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Nordrhein-Westfalen steht zusammen: Aktion „NRW hilft“ ins Leben gerufen

Region/Düsseldorf – Landesregierung und Hilfsorganisationen richten gemeinsames Spendenkonto für Betroffene der Hochwasserkatastrophe ein. Die Staatskanzlei teilt mit: Unter dem Slogan „Nordrhein-Westfalen steht zusammen“ hat sich auf Initiative von Ministerpräsident Armin Laschet die Aktion „NRW hilft“ formiert, in der sich die großen Hilfsorganisationen im Land zu einem Spendenbündnis zusammenschließen. Es wurde ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet, um die enorme Spendenbereitschaft in Nordrhein-Westfalen an einer zentralen Stelle zusammenzuführen.

Ministerpräsident Armin Laschet: „Die Einsatzbereitschaft der Menschen vor Ort und die Hilfe aus der Bevölkerung nach dieser fürchterlichen Katastrophe sind überwältigend. Mit den eingegangenen Sachspenden konnte bereits vielerorts die aktuelle Not der Betroffenen gelindert werden. Jetzt gilt es im nächsten Schritt mit der gemeinsamen Kraft und Unterstützung der Hilfsorganisationen Geldspenden zu bündeln und zielgerichtet an die Menschen weiterzugeben. Die Aktion „NRW hilft“ ist ein starkes Signal für die betroffenen Menschen in Nordrhein-Westfalen.“

Die Koordination der Aktion übernimmt das Deutsche Rote Kreuz. „Schnelle Hilfe ist das Gebot der Stunde“, so Dr. Fritz Baur, Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe. „Wir begrüßen die geplante Aktion des Landes ‚NRW hilft!‘ und werden diese engagiert unterstützen.“

Das Spendenkonto ist erreichbar unter:

Empfänger: NRW hilft

IBAN: DE05 3702 0500 0005 0905 05

Bank für Sozialwirtschaft

„NRW hilft“ ist eine Aktion bestehend aus regional und bundesweit tätigen Wohlfahrtsverbänden und Hilfsorganisationen. Gemeinsam mit der Landesregierung sollen mit der Aktion Geldspenden für betroffene Regionen und Opfer der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen gesammelt und zielgerichtet bereitgestellt werden. Die Aktion besteht aus:

Hilfsorganisationen:

Deutsches Rotes Kreuz Westfalen-Lippe

Deutsches Rotes Kreuz Nordrhein

Regional- und Landesgeschäftsstelle NRW Malteser Hilfsdienst

Johanniter-Unfall-Hilfe

Arbeiter-Samariter-Bund NRW

Deutsche Lebensrettungsgesellschaft Westfalen (DLRG)

Wohlfahrtsverbände

Diakonie Rheinland Westfalen Lippe

Vorstand AWO Bezirksverband Niederrhein und Leitung Landesarbeitsgemeinschaft NRW

Der Paritätische NRW

Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln

Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein K.d.ö.R.

Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe

Die Aktion „NRW hilft“ ist am gestrigen Montag, 19. Juli 2021, in einer digitalen Schaltkonferenz mit Hilfsorganisationen anlässlich der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen von Ministerpräsident Armin Laschet ins Leben gerufen worden. In dem Gespräch drückte der Ministerpräsident den Einsatzkräften der Hilfsorganisationen seinen tiefen Dank aus und informierte sich über die konkreten Bedarfe der Organisationen.

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Bäuerlicher Hilfsfonds hilft den notleidenden Bauern- und Winzerfamilien

Region/Mayen-Koblenz – Die Hilfsbereitschaft für in Not geratene Menschen der Hochwasserregionen Eifel/Mosel und insbesondere an der Ahr ist überwältigend. Viel ehrenamtliche Arbeitskraft und Unterstützung mit Schleppern und Maschinen, Gerätschaften, Lebensmittel- und Sachspenden haben die Region schon erreicht. Sehr viele Menschen haben aber buchstäblich alles verloren und sind in große existentielle Not geraten. Sie benötigen dringend und unbürokratisch Geld, um ihre finanziellen Nöte überwinden und das Notwendigste anschaffen zu können. Häufig müssen situationsbezogen Materialen eingekauft werden, um die wichtigsten Reparaturmaßnahmen durchführen zu können.

Der Bäuerliche Hilfsfonds für den Bereich des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau e.V. im nördlichen Teil von Rheinland-Pfalz hilft Bauern- und Winzerfamilien, die aufgrund außergewöhnlicher Umstände, insbesondere aufgrund von Naturkatastrophen, schnelle und unbürokratische Hilfe benötigen. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau trägt die Personal- und Sachkosten des im Jahr 2002 gegründeten Fonds, der ausschließlich Menschen in Not unmittelbar hilft. Jeder Euro kommt somit direkt den Bauern- und Winzerfamilien der Katastrophengebiete zugute. Die Entscheidungen über die zu gewährenden Unterstützungen der Bauern- und Winzerfamilien trifft ein eigens dafür berufenes Gremium.

Spendenkonto des Bäuerlichen Hilfsfonds. Stichwort „Starkregenkatastrophe“
IBAN-Nummer DE46 5776 1591 0124 0807 01
bei der Volksbank RheinAhrEifel

Spendenquittungen können ausgestellt werden. Achten Sie bitte auf den vollständigen Namen und die Adresse.

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Hochwasser: IHK Aachen koordiniert Hilfe für betroffene Betriebe

Aachen – Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen unterstützt Unternehmen in der Region, die von der Hochwasserkatastrophe besonders betroffen sind. Unter der Telefonnummer 0241 – 44600 werden Gewerbetreibende über Fördermöglichkeiten und rechtliche Ansprüche informiert. Darüber hinaus koordinieren die IHK-Experten unter dem Motto „Unternehmen helfen“ Angebote regionaler Betriebe, die beispielsweise mit Sach- oder Geldspenden unterstützen oder Gewerberäume, Geräte oder Personal kurzfristig zur Verfügung stellen.

Im Gegenzug sind vor allem Not leidende Kleinunternehmer aufgefordert, sich bei der IHK-Hotline zu melden. Was benötigen sie akut? Wie kann ihnen spontan geholfen werden, damit sie ihren Betrieb wieder aufnehmen oder am Laufen halten können? „Nach der Corona-Pandemie ist die verheerende Flutkatastrophe der zweite unverschuldete Tiefschlag, den Gewerbetreibende innerhalb weniger Monate stemmen müssen. Schnelle, unbürokratische Hilfe ist jetzt das Gebot der Stunde“, betont Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. „Sowohl Helfer als auch Betroffene können sich an unsere IHK-Hotline wenden. Wir vermitteln, koordinieren und unterstützen individuell.“

Zugleich appelliert Bayer an die Unternehmen aus den Kreisen Aachen, Euskirchen, Heinsberg und Düren: „Bitte spenden Sie für besonders betroffene Kleinunternehmer in unserer Region.“ Die IHK Aachen hat dafür extra ein Spendenkonto eingerichtet:

Industrie- und Handelskammer Aachen
IBAN: DE12 3905 0000 1073 7974 49
Verwendungszweck: Hochwasserhilfe

Das gespendete Geld wird die IHK Aachen in Absprache mit Vertretern ihres Präsidiums und Hauptausschusses, in dem ehrenamtlich engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region aktiv sind, an besonders Bedürftige als Mikrozuschuss weiterleiten, um ihnen sehr kurzfristig in den kommenden Tagen zu helfen.

Bereits am vergangenen Freitag hat Bayer gemeinsam mit IHK-Präsidentin Gisela-Kohl-Vogel in einem Offenen Brief NRW-Ministerpräsident Armin Laschet vorgeschlagen, ein Soforthilfe-Programm für von der Hochwasserkatastrophe besonders betroffene Unternehmen ins Leben zu rufen. Bayer ist überzeugt: „Diese Form der Unterstützung hat sich während der Corona-Pandemie bewährt und könnte jetzt schnell reaktiviert werden.“ Hierzu steht die IHK Aachen bereits im Austausch mit dem NRW-Wirtschaftsministerium.

Weitere Informationen zum Thema Hochwasser aktualisiert die IHK Aachen permanent auf ihrer Website unter www.aachen.ihk.de/hochwasser.

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Hochwasser: Die aktuelle Lage, Hilfsangebote und Spendenaktionen im Kreis Düren

Düren – Wenige Tage nach der Hochwasser-Katastrophe beruhigt sich die Lage im Kreis Düren. „Besorgt blicken wir jedoch auf unsere betroffenen Städte und Kommunen sowie Nachbarkreise und möchten einen Überblick der Hilfsangebote, Kontakte und Spendenaktionen verschaffen“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Der Kreis Düren unterstützt die umliegenden Kreise und Städte daher mit Katastrophenschutz-Einheiten, der Feuerwehr, dem THW, dem Rettungsdienst und Hilfsorganisationen.

So waren und sind zwei Einsatzeinheiten des Deutschen Roten Kreuzes sowie drei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug im Rhein-Erft-Kreis, der Malteser Hilfsdienst Düren war und ist in Stolberg und Nord-Düren auf der Wache tätig, der Malteser Hilfsdienst Jülich in Heinsberg, das Deutsche Rote Kreuz Jülich ist zur Versorgung der Feuerwehren in Jülich, Linnich und Titz im Einsatz sowie zur Versorgung und Unterbringung von THW-Einheiten an und in deren Wache in Jülich. Die Johanniter Unfallhilfe versorgt zudem Feuerwehren innerhalb des Kreises Düren.

Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren haben zudem in Eschweiler, im Rhein-Erft-Kreis, Zülpich und Euskirchen unterstützt, die THW-Ortsverbände in Jülich und der Städteregion Aachen. „Wir möchten uns bei allen Helfern und Einsatzkräften für ihre Unterstützung bedanken“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Und die Unterstützung ist groß. Denn neben den Hilfstätigkeiten der Einsatzkräfte haben sich über das Wochenende viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer auf den Weg in die betroffenen Gebiete gemacht. Fußballmannschaften haben ihre Sonntagsspiele abgesagt, um vor Ort zu helfen, viele weitere Freiwillige sind mit Traktoren, LKW und anderen Fahrzeugen und Geräten in die Schadensgebiete gefahren. Wieder andere haben Unterkünfte für Menschen und Tiere bereitgestellt und Lebensmittel, Sachspenden sowie finanzielle Unterstützung organisiert. „Wir halten zusammen und sind für die Menschen im Kreis Düren und darüber hinaus da. Das ist ein Lichtblick in all der Not“, sagt Landrat Spelthahn.

Wichtige Infos:

Rurtalsperre:

Die durch die Extremniederschläge der vergangenen Woche hervorgerufenen Überläufe an der Urft- und Rurtalsperre hatten sich aufgrund der sinkenden Zulaufwassermengen bereits am Samstag (17.7.) stark abgeschwächt. Die Rurtalsperre läuft seit Samstagnachmittag nicht mehr über. Am Samstag wurde das Stauziel erreicht, damit stoppt die Notentlastung. Heute Morgen lag der Wert bei 280,86 Meter über NN, er ist also binnen 48 Stunden schon über 1,50 Meter gefallen.

Wichtiger Hinweis: Der Wasserverband Eifel-Rur weist darauf hin, dass trotz der zurückgehenden Wassermengen auch in nächster Zeit die Wasserstände in allen Gewässern hoch bleiben werden, da aus den Einzugsgebieten immer noch Wasser in die Flüsse und Bäche nachläuft. Weiterhin ist eine hohe Abgabe aus der Rurtalsperre notwendig, um deren Pegel zu senken. Vor dem Betreten oder Befahren der Wasserflächen wird dringend gewarnt, da unter der Wasseroberfläche unerkannte Gefahren drohen können, und die Strömung vielerorts noch beträchtlich ist.

Wohnhilfe:

Um den Menschen, die ihre Wohnungen und Häuser derzeit nicht betreten können, zu helfen, hat der Kreis Düren die E-Mail-Adresse hochwasser-wohnhilfe@kreis-dueren.de eingerichtet. Menschen, die Ferienwohnungen/-häuser für Betroffene zur Verfügung stellen können, können sich dort melden. Die Angebote werden dann umgehend an die Krisenstäbe der betroffenen Kreise weitergeleitet, um den Menschen vor Ort schnell Hilfe zukommen zu lassen.

Informationen aus den Kommunen:

Inden:

Wer Hilfe sucht oder bietet:

Hotline 02465/7528927 (oder 02465/390) sowie per E-Mail: info@inden.de

Jülich:

Wer Hilfe sucht: 02461/63605 sowie hotline@juelich.de

Wer Hilfe bietet: Bitte ausschließlich über hotline@juelich.de

Spendenkonto: Stadt Jülich: Sparkasse Düren, IBAN: DE44 3955 0110 0000 0254 11, BIC: SDUEDE33XXX. Bitte das Stichwort „Spende Hochwasser“ und für eine Spendenquittung zusätzlich die Adresse angeben.

Alle, die keine Duschgelegenheiten haben: Der Fußballclub Columbia Drove 03 stellt Duschen im Jugendheim zur Verfügung.

Spenden: Annahme von Sachspenden in der Thum-Arena

Für die Betroffenen in Euskirchen und Erftstadt-Blessem sammelt die KG Löstije Dötzje Thum e.V Montag, 19.07.2021, um 18 Uhr in der Thum Arena Sachspenden, Lebensmittel und Tiernahrung

Aktualisierung der Anlaufstellen unter: www.kreuzau.de

Nideggen:

Nideggens Bürgermeister Marco Schmunkamp bittet alle Hilfebedürftigen und Helfer, sich über die zentrale Emailadresse schadensaufnahme@nideggen.de oder die Telefonnummer 02427/80998 mit der Stadt in Verbindung zu setzen. „Sie können sich mit allem, was Ihnen auf dem Herzen liegt, bei uns melden. Egal, ob es um kaputte Straßen, Sondermüll, Kinderbetreuung, Hilfsangebote oder Spenden geht“, so Schmunkamp. Von dort aus wird alles weitere koordiniert. „Es ist wichtig, dass die Fäden an einer Stelle zusammenlaufen.“

Düren:

Alle Infos auf: www.dueren.de/Hochwasserlage

Heimbach:

Wer Hilfe sucht: 02446-8080

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Kemperhof gratuliert 14 Hebammen zum Examen – Fast die Hälfte aller Absolventen bleibt im GK-Mittelrhein

Region/Mayen-Koblenz – Es ist geschafft: Stolz und motiviert blicken die frisch examinierten Hebammen auf drei Jahre voller Emotionen und spannender Erfahrungen zurück. Nach 1600 Stunden Theorie und 3000 Stunden Praxis sowie einem Examen mit schriftlichem, praktischem und mündlichem Teil sind die 14 Schülerinnen der Hebammenschule am Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein am Standort Kemperhof nun fertig ausgebildete Hebammen.

Künftig werden sie als Expertinnen für Schwangerschaft, Geburtshilfe und Wochenbettbetreuung viele Frauen während einer ihrer intensivsten Lebensphasen begleiten. Ein Teil wird freiberuflich tätig sein, unter anderem in der Region rund um Koblenz und Mayen, aber auch in Neuwied, Andernach und im Westerwald. „Im GK-Mittelrhein bleiben fast die Hälfte aller Absolventen – darauf sind wir besonders stolz. Alle jungen Damen haben während ihrer Ausbildung viel Engagement bewiesen und immer wieder gezeigt, dass sie es verstehen, den Beruf der Hebamme mit viel Disziplin, Liebe und Respekt auszufüllen“, berichtet Birgit Eultgem, die bereits seit Gründung vor über 25 Jahren Leiterin der Hebammenschule ist.

Die Schule gehört zum Bildungs- und Forschungsinstitut des GK-Mittelrhein und ist eine von nur dreien in ganz Rheinland-Pfalz. Sie bildet eigene Hebammenschüler in Theorie und Praxis aus und kooperiert darüber hinaus mit anderen Häusern und Einrichtungen – auch überregional. Für den Ausbildungsstart 2021 sind bereits alle Plätze belegt. Weitere Informationen zur Hebammenausbildung am GK-Mittelrhein und dem Ausbildungsstart 2022 gibt es online unter www.karriere-gk.de.

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Hochwasser: Überall sinken die Pegelstände, für Entwarnung aber definitiv zu früh

Region/Düsseldorf – Aus meteorologischer und hydrologischer Sicht sind keine weiteren Verschärfungen zu erwarten – Umweltministerin Heinen-Esser: Akute Hilfe ist weiterhin Gebot der Stunde. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW teilt mit: An allen Messstellen fallen die Wasserstände. Aktuell überschreitet keiner der insgesamt 175 Pegel mehr einen Wert, bei denen weitere größere Überflutungen bebauter Gebiete drohen. An drei Pegeln an der Rur (Altenburg, Jülich und Zerkall) besteht weiterhin die Gefahr der Überflutung einzelner Grundstücke. An zwei Pegeln (Stah/Rur und Bliesheim/Erft) sind weitere Überflutungen land- und forstwirtschaftlicher Flächen oder Verkehrsbehinderungen weiterhin nicht auszuschließen.

„Aber für Entwarnungen ist es definitiv noch zu früh. Akute Hilfe ist weiterhin das Gebot der Stunde, die Abwehr weiterer Gefahren für Leib und Leben. In der Folge gilt es die Hochwasser-Katastrophe mit Kommunen und Wasserverbänden zu analysieren, wo in der Vorsorge nachgesteuert werden kann und muss“, so Umweltministerin Ursula Heinen-Esser. Aus meteorologischer und hydrologischer Sicht seien keine weiteren Verschärfungen zu erwarten.

Auch die Lage an den Talsperren entspannt sich

Nach dem Stauanlagenverzeichnis gibt es 64 Talsperren in Nordrhein-Westfalen, die als Stauanlagen in Aufsicht der Bezirksregierungen sind. Teils besteht noch erhöhter Zufluss, aber keine Talsperre entlastet mehr über die Hochwasserentlastung. Auch an der Rur haben alle von den Talsperren beeinflussten Hochwassermeldepegel, wie auch die anderen Pegel im Rur Einzugsgebiet, aktuell eine fallende Tendenz. Auch an der Steinbachtalsperre konnte der Wasserstand sukzessive abgesenkt, damit auch die Gefährdung des Damms reduziert werden. Was den Rhein betrifft, liegt der Wasserstand am Pegel Köln aktuell bei 707 cm, Tendenz fallend. Am Pegel Duisburg-Ruhrort liegt der Wasserstand aktuell bei 850 cm.

Bereits am 12. Juli hatte das LANUV nach der ersten Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor großen Niederschlagsmengen seine Messnetzzentrale technisch und personell aufgestockt. Vornehmlich im Süden und Südwesten Nordrhein-Westfalens haben sich insbesondere am 14. und 15. Juli an zahlreichen Pegeln extreme Abflusszustände in einer Größenordnung eingestellt, die bis dahin noch nie gemessen wurden.

Schadensausmaß noch nicht abzusehen

Zahlreiche Menschen sind ums Leben gekommen, vielerorts sind Infrastruktur und Gebäude zerstört. Das Schadensausmaß ist derzeit noch nicht abzusehen. Das flächendeckende Hochwasser hat auch massive Folgen für die Landwirtschaft, Tiere sind verendet, Ernteausfälle sind absehbar. Ministerin Heinen-Esser hat heute unter anderem mit den Landwirtschaftsverbänden und der Landwirtschaftskammer zur Betroffenheit gesprochen. Für eine verlässliche Schätzung ist es noch zu früh.

Trinkwasserversorgung nicht gefährdet

Auch über Umweltschäden werden sich die Behörden erst in den kommenden Tagen und Wochen einen Überblick verschaffen können. Aufgrund der Hochwassersituation ist davon auszugehen, dass es in zahlreichen Gewässern zu Schadstoffeinträgen gekommen ist und kommen wird. Von zentraler Bedeutung ist die Sicherheit der Trinkwasserversorgung. Hier sind bisher keine Gefährdungen bekannt. Die für die Information der Wasserversorger wichtigen Messstationen am Rhein und auch die Messstation Hattingen an der Ruhr sind weiterhin in Betrieb und laufen störungsfrei. Die Wasserversorger werden über Befunde des LANUV über den Warn- und Alarmplan ständig informiert und können rechtzeitig entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Aktuelle Pegelstände und Lagebeurteilungen veröffentlicht das LANUV im Internet unter

https://luadb.lds.nrw.de/LUA/hygon/pegel.php?hochwasser=ja

Schadstoffeinträge in Gewässer:

https://www.lanuv.nrw.de/umwelt/umweltschadensfaelle/sonstige-umweltereignisse/2869-hochwassersituation-in-nrw-schadstoffeintraege-in-gewaesser

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Wachtberg hilft…

Wachtberg – Die Unwetter-Katastrophe hat in unseren Nachbarkommunen an Swist und Ahr, insbesondere in Rheinbach und Swisttal sowie im Gebiet Ahrweiler, unfassbare Schäden hinterlassen. Die Hilfsbereitschaft ist groß – auch unter den Wachtberger Bürgerinnen und Bürgern. Im Folgenden sind Infos zu Hilfsmöglichkeiten aufgelistet:

Sammelstelle für Hilfsgüter in der Aula der HDG-Schule – Kleidung, Lebensmittel, Hygieneartikel, Betten… die Spendenbereitschaft ist groß. Foto: Gemeinde Wachtberg/js

Sach- und Lebensmittelspenden

In der Gemeinde Wachtberg wurden zwei große Sammelstellen für Sach- und Lebensmittelspenden eingerichtet:

  • im Henseler Hof in Niederbachem durch die KG Rot-Gold-Niederbachem
  • in der Aula der Hans-Dietrich-Genscher-Schule in Berkum durch die Gemeinde Wachtberg.

In enger Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung und um diese beiden Sammelstellen zu bündeln, werden die Sammelstellen von Hans-Jörg Metze, dem zweiten Vorsitzenden der KG Niederbachem, koordiniert. Über diesen laufen die erforderliche Logistik und entsprechende Kontakte, um benötigte Güter in die betroffenen Regionen zu bringen. Unterstützt wird er hierbei von der Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde Wachtberg, Katja Ackermann.

Wichtig: Nur im Henseler Hof können benötigte Hilfsgüter abgegeben werden, die Sammelstelle in der Aula dient aktuell als Depot. Aktuell werden einzig solche Sachen angenommen, die dringend benötigt werden. Zurzeit werden Wasser, Konserven (auch Dosenöffner), kalt verzehrbare Lebensmittel, Babynahrung, Hygieneartikel, Schaufeln, Handschuhe und Gummistiefel gebraucht. Kleidung jeglicher Art wird nicht mehr angenommen (Stand: 19.07.2021). Tagesaktuell sind die jeweiligen Bedarfe auf der Internetseite der KG Niederbachem http://rot-gold-niederbachem.de/ und auf deren Facebook-Seite abrufbar. In der Regel sind die Helfer im Henseler Hof in der Zeit von 12.00 bis 18.00 Uhr erreichbar.

  • Ansprechpartner*in:
    Hans-Jörg Metze, Tel.: 0151 62432697
    Katja Ackermann, Tel.: 0160 90501716, E-Mail: ackermann@wachtberg.de.

Bereitstellen von Wohnraum

Wer in Wachtberg Wohnraum für vom Hochwasser betroffene Personen bereitstellen kann und möchte, meldet sich bitte bei Katja Ackermann, Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde Wachtberg. Die Angebote werden in einer Liste zusammengefasst und dann weitergeleitet an die jeweiligen Krisenstäbe der betroffenen Gebiete.

Finanzielle Unterstützung / Spenden

Für die Opfer des Starkregens mit großflächigen Überschwemmungen vor allem in Swisttal und Rheinbach hat der Rhein-Sieg-Kreis zwei Spendenkonten (Stichwort: „Flut 2021“) eingerichtet:

  • Kreissparkasse Köln: IBAN DE54 3705 0299 0001 0694 48
  • VR-Bank Rhein-Sieg eG: IBAN DE78 3706 9520 1109 6900 11Für die Opfer der Unwetterkatastrophe im Kreis Ahrweiler hat die Kreisverwaltung Ahrweiler ein Spendenkonto (Stichwort „ Hochwasserhilfe“) eingerichtet:
  • Kreissparkasse Ahrweiler: IBAN DE 86 5775 1310 0000 3394 57

Helfereinsätze

Freiwillige Helfer, die in den vom Unwetter betroffenen Regionen mit anpacken wollen, können sich auf folgenden Internetportalen anmelden und registrieren:

Rhein-Sieg-Kreis: https://www.rhein-sieg-kreis.de/flut2021

Kreis Ahrweiler: https://kreis-ahrweiler.de/landkreis/lagebericht-starkregen-und-hochwasser-an-der-ahr/.

Kommunale Nachbarschaftshilfe

Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Wachtberg sind seit Mittwoch verstärkt in Rheinbach und Swisttal bei Rettungs- und Aufräumarbeiten im Einsatz. Bürgermeister Jörg Schmidt steht in engem Kontakt mit den Krisenstäben der betroffenen Kommunen im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. Derzeit werden weitere Einsätze koordiniert, u.a. Unterstützung von Aufräumarbeiten durch Mitarbeiter und Gerätschaften des Bauhofs der Gemeinde Wachtberg.

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Mayener helfen Mayenern: Finanzielle Hilfe für Opfer des Hochwassers – KSK spendet 30.000 Euro

Mayen – Bereits seit vielen Jahren hat Mayen den Fonds „Mayener helfen Mayenern“, der mit finanziellen Mittel da unterstützt, wo Menschen in Not geraten und Versicherungen oder soziale Leistungen nicht greifen.

Dieser Fonds steht auch Opfern des Hochwassers in Mayen zur Verfügung. Die Kreissparkasse Mayen selbst hat bereits 30.000 Euro für die von Hochwasser betroffenen Mayenerinnen und Mayener gespendet.

„Ich bin für diese großzügige Spende sehr dankbar, die selbstverständlich denjenigen zukommen wird, die die Hilfe dringend benötigen. Viele Menschen in Mayen sind vom Hochwasser betroffen und die Schäden teilweise noch nicht abzuschätzen“, so Oberbürgermeister Dirk Meid. „Jedoch erlebe ich auch gleichzeitig eine unglaubliche Solidarität und Hilfsbereitschaft – egal ob unter Privatpersonen, Mayener Unternehmen oder Einsatzkräften. Dafür möchte ich meinen Dank aussprechen.“

Wer ebenfalls gerne spenden möchte oder Hilfe braucht, kann sich bei Stefanie Frank melden. Die Mitarbeiterin ist erreichbar unter stefanie.frank@mayen.de oder telefonisch unter 884014.

Spenden können unter dem Verwendungszweck „Mayener helfen Mayenern“ an das städtische Konto bei der Kreissparkasse Mayen, (BLZ 576 500 10)  Kto.-Nr. 75 83, BIC: MALADE51MYN  IBAN: DE62 5765 0010 0000 0075 83, überwiesen werden. Wer eine Spendenquittung wünscht, kann seine Anschrift bei der Überweisung angeben oder seine persönlichen Adressdaten an Frau Frank übermitteln.

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Katastrophale Lage an Sauer und Kyll

Region/Trier-Land – Mehr als 4.000 Einsatzkräfte helfen – 3 Tage Katastrophenalarm im Kreis – Riesige Hilfsbereitschaft. Am vergangenen Mittwoch hat anhaltender Starkregen in der Eifel zu Überschwemmungen an der Sauer und an der Kyll geführt. Innerhalb kurzer Zeit stiegen die Pegel auf neue Rekordhöhen und überfluteten ganze Gemeinden. Am schlimmsten wurde die Gemeinde Kordel an der Kyll getroffen. Mehr als 300 Häuser standen im Wasser, 600 Einwohner waren betroffen. Auch in Ralingen, Wintersdorf und Langsur verwüstete das Wasser Gebäude. Trotz hoher Sachschäden waren bis zum Wochenende keine Toten zu beklagen.

Höchste Alarmstufe

Innerhalb kürzester Zeit stiegen die Pegel an. Während es in anderen Teilen des Kreises bei lokalen Überflutungen ohne größere Schäden blieb, wurde bald klar, dass Kyll und Sauer auf neue Rekordhöhen ansteigen würden. Noch am Mittwochabend wurde von Landrat Günther Schartz mit der Alarmstufe 5 der Katastrophenalarm ausgerufen. Die Technische Einsatzleitung (TEL) des Kreises errichtete in der Feuerwache Konz unter Leitung von Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Christoph Winckler ein Krisenzentrum ein. Rund um die Uhr wurden von hier die Einsätze an beiden Flüssen koordiniert und zahlreiche Hilfskräfte herbeigerufen. Erst am Sonntagabend konnte die TEL, die rund um die Uhr im Einsatz war, die Einsatzleitung an die Verbandsgemeinden übergeben. Schon früh war klar, dass trotz der Schäden im nördlichen Landkreis auch Hilfe in den noch schlimmer betroffenen Gebieten an der Ahr und der Nordeifel geleistet werden musste. Bereits am ersten Abend setzte sich ein Bereitschaftszug Richtung Salmtal in Bewegung. Am Sontag und Montag wurden weitere Einheiten in das Katastrophengebiet an der Ahr verlegt.

Kritisch war die Lage in Kordel, wo mit Hilfe der Bundeswehr ein überflutetes Altenheim evakuiert werden musste. Landrat Günther Schartz zeigte sich von der Leistung der Hilfskräfte beeindruckt: „Feuerwehren aus den zahlreichen Gemeinden aus ganz Rheinland-Pfalz und dem Saarland, Bundeswehr, Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, DLRG und viele mehr haben sofort fantastisch zusammengearbeitet. Besonders die Unterstützung durch Fachkräfte des Regierungsbezirks Karlsruhe war hierbei eine unschätzbare Hilfe. Allen Helferinnen und Helfern danke ich im Namen der Betroffenen für diese Hilfeleistung. Mein Dank gilt aber auch den Bürgerinnen und Bürgern selbst, die angepackt, sich gegenseitig geholfen und eine unglaubliche Hilfs- und Spendenbereitschaft gezeigt haben,“ so Schartz.

Mit den Überflutungen einher ging ein lang anhaltender Stromausfall in weiten Teilen der VG Trier-Land. Auch die Trinkwasserversorgung wurde unterbrochen. Erst ein mit Mühe herbei geschafftes Notstromaggregat setzte die Trinkwasserpumpen wieder in Gang und füllte die Hochbehälter.

Zwischenzeitlich hatte die Einsatzleitung des Kreises in enger Abstimmung mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Trier-Land, Michael Holstein, weitere Einsatzkräfte angefordert. Oberste Priorität hatte zunächst die Rettung von Menschenleben. Gerüchte über in der reißenden Sauer treibende Personen bestätigten sich nicht, so dass bis Redaktionsschluss keine Meldungen über Tote oder vermisste Personen vorlagen.

Mit sinkenden Pegeln begannen zunächst die Arbeiten an der Wiederherstellung der Strom- und Trinkwasserversorgung. Dann starteten die Aufräumarbeiten. Am Freitag und Samstag wurden ungezählte Ladungen von Müll und Schutt durch Feuerwehr, THW, private Firmen und Landwirte abgefahren, um Zugang zu allen Straßen und Gebäuden zu schaffen.

Zugleich hob eine überwältigende Hilfs- und Spendenbereitschaft der Kreisbevölkerung an. Sachspenden wurden in kürzester Zeit im Bürgerhaus Aach und in Kenn zusammengetragen.

Während all der Arbeiten begleitete Landrat Günther Schartz, der sich entweder in den betroffenen Gemeinden oder im Krisenstab aufhielt, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Oppositionsführer Christian Baldauf bei Besuchen in Kordel.

Am Sonntag zeichnete sich eine Entspannung der Lage im Kreis ab. Das Krisenzentrum in Konz wurde Montagfrüh abgebaut. „Jetzt gilt es dort zu helfen, wo eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes die Menschen getroffen hat“, so Schartz. Seit Anfang der Woche werden Hilfskräfte aus dem Kreis an die Ahr verlegt. Für die kommenden Tage zeichnet sich ab, dass die Hilfeleistungen in der Katastrophenregion an der Ahr und anderen Gebieten der Nordeifel konzentriert werden müssen.

„Für mich war es gerade bei den Gesprächen mit den Betroffenen vor Ort überwältigend zu erleben, wie man sich trotz persönlicher Betroffenheit gegenseitig hilft“, sagt Schartz.

Soforthilfe für Hochwasseropfer

Spendenkonto

Inhaber: Verbandsgemeinde Trier-Land

IBAN: DE13 5855 0130 0001 1273 80

BIC: TRISDE55XX

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Westnetz arbeitet mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Stromnetze im Landkreis Ahrweiler

Ahrweiler/Saffig – Zerstörte Infrastruktur erschwert Arbeiten im Landkreis Ahrweiler. Verteilnetzbetreiber stellt Stromversorgung im Ahrtal zum Teil provisorisch her. Teilweise kompletter Wiederaufbau der Netzinfrastruktur erforderlich. Durch die Flutkatastrophe im Landkreis Ahrweiler ist die Netzinfrastruktur in vielen Ortschaften zusammengebrochen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz arbeiten seit dem vergangenen Mittwoch mit Hochdruck an der Wiederversorgung der betroffenen Orte und der Wiederherstellung der Stromnetze. Das Unwetter hat im Landkreis enorme Schäden in der Stadt Sinzig und in Orten der Verbandsgemeinden Altenahr und Adenau angerichtet. Derzeit sind noch rund 10.000 Einwohner von einer Versorgungsunterbrechung betroffen. Westnetz hat jedoch innerhalb kürzester Zeit im Netzgebiet der Rauschermühle rund 80 Prozent der vom Unwetter betroffenen Gebiete wieder provisorisch mit Strom versorgen können.

In Sinzig sind zurzeit vier Ortsnetzstationen außer Betrieb und somit rund 1.000 Einwohner ohne Strom. Der Verteilnetzbetreiber hat in den letzten Tagen bereits einzelne Stadtteile von Sinzig provisorisch wieder mit Strom versorgt und wird die Störung der nicht funktionsfähigen Ortsnetzstationen sukzessive beheben.

Im Ahrtal hat Westnetz die Wiederversorgung einzelner Ortsgemeinden aufgrund der Zerstörung der Infrastruktur noch nicht vollständig wiederherstellen können. Darunter zählen die Ortschaften Ahrbrück, Altenahr, Antweiler, Dernau, Dümpelfeld, Insul, Mayschoß, Müsch, Rech und Schuld. Zahlreiche Stromanlagen existieren nicht mehr oder sind stark beschädigt. Wo noch vorhandene Anlagen nach sinkendem Wasserstandpegel wieder betreten werden können, sind vor einer Zuschaltung Vorbereitungen nötig. Die Anlagen müssen auf Schäden kontrolliert, die technischen Betriebsmittel gereinigt oder auch getrocknet und auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Wo nötig, müssen Anlagenteile repariert oder ersetzt werden. Diese Vorbereitungen sind zwingend notwendig für eine zuverlässige Wiederversorgung und Voraussetzung für sicheres Arbeiten in elektrischen Anlagen. Ein Großteil der Stromanlagen wurde jedoch durch die Flut im Ahrtal komplett vernichtet.

Westnetz ist bestrebt, die unversorgten Ortsgemeinden, wo möglich, mit provisorischen Anlagen zu versorgen. Denn der Wiederaufbau eines festen und stabilen Stromnetzes entlang der Ahr wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Netzmonteure bauen zurzeit in Dernau eine mobile Schaltanlage auf, welche eine durch die Flutwelle vernichtete Ortsnetzstation ersetzen soll. Die mobile Schaltanlage ermöglicht wiederum eine Zuschaltung weiterer Stationen, so dass der Strom in Teilbereichen von Dernau voraussichtlich bald wieder fließen kann. In der Ortsgemeinde Fuchshofen wurde bereits am Sonntag eine Stromversorgung provisorisch wiederhergestellt. Die nächsten Tage wird Westnetz die Arbeiten zur Wiederversorgung in den Ortschaften entlang der Ahr schrittweise fortsetzen, sofern die Straßenverhältnisse es zulassen.

Aktuell hat Westnetz die Anzahl der Monteure im Katastrophengebiet weiter aufgestockt. Zusätzliche Kollegen und Kolleginnen aus dem Konzern und Partnerunternehmen unterstützen die Arbeit im Katastrophengebiet. Grund dafür: Nach den Arbeiten an den Knotenpunkten muss jede einzelne Anlage bis hin zu den einzelnen Haushalten persönlich in Augenschein genommen werden. Nur so kann eine gefahrlose und stabile Wiederanschaltung garantieren werden.

Der Verteilnetzbetreiber Westnetz ist in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden, mit örtlichen Krisenstäben und den Behörden. Die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Anwohnerinnen und Anwohner hat höchste Priorität. Westnetz bittet alle Bürgerinnen und Bürger den Energieverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren, da die Versorgung vorerst nur provisorisch aufgebaut werden kann.