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Neujahrsempfang der Handwerkskammer Koblenz mit 600 Gästen

Region/Koblenz – Den Betrieben wieder mehr Selbstverantwortung zurückgeben und dem Trend zur Unselbstständigkeit entgegenwirken – das waren zwei zentrale Punkte aus der Begrüßungsrede von Kurt Krautscheid, Präsident der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, zum Neujahrsempfang mit insgesamt 600 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Zentrum für Ernährung und Gesundheit. Mit bewusst politisch gesetzten Schwerpunkten hat sich die Kammer klar positioniert – mit Blick auf nationale wie auch internationale Entwicklungen und Ereignisse. Dazu passend wurde ein Polit-Talk mit Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt und dem Europaparlamentarier Ralf Seekatz als neues Format präsentiert. Kurzweilig, interessant und auch unterhaltsam gingen beide im Jahr der Europawahlen auf die Fragen von Kurt Krautscheid ein.

Zuvor skizzierte Krautscheid einen Ist-Zustand des Handwerks im Kammerbezirk und forderte deutlich mehr Eigenverantwortung in den Handlungsspielräumen der Betriebe. „Für jeden Handgriff gibt es inzwischen eine Vorschrift und damit verbunden ist auch eine Verlagerung von Verantwortung.“ Eine deutliche Entbürokratisierung sei das Gebot der Stunde, „doch hier schwindet zunehmend das Vertrauen der Unternehmen in die Politik!“

Krautscheid stellte einen direkten Zusammenhang zwischen diesen negativen Rahmenbedingungen und dem Trend zur Unselbstständigkeit her. „Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland liegt mit 46,1 Mio. auf Rekordniveau. Parallel gibt es immer weniger Selbstständige. Was kaum verwundert, denn die Betriebsinhaber von morgen sind die Mitarbeiter von heute und die wissen aufgrund ihrer alltäglichen Erfahrungen sehr genau, was da auf sie zukommt.“

Dass es sich lohnt, eine eigene handwerkliche Existenz aufzubauen, machen die aktuellen Konjunkturdaten deutlich. „85 Prozent unserer Mitgliedsbetriebe informieren über eine gute oder befriedigende Geschäftslage. Auch die Prognosen für die weitere Entwicklung in diesem Jahr liegen deutlich im Plus!“ Insofern sind die Vorzeichen für das Jahr 2024 aus Sicht des Regionalhandwerks durchaus positiv, „auch wenn das leider nicht für alle Berufe gilt.“

Krautscheid unterstrich auch eine „enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Politik und wir sehen deren demokratische Vertreter als Partner. Doch wir sind selbst sind keine Partei und wahren Neutralität. Die Straße verstehen wir nicht als politisches Werkzeug einer Handwerksorganisation. Auch Fähranleger und deren Blockade scheiden als Variante einer Interessensdurchsetzung aus.“ Nachdenklich machen ihn aber eine überzogene und zu einseitige Reaktion des politischen Lagers im Umgang mit Kritik. Abweichende Meinungen, Widerspruch und Proteste werden zu pauschal mit rechten, populistischen Tendenzen gleichgesetzt und als Feinde der Demokratie bezeichnet. „Ich denke nicht, dass die Fährblockade mit einem Umsturzversuch gleichzusetzen ist.“ Mit Blick auf politische Wahrnehmungen durch die breite Öffentlichkeit sorgen solche Vergleiche für „Unglaubwürdigkeit und auch Distanz zur einen Seite. Der anderen kommt das – zwangsläufig – entgegen.“ Und: „Die großen Stärken unserer Demokratie sind das freie Wahlrecht, die Möglichkeit auf Äußerung von Meinungen, der politische Diskurs. Letztendlich entscheiden die Wähler, wer regiert. Das ist kein Wunschkonzert der Parteien, die genügend Möglichkeiten Tag für Tag haben, sich zu positionieren und zu profilieren.“ Das gilt es auch mit Blick auf die Europawahlen im Juni wie auch die Landtagswahlen im Herbst zu berücksichtigen.

Im Vorfeld der Europawahlen stellt sich das Handwerk deutlich hinter den europäischen Gedanken und sagt „Ja zu Europa!“. Optisch wurde das durch die Gäste des Empfanges über hochgehaltene Karten unterstrichen, inhaltlich war es auch das Thema einer Podiumsdiskussion mit Ralf Seekatz, Mitglied des Europäischen Parlaments. Zusammen mit Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt stellte er sich den Fragen von Kammerpräsident Kurt Krautscheid.

„Wir müssen uns die Bedeutung Europas für alle Lebensbereiche klar machen, denn das steht für Freizügigkeit – von der Wirtschaft bis in den privaten Bereich.“ Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage seien das Werte, die sehr hoch einzuordnen seien. Die Rahmenbedingungen nur abzuklopfen auf der Suche nach kritischen oder schwierigen Ansätzen sei falsch, „sondern machen wir uns klar, was uns Europa an Positivem bietet, was es im Kern ausmacht.“ Angesprochen auf die Fachkräftesituation warb Schmitt für das Handwerk als attraktiven Wirtschaftsbereich und forderte mehr Wertschätzung für das Handwerk. Zuwanderung spiele hierbei durchaus eine wichtige Rolle und auch hier habe das Handwerk frühzeitig Chancen erkannt und resolut genutzt.

Ralf Seekatz beantwortete die Frage nach beschleunigtem Bürokratieabbau aus Sicht des Europapolitikers mit starker Verankerung in der Region: „Mein Bruder und mein Vater sind Handwerker und ich weiß so sehr genau, was los ist im Handwerk, was aber auch seitens der EU verabschiedet wird. Deutschland legt im Erfüllen von EU-Vorgaben immer noch eine Schippe drauf!“ So lehnt er ein EU-Gesetz zur Gebäudeenergie ab und stellt klar, dass es dafür auch keinen Sanierungsfond geben wird. Ein effektiver Bürokratieabbau ließe sich nur nach dem Motto „one in, one out“ erreichen. „Für jede neue Richtlinie muss eine alte gestrichen werden. Doch davon sind wir noch weit entfernt“.

Die Veranstaltung wurde musikalisch begleitet durch die Violinistin Anna Gold. Und auch eine jahrelange Tradition wurde durch die „Glücks-Innung“ um Obermeister Schornsteinfegermeister Florian Klein bei diesem Neujahrsempfang fortgesetzt: alle Gäste erhielten einen 24-karätig vergoldeten Talisman.

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KSK Mayen begrüßte neue Kolleginnen und Kollegen im Team

Mayen/Region – Gleich zum Auftakt des neuen Jahres 2024 traten fünf neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren ersten Arbeitstag bei der Kreissparkasse Mayen (KSK) an. Personalleiter Karl-Heinz Nigbur begrüßte im Namen des Vorstandes die fünf neuen Kolleginnen und Kollegen im Haupthaus der Kreissparkasse in Mayen.

Insbesondere werden die Bereiche Personalmanagement, Kreditmanagement, Compliance und Beauftragtenwesen, das FirmenkundenCenter und das KundenServiceCenter mit den neuen Kolleginnen und Kollegen verstärkt.

Karl-Heinz-Nigbur wünschte allen neuen Teammitgliedern viel Erfolg und einen guten Start an ihrem neuen Arbeitsplatz in der Kreissparkasse. Er hob hierbei hervor, dass die aktuellen Neueinstellungen als ein positives Signal für die Region verstanden werden dürfen und dass sich die KSK als einer der größten Arbeitgeber im Kreis Mayen-Koblenz mit rund 400 Mitarbeitenden für die Region stark macht. Zudem seien auch noch einige Ausbildungsplätze zum Ausbildungsstart im August zu vergeben, zu der noch potenzielle Bewerber gesucht werden, wie Nigbur abschließend ergänzt.

„Im Rahmen eines Einführungstages werden die neuen Kolleginnen und Kollegen neben der offiziellen Begrüßung auch mit den wesentlichen organisatorischen Rahmenbedingungen in der Kreissparkasse Mayen vertraut gemacht, auf die technischen Anwendungen in der Sparkassenwelt geschult und mit Informationen zur Neueinstellung versorgt.

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IHK Aachen Konjunkturumfrage – Wirtschaft bleibt weiterhin pessimistisch

Aachen – Die Wirtschaft blickt pessimistisch auf das neue Jahr. Das ist das Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, an der sich mehr als 330 Unternehmen mit über 26.000 Beschäftigten aus der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg beteiligt haben. Rund ein Drittel der befragten Betriebe rechnet mit keiner positiven Veränderung der Konjunktur im Jahresverlauf. Damit befinden sich die Erwartungen auf einem vergleichbar niedrigen Niveau wie zum Jahresbeginn 2023.

„Wir stecken in einer Konjunkturflaute. Der Ausblick auf die kommenden Monate bleibt trübe. Die Inflation, der Arbeitskräftemangel und auch die hohen Energiekosten belasten die Unternehmen weiterhin immens. Das wirkt sich negativ auf die Inlandsnachfrage aus“, erläutert Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. „Wir brauchen dringend verlässliche Rahmenbedingungen und eine mittelfristige Planungssicherheit, um die Geschäftsrisiken zu minimieren.“ In der Industrie sank zusätzlich der Auslandsumsatz in den vergangenen Monaten. 14 Prozent haben inzwischen Kurzarbeit angemeldet, weitere 10 Prozent rechnen damit kurzfristig.

Die Arbeitslosenquote in der Region Aachen liegt seit Herbst unverändert bei 6,6 Prozent. Sie ist damit um 0,6 Prozentpunkte niedriger als auf Landesebene (7,2 Prozent), aber um 0,9 Prozentpunkte höher als auf Bundesebene (5,7 Prozent).

Die Geschäftslage wird von der Mehrzahl der Unternehmen noch positiv bewertet. Ein Drittel der Betriebe meldet gute Geschäfte, jeder fünfte Befragte ist unzufrieden. Das Ergebnis hat sich im Vergleich zum Herbst kaum verändert und liegt damit weiterhin unterhalb der durchschnittlichen Lagebewertungen der vergangenen 10 Jahre.

Die Ertragslage hat sich zwar seit der vergangenen Befragung geringfügig verbessert, bleibt aber deutlich negativ. Auch die Investitionsabsichten und die Beschäftigtenpläne haben sich kaum verändert und bleiben auf einem stabilen Niveau. Deutlich verschlechtert haben sich hingegen die Exporterwartungen. Jedes dritte Unternehmen rechnet für 2024 mit weniger Nachfrage aus dem Ausland, nur jeder sechste Befragte geht von einem Anstieg der Auftragsumsätze aus.

Komplexe Gemengelage vieler Risiken

Das Sammelsurium der vielen parallel wirkenden Risiken sehen die Unternehmen als große potenzielle Belastung für die Konjunktur. Den Arbeits- und Fachkräftemangel, den Rückgang der Inlandsnachfrage, steigende Energie- und Rohstoffpreise, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wie zum Beispiel bürokratische Auflagen oder fehlende Planungssicherheit infolge bundespolitischer Entscheidungen sowie steigende Arbeitskosten nennen jeweils zwischen 51 bis 62 Prozent der Befragten als größte Herausforderungen. „Eine solche Gemengelage mehrerer Risiken ist bisher einmalig seit Beginn der digitalen Aufzeichnung vor rund 20 Jahren“, betont Bayer. „Das zeigt die Komplexität der Situation, in der sich die Unternehmen aktuell befinden.“

Geschäftslage und Erwartungen der Befragten im Detail

In der Industrie berichten die Unternehmerinnen und Unternehmer von einer annähernd ausgewogenen Geschäftslage. 28 Prozent der Befragten sind mit der aktuellen Situation zufrieden, jeder vierte meldet schlechte Geschäfte. Bei 44 Prozent aller Unternehmen sind die Umsätze in den vergangenen Monaten gesunken, bei einem Drittel sind sie gestiegen. 14 Prozent der Befragten haben gegenwärtig Kurzarbeit angemeldet, weitere 10 Prozent rechnen damit in nächster Zeit. Die Auslastung der Produktionskapazitäten sank um 2 Prozentpunkte auf 78 Prozent und liegt deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 80,9 Prozent. Abgesehen von der Corona-Pandemie war der Wert zuletzt infolge der Finanzkrise im Jahr 2010 so niedrig.

Die Lage der Dienstleister bleibt überwiegend positiv. 41 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer sind mit ihren aktuellen Geschäften zufrieden, 15 Prozent berichten von schlechten Geschäften. Bei 43 Prozent sind die Umsätze in den vergangenen Monaten gestiegen, bei 31 Prozent sind sie gesunken.

Zum Jahreswechsel bewertet der Handel die Geschäftslage ausgewogen. Rund ein Viertel der Befragten ist mit der aktuellen Lage zufrieden, genauso viele berichten von schlechten Geschäften. Im Großhandel hat sich die Situation verbessert, bleibt aber überwiegend negativ: 11 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer sind zufrieden, drei von zehn Befragten melden eine negative Lage. Im Einzelhandel hat sich die Lage zum Weihnachtsgeschäft verbessert. Vier von zehn Befragen melden gute Geschäfte, ein Viertel ist nicht zufrieden. Positive Rückmeldungen gab es insbesondere im Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren sowie im Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik. Negativ wurde die Situation im Einzelhandel mit Bau- und Heimwerkerbedarf, im Textileinzelhandel sowie im Einzelhandel mit Schreibwaren und Bürobedarf bewertet.

Die Unternehmerinnen und Unternehmer des Baugewerbes bewerten die aktuelle Geschäftslage weiterhin positiv – die Lage hat sich seit Herbst sogar verbessert. 58 Prozent der Befragten sind zufrieden mit den Geschäften, nur 2 Prozent sind es nicht. Das sind die besten Rückmeldungen aus dem Baugewerbe seit Herbst 2019.

Der Exportumsatz hat sich in der Industrie rückläufig entwickelt. Ein Viertel der Befragten berichtet von gestiegenen Exportumsätzen, bei 37 Prozent ist der Umsatz gesunken. Die Auslandsaufträge haben sich ebenfalls negativ entwickelt. Bei 41 Prozent sind die Auftragseingänge gesunken, ein Fünftel der Betriebe verzeichnet mehr Aufträge. Entsprechend zurückhaltend sind auch die Erwartungen an das Auslandsgeschäft. Nur rund ein Sechstel rechnet mit einem Anstieg des Exports, jeder Dritte mit einem Rückgang.

Mit der leichten Verbesserung der Geschäftslage hat sich auch die Ertragslage bei den Betrieben seit Herbst etwas gebessert, bleibt aber bei der Mehrzahl der Befragten im negativen Bereich. 39 Prozent der Betriebe melden rückläufige Erträge, bei 27 Prozent sind sie dagegen gestiegen.

Die Investitionspläne der Unternehmerinnen und Unternehmer bleiben auf einem niedrigen Niveau. 20 Prozent der Befragten wollen ihre Investitionsausgaben erhöhen, 21 Prozent wollen sie senken. In 13 Prozent aller Betriebe sind keine Investitionen geplant.

Aufgrund der überwiegend schlechten Perspektiven gehen die Befragten nicht von einem spürbaren Anstieg der Mitarbeiterzahlen aus. 24 Prozent der Befragten rechnen mit einem Anstieg. In geringfügig weniger Betrieben gehen die Unternehmerinnen und Unternehmer von einem Rückgang aus. Mehr als die Hälfte aller Unternehmen (52 Prozent) sucht gegenwärtig Schulabgänger und Auszubildende, geringfügig weniger Mitarbeitende mit einem Fach- beziehungsweise Hochschulabschluss (45 Prozent). Genauso gefragt sind Arbeitskräfte mit einer dualen Ausbildung (43 Prozent) oder Fachwirte und Meister beziehungsweise vergleichbare Abschlüsse (41 Prozent). Jedes vierte befragte Unternehmen würde Mitarbeitende ohne abgeschlossene Berufsausbildung einstellen.

Bei der aktuellen Konjunkturumfrage hat die IHK Aachen mit den Vereinigten Industrieverbänden von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung e. V. (VIV) kooperiert und Unternehmerinnen und Unternehmer gemeinsam befragt. Der Konjunkturbericht ist auf der Internetseite der IHK Aachen unter www.ihk.de/aachen/konjunkturbericht zu finden.

Geschäftslage und Erwartung in den Teilregionen

Städteregion Aachen: Stadt Aachen

Die Geschäftslage der Unternehmerinnen und Unternehmer in der Stadt Aachen ist weiterhin positiv. 45 Prozent melden gute Geschäfte, 9 Prozent schlechte. Die Erwartungen haben sich rückläufig entwickelt, bleiben aber noch ausgewogen: 24 Prozent sind zuversichtlich, 23 Prozent erwarten eine ungünstige Entwicklung.

Übrige Städteregion Aachen

Im ehemaligen Kreis Aachen hat sich die Situation verschlechtert, der Saldo bleibt aber noch im positiven Bereich. 28 Prozent der Befragten sind mit ihrer Lage zufrieden, 24 Prozent berichten von schlechten Geschäften. Die Erwartungen bleiben allerdings auf einem niedrigen Niveau: 15 Prozent der Befragten sind optimistisch, 37 Prozent hingegen skeptisch.

Kreis Düren

Im Kreis Düren melden die Unternehmerinnen und Unternehmer eine annähernd ausgewogene Geschäftslage: 23 Prozent berichten von einer guten Lage, 21 Prozent sind unzufrieden. Erneut glaubt die überwiegende Zahl der Befragten nicht an eine Verbesserung der Konjunktur in den kommenden Monaten: 21 Prozent rechnen mit besseren, 36 Prozent mit schlechteren Geschäften.

Kreis Euskirchen

Die Lage der Betriebe im Kreis Euskirchen hat sich etwas erholt, bleibt aber überwiegend negativ. 26 Prozent der Befragten gibt an, dass sich die Geschäfte gut entwickelt haben, 36 Prozent melden eine schlechte Geschäftslage. Die Aussichten bleiben trüb: 13 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer erwarten bessere Geschäfte, 44 Prozent befürchten eine negative Entwicklung.

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Kreissparkasse Ahrweiler unterstützt das Generationenbüro der Verbandsgemeinde Adenau

Adenau/Ahrweiler – Die Kreissparkasse Ahrweiler unterstütze in diesem Jahr zum wiederholten Mal das Generationenbüro der Verbandsgemeinde Adenau mit einer großzügigen Spende. Die Spende dient dem Generationenbüro unter anderem zur Deckung der laufenden Kosten der Ferienfreizeiten. Im Rahmen der guten Zusammenarbeit zwischen dem Generationenbüro und der Kreissparkasse Ahrweiler fand zuletzt ein gemeinsamer Fototermin mit dem Verbandsbürgermeister Guido Nisius, Bernhard Jüngling sowie den beiden Jugendpflegerinnen Sandra Weber und Silke Schmitz und Christian Frings, Leiter des Beratungscenters der Kreissparkasse Ahrweiler in Adenau, statt.

„Wir freuen uns das Generationenbüro der Verbandsgemeine Adenau unterstützen zu können. Ferienfreizeiten sind für Kinder und Jugendliche ein wesentlicher Bestandteil ihrer Freizeitgestaltung innerhalb der Ferienzeit. Hierdurch ist es uns möglich unseren Beitrag zur Förderung des Vereinslebens, der Menschen vor Ort und der gesamten Region leisten“, erklärt Christian Frings.

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Engagement für die Stadt Jülich gewürdigt

Jülich – Stadtmarketingpreis an Ulrich Backhausen und den Förderverein Festung Zitadelle verliehen – Der Verein Stadtmarketing Jülich e.V. hat zum achten Mal den „Jülicher Stadtmarketing-Preis“ verliehen. Gewürdigt wurden bemerkenswerte Aktivitäten zu einer nachhaltigen Steigerung der Attraktivität Jülichs.

Zahlreiche Vertreter aus Verwaltung, Politik, Unternehmen, Schulen, Behörden und Vereinen sowie bisherige Preisträger und Neujahresredner waren der Einladung des Vereins in Kooperation mit dem Jülicher Bürgermeister Axel Fuchs gefolgt.

Dieser begrüßte nach einem aus Sicht der Stadtverwaltung „schwierigen Jahr mit hohen Belastungen“ über 100 Gäste, denen er versicherte, „dass das neue Jahr spannend wird.“ „BrainergyPark und Integriertes Handlungskonzept sind wichtige Themen, die uns auch 2024 beschäftigen und für eine Weiterentwicklung der Stadt sorgen werden – und ich kann es kaum erwarten, wenn auf dem neu gestalteten Marktplatz die Pasqualini-Statue aufgebaut ist und an den Mann erinnert, nach dessen Vorstellungen unsere Stadt im 16. Jahrhundert neu erbaut wurde.“

Wolfgang Hommel als Vorstandsvorsitzender des Stadtmarketing Jülich e.V. ging in seinem traditionellen Rückblick auf die „Markenkerne“ Jülichs als historische Festungsstadt und moderne Forschungsstadt ein. „Unsere Stadt ist in Bewegung“, stellte er treffend fest: „Chronisten werden später schreiben: In diesen Jahren veränderte sich Jülich rasant“ und „Der Spagat zwischen Bewährtem und Modernem muss ausgehalten und bestanden werden.“ Die diesjährige Verleihung des Stadtmarketingpreises ist das Ergebnis der Wahl aus hochrangigen Vorschlägen. Die Jury aus Bürgermeister Axel Fuchs, dem Kuratoriumsvorsitzenden Uwe Willner und Wolfgang Hommel als Vereinsvorsitzendem kürte Ulrich Backhausen und den Förderverein Festung Zitadelle Jülich e.V. zu den diesjährigen Preisträgern.

Die Laudatio auf Ulrich Backhausen hielt Citymanager Frank Manfrahs, der den Preisträger treffend würdigte: „Wenn man auf die Anzahl der Projekte und der ausgeübten Funktionen schaut, liest es sich fast so, als wenn da jemand seit jeher ehrenamtlich im Dauerbetrieb für seine Stadt im Einsatz ist“, so Frank Manfrahs. Ob Werbegemeinschaft oder Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße, „lebende“ Krippe im Grünen Haus, Sammeltassen, Hexenturmbeleuchtung oder Einsätze als Nikolaus; ob Projekt- oder Gremienarbeit – „mit all seinen Aktivitäten und seiner besonderen Art hat Ulrich Backhausen zur Steigerung des Ansehens Jülichs nach außen und nach innen in immenser Weise positiv gewirkt“, so der Laudator. Im Anschluss überreichte Wolfgang Hommel den Stadtmarketing-Preis an Ulrich Backhausen. „Ich freu mich über den Preis – aber er ist nicht für mich alleine, denn es braucht immer ein Team“, erinnerte dieser an Weggefährten in seinem Team, „ohne deren Ideen und Anregungen viele Aktionen nicht möglich gewesen wären.“

Als zweiter Preisträger wurde der Förderverein Festung Zitadelle Jülich e.V. ausgezeichnet. Die Laudatorin Dr. Elke Janßen-Schnabel erläuterte: „Innerhalb des Stadtmarketings ist die Stadtgeschichte der Ausgangspunkt für jede weitere Entwicklung … Das heißt konkret: historisches Bewusstsein in alle Planungsprozesse zu integrieren.“ Dafür setze sich der Förderverein Festung Zitadelle ein, den sie als „ein glückliches und zuverlässiges Scharnier – auch zum behördlichen Denkmalschutz“ bezeichnete sowie als „ein Jülicher Schwergewicht, ein notwendiger und verbindender Teil der Stadt. Er zeichnet sich seit fast 40 Jahren durch seinen Einsatz für die Stadtgeschichte, durch seine Anstöße, durch konstruktive Anregungen, durch fundierte Vorträge und anschauliche Führungen aus.“ Vereinsvorsitzender Dr. Rüdiger Urban nahm den Dank im Namen aller Vereinsmitglieder an und nutzte die Gelegenheit, nicht nur weitere Mitglieder an-, sondern auch seine Amtsnachfolge zu bewerben – „eines der schönsten Ämter der Stadt“, für das Begeisterung für die Stadt und ihre Geschichte mitzubringen – „vor allem aber Wachsamkeit erforderlich ist, damit Schützenswertes erhalten wird“.

In der zur Preisverleihung gehörenden traditionellen Neujahrsrede präsentierte der Jülicher Pfarrer Udo Lenzig (s)einen Blick auf Jülich. Eingebettet in die trotz ihrer Länge kurzweiligen Ausführungen waren persönliche und gesamtgesellschaftliche Blickwinkel ebenso wie historische Einordnungen weltlicher und religiöser Themen – ebenso amüsant wie mahnend. Mehrfach wurde seine Rede durch spontanen Beifall würdigend unterbrochen. Der Stadtmarketingverein hat sich mit der Ansprache eines Theologen „einen Verweis auf die herausfordernden Zeiten, in denen wir gegenwärtig leben sowie Hilfe bei der Suche nach Orientierung“ erhofft. Udo Lenzig konnte wie gewünscht dazu – „maximal Anstöße geben – das Finden muss jeder für sich selber leisten!“. Denn jeder Mensch habe „die Fähigkeit, mitzufühlen, mitzuhelfen, solidarisch zu sein, kurz: Verantwortung zu übernehmen – für sich, für seinen Nachbarn, für seinen nahen und fernen Nächsten – und sogar für die kommenden Generationen… Hierzu kann jeder einzelne von uns seinen Beitrag leisten – in der Familie, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Freizeit – in und für unsere Stadt Jülich.“

Der Neujahrsempfang wurde zudem genutzt, um ein weiteres Stadtmarketing-Projekt vorzustellen. „Ansatzpunkt ist die Suche vieler Jülicher Firmen und Institutionen nach geeigneten Mitarbeitenden – weit über den eigenen Standort hinaus. Und denen fehlt das Wissen über Jülich, den Standort eines möglichen neuen Arbeitgebers. Daraus wurde das Projekt, die Vorzüge Jülichs als Wohn- und Arbeitsort gemeinsam darzustellen, als Schulstadt, für Kultur, Freizeit und Sport. Gemeinsam heißt: Wir haben die Jülicher Agentur La Mechky PLUS gefunden, die das Projekt übernommen hat. Deren Chefs Roberto Blume und Dennis Hackhausen haben mit großer Unterstützung des Beigeordneten Richard Schumacher ein Dutzend Premiumpartner gefunden, die die Idee für sich als sinnvoll ansehen. Und heute wird das Portal unter dem Titel Jüwork–jülife freigeschaltet“, so Wolfgang Hommel als Vorsitzender des Stadtmarketingvereins, der gemeinsam mit Bürgermeister Axel Fuchs und Dennis Hackhausen den Startknopf drückte, um das Portal freizuschalten.

Bei einem abschließenden Imbiss, den der Stadtmarketingverein und die Stadt Jülich gemeinsam ausrichteten, ließen die Preisträger und zahlreichen Gäste in inspirierenden Gesprächen mit persönlichen Ausblicken auf das Jahr 2024 den Abend ausklingen.

 

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Politik

RLP Innenminister Ebling – Gut vorbereitet in die Straßenfastnacht

Region/Mainz – Die Informationsveranstaltungen des Innenministeriums und der drei karnevalistischen Landesverbände des Bundes Deutscher Karneval (BDK) für Fastnachts- und Karnevalsvereine rund um Fragen der Sicherheit bei Umzügen sind abgeschlossen. Landesweit haben sich zahlreiche Karnevalistinnen und Karnevalisten sowie Fastnachterinnen und Fastnachter umfassend informiert und ausgetauscht.

Die im April 2021 in Kraft getretenen rechtlichen Rahmenbedingungen des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (POG) zur Vorbereitung und Durchführung öffentlicher Veranstaltungen, hatten in der Anwendung und Auslegung vor Ort teilweise Probleme bereitet. Insbesondere in der der Fastnachts- und Karnevalskampagne 2022/2023 sorgte dies für Missverständnisse und Unsicherheiten bei Vereinen und Behörden.

Nachdem sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ordnungs- und Polizeibehörden in insgesamt sechs über das Land verteilten Informationsveranstaltungen intensiv mit sicherheitsrelevanten Fragestellungen rund um die Organisation und Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen beschäftigt hatten, gab es im November und Dezember korrespondierende Angebote für Verantwortliche von Fastnachts- und Karnevalsvereinen. Neben dem Innenministerium waren das Verkehrsministerium und Vertreter der Polizei bei den Informationsveranstaltungen beteiligt.

„Die an drei verschiedenen Standorten im Land durchgeführten Foren ‚Sicherheit bei Karnevalsumzügen‘ sind bei den Fastnachts- und Karnevalsvereinen auf großes Interesse gestoßen. Ich bin zuversichtlich, dass wir damit in der vergangenen Kampagne entstandene Irritationen und Unsicherheiten auflösen und die Handlungssicherheit stärken konnten“, sagte Innenminister Michael Ebling. „Zusammen mit den zuvor durchgeführten Regionalforen für die Ordnungs- und Polizeibehörden sei die Basis geschaffen, dass vor allem die vielen kleinen und mittleren traditionellen Umzüge in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr strukturiert und nachvollziehbar geplant und sicher durchgeführt werden können“, so Minister Ebling weiter.

Inhaltliche Schwerpunkte der Foren waren die Veranstaltungssicherheit anlässlich von Umzügen und der Einsatz von Umzugswagen. Vermittelt wurden rechtliche und organisatorische Grundlagen für ein möglichst einheitliches Verständnis zu den Mindestanforderungen und den Rollen der an der Organisation und Durchführung von Umzügen Beteiligten. Auch konnten zahlreiche Fragen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen bei Umzügen beantwortet und diesbezügliche Unklarheiten ausgeräumt werden. Darüber hinaus wurden praxisbezogene, vereinheitlichte Verfahrensweisen bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung von Fastnachtsumzügen vorgestellt. Hierbei wurde berücksichtigt, dass für die Vorbereitung und Durchführung von Großveranstaltungen regelmäßig andere Maßstäbe als für kleinere sowie mittlere Umzügen gelten. Schließlich hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit, in den intensiven Austausch und Dialog miteinander zu treten und sich untereinander zu vernetzen.

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Kunst & Kultur

Unsere Welt ist bunt – Karnevalistische Ausstellung im Rathaus Kreuzau eröffnet

Kreuzau – Weltweit gibt es Menschen unterschiedlichen Geschlechts, unterschiedlicher Hautfarbe, Kultur und Religion. In der Kita Spatzennest Kreuzau, einer Einrichtung der Kreismäuse AöR, kommen „Groß und Klein“ zusammen, leben Integration und Inklusion. Zu Recht trägt daher die Kita die Auszeichnung „Interkultureller Kindergarten“. Die (Kita)-Welt ist also bunt.

Auf Initiative des Kreuzauer Künstlers Richard Schall gestalteten kleine und große Künstlerinnen und Künstler mit Unterstützung ihrer Erzieherinnen und Erzieher vor Weihnachten verschiedene karnevalistische Kunstwerke in unterschiedlichen Mal- und Gestaltungstechniken.

Stolz präsentierten die Kinder nun ihre Werke Bürgermeister Ingo Eßer, dem das Projekt initiierenden Künstler Richard Schall, dem Vorsitzenden KG Ahle Schlupp Peter Kaptain und dem amtierenden Karnevalsprinzen der Gesellschaft Tim I. sowie anwesenden Gästen.

Bei den Projekten „Unsere Welt ist bunt“ oder „Jeder Jeck ist anders“ wurden die Kinder fotografiert und das Foto als Schwarz-Weiß-Portrait ausgedruckt. Anschließend wurden aus bunten Krepppapierkugeln und Tonpapier verschiedene Clownsgesichter gestaltet.

Die Vorschulkinder setzen das Projekt „Maskenball“ um. Zuerst malten sie ihre Hände in Form einer Maske auf das Papier. Anschließend wurden die Masken ausgeschnitten und mit bunten Steinen, Blumen, Federn etc. kunstvoll verziert. Da zu einem Maskenball auch Musik gehört, wurden zusätzlich Noten ausgeschnitten und zusammen mit den Masken auf große Leinwände zu einem „Lied“ arrangiert. Das Lied „Maskenball“ ist eine Hommage an den amtierenden Karnevalsprinzen Tim I., der Musik liebt und auch selbst Saxophon spielt.

Die Kinder unter 3 Jahren führten das Projekt „Kamelle för all Pänz“ durch. Hier durfte jedes Kind ein Bonbon mit Fingerfarben bemalen. Heraus kam eine bunte Mischung von Kamelle. Diese wurden zusammen mit dem Kamelle-Topf auf ein Bild geklebt. Auch dieses Bild „Kamelle för all Pänz“ ist eine Hommage an den amtierenden Karnevalsprinzen Tim I., denn er liebt nicht nur die Musik, sondern ist von Beruf Koch.

„Ein großer, ein runder, ein roter Luftballon“, dieses Kinderlied singen die Kinder der Kindertageseinrichtung Spatzennest so gerne. Und weil man im Karneval immer viele bunte Luftballons sieht, wurden sie mit Kleister, Transparentpapier und bunten Punkten auf eine blaue Leinwand geklebt.

Die farbige Ausstellung ist bis Freitag, 1. März 2024 zu den Öffnungszeiten des Kreuzauer Rathauses zu sehen.

 

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10 Jahre Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Entstanden aus Heilbad GmbH und heute Organisation für Standortmarketing – Die Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH hat mit einer kleinen Feierstunde ihr 10-jähriges Bestehen gefeiert. Gegründet wurde sie 2013 als städtische Tochter-Gesellschaft mit dem Titel „Heilbad Gesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler mbH“. Sie war beauftragt mit dem Betrieb des Kurparks und der Kurverwaltung. Nach ihrer Umfirmierung 2019 zur Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH wurde sie zusätzlich zuständig für das umfangreiche Standortmarketing der Kreisstadt und des Gesundheitsstandortes sowie für die Tourismus-Destination Ahrtal.

Die Gründung der Heilbad Gesellschaft durch die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler im Herbst 2013 war aus der Not heraus geboren. Schon 2012 hatte die Kreisstadt zur Rettung der in finanzielle Schieflage geratenen Aktiengesellschaft Bad Neuenahr den Kurpark mit der Heilquelle Großer Sprudel abgekauft. Damit verbunden war die Sicherung des ortsgebundenen Heilmittels, und somit die Grundlage zur Sicherung des Prädikates Mineralheilbad. Als die AG Bad Neuenahr in 2013 ankündigte, den Kurbetrieb zum Jahresende einzustellen, sah die Stadt dringenden Handlungsbedarf. So beschloss der Stadtrat zur Rettung des Heilbades Bad Neuenahr die Gründung einer eigenen Kurverwaltung. „In dieser Krisensituation haben die Ratsmitglieder eine mutige und wegweisende Entscheidung getroffen, um die Zukunft der Kreisstadt als Gesundheits- und Tourismusstandort zu sichern“, sagte Bürgermeister Guido Orthen in seinem Grußwort. Am 19. November 2013 erfolgte für die Heilbad Gesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler die Eintragung im Handelsregister. Am 11. Dezember 2013 eröffnete am Kurpark das neue Service-Center mit Kurverwaltung.

Mit Christian Senk als Geschäftsführer und einem kleinen Team startete offiziell zum 1. Januar 2014 der Aufbau der GmbH. Während im Veranstaltungsbereich alle seitens AG Bad Neuenahr geplanten Programmpunkte durchgeführt wurden und der Kurpark-Betrieb aufgenommen wurde, konnte die GmbH schon in ihrem ersten Jahr Glanzpunkte setzen. Highlight und bis heute eines der Aushänge-Events des Ahrtals wurde in 2014 erstmals die Klangwelle Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nach der Absage der Veranstaltung in Bonn schaffte es die kleine GmbH mit Unterstützung der Stadtverwaltung sowie externer Dienstleister, die Veranstaltung in nur zehn Wochen zu organisieren und durchzuführen. „Damit hatte die Heilbad GmbH eine Feuertaufe bestanden und konnte mit viel Selbstvertrauen in die kommenden Jahre blicken“, resümiert Geschäftsführer Christian Senk.

In den Folgejahren nahm die GmbH ihre Aufgaben auf vielfältige Weise wahr: Im Kurpark selbst wurde beispielsweise eine große Sanierung des Großen Sprudels und seiner technischen Anlagen vorgenommen. Die GmbH trat sowohl dem Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz bei als auch dem Verband Deutscher Mineralbrunnen. 2016 ließ die GmbH erstmals selbst das Bad Neuenahrer Heilwasser abfüllen und kümmerte sich fortan um die Vermarktung und den Vertrieb.  „Im Event-Bereich haben wir viel ausprobiert. Was läuft gut? Woran haben sowohl Einwohner als auch Gäste Spaß? So haben wir eine gute Mischung seinerzeit aus Altbewährtem wie beispielsweise die Reihe Wiener Klassik und aus neuen Konzepten wie Jazz im Park oder maiBall ins Leben gerufen“, erläuterte Geschäftsführer Jan Ritter. Einen großen Einschnitt für den Betrieb der Liegenschaft war im Sommer 2018 die Schließung der damaligen Konzerthalle aus statischen Gründen. Auch wenn schon Ideen für einen Neubau im Gespräch waren, die Heilbad GmbH musste alternative Möglichkeiten und Veranstaltungsstätten finden, um ihr Kulturprogramm fortzuführen.

Zum 1. Januar 2019 erfolgte dann die Umfirmierung in die Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH. Zu den Aufgaben der Kurverwaltung kam die Geschäftsführung für den Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. und die Geschäftsbesorgung für den Ahrwein e.V. dazu. „Damals ein logischer Schritt, um alle Kompetenzen im touristischen Standortmarketing zu bündeln – insbesondere im Hinblick auf die geplante Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler“, erläutert Christian Senk. Das erste Jahr wurde genutzt, um die Teams zusammenzubringen, Technik, EDV und Telefonie zusammenzulegen und die neue gemeinsame Marke „…natürlich im Ahrtal“ zu entwickeln. Ein Höhepunkt war das 50-jährige Stadtjubiläum, welches die Marketing GmbH in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung organisierte und ausrichtete.

„Gerade als sich das Team gut zusammengefunden hatte und mit vollem Elan in das Jahr 2020 startete, kam mit der Corona-Pandemie eine regelrechte Vollbremsung“, beschreibt Senk die Situation. Doch bereits hier hätten sich die neu geschaffenen Strukturen ausgezahlt, denn das Team war in nur wenigen Wochen komplett Homeoffice-fähig und jeder konnte an seinem Platz wirken. „Nur so konnten die anstehenden Herausforderungen, die mit der Absage und Verlegung von Events, der Kommunikation im Tourismus und die Kreation von an die Gegebenheiten angepassten Veranstaltungen gemeistert werden.“ Als der Tourismus im Sommer 2021 gerade wieder Fahrt aufgenommen hatte, traf die Flutkatastrophe das Ahrtal und nichts war mehr wie zuvor. Der für das Tal wichtige Wirtschaftsbereich Tourismus und alles, was mit ihm zusammenhängt, musste wiederaufgebaut werden. Es war der Startschuss zum Nachhaltigen Tourismuskonzept Ahrtal 2025, welches im Sommer 2023 vorgestellt wurde. „Ein Meilenstein für den Tourismus im Ahrtal und ein Hoffnungsträger für dessen Zukunft“, beschreibt Senk. Gleichzeitig konnte das Ahrtal mit der „We AHR open“-Kampagne überregional Gäste erreichen und ins Ahrtal einladen.

Neben den übergreifenden touristischen Projekten zeichnet sich die Marketing GmbH weiterhin auch für die städtische Liegenschaft „Kurpark“ verantwortlich und wurde von der Kreisstadt beauftragt, mehrere große Bauprojekte zur Neugestaltung federführend zu koordinieren. So liegt der ursprünglich bereits zur Landesgartenschau 2022 geplante Neubau der Kurparkrandbebauung mit Konzerthalle, Haus des Gastes und integrierter Stadtbibliothek im Aufgabenbereich der Marketing GmbH. Geschäftsführer Jan Ritter gab hierzu Einblicke in den Sachstand und kündigte für den Sommer den Spatenstich an. Auch die Überplanung der gesamten Parkanlage ist bei der Marketing GmbH in Arbeit und soll im April im Stadtrat vorgestellt werden.

Als Fazit der vergangenen 10 Jahre zog Senk: „Die damalige Heilbad GmbH und heutige Marketing GmbH war von Beginn an ein Kreativpool, eine Ideenschmiede und eine Organisation des Anpackens. Dank der Mitarbeiter, der Unterstützung durch die Stadtverwaltung und dank der vielen – oftmals langjährigen Partner – hat die GmbH Vieles für die Stadt und das Ahrtal erreicht. Das heißt aber nicht, dass nun die Hände in den Schoß gelegt werden können: Es warten viele spannende, neue Aufgaben darauf umgesetzt zu werden. Im Namen aller Beteiligten kann ich sagen: Wir freuen uns darauf!“

Im Jahr 2024 stehen auch wieder Neuigkeiten an: Zum einen wird die Marketing GmbH ab sofort auch die Bereiche Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing der Kreisstadt mitkoordinieren. Zum anderen steht mit dem 10-jährigen Jubiläum der Klangwelle Bad Neuenahr-Ahrweiler eine weitere große Feier an. „Wir sind dabei, ein grandioses Jubiläumsprogramm zu entwickeln, bei dir wir beide Jubiläen dann mit Einwohnern, Gästen, Sponsoren und langjährigen Kooperationspartnern feiern möchten“, kündigt Ritter an.

 

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News

Bambini Feuerwehr Plaidt – KSK Mayen unterstützte Neugründung mit 1000 Euro

Mayen/Plaidt/Region – Über eine Spende in Höhe von 1000 Euro durfte sich die Freiwillige Feuerwehr Plaidt freuen, mit der die Kreissparkasse (KSK) Mayen die neu gegründete Bambinifeuerwehr in Plaidt unterstützt. Wehrleiter Dirk Schwindenhammer bedankte sich gemeinsam mit den 25 Kindern sowie weiteren Mitgliedern der Plaidter Feuerwehr vor dem Feuerwehrgerätehaus in Plaidt für das Engagement der KSK sowie weiteren Unterstützern.

„Mit der Gründung einer Bambinifeuerwehr – übrigens eine der ersten Kinderfeuerwehren im Landkreis Mayen-Koblenz und die erste ihrer Art in der Verbandsgemeinde Pellenz – setzen wir im Rahmen unserer Jugendarbeit und Nachwuchsplanung bereits frühzeitig an. Wir möchten die Kleinen bereits ab einem Alter von 6 Jahren mit der Bambinifeuerwehr so früh wie möglich für die Feuerwehr begeistern und den potenziellen Nachwuchs kindgerecht mit Spiel, Kameradschaft und ganz viel Spaß an das Thema Brandschutz heranführen. So lernen die Kinder bei den regelmäßigen Treffen im Plaidter Feuerwehrgerätehaus spielerisch schon viel über das spannende Gesamtthema Feuerwehr“, erklärt Wehrleiter Dirk Schwindenhammer. „Besonders hervorzuheben ist auch der Einsatz des Betreuerteams der Bambinifeuerwehr, das rund um die beiden Leiterinnen Leoni Buthe und Annika Heuft, bestehend aus Tobias Wirfs, Victoria Miltz und Julia Wendling auch gemeinsame Aktionen wie z.B. den Besuch der Feuerwehr in Koblenz organisiert. Wir hoffen, dass wir auf diesem Wege viele der Kleinen später auch für die Jugendfeuerwehr gewinnen können, in der sich die Kinder dann ab einem Alter von 10 Jahren einbringen können – bestenfalls dann auch mit einem späteren Wechsel in den aktiven Feuerwehrdienst, der dann ab 16 Jahren möglich ist“, betont der Wehrleiter abschließend.

KSK Filialleiterin Manuela Klein nahm die Gelegenheit gerne wahr, persönlich zur Spende zu gratulieren und übergab symbolisch den „großen“ Scheck an den Plaidter Feuerwehrnachwuchs. „Für uns ist es selbstverständlich, die Idee einer Bambinifeuerwehr im Sinne der Nachwuchsförderung und der Jugendarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr zu unterstützen. Wir freuen uns, dass wir hier aus Mitteln unserer Stiftung „Für unsere Jugend“ helfen können, welche eben genau den Zweck der Jugendförderung in ihren Statuten festgelegt hat“, freut sich Manuela Klein.

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Wirtschaft

Vorstandswechsel bei der evm – Christoph Hesse folgt auf Bernd Wieczorek

Region/Koblenz – Neuer Vertriebsvorstand nimmt seine Arbeit bei der evm auf – Generationswechsel im Vorstand der Energieversorgung Mittelrhein (evm): Nachdem Vertriebsvorstand Bernd Wieczorek Ende 2023 in den Ruhestand getreten ist, hat sein Nachfolger Christoph Hesse zum Jahreswechsel seine Arbeit aufgenommen. Vorstandsvorsitzender Josef Rönz und Finanzvorstand Mithun Basu begrüßten ihren neuen Kollegen und wünschten ihm einen guten Start in Koblenz. Die personellen Weichen hatte der Aufsichtsrat bereits vor mehr als einem Jahr gestellt.

Christoph Hesse ist Diplom-Kaufmann und war zuletzt Prokurist und Bereichsleiter Vertrieb der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH in Stolberg. Der 39-Jährige verfügt über eine hohe Expertise und langjährige Erfahrung in der Energiewirtschaft. Bei der evm verantwortet Hesse ab sofort die Bereiche Vertrieb, Kundenservice, Energiebeschaffung und Energieerzeugung. Christoph Hesse kommentiert seinen Start bei der evm so: „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und die vertrieblichen Herausforderungen. Gemeinsam mit unseren motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie meinen Vorstandskollegen möchte ich die Positionierung der evm als innovativer und umsetzungsorientierter Lösungsanbieter weiter stärken.“

Vorstandsvorsitzender Josef Rönz freut sich auf die Zusammenarbeit: „Christoph Hesse stößt in einer spannenden Zeit zu uns. Neue Technologien, der notwendige Ausbau der Netze, die Umsetzung neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen und vieles mehr erfordern Tatkraft, Entschlossenheit und einen klaren Kompass. Gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass die evm ihrem Auftrag im nördlichen Rheinland-Pfalz weiterhin zuverlässig gerecht wird.“