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47 „Rettungspunkte“ im Mechernicher Bergschadens-Gebiet installiert

Mechernich – Gelb-rote Schilder am Wegesrand helfen Rettungsdiensten, schnell und zielsicher zu Notfällen zu kommen. Man erkundet einen abgelegenen Wanderweg, keine Hilfe ist in der Nähe und dann passiert es plötzlich: Man knickt beispielsweise mit den Fuß um, hat starke Schmerzen und kann sich nichtmehr weit bewegen. Der erste Gedanke ist dann, den Notruf unter 112 zu verständigen. Doch folgt wahrscheinlich schnell die Frage: „Wo bin ich hier eigentlich genau?“ Überall sind nur Bäume oder Felder, das unwegsame Areal ist riesengroß…

Nun gibt es aber gute Nachrichten. Genau für diese Fälle hat die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Mechernich, zusammen mit der Stadtverwaltung, dem Roten Kreuz im Kreis Euskirchen und dem Mechernicher Ortsverband des „Eifelvereins“, sogenannte „Rettungspunkte“ positioniert – fürs Erste in Teilen des Bergschadensgebietes, ganze Stück 47 an der Zahl. Doch bald sollen weitere folgen. Darauf steht „MCH“, eine Abkürzung für Mechernich, gefolgt von einer Zahl, die man beim Notruf durchgeben muss. So weiß die Leitstelle dann ganz genau, wohin sie die Helfer schicken muss.

Bereits in der Praxis bewährt

„Alle 500 Meter ein Schild zu haben war unser Ziel“, erklärt Achim Nießen gegenüber dem Mechernicher Bürgerbrief, als sich das Warnfahrzeug der Feuerwehr langsam durch das dichtbewachsene Bergschadensgebiet bei Bergheim bewegt. Mit dabei ist auch Markus Kurtensiefen, beide sind Einsatzleiter im Führungsdienst bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt. An diesem Tag sind sie mit David Rosenbaum, Wegewart der Ortsgruppe des Eifelvereins, im ehemaligen Bergbaugebiet unterwegs. Nießen ist darüber hinaus in der Leitstelle des Kreisfeuerwehrverbands tätig, Kurtensiefen bei der Mechernicher Feuerwehr der Bundeswehrkaserne.

Dass die Beschilderung sinnvoll ist, zeigte sich auch schon in der Praxis. Wegewart David Rosenbaum erzählt: „Auf einer Wanderung im Nationalpark ist beispielsweise jemand kollabiert, dem dank eines Schildes in der Nähe schnell geholfen werden konnte.“ Um bei Bedarf oder Bränden schnell vor Ort sein zu können, greift auch die Feuerwehr auf die Schilder zurück.

Immer wieder tauchen die gut sichtbaren gelb-rot leuchtenden Täfelchen am Wegesrand auf, die natürlich für Rettungswagen erreichbar sein müssen. Die auffälligen Schilder sind in erster Linie an Wegekreuzungs-Pfosten befestigt. Sie säumen dabei auch Wanderwege wie die „Eifelschleife Bergbaukundlicher Wanderweg“ oder die „Eifelspur Soweit das Auge reicht“ sowie markante Punkte in der Umgebung wie den „Malakowturm“. „Schließlich kennen sich die Wenigsten, gerade auch Touristen, hier richtig gut aus“, betonte Nießen.

Erst vor kurzem wurde das Mechernicher Bergschadensgebiet teilweise wieder für Spaziergänger und Radfahrer freigegeben, da das stark untertunnelte Gebiet nach der Flutkatastrophe von 2021 erst wieder an Stabilität und Sicherheit gewinnen musste. Autos und andere motorisierte Fahrzeuge sind dort generell nicht erlaubt.

Rotes Kreuz stellte Schilder zur Verfügung

Das Prinzip der „Rettungspunkte“ gibt es schon länger, sei es im Nationalpark Eifel oder in Nachbarkommunen. Vor der Pandemie entschieden sich Kurtensiefen und Nießen dann, dasselbe auch für Mechernich ermöglichen zu wollen und fingen an. Dann kam Corona und Flut, die Aktion geriet ins Stocken. Nun, nach der „Wiedereröffnung“, konnte die Arbeit im Bergschadensgebiet aber endlich beendet werden.

Denn als die Stadtverwaltung den Bereich wieder freigab, fackelte Markus Kurtensiefen nicht lange. „Bewaffnet“ mit Rucksack und Akkuschrauber machte er sich auf den Weg und installierte die potenziell lebensrettenden Schilder im gesamten ehemaligen Bergbaugebiet verteilt. Meist bediente er sich dabei der schon vorhanden Infrastruktur an Schildpfosten des Eifelvereins. Gesponsert hatte die Schilder der Kreisverband des Roten Kreuzes, die Stadt Mechernich kümmert sich um die Instandhaltung. Als nächstes kommen Gebiete wie die „Schavener Heide“ dran, in der sich auch noch wenige Anhaltspunkte für Rettungseinsätze befinden.

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Mehr als 1000 Menschen feiern die erste große Pilgermesse auf dem Katschhof in Aachen

Aachen – Nach Ansicht des früheren Bischofs von Osnabrück, Franz-Josef Bode, bringen die in Aachen verehrten Heiligtümer die Menschen in Berührung mit dem Geheimnis der Menschwerdung und Erlösung. „Durch die Jahrhunderte lange Verehrung sind sie immer kostbarer geworden wie ein gehüteter Schatz, dessen Wert durch Alter nicht abnimmt, sondern zunimmt, und den es immer neu zu entdecken gilt“, betonte Bode.

Mit mehr als 1000 Menschen feierte Franz-Josef Bode den ersten Pilgergottesdienst auf dem Katschhof. Foto: Domkapitel Aachen / Andreas Steindl

„Es atmet Geschichte“

„An genau dieses Urereignis unseres Heils, mehr noch an ihn, den Heiland Jesus Christus selbst, erinnern uns die heiligen Sachen, die seit Jahrhunderten in Aachen aufbewahrt und verehrt werden.“ Für sie sei die großartige Chorhalle des unvergleichlichen Aachener Domes als kostbare, lichtdurchflutete Schatulle gebaut worden. Mit mehr als 1000 Menschen feierte Franz-Josef Bode den ersten Pilgergottesdienst auf dem Katschhof. Schon in seiner Ansprache betonte der emeritierte Bischof: „Es ist ein Gänsehaut-Gefühl dieses Lendentuch in Händen zu halten. Es atmet Geschichte.“

Bode, dessen Rücktritt als Bischof von Osnabrück vor wenigen Wochen von Papst Franziskus angenommen worden war, berichtete, dass er gerade dabei sei, aus dem großen Bischofshaus in Osnabrück auszuziehen und sich für den Ruhestand in eine kleinere Wohnung zu begeben. Dabei stehe er vor der schwierigen Frage, was er in die neue Wohnung mitnehmen solle und welche Dinge so unverzichtbar seien, dass er nicht ohne sie in die neue Zeit gehen wolle. „Wenn wir Menschen schon so im ganz normalen Leben unsere ,Heiligtümer´ haben als Erinnerung an glückliche Stunden und liebe Personen, wie sehr müssen uns erst alle Dinge wichtig sein, die uns in die Nähe des Geheimnisses der Menschwerdung Gottes und unserer Erlösung bringen“, unterstrich Bode. Der verstorbene frühere Bischof von Aachen, Klaus Hemmerle, habe einmal formuliert: „Wir gehen in Aachen mit dem Heiligen auf Tuchfühlung.“ Diese Entdeckung, diese Tuchfühlung mit dem Heiligen könne aber nur geschehen, wenn Menschen sich berühren ließen von der Person Jesu Christi und von seinem Lebensstil, wenn sie ihm nachfolgten und wenn die Erinnerungsstücke dazu dienten, sich des Lebens Jesu zu „erinnern“ im tiefen Sinn des Wortes, es für sich neu zu entdecken. „Nur der- und diejenige geht mit dem Geheimnis Christi auf Tuchfühlung, lässt sich bis heute davon berühren, der / die sich auf Tuchfühlung, auf Entdeckung des Menschen neben ihm begibt“, betonte Bode. Die Macht der Erinnerung, die Macht der Jahrhunderte alten Geschichte der Verehrung der heiligen Gegenstände wolle den Menschen – mit Augen zu sehen – klarmachen, was gerade in unserer Zeit und Welt heute so unendlich wichtig sein müsste, wo der Glaube an den ganz konkret menschgewordenen Gott verdunste oder in Vergessenheit gerate, weil das Bild von ihm so nebulös und inhaltslos geworden sei, statt wirklich geerdet und menschennah zu sein.

Echtheit ist nicht die entscheidende Frage

„Deshalb ist die alles entscheidende Frage bei der Verehrung dieser Gegenstände nicht: Wie echt oder wie alt oder wie wertvoll sind sie? Die entscheidende Frage lautet:  Wer ist der, zu dem diese Dinge gehören?“, hob der frühere Bischof von Osnabrück mit großem Nachdruck hervor. „Nicht, was man denkt und tut, nicht, wofür man diesen Jesus hält, ist entscheidend bei der Verehrung dieser Heiligtümer, sondern wofür wir, wofür ich, wofür jeder und jede Einzelne ihn hält und was er ihm und ihr bedeutet.“ Es gehe um die lebendige Beziehung zu der Person Jesus Christus, die geboren sei, gelebt habe, gestorben und auferstanden sei. Sie wolle immer neu entdeckt werden, so Bode.

Zur vollen und tiefen Beziehung zu diesem Christus gehöre die Annahme der ganzen Wirklichkeit mit all ihren Höhen und Tiefen, und das nicht in Verzweiflung, sondern in Hoffnung, in Vertrauen und Liebe, weil genau dieser Jesus schon alles mit und für uns Menschen durchgetragen habe. „Nichts anderes bezeugen wir mit der Verehrung der Heiligtümer in Aachen“, erklärte Bode. „Mit keinem Geringeren als dem Gottmenschen selbst gehen wir mitten in Zweifel, Angst und Not auf Tuchfühlung; wir entdecken ihn neu, um darin Halt zu finden.“ Die Heiligtumsfahrt öffne die Menschen neu für die große Liebe Gottes in der Eucharistie und nehme sie schrittweise mit in das tiefste Geheimnis des Glaubens. „Eine Kirche, in der das bleibt, dieses Suchen und Tasten, diese Nähe, diese Tuchfühlung und Berührung mit Gott und allen Menschen, wird Zukunft haben, davon bin ich fest überzeugt“, schloss Bode.

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29 Hammerschläge bis zur Öffnung des Marienschreins in Aachen

Aachen – Bischof Helmut Dieser ruft bei der Eröffnung der Aachener Heiligtumsfahrt dazu auf, Jesus zu entdecken. Donnernd tönen die Hammerschläge in die Stille des Aachener Doms: Es ist der Moment bei der Erhebung der Heiligtümer, bei dem alle mitzählen: Wie viele Schläge braucht der Goldschmied, um den Bügel des Schlosses am Marienschrein zu öffnen? Wie viele Schläge, bis die Heiligtümer – das Kleid Mariens, die Windel Jesu, das Enthauptungstuch des heiligen Johannes des Täufers und das Lendentuch Jesu – den Menschen wieder gezeigt werden können?

Genau 29 Hammerschläge sind es bis der Aachener Gold- und Silberschmied Thomas Zintzen das Schloss geöffnet hat. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und Dompropst Rolf-Peter Cremer haben zuvor die Unversehrtheit des Schlosses festgestellt.
Dr. Birgitta Falk, Leiterin der Domschatzkammer, entnimmt anschließend die vier Heiligtümer dem Marienschrein, um sie an das Domkapitel zu übergeben. Die Heiligtümer sind sorgfältig mit farbigen Seidenstoffen umhüllt, die mit Wachs versiegelt sind. Die Unversehrtheit dieser Siegel überprüfen Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und Dompropst Rolf-Peter Cremer. Anschließend packen jeweils zwei Schwestern von vier Aachener Ordensgemeinschaften die Reliquien in der Sakristei aus. Dann werden sie zum ersten Mal nach neun Jahren den Gläubigen zur Verehrung gezeigt.

2500 Menschen im Aachener Dom und auf dem Katschhof verfolgen die Erhebungsfeier live, ungezählte weitere im Live-Stream von Domradio.de.

Der Ritus der feierlichen Erhebung beginnt mit der nach altem Brauch von Dompropst Rolf-Peter Cremer an Bischof Dr. Helmut Dieser ausgesprochenen Bitte, im Namen des Domkapitels und der Stadt Aachen die Tür des Marienschreins öffnen zu dürfen. In seiner Predigt ruft der Aachener Bischof dazu auf, Jesus bei der Heiligtumsfahrt zu entdecken. „Unsere vier Aachener Heiligtümer helfen uns, zu entdecken, worauf es ankommt, denn diese Heiligtümer spannen den gesamten Bogen unserer menschlichen Existenz auf“, betont er bei der Erhebungsfeier. „Sie zeigen uns, wer Christus ist und wer wir für ihn sind.“

Der Reiz der Einladung „Entdecke mich“ liegt nach Ansicht von Dieser darin, selbst von Jesus gefunden zu werden. Und das geschehe, wenn der Mensch zum Glauben an ihn komme. „Wir Aachener freuen uns auf viele Menschen, die auch in diesem Jahr 2023 wieder der Einladung folgen und in unsere Stadt kommen werden wie Unzählige vor ihnen alle sieben Jahre seit 1349!“, betont der Bischof. „Wer noch unentschlossen ist, möge sich anstecken lassen von diesem faszinierenden Geschehen: Kommen Sie nach Aachen, lassen Sie sich anrühren von dem Ruf: Entdecke mich!“ In seiner Predigt ruft der Aachener Bischof dazu auf, Jesus bei der Heiligtumsfahrt zu entdecken. „Unsere vier Aachener Heiligtümer helfen uns, zu entdecken, worauf es ankommt, denn diese Heiligtümer spannen den gesamten Bogen unserer menschlichen Existenz auf“, betont er bei der Erhebungsfeier. „Sie zeigen uns, wer Christus ist und wer wir für ihn sind.“
Der Reiz der Einladung „Entdecke mich“ liegt nach Ansicht von Dieser darin, selbst von Jesus gefunden zu werden. Und das geschehe, wenn der Mensch zum Glauben an ihn komme. „Wir Aachener freuen uns auf viele Menschen, die auch in diesem Jahr 2023 wieder der Einladung folgen und in unsere Stadt kommen werden wie Unzählige vor ihnen alle sieben Jahre seit 1349!“, betont der Bischof. „Wer noch unentschlossen ist, möge sich anstecken lassen von diesem faszinierenden Geschehen: Kommen Sie nach Aachen, lassen Sie sich anrühren von dem Ruf: Entdecke mich!“

Musikalisch gestaltet wird die Erhebungsfeier vom Aachener Domchor und dem Dombläserensemble unter der Leitung von Domkapellmeister Berthold Botzet.

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Ferienangebot im LVR-Freilichtmuseum Kommern vom 22. Juni bis zum 04. August

Mechernich-Kommern – Kinder und Erwachsene dürfen sich in den Sommerferien auf einen bunten Mix zum Mitmachen im LVR-Freilichtmuseum Kommern freuen. Über die Ferien verteilt vom 22. Juni bis zum 4. August können die kleinen Museumsgäste Hefeküchlein backen, mit der Korbmacherin arbeiten, Seife herstellen, Steckenpferde bauen oder mit der Steinmetzin aus Steinen Schmuckstücke zaubern.

In diesem Jahr neu im Programm: Buttern mit dem Butterfass, Salbenherstellung, fantasievolle Postkarten gestalten, Kerzen gießen und Historisches Konfekt. Die Aktionen müssen nicht gebucht werden: einfach dazukommen, Unkostenbeitrag von 2,50 Euro pro Person zahlen, loslegen und Spaß haben!

Die Angebote des Waldpädagogikzentrums Eifel erfordern eine Anmeldung unter 02234/9921-555. Für Flitzebogen, Bötchenbau und die anderen spannenden Programme des WPZs werden 5 Euro pro Person erhoben.

Angebote, Termine und Zeiten des Ferienprogramms sind auf der Museumswebseite www.kommern.lvr.de zu finden.

Offenen Führungen im Freilichtmuseum Kommern? Von Mai bis Ende Oktober finden jeden Sonntag jeweils zwei offene Führungen im Freilichtmuseum statt. Dabei geht es zum Beispiel „In einer Stunde über den Marktplatz Rheinland“ oder durch die Ausstellung „Herdanziehungskraft. Küche und Kochen“. Tickets und weitere Informationen unter www.kommern.lvr.de.

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Stadt Mayen erlässt Marktstand-Gebühren für Wochenmarkt-Händler

Mayen – Die Marktstandgebühren für die Wochenmarkthändler werden ab sofort für die Jahre 2023 und 2024 ausgesetzt. Der Marktausschuss hat dies in der Marktausschusssitzung am 24. Mai beschlossen, um den Händlern zu danken, die den Traditionsmarkt in dieser Form weiterführen und somit aufrechterhalten. Zudem soll diese Maßnahme zur Belebung der Innenstadt dienen.

Der Wochenmarkt ist eine langjährige Tradition – daher ist es umso schöner, wenn diese Tradition noch viele Jahre / Jahrzehnte weitergeführt werden kann. Die Mayener Bürger*innen möchten auf den Markt, der an drei Tagen in der Woche auf dem Marktplatz stattfindet nicht mehr verzichten. Neben frischen, regionalen Lebensmitteln gibt es beispielsweis auch Blumen und vieles mehr, was der Traditionsmarkt zu bieten hat.

„Der Wochenmarkt ist aus den Köpfen der Mayener Bürger*innen gar nicht mehr wegzudenken. Er ist, wie auch die Genovevaburg, ein fester und wichtiger Bestandteil, der die schöne Atmosphäre unserer schönen Stadt Mayen ausmacht. Das Engagement, welches viele Markthändler bereits jahrelang mitbringen, ist ein hohes Gut und soll mit der Erlassung der Gebühren wertgeschätzt werden“, so stellvertretender Marktmeister Bastian Kirch.

Interessierte können sich bei Bastian Kirch per Mail an bastian.kirch@mayen.de weitere Informationen einholen und sich mit einem Stand für den Wochenmarkt anmelden.

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Stadtwerke Meckenheim warnen vor möglichem Betrug

Meckenheim – Aus aktuellem Anlass machen die Stadtwerke Meckenheim auf eine betrügerische Masche aufmerksam, die in diesen Tagen wieder Hochkonjunktur hat. Die Stadtwerke warnen vor Personen, die sich als Mitarbeitende der Stadtwerke ausgeben und so versuchen sich Zutritt in private Räumlichkeiten zu verschaffen.

Sofern die Techniker der Stadtwerke defekte Wasseruhren tauschen, Zählerwechsel vornehmen oder Unklarheiten der Zählerstände vor Ort klären müssen, werden die betroffenen Bürgerinnen und Bürger hierüber zuvor informiert. In jedem Fall weisen sich die Mitarbeitenden, die im Auftrage der Stadtwerke Meckenheim unterwegs sind, mit einem entsprechenden Dienstausweis mit Lichtbild aus und zusätzlich sollte der Personalausweis vorgezeigt werden.

Die Stadtwerke Meckenheim bitten alle Bürgerinnen und Bürger um erhöhte Aufmerksamkeit. Bei Rückfragen oder in Zweifelsfällen setzen Sie sich bitte mit den Stadtwerken unter nachfolgenden Telefonnummern in Verbindung: (02225) 917-175, 917-501 oder 917-508

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Eröffnung des Pastoralen Raums Kaisersesch mit Weihbischof Brahm

Kaisersesch – Der Pastorale Raum Kaisersesch wurde jetzt offiziell eröffnet und der Neubeginn mit Weihbischof Robert Brahm gefeiert. Schon seit Jahresbeginn gibt es den Pastoralen Raum Kaisersesch mit den drei Pfarreiengemeinschaften Ulmen, Kaisersesch und Treis-Karden unter der Leitung eines Teams bestehend aus Dekan Michael Wilhelm, Manuela Pötz und Markus Göbel. Doch nun wurde mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Pankratius in Kaisersesch mit Weihbischof Robert Brahm der neue Pastorale Raum auch offiziell eröffnet und der Neubeginn gefeiert.

„Ich möchte Ihnen allen danken, dass Sie bereit waren und sind, auf die Veränderungen der Zeit und in der Kirche auf Ihre Weise zu antworten. Danke, dass Sie da sind! Frauen und Männer, junge und alte Menschen, Kinder, Kranke und Sterbende, Suchende und Fragende. Aber auch jene, die auf Distanz gegangen sind – aus Enttäuschung, Frust, Hoffnungslosigkeit. So lange wir mit allen versuchen im Kontakt zu bleiben – dann lebt die Kirche und kann sich verändern!“, unterstrich der Trierer Weihbischof in seiner Predigt.

Brahm erinnerte dabei an die Pfingstbotschaft, die die Freundinnen und Freunde Jesu sprachfähig gemacht hätte. Die ersten Christen seien als Anhänger „des neuen Wegs“ aus den Synagogen ausgestoßen und sogar von Paulus verfolgt und getötet worden. „Aber so, wie das Lebenskonzept des Paulus erst einmal zusammenbrechen musste, so erleben wir heute auch, dass unser altes Kirchenkonzept nicht mehr greift“, gab der Weihbischof zu bedenken. Nicht nur, dass die Zeiten sich geändert und Menschen vielleicht keinen Bedarf mehr hätten, dass Gott in ihrem Leben eine Rolle spiele. „Nein, es ist auch das, was uns die Missbrauchsgeschichten in der Kirche mit aller Deutlichkeit und Schmerz aufzeigen: Wir können so nicht weiter machen! Wir können nicht so tun, als ginge uns das alles nichts an! Denn unsere Glaubwürdigkeit hat darunter gelitten! Aber vor allem haben viele Kinder und junge Menschen darunter gelitten.“

Deshalb sei es Zeit, in die Offensive zu gehen. „Dass wir wie die Jünger damals an Pfingsten heraustreten, mutig werden, uns verändern – nicht einfach durch eine biedere Anpassung, sondern durch echte Erneuerung!“, forderte Weihbischof Brahm. Dazu gehöre ein Paradigmenwechsel, bei dem die Bistumssynode und der Synodale Weg einen wichtigen Teil ausmache. Die Kirche und die Menschen in der Kirche müssten, um zu überleben, das Wort Jesu an sich heranlassen, nicht nur als feierlich vorgetragenes Evangelium, sondern es müsse „uns berühren, anfragen, ergreifen“.

Er habe keine praktischen Tipps, bischöfliche Ratschläge oder theologische Empfehlungen zum Start des Pastoralen Raums, so der Weihbischof in Kaisersesch. Sicher verlasse man jetzt das gewohnte und vertraute Terrain. „Aber der Blick in die Geschichte zeigt: Sie hat sich immer gewandelt“, erinnerte Brahm. Und darum sei es gut und wichtig, dass es Menschen geben würde, die bereit seien, wieder aufzubrechen und Jesu nachzufolgen. Und darum sei er überzeugt: „Sie alle sind die Getauften! Gehen Sie diesen Weg gemeinsam, vorwärts – zu Jesus zurück!“

Dass der Pastorale Raum Kaisersesch auf einem guten Weg ist, davon zeigte sich Dekan Michael Wilhelm überzeugt. „Wir sind gut gestartet“, betonte er. Das neue Team sei zusammengewachsen, man habe bereits vieles angepackt und demnächst gebe es eine Klausurtagung, auf der über die künftige Arbeit gesprochen werde, so der Dekan. Zum Jahreswechsel würden die Pfarreien in den einzelnen Pfarreiengemeinschaften fusionieren. „Dann sind die strukturellen Änderungen beendet und wir werden dann an die inhaltliche Arbeit gehen“, kündigt Pfarrer Wilhelm an.

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Drei Servicestationen erleichtern Radlern in Alsdorf die kleine Reparatur

Alsdorf – Für die kleine Pannenhilfe am Rad ist alles drin: Schraubendreher, Luftpumpe mit Manometer, Zange, Innensechskant-Schlüssel und mehr. Genug Werkzeug findet sich in den drei Service- und Reparatursäulen, um während einer Tour das Zweirad wieder flott zu machen. Diese Säulen wurden in den Caritas Betriebs- und Werkstätten (CBW) gefertigt und in Kooperation mit der Stadt Alsdorf aufgestellt.

„Wir haben sie an markanten Punkten in der Stadt montiert, wo auch zunehmend Radtouristen vorbeikommen“, sagte Bürgermeister Alfred Sonders bei der Vorstellung. Vor der Stadthalle, am Tierpark und am Energeticon stehen die Säulen. Dass es mehr werden – angedacht wäre dann beispielsweise der Bereich Mariadorf-Hoengen – ist nicht ausgeschlossen. Wer sie benutzt, kann sein Rad an der Station bequem an der Sattelstange einhängen und die Reparatur starten.

In anderen Kommunen habe man bereits sehr gute Erfahrungen mit diesen Stationen gemacht, auch Vandalismus sei kaum ein Thema, sagte CBW-Geschäftsführer Michael Doersch. Für den Alsdorfer Klimaschutzmanager Lukas Bahnen sind die Stationen nicht zuletzt auch ein Beitrag zu einer modernen Verkehrsinfrastruktur. „Die Stationen tragen vor dem Hintergrund der Mobilitätswende zur Stärkung des Radverkehrs bei!“ (apa)

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100+1-jähriges Bestehen – Dreifacher Grund zu feiern beim Feuerwehrfest in Kall-Sistig

Kall – Ein Wochenende lag drehte sich in Sistig alles um die Feuerwehr: Nicht nur feierte die Löschgruppe „100+1-jähriges Bestehen“ im und um das Bürgerhaus (das Hundertjährige war pandemiebedingt verschoben worden). Auch die Jugendfeuerwehr hatte runden „Geburtstag“ – sie besteht seit 30 Jahren. Und, als seien das nicht Anlässe genug, wurde als „Sahnehäubchen“ obendrauf noch das neue Löschfahrzeug der Sistiger Wehr eingeweiht.

Ein kapitales Sahnehäubchen allerdings: „Der neue LF 10 wiegt rund 16 Tonnen, hat 299 PS und kann 2000 Liter Wasser führen“, berichtete Bürgermeister Hermann-Josef Esser im Rahmen der offiziellen Einweihung durch den Regionalvikar Pater Wieslaw Kaczor SDS. „Gemeinsam mit unserem ersten Löschfahrzeug können wir nun 6.000 Liter Wasser mitführen“, freute sich Löschgruppenführer Jochen Völler. Auch der Preis des Löschfahrzeugs ist eine Hausnummer: Gut 300.000 Euro kostet der 16-Tonner mit Allradantrieb und Automatikgetriebe, der auch Raum für bis zu neun Mann Besatzung bietet.

Über die jährliche Feuerschutzpauschale, die Kommunen erhalten, sei der Kaufpreis nicht abgedeckt, so Bürgermeister Esser: „Die 44.000 Euro fließen vor allem in die Ausrüstung der Wehren wie etwa in die PSA (persönliche Schutzausrüstung). Die Beschaffung neuer Fahrzeuge werden also quasi komplett über den kommunalen Haushalt finanziert. Trotz der beträchtlichen Kosten, die ja nicht nur in Sistig, sondern in Kürze auch für die Löschgruppe Wahlen und anschließend den Löschzug Kall zu stemmen seien, sei darüber weder in der Verwaltung noch im Rat diskutiert worden. Esser: „Mein Dank gilt allen Ehrenamtlichen, die mit den Fahrzeugen ihren Dienst verrichten, was bedeutet: Menschenleben retten und helfen.“

Bereits am Vorabend hatte Ortsvorsteher Karl Vermöhlen beim Kameradschaftsabend ähnliche Wort gefunden. „Das sind Frauen und Männer, die sich in den Dienst unserer Gesellschaft und unserer Dörfer stellen. Die da sind, „wenn es brennt“. Dafür sage ich stellvertretend für alle in unseren Dörfern: Danke!“ Bürgermeister Esser hatte im Rahmen der Abendveranstaltung erneut das Thema Respekt gegenüber Einsatzkräften aufgegriffen. „Fordern Sie diesen Respekt im Einsatz ein. Sie haben die volle Rückendeckung von Rat, Verwaltung und mir persönlich“, so der Bürgermeister.

Der Kaller Wehrleiter Harald Heinen wies darauf hin, dass die Feuerwehr heute immer vielfältigere und komplexere Aufgaben zu meistern habe – und dafür benötige sie optimales Handwerkszeug. Für die Feuerwehr dankte er Rat und Verwaltung für die Unterstützung.

Die Sistiger Wehr besteht aus 37 Aktiven, darunter auch drei Feuerwehrfrauen, und deckt gemeinsam mit der Löschgruppe Wahlen insbesondere den südlichen Bereich des Kaller Gemeindegebietes ab. In der Jugendfeuerwehr sind acht Kinder und Jugendliche aktiv.

Der Jugendfeuerwehr als zweitem Jubilar attestierte Löschgruppenführer Völler: „Unsere Jugendfeuerwehr macht eine super Arbeit. Wenn sie dann in die aktive Mannschaft kommen, haben sie schon unheimliche Vorkenntnisse.“ Dass dem so bleibt, dafür will künftig der neue Gemeindejugendwart Jürgen Poth sorgen, der das Amt von Volker Brandhoff übernahm, der aus Altersgründen ausschied. Überzeugen konnten sich die zahlreichen Gäste aus Sistig und befreundeten Wehren dann persönlich vom Potenzial des Sistiger Nachwuchses: Eindrücklich präsentierten die jungen Floriansjünger/innen ihr Können, schlossen Schläuche an, verlegten sie und „löschten“ eine kleine Holzhütte.

Schlussendlich freuten sich alle über ein rundum gelungenes Fest, für dessen festlichen Rahmen Löschgruppenführer Jochen Völler das Lob weitergab: „Die Deko und den Kaffee haben wir unseren Gattinnen zu verdanken.“

Ehrungen und Beförderungen

Für 35-jährige Mitgliedschaft erhielten Hans Stefan Lenzen und Ralf Mertens das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold. Das Ehrenzeichen in Silber erhielten Thomas Linden, Arno Pütz und Thomas Schlierf für 25 Jahre Mitgliedschaft.

Zum Oberbrandmeister wurde Erik Krings ernannt. Die Anwärter/innen Brian Linden, Ayleen Linden, Verena Zalfen, Tobias Esser, Andre Pütz und Marc Pütz wurde zu Feuerwehrfrauen und –männern befördert.

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Sport für Alle – Inklusive Sportwoche vom 12. bis 17. Juni 2023 im Kreis Euskirchen

Euskirchen – Die 1.Inklusive Sportwoche im Kreis Euskirchen steht in den Startlöchern – Am 12.Juni startet die Inklusive Sportwoche, mit dem Ziel selbstbestimmte Teilhabe für alle Menschen im Kreis Euskirchen sicht- und erlebbar zu machen. Im Kreishaus stellten Landrat Markus Ramers und die Kooperationspartner die finalen Angebote vor.

Als Schirmherr verweist der Landrat Markus Ramers erneut auf den inklusiven Anspruch aller Menschen, selbstbestimmt, gleichberechtigt und gleichwertig am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und teilzuhaben. Er ist überzeugt, dass inklusiver Sport Brücken bilden kann, da das gemeinsame Interesse an der Bewegung im Vordergrund steht. Beim Sport haben Menschen die Chance sich kennenzulernen, Berührungsängste werden abgebaut und das Selbstbewusstsein wird gestärkt.

Die Inklusive Sportwoche bietet allen Menschen die Möglichkeit, verschiedene Sportangebote von Vereinen im Kreis Euskirchen „inklusiv“ und ohne Voranmeldung kennen zu lernen und auszuprobieren. Einige Sportvereine im Kreis arbeiten bereits inklusiv, andere probieren dies im Rahmen der Sportwoche aus.

Dank der vielen engagierten Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner, wie dem DRK, dem KreisSportBund Euskirchen, der Lebenshilfe Euskirchen, der Nordeifelwerkstätten und der Stadt Euskirchen, ist es gelungen, ein umfang- und abwechslungsreiches sportliches Angebot innerhalb der Woche vom 12. bis 17.06.2023 anzubieten.

Die Angebote finden im gesamten Kreis statt und werden durch eine Vielzahl von Kindergärten, Schulen und Vereinen, durch eigene Angebote oder helfende Hände, unterstützt. Alle Mitwirkenden sind mit Begeisterung dabei und haben einige Überraschungen geplant.
Vor allem Sportarten, die ohne Mannschaften auskommen, aber dennoch individuelle Anreize bieten, können ausprobiert werden.

Die Mitwirkenden wollen zeigen, dass Sport mehr ist, als Leistungsanspruch und Konkurrenzdenken. Sport bedeutet auch eigene Grenzen überwinden, Körperbewusstsein zu schaffen und mentale Stärke zu fördern. Fähigkeiten, die neben körperlicher Gesundheit jeder Mensch benötigt.

Die Sportwoche endet am 17.06.2023 mit einem großen Abschlussfest rund um das Erftstadion Euskirchen. Neben einem breiten sportlichen Angebot wird auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Mit der Inklusiven Sportwoche setzt der Kreis Euskirchen ein wichtiges Signal für mehr Anerkennung, für Diversität, für Offenheit und Toleranz in unserer Gesellschaft. Spaß, Fairness und Teamgeist entstehen dabei fast nebenbei.

Alle Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, Aktionen und weitere Informationen zu diesem wichtigen Projekt findet man auf der Homepage des Kreises Euskirchen unter „Inklusive Sportwoche“.
https://www.kreis-euskirchen.de/themen/familie-bildung-integration/einfach-fuer-alle-inklusion/themen-projekte/sportangebote-der-inklusiven-sportwoche-2023/

Hier liegt auch die Begleitbroschüre zur Sportwoche zum bereit:
https://www.kreis-euskirchen.de/themen/familie-bildung-integration/einfach-fuer-alle-inklusion/themen-projekte/1-inklusive-sportwoche/
Die Broschüre in Papierform erhältlich bei nicole.tobay@kreis-euskirchen.de sowie im Kreishaus Euskirchen (solange der Vorrat reicht).