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Grundschulen der VG Mendig profitieren vom Digitalpakt Schule

Mendig – Eine „smartes“ Bildungsangebot – In der Verbandsgemeinde Mendig genießt die digitale Bildung bereits in den Grundschulen höchste Priorität. Um dieses Ziel umzusetzen wurden und werden jetzt in den Grundschulen der Verbandsgemeinde Mendig – im Rahmen des DigitalPaktSchule – die technischen Voraussetzungen geschaffen. In den Grundschulen in Thür und Rieden wurden jeweils vier Smartboards installiert und in der Grundschule Pfarrer Bechtel in Mendig werden insgesamt 19 für den Unterricht zur Verfügung stehen.

Überzeugten sich mit Schülerinnen und Schülern, dass in der Grundschule in Thür auch die 1. Klasse erstklassisch ausgestattet ist (von links): Tanja Retterath, IT-Beauftragte Grundschule Thür, Ellen Küpper, Leiterin Grundschule Thür, Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig, Lukas Ellerich, Ortsbürgermeister Thür, Ute Dernbach, Teilbereichsleiterin Familien, Schulen und Soziales VG-Verwaltung Mendig, und Peter Stein, IT-Administration und Benutzerservice VG-Verwaltung Mendig. Foto: VG-Verwaltung Mendig/Pauly

Die Maßnahme wird über den DigitalPaktSchule mit 207.989,05 Euro vom Bund gefördert. Dass sind 90 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten, die mit 231.098,94 Euro veranschlagt sind. Die verbleibenden zehn Prozent müssen vom Schulträger – in diesem Fall der Verbandsgemeinde Mendig – getragen werden. „Dabei wurde ein Glasfaseranschluss mit einer Bandbreite von 300/50 Mbit/s realisiert, die bestehende Netzwerkverkabelung durch zusätzliche Anschlüsse ergänzt und Netzwerkkomponenten wurden erneuert oder neu verbaut. Jeder Klassenraum hat einen eigenen WLAN-Accesspoint erhalten und alle vier Klassen haben ein Smartboard bekommen“, erklärte der Mendiger VG-Bürgermeister Jörg Lempertz bei der offiziellen Übergabe der digitalen Lernmittel in den Grundschulen in Thür und Rieden.

Sowohl in Thür als auch in Rieden werden die Smartboards in verschiedenen Fächern genutzt. Dabei werden Lernprogramme, unter anderem für Mathematik und Deutsch genauso genutzt, wie entsprechende Medien für Sachkundethemen.

Die Smartboards in der Grundschule Pfarrer Bechtel in Mendig werden in den Sommerferien installiert und stehen damit im neuen Schuljahr zur Verfügung.

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Polizei warnt Handwerk vor verstärkten Autoaufbrüchen und Werkzeugdiebstahl

Region/Mayen-Koblenz – Beratungsstelle der Kriminaldirektion Koblenz gibt Hinweise zu präventiven Maßnahmen – Die Kriminaldirektion Koblenz ruft Handwerksbetriebe mit Fuhrpark auf, die Sicherungsmaßnahmen um ihre Fahrzeuge zu erhöhen. Denn vermehrt werden in letzter Zeit Fahrzeuge von Handwerksbetrieben aufgebrochen und aus den Wagen Werkzeuge und Material gestohlen.

„Aktuell erreichen uns besonders viele Informationen zu diesen Delikten und wir möchten Handwerksbetriebe sensibilisieren, gerade jetzt wachsam zu sein und Vorkehrungen im Sinne der Sicherheit ihrer Fahrzeuge zu treffen“, informiert das Beratungszentrum der Koblenzer Polizei. Sie rät, Firmenwagen auf eingezäunten Betriebsflächen abzustellen und insbesondere teure Werkzeuge nicht im Fahrzeug zu lagern.

Zusätzlich sollte das Gelände gut ausgeleuchtet sein und videoüberwacht. Insbesondere an öffentlichen Straßen abgestellte, oft als solche beschriftete Handwerkerfahrzeuge sind laut Koblenzer Polizei aktuell besonders bevorzugte Ziele der Diebe.

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Persönlicher Einsatz für die Erforschung der Vulkanologie in der Eifel

Region/Trier – Landesverdienstmedaille für Vulkanologen Hans-Ulrich Schmincke – Hans-Ulrich Schmincke hat am 21. Juli die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz erhalten, aus der Hand des Präsidenten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Thomas Linnertz. Schmincke wurde für sein herausragendes, wissenschaftliches Engagement und seinen Einsatz in und für Rheinland-Pfalz geehrt.

„Die Verleihung der Landesverdienstmedaille an Sie demonstriert, wie wichtig und unverzichtbar die Verzahnung zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und dem Staat ist“, betonte ADD-Präsident Linnertz in seiner Laudatio. „Ihr persönlicher Einsatz für die Erforschung der Vulkanologie in der Eifel stellt eine außergewöhnliche und herausragende Bereicherung in Rheinland-Pfalz dar und hat einen hohen Mehrwert für unser Land und darüber hinaus.“

Als Vulkanologe hat Hans-Ulrich Schmincke sich große Verdienste um die Schaffung der beiden Eifel-Vulkanparks „Natur- und Geopark Vulkaneifel“ mit Sitzen in Daun und in Plaidt erworben. Die UNESCO Geoparcs haben einen besonderen Blick auf das erdgeschichtliche, natürliche und kulturelle Erbe der Region. Neben der Umweltbildung tragen sie zur nachhaltigen Regionalentwicklung bei. „Gerade die Verbindung zwischen den Erd- und Geowissenschaften sowie dem Tourismus setzt Impulse in vielfältigen gesellschaftlichen Bereichen: Gastronomie, Kunst, Kultur, Sport und Freizeit“, so Linnertz weiter.

Zur Person

Hans-Ulrich Schmincke wurde 1937 in Detmold geboren und studierte von 1957 bis 1964 in Göttingen, Freiburg, Aachen, Baltimore und Santa Barbara, bevor er 1969 einen Lehrstuhl für Geologie und Petrologie an der Ruhr-Universität in Bochum übernahm. 1990 wechselte er an das Kieler Forschungszentrum für Marine Geowissenschaften (Geomar), wo er bis zu seiner Emeritierung 2003 als Leiter der Abteilung Vulkanologie und Petrologie tätig war. Von 1983 bis 1991 war Schmincke als Generalsekretär der internationalen Vulkanologen-Vereinigung tätig.

Neben internationaler Forschungen, welche ihn unter anderem zu den Kanarischen Inseln oder an die chinesisch-nordkoreanische Grenze führten, lag ihm die Erforschung der Vulkanologie in der Eifel immer am Herzen. Maßgelblich trug er zur Errichtung der Vulkanparke bei, indem er in unzähligen Sitzungen bei Kommunalvertreterinnen, Bürgern und Verbänden für die Errichtung und Etablierung der Naturparke warb und dabei insbesondere die Alleinstellungsmerkmale betonte, die touristisch nutzbar gemacht werden sollten. Schwerpunkt seines Engagements war dabei die Identifikation der Gesellschaft mit der geologischen Geschichte, der einzigartigen Landschaft und der Erschließung des Vulkantourismus. Bei der Ausbildung der Gästeführer der Geoparke war Schmincke beteiligt und setze sich für die Vermittlung vulkanologischer Forschungsergebnisse ein. Nach wie vor ist er regelmäßig als Dozent präsent und begleitet Exkursionen.

Hans-Ulrich Schmincke hat im Laufe von Jahrzehnten eine Vielzahl von Büchern geschrieben, sechs davon sind den Eifelvulkanen gewidmet. Sie ermöglichen sowohl Studierenden wie auch Laien einen Zugang zu diesem Thema. International stärkt er den Bekanntheitsgrad der Eifelvulkane durch das Standardwerk „Vulkanismus“, welches nicht nur ins Englische, sondern auch ins Chinesische übersetzt wurde.

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Bei Hochwald in Obergartzem kommt der Geruch unter die Haube

Mechernich-Obergartzem – Hochwald-Kläranlage wird nachgerüstet – Hin und wieder gelangt ein Schwall unangenehmer Gerüche in die Nase. Dafür, dass man inmitten einer Kläranlage steht, hält sich das aber im Rahmen. Die Witterung ist sonnig-bewölkt und der Wind weht mäßig. Also ist an diesem Tag wohl eher nicht mit Beschwerden aus den umliegenden Orten zu rechnen. Aber es gibt sie. „Wir haben ein großes Interesse an einer guten Nachbarschaft, deshalb haben wir uns entschlossen, weiter in die Verbesserung der Kläranlage zu investieren“, sagt Rolf Löber bei einem Rundgang über das Gelände im Obergartzemer Hochwald-Werk.

Rolf Löber ist Projektleiter, seit 2019 arbeitet der Ingenieur am Aufbau des Werks mit und betreut aktuell auch die Optimierungen an der Kläranlage. Nach anfänglichen Schwierigkeiten läuft die Kläranlage jetzt stabil und das geklärte Wasser wird in den Bleibach eingeleitet. Die für eine Übergangszeit notwendigen Abwassertransporte in umliegende Kläranlagen sind seit Mai nicht mehr notwendig.

Trotz eines stabil laufenden Kläranlagenprozess wird weiter nachgebessert und optimiert.

Erste Station auf dem Rundgang sind zwei Schächte in der Freifläche, die mit Gittern überdeckt sind. In dem einen kommt das zu reinigende Wasser aus insgesamt drei Leitungen an, wird dann durch einen ersten Feststofffilter geleitet und gelangt sodann in den nächsten Schacht – je nachdem, welche Produktionen laufen, sind das bis zu 100 Kubikmeter pro Stunde.

Reines Prozesswasser

„Das ist reines Prozesswasser aus dem Werksbetrieb“, betont Rolf Löber. Was bedeutet, dass dort nur Wasser ankommt, das bei der Herstellung der verschiedenen Milchprodukte anfällt oder bei der Reinigung der Lkw-Tanks, in denen zuvor Milch transportiert wurde. Alle anderen Abwässer – etwa aus den Sanitäranlagen – laufen klassisch in den Kanal und zur kommunalen Kläranlage.

Die erste Station offenbart dann aber auch schon das Problem der werkseigenen Anlage. Wenn dort Gerüche auftreten, können sie ungehindert in die Luft steigen. „Daher werden wir diese Bereiche künftig mit Hauben versehen“, erklärt der Hochwald-Projektleiter. Die Luft darunter werde anschließend abgesaugt und durch Biofilter gereinigt. „Die Geruchsemissionen sollten dann zu 99,9 Prozent beseitigt sein“, sagt Rolf Löber.

Im Vorfeld hatten er und seine Kollegen bereits zahlreiche Untersuchungen durchgeführt und versucht, über ganz unterschiedliche Stellschrauben im Reinigungsprozess Gerüche zu vermeiden. „Wir konnten allerdings keine Rückschlüsse darauf ziehen, wann genau und unter welchen Produktions- oder auch Witterungsbedingungen die Geruchsemissionen verstärkt auftraten“, so der Ingenieur. Daher kamen schließlich Geruchsdetektoren zum Einsatz, mit denen genau analysiert werden konnte, an welcher Stelle gehandelt werden muss.

Handlungsbedarf besteht demnach nicht nur an den beiden Schächten, sondern auch bei zwei Behältern, die im weiteren Klärbetrieb zum Einsatz kommen. „Auch diese beiden werden mit Abdeckungen versehen“, erklärt Rolf Löber. Bei dem einen ist das recht aufwendig. Der Misch- und Ausgleichsbehälter ist bei einem Durchmesser von 21 Metern immerhin neun Meter hoch. „Um dort die Abdeckung installieren zu können, müssen wir zunächst statische Ertüchtigungen bauen lassen“, erläutert der Molkereiingenieur.

Zum Jahresende fertig

Inzwischen sind zu allen Maßnahmen bereits Angebote entsprechender Fachfirmen eingeholt worden. Der Zeitplan der Molkerei sieht vor, dass noch im dritten Quartal alle Aufträge erteilt werden können. Die Fertigstellungen für die Abdeckungen, die Rohrleitungen und die Biofilter sind für das vierte Quartal avisiert, so dass die unangenehmen Gerüche bis zum Jahresende unter der Haube sein sollten – um spätestens dann in den umliegenden Orten nicht mehr wahrnehmbar zu sein.

Das sind auch für Thomas Hambach gute Nachrichten. Denn bei Mechernichs Erstem Beigeordneten sind immer wieder Beschwerden aus der Bevölkerung eingegangen. Die Stadt war daher immer wieder im Austausch mit der Werksleitung „Ich weiß, dass die Verantwortlichen bei Hochwald diese Beschwerden sehr ernst nehmen. Die jetzt anstehenden Investitionen in die Optimierung der Kläranlage zeigen das noch einmal sehr eindrücklich“, sagt Thomas Hambach, der zudem die insgesamt sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Unternehmen betont.

Dort ist man auf jeden Fall sehr interessiert an einer guten Nachbarschaft mit den umliegenden Anwohnerinnen und Anwohnern. Für die gibt es auch über die Telefonnummer 06504 125 129 oder die Mail-Adresse k.lorenz@hochwald.de die Möglichkeit, sich direkt an Hochwald mit ihren Anliegen rund um das Werk in Obergartzem zu wenden.

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In der Krise Köpfe kennen – Beeindruckende Ausstellung in Wittlich

Wittlich – Katastrophenschutzbesprechung mit beeindruckender Leistungsschau – Auf Einladung von Landrat Gregor Eibes und Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Jörg Teusch fand im Katastrophenschutzzentrum des Landkreises eine große Katastrophenschutzbesprechung statt. Neben den Führungskräften der Feuerwehren und Hilfsorganisationen konnten Landrat Eibes und BKI Teusch auch eine Vielzahl von Vertretern der Kommunalverwaltungen, der Polizei, des Justizvollzugs, der Bundeswehr, des Rettungsdienstes, der Energieversorgung, der Straßen- und Autobahnverwaltung, der Forstverwaltung und weiterer Dienststellen begrüßen. Die jährliche Katastrophenschutzbesprechung ist Wissens- und Informationsplattform für alle an der Gefahrenabwehr beteiligten Dienststellen. Dabei steht das Kennenlernen von Ansprechpartnern und Aufgaben im Vordergrund, um in Einsatzsituationen gezielt zusammenarbeiten zu können.

Mit dem Katastrophenschutzzentrum auf dem ehemaligen Hela-Gelände in Wittlich ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt als Interimslösung für die Katastrophenabwehr des Landkreises entstanden. Neben diversen Stabsräumlichkeiten zur Führung in Katastrophenlagen ist dabei auch ein überregionales Zentrum für Aus- und Fortbildung und eine Heimstätte für verschiedene Katastrophenschutzeinheiten und Institutionen entstanden. Das Katastrophenschutzzentrum wird mittlerweile nahezu täglich für verschiedenste Veranstaltungen und Übungen genutzt. Landrat Eibes zeigte sich erfreut über diese Entwicklung und betonte zugleich, dass die Planungen für den notwendigen Neubau des Katastrophenschutzzentrums mit ganzer Kraft vorangetrieben werden.

Als weiteren Baustein in der Katastrophenvorsorge informierte Teusch über das Notfallstellenkonzept des Landkreises. Das Konzept ergänzt die Selbsthilfe der Bevölkerung, welche ein tragendes Element in der bundesdeutschen Gefahrenvorsorge darstellt. Beim Ausfall von Infrastruktureinrichtungen, insbesondere Strom und Energie, werden in den Ortsgemeinden sogenannte Katastrophenschutzleuchttürme und Wärmeinseln in den Gemeindehäusern etc. eingerichtet, um die Bevölkerung temporär zu versorgen und zu unterstützen. Ein besonderes Augenmerk des Landkreises liegt auf der Situation von Menschen die zu Hause versorgt oder gepflegt werden. Für diese Bevölkerungsgruppen sind besondere Evakuierungsräumlichkeiten mit medizinischem Schwerpunkt erforderlich, welche unter anderem von den Sanitäts- und Betreuungsmodulen des Katastrophenschutzes betrieben werden. Für die Einrichtung von drei Evakuierungsräumen in der BBS-Halle Wittlich, der Moseltalhalle Piesport und der Baldenauhalle Morbach hat der Kreistag kürzlich ein Investitionsprogramm von rund 500.000 Euro beschlossen. Die Räumlichkeiten werden durch den Landkreis unter anderem mit externen Stromeinspeisungen, großen Stromerzeugern, mobilen Heizungen, Kraftstoffvorräten, Feldbetten, Möbeln und medizinischem Equipment ausgestattet und als Evakuierungsraum geplant.

Im Außengelände fand zeitgleich eine beeindruckende Ausstellung neuer Fahrzeuge, Einsatzmittel und Einheiten statt. So konnte das neue Mehrzweckboot und die Drohneneinheit der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, die Drohneneinheit der Führungsgruppe Technische Einsatzleitung, die Wasserwacht der Deutschen Roten Kreuzes, ein beim Malteser Hilfsdienst stationiertes Führungsfahrzeug der Medical Task Force sowie neue Ansätze zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung präsentiert werden. Die Führungsgruppe Technische Einsatzleitung präsentierte ihre Fahrzeuge, Ausrüstungen und die Stabsarbeit im Katastrophenschutzzentrum.

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GRÜNE Stadtratsfraktion Bad Neuenahr-Ahrweiler vorerst gegen Parkhaus City Ost

Bad Neuenahr-Ahrweiler – In der Stadtratssitzung am 17. Juli stand die Auftragsvergabe für das Parkhaus City Ost zur Beschlussfassung an. Von Bündnis 90/Die Grünen wurden erneut Bedenken zur Wirtschaftlichkeit des geplanten Parkhauses vorgetragen und die finanziellen Risiken aufgezeigt, die sich durch dieses ausschließlich fremdfinanzierte Projekt ergeben.

Mit Gesamtinvestitionskosten von mehr als 7 Mio. € ergibt sich eine zusätzlichen Verschuldung von rund 250 € pro Bürger und Bürgerin, geht man von 28.000 Einwohnenden aus. Das mag sich angesichts der gewaltigen Kosten für den Wiederaufbau gering anhören, engt aber deutlich den finanziellen Spielraum der Stadt für weitere Infrastrukturmaßnahmen ein. Neben den Zuwendungen aus dem Wiederaufbaufond erfordert fast jedes Wiederaufbauprojekt zusätzliche eigene Mittel, die in der Regel auch fremd zu finanzieren sind.

In jedem Stadium der Planung, vom Grundsatzbeschluss, zum Beispiel ein Parkhaus zu bauen bis zur Entscheidung, an welches Unternehmen der Bauauftrag vergeben wird, müssen Daten in der Wirtschaftlichkeitsberechnung angepasst und überprüft werden. Ob dann am Ende die Maßnahme noch rentabel erscheint und die Auftragsvergabe erfolgen kann, hängt somit maßgeblich von der vollumfänglich zu ermittelnden Datenlage ab. Insbesondere gilt dies für die zu erwartende Zinslast und die Betriebskosten. Für die letzte Stadtratssitzung vor der Sommerpause wurden die Zahlen von Oktober 2022 einfach in der Beschlussvorlage übernommen, so auch die angenommenen Zinsaufwendungen. Es haben sich jedoch gerade am Kapitalmarkt in der letzten Zeit kräftige Zinserhöhungen ergeben. Wer ein Häusle baut, hat vor der Auftragserteilung eine feste, langfristige Kreditzusage in der Hand. Das sollte auch für den Bau eines Parkhauses in unserer Stadt gelten.

Mit dem Bau des Parkhauses wird in einem erheblichen Umfang zusätzlicher Parkraum geschaffen. In der Kalkulation wird angenommen, dass 80 Prozent, also 200 Parkplätze, zusätzlich vermarktet werden können. Dazu müssen auch an Wochenenden, Feiertagen und zu Ferienzeiten Tagestickets oder Tickets für insgesamt 7 Stunden pro Stellplatz gekauft werden. Diese Prognose gilt für die nächsten 30 Jahre. Doch in welche Richtung wird sich der Verkehr entwickeln? Für den Moses-Parkplatz ergibt sich außerdem eine Besonderheit: Die Geschossparkplätze stehen in Konkurrenz zu den 122 verbliebenen ebenerdigen Stellplätzen. Im Allgemeinen werden diese als erstes besetzt, bevor in Parkhäuser und Tiefgaragen gefahren wird. Der Weg zur Innenstadt ist von dort aus zudem kürzer.

Für die GRÜNE Stadtratsfraktion sind in der vorgelegten Kalkulation Einnahmen und langfristig zu leistende Ausgaben nicht schlüssig berechnet beziehungsweise dargelegt. Die vorgelegten Unterlagen überzeugen nicht von einer Rentabilität in den nächsten Jahrzehnten. Dem Beschluss der Auftragsvergabe zum Bau des Parkhauses haben sie daher nicht zugestimmt.

Die GRÜNE Stadtratsfraktion ist darüber hinaus davon überzeugt, dass nur eine grundsätzliche Mobilitätsveränderung mit mehr Fußgänger- und Radverkehr unsere Stadt attraktiver und lebenswerter macht“, so die GRÜNE Stadtratsfraktion.

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Willkommen im Stadtbetrieb Aachen – Marlon Knops begrüßt dreizehn neue Auszubildende

Aachen – Ein spannender erster Arbeitstag – Dreizehn junge Erwachsene beginnen ihre Ausbildung beim Aachener Stadtbetrieb. Marlon Knops, Ressortleiter für Zentrale Dienste und Recht des Stadtbetriebs, begrüßte die Neuen gemeinsam mit Vertreter*innen der einzelnen Abteilungen persönlich in der Nadelfabrik am Reichsweg: „Wir heißen Sie alle herzlich willkommen. Ich freue mich sehr, dass unser Team heute um dreizehn neue Kolleg*innen reicher wird. Ab heute werden Sie nicht mehr durch die Stadt gehen können, ohne auf andere Kolleg*innen zu stoßen. Das zeigt, wie wichtig und präsent unsere Arbeit für die Stadt Aachen und ihre Bürger*innen ist.“

Die Ausbildungsbereiche des Stadtbetriebs sind vielfältig. Neben Tiefbaufacharbeiter, Straßenwärter, Garten- und Landschaftsbau, KFZ-Mechatronik können sich Interessierte auch auf den Friedhöfen oder in der Gärtnerei ausbilden lassen. Zudem wird ein duales Studium im Bereich Bauingenieurwesen mit dem Schwerpunkt „Straßenbau“ angeboten. Knops betonte: „Wir brauchen Sie als Fachkräfte, um mit Ihnen gemeinsam Aachen zu gestalten.“

Kein Schreibtischjob

Die Hauptmotivation für viele der Auszubildenden ist die handwerkliche Arbeit, oft auch an der frischen Luft. Cameron Tuk freut sich auf seine Ausbildung in der Stadtgärtnerei: „Ich habe schon als Kind im Garten geholfen und pflege heute auch gerne meinen eigenen Pflanzen.“ Kira Sauer hat studiert, bevor sie sich entschied, die erste Auszubildende Mechatronikerin im Bereich Werkstatt zu sein: „Ich freue mich auf die praktische Arbeit und darauf, als Frau die Werkstatt ein wenig aufzumischen“, schmunzelt sie.

Schon am ersten Tag gab es viel kennenzulernen und zu sehen. Die Azubis lernten zum Beispiel Details zum Aufbau der Stadtverwaltung und des Stadtbetriebs kennen. Neben einer Sicherheitsunterweisung und einer Führung über das Betriebsgelände stand auch noch das Einkleiden an, bevor die Auszubildenden in ihren neuen Berufsalltag starten konnten.

Ausbildung mit Bestnoten

Die Chancen für eine Übernahme nach der Ausbildung stehen gut, entsprechendes Engagement der Auszubildenden und gute Leistungen vorausgesetzt. Astrid Pehl, Leiterin des Geschäftsbereiches Personal, Betriebsorganisation und IT, hat da keine Bedenken: „Wir haben engagierte Ausbilder*innen, die die Inhalte mit viel Praxisbezug vermitteln. Die Ausbildungsabschlüsse liegen bei uns häufig notentechnisch im oberen Drittel, zum Teil mit Landesbesten. Die Förderung hört auch nach der Ausbildung nicht auf: Dann bieten wir zahlreiche Fort- und Weiterbildungsangebote für unsere Mitarbeitenden an. Wir versuchen unser Angebot durch weitere Techniker*innen- und Meister*innen Fortbildungen zu erweitern.“

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NRW Ministerin Ina Scharrenbach bringt rund 203 Millionen Euro nach Schleiden

Schleiden – Kommunaler Wiederaufbauplan der Stadt Schleiden umfasst 452 Maßnahmen – Ministerin Ina Scharrenbrach überreichte Bürgermeister Ingo Pfennings den Bewilligungsbescheid im Schleidener Rathaus. Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Juli 2021, hat die Verwaltung einen umfangreichen Wiederaufbauplan erstellt, der unmittelbar nach dem einstimmigen Beschluss des Stadtrates am 23. Februar 2023 seitens der Verwaltung bei der Bezirksregierung Köln eingereicht wurde.

Ministerin Ina Scharrenbach informierte sich beim Teamleiter Tiefbau, Rolf Jöbges über die Schäden der Brücke Am Markt in Schleiden. Foto: © Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, war heute zu Gast im Schleidener Rathaus und überreichte Bürgermeister Ingo Pfennings im Beisein von Landtagsabgeordneten Dr. Ralf Nolten und Vertretern aus Verwaltung, Stadtrat, Feuerwehr und weiteren Hilfsorganisationen den Bewilligungsbescheid. „Erster Beigeordneter Marcel Wolter, der den Kommunalen Wiederaufbau verantwortet, hat mit dem interdisziplinären Projektteam sehr viel Zeit und Arbeit in den Wiederaufbauplan gesteckt“, so Bürgermeister Ingo Pfennings. „Umso mehr freue ich mich, dass dieser nun bewilligt wurde und sich die intensive Arbeit des Projektteams gelohnt hat – ein großes Kompliment und mein herzlicher Dank an alle Beteiligten!“

„Die Hochwasserkatastrophe 2021 hat die Stadt Schleiden besonders hart getroffen: Von allen betroffenen Städten und Gemeinden ist hier die Schadensbetroffenheit pro Einwohner am höchsten. Umso mehr freue ich mich, dass wir jetzt einen großen Schritt in Sachen Wiederaufbau machen. Mit dem Wiederaufbauplan und dem damit verbundenen Finanzrahmen von 202.929.019 Euro aus dem Wiederaufbaufonds des Landes Nordrhein-Westfalen sind die Weichen für den weiteren Wiederaufbau der öffentlichen Infrastruktur in der Stadt Schleiden gestellt. Über 44 Millionen Euro sind allein für den Wiederaufbau von Schulen, Kindergärten, Sporthallen und Sportplätzen vorgesehen, über 14,8 Millionen Euro werden für den Neubau des Bauhofs und der Feuerwache sowie 6 Millionen Euro für den Neubau einer Brücke über die Olef bereitgestellt. Gemeinsam packen wir an und bauen wieder auf“, sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Der Wiederaufbauplan umfasst insgesamt 452 Einzelmaßnahmen, um die Schäden an den massiv beschädigten und komplett zerstörten kommunalen Infrastrukturbereichen in der Tallage von Oberhausen bis nach Gemünd zu beheben. Die ersten Prioritäten bei den Wiederaufbaumaßnahmen ergaben sich dabei von selbst. Es galt beispielsweise Folgeschäden zu minieren, die Verkehrssicherheit herzustellen, den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten und die Kita-Betreuung zu gewährleisten.

Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Waldemar Brost, schätzt, dass der Wiederaufbau die Verwaltung voraussichtlich die nächsten zehn Jahre begleiten wird: „Die Stadt Schleiden steht hier vor einer Mammutaufgabe, mit vielen eng miteinander verzahnten Bauprojekten, vor allem im Tiefbau.“

Zehn Jahre klängen natürlich sehr lang, jedoch müsse der gesamte Wiederaufbau neben den klassischen Verwaltungsaufgaben gestemmt werden, ergänzt der Bürgermeister. „Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Schleiden ausdrücklich für deren unermüdliche Arbeit. Trotz der Mehrbelastung durch Brandserie, Coronapandemie, Hochwasserkatastrophe und Fluchtbewegung sind die Kolleginnen und Kollegen immer noch motiviert und stets bemüht zu helfen“, so Pfennings. Sein Dank gelte außerdem allen politischen Akteuren, die die große finanzielle Unterstützung für die Kommunen und die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung gestellt hätten. „Die Bürgerinnen und Bürger und die Kommunen wurden nicht im Stich gelassen, im Gegenteil. Egal ob das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, der koordinierten Hilfe der Hilfsorganisationen, THW, Bundeswehr, Polizei und Feuerwehr, die Unterstützung durch andere Kommunen und übergeordnete Verwaltungen oder die finanzielle Unterstützung durch die vielen Spenderinnen und Spender sowie der Länder und des Bundes – ich bin stolz darauf in einem Land zu leben, das in der Not so zusammensteht!“, schließt der Bürgermeister.

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Kreissparkasse Bitburg-Prüm und FC Bitburg 1919 e.V. besiegeln neue Partnerschaft

Bitburg – Starke Partnerschaft für ein starkes Team – Füreinander. Miteinander. Unter diesem Motto fördert die Kreissparkasse Bitburg-Prüm die Sportvereine in unserer Region. Ab der kommenden Saison wird die Sparkasse den neuen Oberligisten FC Bitburg 1919 e.V. als Sponsoring-Partner unterstützen. Das Kreditinstitut baut damit sein Engagement im Sportbereich der Region weiter aus.

Was man über ein finanzielles Engagement hinaus von der Zusammenarbeit erwarten darf, skizzierten der Vorstand der Sparkasse, Rainer Nickels und Mark Kaffenberger, am vergangenen Mittwoch gemeinsam mit dem Vereinsvorstand des FC Bitburg im Stadion Ost, dem „Wohnzimmer“ des Vereins. Die Sparkasse wird für die kommenden drei Jahre Sponsoring-Partner des FC Bitburg. „Wir freuen uns über den Ausbau unserer bereits bestehenden Partnerschaft. Wir wollen den FC Bitburg bei den neuen Herausforderungen der Oberliga-Saison tatkräftig unterstützen“,  so Rainer Nickels, Vorsitzender des Vorstandes. Die umfassenden Vorgaben und Regeln, welche der Verein nach dem Aufstieg in die Oberliga zu bewältigen hat, sind ohne Unterstützung durch starke Partner nicht zu schaffen. „Daher werden wir neben der finanziellen Unterstützung auch mit einem starken und motivierten Team aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dem Verein bei einigen Heimspielen unter die Arme greifen. Sei es beim Bierzapfen, beim Kassieren oder als Ordner am Spielfeldrand. Wir helfen gerne!“ so Nickels. Bereits beim ersten Heimspiel gegen Eintracht Trier am 2. August 2023 geht das Sparkassen-Team an den Start.

Mark Kaffenberger, Mitglied des Vorstandes, ergänzt: „darüber hinaus haben wir dem FC Bitburg neue Geräte und Technik für Mobiles Bezahlen und Kartenzahlung zur Verfügung gestellt, was die Bezahlvorgänge am Eintritt und an den Verpflegungsständen sowohl für die Helfer als auch für die Fans deutlich erleichtern wird.“

Walter Neuerburg, 1. Vorsitzender des FC Bitburg 1919 e.V. freut sich über die Partnerschaft mit der Kreissparkasse Bitburg-Prüm:  „Die Sparkasse als verlässlichen Partner an unserer Seite zu wissen erfüllt mich mit Stolz.“ Geschäftsführer und Sohn Andreas Neuerburg ergänzt: „mit dieser umfassenden Partnerschaft gehört die Sparkasse zu den Top-Sponsoren unseres Vereins. Wir sind glücklich über die Zusammenarbeit“.

Die Kreissparkasse Bitburg-Prüm fördert und unterstützt über den Bereich Sport hinaus mit großem Engagement Projekte in Kunst, Kultur, Sozialem, Heimatpflege, Umwelt, Jugend  und Wirtschaft  und ist Partner von unzähligen regionalen Vereinen und Institutionen.

 

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1 Million Euro mehr für die Generalsanierung der Genovevaburg in Mayen

Mayen – Freudige Nachricht aus Mainz – Neben dem bereits vorliegenden Förderbescheid des Bundes in Höhe von 6,75 Mio. Euro überbrachte nunmehr auch der Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz, Michael Ebling, dem Oberbürgermeister der Stadt Mayen, Dirk Meid, persönlich die freudige Nachricht, die Großbaumaßnahme „Generalsanierung Genovevaburg“ mit Mittel aus dem Investitionsstock in Höhe von rd. 3,0 Mio. Euro fördern zu können. Das bedeutet eine weitergehende Förderung in Höhe von 1,0 Mio. Euro gegenüber dem ursprünglich avisierten Landeszuschuss. Oberbürgermeister Meid dankt den Zuschussgebern Bund und Land und ist froh nunmehr mit Gesamtfördermitteln in Höhe von 9,75 Mio. Euro bei Gesamtkosten in Höhe von 13,5 Mio. Euro kalkulieren zu dürfen. Ein besonderer Dank von Herrn Oberbürgermeister Meid geht an alle Beteiligten von Bund, Land, ADD, den politischen Vertretern und der Verwaltung, die an dem umfangreichen formellen Verfahrensablauf beteiligt waren.

Oberbürgermeister Dirk Meid teilte die freudige Nachricht zunächst den Vorsitzenden der Ratsfraktionen mit. Die Verwaltung hatte in zahlreichen Telefonaten, Gesprächen und umfangreichem Schriftverkehr mit Bundes- und Landesfördermittelgeber sowie der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) alle Fragen beantworten können, die in Zusammenhang mit diesem Großprojekt entstanden waren. Der Förderbescheid soll in den nächsten Tagen bei der Stadtverwaltung eingehen.

Als Fazit bleibe festzuhalten, das nur gemeinsam ein Projekt dieser Größenordnung gestemmt und vorangetrieben werden kann. Der zukünftigen Projektumsetzung wünscht Oberbürgermeister Meid gutes Gelingen und sieht den Ergebnissen mit Freude entgegen.