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Sepp-Herberger-Awards – TuWi Adenau in Berlin mit Horst-Eckel-Preis ausgezeichnet

Region/Adenau/Berlin – Deutschlands älteste Fußballstiftung hat am Montagabend, 22. April 2024 in Berlin die Sepp-Herberger-Awards verliehen. Die Frauen-Mannschaft des FC Bayern München zählt zu den Preisträgern, die in den Kategorien „Schule und Verein“, „Fußball Digital“, „Sozialwerk“, „Resozialisierung“ und „Handicap-Fußball“ ausgezeichnet wurden. Der Meister und Tabellenführer der Google Pixel Frauen-Bundesliga hatte mit dem nahezu kompletten Kader die inhaftierten Frauen in der Justizvollzugsanstalt Aichach besucht. Unter den Preisträgern ist auch ein Verein aus dem Fußballverband Rheinland: Zusammen mit Bundesligist Mainz 05 wurde der TuWi Adenau in der Kategorie „Sozialwerk“ mit dem Horst-Eckel-Preis ausgezeichnet.

Gewürdigt werden mit diesem vom Deutschen Fußball-Bund mit 10.000 Euro dotierten Preis Organisationen und Vereine, die sich in besonderer Weise für in Not geratene Fußballerinnen und Fußballer einsetzen. Adenau und Mainz 05 haben das mit dem Benefizspiel am 14. Oktober 2023 in Adenau realisiert, dessen Erlös in Höhe von 40.000 Euro für die Behinderteneinrichtung der Lebenshilfe in Sinzig bereitgestellt wurde, die bei der Flutkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli 2021 an der Ahr gänzlich zerstört wurde. Für Gregor Eibes, Präsident des Fußballverbandes Rheinland, ist die Auszeichnung auch eine Gesamtwürdigung einzigartigen ehrenamtlichen Engagements nach dieser schrecklichen Katastrophe. „Was die Fußballvereine an der Ahr, allen voran unser Kreisvorsitzender Dieter Sesterheim, bis heute leisten, das ist außergewöhnlich und beispiellos. Mainz 05 spielt dabei ebenfalls eine überragende Rolle“, sagte Eibes.

Das Spiel in Adenau war das zweite Benefizspiel der Mainzer, sie veranstalteten Feriencamps an der Ahr und haben bis heute mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche von der Ahr zu Heimspielen nach Mainz eingeladen, sie mit Bussen abgeholt, natürlich die Eintrittskarten gestellt und auch die Rückfahrt gesichert. „Mainz 05 ist für den Fußball an der Ahr ein Glücksfall geworden “, stellte Gregor Eibes fest. Und Kreisvorsitzender Dieter Sesterheim fügte an, der TuWi Adenau habe mit der Vorbereitung des Spiels im Oktober und der Durchführung ein Meisterstück geleistet.  „Bernd Boeder, Mathias Hofmann und viele Ehrenamtliche aus dem Verein verdienen diese Auszeichnung“, sagte er.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf begleitete zusammen mit zahlreichen prominenten Persönlichkeiten aus dem Fußball und der Gesellschaft die feierliche Veranstaltung in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom in Berlin. „Mit den Sepp-Herberger-Awards fördern wir gerade die Kräfte, die mit den Mitteln des Fußballs den Zusammenhalt in Deutschland stärken. Das ist gerade in den aktuellen Zeiten wichtiger denn je“, hob er hervor.

Zahlreiche prominente Gäste würdigten das Engagement der Preisträger. Neben dem Präsidenten Bernd Neuendorf gehörten der 1. Vizepräsident Ronny Zimmermann, Vizepräsident Ralph-Uwe Schaffert und Schatzmeister Stephan Grunwald zur DFB-Delegation. Auch die Kuratoriumsmitglieder Otto Rehhagel, Tina Theune, Jens Nowotny, Monica Lierhaus, Christine Lambrecht, Markus Hörwick, Renate Lingor und Michael Herberger, Urgroßneffe von Sepp Herberger, waren in Berlin anwesend. Zudem zählten Nationalspielerin Marina Hegering, der frühere Profifußballer Felix Kroos, der ehemalige Nationalspieler Marko Rehmer sowie FIFA-Schiedsrichter Felix Zwayer zu den mehr als 150 Gästen.

Neben dem FC Bayern München in der Kategorie „Resozialisierung“ gingen die Awards an den Landesligaklub 1. FC Lintfort (Fußballverband Niederrhein) in der Kategorie „Fußball Digital“, den 1. CfR Pforzheim (Badischer Fußballverband) in der Kategorie „Handicap-Fußball“, den SC Fortuna Köln (Fußball-Verband Mittelrhein) in der Kategorie „Schule und Verein“ sowie an den TuWi Adenau (Fußballverband Rheinland) und 1. FSV Mainz 05 (Südwestdeutscher Fußballverband) in der Kategorie „Sozialwerk“. Der Preis für das bemerkenswerte Wirken einer Fußballstiftung ging in diesem Jahr an die träumenlohntsich-Stiftung von Nationalspieler Robin Gosens. Die sechs Sieger sowie die Zweit- und Drittplatzierten in den Kategorien erhielten ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 100.000 Euro.

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Kita „Mäusegarten“ in Langerwehe-Pier eingeweiht – 2621 Kinder werden betreut

Düren – Die dreigruppige und barrierefreie Kindertageseinrichtung „Mäusegarten“ in Langerwehe-Pier an der Bonsdorfer Straße hat nun ihre offizielle Einweihung gefeiert. Vor rund fünf Monaten sind 21 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren in die neuen Räumlichkeiten der mobilen Einheit gezogen. Die dritte Gruppe nimmt im August den Betrieb auf.

„Unsere Gesellschaft wächst und die Wachstumsoffensive des Kreises Düren zeigt Wirkung, denn bei uns leben inzwischen über 280.000 Menschen. Darunter viele Familien und die geben das Wertvollste, das sie haben, in unsere Hände – ihre Kinder“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der offiziellen Einweihung. Begleitet wurde sie von Vertretern der lokalen Politik, Bürgermeister Peter Münstermann, dem Elternbeirat und Pfarrer Stephan Rüssel sowie Pfarrer Daniel Müller Thór. „Es ist uns eine große Freude, den Kindern in Langerwehe-Pier nun diese liebevoll eingerichteten Räumlichkeiten für ihre Entwicklung zur Verfügung stellen zu können, bis wir dann im Neubaugebiet Töpfersiedlung einen Neubau errichtet haben“, so Vorstand der Kreismäuse AöR, Christoph Siebertz.

Der „Mäusegarten“ kann durch die mobile Einheit nun wachsen. Bislang wurde der Betrieb zweigruppig gefahren, zum neuen Kindergartenjahr im August startet die dritte Gruppe. Die Kita bietet dann insgesamt 41 Betreuungsplätze, wovon 25 für Kinder unter drei Jahren sind. Aktuell besteht das Team aus neun Mitarbeitenden mit der Kitaleitung, Joshua Liebertz, und der stellvertretenden Leitung, Annika Frambach. Trägerin der Einrichtung ist die Kindertagesbetreuung Kreismäuse AöR (Anstalt des öffentlichen Rechts). Sie ist aktuell Trägerin von 42 Kindertageseinrichtungen im Kreis Düren. Insgesamt werden in den Einrichtungen 2621 Kinder betreut.

Die Kindertageseinrichtung „Mäusegarten“ wird aber noch weiterwachsen, denn im Kindergartenjahr 2026/2027 soll ein Neubau errichtet werden und in Betrieb gehen. Dort werden fünf Gruppen Platz finden. „Diese Kita wird nach dem Neubau der Kita Löwenzahn in Pier und der Kita Schlossmäuse im Pochmühlenweg die dritte große Investition der Kreisgesellschaft in der Gemeinde Langerwehe sein“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Das derzeitige Kita-Gelände auf dem ehemaligen Festplatz Pier wurde der Kreismäuse AöR und der Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS) von der Gemeinde Langerwehe zur Verfügung gestellt und umfasst einen Außenbereich von rund 1000 Quadratmetern und bietet innen 550 Quadratmeter Platz. Eine Besonderheit bietet der kleine Hang am Außengelände. Er könnte im Winter als Rodelbahn dienen.

„Unser pädagogisches Profil zeichnet sich dadurch aus, dass wir das Kind ins Zentrum unseres Handelns und unserer Aufmerksamkeit stellen. Für die Kinder soll unsere Kita ,Mäusegarten‘ ein Ort zum Wohlfühlen sein und Platz für jede Persönlichkeit bieten“, so Elke Ricken-Melchert, Vorstand der Kreismäuse AöR. „Unser Außengelände spiegelt die Naturverbundenheit unserer Kita wider. In Zusammenarbeit mit der Elternschaft wurde das Außengelände mit verschiedenen Naturmaterialien, wie z.B. einem Weidentipi, einem Barfußpfad und einer Natursitzecke gestaltet und so in einen naturnahen Bildungs- und Spielraum verwandelt“, ergänzt Joshua Liebertz, Kita Leitung. Weitere Schwerpunkte der Kita „Mäusegarten“ sind die Themenbereiche Bewegung und Ernährung. „Es ist schön zu sehen, dass sich die Kinder hier so wohlfühlen. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

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Politik

Mit Engagement, Herzblut und Sachverstand für die Verbandsgemeinde Mendig

Mendig – CDU-Team stellt 28 Persönlichkeiten für die Wahl zum Verbandsgemeinderat Mendig auf – Die Verbandsgemeinde Mendig ist vielfältig, dynamisch und zukunftsorientiert aufgestellt. Die positiven Entwicklungen der letzten Jahre gilt es, gemeinsam mit den Einwohnerinnen und Einwohnern und einem Team fortzusetzen, welches verwurzelt mit den hier lebenden Menschen ist, zielgerichtet arbeiten und zusammenhalten kann sowie Freude daran hat, Zukunft zu gestalten.

Das Vertrauen, welches uns die Bürgerinnen und Bürger bei der letzten Kommunalwahl geschenkt haben, war Basis für die weithin sichtbaren Erfolgen! Die Schullandschaft wurde modern und kindgerecht ausgebaut, die Betreuende Grundschule flächendeckend in allen Schulen unserer Verbandsgemeinde eingeführt. Der Tourismus konnte mit der Vulkanregion Laacher-See, den Traumpfaden und dem Waldsee Rieden leistungsstarke Entwicklungen verzeichnen. Mit der Entwicklung des Flugplatzes Mendig zu einem Gewerbepark mit über 80 Firmen, 800 Arbeitsplätzen und einer jährlichen Steuerkraft in Millionenhöhe gelang es, ein Jobmotor in unserer Region zu verankern. Eine familien- und seniorenfreundliche Politik wurde als Markenkern der täglichen Arbeit eingeführt. Unsere Feuerwehren sind auf modernem Stand und im kommenden Jahr erhält die Feuerwehr Thür ein neues Gerätehaus. Damit sind dann alle Feuerwehren in einem gut ausgestatteten und zeitgemäßen Zuhause. Der beeindruckende Reigen von klugen und vorausschauenden Investitionen, zukunftsweisenden Entscheidungen und wohldurchdachten Projekten zeigt, dass die CDU die Verbandsgemeinde mit Herz und Sachverstand sicher durch die aktuell wirtschaftlich schwierigen Zeiten führt.

Das Team der CDU wird für die Verbandsgemeinderatswahlen am 09. Juni 2024 mit 28 erfahrene und neue Menschen antreten und vereint engagierte Persönlichkeiten aus allen 4 Orten und der Stadt Mendig gleichermaßen.

„Es macht Freude, sich mit so einer leistungsstarken Mannschaft von motivierten und unsere Heimat liebenden Menschen bei den Bürgerinnen und Bürgern zu bewerben. Unser Zusammenhalt und unser Antrieb, für unsere Einwohnerinnen und Einwohnern Zukunft bestmöglich zu gestalten, vereint uns in der Verbandsgemeinde Mendig“, betonen der Vorsitzende Jörg Lempertz und der Fraktionsvorsitzende Jürgen Reimann im Gleichklang.

Alle Kandidatinnen und Kandidaten wurden mit großer Mehrheit von der Mitgliederversammlung gewählt und bewerben sich mit folgenden Platzierungen:

Jörg Lempertz (1), Jennifer Hamann (2), Alexander Müller (3), Jürgen Reimann (4), Anne Kremer (5), Lukas Ellerich (6), Andreas Doll (7), Achim Grün (8), Erich Schlich (9), Joachim Plitzko (10), Laura Mies-Lara (11), Monika Hilger (12), Theo Krayer (13), Rudolf Wingender (14), Mike Pickel (15), Franz Daub (16), Julia Schrödl (17), Markus Merkler (18), Olaf Waldecker (19), Jochen Marx (20), Stefan Schneider (21), Nicolas Junglas (22), Julia Jochem (23), Andreas Gross (24), Martina Endres (25), Verena Höfker (26), Ernst Einig (27), Tobias Hackenbruch (28)

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Sportland.NRW und WestLotto schließen Kooperation zur Förderung des Sports

Region/Düsseldorf – Starker Rückenwind für das Sportland.NRW: die Landesregierung und WestLotto haben eine Kooperation zur Förderung von nationalen und internationalen Sportgroßveranstaltungen unterzeichnet und setzen damit ein Zeichen für Nordrhein-Westfalen als Gastgeber von attraktiven Sportevents. Auftakt der auf fünf Jahre angelegten Zusammenarbeit ist das Feldhockey Final4 der Damen und Herren am 18. und 19. Mai in Bonn. Am Montag stellten Andrea Milz, Staatsekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie WestLotto-Geschäftsführer Andreas Kötter auf einem Pressetermin in Düsseldorf das neue gemeinsame Logo für die Kooperation vor.

„Wir freuen uns, dass mit der Deutschen Meisterschaft im Feldhockey schon zeitnah die erste Veranstaltung stattfindet, auf der die Partnerschaft zwischen WestLotto und dem Sportland.NRW sichtbar wird. In den nächsten Monaten und Jahren werden dann auch diverse Europa- und Weltmeisterschaften in verschiedenen Sportarten folgen“, sagte Andrea Milz. WestLotto ist über das Lotto-Prinzip und die damit verbundene Abgabe von Lotteriegeldern an das Land ohnehin bereits größter Sportförderer in Nordrhein-Westfalen. „WestLotto und der Sport in Nordrhein-Westfalen gehören einfach zusammen. Wir stehen für eine verlässliche Förderung von den Amateuren und Toptalenten bis zum internationalen Topsport“, erklärte Andreas Kötter.

Gemeinsames Ziel der Kooperation ist die weitere Stärkung von Nordrhein-Westfalen als Sportland Nummer 1. WestLotto wird hierfür jährlich eine Million Euro bereitstellen. Die Landesregierung fördert jedes Jahr Dutzende Veranstaltungen im Bundesland und hat mit WestLotto nun einen langfristigen Partner für Events aus dem Bereich Spitzensport gefunden. Die Vielfalt des Spitzensports im Bundesland sei ein starkes Signal und eine tolle Motivation für junge Athletinnen und Athleten, betonten Staatssekretärin Milz und WestLotto-Geschäftsführer Andreas Kötter. Deshalb würden bewusst auch jene Sportarten gefördert, die sonst nicht so im Rampenlicht stehen.

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Wirtschaft

50 Jahre Auto Ferres – Eine Erfolgsgeschichte aus Wittlich

Wittlich – Ein halbes Jahrhundert voller Leidenschaft für das Kfz-Handwerk: Auto Ferres feiert stolz sein 50-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums wurde das Unternehmen Anfang April von der Innung besucht, um die verdiente Anerkennung in Form einer Urkunde entgegenzunehmen.

Die Geschichte von Auto Ferres begann am 1. März 1974, als Otto Ferres den Grundstein für das Unternehmen legte. Seit seiner Gründung hat sich das Unternehmen stetig weiterentwickelt und neue Dienstleistungen integriert, um den Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. So kam bereits im Jahr 1988 ein Abschleppdienst hinzu, der rund um die Uhr für Pannenservice zur Verfügung steht. Mittlerweile auch für Elektrofahrzeuge mit einem speziellen Quarantäneplatz für Unfallwagen. Der Abschleppdienst kooperiert mit den namhaften Automobilclubs und Kfz-Versicherungen.

Seit 1992 befindet sich Auto Ferres am Standort in der Gutenbergstraße in Wittlich. Ab 1998 etablierte sich das Unternehmen als Vertragspartner für Citroen und erweiterte 2016 sein Portfolio um Mitsubishi-Fahrzeuge, welche bereits über 500 Mal verkauft wurden.

Im Jahr 2003 erfolgte die Gründung der GmbH und der Einstieg von Rainer Ferres in die Geschäftsführung. Seit 2015 ist auch Margot Ferres als Geschäftsführerin tätig. Auto Ferres beschäftigt acht Mitarbeiter und bietet Kfz-Reparaturen aller Fabrikate, einschließlich Service für Wohnmobile und Pick-Ups. „Darüber hinaus sind wir als Hochvoltspezialisten ausgebildet, um auch an Lithium-Ionen-Batterien von Elektrofahrzeugen arbeiten zu dürfen“, erzählt der Kfz-Meister. Neben AU- und HU-Stützpunkt der Dekra bietet Auto Ferres auch Unfallinstandsetzung und Autoglas-Services an.

Das Unternehmen ist stolz darauf, seit jeher Ausbildungsbetrieb zu sein. „Wir haben vielen jungen Menschen einen erfolgreichen Start in ihre Karriere im Kfz-Handwerk ermöglicht“, freut sich Ferres. Auch sein Sohn Fabian hat im Jahr 2016 seine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker im elterlichen Betrieb gestartet und ist seitdem im Service tätig.

Seit 2018 fungiert Rainer Ferres als Obermeister der Kfz-Innung Bernkastel-Wittlich-Bitburg und war zuvor bereits im Vorstand aktiv. So ließen es sich Innungsgeschäftsführer Dirk Kleis, sein Stellvertreter Christian Weirich und Kfz-Beauftragter Walter Zimmer nicht nehmen, zusammen mit Kreishandwerksmeister Raimund Licht persönlich zu gratulieren.

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Wirtschaft

Weltweit führendes Medizintechnik-Unternehmen Abiomed aus Aachen feiert Eröffnung

Aachen – Abiomed feiert Eröffnung des neuen European Distribution and Logistics Center in Würselen – Das weltweit führende Medizintechnik-Unternehmen Abiomed aus Aachen, das auf die Herstellung innovativer Herzpumpentechnologien spezialisiert ist, hat sein neues Distributions- und Logistikzentrum am Mittwoch, den 17. April 2024, in Würselen eröffnet. Damit stärkt das global agierende
Unternehmen nachhaltig seine Wachstumsstrategie und optimiert seine zentraleuropäischen Logistikprozesse.

Aus Würselen werden ab sofort rund 25 Länder weltweit mit Impella® Herzpumpen beliefert. Unweit der Europazentrale Abiomeds wurde in Würselen, an der Adenauerstraße 20 C, auf einer Gesamtfläche von
3.900 Quadratmetern das neue Distributions- und Logistikzentrum errichtet. Es umfasst neben Lagerräumen und Räumen für Post-Steril-Inspektionen auch Büro- und Aufenthaltsräume für die Mitarbeitenden. „Der hochmoderne Gebäudekomplex begegnet den vielschichtigen Anforderungen, die aus dem enormen Wachstum resultieren, das unser Unternehmen gerade erlebt und zukünftig anstrebt. Durch die erhöhten Lagerkapazitäten sind wir ab sofort in
der Lage noch mehr Pumpen auszuliefern und damit Patient:innen weltweit bei der Herzregeneration zu unterstützen“, so Joachim Jeiter, Associated Director Logistics bei Abiomed Europe.

Um auf die steigende Nachfrage nach Impella® Herzpumpen reagieren zu können, hat Abiomed im Distributions- und
Logistikzentrum 20 neue Mitarbeiter:innen eingestellt und sucht aufgrund des anhaltenden Wachstums nach weiteren Fachpersonal in der Region. So soll langfristig sichergestellt werden, dass die Anforderungen in allen Bereichen erfüllt werden können. Mit wachsender Zahl der Patient:innen (weltweit über 300.000), die mit Impella® Herzpumpen behandelt werden, war der Ausbau des Standorts der nächste logische Schritt in der Wachstumsgeschichte von
Abiomed.

Logistikzentrum feierlich eröffnet

Am Mittwoch, den 17. April 2024 hat Abiomed seinen neuen Gebäudekomplex seinen Mitarbeitenden aus der Logistik sowie weiteren geladenen Gästen vorgestellt. Im Rahmen einer Facility Tour wurden die einzelnen Räumlichkeiten präsentiert, bevor der Neubau anschließend in großer Runde eingeweiht und bei einem gemeinsamen Mittagessen gefeiert wurde.

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Bundes-Verdienstkreuz für Hans-Josef Engels aus Weilerswist

Euskirchen – Landrat Markus Ramers: „Ein leuchtendes Beispiel für uns alle“ – Politisches Urgestein mit großem Herz – Hans-Josef Engels hat den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Landrat Markus Ramers hat dem 79-jährigen Weilerswister gestern, 22. März die Auszeichnung im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für seine Verdienste im politischen und sozialen Bereich überreicht.

Der Landrat rahmte das jahrzehntelange Engagement von Engels mit zwei Zitaten ein. Zum einen: „Politik muss dem Menschen dienen und nicht umgekehrt“. Dieser Satz des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt stehe für Engels Politikverständnis und sei sein moralischer Kompass gewesen. Zum anderen: „Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat jeder funktionierenden Gesellschaft.“ Mit diesem Satz der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte Ramers das herausragende Engagement von Engels für seine Heimatgemeinde.
Hans-Josef Engels ist ein politisches Urgestein, der sich seit nunmehr 46 Jahren sowohl im Gemeinderat wie auch im Kreistag engagiert, und zwar ununterbrochen von 1974 bis 2020. Der Christdemokrat war 39 Jahre im Weilerswister Rat, davon 13 Jahre als Fraktionsvorsitzender der CDU. Sogar 43 Jahre gehörte er dem Kreistag in Euskirchen an.
„Politik war für Sie immer gleichbedeutend mit ‚sich einbringen‘ und ‚aktiv mitgestalten‘“, sagte der Landrat in seiner Laudatio. „Für wen auch immer die Position des Hinterbänklers erfunden worden ist – Ihre war es nicht.“ Engels habe zahlreiche Ausschüsse geleitet – und zwar mit dem ihm eigenen „hohen Verantwortungsbewusstsein“. Dies erkenne man nicht zuletzt daran, dass er in der Tageszeitung als „Millionensparer“ geadelt wurde. Dieser Ehrentitel rühre aus seiner Zeit als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, als er Unregelmäßigkeiten zum Nachteil des Kreises aufdecken konnte.
Neben weiteren Tätigkeiten in Verbänden hat Hans-Josef Engels vor allem in Weilerswist große Spuren hinterlassen. „Ihre Heimat ist Ihnen fest ans Herz gewachsen, und da lag es nahe, dass Sie Ihre politischen Talente und Kontakte zum Wohle der Menschen in Weilerswist einbringen“, so Ramers. Er erinnerte an die Weilerswister Bürgerhilfe, die er auf Initiative von Landrat a.D. Günther Rosenke 1980 gegründet habe. Diese Initiative habe vielen unverschuldet in Not geratenen Menschen helfen können.

Hans-Josef Engels habe zudem zahlreiche Benefizkonzerte in und für Weilerswist organisiert, u.a. mit der Big Band und dem Stabsmusikkorps der Bundeswehr, den Bläck Fööss und seit vielen Jahren mit den Don Kosaken. Zum anderen habe er sein „beeindruckendes musikalisches Talent in den Dienst der guten Sache gestellt, z.B. bei den legendären Oldie-Konzerten mit der BüLaRose-Band (Bürgerlandrat-Rosenke-Band)“, so Landrat Ramers. Gemeinsam mit Bandleader Günther Rosenke und Keyboarder Werner Krebs habe er als Gitarrist und Sänger viele tausend Euro für den guten Zweck eingespielt und den Gästen stimmungsvolle Abende beschert. Für sein Engagement ist er 2005 zum Ehrenvorsitzenden der Weilerswister Bürgerhilfe ernannt worden.

Weitere Meilensteine im bürgerschaftlichen Engagement waren Engels Einsatz für das kulturelle Leben in Weilerswist, zum Beispiel als Mitgründer des Kulturvereins Weilerswist oder sein Einsatz im Verein der Freunde und Förderer Swister Turm. Apropos Vereine: Es dürfte nur wenige in Weilerswist geben, in denen er nicht Mitglied war. Landrat Ramers: „In der Weilerswister Vereinswelt führte und führt kein Weg an Ihnen vorbei!“ Insgesamt fünf Vereine hat er selbst gegründet.

Die Gemeinde Weilerswist hat dieses ‚Gesamtpaket‘, dieses großartige und vorbildliche Engagement, bereits im Jahre 2013 mit dem ‚Goldenen Ehrenring‘ gewürdigt.

„Ihr Engagement ist ein leuchtendes Beispiel für uns alle und inspiriert uns, selbst aktiv zu werden und einen Beitrag für ein besseres Miteinander zu leisten. In einer Zeit, in der Zusammenhalt und Solidarität wichtiger denn je sind, erinnern Sie uns daran, wie wichtig es ist, füreinander einzustehen und Verantwortung zu übernehmen. Sie zeigen uns, dass jeder Einzelne einen Unterschied machen kann und dass wir gemeinsam viel erreichen können“, sagte Landrat Markus Ramers abschließend.

Auch die Weilerswister Bürgermeisterin Anne Horst lobte die große Tatkraft des Geehrten, der als „Macher“ vor Ort viel habe bewegen können. Hans-Josef Engels dankte allen Gratulanten und wünschte sowohl den demokratischen Parteien wie auch den Vereinen viele junge und engagierte Menschen, die sich für das Gemeinwesen und die Gemeinschaft einsetzen. Für die stilvolle musikalische Gestaltung der Feier sorgten Polina Starytska (Querflöte) und deren Mutter Oksana (Gitarre) von der Musikschule Euskirchen.

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Wirtschaft

Glückwünsche zum Firmenjubiläum der Mayener MMG Aluminium AG

Mayen – Das Mayener Unternehmen MMG Aluminium AG feierte vor wenigen Tagen mit zahlreichen Gästen sein 30-jähriges Firmenjubiläum. Zu diesem besonderen Anlass gratulierte Oberbürgermeister Dirk Meid im Namen der Stadt, aber auch persönlich. Für ihn war es ein Wiedersehen mit früheren Kolleginnen und Kollegen, sowie Geschäftspartnerinnen und -partenern. Er war 21 Jahre bei der MMG beschäftigt und schied erst mit seiner Wahl zum Stadtchef aus dem Unternehmen aus.

MMG Aluminium wurde 1994 vom Mayener Günter Strobel als Metallhandelsgesellschaft gegründet. Seit dieser Zeit beschäftigt sich das Unternehmen mit dem Aluminium als Roh- und Werkstoff. In den drei Jahrzehnten verzeichnete MMG nicht nur ein kontinuierliches Wachstum, sondern hat auch seine Geschäftsfelder immer mehr erweitert. Inzwischen erarbeiten am Standort Mayen ca. 30 Mitarbeitende einen Umsatz von rd. 300 Millionen Euro. Schwerpunkte des Geschäftes der MMG sind der Handel mit Aluminiumbarren und -gusslegierungen, das Recycling von Aluminiumschrotten und das Maßschneidern von Metallmanagement Lösungen für die Kunden. 2001 gründete MMG in Ungarn ein Aluminium-Schmiedewerk, in dem heute 45 Mitarbeitende beschäftigt sind.

Oberbürgermeister Meid würdigte in seiner Laudatio nicht nur den Erfolg in dreißig Jahren Firmengeschichte. „Der Standort Mayen stand für die MMG und den Gründer nie zur Debatte. Inzwischen zählt die MMG zu den größten und erfolgreichsten Unternehmen unserer Stadt.“ Für sein jahrelanges soziales Engagement erhielt Firmengründer Günter Strobel vom Oberbürgermeister die Goldene Ehrennadel der Stadt Mayen.

Zum Firmenjubiläum kündigt MMG Aluminium im Gespräch mit OB Meid an, die Stadt künftig bei Aufforstungsmaßnahmen im Mayener Stadtwald finanziell unterstützen zu wollen. Dies solle ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz sein.

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Junge Menschen engagieren sich im Bistum Trier – in 72 Stunden und Minuten

Region/Trier – Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die gleichzeitig auch Schirmherrin der Aktion ist, besuchte gleich mehrere Gruppen in Föhren und Wittlich. „Euch schickt der Himmel.“ Unter diesem Motto steht die 72-Stunden-Aktion, die in diesem Jahr deutschlandweit vom 18. bis 21. April stattgefunden hat – auch im Bistum Trier. Dass die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen aus dem Bistum diesem Leitspruch gerecht werden möchten – davon konnten sich auch Vertreter*innen aus Politik und Kirche überzeugen. So besuchte Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die gleichzeitig auch Schirmherrin der Aktion ist, gleich mehrere Gruppen in Föhren und Wittlich. „Ihr seid wirklich Helden“, sagt sie den Mitgliedern der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) in Föhren, die mit matschigen Klamotten, aber glücklichem Grinsen die Sozialdemokratin begrüßten. Gemeinsam mit Kindern der benachbarten Kindertagesstätten beschäftigten sie sich mit dem Thema Kinderrechte. Die Kita-Kinder hatten im Vorfeld eine Collage zum Thema Partizipation gebastelt, die sie der Ministerpräsidentin stolz präsentierten. Für die Pfadfinder*innen war die Aufgabe aufgrund des schlechten Wetters erschwert, einen Demokratiepfad zu bauen. „Der liebe Gott hätte eigentlich dafür sorgen müssen, dass ihr heute gutes Wetter habt“, sagte Dreyer den Kindern mitfühlend. Die Engagierten ließen sich jedoch von Regen und Wind weder die Stimmung vermiesen noch den Tatendrang nehmen. Mit kleinen und großen Schaufeln ebneten sie den Pfad und befreiten ihn von Stöcken und Unkraut.

In der WILàvie, einem Mehrgenerationenzentrum in Wittlich, bedankte sich die Ministerpräsidentin bei der Aktionsgruppe, die sich aus der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) und der Messdiener*innengruppe zusammensetzte. Die jungen Engagierten hatten die Aufgabe bekommen, die Dachterrasse des neuen Gebäudekomplexes mit mobilen Blumenbeeten und Bänken zu verschönern – Zielpunkt dabei war die Einweihungsfeier am folgenden Sonntag. „Es gibt dieses komische Gerücht, dass junge Leute keine Lust hätten, sich für die Gesellschaft zu engagieren – ihr zeigt, dass das nicht stimmt“, sagte die Politikerin. „Es ist toll zu sehen, wie eigenständig ihr dieses wunderschöne Gebäude noch schöner macht.“ Bei Schokokuchen und Kaffee konnten die jungen Leute mit Dreyer über Politik und sonstige Themen ins Gespräch kommen. Neben Fragen zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und dem Grundgesetz waren die Jugendlichen, die zum größten Teil noch zur Schule gehen, sehr an Dreyers Weg in die Politik interessiert. Danach ging es zurück an die Arbeit.

Der Limburger Bischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofkonferenz, Georg Bätzing, besuchte indessen die Aktionen, für die sich Jugendliche in der Trierer Innenstadt engagierten. Er schaute beim Aktionszelt des Mergener Hofs vorbei, wo die Beteiligten aus Legosteinen Rampen für Rollstuhlfahrer*innen bauten – natürlich in fröhlichen bunten Farben. „Die Arbeit der Kinder und Jugendlichen macht mich so stolz und dankbar, das ist unglaublich“, sagte Bätzing. 2.700 Gruppen mit über 140.000 Kindern und Jugendlichen seien an diesem Wochenende unterwegs, um die Welt ein Stückchen besser zu machen. Er selbst hätte an einer solchen Aktion als Jugendlicher auch teilgenommen, wenn es sie damlas gegeben hätte. „Es gibt so viele tolle Ideen“, schwärmte der Limburger Bischof. Vor allem die „Get-It“-Projekte, bei denen die Jugendlichen erst zum Start der Aktion ihre Aufgabe erführen, finde er spannend. „Einfach mal zur Verfügung stehen und mitmachen – das hätte mir gefallen.“

Die Zahl 72 bestimmte in diesem Jahr aber auch den Jugendtag der Heilig-Rock-Tage, der am 20. April stattfand. Angelehnt an die 72-Stunden-Aktion konnten Kinder und Jugendliche bei zugelosten Projekten in 72 Minuten etwas Gutes tun. Die jungen freiwilligen Helfer, die zuvor in einer großen Gruppe mehrere Stunden gepilgert waren, stellten sich interessanten, aber auch herausfordernden Aufgaben: „Wir müssen einen Flashmobb in 72 Minuten organisieren“, erzählte der 9-jährige Lukas aufgeregt. „Da kommen viele Leute zusammen und machen etwas, zum Beispiel einen Tanz.“ Andere Gruppen sollten die 72 Minuten nutzen, um im Seniorenheim zu singen, Stolpersteine zu säubern oder in den Austausch mit obdachlosen Menschen zu gehen. Herausfordernd war das Wochenende auch für die Abteilung Jugend des Bistums und den BDKJ-Trier. „Wir mussten alles parallel planen“ erzählt Benedikt Welter, pädagogischer Referent. „Vor allem war es schwierig, für den Jugendtag die Besucher*innenzahlen abzuschätzen, weil ja auch viele Jugendliche an der 72-Stunden-Aktion teilnehmen.“ Neben den sogenannten „Get-It“-Projekten wartete der Tag mit weiterem Programm auf: Nachdem sich um die Mittagszeit die Sonne herausgetraut hatte, gab es ein großes Spielangebot auf dem Domfreihof. Auf kleinen Fahrrädern düsten Kinder vergnügt an der ältesten Bischofskirche Deutschlands vorbei. Wer sich beweisen wollte, konnte das bei einem XXL-Billardspiel oder bei Vier-Gewinnt. Kulinarisch kamen die Kinder bei selbstgemixten alkoholfreien Cocktails auf ihre Kosten.

Die 72-Stunden Aktion „Uns schickt der Himmel“…

… ist die bundesweite Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Jugendverbände. Vom 18. bis zum 21. April 2024 machten dabei 2.700 Aktionsgruppen in 72 Stunden die Welt ein Stück besser. Hauptunterstützer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Bischofskonferenz, das Bischöfliche Hilfswerk Misereor und das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken. Das Hilfswerk Renovabis unterstützt die internationalen Aktivitäten im Rahmen der Aktion.

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Wirtschaft

„713 Meister made in Koblenz“ – Große Meisterfeier der Handwerkskammer Koblenz

Region/Koblenz – Meisterfeier der Handwerkskammer Koblenz zeichnete jüngste Meistergeneration aus 25 unterschiedlichen Berufen und elf Nationen aus – 713 Meisterbriefe für Handwerker aus 25 Berufen, 23 Prozent davon weiblich, Absolventen mit elf Staatsangehörigkeiten – „das spricht für Vielfalt und die exzellenten Möglichkeiten, die sich mit dem Handwerk und natürlich mit dem Meisterbrief verbinden“, begrüßte Kurt Krautscheid, Präsident der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, die 1.500 Gäste zur großen Meisterfeier in der Rhein-Mosel-Halle.

Die 23 Besten ihres Gewerkes erhielten aus Händen von HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich (vordere Reihe von links), Präsident Kurt Krautscheid und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt auf der Bühne ihre Großen Meisterbriefe. Das allerbeste aller 713 Prüfungsergebnisse erreichte Dachdeckermeister Peter Dinkelbach aus Asbach im Westerwald (vordere Reihe 3.v.r.). Foto: Michael Jordan

Krautscheid beschrieb den Meisterbrief wie auch den Tag der feierlichen Übergabe als „Meilenstein im beruflichen wie auch privaten Leben aller Absolventen“ und Grundlage für unternehmerischen Erfolg. Er selbst kam vor 40 Jahren zu Meisterehren im Dachdeckerhandwerk und führte anschließend das Familienunternehmen erfolgreich weiter. Mit jahrzehntelangen Erfahrungen als Unternehmer machte er der jüngsten Meistergeneration Mut zur Selbstständigkeit, ob Neugründung oder Betriebsübernahme. „Das nötige Rüstzeug haben Sie mit der Meisterqualifikation erworben!“ Der Kammerpräsident klammerte in seiner Rede aber nicht den Trend weg von der Betriebsführung aus und mahnte mit Blick auf rückläufige Zahlen bei der Selbstständigkeit eine dringend notwendige Entbürokratisierung wie auch einen Mentalitätswechsel an: „Die Eigenverantwortung von Betrieben und Menschen wird zunehmend ersetzt durch Richtlinien, Vorgaben und Gesetze. Für jeden Handgriff gibt es inzwischen eine Vorschrift und damit verbunden ist auch eine Verlagerung von Verantwortung. Wir müssen dringend weg kommen von dieser Art Absicherungsmentalität, die über eine schier unendliche Masse an Vorschriften erheblich die Lust auf Unternehmertum bremst. Mein deutlicher Appell lautet also, mehr Verantwortung an die Betriebe zurückzugeben!“

Als wichtiges Signal wertete Krautscheid die steigende Zahl weiblicher Meisterabsolventen. „Handwerk ist – auch – Frauensache und schon lange gibt es nicht mehr den typischen Männerberuf. Auch dafür gibt es viele Beispiele im aktuellen Meisterjahrgang.“ Das setzt sich fort bei den besten Prüfungsergebnissen in den 25 Gewerken: 25 Prozent der Spitzenplatzierungen wurden durch Frauen erreicht.

Und: der „Meister made in Koblenz“ ist international, denn unter den 713 Absolventen sind elf verschiedene Staatsangehörigkeiten vertreten. Auf Platz eins dabei sind Jungmeister aus Syrien. „Das ist im Ergebnis die Aufnahme der syrischen Flüchtlinge ab 2015 im Handwerk. Wir haben diesen Menschen nicht nur über Ausbildung und Arbeit eine berufliche Perspektive geboten, sondern in vielen Fällen auch ein familiäres Umfeld. Das ist gelebte Integration und wir alle können uns glücklich schätzen, Sie als unsere syrisch-deutschen Meisterkollegen in unserer Mitte zu wissen!“

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt wandte sich in ihrer Festrede mit der klaren Botschaft an die Absolventen: „Sie sind Zukunft und werden das Handwerk wie die Wirtschaft über Jahre und Jahrzehnte prägen!“ Drei Aspekte stellte sie in den Mittelpunkt. „Zum einen die Frage, was der Meisterbrief wert ist. Klare Antwort: Er ist Gütesiegel und Markenzeichen des deutschen Handwerks mit internationaler Strahlkraft. 713 Jungmeisterinnen und Jungmeister stehen für Vielfalt und Leistungsfähigkeit.“ Als zweite Botschaft hob die Wirtschaftsministerin die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung heraus. „Es gibt keine Bildung erster und zweiter Klasse. Was aber weder Geld noch Politik erreichen können, ist die gesellschaftliche Anerkennung.“ Hier seien auch die Jungmeister aufgefordert, ihre Erfolgsgeschichten in die Öffentlichkeit zu tragen. „Und drittens: Wir brauchen noch mehr Frauen im Handwerk. Das Handwerk bietet wunderbare Chancen und junge Frauen können alles, auch Handwerk!“ Mit Blick auf die vielen Nationen in der jüngsten Meistergeneration lobte Schmitt das Handwerk und sagte, „über solche Leistungen müssen wir viel mehr reden, sie herausstellen. Das ist nicht nur gelebte, sondern auch gelungene Integration.“

Aus den Händen von Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, Kurt Krautscheid und HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich erhielten 23 Beste ihres Handwerks auf der Bühne die großen Meisterbriefe. Dachdeckermeister Peter Dinkelbach, 25-jähriger Westerwälder aus Asbach, erzielte das beste aller 713 Prüfungsergebnisse.

Die jüngste Jungmeisterin war bei Bestehen der Prüfung 20 Jahre, die älteste Jungmeisterin feierte im Januar 2024 ihren 60. Geburtstag.

Meistergeneration wird gefeiert – und honoriert

Die Meisterfeier, durch die Moderator Holger Wienpahl führte, wurde von der Band „StadtRand“ aus Köln musikalisch umrahmt.

Die drei besten Prüfungsergebnisse wurden mit Geldprämien honoriert, gestiftet durch die Finanzgruppe der Volksbanken und Raiffeisenbanken, überreicht durch Vorstandsmitglied Michael C. Kuch. Der Sonderpreis der IKK Südwest ging in diesem Jahr an Friseurmeisterin Jennifer Münch aus Mülheim-Kärlich (Landkreis Mayen-Koblenz) und wurde durch den Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Jörg Loth überreicht.

Zum Ausklang der Feier lud die Handwerkskammer „ihren“ Meisterjahrgang zu kulinarischen Genüssen wie auch zum Fotoshooting im Foyer der Rhein-Mosel-Halle ein. Durch Fotografenmeister Michael Jordan (Koblenz) wurde dieser unvergessliche Tag im Bild festgehalten.