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Weltpremiere auf dem Aachener Weihnachtsmarkt

Aachen – Das neue „Aachener Dom-Bonbon“ des Maastrichter Meister-Chocolatiers Geert-Jan Heesterbeek . Wenn Aachener Spezialitäten wie Lambertz-Printen und Öcher Glühwein zu einer fein-edlen Praline verzaubert werden. Vor kurzem präsentierte der Maastrichter Meister-Chocolatier Geert-Jan Heesterbeek von der Schokoladen- und Desserts-Manufaktur La Fève am Lambertz-Stand auf dem Aachener Weihnachtsmarkt seine neueste Kreation: das „Aachener Dom“-Bonbon. Heesterbeek kombiniert dazu bekannte Öcher Spezialitäten – die Gewürznoten von klassischen Lambertz-Printen und den beliebten Oecher Glühwein der Familie Schmitz mit Valrhona-Schokolade.

„Das Gute oder gar das Beste, auch im Süßen, liegt so nah… Mir ging es vor allem darum, ein Produkt zu entwickeln, dass die Exklusivität von euregionalen Spezialitäten neu, genussreich und spannend verbindet. Quasi als ein neues, süßes Original, das sich aus anderen originalen Kreationen, die aus dem Dreiländereck kommen, möglichst optimal zusammensetzt. Regionalität also im besten Sinne, komponiert in einer süßen Neuschöpfung, die dann auch einen engen Bezug zur Advents- und Weihnachtszeit haben sollte“, betont Heesterbeek, der auch schon Gewinner des nationalen Wettbewerbes „De lekkerste Bonbon van Nederland“ war.

Der Meister-Chocolatier aus Maastricht, der für sein hochwertiges Confiserie-Sortiment und seine süßen Neuerfindungen bekannt ist, machte sich auf die Suche nach der perfekten Fusion für seine Idee und fand in Aachen zwei gleichgesinnte, begeisterte Partner: Das Traditionsunternehmen Henry Lambertz, das seit 1688 die Geschichte der Aachener Printen wesentlich geprägt hat – u.a. mit den Weiterentwicklungen der Schokoladen-, Nuss- und Weichprinte – und heute Weltmarktführer in diesem Segment ist. Und: Die Familie Schmitz, die seit fast 50 Jahren auf dem Aachener Weihnachtsmarkt den beliebten „Oecher Glühweintreff“ unterhält und dazu ihren eigenen Öcher Glühwein, der ausschließlich aus roten Dornfelder Trauben besteht, herstellt. Herausgekommen ist dabei eine edle Premiumpraline, die sich in der aromatischen Kombination, in ihrer kulinarischen Feinheit und im eigenständigen, unverwechselbaren Geschmackserlebnis, aber auch in ihrer außergewöhnlichen, fast zylindrischen Form positiv hervorhebt. Eben als etwas ganz Neues – als Original.

Das neue „Aachener Dom Bonbon“ ist über den La – Fève Webshop https://www.la-feve.nl/winkel/bonbons/gluhwein-aachener-print-bonbons-4-st/ erhältlich und wird zudem in Aachen sowie in der Region von der Familie Schmitz angeboten (www.gluehweinstand.de).

 

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Die „Freiwillige Aufbauzeit Ahr“ der HwK Koblenz macht sozial engagierte junge Menschen im Ahrtal handlungsstark

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Aktiv Hilfe leisten, tatkräftig anpacken und den Blick nach vorne richten – das Handwerk spielt beim Wiederaufbau des Ahrtals damals wie heute eine zentrale Rolle. „In einzigartiger Weise erinnert das geschäftige Treiben auf den Baustellen, der sichtbare Fortschritt der Bauarbeiten und die produktive Aufbruchstimmung seit Tag eins an die alltägliche Präsenz und den damit verbundenen hohen Stellenwert des Handwerks in unserer heutigen Gesellschaft. Das erfahren aus erster Hand auch die Teilnehmer unseres Berufsorientierungsprojektes zum Wiederaufbau in der Region“, unterstreicht Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HwK) Koblenz. Das gemeinschaftliche Projekt „Aufbau Ahr – Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal“ des rheinland-pfälzischen Arbeitsministeriums und der HwK Koblenz bietet jungen Menschen die Gelegenheit, sich sozial in der Region zu engagieren und zum Wiederaufbau beizutragen, während sie sich gleichzeitig in mehreren Handwerksberufen ausprobieren.

Aus erster Hand kann auch Constantin Sper bestätigen, welche große Teilhabe das Handwerk am Wiederaufbau seiner Heimatregion hat. Wie viele andere packte er in der Zeit nach der Flut zuhause an, als er beim Wiederaufbau seines Elternhauses mithalf. Wichtige Unterstützung bei den Aufbauarbeiten erhielt die Familie Sper damals von Malermeister Marco Mäsgen und seinem Team, das sich zu dieser Zeit über zusätzliche helfende Hände freute. Nämlich über die von Justin Behrens, der zuerst als Teilnehmer der „Freiwilligen Aufbauzeit Ahr“ ein Praktikum in besagtem Meisterbetrieb machte und in diesem direkt seinen Ausbildungsbetrieb fand! Über die gelungene Zusammenführung von Nachwuchskraft und Handwerksbetrieb im Zuge des Berufsorientierungsprojekts und damit verbundene Wiederaufbauerfolge machte sich damals ebenfalls Arbeitsminister Alexander Schweitzer ein eigenes Bild, als er die jungen Projektteilnehmer auf verschiedenen Baustellen besuchte. Mit darunter: Die Baustelle von Familie Sper.

Knapp ein Jahr später schließt sich nun der Kreis, denn heute ist Constantin Sper selbst Teilnehmer im Projekt. „Im Verlauf meiner ersten Studiensemester merkte ich, dass ich doch lieber etwas Praktisches machen möchte, dass ich lieber ins Handwerk möchte. Die ‚Freiwillige Aufbauzeit Ahr‘ ist die perfekte Gelegenheit, um verschiedene Handwerksberufe auszuprobieren“, erklärt der 22-Jährige, der im Sommer 2024 eine Ausbildung beginnen möchte. Dabei war bereits sein Einstieg ins Projekt ein voller Erfolg, denn schon von seinem ersten Praktikum bei der Schreinerei Mülligann in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist er begeistert. Der gute Eindruck beruht auf Gegenseitigkeit. „Constantin hat sich sofort eingebracht und passt auch menschlich sehr gut ins Team. Das ist einer der wichtigsten Punkte der Zusammenarbeit“, bestätigt Schreinerei-Inhaber Alexander Lehnhoff und fasst zusammen: „Für Jugendliche, die sich noch nicht sicher sind, welchen Beruf sie später einmal ausüben möchten und Orientierung und Sicherheit auf ihrem Berufsweg brauchen, ist die ‚Freiwillige Aufbauzeit Ahr‘ genau das Richtige. Das Projekt gibt ihnen die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen zu erproben und anschließend eine Ausbildung zu beginnen. Das ist ein Gewinn für den Betrieb und die jungen Menschen – und für das lokal ansässige Handwerk.“

Informationen zum Projekt „Aufbau Ahr – Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal“, sowohl für interessierte Teilnehmer als auch Handwerksbetriebe, gibt bei der Handwerkskammer Koblenz Roman Sieling, Tel. 0151/ 551 632 31, roman.sieling@hwk-koblenz.de

Infokasten: „Aufbau Ahr – Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal“

„Aufbau Ahr – Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal“ ist ein Berufsorientierungsprojekt der Handwerkskammer (HwK) Koblenz und des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz. Seit dem Start im Jahr 2022 bietet es jungen Menschen bis 27 Jahren die Möglichkeit, über die Dauer von sechs bis acht Monaten verschiedene Berufe im Handwerk kennenzulernen und gleichzeitig den Wiederaufbau der Region mitzugestalten. Auch für die teilnehmenden Handwerksbetriebe ist das Projekt eine gute Gelegenheit, junge Talente für den Beruf zu begeistern und zukünftige Auszubildende für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Im Wechsel von siebenwöchigen Praktikumsphasen in Handwerksbetrieben im Ahrtal und ein- bis zweiwöchigen Schulungsphasen in den HwK-Werkstätten in Koblenz erlernen die Teilnehmer sowohl theoretisches Fachwissen als auch handwerkliches Geschick in bis zu drei Handwerksberufen ihrer Wahl. Dabei steht ihnen über die gesamte Projektlaufzeit ein Pädagoge der Handwerkskammer Koblenz zur Seite, der bei allen Fragen als Ansprechpartner dient. Die Teilnehmer erhalten ein monatliches Taschengeld von 470 Euro und auch Transfer- und Unterkunftskosten können nach Absprache übernommen werden.

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450 Päckchen für Bedürftige – Ehrenamtliche „Tafel“ Aktivisten sammeln

Mechernich – Schöne Bescherung für die Bescherenden: Montag begaben sich „Tafel“-Chef Wolfgang Weilerswist, seine dessignierte Nachfolgerin Manuela Pütz und die treuen „Tafel“-Aktivisten Toni Klinkhammer und Tim Athnitz auf Rundreise zu Schulen und kirchlichen Einrichtungen im Stadtgebiet.

Dort sammelte die mit einem Kleinlaster ausgestattete Truppe Weihnachtspakete für rund 500 Einzelpersonen und Familien im Stadtgebiet ein. Allesamt Menschen, die wirtschaftlich nicht auf Rosen gebettet und auf die Versorgung durch die „Tafel“ in der Alten Schule im Sande angewiesen sind. Bei rund 50 Prozent von ihnen handelt es sich um Ukrainer/innen, die aufgrund des russischen Angriffskrieges ihre Heimat verlassen haben.

In der Alten Schule im Sande können auch Privatleute, die helfen wollen, noch den ganzen Mittwoch, 20. Dezember, von 8 bis 18 Uhr und Donnerstagmorgen ab 7 Uhr offene Weihnachtspäckchen oder auch Lebensmittel- und Spielzeugeinzelspenden abgeben. Die große Bescherung der Bedürftigen findet dann am Donnerstag, 21. Dezember von 14 bis 18 Uhr im „Tafel“-Depot der Alten Schule statt.

Dieses Jahr hat die Mechernicher „Tafel“ auch Weihnachtspäckchen von katholischen Kindergärten in Schleiden und Würselen bekommen, berichtet Wolfgang Weilerswist dem Reporter des „Bürgerbriefs“: „Das haben wir der enormen Medienpräsenz hier in Mechernich zu verdanken!“ Die Mechernicher „Tafel“ sei auch durch seine Tätigkeiten im Bundesvorstand und als NRW-Landesvorsitzender bekannt geworden.

Am Montag steuerten Athnitz, Klinkhammer, Pütz und Weilerswist nacheinander die Katholische Grundschule am Bleiberg in Lückerath, die städtische Gesamtschule, Gymnasium am Turmhof (GAT), den katholischen Kindergarten an der Pfarrkirche und die Communio in Christo an der Bruchgasse an. Am Vortag waren bereits die Pakete der Gemeinschaftsgrundschule Satzvey abgeholt worden.

115 Pakete im Flutjahr 21

Mit 115 Paketen für die Mechernicher „Tafel“ erreichte die jährliche Hilfsaktion der Katholischen Grundschule Lückerath im Corona- und Flutjahr 2021 ihren bisherigen Höhepunkt. Die Vermutung lag nahe, dass die Menschen in Notzeiten besonders eng zusammenrücken. 2022 waren es 82 Pakete, diesmal 81.

Die Gesamtschule hatte von ihren Schülereltern 40 Pakete bekommen, das Gymnasium ein paar hundert Einzelkomponenten von Schülern und Eltern, darunter auch Lern- und Bastelmaterial und Spielsachen, die sich in der „Tafel“ prima zu weiteren Dutzenden von Paketen zusammenstellen lassen, ebenso der Kindergarten der Caritas.-Lebenswelten.

„Wir werden mit den Paketen von Privatleuten unser Soll von 450 Weihnachtspaketen zusammenbekommen“, zeigten sich Manuela Pütz und Wolfgang Weilerswist optimistisch: „Sollte etwas fehlen, stellen wir aus unserem normalen Lebensmittelaufkommen und ein paar gekauften Spielsachen was zusammen.“

Wichtig ist den allesamt ehrenamtlich tätigen „Tafel“-Leuten, dass die Pakete offen angeliefert werden, damit sie sehen, für welche Empfängergruppe der Inhalt bestimmt ist. Die Lückerather Grundschüler, die im Jahr 2005 mit die ersten im Stadtgebiet waren, die die „Tafel“ mit Weihnachtspaketen ausstatteten, beschriften die Pakete entsprechend: „für alleinstehende Frau“, „Familie mit Mädchen bis zehn Jahre“, „Eltern und Kleinkind“ etc.

1500 Menschen sind angewiesen

In Lückerath leitete Rektorin Sonja Daniel die Übergabeaktion nach einem gemeinsamen Adventssingen in der Aula, am GAT vertrat Direktor Micha Kreitz die auf Exkursion befindliche Projektverantwortliche Kirsten Welsch, im katholischen Kindergarten überreichten Leiterin Heidi Zander und die Gruppenleiterinnen Carina Milz und Margot Schmitz die guten Gaben, und an der städtischen Gesamtschule der auch für die Medienarbeit zuständige Lehrer Dennis Schwinnen zusammen mit einigen Schülern. Für den Ordo Communionis in Christo übergaben Schwester Lidwina und Pfarrer Patrick Mwanguhya traditionsgemäß 50 Pfund Kaffee.

Die Zahl der von der Mechernicher „Tafel“ mit Lebensmitteln und so genannten Gütern des täglichen Bedarfs versorgten Familien und Einzelpersonen hat sich seit Ausbruch des Ukraine-Krieges und entsprechender Zuwanderung von Flüchtlingen auf 500 verdoppelt.

„So viele Kundenkarten enthält unsere Kartei“, so Wolfgang Weilerswist: Dahinter stehen 1500 Einzelpersonen, viele davon sind Kinder!“ Die Weihnachtspakete seien eine Draufgabe auf die allwöchentliche Versorgung zu den Festtagen. Nicht nur haltbare Lebensmittel, auch Spielsachen, Süßigkeiten und kleine Geschenke für Kinder werden für die entsprechend gekennzeichneten Pakete zum Christfest gebraucht.

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Platz für 120 Kinder – Neue Kita Feldstraße in Alsdorf geht in wenigen Wochen in Betrieb

Alsdorf – Im Februar 2024 können die ersten Kinder die neue Kita erobern – Platz für 120 Kinder in sechs Gruppen bietet die jüngste Kita in Alsdorf. An der Feldstraße in Mariadorf ist der erste zweigeschossige Bau für die Betreuung entstanden, den Bürgermeister Alfred Sonders jetzt im Beisein zahlreicher Gäste an das Deutsche Rote Kreuz als künftigen Träger übergeben hat.

„Wir haben durch diese für uns neue Bauform die vorhandene Grundstücksfläche optimal ausnutzen können“, sagte Sonders. Die Stadtentwicklung Alsdorf GmbH (SEA) hat das barrierefreie Massivgebäude mit Flachdach gemeinsam mit der Firma MBN als Generalunternehmerin errichtet. Eine Lichtkuppel in der Gebäudemitte sorgt für viel natürliche Helligkeit. Auf einer Fläche von rund 1.500 Quadratmetern sind sechs Gruppenräume mit jeweils einem Nebenraum, einem Ruheraum, einem Abstellraum, einer kindgerechten Küche im Gruppenraum, einer kindgerechten WC-Anlage mit Vorraum sowie einer Wasch- und Duschanlage und vorgelagerter Terrasse oder vorgelagertem Balkon entstanden. Auch ein behindertengerechter Aufzug gehört zur Kita, die obendrein recht farbenfroh ist.

Nicht bloß die bunten Fensterumrahmungen der Fassade sind ein Blickfang, auch der Treppenaufgang im Inneren ist von vielen bunten Holzlatten gesäumt. Die Gesamtkosten für die Planung und Errichtung des Kita-Gebäudes und der Außenanlagen liegen bei knapp unter sechs Millionen Euro. In den kommenden Wochen werden noch die Spielgeräte im Außenbereich installiert. „Hier können die Kinder dann auch einen unverbaubaren Blick auf die Natur genießen“, sagte Sonders bei der Vorstellung des fertigen Gebäudes. „Ich freue mich, dass das DRK die Trägerschaft eines weiteren Kita-Standortes bei uns in Alsdorf übernimmt. Wir profitieren insgesamt von einer großen Trägervielfalt, die besondere Akzente setzt!“ Herbert Pagel, Präsident des DRK Kreisverbandes Städteregion Aachen, zeigte sich ebenfalls glücklich über den neuen Standort: „Wir sind sehr froh, dass wir die neue Kindertagesstätte in Alsdorf führen dürfen.

Mit insgesamt 120 Plätzen wird sie eine unserer größeren Einrichtungen und durch die beiden Ebenen ist sie auch ganz besonders.“ Eine der modernsten ist sie ebenfalls, wie die Abteilungsleiterin der DRK-Kindertagesstätten, Melanie Carduck, ergänzte: „Vor allem freut mich die besondere Gestaltung des Außengeländes, das den Kindern besonders naturnahe Spielmöglichkeiten bieten wird.“ Die Kita Feldstraße ist ein großer Baustein im Ausbau der Kita-Plätze in Alsdorf. 240 neue Plätze waren das Ziel, dem die Stadt auch durch die baldige Eröffnung der neuen Kita Heggeströver einen großen Schritt näherkommt. (apa)

 

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evm-Gruppe plant den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur

Region/Koblenz – Die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) stellt die Weichen für den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur in der Region. Nicht zuletzt für das produzierende Gewerbe, das für seine Herstellungsprozesse auf gasförmige Energieträger angewiesen ist, will die evm-Gruppe die Wasserstoffversorgung sicherstellen. „Durch die Nutzung von Wasserstoff können Unternehmen ihre CO2-Emissionen reduzieren und mithelfen, die Klimaschutzziele zu erreichen“, erklärt Hendrik Majewski, Geschäftsführer der evm-Tochter Energienetze Mittelrhein (enm). Um die Netzplanung auf die Bedürfnisse der Betriebe in unserer Region ausrichten zu können, startet die enm in wenigen Wochen mit einer Bedarfserhebung bei Großverbrauchern.

Wasserstoffleitung im Westerwald

Im Rahmen einer gut besuchten Informationsveranstaltung in Koblenz haben Vertreter der enm sowie des Essener Fernleitungsnetzbetreibers Open Grid Europe (OGE) Großkunden mit den Wasserstoffplänen vertraut gemacht. „Wir möchten die Transformation unserer Gasinfrastruktur gemeinsam gestalten“, betonte Hendrik Majewski. Hervorragende Möglichkeiten, an das künftige deutsche Wasserstoffnetz angeschlossen zu werden, bietet hierbei der Verlauf des künftigen Wasserstoff-Kernnetzes. Eine große Transportleitung verläuft durch den Westerwald, wie Marc Koopmans von OGE informierte. In Großmaischeid, Ransbach-Baumbach und Dernbach könnte dann von 2032 an Wasserstoff von der großen Pipeline in das örtliche Netz der evm-Gruppe eingespeist werden. Von dort aus kann es dann zu Verbrauchern auch außerhalb des Westerwalds gelangen, die entsprechenden Wasserstoffbedarf haben. Vorgesehen ist darüber hinaus der Bau einer neuen Wasserstoffleitung in der Eifel.

Anschluss ans deutsche Kernnetz

Die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber haben Mitte November den Entwurf für dieses Wasserstoff-Kernnetz dem Bundeswirtschaftsministerium übermittelt. Es wird eine Gesamtlänge von 9700 Kilometern haben und überwiegend aus umgestellten Erdgasleitungen bestehen. „Vorhandene Infrastruktur kann also genutzt werden“, berichtete Tobias Eberhardt, der bei der enm für die Gasnetztransformation zuständig ist. „Das Kernnetz, das durch unser Netzgebiet verläuft, ermöglicht damit den direkten und einfachen Zugang zu Wasserstoff, der für industrielle Prozesse genutzt werden kann“, so Eberhardt. Nach Auskunft von Marc Koopmans wird nach entsprechender Genehmigung durch den Bund das Kernnetz voraussichtlich im Frühjahr 2024 final feststehen und von den Fernnetzbetreibern sukzessive errichtet. Mit dem Bau wollen sie bestenfalls im kommenden Jahr direkt starten.

OGE-Experte Koopmans betonte, dass das Kernnetz das Rückgrat der Wasserstoff-Versorgung in Deutschland ist, es aber am Ende auf lokale Lösungen ankommt: „Jedes Versorgungsgebiet ist anders. Daher sind die örtlichen Verteilnetzbetreiber wie die Energienetze Mittelrhein entscheidend für den Wasserstoff-Hochlauf.“ Daher startet die enm im Januar eine Bedarfsabfrage, um die Netzplanungen gestalten zu können. Um große Ankerkunden herum könnten nach Worten von Tobias Eberhardt örtliche Wasserstoffnetze entstehen, an die sich weitere Kunden anschließen lassen können. „Es ist jetzt entscheidend, dass sich Industriekunden intensiv mit ihrer zukünftigen Energieversorgung beschäftigen und abschätzen, welche Wasserstoffbedarfe sie künftig erwarten. Denn nur wenn eine Nachfrage besteht, kann geeignete Infrastruktur rechtzeitig errichtet und gemeinsam die zukünftige, nachhaltige Energieversorgung garantiert werden“, so Eberhardt.

Geschäftsführer Hendrik Majewski sagte abschließend: „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren kommunalen Partnern und unseren Kunden die klimafreundliche Energiewirtschaft bei uns in der Region zu gestalten.“

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Tourismus

Ahrtal-Tourismus sagt Dankeschön an Gästeführer

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Zum Jahresabschluss und als Dankeschön hat der Ahrtal-Tourismus das Team der Gästeführer zu den Uferlichtern eingeladen. Bei Glühwein und Punsch ließen Svenja Bach von der Abteilung Verkauf, Tourismus-Referentin Meike Carll und Jutta Steinert aus der Tourist-Information Bad Neuenahr gemeinsam mit den Gästeführern das Jahr 2023 Revue passieren. Das Fazit: „Die Anzahl der Gästeführungen ist enorm gewachsen“, so Verkaufsleiterin Svenja Bach, die für die Ausbildung und Einteilung der Gästeführer zuständig ist. So sei die Nachfrage sowohl nach Wiederaufbau-Führungen und klassischen Stadtführungen in Ahrweiler und Bad Neuenahr als auch nach Sonderführungen wie der Nachwächterführung oder der Führung „In Vino Veritas“ gestiegen.

Laut Referentin Meike Carll liegt die Gesamtanzahl der Führungen sogar schon in Reichweite des Vor-Corona-Niveaus. „Unsere Gästeführerinnen und Gästeführer haben in diesem Jahr wirklich Kilometer geschrubbt“, so Carll. Sie dankte zusammen mit Svenja Bach dem Gästeführer-Team im Namen des Ahrtal-Tourismus sehr herzlich für das große Engagement und die gute Zusammenarbeit. „Die steigende Nachfrage zeigt auch, dass die Zufriedenheit unter den Gästen sehr hoch ist. Viele kommen in anderem Rahmen wieder. Das ist für die Gästeführer eine schöne Bestätigung ihrer Arbeit“, so Carll.

Um 2024 auf eine weiterhin hohe Nachfrage nach Führungsformaten in der Kreisstadt vorbereitet zu sein, bildet der Ahrtal-Tourismus ab Januar wieder neue Gästeführer aus.

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Wirtschaft

KSK-Jubilare im Löffel´s Landhaus in Münstermaifeld gefeiert

Mayen/Region – KSK-Vorstandsvorsitzender Karl-Josef Esch und sein Vorstandskollege Christoph Weitzel hatten kürzlich Sparkassenjubilare und angehende Ruheständler der Kreissparkasse Mayen (KSK) zu einer kleinen Feierstunde in das Restaurant Löffel´s Landhaus nach Münstermaifeld eingeladen. Im Rahmen eines Abendessens bedankte sich der Vorstand bei allen Jubilaren mit einem kleinen Präsent sowie einer Urkunde für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangen 25 bzw. 40 Jahren. Gleichzeitig verabschiedete der KSK-Vorstand im Beisein von Karl-Heinz Nigbur als Leiter des Bereichs Personalmanagement und der Personalratsvorsitzenden Anne Püsch drei langjährige Kolleginninnen und Kollegen in ihren wohlverdienten Ruhestand.

Karl-Josef Esch würdigte die Bedeutung dieser treuen Verbundenheit sowohl für die Kundenbeziehungen als auch für die Kreissparkasse Mayen. „Erfahrene und kompetente Mitarbeiter sind für jedes Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg“, so Esch in seiner Laudatio. „Gerade in der heutigen Zeit ist diese langjährige Treue zu einem Arbeitgeber keine Selbstverständlichkeit mehr. Wir freuen uns daher um so mehr, dass Sie sich bei uns im Haus wohlfühlen, bzw. wohlgefühlt haben.“ betonte Karl-Josef Esch abschließend.

Im weiteren Verlauf des Abends ließen die Direktoren Karl-Josef Esch und Christoph Weitzel den bisherigen beruflichen Lebensweg der anwesenden Jubilare und Ruheständler Revue passieren und freuten sich mit den Jubilaren gemeinsam auf eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gleichzeitig wünschte der KSK-Vorstand im Beisein von Personalleiter Karl-Heinz Nigbur und der Personalratsvorsitzenden Anne Püsch allen frischgebackenen Ruheständlern einen gesunden, aktiven und vor allem genussvollen Ruhestand.

25-jähriges Jubiläum feierten:

Volker Blang, Thomas Acht, Nina Lichtenberg, Karin Gläser, Angela Frießem, Katrin Bläser, Maren Meffert Diewald, Kerstin Heß, Volker Becking und Kai Bonaffini

40-jähriges Jubiläum feierten:

Gerd Diensberg, Elke Retterath, Michael Lenartz, Gunter Montebauer und Christine Urmersbach-Hohenstein

In den Ruhestand verabschiedet wurden:

Brigitte Niederelz, Peter Schmitt und Sigrid Weber

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Glasfaser-Netzausbau in Meckenheim und der Region geht weiter

Meckenheim – Die Tiefbauarbeiten für die Glasfaserverlegung in einem weiteren Ausbaugebiet in Meckenheim haben begonnen. Bürgermeister Holger Jung traf sich jetzt mit der bn:t Blatzheim Networks Telecom GmbH vor Ort, um den offiziellen Startschuss für das Projekt zu geben. Die Telekommunikationsanbieterin bn:t hat bereits die Ortsteile Altendorf, Ersdorf und Lüftelberg sowie den Industriepark Kottenforst auf eigene Kosten mit Glasfaserleitungen versorgt.

Baumaßnahmen sind gestartet

Der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau der bn:t erfolgt nun in den Straßen Am Mühlenweiher, Küferring, Schmiedegasse, Fischerweg, Müllerweg, Weberstraße, Töpferstraße, Münchhausenweg, Kannenbäckerstraße, Schäferhof und in Teilen der Carl-Goerdeler-Straße sowie Adendorfer Straße.

Alle Haushalte, die sich für einen Glasfaserhausanschluss entschieden haben, werden Schritt für Schritt über den anstehenden Ausbau informiert. Dazu gehört auch eine Vor-Ort-Begehung mit einem Bauleiter der von bn:t beauftragten Tiefbaufirma. Zeitnah werden dann die Hausanschlüsse hergestellt und mit der Längsverlegung gestartet. Abhängig von der Witterung ist die Fertigstellung des Ausbaus bereits für das 1. Quartal 2024 geplant.

Ausbau in Meckenheim und der Region geht weiter

Geschäftsführer Mario Böttner und Vertriebsleiter Nikolaos Pantios freuen sich, dass der Ausbau im Stadtgebiet Meckenheim weitergeht. Nikolaos Pantios: „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Planung und am Ausbau weiterer Straßen in Meckenheim und darüber hinaus. Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen in der Region an das zukunftssichere Netz von bn:t anzuschließen.“

Bürgermeister Holger Jung: „Mit bn:t haben wir einen langjährigen Partner für den Ausbau der Infrastruktur, der nun auch in der Kernstadt beginnt, das Glasfasernetz für unsere Bürgerinnen und Bürger, aber auch für unsere Unternehmen, auszubauen. Wir hoffen auf gute Wetterbedingungen für die Tiefbaumaßnahme und einen zügigen Baufortschritt.“

Aktionsangebot noch buchbar

Wer sich noch nachträglich für einen Hausanschluss von bn:t entscheiden möchte, kann sich nach wie vor das Aktionsangebot sichern. Für persönliche Beratungsgespräche und Buchungen steht der bn:t Shop, Neuer Markt 52, von Montag bis Freitag, 10 Uhr bis 18.30 Uhr, zur Verfügung. Hier können Interessierte ihre Fragen stellen und erhalten eine ausführliche Auskunft und Beratung zu allen relevanten Themen rund um den Glasfaserausbau. Auch unter der kostenfreien Rufnummer 0800 228 228 5 (Mo. – Fr. 9 Uhr bis 17.30 Uhr) oder per Mail an glasfaser@bn-t.de  (unter Angabe von Namen, Anschrift und Rufnummer) können Interessierte sich melden.

Solange die Baumaßnahmen noch nicht abgeschlossen sind, kann sich jeder Haushalt für einen Glasfaserhausanschluss anmelden, der dann kostenlos verlegt wird. Es entstehen keine doppelten Kosten. Auch die reibungslose Umstellung auf das Glasfasernetz wird gewährleistet. Die Kündigung beim aktuellen Anbieter, sowie die Rufnummernmitnahme übernimmt bn:t. Die bn:t Glasfaserleitung kann sogar bis zum Ende des aktuellen Vertrags bis zu 12 Monate parallel kostenlos genutzt werden.

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Ein Rotkreuz-Zentrum voller Glück

Euskirchen – DRK hatte zum Jahresausklang eingeladen und widmete sich auf ganz unterschiedliche Arten der Frage: Was macht eigentlich glücklich? – Zudem wurde das Jahresprogramm 2024 der Bildungsakademie und der Familienbildung präsentiert. Der rote Faden an diesem Vormittag? Glück! Und das in ganz unterschiedlichen Facetten. Denn nach Impulsvortrag, Sporteinheit und Live-Cooking war das Euskirchener Rotkreuz-Zentrum prall gefüllt mit diesem wunderbaren Zustand. Oder ist es eher ein Gefühl? Sicher war, dass die Gäste des Jahresausklangs der Familienbildung, der Bildungsakademie und der Rotkreuz Akademie vogelsang ip das DRK-Gebäude sicherlich etwas glücklicher verließen, als sie es betreten hatten.

Doch der Reihe nach. Zunächst begrüßte DRK-Geschäftsführer Rolf Klöcker die zahlreichen Gäste und Netzwerkpartner – darunter Robert Korell, Abteilungsleiter im DRK-Landesverband, oder die Krankenkassenvertreter Guido Otten (Barmer) sowie Helmut Schneider und Dennis Klöcker (beide AOK). „Nach ‚Menschlichkeit‘ und ‚sozialer Verantwortung‘ ist das Thema ‚Glück’ in diesem Jahr die konsequente Fortsetzung“, betonte Rolf Klöcker. Schließlich könne man am besten Menschlichkeit zeigen oder soziale Verantwortung übernehmen, „wenn es einem selbst gut geht und wenn man selbst glücklich ist“.

Eine Frage der Perspektive

Anschließend konnte DRK-Bereichsleiter und Gastgeber, Patrick Dost, die Dozentin Leslie Hansch ankündigen, die sich in ihrem Impulsvortrag dem Thema Glück widmete. Genauer gesagt der Frage: Was macht eigentlich glücklich? Allerdings wurde sehr schnell klar, dass die Antwort darauf sehr individuell ausfallen muss. „Denn Glück ist auch immer eine Frage der Perspektive“, betonte die Gesundheitsmanagerin Leslie Hansch.

Auch das so genannte Werteglück, bei dem es um das erfüllte Leben geht, ist sehr individuell. „Was gibt mir Sinn? Welche Tätigkeit erfüllt mich? Diese Fragen muss jeder für sich herausfinden“, so die Dozentin. Gepaart mit dem Wohlfühlglück, bei dem man sich zum Beispiel mit kleinen Dingen, wie dem Gang in die Sauna, dem Mädelsabend oder einem guten Essen belohnt, bildet das Werteglück die Basis für ein insgesamt glückliches Leben, auf das man durchaus Einfluss nehmen kann.

„Wir bringen 50 Prozent genetische Ausstattung mit. Zehn Prozent sind äußere Einflüsse und somit können wir 40 Prozent selbst beeinflussen“, machte Leslie Hansch in ihrem mitunter interaktiven Vortrag den Zuhörerinnen und Zuhörern Mut. Als Hilfsmittel dafür empfahl die systemische Trainerin etwa das Führen eines Glückstagebuchs. „Jeden Abend schreiben Sie dort drei Dinge hinein, die am Tag positiv waren,“ empfahl sie. Eine Teilnehmerin tut das bereits und berichtete von ihren Erfahrungen: „Ich schlafe abends besser ein, schlafe insgesamt ruhiger und stehe am Morgen durchaus motivierter auf. Auch an Tagen, die nicht so gut sind, findet man immer sehr schnell drei gute Dinge für das Tagebuch.“

Bewegung als Glück

Diesem positiven Input war nicht wirklich viel hinzuzufügen, so dass kurze Zeit später der nächste Glücksaspekte an der Reihe war. Den hatte Mario Wild mit ins Rotkreuz-Zentrum gebracht. „Mein Glück ist Bewegung“, betonte der Fitnessfachwirt und Personal Trainer, bevor er mit der versammelten Mannschaft einige Einheiten absolvierte. Zunächst Dehnungsübung von Nacken, Schulter und Hals, später wohltuende Bewegungen für Ellbogen und Arm und zum Schluss schweißtreibende Kniebeugen. Denn schließlich trägt auch das körperliche Wohlbefinden zum Glücklichsein bei.

Genauso wie der kulinarische Genuss. Dafür sorgten Ökotrophologin Kerstin Rechenberg und Bettina Differding von der DRK-Familienbildung bei ihrem Livecooking unter dem Titel „Koch dich glücklich“. Sie kredenzten vor der Kamera einen frischen Cous-Cous-Salat mit Minze, Paprika, Gurken und einem Olivenöl-Zitronen-Dressing. Eine köstliche Kreation, die sich auch dazu eignet, sie morgens zuzubereiten und dann fürs Mittagessen mit ins Büro zu nehmen.

Glücklich zeigten sich auch Heike Iven und Daniel Larres. Die Leiterin der Familienbildung und der Chef der Bildungsakademie konnten nämlich das druckfrische Jahresprogramm 2024 präsentieren. Das ist erneut prall gefüllt mit zahlreichen Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen und wieder einmal eine sehr erfolgreiche Teamleistung der Rotkreuz-Verantwortlichen.

Glück verdoppelt sich, wenn…

Ein weiterer Programmpunkt hatte etwas mehr mit Fleiß als mit Glück zu tun. Denn Heike Iven stellte Beate Höhner vor, die erfolgreich ihre Qualifikation zur Lehrbeauftragten für die Kursbereiche ElBa (Eltern und ihre Babys) und SpieKo (Spiel- und Kontaktgruppen) absolviert hatte. Darüber war sie natürlich ebenso glücklich wie Anika Surmann, Sabine Victor, Bettina Differding, Stefanie Kleinhans und Tina Oitmanns, die sich über ihre Zertifikate freuten, mit denen sie künftig berechtigt sind, Kurse zu leiten.

Bei so viel Glück war die Abmoderation von Patrick Dost natürlich ein Kinderspiel. Er bedankte sich bei der Waldkita Blankenheim, die einen wunderbaren Weihnachtsbaum aus Naturmaterialien gebastelt hatten. „Herzlichen Dank auch an unsere stellvertretende Vorsitzende Edeltraud Engelen, die mit ihrem Team wieder einmal für Kaffee und Bewirtung gesorgt hat“, so Patrick Dost, der sich zudem bei Andy Ley und seinem Team für den Mittagsimbiss bedankte.

Ein riesengroßes Dankeschön richtete er vor allem an seine Kolleginnen und Kollegen der Bildungsakademie und der Familienbildung für die hervorragende Arbeit im zurückliegenden Jahr. Offenbar kann er sich für dieses Team sehr glücklich schätzen – und am Ende dieses Jahresempfangs hatte sich das bewahrheitet, was DRK-Geschäftsführer Rolf Klöcker zu Beginn über das Thema des Tages gesagt hatte: „Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“

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Mammutprojekt sichert die Gasversorgung in der Region langfristig

Region/Mayen-Koblenz – Umstellung von L- auf H-Gas sieben Jahre nach Projektbeginn erfolgreich abgeschlossen – 500.000 Hausbesuche, 220.000 Gasgeräte, 85 Millionen Euro Kosten: Diese Zahlen machen die Dimension des bisher größten Infrastrukturprojekts der Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) deutlich. Die Rede ist von der Umstellung des Erdgasnetzes von L- auf H-Gas. Sieben Jahre nach dem offiziellen Start hat die evm-Gruppe das Projekt erfolgreich beendet. „Damit haben wir die Gasversorgung in der Region langfristig gesichert“, erklärt Hendrik Majewski, Geschäftsführer der Energienetze Mittelrhein (enm).

Genau zehn Jahre ist es her, dass die Open Grid Europe (OGE) als Betreiberin des Gasfernleitungsnetzes die evm-Gruppe über die notwendige Erdgasumstellung im hiesigen Netzgebiet informierte. Zwischen 2021 und 2023, hieß es in der Mitteilung seinerzeit, müsse das Erdgasnetz im nördlichen Rheinland-Pfalz auf H-Gas umgestellt werden. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Erdgasförderung in den Niederlanden schrittweise eingestellt werden soll und von dort größere Mengen L-Gas in das Fernleitungsnetz eingespeist wurden. Stattdessen strömt nun H-Gas aus Norwegen und anderen Bezugsländern durch das Netz der enm. Da H-Gas einen höheren Brennwert hat, mussten sämtliche gasbetriebenen Geräte auf die neue Gasqualität angepasst werden.

Umfangreiche Vorarbeiten

Um dieses Ziel zu erreichen, waren umfangreiche Vorarbeiten und ein genauer Zeitplan notwendig. „Wir sind dabei schrittweise vorgegangen und haben unser Netzgebiet in drei große Teilbereiche unterteilt“, berichtet Projektleiter Andreas Weiland. So war zunächst der Bereich Westerwald an der Reihe, wo 2019 die Hausbesuche starteten. „Wir mussten in jeden Haushalt, um exakt zu ermitteln, welche Gasgeräte dort jeweils vorhanden sind“, so Weiland. Anhand dieser Daten konnten die Experten dann ermitteln, wie das jeweilige Gerät auf H-Gas anzupassen ist. Im Regelfall musste für Erdgasheizungen eine neue Düse beschafft und später eingebaut werden, während sich vor allem neuere Geräte selbständig an die Gasqualität anpassen und kein Ersatzteil zu beschaffen war. In wenigen Ausnahmefällen war allerdings eine Anpassung aufgrund des Alters oder des Zustands der Anlage nicht möglich, sodass der Eigentümer diese austauschen musste.

Eine Million Arbeitsstunden

Damit die Mammutaufgabe pünktlich zum jeweiligen Schalttermin erledigt werden konnte, waren neben dem zwanzigköpfigen Kernteam der evm-Gruppe auch rund 100 weitere Mitarbeiter des Unternehmens sowie mehrere Hundert Mitarbeiter von 15 Dienstleistern im Einsatz, die sich um die Erhebung und Anpassung der rund 220.000 Endgeräte der Kunden, um die Qualitätssicherung, den Kundenkontakt und vieles mehr kümmerten. Unterm Strich wurden mehr als eine Million Arbeitsstunden und ca. 85 Millionen Euro in dieses Infrastrukturprojekt investiert.

Für die Umstellung des ca. 5.300 Kilometer langen L-Gas-Netzes der evm-Gruppe auf H-Gas war eine akribische Vorarbeit notwendig. Die Netzplanungsexperten der enm hatten zu diesem Zweck detaillierte Berechnungen vorgenommen und Probebetriebe durchgeführt, bevor dann von 2021 an die Netzbereiche sukzessive auf H-Gas geschaltet werden konnten. „Das muss man sich wie eine Operation am offenen Herzen vorstellen“, beschreibt Geschäftsführer Hendrik Majewski die Arbeit. „Unsere Spezialisten hatten alles so perfekt vorbereitet, dass die einzelnen Umstellungen ohne Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit in unserer Region durchgeführt werden konnten. Für diese einwandfreie Leistung danke ich unserem Team ausdrücklich.“ Das eigens eingerichtete Erdgasbüro konnte zwischenzeitlich aufgelöst werden; die telefonische Erreichbarkeit ist allerdings weiterhin sichergestellt.