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Bundeskanzlerin zu Besuch in der Eifel – Experten beurteilen Immobilien

Blankenheim/Schleiden/Bad Münstereifel – Hochwasseropfer können sich für eine Bauzustandsbetrachtung und Hilfe bei der Gefahrenabwehr (Stromabschaltung) an die ehrenamtliche Akutberatung wenden, die Stefan Lippertz, der Leiter der Immobilienabteilung der VR-Bank Nordeifel, um sich geschart hat: Tel. (0 24 45) 95 02 628 oder (0 24 45) 95 02 629 – Auch weitere Fachleute, die ehrenamtlich mitmachen, sollen sich umgehend melden.

Stefan Lippertz, der Leiter der Immobilienabteilung der VR-Bank Nordeifel, und seine Kollegin Susanne Hampel (v.l.) vermitteln unter Tel. (0 24 45) 95 02 628 oder (0 24 45) 95 02 629, oder immobilien@vr-banknordeifel.de, ehrenamtliche fachkundige Bauzustandsbetrachtung. Rechts Anja Tümmler, die ebenfalls zum Beratungsstab gehört, und Frank Müller. Foto: Lisa Harnisch/VR-Bank Nordeifel/pp/Agentur ProfiPress

Bauexperten helfen ehrenamtlich Hausbesitzern im Hochwassergebiet, den Zustand ihrer Gebäude nach den verheerenden Überschwemmungen richtig einzuschätzen. Um sich geschart hat diese Akutberatung Stefan Lippertz, der Immobilienmanager der VR-Bank Nordeifel.

Dem ehrenamtlich arbeitenden Team gehören bislang Marcus Steib (Bauingenieur und Statiker von Schneider & Steib), Dominik Poth (Elektroniker-Meister, Bohnen und Mies), Guido Hubatsch (Beratender Ingenieur, Ingenieurbüro Hubatsch), Anja Tümmler (Sachverständige für Immobilien, VR Bank Nordeifel Immobilien) und Max Tischler (Bautechniker GundS Baukunst) an.

Stefan Lippertz: „Weitere Bauexperten aus allen Fachrichtungen werden gesucht, die sich uns ehrenamtlich anschließen, um den Menschen zu helfen.“ Insbesondere Elektriker, Baugrundgutachter und Statiker würden zurzeit für die „Akutberatung für Hochwassergeschädigte“ gebraucht, um insbesondere Standsicherheiten bei Gebäuden richtig einzuschätzen. Stefan Lippertz, der Leiter der Immobilienabteilung der VR-Bank Nordeifel, und seine Kollegin Susanne Hampel sind unter Tel. (0 24 45) 95 02 628 oder (0 24 45) 95 02 629 zu erreichen.

Lippertz: „Sie haben Risse am Haus, Ihre Haustechnik birgt eventuell Gefahren oder Sie haben ein freiliegendes Fundament? Wir können ihnen bei einer gravierenden Schadenserkennung helfen. Wir machen für Opfer ehrenamtlich eine fachkundige Bauzustandsbetrachtung.“

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Plünderer in Insul – Warnung vor Betrügern in evm-Shirts

Insul/Ahr – In der Ortsgemeinde Insul in der Eifel sind aktuell Plünderer mit T-Shirts der Energieversorgung Mittelrhein (evm) unterwegs. „Diese Betrüger sind keine Mitarbeiter der evm.

Wir verurteilen aufs Schärfste, wie die Plünderer die Not der Menschen ausnutzen um sich selbst zu bereichern“, erklärt evm-Unternehmenssprecher Christian Schröder. Die Polizei vor Ort ist informiert.

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Mobile Impfstandorte und – trupps in den Kreis Ahrweiler entsendet

Ahrweiler – Das verheerende Hochwasser von vergangenen Mittwoch, 14. Juli 2021, hat auch das Landesimpfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf sowie zahlreiche Arztpraxen zerstört oder schwer beschädigt. Impfungen werden seit dem gestrigen Dienstag, 20. Juli, durch mobile Impfbusse und -trupps fortgesetzt.

In der Zeit von 9 bis 16 Uhr kann jeder Impfwillige am Vorplatz des Ahrweiler Bahnhofs eine Erst- oder Zweitimpfung mit dem mRNA-Impfstoff von BionTech/Pfizer (Doppeldosis erforderlich) oder dem Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson bekommen. Dieses Angebot besteht unabhängig davon, ob eine bereits erfolgte Erstimpfung im Impfzentrum, beim Haus- oder Facharzt durchgeführt wurde. Das örtliche Impfangebot gilt auch für alle Helferinnen und Helfer, die im Kreis Ahrweiler unterstützen.

„Wir dürfen das Thema Corona-Schutzimpfung auch in dieser Situation nicht außer Acht lassen. Deswegen werden wir den Bürgern die so wichtigen Impfungen ‚näher‘ bringen, insbesondere in die besonders betroffenen Ortslagen“, betonen Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Impfzentrumskoordinator Fabian Schneider.

Ein besonderer Dank gilt den benachbarten Impfzentren, die sowohl die mobilen Impfbusse als auch die -trupps zusammenstellen und dezentrale Angebote ermöglichen. Unter Federführung des DRK Koblenz sowie des Impfzentrums Koblenz beteiligen sich maßgeblich die Impfzentren Mayen-Koblenz, Neuwied und Lahnstein. Auch das Land Rheinland-Pfalz hat die schnellen und unbürokratischen Impfungen ohne Terminvergabe und Registrierung stark unterstützt.

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Webseite online! Aktuelle Informationen zur Erdgas-Versorgung in vom Hochwasser betroffenen Gebieten

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) arbeitet mit Hochdruck daran, möglichst schnell alle vom Unwetter betroffenen Orte wieder mit Erdgas zu versorgen. Teilweise sind aber Straßen, Erdgasleitungen und Reglerstationen komplett zerstört, sodass der Wiederaufbau Wochen bis Monate dauern kann. Welche Orte bereits wieder versorgt werden und welche kurzfristig wieder versorgt werden können, hat das Unternehmen jetzt auf seiner Webseite veröffentlicht. „Wir sind tief betroffen von den Ausmaßen des Unwetters und versuchen, so gut es geht, zu helfen.

Ein wichtiger Punkt ist dabei für uns eine offene Kommunikation und dass die Menschen wissen, wie lange sie nicht mit Erdgas versorgt werden können“, so Unternehmenssprecher Christian Schröder. Unter www.enm.de/hochwasser sind die wichtigsten Fragen und Antworten zur Erdgasversorgung in den vom Hochwasser betroffenen Orten zusammengestellt. Außerdem gibt es hier eine aktuelle Liste über den Stand der Arbeiten und einen eigenen Kontakt, an den sich Betroffene wenden können. Dazu Schröder: „Wir bitten um Verständnis, dass wir noch nicht in allen Orten genaue Angaben machen können. Gerade das Kerngebiet rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler ist derart zerstört, dass unsere Netzexperten sich erst selbst ein Bild machen müssen. Wir werden aber stetig weiter zum aktuellen Stand informieren.“

Neben der Webseite www.enm.de/hochwasser, ist die evm-Gruppe für Kunden auch telefonisch unter 0261 2999-22290 oder per E-Mail an hochwasser@enm.de zu erreichen. Diese Kontaktkanäle wurden speziell für vom Unwetter betroffene Gebiete eingerichtet.

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Rettung des Kulturgutes der Kupferstadt Stolberg läuft auf Hochtouren

Stolberg – Das Stadtarchiv der Kupferstadt Stolberg wurde im Zuge der Hochwasserkatastrophe komplett überschwemmt. „Unsere komplette Stadtgeschichte ist abgesoffen, das ganze Archivmaterial stand im Wasser“, erklärt Bürgermeister Patrick Haas die Dramatik der Lage. „Die weit zurückreichenden historischen Wurzeln unserer Stadt sind den Menschen sehr wichtig“. Seit vergangenen Donnerstag kämpfen deshalb zahlreiche ehrenamtliche Helfer gemeinsam mit Stadtarchivar Christian Altena um die Rettung möglichst vieler Kulturgüter.

Die Dokumente werden vom Schlamm befreit und anschließend gefroren, damit sie noch verwendbar sind. Foto: Tobias Schneider Kupferstadt Stolberg

Seit dem heutigen Dienstagmorgen hat die Kupferstadt Stolberg tatkräftige Hilfe der Feuerwehr Köln erhalten, die den „AB Kulturgutschutz“ vor dem Stadtarchiv „abgerollt“ hat. Es handelt sich bei dem Container um einen sogenannten Abrollbehälter, der als mobiler Arbeitsraum und als Lagerbehältnis für Materialien dient, die für den Einsatz bei einem Schadensereignis notwendig sind. So kann bei einer Havarie mit der Erstversorgung von beschädigtem schriftlichem Kulturgut ohne Zeitverzögerung direkt vor Ort begonnen werden. Der Einsatz in der Kupferstadt Stolberg ist die Premiere dieses Einsatzmittels, das nach dem Archiveinsturz in Köln in Dienst gestellt wurde.

„Mit der ehrenamtlichen Unterstützung und dem Container aus Köln werden wir einen überwältigenden Teil unseres Kulturgutes retten können“, erklärt Stadtarchivar Christan Altena. Lediglich die Güter, die auch noch in anderen Archiven zu erhalten seien, werden nicht restauriert. Bürgermeister Patrick Haas dankt den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern: „Wie viele Menschen uns so engagiert bei der Sicherung unserer Dokumente unterstützen ist mit Worten kaum zu beschreiben. Wir haben jetzt schon so viele Dokumente gerettet, wie ich es mir angesichts des Ausmaßes der Zerstörung des Archivs nicht hätte vorstellen können.“
Die Sicherung der Materialien wird auch in den kommenden Tagen weiter fortgesetzt. Ein Ende ist für das Wochenende in Sicht.

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Sonder-Impfaktion im Landesimpf-Zentrum Wittlich – Am morgigen Donnerstag, 22. Juli Erstimpfungen ohne Termin möglich

Wittlich – Spontan zur Impfung nach Wittlich? Diese Möglichkeit wird am Donnerstag, 22. Juli 2021, bestehen. In zwei Zeitfenstern von 10 bis 11.30 Uhr und 12.30 bis 15 Uhr sollen bis zu 400 Dosen des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer an impfwillige Bürgerinnen und Bürger verimpft werden. Ein Termin oder eine vorherige Registrierung ist hierfür nicht erforderlich.

Möglich macht diese Aktion ein Sonderkontingent des Impfstoffes von BioNTech/Pfizer, den das Land auf die dringliche Bitte des Landkreises Bernkastel-Wittlich zur Verfügung gestellt hatte. Landrat Gregor Eibes freut sich über die überplanmäßige Zuteilung und bittet die Bürgerinnen und Bürger mit Blick auf die rückläufigen Impfzahlen: „Machen Sie von dem Angebot Gebrauch und lassen Sie sich ohne großen Aufwand im Impfzentrum impfen.“

Interessierte Bürgerinnen können am Aktionstag zu den genannten Zeiten unangemeldet im Impfzentrum, Schlossstraße 31 (ehemaliges Hela-Gelände) in Wittlich erscheinen. Mitzubringen sind ein Ausweisdokument sowie die Krankenversicherungskarte und der Impfpass, sofern vorhanden. Das Mindestalter für die Impfaktion beträgt 18 Jahre.

Die Impfzentrumsleitung weist darauf hin, dass im Rahmen der Sonderimpfaktion ausschließlich Personen geimpft werden, die bislang noch keine Erstimpfung erhalten haben. Die Möglichkeit, nicht bereits terminierte Zweitimpfungen durchzuführen, ist nicht gegeben.

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Genossenschaftliche FinanzGruppe mit Millionenspende

Region/Berlin – Fluthilfe: Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken und Raiffeisenbanken mobilisiert Hilfe vor Ort und unterstützt das Technische Hilfswerk mit Millionenspende. Angesichts der Unwetterkatastrophe in Teilen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen stellen die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie die DZ BANK Gruppe dem Technischen Hilfswerk (THW) 1,25 Millionen Euro als nationale Soforthilfe zur Verfügung.

Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, sagt dazu: „Die Auswirkungen der Flutkatastrophe machen uns alle sehr betroffen. Als Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken ist es uns eine Herzensangelegenheit, die Menschen in Not jetzt schnell zu unterstützen. Mit unserer Crowdfunding-Plattform ‚Viele schaffen mehr‘ wollen wir zudem einen Beitrag zum Wiederaufbau in den Regionen leisten.“

Dieses überregionale Engagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe wird mit vielen regionalen Hilfsaktionen der Genossenschaftsbanken ergänzt. So sind beispielsweise unter der Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ Initiativen von Genossenschaftsbanken gestartet, um den Menschen, die durch die Hochwasserflut alles verloren haben, unbürokratisch zu helfen. Die Projekte können unter dem nachfolgenden Link aufgerufen werden: www.vr.de/privatkunden/was-wir-anders-machen/engagement/crowdfunding

Zur DZ BANK Gruppe zählen:

Bausparkasse Schwäbisch Hall, DZ HYP, DZ PRIVATBANK, R+V Versicherung, TeamBank, Union Investment Gruppe, VR Smart Finanz und verschiedene andere Spezialinstitute.

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Ausfall zahlreicher Mobilfunkmasten im Katastrophen-Gebiet von Rheinland-Pfalz

Region/Mainz – Mobilfunk / Unwetterkatastrophe – Land Rheinland-Pfalz bringt Telekommunikationsunternehmen zusammen. „Durch den Ausfall zahlreicher Mobilfunkmasten gibt es in den vom Unwetter betroffenen Regionen nach wie vor an vielen Orten keinen oder nur eingeschränkten Mobilfunk-Empfang. Es bedarf einer gemeinsamen Kraftanstrengung der Mobilfunkunternehmen, um die Versorgungssituation vor Ort zu verbessern. Ich freue mich daher sehr, dass auf unsere Vermittlung hin ein gemeinsamer und sehr konstruktiver Austausch der Mobilfunkanbieter stattgefunden hat“, sagte Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer.

Auf Initiative des Digitalisierungsministeriums sind gestern drei große Telekommunikationsunternehmen (TKU) zusammengekommen, um sich intensiv über die Lage in den von der Unwetterkatastrophe betroffenen Gebieten auszutauschen. Es wurden gemeinsame Schritte zur Verbesserung der Situation verabredet und beispielsweise Kooperationen im Zusammenhang mit der Standortidentifikation für mobile Basisstationen und der Notstromversorgung an Funkmasten verabredet.

„Das ist eine neue Art und Tiefe der Zusammenarbeit, die den Menschen in der Region zugutekommt. Diese begrüße und unterstütze ich sehr gern“, betonte Minister Schweitzer. Der Minister kündigte an, die Telekommunikationsunternehmen zeitnah wieder an einen Tisch zu holen, um die Zusammenarbeit bei der Wiederherstellung der Versorgung vor Ort weiterzuführen und voranzubringen.

„Der Wiederaufbau der Versorgung vor Ort ist eine große Aufgabe für die Unternehmen. Ich danke den Unternehmen, dass diese mit Hochdruck daran arbeiten“, so Schweitzer. Durch die bisherigen Bemühungen der TKU konnten bereits mehr als 70 Prozent der weit über 500 ausgefallenen Mobilfunkstationen wieder in Betrieb genommen werden. In den meisten Fällen war dies durch die Wiederanschaltung der Stromversorgung möglich. Nun geht es um die verbliebenen „schwierigen“ Standorte, für welche die beschriebene Kooperation viele Vorteile bringt.

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AWB stellt Abfuhr im Kreis Ahrweiler auf Notentsorgung um – Sperrmüll und Elektrogeräte-Abfuhr erhalten Priorität

Ahrweiler – Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) muss wegen der schweren Naturkatastrophe im Kreis Ahrweiler nun alle Kräfte dazu einsetzen, den unvorstellbaren Sperrabfall- und Elektrogerätemengen in den Straßen der betroffenen Orte Herr zu werden. Der AWB erhält hierbei Hilfe von allen Seiten und ist selber mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz – unter anderem mit Groß-Containern und Presswagen. Damit keine Zeit verloren geht, bittet der AWB um Verladehilfe.

Eine Trennung in Sperrabfälle, Elektrogeräte und Sonderabfälle ist aber weiterhin unerlässlich. Bauschuttmengen, Bäume, Schlamm usw. haben erst einmal keine Entsorgungspriorität und müssen vor Ort gelagert werden.

Darüber hinaus wird empfohlen und wenn möglich, durch das Hochwasser angefallene Speisereste und Bioabfälle zum Beispiel aus Kühlschränken oder Gefriertruhen in Säcken auf das Abfallwirtschaftszentrum Niederzissen, das Wertstoffzentrum Remagen-Kripp und die Umladestation Leimbach anzuliefern.

Damit die Anstrengungen noch intensiviert werden können, werden die regulären Abfuhren im gesamten Kreis zunächst für vier Wochen umgestellt. Das heißt:

  • Die Sammlung der blauen Altpapiertonne wird für vier Wochen ausgesetzt.
  • Die Sammlung der brauen Biomülltonnen wird von wöchentlich auf 14-tägig umgestellt.
  • Die Sammlung der grauen Restabfalltonne bleibt vierwöchentlich bestehen und wird sofern anfahrbar und möglich fortgeführt
  • Die Sammlung Gewerberestabfällen wird auf vier-wöchentlichen Rhythmus umgestellt.
  • Die bereits vergebenen Sammeltermine für Sperrmüll und Elektroaltgeräte im gesamten Kreisgebiet entfallen. Dort hat die Straßensammlung in den betroffenen Orten nun Vorrang.

Mehrmengen können dann bei der nächsten Regelabfuhr in Säcken, Kartons usw. beigestellt werden.

Der AWB ist unter den bekannten Rufnummern 02641 / 975-222/-444 und 0800 / 0858-585 weiterhin erreichbar. Die Anlagen des AWB „Auf dem Scheid“, in Leimbach und Kripp sind geöffnet. Es gelten die bekanntgegebenen Öffnungszeiten. Weitere Informationen gibt es unter https://www.meinawb.de/starkregen.

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Stadt Aachen verzichtet zugunsten der Region auf 100.000 Euro aus dem städteregionalen Hilfsfonds

Aachen – Städtisches Hilfspaket für Hochwasser-Betroffene. 250.000 Euro-Hilfsfonds sowie Beratung für Privatpersonen und Gewerbetreibende. Zentrales Spendenkonto „Aachen hilft“ für Stadt und StädteRegion. Rat und Verwaltung arbeiten effizient Hand in Hand, wenn Menschen in Not sind. Das bewiesen sie heute während einer Pressekonferenz im Aachener Rathaus, in der sie gemeinsam das städtische Hilfspaket für durch das Hochwasser besonders stark betroffene Menschen vorstellten. Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen vermittelten einvernehmlich ihre Zustimmung und sprachen ihren Dank für das akute Hilfspaket aus, das nicht nur schnell aufgestellt worden sei, sondern auch deutlich mache, dass Solidarität in dieser Region nicht an der Orts- oder Landesgrenze ende. In Summe stellt die Stadt Aachen mit Unterstützung der Politik kurzfristig 400.000 Euro aus dem laufenden städtischen Haushalt für die Hochwasserhilfe zur Verfügung.

„Wir haben einen Hilfsfonds aufgestellt, um schnell handeln zu können. Wichtig ist, dass die Hilfe unbürokratisch fließen kann“, erklärte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, die ebenso wie Kämmerin und Stadtdirektorin Annekathrin Grehling in den letzten Tagen regelmäßig in den Überschwemmungsgebieten vor Ort war und sich davon überzeugen konnte, dass es für ein unkompliziertes Hilfspaket dringenden Bedarf gibt.

Hilfsfonds für Einwohner*innen und Gewerbetreibende

Zentraler Bestandteil der Hochwasserhilfe ist ein Fonds, in dem die Stadt Aachen 250.000 Euro für in besonderem Maße betroffene Einwohner*innen und Gewerbetreibende bereitstellt. Dabei hat sie insbesondere den im Stadtgebiet am stärksten betroffenen Bezirk Kornelimünster/Walheim im Blick. Gewerbetreibende, Mieter*innen und Bewohner*innen von selbst genutztem Eigentum können ab Freitag, 23. Juli, einmalig bis zu 5.000 Euro Unterstützung beantragen.

„Wir wollen den Menschen im ersten Schritt helfen, wenn sie wirklich existenziell betroffen sind, damit die notwendigsten Anschaffungen möglich sind, für die im Moment noch kein Geld da ist. Gleichzeitig wollen wir sie im persönlichen Gespräch auf weitere Möglichkeiten der Förderung und Unterstützung hinweisen“, erläuterte Stadtkämmerin Annekathrin Grehling die Idee dieses Fonds.

Ansprechpartner in der Verwaltung sind der Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration sowie der Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa. Die entsprechenden Kontaktdaten stehen in Kürze auf aachen.de zur Verfügung.

Zentrales Spendenkonto „Aachen hilft“

Geldspenden sind in der jetzigen Situation weiterhin mehr als willkommen. Wer zugunsten von Betroffenen in Stadt und StädteRegion Aachen spenden möchte, ist herzlich eingeladen, dies über das neu eingerichtete zentrale Konto „Aachen hilft“ bei der Sparkasse Aachen zu tun: DE27 3905 0000 1073 7977 61.

Die Stadt Aachen hat dieses Konto eingerichtet, um eine gerechte Verteilung der Spenden sicherzustellen. In einem ersten Schritt hat sie selbst 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden die Eintrittsgelder der gerade im Suermondt-Ludwig-Museum eröffneten Ausstellung „Dürer war hier“ bis zum 1. August dem städtischen Spendenkonto zugutekommen.
Geplant ist eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz.

Amtshilfe bei besonders betroffenen Kommunen

Die Stadt Aachen sieht sich in der Verantwortung für die Region und unterstützt daher neben ihren eigenen Bezirken auch die besonders betroffenen Kommunen Eschweiler, Stolberg und Eupen mit Kräften der Feuerwehr, des Ordnungsbereichs, der Abfallentsorgung und der Grünpflege. Im Rahmen der Amtshilfe stellt sie aber auch die fachliche Expertise ihrer Bauingenieurinnen aus den Bereichen des Gebäudemanagements und des Brücken- und Straßenbaus zur Verfügung. Sie bietet bei Bedarf Aufgaben aus Bereichen an, die von den Kommunen derzeit nicht selbst geleistet werden können. Zudem wird im Einzelfall geprüft, ob Menschen, die in Wohnungsnot geraten sind, eine Unterkunft im Stadtgebiet Aachen vermittelt werden kann. Nicht zuletzt sollen Kinder und Jugendliche betroffener Familien auch an den Aachener Ferienspielen teilnehmen können.

Allgemeine Sachspenden sind im Aachener Stadtgebiet wie auch in der Region genügend vorhanden. Kleider, Schuhe, Bettwäsche, Decken usw. werden daher aktuell nicht mehr angenommen. In den stark betroffenen Nachbarstädten der StädteRegion werden allerdings Campingzubehör, Ventilatoren und Trinkwasser dringend benötigt. Auch für Werkzeuge und Maschinen gibt es großen Bedarf.

Unterstützung der städtischen Mitarbeitenden

„Wir unterstützen auch unsere betroffenen Mitarbeitenden“, erklärte Sibylle Keupen. Kolleg*innen der Stadtverwaltung Aachen, die selbst betroffen oder im Katastrophenschutz aktiv sind, erhalten bei Bedarf bis zu fünf Tage Sonderurlaub.

Hilfsfonds der StädteRegion

Die StädteRegion setzt einen Hilfsfonds mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro für die Betroffenen des Hochwassers auf. Zu diesem Fonds trägt die Stadt Aachen 100.000 Euro bei, indem sie auf den ihr zustehenden Anteil verzichtet und diese Mittel aus dem eigenen Haushalt aufbringt.

Für „Aachen hilft“ ist unter www.aachen.de/aachen_hilft eine eigene Infoseite eingerichtet worden. Wer darüber hinaus noch Fragen hat oder Werkzeuge und Maschinen für die Nachbarkommunen anbieten möchte, kann sich über die städtische Hochwasser-Hotline 0241 432-7333 an Call Aachen wenden.