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Host Town Team Jülich zu Besuch im Deutschen Bundestag

Jülich/Berlin – Thomas Rachel empfängt Delegation der Stadt Jülich – Nach vier tollen Tagen mit der Delegation Special Olympics Libanon in Jülich begleitet eine Gruppe der Gastgeber aus der „Host Town Jülich“ die Delegation nach Berlin zu den Special Olympics World Games.

Auf Einladung von Thomas Rachel, Mitglied des Bundestages, besuchte die Gruppe nun den Bundestag und das historische Reichstagsgebäude. Teilnehmende der Führung mit Thomas Rachel und seiner wissenschaftlichen Mitarbeiterin Christina Ruhrig-Breuer waren die Projektleiterin Beatrix Lenzen, Fachbereichsleitung für Sozialplanung, Demografie, Inklusion und Integration, Mo Khomassi, Mitarbeiter der Stadt Jülich im Sozialamt und zuständig für die Leitung der Volunteers im Host Town Team, Nina Czeczatka und Christoph Beckers vom Inklusionsbeirat AKI, Mike Küven (Präsident TTC indeland e.V.), die beiden Jülicher Volunteers Fatima Daher und Ali Alrachini, Marco Cikes (Stammhaus Jülich) und der offizielle Volunteer von Special Olympics Libanon, Omar Alaaddin.

Die Gruppe war beeindruckt von der Ausstellung im Bundestag zur Geschichte der deutschen Demokratie. Gemeinsam sind sich alle einig, dass Demokratie nicht als selbstverständlich angenommen werden darf sondern dass es erforderlich ist, sie jeden Tag neu zu schützen und zu bewahren. Erziehung zu Demokratie ist eine Aufgabe Aller in unserer Gesellschaft. Am Ende der Führung durch den Bundestag besichtigte die Gruppe die Kuppel des Reichstagsgebäudes.

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Mehr als 110.000 Menschen feiern Heiligtumsfahrt in Aachen

Aachen – Zehn Tage, mehr als 140 Veranstaltungen, ein großes Fest: Das war die Wallfahrt 2023. Mit der Verschließung der Heiligtümer im Marienschrein endet die Aachener Heiligtumsfahrt 2023 am gestrigen Abend mit einer überaus positiven Bilanz: Mehr als 110.000 Besucherinnen und Besucher wurden in diesen zehn Tagen im Dom, auf dem Katschhof und an anderen Orten wie den Krankengottesdiensten in St. Jakob oder der Hofbühne gezählt. Von der morgendlichen Laudes um 7 Uhr bis hin zur nächtlichen Komplet um 22 Uhr gab es täglich ein volles Programm mit mehr als 140 Veranstaltungen und Angeboten.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagt Dompropst und Wallfahrtsleiter Rolf-Peter Cremer. „Bei kontinuierlich schönem Wetter haben mehr Menschen als erwartet unsere Einladung angenommen, in mittelalterliche Traditionen einzutauchen, in der Begegnung mit den Heiligtümern Neues zu entdecken und sich mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen. Mit dem Angebot von Kultur für unterschiedliche Interessens- und Altersgruppen konnten wir ein gemischteres Publikum ansprechen als bei bisherigen Heiligtumsfahrten. Mit der diesjährigen Wallfahrt wollten wir vermitteln, dass Kirche lebendig und einladend sein kann. Ich hoffe sehr, dass uns dies gelungen ist.“

Für Bischof Dr. Helmut Dieser war es die erste Heiligtumsfahrt, die er miterleben durfte. Auch er hebt in seinem Fazit die Vielfalt der Besucherinnen und Besucher hervor: „Wir haben betende, glaubende, Fragen stellende und feiernde Menschen gesehen auf der Suche nach dem, was ihnen das Heilige denn ist, wie man ihm auf die Spur kommt und wie man es für sein Dasein auf dieser Welt annehmen kann.“
Große Erleichterung bei Veranstaltungsmanagerin Nadine Braun, die ebenfalls ihre „Heifa-Premiere“ erlebte: „Alles super, das hätte ich mir nicht besser vorstellen können“, strahlt die 26-Jährige, die einräumt, zuvor so manche schlaflose Nacht gehabt zu haben. Ihre Tage starteten morgens um 8 Uhr mit dem Treffen des Koordinierungsgremiums, bei dem Absprachen mit Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt, Sanitäts- und Sicherheitsdienst und der ASEAG getroffen wurden. „Die Abläufe haben sich sehr schnell eingespielt, die Zusammenarbeit mit allen war hervorragend, es war ein komplettes und gut vernetztes Miteinander. Dadurch ließen sich die ein oder anderen kleineren Probleme schnell beheben“, hebt die junge Frau hervor.

Der besucherstärkste Tag war der Mittwoch, 14. Juni, mit knapp 15.000 Menschen, darunter 3000 Jungen und Mädchen, die zum Tag der Grundschulkinder gekommen waren. Beim Pilgergottesdienst am Samstag, 17. Juni, um 11 Uhr, standen die meisten Konzelebranten auf der Altarbühne (30). Insgesamt 3,5 Kilogramm Weihrauch wurden verbraucht.

Die weitesten Anreisen hatten 19 Pilger und Pilgerinnen aus Kolumbien (8933 km), 39 Pilgerinnen und Pilger aus Louisiana, USA (7919 km) und 59 Pilgerinnen und Pilger aus Ungarn (1265 km).
537 mit Ausweisen ausgestattete Helferinnen und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf, gaben an den Infopoints oder als „Läufer“ in der Stadt Auskunft und Hilfestellung, machten Dienst in der Pilgerraststätte, bewachten im Ehrendienst die Heiligtümer, bauten Stühle auf und wieder ab, halfen bei Versorgung und Logistik und packten überall da mit an, wo Hilfe nötig war. „Ihnen, aber auch allen anderen Beteiligten und Organisatoren, allen Sponsoren, Firmen, Dienstleistern und sonstigen Unterstützern gilt unser herzlicher Dank“, sagt Cremer.

Nun ist erst einmal Luftholen angesagt. Und dann nehmen Domkapitel und Bistum auch bald schon wieder Kurs auf die Heiligtumsfahrt 2028. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

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Jugendämter und Polizei in der StädteRegion Aachen verstärken Zusammenarbeit beim Kinder- und Jugendschutz

Aachen/StädteRegion – Lücken schließen, Organisationen enger verzahnen, verbindliche Strukturen schaffen. Vor dem Hintergrund der bekannt gewordenen Missbrauchsfälle zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen in Deutschland stellen die Jugendämter in der StädteRegion, der Stadt und die Polizei Aachen ihre Zusammenarbeit neu auf und unterzeichnen gemeinsam eine Kooperationsvereinbarung.

„Staat und Gesellschaft müssen Rahmenbedingungen schaffen, damit Kinder und Jugendliche bestmöglich vor Misshandlung, Vernachlässigung und jeglicher Form von Gewalt geschützt werden“, heißt es in der Präambel, in der Einleitung dieser Vereinbarung.

Die bewährte Zusammenarbeit der Behörden wird auf eine neue Stufe gehoben, um den fachlichen Austausch und die Handlungssicherheit aller Mitarbeitenden weiter zu verbessern. Dadurch werden Gefahren schneller erkannt und Maßnahmen zum Schutz für Kinder und Jugendliche früher eingeleitet.

Die Kooperationspartner der StädteRegion, Stadt und der Polizei Aachen betonen: „Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist eine Aufgabe, die wir nur gemeinsam meistern können. Mit der neuen Vereinbarung gehen wir den nächsten Schritt unserer Kooperation, indem wir noch enger zusammenarbeiten, an einem Strang ziehen, um Kinder und Jugendliche ein sicheres Aufwachsen zu ermöglichen. Das ist die gemeinsame Aufgabe der Jugendämter und der Polizei in Aachen und der StädteRegion.“

 

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JOA, AICH WELL ……den Eifelmarathon in Waxweiler

Laacher See – So dachten sich auch  einige LG’ler, als sie sich beim Eifelmarathon in Waxweiler anmeldeten. Allerdings wussten sie nicht, auf was sie sich einließen. Klaus Jahnz kennt die eifeltypischen Strecken, die er in den vergangenen Jahren bereits als Halbmarathon und sogar Marathon bewältigte.

Die LG’ler vor dem Start der jeweiligen Wettbewerbe, es fehlt Thoma Schütz. Foto: Sarah Aland

Ob Ultra-Marathon, Marathon, Trail, Halbmarathon oder 10 km, in Waxweiler gab einige Herausforderungen. Dabei ging es nur durch höchst reizvolle Landschaften mit einigen Höhenmetern.

An die langen Distanzen wie Ultra- oder Marathon traute sich von der LG Laacher See niemand. Thomas Schütz und Antonio Blanco stellten sich der Trail-Herausforderung über 26 km und 760 HM. Antonio liebt diese Strecken und mit 2:27:59 Std. gewann er die AK M 40. Thomas lief nach 3:17:05 Std. über die Ziellinie.

Nachdem die Halbmarathonläufer mit den Bussen zu ihrem Startort gefahren wurden, fiel der Startschuss für die 10 km Läufer und Walker. Susanne Loosen gewann ihre AK W 50 in 64:03 Min. Sie lief in Begleitung ihrer Schwiegertochter Sarah. Ihr Sohn lief den Trail von 26 km. Bernd Schäfer wurde Vierter der M55 in 57:03 Min. Elisabeth Waldorf walkte diese Distanz in 1:42:09 Std.

Gleich drei Podiumsplätze gab es für die Läufer*innen vom Laacher See beim Halbmarathon. Saskia Alflen wurde Zweite der W 30 in 2:05:56 Std. Nicole Frantzen freute sich über ihren zweiten Platz der W 40 mit 2:11:58 Std. Mit 3:09:52 Std. belegte Klaus Jahnz den 2. Rang der M 70. Die vierten Plätze in den jeweiligen AK belegten Raheb Rahimi (MHK, 1:47:16 Std.) und Mathias Grell (M 45, 2:13:48 Std.). Beim Halbmarathon galt es 464 HM zu bewältigen. Die sommerliche Hitze setzte noch einen drauf.

Ziemlich  erschöpft, aber glücklich genossen die LG’ler die gemütliche Atmosphäre in Waxweiler an der Prüm. Das Dorf war vor zwei Jahren sehr vom Hochwasser betroffen. Die Schäden sind an vielen Stellen immer noch sichtbar.

An Fronleichnam waren Jürgen Schlegel, Klaus Jahnz und Elisabeth Waldorf beim Jubiläumslauf in Oberweis am Start. Elisabeth und Jürgen entschieden sich für den 5 km Walking Wettbewerb, den sie nach 48:23 Min. beendeten. Klaus lief den 10 km Hauptlauf in 68:12 Min. Hildegard Schlagwein-Wolff feuerte ihr Vereinsfreunde an der Strecke an. Traditionsmäßig belohnten sich die vier nach der Anstrengung mit einem leckeren Essen.

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Wiegeaktion für Wohnmobile, Wohnwagen oder SUVs am Montag 19. Juni im Kommerner Mühlenpark

Mechernich/Euskirchen – Zu viele Kilos für die Autobahn? – Vor den Sommerferien bietet die Euskirchener Polizei eine Wiegeaktion für Wohnmobile, Wohnwagen oder SUVs im Kommerner Mühlenpark an – Strafen soll es nicht geben, sondern es geht um Prävention und Aufklärung.

Für Wohnmobile und Wohnwagen bieten   die Verkehrsexperten der Euskirchener Polizei eine kostenfreie Wiege-Aktion an. Diese wird am Montag, 19. Juni, zwischen 15 und 18 Uhr im Mühlenpark in Mechernich stattfinden. Geprüft werden nicht nur Wohnmobile und Wohnwagen, sondern auch SUVs, Autos, Vans oder Fahrzeuge mit Anhänger. Mitzubringen sind lediglich die Fahrzeugscheine (Zulassungsbescheinigung Teil I) des Zugfahrzeugs sowie des Anhängers.

Die Aktion dient insbesondere der Prävention. Man wolle aufklären und werde daher keine festgestellten Überladungen bestrafen, so die Polizei. Fahrer von Wohnmobilen und Co. werden bei der Aktion unter anderem zu Ladelücken, Ladungssicherung, Überladung, Bremswegen, Übermüdung, Rettungsgasse und Verbandskasten aufgeklärt.

 

 

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Aachener Stadtbetrieb fördert Nachhaltigkeit mit Wunderkiste

Aachen – Gesellschaftsspiele, Bilderrahmen, Gläser und Vasen reihen sich auf Holzbrettern nebeneinander. Die Türen des grün gestrichenen Holzhäuschens am Recyclinghof Eilendorf sind weit geöffnet, und laden ein, zwischen den Sachen zu stöbern und das eine oder andere Teil mitzunehmen. Denn „Verschenken statt Wegwerfen“ ist das Motto der „Wunderkiste“. Dinge, die gut erhalten sind, aber nicht mehr benötigt werden, können hier hinterlegt und von anderen Besucher*innen kostenlos mitgenommen werden.

Abfallvermeidung, Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit – es sind Themen, die auch Heiko Thomas, Beigeordneter für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude der Stadt Aachen, fokussiert. Dass mit der der Wunderkiste Gegenstände, die in Ordnung sind, im Kreislauf gehalten werden und auf diese Weise eine Nutzungsverlängerung erfahren, freut auch ihn. „Es ist eines von vielen Projekten, mit denen wir uns in der Stadt Aachen für Nachhaltigkeit einsetzen.“

Der Aachener Stadtbetrieb hat die Kiste, die von der AWA Entsorgung GmbH zur Verfügung gestellt wird, bewusst am Recyclinghof aufgestellt. „Wir haben hier immer wieder Kundinnen und Kunden, die Dinge entsorgen möchten, obwohl diese noch in Ordnung sind. Nun sprechen wir sie an und fragen, ob sie diese Gegenstände nicht in die Wunderkiste stellen möchten, um anderen damit eine Freude zu machen“, erläutert Jennifer Comuth, Verwalterin des Recyclinghofs. Und: „Die Resonanz ist super“, betont sie.

Die Wunderkiste wurde 2012 von der AWA Entsorgung GmbH erstmals in Eschweiler aufgestellt, mittlerweile gibt es sieben davon in der Region. „Das Wichtigste ist, dass es jemanden gibt, der sich wirklich um die Dinge kümmert und schaut, dass die Wunderkiste nicht vermüllt wird“, betont Hermann-Josef Ostlender, Abteilungsleiter Kundenservice der AWA. Die Mitarbeitenden des Recyclinghofs des Aachener Stadtbetriebs räumen daher jeden Abend die Wunderkiste auf und schauen, ob alle Teile, die sich darin befinden, tatsächlich in Ordnung sind.

„Spielregeln“ der Wunderkiste

In der Wunderkiste können gut erhaltene, intakte, saubere Gegenstände abgelegt werden. „Dazu gehören beispielsweise Geschirr, Töpfe, Deko-Artikel, Blumentöpfe, Spielzeug, Spiele und funktionsfähigen Kleinelektrogeräte“, erläutert Anne Lehnen, Abfallberaterin des Stadtbetriebs. Nicht abgegeben werden dürfen unter anderem Kleidung, Lebensmittel, Kosmetika, Großelektrogeräte und Bettwaren wie Matratzen, Kissen, Bettdecken.

Auch ohne eigene Spende dürfen sich Privatpersonen Dinge aussuchen, mitnehmen und für den persönlichen Bedarf nutzen. Die Gegenstände dürfen nicht verkauft werden. Pro Privatperson dürfen maximal fünf Einzelteile mitgenommen werden, mit Ausnahme von beispielsweise Geschirr- oder Gläsersets.

Die Wunderkiste ist zu den normalen Öffnungszeiten des Recyclinghofes Eilendorf geöffnet: montags 8.30 bis 16 Uhr, dienstags 8.30 bis 18 Uhr, mittwochs 8.30 bis 16 Uhr, donnerstags 8.30 bis 18 Uhr, freitags 8.30 bis 16 Uhr sowie samstags 8.30 bis 14.30 Uhr.

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Ein ganz besonderes Highlight für den rheinland-pfälzischen Sport beim 37. Rheinland-Pfalz-Tag in Bad Ems

Region/Mainz/Bad Ems – „Der Sport tut so viel“ –  Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist jetzt Gesicht der Wanderausstellung „30 Jahre – 30 Gesichter“ des Programms „Integration durch Sport“. Ein ganz besonderes Highlight für den rheinland-pfälzischen Sport beim 37. Rheinland-Pfalz-Tag in Bad Ems war am Samstagabend der Besuch von Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Begleitung von Sportminister Michael Ebling. Am Stand von #SportRheinlandPfalz heftete die Landeschefin ihre „Kachel“ auf der Wand zur Wanderausstellung „Integration durch Sport – 30 Jahre, 30 Gesichter“ an – und setzte somit ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz.

Malu Dreyer freute sich riesig, dass sie die magnetische Kachel höchstselbst an das XXL-Memory-Board anbringen konnte. „Dass der Sport so viel tut, um Integration zu ermöglichen, das kann man gar nicht hoch genug schätzen – das ist einfach toll“, betonte die Ministerpräsidentin. Sport sei „ein einfaches Mittel“, um den Zusammenhalt in der Gesellschaft weiter zu verbessern und um die Integration zu stärken.

„Schön, dass jetzt auch die Ministerpräsidentin ein Gesicht der Wanderausstellung ´30 Jahre – 30 Gesichter´ und somit auch Teil der Kampagne ist“, resümierte Lisa Engelhard, die als LSB-Referentin „Integration durch Sport“ federführend für die komplette Organisation der Wanderausstellung verantwortlich zeichnet. „Das Jubiläum von ´30 Jahre – 30 Gesichter´ war tatsächlich schon im Jahr 2020, aber wegen der Corona-Pandemie hat es bis November 2022 gedauert, bis die Ausstellung auf Reisen gehen konnte – seitdem aber wächst die Ausstellung kontinuierlich um weitere Gesichter.“

Auf dem XXL-Board werden insgesamt 20 ausgewählte Personen auf der Vorderseite mit ihrem Konterfei samt kurzem Zitat zum Thema ´Integration durch Sport´ gezeigt. Auf der Rückseite erzählen die Gesichter in wenigen Sätzen ihre eigene Geschichte, was sie ganz persönlich mit „Integration durch Sport“ verbinden. Außerdem nennen sie ihre drei wertvollsten Erfahrungen in diesem Zusammenhang – und wofür sie wirklich null Toleranz aufbringen. Maly Dreyer stellte in diesem Zusammenhang klar, dass sie „null Toleranz für Gewalt, für Menschenverachtung und für Ausgrenzung, egal wen es betrifft“ hat. „Wir sind eine offene und tolerante Gesellschaft – und deswegen gibt es dafür null Toleranz.“

Der RLP-Tag ist mittlerweile die sechste Station der Wanderausstellung. Zuletzt hatte die Schau beim Fußballverband Rheinland in Koblenz für mehr als vier Wochen Station gemacht. Als nächstes wird sie am kommenden Donnerstag im Rahmen einer Preisverleihung zum „Projekt Vielfalt“ des Radiosenders bigFM im Saarbrücker Schloss zu sehen sein. Die Auswahl der 20 Gesichter wird dabei je nach Standort individuell angepasst.

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Jugendliche bauen Marienkapelle in Mayschoß / Ahrtal wieder auf

Mayschoß – „Ist ja klasse, was ihr hier macht!“ – 300 Freiwillige arbeiten im Rahmen des Fluthilfecamps der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an 17 Denkmal-Baustellen entlang der Ahr. Eigentlich arbeiten sie in Archiven, in der Archäologie oder im Museum als Freiwilligendienstleistende (FSJ) im Bereich Denkmalpflege, doch für zwei Wochen haben sie einen gemeinsamen Einsatzort: das Ahrtal. Insgesamt 300 Freiwillige werden noch bis zum 23. Juni im Rahmen des Fluthilfecamps der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an 17 Denkmal-Baustellen entlang des Flusses arbeiten, der im Juli 2021 Menschen das Leben kostete und viele Gebäude zerstörte. Auch die kleine Marienkapelle in Mayschoß wird von den jungen Menschen unter Anleitung von Experten wiederhergestellt.

Das Dach fehlt, wie Teile des Giebels, Boden und Putz sind schmutzverkrustet – das Bild wird sich in den kommenden Tagen noch ändern. Mit Restaurator Dr. Uli Eltgen und Maurermeister Andreas Schael haben die zehn Jugendlichen an der Baustelle „Marienkapelle“ erfahrene Fachanleiter an ihrer Seite, um gemeinsam die alten Farbschichten zu untersuchen, ein Tonnengewölbe zu mauern, einen Dachstuhl mit Schiefereindeckung zu zimmern und ein Sandsteinportal aufzusetzen. „Wir sind guter Dinge, dass das innerhalb der vorgegebenen zwei Wochen fertig wird“, sagt Lena. Sie restauriert in ihrer eigentlichen Einsatzstelle in Halle (Saale) eine alte Brauerei, da hat die 19-Jährige viel mit Lehmbau zu tun, in Mayschoß legt sie unter anderem historische Malereien frei. „Ich bin gespannt, wie es aussehen wird, wenn wir fertig sind“, sagt ihre Kollegin Merle, die eigentlich ein FSJ bei einem Raumausstatter macht, der historische Sitzmöbel neu aufpolstert. „Ich finde es voll spannend, das mal mitzuerleben und mitzumachen“, sagt die 20-Jährige.

Freude an der Arbeit hat auch Fachanleiter Schael. An einer Kapelle zu arbeiten sei schon etwas Besonders, sagt der Maurermeister aus Quedlinburg (Sachsen-Anhalt): „Es ist ein vergeistigtes Bauwerk und dient ja auch der geistigen Erbauung.“ Er geht davon aus, dass das Bauwerk religiös geprägten Menschen sicherlich viel bedeute. Simon (ebenfalls aus Quedlinburg) kann sich dieser Meinung nur anschließen: In einer Kapelle könne man zum Beispiel eine Gewölbedecke mauern, „was man sonst nicht so oft macht, was auch sehr aufwendig ist.“ Sonst ist der 19-Jährige in seiner FSJ-Stelle im Bereich Lehmbau eingesetzt.

Das Sägen und Hämmern bleibt nicht lange unbeobachtet: Personen aus der Nachbarschaft bringen alte Fotos vorbei und liefern weitere Informationen. „Da merkt man, wie Leute Anteil nehmen und das begleiten. Das sind schöne Gänsehautmomente“, berichtet der Maurermeister, der zum ersten Mal an der Ahr ist. Auch Merle hat solch einen Moment erlebt: „Gestern kam jemand mit dem Fahrrad vorbei, hat den Daumen gehoben und gesagt: ‚Top, ist ja klasse, was ihr hier macht‘.“

Dabei gibt es im Ahrtal noch viel zu tun, noch sind längst nicht alle Privathäuser wieder bewohnbar oder kommunale Gebäude nutzbar. Sich trotzdem um denkmalgeschützte Gebäude zu kümmern, findet Thomas Mertz, Leiter der Pressestelle Deutsche Stiftung Denkmalschutz, wichtig: „Zum Beispiel die kleine Marienkapelle hier in Mayschoß, die hat eine große Bedeutung für die Leute und ist ein Hoffnungszeichen.“ Die Kapelle aber auch weitere Baudenkmäler prägten das Gesicht des Ahrtals, „wenn die verloren gehen, verliert man auch ein Stück seiner eigenen Herkunft.“ Daneben kümmere sich das Fluthilfecamp auch um viele denkmalgeschützte Wohnhäuser.

Alte Malereien, Putzschichten und Fliesen haben sie durch die Arbeiten freigelegt. Über die Jahre sei vieles an der Kapelle „verschlimmbessert“ worden, so Schael. Daher wird das Bauwerk nach dem Einsatz der Helferinnen und Helfer nicht wieder eins zu eins so aussehen, wie kurz vor der Flut – aber wieder mehr wie die ursprüngliche Kapelle aus dem vom Experten Schael geschätzten Zeitraum 1890/1910.

Sowohl aktuelle als auch ehemalige Freiwilligendienstleistende im Bereich Denkmalpflege, auch Jugendbauhüttler genannt, verbringen jeweils eine Woche im Fluthilfecamp. Das Camp der Jugendbauhütten in Trägerschaft des internationalen Jugendgemeinschaftsdienstes befindet sich in Mayschoß. Insgesamt nehmen 300 junge Menschen an der Aktion teil. „Das Zusammentreffen mit den ganzen Menschen und der Austausch hat mir bis jetzt am meisten Spaß gemacht, aber natürlich auch das Helfen“, sagt Merle beim Blick auf „ihre“ Marienkapelle.

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Auch in der Freizeit Naturschutz am Laacher See beachten

Laacher See/Mayen-Koblenz – Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz kündigt verstärkte Kontrollen an – Der „Laacher See“ wird seit jeher als Naherholungsraum genutzt und ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Vor allem bei den aktuellen Temperaturen ist mit einem erhöhten Besucheraufkommen zu rechnen. Aus diesem Anlass weist die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Mayen-Koblenz darauf hin, dass die Bestimmungen des Naturschutzes bei einem Besuch des Laacher Sees einzuhalten sind. Dies wird auch in diesem Jahr wieder durch Außendienstmitarbeiter der Kreisverwaltungen Mayen-Koblenz und Ahrweiler kontrolliert.

Die Mitarbeitenden informieren Badegäste und Erholungssuchende über die geltenden Regeln. Bei schwerwiegenden Verstößen können auch Platzverweise erteilt und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden.

Der Laacher See ist das größte Naturschutzgebiet im nördlichen Rheinland-Pfalz und ein wichtiges Flora-Fauna-Habitat sowie Vogelschutzgebiet. Die seltenen feuchtland- und wassergebundenen Tier- und Pflanzenarten leben vor allem im Uferbereich des Sees. Immer wieder betreten oder befahren viele Gäste, trotz Hinweistafeln, das Seeufer und den Wald an Stellen außerhalb der gekennzeichneten Wege, picknicken und grillen in Seenähe oder schwimmen in den sensiblen Uferbereichen. Zertrampelte Wald- und Uferbereiche, hinterlassene Abfälle und eine nachhaltige Störung der natürlichen Lebensräume sind die Folge.

„Wer lieber im See als im Freibad schwimmen möchte, findet neben der offiziellen Badestelle des Campingplatzes mit dem Krufter Waldsee sowie dem Riedener Waldsee zwei wunderbare Seen im Landkreis, in denen das Baden erlaubt ist. Außerdem sollte es selbstverständlich sein, im Wald kein Feuer zu entzünden und Abfall nicht in der Natur zu entsorgen“, sagt Iris Arens von der Unteren Naturschutzbehörde.

Die Kreisverwaltung appelliert daher an alle, die Bestimmungen des Naturschutzes einzuhalten, um die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt zu schützen und zu erhalten. Entsprechende Hinweistafeln im Bereich der Parkplätze sowie entlang des Uferrundweges weisen Besucher ausdrücklich auf die geltenden Regeln hin.

 

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Ausgezeichnete Klimaschützerinnen und Klimaschützer von morgen in Meckenheim

Meckenheim – Städtische Integrative Kita Steinbüchel ist „KlimaKita.NRW“ – Klimaschutz fängt schon bei den Kleinsten an. Das belegt die städtische Inklusive Kindertageseinrichtung (Kita) „Steinbüchel“, die mit einer Vielzahl an Projekten den Nachwuchs an das Thema heranführt und simpel umzusetzende Lösungen aufzeigt. Das Klimabewusstsein ist nicht nur ausgeprägt, sondern sogar ausgezeichnet: Für ihr Engagement wurde die Kita jetzt von der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz, NRW.Energy4Climate, als „KlimaKita.NRW“ prämiert. Neben den Kindern und dem Team um Kita-Leitung Simone Kerz freute sich auch der Erste Beigeordnete Hans Dieter Wirtz, der an der Auszeichnungszeremonie teilnahm.

„Die Natur ist ein Geschenk, das es gut zu behandeln gilt. Ob jung oder alt, wir alle sind aufgefordert, unsere Erde als eine lebenswerte Welt zu erhalten. Dass die Kita Steinbüchel den Klimaschutz vorlebt und die Kinder und sogar deren Eltern dabei aktiv mitnimmt, ist beispielgebend und verdeutlicht, welche Möglichkeiten sich bieten, schon im ‚Kleinen‘ Großartiges zu bewegen“, sagte Hans Dieter Wirtz und übermittelte die herzlichsten Glückwünsche von Bürgermeister Holger Jung.

Einen großen Dank zollte Simone Kerz ihrem Team, darunter der Naturpädagogin Birgit Kowollik und der handwerklich geschickten Daniela Zeising, und insbesondere den Kindern dafür, „dass ihr mit uns gemeinsam die Welt zu verbessern versucht.“

Anhand von ganz unterschiedlichen Beispielen und Maßnahmen zeigt die Kita „Steinbüchel“, wie einfach Klimaschutz funktioniert.
So lernten die Kinder durch Experimente, Bilderbücher und Einzelangebote das Wasser als Lebensraum und Lebensspender kennen und sie erfuhren, wie sich der Wasserverbrauch reduzieren lässt. Während die Kinder beim „CleanUp-Day“ als Gewässerretter in Aktion traten, erlebten sie mit dem Abstecher in das Wassererlebniszentrum Gymnicher Mühle einen spannenden Ausflug.
Dem Thema Upcycling nahm sich die Kita zum wiederholten Mal an, als im zweiten Jahr in Folge die Sankt-Martin-Laternen aus Müll gebastelt und Geschenke für die Eltern aus Resten kreiert wurden.
Ebenfalls in den Mittelpunkt des Kita-Alltags rückten regionale Produkte und die Selbstverpflegung. In den eigens angelegten Hochbeeten reiften Kürbisse, Zucchinis und Gurken für die Gruppen heran. Wildblumenwiese und Insektenhotel steigerten die Attraktivität des Außengeländes und trugen ebenso zur Artenvielfalt bei wie Samenbomben aus eigener Herstellung und der gepflanzte Apfelbaum. Der Nachwuchs besuchte zudem eine Apfelplantage und verfolgte die Ernte und Weiterverarbeitung. Beim lokalen Imker erhielten die Kinder einen Eindruck von der Honig-Herstellung.

Dem Konsum näherten sie sich über das Bücher-Projekt. Die Familien konnten sich an einer Umfrage beteiligen. Ein Büchertausch wurde initiiert und neuerdings lädt vor der Kita ein Bücherschrank zum Entnehmen und Einstellen genutzter Lektüre ein.
Energiegeladen waren die Kinder auch beim Thema Strom. Sie wissen jetzt, die Stromfresser daheim und in der Kita zu identifizieren und Energie einzusparen.

Monika Bröhl, Projektmanagerin Klimabildung bei NRW.Energy4Climate, überreichte Simone Kerz Plakette, Urkunde und lobte das außergewöhnliche Engagement. „Die städtische Inklusive Kita Steinbüchel zeigt eindrucksvoll, wie Klima- und Ressourcenschutz im Alltag von Kitas mit allen umgesetzt werden kann. Gerade beim Thema Strom haben die Kinder erfahren, was die ‚Stromfresser‘ sind und wie sie selbst Strom sparen können, aber auch, dass es ganz ohne Strom nicht für jeden gehen kann, da manche Kinder elektrische Geräte für ihr Wohlbefinden brauchen. Genauso verstehen wir auch das Motiv unserer Auszeichnungsplakette: In der ‚Klima-Gang‘ engagiert sich ein vielseitiges Team gemeinsam für den Klimaschutz.“

Das Programm KlimaKita.NRW richtet sich vor allem an Kinder im Kita-Alter und an das beschäftigte Personal. Ziel ist es, den Klimaschutz spielerisch zu erforschen, eigene Handlungsmöglichkeiten zu erleben und zu erlernen. Interessierte Kitas können kostenloses Material anfordern und Fortbildungsangebote für Fachkräfte im Kita-Bereich nutzen. Und am Ende des fortwährenden Weges winkt die Auszeichnung als KlimaKita.NRW.