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Gesundheit

1.281.000 Menschen in Rheinland-Pfalz von Rückenschmerz betroffen

Region/Eisenberg – 26,2 Millionen Patientinnen und Patienten in Deutschland waren 2021 mit Rückenbeschwerden in ärztlicher Behandlung – und damit fast ein Drittel der Bevölkerung (31,4 Prozent). Die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer liegen mit 31,2 Prozent der Bevölkerung etwa auf dem Bundesschnitt. Dies zeigt der aktuelle Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), der erstmals die regionale Verteilung von Rückenschmerzen bis auf die Ebene der Kreise und kreisfreien Städte transparent macht. Die niedrigsten Krankheitsraten gibt es laut Gesundheitsatlas für Rheinland-Pfalz mit je 22,8 Prozent in Mainz. Auf der anderen Seite des Spektrums steht der Landkreis Vulkaneifel mit 37,8 Prozent (Abbildung 1). Insgesamt sind 1.281.000 Menschen in Rheinland-Pfalz von Rückenschmerz betroffen.

„Der Gesundheitsatlas kann den Akteuren vor Ort Hinweise geben, welche Veränderungen an den Verhältnissen vor Ort nützlich sein können, um die Krankheitsraten zu senken“, sagt Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse. Einen möglichen Ansatzpunkt bieten dabei die Präventionsangebote im betrieblichen Kontext, die Risikofaktoren für die Entstehung oder Chronifizierung von Rückenschmerzen verhindern.

Krankheitshäufigkeit steigt mit dem Alter und Frauen sind häufiger betroffen

Ärztlich dokumentierte Rückenschmerzen sind laut Gesundheitsatlas bereits bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen vorhanden, nehmen jedoch mit steigendem Alter zu. Bei Frauen über 65 Jahren ist nahezu jede Zweite betroffen, bei Männern wird dieser Wert erst ab einem Lebensalter von 75 Jahren erreicht. Jedoch sind auch jüngere Erwachsene im erwerbstätigen Alter davon betroffen. Im Alter zwischen 30 und 35 Jahren leiden bereits 27 Prozent der Frauen und 25 Prozent der Männer unter Rückenschmerzen (Abbildung 2). „Damit sind Rückenschmerzen eines der häufigsten Gesundheitsprobleme in Deutschland“, so Niemeyer. „Die volkwirtschaftlichen Folgen der Belastung durch Rückenschmerzen sind beachtlich. Angesichts von zunehmend älter werdenden Belegschaften in Deutschland sollten Risikofaktoren, die mit der Entstehung oder Chronifizierung von Rückenschmerzen in Zusammenhang stehen, möglichst frühzeitig adressiert werden“, so Niemeyer.

Regionen mit vielen adipösen Personen stärker belastet

Materiell und sozial benachteiligte Menschen leiden häufiger unter Rückenschmerzen als Menschen mit einem hohen sozialen Status. „Faktoren wie Einkommen, Beschäftigung oder Bildung kommen daher in der unterschiedlichen Rückenschmerz-Häufigkeit“, erklärt Niemeyer. So seien ländliche Regionen oft jene, in denen die materiellen und sozialen Ressourcen eingeschränkt seien. Auch Übergewicht ist ein Risikofaktor für die Entstehung oder Chronifizierung von Rückenschmerzen. Im Gesundheitsatlas wurden daher die Zusammenhänge zwischen ärztlich dokumentierter Adipositas und Rückenschmerzen auf regionaler Ebene untersucht. Diese Analysen bestätigen die aus der wissenschaftlichen Literatur bekannten Zusammenhänge: In Regionen mit einem höheren Anteil adipöser Personen sind auch mehr Menschen von Rückenschmerzen betroffen.

Vorbeugen als Heilmittel

Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland engagiert sich seit Jahren für mehr Gesundheitskompetenz: Wichtige Schlüssel, den Herausforderungen bei Rückenschmerz zu begegnen, sind Gesundheitsförderung und Prävention. Die AOK bietet sich als Partnerin an – ganz gleich ob im Betrieb, in der Pflege oder im Bereich der Individualprävention. Zu den passgenauen Angeboten gehören somit beispielsweise: Ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement, Gesundheitstage, Gesundheitsaktionen wie Lebe Balance, Faszientraining, Yoga oder Rückengesundheit. „Unser Fokus ist es, möglichst vielen Menschen einen unkomplizierten Zugang zu gesundheitsfördernden Angeboten zu bieten. Dies bedeutet den Menschen an Orten zu begegnen, an denen sie einen großen Teil ihres Tages verbringen. Wir sind nicht nur im Krankheitsfall für unsere Kundinnen und Kunden da, sondern tragen durch vielfältige Präventionsangebote dazu bei, dass vermeidbare Gesundheitsbelastungen erst gar nicht entstehen“, erläutert Niemeyer.

Zum Hintergrund:

  1. Was sind Rückenschmerzen?

Alle Schmerzen von der Halswirbelsäule bis zum Steißbein werden als Rückenschmerzen bezeichnet. Es wird dabei zwischen den spezifischen Rückenschmerzen, die auf eine Ursache wie Verletzungen oder Vorerkrankungen zurückzuführen sind, und den unspezifischen Rückenschmerzen, die keine erkenntliche Ursache haben, unterschieden. Die Gründe für spezifische Rückenschmerzen können von Brüchen über Infektionen bis hin zu Herzinfarkten oder Nierensteinen reichen. Den Großteil der Fälle machen aber die unspezifischen Rückenschmerzen aus. Der Schweregrad von Rückenschmerzen wird nach der Schmerzintensität und der funktionellen Beeinträchtigung der Beweglichkeit eingeteilt. Meist liegen nur leichte Beschwerden vor. Weiterhin wird nach der Dauer der Schmerzsymptomatik unterschieden in akute (bis zu 6 Wochen), subakute (6 bis 12 Wochen) sowie chronische Beschwerden (ab 12 Wochen). Die Häufigkeit chronischer Beschwerden steigt mit dem Alter deutlich an. Im Gesundheitsatlas werden Zahlen zur Häufigkeit von ärztlich dokumentierten Rückenschmerzen dargestellt. Diese basieren auf Krankenkassenroutinedaten, in denen nur Patientinnen oder Patienten mit Rückenbeschwerden erfasst sind, wenn diese ärztliche Hilfe in Anspruch genommen haben. Darüber hinaus erfolgte jedoch keine Einschränkung nach Lokalisation, Intensität oder Dauer der Beschwerden.

  1. Risikofaktoren und Prävention: körperliche Aktivität steigern

Neben einem höheren Alter gibt es verschiedene Risikofaktoren, die mit der Entstehung oder Chronifizierung von unspezifischen Rückenschmerzen in Zusammenhang stehen. Dazu zählen psychosoziale Faktoren (wie Depressionen, Stress, Ängstlichkeit), arbeitsplatzbezogene Faktoren (starke körperliche Belastung, Unzufriedenheit am Arbeitsplatz), sowie Rauchen und Übergewicht. Allerdings reicht die Evidenz noch nicht aus, um klare kausale Schlüsse aus diesen Zusammenhängen ziehen zu können, was sich auch in den Präventionsmöglichkeiten widerspiegelt. Die beste Evidenz für effektive Präventionsmaßnahmen liegt für regelmäßige körperliche Aktivität vor. Bei berufstätigen Betroffenen sind zusätzlich geeignete Maßnahmen am Arbeitsplatz sinnvoll. Dazu zählen eine möglichst ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes, die Vermeidung einer Körperfehlhaltung und des Hebens schwerer Lasten sowie psychologische Maßnahmen wie die Förderung der Arbeitsplatzzufriedenheit. Nicht eindeutig belegt ist, ob man Rückenschmerzen bzw. deren Chronifizierung vorbeugen kann, indem weniger geraucht wird. Empfehlenswert ist ein Rauchverzicht jedoch trotzdem, da er erwiesenermaßen viele andere gesundheitliche Vorteile hat. Wenn unspezifische Rückenschmerzen vorliegen, ist regelmäßige körperliche Aktivität wichtig: Bewegungstherapie hat nachgewiesenermaßen positive Effekte auf Schmerzen und Funktionsfähigkeit bei subakuten und chronischen Rückenschmerzen. Patientinnen und Patienten mit unspezifischen Rückenschmerzen sollten daher regelmäßige körperliche Aktivität aufnehmen bzw. beibehalten.

  1. Innovatives Verfahren ermöglicht Aussagen auf lokaler Ebene

Für den Gesundheitsatlas ist ein Hochrechnungsverfahren zum Einsatz gekommen, das für diesen Zweck vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) in Zusammenarbeit mit der Universität Trier entwickelt worden ist. Es erlaubt durch Abrechnungsdaten der AOK-Versicherten zuverlässige Aussagen zu Krankheitshäufigkeiten in der gesamten Wohnbevölkerung Deutschlands bis auf die lokale Ebene. Unterschiede zwischen den AOK-Versicherten und der Gesamtbevölkerung in Bezug auf Alter, Geschlecht und Krankheitshäufigkeit werden dabei durch ein innovatives statistisches Verfahren herausgerechnet. Ziel der Analysen des Gesundheitsatlas ist es, den Akteuren vor Ort fundierte Informationen über das Krankheitsgeschehen in ihrer Region bereitzustellen.

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Wirtschaft

Großpräsentation der Fachschule für Wirtschaft des Berufskollegs Eifel in Nettersheim

Kall/Nettersheim – „Alle Jahre wieder kommt“… nicht nur das Christuskind, sondern auch die Wirtschaftsfachschule mit dem Schwerpunkt Tourismus. Die zukünftigen Absolventinnen des Bachelor Professional in Wirtschaft stellten am 15. November 2023 insgesamt drei verschiedene Projekte vor, die sie von den Gemeinden Bad Münstereifel und Nettersheim als Aufträge erhalten hatten.

Nettersheim stellte dankenswerterweise auch die notwendigen Räumlichkeiten zur Verfügung, um die Ergebnisse in einem passenden Rahmen präsentieren zu können. Herr Mohr als Schulleiter des Berufskolleg Eifel, Frau Sonnenschein als Abteilungsleiterin und Herr Fuchs als Bildungsgangleiter der Wirtschaftsfachschule begrüßten alle Anwesenden und dann ging es auch schon los.

Als Erstes stellten Kira Hennersdorf, Sonja Neuhalfen, Leon Reuter und Kilian Söns ihre „Entwicklung eines Dorfmarketingkonzepts für den Kernort der Gemeinde Nettersheim“ vor. Dazu kreierten sie Ideen für ein ansprechendes Angebot an Dienstleistungen und Produkten im Kernort, um dort die Anzahl an Touristen zu steigern.

Anschließend präsentierten Sonja Aufdermauer, Florian Hampel und Lea Schmitten ein „Konzept zur Aufwertung und Vermarktung der Eifelspur Kneippwanderweg in Bad Münstereifel“. Dieses soll anhand von Erlebnisstationen nach Kneipps Fünf-Säulen-Philosophie eine thematische Verbindung zu dem berühmten Naturheilkundler schaffen.

Den Schlusspunkt setzten Marina Demcenko, Vanessa Krugel und Pia Merzenich mit ihrer „Entwicklung eines Marketingkonzepts zur Steigerung der Gäste- und Übernachtungszahlen in Nettersheim“. Dieses Beherbergungsmarketing umfasst entsprechende Pauschalangebote, um das Herz-Jesu-Kloster und das Jugendgästehaus im Ort besser zu vermarkten und somit die Übernachtungszahlen zu steigern.

Die Vertreterinnen der auftraggebenden Gemeinden sowie die anderen Gäste sahen die sehr interessanten und gut umsetzbaren Ergebnisse. Die Projektmitglieder konnten mit ihrer Arbeit ausgesprochen zufrieden sein!

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News

Umfangreiche Winter-Bauarbeiten auf dem Nürburgring

Nürburg – Drei Millionen Euro nimmt der Streckenbetreiber dafür in die Hand. Parallel steht diesen Winter die Fortsetzung der Bauarbeiten rund um die Digitalisierung der Nordschleife an. Das 11 Millionen Euro Projekt startete bereits im vergangenen Winter. Dessen Ziel: Die Rennstrecke bis zur Saison 2025 flächendeckend mit künstlicher Intelligenz und Kameratechnik zu überwachen.

Neuer Asphalt für die „Fuchsröhre“: Auf knapp einem Kilometer wird der schnelle und anspruchsvolle Streckenabschnitt der Nürburgring Nordschleife umfassend saniert. Beim sogenannten Vollausbau werden dabei die Asphaltdecke selbst sowie alle darunterliegenden Schichten komplett erneuert. Wie bei allen Bauarbeiten an der legendären Grünen Hölle gilt auch hier: Die einzigartige Charakteristik, die Streckenführung und somit auch der weltweit berüchtigte Anspruch der Rennstrecke bleiben erhalten. Darüber hinaus rollen auch auf der Grand-Prix-Strecke in den kommenden Wochen die Bagger. Die Ausfahrt der Boxengasse wird dort erneuert.

Nächster Bauabschnitt der Nordschleifen-Digitalisierung
Neben den Arbeiten am Asphalt steht am Nürburgring auch die Digitalisierung der Nordschleife weiter im Fokus. Während im vergangenen Winter bereits die erste Hälfte der Grünen Hölle für den Einsatz digitaler Infrastruktur vorbereitet wurde, sind nun die übrigen 12 Kilometer dran – vom Streckenabschnitt Breidscheid in Adenau bis zum Galgenkopf. Die digitale Vernetzung der Grünen Hölle ist ein umfangreiches Projekt, denn neben den Kameras müssen auch alle weiteren infrastrukturellen Anforderungen geschaffen werden. So werden Fundamente für 58 Kameras gesetzt, Schächte für etliche Kilometer Glasfaser gegraben und die Kabel verlegt sowie die Stromversorgung an jedem einzelnen Punkt sichergestellt. Kein leichtes Unterfangen an der Nordschleife, die sich mit ihrer einzigartigen Topografie mitten durch die Eifelwälder schlängelt.

Start der Motorsport-Saison am 16. März 2024
Wie jeden Winter ist der Zeitplan eng gestrickt am Ring. Keine vier Monate sind es nun bis sich die Räder wieder drehen. Schnelligkeit und Präzision sind also wieder einmal gefragt, damit alle Arbeiten rechtzeitig abgeschlossen sind. Am 16. März läutet der Probe- und Einstelltag die Motorsport-Saison 2024 ein.

Die großen Baumaßnahmen in Sicherheit & Infrastruktur der Rennstrecken des Nürburgrings – die vergangenen Jahre im Überblick (Summe seit 2015: ~29 Mio. Euro):

  • 2023/2024
    3 Mio. Euro
    Neuer Asphalt Fuchsröhre (Nordschleife)
    Ausfahrt Boxengasse (Grand-Prix-Strecke)
    & Fortsetzung des 11 Millionen Euro Projektes „Digitalisierung Nordschleife“
  • 2022/2023 – 2024/2025
    11 Mio. Euro
    Digitalisierungsmaßnahme Nordschleife
    4K-Streckenkameras, Glasfaser, Stromversorgung rund um gesamte Nordschleife & Entwicklung künstlicher Intelligenz
  • 2021/2022
    3 Mio. Euro
    Neuer Asphalt Döttinger Höhe (Nordschleife) bis Hyundai N Kurve (Grand-Prix-Strecke)
    300 Meter neuer FIA-Fangzaun zwischen Kallenhard und Wehrseifen
  • 2020/2021
    1 Mio. Euro
    Digitalisierungs-Projekt für Teile der Nordschleife
    4K-Streckenkameras & Glasfaser von Döttinger Höhe bis Hohenrain Schikane
  • 2019/2020
    1 Mio. Euro
    Neuer Asphalt AMG Arena (Grand-Prix-Strecke)
    Neubau Nürburgring Rallycross-Strecke
    Weitere Infrastruktur-Maßnahmen Müllenbachschleife
  • 2018/2019
    1,3 Mio. Euro
    Umfangreiche Digitalisierung der Grand-Prix-Strecke
    4K-Streckenkameras, 17 Kilometer neue Glasfaserkabel
    Rundum erneuerte Race Control
  • 2017/2018
    4 Mio. Euro
    Neuer Asphalt Schwedenkreuz, Kallenhard, Wehrseifen & Ex-Mühle
    Weitere FIA-Fangzäune an der Nordschleife
  • 2016/2017
    1 Mio. Euro
    Neuer Asphalt Hatzenbach, Hohe Acht, Hedwigshöhe & Brünnchen
  • 2015/2016
    2 Mio. Euro
    Neuer Asphalt Quiddelbacher Höhe & Flugplatz
    Neue FIA-Fangzäune u.a. Schwedenkreuz, Metzgesfeld, Stefan-Bellof-S
    Informations-Anzeigetafeln Nordschleifen-Zufahrt

2014/2015
1 Mio. Euro
Neuer Asphalt im Bereich Eschbach
Asphaltarbeiten auf und neben der Grand-Prix-Strecke

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Solidarität kennt keine Grenzen – Aachener Stadtbetrieb spendet Fahrzeuge für die Ukraine

Aachen – Ein Abfallsammelfahrzeug und ein Radlader werden demnächst in Aachens Solidaritätspartnerschaftsstadt Chernihiv eingesetzt. Der Hilfskonvoi des Blau-Gelben-Kreuzes startet am heutigen Donnerstag in Köln. Perspektivisch sollen weitere Spenden ermöglicht werden.

Schnell und unbürokratisch helfen: dafür steht der Aachener Stadtbetrieb. Als eine Anfrage des Deutsch-Ukrainischen-Vereins Blau-Gelbes-Kreuz den Stadtbetrieb erreichte, ob Fahrzeuge gespendet werden können, kam direkt eine Zusage. Die Wahl fiel auf ein Abfallsammelfahrzeug und einen Radlader, beides Fahrzeuge, die nach zehn Jahren Einsatz im Stadtbetrieb ausgemustert worden waren. Diese Woche bringt der Verein das Abfallsammelfahrzeug mit einem Hilfskonvoi an die polnisch-ukrainische Grenze.

„Wir unterstützen Sie mit aller Kraft und Entschlossenheit“, betonte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen bei der Fahrzeugübergabe. „Jede kleine Hilfe ist notwendig, um am Ende ein großes Ganzes zu schaffen.“ Gerührt von der Unterstützung nahm Dr. Kateryna Kravchenko vom Blau-Gelben-Kreuz in Aachen stellvertretend die Fahrzeuge in Empfang. „Die Menschen in der Ukraine sind unendlich dankbar“, betonte sie und schilderte eindrücklich von ihren Erfahrungen der vergangenen Monate aus dem Kriegsgebiet. „Das Land ist traumatisiert, aber das Volk kämpft. Ich hoffe, wir können die Bedingungen schaffen, dass viele Menschen zurück in ihre Heimat gehen können.“

Hilfskonvoi ab Köln

Am heutigen Donnerstag startet ein nächster Hilfskonvoi des Blau-Gelbes-Kreuzes mit vier Fahrzeugen und einem Begleitfahrzeug in Köln. Voraussichtlich am Freitagabend wird die polnisch-ukrainische Grenze erreicht. „Wir bringen die Fahrzeuge über die Grenze bis zur ersten Tankstelle, dort findet dann die Übergabe statt“, erläutert Kateryna Kravchenko. Das Abfallsammelfahrzeug aus Aachen wird künftig in Aachens Solidaritätspartnerschaftsstadt Chernihiv eingesetzt – ebenso der Radlader, der bei einem der nächsten Hilfskonvois in die Ukraine gebracht wird.

Weitere Spenden geplant

In den vergangenen Wochen waren die Fahrzeuge in der Werkstatt des Stadtbetriebs intensiv geprüft worden, Hauptuntersuchung und Sicherheitsprüfung wurden ausgeführt. „Ein großer Dank auch an die Mitarbeitenden des Stadtbetriebs, die diese Hilfe so schnell und unkompliziert ermöglicht haben“, sagte Heiko Thomas, Beigeordneter für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude der Stadt Aachen. Die aktuellen Spenden sollen dabei einen Auftakt markieren: Perspektivisch ist geplant, weitere Fahrzeugspenden mit Unterstützung des Blau-Gelbes-Kreuzesnach Chernihiv zu bringen. Eine konkrete Spende ist schon in Vorbereitung: ein Bodenbearbeitungsgerät soll bald in die Ukraine gebracht werden.

 

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Silvester – Feuerwerksverbot in Aachen zum Schutz der historischen Altstadt

Aachen – Die Stadt Aachen hat für dieses Jahr Silvester erneut eine Allgemeinverfügung zum Verbot von Feuerwerk erlassen. Das Verbot ist beschränkt auf das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern, die eine Höhe von über einem Meter erreichen können, auf und innerhalb des Grabenrings sowie den Theaterplatz. In diesem Bereich konzentrieren sich in der Aachener Innenstadt die historischen, religiösen und kulturell schützenswerten Bauwerke, die durch das Silvesterfeuerwerk einer besonderen und erheblich gesteigerten Brandgefahr ausgesetzt sind.

Bereits im Jahr 2010 kam es in der Silvesternacht zu einem Brand in der Nikolauskirche. Verursacht durch eine Silvesterrakete, beschädigte das Feuer das Gebäude und den historischen Hochaltar.

Das Verbot zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern gilt für den Zeitraum ab dem 31. Dezember 2023 0 Uhr bis zum 1. Januar 2024 24 Uhr. Nicht Mitführen darf man Feuerwerkskörper in dem genannten Bereich ab dem 31. Dezember 2023 18 Uhr bis zum 1. Januar 2023 24 Uhr. Die Allgemeinverfügung ist nachzulesen unter aachen.de/ohnefeuerwerk.

INFO:

Das Verbot zum Schutz der historischen, religiösen und kulturell schützenswerten Bauwerke betrifft alle öffentlichen Straßen, Gehwege, Wege, Plätze und Anlagen sowie private Straßen, Zuwegungen, Grundstücke und Gebäude des innerstädtischen Grabenrings und den von diesem umfassten Innenbereich sowie den Theaterplatz. Der innerstädtische Grabenring umfasst:

Seilgraben, Komphausbadstraße, Kurhausstraße, Peterstraße (ab Kurhaustraße), Friedrich-Wilhelm-Platz, Kapuzinergraben, Alexianergraben, Löhergraben, Karlsgraben, Templergraben, Driescher Gässchen, Hirschgraben.

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Mayen-Koblenzer Landrat ernennt Leitenden Notarzt und Organisatorische Leiter

Region/Mayen-Koblenz – Der Landkreis Mayen-Koblenz hält zur Aufgabenerfüllung im Zivil- und Katastrophenschutz Leitende Notärzte und Organisatorische Leiter vor. Im Fall einer Großschadenslage nehmen die jeweils Diensthabenden unter den Leitenden Notärzten und Organisatorischen Leitern gemeinsam die Leitung des Einsatzabschnitts „Gesundheit“ wahr. Ab sofort verstärken Dr. Marius Hegner das Team der Leitenden Notärzte sowie Daniel Lesage und Benedikt Stracke die Organisatorischen Leiter. Im Kreishaus erhielten die drei aus den Händen des Landrates ihre Ernennungsurkunde. „Ich danke Dr. Marius Hegner, Benedikt Stracke und Daniel Lesage für ihre Bereitschaft, sich ehrenamtlich in der Freizeit im Zivil- und Katastrophenschutz zu engagieren“, betonte Landrat Dr. Alexander Saftig.

In die Zuständigkeit der Gruppe der Leitenden Notärzte sowie der Gruppe der Organisatorischen Leiter fallen in der Regel alle Aufgaben, die mit der Versorgung und dem Transport von verletzten Personen, der Betreuung unverletzter Personen sowie der Verpflegung von Einsatzkräften und Betroffenen in Zusammenhang stehen. Beide Gruppen bestehen aus mehreren Mitgliedern, die nach einem Dienstplanmodell rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche zur Verfügung stehen. Der Leitende Notarzt ist hierbei im Rahmen einer Kooperation auch für die Stadt Koblenz zuständig.

Dr. Marius Hegner ist 38 Jahre alt, wohnt in Koblenz und ist aktuell Ärztlicher Leiter des Notarztstandortes am Koblenzer Kemperhof, wo er auch als Facharzt für Anästhesie arbeitet. Daniel Lesage ist 39 Jahre, kommt aus Andernach, ist seit vielen Jahren im DRK Andernach aktiv und ist ausgebildeter Rettungssanitäter. Er unterstützt den Landkreis weiterhin als ehrenamtlicher Gerätewart im Bereich Katastrophenschutz. Benedikt Stracke ist 33 Jahre, wohnt in Saffig und ist Berufssoldat am Bundeswehrzentralkrankenhaus. Dort ist er als Fachkrankenpfleger im Bereich Anästhesie/Intensivstation eingesetzt. Ehrenamtlich ist er auch weiterhin aktiv im DRK Ortsverein Saffig.

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Fußball-Verband Mittelrhein startet im Januar Pilotprojekt in Kooperation mit dem Polizeipräsidium Bonn

Region/Hennef – „Bündnis zur Stärkung von Kinder- und Jugendschutz“ – Fußballvereine der Region können sich anschließen –  Der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) startet im Januar 2024 in Kooperation mit dem Polizeipräsidium Bonn das Pilotprojekt „Bündnis zur Stärkung von Kinder- und Jugendschutz“. Ziel ist es, die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen in den FVM-Mitgliedsvereinen zu erhöhen. Wesentlicher Inhalt der Kooperation ist eine polizeiliche Einschätzung von Personen, die bei den teilnehmenden Vereinen der Region eine betreuende Tätigkeit im Kinder- und Jugendbereich ausüben und mit Kindern und Jugendlichen arbeiten möchten.

Die Prüfung durch das Polizeipräsidium Bonn umfasst Gewalt-, Sexual-, Betäubungsmittel- und Rauschgift- sowie Staatsschutzdelikte und geht damit über die Eintragungen im erweiterten Führungszeugnis hinaus. Die Fußballvereine erhalten nach Abschluss der Prüfung aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Einzelheiten, sondern nur den Hinweis, ob seitens der Polizei Bedenken oder keine Bedenken gegen eine Tätigkeit im Kinder- und Jugendbereich bestehen. Die Teilnahme am Pilotprojekt ist für alle Vereine und Personen mit betreuender Tätigkeit freiwillig und kostenfrei.

„Kinder- und Jugendschutz hat für den Fußball-Verband Mittelrhein sehr hohe Priorität. Wir wollen einen möglichst effektiven Schutz für den Nachwuchs in unseren Vereinen. Wir wollen Menschen, die gezielt das Vertrauen und Abhängigkeitsverhältnisse von Kindern und Jugendlichen für sexuelle und andere Kriminaldelikte ausnutzen, den Zugang so schwer wie möglich machen. Nur wer hinschaut, kann auch etwas sehen und so einen wichtigen Beitrag zur Prävention leisten“, erklärt FVM-Präsident Christos Katzidis. „Die Vereine sollen ein guter und sicherer Ort für Kinder und Jugendliche sein. Das Pilotprojekt ist ein Angebot für unsere Vereine, denen Kinder- und Jugendschutz ebenfalls wichtig ist“, so Katzidis.

„Die Bekämpfung von sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist ein strategischer Schwerpunkt im Land Nordrhein-Westfalen. Überall, wo mit und Jugendlichen gearbeitet wird, besteht die Gefahr, dass es zu Übergriffen kommt. Uns geht um die Verhütung von Straftaten. Das ist unsere gesetzliche und unsere moralische Verpflichtung. Daher unterstützen in diesem wichtigen Thema mit unserer fachlichen Einordnung und Bewertung sehr gerne und aus voller Überzeugung“, ergänzt Bonns Polizeipräsident Frank Hoever.

Am Pilotprojekt teilnehmen können alle Mitgliedsvereine des Fußball-Verbandes Mittelrhein, die im Einzugsgebiet des Polizeipräsidiums Bonn liegen. Dieses umfasst die Vereine des Fußballkreises Bonn sowie Vereine aus dem südlichen Teil des Fußballkreises Sieg. Das Projekt richtet sich an alle Personen mit betreuender Tätigkeit, die neu im Kinder- und Jugendbereich tätig werden und in Abstimmung mit dem Verein teilnehmen möchten. Die zu überprüfenden Personen müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Wenn eine Person neu in einem der teilnehmenden Vereine im Kinder- und Jugendbereich tätig werden möchte, erhält sie künftig vom/von der Kinder- und Jugendschutzbeauftragten des Vereins ein Merkblatt mit Informationen sowie einer Einverständniserklärung zum Projekt. Mit dem Einverständnis überprüft das Polizeipräsidium Bonn die Person auf kinder- und jugendschutzrelevante Erkenntnisse. Bei Bedenken gegen eine Tätigkeitsaufnahme im Kinder- und Jugendbereich erhalten weder der FVM noch der Verein Kenntnisse über Inhalte der polizeilichen Bewertung. Der Verein entscheidet eigenverantwortlich über den Einsatz des Kandidaten/der Kandidatin.

„Wir beteiligen uns sehr gerne und aus voller Überzeugung an diesem Projekt“, erklärt Jonas Pelgen, Jugendleiter beim SC Fortuna Bonn. „Wir sehen es als unsere Pflicht an, die Kinder und Jugendlichen unseres Vereins zu schützen. Dazu gehört für uns auch, dass wir uns als Verein aufstellen, bevor etwas passiert. Menschen, die anderen Menschen schaden und nicht unsere Werte leben, bieten wir keinen Platz in unserem Verein.“

„Das Pilotprojekt ist ein weiterer Baustein in der umfassenden Arbeit des FVM zum Kinder- und Jugendschutz“, erklärt Katzidis. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Vereinen und dem Polizeipräsidium Bonn den nächsten wichtigen Schritt in der Präventionsarbeit gehen und würden uns sehr freuen, wenn sich möglichst viele Vereine beteiligen“, so Katzidis. „Wir werden wertvolle Erfahrungen sammeln und sind vor allem unseren Vereinen dankbar für Feedback. Nur so können wir den Kinder- und Jugendschutz weiter voranbringen. Wichtig ist vor allem, dass unsere Vereine erkennen, dass Kinder- und Jugendschutz ein wichtiges Qualitätsmerkmal für gute Vereinsarbeit ist.“

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GK-Mittelrhein begrüßt angehende Ärzte im Praktischen Jahr

Region/Mayen-Koblenz – Es ist eine lange Tradition: Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin Mainz bilden der Kemperhof, das Ev. Stift St. Martin und das St. Elisabeth in Mayen Studierende aus.

Jetzt starten wieder 12 angehende Ärzte in ihr Praktisches Jahr (PJ) am Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein. Je 16 Wochen werden sie in den Fachgebieten Innere Medizin, Chirurgie und einem Wahlfach ihr Wissen vertiefen. Unter Anleitung können sie ihre ersten klinischen Erfahrungen an den drei Standorten umsetzen. Diese spannende Etappe gegen Ende des Medizinstudiums dient zum einen der intensiven Berufsvorbereitung, zum anderen erhalten sie eine gute Orientierung, um sich zu entscheiden, welche Facharztausbildung sie nach bestandenem 3. Staatsexamen anstreben.

„Unser Anliegen ist es, die Studierenden auf ihrem Weg tatkräftig zu unterstützen und ihnen eine qualitativ hochwertige Ausbildung anzubieten“, so Dr. rer. cur. Natalie Waldforst, Direktorin des Bildungs- und Forschungsinstituts. „Neben der praktischen Ausbildung in den einzelnen Kliniken unserer Häuser und den vielfältigen Angeboten an Hospitationsmöglichkeiten, werden sie auch mit Lehrveranstaltungen in der Theorie begleitet. Sie erhalten eine umfangreiche, gut strukturierte und professionelle Ausbildung und Vorbereitung auf das Examen.“

Während für die einen das PJ gerade beginnt, haben andere die letzte Hürde auf dem Weg zur Approbation, also der Erlaubnis, als Arzt praktizieren zu dürfen, gerade genommen. So wurden in den beiden ersten Novemberwochen die Prüfungen zum dritten Staatsexamen erfolgreich durchgeführt und bestanden. Besonders erfreulich ist, dass davon einige als Mitarbeitende dem Unternehmen erhalten bleiben.

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Cyberangriff – Südwestfalen-IT will vor Weihnachten erste Fachverfahren wieder zur Verfügung stellen

Euskirchen – Die Südwestfalen-IT (SIT) hat  am 21.11. das Konzept für den Wiederanlauf der Basis-Infrastruktur und der wichtigsten Fachverfahren beschlossen. „Bis es soweit ist, ist weiterhin Geduld gefragt, dennoch kann die heutige Meldung aus Siegen als erster Lichtblick gewertet werden, auch wenn wohl nicht alle Probleme zeitnah gelöst werden können.“ so Bürgermeister Sacha Reichelt. „Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass wir im Moment keine Abbuchungen im Wege des Lastschriftverfahrens vornehmen können. Dies betrifft neben Grundbesitzabgaben insbesondere Elternbeiträge im Kita- und OGS-Bereich. Natürlich wird die Abbuchung irgendwann nachgeholt, die entsprechenden Beträge sollten daher nicht für andere Dinge verplant werden.“

Dem Verwaltungsrat der SIT wurde ein erster Untersuchungsbericht vorgelegt, der bewerten sollte, welche Methode des Wiederanlaufens sicher möglich ist. Neben dem Wiederaufbau des Kernsystems werden Systeme, die nicht nachweislich betroffen sind, unter permanenter und lückenloser Überwachung wieder in Betrieb genommen. Die Spezialisten eines externen Dienstleisters für Cybersicherheit konnten keine Hinweise darauf feststellen, dass Daten abgeflossen sind.

Um die Kommunen und Kreise schnellstmöglich wieder handlungsfähig zu machen, damit sie ihre öffentlichen Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger zügig wieder erbringen können, wird der betroffene Teil der Server des Rechenzentrums komplett neu aufgebaut. Erste wesentliche Dienstleistungen sollen ab Mitte Dezember in einem Notbetrieb zur Verfügung gestellt werden. Diese umfassen u.a. das Ausstellen von Ausweisen und Pässen, die Anmeldung von Geburten, Todesfällen und Hochzeiten sowie die Auszahlung von aktuell berechneten Wohngeldleistungen. Weitere Informationen zum genauen Zeitpunkt und Umfang der möglichen Dienstleistungen folgen zu gegebener Zeit.

Um den großen Anforderungen eines möglichst raschen Wiederaufbaus gerecht werden zu können, hat die SIT ein Hilfsangebot der regio iT Aachen angenommen. Die regio iT Aachen wird die Arbeit der SIT in den nächsten Monaten mit Personal, Technik und Know-how unterstützen.

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Die Premiere von „Kommere, sing met“ war ein Erfolg

Mechernich-Kommern – 20 neue Lieder von „Brings“, „Rumtreiber“ und Co. bei „Kommere, sing met!“ – 1.420 Euro durch Spenden für die OASE Köln und die Mechernich-Stiftung – „Kein Kölsch für Nazis“ heißt das neue Lied von „Querbeat“, „Lugatti & 9ine“ und „Brings“, das zum Beginn der Premiere von „Kommere, sing met!“ vorgestellt wurde. Eingeleitet wurde es mit den Worten des Schauspielers Armin Rohde: „Es ist ganz einfach. Wenn man kein Nazi ist, wählt man keine Nazis.“ Der Song mit dem doch sehr ernsten Hintergrund, setzte sich von den sonst so fröhlichen Karnevalsliedern in seiner Bedeutung ab. Trotzdem war die Resonanz auf das neue Lied durchgehend positiv.

Das Orga-Team mit Michael Hartmann (v.l.), Björn Schäfer, Ralf Claßen, Harald van Bonn und Manuela Holtmeier ist begeistert von dem überragenden Spendenergebnis. Foto: Daniel Steh/pp/Agentur ProfiPress

Ausverkauft war der „Stollen“, in dem das erste Einsingen der neuen Session am Abend stattfand, zwar nicht, doch trotzdem war der Andrang groß. Sicherlich auch weil nicht nur das Kommerner Dreigestirn, sondern auch drei der sechs Mitglieder von der Band „Pläsier“ vor Ort waren und die Newcomer-Gruppe „Scharmöör“ gleich in Vollbesetzung.

Auch wenn der Eintritt frei war, konnten die Besucher den „Roten Zylinder“ von Ralf Claßen, dem Vorsitzenden der Mechernich-Stiftung, und Michael Hartmann von Loss mer singe, ordentlich mit Spenden füllen. Ganze 1.420 Euro kamen so zusammen. Die Spendengelder werden je zur Hälfte an die OASE Köln, eine Anlaufstelle für Wohnungslose, und an die Mechernich-Stiftung, die bedürftige Menschen in Mechernich unterstützt, gehen.

„Ich freue mich sehr über das überragende Spendenergebnis. Die Spendenbereitschaft war enorm“, sagt Ralf Claßen. „Ein ganz großer Dank dem super Team von ‚Loss mer singe‘ mit dem stimmungsvollen Moderator Harald van Bonn und Michael Hartmann, der aus 400 neuen Karnevalliedern 20 vorab ausgewählt hat“, so der Vorsitzende der Mechernich-Stiftung weiter.

Frohsinn und Gutes tun

Für ihn besonders erfreulich: „Neben der traditionellen Mechernicher Kneipensitzung haben wir nun die zweite karnevalistische Benefiz-Veranstaltung in unserem Stadtgebiet. Beide verbinden Frohsinn und Gutes tun zu einer perfekten Symbiose.“

Ganze 20 neue Lieder gab es zum Einsingen. Von Newcomern und jungen Bands, aber auch von den „alten Hasen“ gab es einiges zu hören. „Romeo und Julia“ von „Brings“ triumphierte schlussendlich haushoch. Aber auch die neuen Kompositionen von „Kasalla“, „Miljö“, den „Höhnern“, den „Paveiern“ und „Lupo“ hinterließen einen bleibenden Eindruck. Die Überraschung des Abends war vielleicht die emotionale Ballade von den „Rumtreibern“ mit dem Namen „Et letzte Strüßjer“, die eine wahre und berührende Geschichte des Sängers Timo Hamacher erzählte.

„An dieser Stelle noch mal ein ganz herzliches Dankeschön an die Menschen, die vor Ort die Organisation übernommen hatten: Ralf Claßen, Manuela Holtmeier, Björn Schäfer und natürlich an Sabrina und Michael Schepers, die Wirte des ‚Stollen‘, die sich auf dieses Wagnis eingelassen haben, eine in Kommern bis dato unbekannte Veranstaltung an einem Sonntagabend durchzuführen. Es hat sich gelohnt“, betonte Moderator Harald van Bonn.

„Wir freuen uns, diese tolle Veranstaltung, die im Kölner Raum seit Jahren ein Mega-Event ist, nun in die Karnevalhochburg nach Kommern geholt zu haben. Die Premiere war vielversprechend und ein toller Erfolg und wird im nächsten Jahr wieder stattfinden“, so das Organisations-Team voll und ganz zufrieden. Und wer weiß, vielleicht wird „Kommere, sing met!“ ja die nächste Kult-Veranstaltung im Stadtgebiet Mechernich?