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Neues Hochwasser-Portal in Nordrhein-Westfalen gestartet

Region/Düsseldorf – NRW Minister Oliver Krischer: Wir werden mehr in den Hochwasserschutz investieren müssen – Zweiter Tag der #Thementour2023 von Minister Oliver Krischer –  Ertüchtigung von Deichanlagen notwendig. Der Starkregen im Juli 2014 mit der Überflutung weiter Teile der Innenstadt von Münster, die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 und das Unwetter vor gut einem Monat mit einem Deichabbruch an der Emscher: Die Folgen des Klimawandels und von Extremwetterereignissen hinterlassen auch in Nordrhein-Westfalen immer deutlichere Spuren und werden mehr und mehr zu einer Belastung für Mensch, Umwelt und Infrastruktur. Allein das Ausmaß der Überschwemmungen bei der Hochwasserkatastrophe vor zwei Jahren hat in vielen Bereichen die bisherigen Erfahrungswerte überschritten. An den Gewässern Ruhr, Wupper, Sieg, Agger, Erft und Eifel-Rur sowie deren Nebengewässern waren die Scheitelwasserstände vielfach historisch hoch und teils deutlich über den bisher aufgezeichneten Höchstständen. „Das Hochwasser und die Sturzfluten vor zwei Jahren brachten die größte Naturkatastrophe in der Geschichte Nordrhein-Westfalens mit sich“, sagte Umweltminister Oliver Krischer am zweiten Tag seiner #Thementour2023, bei der am Mittwoch, 26. Juli, in Xanten und Greven der Hochwasserschutz sowie in Euskirchen die Hochwasserinformation und Prävention im Mittelpunkt stehen. „Ein funktionierender Hochwasserschutz, der auf dem aktuellen Stand der Technik ist, und moderne Hochwasserinformationssysteme als Warnung für die breite Bevölkerung sind daher wichtige Voraussetzungen, um Bürgerinnen und Bürger vor Extremwettereignissen zu schützen.“

Extremwettereignisse werden zunehmen
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) erwartet für die Zukunft, dass durch den fortschreitenden Klimawandel meteorologische Extremereignisse häufiger auftreten: „Der Klimawandel hinterlässt auch bei uns in Nordrhein-Westfalen deutliche Spuren in allen Umwelt-, Wirtschafts- und Lebensbereichen“, erklärte Dr. Barbara Köllner, Vizepräsidentin des LANUV. „Unsere Daten aus dem Monitoring zu den Folgen des Klimawandels zeichnen die Entwicklung eindeutig nach: Die Dürrejahre 2018 bis 2020 und 2022, die auch immer neue Temperaturrekorde mit sich brachten, sowie mehr Starkregenereignisse bis hin zur Flutkatastrophe unterstreichen die Tendenz.“

Minister Krischer sieht die Landesregierung bei der Weiterentwicklung des Hochwasserrisikomanagements auf einem guten Weg. Insbesondere bei der Umsetzung des 10-Punkte-Arbeitsplans mit dem Nachtragshaushalt 2022 wurden über 100 neue Stellen in der Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes geschaffen. Davon entfallen 31 Stellen auf das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). Diese Stellen werden vor allem für die Hochwasservorhersage und den Hochwasserinformationsdienst eingesetzt. Um rechtzeitig auf drohendes Hochwasser reagieren zu können, sind Informationen über die aktuellen Wasserstände und deren Entwicklung von entscheidender Wichtigkeit. „Die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 hat uns dies eindrücklich vor Augen geführt“, sagte Minister Krischer. „Eine wichtige Maßnahme ist daher, das bestehende Pegelmessnetz weiter auszubauen, die Datenerfassung stetig zu verbessern und das gesamte Pegelmessnetz weiter zu optimieren. Ein modernes Pegelmessnetz ist einer der wichtigsten Bausteine für eine frühzeitige Hochwasserinformation und eine maßgebende Grundlage für eine verbesserte Hochwasservorhersage. Hierdurch soll die Bevölkerung besser und frühzeitiger vor Hochwasserereignissen gewarnt werden.“ 25 neue Standorte für den Bau von Pegeln zur Warnung vor Hochwasser in Nordrhein-Westfalen wurden ermittelt. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau der zusätzlichen Pegelmessanlagen begonnen werden.

Überprüfung der Hochwasserschutzanlagen 

Als Reaktion auf die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 prüft das Ministerium alle Aspekte des Hochwasserrisikomanagements auf seine Aktualität. Neben der Frage der Funktionalität der Hochwasserschutzanlagen, allen voran der Deiche, muss geprüft werden, ob die Kulisse der Gewässer mit einem signifikanten Hochwasserrisiko erweitert werden muss. Damit verknüpft ist die Frage, ob und in welcher räumlichen Ausdehnung Überschwemmungsgebiete neu festgesetzt werden müssen. Mit dem Ziel, den Hochwasserschutz vor Ort zu verbessern, sollen zudem überregionale Hochwasserschutzkonzepte erstellt und umgesetzt werden. Neben einer geeigneten Hochwasserinformation können unter anderem Maßnahmen des natürlichen Wasserrückhalts, einer veränderten Flächennutzung vor Ort und auch Maßnahmen des technischen Hochwasserschutzes dabei helfen, die Menschen in Nordrhein-Westfalen vor Hochwasser zu schützen.

Minister Krischer: „Das Juli-Hochwasser von 2021 und die Beschädigung des Emscher-Deiches in Dinslaken durch das Unwetter im Juni 2023 haben einmal mehr gezeigt, dass wir unser Augenmerk auch auf die Hochwasserschutzanlagen und deren Funktionsfähigkeit legen müssen. Diese Untersuchung läuft bereits seit mehreren Monaten, und es zeigt sich jetzt schon, dass mindestens auf der Hälfte der Deichkilometer Handlungsbedarf besteht.“ Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen etwa 530 Kilometer Deiche und Schutzmauern an den größeren Flüssen des Landes. Nach Abschluss der Überprüfung soll dem Landtag das Ergebnis in einem Bericht übermittelt werden.

Neues Hochwasserportal gestartet

Um die breite Öffentlichkeit schneller und besser über Hochwassergefahren zu informieren, hat das LANUV das neue Hochwasserportal.NRW freigeschaltet. Es informiert über die Online-Messdaten der Hochwassermeldepegel, der gewässerkundlichen Pegel und der Niederschlagsmessstationen des LANUV. Bei bevorstehenden und aktuellen Hochwasserlagen in Nordrhein-Westfalen werden auf dem Hochwasserportal.NRW regelmäßig hydrologische Lageberichte zur wasserwirtschaftlichen Bewertung der Wettersituation und der weiteren Entwicklung zur Verfügung gestellt.

Hinter dem Hochwasserportal.NRW steht ein komplexes Geflecht von Fachanwendungen und Daten-Abrufsystemen. Das Portal bildet den Übergangspunkt zwischen den landesinternen Systemen der Verwaltung und den länderübergreifenden Systemen zur Hochwasserinformation.

Weitere Informationen:

– Neues Hochwasserportal
https://www.hochwasserportal.nrw.de

– Fotogalerie zur #Thementour2023

https://www.umwelt.nrw.de/bilderalben/thementour-2023

Abo-Dienst für Hochwassermeldungen und Lageberichte
https://www.umweltportal.nrw.de/abo-service

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Fair Play-Tour der Großregion 2023 – Kreissparkasse Bitburg-Prüm unterstützt soziales Engagement von Jugendlichen

Bitburg – Die 23. Fair Play-Tour – eine Aktion von Schülern und Jugendlichen unterschiedlicher Nationalitäten für Fairness, Völkerverständigung und Gewaltfreiheit in Sport und Gesellschaft fand vom 16. Bis 21. Juli 2023 in unserer Großregion statt und wurde am 16. Juli von Kreissparkasse Bitburg-Prüm an ihrem Etappenziel in Bitburg empfangen.

Es nahmen ca. 120 Schülerinnen und Schüler mit Ihren Lehrkräften und Betreuern an dieser interregionalen Fair-Play-Radtour teil und legten ca. 560 km durch Belgien, Luxemburg, Lothringen, das Saarland und Rheinland-Pfalz zurück. Sie setzen damit erneut ein Zeichen für ein gemeinsames, offenes Europa und Fairness in Sport und Gesellschaft. Das Ziel ist, gegen Ausländerfeindlichkeit und Gewalt – für Toleranz und Integration zu demonstrieren. Gleichzeitig sammeln sie Spenden für soziale Projekte im Partnerland Ruanda mit dem mittlerweile eine 40jährige Partnerschaft besteht.

Fairness im Sport und im Alltag ist in unserer erfolgsorientierten Gesellschaft heute nicht mehr selbstverständlich. Den Anspruch der Fairness greift die Kreissparkasse Bitburg-Prüm auch in ihrem gesellschaftlichen Engagement auf und unterstützt die Fair Play Tour in Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie des Rheinland-Pfälzischen Sports.

„Mit dieser Initiative verfolgen wir das Ziel, den Fairness-Gedanken wieder stärker ins Bewusstsein von Sportlern, Schulen, Vereinen und Zuschauern zu rücken. Es erfordert viel persönlichen Einsatz aller Beteiligten, den fairen Weg zu finden und zu gehen“, betont Mark Kaffenberger, Mitglied des Vorstands der Kreissparkasse Bitburg-Prüm. Daher gilt unsere besondere Anerkennung den hier teilnehmenden Schülern, für ihr vorbildliches Engagement.

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Neuer Streetworker ist in Alsdorf Ansprechpartner für Jugendliche

Alsdorf – Max Müller hat ein Motto, das ihm beruflich ein Wegweiser ist. „Ich betrete die Lebenswelt der Jugendlichen in freiem Raum stets nur als Gast!“ Als Streetworker ist der 34-Jährige seit Mai im Dienst der Stadt Alsdorf unterwegs. Meist zusammen mit Hartmut Krombholz, der diese Aufgabe seit 13 Jahren hat. Zu den Jugendlichen zu gehen, in Kontakt zu kommen, Freizeitangebote zu machen oder Hilfen anzubieten – diese vielschichtige Arbeit ist beiden ein Anliegen.

„Wir bieten das ultimative niedrigschwellige Angebot“, sagt Max Müller. Ganz ohne jede Form von Zwang, auf Augenhöhe. So fällt es manchem Jugendlichen leichter, sich zu öffnen, der es anderen erwachsenen Behördenvertretern gegenüber so wohl nicht tun würde. Im sozialen Bereich hat der neue Streetworker schon viele Erfahrungen gesammelt. Der gelernte Altenpfleger hat vier Jahre lang in diesem Beruf gearbeitet, bevor er ein Studium der Sozialen Arbeit begonnen und mit dem Bachelor abgeschlossen hat. Vier Jahre lang war er zudem im „Cafe Baustein“ in Alsdorf in der Suchtberatung tätig und hat dabei bereits Kontakte zum Streetwork geknüpft.

Einmal pro Woche begleitet ein Suchtberater nämlich die Streetworker bei ihren Runden durch die Innenstadt. „Solche Begegnungen machen es manchen leichter, den Weg in die Suchtberatung zu finden, wenn sie Hilfe brauchen“, sagt Hartmut Krombholz. Ratgeber in einem anderen Rahmen zu sein – bei solchen Runden hat auch Max Müller gespürt, wie sehr in diese Aufgabe reizt. Nun ist er als Nachfolger von Streetworkerin Susanne Schlegel-Witte sowohl im Streetworker-Büro an der Otto-Wels-Straße 2B vor Ort, als auch an vielen öffentlichen Plätzen in der Stadt. Beispielsweise an der Skate-Anlage am Annapark, wo die Streetworker meist mittwochs von 15 bis 19 Uhr anzutreffen sind. Oder an der Annaplatte im Zentrum (donnerstags von 15 bis 19 Uhr) und im Bereich des Spielplatzes Imigstraße in Mariadorf. Eben überall dort, wo Kinder und Jugendliche sich gerne treffen.

Auch mit dem Streetworker-Bus sind Hartmut Krombholz und Max Müller unterwegs, dessen auffällige Graffitis viele in der Stadt kennen. Dass sie ihre Zielgruppe mit ihren Angeboten erreichen, freut beide. Und bald könnte es neue geben. So würde Max als passionierter Mountainbike-Fahrer gerne Reparatur-Tipps rund ums Rad geben oder gemeinsame Tourenangebote starten. Oder etwas im Musikbereich, denn der Metal-Fan könnte sich kleine Festivals in der Stadt gut vorstellen. Ideen von Jugendlichen aufzunehmen oder ihnen welche anzubieten – dieser Grundsatz wird sie weiterhin bei ihrer Arbeit begleiten.

 

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Grundschulen der VG Mendig profitieren vom Digitalpakt Schule

Mendig – Eine „smartes“ Bildungsangebot – In der Verbandsgemeinde Mendig genießt die digitale Bildung bereits in den Grundschulen höchste Priorität. Um dieses Ziel umzusetzen wurden und werden jetzt in den Grundschulen der Verbandsgemeinde Mendig – im Rahmen des DigitalPaktSchule – die technischen Voraussetzungen geschaffen. In den Grundschulen in Thür und Rieden wurden jeweils vier Smartboards installiert und in der Grundschule Pfarrer Bechtel in Mendig werden insgesamt 19 für den Unterricht zur Verfügung stehen.

Überzeugten sich mit Schülerinnen und Schülern, dass in der Grundschule in Thür auch die 1. Klasse erstklassisch ausgestattet ist (von links): Tanja Retterath, IT-Beauftragte Grundschule Thür, Ellen Küpper, Leiterin Grundschule Thür, Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig, Lukas Ellerich, Ortsbürgermeister Thür, Ute Dernbach, Teilbereichsleiterin Familien, Schulen und Soziales VG-Verwaltung Mendig, und Peter Stein, IT-Administration und Benutzerservice VG-Verwaltung Mendig. Foto: VG-Verwaltung Mendig/Pauly

Die Maßnahme wird über den DigitalPaktSchule mit 207.989,05 Euro vom Bund gefördert. Dass sind 90 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten, die mit 231.098,94 Euro veranschlagt sind. Die verbleibenden zehn Prozent müssen vom Schulträger – in diesem Fall der Verbandsgemeinde Mendig – getragen werden. „Dabei wurde ein Glasfaseranschluss mit einer Bandbreite von 300/50 Mbit/s realisiert, die bestehende Netzwerkverkabelung durch zusätzliche Anschlüsse ergänzt und Netzwerkkomponenten wurden erneuert oder neu verbaut. Jeder Klassenraum hat einen eigenen WLAN-Accesspoint erhalten und alle vier Klassen haben ein Smartboard bekommen“, erklärte der Mendiger VG-Bürgermeister Jörg Lempertz bei der offiziellen Übergabe der digitalen Lernmittel in den Grundschulen in Thür und Rieden.

Sowohl in Thür als auch in Rieden werden die Smartboards in verschiedenen Fächern genutzt. Dabei werden Lernprogramme, unter anderem für Mathematik und Deutsch genauso genutzt, wie entsprechende Medien für Sachkundethemen.

Die Smartboards in der Grundschule Pfarrer Bechtel in Mendig werden in den Sommerferien installiert und stehen damit im neuen Schuljahr zur Verfügung.

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Polizei warnt Handwerk vor verstärkten Autoaufbrüchen und Werkzeugdiebstahl

Region/Mayen-Koblenz – Beratungsstelle der Kriminaldirektion Koblenz gibt Hinweise zu präventiven Maßnahmen – Die Kriminaldirektion Koblenz ruft Handwerksbetriebe mit Fuhrpark auf, die Sicherungsmaßnahmen um ihre Fahrzeuge zu erhöhen. Denn vermehrt werden in letzter Zeit Fahrzeuge von Handwerksbetrieben aufgebrochen und aus den Wagen Werkzeuge und Material gestohlen.

„Aktuell erreichen uns besonders viele Informationen zu diesen Delikten und wir möchten Handwerksbetriebe sensibilisieren, gerade jetzt wachsam zu sein und Vorkehrungen im Sinne der Sicherheit ihrer Fahrzeuge zu treffen“, informiert das Beratungszentrum der Koblenzer Polizei. Sie rät, Firmenwagen auf eingezäunten Betriebsflächen abzustellen und insbesondere teure Werkzeuge nicht im Fahrzeug zu lagern.

Zusätzlich sollte das Gelände gut ausgeleuchtet sein und videoüberwacht. Insbesondere an öffentlichen Straßen abgestellte, oft als solche beschriftete Handwerkerfahrzeuge sind laut Koblenzer Polizei aktuell besonders bevorzugte Ziele der Diebe.

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Gesundheit

Drei Re-Zertifizierungen auf einen Schlag für das Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Hohe Qualitätsstandards bestätigt – Geprüft und ausgezeichnet wurden das interdisziplinäre Bauchzentrum, das Harnsteinzentrum sowie das Gesamtklinikum. Zertifizierungen machen Qualität objektiv messbar. Im Gesundheitswesen signalisieren Sie Patientinnen und Patienten, dass ein Klinikum bestimmte Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllt und diese regelmäßig von offizieller Stelle überprüfen lässt. Gleich drei solcher Überprüfungen standen unlängst am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler an. In mehr als hundert Gesprächen und zahlreichen Begehungen haben geschulte Fachauditoren das Qualitätsmanagement des Hauses genau unter die Lupe genommen. Ende Juni kam die positive Rückmeldung: Das Klinikum, sein interdisziplinäres Bauchzentrum sowie das Harnsteinzentrum entsprechen den hohen ISO-Anforderungen und können erneut zertifiziert werden. „Die Prüferinnen und Prüfer bescheinigten uns eine insgesamt hervorragende Qualität“, freut sich der Ärztliche Direktor Dr. Thomas Lepping.

„Die ISO 9001:2015 ist die bedeutendste internationale Qualitätsnorm“, erklärt Martina van Bonn, die das Qualitätsmanagement des Klinikums verantwortet. „Sie steht für die Einhaltung hoher Qualitätsstandards, die jährlich überprüft und alle drei Jahre in einem Re-Zertifizierungsprozess überwacht werden.“ Ganz bewusst hat sich das Marienhaus Klinikum für die konfessionelle Zertifizierungsgesellschaft proCum Cert entschieden. Über die normalen ISO-Anforderungen hinaus, berücksichtigt diese auch zusätzliche Kriterien, die vor allem christliche Krankenhäuser prägen. Darunter zum Beispiel Trägerverantwortung, Sozialkompetenz im Umgang mit Patienten und Mitarbeitenden, Spiritualität sowie Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.

Neben der gesamten Klinik wurden auch zwei Zentren des Hauses re-zertifiziert. Darunter das interdisziplinäre Bauchzentrum, als Anlaufstelle für Menschen mit Erkrankungen im Bereich des Bauchraums – von Sodbrennen bis Darmkrebs. Hier arbeiten Spezialisten aus Viszeralchirurgie, Gastroenterologie, Onkologie, Radiologie, Psychosomatik, Ernährungsberatung und Pflege entsprechend neuester Erkenntnisse und Leitlinien Hand in Hand. Sie führen gemeinsame Sprechstunden, Visiten und Fallkonferenzen durch. „So können wir das bestmögliche Behandlungsergebnis für unsere Patienten erreichen“, betont Chef-Gastroenterologe Prof. Jörg Heller.

Das ebenfalls re-zertifizierte Harnsteinzentrum ist auf die Behandlung von Harnsteinleiden spezialisiert. Erklärtes Ziel: Nicht nur den akuten Harnstein zu entfernen, sondern auch die Ursache für sein Auftreten zu diagnostizieren und entsprechend zu behandeln. Dazu stehen dem interdisziplinären Team aus Urologen, Ernährungsmedizinern und Ernährungsberatern modernste Analyse-, Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zur Verfügung.  „Nur so können wir mit einem individuellen Therapiekonzept daraufhin arbeiten, dass die Erkrankung nicht in einigen Jahren erneut auftritt“, sagt Dr. Christian Fisang, Chefarzt der Urologie am Krankenhaus Maria Hilf.

Von Harnstein bis Darmkrebs: Wer krank ist, möchte seine Behandlung in kompetenten Händen wissen. Zertifizierungen wie die DIN ISO 9001:2015 können für Patientinnen und Patienten ein nützlicher Indikator sein, um die Qualität und Sicherheit einer Einrichtung zu bewerten.

Das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler besteht aus dem Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr sowie der Brohltal Klinik St. Josef, einer Fachklinik für geriatrische Rehabilitation, in Burgbrohl. Es gehört zur Marienhaus-Gruppe, einem der größten christlichen Träger sozialer Einrichtungen in Deutschland. Die Gruppe betreibt u.a. 15 Kliniken an 16 Standorten, 4 medizinische Versorgungszentren, 18 Einrichtungen für Menschen im Alter, 2 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen an 3 Standorten, 13 stationäre und ambulante Hospize sowie 9 Bildungseinrichtungen.

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Persönlicher Einsatz für die Erforschung der Vulkanologie in der Eifel

Region/Trier – Landesverdienstmedaille für Vulkanologen Hans-Ulrich Schmincke – Hans-Ulrich Schmincke hat am 21. Juli die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz erhalten, aus der Hand des Präsidenten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Thomas Linnertz. Schmincke wurde für sein herausragendes, wissenschaftliches Engagement und seinen Einsatz in und für Rheinland-Pfalz geehrt.

„Die Verleihung der Landesverdienstmedaille an Sie demonstriert, wie wichtig und unverzichtbar die Verzahnung zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und dem Staat ist“, betonte ADD-Präsident Linnertz in seiner Laudatio. „Ihr persönlicher Einsatz für die Erforschung der Vulkanologie in der Eifel stellt eine außergewöhnliche und herausragende Bereicherung in Rheinland-Pfalz dar und hat einen hohen Mehrwert für unser Land und darüber hinaus.“

Als Vulkanologe hat Hans-Ulrich Schmincke sich große Verdienste um die Schaffung der beiden Eifel-Vulkanparks „Natur- und Geopark Vulkaneifel“ mit Sitzen in Daun und in Plaidt erworben. Die UNESCO Geoparcs haben einen besonderen Blick auf das erdgeschichtliche, natürliche und kulturelle Erbe der Region. Neben der Umweltbildung tragen sie zur nachhaltigen Regionalentwicklung bei. „Gerade die Verbindung zwischen den Erd- und Geowissenschaften sowie dem Tourismus setzt Impulse in vielfältigen gesellschaftlichen Bereichen: Gastronomie, Kunst, Kultur, Sport und Freizeit“, so Linnertz weiter.

Zur Person

Hans-Ulrich Schmincke wurde 1937 in Detmold geboren und studierte von 1957 bis 1964 in Göttingen, Freiburg, Aachen, Baltimore und Santa Barbara, bevor er 1969 einen Lehrstuhl für Geologie und Petrologie an der Ruhr-Universität in Bochum übernahm. 1990 wechselte er an das Kieler Forschungszentrum für Marine Geowissenschaften (Geomar), wo er bis zu seiner Emeritierung 2003 als Leiter der Abteilung Vulkanologie und Petrologie tätig war. Von 1983 bis 1991 war Schmincke als Generalsekretär der internationalen Vulkanologen-Vereinigung tätig.

Neben internationaler Forschungen, welche ihn unter anderem zu den Kanarischen Inseln oder an die chinesisch-nordkoreanische Grenze führten, lag ihm die Erforschung der Vulkanologie in der Eifel immer am Herzen. Maßgelblich trug er zur Errichtung der Vulkanparke bei, indem er in unzähligen Sitzungen bei Kommunalvertreterinnen, Bürgern und Verbänden für die Errichtung und Etablierung der Naturparke warb und dabei insbesondere die Alleinstellungsmerkmale betonte, die touristisch nutzbar gemacht werden sollten. Schwerpunkt seines Engagements war dabei die Identifikation der Gesellschaft mit der geologischen Geschichte, der einzigartigen Landschaft und der Erschließung des Vulkantourismus. Bei der Ausbildung der Gästeführer der Geoparke war Schmincke beteiligt und setze sich für die Vermittlung vulkanologischer Forschungsergebnisse ein. Nach wie vor ist er regelmäßig als Dozent präsent und begleitet Exkursionen.

Hans-Ulrich Schmincke hat im Laufe von Jahrzehnten eine Vielzahl von Büchern geschrieben, sechs davon sind den Eifelvulkanen gewidmet. Sie ermöglichen sowohl Studierenden wie auch Laien einen Zugang zu diesem Thema. International stärkt er den Bekanntheitsgrad der Eifelvulkane durch das Standardwerk „Vulkanismus“, welches nicht nur ins Englische, sondern auch ins Chinesische übersetzt wurde.

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Kunst & Kultur

Kunst im Rathaus Euskirchen

Euskirchen – Ab dem 11. August 2023 zeigt die Ausstellungsreihe Kunst im Rathaus in der Euskirchener Stadtverwaltung das Ergebnis eines inklusiven Kunstprojektes der Nordeifelwerkstätten.

Jeden Monat vermittelte Anisa Sofie Rahmouni-Büker den Projektteilnehmenden eine Kunsttechnik, aus der diese dann selbst ein Kunstwerk herstellten. So entstand eine Vielzahl unterschiedlichster Werke aus vielen verschiedenen Materialien und Farben, in deren Mittelpunkt immer der Mensch steht – ganz gleich welcher Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Religionszugehörigkeit.

Die Ausstellung „Zusammen Mensch sein – Wir alle können bunt“ ist bis zum 13. Oktober 2023 im Rathaus (Kölner Straße 75) zu sehen. Die feierliche Eröffnung findet am Freitag, den 11. August 2023 um 19.00 Uhr statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

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Gesundheit

Hebammenschule des GK-Mittelrhein verleiht Examen

Region/Mayen-Koblenz – 19 Absolventinnen werden gut vorbereitet in ihren Traumberuf starten – Künftig werden sie als Expertinnen für Schwangerschaft, Geburtshilfe und Wochenbettbetreuung viele Frauen während einer ihrer intensivsten Lebensphasen begleiten. Nach drei Jahren mit 1600 Stunden Theorie und 3000 Stunden Praxis sowie einem Examen mit schriftlichem, praktischem und mündlichem Teil sind 19 Schülerinnen der Hebammenschule am Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, Standort Kemperhof nun fertig ausgebildete Hebammen.

„Alle jungen Damen haben während ihrer Ausbildung viel Engagement bewiesen und immer wieder gezeigt, dass sie es verstehen, den Beruf der Hebamme mit viel Disziplin, Liebe und Respekt auszufüllen“, berichtet Birgit Eultgem, die bereits seit Gründung vor über 25 Jahren Leiterin der Hebammenschule ist. Dr. rer. cur. Natalie Waldforst, Direktorin des Bildungs- und Forschungsinstituts (BFI) am GK-Mittelrhein, gratulierte den Absolventinnen zu ihren sehr guten Leistungen und wünschte Ihnen alles Gute für ihre wichtige berufliche Aufgabe. Die Hebammenschule gehört zum BFI und ist eine von nur dreien in ganz Rheinland-Pfalz. Sie bildet eigene Hebammenschüler in Theorie und Praxis aus und kooperiert darüber hinaus mit anderen Häusern und Einrichtungen – auch überregional.

Die Absolventinnen 2023 heißen: Jule Arends, Leonie Bach, Anna Barnitzke, Melina Dammann, Saskia Huppertz, Nina Hüschelrath, Carolin Krump, Hanna Lüdeke, Charlotte Luig, Kathleen Michel, Emily Nolden, Chantal Schmitt, Sophia Urmersbach, Jannette Bajrami, Maria Zemke, Carmen Klasen, Ronja Kraft, Teresa Sarholz und Viviane Stephan.

Ab Herbst 2023 wird der Beruf der Hebamme akademisch ausgebildet. Das GK-Mittelrhein bietet nun in Kooperation mit der Universität Mainz den Studiengang „B. Sc. Hebammenwissenschaften“ an. Weitere Informationen zur Hebammenausbildung am GK-Mittelrhein gibt es online unter www.karriere-gk.de.

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Tourismus

Geführte Wanderung auf dem Neuer-Burg-Weg rund um das Eifelstädtchen Neuerburg

Bollendorf/Bitburg-Prüm – Auf den Spuren der Geschichte: Ins idyllische Neuerburg und durch die wunderschöne Landschaft rund um das Eifelstädtchen führt am 4. August eine ganz besondere Tour unter Leitung von Naturpark-Ranger Gerhard Krämer. Der Neuer-Burg-Weg ist nicht nur ein zertifizierter Premium-Wanderweg, sondern auch ein „Mußepfad“, der die Wanderer tief in die Geschichte der Stadt und der Region eintauchen lässt. Vor allem eine berühmte Sage steht im Mittelpunkt der Wanderung: Die Geschichte von Ritter Kuno von Stolzenfels und seiner Liebe zu Ida, dem Neuerburger Burgfräulein – erzählt mit Hilfe von Bildern, Versen und Symbolen an den Mußeplätzen des Weges. Während dieser Tour erwacht aber sogar die Hauptfigur zum Leben: Ritter Kuno höchstpersönlich, dargestellt von Volker Teuschler, berichtet von seinen Abenteuern – und vom Happy End mit Ida.

Auf der rund 11 Kilometer langen Route erleben die Teilnehmer eine abwechslungsreiche Tour mit zahlreichen Highlights von Neuerburg: Vom historischen Marktplatz mit seinen engen, winkligen Gassen und dem Beilsturm, Relikt der alten Stadtbefestigung von Neuerburg aus dem 16. Jahrhundert, bis hin zum berühmten Schwarzbildchen – dem hohlen Baum, in dem Ritter Kuno der Sage nach Schutz vor seinen Verfolgern suchte. Den krönenden Abschluss bildet die Burg, das Wahrzeichen von Neuerburg. Der Innenhof und die Hofkapelle können besichtigt werden. Am Fuß der Anlage befindet sich der Stadtpark mit Weiher, Spielplatz und Blick auf zwei imposante Wasserfälle.

Tipp: Nach der Wanderung zu Musik und Unterhaltung in den Stadtpark: Am 4.8. spielen dort „Müllers Musikanten“ im Rahmen des Musikalischen Sommers – von der Burg nur ein Katzensprung entfernt!

Start der Wanderung: 14.00 Uhr

Dauer: rund 5 Stunden mit Pausen

Teilnahmegebühr für die Wanderung: 16 € für Erwachsene, 10 € für Kinder. Verpflegung nicht inklusive.

Anmeldungen zur Erlebnistour sind online möglich unter www.felsenland-suedeifel.de/buchbare-erlebnisse. Dort gibt es auch alle Details zu der Tour sowie weitere Angebote.

Kontakt: Felsenland Südeifel Tourismus GmbH, Neuerburger Straße 6, 54669 Bollendorf, E-Mail: info@felsenland-suedeifel.de, Tel. +49 (0)6525 933930, www.felsenland-suedeifel.de

Hinweis: Die Termine weiterer Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums des NaturWanderPark delux finden sich unter www.naturwanderpark.eu/jubilaeumswanderungen