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Für eine lebenswerte Welt – „Weltrotkreuztag“ in Vogelsang gefeiert

Schleiden-Vogelsang – Saisoneröffnung, „One mile for future“, neuer Trägerverein Museum und mehr – Hans Schwarz, Präsident der DRK-Landesverbands war zu Gast – Edeltraud Engelen übergab „Licht des Friedens“ an Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. „Es war eine sehr schöne Veranstaltung. Wir haben viel Spaß gehabt!“, freut sich Rolf Zimmermann, lange Jahre Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Euskirchen und seit seiner Pensionierung Leiter des Rotkreuz-Museums in Vogelsang. Dort feierte man am 8. Mai gemeinsam den Weltrotkreuztag in den Räumen der „Rotkreuz-Akademie vogelsang ip“. Hier machte auch das „Licht des Friedens“ auf seinem Weg ins italienische Solferino halt. Zugleich eröffnete man auf der ehemaligen NS-Ordensburg auch die neue Saison auf dem „Rotkreuz-Campus der Humanität“.

Nach den Corona-Einschränkungen gab es viel Neues zu berichten. So haben der DRK-Landesverband Nordrhein und der DRK-Kreisverband Euskirchen beispielsweise einen gemeinsamen Trägerverein gegründet. „Der »Rotkreuz-Museum vogelsang ip e.V.« wird die zukünftige Museumsarbeit langfristig sichern. Das Museum erhält dazu eine deutliche und dauerhafte Budgetstärkung und zwei hauptamtliche Stellen“, freut sich Zimmermann. In diesem Zusammenhang war Hans Schwarz, der Präsident des Rotkreuz-Landesverbands persönlich, zu Gast und richtete einige Worte an die rund 100 Anwesenden. Der Schleidener Bürgermeister Ingo Pfennings tat es ihm gleich.

„One mile for future“

Und die Neuigkeiten rissen nicht ab. Zimmermann erläuterte: „Seit zehn Jahren haben über 200 junge Freiwillige aus mehr als 40 Nationen und vier Kontinenten gemeinsam daran gearbeitet, diesen ehemaligen NS-Standort zu verwandeln – ihn immer mehr zu einem begehbaren Lernort für unsere gemeinsamen Ziele zu entwickeln.“ Die Agentur ProfiPress berichtete im Vorfeld.

Klimawandel, friedliche Entwicklung und gemeinsames Einstehen für eine andere Welt, stehen dabei bis heute im Zentrum. Daher auch das Motto auf den bedruckten Taschen zur Begrüßung: „Climate changed me. Will my story change you?“ – damit unsere Erde auch für unsere Kinder und Enkel noch lebenswert ist. Zimmermann: „Auch dieses Jahr werden wieder über 30 Freiwillige der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung nach Vogelsang kommen, um an dem gemeinsamen Ziel zu arbeiten.“

All die bisherigen in diesem Kontext entstandenen Projekte hat man nun in der „Meile für Zukunft“ („One mile for future“) verbunden – einem neuen, gekennzeichneten Spazierpfad über das Gelände von Vogelsang. Besucherinnen und Besucher können hier viel über die Herausforderungen und Gefahren der Zukunft erfahren. „Aber auch, was wir alle gemeinsam dazu beitragen können, die Zukunft positiv zu gestalten“ ergänzte der Museumschef stolz. Sie führt beispielsweise vorbei am „Friedenstisch“, dem „Friedenspfad“, dem „Tunnel of Visions“, dem „Grundsatzdenkmal“ und vielen anderen „Friedenscamp-Projekten“. Auf Tafeln mit QR-Codes am Wegesrand sind diese noch einmal detailliert erklärt.

Engelen übergab Fackel an Ministerpräsidentin

Außerdem kam eine Fahrradstaffel des Roten Kreuzes aus Aachen mit dem „Licht des Friedens“ in Vogelsang vorbei – einem jährlichen, großen Event des Roten Kreuzes. Weiter wurde sie dann nach Bonn getragen. Edeltraud Engelen vom Euskirchener Kreisverband, zuständig für Blutspenden und genannt „Engelchen“, nahm das Licht dann von der Rotkreuz-Schwesternschaft in Bonn entgegen und brachte es anlässlich des Tages zu „70 Jahren Blutspende“ nach Trier. Hier übergab sie es feierlich an niemand anderen als die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer.

Voraussichtlich wird die Fackel dann am Samstag, 24. Juni, bei der großen „Fiaccolata“, einer Fackelwanderung von mehr als 10.000 jungen Ehrenamtlichen, im italienischen Solferino eintreffen.

Dr. Frauke Hartung, Oberin der Bonner DRK-Schwesternschaft, betonte: „Seit langem sind wir mit dem DRK Kreisverband Euskirchen eng verbunden und es ist sehr schön, dass wir diese Verbundenheit mit der Fackelübergabe noch einmal unterstreichen können.“

Und Museumschef Rolf Zimmerman ergänzte: „Mit der Fackel erinnern wir an unsere historischen Wurzeln und unterstreichen die Zusammengehörigkeit innerhalb der DRK-Verbände und DRK-Schwesternschaften.“

Hintergrund

Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 gilt als Geburtsstunde des Roten Kreuzes. Seit 1992 erinnern tausende Menschen aus der ganzen Welt alljährlich am 24. Juni bei einer Fackelwanderung, italienisch „Fiaccolata“, von Solferino nach Castiglione delle Stiviere an die Anfänge der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.

Deren Ursprünge gehen auf die Schlacht von Solferino zurück. Damals beschloss Henry Dunant, in der Lombardei in Norditalien Kaiser Napoleon III aufzusuchen. Angekommen in Castiglione delle Stiviere, bot sich dem 31-Jährigen ein grauenhaftes Bild. An Straßenrändern, auf Plätzen und in Kirchen lagen Körper an Körper verwundete Soldaten. Ergriffen vom Anblick des Grauens wollte Dunant helfen. Der junge Geschäftsmann vergaß seine ursprüngliche Mission und kümmerte sich um die verletzten Soldaten. Gemeinsam mit Einheimischen rettete er unzählige Menschenleben – ohne Unterschied ihrer Herkunft – allein nach dem Maß der Not. Basierend auf diesem Erlebnis entstand die weltweite Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.

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Wirtschaft

GKD-Group, der Weltmarktführer aus Düren gehört zu den TOP 100 Innovatoren Deutschlands

Düren – Seit 30 Jahren zeichnet der Innovationswettbewerb TOP 100 die innovativsten Mittelständler Deutschlands aus: Mit dabei ist in diesem Jahr erstmals die GKD Group. Für den Weltmarktführer aus Düren ist das Siegel eine schöne Bestätigung für kontinuierliche Innovationsarbeit.

Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit sind feste Bestandteile der DNA bei GKD. Seit fast 100 Jahren steht das Unternehmen für Expertise und Qualität im Bereich hoch leistungsfähiger Gewebe, Filter und Spiralen. Diese finden in vielfältigen Anwendungsbereichen in der Industrie und als Architekturgewebe auf der ganzen Welt
ihre Einsatzmöglichkeiten. Neben modernen Fertigungsstätten verfügt GKD über ein hauseigenes Labor, das die Entwicklung und Testung neuer Produkte unterstützt und vorantreibt. Darüber hinaus kooperiert GKD mit Forschungseinrichtungen wie der Technischen Universität Berlin und steht im engen Austausch mit Wissenschaft und Politik.

So zum Beispiel aktuell im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „Reifenabrieb in der Umwelt“ (RAU), bei dem es um die Reduzierung von Mikroplastik in der Umwelt geht. Innovation ist für GKD damit ein entscheidendes Element, um das Leitmotiv „FOR A HEALTHIER, CLEANER, SAFER WORLD“ umzusetzen.

Dr. Stephan Kufferath, der GKD in dritter Generation mit seinem Bruder Ingo und in vierter Generation mit seiner Tochter Lara leitet, ist stolz auf die Auszeichnung als TOP- 100-Innovator: „Das Siegel wird aufgrund unabhängiger Prüfkriterien von einer hochkarätigen Jury verliehen und belegt, dass das Klima und die Prozesse in unserem
Unternehmen gute Grundlage für Innovationen sind. Und nicht zuletzt zeigen unsere Mitarbeitenden jeden Tag, welcher Innovationsgeist in ihnen steckt.“

Mit der Auszeichnung ist GKD nun Teil eines hochkarätigen Netzwerks der TOP-100- Unternehmen Deutschlands – ein wichtiges Argument auch im Wettbewerb um Nachwuchsfachkräfte. „Wir freuen uns deshalb sehr auf den intensiven Austausch mit den anderen Preisträgern bei der offiziellen Preisverleihung am 23. Juni in Augsburg“, so Dr. Kufferath.

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Kupferstadt Stolberg zeichnet Ehrenamtliche aus

Stolberg – Die Stadt Stolberg hat im Rahmen einer großen Veranstaltung mit umfangreichem Rahmenprogramm im Jugendheim Münsterbusch ehrenamtlich tätige Stolbergerinnen und Stolberger für ihre Leistungen ausgezeichnet. Bürgermeister Patrick Haas und die städtische Ehrenamtsbeauftragte Hildegard Nießen überreichten die Jubiläums-Ehrenamtskarte des Landes Nordrhein-Westfalen an diejenigen Personen, die seit mindestens 25 Jahren ehrenamtlich aktiv sind.

Stolze Trägerinnen und Träger der Jubiläums-Ehrenamtskarte sind:

Reiner Sauer, Agnes Sauer, Dr. Franz-Josef Ingermann, Willy Beissel, Katharina Schreiber, Helmut Schreiber, Karl Meurer, Ruth Butzen, Gerd Schnitzler, Gerd Motter, Siegfried Matheis, Dieter Call, Ursula Kummer, Elke Hoffmann-Kittel, Karl Schäfer, Uwe Dassen, Paul M. Kirch, Elsbeth Delsemmé, André Hennecken, Dr. Volker Siller, Giesela Kopp, Klaus Espeter, Ursula Espeter, Verena Beckers, Christine Greven, Marie-Luise Arth, Bärbel Wiese und Herbert Wiese.

Die Jubiläums-Ehrenamtskarte bringt den jeweiligen Trägerinnen und Trägern zahlreiche Vergünstigungen in teilnehmenden Geschäften oder bei Eintrittskarten. Gesponsert wird der Tag des Ehrenamtes in Stolberg von der Sparda-Bank West eG.

Patrick Haas und Hildegard Nießen lobten die Ehrenamtlichen für deren wichtige gesellschaftliche Funktion: „Ehrenamtliche bereichern durch ihr uneigennütziges Engagement unsere Stadt und fördern das menschliche Miteinander in Stolberg. Sie sind mit ihrem Wirken das Rückgrat einer jeden Gesellschaft und schaffen die Werte, die keine Behörde leisten kann.“

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Die Gemeinde Wachtberg entscheidend mitgeprägt

Wachtberg – Zum 80. Geburtstag von Bürgermeister a. D. Hans-Jürgen Döring – „Sie waren genau der Richtige zum richtigen Zeitpunkt!“ brachte es Wachtbergs jetziger Bürgermeister Jörg Schmidt auf den Punkt. Das Lob galt einem seiner Vorgänger, Bürgermeister a. D. Hans-Jürgen Döring. Schmidt hatte anlässlich dessen kürzlich gefeierten 80. Geburtstages zu einem Empfang im Kreis von ehemaligen Weggefährten in den Köllenhof eingeladen.

Wachtberg von Anfang an mitgestaltet

Hans-Jürgen Döring, seit 1959 im öffentlichen Dienst tätig und seit der Geburtsstunde der Gemeinde Wachtberg am 1. August 1969 mit dabei, kannte sich, so Schmidt in seiner Begrüßungsrede, als ausgewiesener Verwaltungsfachmann im Kommunalwahlgesetz, der Gemeindeordnung, in Hauptsatzung und Geschäftsordnungen, Richtlinien und Satzungen bestens aus. „Lieber Herr Döring, Sie haben unsere Gemeinde Wachtberg über Jahrzehnte entscheidend mitgestaltet,“ lobte Schmidt. Wichtige Infrastrukturprojekte wie Kanalisation, Kindertagesstätten, das Schulzentrum mit Schwimmbad… all das hat Döring mit begleitet. Gegen zeitweilig heftigen Widerstand brachte er später das Einkaufszentrum auf den Weg, eine herausragende Errungenschaft. Der Erfolg des EKZ gibt diesem engagierten Einsatz heute Recht. Neben der allgemeinen Infrastruktur war ihm für ein funktionierendes Gemeinwesen aber auch der soziale und kulturelle Aspekt wichtig. Eine Volkshochschule für Wachtberg, die DRK-Rettungswache fußen ebenso auf seinen Ideen wie Kammer- und Jugendorchester, Studiobühne, Büchereiverbund, Partnerschafts- und Wanderverein und vieles mehr, was Wachtbergs kulturelle Landschaft heute ausmacht.

„Aus den Erfahrungen dieser Zeit haben Sie für sich ein besonderes Demokratieverständnis und ein Verständnis für Zusammenarbeit entwickelt“, sagte Schmidt, „Entscheidungen wurden nicht im stillen Kämmerlein getroffen, sie sind nach Beteiligung mit den Betroffenen und Beratungen entwickelt worden. Für Sie zählte und zählt in erster Linie die Qualität des Argumentes.“ Die Zuwanderung der Spätaussiedler zu Beginn der neunziger Jahre wurde so dank des Zusammenspiels von Rat und Verwaltung sozialverträglich bewältigt. „Eine Vorarbeit“, lobte Schmidt, „von der wir in der Verwaltung vor allem in der heutigen Zeit noch profitieren können.“ Er bedauerte, dass er Döring nicht schon viel früher kennengelernt oder mit ihm zusammengearbeitet habe. Immer wieder würde er von Rathausmitarbeiterinnen und -mitarbeitern hören: „Ach, was war das damals eine tolle Zeit mit Herrn Döring!“ Geschätzt für seine Offenheit, Zugewandtheit, Wertschätzung und gegenseitigen Respekt habe er „sein Rathaus“ zusammengehalten.

Das große Vertrauen in Dörings jahrzehntelanges Engagement brachten die Wachtbergerinnen und Wachtberger schließlich 1999 zum Ausdruck und wählten ihn mit 61 Prozent der Stimmen zum damals ersten hauptamtlichen Bürgermeister. 2004, nach Ablauf seiner Amtszeit als Bürgermeister, verabschiedete sich Döring in den Ruhestand. „Sie haben Wachtberg in Ihren Dienstjahren so entscheidend geprägt, dass Generationen von Wachtbergerinnen und Wachtbergern davon profitieren und glücklich und zufrieden in Wachtberg leben können“, zollte Schmidt dem Amtsvorgänger Anerkennung und Dank.

Der anschließenden Bitte Schmidts um einen Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Wachtberg kam Hans-Jürgen Döring gerne nach.

Buntes Leben eines Kommunalbeamten

Zu einer Zeit, als es verstärkt Beamte und öffentlich Bedienstete in die Stadt Bonn zog, habe er sich entschlossen, beruflich ins umliegende Ländchen zu gehen, blickte Hans-Jürgen Döring auf die ersten Jahre in Wachtberg zurück. Spott habe er geerntet, erinnerte er sich, selbst sein Schwiegervater habe seine Entscheidung wortkarg mit einem langgezogenen „Wohin?“ kommentiert. „Ich hätte auch sagen können, dass ich in eine Jurte in Lappland ziehe“, lachte Döring.

Aber, so sein Rückblick, der Anfang sei spannend gewesen. Kühe vorm Fenster, erst zehn Prozent Kanalisation bei stetig steigender Einwohnerzahl, die Schulreform stand an und der Gemeinderat tagte in den Ortskneipen – die anstehenden Aufgaben waren immens, das Kollegenteam klein, aber engagiert. „Ich hatte das Gefühl, Teil eines Teams zu sein, das die kommunale Neuordnung überzeugt umsetzen konnte!“ Besonders schön sei es für ihn gewesen, so Döring, dass er auch private Neigungen einbringen konnte, wie im Kultur-, Sport- und Sozialbereich. Großartige Menschen habe er kennengelernt, auch das sei etwas Besonderes in der Gemeinde Wachtberg, Hans-Dietrich Genscher und zahlreiche Minister, um nur einige zu nennen.

Es sei „ein buntes Leben eines Kommunalbeamten“ gewesen, resümierte Döring, um mit einem großen Gefühl der Dankbarkeit und Verbundenheit anzufügen: „Ich hatte im Ländchen meinen Traumberuf gefunden!“

Musikalisch begleiteten die Feier die beiden Jazzmusiker Jürgen Lülsdorf am Kontrabass und Frank Wolff am Saxofon. (mm)

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Stadt Zülpich ab sofort mit einem eigenen Account bei Instagram vertreten

Zülpich – „Liga der alternativen Karnevalisten“ übergibt „gekaperten“ Instagram-Account – Ab sofort ist die Stadt Zülpich mit einem eigenen Account bei Instagram vertreten. Unter www.instagram.com/stadtzuelpich gibt es nun eine weitere Möglichkeit, um sich unter anderem über aktuelle Neuigkeiten aus dem Zülpicher Rathaus zu informieren.

Den Kanal stadtzuelpich gibt es tatsächlich bereits seit einigen Monaten. Allerdings handelte es sich bis dato um ein Fake-Profil, hinter dem sich die „Liga der alternativen Karnevalisten“ verbarg. Es war deren augenzwinkernder Hinweis: „Wenn die Stadt Zülpich kein Instagram macht, dann machen wir es halt für die Stadt Zülpich!“ Sprach’s und legte gleich ein knappes Dutzend an Instagram-Accounts an, die auf eine entsprechende Präsenz der Stadt Zülpich schließen ließen! Die Auflösung folgte dann bei den „Liga“-Sitzungen im Oktober des vorigen Jahres. Das Bekenntnis, sämtliche in Frage kommenden Namen für einen möglichen städtischen Instagram-Account gekapert zu haben, war verbunden mit dem Angebot, diese unter der Voraussetzung freizugeben, das die „Liga“ im Gegenzug – wie alle anderen Karnevalsvereine der Kernstadt auch – eine Heimat in der historischen Stadtbefestigung erhält. Und da alle vier Stadttore mittlerweile belegt sind, lautete die Forderung: Dann wollen wir die Landesburg!

Eine Forderung, auf die Bürgermeister Ulf Hürtgen allerdings aus einem durchaus nachvollziehbaren Grund nicht eingehen konnte: Die kurkölnische Landesburg befindet sich in Privatbesitz! Nach „langwierigen und zähen“ Verhandlungen mit der „Liga“ willigten deren Mitglieder schließlich dennoch ein, einen gekaperten Account nach Wahl für die Stadt Zülpich freizugeben. Auf dem Turm der Landesburg kam es kürzlich dann zum großen Friedensgipfel, und der Instagram-Account stadtzuelpich wurde symbolisch an die Stadt Zülpich übergeben.

Auch wenn sich das eine oder andere „Liga“-Mitglied durchaus mehr von den vorangegangenen Verhandlungen versprochen hatte, gab es am Ende nur zufriedene Gesichter, denn das eigentliche Kernziel wurde ja erreicht: Zülpich ist nun auf Instagram! „Wir sind stetig darum bemüht, unser Informationsangebot für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Mit Instagram verfügen wir nun neben unserer Homepage, dem Amtsblatt und dem Newsletter- Service über ein weiteres Medium, über das wir insbesondere die jüngeren Menschen niederschwellig informieren können“, so Bürgermeister Hürtgen. „Instagram lebt natürlich in erster Linie von Bildern und Videos. Deshalb werden wir unseren Followern sicherlich auch immer mal wieder zeigen, welch schöne Ecken es in unserer Römerstadt gibt.“

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Bistum Aachen plant öffentliche Nennung von Tätern

Aachen – Schutz und Interessen der Betroffenen sind vorrangig – Einbindung von Betroffenenrat, Aufarbeitungskommission und Beraterstab – Systematik soll bis Herbst vorliegen. Der Nennung von Tätern und Beschuldigten kommt im Zuge der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt eine ganz besondere Bedeutung zu. Nach intensiver Beratung mit dem  Ständigen Beraterstab hat das Bistum Aachen entschieden, die Namen von Tätern sexualisierter Gewalt öffentlich zu nennen.

Als Täter gelten diejenigen, die entweder verurteilt wurden oder nach Überzeugung der Kirche im Bistum Aachen Täter waren oder sind. Damit sollen bislang noch unbekannte Betroffene aufgerufen werden, sich zu melden. „Betroffene müssen sich anvertrauen können und dürfen keine neuen Ohnmachtserfahrungen machen“, betont Bischof Dr. Helmut Dieser. „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.“
Interdisziplinäre Fachexperten werden in Absprache mit den verschiedenen Gremien, die die Aufarbeitung kontrollieren und begleiten, eine Systematik erarbeiten, die als Grundlage für die öffentliche Nennung dient.

Um diese Aufgabe gut und verantwortlich leisten zu können, braucht es eine angemessene und tiefgründige Vorbereitung.  „Die Persönlichkeitsrechte von Tätern treten hinter den Schutz und die Interessen der Betroffenen zurück“, betont Christoph Urban, Leiter der Stabsabteilung PIA (Prävention – Intervention – Ansprechpersonen). „Es gilt, das Dunkelfeld weiter zu erhellen. Jeder Fall muss individuell betrachtet werden.“

Die Grundlage für die öffentliche Nennung soll bis Herbst vorgelegt werden. Entscheidend sei, so Urban, dass diese überprüfbar ist und juristischen Einwänden standhält. Veröffentlicht werden sollen nicht nur die Namen der Täter, die im Gutachten aus dem Jahr 2020 genannt werden, sondern auch in begründeten Einzelfällen darüber hinaus.
Bei der öffentlichen Nennung von Tätern, die im Ausland im Einsatz waren, bedarf es mit Blick auf Betroffene noch einmal einer besonderen Sensibilität. In einigen Teilen der Welt werden Betroffene sexualisierter Gewalt immer noch selbst für das Verbrechen verantwortlich gemacht, werden aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und stigmatisiert.

„Wenn es um die Wahrung der Rechte und den Schutz der Betroffenen geht und dies eine Veröffentlichung der Namen von Tätern erforderlich macht, dann ist dem Informationsinteresse der Öffentlichkeit auch der Vorrang vor den Persönlichkeitsrechten der Täter und deren Bedürfnis nach Anonymität einzuräumen“, sagt Hans Wimmer, Richter im Ruhestand und Mitglied des Ständigen Beraterstabes des Bistum Aachens. Dies ist auch in der gemeinsamen Erklärung festgelegt, die von der Deutschen Bischofskonferenz und dem UBSKM aufgesetzt und vom Bistum Aachen unterzeichnet worden ist. Darin heißt es: „Die (Erz-)Diözesen respektieren die individuelle Aufarbeitung der Betroffenen als Prozess, der sich grundsätzlich an den Interessen, Verarbeitungsphasen und –bedürfnissen der Betroffenen orientieren soll.“

Um Retraumatisierungen zu vermeiden und jeden Fall mit der notwendigen Sensibilität begleiten zu können, müssen parallel zur öffentlichen Nennung zusätzliche Unterstützungs- und Hilfsangebote bereitgestellt werden. Diese notwendigen Angebote werden parallel zur Erstellung des Konzeptes weiter ausgebaut. Hier arbeitet das Bistum Aachen nicht nur mit unabhängigen Ansprechpersonen, sondern auch mit unabhängigen Beratungsstellen und Psychologen eng zusammen.

Mit der Erstellung des Konzeptes zur öffentlichen Nennung von Tätern setzt das Bistum Aachen die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt konsequent fort. Neben dem Ständigen Beraterstab und der Unabhängigen Aufarbeitungskommission wird der Betroffenenrat beteiligt, um die Perspektive und Bedürfnisse zu respektieren. Im November 2020 hatte die Münchener Kanzlei Westphal Spilker Wastl für das Bistum Aachen ein unabhängiges Gutachten zur sexualisierten Gewalt im Bistum Aachen veröffentlicht.

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Kunst & Kultur

Neue Ausstellung im Euskirchener Stadtmuseum beleuchtet das Verhältnis von Mensch und Tier

Euskirchen – Eine Elefantenparade in der Neustraße – heute wäre das undenkbar, früher jedoch war es üblich, dass ein gastierender Zirkus mit seinen wilden Tieren im Getümmel der Innenstadt warb. Mehrere schwarz-weiß Fotos solcher Paraden kann nun man im Euskirchener Stadtmuseum sehen. Sie illustrieren, wie sehr sich das Verhältnis von Mensch und Tier gewandelt hat.

Diesem Spannungsfeld nämlich widmet sich die neue Ausstellung „TIER & WIR“ im Euskirchener Stadtmuseum. „Ganz besonders verändert hat sich das Miteinander im vergangenen Jahrhundert“, so berichtet Dr. Heike Lützenkirchen, die Leiterin des Museums. Das Thema der Ausstellung, so Lützenkirchen weiter, sei ein universelles, aber im Stadtmuseum stelle man den Wandel anhand von Euskirchener Beispielen dar. Dabei gibt es einige spannende und kuriose Fotos, Geschichten und auch Ausstellungsstücke, die man im Museum anschauen und nachlesen kann.

Gegliedert ist die Ausstellung nach Tierarten, die jeweils vorgestellt werden und dann in ihrem Verhältnis zum Menschen gezeigt werden.

„Das Team vom Stadtmuseum hat eine wirklich spannende Ausstellung zusammengestellt, die zum Nachdenken und Diskutieren einlädt. Ich würde mich freuen, wenn viele Menschen aus Euskirchen dieses Angebot annehmen“, so Bürgermeister Sacha Reichelt.

Zur Ausstellung wird es auch einen Katalog geben, in dem man die Exponate, insgesamt sind es über 100, noch einmal Revue passieren lassen kann. Den Katalog kann man für 15 Euro im Stadtmuseum erwerben.

Die Ausstellung ist vom 13. Mai bis zum 15.Oktober 2023 zu sehen. Ein eigenes Programm wird am Internationalen Museumstag am 21. Mai geboten: Für Kinder und alle Junggebliebenen gibt es dann ein besonderes Kreativangebot. Mittels Collagetechnik werden Lieblingstiere – ob heimisch oder exotisch – vor buntem Hintergrund in Szene gesetzt. Das geschieht mit Kreativität, Witz und dem spielerischen Umgang mit den Materialien.  Am Internationalen Museumstag ist das Stadtmuseum von 11 – 18 Uhr geöffnet. Das Kreativangebot besteht von 12 – 16 Uhr. Der Eintritt und die Teilnahme am Kreativangebot sind kostenlos.

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Firmreise im Pastoralen Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler endet am Samstag 13. Mai in Lantershofen

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Trierer Weihbischof Brahm spendet Jugendlichen im Ahrtal Sakrament der Firmung – Jesus als Mutmacher – Weihbischof Brahm ist gerade auf Firmreise durch den Pastoralen Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Jesus ist die Person, an der du dich orientieren kannst. Gerade dann, wenn du am Boden liegst, so wie 2021 bei der großen Flut.“

Das hat der Trierer Weihbischof Robert Brahm den jungen Menschen auf dem Calvarienberg in Bad Neuenahr-Ahrweiler anlässlich ihrer Firmung mit auf den Weg gegeben. „Jesus ist der Mensch, der dir Mut macht, an dem du dich festhalten kannst. An ihm kannst du dich neu aufrichten und ausrichten. Kein Wasser der Welt kann ihn aus der Fassung bringen.“

In seiner Predigt verband Brahm die Lesung aus dem Petrusbrief, in dem es heißt: „Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen […]“ mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Ahrtals. Die Menschen hätten zusammengehalten und „wirklich Stein auf Stein“ gesetzt, „um hier wieder leben zu können – das verdient noch immer einen großen Respekt.“

Bei seinen Besuchen im Ahrtal denke er „vor allem an die vielen Menschen, die ihr Leben verloren haben, möglicherweise auch aus eurer Familie, oder aus eurem Freundes- und Bekanntenkreis“, sagte der Weihbischof den Jugendlichen.

Sechsmonatige Vorbereitungsphase

Die Vorbereitung auf das Sakrament hatte Ende November mit einer „MesseAnders“ in der Ahrtal-Jugendherberge begonnen. Das Thema lautete „Im Advent und auf dem Weg zur Firmung aufbrechen“. „Dort wurde gemeinsam überlegt, was Kraft gibt, aufzubrechen. Wodurch gewinnt man Aufwind?“, berichtete Gemeindereferentin Beate Timpe. Nach diesem Auftakt trafen sichdie Firmbewerberinnen und Firmbewerber monatlich mit Timpe.

30 Jugendlichen hatte Brahm das Sakrament am 7. Mai gespendet. Einen Tag zuvor empfingen bereits 26 junge Frauen und Männer in der Kirche St. Martin in Heppingen das Sakrament der Firmung. Weitere Firmgottesdienste gab es in Dernau und Altenahr. Die Firmreise von Weihbischof Brahm durch den Pastoralen Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler endet am Samstag, 13. Mai, in Lantershofen.

 

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In Kommern wurde ein Anne-Frank-Baum gepflanzt

Mechernich-Kommern – Bei der Vorstellung des „Anne Frank-Erinnerungsbaumes“ auf dem Judenfriedhof am Prinzenweg auch an ermorderte Kinder aus Kommern gedacht – Marienschülerinnen legten Gedenksteine nieder – Gemeinsames Lied „Shalom Chaverim“ (hebräisch „Frieden, Freunde“) zur Musik von Dr. Nicole Besse.

Ergreifend, wie es ein Gottesdienst nur sein kann, war Sonntagmittag die Feier zur Vorstellung des Anne-Frank-Gedächtnisbaumes auf dem jüdischen Friedhof am Kommerner Prinzenweg. Eine knapp hundertköpfige Gemeinde war der Einladung der Projektgruppe „Forschen-Gedenken-Handeln“ um Gisela und Wolfgang Freier, Rainer Schulz und Elke Höver gefolgt.

Das Kastanienbäumchen ist ein Nachfahre jener Kastanie, die Anne Frank aus ihrem Amsterdamer Versteck sehen konnte und über die sie in ihrem weltberühmten Tagebuch mehrfach schrieb, so am 18. April 1944: „Unsere Kastanie ist schon ziemlich grün, und hier und da sieht man schon kleine Kerzen…“

Am 4. August wurden Anne, die ganze Familie Frank und vier andere Juden verraten und verhaftet, die sich im Amsterdamer Hinterhaus versteckt hielten und zunächst in Westerbork interniert wurden. Anne Frank starb im Frühjahr 1945 mit 16 Jahren im KZ Bergen-Belsen an Thyphus.

Ableger aus Uedelhoven

Das kleine Kommerner Kastanienbäumchen ist ein Ableger jenes Anne-Frank-Baumes aus Blankenheim-Uedelhoven, der direkt vom niederländischen Original stammt und 2019 in Eifeler Boden kam. Die neue Kommerner Kastanie war bereits im November vom Mechernicher Bauhof unter Rainer Metternich gepflanzt worden.

Sie steht nun vis-a-vis zu einer betagten und zurzeit in voller Blüte stehenden Kastanie auf dem jüdischen Friedhof. Der alte Baum mag aus der Zeit stammen, als es am Greesberg noch eine blühende jüdische Gemeinde gab. Den neuen aus Uedelhoven, den die B.U.N.D.-Aktivistin Ursula Gehrke aus Houverath gezogen hat, begleiteten Erwin und Daniel Stein, Klaus Schröder und Familie Fürsatz vom Uedelhovener Bürgerverein nach Kommern.

An Pogrome, Verfolgung, Vertreibung, Deportation und Ermordung der Kommerner Bürger jüdischen Glaubens, besonders von Anne Franks Altersgenossen, die im Holocaust umkamen, wurde in der Feierstunde erinnert. Die letzten Kinder vom Blei- und Greesberg wurden am 19. Juli 1942 vom „Judenhaus“ in der Kommerner Straße abgeholt, nach Köln verschleppt und schließlich im Viehwaggon von der Deutschen Reichsbahn Richtung Minsk in Vernichtungslager deportiert.

Neun Steine am Stammfuß

Fünf Marienschülerinnen aus Euskirchen legten Gedenksteine für die neun bekannten ermordeten Kinder aus Kommern nieder: Magali Borgmann, Elisabeth Galliat, Laura Kips, Alexandra Schmitz und Julia Schultz. Die neun Steine, die jetzt am Stammfuß der neuen Kastanie ruhen, erinnern an die Kinder Edgar und Helga Cohn, Hannah und Ruth Eiffeler, Hilde Herz, Jack Kaufmann, Herbert Levy, Else und Käthe Levin.

Beeindruckende Instrumentalimprovisationen zur Feierstunde spielte die Mechernicher Violinistin Dr. Nicole Besse. Unter die Haut ging besonders das gemeinsam mit der singenden Gemeinde vorgetragene jüdische Friedenslied „Shalom Chaverim“, was mit „Frieden, Freunde…“ übersetzt werden kann.

Die frühere Hauptschullehrerin Gisela Freier, die im Mittelpunkt der Aufarbeitung jüdischen Lebens am Bleiberg steht, erinnerte sich an die Anfänge: „Vor 20 Jahren fragte mich ein Kommerner Junge, als wir gerade das Tagebuch der Anne Frank lasen, ob es in ihrem Dorf auch Juden gegeben habe. Ich sagte: »Das weiß ich doch nicht, ich bin doch nicht von hier, fragt Eure Eltern und Großeltern…«“

So wurde Gisela Freier auf Christine Hiller, eine Zeitzeugin und exzellente Kennerin der Kommerner Kriegs- und Vorkriegszeit   aufmerksam. Sie und der damalige Ortsvorsteher und Ratsfraktionsvorsitzende Johannes Ley gingen mit der Lehrerin und ihren Schülern zu den Häusern früheren Juden und zum jüdischen Friedhof. So begann die systematische Erforschung der jüdischen Familien von Mechernich und Kommern und ihrer Schicksale.

Nach dem Ausscheiden Gisela Freiers aus dem Schuldienst und dem Ende der Hauptschule setzt die Projektgruppe „Forschen-Gedenken-Handeln“ um sie, ihren Mann Wolfgang Freier, Rainer Schulz und die aus Mechernich-Voißel stammende Euskirchener Marienschullehrerin Elke Höver mit Schülerinnen und Schülern die Arbeit fort.

Den letzten Schluck fürs Baby

Unterstützt werden sie von der Stadtverwaltung Mechernich, deren Vize-Bürgermeister Heinz Schmitz ebenso gekommen war, wie zahlreiche Kommunalpolitiker und der stellvertretende Landrat Leo Wolter vom Kreis.

Mit ihrem Mann Willi präsent war auch Hilla Richarz aus Adenau, die für die Mechernicher Projektgruppe das Bild jenes Viehwaggons der Deutschen Reichsbahn künstlerisch umgesetzt hat, der an der Jerusalemer Gedenkstätte „Yad Vashem“ auf einem Gleis steht, das ins Bodenlose eines Tales abbricht.

In solchen Viehwagen wurden Millionen Menschen mit deutscher Beamtengründlichkeit in den sicheren Tod speditiert, beklagte Gisela Freier die Rolle der deutschen Bahn im Holocaust. Rainer Schulz las den erschütternden Augenzeugenbericht einer Überlebenden, die in einem solchen Viehwaggon ihren letzten Schluck Wasser mit einem ohnmächtigen Baby teilte.

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Kunst & Kultur

Internationaler Museumstag – Museen im Kreis Düren präsentieren vielfältiges Programm

Düren – Zum Internationalen Museumstag am Sonntag, 21. Mai, öffnen die Museen im Kreis Düren bei freiem Eintritt und kostenlosem Pendlerverkehr wieder ihre Türen und präsentieren ein vielfältiges Programm.

„Kultur ist in unserem Leben elementar wichtig und die Museen im Kreis Düren sind bei den Menschen sehr beliebt. Ich danke allen Beteiligten, für ihre tägliche Arbeit“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn, als die Museen im Kreishaus ihr diesjähriges Programm zum Museumstag vorgestellt haben. „Sie tragen dazu bei, dass sich der Kreis Düren in hervorragender Weise kulturell präsentiert.“

Ziel des Museumstages ist es, auf die Museen in Deutschland und in der Welt aufmerksam zu machen und Besucherinnen und Besucher dazu einzuladen, die Vielfalt der Museen zu entdecken. In diesem Jahr stehen die Themen Nachhaltigkeit und Wohlbefinden im Fokus.

Der Internationale Museumstag wird im Kreis Düren erneut von der Rurtalbahn GmbH und der Rurtalbus GmbH mit der freien Fahrt zu den Museen und zurück unterstützt. Benötigt wird hierzu der Aktions-Coupon, der als Fahrkarte für die gesamte Familie gilt. Der Coupon zum kostenlosen Bus- und Bahnverkehr ist auf www.kreis-dueren.de, in den hiesigen Printmedien, auf Webseiten der Medien sowie online auf den Webseiten der Museen zu finden und kann einfach ausgeschnitten oder ausgedruckt und vorgezeigt werden. Die Tickets werden dann in den Museen abgestempelt.

Das ist das Programm:

Das Töpfereimuseum Langerwehe begeht den Tag mit einer Preisverleihung. Manfred Rennertz bekommt den Kunstpreis 2023 des Kreises Düren für sein Lebenswerk. Die Auszeichnung ist mit einer Ausstellung verbunden, die am Museumstag unter dem Titel „50 Jahre – Skulptur und Farbe“ eröffnet wird.

Das Burgenmuseum Nideggen präsentiert den Deutschen Ritterkonvent, der bereits ab Samstag auf der Burg Nideggen zu Gast sein wird. Gezeigt werden historische Moden- und Rüstungsschauen. Ein Minnesänger bietet je um 14.30 Uhr ein Konzert an.

Im Deutschen Glasmalerei-Museum Linnich demonstriert die Glaskünstlerin Marlene Schmitz die Glasgestaltung in Form einer besonderen Kupferfolientechnik. Besucherinnen und Besucher erhalten zudem einen Einblick in die Bleiverglasung und es finden mehrere Führungen statt.

Das Leopold-Hoesch-Museum und das Papiermuseum in Düren beschäftigen sich mit dem Thema „Buch und Buchskulptur“. Es gibt Führungen durch die Ausstellung „Blank. Raw. Illegible. Artists‘ Books as Statements“, eine Darbietung des Kurators Moritz Küng um 15 Uhr sowie das Angebot des Papierschöpfens.

Die Internationale Kunstakademie Heimbach präsentiert die Holzkunstroute, auf der aus Baumstümpfen geschaffene Skulpturen zu sehen sind. Im Gebäude der Kunstakademie auf Burg Hengebach gibt es die Möglichkeit, sich von einem Porträt-Zeichner abbilden zu lassen, Namen auf Taschen mit Hilfe einer Druckpresse zu bringen oder sich in den Räumen mit der aktuellen Werkschau umzusehen. Auch der Otmar-Alt-Raum wird geöffnet.

Das Stadtmuseum Düren reist durch die Kinogeschichte. Es gibt um 13 Uhr eine Führung durch die Ausstellung „Mach‘ dir ein paar schöne Stunden – Dürener Kinogeschichte(n)“. Alte Projektoren, Kinorollen und Popcorn begleiten die Besucherinnen und Besucher auf der Reise.

Das Museum Zitadelle in Jülich eröffnet die Ausstellung „Ecce Ego – ECCE EGO. Jens Dummer – Selbstbildnisse“. Zu sehen sind zahlreiche Selbstporträts, die den Wandel der eigenen Zeit zeigen, sich mit dem Altern und Wohlbefinden beschäftigen. Zudem laden Rundgänge durch die Festung ein, das Bauwerk zu erkunden.

Das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen präsentiert die Wanderausstellung „1700 Jahre jüdisches Leben im Rheinland“, die sonst in Schulen unterwegs ist. Auf der Spurensuche jüdischen Lebens gibt es einen Einblick in den Alltag eines Viehhändlers aus dem Jahr 1811, der in einem Buch sein Leben festgehalten hat.

Das komplette Programm präsentieren die teilnehmenden Häuser auch auf ihren Internetseiten.