Kategorien
Politik

Der neue MOBILITÄTSPREIS-NRW – Die kostenlose Teilnahme an dem Wettbewerb ist ab sofort möglich

Region/Düsseldorf – Innovative Projekte für zukunftsfähige Mobilität in Nordrhein-Westfalen gesucht – NRW Minister Oliver Krischer: Der Preis motiviert Menschen, die Mobilität von morgen mitzugestalten. Zum ersten Mal lobt das Bündnis für Mobilität im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV) den Mobilitätspreis für Nordrhein-Westfalen aus. Mit diesem Preis sollen zukunftsfähige und klimaschonende Lösungen für eine Mobilität der Zukunft ausgezeichnet werden. Bewerben können sich Einzelpersonen, Unternehmen, Initiativen oder Institutionen mit innovativen Mobilitätsprojekten, die in Nordrhein-Westfalen entwickelt und umgesetzt werden. Das Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro wird gestaffelt in die drei besten Konzepte reinvestiert.

„Die Mobilität einfacher, flexibler und in Zukunft auch klimaneutral zu gestalten, ist das Ziel der Landesregierung. Der neue Mobilitätspreis rückt die Anstrengungen vieler Akteurinnen und Akteure stärker in den Fokus, zeigt, welche intelligenten und innovativen Verkehrslösungen es in Nordrhein-Westfalen bereits gibt und motiviert zugleich Menschen, die Mobilität von morgen mitzugestalten“, erläutert Oliver Krischer, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Gesucht werden Menschen mit Erfindergeist, Impulsgebende und Vorausdenkende, die mit ihren Lösungen die Mobilität von Menschen und/oder Gütern auf Straße, Schiene, in der Luft oder auf dem Wasser verbessern. Dies kann zum Beispiel die Nutzerfreundlichkeit von Mobilitätslösungen, die Verkürzung von Fahrtzeiten oder klimafreundliche Angebote betreffen. Im Fokus stehen dabei intelligente, technische oder digitale Lösungen, um Personen und Waren effektiv, wirtschaftlich und zugleich möglichst umweltfreundlich von A nach B zu bringen.

Eine unabhängige Fachjury aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft trifft eine Vorauswahl und beurteilt die Projekte anhand verschiedener Kriterien. Bewertet werden die Ideen unter anderem danach, inwieweit sie Menschen dazu bewegen, auf klimafreundliche Verkehrsmittel umzusteigen, beziehungsweise Unternehmen anregen, Güter möglichst klimaschonend zu transportieren. Ebenso betrachtet die Jury die Einzigartigkeit der Lösungen sowie ihren Vorbildcharakter für andere. Auch spielt es eine Rolle, ob die Innovationen Vorbildcharakter für andere Kommunen oder Unternehmen haben. Ein weiteres Kriterium zielt darauf ab, ob die Projekte verschiedene Partnerinnen und Partner und deren Interessen miteinander vernetzen.

Minister Krischer wird den MOBILITÄTSPREIS.NRW persönlich auf dem diesjährigen Mobilitätstag, der Fachkonferenz des Bündnisses für Mobilität, am 18. Dezember 2023 übergeben. Das Gewinnerprojekt erhält 15.000 Euro, der zweite Preis ist mit 10.000 Euro und der dritte mit 5.000 Euro dotiert. Die kostenlose Teilnahme an dem Wettbewerb ist ab sofort (28.09.2023) über http://www.mobilitaetspreis.nrw möglich. Interessierte können sich bis zum 31.10.2023 bewerben. Die Preisträgerinnen und -träger werden ab Ende November online über das finale Voting auf der Website des Bündnisses ermittelt.

Kategorien
Wirtschaft

Tag des Tischler-Handwerks in Niederöfflingen – Bei der Schreinerei Rauen treffen Tradition und Moderne zusammen

Prüm/Niederöfflingen – Die Schreinerei Rauen im Dialog mit der Politik – „Das Handwerk ist das Rückgrat, gerade im ländlichen Raum“, so MdL Jutta Blatzheim-Roegler, stv. Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen anlässlich ihres Besuches bei Schreinerei Rauen in Niederöfflingen. Zusammen mit MdL Lisett Stuppy besichtigte sie die Traditionsschreinerei, die seit über 90 Jahren besteht und in dritter Generation von Ingo Rauen geführt wird.

Familie Rauen hatte aus Anlass vom Tag des Tischlerhandwerks Mitte September in ihre Schreinerei eingeladen. Schreinermeister Ingo Rauen richtete in seiner Begrüßung eine klare Botschaft an die Politik: „Der enorme bürokratische Zeitaufwand muss verringert werden. Es muss einfacher werden, damit Handwerk attraktiver wird für die nachfolgende Generation.“ Damit zielt er auf die anstehende Betriebsübergabe an seinen Sohn Lucas und dessen Ehefrau Hannah an. „Die Übernahme gestaltet sich bürokratisch sehr kompliziert.“

Vor Ort war auch Walter Blasius, Obermeister der Schreiner-Innung Bernkastel-Wittlich, Christian Weirich, stv. Geschäftsführer der Innung und Gero Jentzsch vom Fachverband Leben-Raum-Gestaltung Rheinland-Pfalz/Hessen. Zusammen mit Ortsbürgermeister Hermann-Josef Clemens diskutierte man auch über Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung.

Die Attraktivität des ländlichen Raumes und die Chancen durch eine duale Ausbildung sind starke Argumente, die man jungen Menschen frühzeitig noch stärker vermitteln müsste, da war man sich einig. Ingo Rauen ist Lehrlingswart und Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses bei seiner Innung. Die Ausbildung junger Menschen zu begleiten ist für ihn ein Herzensanliegen, genauso wie der Werkstoff Holz selbst.

Bei Schreinerei Rauen treffen Tradition und Moderne zusammen: Eines der ältesten Gewerke arbeitet mit High-Tech Maschinen und das umweltgerecht. Die erste PV-Anlage der Schreinerei ist seit über zwei Jahrzehnten im Einsatz. Zwei weitere wurden vor wenigen Monaten installiert. „Im Jahresmittel können wir uns komplett mit Eigenstrom versorgen“, berichtet Ingo Rauen, der auch als Erster Beigeordnetet von Niederöfflingen sich seit Jahrzehnten für autarke Lösungen der Ortsgemeinde einsetzt. „Schon vor 10 Jahren haben wir uns für Windenergieanlagen ausgesprochen, aber es fehlte an kommunalpolitischer Unterstützung“, resümiert er. Er fordert von der Politik, die Energiewende als Chance zu nutzen, um Finanzmittel für den ländlichen Raum zu generieren.

Das rheinland-pfälzische Tischlerhandwerk ist mit rund 2.000 Betrieben, 13.000 Beschäftigten und 1.000 Auszubildenden nicht nur ein starker und leistungsfähiger Wirtschaftsfaktor, sondern verbindet auch wie kaum eine andere Branche traditionelles, werthaltiges Handwerk mit zukunftsorientiertem, umweltbewusstem und nachhaltigem Handeln.

Kategorien
Wirtschaft

Expo Real – Region Aachen präsentiert sich mit Ausstellerrekord in München

Aachen/München – Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen organisiert erneut den leuchtend grünen Stand von „aachen1a – drei Länder, ein Standort“ auf der internationalen Immobilienmesse Expo Real, die vom 4. bis 6. Oktober in München stattfindet. Die Standgemeinschaft umfasst in diesem Jahr 27 Partner. „Das ist Rekord, nie waren es mehr“, freut sich Philipp Piecha, Referatsleiter Wirtschaftsförderung bei der IHK Aachen. Unter den Ausstellern sind mehr als 20 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Landräte sowie rund 150 Projektentwickler, Architektinnen, Wirtschaftsförderer und Planerinnen aus der Region in München dabei.

„Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, Zeichen zu setzen und mit aktuellen Erfolgen Mut zu machen“, betont Piecha und verweist auf akute Herausforderungen für Projektentwickler und die gesamte Bau- und Immobilienwirtschaft: Steigende Zinsen, eine schwache Konjunktur, hohe Baukosten sowie der Fachkräftemangel belasten die Branche. Piecha ist überzeugt: „Der Wandel, den die Immobilienwirtschaft derzeit durchmacht, ist ein tiefer Einschnitt.“

Ziele in München sind deshalb, über die aktuellen Herausforderungen zu sprechen und zugleich Lösungsansätze zu diskutieren und Investorinnen und Investoren für die Region Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg sowie die benachbarte Parkstadt Limburg zu gewinnen. Vielversprechende Vorhaben und Ideen gibt es zuhauf: den Strukturwandel im Rheinischen Revier, Pläne zum Aufbau einer bundesweiten Modellregion für nachhaltige Energie, zuvorderst für grünen Wasserstoff und dafür notwendige Infrastrukturprojekte wie den Delta Rhine Corridor, Forschungsvorhaben rund um Aviation im Rheinischen Revier oder das Einstein-Teleskop.

Die Bundesregierung will der gebeutelten Baubranche helfen und hat in dieser Woche angekündigt, energetische Anforderungen an Gebäude nicht weiter zu verschärfen. Zudem soll es mehr Fördergelder geben, unter anderem für den Umbau von Gewerbe zu Wohnungen. Die Pläne der Bundesregierung werden in München bewertet und diskutiert, ebenso Themen wie Flächenverfügbarkeit, Planungsbeschleunigung und -sicherheit sowie Nachhaltigkeit und Resilienz in der der Bau- und Immobilienwirtschaft. Piecha: „Gerade im Bereich nachhaltiger Lösungen sind Projektentwickler und Architekten aus unserer Region gut aufgestellt und der Entwicklung in ihren Branchen voraus.“

Die 27 Partner von „aachen1a“ wollen auf der Expo Real Kräfte bündeln, Lösungen finden und neue Allianzen schmieden. Entsprechend optimistisch blickt IHK-Experte Piecha nach vorne: „Herausfordernde Zeiten bieten stets auch die Gelegenheit, Wandel zu gestalten, Bestehendes zu optimieren und Neues zu wagen.“

Kategorien
News

Ahrtal-Tourismus unterstützt Petition – „Mehrwertsteuer auf Speisen muss bei 7 Prozent bleiben“

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Der Ahrtal-Tourismus unterstützt die laufende deutschlandweite Petition des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) zur Beibehaltung von 7 Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants. Der Mehrwertsteuersatz war im Zuge der Corona-Pandemie im Sommer 2020 von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt worden, um die wirtschaftlichen Folgen für die Gastronomie abzuschwächen. Aufgrund der gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise ist die Regelung zwar verlängert worden, die Frist läuft jedoch am 31. Dezember 2023 aus.

Meike Carll, Referentin Tourismus beim Ahrtal-Tourismus, ergänzt: „Hinzu kommt natürlich auch die besondere Situation im Ahrtal. Für Hotellerie und Gastronomie waren nicht nur die Corona-Pandemie und die gestiegenen Kosten eine Herausforderung, sondern der Wiederaufbau hat ihnen alles abverlangt. Das Ahrtal wirbt um Gäste, um wirtschaftlich überleben zu können. Eine Anhebung der Mehrwertsteuer wäre für die Gastronomie im Ahrtal fatal!“ Denn gerade sei auch Aufbruchstimmung zu spüren.

Das gute Herbstwetter habe dazu beigetragen, dass viele Gäste zu den Weinfesten, zum Wandern und zum Übernachten und Genießen ins Ahrtal gekommen seien. „Für unsere Gastgeber ist es wichtig, jetzt nicht wieder einen Dämpfer zu bekommen“, so Carll. Zumal es auch immer noch Betriebe gebe, die aufgrund von enormer Bürokratie und anderen Problemen überhaupt noch gar nicht hätten wiederöffnen können.

Kategorien
News

Fachkräfte-Gewinnung durch Ausbildung – 14. Meckenheimer Wirtschaftsdialog

Meckenheim – Unter dem Titel „Fachkräftegewinnung durch Ausbildung“ hatte die Wirtschaftsförderung der Stadt Meckenheim zu ihrem 14. Wirtschaftsdialog eingeladen. Erstmals fand die Veranstaltung für Meckenheimer Unternehmen an einem Vormittag statt. Das Format kam sehr gut an. Etwa 50 Teilnehmende nutzten das Angebot.

Bürgermeister Holger Jung begrüßte die Unternehmerinnen und Unternehmer sowie zahlreiche Personalverantwortliche in den neuen Räumen der Elettronica GmbH und bedankte sich beim Geschäftsführer Dr. Marcello Mariucci für die Gastfreundschaft. Mariucci stellte anschließend sein Unternehmen, das schon seit 45 Jahren in Meckenheim ansässig ist, vor. Die deutsche Elettronica GmbH gehört zur Elettronica Gruppe mit Sitz in Italien. Das Unternehmen befähigt die Bundeswehr zur elektronischen Kampfführung durch die Integration, Betreuung und Instandsetzung von Sensoren sowie die Entwicklung von Test-, Validierungs- und Ausbildungssystemen. Außerdem entwickelt Elettronica für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wie die Polizei Überwachungs- und Einsatzleitsysteme und integriert diese in Fahrzeuge. Wie in vielen Unternehmen ist die Fachkräftegewinnung ein unter den Nägeln brennendes Thema. Elettronica hat etwas mehr als 100 Beschäftigte und aktuell eine ganze Reihe an offenen Stellen, wie Mareike Kleinschmidt, Leiterin People & Culture, erklärte.

Im Folgenden berichtete Silvia Kluth, Referentin Fachkräfteberatung der IHK Bonn/ Rhein-Sieg, über „Rezepte mit besten Zutaten zum Recruiting“. Sie informierte über die aktuelle Ausbildungskampagne der IHK und appellierte an Unternehmen, Menschen über Praktika in die Betriebe zu holen und Ausbildungsplätze anzubieten. Insbesondere ging sie auf die Beratung im Übergang von Schule zu Beruf ein. Beispielhaft nannte die Referentin die Möglichkeit, Schulpartnerschaften einzugehen, um einen engeren Kontakt zwischen Betrieb und Schule zu knüpfen. Außerdem könnten Nachwuchskräfte zu Ausbildungsbotschafterinnen und -botschaftern qualifiziert werden, um in Schulen für die Ausbildung zu werben und den Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe zu begegnen.

Zum Abschluss präsentierten sich die drei weiterführenden Schulen aus Meckenheim und berichteten über ihr Angebot im Bereich Berufsorientierung. Konrad-Adenauer-Gymnasium, Theodor-Heuss-Realschule und Geschwister-Scholl-Hauptschule sind für verschiedene Kooperationen mit Unternehmen bereit. Unternehmen können sich in den Schulen vorstellen, an Berufsinformationstagen teilnehmen oder eine feste Partnerschaft eingehen. Die Meckenheimer Garantie für Ausbildung – kurz MeGA – ist hierbei nur ein Beispiel für eine mögliche Kooperationen zwischen Betrieben und Schule.

Kategorien
Wirtschaft

VR Bank RheinAhrEifel eG zu Gast auf dem Wirtschaftstag

Region/Koblenz/Frankfurt – Rund 100 Teilnehmende informierten sich auf einem der größten deutschen Unternehmertreffen – Am 27. September 2023 nahm die VR Bank RheinAhrEifel eG aktiv am Wirtschaftstag der Volksbanken Raiffeisenbanken in Frankfurt teil, einem der bedeutendsten deutschen Unternehmertreffen. Unter dem Motto „Ideen für neue Wege – Deutschland trotzt den Krisen“ versammelten sich rund 2.200 Teilnehmer auf Einladung des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen, um sich über aktuelle politische und wirtschaftliche Themen zu informieren.

Die VR Bank RheinAhrEifel eG nutzte diese hochkarätige Veranstaltung, um Firmenkunden sowie Private Banking Kunden einzuladen und war mit einer Delegation von etwa 100 Teilnehmern vertreten. Der herausragende Startpunkt des Tages war der inspirierende Vortrag von Jean Asselborn, der das Schengener Abkommen und die Stärke der Europäischen Union in Zeiten der Krise hervorhob.

Der Wirtschaftstag bot zudem eine breite Palette von Themen, darunter Künstliche Intelligenz als Wirtschaftstreiber, die Transformation zu nachhaltiger Energieversorgung und die aktuellen Herausforderungen im Verkehrssektor. Besonders bemerkenswert war die spannende Podiumsdiskussion zum Thema „Wirtschaftswachstum und Demokratie in instabilen Zeiten“, bei der Vertreter aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und Gewerkschaften ihre Ansichten und Standpunkte lebhaft diskutierten.

Den Höhepunkt des Tages bildete die inspirierende Abschlussrede von Joachim Gauck, in der er betonte, wie wichtig es ist, auch in schwierigen Zeiten den Kurs zu halten und Standhaftigkeit zu bewahren.

Matthias Herfurth, Vorstand der VR Bank RheinAhrEifel eG, zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Verlauf des Tages und erklärte: „Es hat uns gefreut, dass unsere Kundinnen und Kunden unsere Einladung angenommen haben und die Beiträge aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Forschung zu einem spannenden Austausch untereinander und Anregungen für die Praxis beitrugen.“

Die Teilnahme am Wirtschaftstag in Frankfurt unterstreicht das Engagement der VR Bank RheinAhrEifel eG für ihre Mitglieder, Kundinnen und Kunden. Das Unternehmen bleibt bestrebt, innovative Wege zu finden und Lösungen anzubieten, um die Bedürfnisse und Erwartungen seiner Kunden zu erfüllen.

Kategorien
News

Erntedank-Empfang der Kreis-Bauernschaft in Düren zelebriert

Düren – Im kunstvoll geschmückten Veranstaltungssaal im Kreishaus in Düren wurde heute der Erntedank-Empfang der Kreisbauernschaft zelebriert. Auch die Rheinische Kartoffelkönigin, Jule Bonsels, war vor Ort.

Astrid Hohn, die stellvertretende Landrätin des Kreises Düren, begrüßte die rund 50 Gäste aus zahlreichen Gemeinden des Kreises Düren: „Wir sind heute zusammengekommen, um der Natur sowie den Landwirtinnen und Landwirten zu danken. Und zwar dafür, dass wir jederzeit genug zu essen haben. Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat gezeigt, dass wir weiter umdenken und uns noch aktiver für Natur- sowie Tierschutz einsetzen müssen.“

Jule Bonsels, die Rheinische Kartoffelkönigin, erklärte, dass die Schalenfestigkeit der Kartoffeln in diesem Jahr aufgrund der späten Pflanzung eine Herausforderung sei. „Nun kommt es auf die richtige Lagerung an, aber im Rheinland sind echte Profis am Werk. Daher freue ich mich sehr darüber, dass wir auch in diesem Jahr wieder hochwertige sowie regionale Kartoffeln anbieten können“, sagte sie, während sie neben der imposanten Erntekrone stand. Die neue Vorsitzende des Landfrauen-Verbandes Düren-Jülich, Eva-Maria Lieven, stellte sich ebenfalls der Runde vor. Die studierte Landwirtin lebt in Titz und betreibt einen Ackerbaubetrieb, auf dem Kartoffeln angebaut werden. „Ich bin eine Landfrau.

Auch Frauen leben Landwirtschaft und diese wiederum ernährt die Gesellschaft“, sagte Eva-Maria Lieven. Erich Gussen, der Vorsitzende der Kreisbauernschaft, forderte eine Transformation der gesamten Gesellschaft, nicht bloß der Landwirtschaft: „Den Bäuerinnen und Bauern muss der Raum gegeben werden, der die Produktion von regionalen Lebensmitteln kostendeckend möglich macht, denn wir haben hier im Rheinland – und im Kreis Düren – die besten Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Erzeugung von Lebensmitteln“, so Gussen weiter. Trotzdem stellte er klar, dass die Herausforderungen des Klimawandels nicht kleiner würden. Das zeige die diesjährige Getreideernte: „Entweder dörrt uns der Ertrag weg oder ständiger Regen verhindert das Einbringen der Ernte. Dafür brauchen wir zeitnahe Lösungen, ansonsten überrennen uns die Folgen des Klimawandels.“

Musikalisch begleitet wurde der Erntedank-Empfang vom Posaunen-Trio der Musikschule Düren. Der Empfang gipfelte in der feierlichen Übergabe der Erntekrone von der Kreisbauernschaft an den Kreis Düren. Die aufwendig gestaltete Erntekrone wird nun im Eingang der Kreisverwaltung Düren ausgestellt.

Kategorien
Kunst & Kultur

Aachener OBin Sibylle Keupen enthüllte das Wandbild „Loveletter from 2123“

Aachen – Im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts „Street Art Trail“ weihte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen das große Wandbild „Loveletter from 2123“ ein. „Ein solches Kunstwerk im öffentlichen Raum trägt zur Belebung der Innenstadt bei. Ich freue mich daher sehr, dieses Mural enthüllen zu dürfen“, erklärte sie.

Im Projekt „Street Art Trail“ haben sich fünf euregionale Street-Art-Organisationen zusammengeschlossen, um in enger Zusammenarbeit mit den Städten des MAHHL+ Netzwerks Aachen, Hasselt, Heerlen, Lüttich und Maastricht fünf Murals rund um das Thema „Loveletters from 2123“ zu erstellen. Der Fokus des Projekts liegt auf der Präsentation und Weiterentwicklung lokaler Talente mit Qualität. Mit den Arbeiten der teilnehmenden Künstler*innen soll gleichzeitig eine neue Kunstroute durch die Euregio geschaffen werden. Das Projekt wurde mit Fördermitteln der Euregio Maas Rhein finanziert und ist ein weiterer Baustein in der Stadtentwicklung, die durch Innenstadtmorgen vorangetrieben wird.

Nachdem bereits in Hasselt und Lüttich Murals fertig gestellt werden konnten, folgte nun mit dem Kunstwerk von Philip Bosmans aus Hasselt die dritte „Enthüllung“ in Aachen. Das Wandbild befindet sich an der Fassade des ehemaligen Kaufhauses“ Lust for life“; das Unternehmen Landmarken stellte zur Realisierung eine große Plane zur Verfügung.

Philip Bosmans erklärte, dass das Motiv des Murals Hoffnung und Warnung zugleich sei. Es zeige einen Vogel als Symbol der Freiheit, gleichzeitig strahle das Bild die Fragilität und Verletzlichkeit der „heiligen“ Natur aus. „Trotz aller Zerstörung der letzten zwei Jahrhunderte schickt uns die Natur in Form des Vogels ein positives Feedback aus der Zukunft. Der Vogel besteht aus verschiedenen Teilen, die unsere Vorfahren darstellen. Diese tragen wir in uns, sie sind die Eckpfeiler unserer individuellen DNA. All diese Teile symbolisieren unsere Geschichte, es ist das, was uns verbindet. Die eiförmigen Formen stehen für Erneuerung, von außen ist es kalt und tot, aber im Innern erwächst neues Leben“, sagte er.

Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter http://www.streetarttrail.eu/

Kategorien
Tourismus

Botschafter des Ahrtals werden – Ahrtal-Tourismus bildet ab Januar neue Gästeführer aus

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Über 2.000 Jahre Geschichte, Natur und Kultur bietet das Ahrtal seinen Urlaubsgästen und Tagesbesuchern. Die Region interessant, sachkundig und unterhaltsam mit der eigenen Persönlichkeit den Gästen zu präsentieren, das ist Aufgabe der Gästeführer.

Diese nehmen die Gäste in Bad Neuenahr-Ahrweiler beispielsweise mit zu klassischen Stadtführungen, zu Führungen zum Thema Wiederaufbau oder auch zu besonderen Rundgängen, wie der Nachtwächter-Führung oder dem Lügen-Quiz „In Vino Veritas – Im Wein liegt WAHRheit“. Da die Nachfrage nach den Gästeführungen sehr groß ist, bietet der Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. ab Januar wieder einen neuen dreimonatigen Kurs zur Gästeführer-Ausbildung an.

Neben dem Selbststudium der historischen Informationen erfahren die Teilnehmer an den Abend- und Wochenendterminen viel über Didaktik, Methodik und Kommunikation in Theorie und Praxis. Gästeführungen mit erfahrenen Kollegen zeigen das breite Spektrum der Gruppenprogramme und wie man den Gästen sein neu gewonnenes Wissen präsentieren kann. Daneben sind auch sehr gute Fremdsprachenkenntnisse, beispielsweise in Englisch, Niederländisch oder Französisch, wünschens-wert.

Fragen zum Ausbildungskonzept, Zeitplan, den Kosten sowie zur anschließenden Tätigkeit als Gästeführer beantwortet Svenja Bach unter verkauf@ahrtal.de oder Tel. 02641/9171-66. Weitere Informationen zum Tourismus im Ahrtal und den Angeboten an Gästeführungen gibt es unter ahrtal.de/gaestefuehrungen.

Kategorien
News

50 Jahre Kita Purzelbaum – Großes Märchenfest in Jülich-Broich gefeiert

Düren/Jülich-Broich – Die zum Kreis Düren gehörende Kita Purzelbaum in Jülich-Broich hat zu ihrem 50. Jubiläum ein großes Märchenfest gefeiert. Zahlreiche Gäste – darunter auch viele Ehemalige – reisten nach Jülich-Broich, um dem Team um Kita-Leiterin Stefanie Kleinermanns und den Kindern zu gratulieren.

Bei strahlendem Sonnenschein herrschte ein märchenhaftes Treiben in der Kita, die sich in der Trägerschaft der Kreismäuse AöR (Anstalt des öffentlichen Rechts) befindet. Zur feierlichen Eröffnung nahmen die Kindergartenkinder ihre Gäste mit auf eine Reise durch die Märchenwelt. Ins Festgeschehen tummelte sich auch ein ganz besonderer Ehrengast: der Grüffelo, die Hauptfigur aus einem beliebten Kinderbuch.

Für musikalische Begleitung sorgte der Singkreis aus dem Stammhaus Jülich. „Ein Hoch auf uns“ schallte jedoch nicht nur lauthals über das Gelände, denn die Kinder überraschten die Gäste auch mit passenden Gebärden zum Text. Im inklusiven Alltag der Kita ist die gebärdenunterstützte Kommunikation ein fester Bestandteil. „Wir sind alle mit dem Herzen dabei. Jeder Mensch, ob Kind oder Elternteil, wird hier an- und aufgenommen, wie sie oder er ist“, sagt Stefanie Kleinermanns.

Wohl auch aufgrund dieser Einstellung, dem interdisziplinären Team und dem familiären Rahmen, schaffte es die Kita Purzelbaum als einzige Kita aus Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr unter die zehn Finalisten beim Deutschen Kita-Preis. „Das war ein aufregendes Jahr für uns alle – für die Kinder, Eltern, Träger und alle Mitarbeitenden. Wir sind als Kita-Gemeinschaft nochmal ein Stück enger zusammengerückt und sind stolz über diese besondere Auszeichnung für unsere kindorientierte Arbeit“, betont die Kita-Leiterin.

Neben vielen bunten, auf das Motto abgestimmten Kinderaktionen, war das Fadenpuppenspiel Rumpelstilzchen ein weiterer Höhepunkt. Zum krönenden Abschluss wurden spannende Preise bei der Tombola des Fördervereins der Einrichtung verlost.