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Ausländische Pflegekräfte stärken das Team des GK-Mittelrhein

Region/Mayen-Koblenz – Maximalversorger begrüßt Neuankömmlinge und bietet eigenen Vorbereitungskurs. „Bienvenido al GK-Mittelrhein“ und „Welcome to GK-Mittelrhein“ hieß es am vergangenen Donnerstag im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein. Sieben Pflegekräfte aus Mexiko, Kolumbien und Namibia wurden im Rahmen eines Willkommenstages begrüßt.

„Wir freuen uns, dass wir das Projekt nach langer Vorbereitungszeit und Planung jetzt starten können und heißen die neuen Kolleginnen und Kollegen herzlich Willkommen“, so Projektleiterin Savita Slavin, Standortverantwortliche Pflegedienstleiterin im Kemperhof. Um ihnen einen guten Einstieg ins Unternehmen zu bieten, wurden sie zunächst im Kemperhof offiziell begrüßt und haben einige wichtige Informationen erhalten. Nach einem kleinen Rundgang über das große Gelände, wechselte die Gruppe auch ans Ev. Stift, da sie auch dort im Einsatz sein werden. Mit einem leckeren Eis in der Hand sind sie dann am Nachmittag über das Deutsche Eck zurück nach Moselweiß geschlendert.

In den nächsten sechs Monaten erwartet sie dann der durch das Bildungs- und Forschungsinstitut Mittelrhein des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein (BFI) etablierte Vorbereitungskurs zur Anerkennung ausländischer Pflegekräfte, für den eine Zertifizierung vorhanden ist und in dem sie theoretischer Unterricht sowie praktische Einsätze auf Station auf die Kenntnisprüfung vorbereiten sollen. Zunächst können sie erste praktische Einblicke auf verschiedenen Stationen sammeln, bevor der Anerkennungskurs Anfang August dann offiziell startet. „Ich freue mich besonders darauf, in der Geburtshilfe zu arbeiten und eine neue Stadt kennenzulernen“, so die 29-jährige Leslie Ocana aus Mexiko. Ihre Motivation nach Deutschland zu kommen war zum einen das Reisen, aber auch die Suche nach einer Alternative zu ihrem nicht gut entlohnten Arbeitsverhältnis als Pflegekraft in Mexiko.

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Buch-Neuerscheinung: Bad Bertrich – Natur, Geschichte und Kultur

Bad Bertrich – 33 Jahre nach dem Erscheinen des letzten Ortsführers bringt das GesundLand Vulkaneifel am 16. Juli 2021 ein neues Handbuch über Bad Bertrich heraus. Geschrieben für ein modernes Publikum in unverbrauchter und anschaulicher Sprache gehen die beiden Autoren Peter Laux und Dr. André Uzulis auf Natur und Landschaft, die einzigartige Glaubersalzquelle und Europas ersten Landschaftstherapeutischen Park sowie auf die Geschichte und Kultur des Ortes ein. Herausgeber ist die GesundLand Vulkaneifel GmbH, die mit diesem Buch die bereits Anfang des 19. Jahrhunderts begonnene Tradition von Bertrich-Reiseführern fortsetzt.

Der wohl berühmteste Vorgänger des aktuellen Bandes ist ein Baedeker-Reiseführer über Bad Bertrich von 1847, zu dem kein geringerer als Alexander von Humboldt das Vorwort geschrieben hat. Das neue Buch ist zugleich Handbuch und Ortsführer. Es ist das Ergebnis einer mehrjährigen Forschungsarbeit in Archiven, bei der die Autoren umfangreiches und vielfach bislang unveröffentlichtes Quellenmaterial gesichtet und ausgewertet haben. Sie haben mit Experten aus vielen Fachrichtungen gesprochen und auf diese Weise eine Fülle von Informationen zusammengetragen, die ein aktualisiertes Bild von Bad Bertrich entstehen lassen.

Erstmals wird in einem Buch dieser Art auf die Geschichte des Ortes während des Dritten Reichs und im Zweiten Weltkrieg eingegangen. Auch die Entwicklung der vergangenen drei Jahrzehnte ist ausführlich dargestellt: der Bau der Umgehungsstraße, das Ende der „Sozialkur“ in den 1990er Jahren und die Folgen für den Kurort, die Fußballweltmeisterschaft 2006 mit der Einquartierung der Schweizer Nationalmannschaft sowie die Erfolge von Bad Bertrich im Pferderennsport. Ein eigenes Kapitel ist der Schriftstellerin Clara Viebig und ihrer ganz besonderen Beziehung zu Bad Bertrich gewidmet. Ausführlich wird der Bertrich-Roman „Auf vulkanischer Erde“ von Emmi Elert vorgestellt.

Die Autoren beschreiben alle wichtigen Sehenswürdigkeiten. Dargestellt sind auch die Wanderwege rund um Bad Bertrich einschließlich der ganz neuen HeimatSpur „Wasserfall-Erlebnisroute“ zum Klidinger Wasserfall, dem höchsten der Eifel, und anderen Höhepunkten. Der 2012 eröffnete erste Landschaftstherapeutische Park Europas im Römerkessel in Bad Bertrich wird erstmals in seiner Bedeutung und seinen Möglichkeiten mit den sieben Szenegärten und dem dahinterstehenden therapeutischen Ansatz in einem Buch beschrieben.

Aktuelle Fotos und eine Vielzahl historischer Aufnahmen machen aus dem Bad-Bertrich-Buch eine Fundgrube für jeden an dem Ort mit der einzigen Glaubersalzquelle Deutschlands Interessierten. Es ist ein unerlässlicher Begleiter für alle, die die Ortsgemeinde und ihre Umgebung im GesundLand Vulkaneifel entdecken wollen. Das Buch ist ab sofort in den GesundLand Tourist Informationen Daun, Bad Bertrich und Manderscheid sowie in ausgesuchten Buchhandlungen in der Region erhältlich.

Die Autoren:

Peter Laux wurde 1943 in Wittstock/Dosse in Brandenburg geboren und kam schon als Kind in die Heimat seines Vaters an die Mosel. Nach einem Berufsleben als Soldat und Zivilbeschäftigter im Technischen Dienst bei der Bundeswehr hat er sich einen Namen als Heimatforscher gemacht und an seinem Wohnsitz in Bad Bertrich-Kennfus ein umfangreiches heimatkundliches und familiengeschichtliches Archiv aufgebaut. Zur Heimatkunde und zur Familiengeschichte hat er auch mehrfach publiziert. Peter Laux führt seit vielen Jahren regelmäßig Gäste durch Bad Bertrich.

Dr. André Uzulis hat in Hannover und Lille (Frankreich) Geschichte, Politikwissen- schaft und Romanistik studiert. Er arbeitet als Journalist. 1965 in Hannover geboren, führte ihn sein Berufsleben an viele Stationen im In- und Ausland. 2014 kam er in die Eifel und ließ sich in Hontheim bei Bad Bertrich nieder. Buchveröffentlichungen (Auswahl): Die Bundeswehr. Eine politische Geschichte (2005), Hans Fallada. Biografie (2017), Stille Nacht, heilige Nacht. 200 Jahre ewiges Lied (2018), Landtag. Beobachtungen aus dem Maschinenraum der Politik (2019), Hermann Hesse. Biografie (2021). André Uzulis bietet als ausgebildeter Wanderführer (DWV) und Gesundheitswanderführer (DWV) Touren rund um Bad Bertrich an. Sein Interesse gilt neben Geschichte und Literatur auch der Ökologie und der Geologie der Eifel.

Peter Laux / André Uzulis

„Bad Bertrich – Natur, Geschichte und Kultur“

12,90 Euro

ISBN 978-3-00-068694-8

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Impfkampagne des Kreises Düren nimmt Fahrt auf

Düren – Die Woche des Impfens ist im Kreis Düren in vollem Gange. Am Samstag, 17. Juli war der Impfbus des Kreises am Miesheimer Weg in Düren im Einsatz. In den ersten anderthalb Stunden haben sich knapp 30 Menschen impfen lassen.

„Jede einzelne Impfung ist ein Erfolg“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Es ist genügend Impfstoff vorhanden, um jedem den wichtigen Schutz zu geben. Allein am Miesheimer Weg standen an diesem Morgen 650 Impfdosen bereit. „Wenn mehr Impfstoff gebraucht wird, können wir diesen auch organisieren“, sagt Daniel Braun, Leiter der Koordinierungseinheit Impfzentrum Kreis Düren.

Damit dies gelingt, stehen an diesem Tag auch sechs Dolmetscherinnen und Dolmetscher zur Verfügung, die neun Sprachen abdecken. Zudem ehrenamtliche Helfer der angrenzenden Pfarre. Mit Flyern und Broschüren ausgestattet, informieren sie die Impfwilligen und klären über den Ablauf auf. Nach dem Ausfüllen der Formulare, wird die Impfung in einem umgebauten Bus der Rurtalbus GmbH durch einen Arzt vorgenommen, zwei medizinische Fachkräfte, drei Kräfte der Kassenärztlichen Vereinigung, zwei Bundeswehrsoldaten und das Deutsche Rote Kreuz unterstützen ihn dabei.

Insgesamt wurden durch den Einsatz des Impfbusses schon rund 300 Menschen geimpft. „Das ist ein gutes Ergebnis. Wir sind froh, dass die Menschen das Angebot wahrnehmen“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Aus diesem Grund wird der Impfbus weiterhin unterwegs sein, um auch in den Kommunen ein zuverlässiges und vor allem ukompliziertes Impfangebot zu unterbreiten. Zu den Impfungen bitte immer den Personal- und Impfausweis mitbringen. Der Bus wird in vier Wochen wieder die gleichen Orte anfahren, um die zweite Impfung vorzunehmen, Termine erhalten die Geimpften vor Ort.

Hier noch einmal die weiteren Stationen des Impfbusses im Überblick:

Sonntag (18.7.):

9 – 13 Uhr:  Jülich- Brückenkopfpark – Rurauenstraße

14 – 18 Uhr: Düren – Annakirmesplatz – Sommer Spezial – Landwirtschaftsschule

Montag, 19.7.

10 – 13 Uhr: Langerwehe – Steinchen 2 – Supermärkte

14 – 18 Uhr: Merzenich – Bahnhof

Dienstag, 20.7.

10 – 13 Uhr: Titz – Heinrich-Gossen-Straße – Supermärkte

14 – 18 Uhr: Aldenhoven – Am alten Bahnhof – Supermärkte

Mittwoch, 21.7.

11 – 14 Uhr: Niederzier – Neue Mitte – Supermärkte

15 – 19 Uhr: Düren – neue Jülicher Straße, Haltestelle Bretzelnweg, Nordpark

Donnerstag, 22.7.

10 – 14 Uhr: Düren – Grüngürtel/Goebenstraße

15 – 18 Uhr: Mariaweiler – Schulhof/Busspur Anne-Frank-Gesamtschule

Freitag, 23.7.

13 – 16 Uhr: Düren – Miesheimer Weg/Zülpicher Straße

16.30 – 22 Uhr: Düren – Marktplatz

Samstag, 24.7.

10 – 13 Uhr: Vettweiß – Gereonstraße 137 – Supermärkte

14 – 19 Uhr: Düren – Fehlender Feld 11 – Bauhaus

Sonntag, 25.7.

10 – 13 Uhr: Satellitenviertel – Im Bereich Nörvenicher Straße 42

14 – 19 Uhr: Annakirmesplatz – Sommer Spezial – Landwirtschaftsschule

Aktuell sind im Kreis Düren 53 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Inzidenz beträgt 12,5. Die Entwicklung der Fallzahlen im Kreis Düren gibt es wie immer unter www.kreis-dueren.de/coronazahlen.

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Ministerpräsident Armin Laschet hält Ansprache an Bürgerinnen und Bürger anlässlich der Unwetter-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Ministerpräsident Laschet: Wenn man alles verloren hat, ist das Einzige, was einem bleibt, die Hilfe der Anderen. Die Staatskanzlei teilt mit: Anlässlich der Unwetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen wendet sich Ministerpräsident Armin Laschet in einer Ansprache am heutigen Sonntag, 18. Juli 2021, an die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen. Die fünfminütige Ansprache wird um 19.55 Uhr im WDR Fernsehen ausgestrahlt.

Die Ansprache im Wortlaut: Wenn man alles verloren hat, ist das Einzige, was einem bleibt, die Hilfe der Anderen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, was ich in den letzten Tagen gesehen und gehört habe, übersteigt jede Vorstellungskraft. Die Bilder unserer verwüsteten Heimat werden uns alle nicht mehr loslassen.

In welcher Geschwindigkeit und mit welcher Wucht die Wassermassen Existenzen zerstört und Leben vernichtet haben, ist unvorstellbar und doch Realität.

Und die Katastrophe ist noch nicht vorbei. Noch immer sind zehntausende Menschen ohne Strom oder Trinkwasser, immer noch sind über 20.000 Helferinnen und Helfer im Einsatz, viele Menschen gelten noch als vermisst. An vielen Orten steht noch das Wasser, viele Häuser sind akut einsturzgefährdet – und ich bitte Sie eindringlich: bringen Sie sich nicht in Gefahr!

In Nordrhein-Westfalen haben mindestens 46 Menschen ihr Leben verloren, in unserer ganzen Region mit Rheinland-Pfalz, Belgien und den Niederlanden sind es inzwischen mehr als 200.

Ich denke an Oliver Diehl, 46 Jahre alt, Feuerwehrmann in Altena. Als er auf dem Weg war, Menschen zu retten, wurde er selbst von den Fluten weggerissen.

Ich habe heute mit seiner Frau gesprochen. Sie hat mir erzählt, dass ihr Mann jungen Menschen Werte vermitteln wollte. Er wollte ein Vorbild sein. Er ist noch mehr. Er ist ein Held. Er steht stellvertretend für die Tausenden, die jeden Tag ihren Dienst tun und Leib und Leben riskieren. Und er ist nicht der einzige Helfer, der ums Leben gekommen ist.

Vor einigen Tagen traf ich eine junge Frau in Stolberg, die mich in die Wohnung ihrer Mutter führte. Ein einziger Trümmerhaufen. Sie lebte von den Erinnerungen an ihren verstorbenen Mann, die Möbelstücke, die Fotoalben, sie hat alles verloren.

Heute hat mir der Bürgermeister von Stolberg erzählt, dass er sie getroffen hat – sie ist bereits wieder unterwegs, um anderen Menschen zu helfen.

In Erftstadt brach ein Pferdebesitzer in Tränen aus, als er mir erzählte, wie er noch untertauchend versucht hat, die Pferdeboxen zu öffnen, damit die Tiere herausschwimmen konnten.

Und das alles passiert auch noch mitten in der Pandemie. Viele Menschen, die durch Corona ohnehin schon vereinsamt sind, hatten Hoffnung geschöpft – ihnen hat die Flut auch noch das letzte unter den Füßen weggerissen. Auf diese Menschen müssen wir jetzt besonders achten.

Ich bin tief beeindruckt über die beispiellose Hilfsbereitschaft in unserem Land Nordrhein-Westfalen. Menschen stehen zusammen – in den großen und den kleinen Schicksalen.

Zu Hunderten gehen die Menschen in die Katastrophengebiete, mit Pumpen, Generatoren, Wasserfässern – oder einfach nur mit Lappen, Besen und Schaufel und packen an.

Selten ist mir der Sinn des Wortes „Mit-Bürger“ so deutlich geworden. Es ist bürgerlich sich für das Wohl der anderen einzusetzen – nicht nur an sich zu denken, sondern an die Gemeinschaft. Dieses bürgerschaftliche Engagement, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder im Verein, von manchen zuweilen belächelt, ist lebensrettend.

Es macht mich daher wütend, wenn ich höre, dass gerade jetzt Menschen in ihre verwüsteten Häuser zurückkehren und feststellen, dass Plünderer das wenige gestohlen haben, was ihnen noch geblieben ist.

In Eschweiler sind drei Verdächtige verhaftet worden. Sie sitzen bereits in Untersuchungshaft. Wir werden ein solches Verhalten nicht dulden.

Als Land tun wir alles, um jetzt die direkten Auswirkungen der Katastrophe in den Griff zu bekommen. Die Krisenstäbe tagen rund um die Uhr.

Die Wunden dieser Tage werden wir aber noch lange spüren. Der Wiederaufbau wird Monate, ja Jahre dauern.

Eine Katastrophe von nationaler Tragweite braucht auch eine schnelle nationale Antwort. Daran arbeite ich unter Hochdruck mit den Kolleginnen und Kollegen in der Landes- und der Bundesregierung. Mit den Vertretern der betroffenen Städte und Gemeinden will ich in dieser Woche zusammenkommen, um zu beraten, wie wir die Finanzhilfen ausgestalten, um schnell unsere Heimat wiederaufzubauen.

Drei Dinge sind jetzt wichtig:

Erstens: Wir müssen akut und in der Not helfen. Das tun wir – mit allem, was wir können, so schnell es geht.

Zweitens müssen wir alles tun, um unsere Heimat vor künftigen Unwetterereignissen zu schützen. Wir müssen Dämme bauen, Rückhaltebecken, Wasserreservoirs, Flächen renaturieren – Schutz nicht nur am Rhein, sondern auch an den großen und den vielen kleinen Flüssen überall im Land.

Kurz: Natur, Umwelt, Leib und Leben schützen – quasi das Immunsystem unserer Heimat stark machen, damit wir besser gegen Wetterextreme gewappnet sind.

Und drittens: Die Häufigkeit und die Wucht solcher Katastrophen sind auch eine Folge des Klimawandels. Den müssen wir hier und weltweit schneller und konsequenter bekämpfen. Das Klima gewährt keinen Aufschub.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Bundespräsident hat gestern gesagt, dass vielen nur eines geblieben ist: die Hoffnung – und die dürfen wir jetzt nicht enttäuschen. Ich wünsche Ihnen viel Kraft, halten Sie durch. Ich verspreche Ihnen, wir lassen Sie nicht allein!

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Landesimpf-Zentrum Grafschaft-Gelsdorf im Kreis Ahrweiler ab sofort dauerhaft außer Betrieb

Ahrweiler – Aufgrund der örtlichen Starkregen- und Hochwasserkatastrophe und der kreisweit nachhaltig geschädigten Infrastruktur ist das Landesimpfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf nicht mehr funktionsfähig und wird nach Abstimmung mit dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz ab sofort dauerhaft keine Impfungen mehr durchführen.

Alle vereinbarten Erst- und Zweitimpftermine können am Tag des Termins ohne weitere Anmeldung oder Registrierung bis auf Weiteres in einem der Nachbarimpfzentren wahrgenommen werden, wahlweise in: Koblenz CGM-Arena, Jupp-Gauchel-Straße 10, 56075 Koblenz; Mayen-Koblenz Heinz-Gries-Straße 1, 56751 Polch; Rhein-Lahn-Kreis Koblenzer Straße 27-29, 56112 Lahnstein; Neuwied Erlenstraße 1-9, 56587 Oberhonnefeld; Vulkaneifel, Am Viehmarkt 5, 54576 Hillesheim. Die von den Terminänderungen betroffenen Personen erhalten kurzfristig eine entsprechende E-Mail-Benachrichtigung durch die Impfdokumentation RLP.

„Wir danken den benachbarten Impfzentren sowie den zuständigen Stellen des Landes, die angesichts der Ausnahmesituation im Kreis sofort ihre Unterstützung zugesichert und eine schnelle, unbürokratische Lösung für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger im Kreis angeboten haben“, erklären Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Impfzentrumskoordinator Fabian Schneider.

Da das Coronavirus weiterhin gegenwärtig ist, werden ungeachtet dessen mobile Strukturen aufgebaut, die den betroffenen Menschen im Kreis Ahrweiler die Impfungen näher bringen sollen. Denn klar ist: Auch viele niedergelassene Haus- und Fachärzte können bereits vereinbarte Impftermine aufgrund der eigenen Betroffenheit nicht mehr durchführen. Weitere Informationen hierzu folgen.

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Kreisverwaltung Euskirchen vorübergehend geschlossen

Euskirchen – Die Kreisverwaltung verfügt aktuell noch immer über keinen Internetanschluss. Unsere Kommunikationsmöglichkeiten und Erreichbarkeiten sind weiterhin stark eingeschränkt. Die gewohnten Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger können derzeit nicht angeboten werden.

Die Kreisverwaltung bleibt daher für den Kundenverkehr geschlossen. Die Mitarbeitenden werden für weitere Aufgaben im Rahmen der Krisenbewältigung eingesetzt.

 

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Land übernimmt Einsatzleitung im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Gemäß Paragraph 24 Absatz 2 des Landes-Brand- und Katastrophenschutzgesetzes hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier die Einsatzleitung übernommen. Technischer Einsatzleiter ist der Präsident der ADD Trier, Thomas Linnertz.

Die dramatische Lage im Kreis Ahrweiler übersteigt nach den Worten von Landrat Dr. Jürgen Pföhler die Leistungsfähigkeit des Kreises erheblich. Gründe dafür sind unter anderem die weiter steigenden Opferzahlen sowie die wahrscheinlich auf Wochen und Monate fehlende Infrastruktur, besonders in den Bereichen Wasser und Energie.

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Besuch der Bundeskanzlerin in Schuld im Kreis Ahrweiler

Schuld/Region/Mainz – Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankte Bundeskanzlerin Angela Merkel für deren Besuch in den vom Hochwasser besonders getroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz. Nachdem bereits Vizekanzler Olaf Scholz vor Ort war, sei dies ein wichtiges Signal der Solidarität mit den Hochwasseropfern und den betroffenen Regionen. „Das Leid ist unfassbar. Wir trauern um die Toten. Unsere tiefe Anteilnahme gilt denen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Wir leiden mit denen, die ihr Zuhause verloren haben, die Schutt und Schlamm aus ihren Häusern und Wohnungen schaffen müssen und oftmals gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Es ist wichtig, dass sie wissen, dass Bund und Land hinter ihnen stehen. Ich bin Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Olaf Scholz deshalb sehr dankbar für deren Besuch. Das ist ein wichtiges Signal der Hoffnung“, sagte die Ministerpräsidentin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich ebenfalls tief betroffen von den schockierenden Bildern in Schuld. “Die deutsche Sprache kennt kaum Worte für die Verwüstung, die hier angerichtet ist”, sagte die Bundeskanzlerin an die Opfer des Hochwassers gerichtet, “wir stehen an Ihrer Seite”.

Sie versprach, dass Bund und Länder Hand in Hand arbeiten werden, “um die Welt wieder Schritt für Schritt in Ordnung zu bringen in dieser wunderschönen Gegend”. Glücklicherweise sei Deutschland ein starkes Land. “Wir werden uns dieser Naturgewalt entgegenstemmen – kurzfristig, aber auch mittel- und langfristig”. Die Bundesregierung werde am Mittwoch ein Programm für schnelle Hilfen verabschieden.

Beeindruckt zeigte sich die Bundeskanzlerin von der enormen Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft für die betroffenen Regionen. Es sei beruhigend, zu sehen, wie die Menschen in dieser Situation zusammenhalten. Bauunternehmer, Landwirte, Einzelhändler, Freiwillige Feuerwehren aus dem ganzen Land, Privatpersonen: Zu Hunderten hätten sich die Menschen auf den Weg in das Katastrophengebiet gemacht um, anzupacken. „Es sind so viele, dass nicht alle koordiniert werden konnten. Ihnen will ich sagen: Wir brauchen Sie alle! Aber es funktioniert nicht mit allen zur gleichen Zeit“, sagte Malu Dreyer. Schäden beseitigen, Aufräumen, Wiederaufbauen, das alles werde noch lange Zeit brauchen. „Ich bitte Sie: Vergessen Sie die Not hier auch dann nicht“, appellierte die Ministerpräsidentin tiefbewegt an die vielen Hilfswilligen. Ausdrücklich dankte sie den Rettungs- und Einsatzkräften für deren unermüdlichen Einsatz in dieser schwierigen Situation. „Sie leisten Großes und das Land ist Ihnen für Ihren großartigen Einsatz zutiefst dankbar“, so Malu Dreyer.

„Gemeinsam mit der Ministerpräsidentin konnte ich Bundeskanzlerin Merkel heute in der Verbandsgemeinde Adenau das Ausmaß der Zerstörung zeigen, das die Unwetter-Katastrophe im Norden von Rheinland-Pfalz angerichtet hat. Derzeit beklagen wir 112 Tote und knapp 700 Verletzte, zahlreiche Menschen gelten nach wie vor als vermisst. Noch nie hat eine Naturkatstrophe unser Land in einem solch schlimmen Ausmaß getroffen. Etliche Menschen stehen vor den Trümmern ihrer Existenz“, sagte Innenminister Roger Lewentz.  Der Landrat des Landkreises Ahrweiler habe die Landesregierung am Samstag darum gebeten, die Einsatzleitung für den Katastrophenschutz im Bereich Bad Neuenahr-Ahrweiler zu übernehmen, da die Herausforderungen mittlerweile die Möglichkeiten des örtlichen Katastrophenschutzes überstiegen. „Dieser Bitte sind wir umgehend nachgekommen. Seit Samstagabend wird die Einsatzleitung von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion als zuständiger Landesbehörde für den Katastrophenschutz wahrgenommen. Da die Landesbehörde bereits seit Freitag mit massiver Führungsunterstützung in die laufenden Einsätze des Landkreises eingebunden war, konnte ein unverzüglicher Übergang der Einsatzleitung erfolgen“, so der Innenminister.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer empfing Bundeskanzlerin Angela Merkel in der besonders von dem Hochwasser betroffenen Ortschaft Schuld. Gemeinsam mit Innenminister Roger Lewentz, Klimaschutzministerin Anne Spiegel und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt informierte sie die Bundeskanzlerin über die Hilfsmaßnahmen der Landesregierung und besprach mit den Verantwortlichen vor Ort weitere Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung. „Die Landesregierung steht an Ihrer Seite und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, Ihnen zu helfen, Leid zu mindern, Schäden zu reparieren und Strukturen wieder aufzubauen“, betonten Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Klimaschutzministerin Anne Spiegel und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt.

Die Ministerpräsidentin wies außerdem auf die Anstrengungen des Landes im Bereich des Hochwasserschutzes hin. „Wir tätigen seit Jahren erhebliche Investitionen in den Hochwasserschutz: Allein in den vergangenen 25 Jahren flossen insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro in diesen Bereich“, sagte die Ministerpräsidentin. Im Ahrtal seien in abflussverbessernde Maßnahmen in der Ahr sowie in lokale Rückhaltungen für einzelne Ortslagen rund 16 Millionen Euro investiert worden.

Der Ortsbürgermeister von Schuld, Helmut Lussi, beschrieb das enorme Ausmaß der Schäden in Schuld: „Ganze Häuser sind weggespült, Straßen meterhoch voll mit Bäumen, Schutt und Unrat, fast alle Brücken hier in Schuld sind beschädigt oder ganz kaputt und unpassierbar. Die Ahr hat die Landschaft und das Ortsbild fast unkenntlich gemacht.“ Er wies darauf hin, dass die Schäden an Infrastruktur und Privatem sich nach einer ersten Schätzung auf rund 48 Millionen Euro beliefen. „Als Bürgermeister der Ortsgemeinde Schuld appelliere ich an Sie, Frau Bundeskanzlerin und Frau Ministerpräsidentin: Wir brauchen die Unterstützung jetzt und für den Rest des Jahres. Wir sind auf die Hilfe der Bundeswehr und des Technischen Hilfswerks angewiesen, wir brauchen jede Hand, jede Schaufel und die seelische Betreuung, um das hier zu bewältigen“, so Lussi.

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, Guido Nisius, betonte, dass es nicht nur Wochen, sondern Monate dauern werde, bis in den Ortschaften insbesondere an der Ahr wieder halbwegs bewohnbare Zustände herrschten. Trotzdem zeigte er sich zuversichtlich, dass die betroffenen Ortschaften wiederaufgebaut würden. „Wir Eifler hier im Adenauer Land, wir schwätzen nicht lange, wir handeln und wir packen an! Wir verzeichnen eine unglaubliche Hilfsbereitschaft – die Menschen stehen gerade in der Krise zusammen“, so Nisius. Allerdings benötige man weiter unbedingt Hilfe. „Die medizinische Grundversorgung, wie wir sie jetzt wiederhergestellt haben, muss erhalten bleiben. Zudem benötigen wir als akute Hilfe einen Hubschrauber mit Winde“, sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Er lud die Bundeskanzlerin, die Ministerpräsidentin und den Innenminister ein, die Region nach den Aufbauarbeiten noch einmal als Gast zu besuchen. „Gerne würde ich Ihnen dann auch die wunderschönen Seiten unserer Hocheifelregion zeigen“ so Nisius.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte, dass die Not der betroffenen Regionen eine Verpflichtung für das ganze Land sei. „Wir dürfen die Menschen nicht alleine lassen. Es ist unsere Verpflichtung, als solidarisches Gemeinwesen zusammen zu stehen und zu helfen. Hier ist bereits sehr vieles geleistet worden. Das ehrenamtliche Engagement, die Welle der Hilfsbereitschaft sind beeindruckend, aber es gibt noch sehr viel zu tun. Es wird Wochen, Monate, wenn nicht Jahre dauern bis die Schäden behoben sind. Schmerz und Leid werden viele für den Rest ihres Lebens begleiten. Wir werden sie in ihrer Not und ihrem Schmerz nicht allein lassen“, sagte die Ministerpräsidentin.

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Hilfe nach Hochwasser in Jülich – Hotline und Spendenkonto werden eingerichtet

Jülich – Das Hochwasser hat in Jülich teilweise große Schäden angerichtet. Das Wasser geht immer weiter zurück, aber das ganze Ausmaß der Schäden ist noch nicht absehbar.

Eine Welle der Hilfsbereitschaft zeigt sich in Jülich. Tatkräftig wird in den betroffenen Ortsteilen durch die Rettungskräfte und Nachbarschaftshilfe bei der Beseitigung der Schäden geholfen. „Das ist einfach großartig“, sagt Bürgermeister Axel Fuchs. „Wir sind dankbar für die hohe Spendenbereitschaft, die uns derzeit erreicht. Die Sachspenden müssen jedoch am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet werden und für die darüber hinaus gehende Aufnahme und Lagerung von Sachspenden stehen derzeit keine Kapazitäten zur Verfügung – weder räumlich noch personell.“

Hotline

Die Stadt Jülich beginnt ab Montag, 19. Juli, mit der Ermittlung des Bedarfs. Jeder, der Hilfe braucht, wird gebeten, sich an die Hotline unter der Telefonnummer 02461 – 63 605, hotline@juelich.de, zu wenden. Die Hotline wird von 8 bis 15.30 Uhr besetzt sein.

Es wird gebeten, Hilfsangebote ausschließlich an die Mailadresse hotline@juelich.de zu richten, damit die Telefonleitung frei bleibt für die Hilfesuchenden.

Spenden

Wer Geld für die Unterstützung der Hilfsbedürftigen spenden möchte, nutzt die Bankverbindung der Stadt Jülich: Sparkasse Düren, IBAN: DE44 3955 0110 0000 0254 11, BIC: SDUEDE33XXX. Bitte das Stichwort „Spende Hochwasser“ und für eine Spendenquittung zusätzlich die Adresse angeben.

Sperrmüll

Ein akutes Problem ist derzeit die Abholung des Sperrmülls aus den betroffenen Gebieten. Derzeit wird von der Stadt Jülich die Abholung des Mülls (Sperrmüll, Weißware und Haus- und Biomüll) organisiert. Es wird darum gebeten, vorab nach Möglichkeit die Weißware und größere Elektrogeräte vom sonstigen Müll zu trennen. Auch werden Spezialfirmen für die Entsorgung von ausgelaufenen Öl kontaktiert. Weitere Informationen hierzu werden folgen.

Rurdamm und Brücken

Der Rurdamm ist durch die Wassermassen aufgeweicht und derzeit noch gesperrt. Die Gefahr z.B. von umstürzenden Bäume ist gegeben. Das tatsächliche Ausmaß der Beschädigung an den Brücken kann derzeit nicht eingeschätzt werden. Bitte halten Sie sich vom Rurdamm und Brücken fern.

Der Brückenkopf Park ist derzeit für Besucher geschlossen. Die dort stattfindenden Ferienspiele werden in nicht betroffenen Bereichen fortgesetzt.

Die Stadt Jülich bedankt sich bei allen für die große und selbstlose Hilfsbereitschaft.

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Katastrophenfall im Eifelkreis Bitburg-Prüm aufgehoben

Bitburg – Am heutigen Sonntag gegen 13:45 Uhr wurde in Abstimmung mit dem Kreisbeigeordneten Rudolf Rinnen der Katastrophenfall für den Eifelkreis Bitburg-Prüm aufgehoben. Die Warnstufe wurde von 5 auf 3 herabgesetzt.

Es sind noch vereinzelt Kräfte in den Verbandsgemeinden im Einsatz; diese werden von den örtlichen Verwaltungen und Feuerwehren koordiniert.

Die Technische Einsatzleitung im Katastrophenschutzzentrum in Bitburg hat ihre Arbeit somit beendet. Das Bürgertelefon stellt vorerst seinen Dienst ein. Weitere Anliegen der Bürger werden von der Kreisverwaltung koordiniert.

Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen der Unwetterkatastrophe.