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Aufräumarbeiten nach der Unwetter-Katastrophe laufen im kompletten Landkreis Vulkaneifel auf Hochtouren

Daun – Massive Sachschäden – aber keine schwerwiegenden Personenschäden. Enorme Hilfsbereitschaft und Solidarität im kompletten Kreisgebiet. Nachdem die Lage sich im Landkreis Vulkaneifel beruhigt hat und heute vormittag der Katastrophenfall aufgehoben werden konnte, laufen im kompletten Landkreis Vulkaneifel die Aufräumarbeiten auf Hochtouren.

Landrätin Julia Gieseking war auch heute nochmals im Kreisgebiet unterwegs und war einmal mehr beeindruckt, von der enormen Solidarität und Hilfsbereitschaft, die überall vorhanden ist. Helferinnen und Helfer sind von überall hergekommen, um mit anzupacken. Völlig fremde Menschen kamen mit Schaufeln, Schubkarren und Eimern und packten tatkräftig mit an.

Auch im Landkreis Vulkaneifel haben viele Menschen ihr komplettes Hab und Gut verloren. Das ist sehr schlimm und bedrückend. Trotz allem sind wir beim Anblick der schrecklichen Bilder und Nachrichten aus den Nachbarlandkreisen Ahrweiler und Euskirchen froh und dankbar, dass wir keine schwerwiegenden Personenschäden im Landkreis Vulkaneifel zu verzeichnen haben. Wenn Menschen aktuell im Landkreis Vulkaneifel nicht erreicht werden können, dann liegt das an den immer noch in weiten Teilen nicht funktionierenden Telefonleitungen und Handynetzen.

Unser Mitgefühlt gilt allen Betroffenen der Unwetterkatastrophe, vor allem auch den vielen Opfern und ihren Familien in den sehr stark betroffenen Regionen der Nachbarlandkreise.

Unser Dank  gilt auch heute wieder den vielen, vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im kompletten Landkreis. Einfach nur DANKE

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Aktueller Stand Unwetterlage im Kreis Euskirchen ++ Update 12:30 Uhr ++

EuskirchenStromversorgung im Kreisgebiet. Die Lage in den Überschwemmungsgebieten im Kreis Euskirchen bleibt angespannt. Die Netzbetreiber sind mit allen verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort, um möglichst schnell eine Wiederversorgung der betroffenen Gebiete zu ermöglichen. Durch die enormen Schäden und das vielerorts immer noch stehende Wasser ist die Inbetriebnahme von Umspannanlagen und Ortsnetzstationen schwierig. Viele Stationen, die teilweise in Folge des Unwetters ausgefallen waren, konnten anschließend direkt wieder in Betrieb genommen werden. Andere müssen zunächst noch gereinigt und getrocknet werden, bevor sie wieder zugeschaltet werden können. Wieder andere Stationen können mit Hilfe von Aggregaten oder Umschaltungen wieder ans Netz angeschlossen werden. So konnten bereits wieder einige Ortsnetzstationen in Betrieb genommen werden. Der Kreis Euskirchen steht im engen Austausch mit den Netzbetreibern.

Medizinische Versorgung im Kreis Euskirchen:

Genau wie andere Gebäude in den Hochwassergebieten sind auch Praxen und Apotheken beschädigt und teilweise zerstört worden. Nach aktuellem Stand ist die Lage in den Krankenhäusern und Dialysezentren im Kreis stabil. In vielen Notunterkünften hat sich eine medizinische Versorgungsstruktur gebildet. Der Rettungsdienst ist im vollem Umfang einsatzfähig. Der Kreis Euskirchen sucht den Kontakt zu den Verantwortlichen der kassenärztlichen Vereinigung, um kurzfristig Lösungen für die besonders betroffenen Kommunen bereitzustellen. Das Corona-Abstrichzentrum in Mechernich steht ab sofort allen Menschen mit Symptomen oder nach einem Risikokontakt ohne Überweisung zur Verfügung. Bitte beachtet auch die Hinweise der Kommunen, Apotheken, Arztpraxen und medizinischen Versorgungseinrichtungen auf den Social Media Kanälen!

Sachspenden

Die Kommunen im Kreis Euskirchen sind dankbar für die große Hilfsbereitschaft und vielen Sachspenden aus der Bevölkerung.

Bitte sehen Sie jedoch aktuell von weiteren Sach-, Kleider- und Lebensmittelspenden ab. Nach Rückmeldung der Städte und Gemeinden im Kreis, sind die kommunalen Anlaufstellen bereits ausreichend mit Sachspenden versorgt. Der Bedarf ist gedeckt. Es besteht vielerorts das Problem, dass zusätzliche Spenden nicht verwaltet und gelagert werden können.

Spenden- und Hilfsangebote sollten daher nicht unkoordiniert, sondern vielmehr im direkten Kontakt mit den Betroffenen erfolgen. Nutzen Sie dafür weiterhin die vielen Unterstützungs-Gruppen in den sozialen Medien.

Wenn Sie darüber hinaus Unterstützung für die Menschen im Kreis Euskirchen leisten wollen, dann nutzen Sie gerne das Spendenkonto für den gesamten Kreis Euskirchen:

IBAN: DE20 3825 0110 0001 0000 17

BIC: WELADED1EUS

Stichwort: „Spende Hochwasser“

Danke für Ihre Unterstützung.

Unkoordinierte Hilfsgüter aus dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus, die auf dem Weg in den Kreis Euskirchen sind, können nicht mehr angenommen werden. Wir bitten dringend davon abzusehen den Kreis Euskirchen anzufahren! Der Bedarf ist gedeckt. Zusätzliche Hilfslieferungen erschweren die Koordination hier vor Ort!

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Rheinland-Pfalz erweitert psychosoziale Hilfen für Betroffene der Unwetter-Katastrophe

Region/Mainz – „Wir wollen die Menschen, die durch das katastrophale Unwetter den Verlust eines Menschen betrauern, selbst in existentielle Not geraten sind oder durch die Naturgewalten ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, nicht allein lassen. Rheinland-Pfalz baut daher die psychosoziale Beratung und Unterstützung für Betroffene der Unwetterkatastrophe aus“, kündigten Sozialminister Alexander Schweitzer und der Opferschutzbeauftragte Detlef Placzek gemeinsam mit Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig an.

Das Land werde in Zusammenarbeit mit dem Schulpsychologischen Beratungsdienst und der Landespsychotherapeutenkammer ein telefonisches Therapieangebot schaffen, das Hilfesuchende unterstützt. Anruferinnen und Anrufer der Hotline werden entweder von Psychologinnen und Psychologen telefonisch beraten oder ihnen wird ein Therapieplatz vermittelt. „Wir erleben in diesen Tagen auf vielen Ebenen ein sehr gutes und enges Netzwerk der Unterstützung. Die gute Zusammenarbeit mit unseren Partnerinnen und Partnern zeigt sich darin, dass wir unkomplizierte Hilfsangebote für die Betroffenen der Katastrophe anbieten können. Rheinland-Pfalz steht zusammen“, sagte Sozialminister Alexander Schweitzer und dankte allen Beteiligten.

Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig informierte, dass Psychologinnen und Psychologen des Pädagogischen Landesinstituts für das Angebot zur Verfügung stehen: „Wir brauchen jetzt schnelle und unbürokratische Hilfe für die Kinder und Jugendlichen, aber auch für die Erwachsenen, die unter den Folgen der Hochwasserlage leiden. Unsere Schulpsychologinnen und Schulpsychologen stehen bereit, um Hilfesuchende zu unterstützen und mit ihnen das Erlebte zu verarbeiten. Ich danke der Leiterin des Pädagogischen Landesinstituts, Frau Dr. Pikowsky, sehr für ihr Engagement und ihre schnelle Zusage.“

„Um eine schnelle Vermittlung von Psychotherapieplätzen anzubieten haben viele Psychotherapeuten innerhalb der betroffenen Landkreise zusätzliche Kapazitäten angemeldet. Dieses Unterstützungsangebot kann die von der Katastrophe betroffenen Menschen begleiten und bei der Verarbeitung der Geschehnisse helfen“, so Detlef Placzek, Opferbeauftragter der Landesregierung.

Hotline für psychologische Beratung und Vermittlung eines Therapieplatzes

Wer von der Unwetterkatastrophe betroffen ist und psychologische Beratung oder einen Therapieplatz bei einem Psychotherapeuten in Rheinland-Pfalz sucht, kann sich ab Montag von 9 bis 16 Uhr an die folgende Hotline Nummer wenden: 0800 5758767.

Hotline zur psychosozialen Akutbetreuung

Zur psychosozialen Akutbetreuung steht Betroffenen zudem weiterhin unter der Hotline Nummer 0800 0010218 qualifiziertes Fachpersonal in dem Bereich des Krisen- und Notfallmanagements zur Verfügung.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsidentin Malu Dreyer am heutigen Sonntag im Unwettergebiet

Ahrweiler/Adenau/Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt am heutigen Sonntag, 18. Juli, in die Verbandsgemeinde Adenau, um sich  gemeinsam mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer sowie den rheinland-pfälzischen Ministern Roger Lewentz (Innen), Anne Spiegel (Klimaschutz) und Daniela Schmitt (Wirtschaft) ein Bild von der Lage zu machen. Im Anschluss an einen Besuch im Eifeldorf Schuld, das schwer von der Unterwetterkatastrophe getroffen wurde, wird es in Adenau Statements zur aktuellen Lage und den Eindrücken vor Ort geben.

Auch der Bürgermeister der Gemeinde Schuld, Helmut Lussi, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, Guido Nisius, und Vertreter von Bundeswehr, Polizei und Katastrophenschutz sind vor Ort.

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Mechernich: Früheres Bergwerks-Gelände darf zurzeit nicht betreten werden

Mechernich – Nach Starkregen Betretungsverbot für Mechernicher Bergschadensgebiet. Nachdem es im Bergschadensgebiet Mechernich nach den Starkregegenfällen der vergangenen Wochen zu Absenkungen unter anderem an früheren Luftschächten gekommen war, gab die Stadtverwaltung am gestrigen Samstagmittag einen Warnhinweis heraus, wonach das frühere Bergwerksgelände zurzeit nicht betreten werden darf. Es ist ein beliebtes Spazier- und Wanderterrain.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick erlies für den Bereich ein absolutes Betretungsverbot. Das betroffene Gebiet liegt zwischen Mechernich und den Ortschaften Strempt, Bergheim, Lorbach, Kallmuth und Kalenberg.

Erster Beigeordneter Thomas Hambach betonte, dass keine Ortslagen gefährdet seien. Weil immer wieder in sogenannten sozialen Medien Falschmeldungen auftauchen und Panik geschürt werde, sei es laut Aussage des Kreises wegen des Bergschadensgebietes zu einer zeitweisen Überlastung der Notrufnummer 112 gekommen.

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Unwetter Bernd: Landkreis Vulkaneifel wieder mit Strom versorgt

Saffig/Vulkaneifel – Verteilnetzbetreiber Westnetz stellt Stromversorgung in betroffenen Ortschaften wieder her. Die Reparaturarbeiten dauern noch an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz arbeiten seit vergangenem Mittwoch mit Hochdruck an der Wiederversorgung in den Katastrophengebieten. Nun konnte Westnetz im Landkreis Vulkaneifel die Stromversorgung der vom Unwetter betroffenen Ortsgemeinden komplett wieder herstellen und die Ortsnetzstationen in Betrieb nehmen.

Besondere Schäden richtete das Unwetter in den Ortschaften entlang der Kyll an. Bereits am Donnerstag stellte Westnetz die sichere Stromversorgung in den Orten der Verbandsgemeinden Daun und Kelberg wieder her und heute letztendlich auch die Versorgung der Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde Gerolstein. Alle Stationen des Verteilnetzbetreibers sind somit wieder in Betrieb, so dass darüber die Hausanschlüsse versorgt werden können.

An einigen Stromanlagen kam es durch die Überschwemmungen zu größeren Schäden, die Westnetz in den kommenden Tagen und Wochen reparieren wird. „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit Mittwoch rund um die Uhr im Einsatz. Das Unwetter hat uns vor große Herausforderungen gestellt. Wir sind froh, dass wir nun alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Vulkaneifel wieder mit Strom versorgen können. Die Beseitigung von Schäden im Netz wird leider noch eine Weile in Anspruch nehmen“, erläutert Michael Dötsch, Leiter des Regionalzentrums Rauschermühle.

Wo Anlagen nach ablaufendem Wasser wieder betreten werden konnten, waren vor einer Zuschaltung Vorbereitungen nötig. Die Anlagen mussten auf Schäden kontrolliert, die technischen Betriebsmittel gereinigt oder auch getrocknet und auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden. Wo nötig, mussten Anlagenteile repariert oder ersetzt werden. Diese Vorbereitungen waren zwingend für eine zuverlässige Wiederversorgung und Voraussetzung für sicheres Arbeiten in elektrischen Anlagen nötig.

Zudem müssen Feuerwehren ihre Freigabe zur Zuschaltung erteilen, wenn beispielsweise der Keller leergepumpt werden muss. Daher kann es auch jetzt noch nach Ablaufen des Wassers einige Zeit dauern, bis der Strom in einem Wohnhaus wieder zugeschaltet werden kann.

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Bischof Ackermann trifft vom Unwetter Betroffene und Einsatzkräfte an der Ahr

Trier/Bad Neuenahr-Ahrweiler/Remagen/Schuld – Neben den Kreisen Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm ist besonders die Region an der Ahr von der Unwetter-Katastrophe betroffen. Bischof Stephan Ackermann ist am gestrigen Freitag, 16. Juli in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Schuld und Remagen gewesen, um mit Betroffenen und Einsatzkräften zu sprechen und sich ein Bild von der Situation zu machen.

Welches Bild hat sich Ihnen geboten, als Sie das Ahrtal erreicht haben?

Der Anblick ist erschütternd. Ich habe ja selbst in der Gegend gewohnt und kenne sie gut. Es ist entsetzlich, das Ausmaß der Zerstörung zu sehen: Ich habe teilweise völlig zerstörte Häuser gesehen, in denen kein Stein mehr auf dem anderen steht; zerstörte oder völlig verschlammte Straßen; Autos, die hochkant oder gegeneinander aufgeschichtet in den Vorgärten stehen. In der Piuskirche in Bad Neuenahr hat das Wasser die Türen eingedrückt und ein Auto bis in die Kirche geschwemmt. Es ist verheerend.

Mit wem konnten Sie sprechen, was haben die Menschen berichtet?

In Bad Neuenahr-Ahrweiler habe ich mich mit dem Pastoralteam um Pfarrer Jörg Meyrer und Ehrenamtlichen getroffen. Sie haben den Arbeitskreis „Kirche hilft“ gegründet. In Schuld war ich mit Pfarrer Rainer Justen unterwegs, habe mit Betroffenen gesprochen und mit Einsatzkräften von der Feuerwehr oder vom DRK. Dort ist die Kirche St. Gertrudis, die erhöht liegt, als Anlauf- und Verpflegungsstelle und Kleiderlager eingerichtet. Und in Remagen ist die Rheinhalle Notunterkunft, auch da war ich.

Ich habe mit einer jungen Frau gesprochen, deren Haus verwüstet wurde, die aber weiter fürs DRK im Einsatz ist. Sie hat nur noch ihre Einsatzkleidung. Ein Ehepaar hat erzählt, dass sie wissen, dass ihre Kinder in der Nähe in Sicherheit sind. Sie bekommen aber bisher so gut wie keinen Kontakt. Ein anderes Ehepaar ist nach der Rettung getrennt worden und hat noch nicht wieder zusammengefunden. Leute haben mir erzählt, dass sie gerade mit der Renovierung ihres Hauses fertig waren: Jetzt ist alles zerstört. Die neue Schützenhalle in Schuld hängt in Trümmern an einem Brückenpfeiler.

Ein großes Problem ist, dass die Kommunikation immer noch erschwert ist, weil die Telefon- und Mobilfunknetze nicht stabil sind oder der Strom noch nicht wieder da ist. Zu Menschen in Orten wie Dernau oder Mayschoß habe ich noch gar keinen Kontakt bekommen. Und das macht bisher die Koordination der Hilfe schwierig.

Aber die Hilfsbereitschaft ist riesig. Angefangen bei den Einsatzkräften der verschiedenen Dienste bis hin zu Privatleuten, die einfach mit der Schaufel kommen und fragen, wo sie helfen können. Ich glaube, das ist ganz wichtig für die Betroffenen, die natürlich sehr unterschiedlich mit der Situation umgehen: Das reicht vom Pragmatismus und der Haltung, sich nicht unterkriegen zu lassen, über ganz viel Trauer, Schock und Leid.

Warum war es Ihnen wichtig, vor Ort zu sein?

Ich wollte persönlich, aber auch für das ganze Bistum, meine und unsere Solidarität mit den Betroffenen und den Einsatzkräften und Helferinnen und Helfern ausdrücken. Und mir war es wichtig zu hören, welche Hilfe wir als Kirche jetzt geben können, die sich vielleicht vor Ort gerade nicht so gut regeln lässt.

Wie können Sie denn als Bistum jetzt helfen?

Die erste und wichtigste Hilfe ist sicher die tätige Hilfe von ganz vielen unserer Seelsorgerinnen und Seelsorgern und von Mitarbeitenden. Und dann der Einsatz der Notfallseelsorge, die mit vielen Frauen und Männern die Menschen hier begleiten, stützen und trösten. Wir haben zwei Spendenkonten eingerichtet, von Bistum und Diözesan-Caritasverband und von der Stiftung „Menschen in Not“.

Die Situation ist immer noch unübersichtlich. Wo es geht, wollen wir beim Vernetzen helfen. Der für den Visitationsbezirk Koblenz zuständige Weihbischof Jörg Michael Peters trifft sich am Sonntag mit Verantwortlichen aus den betroffenen Dekanaten, um zu hören, was gebraucht wird. Ich denke, dass wir auch im seelsorglichen Bereich helfen können, gerade auch, wenn es um die Trauerarbeit geht oder bei der Bestattung der vielen Toten.

Und dann sind ja auch Kirchen oder kirchliche Häuser beschädigt und zerstört. Da wird es dann um eine Schadenaufnahme gehen, und Dinge müssen auch verwalterisch bearbeitet werden. Das wird sich alles in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Wir als Bistum wollen da sein für die Menschen. Unter t1p.de/hochwasser-hilfe bündeln wir unsere Infos und Angebote.

Das Interview führte Judith Rupp

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Überblick über die aktuelle Lage in der Kupferstadt Stolberg ++ Update 16:30 Uhr ++

Stolberg – Für die Kupferstadt Stolberg wurde bekanntlich der Katastrophenfall ausgerufen. Derzeit besteht auf der gesamten Talachse sowie in Vicht und Zweifall keine Infrastruktur. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Wiederherstellung der wichtigsten Infrastruktur wie Strom, Wasser, Essen und medizinischer Versorgung (inkl. Covid 19-Impfungen). Hunderte Einsatzkräfte, heimische wie auswärtige (Feuerwehr, THW, Bundeswehr, DRK, Malteser, Technisches Betriebsamt, Ordnungsamt, Entsorgungsunternehmen, Versorgungsunternehmen), sind derzeit im Einsatz.

Die die wichtigsten Infos in der Übersicht:

– Trinkwasser:
Das Trinkwasser muss bei Nutzung für die Nahrungsmittelzubereitung abgekocht werden. Sollte das nicht möglich sein, gibt es im ganzen Stadtgebiet Frischwasserausgabestationen. Dort können Sie mit selbst mitgebrachten Gefäßen Wasser abholen. Dieses Wasser muss NICHT abgekocht werden.

– Mahlzeiten:
Ab dem Mittag wird die Feuerwehr regelmäßig Mahlzeiten an drei Ausgabepunkten im Stadtgebiet ausgeben. Hier die Übersicht:
Vicht: Rumpenstraße an der Mehrzweckhalle
Zweifall: Frackersberg / Ecke Jägerhausstraße (Restaurant Galmei)
Innenstadt: Kaiserplatz vor dem Rathaus
Das Essen wird in den nächsten Tagen zu folgenden Zeiten ausgegeben:
Frückstück: 09:00 Uhr, Mittag: 13:00 Uhr, Abend: 18:00 Uhr
Zusätzlich werden Nahrungsmittel auch mobil verteilt.

– Stromversorgung:
Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck am Wiederaufbau der Stromversorgung. Aktuell können wir hierzu keine gesicherten Aussagen treffen, wann die Versorgung wiederhergestellt werden kann.
Sie können Ihre mobilen Endgeräte an den verfügbaren Fahrzeugen des THW und der Feuerwehr aufladen. Feuerwehr und THW stehen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Das gesamte Überschwemmungsgebiet wird bei Einbruch der Dunkelheit vom THW ausgeleuchtet.

– Müllentsorgung
Im ganzen Stadtgebiet sind bzw. werden Container aufgestellt. Dort können Sie jeglichen Sperrmüll entsorgen. Die Container werden regelmäßig geleert. Darüber hinaus sind Bautrupps unterwegs, um den Müll an der Straße zu entsorgen. (siehe auch „Unterstützung bei Aufräumarbeiten – Straßen verstopft“)

– Mobilfunk
Das Mobilfunknetz steht nach Meldung der Mobilfunkbetreiber im Stadtgebiet mit der Ausnahme Vicht und Zweifall zur Verfügung. In Zweifall besteht nach unserer Kenntnis auf der Klosterstraße Handyempfang. Dieser Bereich wird ebenfalls durch das THW ausgeleuchtet. Endgeräte können an den Beleuchtungswagen des THW aufgeladen werden.

– Medizinische Versorgung
In Vicht steht eine mobile Arztpraxis auf der Rumpenstraße auf dem Parkplatz hinter der Mehrzweckhalle zur Verfügung. Von hier aus besteht ein Pendelverkehr nach Zweifall. Weitere Angebote im Innenstadtbereich sind derzeit in Arbeit.

– Spendenausgabestellen:
Bitte wenden Sie sich wenn möglich an das Bürgertelefon 02402-127 511 83 wenn Sie Unterstützung benötigen bei der Ausräumung Ihrer Wohnung, Kinderbetreuung, Fahrdienste, etc.
Gerne vermitteln wir Ihnen direkte Hilfen.
Die Ausgabe von Spenden erfolgt hier:
Essen / Kleidung:
Firma Rodo Ketten
Birkenfeld 5
Donnerberg

Kleidung:
Jugendheim Münsterbusch
Prämienstraße
Münsterbusch

Essen:
Sporthalle Glashütter Weiher
Schaafberg 2
Münsterbusch

– Unterstützung bei Aufräumarbeiten – Straßen verstopft
Die Hilfsbereitschaft ist unglaublich groß. Im gesamten Stadtgebiet unterstützen sich die Menschen gegenseitig. Auch viele Auswärtige unterstützen tatkräftig. Dafür bedanken wir uns herzlich!
WICHTIG ist aber: Bitte parken Sie so weit wie möglich außerhalb und halten die Straßen frei! Heute haben viele Räumfahrzeuge, Einsatzkräfte und Entsorger große Probleme, die betroffenen Gebiete überhaupt zu erreichen. Ab morgen koordiniert die Polizei entsprechende Sperrungen, so dass Auswärtige weiter außerhalb parken und die betroffenen Gebiete nur fußläufig aufsuchen.

Wir sind auf den sehr beeindruckenden Zusammenhalt in der Bevölkerung angewiesen. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Lösung der bestehenden Probleme. Doch ohne die zwischenmenschliche Hilfe würde es nicht funktionieren. Wir befinden uns in einer Katastrophenlage, wie Sie unsere Stadt in den letzten Jahrzehnten noch nicht erlebt hat. Stolberg hält in dieser Situation zusammen! Wir danken Allen!

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Bistum Aachen koordiniert Hilfsmaßnahmen in der Region

Aachen – Offener Brief von Bischof Dr. Helmut Dieser. Enge Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinden, Kommunen und Politik. Das Bistum Aachen koordiniert in den vom Hochwasser betroffenen Katastrophen-Regionen Hilfsmaßnahmen und Möglichkeiten zur Übernachtung für diejenigen, deren Häuser und Wohnungen zerstört sind, vor Ort. „Ich bin in enger Abstimmung mit den Regionalvikaren und wir stehen in einem engen Austausch mit der Politik und den Kommunen vor Ort“, sagt Generalvikar Dr. Andreas Frick am Samstag. Einen Tag zuvor hatte sich Frick in der Pfarrgemeinde St. Kornelius in Kornelimünster einen persönlichen Überblick über die Schäden gemacht.

„Es sind Zerstörungen von unfassbarem Ausmaß“, so betont Frick weiter. Gleichzeitig sei die Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander sehr hoch und tatkräftige Unterstützung an vielen Stellen spürbar. „Wir können im Moment noch nicht sagen, wo überall Möglichkeiten zur Übernachtung in kirchlichen Einrichtungen angeboten werden. Allerdings ist klar: Wir agieren schnell, entschlossen und unbürokratisch, um das Leid vieler abzumildern“, sagt der Generalvikar. Auch mit der Oberbürgermeisterin der Stadt Aachen, Sibylle Keupen, und dem Städteregionsrat der Städteregion Aachen, Dr. Tim Grüttemeier, steht das Bistum in enger Abstimmung.
Die Flutkatastrophe hatte die Menschen im Bistum Aachen an vielen Orten mit voller Wucht getroffen. Auch zahlreiche kirchliche Einrichtungen – unter anderem wurde das Bischöfliche St.-Ursula-Gymnasium in Geilenkirchen stark vom Hochwasser getroffen. In Eschweiler musste das St.-Antonius-Krankenhaus mit allen Patienten evakuiert werden. In Kornelimüster standen die Propsteikirche St. Kornelius sowie der Ortskern meterhoch unter Wasser.

In einem offenen Brief wendet sich Bischof Dr. Helmut Dieser an die Menschen im Bistum Aachen. Seine Gedanken gelten außerdem den Menschen in der Region um Ahrweiler, wo der Aachener Bischof lange als Pfarrer im Dienst war sowie allen von der Flutkatastrophe Betroffenen:

„Die schrecklichen Nachrichten über die Naturkatastrophe in unserem Bistum haben mich tief erschüttert. Unvorstellbare Regenmengen haben die Flüsse in eine Zerstörungs- und Todesflutwelle verwandelt, die einem Tsunami gleicht. Immer mehr Todesopfer sind zu beklagen. Viele Menschen haben alles verloren. Die schönen Ortsbilder, die mir sehr vertraut sind, wurden zerstört.

Von Herzen spreche ich allen meine tief empfundene Anteilnahme aus! Das Leid, das viele getroffen hat, die Bilder von Verwüstung und Tod, die wir nun dau­ernd vor Augen haben, die Sprachlosigkeit, das Weinen, die immer neuen Nachrichten, was Schreckliches wem hier und da konkret zugestoßen ist, all das wühlt alle auf, und ich nehme daran aus enger Verbundenheit tiefen Anteil.

Meine Gedanken sind vor allem bei den Menschen, die ihre Angehörigen verloren haben oder vermissen. Ich bete für die Verstorbenen und die Trauernden und für alle, die vor den Ruinen ihrer Existenz stehen.

Gott helfe allen nicht zu verzweifeln, sondern neuen Mut zu fassen, und gebe allen, die so schrecklich aus dem Leben gerissen wurden, ihren Platz in seinem Haus, wo sie für immer geborgen sind.
Im Gebet mit allen verbunden
grüße ich Sie herzlich.
Bischof Dr. Helmut Dieser“ 

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Motorsportler helfen Flutopfern: Spendenaktion #wirfuerdieeifel angelaufen

Region Eifel/Köln – Die schrecklichen Bilder der Unwetterkatastrophe in der Eifel und den angrenzenden Regionen haben in vielen Menschen den Wunsch geweckt, den Betroffenen beizustehen. Auch viele Motorsportler, die die Orte rund um den Nürburgring gut kennen, wollen aktiv werden. Mit der Aktion #WirfuerdieEifel wurde eine Plattform geschaffen, die Rennfahrer, Teams, Fans und alle Freunde der Nürburgring-Region nutzen können, um zu helfen. Lokaler Partner ist der Bürgerfonds der Verbandsgemeinde Adenau, der ein Spendenkonto eingerichtet hat und der vor Ort schnell und unbürokratisch tätig werden kann.

„Jeder von uns hat doch schon einmal in einem der Orte geschlafen, die nun überflutet wurden”, sagt Maro Engel. „Genau diese Menschen dort brauchen jetzt unsere Hilfe.” Innerhalb weniger Stunden haben sich viele Rennfahrer gefunden, die die Aktion unterstützen und auf Ihren Social-Media-Kanälen teilen. „Dabei spielt es keine Rolle, ob man den Nürburgring und die Eifel durch das 24h-Rennen, die NLS, die DTM oder das ADAC GT Masters kennt”, weiß René Rast. „Wichtig ist, dass wir die Kontonummer der Hilfsorganisation vor Ort möglichst weit verbreiten, denn unsere Unterstützung wird jetzt dringend gebraucht.” Mit dabei sind unter anderem Nico Bastian, Timo Bernhard, Philip Eng, Maro Engel, Sophia Flörsch, Hubert Haupt, Daniel Juncadella, Manuel Metzger, Nico Müller, Connor de Phillippi, Rene Rast, Mike Rockenfeller, Timo Scheider, Bernd Schneider, Bruno Spengler, Luca Stolz, Martin Tomczyk, Kelvin van der Linde, Sheldon van der Linde und Marco Werner. „Wir freuen uns aber über jeden Fahrer, egal ob Profi oder Breitensportler, der diese Solidaritätsaktion mit den Menschen in der Eifel unterstützt”, unterstreicht Timo Scheider. Die Organisatoren stehen mit dem Bürgerfonds im engen Kontakt. „Dadurch können wir sicher sein, dass jeder gespendete Euro auch den Opfern der Unwetterkatastrophe zugutekommt”, so Martin Tomczyk.

Wer die Menschen in der Eifel unterstützen möchte, sollte das Spendenkonto des Bürgerfonds der Verbandsgemeinde Adenau nutzen:

Kreissparkasse Ahrweiler
IBAN DE18 5775 1310 0000 1000 24
SWIFT MALADE51Ahr
Verwendungszweck: „Hochwasserhilfe #WirfuerdieEifel”
Weitere Konten und Infos: www.hochwasseradenau.de.

Für eine Spendenquittung bitte die vollständige Adresse bei der Überweisung mit angeben. Auch Sachspenden werden benötigt. Alle Infos zum Bedarf und Abgabestellen vor Ort gibt es unter www.nuerburgring.de.