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Liebe Wittlicher Bürgerinnen und Bürger!

Wittlich, 24.12.2020 – Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Ein außergewöhnliches Jahr, ein Jahr das in die Geschichte eingeht, mit dessen Verlauf wir alle nicht gerechnet haben.
„Globalisierungsgewinner“ ist ein Virus namens Covid 19, das eine Pandemie ausgelöst hat mit weitreichenden und in ihrer Gesamtheit noch nicht abschätzbaren Folgen.

Die Corona-Krise hat uns alle vor große Herausforderungen gestellt und wird dies auch in 2021 noch tun. Wir mussten und müssen auf vieles liebgewordene verzichten. Insofern gilt auch hier noch einmal der Appell, sich an die Hygieneregeln und die Maßnahmen der Corona-Verordnung zu halten.

Dankbar bin ich darüber, dass in unserer Stadt durch ein gutes Miteinander die Krise zu keinen größeren Verwerfungen führte und es uns gelungen ist, recht gut mit der Situation umzugehen. Zuversichtlich stimmt mich das voraussichtlich noch in diesem Jahr mit der Impfung begonnen werden kann und wir mit dem Impfzentrum auf dem ehemaligen „Hela Baumarkt Gelände“ gut aufgestellt sind.

Der Stadtrat hat einstimmig den Haushalt für 2021 beschlossen, der große Investitionen für unsere Stadt vorsieht und uns allen in schwieriger Zeit Stabilität, Verlässlichkeit und Orientierung bietet.

Die Stadt Wittlich hat mittlerweile über 20.000 Einwohner und bietet über 21.000 Arbeitsplätze. Das ist wirklich rekordverdächtig und sollte uns in unserem Tun bestärken.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien besinnliche und erholsame Weihnachtstage und für das neue Jahr Energie, Mut und Gesundheit.

Bleiben Sie zuversichtlich und starten Sie gut ins neue Jahr!

Mit den besten Wünschen für 2021

Joachim Rodenkirch

Bürgermeister

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Landesimpfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf bereitet sich vor – Testlauf im Corona-Impfzentrum des Kreises Ahrweiler erfolgreich

Ahrweiler, 24.12.2020 – „Besser hätte es nicht laufen können“, zogen Fabian Schneider, Impfzentrumskoordinator, und sein Stellvertreter Daniel Blumenberg am Mittwoch, 23. Dezember, ein positives Fazit. Denn nach dem Testlauf im Corona-Impfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf steht fest, dass der Kreis für die bevorstehenden, freiwilligen Impfungen gegen das Coronavirus gut gewappnet ist.

Einzelaufklärung. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler / Risse

Rund 60 Freiwillige des örtlichen Brand- und Katastrophenschutzes von Feuerwehr, DRK und THW waren der Bitte des Gesundheitsamtes gefolgt, sich an der Impfübung nur einen Tag vor Heiligabend als „Impflinge“ zu beteiligen, um die konkreten Abläufe zu proben. Vor Ort waren außerdem Vertreter des Ärztenetzes im Kreis mit medizinischem Personal, Apotheker, Kräfte aus Administration und Verwaltung sowie Sicherheitspersonal. „Allen, die sich beteiligt haben, sprechen wir ein großes Dankeschön aus. Das ist so kurz vor den Weihnachtsfeiertagen keine Selbstverständlichkeit“, hob Landrat Dr. Jürgen Pföhler hervor.

Fiebermessen. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler / Risse

Als größte Herausforderung habe sich aus dem Testlauf herausgestellt, die hohe Anzahl an Menschen in kurzer Zeit und unter Einhaltung aller geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu impfen. „Nach dem Testdurchlauf können wir sagen, dass der räumliche Aufbau des Impfzentrums und die organisatorischen Strukturen auch in der Realität sehr gut funktionieren“, so Impfzentrumskoordinator Schneider.

Sobald der Impfstoff verfügbar ist, sollen sich laut Vorgabe des Landes Rheinland-Pfalz hier bis zu 200 Menschen pro Tag impfen lassen können. „Stand jetzt ist es für uns kein Problem, dieses Pensum zu bewerkstelligen. Unsere Kapazitäten sind hierfür vollkommen ausreichend. Das hat der heutige Test eindrücklich bewiesen.“

Test-Impfung. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler / Risse

In dem Zusammenhang weisen Schneider und Blumenberg jedoch darauf hin, dass man lediglich über die zentrale Terminvergabestelle des Landes einen Impftermin vereinbaren kann. Dazu startet das Land Rheinland-Pfalz vermutlich Anfang bis Mitte Januar ein Terminvergabesystem. Der genaue Zeitpunkt wird in den kommenden Tagen bekanntgegeben.

Da viele Menschen ein sehr großes Informationsbedürfnis rund um die Impfung und den Impfstoff haben, hat das Land von heute an eine Info-Hotline für BürgerInnen geschaltet. Diese ist von montags bis samstags von 8 bis 22 Uhr sowie sonn- und feiertags zwischen 10 und 16 Uhr unter der Telefonnummer 0800/5758-100 erreichbar. Auch am 24. und 31. Dezember ist die Hotline jeweils von 8 bis 12 Uhr besetzt.

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Smartes Mayen-Koblenz: Neuer Digitalisierungs-Beauftragter soll die Fäden ziehen

Region/Kreis Mayen-Koblenz, 23.12.2020 – Das Förderprogramm „Smart Cities – made in Germany 2020“ des Bundesinnenministeriums birgt riesige Chancen für den Landkreis Mayen-Koblenz in der Digitalisierung weiter voranzukommen – insbesondere im ländlichen Raum. Nachdem der erste Schritt mit einer erfolgreichen Bewerbung für Förderung gemacht wurde, sind in den vergangenen Wochen umfangreiche Vorbereitungen für die Suche nach einer Schlüsselpersonalie vorangetrieben worden.

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Digitalisierung im Hinblick auf Wirtschaft, Tourismus und eine positive Entwicklung in allen Daseinsbereichen sowie der Stadt- und Kreisentwicklung umzusetzen. Dafür suchen wir ganz aktuell für unsere neugeschaffene Stabsstelle „Smart City“ eine Führungskraft, den sogenannten Chief Digital Officer. Jemanden mit einschlägigen Erfahrungen im Bereich der Digitalisierung beziehungsweise Informationstechnik, der den digitalen Wandel im Landkreis mit uns anpackt und bewegt“, erläutert Landrat Dr. Alexander Saftig den nächsten fundamentalen Schritt im Smart-Cities-Prozess des Landkreises.

Der Digitalisierungsbeauftragte ist federführend für den Entwicklungsprozess einer zukunftsorientierten Digitalisierungsstrategie und deren Umsetzung verantwortlich. Ihm obliegt die Leitung der Stabsstelle und eines Smart-Region-Teams, mit dem er gemeinsam auf operativer Ebene den Gesamtprozess steuert. „Vor diesem Hintergrund suchen wir eine Persönlichkeit für die Leitung des Programmes, die auf Basis fachlicher Expertise und Erfahrung im Umgang mit komplexen Netzwerkstrukturen in der Lage ist, gemeinsam mit einem Team wesentliche Impulse für den Erfolg unseres Vorhabens zu setzen“, sagt der Landrat.

Darüber hinaus wirkt der Chief Digital Officer als Repräsentant der Stabsstelle und des Digitalisierungsprozesses nach innen und außen und ist verantwortlich für die proaktive Vernetzung mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren aus Kreis, Städten und Verbandsgemeinden, kommunalen Tochterunternehmen, politischen Gremien sowie weiteren internen und externen Schnittstellen. „Denn allen voran werden wir die kreiseigenen Kommunen am Smart-Cities-Programm im Landkreis beteiligen. Die kommunale Familie im Landkreis Mayen-Koblenz ist das Fundament, auf dem die smarte Region entstehen soll“, betont Saftig. Nicht umsonst wurde als Projekttitel „MYK10 Network in Region“ ausgewählt. Dabei steht die hochgestellte 10 sinnbildlich für die zehn kreisangehörigen Städte und Verbandsgemeinden. Darüber hinaus sind rund 50 weitere lokale Partner beteiligt. Hinzu kommen mehr knapp fünfzehn externe Partner auf Bundesebene sowie ein zwölfköpfiger Expertenbeirat.

Das Smart-Cities-Projekt besteht aus zwei Phasen: In der ersten, bis zu zwei Jahren dauernden Startphase werden kommunale Ziele, Strategien und Maßnahmen zur Gestaltung der Digitalisierung entwickelt. Die zweite Phase beinhaltet die Umsetzung der Ziele, Strategien und Maßnahmen in einem bis zu fünf Jahre dauernden Prozess. In dieser Gesamtlaufzeit von sieben Jahren ist für den Landkreis Mayen-Koblenz ein Gesamtvolumen von 17,5 Millionen Euro für das Projekt vorgesehen. 11,4 Millionen Euro davon kommen vom Bund, der neben MYK deutschlandweit 31 weitere Kommunen fördert. Zur Finanzierung des Eigenanteils werden auf Beschluss des Kreistags hin Haushaltsmittel in Höhe von 6,1 Millionen Euro bereitgestellt.

„Die Suche nach dem Chief Officer Digital läuft noch bis zum 17. Januar. Wir alle sind gespannt, wer schon in naher Zukunft mit uns den Aufbau des Landkreises als Smart-City-Kommune gestalten wird, die alle digitalen Aspekte im Gesundheits- und Bildungswesen sowie in Bezug auf Kommunikationsinfrastruktur, Verkehrssysteme, aber auch Energieanwendungen, Umweltanforderungen und digitale Souveränität vereint“, sagt Landrat Saftig.

Weitere Informationen gibt es unter smart-cities@wfg-myk.de und www.zfm-bonn.de

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„Worte der Hoffnung“

Mechernich, 23.12.2020 – Diakon Manfred Lang gibt im renommierten Würzburger Echter Verlag ein christliches Meditationsbuch zu Texten der Mechernicher Communio-Gründerin Mutter Marie Therese heraus – Um Weihnachten werden 3000 kostenlose 14-seitige Probehefte mit einer Meditation zu Kreuz und Auferstehung in Kirchen der Region ausgelegt – Auf Wunsch auch Zusendung mit der Post.

Im Frühjahrsprogramm 2021 erscheint in der „Edition Communio“ des renommierten Würzburger Echter Verlages ein Meditationsbuch mit Betrachtungen von Mutter Marie Therese, der Gründerin des Ordo Communionis in Christo in Mechernich.

„Worte der Hoffnung“ hat der Mechernicher Diakon Manfred Lang in diesen Tagen als kostenlosen Vorabdruck für ein Meditationsbuch herausgegeben, das im Frühjahrsprogramm des renommierten Würzburger Echter Verlages erscheint. Er lädt darin die Leser zu einem Pilgerweg ins eigene Innere ein. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

Der Titel ist Programm: „Worte der Hoffnung“. Es handelt sich um eine Art meditativen Reiseführer zu Gotteserfahrungen im Innern. Er besteht aus zwölf Betrachtungen und ebenso vielen Meditationshilfen zum Verstehen und Nachgehen eines Pilgerwegs nach innen, außerdem einem Interview mit dem Theologieprofessor Dr. Stanislaw Urbanski, eines Experten für christliche Mystik.

Herausgegeben wird das Buch von dem Ständigen Diakon Manfred Lang aus Lückerath, der sowohl in der Gemeinschaft der Gemeinden St. Barbara Mechernich als auch im Ordo Communionis in Christo wirkt. Er hat jetzt ein kostenloses Heft als wertvolle „Probe“ herausgebracht. Es enthält Text und Meditationsfragmente des im Frühjahr erscheinenden Buches (ISBN: 9783429055943; 12,90 €).

Der Mechernicher Künstler Franz Kruse mit Pfarrer Erik Pühringer Aschermittwoch 2018 am Rande einer Ausstellung Kruses in der Mechernicher Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Ein Weg für alle

Im Vorwort schreibt Manfred „Manni“ Lang: „Nutzen Sie die Chance und machen sich mit Gott (neu) vertraut. Finden Sie mit seiner Hilfe (wieder) festen Boden der Hoffnung unter Ihren Füßen. Mutter Marie Therese nimmt für Sie Einblick in das Wesen Gottes – und zeigt uns einen »Weg für alle«“.

Marie Therese hat 30 Jahre Dunkelheit im Glauben durchgemacht. Die Lehre der christlichen Mystik nennt solche schweren Zeiten anhaltender Glaubensprüfungen ohne „Rückmeldung“ von Gott „Nacht der Sinne und schweren Zeiten anhaltender Glaubensprüfungen ohne „Rückmeldung“ von Gott „Nacht der Sinne und des Geistes“.

„Gott spüren“

Dann erwacht sie aus dieser inneren Abgeschlossenheit – und begegnet Gott in sich. Sie „schaut“, „spürt“ und erhält Gewissheit über seine Existenz, seine Liebe zu jedem einzelnen und seiner unendlichen Barmherzigkeit.

Mutter Marie Therese verleugnet sich selbst und ihre Bedeutung im irdischen Leben und nimmt von Gott die Aufgabe an, die gottgewollte Echtheit des Zweiten Vatikanischen Konzils zu bezeugen, zu dessen Bestätigung sie die Communio in Christo als „Orden“ gründet. Sie wird zur Verteidigerin dieses geistgewirkten Konzils gegen alle, die es verwerfen oder relativieren. Bis heute.

Mutter Marie Therese wurde 1927 als Josephina Theresia Linssen in den Niederlanden geboren und gründete am 8. Dezember 1984 in Mechernich die Communio in Christo. 1994 starb sie hier und wurde auf dem Mechernicher Friedhof beigesetzt.

Mutter Marie Therese gilt heute als mit außerordentlichem Charisma begabte Ordensfrau und Mystikerin. Ihre Gründung wurde 2019 vom Aachener Bischof Dr. Helmut Dieser als Ordo Communionis in Christo kirchlich anerkannt.

Sie hat weltweit Anhänger und hinterließ in Mechernich und Blankenheim ein umfangreiches Sozialwerk mit Pflegeinrichtungen und dem Hospiz „Stella Maris“. Sie hinterließ ebenfalls Hunderte Betrachtungen aus mystischen Erfahrungen in 26 Büchern, die jetzt nach und nach neu aufgelegt werden sollen.

Von Franz Kruse illustriert

Der Herausgeber, Diakon Manfred Lang, versucht in seinem Buch und jetzt im kostenlosen Probeheft einen Teil dieser aus mystischen Gotteserfahrungen heraus verfassten Texte für alle, die Gott und Gottes Liebe suchen, aufzuschlüsseln und zugänglich zu machen.

Er wurde 1959 in Bleibuir geboren, lebt in Lückerath und bald in Mechernich, ist Ständiger Diakon mit Zivilberuf (Autor und Redakteur), ist verheiratet, hat drei Kinder und bald zwei Enkel.

Lang veröffentlichte zahlreiche Bücher, meist über die Eifel, aber auch mit Hermann Multhaupt die Hagiographie „Weit über alle Grenzen“ über Mutter Marie Therese und die Anthologie „Als ob es heute wäre“ mit Prof. Hermann-Josef Pottmeyer, Prof. Stanislaw Urbanski und P. Rudolf Ammann über die ungebrochene Aktualität des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Illustriert wurden Buch und Probeheft von dem Floisdorfer Künstler Franz Kruse (*1941), Maler und Gestalter, der Arbeiten u.a. in Rom, Oslo, Drottningholm, Mailand, Paris, London und Washington ausgestellt hat. Sein Atelier befindet sich im früheren Sportheim am Mechernicher Eifelstadion.

Wer das Heft nicht in seiner Kirche findet, kann sich an den Herausgeber wenden unter der Mailadresse lang-mechernich@profipress.de oder per Post Manfred Lang, Schoßbachstraße 3, 53 894 Mechernich. Es wird dann zugesendet.

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„Weihnachten leben“ in Kall

Kall-Steinfeld, 23.12.2020 – „Wir sitzen alle in einem Boot – und trotzdem müssen wir uns auch ins Bewusstsein rufen, dass es Menschen gibt, denen es schlechter geht als uns“ heißt es in einem Rundbrief des Abiball-Komitees aus der „Q2“ des Hermann-Josef-Kollegs in Steinfeld. Die Schüler haben eine Spendenaktion unter dem Titel „Weihnachten leben“ initiiert, mit dem sie zum einen das Hermann-Josef-Haus in Bonn und zum anderen Obdachlose in Köln unterstützen möchten.

Im Hermann-Josef-Haus in Bonn werden Menschen im Alter bis 27 Jahre sowie junge Familien und Mütter mit Kindern untergebracht und betreut. Die Schüler des Hermann-Josef-Kollegs haben die dortigen Bewohner nun mit 83 bunt verpackten Kartons voller Geschenke bedacht. Angelehnt an die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ enthalten sie neu verpackte Sachspenden für jedes Alter und Geschlecht wie beispielsweise Buntstifte, Kuscheltiere, Bücher und Süßigkeiten.

Die bunt verpackten Kartons gingen an die Bewohner des Hermann-Josef-Hauses in Bonn. Foto: Carlier/pp/Agentur ProfiPress

Ein Teil der Schüler fuhr zusammen mit der Stufenleiterin zum Hermann-Josef-Haus, wo ihnen bei einer kleinen Führung die Verhältnisse der dort lebenden Menschen erklärt wurden. Die Päckchen sollen dann an Heiligabend von der Heimleitung an Kinder und Bewohner verteilt werden.

Im zweiten Teil der Spendenaktion sammelten die Schüler zum einen Sachspenden, um Obdachlose in Köln mit Hygieneartikeln wie Desinfektionsmittel und Masken zu beschenken. Zum anderen sammelten sie Geld, mit denen die Schüler einige Decken, Mützen, Jacken und Handschuhe für die Obdachlosen kaufen konnten. Auch die Tiere, insbesondere Hunde, wurden bei der Aktion nicht vergessen: Für sie wurde Futter und Spielzeug besorgt.

Insgesamt 90 Tüten konnten so gepackt werden, um sie in der Kölner Innenstadt an Obdachlose zu verteilen. Die übrigen Tüten sowie einige weitere große Packungen Desinfektionsmittel gingen an das Erik-Wickberg-Haus in Köln, welches Obdachlosen Unterschlupf und Fürsorge bietet. Auf diese besondere Weise wollten die Schüler der „Q2“ am Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg „ein Zeichen der Nächstenliebe setzen“.

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Ein Herz für Bedürftige in Kommern

Mechernich-Kommern, 23.12.2020 – Ihr eigenes Restaurant „Croatia“ ist in der Pandemie-Zeit geschlossen – Vesna Maric hat trotzdem in mühevoller Handarbeit zugunsten Bedürftiger im Ort weihnachtliche Kränze und Gestecke gebastelt – Verkauf lief unter erschwerten Corona-Bedingungen –  Jetzt überreichte sie 3.650 Euro an das Vereinskartell – Spende soll für Empfänger schönes Weihnachtsfest möglich machen.

Vesna Maric hat das Herz am rechten Fleck. Obwohl ihr Restaurant „Croatia“, das sie mit ihrem Mann Slavko an der B266 in Kommern betreibt, über Wochen Pandemie-bedingt geschlossen bleiben musste, bedachte sie jetzt bedürftige Kommerner mit einer Spende in Höhe von 3.650 Euro.

Damit, so ihr Herzenswunsch, soll Kindern, Familien und Senioren ein schönes Weihnachtsfest ermöglicht werden. „Es gibt so viele Menschen, die nicht viel haben. Dieses Jahr ist es durch Corona noch viel schlimmer“, begründet Vesna Maric ihre Entscheidung. Vor allem war ihr wichtig, direkt vor der Haustür zu helfen.

Ortsvorsteher und Vereinskartellvorsitzender Rolf Jaeck ist dankbar über das große Engagement der Wahl-Kommernerin. „Wir werden das Geld im Sinne von Vesna Maric an die Ärmsten der Armen im Ort verteilen. Mit ihrer Aktion ist sie jetzt schon zum zweiten Mal ein Lichtblick vor Weihnachten.“ Das Geld werde auf das Vereinskartell-Konto überwiesen und durch den Vorstand persönlich an die Bedürftigen verteilt.

Vesna Maric hat für ihre Aktion Stunde um Stunde Kränze gebunden und Adventsgestecke gebastelt. „Meine Familie hat mich drei Wochen lang kaum gesehen“, berichtet sie schmunzelnd.

Erschwerte Bedingungen

War im vergangenen Jahr bei der Premiere noch ein großer Basar an den Advents-Wochenenden vor Weihnachten rund um das Croatia möglich, lief die Aktion jetzt nur unter erschwerten Corona-Schutzbestimmungen.

Vesna Maric stimmte jedes Detail mit dem Mechernicher Ordnungsamt ab. Sie bot lange Öffnungszeiten der Ausstellung, damit Menschenansammlungen vermieden werden konnten. Bewusst hatte sie auch auf Werbung für ihren Markt und Glühweinstände verzichtet

Doch auch so wurde ihre Idee zu einem Erfolg. Eigentlich wollte sie die Adventskränze auf den Auslegetischen fotografieren, um sie später zu zählen. Dazu kam sie nicht. „So wie ich sie auf den Tisch hingestellt habe, waren sie weg“, freut sich Maric.

Einen Vorteil hatte die Corona-Pandemie: Im geschlossenen Restaurant, das aber in der Zeit Außer-Haus-Bestellungen entgegengenommen hat, hat sie sich ausbreiten können. „Ich habe Tische, Stühle und Bänke belegt mit meinem Bastelmaterial. Ich musste nicht wie im vergangenen Jahr draußen frieren“, sagt sie schmunzelnd.

Für sie steht jetzt schon fest: „Nächstes Jahr holen wir alles nach und machen eine große Veranstaltung, wenn wir alle gesund bleiben.“

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Grußwort der Bürgermeisterin von Eschweiler zu Weihnachten 2020 und zum Jahreswechsel 2020/21

Eschweiler, 23.12.2020 – Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Ein herausforderndes Jahr für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Auch in Eschweiler bestimmt seit Februar die Corona-Pandemie Leben und Handeln. Insbesondere denke ich an die vielen Menschen und die Familien, die seit vielen Monaten mit Kurzarbeit und einem drohenden Arbeitsplatzverlust leben und die in der schwierigen Lage sind, eine Kinderbetreuung für ihren Nachwuchs zu organisieren. An die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den sogenannten „systemrelevanten“ Berufen arbeiten und die Allgemeinheit versorgen: in Krankenhäusern, Pflegeheimen, im Pflegedienst und in den Kitas und auch insbesondere im Handel und in der Gastronomie. Diesen Menschen zolle ich meinen größten Respekt.

Zu Beginn der Pandemie forderte man für diese Bürgerinnen und Bürger eine gerechtere, sozialversicherungspflichtige Vergütung und direkte Hilfen. Die klatschenden Ovationen waren im wahrsten Sinne des Wortes sehr groß. Diese lauten Stimmen dürfen jetzt nicht ab ebnen: Bund und Land müssen jetzt alles daransetzen, diesen Menschen zu helfen. Die bereitgestellten kurzfristigen finanziellen Hilfen in Millionenhöhe sind hier ein erster Anfang. Das zurückliegende Jahr war jedoch auch ein erfolgreiches für die Stadt Eschweiler. Wir konnten weiterhin in den Ausbau und Neubau von Kindertagesstätten und in die Kindertagesbetreuung insgesamt investieren.

Seit diesem Jahr sind somit die Betreuungsjahre ab dem dritten Lebensjahr bis zur Einschulung beitragsfrei. Wir konnten die Digitalisierung der Schulen vorantreiben und Schulgebäude weiter modernisieren.

Eschweiler wächst und ist gefragter Wohnstandort in der Region. So entstehen ab dem kommenden Jahr u. a. neue Baugebiete am Patternhof, Westlich Vöckelsberg, in Hücheln und auch auf dem Gelände des alten Sportplatzes in Nothberg.

Der Strukturwandel ist auch in unserer Stadt im vollen Gange. Im zurückliegenden Jahr konnten wir zahlreiche Fördermöglichkeiten auf Landes- und Bundesebene ausschöpfen und uns mit den Planungen neuer, auch ressourcenschonender Industrie- und Gewerbegebiete sowie mit dem Projekt „Change Factory – Innovationszentrum auf dem Drieschplatz“ in Stellung bringen.

Im kommenden Jahr haben wir viel vor: Dabei stehen der Ausbau der Mobilität in unserer Stadt, die Digitalisierung der Schulen sowie das „Digitale Rathaus“ und die Schaffung von weiterem bezahlbarem Wohnraum oben auf der Agenda. Liebe Eschweilerinnen und Eschweiler! Diese Investitionen sind ein positives Zeichen in dieser schwierigen Zeit. Aber ohne das ehrenamtliche Engagement von vielen Bürgerinnen und Bürgern in unserer Stadt geht es nicht. Sei es in den vielen sport-, musik- und kulturtreibenden Vereinen, in den Karnevalsgesellschaften, den Hilfsorganisationen, Verbänden und Institutionen und der Freiwilligen Feuerwehr. Die Menschen haben trotz der schwierigen Situation an ihrem ehrenamtlichen Engagement festgehalten und in den vergangenen Monaten alles darangesetzt, weiterzumachen, zu üben, zu trainieren, zu organisieren und zu helfen.

Insbesondere danke ich herzlich den Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die für alleinstehende Menschen da sind, oft als Einkaufshilfe, Unterstützerin und Unterstützer und Mitmensch, der zuhört und da ist.

Das ehrenamtliche Engagement dieser Eschweilerinnen und Eschweiler trägt zu einem sozialen und solidarischen Zusammenhalt in unserer Stadtgesellschaft bei. Dafür danke ich allen Engagierten zutiefst! Bitte lassen Sie nicht nach!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Mit Zuversicht und Selbstbewusstsein sollten wir gemeinsam die im Jahr 2021 vor uns liegenden Herausforderungen und Aufgaben angehen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes, friedvolles und besinnliches Weihnachtsfest. Erfolg und persönliches Wohler-gehen und vor allem Gesundheit mögen Ihre Begleiter im neuen Jahr 2021 sein.

Ihre

Nadine Leonhardt

Bürgermeisterin

Eschweiler, im Dezember 2020

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Creatio-Gruppe begrüßt 500. Mitarbeiterin

Region/Trier, 23.12.2020 – Der größte mittelständische Pflegeanbieter in der Region Trier bietet an vier Standorten vielfältige Pflegekonzepte. Neuestes Projekt: Ein Haus für junge Pflegebedürftige. „Der Blumenstrauß ist für mich eine tolle Überraschung“, freut sich Laura Peters an ihrem ersten Arbeitstag im Team der Pflegedienstleitung der creatio Seniorenresidenz in Ehrang.

„Ich habe früher schon mal für das Unternehmen gearbeitet und irgendwie haben mich die Konzepte und die Wertschätzung hier nie losgelassen.

Deshalb freue ich mich sehr, dass ich wieder im Team creatio bin“, erzählt die 28-Jährige. Für Geschäftsführer und creatio-Gründer Torsten Manikowski eine Bestätigung der Firmenphilosophie: „Wir pflegen nicht nur Menschen, sondern auch ein gutes Miteinander. So sind wir in den letzten 20 Jahren erfolgreich gewachsen – von damals acht Mitarbeitern in Pölich auf heute insgesamt 500 Mitarbeiter an vier Standorten in der Region.“

Neben der Anzahl an Arbeits- und Pflegeplätzen (heute 570) für die Region hat sich auch die Expertise des Unternehmens entwickelt und erweitert. „Wir setzen gezielt Schwerpunkte und entwickeln bedarfsgerecht Konzepte neu. Von speziellen Angeboten für demente Pflegebedürftige über die gesundheitliche Vorsorgeplanung der letzten Lebensphase bis hin zu unserem neuesten Projekt, dem ‚Haus für Junge Pflege’ in Pölich, sorgen wir für ein vielfältiges Angebot für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und bleiben als Arbeitgeber attraktiv“, ergänzt Eric Schmitt, der seit 2018 zur Geschäftsführung der creatio-Gruppe gehört. Das kann Jubilarin Laura Peters nur bestätigen. „Ich freue mich darauf meine eigene Geschichte in die Angebote der creatio einzubringen und so diese Entwicklung in Zukunft aktiv mitzugestalten.“

Zusatzinfo:

Gestartet im Jahr 2000 mit der Seniorenresidenz St. Andreas in Pölich (acht Beschäftigte, 20 Kurzzeitpflegeplätze) hat sich die creatio-Gruppe zum größten privaten Anbieter für stationäre Pflege in der Region Trier entwickelt. Zum Unternehmensverbund gehören heute vier Seniorenresidenzen (in Pölich, Schweich, Wittlich und Trier-Ehrang) mit rund 570 Pflegeplätzen und 500 Arbeitsplätzen. Letzter Meilenstein war 2019 die Inbetriebnahme des Standorts in Ehrang (156 Plätze). Nächster Meilenstein ist ein Haus für jüngere Pflegebedürftige in Pölich (geplant im Herbst 2021). Neben einem Cateringservice verfügt die creatio-Gruppe auch über eine eigene Weiterbildungsakademie für eigene und externe Pflegekräfte.

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Gegen Corona: Impfungen beginnen im Kreis Düren am 27. Dezember

Düren, 23.12.2020 – Endlich ist der Impfstoff zugelassen. Am 27. Dezember werden im Kreis Düren die ersten Menschen gegen das Coronavirus geimpft. „Wir sehen damit Licht am Ende des Tunnels“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Zunächst kommen die Bewohner und das Personal in Senioren- und Pflegeinrichtungen an die Reihe.

Um die genaue Abfolge festzulegen, hat das Gesundheitsamt des Kreises Düren eine Prioritätenliste erarbeitet, die sich an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission in Berlin und den Vorgaben des Landes NRW orientiert. Ein wesentliches Kriterium ist die Größe der Einrichtung gemessen an der Zahl der Bewohner. Der Grund: Je mehr Menschen in einer Gemeinschaftsunterkunft leben, desto größer ist die Gefahr, dass das Virus z. B. durch Besucher ins Heim gelangt. Bei Ausbrüchen in großen Einrichtungen ist die Zahl der bedrohten Menschen umso höher, je mehr Menschen in einem Heim leben. Ein besonderes Augenmerk wird auf Einrichtungen mit ausschließlich dementen Bewohnern gelegt. „Das sind objektive und nachvollziehbare Kriterien“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn.

Bis Ende des Jahres können im Kreis Düren rund 2000 Menschen geimpft werden. Mehr Impfdosen stehen zunächst nicht nur Verfügung. In den 48 vollstationären Senioren- und Pflegeeinrichtungen des Kreises Düren leben cirka 3300 Bewohner. Dazu kommen rund 2600 Beschäftigte. Die Impfungen selbst werden von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) im Kreis Düren geplant und über mobile Teams vorgenommen.

Wann die ersten Impfungen im Impfzentrum des Kreises Düren im ehemaligen Gebäude „Am Ellernbusch“ in Düren stattfinden können, steht derzeit noch nicht fest. Dies hängt davon ab, wie schnell größere Mengen an Impfstoff zur Verfügung stehen. „Wir sind bereit und können sofort loslegen“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn nochmals. Im Impfzentrum können rund 1000 Menschen am Tag geimpft werden. Die Kapazitäten sind je nach Lage auf 2000 erweiterbar.

Da zunächst in den Pflegeheimen geimpft wird, wird gebeten, nicht jetzt schon unter der Rufnummer 116 117 nach Terminen für eine Impfung zu fragen. Zweite Priorität hat das Personal der Rettungsdienste und bestimmtes medizinisches Personal in Krankenhäusern. Nachfolgend ist das Personal ambulanter Pflegedienste vorgesehen sowie mit sehr hoher Priorität Menschen, die älter sind als 80 Jahre. „Wir haben uns mit unserer Priorisierung an die rechtlichen Vorgaben des Landes und die Vorlage der Ständigen Impfkommission gehalten“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. Dr. Norbert Schnitzler, der Leiter des Kreis-Gesundheitsamtes, ergänzte: „Menschen, die in vollstationären Senioren- und Pflegeeinrichtungen leben, zählen zum überwiegenden Teil zu den Risikopatienten für schwere Covid-19-Erkrankungen mit einer grundsätzlich hohen Sterblichkeit. Deshalb sind sie besonders schutzbedürftig.“ Landrat und Gesundheitsamtsleiter wünschen sich, dass viele Menschen die Gelegenheit wahrnehmen, sich impfen zu lassen. Dies sei eine enorm große Chance, das Coronavirus entscheidend einzudämmen und damit in absehbarer Zeit wieder zu einem Stück Normalität im Alltag zurückzukehren.

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Corona-Schutzimpfungen starten auch in der Vulkaneifel am 27. Dezember 2020

Hillesheim, 23.12.2020 – Der Landkreis Vulkaneifel gehört zu den ersten Landkreisen in Rheinland-Pfalz, die mit dem Impfstoff versorgt werden. „Der 27. Dezember wird ein ganz besonderer Tag werden. Ein Tag, der den Menschen im Gedächtnis bleiben wird – nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern auch in Deutschland, ja in ganz Europa. Ein Tag, der uns gerade in der aktuell so schwierigen Phase der Pandemie Zuversicht schenkt. Der uns Hoffnung gibt, dass wir den langen und entbehrungsreichen Kampf gegen dieses Virus am Ende gewinnen werden“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler mit Blick auf den nahenden Impfauftakt in Rheinland-Pfalz.

In einer allerersten Lieferung wird Rheinland-Pfalz 9.750 Dosen des Impfstoffs erhalten. Aufgrund dieser engen Begrenzung starten die Impfungen daher in den Altenheimen und Senioreneinrichtungen – übereinstimmend mit den Vorgaben des Bundes und basierend auf den Empfehlungen zur Priorisierung der Ständigen Impfkommission. Den ersten Empfehlungen des einberufenen Ethikbeirats Corona-Schutzimpfung folgend werden dabei zunächst jene Regionen bedient, die zum Stichtag 16. Dezember über der durchschnittlichen 7-Tages-Inzidenz des Landes lagen.

Dies sind die Kreise Bad Kreuznach, Germersheim, Kusel, Neuwied, der Rhein-Pfalz-Kreis und der Kreis Vulkaneifel sowie die kreisfreien Städte Frankenthal, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz und Speyer. Betroffen sind dort insgesamt mehr als 200 Einrichtungen, in knapp 70 davon wird in einem allerersten Schritt mit mobilen Impfteams geimpft.

Diese enge Einschränkung auf einen Teilbereich wird sich dabei nach und nach mit der Zulieferung zusätzlichen Impfstoffs erweitern. So soll es laut Bund bereits am 28. und 30. Dezember Nachlieferungen von einmal knapp 25.000 und einmal gut 34.000 Impfdosen für Rheinland-Pfalz geben. Für den Januar hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wöchentliche Lieferungen von je gut 34.000 Impfdosen für Rheinland-Pfalz angekündigt. Nach der Ausweitung auf weitere Seniorenheime sollen in den folgenden Phasen dann auch medizinisches Personal beispielsweise in Krankenhäusern sowie Menschen über 80 Jahren auch in den Impfzentren geimpft werden. Dazu startet Rheinland-Pfalz vermutlich Anfang bis Mitte Januar ein Terminvergabesystem. Der genaue Zeitpunkt wird in den kommenden Tagen bekannt gegeben.

Zum Start werden die Einrichtungen in Rheinland-Pfalz von mobilen Impfteams aufgesucht, die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) organisiert werden, erläuterte Gesundheitsstaatssekretär und Landeskoordinator Impfen, Dr. Alexander Wilhelm. „Unser Ziel ist es, dass wir zum Start 20 mobile Impfteams haben, die insgesamt 20 Einrichtungen pro Tag bedienen können“, erläuterte Wilhelm. Er dankte dem DRK ausdrücklich. „Das DRK ist zentrale Ansprechstelle für die mobilen Impfteams. Sie sind der Schlüssel für die erfolgreichen Schutzimpfungen der Bürgerinnen und Bürger, die in stationären Einrichtungen leben und keinen Zugang zu Impfzentren haben beziehungsweise diese nur schwer erreichen können.“ Die jeweiligen mobilen Impfteams setzen sich zusammen aus einer Ärztin beziehungsweise einem Arzt, einer Apothekerin oder einem Apotheker zur Aufbereitung des Impfstoffes sowie weiterem Personal, beispielsweise einer medizinischen Fachkraft. Ein Teamleiter übernimmt die Steuerung und ist Hauptansprechpartner für Pflegeeinrichtungen und Impfzentren.

Angesichts der limitierten Impfstoffverfügbarkeit zum geplanten Beginn der Impfungen am 27. Dezember und der dadurch nötigen Priorisierung treten auch viele ethische Fragen in den Vordergrund. Der von Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler ins Leben gerufene Ethikbeirat Corona-Schutzimpfung hat daher ein erstes Empfehlungs­papier verabschiedet. „Idealerweise stünden alle Impfdosen für alle Menschen, die sich impfen lassen möchten, am ersten Tag zur Verfügung. Dem ist bedauerlicherweise, jedoch aus nachvollziehbaren Gründen, nicht so und deshalb müssen wir uns darauf verständigen, wer zu Beginn anhand medizinischer, ethischer und sozialer Kriterien zunächst versorgt werden wird. Dazu haben wir als Ethikbeirat erste Empfehlungen für das Land verabschiedet“, sagte der Vorsitzende Professor Dr. Norbert Paul. Diese lauten unter anderem, die ersten Impfungen durch mobile Impfteams in Einrichtungen der Pflege innerhalb von Kreisen oder kreisfreien Städten mit besonders hoher Inzidenz durchzuführen.

Ministerin Bätzing-Lichtenthäler verband mit dem nahenden Auftakt der Schutz­impfungen auch einen Appell an die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer: „Der Kampf gegen das Virus – das zeigt sich am Beispiel Schutzimpfung besonders deutlich –, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das heißt im Klartext: Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto größer ist der Schutz für uns alle. Angelehnt an das rheinland-pfälzische Motto ‚Ich schütze Dich, Du schützt mich‘ bitte ich hiermit die Menschen in Rheinland-Pfalz von ganzem Herzen, die Impfungen wahrzunehmen, wenn sie dazu an der Reihe sind.“

Bätzing-Lichtenthäler zeigte Verständnis, dass viele Menschen ein sehr großes Informationsbedürfnis rund um die Impfungen und den Impfstoff haben. Sie verwies darauf, dass das Land dafür von morgen an eigens eine Info-Hotline für Bürger geschaltet hat. Diese ist unter der Telefonnummer 0800/5758100 erreichbar und montags bis samstags von 8 Uhr bis 22 Uhr sowie sonn- und feiertags zwischen 10 Uhr und 16 Uhr und am 24. und 31. Dezember jeweils von 8 bis 12 Uhr besetzt. Auch vom Bund gibt es eine Info-Hotline, die unter der Nummer 116117 erreichbar ist.    Ausführliche Informationen finden sich darüber hinaus auch auf der Internetseite des Landes unter www.corona.rlp.de. Darüber hinaus schließt sich Rheinland-Pfalz der vom Bund angekündigten groß angelegten Informationskampagne an.

„Wir alle sind sehr optimistisch, dass wir kurz vor einem entscheidenden Wendepunkt im Kampf gegen diese Pandemie stehen. Auch wenn es gerade zu Beginn ob der Knappheit des Impfstoffs schmerzhafte ethische Fragen geben mag, auch wenn in der Anlaufphase sicherlich kleine und größere Problem auftreten werden – dieser Impfstoff und die folgenden Varianten haben das Potenzial, uns im Kampf gegen das Virus einen riesigen Vorteil zu verschaffen“, sagte Bätzing-Lichtenthäler zum Abschluss. „Lassen Sie uns deshalb alle gemeinsam daran arbeiten und alle zusammen zuversichtlich sein, dass der kommende 27. Dezember ein Tag sein wird, an den sich die Menschen noch lange erinnern werden, weil es der Wendepunkt im Kampf gegen Corona war.“