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Die digitale Transformation im Landkreis Mayen-Koblenz nimmt Fahrt auf

Region/Mayen-Koblenz – Jüngst konnte der Landkreis Mayen-Koblenz die Strategie der „Smarten Region MYK10“, die er im Rahmen des Förderprogramms „Modellprojekte Smarte Cities“ erarbeitet hat, seinen Fördermittelgebern, dem Bundesministerium für Stadtentwicklung und Bauwesen sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Prüfung und Freigabe überreichen.

„Wir haben den ersten Meilenstein erreicht. Die Strategie ist das Ergebnis von zwei Jahren Projektlaufzeit und gleichzeitig die Vision für die zukünftige digitale Entwicklung des Landkreises Mayen-Koblenz. Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv an der Ausgestaltung der Strategie gearbeitet. Ihre Inhalte sind auf Grundlage umfassender Beteiligungsverfahren und in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl an Akteuren aus unserem Landkreis entstanden. Hierfür danke ich allen, die dazu beigetragen haben“, erklärt Landrat Dr. Alexander Saftig.

„Unser Ziel ist es, den Alltag der Menschen im Landkreis Mayen-Koblenz ‚smarter‘ zu gestalten – das bedeutet, ihn mit digitalen Lösungen angenehmer, einfacher, nachhaltiger und effizienter zu machen. Auf dem Weg dahin dient die Strategie zur ‚Smarten Region MYK10‘ als verlässlicher Wegweiser. Kurz gesagt beinhaltet die Strategie unsere Vision einer zukunftsfähigen Regionalentwicklung im digitalen Zeitalter“, ergänzt Sonja Gröntgen, Digitalisierungsbeauftragte des Landkreises Mayen-Koblenz.

Auf der Strategie aufbauend wird nun in die Umsetzungsphase gestartet. Es wurde in einer separaten „Digitalen Agenda“ die konkreten Maßnahmen, die sich aus der Strategie der „Smarten Region MYK10“ ableiten, erfasst. Die Ideen für alle Projekte stammen von regionalen Institutionen, Unternehmen, Umsetzungspartnern sowie aus der Bürgerschaft. Um bedarfsorientiert handeln und auf soziale, politische sowie wirtschaftliche Veränderungen reagieren zu können, wird die „Digitale Agenda“ in den nächsten Jahren um weitere Maßnahmen ergänzt.

Zu den ersten Projekten, die realisiert werden sollen, gehören:

  • Amt-O-Mat: Mit Selbstbedienungs-Automaten erhalten Bürger eine einfache Möglichkeit, Verwaltungsleistungen in Anspruch zu nehmen – in digitaler Form und ohne persönlichen Termin auf dem Amt. Darüber hinaus können auch Verwaltungsdokumente, wie beispielsweise Reisepässe, dort abgeholt werden. Die Nutzung der Automaten soll in einem zweijährigen Pilotprojekt getestet werden. Projektbeteiligte sind die Stadt Bendorf sowie die Verbandsgemeinden Mendig, Rhein-Mosel, Pellenz, Vordereifel und Weißenthurm.
  • Gesund: Im Rahmen des Projekts wird die Betreuung der Personen, die an Herzinsuffizienz leiden, durch den Einsatz von Telemedizin optimiert. Technisch unterstützt wird Herz.Gesund vom Koblenzer Start-Up Qurasoft. Das St. Nikolaus Stiftshospital Andernach begleitet das Projekt fachlich.
  • RegioHubs: Im Landkreis Mayen-Koblenz sollen insgesamt sechs multifunktionale Begegnungsorte – unter anderem in der Stadthausgalerie in Andernach, im Ideenkino in Bendorf und im Alten Pfarrhaus in Rieden – entstehen. Rund um ein Co-Working-Angebot, also anmietbare Schreibtische oder Büros in einem Gemeinschaftsgebäude, sollen dort weitere bedarfsorientierte analoge und digitale Nutzungsmöglichkeiten entstehen.

Die Digitalisierungsstrategie und die Digitale Agenda können Interessierte unter www.myk10.de einsehen und herunterladen.

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Top-Events

Freier Eintritt beim großen Nürburgring Familientag am Sonntag 20. August

Nürburgring – Wetterunabhängiger Ferienspaß im ring°boulevard, im Erlebnismuseum und auf der Tribüne. Shows mit Fußball-Star Jannik Freestyle, Kinder-Fahrstrecke, Hüpfburgen und mehr. Komplett kostenfrei: Eintritt zum Nürburgring Familientag und Parkplätze.

Mit einem bunten Programm und freiem Eintritt findet am Sonntag, 20. August der erste Nürburgring Familientag statt. Von 10:00 bis 18:00 Uhr warten im überdachten ring°boulevard zahlreiche Mitmachangebote. Auch ein Youtube-Star ist mit dabei: Jannik Freestyle wird den Kindern seine Fußball-Tricks zeigen. Darüber hinaus sind das Motorsport-Erlebnismuseum ring°werk und die Haupttribüne der Grand-Prix-Strecke kostenfrei geöffnet. Alle Infos und Attraktionen des Familientags gibt es unter www.nuerburgring.de

Mit Kettcars oder Rutschautos ein paar Runden auf dem Mini-Nürburgring drehen, danach einen Blick auf die echte Rennstrecke werfen, und zum Abschluss noch beim Glücksrad einen Gewinn mit nach Hause nehmen: Beim Nürburgring Familientag haben die Kinder die Wahl, was als nächstes ansteht. Mit einer ganzen Reihe an Ständen und Attraktionen wird der ring°boulevard zu einer wahren Familienmeile. Hüpfburgen, Kinderschminken, kostenloses Popcorn, Glücksrad, Kinderparcours und weitere Aktionen locken in die Indoor-Location. Leuchtende Kinderaugen gibt es auch bei den Blaulicht-Einsatzfahrzeugen, mit denen die Feuerwehr, der Nürburgring Rettungsdienst des DRK und die Polizei vor Ort sind. Fußball-Akrobat Jannik Freestyle sorgt am Ring mit seinen Shows für Begeisterung. Mehr als 2,5 Millionen Follower auf TikTok, Instagram und YouTube verfolgen bereits seine spektakulären Ballkünste. Nun bringt er auch die Gäste des Nürburgring Familientags zum Staunen. Ebenfalls möglich: Kinder und Jugendliche können ihre ersten Runden auf einem Mini-Motorrad drehen. Darüber hinaus sind verschiedene Shops auf dem ring°boulevard für die Besucher geöffnet.

Mindestens genauso gefragt sind zwei tierische Besucher der Veranstaltung. Nürburgring-Fuchs Legend bekommt an diesem Tag Unterstützung von Biene Summi, dem plüschigen Maskottchen der Rhein-Zeitung. Zusammen mischen sie den Nürburgring Familientag auf – und stehen dabei natürlich für Erinnerungsfotos zur Verfügung.

Kostenfreier Eintritt ins Erlebnismuseum ring°werk
Neben dem Treiben im ring°boulevard lädt direkt nebenan das Motorsport-Erlebnismuseum ring°werk zum kostenlosen Erkunden ein. Es bietet eine familienfreundliche Mischung aus spaßigen Attraktionen, lehrreichen Exponaten sowie atemberaubenden Rennwagen. So gibt es virtuelle Runden durch die Grüne Hölle mit dem Nürbus, Wind, Wasser und Gerüche im 4D-Kino oder unzählige Eindrücke aus der Nürburgring Geschichte im 3D-Drehtheater. Darüber hinaus kann die ganze Familie gegeneinander im Truck-Simulator fahren, während die kleinen Besucher sich im Kinderbereich austoben.

Auch der Eintritt auf die Haupttribüne der Rennstrecke ist an diesem Tag frei. Auf der Schnuppertribüne, so wird der Bereich der BMW M Power Tribüne direkt an Start-Ziel genannt, gibt es dann den Blick auf die Rennstrecke und Boxengasse.

Der Nürburgring Familientag öffnet am 20. August von 10:00 bis 18:00 Uhr, seine Tore für Groß und Klein – und ist komplett kostenfrei. Parkplätze stehen in direkter Nähe ebenfalls kostenfrei zur Verfügung. Alle Attraktionen sind überdacht und somit unabhängig vom Wetter. Weitere Infos und alle Programmpunkte in der Übersicht gibt es auf nuerburgring.de

Programmpunkte auf einen Blick:

  • Freier Eintritt ins Erlebnismuseum ring°werk
  • Kostenloser Besuch der BMW M Power Tribüne
  • Shows und Autogrammstunde mit Jannik Freestyle
  • Probesitzen im echten Formelfahrzeug
  • Kostenfreier Fahrparcours ring°kids Grand-Prix
  • Hüpfburgen
  • Kinderschminken
  • Glücksrad und Gewinnspiele
  • Popcorn für alle

Polizei, Feuerwehr und DRK mit Einsatzfahrzeugen

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Politik

SGD-Nord-Präsident würdigt ehrenamtliches Engagement von Kurt Gilles aus Sinzig

Region/Koblenz – Der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Wolfgang Treis, händigte in Vertretung von Frau Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz an Kurt Gilles aus Sinzig aus.

Herr Gilles hat sich in über 20-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit für seine Mitmenschen, besondere Verdienste um die Gesellschaft erworben. Sein Herz schlägt für die „Römer-Thermen“ in Bad Breisig. Unter dem Motto „Einfach dazu schwimmen und mitmachen“, bietet er täglich ehrenamtlich kostenfreie Wassergymnastik für die Besucherinnen und Besucher der Therme an, also auch an Wochenenden.

Diese Kurse führt er seit vielen Jahren fachlich professionell durch. Mit seiner sympathischen und herzlichen Art gelingt es ihm spielend, Menschen vorwiegend – 50-Plus –  für die sportliche Aktivität zu begeistern und sich dabei auch selbst fit zu halten.

Darüber hinaus hat er sich seit seiner Pension als Exportkaufmann und Referatsleiter bei der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH (CMA) beim Senior Experten Service (SES) engagiert.  Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit ist die größte deutsche Ehrenamtsorganisation für Fach- und Führungskräfte im Ruhestand oder in einer beruflichen Auszeit. Seit 1983 unterstützt der SES den Know-how-Transfer in der Entwicklungszusammenarbeit.

Hier hat er projektbezogen mitgemacht und reiste im März 2008 nach Bolivien. Dort hat er eine Landwirtschaftskammer beraten und so zur Verbesserung der Exportstrategien für Agrarerzeugnisse beigetragen. Im Jahr 2010 war er in Mexiko und hat sein berufliches Wissen im Bereich Marketing von landwirtschaftlichen Produkten mit Vorträgen an der polytechnischen Universität von Tulancingo in spanischer Sprache weitergegeben.

In Deutschland setzt sich der SES vor allem für den Nachwuchs in Schule und Ausbildung ein. Im Rahmen der Initiative „VerA“, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, sollen Ausbildungsabbrüche verhindert werden. Hier hat er im Tandem-Modell Auszubildende im Bereich Hotel- und Gastronomie sowie Einzelhandel positiv begleitet.

Für sein Engagement sprach ihm Präsident Treis Dank und Anerkennung aus. Bei der Feierstunde in der SGD Nord waren seine Familie, Freunde sowie kommunale Vertreter anwesend. Für den Landkreis Ahrweiler der Erster Kreisbeigeordneter Horst Gies, für die Stadt Sinzig Beigeordneter Roland Janik, für die VG Bad Breisig die Beigeordnete Barbara Krebs-Haupt. Anreger der Auszeichnung war der Förderverein „Herz für die Römer-Thermen e.V.“ vertreten durch die  Vorsitzende  Frau Annegret Sattler, unterstützt durch den Geschäftsführer der Römertherme Herrn Bernd Schmitz.

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Kunst & Kultur

Eine weltberühmte Kinderbuch-Figur wird lebendig – Ab dem 25. August in Mayen

Mayen – Figurentheater mit Pettersson und Findus – Präsentiert wird ein Figurentheater mit dem neuen Stück “Pettersson und Findus – Ein Feuerwerk für den Fuchs”. Das Puppentheater ist mehr als ein lustiger Zeitvertreib für Kinder. Es ist ein Stück einzigartig, kindgerechte Kultur.

PETTERSSON UND FINDUS stammt aus der Feder eines der bekanntesten und beliebtesten Kinderbuchautoren – Sven Nordqvist. Das erste Bilderbuch über Pettersson und seine geliebte Katze erschien 1984 und inzwischen lieben Kinder auf der ganzen Welt die Geschichte in Büchern, auf der Bühne und auf der Kinoleinwand.

Das Puppenspiel ist „interaktiv“ inszeniert. Das bedeutet, dass die Kinder zum Mitmachen aufgefordert werden. Natürlich „fiebern“ die Kinder mit, um ihren „Helden“ zu helfen.

Die Vorstellungen befinden sich im Theaterzelt auf den Viehmarkt Mayen und starten ab Freitag, den 25. August und Samstag, den 26. August um 16 Uhr. Zum Abschluss am Sonntag, den 27. August um 11 Uhr und 15 Uhr.

Kartenvorverkauf ist nur am Premierentag 11 Uhr – 12 Uhr oder 30 Minuten vor Showbeginn an der Theaterkasse. Weitere Informationen zum Stück gibt es telefonisch unter 0162 / 80 12 377.

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Meckenheim forciert die Mobilitätswende – Vier neue Verleih-Stationen für das „RVK e-Bike“

Meckenheim – In der fahrradfreundlichen Stadt Meckenheim erfährt das Netz der RVK e-Bikes eine umfangreiche Erweiterung. Neben den bereits vorhandenen festen Stationen am Bahnhof Meckenheim und Haltepunkt Meckenheim Industriepark sowie den virtuellen Stationen am Kirchplatz und am Rathaus (Siebengebirgsring 4) wurden jetzt auch die Meckenheimer Ortsteile an das bestehende RVK-e-Bike-Verleihsystem angeschlossen. An den vier Standorten Parkplatz Ahrstraße (Altendorf-Ersdorf), Merl Schleife (Merl), Buswendeschleife (Lüftelberg) und Le-Mée-Platz (Meckenheim) besteht ab sofort die Möglichkeit, rund um die Uhr E-Bikes auszuleihen und zurückzugeben.

Gemeinsam mit Rene Höller, Projektmanager Intermodalität der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK), und den Ortsvorstehern von Merl und Ersdorf, Michael Sell und Ferdinand Koll, übergab Bürgermeister Holger Jung die Verleihstation am Le-Mée-Platz offiziell ihrer Bestimmung. Auch der Technische Beigeordnete Heinz-Peter Witt, Marcus Witsch als Leiter des städtischen Fachbereichs Verkehr und Grünflächen sowie die Mobilitätsmanagerin der Stadt Meckenheim, Liena Humke, nahmen daran teil.

„Wir stehen hier exemplarisch für die vier neuen Stationen“, sagte Bürgermeister Holger Jung, der sich sehr darüber freut, mit dem Ausbau des RVK-e-Bike-Netzes jetzt auch die Ortsteile an das Verleihsystem angeschlossen zu haben. Der Bürgermeister sprach von einem weiteren Baustein der Mobilitätswende. „Wir planen und setzen um“, bekräftigte er und erinnerte an das exzellente Abschneiden beim jüngsten ADFC-Fahrradklima-Test, bei dem die Apfelstadt die NRW-Wertung gewann und deutschlandweit den zweiten Platz in der Ortsgrößenklasse belegte. „Dieses herausragende Abschneiden untermauert Meckenheims Stellung als ausgezeichnete fahrradfreundliche Stadt und motiviert uns zusätzlich, unser Augenmerk vermehrt auf nachhaltige Verkehrslösungen zu legen.“

„Das Verleihsystem ist zudem Teil des ÖPNV-Angebotes und bietet VRS-Abonnentinnen und VRS-Abonnenten vergünstigte Tarife“, erklärte Rene Höller von der RVK. „Das ist uns als Verkehrsunternehmen besonders wichtig, denn das E-Bike-Angebot ist damit eine wertvolle Ergänzung zu Bus und Bahn“, so Höller. Er bestätigte am Beispiel von Merl, dass das neue Angebot bereits angenommen werde.

Erfreut zeigte sich auch Mobilitätsmanagerin Liena Humke, denn „das System lebt von der Dichte der Stationen.“ Sie verwies auf den vorteilhaften Knotenpunkteffekt. Am Le-Mée-Platz beispielsweise befindet sich die Verleihstation in direkter Nachbarschaft zur Bushaltestelle. Michael Sell und Ferdinand Koll lobten ebenfalls die Erweiterung. Sell sprach von einer „tollen Ergänzung zum hervorragenden Fahrradnetz“ während Koll auf die Nutzung der Rheinischen Apfelroute hinwies.

Das RVK e-Bike hatte im Jahr 2019 als Gemeinschaftsprojekt der sechs linksrheinischen Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises sowie der Gemeinde Weilerswist und der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) Fahrt aufgenommen. Das Angebot richtet sich gleichermaßen an Pendlerinnen und Pendler, Gelegenheitsfahrerinnen und -fahrer wie auch an Naherholungssuchende bzw. Touristen. Der Anbieter TIER Mobility (ehemals nextbike) betreibt das System. Seit dem Jahr 2020 besteht zudem die Gelegenheit, mit dem RVK e-Bike bis nach Bonn zu fahren. Hierfür sind drei Standorte als weitere virtuelle Stationen eingerichtet worden: Poppelsdorfer Allee in der Innenstadt, Bahnhof Bad Godesberg und Bahnhof Mehlem.

Das Ausleihprinzip ist einfach: Registrierung, Entleihe, Rückgabe, so lautet die Formel. Die Nutzerinnen und Nutzer können sich per nextbike-App anmelden. Bei der Ausleihe ist lediglich die App zu öffnen und der QR-Code am Rad zu scannen. Das Schloss öffnet sich dann automatisch. Bei der Rückgabe müssen die Nutzenden das Rad an einer RVK e-Bike-Station oder virtuellen Station abschließen, indem sie den Hebel am Rahmen nach unten drücken. Die Ausleihe in der App wird automatisch beendet. Auch ein Pausieren während der Fahrt ist möglich.

Das Projekt wurde durch das BMUV, damals Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, gefördert.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter:

www.nextbike.de/de/rvk/

www.rvk.de/e-bike/

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Mechernicher Tafel erhielt 59.500 Euro – Gefördert von der „Deutschen Fernsehlotterie“

Mechernich – Drei Kühlschränke und zwei Tiefkühltruhen mit bester Energieeffizienz, einen Elektrotransporter samt „Wallbox“ zum Aufladen und 250 Lebensmittelgutscheine, alles im Gesamtwert von 59.500 Euro, gab es nun für die Mechernicher Tafel – möglich gemacht durch eine Förderung der „Deutschen Fernsehlotterie“, bekannt aus „dem Ersten“ (ARD). Insgesamt hat Deutschlands traditionsreichste Soziallotterie aus Hamburg im gesamten Bundesgebiet Tafeln mit rund 23 Millionen Euro unterstützt.

Entsprechend groß war die Freude auch in Mechernich. Denn eine derartige Förderung hatte es seit der Vereinsgründung im Jahre 2004 noch nicht gegeben. Volker Nüßmann, der stellvertretende Vorsitzende neben dem Vorsitzenden Wolfgang Weilerswist, der Vereinsgeschäftsführer Hans-Peter Buhs und die Kassiererin Manuela Pütz nahmen die Spende von Nils Detering und Felix Kalbe, Repräsentanten der „Deutschen Fernsehlotterie“, überglücklich entgegen.

„Wahres Platzwunder“

Die mit rund 45.000 Euro größte Investition des Ortsvereins war ein neuer „Renault Kangoo“. Der Transporter fährt mit Strom und ist somit topmodern und nachhaltig – eine Voraussetzung der „Fernsehlotterie“. „Das ist ein wahres Platzwunder“, freute sich Manuela Pütz gegenüber der Agentur ProfiPress. Der Wagen stammt vom Euskirchener „Autohaus Raiffeisen“, bei dem der Vorsitzende Wolfgang Weilerswist „sehr gut Konditionen“ ausgehandelt habe.

Nun reiht er sich in die „Tafel-Flotte“, bestehend aus einem Tiefkühl- und einem Kühlfahrzeug, ein. Mit dem E-Transporter, der ein mittlerweile schon 18 Jahre altes Fahrzeug ersetzt, werden in Zukunft Lebensmittel aus dem gesamten Stadtgebiet abgeholt.

„Überwältigt von Engagement“

„Die regionale Arbeit des »Tafel Mechernich e.V.« ist eine feste Säule für jene Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Ich bin überwältigt vom selbstlosen Engagement der Helfer hier vor Ort!“, so Nils Detering.

Für Christian Kipper, den Geschäftsführer der „Deutschen Fernsehlotterie“, sind die Tafeln „unersetzliche Orte gelebter Menschenliebe, Mitmenschlichkeit, aber auch der persönlichen Zuwendung sowie Begegnung und werden dringend gebraucht.“

Dabei wird die Not des Vereins auch in Mechernich immer größer. Während die verfügbaren Lebensmittel in den vergangenen Jahren immer weniger wurden, hat sich die Zahl der Bedürftigen in zwei Jahren quasi verdoppelt. „Denn auch Flüchtige aus beispielsweise der Ukraine sind auf Hilfen angewiesen“, wie Pütz erklärte. „Mittlerweile kommen wöchentlich 782 Menschen, 330 davon Kinder“, so Volker Nüßmann.

Ausgabe ist immer dienstags und freitags. Aufgrund des Mangels mittlerweile in getrennten Gruppen. 35 ehrenamtliche Helfer sind mit dabei, der Altersdurchschnitt liegt laut Pütz bei 65 Jahren aufwärts. Hans-Peter Buhs: „Daher sind weitere Freiwillige, gerne auch mit Führerschein für »Dienstfahrten«, herzlich willkommen.“

Zwei Milliarden Euro seit 1956

Die Tafeln wurden im Vorfeld von ihrem Bundesverband kontaktiert. Per Antrag wurde dann der Förderbedarf geklärt. So kam es vor, dass manche „nur“ rund 2.000 Euro erhielten, andere hingegen bis zu 100.000 Euro. Die Chancen waren aber für alle gleich. „Denn die Unterstützung der Tafeln ist für uns eine Herzensangelegenheit“, so die „Fernsehlotterie“.

Jedes Jahr fließen mindestens 30 Prozent der Loseinnahmen über die „Stiftung Deutsches Hilfswerk“ in gemeinnützige Zwecke in ganz Deutschland. Dabei stehe die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen, Familien, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderung oder schwerer Erkrankung sowie Nachbarinnen und Nachbarn im Fokus. So erzielten die Mitspielerinnen und Mitspieler von 1956 bis heute eine Summe von mehr als zwei Milliarden Euro für karitative Zwecke.

Mehr als 13 Millionen Menschen sind in Deutschland von Armut betroffen oder unmittelbar von ihr bedroht. Etwa zwei Millionen nutzen das Hilfsangebot der Tafeln – so viele wie noch nie zuvor. Grund hierfür sind unter anderem die Pandemie, der Ukrainekrieg, die Inflation und die gestiegenen Energiekosten.

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Kunst & Kultur Top-Events

Das Innenstadt-Morgen Festival in Aachen feiert Premiere

Aachen – Für Groß und Klein, an wechselnden Orten, sechs Wochen lang – Vom 19. August bis zum 30. September lädt das neue Festival alle Menschen dazu ein, die eigene Stadt (neu) zu entdecken und mitzugestalten. Viele engagierte Stadtmacher*innen aus den Bereichen Handel, Gastronomie, Wissenschaft, Kultur und Kunst sind dabei.

Mehr als 130 Veranstaltungen

Leise plätschert der Johannisbach am bunten Spielplatz vorbei. Auf der neuen, blattförmigen Sitzgelegenheit isst eine Mutter mit Kindern. So sieht Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen den Aachener Lindenplatz gern: „Dieser Platz hatte schon immer Potenzial, das kommt mit der Umgestaltung des Spielplatzes und des Bachlaufs noch besser zur Geltung“, findet sie. „Innenstädte werden durch Vielfalt belebt. Genau solche Potenziale wollen wir, gemeinsam mit den vielen engagierten Menschen in unserer Stadt, im Zukunftsprozess Innenstadtmorgen heben und stärken“, so Keupen weiter.

Viele engagierte Stadtmacher*innen

Um zu zeigen, wo Veränderungen und Belebung heute schon sichtbar sind, findet von Samstag, 19. August, bis Samstag, 30. September, erstmals das Innenstadtmorgen Festival in der Aachener City statt. Über sechs Wochen lang erwartet die Besucher*innen ein buntes Programm aus Stadtfesten, Straßenaktionen, Führungen und Kultur für Groß und Klein und an wechselnden Orten in der Innenstadt. Gut 130 Veranstaltungen sind bislang zusammengekommen, das Programm wächst weiter an. „Die Aachener Innenstadt hat viel zu bieten! Mit dem Innenstadtmorgen Festival laden wir alle Menschen dazu ein, die Aachener City neu zu entdecken und mitzugestalten. Es freut uns sehr, dass wir viele engagierte Stadtmacher*innen aus den Bereichen Handel, Gastronomie, Wissenschaft, Kultur und Kunst gewinnen konnten, die sich zusammengeschlossen haben, um die Lebendigkeit der Aachener Innenstadt spürbar zu machen“, Citymanagerin Dr. Daniela Karow-Kluge. Die Bandbreite der Veranstaltungen und Aktionen ist vielseitig, wie ihr Kollege und Citymanager Kai Hennes erläutert: „Da gibt es zum Beispiel eine Stadtführung zum Thema Bäche mit künstlerischem Wasserspiel, ein Familienfest im Hof des Mörgens Theaters, einen Tag voller Jazzmusik am Boulevard Hartmannstraße am Elisengarten oder einen Kinoabend mit anschließender Diskussion zum Thema Mobilität der Zukunft, zu dem der Aachenfenster e.V. einlädt.“

Im Rahmen des Festivals finden bekannte und liebgewonnene Formate wie zum Beispiel der Europamarkt der Kunsthandwerker statt, aber auch neue Ideen bereichern das Programm. Das Kulturnetzwerk ARTbewegt ist dabei und bringt urbanen Tanz auf die Straße – an mehreren Tagen vom 5. Bis zum 10. September . „Wir wollen unser Programm mit Ausstellungen, Workshops und Pop-Up-Streetshows offen für die ganze Stadtgesellschaft gestalten“, erklärt Yvonne Eibig von ARTbewegt. Das philosophische Institut LOGOI in der Jakobstraße lädt am Samstag, 30. September, zum Gesprächsabend mit Dr. Jürgen Kippenhan und Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen zum Thema „Was macht unsere Stadt aus?“ ein. „Philosophie gehört nicht nur in den Elfenbeinturm der Universitäten. Sokrates ließ schon die Menschen in der Antike auf dem Marktplatz ihr Alltagsleben hinterfragen“, erklärt Kippenhan – und freut sich auf den Austausch mit dem Stadtoberhaupt und den Besucher*innen.

Markus Ulrichs Leidenschaft gehört den Aachener Bächen. An der Rennbahn wird der Wunsch vieler, einen weiteren Bachlauf wieder an die Oberfläche zu holen, bald Wirklichkeit. „Wir freuen uns riesig!“, sprüht Ulrich und spricht stellvertretend für eine große bürgerschaftliche Initiative. Einen Vorgeschmack darauf gibt es bereits am Freitag, 8. September. Dann ist unter dem Titel „Aachener Bäche: Wasser-Kraft-Raum in der Rennbahn“ genau dort ein spannender Mix zu erwarten. „Seien Sie gespannt, kommen Sie vorbei! Es gibt Musik, Führungen, eine künstlerische Darbietung und – na klar! – Wasser“, weckt Ulrich die Neugierde.

Auftakt am 19. August auf dem Willy-Brandt-Platz

Los geht’s mit dem Innenstadtmorgen Festival am Samstag, 19. August, auf dem Willy-Brandt-Platz. In der Zeit von 11 Uhr bis 17 Uhr wird der Platz am Kugelbrunnnen zur Mitmach-Werkstatt – auch für Kinder. Mit einer Ausstellung zu laufenden Projekten, die die Innenstadt von morgen zukunftsfähig machen, kann man miteinander ins Gespräch zu kommen und sich informieren. Vor Ort stehen Mitarbeiter*innen der Verwaltung bereit, um mit allen Interessierten zum Beispiel über die Themen Innenstadtmobilität, die Entwicklung der Fußgängerzonen oder über die Einbeziehung der Jugend in die Stadtentwicklung zu sprechen. „Wir befinden uns in einem laufenden Transformationsprozess. Nur wenn wir die Stadt gemeinsam mit den Bürger*innen entwickeln, kann Aachen wirklich unsere Stadt sein“, ist Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen überzeugt.

Das komplette Festival-Programm gibt es online auf www.innenstadt-morgen.de.

Mehr Infos zum Zukunftsprozess Innenstadtmorgen

Die Innenstadt wandelt sich – wie in anderen deutschen Großstädten auch – durch geändertes Konsum-, Freizeit- und Mobilitätsverhalten. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Aachen den Zukunftsprozess Innenstadtmorgen angestoßen, um die Innenstadt von morgen zusammen mit den Aachener Bürger*innen zu gestalten. Mit neuen Angeboten vor Ort und digital auf www.innenstadt-morgen.de lädt sie seitdem dazu ein, sich zu beteiligen und gemeinsam ein Zukunftsbild der Aachener Innenstadt zu entwerfen.

Damit Erfolge und Verbesserungen schnell auf der Straße sichtbar werden, ist die Taskforce Innenstadtmorgen als wichtiger Baustein des Prozesses bereits im letzten Jahr gestartet. Hier geht darum, durch zeitnahe Maßnahmen neue Möglichkeiten auszutesten – zum Beispiel mehr Grün und die Schaffung von Spielmöglichkeiten in Fußgängerzonen, Leerstandsbelebung, kulturelle Aktionen und vieles mehr. Bislang war die Taskforce vor allem in der Großkölnstraße aktiv, nun richtet sie ihren Fokus auf die Adalbertstraße.

Die Öffnungszeiten des Bürger*innentreffs zur Innenstadt im Kapuziner Karree am Kapuzinergraben 19: jeweils der 1., 2. und 3. Dienstag im Monat von 14 bis 16 Uhr sowie jeden Mittwoch von 12 bis 16 Uhr.

 

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Kunst & Kultur

Neue Ausstellungs-Stücke in den Kunst-Schaufenstern der VG Wittlich-Land

Wittlich – Unsere aktuelle Künstlerin ist in Rachtig geboren, in Wittlich wohnhaft und stellt ab sofort ihre Werke in Wittlich-Land aus.
Für Ursula Haubs spielte das Gestalten seit der frühen Kindheit eine große Rolle. So begann sie zunächst mit Handarbeiten und fand bereits während der Schulzeit Interesse am Malen und Zeichnen, nicht nur als kreative Betätigung, sondern auch als emotionales Ausdrucksmittel. Ergänzt wurde das Interesse an der Bildgestaltung durch Arbeiten mit Stoff, dem Nähen, aber auch Basteln, Dekorieren sowie die Gestaltung von Wohnungseinrichtung und Garten.

Ihr Beruf als Erzieherin hat ihr in allen Jahren die Möglichkeit gegeben, kreativ tätig zu sein und mit der Malerei gelang es ihr stets, sich einen Freiraum zu schaffen und Entspannung vom beruflichen Alltag zu finden.

Angefangen als Autodidakt, besuchte Haubs ab 2008 immer wieder Kurse und Workshops bei Hans-Dieter Jung in Bergweiler, nahm an verschiedenen Fortbildungen namhafter Künstler/-innen in der Großregion teil und schloss 2022 schließlich mit dem Grundstudium „Zeichnen und Malen“ an der europäischen Kunstakademie in Trier ab. Ergänzt durch das Aufbaustudium im Frühjahr möchte sie nun Ende des Jahres mit dem Hauptstudium fertig werden.

Seit ihrem Eintritt ins Rentenalter widmet sich Ursula Haubs gezielt ihrem Hobby und fidnet dabei immer wieder neue Facetten, wie den kreativen Bereich des Töpferns oder das Malen mit Softpastellkreide, die sie ausleben und vertiefen kann.

Noch bis Mitte September können die unterschiedlichen Techniken anhand der ausgestellten Kunstwerke im Foyer unseres Rathauses sowie in den Schaufenstern unserer Außenstelle in der Burgstraße (ehemalige Commerzbank) bestaunt wie auch käuflich erworben werden.

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Fest zur Einweihung – Auch Gäste aus Politik und Kölschrocker Stephan Brings waren mit von der Partie

Mechernich-Weyer – Fest zur Einweihung einer neuen Wohngruppe für vier Menschen mit Autismus in Weyer gefeiert – Weit über 300 Leute mit dabei – Familie Arns hat alles in Eigenregie ermöglicht. Sina ist 19 Jahre alt, stammt aus Bergheim und hat immer einen Pfeifenputzer in der Hand.

Luca Arns (m.) hatte das Gebäude selbst finanziert und mit seinem Vater Heinz errichtet. Klaus Voussem MdL (l.) und Thomas Hambach, der Erste Beigeordnete der Stadt, waren vom Einsatz der Familie tief beeindruckt. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Annika ist ebenfalls 19 Jahre alt, stammt aus Kall und liebt Prinzessin Lillifee über alles. Leon ist 21 Jahre alt, hat immer ein Schlüsselband an der Hosentasche und stammt aus Weyer. Genau hier eröffnet auch bald eine Wohngruppe, in der die Drei – samt einer weiteren Person die noch nicht feststeht – künftig unter einem Dach leben werden.

Sie haben Autismus, eine komplexe und vielgestaltige neurologische Entwicklungsstörung. Diese zeigt sich besonders im sozialen Umgang mit Mitmenschen, in der Kommunikation und in sich wiederholenden und stereotypen Verhaltensweisen.

Für sie beginnt ab September ein neuer Lebensabschnitt, denn sie ziehen zum ersten Mal von zuhause aus. Feierlich wurde das frisch errichtete Gebäude, dass die Wohngruppe im Erdgeschoss und fünf Wohnungen beinhaltet, am vergangenen Wochenende eingeweiht. Genau 362 Besucher wohnten diesem besonderen Tag bei, den Familie Arns aus Weyer überhaupt erst möglich gemacht hatte. Für musikalische Unterhaltung sorgte dabei Kult-Kölschrocker Stephan Brings mit seiner Gitarre und der Musikverein „Harmonie Weyer“.

„Mitten im Dorf und im Leben“

Für das kostenlose, leibliche Wohl waren ein Imbisswagen, der Bratkartoffeln und frisch gebackene Pizza anbot, sowie ein Getränkewagen vor Ort. Ein Kuchenbuffet der „Konditorei Arns“ rundete das Angebot ab. Der Junggesellenverein Weyer übernahm dabei den „Service“.

Die bestens gelaunten Gäste sangen munter und lauthals zu „Brings“-Hits wie „Kölsche Jung“, „Hallelujah“, „Wem gehört die Stadt“ und „Jeck yeah“ mit.

Der Kölschrocker betonte gegenüber der Agentur ProfiPress: „Was die Familie Arns hier innerhalb von nur einem Jahr geschaffen hat, ist wirklich beeindruckend. Ich finde es richtig toll, dass die Wohngruppe mitten im Dorf und somit auch mitten im Leben dabei ist. Deswegen gebe ich hier auch heute gerne ein paar Lieder zum Besten!“ Er sei von Manu Arns im Vorfeld angesprochen worden und direkt Feuer und Flamme mit der Idee gewesen, da beispielsweise auch sein Sohn mit behinderten Menschen arbeitete und er daher wisse, wie fordernd diese Aufgabe oftmals sei.

„Liebevolle Gemeinschaft“

Entstanden war das Wohnprojekt auf Initiative von Familie Arns. Sie hatten zuerst erst an eine Wohnung für ihren Sohn Leon gedacht, damit er von zuhause ausziehen kann. Im Laufe der Zeit wurde das Projekt aber immer größer. Manu Arns kümmerte sich um die Planung und bürokratische Angelegenheiten, Sohn Luca (23) und sein Vater Heinz hatten das Gebäude „hochgezogen“ und sich um fast alles selbst gekümmert, so zum Beispiel Trockenbau und Böden. „So gut wie alles außer Elektronik und Dach“, erklärte Luca, der in Zukunft selbst in einer der Wohnungen einziehen wird.

Er hatte das rund zwei Millionen Euro teure Projekt, bis auf eine Förderung des „LVR Rheinland“, selbst finanziert. Im Laufe der Zeit bildete sich dann schließlich auch ein Verein, der „Anders, na und? e.V.“ Dieser hat mit der Immobilie aber wirtschaftlich nichts zu tun.

Manu Arns betonte in ihrer Ansprache an das Publikum: „Unser Ziel ist es, den Vier ein Leben in einer herzlichen, liebevollen und verständnisvollen Gemeinschaft zu ermöglichen, in der jeder seine individuellen Fähigkeiten ausleben kann.“ Und auch Ortsbürgermeister Björn Wassong, der leider terminlich verhindert war, ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte per Audiobotschaft an die Anwesenden zu richten. „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben“, zitierte er Hermann Hesse und betonte, dass er „allergrößten Respekt“ vor dem Projekt habe.

Erfolg trotz großem Aufwand

Mit von der Partie waren auch Klaus Voussem MdL, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der erste Beigeordnete der Stadt Mechernich, Thomas Hambach und der Euskirchener Landrat Markus Ramers.

Voussem betonte gegenüber der Agentur ProfiPress: „Die Familie Arns sind Bekannte von mir. Sie haben mir viel über dieses wunderbare Wohnprojekt mitten im Dorf erzählt, für dessen Erfolg ich alles Gute wünsche. Auch das Motto der Einrichtung »Man kann es sich nicht immer aussuchen, nur das Beste draus machen« finde ich sehr gut und hoffe, dass die Bewohner hier schnell glücklich werden und sich gut einleben.“

Und auch Thomas Hambach betonte die Wichtigkeit der Wohngruppe: „Für unsere Stadt sind Projekte wie dieses wichtig und toll. Bei Bedarf würden wir uns natürlich auch über mehr solche Einrichtungen freuen. Die Familie Arns hat hier einen riesigen Aufwand auf sich genommen, vom Bau bis hin zur Beantragung von Fördermitteln, damit alles funktionieren konnte. Es ist schade, dass das immer noch nötig ist und nicht einfacher geregelt wird, aber umso schöner, dass es geklappt hat!“

Der Verein „Anders, na und?“ wurde eigens für die Wohngruppe, in der Menschen mit und ohne Behinderung unter einem Dach leben, gegründet und wirkt beratend sowie unterstützend für die Bewohner und ihre Familien. So organisiert er beispielsweise Freizeitaktivitäten, fördert Austausch mit anderen Wohnprojekten für Autisten und kümmert sich um reizarme oder therapeutische Einrichtungsgegenstände.

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Top-Events

„Showtime“ in der Laacher See-Halle in Mendig

Mendig – Die weltbekannten Mainzer Hofsänger gastieren am Samstag, 2. September, 15.30 Uhr, im Rahmen des Seniorentages der VG Mendig zu einem Benefizkonzert – präsentiert von der VG Mendig und Lotto Rheinland-Pfalz – in der Laacher See-Halle. Dann heißt es „Showtime“ und die Sänger konzertieren mit beliebten Liedern aus weltbekannten Musicals.

Die Spendenempfänger des Benefizkonzerts der „Mainzer Hofsänger“ in Mendig sind:

Aktion „Regenbogen“

Hiltrud Surges betreut mit ihren Helferinnen und Helfern sozial bedürftige Familien und Flüchtlinge. Die Aktion „Regenbogen“ sieht sich als Ansprechpartner für Bedürftige und Spender gleichermaßen und ist stets bereit, zu helfen – auch als „Soziale Feuerwehr“, wenn etwa akut Notsituationen auftreten wie zum Beispiel bei einem Hochwasser oder einem Brand. Zudem ermöglicht es die Initiative, die in der katholischen Kirchengemeinde ihren Ursprung hat, durch Zuschüsse, dass auch Kinder aus ärmeren Familien an Ferienbetreuungen oder Mittagessen im Kindergarten teilhaben können.

„Kaffee Kunterbunt“

Das „Kaffee Kunterbunt“ der evangelischen Kirchengemeinde ist einmal im Monat, freitags, jeweils 11 bis 13.30 Uhr, geöffnet. Auf dem Programm stehen Gespräche führen und Kontakte knüpfen bei Kaffee und Tee. Jeder ist willkommen. Für Notfälle ist die Initiatorin, Petra Wienpahl, immer erreichbar. Sachspenden können montags von 9 bis 12 Uhr abgegeben werden. Das „Kaffee“ steht für den Kontakt und Austausch, sowie die Unterstützung und Integration sozial schwacher Menschen und Familien. Angeboten werden unter anderem Kleider und Möbel. Zudem gibt es beispielsweise eine Begleitung bei Behördengängen oder Arztbesuchen.

„Nachbar in Not“

Unverschuldet in Not geratenen Menschen aus Mendig und der Umgebung zu helfen ist das Ziel der Aktion „Nachbar in Not“. 1998 vom legendären Obermendiger „Kellbach Trio“ gegründet, setzen sich die Mitglieder dafür ein, unbürokratisch und schnell Hilfe zu leisten, sei es durch finanzielle Hilfen, aktives Anpacken oder Gutscheine. Hilfsmaßnahmen waren beispielsweise die Unterbringung von Brandopfern, die keine Versicherung hatten und die Beschaffung von Weihnachtspräsenten für Kinder aus armen Verhältnissen.

„Wir danken Lotto Rheinland-Pfalz und den Sponsoren, der Dr. Schlags Apotheke, Heuft – The Thermo-Oel People, der Kreissparkasse Mayen, der „evm“ und dem Medi-Center Mittelrhein, sehr für die Unterstützung, die dieses Kulturevent zugunsten der Seniorinnen und Senioren sowie der drei sehr engagierten Sozialinstitutionen aus unserer Verbandsgemeinde ermöglicht haben“, so der Mendiger VG-Bürgermeister Jörg Lempertz.

Karten gibt es zum Preis von 22 Euro (ermäßigt für Ü60-Seniorinnen und Senioren der VG Mendig für neun Euro) in folgenden Vorverkaufsstellen:

  • Bürgerbüro im Rathaus der VG Mendig
  • bei den Ortsbürgermeistern in Thür, Bell, Rieden und Volkesfeld
  • Tabakwaren Blum, Mendig, Poststraße

Vorbestellungen auch unter: b.cornely.vg@mendig.de