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Eintauchen in die Naturwelt beim diesjährigen „Eifeler Kräutertag“ am Sonntag 12. Mai

Bad Münstereifel/Nettersheim – Auch in diesem Jahr findet der „Eifeler Kräutertag“ in Bad Münstereifel und Nettersheim am
Sonntag nach Christi Himmelfahrt, 12. Mai 2024, statt. Von 11 Uhr bis 18 Uhr werden die historische Altstadt von Bad Münstereifel und die Flächen im und rund um das Kloster in Nettersheim zu einer
fröhlichen „Naturerlebniswelt“ verwandelt. An den Erfolg im letzten Jahr, als der „Eifeler Kräutertag“ nach drei Jahren Pause aufgrund der Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe endlich wieder stattfinden konnte, soll in diesem Jahr angeknüpft werden.

Für die beliebte Veranstaltung hat sich eine Vielzahl an unterschiedlichen Ausstellern angemeldet. Diese möchten die Besucherinnen und Besucher mit ihren Produkten in Kräuterlandschaften im Kloster Nettersheim und in der Innenstadt in Bad Münstereifel entführen. Die vielfältigen Verwendungs-möglichkeiten der heimischen Pflanzen und (Un)kräuter werden vorgestellt und es gibt natürlich wieder die Gelegenheit, die verschiedensten Produkte und Pflanzen für den heimischen Gebrauch oder den Garten zu erwerben. Für alle Gäste von Groß bis Klein gibt es zahlreiche Aktionen und Aktivitäten für einen schönen Frühsommertag in der Eifel.

Von Vorträgen, Wanderungen und Kräuterführungen über Bastel-Aktionen für Kinder bis hin zu Fuß- und Wellnessmassagen ist alles dabei. Auch für musi-kalische Unterhaltung und das „leibliche Wohl“ ist bestens gesorgt.

„Es ist spannend und lehrreich, was aus den Kräutern in unseren Gärten und wild wachsend in der üppigen Natur unserer Region alles produziert werden kann, und welche kulinarischen oder sogar heilenden Fähigkeiten in ihnen schlummern“, sagt die Bad Münstereifeler Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian. „An beiden Standorten ist ein buntes Programm für die ganze Familie zusammengestellt worden. Wir setzen auf regionale Akteure, die wir mit der Teilnahme an einer solchen Großveranstaltung natürlich auch präsentieren und fördern möchten. Weiterhin bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Ausstellern für jeden Naturliebhaber, egal ob jung oder alt, ein passendes Angebot“, ergänzt der Nettersheimer Bürgermeister Norbert Crump. „Lassen Sie sich von unseren ,Natur-Schätzen‘ verzaubern und lernen Sie kennen, was man mit ihnen so alles machen kann“, so Preiser-Marian und Crump. Ein besonderes Geschenk der beiden Stadtoberhäupter wird die Besucherinnen und Besucher beim Kräutertag erwarten. Bei einem Pressetermin, auf dem beide das diesjährige Programm vorstellten, säten sie Kräuter aus, die bis zum 12. Mai Zeit haben zu gedeihen und dann auf dem Kräutertag kostenlos verschenkt werden.

Wer sowohl den Markt in Bad Münstereifel als auch in Nettersheim besuchen möchte, kann problemlos und bequem den kostenlosen Bus-Shuttle der RVK nutzen, der stündlich zwischen den
Veranstaltungsorten pendelt.

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News

Am 9. Mai ist Europatag – HwK Koblenz startet Kampagne zur Beteiligung an der Europawahl

Region/Koblenz/Brüssel – Die Europäische Union (EU) steht seit mehr als 70 Jahren für Frieden, Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Europa. Seit der letzten Europawahl 2019 befinden sich die europäische Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in einem erheblichen Wandel. Weltweite Spannungen und Konflikte führen nicht nur zu einem Umdenken in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, sondern zeigen auch, wie wichtig es ist, als Staatenverbund und mit einer Stimme aufzutreten. Mit der Europawahl am 9. Juni werden die Weichen Richtung Zukunft gestellt und die Handwerkskammer (HwK) Koblenz fordert zur Stimmabgabe auf, kommuniziert dies ab sofort deutlich über eine öffentlichkeitswirksame Kampagne unter dem Motto „Nutze Deine Stimme“.

Die Herausforderungen für die Zukunft sind groß und gerade in der aktuellen Situation und mit Sorge hinsichtlich national-populistischer Tendenzen ist es wichtig, demokratische Parteien zu stärken. Daher ruft die HwK Koblenz ihre Mitglieder, aber auch die breite Gesellschaft deutlich auf: Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch!

Mit dem Europatag am 9. Mai startet eine Kampagne „Nutze Deine Stimme“, in der authentische Handwerker zu Wort kommen und die Vorzüge der Europäischen Union aus ihrer Sicht darstellen. Denn die politischen Erfolge für das Handwerk in der aktuellen Legislaturperiode sind durchaus nennenswert!

Laufende Legislaturperiode zufriedenstellend für das deutsche Handwerk

Mit dem 2023 verabschiedeten Data Act („Datenzugangsgesetz“) ist nun erstmals geregelt, dass Handwerker Zugriff auf die Daten der Hersteller erhalten, wenn sie Installationen oder Reparaturen durchführen. Ein großer Erfolg für die Lobbyarbeit des deutschen Handwerks, der rechtliche Sicherheit für after-sales-Aufträge gewährleistet.

Auch das Ende April im Europäischen Parlament verabschiedete „Recht auf Reparatur“ sichert Aufträge für das Handwerk: Zukünftig hat nun jeder Verbraucher ein Anrecht auf Reparatur, wenn ein Produkt innerhalb der Gewährleistungsfrist kaputt geht. Das kann dazu führen, dass Handwerker ihre Reparaturtätigkeiten weiter ausbauen können – und damit in die Lage versetzt werden einen wertvollen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten zu können.

Forderungen des Handwerks für die neue Legislaturperiode

Doch die Handwerker blicken auch mit Sorge nach Brüssel, wenn es um die gestiegenen Bürokratiebelastungen geht. Die Entbürokratisierung ist eine Kernforderung des Handwerks, adressiert an die Politik. Der zentrale Gedanke für die kommende Legislaturperiode muss sein: Um den doppelten Übergang in eine grüne und digitale Wirtschaft zu schaffen, braucht Europa das Handwerk und den Mittelstand mit seinen europaweit über 20 Millionen Betrieben und mehr als 80 Millionen Mitarbeitern.

Aufruf an die Wahlberechtigten

Es gilt für die Zukunft ein deutliches Zeichen zu setzen: Herausforderungen müssen angegangen werden, aber ohne Europa insgesamt in Frage zu stellen. Deshalb ruft die HwK alle Wahlberechtigten auf, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und sich für ein Europa mit Freiheit und Rechtsstaatlichkeit einzusetzen.

Informationen zur Kampagne im Vorfeld der Europawahl gibt bei der HwK Christiane Zügner, Telefon 0261/ 398-241, Christiane.Zuegner@hwk-koblenz.de sowie im Internet unter www.hwk-koblenz.de/europwahl.

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Politik Top-Themen

Land Rheinland-Pfalz übernimmt rund 9,94 Millionen Euro der Schulden des Landkreises Vulkaneifel

Daun/Mainz – RLP Innenminister Michael Ebling hat der Landrätin des Landkreises Vulkaneifel, Julia Gieseking, einen Bescheid aus dem Programm „Partnerschaft zur Entschuldung der Kommunen in Rheinland-Pfalz (PEK-RP)“ überreicht. Damit übernimmt das Land rund 9,94 Millionen Euro der Schulden des Kreises.

„Mit dem Entschuldungsprogramm unterstützen wir als Land über 500 teilnehmende Kommunen durch die Übernahme von Altschulden und entlasten diese im Umfang von insgesamt drei Milliarden Euro. Alleine den Landkreis Vulkaneifel entlasten wir von fast zehn Millionen Euro seiner Schulden“, sagte Innenminister Michael Ebling bei der Bescheidübergabe.

„Ich bin froh und dankbar, dass die Landesregierung Kredite des Landkreises Vulkaneifel in Höhe von fast 10 Millionen Euro übernimmt. Dies ist ein wichtiger Baustein zur Konsolidierung unseres Haushalts“, so Landrätin Julia Gieseking.

Insgesamt haben 491 Ortsgemeinden, sechs Verbandsgemeinden, fünf verbandsfreie Gemeinden, neun Landkreise und acht kreisfreie Städte ein Angebot zur Teilnahme am Entschuldungsprogramm erhalten. Nach dem im Gesetz festgelegten Entschuldungstarif ergibt sich ein Entschuldungsvolumen von rund 2,7 Milliarden Euro. Das Land stockt diesen Betrag um rund 300 Millionen Euro auf.

„Das Entschuldungsprogramm stellt einen Meilenstein dar. Durch die Übernahme der Altschulden entlasten wir die stark durch Liquiditätskredite belasteten Kommunen wirksam und geben ihnen eine klare Zukunftsperspektive“, so der Minister.

Neben dem Programm zur Entschuldung der Kommunen unterstützt das Land die Kommunen in diesem Jahr mit einer halben Milliarde Euro zusätzlich. Im Kommunalen Investitionspakt Klimaschutz und Innovation, kurz KIPKI, stellt das Land 250 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 267 Millionen Euro stellt das Land für die Unterbringung von Geflüchteten bereit.

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Wirtschaft

VR Bank RheinAhrEifel eG begeistert rund 750 Gäste auf Vertreter-Versammlung in Koblenz

Region/Koblenz – Am 6. Mai fand die jährliche Vertreterversammlung der VR Bank RheinAhrEifel eG in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz statt. Die Veranstaltung, zu der rund 750 Vertreterinnen und Vertreter sowie Gäste aus der Region begrüßt wurden, bot eine Gelegenheit, um sich über die Entwicklung der Bank auszutauschen.

vlnr. Michael C. Kuch (Vorstand), Markus Müller (Vorstand), Matthias Herfurth (Vorstand), Karl-Heinz Krämer (Aufsichtsratsvorsitzender) und Sascha Monschauer (Vorstandsvorsitzender). Foto: Janko.Media

Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Karl-Heinz Krämer informierte Vorstandsvorsitzender Sascha Monschauer im Namen seiner Vorstandskollegen Matthias Herfurth, Michael C. Kuch und Markus Müller die rund 750 Gäste über das Geschäftsergebnis 2023. So konnte die VR Bank RheinAhrEifel im Jahr 2023 insgesamt 2.442 neue Mitglieder und 4.375 neue Kundinnen und Kunden gewinnen. Die Bilanzsumme stieg um rund 1,5 Prozent auf über 6,6 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen wuchsen um 1,42 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Außerdem steigerten sich die Forderungen an Kunden um 4,5 Prozent auf rund 4,5 Milliarden Euro. Insgesamt betreute die VR Bank RheinAhrEifel ein Kundenvolumen von rund 14 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von rund 4,2 Prozent.

Nach den Berichten des Vorstandes und Aufsichtsrates wurden beide Organe einstimmig von den Vertreterinnen und Vertretern entlastet. Karl-Heinz Krämer sowie Andrea Krämer wurden darüber hinaus in ihren Ämtern als Aufsichtsräte bestätigt.

Gastvortrag von Dr. Claus Kleber: „Zwischen Putins Krieg und Trumps Wahlkampf: Demokratie in stürmischen Zeiten.“

Als ein besonderes Highlight der Veranstaltung referierte Dr. Claus Kleber über aktuelle politische und wirtschaftliche Entwicklungen. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Journalist und Kenner der internationalen Politik bot der ehemalige „heute journal“-Moderator den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die globalen Herausforderungen unserer Zeit. Zu Beginn seines Vortrages schilderte Kleber einige persönliche Erfahrungen aus der Historie und reflektierte die politischen und gesellschaftliche Herausforderungen der Gegenwart. Ein besonderer Fokus lag auf den „Großmächten“ Europa, die USA, Russland und China. Seine Ausführungen verdeutlichten, dass sich die Welt in einer Zeit des Umbruchs befindet, in der sich die Machtverhältnisse und wirtschaftlichen Dynamiken wesentlich verändern könnten. Der informative, sowie inspirierende Vortrag stellte einen gelungenen Abschluss der Vertreterversammlung dar.

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News

Die Abfallberatung im Kreis Euskirchen teilt kostenlose Sammeltaschen für E-Schrott aus

Euskirchen – Ab sofort können die Haushalte des Kreises Euskirchen wieder kostenlose Sammeltaschen für ausgediente Elektrokleingeräte erhalten. Ziel der kreisweiten Aktion ist es die Sammelquote für kleine, nicht mehr reparable Elektrogeräte zu steigern. Die jüngste Restmüllanalyse des Kreises hat ergeben, dass diese allzu oft falsch entsorgt werden und in der Restmülltonne landen. Das muss sich ändern, um wertvolle Rohstoffe wiederzuverwerten und Schadstoffe aus der Umwelt fern zu halten. Sie gehören getrennt entsorgt zum E-Schrott.

Alle Produkte die einen Stecker, eine Batterie oder ein Akku haben, zählen zu den Elektrogeräten. Hierzu gehören Armbanduhren, Mehrfachsteckdosen und Blinkeschuhe ebenso wie Ladekabel und Kopfhörer. Auf den Geräten findet man das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne. Elektroschrott enthält Wertstoffe, wie Gold, Platin, Kupfer und sortenreine Kunststoffe, aber auch giftige Substanzen wie beispielsweise Quecksilber, Blei, Cadmium und Arsen. Die toxischen Materialien in E-Schrott können zahlreiche ernste gesundheitliche Probleme verursachen, wenn diese falsch entsorgt werden.

Die neuen, grünen Taschen dienen zum Sammeln und Transportieren von Elektrokleingeräten, die zu Hause anfallen. Hier ist jede und jeder in der Pflicht die E-Geräte richtig zu entsorgen. Elektrokleingeräte sind an keiner Kante größer als 25 cm. Auf der Tasche sind alle notwendigen Informationen zur fachgerechten Entsorgung aufgedruckt, auch ein Lineal zum Abmessen der Geräte ist abgebildet. Die geleerten Taschen sind wiederverwendbar und sollten zur weiteren Sammlung wieder mit nach Hause genommen werden.

Die Sammeltaschen sind kostenlos erhältlich
– im Kreishaus (an der Information)
– bei der Abfallberatung der Stadt- oder Gemeindeverwaltungen
– im Bürgerbüro der Stadt Euskirchen
– am Abfallwirtschaftszentrum Mechernich
Pro Haushalt wird eine Sammeltasche abgegeben. So lange der Vorrat reicht.

Folgende Abgabestellen für Elektrokleingeräte gibt es im Kreis Euskirchen:

– alle großen Lebensmittelgeschäfte (> 800 m²)
– alle großen Elektrofachmärkte (> 400 m²)
– das Schadstoffmobil (siehe Abfuhrkalender)
– das Abfallwirtschaftszentrum Mechernich

Gut zu wissen: Eine Abgabe an Schrottsammler ist illegal.
Soweit technisch möglich sind die Batterien und Akkus vor Abgabe an den Sammelstellen aus den Geräten zu entfernen und getrennt zu entsorgen.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema gibt es bei der Abfallberatung der Kreisverwaltung Euskirchen.

Kontakt: Telefon 02251 – 15 – 530; E-Mail: abfallberatung@kreis-euskirchen.de

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Politik

Horst Gies informierte sich über Neu- und Wiederaufbau des Tourismus im Ahrtal

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Landtagsabgeordneter im Gespräch mit Jan Ritter und Andreas Lambeck – Um sich ein aktuelles Bild der Lage beim Neu- und Wiederaufbau des Tourismus im Ahrtal sowie des Gesundheitsstandortes Bad Neuenahr-Ahrweiler zu machen, war Horst Gies MdL kürzlich zu Gast im Kurpark der Kreisstadt. Dort traf sich der Landtagsabgeordnete zu einem Gespräch über diese für die Entwicklung des Kreises Ahrweiler wichtigen Themen mit den Geschäftsführern Jan Ritter und Andreas Lambeck von der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH. Durch seine Position als Vorsitzender im Ausschuss für Landwirtschaft und Weinbau im Landtag von Rheinland-Pfalz war es Gies ein Anliegen, Andreas Lambeck als neuen Geschäftsführer kennen zu lernen und gemeinsam mit dessen Geschäftsführer-Kollegen Jan Ritter die Aufgaben, Ziele und Entwicklungen für Weinbau und Tourismus zu besprechen. „Wir haben an der Ahr und im Landkreis Ahrweiler eine wunderbare Symbiose von Gastronomie, Hotellerie und Tourismus mit unseren Landwirten und Winzern, die unsere Landschaft und das gesamte Ahrtal pflegen und unsere Heimat zu dem machen, was ich gerne als unser kleines Paradies bezeichne“, so Gies.

Die beiden Geschäftsführer gaben einen Überblick zur Lage des Tourismus, zum Stand beim Nachhaltigen Tourismus-Konzept Ahrtal 2025 sowie über die touristischen Leuchtturm-Projekte in Bad Neuenahr-Ahrweiler, beispielweise den Neubau der Kurparkliegenschaften mit Konzerthalle, Haus des Gastes und Stadtbibliothek. „Bei allen Projekten wird Nachhaltigkeit der Leitfaden sein, an dem wir gemeinsam mit allen Gastgebern, Touristikern und der Politik das Ahrtal ausrichten und fit für die Zukunft machen“, erläuterte Geschäftsführer Ritter. Gies stimmte zu: „Es gilt, jetzt resilient und in die Zukunft gerichtet aufzubauen. Dies ist natürlich nur möglich, wenn alle gemeinsam die Region und den Landkreis entwickeln.“

Auch wenn es im Tourismus Schritt für Schritt vorangehe, was beispielsweise die steigenden Übernachtungszahlen belegten, gibt es laut Lambeck noch viele große Herausforderungen: „Wir müssen die Anzahl der Betten steigern, um wettbewerbsfähig zu bleiben, wir müssen konkrete Top-Projekte aus dem Tourismuskonzept anschieben und in die Umsetzung bringen, wir müssen die deutschlandweite Vermarktung des Ahrtals ausbauen und natürlich insbesondere auf den zügigen Wiederaufbau der Infrastruktur drängen“, fasste Lambeck zusammen. Ein Schlüsselelement, da waren sich alle einig, ist der schnelle Aufbau der Ahrtal-Bahn und damit verbunden der Ausbau des so wichtigen Radwegenetzes für den Tourismus mit Weinbau und der Gastronomie. Zum Abschluss kündigte Gies an, die Aktivitäten im Ahrtal und im gesamten Kreis Ahrweiler durch seine langjährigen persönlichen Kontakte und Verbindungen in Mainz zu unterstützen und dies auch in vielen politischen Gesprächen immer wieder deutlich zu machen.“

 

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Karlspreis zu Aachen 2024 – Vorbereitungen auf der Zielgeraden

Aachen – Vizekanzler Robert Habeck und der albanische Ministerpräsident Edi Rama halten die Festreden beim Festakt. Sprecher beim Vorabend-Dinner ist Margaritis Schinas, Vize-Präsident der Europäischen Kommission. Nur wenige Tage vor der Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen an Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt und die jüdischen Gemeinschaften in Europa haben am gestrigen Vormittag, 6. Mai Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und Dr. Jürgen Linden als Vorsitzender des Karlpreisdirektoriums Einzelheiten zur Preisverleihung bekannt gegeben. Demnach werden am Himmelfahrtstag, Donnerstag, 9. Mai, rund 700 Personen an den Feierlichkeiten im Krönungssaal teilnehmen. Vizekanzler Robert Habeck und der albanische Ministerpräsident Edi Rama halten Ansprachen mit einer Würdigung des Preisträgers. Ebenfalls zu Gast in Aachen wird Margaritis Schinas, Vize-Präsident der Europäischen Kommission, sein; er ist gleichzeitig Sprecher beim Vorabend-Dinner in der Aula Carolina.

Jüdisches Leben gehört selbstverständlich zu Europa

Das Karlspreisdirektorium ehrt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt und gemeinsam mit ihm die jüdischen Gemeinschaften in Europa mit der Verleihung des Karlspreises 2023 „in Würdigung seines herausragenden Wirkens für den Frieden, die Selbstbestimmung der Völker und die europäischen Werte, für Toleranz, Pluralismus und Verständigung, und in Anerkennung seines bedeutenden Engagements für den interreligiösen und interkulturellen Dialog. Das Karlspreisdirektorium will mit dieser Auszeichnung das Signal setzen, dass jüdisches Leben selbstverständlich zu Europa gehört und in Europa kein Platz für Antisemitismus sein darf.“

Der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums Dr. Jürgen Linden betonte im Pressegespräch, dass die Karlspreis-Vorbereitungen inzwischen weitgehend abgeschlossen seien und man sich am Donnerstag auf einen vollbesetzten Krönungssaal freuen dürfe. „Das zeigt, dass die geladenen Gäste und die Bürger*innen im Krönungssaal hinter der Botschaft des aktuellen Karlspreises stehen, den Kampf gegen den Antisemitismus unterstützen und gleichzeitig darauf hinweisen, dass jüdisches Leben seit Jahrhunderten eine Bereicherung in Europa ist.“

Viele Ehrengäste haben ihr Kommen zugesagt

Unter den Gästen der Karlspreisverleihung befinden sich die ehemaligen Karlspreisträger*innen Veronica Tsepkalo, Svetlana Tichanowskaja und Tatsiana Khomich in Vertretung ihrer Schwester Maria Kalesnikava sowie Martin Schulz, Dalia Grybauskaite, Pat Cox, und Jean-Claude Trichet. In Aachen werden zur Karlspreisverleihung ebenfalls Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes NRW, sowie die NRW-Minister*innen Mona Neubaur, Oliver Krischer, Herbert Reul und Nathanael Liminski sowie Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses (MdB), erwartet. Auch Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, und Abraham Lehrer, der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, sind Ehrengäste der Karlspreisverleihung. Zahlreiche andere Mandatstragende, Botschafter, Generalkonsule, Vertretungen von Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie der Partnerstädte Aachens haben bisher ihr Kommen zugesagt.

Verleihung des Europäischen Karlspreises für die Jugend

Am Dienstag vor der Karlspreisverleihung, 7. Mai, wird der Europäische Karlspreis für die Jugend verliehen. An dem hierzu ausgeschriebenen Wettbewerb haben sich wieder Hunderte junger Menschen aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit sehr unterschiedlichen und vielfältigen Projekten beworben, die zur europäischen Verständigung beitragen, die Entwicklung einer gemeinsamen Identität fördern und beispielgebend für das gelebte Europa sind. In diesem Jahr haben Jugendliche aus Europa rekordverdächtige 516 Projekte angemeldet. „Ich habe die tolle Stimmung vom vergangenen Jahr noch in bester Erinnerung und freue mich auf diese lebendigen, begeisterten und begeisternden jungen Menschen, die Europa bereichern und die es so dringend braucht“, sagte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Die Repräsentant*innen der nationalen Gewinnerprojekte aus 29 Mitgliedstaaten befinden sich aktuell zu einem viertägigen Aufenthalt in Aachen.

Karlspreis-Europa-Forum

Am Mittwoch, 8. Mai, findet traditionell das Karlspreis-Europa-Forum statt – auch 2024 im „Das Liebig“; diesmal unter dem Motto „Weichenstellungen für Europa“. Im unmittelbaren Vorfeld der Karlspreisverleihung finden sich hier europäische Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Kultur und Gesellschaft zu einer Perspektivkonferenz zusammen und diskutieren über drängende Herausforderungen, die europäischen Strategien für den Frieden im Nahen Osten und die Erwartungen an eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit.

Das Besuchsprogramm des Karlspreis-Vortags

Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt nimmt am kommenden Mittwochnachmittag kurz am Karlspreis-Europa-Forum teil. Vorher besucht er um 14.15 Uhr die RWTH Aachen und wird dort in der Aula des Hauptgebäudes am Templergraben vor Studierenden sprechen und den Dialog suchen. Vorbereitet von Studierenden des Projekts Leonardo und begleitet vom jüdischen DJ und Künstler Nikolay Karabinovych verspricht der Besuch eine besondere Begegnung. Gegen 17.30 Uhr besichtigt Pinchas Goldschmidt gemeinsam mit seiner Ehefrau Dara den Aachener Dom, wo Dompropst Rolf-Peter Cremer ihn an der Wolfstür empfangen wird.

Karlpreis LIVE auf dem Katschhof

Gegen 19.30 Uhr ist der designierte Karlspreisträger zu Gast beim „Karlspreis LIVE“ auf dem Katschhof. Auf der dortigen Bühne führt Medienhaus-Chefredakteur Thomas Thelen ein Interview mit Pinchas Goldschmidt und stellt ihn sowie die anwesenden Jugendkarlspreisträger*innen der Aachener Bevölkerung vor. Das kulturelle Programm auf dem Katschhof beginnt um 15 Uhr. Zu hören sind die fünfköpfige Bluesband aus dem hiesigen Grenzgebiet „Bluesaders“ und die Aachener Band „Sin Fronteras“, die einen tanzbaren Mix aus Ska, Reggae und Latino auf die Bühne bringt.

Karlspreis Live: Das Fest

Am Himmelfahrtstag starten die Aktivitäten auf dem Katschhof um 12.55 Uhr mit einer musikalischen Begrüßung des Karlspreisträgers durch den Chor „Carmina Mundi“ auf der Katschhofbühne sowie einem gemeinsamen Gesang aller versammelten Menschen. Pinchas Goldschmidt, das Direktorium und die Ehrengäste werden gegen 13 Uhr zu kurzen Statements erwartet. Dabei sprechen nach aktuellem Stand neben dem Karlspreisträger auch verschiedene Ehrengäste.

Das Medieninteresse ist groß

Das Medieninteresse an der diesjährigen Verleihung ist groß. Drei Tage vor der Karlspreisverleihung verzeichnet der städtische Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing über 70 Akkreditierungsanfragen – darunter Teams von ARD und ZDF, des Belgischen Rundfunks, der Deutschen Welle und von Albania Public TV, von FAZ und der Süddeutschen Zeitung, jüdisch-israelischer Medien sowie verschiedener in- und ausländischer Wort- und Bild-Agenturen. Die Karlspreis-Verleihung wird am Himmelfahrtstag live im WDR-Fernsehen von 11.15 bis 12.45 Uhr ausgestrahlt.

Fahrzeugflotte

Seit vielen Jahren stellt die Mercedes-Benz Niederlassung Aachen einen Teil der Fahrzeugflotte für die Ehrengäste der Karlspreisverleihung. Aktuell besteht die Flotte aus Elektro- und Hybridfahrzeugen verschiedener Baureihen, die rund um die Preisverleihung im Einsatz sind, sagte im Vorfeld der Verleihung Matthias Hindemith, Vertriebsdirektor Pkw Rheinland bei Mercedes-Benz. Fahrzeuge aus dem Bereich des EU-Parlaments ergänzen die Flotte.

Koscheres Menü aus Brüssel

Die Gäste beim Vorabend-Dinner in der Aula Carolina können sich auf ein koscheres Angebot von Artischocke und Sellerie Mille Feuille mit Trüffel, auf ein Irisches Rib-Eye Steak sowie Tatar von der Victoria-Ananas mit Eistee

Orangen-Tuile und ein Zitronen-Sorbet freuen. Zu diesem Menu gehört auch eine vegetarische Variante. Für das Catering zeichnet The Food & the art aus Brüssel in Kooperation mit DORN – Catering und Events verantwortlich. Das Abendessen wird musikalisch von der Harfenistin Swantje Janne Wittenhagen, einer Preisträgerin und Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben, begleitet.

Sicherheitszonen

Am 8. und 9. Mai kommt es vor allem in der Innenstadt zu verschiedenen temporären Straßensperrungen und Halteverbotszonen. Am 8. Mai wird zunächst im Bereich der oberen Pontstraße eine Sicherheitszone eingerichtet, die am 9. Mai um den Bereich Katschhof und Markt erweitert wird. Zudem muss im Bereich der Augustinergasse mit Einschränkungen gerechnet werden. Die Stadt Aachen und die Polizei Aachen bitten darum, am Christi Himmelfahrtstag keine Fahrräder im Bereich rund um das Rathaus abzustellen. Alle Fahrräder, die sich am Morgen des 9. Mai bis 5 Uhr noch im Sicherheitsbereich befinden, werden entfernt. Eine Liste der betroffenen Straßen ist unter www.aachen.de/karlspreis zu finden.

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Jubiläum – 40 Jahre Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings

Nürburg – Am 12. Mai 1984 wurde die Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings feierlich eröffnet. Vier Jahrzehnte später, feiert sie ihr 40-jähriges Jubiläum. Ursprünglich als Antwort auf die steigenden Sicherheitsanforderungen im Motorsport konzipiert, hat sich die Strecke zu einer vielfältigen Heimat für zahlreiche Motorsport-Events, Festivals und Sportveranstaltungen entwickelt. Die spannende Geschichte ihrer Entstehung, geprägt von legendären Namen, bildet bis heute das Fundament für die vielseitige Eventlocation, die jährlich Hunderttausende aus der ganzen Welt anzieht.

Eine chronologische Zeitreise:

  • Sicherheitsdiskussionen in den 1970ern führen zur Neukonzipierung des Nürburgrings

Die Welt des Motorsports in den 1970ern: Rennwagentechnik wandelte sich, dazu orientierten sich Fahrer und Veranstalter in Richtung kürzerer Rennstrecken, die den aktuellsten Sicherheitsanforderungen genügten – Ansprüche, denen damals die über 22 Kilometer lange Nordschleife nicht mehr gerecht werden konnte. Die steigenden Sicherheitsanforderungen und Organisationskosten führten zu wachsenden Herausforderungen und machten die legendäre Strecke zunehmend unwirtschaftlich für die Rennserien.

Nachdem 1976 auch die prestigeträchtige Formel 1 abgewandert war, kamen viele Fragen rund um die Zukunft des weltbekannten Nürburgrings auf, der seit 1927 die wirtschaftliche Grundlage einer ganzen Region darstellte. Verschiedene Optionen wurden diskutiert – am Ende blieb nur der Neubau einer sogenannten „Arenastrecke“, die Fahrern, Veranstaltern und Zuschauern beste Bedingungen bieten würde.

  • Von der Naturstrecke hin zum vielfältigsten Nürburgring aller Zeiten

In den späten 1970er Jahren machten sich weltweit führende Experten im Rennstreckenbau daran, den Nürburgring neu zu gestalten. Sie entwickelten in kürzester Zeit innovative Entwürfe für eine moderne und sichere Grand-Prix-Rennstrecke, die neben der historischen Nordschleife bestehen sollte. Eine ursprünglich vorgeschlagene, fast sieben Kilometer lange Streckenführung mit zwei Boxengassen wurde aus Kostengründen verworfen.

Die Entscheidungsträger einigten sich schließlich auf einen rund 80 Millionen DM teuren Neubau, der am Standort des bisherigen Start- und Zielbereichs sowie der alten Südschleife realisiert wurde. Der finale Entwurf sah eine 4,542 Kilometer lange Grand-Prix-Strecke vor, die sowohl alleine als auch in Kombination mit der Nordschleife befahren werden konnte. Zum Erhalt dieser wirtschaftlich und kulturell bedeutsamen Strecke entstanden mehrere Bürgerinitiativen, darunter der Verein „Ja zum Nürburgring“, gegründet von Otto Flimm. Dieser spielte eine entscheidende Rolle bei der Sicherung der Finanzierung für das Bauprojekt.

  • Der erste Spatenstich für 30 Monate Bauzeit

Im November 1981 erfolgte der erste Spatenstich durch Dr. Bernhard Vogel, den damaligen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, und markierte den Beginn des Baus der neuen Rennstrecke am Nürburgring. Über die nächsten 30 Monate entstand eine moderne Strecke, die von Anfang auch den hohen Anforderungen des Landschafts- und Umweltschutzes gerecht wurde. Südschleife sowie Start- und Zielschleife, seit Beginn Teil des Nürburgrings, fielen zugunsten der neuen Strecke weg.

Trotz der umfangreichen Bauarbeiten blieb der Motorsport in der Eifel lebendig. Um weiterhin Rennen zu gewährleisten, wurde die Nordschleife verkürzt und bekam eine eigene Boxengasse an der Tribüne 13 sowie zusätzliche Räumlichkeiten für die Rennleitung.

  • Feierliche Eröffnung 1984 und Überraschung beim Eröffnungsrennen

Am 12. Mai 1984 wurde die neue Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings offiziell eröffnet. Zu den neu eingeweihten Einrichtungen gehörten auch ein Pressezentrum, ein Motorsportmuseum sowie verbesserte Anlagen für Teams und Veranstalter. Der Höhepunkt der Eröffnungsfeierlichkeiten war ein Rennen mit baugleichen Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 Fahrzeugen. Das Fahrerfeld bestand aus ausgewählten, renommierten Motorsportlegenden wie Niki Lauda, James Hunt, Stirling Moss, Phil Hill, Alain Prost oder Jack Brabham.

Das Rennen, das über zwölf Runden ging, endete mit einem überraschenden Sieger: Ayrton Senna, damals noch ein aufstrebender, relativ unbekannter Fahrer, sprang kurzfristig für Emmerson Fittipaldi ein und gewann das Rennen eindrucksvoll. Mit diesem Erfolg schrieb sich Senna als erster Sieger überhaupt in die Annalen des „neuen Nürburgrings“ ein.

  • Neue Möglichkeiten, neue Events, große Siege

Seit der Eröffnung der neuen Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings im Jahr 1984 hat sich die Austragung von Motorsport-, Musik- und Sportveranstaltungen in der Eifel etabliert. Die modernisierte Strecke brachte zudem die Formel 1 im Oktober 1984 zurück und diente als Bühne für das Saisonfinale der neu gegründeten Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM).

In den folgenden Jahren erweiterte der Nürburgring sein Veranstaltungsportfolio erheblich. 1985 wurde das mittlerweile legendäre Musikfestival „Rock am Ring“ ins Leben gerufen. Ein Jahr später debütierte der Truck-Grand-Prix, der weitere Besucherströme in die Eifel lockte. Die folgenden vier Jahrzehnte bereicherte der Nürburgring die Event- und Motorsportwelt durch eine Vielzahl von weiteren Veranstaltungen, darunter auch internationale Gastspiele wie die der FIA WEC oder des EDM-Festivals New Horizons.

Ein besonderer Moment in der Geschichte der Strecke war der Sieg von Michael Schumacher beim Formel-1-Rennen 1995, bei dem er als erster Deutscher F1-Fahrer auf dem Nürburgring triumphierte. Schumacher, der fünffache Weltmeister, konnte insgesamt fünf Siege auf dem Nürburgring verbuchen, den er liebevoll „sein Wohnzimmer“ nannte. Die tiefe Verbindung zwischen Schumacher und dem Nürburgring wurde 2007 durch die Benennung eines Streckenabschnitts nach ihm, dem Michael-Schumacher-S, gewürdigt.

  • Der neue Nürburgring im Wandel der Zeit

Seit seiner Neueröffnung hat der Nürburgring kontinuierlich seine Infrastruktur verbessert, um den ständig wachsenden Anforderungen an eine Rennstrecke und Eventlocation gerecht zu werden. In den 1990er Jahren wurde die medizinische Versorgung durch die Einrichtung eines neuen Medical Centers erheblich verbessert und auf ein neues Niveau gehoben.

Im Jahr 2001 erfuhr die Anlage eine bedeutende Modernisierung, als die bestehenden Boxenanlagen und das Rennleitungsgebäude durch einen umfassenden Neubau ersetzt wurden. Diese neuen Einrichtungen erfüllen bis heute die hohen Standards des modernen Motorsports. Ein weiterer bedeutender Fortschritt wurde 2020 mit der Errichtung der neuen Race Control gemacht. Ausgestattet mit einer 30 Quadratmeter großen Videowand, bestehend aus 35 Bildschirmen, sorgt sie für eine optimale Überwachung und Steuerung der Rennen, dient aber auch bei anderen Events als Leitzentrale.

2002 wurde die Strecke um die AMG Arena erweitert, wodurch die Grand-Prix-Strecke einen anspruchsvollen Abschnitt dazugewann und von ursprünglich 4,542 Kilometern auf 5,148 Kilometer verlängert wurde. Ein weiterer Meilenstein war die Fertigstellung des umfassenden Neubaus im Jahr 2009, der bis heute eine vielseitige Infrastruktur für Publikums- und Firmenveranstaltungen sowie für Tagesbesucher bietet. Dazu gehören die Nürburgring Hotels und Restaurants genauso wie ein Boulevard mit diversen Shops, eine Event-Arena, eine Kartbahn und ein Museum sowie die neue BMW M Power Haupttribüne, direkt an der Start- und Zielgeraden.

  • Der Nürburgring heute: Event-Location für Motorsport und Veranstaltungen aller Art

Auch im Jubiläumsjahr lockt der Nürburgring mit seiner modernen Grand-Prix-Strecke und dank der vielseitigen Infrastruktur wieder hunderttausende Zuschauer zu einer breiten Palette an Veranstaltungen. 2024 begeistern dort Rennserien wie die DTM, die ADAC GT Masters, die GT World Challenge und die IDM, sowie etablierte Events wie der Internationale ADAC Truck-Grand-Prix, die Nürburgring Classic, die Ferrari Racing Days und der BELMOT Oldtimer-Grand-Prix.

Das Highlight des Langstreckenkalenders, die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring, lockt auch dieses Jahr wieder Fans aus aller Welt, die die einzigartige Atmosphäre der Kombination aus Grand-Prix-Strecke und Nordschleife erleben möchten. Nur eine Woche nach dem Motorsport-Marathon verwandelt Rock am Ring das Fahrerlager in eine pulsierende Festival-Arena, gefolgt von Rad am Ring, einem herausfordernden Radsportevent, das die Teilnehmer ins Schwitzen bringt. Dreh- und Angelpunkt ist auch dabei die Infrastruktur der Grand-Prix-Strecke.

Die Faszination des Nürburgrings speist sich so auch dieses Jahr aus der Kombination von Tradition und Moderne. Aus Grand-Prix-Strecke und Nordschleife. Letztere hat ihr großes Jubiläum noch vor sich, wenn der Nürburgring in nur drei Jahren 100 Jahre alt wird und sich auch Dank der Grand-Prix-Strecke erfolgreich auf das nächste Jahrhundert vorbereitet.

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LVR-Freilichtmuseum Kommern pflanzt Baum des Jahres 2024 – Die Mehlbeere

Mechernich-Kommern – Auch dieses Jahr, wie in den vergangenen Jahren, pflanzte das LVR-Freilichtmuseum Kommern den aktuellen Baum des Jahres in einer Baumreihe auf dem Parkplatz. „So wird eine schöne Tradition fortgeführt, die den Besuchenden jährlich neue Anblicke auf dem Parkplatz beschert und durch eine Vermittlungstafel auch die zum Teil schwierige Lage in deutschen Wäldern aufgreift und grundlegende Informationen zu den einzelnen Bäumen liefert“, freut sich Museumsdirektor Dr. Carsten Vorwig.

In diesem Jahr wählte die „Stiftung Baum des Jahres“ die Mehlbeere aus, welche am 29. April 2024, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des LVR-Umweltausschusses Rolf Fliß, Mitgliedern des Umweltausschusses und des ökologischen Beirates des Freilichtmuseums Kommern, dem LVR-Dezernenten Detlef Althoff sowie dem Leiter des LVR-Freilichtmuseum Kommern Herr Dr. Vorwig eingepflanzt wurde.

Die Pflanzung des Baums des Jahres hat im LVR insgesamt, aber auch insbesondere im LVR-Freilichtmuseum Kommern bereits Tradition, betont der Vorsitzende des ökologischen Beirates des Freilichtmuseums Kommern Frank Boss. Er freue sich, dass der Baum dieses Jahr gemeinsam mit dem LVR-Umweltausschuss gesetzt werde.

Der Name der Mehlbeere kommt wahrscheinlich von seiner früheren Verwendung als Mehlzugabe in Notzeiten. Auch könnte der mehlige Geschmack der Früchte oder die bemehlt aussehenden jungen Triebe und Blattunterseiten dazu beigetragen haben.

Der Baum des Jahres 2024 wächst sehr langsam als kleiner, oft mehrstämmiger Baum mit einer Höhe von zwölf bis fünfzehn Metern heran. Sie bevorzugt einen sonnigen Standort und kommt in lichten Wäldern sowie offenen Landschaften vor.

Die Mehlbeere ist nicht nur der vierthäufigste Baum bei der Waldverjüngung, sondern auch laut der bundesweiten Gartenamtsleiterkonferenz (GALK), ein Zukunftsbaum im schwierigen Stadtklima, der aufgrund seines tiefen Wurzelwerkes mit den zunehmenden Trockenperioden gut zurechtkommt, so Rolf Fliß, der Vorsitzende des LVR-Umweltausschusses.

Durch ihre Verwandtschaft mit der Elsbeere oder der Vogelbeere werden ihre Früchte oft Beeren genannt. Botanisch korrekt sind die kleinen Früchte jedoch Äpfel, die für den Vogelschutz im Wald eine herausragende Bedeutung haben. Sie dienen den Vögeln bis in den Winter hinein als Nahrungsquelle.

Zusätzlich wurde in diesem Jahr auch die Informationstafel zum Baum des Jahres 2023 nachträglich gesetzt. Die Mooreiche konnte verständlicherweise, wie der Name sagt, nicht auf dem Parkplatz des LVR-Freilichtmuseums Kommern gepflanzt werden. Die seit 2007 bestehende Reihe der wurde so komplettiert.

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Fußwallfahrt von Hillesheim nach Koblenz startet am 13. Mai

Hillesheim/Koblenz – 180-jährige Tradition ist weiterhin lebendig -„Man muss einfach mal mitgemacht haben“, beschreibt Alfons Schwunn die Faszination der Maria-Hilf-Prozession von Hillesheim nach Koblenz. Der Vorsitzende der organisierenden Bruderschaft Maria-Hilf weiß, wovon er spricht, denn er ist bereits zum 40. Mal mit dabei und reiht sich damit in eine lange Tradition ein: Seit 180 Jahren machen sich Gläubige aus Hillesheim zu Fuß auf nach Koblenz und nehmen ihre Sorgen und Nöte, aber auch ihren Dank mit auf den gut 90 Kilometer langen Weg.

Not und Armut, aber auch die Unzufriedenheit mit der Politik habe die Menschen 1844 aus der Vulkaneifel zur Wallfahrt angetrieben, die selbst während der Nazi-Zeit fortgeführt wurde und das, obwohl Prozessionen verboten waren. „Unter Lebensgefahr haben die Menschen die Tradition damals verfolgt. Sie sind versetzt gegangen, um nicht aufzufallen und haben sich Geheimzeichen gegeben“, berichtet Schwunn. Doch zurück in die Gegenwart: Die Altersspanne der pilgernden Menschen reiche von Anfang 20 bis 80. Niemand benötige besondere Voraussetzungen, um die etwa 30 Kilometer langen, meist auf asphaltierten Wegen verlaufenden Etappen zu bewältigen. „Bei großen Steigungen hören wir auch auf zu singen und zu beten. Da gehen wir still für uns“, erklärt Schwunn. Zudem gebe es einen Gepäckwagen, der Rucksäcke, Wechselschuhe, Regenjacken und Wasserflaschen transportiert – sowie den ein oder anderen, der sich auf der gut 90 Kilometer langen Gesamtstrecke ein wenig ausruhen möchte. Begleitet wird die Gruppe von einer 30-köpfigen Musikkapelle.

Vor der Corona-Pandemie hätten sich um die 200 Frauen und Männer der Wallfahrt angeschlossen. Jetzt seien es etwa die Hälfte. Doch „wer einmal mitgegangen ist, kommt öfter“, weiß Schwunn. „Die Faszination ist für mich die Kombination aus Menschen, die ihren Glauben leben und zeigen, sowie die Disziplin in der Pilgerschaft. Aber auch die Gastfreundschaft, die uns überall in den Orten begegnet.“ So werden sie kulinarisch zum Teil von örtlichen Vereinen versorgt und übernachten bei Privatpersonen oder in kleinen Gastwirtschaften. „Das ist eine tolle Erfahrung.“

Ablauf der Wallfahrt

Die Fußwallfahrt startet am Montag, 13. Mai um 5.30 Uhr mit einem Reisesegen in Hillesheim. Das Ziel, die St. Konrad-Kirche in Koblenz-Metternich, wird am Mittwoch, 15. Mai erreicht. Dort findet um 11 Uhr eine Pilgermesse statt. Eine Andacht um etwa 17.30 Uhr in Hillesheim bildet den Abschluss.

Der Pilgerweg führt von Hillesheim über Walsdorf, Dreis, Kelberg nach Mayen, Ochtendung und anschließend von Rübenach nach Metternich. Eine Anmeldung zur Fußwallfahrt ist nicht erforderlich, ein Ein- und Ausstieg ist überall möglich. Wer eine Übernachtungsmöglichkeit in Boos und Ochtendung benötigt, kann sich im Vorfeld an Alfons Schwunn wenden. Es gibt auch die Möglichkeit, am Mittwoch, 15. Mai, an der Wallfahrt als Buspilger teilzunehmen.

Nähere Auskünfte gibt es bei Alfons Schwunn, unter Tel.: 02607-973694, E-Mail alfonsschwunn@web.de und auf www.wallfahrt-maria-hilf-hillesheim.de (jf)