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NRW Wissenschafts-Ministerin Brandes weiht neues Aachener Labor für Therapien von morgen ein

Aachen/Düsseldorf – Patientinnen und Patienten profitieren von schneller Erforschung neuer Therapie-Möglichkeiten. Das hochmoderne Leibniz Joint Lab fiT bietet ideale Voraussetzungen, um Forschungsergebnisse in der Praxis anzuwenden.

Ergebnisse der Spitzenforschung schnell zur Anwendung am Patienten bringen: Dieses Ziel verfolgen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem neuen, hochmodernen Labor für medizinische Innovationen in Aachen. Wissenschaftsministerin Ina Brandes besuchte am Freitag, 12. Januar 2024, die Einweihung des Leibniz Joint Labs „first in Translation“ (fiT). Betrieben wird das zukunftsweisende Gebäude vom DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien gemeinsam mit der Uniklinik RWTH Aachen. Auf über 1000 Quadratmetern können künftig medizinische Innovationen unter modernsten Bedingungen hergestellt und getestet werden. Das Leibniz Joint Lab fiT bietet damit ideale Voraussetzungen, um herausragende Entwicklungen aus der Grundlagenforschung in die klinische Prüfung zu bringen.

Ministerin Ina Brandes: „In Nordrhein-Westfalen werden neue Therapien erforscht, entwickelt – und zum ersten Mal erprobt. Die gemeinsam genutzte Forschungsinfrastruktur des Leibniz-Instituts für Interaktive Materialien und der Uniklinik RWTH Aachen zeigt in hervorragender Weise, wie der Transfer von exzellenter wissenschaftlicher Arbeit in die konkrete Nutzung gelingen kann. Das Leibniz Joint Lab wird Spitzenforschung ‚made in NRW‘ den Menschen noch schneller zugänglich machen. Davon profitieren alle Patientinnen und Patienten, die auf innovative Spitzenmedizin angewiesen sind.“

Das Leibniz Joint Lab fiT besteht aus rund 500 Quadratmetern Produktionsfläche (Laborfläche und Reinräume) sowie 600 Quadratmetern Schulungs- und Büroräumen. Herzstück des neuen Gebäudes sind die verschiedenen Reinräume: Hier können medizinische Innovationen mit den hohen Qualitätsansprüchen hergestellt werden, die für eine erstmalige Anwendung in klinischen Studien vorausgesetzt werden – sogenannte klinische Prüfmuster. Die Herstellung erfolgt dabei nach strikten Normen und Richtlinien.  Forscherinnen und Forscher aus Materialwissenschaften und Medizin erhalten so die Gelegenheit, die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Forschung und Materialentwicklung in die klinische Praxis zu überführen.

„Mit dem fertiggestellten Gebäude am Standort Aachen werden Forschende dazu in der Lage sein, das Potenzial ihrer Innovationskraft voll auszuschöpfen, indem die Arbeit des Leibniz Joint Lab langfristig dazu beiträgt, die Lücke zwischen Neuentwicklungen aus dem Labor und der Übertragung ans Patientenbett zu schließen“, betont Prof. Dr. Andreas Herrmann, wissenschaftlicher Direktor des DWI. „Das DWI verbindet somit im besten Sinn die Themen Mensch, Medizin und Materialien.“

Die Gesamtbaukosten für den Forschungsneubau fiT belaufen sich auf rund 24 Millionen Euro. Finanziert wurde das Vorhaben am Leibniz-Institut DWI mit 7,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), 14,3 Millionen Euro aus dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und 1,8 Millionen Euro aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

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Wirtschaft

„Zeit, zu machen“ – Protestkampagne des Handwerks

Prüm/Region – Die Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region (MEHR) wird sich in der Woche vom 15. bis 19. Januar an der bundesweiten Protestkampagne „Zeit, zu machen“, zu welcher der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) aufruft, beteiligen.
In dieser Woche wird die Kreishandwerkerschaft MEHR einmal mehr auf die drängenden Probleme und Herausforderungen hinweisen, denen das Handwerk gegenübersteht.

Dirk Kleis, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft MEHR, äußerte sich besorgt über die anhaltende Untätigkeit der Politik bezüglich der essenziellen Anliegen des Handwerks: „Wir stehen vor unübersehbaren Herausforderungen, von Bürokratielasten bis hin zur Bildungsmisere. Das Land benötigt dringend konkrete Maßnahmen, um bestehende Probleme anzugehen. Wir sehen eine eklatante Diskrepanz zwischen politischen Versprechen und tatsächlichen Handlungen. Bereits beschlossene Maßnahmen, wie das 14-Punkte-Maßnahmenpaket zur Baukrise, sind nach wie vor nicht umgesetzt.“

Das Handwerk bemängelt die fehlende Planbarkeit und Verlässlichkeit seitens der Politik, die für unternehmerische Zukunftsentscheidungen von entscheidender Bedeutung sind. „Es wird zu wenig getan, um die Belastungen für Betriebe und Beschäftigte zu verringern und die Leistungsträger angemessen zu stärken. Es ist höchste Zeit, dass die Politik ihre Versprechen in konkrete Maßnahmen verwirklicht“, fügte Kleis hinzu.

Die Hauptthemen der Protestwoche umfassen die Forderungen, Belastungen für das Handwerk zu stoppen, die Bürokratie zu reduzieren, die Wertschätzung für die Leistung des Handwerks zu steigern und bezahlbare Energie für den handwerklichen Sektor sicherzustellen. Diese Themen werden die Kreishandwerkerschaft, die Innungen und die Innungsbetriebe in dieser Protestwoche verstärkt an die Öffentlichkeit und die Politik tragen. „Dies ist ein erster „Aufschlag“ des Handwerks, mit dem wir unsere Forderungen und den Unmut im Handwerk nach außen tragen werden“, so Kleis abschließend.

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50 Jahre in Diensten der VG-Verwaltung Mendig

Mendig – Pia Theisen seit einem halben Jahrhundert im Öffentlichen Dienst – 50 Jahre beim gleichen Arbeitgeber ist in der heutigen Zeit sehr ungewöhnlich. Wenn diese Zeit aber noch über den Renteneintritt hinaus immer noch weiterläuft, zeugt das sicher von einer engen beiderseitigen Bindung. Pia Theisen kann auf einen solchen beruflichen Lebenslauf zurückblicken und der ist auch noch nicht abgeschlossen.

Ein halbes Jahrhundert nach dem Start ihrer beruflichen Karriere in der Verbandsgemeindeverwaltung Mendig ist Pia Theisen immer noch gerne im Rathaus gesehen. Und das nicht nur als Gast, sondern seit ihrem Eintritt in die Rente 2018 immer noch als geschätzte Kollegin im Fachbereich Finanzen. Damit setzt sie ihre 1974 begonnene berufliche Laufbahn in der VG-Verwaltung bis zum heutigen Tag in der Finanzabteilung fort. Vor 50 Jahren startete Pia Theisen als Angestellte der Verbandsgemeindekasse. Über die Stellen der Kassenleiterin, der stellvertretenden Abteilungsleiterin der Finanzverwaltung bis hin zur Fachbereichsleitung Finanzen führte ihr Weg in der VG-Verwaltung.  Dabei war sie federführend bei der Umstellung der kommunalen Haushalte von der Kameralistik zur Doppik. Und das nicht nur vor Ort, sondern auch in Rheinland-Pfalz. Zudem war sie noch stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte in der VG-Verwaltung und zwölf Jahre Personalratsvorsitzende.

Im Rahmen eines kleinen Empfangs bedankte sich VG-Bürgermeister Jörg Lempertz bei der Jubilarin für ihre Treue und den fortwährenden Einsatz für die Verwaltung. „Wir sind sehr froh, dass sie uns auch heute noch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ihre Expertise wird allenthalben sehr geschätzt, deren Ausdruck sich in ihrer Kollegialität und profunder Sachkenntnis festmachen lässt. Ich hoffe, dass wir noch einige Zeit zusammenarbeiten können“, lobte VG-Bürgermeister Jörg Lempertz die Kottenheimerin.

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Tourismus

Abstimmen für die Eifel – Ab dem heutigen 12. Januar kann Deutschlands schönster Wanderweg 2024 gewählt werden

Region/Bollendorf – Die Felsentour durch die „Grüne Hölle“ von Bollendorf in der Südeifel hat das Potenzial, ganz oben dabei zu sein im diesjährigen Wettbewerb um Deutschlands schönsten Wanderweg“. Jetzt geht es um jede Stimme.

Aus über 80 Bewerbern nominierte die Fachjury des Wandermagazins 25 Routen. Die „Grüne-Hölle-Tour Bollendorf“ ist in der Kategorie „Tagestouren“ am Start. Die Felsenroute im deutsch-luxemburgischen Grenzland, benannt nach der Schlucht „Grüne Hölle“, bietet phantastische Naturerlebnisse auf Schritt und Tritt und nimmt Wanderer zugleich mit in die Geschichte und die Sagenwelt der Region. Nicht umsonst haben die Bollendorfer eine eigene „Lauschtour“ für diese Wanderroute erarbeitet. Der spannend-informative Audioguide kann per App kostenlos aufs eigene Smartphone heruntergeladen werden.

Am heutigen Freitag, 12. Januar 2024 öffnet das digitale Wahlstudio unter der Adresse www.wandermagazin.de/wahlstudio. Bis zum 30. Juni 2024 kann man dort für die Grüne-Hölle-Tour abstimmen. Mitmachen lohnt sich: Das Wandermagazin verlost wertvolle Einkaufsgutscheine von „Globetrotter“. Alternativ ist die Wahl per gedruckter Wahlkarte möglich; die Karten werden in Kürze in den Tourist Informationen der Südeifel und vielen weiteren Stellen in der Region erhältlich sein. Alle Eifel-Fans sind zur Abstimmung aufgerufen. Es sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn die Grüne-Hölle-Tour Bollendorf es im Wettbewerb nicht ganz nach oben schafft!

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Die Mahnfeuer gegenüber der Strempter Müll-Deponie brennen weiter

Mechernich – Organisator und Lückerather Landwirt Frank Rang war sehr zufrieden mit der Resonanz – Trotz frostiger Minustemperaturen kamen zahlreiche Mitstreiter zur Protestaktion – Frank Rang ist gerade am Handy. „Hier ist richtig viel los. Zieht euch warm an, wenn ihr kommt“, hört man ihn noch sagen. Seine kurze Zusammenfassung trifft es auf den Punkt. Am Mittwochabend hatten sich zahlreiche Landwirte am Mahnfeuer auf den Felder gegenüber der Strempter Mülldeponie versammelt – und das trotz frostiger Minustemperaturen. Es ist ein weiterer Akt im Rahmen der bundesweiten Protestwoche.

Am gleichen Tag haben Vertreter des Rheinischen Landwirtschafts-Verbands (RLV) eine Resolution an die Parteizentralen der Ampelkoalition in Düsseldorf übergeben. Die Resolution mit der Überschrift „Bundesregierung stellt die heimische Land- und Forstwirtschaft sowie den Gartenbau ins Abseits“ wird getragen von einem breiten Bündnis aus Verbänden des ländlichen Raums in NRW.

Der eindringliche Appell des RLV an alle Bundestagsabgeordneten lautet dann auch, sich gegen die Kürzungspläne und an die Seite der heimischen Bauernfamilien zu stellen. „Nehmen Sie Ihr Mandat ernst und stimmen Sie für die heimische Landwirtschaft!“, so RLV-Präsident Bernhard Conzen.

Das Fass ist übergelaufen

Die Unterstützung des Lückerather Landwirts Frank Rang und der zahlreichen Mitstreiter, die am Abend in Strempt am Mahnfeuer stehen, ist ihm dabei gewiss. „Die Abschaffung der Steuerbefreiung für Agrardiesel hat das Fass einfach zum Überlaufen gebracht“, sagt Rang, der für die Aktion in Strempt verantwortlich zeichnet. Er freut sich, dass neben den Berufskollegen, auch diverse andere Unternehmer und auch Privatleute gekommen sind, um ihre Solidarität zu bekunden.

An der Bundesstraße 266 haben sich zahlreiche Traktoren aufgereiht. An vielen sind noch die Schilder befestigt, mit denen die Bauern bereits bei den Protestfahrten am Montag ihren Unmut über die Entscheidungen der Ampel-Regierung zum Ausdruck gebracht haben. Auch die orangefarbenen Rundumleuchten sind an fast allen Traktoren eingeschaltet – es ist ein imposantes Bild in der Dunkelheit, das viele vorbeikommende Autofahrer dazu ermuntert, per Hupe auch ihre Solidarität zum Ausdruck zu bringen.

Dabei ist Strempt längst nicht das einzige Mahnfeuer. Am Mittwoch waren auch noch Aktionen in Zingsheim und ebenfalls an der B266 in Höhe des Eifeler Alpenhofs geplant. An diesem Standort soll heute erneut ein Feuer brennen, ebenso an Standorten im Zülpicher Stadtgebiet sowie in Holzheim in der Nähe der Autobahn. Zudem sind noch diverse Demo- und Sternfahrten geplant.

Frank Rang freut sich jedenfalls, dass „seine“ Aktion n Strempt, bei der es auch Getränke und Grillwürtschen gab, so eine gute Resonanz. „Wir müssen einfach alle an einem Strang ziehen“, gibt sich der Lückerather Landwirt kämpferisch: „Daher tut es auch gut zu sehen, dass viele Menschen hier bei uns hinter der Landwirtschaft stehen.“

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Friedliche Demonstration der Landwirte und Winzer in Wittlich

Wittlich – Mehr Teilnehmer als angekündigt haben an der Kundgebung teilgenommen – Am vergangenen Montag haben auch in Wittlich Landwirte, Winzer und Unternehmer gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung demonstriert. Mehr als 2000 Fahrzeuge waren bei dem Korso um und durch die Stadt beteiligt.

Impressionen der Demonstration auf dem Ottensteinplatz in Wittlich. Foto: Sebastian Klein

Um 11 Uhr fand auf dem Ottensteinplatz eine Kundgebung statt, zu der der Bauern- und Winzerverband eingeladen hatte. Die örtlichen Politiker aus Bundestag, Landtag, Landrat und Bürgermeister nahmen an der Kundgebung teil.

Der Wittlicher Landwirt und Mitorganisator Erik Daus eröffnete die Veranstaltung mit dem Appell: „Wir brauchen als Landwirte Perspektiven, Planungs- und Investitionssicherheit“. Die Kreisvorsitzende des Bauern- und Winzerverbandes Vera Steinmetz stellte klar, welche wichtige Rolle die Landwirtschaft zur Versorgung der Bevölkerung hat. Und für diese Leistungen wollen sie eine angemessene Anerkennung erhalten.

Im Anschluss haben die Bundestags- und Landtagsabgeordneten sowie der Landrat zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gesprochen.

Bürgermeister Joachim Rodenkirch hat absolutes Verständnis für die Demonstration der Landwirte. „Die Belastungen der deutschen Landwirtschaft, sowohl in der Tierhaltung als auch im Ackerbau sind gegenüber den europäischen Nachbarn sehr groß, was bereits jetzt eine Wettbewerbsverzerrung zur Folge hat. Viele Betriebe stehen vor enormen wirtschaftlichen Herausforderungen und werden durch die Streichung der Agrardieselbeihilfe und der KFZ-Steuerbefreiung existenziell gefährdet. Die Bewahrung unserer Landwirtschaft, die gute regionale Lebensmittel bereitstellt, wesentlich unsere Ernährungssicherheit gewährleistet und die vielfältige Kulturlandschaft erhält, verdient unser Aller Unterstützung, insofern stehe ich voll und ganz hinter unseren Landwirten “, so Rodenkirch.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der angemeldeten Demonstration in Wittlich hatten sich an die vereinbarten Auflagen gehalten und sind erst nach dem Berufs- und Schulverkehr mit dem Korso gestartet.

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„Aus der Region, für die Region“ – „Kommerner Jungs“ wollen Mithelfen

Mechernich/Kommern/Euskirchen Wir wissen, dass das Geld bei Euch in guten Händen liegt. Denn ihr tut Gutes damit!“ Mit diesen Worten übergaben Thorsten und Stephan Spilles im Euskirchener Büro ihrer „Agentur Spilles“ („Axa“) einen Spenden-Scheck über 5.000 Euro an Ralf Claßen, den Vorsitzenden der Mechernich-Stiftung. Der gemeinnützige Verein setzt sich speziell für Jugend- und Altenhilfe sowie sozial schwache Familien im Mechernicher Stadtgebiet ein.

Claßen, eigentlich Stadtkämmerer von Mechernich, freute sich sehr über die wichtige Unterstützung: „Wir als Mechernich-Stiftung sind über die sehr großzügige Spende zum Jahresende sehr froh. Frei nach dem Motto: »Aus der Region, für die Region«. Vielen Dank für Eure wichtige Hilfe!“

„Kommerner Jungs“ wollen Mithelfen

Die Gebrüder Spilles wohnen zwar schon fast zehn Jahre in Köln, sind jedoch tief mit der Stadt am Bleiberg verwurzelt. Denn ihre Heimat ist die Eifel. Genauer gesagt: Kommern.

„Daher liegt es uns »Kommerner Jungs« am Herzen, auch hier aktiv zu helfen und Menschen zu unterstützen“, wie sie betonten: „Dieses Mal haben wir uns dazu entschlossen, einen Beitrag für das gemeinnützige Team der Mechernich-Stiftung rund um den Vorsitzenden Ralf Claßen zu spenden. Denn wir wollen Mithelfen und Gutes tun. Gerade in unserer Heimat!“

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Freiheit durch Sitz-Segway – Businessclub „Seven Thirty“ spendet

Euskirchen/Mechernich – Eigentlich geht es ums Netzwerken, wenn sich die Mitglieder des Businessclubs „Seven Thirty“ alle 14 Tage treffen. Aber eben nicht nur. Denn das Team um den Vorsitzenden Andreas Knappe hat sich auch der karitativen Arbeit verschrieben – und so konnte zuletzt ein stattlicher Scheck übergeben werden.

Beim Treffen im Euskirchener Restaurant „Jo 3“ überreichten die Clubmitglieder insgesamt 2500 Euro an den Bad Münstereifeler Christoph Mertgen. Der leidet seit seiner Geburt an einer speziellen Muskeldystrophie und mit dem Geld soll ein Sitz-Segway angeschafft werden, der dem Kurstädter eine gewisse Freiheit und kleines bisschen Unabhängigkeit ermöglicht.

45 aktive Mitglieder

„Wir freuen uns sehr, ihn dabei unterstützen zu können“, betonte Andreas Knappe bei der Scheckübergabe. Der Businessclub, dem er vorsteht, gehören derzeit rund 45 aktive Mitglieder an. Auch zahlreiche Mechernicher Firmenchefs sind dabei. Dazu zählen der Kommerner Roger Mosbeux, der die Geschicke der Firma ComTec leitet, Hussein Yassine, der in der Stadt am Bleiberg einen Galabau-Betrieb führt, oder Christian Mahlberg von der Bowl-Fabrik.

Auch der Mechernich Zahnarzt Dr. Gregor Jahnke wird auf der Internetseite www.seventhirty.club als Mitglied geführt, ebenso wie der Obergartzemer Ingenieur Winfried Meuser, der Mechernicher Architekt Stefan Sparing oder Jessica Krieg von der CE Solar Rheinland GmbH mit Sitz in Obergartzem.

Alle zusammen freuen sich über weitere Unterstützung für Chris Mertgen. Möglich ist das etwa über die Online-Spendenkampagne: www.gofundme.com/f/freiheit-durch-sitzsegway

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BWV-Postkartenaktion – Agrardiesel- und Kfz-Steuerbefreiung müssen bleiben

Region/Koblenz – Der Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau (BWV) hat die Regierungsparteien der Bundesregierung ausdrücklich aufgefordert, die vorgesehenen Kürzungen im Bundeshaushalt 2024 zu Lasten der Landwirtschaft vollständig zurückzunehmen. In einem Brief forderte BWV-Präsident Michael Horper die rheinland-pfälzischen Repräsentanten der Regierungsparteien auf, auf der Bundesebene ihren Einfluss geltend zu machen, um auf die Rücknahme der getroffenen Entscheidungen hinzuwirken. Er wies insbesondere darauf hin, dass gerade Rheinland-Pfalz als ländlich geprägtes Bundesland in vielfältiger Weise durch die Beschlüsse betroffen und eine weitere Benachteiligung der Landwirtschaft und des gesamten ländlichen Raums nicht akzeptabel sei.

Darüber hinaus stellte BWV-Präsident Horper eine Postkartenaktion vor. Im Rahmen der regionalen Protestaktionen in den Kreisverbänden wurden viele tausend Postkarten verteilt, mit denen sich die Bauern und Winzer offensiv an die Parteispitzen von SPD, FDP und BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN wenden können, um ihrem Unmut über die getroffenen Entscheidungen Luft zu machen. Er appellierte an alle Landwirte, durch zahlreiches Versenden der Postkarten gegenüber den Regierungsparteien deutlich zu machen, dass die Entscheidungen der Bundesregierung nun endgültig das Fass zum Überlaufen gebracht haben.

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Katholische Landvolk-Bewegung im Bistum Trier unterstützt Anliegen der Landwirte

Region/Trier – Die KLB-Vorsitzende Hildedard Frey grenzt sich klar gegenüber rechtspopulistischen und radikalen Strömungen ab. Dieser Tage protestiert die deutsche Landwirtschaft gegen die von der Ampel-Regierung geplanten Subventionskürzungen beim Agrardiesel. Der Unmut der Landwirte macht sich auf den Straßen Luft – trotz des Einlenkens der politischen Entscheidungsträger in Sachen Kfz-Steuer: An vielen Orten, auch im Bistum Trier, gab es bereits lautstarke Demonstrationen.

Am vergangenen Montag blockierten die Landwirte mit ihren Traktoren den gesamten Verkehr in der Trierer Innenstadt, zudem gab es Protestaktionen in Bitburg, Wittlich, Daun und Saarbrücken. Die vom Deutschen Bauernverband organisierte Protestwoche soll noch bis zum 15. Januar andauern und letztlich in einer großen Demonstration in der Hauptstadt münden. Die Katholische Landvolkbewegung (KLB) e.V. im Bistum Trier steht an der Seite der Landwirte. Die katholisch geprägte Gemeinschaft vertritt die Interessen der Menschen im ländlichen Raum und versteht sich als Vermittlerin zwischen der Land- und Stadtbevölkerung. Sie solidarisiert sich mit den Protestierenden, fordert verlässliche Zusagen und Planungssicherheit von der Politik und grenzt sich klar gegenüber rechtspopulistischen und radikalen Strömungen ab.

Nikolaus Schmidt, Landwirt und stellvertretender KLB-Trier-Vorsitzender, vertrat die KLB Trier gemeinsam mit seiner Vorstands-Kollegin Barbara Schu auf der Kundgebung im Rahmen der Bauernproteste am vergangenen Montag auf dem Trierer Viehmarktplatz. Schmidt erklärt den Standpunkt der KLB: „Die Bauern sind genauso von den Teuerungen betroffen wie alle anderen Konsumentinnen und Konsumenten. Nur: Den Bauern gelingt es wegen der geringen Markmacht nicht, die erhöhten Kosten an die Lebensmittelindustrie und die Discounter weiterzugeben.“

Hildegard Frey, Diözesanvorsitzende der Katholischen Landvolkbewegung im Bistum Trier, ergänzt: „Bei diesem Protest geht es nicht allein um die jüngsten Pläne der Regierung, sondern um immer wieder neue Auflagen, die den Landwirten seit vielen Jahren das Leben immer schwerer machen. Immer wieder gab es gute Initiativen, Stichwort Zukunftskommission Landwirtschaft, die aber letzten Endes nicht umgesetzt wurden. Die derzeitigen Verhältnisse können viele Betriebe einfach nicht mehr verkraften. Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht.” Zudem macht sie auf den Zwiespalt aufmerksam, dem viele Landwirte ausgesetzt sind: „Es gibt viele Bauern, die bereits in Einklang mit der Schöpfung produzieren”, so Frey. Die Forschung in Sachen ökologischer Landwirtschaft hinke allerdings hinterher: „Die Abhängigkeit der Landwirtschaft von den Erzeugnissen der Chemischen Industrie muss überdacht werden.“ Als Alternative nennt sie etwa den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in fahrerlosen, akkubetriebenen Feldrobotern zur chemiefreien Beikrautbekämpfung. „Da ist in den vergangenen Jahren leider vieles versäumt worden.”

Wichtig ist Frey, sich von rechtspopulistischen und rechtsradikalen Strömungen abzugrenzen. Laut Medienberichten gab es verstärkt Versuche dieser Gruppen, die Bauern-Proteste zu unterwandern: „Von solchen Gruppen grenzen wir uns klar ab – deren Agenda passt nicht zu dem christlich geprägten Menschenbild, das wir in der KLB leben. Als Bildungs- und Aktionsgemeinschaft setzen wir uns für ein besseres Miteinander zwischen Landwirten, Verbrauchern und Naturschützern und für gegenseitiges Verständnis ein. Für eine bessere Zukunft ist es wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben und über neue Themen ins Gespräch zu kommen, insbesondere wenn der Gesprächspartner eine andere Meinung vertritt.”