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Mit Mechernich-Gutscheinen shoppen – Ab Samstag, 12. Dezember, können die Geschenk-Gutscheine erworben werden

Mechernich, 12.12.2020 – Der Onlinehandel gräbt heimischen Händlern den Umsatz ab – in Corona-Zeiten noch viel mehr. Dieser Entwicklung will der Stadtmarketingverein „Mechernich aktiv“ nicht tatenlos zusehen und hat sich jetzt mit „Zmyle“ einen Partner mit ins Boot geholt, um ab Samstag, 12. Dezember, den „Mechernich-Gutschein“ auf www.mechernich-gutschein.de. anbieten zu können. Dahinter steckt ein eigens dafür programmiertes Stadt-Portal.

Alexander Arend, Zmyle-Geschäftsführer, stellte das Konzept der Mechernich-Gutscheine im Ratssaal der Stadt vor. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Der Zmyle-Geschäftsführer Alexander Arend stellte das Konzept den Besuchern des Infoabends im Mechernicher Rathaus vor. „Damit kann ich Gutscheine meines Lieblingsgeschäfts rund um die Uhr, egal wo ich gerade bin, sogar vom Handy kaufen und sofort per Whatsapp verschicken“, sagte er. In über 100 Städten seien vergleichbare Zmyle-Portale bereits im Einsatz.

Die Mechernicher „Online-Stadt“ sei so konzipiert, dass sich Geschäfte, Gastronomen und Dienstleister kostenlos registrieren und präsentieren können. Wer sich als Kunde nur eine bestimmte Auswahl anzeigen lassen will, kann nach bestimmten Geschäften, Produkten, Suchbegriffen oder Kategorien filtern – und dafür dann einen Gutschein erwerben.

In nur vier Schritten zum Gutschein

Die virtuelle Version Mechernichs sei über Computer, Tablet und Smartphone erreichbar und der Bestellprozess für den Kunden bewusst denkbar einfach gehalten. „In nur vier Schritten kauft man den Gutschein“, zeigt Arend. Bis zu 250 Euro seien maximal möglich. Fotos der Stadt im Portal vermitteln außerdem dem Shopping-Freund ein „heimisches Feeling“.

Während des Bestellprozess können die erworbenen Gutscheine individuell mit Bildern und Texten gestaltet, ausgedruckt und per Mail, Link oder Whatsapp versendet werden. Gutscheine im Scheckkartenformat und Klappkarte seien aber genauso auch vor Ort in den Geschäften erhältlich. Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk brauche…, regte Arend an.

Das Gutschein-Budget ist nicht auf einen Händler begrenzt, sondern kann auch auf mehrere Geschäfte und auch Tage aufgeteilt werden. Arend dazu: „Wenn ich einen hundert Euro Mechernich-Gutschein habe, dann kann ich morgens einen Kaffee trinken gehen, die Haare schneiden lassen und auch noch eine Lesebrille kaufen.“ Die Gutscheine behalten drei Jahre ihre Gültigkeit.

Die Initiatoren erhoffen sich durch den Mechernich-Gutschein einen Impuls für die heimischen Geschäfte. V.l. Alexander Arend, Petra Himmrich, Margret Eich und Dennis Müller. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Geschäfte von „Mechernich aktiv“

„Der Mechernich-Gutschein wird für das ganze Stadtgebiet gültig sein und nicht nur in der Kernstadt“, betonen die beiden Vorsitzenden des Stadtmarketing-Vereins, Margret Eich und Petra Himmrich. Für Kunden ist das Portal kostenlos, teilnehmende Händler müssen allerdings Mitglied bei „Mechernich aktiv“ sein und einen geringen Anteil des Gutscheinwertes als Unkostenbeitrag abführen.

„Wir sind überzeugt, das lohnt sich“, wirbt Eich für die konzertierte Aktion. Die übrigen Kosten übernehme der Stadtmarketingverein, dazu gehöre etwa die erste Einrichtung des Portals und die monatlich anfallenden Gebühren für die Pflege der Daten.

Unternehmen können ihre Mitarbeiter zu Weihnachten und Jubiläen oder monatlich regelmäßig mit einem Gutschein bedenken, monatlich bis maximal 44 Euro pro Person. „Der Betrag ist dann steuerfrei und nicht sozialversicherungspflichtig“, so Himmrich.

Die Initiatoren erhoffen sich durch die Mechernich-Gutscheine einen Impuls für die heimischen Geschäfte. Letztlich lautet das gemeinschaftliche Ziel, mehr Kaufkraft vor Ort zu binden und attraktive Angebote für die Mechernicher Kunden zu schaffen.

Die Stadtverwaltung, allen voran Wirtschaftsförderer Dennis Müller, unterstützt das Vorhaben: „Davon können alle nur profitieren.“

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Stadt Zülpich hat zum zweiten Mal den „Heimat-Preis“ verliehen

Zülpich, 12.12.2020 – Herausragendes Engagement gewürdigt. Trophäen, Urkunden und Preisgelder für drei Zülpicher Vereine. Unter dem Motto „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet“ hat das Land Nordrhein-Westfalen ein Programm zur Heimatförderung initiiert. Es umfasst fünf verschiedene Elemente, um die Gestaltung der Heimat vor Ort zu fördern: Heimat-Scheck, Heimat-Preis, Heimat-Werkstatt, Heimat-Fonds und Heimat-Zeugnis. Der Rat der Stadt Zülpich hatte im Dezember 2018 beschlossen, an diesem Landesprogramm teilzunehmen und den „Heimat-Preis für die Stadt Zülpich“ bis zum Jahr 2022 jährlich auszuloben.

Mit dem Preis ausgezeichnet werden Projekte, die insbesondere

-die historische Kulturlandschaft von Zülpich stärken bzw. bekannt und erlebbarmachen,

-die vorhandene kulturelle Vielfalt der städtischen oder regionalen Kultur darstellen und sichtbarmachen,

-die regionale Verbundenheit stärken, zur Entwicklung von lebendigen Ortschaften beitragen,

-das regionale, bürgerschaftliche Engagement und das Ehrenamt fördern, Wissen vermitteln z.B. durch Veranstaltungen, Exkursionen, Publikationen von regionalen Themen und

-die heimatnahen Freizeit- und Naherholungsangebote bekanntmachen.

In der letzten Ratssitzung des Jahres 2020 konnte Bürgermeister Ulf Hürtgen den „Heimat-Preis“ und das damit verbundene Preisgeld in Höhe von insgesamt 5000 Euro nun zum zweiten Mal an drei Vereine verleihen. Zwei zweite Preise und jeweils 1500 Euro gingen dabei an die Hovener Jungkarnevalisten sowie den TBSV Füssenich-Geich. Im Falle der Hovener Jungkarnevalisten wurde das soziale Engagement der Karnevalsgesellschaft gewürdigt, unter anderem in Form der alljährlichen Musikaufführungen des Musikzuges Grün-Gelb für die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenzentrums St. Elisabeth in Hoven und des Geriatrischen Zentrum Zülpich. Der TBSV Füssenich-Geich, der 2020 stolze 125 Jahre alt geworden ist, wurde für sein langjähriges, ehrenamtliches Engagement im Bereich des lokalen Sports, der Gesundheitsförderung – unter anderem im Jugend- und Behindertensport – und damit auch im Bereich der Stärkung von identitätsstiftender, örtlicher Verbundenheit mit dem „Heimat-Preis 2020“ ausgezeichnet.

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Stadt Wittlich und Westenergie vergeben innogy-Klimaschutzpreis 2020

Wittlich, 12.12.2020 – Ob die Pflege von Streuobstwiesen, das Artenschutzprojekt für Tiere oder die energiesparende Heizung für das Vereinsheim – vielfältige Ideen und Maßnahmen werden im Rahmen des innogy Klimaschutz-preises ausgezeichnet. Diesen lobte innogy im Jahr 2020 wieder gemeinsam mit der Stadt Wittlich aus. In diesem Jahr konnte aufgrund der Corona-Pandemie keine gemeinsame feierliche Aushändigung der Auslobung der Projektvorschläge durch Westenergie und der Stadt Wittlich erfolgen. Bürgermeister Joachim Rodenkirch überreichte im Namen der Stadt Wittlich und Westenergie AG die Urkunden an die Preisträger.

Der mit 500 Euro dotierte Preis geht in diesem Jahr an die Initiative „Bombogener Naschgarten“. Die Initiative hat rund 75 öffentlich zugängliche Obstbäume gepflanzt. Es wurden hier vor allem alte, schützenswerte Apfel-, Birnen-, Zwetschgen-, Quitten-, Kirsch-, und Nussbaumsorten gepflanzt. Ziel war und ist es, ein für jeden frei zugängliches Obstbaumgrundstück aufzubauen. So kann nun jeder Bombogener dort Obst ernten. Weitere Überlegungen gibt es aber auch in Verbindung mit der Kindertagesstätte, die in unmittelbarer Nähe liegt, wie dieses Projekt Einzug in die Arbeit der Kita finden kann. Ob Apfelsaft pressen, Obst für ein Heranführen an gesunde Ernährung selbst ernten: Vieles ist hier möglich.

Ortsvorsteher Mario Wellenberg nahm die Urkunde gemeinsam mit dem ehemaligen Ortsvorsteher und Initiator des „Bombogener Naschgarten“ Hermann Josef Krämer von Bürgermeister Joachim Rodenkirch entgegen. Bürgermeister Rodenkirch konnte den mit 300 Euro dotierten Preis an den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Einheit II, Michael Monzel übergeben. Der Förderverein hat im vergangenen Jahr den Boule-Platz in Wengerohr renoviert und Müll und Unrat rund um den Boule-Platz aufgesammelt. Das Aufsammeln von Müll und Unrat soll vom Förderverein eine alljährlich wiederkehrende Aktion werden. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Einheit II hat mittlerweile rund 90 Mitglieder, deren Ziel es ist, die Einsatzabteilung, die Jugendfeuerwehr und die Alterskameradschaft zu unterstützen.

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Vorschläge des Landrates des Kreises Düren stoßen beim Land auf positive Resonanz

Düren, 12.12.2020 – „Ich freue mich, dass alle unsere Vorschläge zur Eindämmung der Pandemie beim Land auf eine positive Resonanz gestoßen sind“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. In seiner gestrigen Video-Botschaft geht der Landrat auf die von ihm geforderte Ausgangssperre, eine Beschränkung von Kunden im Einzelhandel, die Reduzierung privater Zusammenkünfte und weitergehende Regelungen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie Schulen ein.

Sie können das komplette Video hier sehen: https://www.youtube.com/watch?v=OqA9usnbjlI

„Ich bitte Sie inständig, sich an die kommende Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr zu halten“, sagte der Landrat. „Es ist jetzt immens wichtig, dass wir uns alle solidarisch zeigen, um die Pandemie einzudämmen.“ Die Zahlen seien nach wie vor viel zu hoch. Derzeit liegt der Inzidenzwert im Kreis Düren über 200, weshalb der Landrat der Landesregierung eine Verschärfung verschiedener Maßnahmen vorgeschlagen hat.

Aktuell sind im Kreis Düren 765 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Seit gestern (10.12.) gibt es 134 Neuinfektionen. Leider sind zwei weitere Menschen gestorben (58 und 85 Jahre). „Unser tief empfundenes Mitgefühl gehört den Angehörigen. Wir wünschen ihnen viel Kraft in dieser Zeit“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Die Zahl der Todesopfer steigt somit auf 107. Insgesamt sind seit Ausbruch der Pandemie 5661 Menschen positiv getestet worden. Die Zahl der Genesenen steigt um 90 und beträgt 4789 (Stand: 12 Uhr).

Von den aktiv positiven Fällen befinden sich 82 Menschen in stationärer Behandlung; 12 von ihnen werden derzeit intensivmedizinisch betreut.

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Gutschein-Aktion der MY-Gemeinschaft Mayen – Machen Sie mit und unterstützen Sie den regionalen Einzelhandel!

Mayen, 12.12.2020 – Bald ist es soweit, spätestens Mitte nächster Woche sind sie da:  die Mayen-Gutscheine. Es werden drei verschiedene Preiskategorien angeboten: 10 €, 25 € und 50 €. Die Gutscheine wurden beim Druck gleich durchnummeriert und als Klappkarte in DIN C 6 lang mit neutralem Umschlag angeboten. Der Gutschein muss vollständig in einem der Geschäfte eingelöst werden – eine Stückelung ist nicht möglich!

Erhältlich ist der Gutschein bei den Unternehmen Lichtblitz, Reisebüro Bell, Schwindenhammer, in der Filiale der Kreissparkasse in der Hahnengasse (BeratungsCenter Mayen-Markt) und der Volksbank sowie in der Tourist-Information der Stadt Mayen. Die MY-Gemeinschaft hat bei KSK und VB Sonderkonten eingerichtet, auf die die Verkaufsbeträge eingezahlt werden. Es wird eine Liste der teilnehmenden Unternehmen, die die Gutscheine annehmen erstellt und auf der Website der MY-Gemeinschaft veröffentlicht. Auf den Gutscheinen ist ein QR-Code gedruckt, über den man auf die Website der MY-Gemeinschaft und dort direkt auf die Liste der teilnehmenden Unternehmen kommt.

Unternehmen und Geschäfte, in denen der Gutschein erworben oder eingelöst werden kann, sind an Aushängen an der Eingangstüre zu erkennen. Für die teilnehmenden Unternehmen  ist das Gutscheinsystem kostenlos. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an dieter.klein@team-mayen.de

Die Abrechnung der eingelösten Gutscheine erfolgt über die MY-Gemeinschaft von den eingerichteten Sonderkonten bei der Kreissparkasse und der Volksbank. Senden Sie Ihre eingelösten Gutscheine an MY-Gemeinschaft, Marktstraße 30, 56727 Mayen.

Die Aktion ist nicht auf die Weihnachtszeit begrenzt und wird auch in den nächsten Jahren angeboten werden. Die Aktion wird über die regionalen Medien publiziert,  sowie auf der Website und auf Facebook „I love Mayen“  der MY-Gemeinschaft veröffentlicht.

Je mehr Unternehmen mitmachen, desto interessanter wird der Erwerb und das Verschenken des Gutscheins – desto mehr Erlöse bleiben in der Stadt Mayen.

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Corona: Ministerpräsidentin Malu Dreyer / Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing / Familienministerin Anne Spiegel

Region/Mainz, 12.12.2020 – „Wir haben gestern im Corona Kabinett über die weiter steigenden Infektionszahlen beraten. Auch wenn Rheinland-Pfalz knapp unter dem Bundesdurchschnitt liegt, ist die Lage sehr ernst. Die Zahl der schweren und tödlichen Krankheitsverläufe nimmt zu, das können wir nicht hinnehmen. Unser Anspruch ist sicherzustellen, dass wir alle Patientinnen und Patienten medizinisch gut behandeln können,“ sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und Familienministerin Anne Spiegel.

„Die Rückmeldungen aus den Krankenhäusern des Landes, mit denen wir im engen Kontakt sind, zeigen im Süden und Südwesten von Rheinland-Pfalz eine sehr angespannte Situation auf den Intensivstationen. Daher haben wir bereits am Dienstag im Kabinett festgelegt, dass wir die Weihnachtslockerungen in Rheinland-Pfalz nicht so umsetzen, wie sie im November geplant waren. Die Infektionszahlen sinken in der sechsten Woche des Teil-Lockdowns nicht so, wie von den Experten berechnet und von uns allen erhofft. Im Gegenteil: Sie steigen wieder an,“ sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach dem Corona-Kabinett. „Daher sind wir der festen Überzeugung, dass wir mit entschiedenen Maßnahmen gegensteuern müssen. Wir werden die anstehende Weihnachtszeit nutzen, in der Schulen und viele Betriebe ohnedies ferienbedingt geschlossen sind, um mit einem Shutdown die Infektionszahlen zu senken. Wir haben es im März geschafft und wir können es auch wieder schaffen!“

Deswegen hat sich der Ministerrat darauf verständigt:

Den Einzelhandel zu schließen. Davon ausgenommen sind Lebensmittelläden. „Das ist ein schwerer Schlag für die Branche, die wir mit den Folgen nicht alleine lassen werden“, so die Ministerpräsidentin.

In den Alten- und Pflegeheimen kommt es immer wieder zu schweren Infektionsausbrüchen. Das ist besonders tragisch, weil die Menschen in den Einrichtungen zur Hochrisikogruppen gehören. Deswegen müssen Alten- und Pflegeheime sowie die mobilen Pflegedienste noch stärkere Schutzmaßnahmen treffen, als bislang schon notwendig.

Minister Wissing betonte, dass der Shutdown in der jetzigen Situation notwendig und richtig sei. Allerdings forderte er auch, seitens der Bundesregierung längerfristig angelegte Strategien und Konzepte. „Die Maßnahmen dienten dazu, die sozialen Kontakte in der Gesellschaft zu reduzieren, für das weitere Pandemiegeschehen sei aber vor allem das individuelle Verhalten entscheidend. „Kontakte reduzieren, Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Mund-Nasen-Schutz tragen, das sind nach wie vor die wichtigsten Regeln. Wir werden Corona nicht alleine über Verordnungen bekämpfen können, wichtiger ist, dass wir uns alle diszipliniert und verantwortungsbewusst verhalten“, so Wissing.

Familienministerin Anne Spiegel ergänzte: „Wir halten den erneuten Shutdown für unvermeidlich, denn das Personal in den Kliniken ist in Teilen des Landes an der Belastungsgrenze und die Intensivstationen sind Großteils belegt. Deshalb müssen wir umfassend unsere Kontakte reduzieren, die Abstands- und Hygieneregeln noch penibler einhalten und kontrollieren. Es ist wichtig, die Belastungen für Familien so gering wie möglich zu halten. Das haben wir aus dem ersten Shutdown gelernt. Daher macht es Sinn, den Shutdown zur Senkung der Infektionszahlen mit den kommenden Weihnachtsferien zu verbinden, in denen Schulen und Kitas ohnehin geschlossen sind.“

„Die Landesregierung ist davon überzeugt, dass es wichtig ist, in diesen einschneidenden Fragen eine gemeinsame Strategie in Deutschland zu verfolgen. Daher werden wir heute noch kein Datum nennen, wann der Shutdown beginnt. Das betrifft auch die Weihnachtsferien. Wir werden am Sonntag um eine gemeinsame Lösung für ganz Deutschland ringen. Wir wollen verhindern, dass es einen Corona-Tourismus zwischen Ländern mit und ohne Shutdown geben wird, denn damit würden wir genau das Gegenteil erreichen,“ so Dreyer, Wissing und Spiegel.

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Antrittsbesuch vom künftigen Intendanten der Burgfestspiele im Mayener Rathaus

Mayen, 11.12.2020 – Eines ist beiden gemein – sie stehen vor neuen, beruflichen Herausforderungen: Oberbürgermeister Dirk Meid, der erst vor gut einem Monat in sein Amt eingeführt wurde, und Alexander May, der künftig die Geschicke der Mayener Burgfestspiele als Intendant leiten wird.

Ganz im Sinne der künftigen konstruktiven Zusammenarbeit haben sich die Beiden daher kürzlich im Mayener Rathaus zu einem ersten Kennenlernen getroffen.

Dirk Meid erklärt: „Wir haben bereits im Sommer in den städtischen Gremien über die Intendantennachfolge beraten und uns für Herrn May ausgesprochen. Es hat mich sehr gefreut, ihn nun auch persönlich näher kennenlernen zu können. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam an die Erfolgsstory unserer Festspiele anknüpfen und wieder zahlreiche Theaterfreunde begeistern können.“

Alexander May tritt seine Intendanten-Tätigkeit zum Saisonende 2021 an. Der gebürtige Trierer absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Steinbildhauer und Steinmetz. 1999 gründete er die freie Theatergruppe „Fragment“, mit der er zahlreiche Produktionen in Berlin realisierte. Parallel dazu arbeitete er als Regieassistent – unter anderem mit Claus Peymann, Thomas Langhoff und Christoph Schlingensief. Zudem inszenierte er unter anderem am Bayerischen Staatsschauspiel, am Theater Essen, am Theater Trier an der Kammeroper München und bei den Salzburger Festspielen. Von 2018 bis 2020 arbeitete er als stellvertretender Intendant, Chefdramaturg und Regisseur am Rheinischen Landestheater Neuss.

Das  Motto seiner ersten Spielzeit soll dabei „Querköpfe“ lauten – die Burgfestspielfans dürfen sich jetzt schon auf einen unterhaltsamen Sommer 2022 freuen.

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Hilfestellung bei Diskriminierung – Das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen hat eine neue Servicestelle eingerichtet

Euskirchen, 11.12.2020 – Der Rotkreuz-Kreisverband Euskirchen schließt eine regionale Lücke, und das über die Kreisgrenzen hinaus: Zum 1. Oktober ist die DRK-Integrationsagentur um eine Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit erweitert worden. Bisher mussten Menschen, die Unterstützung in diesem Bereich benötigten, bis Aachen, Köln oder Düsseldorf fahren, jetzt geht das auch im Mehrgenerationenhaus in Euskirchen und im Haus der Begegnung in Kall. „Ich bin sehr glücklich, dass die Integrationsagentur um einen weiteren Baustein reicher geworden ist“, drückt es DRK-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker aus.

Möglich wurde das durch eine zunächst bis Ende 2022 zugesagte Förderung aus dem NRW-Landesprogramm „Integrationsagenturen für die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund“. Damit wird ein Großteil der Personalkosten für die beiden Teammitglieder Sylvie Dayiku Pomame und Michael Kehren finanziert. Hinzu kommen ab Januar noch Fördermittel aus einem Komm-An-Projekt.

„Die Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit ist ein Gewinn für die Migrations- und Integrationsarbeit im Kreis Euskirchen und passt wunderbar in das Gesamtportfolio der Integrationsagentur“, findet deren Leiter Boris Brandhoff. Auf dem Programm stehen nicht nur Beratungs- und Fortbildungsangebote wie Workshops und Projekte, sondern auch Netzwerkarbeit. Die Servicestelle muss bei den Protagonisten im Kreis Euskirchen, unter anderem bei Behörden und Betrieben, bekannt werden.

Die Servicestelle richtet sich an Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Sprache oder anderer Merkmale im Alltag diskriminiert werden. Besonderer Schwerpunkt ist Rassismus im Alltag, in Behörden und sozialen Einrichtung sowie in der Arbeitswelt. Bisher mussten Menschen an die Stellen in den genannten Großstädten verwiesen werden. Boris Brandhoff vermutet, dass diese Schwelle dann für viele doch zu groß gewesen sei und die Angebote nur unzureichend wahrgenommen wurden, auch weil die Antidiskriminierungsbüros in den Großstädten stark nachgefragt sind. Gerade aus diesem Grund ist die Servicestelle „vor Ort“ umso wichtiger, denn die Hürde, nach Euskirchen zu fahren, ist für hiesige Menschen deutlich geringer.

Erste – wenngleich wegen der Corona-Pandemie eingeschränkte – Erfahrungen haben Sylvie Dayiku Pomame und Michael Kehren bereits gemacht. Sie beraten Betroffene (zurzeit nur digital oder nach Termin), vermitteln bei Rassismusvorfällen auch zwischen den Protagonisten. Sylvie Dayiku Pomame sieht auch Bildungseinrichtungen als einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit: „Wir haben festgestellt, dass es an vielen Schulen an direkten Ansprechpersonen für betroffene Kinder und Eltern fehlt.“

„Ihr seid nicht alleine“

Michael Kehren betont, dass die Servicestelle keine juristische Beratung liefern darf und an spezialisierte Anwälte verweisen muss. Vielmehr gehe es um Rat und Hilfe. „Wir wollen den Menschen, denen Antidiskriminierung widerfahren ist, zeigen »Ihr seid nicht alleine« und Handlungsoptionen an die Hand geben“, sagt Kehren. So geht es unter anderem darum, wie das Thema in einer Behörde oder einem Betrieb angesprochen werden soll. „Wenn Kritik sachlich geäußert wird, wird im Regelfall auch sachlich darauf reagiert“, so Kehren. „Es geht nicht um Konfrontation, sondern Vermittlung“, ergänzt Sylvie Dayiku Pomame. Im Ausnahmefall würden die Teammitglieder die diskriminierte Person auch zum klärenden Gespräch begleiten.

Aber es geht auch um das Bestärken, denn Diskriminierung bedeutet, dass man auf bestimmte Merkmale beschränkt wird, der Mensch selbst aber nicht gesehen werde. Und immer wieder kommt es vor, dass diskriminierendes Verhalten von Menschen unbewusst verwendet wird. „Wir verstehen unsere Arbeit deshalb auch als Bildungsangebot. Ohne erhobenen Zeigefinger wollen wir, dass Stereotypen erkannt werden“, erklärt Kehren.

Die Bereitschaft, sich zu verändern und interkulturell zu öffnen, ist bei vielen Menschen vorhanden. In der Gesellschaft sei inzwischen ein Bewusstsein für die Anliegen der Antidiskriminierungsarbeit vorhanden. „Das sah in den 90er-Jahren oder auch 2010 noch anders aus. Gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern innerhalb und außerhalb des Kreises wollen wir nun konstruktive Lösungen für die nächsten zehn oder 20 Jahre finden“, sagt Boris Brandhoff. Und Michael Kehren fügt an: „Integration und der Abbau von Diskriminierung und Vorurteilen brauchen Zeit.“

Wer Kontakt zur Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit aufnehmen möchte, findet die Kontaktdaten auf der Internetseite https://www.drk-eu.de/ada.html.

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Nach Amokfahrt in Trier – Innenminister Lewentz: Polizei ist für Amoklagen gut vorbereitet und ausgestattet

Region/Trier/Mainz, 11.12.2020 – Die Amokfahrt in Trier hat verdeutlicht, dass solche Gewalttaten immer und überall passieren können und ein schnelles Eingreifen der Polizei erfordert.

„Die rheinland-pfälzische Polizei hat sich schon frühzeitig auf die Bewältigung von Gewalttaten wie Terror- und Amoklagen vorbereitet und in Trier konnte die Sicherheit für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger schnellstmöglich wieder hergestellt werden“, sagte Innenminister Roger Lewentz bei der Vorstellung des neuesten Ausrüstungsstandes der Polizeikräfte in Mainz.

Die rheinland-pfälzische Polizei sei bereits seit Jahren für die Bewältigung von Sonderlagen, insbesondere Terror- und Amoklagen, auch mit Blick auf  Bewaffnung und Ausstattung gut vorbereitet.

Mit der Bewaffnung der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) mit der neuen Mitteldistanzwaffe Sig Sauer MCX werde nun ein weiterer Schritt bei der Bewältigung so genannter lebensbedrohlicher Einsatzlagen (LebEL) vollzogen, unter die auch Amoktaten fallen, erläuterte Lewentz. Diese Einheit wurde auch noch einmal speziell für solche Lagen und für das Zusammenwirken mit den Spezialeinheiten trainiert. Angeschafft wurden rund 150 MCX-Waffen, die jeweils rund 3000 Euro kosten.

Nach den Anschlägen von Paris im Jahr 2015 sei eine Anpassung der bestehenden Einsatzkonzeptionen erforderlich geworden, so Lewentz. Daran orientiert wurden rund 3600 Beamtinnen und Beamten in einem speziellen Training ausgebildet für den Einsatz in lebensbedrohlichen Einsatzlagen.

„Die Erfahrungen der Anschläge und Amokläufe der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass insbesondere Polizeibeamtinnen und -beamte im Streifendienst regelmäßig als erste vor Ort eintreffen. Sie agieren bis zum Eintreffen der Spezialeinheiten als Erstinterventionskräfte und sind damit besonderen Herausforderungen und Gefahren ausgesetzt“, sagte Lewentz. Zur Verbesserung der Schutzausstattung des Wechselschichtdienstes wurden für jeden Streifenwagen zwei Schutzwesten mit höherer Schutzklasse und zwei ballistische Helme für insgesamt über zwei Millionen Euro angeschafft.

Neben dem Wechselschichtdienst haben auch die schlagkräftigen Spezialeinsatzkräfte der rheinland-pfälzischen Polizei einen hohen Stellenwert für die Innere Sicherheit und die Bewältigung von lebensbedrohlichen Einsatzlagen. Die Landesregierung hat nach den Anschlägen von Paris eine Optimierung der Ausstattung der Spezialeinheiten im Umfang von rund. 1,7 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Im Oktober 2016 wurden die beiden Spezialeinheiten personell aufgestockt und das Spezialeinsatzkommando und das Mobile Einsatzkommando zusammengelegt. So sind leistungsstärkere Einheiten an vier Standorten landesweit innerhalb einer Stunde verfügbar.

„Ich werde auch weiterhin alles tun, um für größtmögliche Sicherheit zu sorgen, damit die Menschen in Rheinland-Pfalz sicher leben können“, so Minister Lewentz.

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Hohe Nitratbelastungen im Raum Wittlich

Wittlich, 11.12.2020 – Auswertung der Messdaten vom VSR-Gewässerschutz zeigen dass Abwasser nicht zur Belastung beiträgt. Der VSR-Gewässerschutz wurde in den letzten Wochen scharf von den Landwirtschafts-verbänden für die Aussage kritisiert, dass die Agrarindustrie die Hauptursache der Nitratbelastung ist.

Ihre Behauptung, dass die hohen Werte unter anderem die Folge defekter Abwasserrohre sind, widerlegt Dipl. Oecotroph. Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz: „Brunnenwasser, das durch Abwasser belastet ist, enthält Escherichia coli (E.coli).

Das sind Darmbakterien, die immer im Abwasser festzustellen sind. Da diese nicht vorhanden sind, kann man davon ausgehen, dass die untersuchten Grundwasserproben nicht durch Abwasser belastet werden.“

Insgesamt stellte das Team der gemeinnützigen Organisation viel zu hohe Nitratwerte im Grundwasser fest. Bei fast jeder vierten der 38 untersuchten Brunnenwasserproben im Raum Wittlich wurden der Grenzwert der Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter überschritten. Bei den Proben mit hohen Nitratwerten wurde keine Belastung aus Abwasser festgestellt. Andererseits wurden bei den Wasserproben mit bakterieller Belastung kein erhöhter Nitratwert gefunden. Das beweist, dass die Ursache der Nitratbelastung hier nicht den defekten Abwasserrohren zuzuordnen ist.

Ein weiteres Argument der Landwirtschaftsvertreter ist die Überdüngung in den privaten Gärten und Kleingartenanlagen. Hier hat sich der VSR-Gewässerschutz an Kleingartenanlagen in ganz Deutschland gewandt um festzustellen, ob dort hohe Belastungen zu finden sind. Gerade die städtischen Kleingärten ohne Landwirtschaft in der nahen Umgebung haben eine geringe Nitratbelastung. Diese Annahme bestätigt auch der Nitratbericht 2020 des Umweltbundesamtes:

„Die Belastungsschwerpunkte mit Messstellen über 50 mg/l Nitrat treten dabei überwiegend unter landwirtschaftlicher Flächennutzung auf. Unter den Nutzungen Siedlung und Wald finden sich selten hoch belastete Messstellen.“

Die hohe Nitratbelastung hat gravierende Folgen für die Umwelt. Das belastete Grundwasser sickert den Gräben und Bächen zu und gelangt so über die Flüsse in die Nordsee. Dort führt die massive Nitratbelastung zu einem übermäßigen Algenwachstum und Sauerstoffmangel. Ohne Sauerstoff ist kein Leben möglich – Fische sterben, sogenannte Todeszonen entstehen. Eine Verringerung der Belastung unserer Gewässer ist dringend nötig. Der VSR-Gewässerschutz findet es schade, dass die Landwirtschaftsverbände von den Nitratbelastungen, die von der Agrarindustrie ausgehen, ablenken wollen.

Eine Verringerung der Nitratbelastung ist möglich – das zeigen die geringen Nitratwerte der Wasserschutzgebiete. Auch in diesen geschützten Bereichen wird Landwirtschaft betrieben. Die Wasserversorger schlugen schnell Alarm als sie feststellten, dass die Nitratwerte drastisch anstiegen. Dank frühzeitig geschlossener Kooperationen zwischen den Wasserversorgern und Landwirten sank die Belastung enorm. „Es wird höchste Zeit die Nitratauswaschung ins Grundwasser auch außerhalb der Wasserschutzgebiete zu verringern. Die Agrarpolitik muss sich ihrer ökologischen Verantwortung stellen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern“, so Susanne Bareiß-Gülzow.