipation.

Mitreißende Musik von der Schulband „Big Beats“ des Inda-Gymnasiums gehörte genauso dazu wie eine große Gemüsepfanne auf dem Vorplatz vom Depot, in der die Koch-Crew der Gemeinschafts-Hauptschule Aretzstraße leckeres Essen für alle zubereitete.

Im Depot herrschte beim School Summit ein reges Treiben, nicht nur, weil es lecker duftende Waffeln und frische Smoothies vom Ernährungs-Rad des Ernährungsrats gab. Eine Badewanne stand für den „Talk in der Wanne“ bereit. Auf und neben der Bühne machten große Sitzwürfel mit den 17 Nachhaltigkeitszielen für alle Teilnehmer*innen klar, um was es beim Schulprogramm ACtive for Future geht: Zu feiern, was an Aachener Schulen bereits im Bereich Nachhaltigkeit passiert und sich gegenseitig zu inspirieren, welche Aktivitäten noch denkbar wären.

Der erste School Summit für Nachhaltigkeit an Aachener Schulen war ein voller Erfolg. Iris Lürken, Vorsitzende des Ausschusses Umwelt- und Klimaschutz, sagte: „Ich bin total begeistert. Es ist fantastisch, wie viele tolle Umwelt- und Nachhaltigkeits-Projekte an Aachener Schulen laufen. Das ist eine wunderbare Veranstaltung zur Vernetzung und eine tolle Atmosphäre!“

Für hervorragende Stimmung sorgten die energiegeladenen Vorführungen des Tanz-Teams der Hauptschule Aretzstraße und der Gruppe A Todo Ritmo sowie ein Poetry-Slam-Beitrag. Beim Mitmach-Markt konnten die Gäste ganz viel selber ausprobieren. Der School Summit bot reichlich Raum, um sich miteinander auszutauschen und zu reden, an den Mitmach-Ständen wie auch bei den Gesprächsrunden.

Umwelt- und Klimaschutzdezernent Heiko Thomas freute sich sehr über die Ideen und Forderungen der Schüler*innen, die von der Bezirks-Schüler*innen-Vertretung vorgetragen worden waren. Er ist an einem weiteren Kontakt interessiert. „Mir ist es wichtig, Strukturen zur Vernetzung aufzubauen und zu verstetigen. Denn ein so großes und bedeutendes Thema wie Nachhaltigkeit an Aachener Schulen braucht Kontinuität.“

Die Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Weiterbildung, Ulla Griepentrog, sagte: „Mir gefällt bei ACtive for Future besonders, dass es nicht um Wettbewerb geht, sondern dass alle Schulen mitmachen können und gemeinsam gute Ideen miteinander teilen. Ich denke, wir sollten gelungene Veranstaltungen wie diese verstetigen und uns alle zwei bis drei Jahre zum weiteren School Summits treffen.“

Der School Summit zielte darauf ab, das Schulprogramm ACtive for Future noch bekannter in der (Schul-)Öffentlichkeit zu machen. ACtive for Future stellt Schulen auch einen Online-Nachhaltigkeits-Check zur Verfügung. Mit diesem können die Interessierten ihre Schulen genaustens unter die Lupe nehmen. Außerdem gibt es Workshop-Angebote, Aktionsideen und Unterstützung bei Fragen rund um Nachhaltigkeitsprojekte. Bei ACtive for Future können Schulen außerdem eine finanzielle Unterstützung ihrer Projekte beantragen, um das Thema Nachhaltigkeit an den Schulen dauerhafter zu bespielen. Anträge können noch bis zum 15. Mai 2023 abgegeben werden.

Den Förderantrag sowie weitere Informationen zum Schulprogramm ACtive for Future finden Interessierte hier: www.aachen.de/activeforfuture.

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Knapp 2 Millionen Euro für Wiederaufbau des Sötenicher Bürgerhauses

Kall-Sötenich – Ministerin Ina Scharrenbach übergibt im Sportlerheim Förderbescheid – Herzensprojekt mit Synergieeffekten – „Das passt so – das Konto ist leer“, kommentierte der Vorsitzende des Sötenicher Bürgervereins Heinz Esser scherzhaft den Erhalt eines Bewilligungsbescheids über knapp 2 Millionen Euro aus dem Händen von Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung.

Zur Übergabe am Sötenicher Sportlerheim waren auch die stellvertretende Kaller Bürgermeisterin Steffi Hübner, Ortsvorsteher Thomas Müller, Vertreter der Ratsfraktionen und des Sötenicher Bürgervereins, Sportvereins, Junggesellenvereins, Eifelvereins, Musikvereins, Karnevalsvereins sowie der St.-Mathias-Bruderschaft gekommen. Foto: Alice Gempfer / Gemeinde Kall

Mit den nun bewilligten Mitteln zum Wiederaufbau des durch die Flut 2021 komplett zerstörten Bürgerhauses soll die Begegnungsstätte neu aufgebaut werden – wenn auch am neuen Standort und in anderer Form.

Ministerin Scharrenbach warf einen Blick zurück: „Mit Mitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm hatten sie das Bürgerhaus mit viel Engagement und Herzblut saniert und standen kurz vor der Neueröffnung.“ Dann aber kam die Flut, die das auf dem Dorfplatz nahe an der Urft gelegene Gebäude zerstörte und in Teilen mit sich riss. Scharrenbach: „Das war sehr bitter.“ Ortsvorsteher Thomas Müller zollte dem Bürgerverein Respekt für seinen langen Atem: „Ihr musstet einige Rückschläge hinnehmen und habt euer Herzensprojekt trotzdem immer weiterverfolgt.“

Am Anfang der Planungen zum Wiederaufbau stand die Standortfrage, denn im Sinne des Hochwasserschutzes sollte das Bürgerhaus nicht wieder am selben Standort errichtet werden. „Die Suche nach einem geeigneten Standort war schwierig“, so Heinz Esser. Bürgermeister Hermann-Josef Esser, der betonte, in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis mit dem Bürgervereinsvorsitzenden zu stehen. berichtete: „Schließlich entstand die Idee, hier Synergieeffekte zu nutzen, und den Wiederaufbau des Bürgerhauses gemeinsam mit der Neugestaltung des Sportlerheims anzugehen.“ Hierfür hatte Scharrenbachs Staatssekretär Daniel Sieveke bereits im Januar dieses Jahres einen Förderbescheid in Höhe von 1,5 Millionen Euro überbracht. Im Rahmen des Projektes „Ersatzneubau eines Sportheims und Ertüchtigung der Sportanlage Sötenich“ sollen inklusive Eigenanteil für insgesamt gut 1,9 Millionen Euro auch ein neuer Kunstrasenplatz sowie weitere Freizeitangebote für alle Generationen entstehen.

Lange hatte sich der Bürgerverein mit Unterstützung der Kaller Verwaltung dafür eingesetzt, dass auch der Neubau des Bürgerhauses in die Planungen integriert werden kann, obwohl „Synergie in der Zeughausstraße nicht leicht zu platzieren ist“, wie Bürgermeister Esser mit Blick auf die Kölner Bezirksregierung anbrachte.

„Nun werden wir guten Mutes weiter vorangehen. Das heute ist ein wichtiger Meilenstein“, so der Bürgervereinsvorsitzende, der von seiner Stellvertreterin Birgit Drewes begleitet wurde. Dass das Projekt von der Sötenicher Bevölkerung begrüßt und auch getragen wird zeigte auch die hohe „Vereinsdichte“. Zur Übergabe des Bewilligungsbescheids gratulierten Vertreter des SV Sötenich, des Junggesellen-, Karnevals-, Eifel- und Musikvereins sowie der St.-Mathias-Bruderschaft. Zuspruch gab es vor Ort auch von MdB Detlef Seif, den Landtagsabgeordneten Klaus Voussem und Dr. Ralf Nolten sowie von Kalls stellvertretender Bürgermeisterin Steffi Hübner.

Auf den Zeitplan angesprochen, ging Manfred Poth, Projektleiter Wiederaufbau bei der Gemeinde Kall zunächst auf die besonderen Rahmenbedingungen am Sötenicher Sportplatz ein: „Wir haben hier auch ein Starkregengebiet.“ Daher müssten große Wassermengen oberhalb des Sportplatzes abgeleitet und am Platz vorbei in den Kanal bzw. schließlich in die Urft geleitet werden. Er hoffe, so Poth, dass die Planungen bis zum Sommer 2023 abgeschlossen sein und die Vergabe der Starkregenmaßnahmen Anfang 2024 erfolgen kann. Mit dem Baubeginn für Sportlerheim und Bürgerhaus rechne er im besten Falle für Sommer 2024, wobei die Bauzeit rund anderthalb Jahre betragen werde.

Ein schönes Fazit fand Ministerin Ina Scharrenbach, auch wenn sie einräumte, dass die Metapher nicht von ihr sei: „Die Flut hat Ihre Häuser zerstört, aber auch Ihre Herzen gefüllt. Sie haben sich gegenseitig geholfen und sind wieder aufgestanden.“

 

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Starterliste für die ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring veröffentlicht

Nürburgring – Nun ist es offiziell: Genau 136 Fahrzeuge stehen auf der Nennungsliste der 51. Auflage der ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring. Der Langstreckenklassiker auf der legendären Nordschleife ist damit ebenso imposant wie im Vorjahr, als sich beim Jubiläum 135 Rennwagen in den Kampf zwei Mal rund um die Uhr stürzten. Wie erwartet ist die stärkste Fahrzeugklasse die der potenziellen Gesamtsieger: Über 30 GT3-Fahrzeuge finden sich in den Klassen SP9 Pro und Pro-AM. Mit dabei sind hier mit Audi, Aston Martin, BMW, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche gleich sieben Fabrikate – und viele von ihnen treten mit Werksteams oder werksunterstützten Einsätzen an. Aber auch das weitere Starterfeld wird den Fans ganz sicher Freude bereiten: Toll besetzte Klassen, wie etwa die Kategorie der GT4-Rennwagen (16 Fahrzeuge von vier Herstellern) versprechen ebenso beste Motorsportunterhaltung, wie die riesige Bandbreite von Fahrzeugen. Sie reicht vom kleinen Dacia Logan über den legendären Opel Manta bis hin zu den Hightech-GTs der neuesten Generation. Die vorläufige Nennungsliste ist ab sofort online unter www.24h-rennen.de

Als Vorjahressieger hat diesmal ein Audi R8 LMS GT3 Evo II des Audi Sport Team Scherer PHX die Startnummer #1 auf der Motorhaube. Das ehemalige Phoenix-Team hat seit dem Triumph beim 50. Jubiläum mit Scherer als starkem Partner fusioniert, der Belgier Frederic Vervisch ist als einziger der Siegfahrer des Vorjahres im Cockpit verblieben. Das Projekt Titelverteidigung geht er mit Mattia Drudi (ITA), Ricardo Feller (SUI) und Dennis Lind (DEN) an. Außerdem im Audi-Lager vertreten sind die Teams Car Collection und Land Motorsport. Vollständig erhalten sind dafür die Fahrertrios von GetSpeed, die im vergangenen Jahr bei den 24h als Zweite und Dritte im Ziel einliefen: Adam Christodoulou (GBR) spannt im Cockpit des Mercedes-AMG GT3 #2 mit dem Uffenheimer Maximilian Götz und dem Troisdorfer Fabian Schiller zusammen. Das Schwesterfahrzeug mit der #3 pilotieren Maro Engel (MON), Jules Gounon (AND) und Daniel Juncadella (ESP). Letzterer zeigte sich zuletzt auch bei den 24h Qualifiers Ende April in Top-Form, als er gemeinsam mit Christodoulou einen Sieg und einen zweiten Platz in den beiden Rennen einfuhr. Mit insgesamt neun GT3-Rennern ist die Mercedes-AMG-Fraktion in diesem Jahr das teilnehmerstärkste Fabrikat in der Top-Klasse, auf das neben GetSpeed auch HRT und Schnitzelalm setzen. Die Speerspitzen im BMW-Lager sind das werkseigene Junior-Team, dessen BMW M4 GT3 die #72 trägt, Walkenhorst Racing (mit den Startnummern #100 / #101 / #102) sowie Rowe Racing mit den traditionellen Startnummern #98 und #99. Hier dreht mit Dries Vanthoor (in der #98) auch einer der Vorjahressieger am Lenkrad, der damit einen Markenwechsel aus dem Audi-Lager vollzog. Ihm tat es Vorjahres-Teamkollege Kelvin van der Linde gleich, der bei Abt Sportsline (#27) einen Lamborghini Huracan GT3 Evo 2 im Feld pilotiert. Den zweiten Lambo im Feld (#7) setzt mit Konrad Motorsport ein Team ein, das mit der italienischen Marke reichlich erfolgreiche Erfahrungen gesammelt hat.

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Buntes Programm am Büchel – Zweites ZwischenFest startet am 12. Mai in Aachen

Aachen – Die städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen (SEGA) lädt gemeinsam mit zahlreichen Akteur*innen zum zweiten ZwischenFest ein. Das ZwischenFest mit seinen vielen Info-Ständen und Musikeinlagen findet dieses Mal gemeinsam mit dem Food Market statt. Die ZwischenMahlzeit hat bereits an zwei Freitagen gesellige und hungrige Besucher*innen angelockt. „Natürlich wird die SEGA wieder zur künftigen Bebauung des Büchel informieren. Auf der Bühne gibt es ein abwechslungsreiches Musikprogramm und Themenrunden.“ so Organisatorin Antje Eickhoff von der SEGA.

Das Altstadtquartier Büchel ist eines der zentralen Projekte der Stadtentwicklung in Aachen. Das rund 5000 Quadratmeter große Areal soll in den kommenden Jahren mit dem Schwerpunkt einer multifunktionalen öffentlichen Grünfläche und Gebäuden an dessen Rändern entwickelt werden. Dafür hat die Stadt Aachen eine Förderung über das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ erhalten. Damit bis zum Beginn der Umbauten dieser neue Ort bereits erlebbar wird, stand für die Verantwortlichen früh fest, dass die Fläche temporär genutzt werden soll. So wurde der Begriff „ZwischenZeit am Büchel – kurz ZZAB – geboren.

„Nutzen Sie die Gelegenheit und besuchen Sie uns am Büchel. Kommen Sie gerne auf uns zu und suchen Sie das Gespräch mit uns über die künftige Entwicklung des Altstadtquartiers. Oder genießen Sie ganz einfach schon jetzt das besondere Büchel-Flair der ZwischenZeit. Wir freuen uns auf Sie!“, sagt SEGA-Chef Christoph Vogt und freut sich auf anregende Begegnungen.

Das ZwischenFest am Büchel findet im Rahmen des bundesweiten Tags der Städtebauförderung statt. Die Stadt Aachen informiert am Samstag, 13. Mai, zum Aktionstag unter anderem vor Ort über die Umgestaltungspläne am Theaterplatz. Weitere Informationen und das Programm online finden Sie unter: www.aachen.de/Theaterplatz.

Das Programm des ZwischenFest am Freitag, 12. Mai, im Überblick:

16:00 Uhr:        Eröffnung des ZwischenFest

16:30 Uhr:        NeonGrau – Inklusive Musikgruppe der Lebenshilfe Aachen e.V.

17:00 Uhr:        Der Nachbarschaft eine Bühne geben – Diskussion mit Anwohnern und Aktiven

17:45 Uhr:        Begrüßung der Anwesenden durch Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen

18:00 Uhr:        Floodlight Musicals – Ausschnitte aus den aktuellen Programmen „Shadows of Notre Dame“ und „BARE“

18:45 Uhr:        After Cooking – Techno-Beats mit Eimern und Kochtöpfen

20:00 Uhr:        TUF – die Party Combo der Extraklasse

Die ZwischenZeit am Büchel im Internet: www.zzab.de

Infos zur Entwicklung des Altstadtquartiers Büchel: www.buechel-aachen.de

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Das Netzwerk an Urft und Olef startet wieder durch – Auftakt-Veranstaltung am 12. Mai 2023 in Kall

Kall – Mit 55+ noch einmal Fahrt aufnehmen, dem Lebensweg eine neue Wendung geben, langgehegte Wünsche und Interessen in die Tat umsetzen und mit Gleichgesinnten an starken sozialen Netzen knüpfen – das alles kann und sollte man tun, und zwar jetzt, als Mensch in den besten Jahren.

Seit 12 Jahren bietet das Netzwerk an Urft und Olef für Menschen ab 55+ während und nach der Berufs- und Familienphase unter dem Motto „miteinander – füreinander“ die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen, sich zu gemeinsamen Unternehmen zu treffen, Lebenserfahrungen zu teilen oder einen neuen Lebensabschnitt kreativ zu gestalten.

Gestalten und erweitern ist auch das Ziel der Auftaktveranstaltung, zu der die Bürger der Gemeinden Hellenthal, Schleiden-Gemünd und Kall sowie der Nachbargemeinden am Freitag, 12. Mai, von 17 bis 19 Uhr ins Evangelische Gemeindehaus, Aachener Straße 49, nach Kall eingeladen sind. In geselliger Runde sollen sich neue Mitglieder nicht nur zu bereits bestehenden und bestens funktionierenden Gruppen gesellen.

„Die Menschen sollen und können das Netzwerk mit ihren Erfahrungen, Neigungen und Interessen selbst gestalten und erweitern“, so die Netzwerk-Koordinatorin Corinne Rasky. Ziel sei es, viele Menschen zeitgleich an einen Tisch zu bringen, die sich über ihre Wünsche, Ideen, Fähigkeiten und Leidenschaften austauschen und gemeinsame Projekte entwickeln können. Nur so könne man in einer Flächengemeinde Menschen zusammenbringen, die zwar gemeinsame Interessen haben, sonst aber vielleicht nie voneinander erfahren hätten.

„Wer, vor allem im hohen Lebensalter, auf die Annehmlichkeiten sozialer Einbindung zurückgreifen möchte, sollte auf den Aufbau und den Erhalt seiner sozialen Netze Wert legen“, zitiert Corinne Rasky die bekannte Netzwerkerin Karin Nell. Um solche Netzwerke aufbauen zu können, sollten die Menschen zahlreich zur Auftaktveranstaltung kommen. Nach Flut und Pandemie sei die Zeit gekommen, neu durchzustarten. „Bedingt durch diese Ereignisse, aber auch den Generationenwechsel nach 12 erfolgreichen Jahren, sind die Teilnehmerzahlen von einst 500 auf nunmehr rund 100 geschrumpft“, so Corinne Rasky. Wer bereits eine Idee hat, die vorgestellt werden könnte, kann sich gerne bei Corinne Rasky unter Tel.: 0160-90952718 melden.

Auch die neuen Netzwerker werden sich – wie etwa die Oldschool-Segler, Fotogruppe, Kulturkreis, „Internet für Best Ager“ oder die Spanisch-Gruppe – eigenständig verabreden und ihre gemeinsamen Projekte selbst ausgestalten. Das Netzwerk stellt die Kontakte und bei Bedarf den Raum zur Verfügung.

Bei der Auftaktveranstaltung in Kall wird nicht nur für das leibliche Wohl gesorgt, es wird mit Sicherheit auch sehr unterhaltsam. Denn der bekannte Autor und Rezitator Manni Lang wird einige Anekdoten in Eifeler Mundart zum Besten geben: Treffsicher, hintersinnig und liebevoll aufs Maul geschaut.

Das Projekt ist eine überparteiliche und konfessionell unabhängige Aktion. Ideell und finanziell gefördert wird sie über Mittel der Stiftung für Kirche und Diakonie Aachen, über die Diakonie, die Stiftung EvA Gemünd sowie die Trinitatis-Kirchengemeinde Schleidener Tal.

Weitere Infos unter:

www.urftundolef.de

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28. Meisterehrung der Sportjugend des Landessportbundes Rheinland-Pfalz

Region/Mainz/Ingelheim – „Nachwuchs-Leistungssport ist von großer Bedeutung“ – Die Bilanz der rheinland-pfälzischen Nachwuchsathlet*innen im Wettkampfjahr 2022 war aller Ehren wert. Das unterstrich LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick als Gastgeber bei der 28. Meisterehrung der Sportjugend des Landessportbundes (LSB). In der kING Kultur- und Kongresshalle in Ingelheim wurden am Freitagabend 160 herausragende Talente zwischen 8 und 24 Jahren aus 29 Sportarten geehrt, die sich im vergangenen Jahr Titel bei Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften sowie Medaillen bei Jugend- und Junioren-Europa- oder Weltmeisterschaften geschnappt haben.

Zu Beginn des Abends, bei dem das Ministerium des Innern und für Sport, EWR und die Stiftung Lotto Rheinland-Pfalz die Hauptförderer waren, hatten LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick und Florian Düx vom Leitungsteam der LSB-Sportjugend das sportive Plenum in den hochkarätig besetzten Stuhlreihen im Duett begrüßt. Bärnwick zeigte sich hellauf begeistert von den tollen Leistungen der jungen Sportler*innen, gratulierte ihnen respektvoll oder klatschte sie auch schon mal mit leuchtenden Augen ab. „Ihr habt im vergangenen Jahr gezeigt, dass ihr zu den Besten eurer Disziplinen in Deutschland, Europa und der Welt zählt“, sprach der Ingelheimer die Jungspunde persönlich an. Es sei „schön zu sehen, wie vielfältig die Sportarten sind, die wir hier erleben“. Gleichzeitig sei es auch ein Fingerzeig, dass die Leistungssportinitiative in Rheinland-Pfalz, auf die sich das Land und der LSB verständigt hatten, vielleicht schon die ersten Früchte trage. Der 74-Jährige wörtlich: „Wir dürfen in jedem Fall gespannt sein, wie wir uns in den kommenden Jahren entwickeln, wenn unsere vielfältigen Maßnahmen wie Traineroffensive, Talentförderung in den Landesfachverbänden oder Infrastrukturprojekte greifen. Sicher ist, dass wir diesen im Jahr 2019 begonnenen Entwicklungsprozess mit unseren Partnern und vor allem mit dem Land und dem Ministerium des Innern und für Sport konsequent fortführen werden, um unsere Ziele zu erreichen.“

Düx unterstrich, dass die Arbeit der LSB-Sportjugend als größte Jugendorganisation des Landes exakt an der Schnittstelle zwischen Breitensport und Leistungssport angesiedelt sei. Denn ohne eine breiten Unterbau werde es irgendwann schwer, Spitzentalente zu rekrutieren. Wichtig sei es, die Sport- und Jugendstrukturen weiter zu stärken. In die Zusammenarbeit mit Janosch Littig, dem Nachfolger von David Profit als Staatsekretär im rheinland-pfälzischen Jugendministerium, setzt der organisierte Sport in Rheinland-Pfalz große Hoffnungen. In den Augen von Staatssekretärin Simone Schneider aus dem Ministerium des Innern und für Sport, gibt es für die tollen Leistungen der Asse gute Gründe. „Natürlich hängen die in erster Linie mit Talent zusammen“, so Schneider. Aber die Protagonist*innen des Abends seien nicht nur mit Talent gesegnet, sondern hätten bereits in jungen Jahren viel trainiert und jede Menge investiert. „Neben Talent und Training sind auch gute Rahmenbedingungen notwendig“, betonte Schneider und versicherte: „Der Nachwuchsleistungssport ist für uns von großer Bedeutung. Wir wollen sicherstellen, dass wir jungen Sportler*innen bestmögliche Bedingungen bieten, um ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Die Sportförderung ist und bleibt ein elementarer Teil der Landespolitik.“

„Auch dank der Unterstützung durch das Ministerium des Innern und für Sport sind wir auf einem richtig guten Weg im Nachwuchsleistungssport“, bekräftigte Thomas Kloth, LSB-Abteilungsleiter Leistungssport – und stellte den insgesamt 380 Gästen die Sonderförderung „Ticket to Olympia“ vor. Das neue Projekt sei etwas Besonderes. „Mit Lucia Sturm, Benjamin Dern und Olivia Gürth profitierten auch drei der Athlet*innen, die bei der Meisterehrung gewürdigt wurden, von dieser Förderung.“ Kloth:  Wir haben Sportarten, die noch so ein bisschen Anschubfinanzierung brauchen, weil sie nicht in der Spitzenförderung drin sind – zum Beispiel Rhythmische Sportgymnastik, Beckenschwimmen und auch der Leichtathletik-Lauf.“ Das „Ticket to Olympia“ sei ein gutes Beispiel für diese partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium des Innern und für Sport und dem LSB.

Fester Bestandteil der Meisterehrung neben den drei Ehrungsblöcken ist auch die Tombola mit attraktiven Preisen der Sponsoren Lotto RLP, sebamed und vereinsleben.de, bei der sich diesmal die Ingelheimer Bürgermeisterin Eveline Breyer („Macht weiter und tragt die Botschaft ins Land hinaus, dass Sport das Beste ist, was man tun kann“) erfolgreich als Losfee betätigte. Verlost wurden Sporttaschen, ein Kosmetikkoffer und Tickets für Sport-Events. Und dann gab es diesmal auch noch ein paar spezielle Highlights. So bekam Florian Ben Funke vom Binger Tauchsportclub, Deutscher Jugendmeister über 4×100 Meter und 4×200 Meter Flossenschwimmen, im Rahmen seiner Ehrung auf der großen Bühne den Fair-Play-Preis der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) von DOG-Vize und Laudator Norbert Lamp überreicht. Und der Cheerleading und Cheerperformance Verband RLP wurde öffentlich als 63. Fachverband in den LSB aufgenommen. Die Vorständlerinnen Lena Lütt und Daniela Balles waren persönlich vor Ort. Der Aufnahmeantrag war im LSB-Präsidium einstimmig für gut befunden worden, rekapitulierte Bärnwick – und freute sich über den „im wahrsten Sinne des Wortes jüngsten Fahrverband“. Abgerundet und aufgelockert wurde die fast drei Stunden dauernde Veranstaltung von mal coolen, mal rasanten und mal grazilen Showacts, für die diesmal Gabriel Hermes´ Streetdancer von der Tanzfabrik Mittelrhein, Denise Scheurers acht- bis zwölfjährige CheerForce Twinkles von der CTG Koblenz und die Rhythmischen Sportgymnastinnen vom TB Oppau verantwortlich zeichneten – ihres Zeichens alle Meister*innen ihres Faches.

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Alle sieben Jahre nach Aachen – Einladung zur Heiligtumsfahrt im Juni mit Bischof Ackermann

Region/Trier/Aachen – Zu sehen sind vier Reliquien, die seit der Zeit Kaiser Karls des Großen als Schatz im Aachener Dom aufbewahrt werden. Seit über 650 Jahren gibt es die „Heiligtumsfahrt“ nach Aachen. Menschen pilgern in die Stadt am Dreiländerpunkt Deutschland – Niederlande – Belgien, um die vier Reliquien zu sehen, die seit der Zeit Kaiser Karls des Großen als Schatz im Aachener Dom aufbewahrt und seit dem 14. Jahrhundert alle sieben Jahre Pilgerinnen und Pilgern aus aller Welt gezeigt werden.

Die Reliquien sind alte Stoffe, die bezeichnet werden als das Kleid Marias, die sogenannten Windeln Jesu, das Tuch, in das man den Kopf des heiligen Johannes des Täufers nach der Enthauptung barg, und das Lendentuch Jesu, das er am Kreuz getragen haben soll. Sie sind – unabhängig von der Frage nach der Echtheit – für gläubige Menschen Zeichen der Erlösung durch Jesus Christus.

Am Samstag, 17. Juni, bietet das Bistum Trier eine Tagesfahrt nach Aachen ab Trier mit dem Bus an. Neben der Teilnahme am Gottesdienst auf dem Katschhof um 11 Uhr mit Bischof Dr. Stephan Ackermann gehört zum Programmangebot für den Nachmittag der freie Aufenthalt in Aachen oder die Teilnahme an einer Pilgerandacht mit Bischof Ackermann in Kornelimünster.

Abfahrt ist um 7 Uhr am Busparkplatz Weberbach, Trier; die Rückkehr ist gegen 20 Uhr geplant. Der Teilnahmepreis liegt bei 25 Euro und wird im Bus eingesammelt. Nähere Informationen zur verbindlichen Anmeldung gibt es beim Bischöflichen Generalvikariat Trier, Abteilung Pastorale Grundaufgaben, Telefon 0651-7105-592 oder -127.