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Neu in Kommern – Mischung aus italienischem Feinkostgeschäft und Restaurant

Mechernich-Kommern –  Das Lenti bietet zwischen Sportwelt Schäfer und Kommerner See die für die Region ziemlich einmalige Mischung aus italienischem Feinkostgeschäft und Restaurant Egal, ob selbstgemachte Pasta, „Confettura“, Grappa, Olive Verdi alla Contadina, Parmaschinken, extranatives Olivenöl, Bio-Essige, frische und getrocknete Blüten, auserlesene Weine und  Antipasti oder Pecorino mit schwarzen Trüffeln aus der Toskana: Im „Lenti“ im Kommerner Talkessel zwischen Sportwelt Schäfer und Kommerner See hat sich mit der Familie Lenti/Proietto die für die hiesige Region ziemlich einmalige Angebot aus Restaurant und Feinkostgeschäft angesiedelt.

Die Eheleute Stella Lenti und Massimo Proietto stammen ursprünglich aus Sizilien, sind aber schon als Kind und Teenager mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen und in Köln aufgewachsen. Beide hatten zeitlebens mit Lebensmitteln, Kochen und Küche zu tun, 2014 gründeten sie eine Pasta-Manufaktur, die sie inzwischen an eine ihrer vier Töchter übergeben haben.

Jetzt sind sie mit dem jüngsten Sohn Riccardo im ehemaligen Möbelhaus Arenz im Erdgeschoss mit dem „Lenti“ eingezogen, einem Feinkostenladen plus Bistro in Kommern. Die Unternehmensphilosophie sind italienische Küche und Lebensart. „Traditionen und Aromen, die unser Land, Italien, hervorbringt, sind ein absoluter Wert, der es verdient, mit allen geteilt zu werden“, heißt es auf der Homepage, www.lentigmbh.com

„Mit Liebe und Leidenschaft“

Eines der zentralsten dieser kostbaren Elemente sind frische Pasta aus hochwertigen Bestandteilen und eigener Produktion, „vor allem mit besonderen Zutaten: Liebe und Leidenschaft“, heißt es auf der Webseite des Familienunternehmens, das zum gern gewählten Gastgeber der Region werden möchte.

Feinkostgeschäft und Verkauf sind dienstags und donnerstags von 9 bis 19 Uhr geöffnet, der gastronomische Bereich freitags bis einschließlich sonntags von 17.30 bis 22 Uhr. Sonntags auch zu Mittag von 11.30 bis 14.30 Uhr. Im Januar gibt es im Einkauf zehn Prozent Kennenlernrabatt auf alle Produkte.

Massimo und Riccardo Proietto betreiben neben dem „Lenti“ mit „Mama“ auch weiterhin eine Firma für den Handel mit Bio-Produkten. „Nachhaltigkeit und ordentlich produzierte Lebensmittel“, sind uns sehr wichtig, so Massimo, der auch früher schon als Experte für Biogemüse und Obst unter anderem für Edeka gearbeitet hat.

Die Familie ist im Rheinland heimisch, nach Mechernich sind die Priettos/Lentis jetzt der Liebe wegen gekommen. Riccardo hat sich in Mechernich verliebt und lebt jetzt am Bleiberg. Bistro und Qualitätsverkauf „Lenti“ sind jetzt die ideelle Frucht des Umzugs aus dem Kölner Norden in die Berge. Stella Lenti: „Wir wollen Produkte und Hersteller bekannt machen, denen es im Laufe der Jahre gelungen ist, Typizität und Qualität zu bewahren, indem sie sich auf Verarbeitungstechniken und Rohstoffe verlassen, die zum italienischen Kulturerbe gehören.“

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Mit Honig vom Rathausdach Eschweiler durch die nasskalte Jahreszeit

Eschweiler – Der Januar dieses Jahres hat bislang seinen Ruf als nass, kalt und grau bestätigt – ähnlich wie der zurückliegende Dezember. Kein Wunder also, dass auch so manche Erkältungswelle unter diesen Voraussetzungen wieder ihre Runde macht. Hat man sich erst einmal eine Erkältung eingefangen, setzen viele auf Hausmittel wie heißen Tee oder Hühnersuppe, um schnellstmöglich wieder zu genesen. Ein weiteres Hausmittel, auf das viele Erkältete schwören, ist Honig. Dieser kann nicht nur bei Erkältungshusten zur Symptomlinderung beitragen – auch präventiv, zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte, eignet sich Honig bestens. Besonders regionaler Honig wie der Eschweiler Stadthonig bietet sich hierzu bestens an.

Schon im sechsten Jahr in Folge ist dieser bereits seit Herbstbeginn wieder an der Infotheke des Rathauses käuflich zu erwerben. Insgesamt wurden im vergangenen Sommer knapp 150kg des süßen Golds von den Bienen auf dem Rathausdach gesammelt, sodass der Eschweiler Stadthonig 2023 mit 288 Gläser à 500g in den Verkauf gehen konnte. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um gut 100 Gläser.

Wie gewohnt wird der Stadthonig auch dieses Mal wieder zum Preis von 8,- EUR pro Glas verkauft. Im Preis enthalten sind dabei 2,50 EUR, die die Rathausimker um Wolfgang und Uschi Zylus, Wolfgang Noack und Patrick Frenkel wieder für einen guten Zweck spenden wollen. Weitere 50 Cent werden als Pfand berechnet, das bei Rückgabe der Gläser mit Aufkleber zurückerstattet wird.

Erstmalig in diesem Jahr werden zwei Sorten des Eschweiler Stadthonigs verkauft. So gibt es von der diesjährigen Ernte einen hellen und einen dunklen Honig. „Das kommt daher,“ so Imker Wolfgang Zylus, „dass die vier Bienenvölker auf dem Rathausdach verschiedene Blütengebiete anfliegen.“ Anders als in den Vorjahren wurden aufgrund der großen Honigmenge die Erträge der verschiedenen Völker dieses Mal nicht alle miteinander vermischt, sondern in zwei gesonderten Chargen abgefüllt. Daraus ergeben sich natürlich auch geschmackliche Unterschiede.

Ob aber nun hell oder dunkel – gut fürs Immunsystem und als Hausmittel bei Husten und Schnupfen ist der Eschweiler Stadthonig allemal. Darüber hinaus bleibt er ein köstliches, lokales Produkt, das durch seinen einzigartigen Geschmack und seine Nachhaltigkeit überzeugt.

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St. Elisabeth Krankenhaus Mayen begrüßt Neujahrsbaby Noemi

Mayen – Team des Mayener Krankenhauses begleitete im vergangenen Jahr 732 Geburten – Das Team der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im St. Elisabeth steht werdenden Eltern das ganze Jahr, rund um die Uhr zur Seite. Am Neujahrstag 2024 war es gleich dreimal für eine Geburt im Einsatz. Gemeinsam wurde nun Familie Kebernik aus Kaisersesch herzlich zum Neujahrsbaby gratuliert und ein Präsentkorb überreicht.

Die kleine Noemi kam um 6:22 Uhr am 1. Januar 2024 zur Welt. Mit 3.500 Gramm und 54 Zentimeter ist sie ein kerngesundes Mädchen. Die Geburt verlief problemlos und Maria und Jonathan Kebernik freuen sich mit ihrem Sohn Jeremia sehr, dass er nun ein Schwesterchen hat. „Es ist immer wieder ein Wunder“, sagt die Leitende Hebamme Elvira Hoffmanns lächelnd. „Wir begleiten die werdenden Eltern ja meist schon vor der Geburt und sind immer wieder glücklich, wenn ein gesundes Kind auf die Welt kommt. Das Glück der Eltern dabei zu sehen, macht unseren Beruf so erfüllend.“ Ein professionelles Team aus erfahrenen Hebammen, Ärzten und Schwestern ist im St. Elisabeth für die jungen Familien da und informiert und berät rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit. „Wir bereiten mit Informationsveranstaltungen, Beratungsangeboten und Kursen rund um die Schwangerschaft auf den neuen Lebensabschnitt vor“, ergänzt Chefarzt Dr. med. univ. Senad Habibovic. „Besonders wichtig ist uns der persönliche Kontakt. So können wir uns auf individuelle Wünsche und Sorgen bestens einstellen.“

In der Klink für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im St. Elisabeth Mayen gab es im vergan­genen Jahr 732 Geburten, davon waren 377 Mädchen und 355 Jungs. Auf der Rangliste der beliebtesten Mädchennamen standen Emma, Mathilda und Emilia. Bei den Jungennamen war Finn die Nummer eins, gefolgt von Lio und Paul sowie auf Platz drei Ben und Henry.

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854 Kuxe begossen – Traditionelle Deputat-Verteilung der VR-Bank Nordeifel und der KSK Euskirchen

Hellenthal-Rescheid – Einmal im Jahr ist Kuxgewerke-Versammlung im Rescheider Bergmannstreff. Dann kommen die Aktionäre des Besucherbergwerks „Grube Wohlfahrt“ zusammen, um ihre Deputate einzufordern. Und wie jedes Jahr bestanden diese in hochprozentigem „Eifel-Geist“ und Bier Bitburger oder kölscher Brauart, gestiftet von VR-Bank Nordeifel und Kreissparkasse Euskirchen.

Freigegeben wurden die Kux-Deputate von Markus Keul, Abteilungsleiter Privatkundengeschäft der VR-Bank Nordeifel, und Karl-Heinz Daniel vom Vorstand der KSK-Bürgerstiftung. Die VR-Bank Nordeifel sei als „Hausbank der Region“ mit der Eifel verwachsen, so Markus Keul. Auch der aus Herhahn stammende Karl-Heinz Daniel unterstrich die Verbundenheit seines Instituts mit Grube und Heimatverein.

Durch den Abend mit Essen, Kux-Vergaben, Ansprachen, Brassband-und Mundart-Auftritten und Tombola führten Heimatvereinsvorsitzender Karl Reger und der frühere Arbeitsamtschef und NRW-Stiftungsbotschafter Ralf Sawatzki. „Mit dem Kauf eines Kuxes, einem ideellen Anteil am Besucherbergwerk »Grube Wohlfahrt«, erwirbt der Aktionär das Recht der lebenslangen Teilnahme an dieser traditionellen Veranstaltung“, so Sawatzki.

50 Euro pro Aktienschein

Die emittierte Anzahl wurde auf 1000 Kuxe streng limitiert, hieß es. Bisher gehören immerhin gut 850 Gewerke dazu. Die lebenslang gültige Eintrittskartezur „Kuxgewerken-Versammlung“ gab es am Samstagabend in Form einer repräsentativen Urkunde an zwei neue Aktionäre, darunter eine gelernte Grubenmaschinenmechanikerin. Der Preis eines Kuxes betrug ursprünglich hundert Mark, jetzt etwas mehr als 50 Euro.

Traditionell spielte die Boischer Brass Band aus Alsdorf-Mariadorf zum Kuxabend auf, Kuxeigner und VR-Bank-WochenSpiegel-Kolumnist Manni Lang erzählte Anekdoten in der Mundart der Nordeifel. Den Abend eröffnete die Musikkapelle „Eifelecho Berk-Frauenkron“ mit dem Steigerlied, das stehend von allen Anwesenden mitgesungen wurde. Die Kapelle aus dem Nachbardorf unterhielt die Gäste dann sehr gekonnt noch eine Stunde lang.

Die Kux-Übergabe an die Bergbau-Maschinistin Gudrun Sabine Trache übernahm für die VR-Bank Nordeifel Markus Keul. Karl-Heinz Daniel übergab einen weiteren Kux an Maximilian Krosch.

Ralf Sawatzki sagte, nach mehreren Jahren Zwangspause, er freue sich „nach einer gefühlten Ewigkeit, Sie endlich wieder zur Kuxgewerken-Versammlung begrüßen zu können.“ Die Pandemie habe die „Grube Wohlfahrt“auch getroffen: „Der Besucherstrom kam völlig zum Erliegen.Was nicht zum Erliegen kam, waren die Kosten für Strom, Wasser, Versicherungen, Heizung usw.“

Sawatzki erinnerte schmerzlich an den unlängst verstorbenen Bergmeister, Prof. Dr. Wolfgang Schumacher, dessen „Platz in unserer Gemeinschaft jetzt leer ist.“ Sein Blick in die Natur und damit in hohem Maße in den Naturschutz, ging weit über unsere Landesgrenzen hinaus, so Sawatzki: „Ohne ihn gäbe es unsere millionenfach blühenden Narzissen nicht. Sie sind untrennbar mit seinem Namen verbunden.“

Professor Schumacher war von 1987 bis 2017 Vorstandsmitglied der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und seit 2002 ihr Vizepräsident. Als solcher habe er die „Grube Wohlfahrt“ mit all ihren ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern sehr oft durch seinen Einfluss unterstützt.

340.000 Besucher in 30 Jahren

Heimatvereinsvorsitzender Karl Reger erinnerte an die Eröffnung des Besucherbergwerks „Grube Wohlfahrt“ vor 30 Jahren: „Es kann auf eine wahre Erfolgsgeschichte zurückschauen. Fast 340.000 Gäste konnten inzwischen die unterirdische Arbeitswelt unserer Vorfahren besuchen. Ohne Corona wären es auch noch 10.000 mehr gewesen …“

„Seit der letzten Kuxgewerken-Versammlung kamen immerhin 17 neue Kux-Inhaber hinzu, so dass mittlerweile 854 Stück der begehrten Aktien eine Besitzerin oder einen Besitzer fanden“, so Karl Reger: „Heute Abend erhalten Bergbau-Maschinistin Gudrun Sabine Frache (Neustadt, Sachsen, jetzt Hollerath) und Maximilian Krosch (Zülpich) ihre Kuxe.“ Einige Gewerken seien bis Amerika gegangen. Reger dankte vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern in der „Grube Wohlfahrt“, die Jahr für Jahr rund 6000 Stunden ableisten.

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Stadt Mechernich spendet drei ausrangierte aber voll funktionstüchtige Fahrzeuge an die Ukraine

Mechernich/Frechen/Ukraine – „Emotional und unglaublich“ – Mitte Januar beginnt die Fahrt – Mechernicher Wehrleute begleiten den Konvoi – Feierlicher Empfang vor Ort – WDR dokumentiert die Reise –  83 Transporter, die auf insgesamt zwölf Touren rund 265.000 Kilometer zurücklegten, kann die Frechener Hilfsgruppe „Sophie“ bisher verbuchen. Sie helfen dort, wo in Europa bereits seit fast zwei Jahren ein Angriffskrieg tobt: in der Ukraine. Auch aus Mechernich waren immer wieder helfende Hände an Bord. Meist freiwillige Feuerwehrleute, die eigens hierfür ihre Freizeit oder sogar ihren Urlaub opferten.

„Nun kommt aber ein Highlight“, freute sich Harald Fischer von der Gruppe „Sophie“ im Gerätehaus der Mechernicher Feuerwehr. Denn die Stadt Mechernich erklärte sich bereit, drei ausrangierte aber voll funktionstüchtige Feuerwehrautos auf Dauer in die Ukraine zu schicken: zwei Löschgruppenfahrzeuge (Baujahr 1995) und ein Drehleiterfahrzeug (Baujahr 1997). Los gehen soll es gleich zu Beginn des neuen Jahres: am Mittwoch, 17. Januar. Begleitet wird die Fahrt dann auch von einem kleinen Kamerateam des WDR.

„Großes Zeichen des Stadtrates“

Bisher haben sich sieben freiwillige Feuerwehrleute gemeldet, um die Überfahrt der Fahrzeuge in die Ukraine zu unterstützen. Auch „Sophie“ werde private Helfer mitschicken. Ab der ukrainischen Grenze begleite sie dann sogar ein Konvoi bis zu ihrem Zielort – wo sie ein offizieller Empfang beim Bürgermeister erwartet. Auch die örtliche Feuerwehr werde ihre Unterstützer gebührend empfangen.

Doch erst einmal zurück zum Feuerwehrgerätehaus in Mechernich. Mit von der Partie waren bei der Übergabe neben Wehr-Chef Jens Schreiber auch der Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der Erste Beigeordnete Thomas Hambach, Silvia Jambor, Fachbereichsleiterin Ordnungsamt und Bürgerservice sowie die beiden städtischen Gerätewarte Rüdiger Wolf und Achim Breuer von der Feuerwehr.

Bürgermeister Dr. Schick freute sich: „Für mich ist das ein großes Zeichen des Mechernicher Stadtrates. Auf dem freien Markt hätten die LKW ohnehin recht wenig Erlös gebracht und in der Ukraine werden sie händeringend benötigt. Besonders hilfreich sind sie beispielsweise in Dörfern, deren Infrastruktur beeinträchtigt ist. Und wir sind uns sicher: selbst wenn etwas an den Fahrzeugen kaputt gehen sollte, können die Kräfte vor Ort sie auch selbst reparieren.“ Für sie werde es bei der Übergabe aber auch eine Einweisung durch die Helfer aus Deutschland geben.

Umso begeisterter war Harald Fischer: „Sie können sich gar nicht vorstellen, wie dankbar wir über die Spende sind und wie wichtig die Feuerwehrautos in der Ukraine zum Schutz der Bevölkerung sind. Ich ziehe wirklich meinen Hut. Vielen, vielen Dank!“

7,5-Tonnen-LKW zum Ausleihen benötigt

Den Kontakt zu „Sophie“ hatte Feuerwehr-Chef Jens Schreiber bereits von vorherigen Hilfstransporten. Als ihn dann eine entsprechende Anfrage durch Fischer erreichte, leitete er sie direkt an den Stadtrat weiter – der sie prompt diskutierte und einstimmig zustimmte.

Die Hilfsgruppe kann sich aber auch über viele weitere Unterstützer freuen, so zum Beispiel die Firma „PDF Medical“, die schon öfter dringend benötigte medizinische Materialien für Hilfstransporte gespendet hatte. „Das rettet faktisch Leben“, so Fischer. Jüngst hatte die Firma weitere 25 Paletten angeboten – doch es gibt ein Problem: „Wir müssten uns dringend 7,5-Tonnen-LKW ausleihen, mit denen wir die Hilfsgüter rüberbringen können. Auch Spritgeld-Spenden werden stets gebraucht. Wenn Sie etwas Derartiges zur Verfügung haben melden Sie sich bitte bei uns!“

Fahrer hätten sie zwar, doch müsste man die Fahrzeuge in die Ukraine hinein- und wieder hinausbringen. „Und keine Sorge. Da wo wir hinfahren, schweben die LKW in keiner konkreten Gefahr, durch Russland attackiert zu werden“, so Fischer. Die Fahrzeuge müssten lediglich die rund 1.800 Kilometer lange Reise überstehen können. Um die gesamte Orga kümmere sich die Hilfsgruppe „Sophie“. Wer helfen möchte, kann sich dazu bei Harald Fischer telefonisch unter 01 71 3 64 91 58 melden.

„Ohne Sie nicht möglich!“

Die Gruppe „Sophie“ ist bereits kurz nach Kriegsbeginn aktiv geworden. Harald Fischer erklärte dazu: „Wenn ich gefragt werde, warum wir das tun, habe ich eine einfache Antwort: weil wir es können. Wir haben reichlich Erfahrung, ein großes Netzwerk, Knowhow und Helfer. Wir tragen alle unseren Teil dazu bei, in diesem schrecklichen Angriffskrieg etwas Gutes zu tun und denen zu helfen, die wirklich darauf angewiesen sind! Die Fahrten sind jedes Mal sehr emotional, ein unglaubliches Gefühl.“

Besonders hob Fischer aber der Mechernicher Feuerwehr hervor: „Ohne Menschen wie Sie wäre das nicht möglich. Sie haben uns, wenn möglich, stets unterstützt und dafür sind wir Ihnen wirklich dankbar!“ Und auch Jens Schreiber sei sehr stolz auf seine Truppe, die schon oft ohne zu zögern tausende Kilometer weit gefahren war und ihre Zeit dafür gegeben hatte, auch in diesem verheerenden Kriegsgebiet Menschlichkeit zu zeigen. Und vor allem: zu helfen.

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Politik

Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat zwischen den Jahren Direktzahlungen ausgezahlt

Region/Koblenz – „Ich danke der Landesregierung und allen Beteiligten in den Unteren Landwirtschaftsbehörden und im Statistischen Landesamt, ohne deren Anstrengung die Auszahlung der Direktzahlungen in 2023 an unsere Landwirte und Winzer nicht möglich gewesen wäre,“ zollt Ökonomierat Michael Horper, der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, der Landwirtschaftsverwaltung seine Anerkennung. „Dass diese Auszahlung keine Selbstverständlichkeit ist, zeigen die Probleme in anderen Bundesländern, in denen nur Teilbeträge oder gar nichts ausgezahlt werden konnten“.

Die Landwirte benötigten die Zahlungen vor dem Jahreswechsel, um die notwendigen Produktionsmittel für 2024 ordern zu können, um Kredite zu tilgen und Versicherungen zu bezahlen. Mit den Direktzahlungen 2023 werden außerdem, die an deren Erhalt geknüpften Auflagen bezahlt. So gehören zu diesen Auflagen („Konditionalität“) unter anderem auch umfangreiche Anforderungen, die die Landwirtschaft erfüllt, um umweltschonend und nachhaltig zu wirtschaften.

Unternehmensbezogene Direktzahlungen und Zuschüsse machen einen bedeutenden Anteil der betrieblichen Erträge landwirtschaftlicher Unternehmen aus. Den größten Anteil an den Beihilfen haben die EU-Direktzahlungen (1. Säule). Hinzu kommen unter anderem auch Steuerrückerstattungen für Agrardiesel. Diese Rückerstattung will die Bundesregierung nicht mehr gewähren, weshalb die Landwirte zur Zeit mit Aktionen und Demonstrationen reagieren. Weiterhin will die Bundesregierung die Befreiung landwirtschaftlicher Maschinen von der Kfz-Steuer streichen, was nicht nur die Schlepper betreffen würde, sondern eine Vielzahl weiterer auf den landwirtschaftlichen Betrieben benötigte Maschinen, wie z.B. auch den Futtermischwagen, der ausschließlich auf dem jeweiligen Betrieb fährt. „Hier überschreitet die Bundesregierung – trotz aller Notwendigkeit zu sparen – eine rote Linie. Das können wir so nicht hinnehmen“, betont Präsident Horper.

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evm fängt Erhöhung beim CO2-Preis und Netzentgelten auf

Region/Mayen-Koblenz – Haushaltskunden profitieren – Preissenkung zum 1. Januar 2024 hat Bestand – Das Jahr 2024 startet mit guten Nachrichten von der Energieversorgung Mittelrhein (evm): Auch wenn die Bundesregierung sehr kurzfristig den CO2-Preis erhöht und die ursprünglich zugesagten Zuschüsse zu den Netzentgelten gestrichen hat, passt die evm die Strom- und Gastarife nicht an. „Im Sinne unserer Kundinnen und Kunden haben wir uns dazu entschlossen, die Mehrkosten aufzufangen und die Preise nicht zu erhöhen“, teilt evm-Vorstandsvorsitzender Josef Rönz mit.

Von dieser Entscheidung profitieren rund 300.000 Gas- und Stromkunden des Unternehmens. Die überwiegende Mehrheit der Kunden kann sich somit über die Preissenkung zum 1. Januar 2024 freuen, über die die evm jeweils per individuellem Anschreiben informiert hatte. Teilweise sinken die Arbeitspreise um rund 30 Prozent. Zahlreiche Kunden hatten zudem schon vorher einen Wechsel in den Treuebonustarif vorgenommen und haben bereits seit einigen Monaten geringere Energiekosten. „Wir geben damit die deutlich gesunkenen Beschaffungspreise an unsere treuen Kunden weiter“, so Rönz.

Der Vorstandsvorsitzende kritisiert allerdings deutlich die Entscheidungen der Bundesregierung: „Einmal mehr wurden getroffene Beschlüsse kurzfristig zulasten der Energieversorger und ihrer Kunden revidiert. Man kann sich auf politische Entscheidungen offensichtlich nicht mehr verlassen.“ Josef Rönz erinnert beispielhaft an das kurzfristige Aus der damals schon verkündeten Gasumlage, an das Hin und Her zur Frage der Verlängerung der Preisbremsen sowie die immer wieder veränderten Aussagen zur Senkung der Umsatzsteuer auf Gas. „Als die Preisbremsen eingeführt wurden, hatte sich der Gesetzgeber für die Formulierung der Regelungen monatelang Zeit gelassen. Den Energieversorgern blieben dann am Ende sechs Wochen, um diese hochkomplexen und teilweise widersprüchlichen Regelungen in die Tat umzusetzen und die Kunden zu informieren“, führt Rönz aus.

Diesmal liegen gerade einmal zwei Wochen zwischen dem Beschluss und dem Inkrafttreten: Der CO2-Preis auf Öl und Gas steigt zum 1. Januar. Gleichzeitig entfällt der Zuschuss zu den Netzentgelten. „Ich kann nachvollziehen, dass viele die Sorge haben, dass Energie nach diesen Beschlüssen ab Januar doch wieder teurer wird. Glücklicherweise sind wir in der Lage, diese Veränderungen für unsere Kunden aufzufangen“, so Josef Rönz. Das betrifft im Wesentlichen die Privat- und Haushaltskunden, bei denen im Arbeitspreis die Abgaben bereits eingerechnet sind. Bei gewerblichen Tarifen wird hingegen in der Regel ein Arbeitspreis vereinbart; die staatlichen Umlagen werden in der jeweils gültigen Höhe berechnet.

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Gesundheit

Prof. Dr. Jan Schmolders neuer Chefarzt der Orthopädie am Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Gelenkersatz, Unfallchirurgie und Tumororthopädie gehören zu seinen Spezialgebieten – Wenn er sieht, wie sich Menschen, denen einst jeder Schritt weh tat, schon kurz nach ihrer OP wieder schmerzfrei bewegen können, dann erfüllt ihn das mit großem Stolz: Prof. Dr. Jan Schmolders ist Experte für künstlichen Gelenkersatz und neuer Chefarzt am Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler. Seit Anfang des Jahres leitet er die Orthopädie, Unfallchirurgie, Sportmedizin und Tumororthopädie, sowie das zertifizierte Endoprothetikzentrum des Hauses und tritt damit die Nachfolge von Dr. Rudolf Auen-Scheiblhofer an, der das Klinikum aus persönlichen Gründen verlässt. „Über die hochqualifizierte Nachbesetzung freuen wir uns sehr“, sagt der Ärztliche Direktor Dr. Thomas Lepping und verweist auf den fundierten Erfahrungsschatz sowie die bemerkenswerte Fachkompetenz des neuen Kollegen.

Neben dem Einsatz künstlicher Gelenke – natürlich minimalinvasiv und gewebeschonend, mit möglichst kleinen Schnitten – zählt der Austausch bestehender Prothesen zu seinen Spezialgebieten. „Ein solcher Eingriff ist zum Beispiel dann notwendig, wenn künstliche Gelenke Schmerzen oder andere Probleme verursachen“, erklärt der neue Chefarzt, der zusätzlich über besondere Qualifikationen in der Unfallchirurgie sowie der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie verfügt. Darüber hinaus gehört Prof. Dr. Schmolders zu den ersten zertifizierten Tumororthopäden Deutschlands und ist Experte für seltene Sarkome, gutartige Knochentumore sowie Metastasen am Bewegungsapparat. In seiner Sprechstunde betreut er auch Patientinnen und Patienten, die für die Konsultation eine weite Anreise in Kauf nehmen.

Was der Orthopäde an seiner neuen Wirkungsstätte besonders schätzt? „Das familiäre Arbeitsklima, die kurzen Dienstwege sowie die Möglichkeit, Entscheidungen schnell treffen und umsetzen zu können.“ Auch die moderne technische Ausstattung des Klinikums sowie das Engagement der hervorragend aufgestellten Abteilung haben ihn sofort überzeugt. „Außerdem freue ich mich, dass sich viele Werte des Hauses mit meinen eigenen decken“, ergänzt er. So sei ihm zum Beispiel eine Kommunikation auf Augenhöhe sehr wichtig – mit den Patientinnen und Patienten, seinem Team sowie den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten der Region.

Auch wissenschaftliche Fragestellungen faszinieren den habilitierten Mediziner. Er hat über 40 Publikationen und zwei Buchkapitel veröffentlicht, ist Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften und Kommissionen sowie Reviewer für diverse Fachjournale. Sein medizinisches Know-how erwarb Prof. Dr. Schmolders in einigen der größten Einrichtungen seines Fachgebiets – zuletzt als Oberarzt im Gemeinschaftskrankenhaus Bonn sowie Senior-Hauptoperateur des dortigen Endoprothetikzentrums. Nun übernimmt er in Bad Neuenahr den Staffelstab von Dr. Auen-Scheiblhofer. „Dem geschätzten Kollegen ist es in den vergangenen Jahren gelungen, eine wohnortnahe orthopädische und unfallchirurgische Versorgung mit bester Reputation zu etablieren“, sagt Prof. Dr. Schmolders. An die hervorragende Arbeit seines Vorgängers möchte er anknüpfen und die vorhandenen Kompetenzen um eigene Schwerpunkte ergänzen.

Der gebürtige Münsteraner freut sich auf seine neue Aufgabe im schönen Ahrtal und plant, die Region bald noch ausgiebiger zu erkunden. Zum Beispiel entlang der vielen Wanderwege. Immerhin verbringt er seine Freizeit gerne in der Natur – am liebsten mit seinen zwei Kindern und seiner Frau, die ebenfalls als Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie tätig ist. Wenn es die Zeit erlaubt, powert sich der sportliche Chefarzt beim Klettern aus, fährt gerne Mountainbike und steht gelegentlich sogar auf einem Surfbrett.

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DRK-Familienbildung und Bildungsakademie Euskirchen präsentieren ihren Katalog für 2024

Euskirchen – Prall gefüllt mit Fortbildungen, Kursen und Qualifizierungen – Vergünstigungen für Menschen in besonderen Lebenslagen – Weitere Kursleiter werden gesucht. Es heißt Indigo und ist ein Alpaka. Kein echtes. Aber das ist auch egal. Denn auch die Alpaka-Puppe ist ein überaus toller Helfer, wenn es darum geht, Kindern Mut zu machen, ihnen Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit näher zu bringen oder mit ihnen Bewältigungsstrategien einzuüben, um schwierige Erlebnisse wie etwa die Flut zu verarbeiten.

Auf Seite 18 des neuen Jahresprogramms der Rotkreuz-Bildungsakademie und der DRK-Familienbildung gibt es eine Zeichnung von Alpaka Indigo. Mit seinen freundlichen Augen, dem flauschigen Fell und dem bunten Halsschmuck zaubert Indigo den Leserinnen und Lesern mit 100-prozentiger Sicherheit ein Lächeln ins Gesicht. Aber auch sonst hat das prall gefüllte, 146 Seiten umfassende Programm für 2024 reichlich zu bieten.

Ein Schwerpunkt ist die Kategorie „Eltern & Kinder“. „Hier gibt es zahlreiche Angebote im Bereich Fitness für die Mutter – zu Wasser und zu Land“, berichtet Heike Iven, als Leiterin der Familienbildung. Das beginnt bei Rückbildungskursen, geht über Fitnessgymnastik und reicht bis hin zu Aqua Fitness und Fitnesskursen, die Mamas mit ihren Babys im Krabbelalter gemeinsam absolvieren können.

Krabbel- und Spielgruppen

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Bildungsangebote für Eltern und Kinder in den Familienzentren im gesamten Kreisgebiet. Mit dem Eltern-Kind-Kompetenzzentrum in Weilerswist hat das DRK zudem einen Ort geschaffen, an dem Mütter und Väter bei den faszinierenden Veränderungen in der Schwangerschaft begleitet werden oder für die Zeit nach der Geburt zahlreiche Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen können. Etwa bei den „Elternstart NRW“-Kursen, bei der Schreibabyberatung oder in den verschiedenen Krabbel- und Spielgruppen.

Ganz viel Bildung steckt ebenfalls in dem Jahresprogramm, das das Redaktionsteam bestehend aus Bettina Differding, Patrick Dost, Heike Iven, Simon Jägersküpper, Sabine Kluge, Daniel Larres, Manuela Rusterberg und Angelina Pelzer zusammengestellt hat. Da gibt es zum Beispiel die Kräuterdetektive, die die Vielfalt der Pflanzen neu entdecken und wahrnehmen lernen. Außerdem werden diverse naturwissenschaftliche Workshops angeboten und in der Rotkreuz-Akademie Vogelsang finden Veranstaltungen zum Thema „Natur erleben“, „Abenteuer Menschlichkeit“ oder „Frieden finden“ statt.

Daniel Larres, der Leiter der Bildungsakademie, verweist zudem auf das attraktive Reiseangebot des DRK. „Da sind sehr schöne Reiseziele dabei – inklusive kultureller Bildung“, verspricht Daniel Larres. Auf Seite 88 des Programms machen die Reisebeschreibungen für Borkum und für Tagesfahrten an die Mosel oder Saar Lust auf den umfangreicheren Rotkreuz-Reisen-Katalog.

Entspannung in der Kita

Umfangreich ist auch die Kursvielfalt im Bereich der beruflichen Qualifizierung. Hier finden sich insbesondere Fortbildungsangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kitas und Offenen Ganztagsschulen (OGS). Überschriften der Kurse lauten etwa „Armutssensibles Handeln“, „Entspannung in der Kita“ oder „Sinneswahrnehmung aus dem Vorratsschrank“. Auch das DRK-Team Migration / Integration bringt sich mit Trainings zu Vielfalts-Kompetenzen, Gleichstellung oder zur Diskriminierung ein.

Wer auch noch angesprochen wird vom DRK-Jahresprogramm? Ehrenamtler, die sich in ganz unterschiedlichen Bereichen fortbilden möchten. So gibt es Module zur Sprechfunkausbildung, zu Technik und Sicherheit oder zur Sozialen Betreuung. Auch das Rettungsschwimmabzeichen lässt sich beim DRK ablegen.

Das kühle Nass leitet über zu einem weiteren Thema, das dem Bildungsteam des DRK auf dem Herzen liegt. Denn ganz aktuell wird jemand gesucht, der Aqua-Fitness für Erwachsener unterrichten kann – und zwar immer mittwochs im Schwimmbad in der Grundschule Embken. Interessenten können sich per Mail an familienbildung@drk-eu.de wenden.

„Wir freuen uns generell immer über Menschen, die unser Kursangebot erweitern und bereichern möchten“, berichtet das Programm-Team. Schließlich lässt sich nur mit qualifizierten Kursleiterinnen und Kursleitern alle Jahre wieder diese Vielfalt an Fortbildungen, Lehrgängen und Qualifizierungen zusammenstellen – und manchmal ist auch tierische Unterstützung gefragt, wenn Alpaka-Puppe Indigo hilft, Kinder stark zu machen.

Das Jahresprogramm der Rotkreuz-Bildungsakademie und der Familienbildung kann per E-Mail an familienbildung@drk-eu.de angefordert werden. Ständig aktualisiert findet sich das Kursangebot aber auch auf der Homepage www.drk-eu.de. Dort gibt es das Programm auch als Datei zum Download. „Als Rotes Kreuz ist es uns wichtig, dass alle Menschen Zugang zu den Kursen erhalten“, betont Heike Iven. Deshalb gebe es für Menschen in besonderen Situationen einen Gebührenerlass, etwa für Ein-Eltern-Familien.

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200 Sternsinger feiern mit Trierer Weihbischof Peters Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen

Region/Trier – „Ich habe ein Geschenk dabei, ein sehr wertvolles Geschenk: Nichts. Mein Geschenk ist der Verzicht.“ Mit diesem Satz hat ein Sternsinger der Pfarrei St. Matthias aus Trier Weihbischof Jörg Michael Peters und die rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diözesanen Aussendungsgottesdienst der Sternsinger im Trierer Dom überrascht. In diesem Jahr sammeln die Kinder und Jugendlichen für die Menschen im Amazonasgebiet, die jetzt schon unter den Folgen des Klimawandels leiden. Zusätzlich machen sie sich auch darüber Gedanken, wie sie und ihre Eltern im Alltag nachhaltiger leben könnten. Gezeigt wurde das im Gottesdienst durch die Geschenke, die die Drei Heiligen Könige dem Jesus Kind vielleicht heute machen würden. Neben dem Konsumverzicht sind das Recyclingflaschen, eine Taschenlampe mit einer Kurbel und eine Pflanze.

Weihbischof dankt für den tollen Einsatz

Für diesen Ideenreichtum und den Einsatz der Sternsinger bedankte sich auch Weihbischof Jörg Michael Peters in seiner Predigt. „Es liegt an uns, das eine gemeinsame Haus von uns Menschen zu bewahren und zu schützen“, erklärte er. Darauf verweise auch Papst Franziskus immer wieder, vor allem in seiner Enzyklika ‚Laudato si‘. Die Schöpfung zu bewahren heiße zum Beispiel, „auf das ein oder andere zu verzichten“. Dennoch ginge es am Dreikönigstag nicht nur darum, einen Beitrag zu leisten. Die Könige und Königinnen brächten den Segen als von Gott Beschenkte: „Das Geschenk, worum es an Weihnachten geht, hat Gott uns gemacht.“

Die 200 Sternsinger verliehen dem Dominnenraum mit ihren Kronen und Sternenstäben einen ganz besonderen Glanz. Auch bei der Gabenbereitung durften dieses Mal nicht nur Messdiener helfen, sondern auch die kleinen königlichen Hoheiten. Während des Gottesdienstes standen die Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt, die an diesem Tag ausnahmsweise in der Überzahl waren. „Mir hat besonders gut gefallen, dass wir uns beim Vater-Unser alle an die Hände genommen haben“, erzählt die elfjährige Sternsingerin Josi mit strahlendem Lächeln. Die musikalische Begleitung übernahmen die Band Changes der Jugendkirche Crossport to heaven aus dem Hunsrück und Domorganist Josef Still. Durch seinen Besuch des Gottesdienstes würdigte auch der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe das Engagement der Sternsinger.

Ein erlebnisreicher Tag in Trier für die Sternsinger

Um das Gemeinschaftsgefühl weiterhin zu stärken, endete der Tag für die jungen Königinnen und Könige nicht mit dem Gottesdienst und anschließendem Sternen-Gruppenbild auf dem Domfreihof. In den Räumen des Angela-Merici-Gymnasiums gab es in diesem Jahr zum ersten Mal ein breites Workshop-Angebot für die Kinder und Jugendlichen. Neben vielen Bastelkursen und einem Workshop zum Thema ‚nachhaltige Kosmetik‘ war vor allem die Alpakawanderung im Palastgarten ein Highlight. Im Zentrum stand auch hier wieder das Thema ‚Bewahrung der Schöpfung‘.

Im letzten Jahr sammelten die Sternsinger für Hilfsprojekte deutschlandweit 45,5 Millionen Euro, davon kamen über 2 Millionen Euro aus dem Bistum Trier. Mehr Informationen zur Aktion Dreikönigssingen, die vom Kindermissionswerk und dem Bund der deutschen katholischen Jugend getragen wird, gibt es unter: www.sternsinger.de.