Brohl – Pastoraler Raum Sinzig feiert Auftaktveranstaltung – Einen außergewöhnlichen Rahmen hat sich das Leitungsteam des Pastoralen Raums Sinzig überlegt, um den Auftakt des neuen Raumes zu feiern.
300 Menschen hatten sich am 24. September bei der Auftaktveranstaltung des Pastoralen Raums Sinzig gemeinsam auf den Weg zu einer kleinen Reise gemacht. Ganz nach dem Motto: „Wir bleiben in Bewegung, machen uns auf den Weg, nehmen dabei jeden mit und freuen uns auf vielfältige Begegnungen“. Offiziell ist der neue Pastorale Raum, der das ehemalige Dekanat Remagen-Brohltal abgelöst hat, bereits zu Beginn dieses Jahres gestartet, seitdem wurden auch die ersten Schritte ins Neue gegangen. Jetzt luden die Verantwortlichen alle Interessierten dazu ein, das „Neue“ kennenzulernen.
Bei der feierlichen Eröffnung ging es für die Gäste gemeinsam mit den Mitarbeitenden des Pastoralen Raums im Vulkan-Expreß mit 20 Kilometern pro Stunde von Brohl am Rhein nach Engeln im Brohltal. Mitgekommen und eingestiegen in die Wagons waren Gruppen, Familien und Mitglieder von Einrichtungen und Institutionen im Pastoralen Raum sowie viele weitere Interessierte. In Engeln angekommen, hatten sie in lockerer Atmosphäre Zeit zum Austausch und Kennenlernen – diese Möglichkeit wurde rege genutzt. Für die Kinder wurde ebenfalls ein abwechslungsreiches Programm angeboten.
Im Anschluss wurde die Eröffnung des Pastoralen Raums Sinzig in einem Wortgottesdienst mit Weihbischof Robert Brahm gefeiert. Auch hierbei stand der Fokus auf dem Thema „Bewegung und neue Wege gehen“. Ein spontan gebildeter Chor und eine ebenso spontan gebildete Band begleitete den Gottesdienst musikalisch und sang unter anderem ein eigens für die Veranstaltung getextetes Lied. Es sei an der Zeit „Türen zu öffnen“, „Raum zu schaffen“, „einzusteigen“, „anzukuppeln“ und „das Signal auf grün zu setzen“, um sich gemeinsam mit allen Menschen, die dabei sein möchten, auf den neuen Weg zu machen – waren sich die Hauptamtlichen des Pastoralen Raums und Weihbischof Brahm einig.
Nach dem Wortgottesdienst ging es für die Menschen aus den verschiedensten Orten des Pastoralen Raums mit dem Vulkan-Expreß wieder an den Ausgangspunkt zurück.
Dass es sich lohnt, neue Wege zu gehen, zeigte die Resonanz auf die Einladung des Leitungsteams bestehend aus Dekan Matthias Schmitz, Gemeindereferentin Sabine Mombauer und Diakon Sebastian Zinken: Bis auf den letzten Platz waren der gemietete Vulkan-Expreß und der Saal im Bahnhof Engeln ausgebucht. Die Organisatoren zeigten sich begeistert vom Erfolg. „Wir freuen uns sehr, dass unser Wunsch nach Begegnung in Erfüllung gegangen ist und dabei viele verschiedene Menschen miteinander in Kontakt gekommen sind. Es hat ein toller Austausch stattgefunden.“
Nun ist das Leitungsteam gespannt auf die Auswertung der Postkarten, die an die „Mitreisenden“ verteilt wurden. Darauf konnten sie kreativ werden und Slogans für den neuen Pastoralen Raum vorschlagen sowie ihre Wünsche an die Kirche rund um Sinzig und darüber hinaus aufschreiben.
„Das Wasser, welches nicht selten zuvor einen angsteinflößenden Eindruck bei den Teilnehmenden hinterlassen hat, wird so heute oft als Trainingselement genutzt“, freut sich Nadine Frey, Geschäftsführerin des Stadtsportbund Aachen e.V. Foto: Stadtsportbund Aachen e.V
Aachen – Mittlerweile ist den meisten Menschen bekannt, wie wichtig es ist, dass unsere Kinder schwimmen lernen und im Idealfall bereits die Kleinsten an das Element Wasser herangeführt werden. Aber was ist mit den Erwachsenen? Nicht alle Menschen konnten in der Kindheit eine Schwimmausbildung genießen. Viele nutzen heute die Chance, dies nachzuholen. Das zeigt der große Andrang auf die Schwimmkurse für Erwachsene Anfänger*innen in der Osthalle. Die Kurse werden seit Jahren vom Stadtsportbund Aachen e.V. in Kooperation mit der STAWAG, als Partner des Aachener Sports angeboten.
Die Beweggründe für den Kursbesuch sind unterschiedlichster Natur. Aussagen wie „Ich möchte endlich mit meinen Kindern oder Enkeln schwimmen gehen können“ oder „Nach einer traumatischen Flucht aus meinem Heimatland über das Mittelmeer, möchte ich die Angst vor dem Wasser verlieren und mich dort souverän bewegen können“, zeigen wie bunt gemischt die Gruppen sind. Gerade das macht diese Kurse auch aus.
„Es liegt auf der Hand, dass wir als Trinkwasserversorger gerne möchten, dass alle Menschen sich in diesem Element sicher und wohl fühlen. Es ist uns darum eine Herzensangelegenheit, vor allem auch denen, die sich im Erwachsenenalter an eine Schwimmausbildung heranwagen, Unterstützung zu bieten. Schwimmen ist etwas Elementares, es geht ums Nichtertrinken und ist damit eine wichtige Life-Skill. Da diese Fähigkeit in der Regel als Kind erlernt wird, machen sich viele gar keine Gedanken darüber, dass jemand nicht schwimmen kann. Aber für die betroffenen Erwachsene bedeutet das Schwimmen im Wasser oft das Überwinden von Ängsten und Schamgefühlen. Wir begrüßen deshalb das auch pädagogisch auf diese Anforderungen zugeschnittene Programm sehr“, betont Kirsten Haacke von der STAWAG.
Pro Kurs werden bis zu acht Erwachsene im Alter zwischen 20 und 60 Jahren hier zunächst behutsam im stehtiefen Wasser an das Element gewöhnt und lernen im nächsten Schritt die Grundfertigkeiten des Schwimmens. Dann wird das Gelernte im tiefen Becken verinnerlicht. Nebenbei trainiert man dabei das Herz-Kreislaufsystem und sorgt für einen positiven Effekt auf Gesundheit und Selbstbewusstsein.
Wer nach dem Anfängerkurs nicht genug bekommt vom Wasser, kann in weiterführenden Kraul- und Stilschwimmkursen seine Techniken verbessern. „Das Wasser, welches nicht selten zuvor einen angsteinflößenden Eindruck bei den Teilnehmenden hinterlassen hat, wird so heute oft als Trainingselement genutzt“, freut sich Nadine Frey, Geschäftsführerin des Stadtsportbund Aachen e.V.
„Das macht viel mit den Teilnehmenden und unterstützt die persönliche Entwicklung“, so Simone Deloie, die die Organisation der Kurse beim Stadtsportbund Aachen auch als Fachkraft für Integration durch Sport unterstützt.
Diese persönliche und sportliche Entwicklung begleitet Lukas Prömpler als einer von drei Übungsleitungen für Erwachsenenschwimmen beim Stadtsportbund Aachen e.V. nun bereits seit einigen Jahren. Er hat vielen Erwachsenen das Schwimmen beigebracht und Ängste genommen. „Es ist jedes Mal aufs Neue schön, Menschen, die es zu Beginn einige Überwindung kostete ins Wasser zu gehen, auf dem Weg zu sicheren und selbstbewussten Schwimmern zu begleiten“, freut sich Prömpler.
„Ich komme von der Eröffnung des Euskirchener Knollenfestes und einer Kranzniederlegung in Großbüllesheim“, rechtfertigte sich der verspätet zur Matinee im Kuchenheimer Tuchmuseum eintreffende Euskirchener Bürgermeister Sacha Reichelt bei seinem ehemaligen Geschichtslehrer Dr. Reinhold Weitz an der Marienschule: „Nicht, dass Sie denken, ich hätte verschlafen…“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Euskirchen-Kuchenheim – „Über 350 Botschafter in der Region“ – Mitgliederstärkster Förderverein der sieben rheinischen Industriemuseen feierte mit einer Matinee sein 25jähriges Bestehen. Das jährlich erscheinende Magazin des Fördervereins des LVR-Industriemuseums am Standort Kuchenheim in der früheren Tuchfabrik Müller nennt sich „Transmission“. Das ist ein technischer Begriff für die mechanische Kraftübertragung mit Wellen, Rädern und Riemen von der Dampf- zu den Arbeitsmaschinen.
Vorsitzender Heinz-Otto Koch eröffnet die Jubiläumsmatinee zum 25jährigen Bestehen des Vereins der Freunde und Förderer des Industriemuseums „Tuchfabrik Müller“, in der ersten Reihe von rechts Bürgermeister Sacha Reichelt, Dr. Walter Hauser, LVR-Direktor der sieben Industriemuseen in Oberhausen (2), Ratingen, Solingen, Bergisch-Gladbach, Engelskirchen und Euskirchen-Kuchenheim, Claudia Meixner, die Vorsitzende des Mandolinenorchesters Kuchenheim, Dr. Maria Regina Neft, die Stellvertreterin Kochs, Wolfgang Picard, Revisor seit der Gründung, Schatzmeister Karl-Heinz Daniels, stellvertretender Vorsitzender Dr. Reinhold Weitz, Beisitzerin Nadja Hügle-Ginster und Homepage-Redakteur Dieter Kabatnik. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Im übertragenen Sinne versteht sich auch der über 350 Mitglieder zählende Förderverein, der mitgliederstärkste von sieben rheinischen Industriemuseen, als „Transmissionsriemen“ zwischen Museum und Öffentlichkeit: Er sorgt mit dafür, dass alles rundläuft im Museum und die Menschen in der Region ihre Freude am historischen Erbe der 1962 aufgegebenen Tuchfabrik und den Exponaten in den neugebauten Räumlichkeiten und auf dem weitläufigen Museumsgelände haben.
Das sagte die Vize-Vorsitzende Dr. Maria Regina Neft in ihrem Festvortrag zum 25jährigen Bestehen des von Heinz-Otto Koch geführten Fördervereins vergangenen Sonntag im „Mottenburg“ genannten modernen Konferenz- und Seminargebäude des Industriemuseums. Viele Mitglieder waren gekommen, auch offizielle Gäste, darunter Euskirchens Bürgermeister Sacha Reichelt.
Uniformen für Preußen und Kaiserreich
Er erinnerte in einem Grußwort an Euskirchens große Vergangenheit als Weberstadt, vor allem Uniformstoffe wurden dort vor 1914 in 21 Tuchfabriken hergestellt. Im Königreich Preußen und deutschen Kaiserreich trug „man“ in den unterschiedlichsten Rollen Uniform, Briefträger, Lokomotivführer und Straßenbahnschaffnerinnen eingeschlossen.
Unbestätigt ist das Ondit, dass auch Uniformen der amerikanischen Nordstaaten dabei waren, so Reichelt. 1982 schloss mit Ruhr-Lückerath in Euenheim die letzte Euskirchener Industrieweberei.
Müller in Kuchenheim, heute eine von wenigen Textilfabriken europaweit im Originalzustand der Nachkriegszeit, schloss bereits 20 Jahre zuvor, allerdings in der Erwartung, irgendwann erfolge der wirtschaftliche Aufschwung für die Branche, so Dr. Maria Regina Neft in ihrem fesselnden Festvortrag durch 25 Jahre Zeit-, Museums- und Vereinsgeschichte.
Der Aufschwung blieb aus und so blieben Tuchfabrik mit Maschinen- und Shedhalle bis 1999 erhalten, als der Landschaftsverband Rheinland, die „einmalige Zeitkapsel“ unter ihre Fittiche nahm, so Dr. Walter Hauser, LVR-Direktor der sieben Industriemuseen in Oberhausen (2), Ratingen, Solingen, Bergisch-Gladbach, Engelskirchen und Euskirchen-Kuchenheim.
Leo Wolter, stellvertretender Landrat des Kreises Euskirchen, überbrachte die Glückwünsche des Kreistages und der Kreisverwaltung, Dr. Dennis Niewerth, als neuer „Schauplatzleiter“ des Museumsstandortes Euskirchen Nachfolger von Detlef Stender, appellierte an die Mitglieder: „Bleiben Sie uns treu!“ Sie seien nicht nur finanzielle Förderer und moralische Unterstützer, sondern auch Botschafter des Museums in der Region, so Vorsitzender Heinz Otto Koch.
Er ist erst der zweite Vereinschef in 25 Jahren. Vorgänger war sein ehemaligen Sparkassen-Vorstandskollege Hans Bösch, der kürzlich im Alter von 90 Jahren gestorben ist. Koch ehrte die Vorstandsmitglieder, die seit der Gründung 1998 – anderthalb Jahre vor Museumseröffnung – dabei sind, allen voran seine Stellvertreterin Dr. Maria Regina Neft, seinen Stellvertreter Dr. Reinhold Weitz und Schatzmeister Karl-Heinz Daniel. Auch Kassenprüfer Wolfgang Picard ist so lange dabei, sein damaliger Kollege Fritz Kleinertz ist verstorben.
Geburtshelfer des Vereins
Zu den Geburtshelfern des Fördervereins gehörten damals auch IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes aus Aachen und Museumsleiter Detlef Stender. 50 Gründungsmitglieder wählten in der Shedhalle am 19. November 1998 Hans Bösch zum Vorsitzenden und Albert Pasch, den damaligen Geschäftsführer der Regionalgas Euskirchen, zum Stellvertreter. Karl-Heinz Daniel übernahm die Kasse, Ex-Tuchfabrik-Mitarbeiter Walter Pröpper bei Ruhr-Lückerath, Dr. Reinhold Weitz und Dr. Maria Regina Neft wurden Beisitzer.
Später kamen Nadja Hügle-Ginster und Homepage-Redakteur Dieter Kabatnik dazu sowie Christa Thelen als zweite Prüferin neben Wolfgang Picard und der neue Museumsleiter Dr. Dennis Niewerth. Dr. Maria Regina Neft würdigte die beiden bisherigen Vorsitzenden, die den Verein auch ihren jeweils individuellen Eigenarten geprägt hätten.
Hans Bösch, „der Mittelpunkt unseres jungen Fördervereins“ habe „mit seiner unnachahmlichen Art, charmant, aber unnachgiebig, für eine stetig wachsende Zahl von Mitgliedern“ gesorgt: „Stand er vor jemandem, gabs kein Entweichen, kein sich herauswinden, man wurde Mitglied.“ Im Rückblick habe Bösch gemeint: „Ich bin überhaupt kein Anhänger von langen Werbebriefen, von Flyern … Ich bin für die persönliche Ansprache …. und so habe ich viele Menschen angesprochen – mit einer gewissen Zielstrebigkeit.“
Heinz-Otto Koch, der das Ruder im Jahre 2010 übernahm, lebe und handele nach dem Motto: „Mit Menschen leben und wirken, um gemeinsame Ziele zu erreichen.“ Gelungene Teamarbeit bescheinigte ihm und seinem Vorstand, aber auch den durch die Bank engagierten Mitliedern Diakon Manfred Lang, der als Moderator durch das Programm der Jubiläumsmatinee führte und dabei kurzweilig, aber tiefgründig mit den Gästen über das Thema „Zeit“ philosophierte.
Dazu passende Musikstücke aus unterschiedlichen Epochen präsentierte das Mandolinenorchester Kuchenheim von 1921 unter der Leitung von Ulrich Bleck. Der Dirigent ist auch der Arrangeur der meisten dargebotenen Kompositionen. Am Ende gab es stehende Ovationen.
100 Jahre Mandolinenorchester
Die Vorsitzende Claudia Meixner, eine Tochter des unvergessenen Hans Fellbach, der im Jubiläumsjahr 2021 verstorben war, übereichte zum Jubiläum eine dem Anlass angemessene gravierte Kristallvase an Heinz-Otto Koch.
Wie außerordentlich aktiv der Verein der Freunde und Förderer des Tuchmuseums ist, zeigte die Festrednerin Dr. Maria Regina Neft am Beispiel des Jahres 2012 mit nicht weniger als sieben Veranstaltungen auf: „Die Mitgliederversammlung machte den Anfang. Im April konnten die Mitglieder mit Prof. Dr. Wolfgang Zehnder die Kunstakademie und die Kirche in Heimbach besichtigen.“
„Im Mai kam die Eifel-Gäng mit Günter Hochgürtel, Ralf Kramp und Manfred Lang mit Liedern, Literatur und Gags in die Shedhalle“, so die stellvertretende Vorsitzende weiter: Es folgten Exkursionen zur Orgelbaufirma Weimbs in Hellenthal und nach Oberhausen zur „Geburtsstätte der Ruhrindustrie“. Im Oktober war Dr. Ulrich Soénius (Geschäftsführer der IHK Köln) mit einem Vortrag zu Besuch und im Dezember fand die jährliche Veranstaltung „Menschen des Jahres“ in Zusammenarbeit mit Radio Euskirchen statt.
Diakon Philipp Fiala. Foto: Bistum Aachen / Andreas Steindl
Aachen/Rom – Der gebürtige Erkelenzer bleibt für die kommenden drei Jahre in der Ewigen Stadt – Alle Wege führen nach Rom: Auch für Diakon Philipp Fiala geht es für die kommenden drei Jahre in die Ewige Stadt. Dort wird er ein Studium aufnehmen. Doch erst wird er am Sonntag, 1. Oktober, von Bischof Dr. Helmut Dieser in der Kirche Sant`Ignazio di Loyola in Rom zum Priester geweiht.
In Erkelenz geboren und in Linnich aufgewachsen, hat der 28-Jährige noch ein katholisches Leben erlebt, das es heute so nicht mehr gebe: „Da war es auch bei der Sonntagsmesse schwierig, wenn man nicht zeitig da war, noch einen Platz zu finden.“ In Rurdorf ging Fiala zur Erstkommunion, war dort Messdiener. Sein Berufswunsch lag da eigentlich nahe: „So wie andere Astronaut werden wollten, wollte ich Priester werden“, sagt Fiala. Und doch schlägt er zunächst einen anderen Weg ein, studiert Politik und Gesellschaft sowie Hispanistik. „Ich geriet während meiner Schulzeit in eine Glaubenskrise.
Der Priesterberuf war erst einmal keine Option, weil der Glaube irrational erschien“, sagt er rückblickend über diese Zeit. Durch Lesen, Philosophie, Gespräche mit Mitschülern und seinem Heimatpfarrer fand Fiala aus dieser Krise heraus – und entschied sich für den Priesterberuf. Es war eine „Ratio des Herzens“, sagt Philipp Fiala.
Schließlich führt ihn der Weg nach Rom. Bischof Dr. Helmut Dieser entsendet ihn zur römischen Ausbildung. „Die katholische Kirche ist eine Weltkirche. Es braucht auch in den Heimatbistümern Personen, die die Perspektive der Weltkirche einbringen“, ist Fiala überzeugt. Für ihn war es eine Bereicherung, Mitbrüder aus der ganzen Welt in Rom kennenzulernen und zu besuchen. Etwa in Dänemark, wo er das Kirchencafé als „achtes Sakrament“ erlebt. Oder die Art, wie die katholische Kirche in Osteuropa die Ökumene mit der orthodoxen Kirche lebt.
Seine pastorale Ausbildung mit dem Schwerpunkt Trauerpastoral in St. Remigius Viersen ist für ihn eine intensive Zeit. „Mit meiner Anleiterin, der Gemeindereferentin Claudia Meuser, habe ich sehr viele innovative Projekte ausführen dürfen.“ Die Verbindung von Tradition und Innovation ist ihm wichtig, auch mit Blick auf die Reformen, die im Bistum Aachen und in der gesamten deutschen Kirche angestrebt werden. „Für mich ist es erfrischend, auch eine mir diametral entgegengesetzte Meinung zu hören“, sagt er.
Wenn er nach drei Jahren in Rom in das Bistum Aachen zurückkehrt, wird es sich verändert haben. Sorge bereitet Philipp Fiala das nicht: „Ich möchte trotz vieler Umbrüche das Positive im Blick behalten, mit offenen Augen herumgehen und schauen, wie ich mich in Kirche nützlich machen kann.“
Von Erkelenz in die Ewige Stadt
Philipp Fiala wurde am 31. Juli 1995 in Erkelenz geboren. Nach seinem Abitur am Gymnasium Haus Overbach in Jülich-Barmen im Jahr 2014 hat er zunächst Politik und Gesellschaft sowie Hispanistik an der Universität Bonn studiert. Ab 2016 dann Theologie an der Universität in Münster. Während seines Studiums absolvierte er Auslandssemester an der Philosoph-Theologischen Hochschule in Brixen (Italien) sowie an der Pontifica Universitá Gregoriana in Rom. Als Diakon war er bis Ende Juli in der Pfarre St. Remigius in Viersen. Im August 2023 kehrte er nach Rom zurück, um sich auf die Priesterweihe vorzubereiten. Ab Oktober 2023 wird der gebürtige Erkelenzer am Päpstlichen Orientalischen Institut ein dreijähriges Lizenziatsstudium im Fach Ostkirchenkunde aufnehmen, im Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum weitere geistliche und pastorale Ausbildungselemente absolvieren und in Rom seelsorglich tätig sein.
Mit dem EIFEL-Award werden seit 2009 Firmen, Kommunen und Initiativen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten für ihr besonderes Engagement in der Eifel ausgezeichnet. Foto: (c) Baumann-Fotografie+AdobeStock-metamorworks
Prüm – Seit Juni sind Betriebe und Initiativen der Eifel aufgerufen, sich mit ihren Nachhaltigkeitskonzepten um den EIFEL-Award 2023 zu bewerben. Knapp 60 Bewerbungen gingen bei der Zukunftsinitiative Eifel ein – Dienstleister, Hidden Champions ebenso wie bekannte Markenartikler. „Wir sind begeistert über die große Zahl teilnehmender Betriebe. Das zeigt uns, dass der EIFEL-Award eine begehrte und anerkannte Auszeichnung ist – mit großer Strahlkraft in den gesamten Eifel-Raum“, so Andreas Kruppert, Präsident der Zukunftsinitiative Eifel.
In den kommenden Monaten hat die 10-köpfige Jury die Aufgabe, aus den eingegangenen Bewerbungen die besten Unternehmensstrategien in Bezug auf die ökologische und soziale Nachhaltigkeit auszuwählen.
Am 23. Januar werden die Gewinner im Rahmen einer großen Feierstunde in der Tenne Eicherscheid (Simmerath) öffentlichkeitswirksam vom Präsidium der Zukunftsinitiative Eifel mit einer Urkunde sowie dem hochwertigen Award ausgezeichnet. Alle Gewinner erhalten zusätzlich eine kostenfreie Veröffentlichung über ihr Unternehmen auf der Homepage zum Wirtschaftsstandort Eifel – standort-eifel.de – und den SocialMedia Kanälen.
Die Teilnehmer und Preisträger werden bis November über das weitere Vorgehen informiert und zur Feierstunde eingeladen.
Hintergrundinformationen:
Mit dem EIFEL-Award werden seit 2009 Firmen, Kommunen und Initiativen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten für ihr besonderes Engagement in der Eifel ausgezeichnet. Diese Anerkennung bringt den Gewinnern eine gute öffentliche Wahrnehmung und unterstützt sie damit auf ihrem weiteren Weg. Im vergangenen Jahr wurden Betriebe für ihre hervorragenden Leistungen im Bereich der Mitarbeiterführung und Personalgewinnung geehrt.
V. l. n. r.: Dr. Roland Hermes, Head of Research, Development & Innovation, E.ON SE; Sascha Solbach, Bürgermeister der Stadt Bedburg; Dr. Sahra Vennemann, Projektleiterin SmartQuart, E.ON SE; Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG; Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen; Katrin Eder, Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz; Dr. Stefan Küppers, Technikvorstand der Westenergie AG; Albert Jung, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kaisersesch; Jürgen Hammelmann, technischer Projektleiter SmartQuart, Westnetz GmbH. Foto: E.ON SE
Kaisersesch – Bürgermeister Albert Jung vertrat kürzlich das Kaisersescher Wasserstoff Teilprojekt beim Halbzeittreffen aller SmartQuart-Projektpartner in Bedburg. „Wir sind in Kaisersesch angetreten, um das „Henne-Ei-Problem“ zu lösen: also einerseits die Schwankungen der erneuerbaren Energien durch Speicherung in Wasserstoff auszugleichen und andererseits diese das ganze Jahr über zur Verfügung zu haben. Dadurch werden die erneuerbaren Energien grundlastfähig und vor allem netzdienlich: sie entlasten das Verteilnetz, indem wir Wasserstoff unter anderem dann herstellen, wenn das Netz ein hohes Aufkommen an erneuerbaren Energien nicht abtransportieren kann. Und der produzierte Wasserstoff kann in verschiedenen Sektoren eingesetzt werden: in der Mobilität, in der Wärmebereitstellung oder auch direkt in der industriellen Verwendung. Diese Multifunktionalität ist auch bekannt als Sektorkopplung.“
Im „Wasserstoffquartier“ in Kaisersesch entsteht ein wasserstoffbasiertes Microgrid mit einem gewerblich-industriellen Fokus entlang der gesamten Wertschöpfungskette: vom lokal produzierten grünen Wasserstoff über Speicherung, Verteilung bis zu Wasserstoff-Endanwendungen. Gebaut wurde unter anderem eine Hochdruck-Wasserstoffleitung, die Erste in Deutschland, die der TÜV bereits abgenommen hat. Aber auch, dass Elektrolyseure als wesentlicher Baustein technisch herausfordernd bleiben, gehört zu den zentralen Erkenntnissen im Projekt: Diesen fehlt bislang noch die Marktreife im industriellen Maßstab. Verbindliche Kundennachfragen für grünen Wasserstoff werden mit Lieferungen aus der lokalen Produktion bedient.
Rheinland-Pfalz Klimaschutzministerin Katrin Eder hob hervor: „Energie ist kostbar und muss intelligent verteilt und damit gesteuert werden. Dazu benötigen wir moderne Systeme und die Kommunen als wichtige Partner. Sie helfen, unsere Quartiere klimaneutral zu gestalten – eine Aufgabe, die wir nur gemeinsam erfüllen können. Die Kommunen haben die regionalen Unterschiede – ihre Bedarfe, Potenziale und Infrastruktur – am besten im Blick und spielen deshalb eine besondere Rolle für den Klimaschutz. Angesichts dessen haben wir in Rheinland-Pfalz bereits die kommunale Klimaoffensive gestartet. SmartQuart liefert wertvolle Erkenntnisse für eine nachhaltige und effiziente Energie- und Wärmeversorgung in der Stadt- und Ortsentwicklung, die es gilt, in die Breite zu tragen.“
Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG, betonte: „Die Energiewende ist eine Jahrhundertaufgabe. Es gilt, eine komplette Volkswirtschaft auf eine nachhaltige Energieversorgung umzustellen, ohne Bezahlbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit aus den Augen zu verlieren. Die Herausforderung: Es gibt nicht den einen Lösungsansatz. Jede Kommune, jedes Quartier ist individuell. Dieser Individualität und Komplexität müssen wir gerecht werden – mit unterschiedlichen Technologien, angepasst an die Gegebenheiten vor Ort. Wie das geht, zeigt das Projekt SmartQuart in Bedburg, Essen und Kaisersesch. Drei Quartiere, die für Deutschland typische Areale abbilden und damit zum Vorbild für die kommunale Energiewende werden können.“
Die beiden Bürgermeister, Herr Holger Jung ( li. ) aus Meckenheim, und Monsieur Franck Vernin aus Le Mée-sur-Seine, sowie alle Anwesenden haben sich zum Singen der beiden Nationalhymnen erhoben.
Meckenheim – Strahlendes Wetter und beste Laune bei der Feier von 35 Jahren Partnerschaft mit Le Mée-sur-Seine – Meckenheimer Delegation besuchte vom 22. September bis 24. September 2023 zum 35 jährigen Partnerschaftsjubiläum die Partnerstadt Le Mée-sur-Seine.
Gruppenfoto vor dem Schloss Vaux Le Vicomte
Auf der Anreise unterbrach die Delegation die Fahrt in Amiens und besichtigte die Kathedrale, die das größte französische Kirchengebäude des Mittelalters ist. Beeindruckend sind die drei Portale an der Westfassade, deren in Stein gehauene Figuren, die die Apostel, die Todsünden, das gottgefällige Leben und viele weitere biblische Motive vor dem geistigen Auge lebendig werden lassen. Besonders berührend ist die Skulptur des weinenden Engels im Chorumgang.
Mme Annie Le Corre, Präsidentin des „Comité de Jumelage“ und Herr Jens Biesterfeldt, 1. Vorsitzender des Bürgervereins e.V., präsentieren das Geschenk des Meckenheimer Bürgervereins an das Comité de Jumelage
Erlebte die Delegation Amiens im Regen, so besserte dich das Wetter im weiteren Verlauf der Fahrt, die Freunde in Le Mée empfing die Delegation bei strahlendem Sonnenschein.
Der Samstag begann mit der Besichtigung der Burg Blandy les Tours. Die Burg ist eines der letzten noch existierenden Bauwerke der mittelalterlichen Architektur aus dem 13. Jahrhundert in der Île-de-France.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen ergab sich für die meisten Gastgeber und Gäste eine kleine Pause. Nicht so jedoch für unseren Bürgermeister, Herrn Holger Jung! Er wurde von seinem Kollegen, Herrn Franck Vernin gebeten, gemeinsam die Trauung einer leitenden Vertreterin der Stadtverwaltung durchzuführen!
Das Schloss Vaux le Vicomte war das Ziel am frühen Abend. Es wurde von Nicolas Fouquet, dem Finanzminister von Louis XIV, erbaut und veranlasste letzteren, ein noch größeres Schloss, Versailles, in Auftrag zu geben. Die Meckenheimer Gäste und ihre Gastgeber wurden nach der Besichtigung des Schlosses zu einem festlichen Abendessen im Schlossrestaurant eingeladen, bevor sie um 23.00 Uhr ein überwältigendes Feuerwerk im weitläufigen Schlossgarten erleben durften.
Am Sonntag folgte dann die offizielle Jubiläumsfeier mit Ansprachen der beiden Bürgermeister Holger Jung und Franck Vernin sowie der Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine Annie Le Corre und Jens Biesterfeldt im Rathaus von Le Mée. Die Redner betonten die Bedeutung der Städtepartnerschaft insbesondere auch angesichts der aktuellen Weltlage, sie zeigten sich in der Bewertung der vergangenen 35 Jahre zuversichtlich, dass das enge Band der Freundschaft zwischen Le Mée und Meckenheim auch in der Zukunft Bestand haben wird.
Sowohl das herzliche Miteinander beim anschließenden Picknick im Grünen am Ufer der Seine als auch die Szenen beim danach unvermeidlich folgenden Abschied am Bus machten deutlich, dass aus der Städtepartnerschaft viele persönliche Beziehungen entstanden sind. Die Delegation verabschiedete sich mit einer Einladung für 2024 nach Meckenheim!
Am gestrigen Montag hat Innenminister Michael Ebling einen Bewilligungsbescheid im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) an Landrätin Julia Gieseking sowie die Landräte der beteiligten Nachbarlandkreise in Höhe von rund 430.000 Euro überreicht.
Gefördert werden Maßnahmen zur Umsetzung des IKZ-Modellvorhabens Eifel-Mosel Hunsrück 2.0. Foto: Kreisverwaltung Vulkaneifel
Region/Daun/Mainz – RLP Innenminister Michael Ebling hat der Landrätin des federführenden Landkreises Vulkaneifel, Julia Gieseking, einen Bewilligungsbescheid im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) in Höhe von rund 430.000 Euro überreicht. Gefördert werden Maßnahmen zur Umsetzung des IKZ-Modellvorhabens Eifel-Mosel-Hunsrück 2.0.
„Mit den bisher umgesetzten Maßnahmen im Modellvorhaben Eifel-Mosel-Hunsrück, wie zum Beispiel dem Aufbau einer gemeinsamen KfZ-Zulassungsstelle oder einer gemeinsamen Bußgeldstelle, ist es gelungen, interkommunale Kooperation und Digitalisierung vor Ort intelligent und zielführend einzusetzen und damit konkrete Mehrwerte für die beteiligten Landkreise zu schaffen“, sagte Innenminister Michael Ebling.
„Wir freuen uns, dass das Land Rheinland-Pfalz eine weitere Förderung bewilligt hat und wir dadurch die Möglichkeit haben, die bereits bestehende Zusammenarbeit – ab sofort dann auch mit dem Eifelkreis Bitburg-Prüm als weiterem Kooperationspartner –weiter auszubauen und zu intensivieren“, ist sich Landrätin Julia Gieseking mit den beteiligten Landräten der Nachbarlandkreise einig. „Unsere Vision ist es, ein gemeinsames digitales Portal für alle Verwaltungsdienstleistungen zu schaffen, das den Bürgern und Bürgerinnen rund um die Uhr zur Verfügung steht“, so Gieseking.
Das Modellvorhaben, das seit 2021 in Kooperation der Landkreise Vulkaneifel, Bernkastel-Wittlich und Cochem-Zell durchgeführt wurde, startet nun unter zusätzlicher Beteiligung des Eifelkreises Bitburg-Prüm in die zweite Projektphase. Ziel des Projekts ist die Schaffung zukunftsfester und nachhaltiger sowie die Gemeindegrenzen überschreitender Strukturen unter Beachtung der derzeitigen Veränderungsprozesse im Bereich der digitalen Verwaltungsdienstleistungen.
An die bereits jetzt gut funktionierenden Strukturen und Projekte soll nun weiter angeknüpft werden. „Auch andere Kommunen in Rheinland-Pfalz können vom Eifel-Mosel-Hunsrück-Projekt profitieren. Denn die Erfahrungen und Erkenntnisse wurden systematisch erfasst und können als Blaupause für weitere Kooperationsvorhaben dienen“, so Minister Ebling weiter.
In der bevorstehenden Förderphase sollen weitere Ansätze der Zusammenarbeit erprobt werden, die übertragbare Erkenntnisse für andere Kommunen und Regionen in Rheinland-Pfalz liefern. „Dass der Modellraum mit der zukünftigen Beteiligung des Eifelkreises Bitburg-Prüm vergrößert wird, ist erfreulich und eine gute Entwicklung des Projekts“, so Ebling. Auch inhaltlich werde die Kooperation um einen zentralen Baustein erweitert. Wurde in der ersten Projektphase eng in den Bereichen Digitalisierung, Vernetzte Software-Nutzung und gemeinsame Nutzung personeller Ressourcen zusammengearbeitet, sollen nun die bisherigen Aktivitäten intensiviert und um das Thema Cybersicherheit ergänzt werden.
Das IKZ-Projekt ist eines von insgesamt drei Modellprojekten. Weitere IKZ-Modellvorhaben laufen in der Vorderpfalz (Städte Speyer, Frankenthal und Ludwigshafen mit dem Rhein-Pfalz-Kreis) und Südwestpfalz (Landkreis Südwestpfalz und Städte Zweibrücken und Pirmasens). Wie im Projekt Eifel-Mosel-Hunsrück werden auch die dortigen IKZ-Projekte vom Innenministerium gefördert. Insgesamt stehen den teilnehmenden Kommunen rund zwei Millionen Euro zur Verfügung, um ihre Strukturen kommunenübergreifend weiterzuentwickeln. Bei allen drei Modellvorhaben steht nicht nur die Umsetzung von einzelnen Projekten im Fokus, sondern auch das Ziel der Übertragbarkeit auf andere Kooperationspartner oder andere Kommunen in Rheinland-Pfalz.
„Nach ersten Erkenntnissen zeigt sich mehr denn je, dass die interkommunale Zusammenarbeit einen wesentlichen Beitrag für die Kommunen leisten kann, um den aktuellen Herausforderungen wirksam zu begegnen. Wir wollen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger die Daseinsvorsorge sichern und die personellen Ressourcen im Blick haben. Natürlich versprechen wir uns auch etwas mit Blick auf knappe finanzielle Ressourcen. Durch interkommunale Zusammenarbeit entstehen wichtige Synergieeffekte“, sagte der Minister. Hierdurch könnten sich die Kommunen zukunftsfester aufstellen und die Leistungserbringung in hoher Qualität aufrechterhalten.
Die Landesregierung verfolgt den IKZ-Ansatz über die laufenden Modellvorhaben hinaus, um ein breites Anwendungsspektrum zu ermöglichen und die Kommunen gezielt zu unterstützen. Es erfolgt eine enge Abstimmung und Begleitung durch die Kommunalen Spitzenverbände.
Bürgermeister Patrick Haas: „Aktuell gibt es in unseren Gewerbegebieten häufig keine attraktive Alternative zum PKW. Genau hier setzen wir an.“ Foto: Tobias Schneider / Kupferstadt Stolberg
Stolberg – Gemeinsam mit über 20 Unternehmen reformiert die Stadt Stolberg die Arbeitswege von und zu den Unternehmen. Deshalb hat sich die Stadt zusammen mit vielen Betrieben, der ASEAG und Velocity beim Land für das Förderprojekt „Ways2Work“ beworben – mit Erfolg. Inzwischen liegt der Zuwendungsbescheid von Verkehrsminister Oliver Krischer vor.
„Das ist ein Meilenstein für die Wege von und zur Arbeit in unserer Stadt und auch ein enormer Standortvorteil für unsere Unternehmen“, freut sich Bürgermeister Patrick Haas: „Aktuell gibt es in unseren Gewerbegebieten häufig keine attraktive Alternative zum PKW. Genau hier setzen wir an.“
Gemeinsam mit den Unternehmen und einem beauftragten Planungsbüro plant die Stadt deshalb sehr zeitnah Mitarbeiterbefragungen und Wohnstandortanalysen. Diese Ergebnisse sind dann die Grundlage für die Stärkung alternativer Mobilitätswege zur Arbeit. „Ansetzen werden wir auf dieser Grundlage in der Erschließung der Gewerbegebiete Camp Astrid, Steinfurt, Mausbach und Münsterbusch via ÖPNV, vor allem in der Erschließung der so genannten letzten Meile zum Betrieb.“ Auch der Aufbau eines attraktiven Bike-Sharing Angebotes und E-Bike-Infrastrukturen sei geplant.
BVR-Präsidentin Marija Kolak Foto: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken - BVR
Region/Berlin – Das Hilfsprogramm der Bundesregierung ist ein Anfang, weitere Maßnahmen sind aber notwendig – Die Ergebnisse des Wohngipfels kommentiert Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken wie folgt: „Das Hilfsprogramm der Bundesregierung zur Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum ist angesichts der Dringlichkeit der Probleme am Immobilienmarkt richtig, aber noch zu klein dimensioniert.
Bezahlbarer Wohnraum ist von enormer gesellschaftlicher Bedeutung und das Hilfsprogramm der Bundesregierung ist dafür zumindest ein Anfang. Zwar ist es zielführend, dass die Bedingungen für den Wohnungsneubau und die energetische Sanierung angepasst werden sollen. Neben der Verbesserung der Abschreibungsbedingungen für Unternehmen dürfte auch die Anpassung der Einkommensgrenzen bei den Förderkrediten positiv wirken. Insgesamt darf es aber nicht allein bei den jetzt beschlossenen Maßnahmen bleiben, um das Problem des Wohnungsmangels zu lösen.
Die Bundesregierung sollte im Dialog mit der Bauwirtschaft sowie mit Banken und Sparkassen noch weitere Maßnahmen identifizieren, mit denen der Investitionsstau in absehbarer Zeit beseitigt werden kann. Die genossenschaftliche FinanzGruppe als einer der größten Wohnungsbaufinanzierer Deutschlands hat hierzu ein umfangreiches Positionspapier veröffentlicht, in dem neben weiteren Maßnahmen wie die Begrenzung der Baukosten durch effizientere Regelsetzung, Verringerung der Arbeitskräfteknappheit im Handwerk und Bau sowie verbesserte KfW-Förderung von Wohnungsbau und Energieeffizienz vorgeschlagen werden.“
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