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Politik

Neuaufstellung Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz – Retter auf vier Pfoten

Region/Mainz – Landes-Rettungshundestaffeln leisten unverzichtbare Hilfe – RLP Innenminister Michael Ebling hat sich vor Ort in Frankenthal ein Bild von der Suche vermisster und verschütteter Personen durch die Feuerwehr-Facheinheit Rettungshunde/Ortungstechnik (RHOT) des Landes gemacht. Erst vor drei Jahren hat das Land die Einheiten von je sieben Hundeführerinnen und -führern sowie Rettungshunden auf zwölf pro Staffel erhöht. Damit sind landesweit inzwischen 84 Personen mit dieser besonderen Aufgabe betraut.

„Die sieben Landesfacheinheiten verdeutlichen, wie wichtig das Zusammenspiel von Mensch, Tier und Technik ist, wenn Vermisste, Eingeschlossene oder Verschüttete gesucht werden. Mit ihren hochspezialisierten Fähigkeiten sind sie ein unverzichtbarer Teil unseres Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzsystems“, sagte Innenminister Michael Ebling. Bei Auslandseinsätzen und Kooperationen mit anderen Hilfsorganisationen habe sich gezeigt, dass ihr Know-how auch über die Landesgrenze hinaus geschätzt werde, so der Minister zur Landesbeauftragten für das Rettungshundewesen, Gisela Böhmer.

Die Ausbildung der eingesetzten Rettungshunde ist ein mehrjähriger Prozess, der vom Begleithund bis zur Zertifizierung zum Suchhund reicht. Die technische Ortung wird durch seismische Detektoren, Kamerasonden, GPS-Technik und Drohnen ermöglicht. In Rheinland-Pfalz gibt es insgesamt sieben Staffeln der RHOT-Feuerwehr-Facheinheit, die an öffentliche Feuerwehren angegliedert sind. Neben der Einheit in Frankenthal sind Staffeln in Hamm/Sieg, Lahnstein, Trier, Zweibrücken sowie in den Landkreisen Bad Kreuznach und Südliche Weinstraße stationiert.

„Die Rettungshundeführerinnen und -führer, aber auch die ‚Retter auf vier Pfoten‘ verdienen mit ihrem Engagement, ihrer Professionalität und ihrer Bereitschaft, sich für andere einzusetzen, höchsten Respekt“, sagte Ebling.

 

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Im Warmen betet es sich besser – Beispiel aus der Gemeinde Bitburg-Stahl

Bitburg-Stahl – Energiesparen als Beitrag zum Schutz der Umwelt ist eine der Herausforderungen, denen sich auch das Bistum Trier stellt. Wie das vor allem in Kirchenräumen gelingen kann, zeigt das Beispiel der Gemeinde in Bitburg-Stahl. Ein kühler Dezemberabend. Der Wind pfeift und klopft an die schwere Holztür, durch die immer wieder Menschen hinein huschen. Zerzauste Haare werden gerichtet. Auf Outdoor-Jacken glitzern Regentropfen. Die Tür fällt ins Schloss, dann ist es ruhig. Jetzt kann man ankommen, sich aufwärmen. Gleich beginnt der Gottesdienst.

Das Wetter ist im Winter nicht ungewöhnlich. Mit dünner Jacke im Gotteshaus zu sitzen und nicht zu frieren aber schon. Schließlich gelten Kirchen nicht unbedingt als Orte der Wärme, zumindest was die Raumtemperatur betrifft.

Heizung ist im Fußbereich und in Lampen versteckt 

In der Kapelle St. Wolfgang und St. Luzia in Bitburg-Stahl war es bei Gottesdiensten früher kühl. „In den letzten drei Jahren konnten wir die Kirche aber sowieso nicht öffnen. Erst war Corona. Dann kam die Flut,“ berichtet Pfarrer Thomas Weber. In der Kirche habe Wasser gestanden, 40 Zentimeter hoch. Eine komplette Sanierung des Kirchenraums sei notwendig gewesen. Dabei rückte auch die Frage nach Alternativen zur bisherigen Nachtspeicher-Heizung in den Blick.

„Das ist jetzt eine ganz andere Wärme als früher“, erklärt Irene Siebers (67). Die Küsterin schaltet   jeweils eine halbe Stunde vor dem Beginn der Gottesdienste die unterschiedlichen Heizelemente an.

Zunächst werden die Heizkörper unter den Sitzbänken aktiviert. Die sorgen in kurzer Zeit dafür, dass es im Fuß- und Beinbereich warm wird. Um den gesamten Raum zu heizen, genügt das allerdings noch nicht. Deshalb sind in den Lampen über dem Mittelgang noch zusätzlich Wärmestrahler versteckt. Je näher man also am Gang sitzt, desto wärmer ist es.

Neue Anlage spart 75 Prozent der Kosten 

Wer sich taktisch unklug platziert hat, wird von Pfarrer Weber aufmerksam gemacht: „Herr Hoffmann, setzen Sie sich an den Gang, da ist es wärmer.“ Alfred Hoffmann (78) kommt alle 14 Tage zum Gottesdienst. Die neue Heizung habe seinen Gottesdienst-Habitus verändert: „Ich hatte früher ein Heizkissen dabei.“

Die alte Heizung habe die Pfarrei pro Jahr 2000 Euro gekostet, trotz der wenigen Gottesdiensttermine. „Das war eindeutig zu viel. Mit der neuen Anlage sparen wir 75 Prozent der bisherigen Kosten.“

Für die Sanierung sei man auch auf Spenden aus der Gemeinde angewiesen gewesen. „Ich habe Pfarrer Weber gesagt, dass unseren Leuten das wichtig ist. Am Ende haben 20 Gemeindemitglieder insgesamt 1200 Euro gespendet“, erzählt Siebers stolz.

Laut Gemeindemitglied Regina Fischer (56) kommt man jetzt noch lieber in den Gottesdienst. Sie bringt es auf den Punkt: „Man kann besser beten, wenn es wärmer ist. Dann klappern die Zähne nicht so.“

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Kunst & Kultur

Nordrhein-Westfalen verleiht neuen Schub für Kultur im ländlichen Raum!

Region/Düsseldorf – Dritte Orte-Programm in Nordrhein-Westfalen startet in neue Förderrunde – Fachjury hat 28 neue Projekte im ganzen Land ausgewählt – Mehr als 100 Bewerbungen haben Vereine, Initiativen, Ehrenamtliche, Kommunen und Gemeinden für die neue Förderrunde der Dritten Orte eingereicht. Leerstehende Ladenlokale, aufgegebene Dorfkneipen, Museen und Bibliotheken sollen mit klugen Ideen und großem bürgerschaftlichem Engagement zu Orten der Kunst, Kultur und der Begegnung werden. Bislang haben sich 26 Dritte Orte im ganzen Land als feste Größe des Zusammenlebens etabliert. 28 weitere Konzepte für Dritte Orte wurden jetzt von einer Fachjury für eine neue Förderrunde ausgewählt.

Ministerin Ina Brandes: „Die Familie der Dritten Orte hat Zuwachs bekommen. Schon die Konzeptskizzen zeigen, wie viel Kreativität, Ideenreichtum und bürgerliches Engagement Vereine und Initiativen investiert haben. Ich bin sicher: Die neue Generation Dritter Ort wird eine große Bereicherung für das kulturelle Leben der Menschen im ländlichen Raum werden. Dritte Orte schaffen den Raum und die Gelegenheit für den persönlichen Austausch – spontan, unmittelbar, selbstverständlich und generationsübergreifend. Dieser Zusammenhalt ist ein echter Standortvorteil für den ländlichen Raum.“

Die Kreativität und der Ideenreichtum der eingegangenen Projektideen spiegeln sich auch in der Auswahl wider: von der Umnutzung leerstehender Gebäude über jugendkulturell geprägte, experimentelle Projekte bis hin zu von starkem bürgerschaftlichem Engagement und Kommunen getragenen Vorhaben reicht das Spektrum. Gemeinsames Ziel aller Projekte: Kultur und Begegnung für die Menschen vor Ort.

So gibt es das Museum, das sich mit der Einrichtung eines Dritten Ortes ganz bewusst für ein Publikum öffnen möchte, das selten oder nie eine Ausstellung besucht. Es gibt die ehemalige Synagoge, die zu einem kulturellen Lern- und Begegnungsort wird. Es gibt die aufgegebene Dorfkneipe in zentraler Lage, die zum Lesesaal und lebendigem Treffpunkt wird. Es gibt das ehemaliges Zechengelände, das ein Bergbauverein als Kulturort wiederbeleben will. Und das Ladenlokal, das zum Probenraum und zur Kleinkunstbühne weiterentwickelt wird.

Für die ausgewählten 28 neuen Projekte beginnt das Programm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ am 1. April 2024 mit einer einjährigen Konzeptphase. Dafür stehen pro Drittem Ort bis zu 50.000 Euro zur Verfügung.

Die Projekte werden sowohl finanziell vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft unterstützt als auch programmatisch. Ihnen wird ein Programmbüro zur Seite gestellt, das die Träger mit Expertise, Beratung und Qualifizierungsangeboten unterstützt. Alle neuen Dritten Orte sollen sich untereinander und mit den Dritten Orten der ersten Generation als Projektfamilie vernetzen.

Ein ausgereiftes Konzept ist dann die Voraussetzung für die Anschlussförderung in der dreijährigen Umsetzungsphase (2025-2028), in der jedes Projekt mit bis zu 450.000 Euro unterstützt wird.

Mit der weiteren Förderung der bestehenden Einrichtungen bis Ende 2026 und der Erweiterung des Programms um die neuen Dritten Orte löst die Landesregierung die Zusage aus dem Koalitionsvertrag ein, sich für das kulturelle Leben im ländlichen Raum besonders einzusetzen. Das Gesamtbudget für das Förderprogramm in den Jahren 2024 bis 2028 beträgt 22,5 Millionen Euro.

Hintergrund:
In den 1980er-Jahren hat der amerikanische Soziologen Ray Oldenburg den Begriff des Dritten Ortes geprägt. Er beschreibt damit öffentliche Orte für Begegnung und Austausch in Abgrenzung zum Ersten Ort, dem Zuhause, und dem Zweiten Ort, der Arbeit. Im Rahmen des neuen Förderprogramms zeichnet sich eine Kultureinrichtung als Dritter Ort durch die Erfüllung weiterer Merkmale aus – dazu gehören vor allem eine einladende Atmosphäre, verschiedene Nutzungen und die Möglichkeit, spontan und selbstverständlich Dritte Orte zu besuchen und sich dort auch aktiv einbringen zu können.

Informationen zum Förderprogramm sowie die Übersicht zu den geförderten Projekten: www.dritteorte.nrw

Ein Video zur Jurysitzung finden Sie auf dem MKW-YouTube-Kanal.

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Wirtschaft

Kreissparkasse Ahrweiler stellt mit Fabian Klein den ersten Energieberater ein

Ahrweiler – Seit Ende letzten Jahres ist Fabian Klein für die Kreissparkasse Ahrweiler als Energieberater tätig. Zu seinem neuem Aufgabengebiet zählt unter anderem die Fördermittelberatung hinsichtlich eines optimalen energetischen Gebäudekonzepts, die Erarbeitung von Vergleichsvarianten unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Aspekte sowie die Erstellung von energetischen Nachweisen für Wohngebäude.

„Wir freuen uns, Fabian Klein in unserem Team begrüßen zu dürfen. Hierdurch können wir unser Angebot für unsere Kunden nochmal um ein neues Gebiet erweitern. Auch unsere Kolleginnen und Kollegen profitieren in ihrer täglichen Beratung von seiner Expertise“, berichtet Rolf Eberle, stellvertretender Leiter des Bereichs Firmen- und Immobilienkunden und führt weiter aus: „Das Thema energetische Sanierung hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Durch einen Energieberater gelingt uns auch hierbei eine Rund-um-Betreuung unserer Kundschaft.“

Fabian Klein absolvierte bei der Handwerkskammer Köln die Fortbildung zum Gebäudeenergieberater / Energie-Effizienz-Experte. „Ich freue mich, die Kreissparkasse Ahrweiler als Energieberater unterstützen zu können und bin auf die kommenden Aufgaben gespannt“, berichtet Fabian Klein.

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News

Durch Schnee und Eis ins Kriegsgebiet – Dabei sind 16 Helfer, acht davon aus Mechernich

Mechernich/Frechen/Ukraine – Die Grenze zur Ukraine hat der Konvoi bereits passiert. Jetzt dauert es nur noch Stunden bis zur festlichen Übergabe von fünf Feuerwehrfahrzeugen, drei aus Mechernich, zwei aus Frechen, an das durch den Angriffskrieg Russlands gebeutelte Land. Auch Lebensmittelspenden sind mit an Bord.

Mit dabei sind 16 Helfer, acht davon aus Mechernich, die meisten von der freiwilligen Feuerwehr. Organisiert hatte die Aktion die Frechener Hilfsgruppe „Sophie“ unter dem Vorsitzenden Harald Fischer, der ebenfalls mit von der Partie ist. Auch ein Kamerateam des WDR begleitet die Reise. Rund 1800 Kilometer müssen sie zurücklegen, bis sie schließlich an ihrem Ziel ankommen.

Die Mechernicher Stadtverwaltung hatte dazu im Vorfeld zwei Löschgruppenfahrzeuge (Baujahr 1995) und ein Drehleiterfahrzeug (Baujahr 1997) zur Verfügung gestellt. Diese sind zwar ausrangiert, aber noch voll funktionstüchtig. Für sie werde es bei der Übergabe auch eine Einweisung für die Ukrainischen Feuerwehrleute durch die Helfer aus Deutschland geben.

Zwölf Touren, 83 Fahrzeuge, 265.000 Kilometer

Schon bei der offiziellen Übergabe der Fahrzeuge am Mechernicher Gerätehaus war Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick begeistert von diesem „großen Zeichen des Mechernicher Stadtrates“, der die Spende einstimmig bewilligt hatte. Dies lag auch an der großen Zuverlässigkeit der Gruppe „Sophie“, die zu diesem Zeitpunkt schon insgesamt zwölf Touren mit 83 Fahrzeugen, rund 265 000 Kilometer, in die Ukraine und wieder zurück organisiert hatte.

Auch aus Mechernich waren immer wieder helfende Hände dabei. Meist Freiwillige aus den Reihen der Feuerwehr, die eigens hierfür ihre Freizeit oder sogar ihren Urlaub opferten.

Schneemassen und spiegelglatte Straßen

Die Tour begann nach der Abfahrt in Mechernich am Mittwoch Morgen um 7.15 Uhr zwar nicht wie geplant – man kam aufgrund von Zündungsproblemen bei einem Frechener Fahrzeug nicht pünktlich von dort los – doch unterkriegen ließ man sich nicht so leicht. Schnell war ein Techniker organisiert, der den Anlasser spontan wechseln konnte, wie Rainer Schulz von der Stadtverwaltung, der ebenfalls mit an Bord ist, der Agentur ProfiPress berichtete.

Dann lief zunächst alles weiter wie geplant, der Konvoi aus fünf Feuerwehrfahrzeugen und zwei privaten Fahrzeugen starteten um 10 Uhr morgens aus Frechen und kam zunächst gut voran. Doch dann ereilte die Truppe das, was alle an diesem Tag ereilte – eine leichte Puderzuckerdecke auf der Fahrbahn zu Beginn, die sich schnell in eine geschlossene Schneedecke samt Verkehrschaos verwandelte. Es galt, dem frostigen Unwetter in Deutschland zu trotzen. Und das tat man, setzte seinen Weg in Richtung Osten unbeirrt fort.

Mit maximal 40 km/h rollte der Konvoi weiter, kilometerlangen Staus auf der Gegenfahrbahn ließen böses erahnen. „Es schneit unaufhörlich, die Straßen sind teils spiegelglatt“, berichtete Rainer Schulz am frühen Abend. Doch guten Mutes ging es weiter. Und Schulz war beeindruckt: „Es ist wirklich ein Erlebnis diese Tour mitzumachen, gerade auch durch die starken Witterungseinflüsse!“

Ganze Nacht durchgefahren

Ab und zu legten die Gruppe Tankstopps ein. Hier plante man das weitere Vorgehen bei einer warmen Grillwurst, füllte neues Frostschutzmittel in die Scheibenwischanlagen und nahm sich einen Moment, um einfach mal durchzuatmen und die Eindrücke der Kolonnenfahrt für die Menschlichkeit zu verarbeiten, die zu diesem Zeitpunkt noch viele Stunden dauern sollte.

Die Fahrzeuge fuhren die gesamte Nacht durch, erreichten schließlich Polen und durchquerten es, während die Straßen im Laufe der Nacht immer besser befahrbar wurden. „Die Polen haben sehr gut gestreut. Temperaturen liegen derzeit um den Gefrierpunkt, aus Schnee ist leichter Regen geworden“, so Rainer Schulz heute Morgen.

Dann endlich passierten sie die Grenze zur Ukraine – einem Kriegsgebiet mitten in Europa. Angst war bei den Männern allerdings Fehlanzeige, das Ziel stets vor Augen: die Feuerwehr-Fahrzeuge denjenigen zu bringen, die sie im Moment wohl am allermeisten brauchen – um Leben zu retten.

Eine besondere Begrüßung

Die Übergabe an die ukrainischen Feuerwehrleute und Einweisung in die Fahrzeuge war für Donnerstagabend geplant, hat sich allerdings aufgrund der Witterung und technischen Probleme zu Anfang bis Freitagmorgen verzögert. Und die Begrüßung wird wohl eindrucksvoll, denn: „Das Medieninteresse auf ukrainischer und deutscher Seite ist sehr groß. Daher werden offizielle Vertreter aus der Ukraine daran teilnehmen“, erklärte dazu der Mechernicher Feuerwehrchef Jens Schreiber.

Nach zwei geplanten Übernachtungen in der Ukraine sollte es dann am gestrigen Samstagmorgen schließlich wieder auf die Heimreise gehen. Am heutigen Sonntag, im Laufe des Nachmittags, ist dann wieder geplante Ankunft in Mechernich. Nach einer „Reise“, die wohl jedem der beteiligten noch sehr lange Jahre in Erinnerung bleiben wird. Gegen Krieg und Leid, für Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft, auch über Ländergrenzen hinweg.

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Der Karlspreis 2024 geht an Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt und die jüdischen Gemeinschaften in Europa

Aachen – Die Verleihung des Karlspreises wird am Himmelfahrtstag, 9. Mai 2024, wie gewohnt im Krönungssaal des Aachener Rathauses stattfinden. Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, Präsident der Konferenz der europäischen Rabbiner (CER), und mit ihm die jüdischen Gemeinschaften in Europa, werden im Jahr 2024 mit dem Aachener Karlspreis ausgezeichnet. Das gaben der Vorsitzende des Direktoriums der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen, Dr. Jürgen Linden, und die Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen am heutigen Tag (19. Januar 2024) in Aachen bekannt.

„Mit der aktuellen Verleihung will der Karlspreis ein starkes Signal gegen den grassierenden und gefährlichen Antisemitismus setzen und gleichzeitig bekräftigen, dass jüdisches Leben selbstverständlich zu Europa gehört und in Europa kein Platz für Antisemitismus sein darf,“ eröffnete Dr. Jürgen Linden. „Gleichzeitig“, betonte Dr. Linden, wolle man sich nicht im derzeitigen Nahost-Konflikt positionieren. Man unterstütze dagegen Pinchas Goldschmidt in der festen Überzeugung, dass heute mehr denn je Dialog notwendig sei, „um sicherzugehen, dass dieses Jahrhundert nicht wie das letzte in Blutvergießen und Krieg, in Verzweiflung und Hass gipfelt“.

In der Begründung des Karlspreisdirektoriums heißt es ergänzend, dass Pinchas Goldschmidt den Preis „in Würdigung seines herausragenden Wirkens für den Frieden, die Selbstbestimmung der Völker und die europäischen Werte, für Toleranz, Pluralismus und Verständigung, und in Anerkennung seines bedeutenden Engagements für den interreligiösen und interkulturellen Dialog“ erhalte.

Brückenbauer zwischen Menschen und Religionen

Auch Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen unterstrich die starke Signalwirkung der aktuellen Karlspreisträger-Wahl. Sie erklärte: „Pinchas Goldschmidt ist ein Mann, der mit ganzem Herzen auf den Dialog setzt. Er ist ein Brückenbauer zwischen Menschen und Religionen über alle Grenzen hinweg, dessen hoher Anspruch und Überzeugung ist, „Europa und die Welt wieder zu einem besseren Ort zu machen, zu einem sicheren Ort.“ Und weiter: „In einer Zeit, in der so viel Hass, Hetze und auch Alltagsrassismus herrschen, müssen wir auf den Dialog setzen. Pinchas Goldschmidt ist ein Mensch, der mitreißt, und ich bin zuversichtlich, dass wir mit ihm die Menschen hier in Aachen erreichen und eine Friedensbotschaft senden können“.

Präsident der Konferenz der Europäischen Rabbiner

Pinchas Goldschmidt wurde 1963 in einer jüdisch-orthodoxen Familie in Zürich geboren. Er studierte rabbinische Studien im israelischen Bnei Berak, in Chicago, Baltimore und Jerusalem. 1987 erhielt er die formelle Einsetzung als Rabbiner. 1989 übersiedelte er in die damalige Sowjetunion und wurde 1993 zum Oberrabbiner von Moskau gewählt. Er verließ Moskau 2022 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, nachdem er sich dem Druck, den Krieg zu unterstützen widersetzt und die in Russland lebenden Juden zur Flucht aus dem Land aufgerufen hatte. Bereits im Juli 2011 wurde Goldschmidt zum Präsidenten der Konferenz der Europäischen Rabbiner gewählt.

Das Direktorium hebt durch die Verleihung des Karlspreises 2024 an Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt hervor, „dass alle Menschen das Recht haben, in sicheren Grenzen und einer freien, friedlichen und demokratischen Gesellschaft zu leben“. Goldschmidt bringe, so das Karlspreisdirektorium, „deutlich zum Ausdruck, dass Menschen unterschiedlichster religiöser und kultureller Herkunft in Europa ihren Platz finden müssen; dass der interkulturelle Dialog mehr denn je zu den großen Herausforderungen unserer Zeit zählt; dass aber beim Eintritt in diesen Dialog die europäischen Werte nicht verhandelbar sind und das von Demokratie, Freiheit und Recht geprägte europäische Lebensmodell nicht zur Disposition steht“.

Herausragender Repräsentant des europäischen Judentums

In der Begründung ist final zu lesen: „Mit dem Präsidenten der Konferenz der europäischen Rabbiner, Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, und den jüdischen Gemeinschaften in Europa würdigt das Direktorium der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen im Jahr 2024 einen herausragenden Repräsentanten des europäischen Judentums und das jüdische Leben in Europa, das unseren Kontinent seit Jahrhunderten bereichert und hier immer seinen Platz haben wird und haben muss.“

Karlspreisverleihung am 9. Mai

Der Karlspreis wird in diesem Jahr wieder traditionell am Himmelfahrtstag, 9. Mai, verliehen. Oberbürgermeisterin Keupen kündigte an, den Verleihungstag neben der offiziellen Zeremonie im Krönungssaal des Aachener Rathauses mit einem Friedensfest und Fest des Dialogs zu feiern und dabei die Aachener Bevölkerung in ihrer ganzen Vielfalt einbeziehen zu wollen. Ausdrücklich und herzlich seien Menschen aller Glaubensrichtungen dazu eingeladen.

Infos zum Karlspreis

Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, und gemeinsam mit ihm die jüdischen Gemeinschaften in Europa, ist Träger des 65. Internationalen Karlspreises zu Aachen. Im Jahr 2023 wurden der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk sowie im Jahr 2022 die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo mit dem Preis ausgezeichnet.

Internationaler Karlspreis zu Aachen

Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Er wird seit 1950 an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Zu den früheren Preisträgern gehörten unter anderem Konrad Adenauer (1954), die Europäische Kommission (1969), der spanische König Juan Carlos I. (1982), Francois Mitterand und Helmut Kohl (1988), Václav Havel (1991), Königin Beatrix der Niederlande (1996), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker (2006), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Jean-Claude Trichet (2011) oder Martin Schulz (2015), damals Präsident des Europäischen Parlaments. 2016 ging der Karlspreis an Papst Franziskus, im Jahr 2018 folgte der Staatspräsident Emmanuel Macron. Im März 2004 erhielt Papst Johannes Paul II. einen außerordentlichen Karlspreis, der in Rom verliehen wurde.

Urkunde und Medaille

Verliehen wird neben einer Urkunde auch eine Medaille, die auf der Vorderseite das älteste Aachener Stadtsiegel aus dem 12. Jahrhundert mit thronendem Karl dem Großen und auf der Rückseite eine Inschrift für den jeweiligen Preisträger zeigt.

Konferenz Europäischer Rabbiner

Die Konferenz Europäischer Rabbiner (CER) wurde 1956 in Großbritannien gegründet. Sie vertritt rund 1.000 Mitglieder und 800 aktive Rabbiner, die Gemeinden von Dublin bis Wladiwostok leiten. Von ihrem heutigen Sitz in München aus setzt sich die CER für die religiösen Rechte der Juden in Europa ein. Darüber hinaus fördert sie die Religionsfreiheit und den interreligiösen Dialog, um der zunehmenden Radikalisierung in Politik und Gesellschaft entgegenzuwirken, Antisemitismus und religiös motivierten Extremismus besser zu bekämpfen und die Sicherheit der Religionsgemeinschaften in Europa zu erhöhen. Präsident der CER ist seit 2011 der im Exil lebende ehemalige Moskauer Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt. (www.rabbiscer.org.)

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Wirtschaft

Einzigartige Auszeichnung für die Kreissparkasse Bitburg-Prüm in Berlin

Bitburg – Beste Bank in Rheinland-Pfalz – In Rheinland-Pfalz haben Qualität und Kompetenz bei Baufinanzierungsberatungen eine Top-Adresse: die Kreissparkasse Bitburg-Prüm. Sie erreicht beim Qualitätstest den 1. Platz in Rheinland-Pfalz.

Das renommierte Deutsche Institut für Bankentests hat im Rahmen einer bundesweiten Untersuchung die Beratungsqualität von rund 1.000 Banken und Sparkassen bewertet. Mit der Gesamtnote 1,35 überzeugt die Kreissparkasse Bitburg-Prüm und ist Testsieger in Rheinland-Pfalz. Damit darf sie das Siegel „Beste Bank in Rheinland-Pfalz – Beratung Baufinanzierung – Gold“ der Zeitung „WELT“ führen.

Im Journalistenclub des Axel-Springer-Hauses in Berlin wurden am 11. Januar 2024 die besten Banken und Sparkassen im Rahmen des bundesweiten Qualitätstest mit dem WELT-Qualitätspreis ausgezeichnet. Durch den Abend führte Thomas Exner, Geschäftsführender Redakteur und Mitglied der Chefredaktion WELT.

Rainer Nickels, Vorsitzender des Vorstandes, nahm die Ehrung im Namen der Kreissparkasse Bitburg-Prüm entgegen. „Ich freue mich sehr über diese besondere Auszeichnung für unser Haus, die von unabhängiger Seite unsere erstklassige Beratungsqualität und die Kompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestätigt. Aus diesem Grund gilt die Auszeichnung in erster Linie unseren Teams in den Filialen, die tagtäglich engagiert ihren Kunden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir sind stolz auf diese Bestätigung unserer Leistungen. Die Auszeichnung der Zeitung „WELT“ lässt uns positiv in die Zukunft blicken.“

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Gesundheit

Gelenkersatz an Hüfte oder Knie – Was ist für Patienten wichtig?

Mayen – Chefarzt vom St. Elisabeth Krankenhaus Mayen informiert online am 29. Januar 2024 – Knorpelverschleiß an Knie- und Hüftgelenk endet immer häufiger in einem Gelenkersatz. Das bedeutet für viele Betroffene nicht nur das Ende eines langen Leidensweges, sondern meist auch eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität. Doch wann ist ein künstliches Gelenk sinnvoll? Worin unterscheiden sich die Implantate? Gibt es noch Alternativen zur Operation? Diese und weitere Fragen beantwortet Dr. Horst Kray, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Elisabeth Mayen, am Montag, 29. Januar, im Rahmen eines Online-Vortrags.

Interessierte können zwischen 17 und 18 Uhr an der kostenfreien Infoveranstaltung des zertifizierten Endoprothetikzentrums teilnehmen und im Anschluss ihre Fragen an den Experten richten. Eine weitere Gelegenheit, den Vortrag zu hören, gibt es am Montag, 11. März 2024.

Der Online-Vortrag ist ein Angebot aus der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Interessierte können sich ab sofort per E-Mail an veranstaltungen@gk.de mit dem Titel des Vortrags im Betreff anmelden. Die Zugangsdaten und weitere Infos zur Teilnahme werden rechtzeitig vor der Veranstaltung verschickt

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News

Pachtvertrag für den Wohnmobil-Stellplatz in Wittlich unterzeichnet

Wittlich – Bürgermeister Joachim Rodenkirch und die Wohnmobilstellplatz Butzen GbR mit Sitz in Mehren, vertreten durch die Brüder Niklas und Jonas Butzen haben an diesem Mittwoch, 17. Januar den Pachtvertrag für den Wohnmobilstellplatz Zweibächen in Wittlich unterzeichnet.

Mit der Unterzeichnung des Pachtvertrags zwischen der Stadt Wittlich und der Wohnmobilstellplatz Butzen GbR wurde der nächste, wichtige Schritt zu einer modernen und nachhaltigen Umgestaltung des Wohnmobilstellplatzes in Wittlich vollzogen.

Der Pachtvertrag zwischen der Stadt Wittlich und der Wohnmobilstellplatz Butzen GbR umfasst insgesamt 14 Paragraphen auf 7 Seiten und enthält u.a. wichtige Informationen zur Pachtdauer, dem Pachtzins, den zukünftigen Öffnungszeiten und den geplanten Stellplatzgebühren für die Wohnmobilisten. Darüber hinaus schreibt dieser Vertrag die Rechte und Pflichten der Stadt Wittlich und der Wohnmobilstellplatz Butzen GbR fest und schafft damit die maßgebende Voraussetzung zur Umgestaltung und Aufwertung des aktuellen Wohnmobilstellplatzes.

Die Wohnmobilstellplatz Butzen GbR mit Sitz in Mehren wird vertreten durch die Brüder Niklas und Jonas Butzen. Die beiden Brüder sind erfahrene Stellplatzbetreiber; sowohl der mehrfach ausgezeichnete Wohnmobilpark Vulkaneifel in Schalkenmehren als auch der 2023 eröffnete Wohnmobilpark am Lieserbogen in Daun wurde von ihnen im Detail geplant und in nachhaltiger Bauweise umgesetzt.

Mit einem modernen, innovativen Konzept für den Wittlicher Stellplatz, dass insbesondere im Hinblick auf Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit überzeugte, setzten sich die beiden Brüder gegen einen Mitbewerber durch und erhielten den Zuschlag für die Umsetzung ihres Plans und den Betrieb des Stellplatzes in der Stadtratssitzung im Mai 2023.

Die Unterzeichnung des Pachtvertrages von beiden Parteien ebnet den Weg für die nächsten Schritte zu der dringend benötigten Aufwertung des Wittlicher Stellplatzes. Weitere Maßnahmen, wie die notwendige Änderung des bestehenden Flächennutzungsplans, befinden sich parallel dazu in Bearbeitung und Umsetzung, sodass ein Baubeginn im Spätsommer 2024 angestrebt wird.

Aktuelle Informationen zum Status des Wohnmobilstellplatzes Zweibächen am Lieserpfad sind in der Tourist-Information Wittlich Stadt & Land erhältlich.

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Politik Top-Themen

Jahresveranstaltung Gigawattpakt in Düren – Leuchtturm für Erneuerbare Energien

Region/ Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen fördert kommunalen Photovoltaik-Ausbau mit bis zu 60 Millionen Euro – NRW Ministerin Mona Neubaur: Wir machen das Rheinische Revier zu einem Leuchtturm für Erneuerbare Energien. Nordrhein-Westfalen treibt den kommunalen Photovoltaik-Ausbau im Rheinischen Revier voran: Über die kommenden vier Jahre stellen der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen für das Zukunftsprojekt des Strukturwandels im Rheinischen Revier bis zu 60 Millionen Euro Strukturstärkungsmittel zur Verfügung. Die Förderung wird zeitnah für „Photovoltaik-Dachanlagen auf kommunalen Gebäuden zusammen mit einem Batteriespeicher“ sowie „Planungsleistungen zum Photovoltaikausbau“ im Rheinischen Revier gestartet. Das gab Energie- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur am Donnerstag, 18. Januar 2024, auf der Jahresveranstaltung des Gigawattpakts bekannt.

Rund 50 Landkreise, Kommunen, energiewirtschaftliche Unternehmen und Projektträger haben sich mit dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie zum Bündnis Gigawattpakt zusammengeschlossen. Das wegweisende Klimaschutz-Projekt wurde im März 2022 ins Leben gerufen, um den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Rheinischen Revier voranzutreiben.

Klimaschutzministerin Neubaur: „Wir möchten auch Kommunen bestärken, Erneuerbare Energien auszubauen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Mit unserer Landesförderung von bis zu 60 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren unterstützen wir die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern unserer Kommunen im Rheinischen Revier und setzen zugleich einen wichtigen Impuls für den Gigawattpakt. Der Gigawattpakt ist für uns nicht nur ein Projekt – er ist ein Versprechen für die Zukunft. Wir werden das Rheinische Revier zu einem Leuchtturm für Erneuerbare Energien machen.“

Das erklärte Ziel des Gigawattpakts ist es, die Stromerzeugungs-Kapazitäten aus Erneuerbaren Energien bis 2028 auf 5 Gigawatt im Rheinischen Revier auszuweiten. Das bedeutet mehr als eine Verdopplung der installierten Leistung Erneuerbarer Energien im Vergleich zu den 2,3 Gigawatt im Jahr 2020. Gleichzeitig wird der Fokus auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien zur Wärmeerzeugung gelegt, um eine nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen.

Gemeinsam mit Partnern wie der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH und NRW.Energy4Climate wurden während der Veranstaltung wichtige Maßnahmen zur Unterstützung Erneuerbarer Energien im Rheinischen Revier vorgestellt:

  • Zentrale Anlaufstelle: Um den Ausbau auf lokaler Ebene zu unterstützen, wird eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, die Kommunen bei der Umsetzung und Planung von Erneuerbare-Energie-Projekten berät.
  • Information: Umfassende Informationen sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Energiewende. Daher werden Studien und Informationsmaterialien erstellt, die nicht nur fundierte Erkenntnisse liefern, sondern auch als Orientierungshilfe für alle Interessierten dienen.
  • Gezielte Photovoltaik-Förderung: Um den Einsatz von Photovoltaik (PV) zu intensivieren, sind ab Februar spezielle Förderprogramme auf kommunalen Gebäuden geplant:Gefördert werden PV-Dachanlagen sowie PV-Systeme mit Batteriespeichern auf kommunalen Gebäuden zur Stromerzeugung für den Eigenverbrauch. Batteriespeicher allein sind nicht förderfähig. Die prognostizierte Eigenverbrauchsquote muss bei mindestens 80 Prozent liegen. Die Förderquote beläuft sich auf regulär bis zu 95 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Die Förderhöchstgrenze liegt bei 350.000 Euro pro System bzw. Gebäude.

Gefördert werden außerdem Planungsvorhaben zur Vorbereitung von investiven Maßnahmen zur Errichtung oder Erweiterung von Photovoltaikanlagen. Antragsberechtigt sind Städte, Gemeinden und Kreise sowie deren Zusammenschlüsse und Zweckverbände im Rheinischen Revier. Die Förderquote liegt regulär bei bis zu 95 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, die Förderhöchstgrenze bei 35.000 Euro.

Der Gigawattpakt ist ein Zukunftsprojekt des Strukturwandels im Rheinischen Revier. Bund und Land unterstützen die nachhaltige Transformation des Rheinischen Reviers mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 174 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 1,52 Milliarden Euro bewilligt.