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Zwei Mechernicher Ortsbürgermeister im Interview

Mechernich/Strempt/Wachendorf, 16.02.2021 – Uwe Höger (Strempt/Denrath/Heufahrtshütte/Weißenbrunnen) und Jan-Christof Jansen (Wachendorf) stehen stellvertretend für insgesamt 34 Ortsbürgermeister in Mechernich – Sie wollen positive Impulse setzen, weg vom Kirchturmdenken und zu mehr Miteinander – Eine der großen Aufgaben für beide: die Integration von Neubürgern und Zugezogenen.

Laut Landkarte liegen 14 Kilometer zwischen ihnen. Der eine wohnt und wirkt in Strempt, der andere in Wachendorf. 30 Jahre lebt Uwe Höger (54 Jahre) in seiner Wahlheimat, Jan-Christof Jansen (47) darf nach fünf Jahren wohl noch als Zugezogener im Dorf bezeichnet werden. Beide sind seit Oktober 2020 als Mechernicher Ortsbürgermeister neu im Amt – in Corona-Zeiten spürbar unter erschwerten Bedingungen: Keine Feste, kein Vereinsleben, keine Bürgerhausbesuche.

Am Rochusplatz in Strempt sowie am Bürgerhaus Wachendorf stellen sie stellvertretend für 34 Mechernicher Ortsbürgermeister ihre Ideen, Impulse, Arbeit und Ansätze vor und skizzieren ein modernes Verständnis des Vermittlers zwischen Bürgern und Stadtverwaltung. Bürgerhäuser sind die Seelen des Dorfes, sagen sie. Im gemeinsamen Interview regen sie vor allem ein stärkeres Vernetzen der Ortsbürgermeister untereinander und den gegenseitigen Austausch an – zum Vorteil aller. In ihren Plänen sind sie sich nah.

Interview:

Beide arbeiten Sie als Berufssoldaten im Bonner Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen, der ehemaligen Wehrverwaltung. Sie begegnen sich in Pausen und tauschen sich privat aus. Hat das für Ihr Amt Vorteile?

Höger: Definitiv. Wir tauschen uns regelmäßig aus. Jan-Christof Jansen hat super Ideen. Seinen Flyer für Neubürger in Wachendorf zum Beispiel werden wir angepasst an unser Dorf bald für Strempt nutzen. Er wiederum profitiert von meiner langjährigen Erfahrung in der Vereinsarbeit. Kirchturmdenken, davon bin ich überzeugt, bringt uns im Alltag nicht weiter.

Jansen: Vernetzen unter den Ortsbürgermeistern bringt allen Beteiligten Vorteile. Wir Ortsbürgermeister können uns mit unseren Ideen und Erfahrungen gegenseitig bereichern – obwohl natürlich jedes Dorf seine eigenen Besonderheiten hat. Fehler, die passieren, weil man es nicht besser weiß, werden vermieden. Sachen, die in Strempt gut sind, können auch in Wachendorf gut sein und in jedem anderen Ort im Stadtgebiet.

In beiden Orten ist die Integration von Neubürgern ein großes Thema…

Jansen: Das Thema wird der Schwerpunkt meiner Amtszeit. Ganz sicher. Bei uns werden es rund 100 Neuzugezogene. Das Einbinden bringt sehr viel Positives für den Ort, für die Vereine, für die Feuerwehr, für die Aktivkirche. Die ins Dorf hineinkommen, sind eingeladen, sich einzubringen. Ich bitte meinen altgestandenen Ortskern aber auch, bereit zu sein, die Neuen aufzunehmen. Das funktioniert sehr gut über die Vereine. Das beste Beispiel bin ich selbst dafür. Ich bin inzwischen aktives Mitglied bei der Feuerwehr und im Bürgerverein. Und nun auch Ortsbürgermeister.

Höger: Bei uns sind es 27 Grundstücke, die vor allem junge Familien zu uns gebracht haben. Ein weiteres Baugebiet ist in Planung. Damit sollen nochmal rund 60 Grundstücke dazu kommen. Rund 150 Menschen wollen und werden wir integrieren. Die ersten Kontakte zeigten: Die Bereitschaft bei den Zugezogenen ist da. Aber das braucht natürlich auch Zeit.

Jansen: Klar ist auch, so positiv es ist, Neubürger zu gewinnen, so sehr muss man auch akzeptieren, dass sich so ein Dorf auch an ein Neubaugebiet gewöhnen muss. Da ist es umso wichtiger, dass wir als Ortsbürgermeister pro-aktiv unterwegs sind und alles dafür tun, dass es gelingt. Letztlich sogar als gutes Beispiel vorangehen.

Früher wurden Ortsvorsteher häufig und gerne als „Sheriffs“ bezeichnet? Verstehen Sie sich noch als Aufpasser?

Jansen: Mit dem alten Begriff kann ich persönlich nichts anfangen. A bin ich nicht ausgebildet zum Sheriff und B will ich auch nicht Chef oder gar Hilfspolizist spielen. Ich glaube, dass uns der Begriff im Dorf nicht weiterbringt. Sondern hier muss man einfach an den gesunden Menschenverstand appellieren und miteinander reden. Das Dorf ist der „Star“, wir sehen uns als Mittler und Koordinatoren. An uns ist es, Impulse zu setzen, Menschen zu motivieren, sich in die Gemeinschaft einzubringen und wo notwendig, einzugreifen und die kommunale Stadtverwaltung einzubinden, wenn man sie benötigt.

Höger: Ich will mich ebenfalls absolut nicht als Aufpasser sehen. Nur gemeinsam sind wir stark. Jung und Alt mit ins Boot zu nehmen ist unser Antrieb. Mitmachen ist überall gefragt und sogar erbeten. Dann identifizieren sich die Bürger auch viel eher mit dem Ort und dem Erreichten. Wichtig finde ich auch, die Arbeit der „Alten“ und bisherigen Helfer wertzuschätzen, die sie zum Wohl des Dorfes Stunde um Stunde investiert haben. Dafür kann man gar nicht oft genug danke sagen. Deren und unser aller Engagement prägt den Ort und die Heimat noch auf lange Zeit.

 Sie sind 24 Stunden vor Ort Ansprechpartner für alles – für Löcher in der Straße, bei defekten Laternen und sonstigen Missständen. Sie sind Schnittstelle und manchmal auch Prellbock zwischen Stadtverwaltung und Bürger. Auch spätabends läutet schon mal das Telefon.

Höger: Das gehört zum Amt. Uns tut gut, dass die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung in den ersten Monaten unserer Amtszeit hervorragend funktioniert. Das ist ein super Verhältnis mit der Stadt, egal bei welchem Ansprechpartner.

Jansen: Dieser Umstand, den Uwe anspricht, ist ein großer Rückhalt für uns als Ortsbürgermeister. Ich habe in meiner Zeit schon den ein oder anderen Schriftverkehr mit der Stadtverwaltung geführt. Mein Anliegen wurde so schnell abgearbeitet. Das ist unglaublich toll zu erleben, wie gut das funktioniert in der Kommunalverwaltung. Von meiner Seite ein großes Lob und bitte weiter so. Für die Bürger ist es ein wichtiges Signal, dass Dinge, die sie an uns herantragen auch zu einem Ergebnis führen.

Wofür stehen Sie? Welche Akzente wollen Sie setzen?

Höger: Ich möchte mich dafür einsetzen, dass der Ort und seine Menschen wieder zusammenwachsen und wieder mehr zusammenrücken. Das Miteinander muss wieder an erster Stelle stehen. Die Jugend möchte ich verstärkt mit ins Boot nehmen und den Bolzplatz und eventuell auch ein Basketballfeld wieder aufhübschen. Auch die Grillhütte müsste dringend wieder zurecht gemacht werden. Außerdem möchte ich nach dem Lockdown gerne einen Spaziergang mit interessierten Bürgern durch unser Dorf machen, wo sie sozusagen „frei Schnauze“ sagen können: Wo drückt der Schuh?

Jansen: Ich möchte ein Beispiel anbringen, was unsere Arbeit ausmacht: Bald werden Nistkästen in der Kastanienallee angebracht, die von Kindern aus dem Dorf gebaut wurden Thomas Helmling hat einen Nistkasten mit einer Kamera bestückt werden. Auf unserer Bürgervereins-Webseite können Bürger live in einen der Nistkästen blicken. Jeder sieht dort auch Termine, die im Dorf anstehen und nehmen vielleicht teil. Einen solchen Mehrwert bzw. Synergieeffekte verspreche ich mir von vielen Aktivitäten. Auf dem Neubürger-Flyer sind beispielsweise auch einige unsere Gewerbetreibenden genannt. Aber natürlich sind es auch manchmal ganz pragmatische Ansätze, wie die Frage nach einer der Besucherzahlen angepassten Sanitäranlage am Parkplatz der Bruder-Klaus-Kapelle, mit denen man Dinge voranbringt.

Feste, geselliges Beisammensein, Kirmes- und Karnevalsfeiern Corona-bedingt nicht möglich. Doch es gibt auch positive Seiten?

Jansen: „Aufeinander aufpassen“ und „Füreinander da sein“ hat eine ganz andere Qualität während dem Lockdown bekommen. Ich hoffe, das bleibt auch nach der Pandemie erhalten. In dem Fall hat diese Zeit eine positive Seite, bei allem negativen, wo sie uns einschränkt.

Höger: Das Besinnen auf das, was wir an unserer Heimat haben, wird uns stärken. Wir wissen in der Krise, was wir daran haben, was bereits seit Jahrzehnten auch von unseren Vorgängern aufgebaut wurde. Der Bürger muss stolz sein auf sein Dorf und sagen: Das ist mein Strempt. Das ist mein Wachendorf.

Warum sind Sie überhaupt Ortsbürgermeister geworden?

Höger: Der Entschluss ist gereift. Seit dem Wulf Dietrich Simon viel zu früh verstorben war, der für den Ort Strempt in all den Jahren viel getan hat, habe ich mir überlegt, für den Stadtrat zu kandidieren und gerne auch das Amt als Ortsbürgermeister zu bekleiden.

Jansen: Wenn man sich auf ein solches Amt einlässt, muss einem klar sein, dass man auch viel von seiner Freizeit investiert. Aber das tue ich gerne, ich fühle mich mit meiner Familie hier unglaublich wohl und wir sind seinerzeit toll aufgenommen worden. So kann ich also auch ein bisschen zurückgeben.

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Ökoprofit 2021: Klimaschutz zahlt sich für Betriebe aus

Aachen/StädteRegion Aachen, 16.02.2021 – Klimaschutz zahlt sich für Betriebe in Stadt und StädteRegion Aachen aus. Und das Beratungsprojekt „Ökoprofit“ hilft dabei. Denn Ökoprofit kommt mit einer einfachen Idee daher: Unternehmen engagieren sich umweltbewusst, nutzen Ressourcen effizient – und sparen damit Geld. Dabei werden sie professionell beraten und knüpfen untereinander Netzwerke.

Nach einer der Corona-Pandemie geschuldeten Zwangspause im Vorjahr soll Ökoprofit im laufenden Jahr 2021 wieder an den Start gehen. Interessierte Unternehmen können sich ab sofort wieder bewerben.

Im Jahr 2019 hatten elf Betriebe bei Ökoprofit mitgemacht. Sie konnten 300 Tonnen Kohlendioxid (CO²) einsparen und haben dabei auch noch 141.000 Euro weniger Geld ausgegeben. Möglich wurde das durch gezielte Informationen und Einsparungen bei Energie und Emissionen, Wasser und Abwasser, Rohstoffen und Abfall.

Unternehmen aus der Stadt Aachen, die am Projekt „Ökoprofit 2021“ teilnehmen möchten, melden sich bei Dr. Maria Vankann von der Koordinationsstelle Nachhaltigkeit und Klimaschutz der Stadt Aachen: Telefon 0241 / 432-36002, Mail: maria.vankann@mail.aachen.de. Betriebe aus Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Roetgen, Simmerath, Stolberg und Würselen wenden sich an Hubert Schramm vom Umweltamt der StädteRegion Aachen: Telefon 0241/5198-2558, Mail: hubert.schramm@staedteregion-aachen.de.

Das Beratungsprogramm Ökoprofit verhilft Betrieben und Einrichtungen zu einem praktikablen und zugleich hoch effizienten Umwelt- und Energiemanagement. Es ist ein Kooperationsprojekt von Stadt Aachen und StädteRegion und wird von folgenden Einrichtungen und Unternehmen mitgetragen: Effizienz-Agentur NRW, enwor – energie & wasser vor ort GmbH, EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH, Handwerkskammer Aachen, Industrie- und Handelskammer Aachen, Kreishandwerkerschaft Aachen, STAWAG Aachen, Vereinigung der Unternehmerverbände im Aachener Industriegebiet.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und die Energieversorger enwor, EWV und STAWAG unterstützen das Projekt finanziell.

Weitere Informationen: www.staedteregion-aachen.de/oekoprofit

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Schüler*innen der Berufsfachschule 2 entwickeln Internet-der-Dinge-Anwendung

Wittlich, 16.02.2021 – In einem Computerlabor der berufsbildenden Schule für Technologie und Umwelt in Wittlich herrscht konzentrierte Betriebsamkeit. Was passiert? Die Schüler*innen diskutieren, analysieren Problemstellungen, recherchieren Ideen und testen mögliche Lösungswege. Sie suchen und beheben Fehler, die Arbeitsergebnisse werden bewertet – und man erlebt Erfolge. In den sieben Stunden Berufsbildenden Unterricht (BBU) der Berufsfachschule orientieren sich fast alle Lern- und Arbeitsphasen an dem Ziel, eine eigene Internet-der-Dinge-Anwendung mit dem Schwerpunkt “Umwelttechnik” zu entwerfen und umzusetzen.

“Das Licht im Raum oder die Kaffeemaschine über das Handy steuern und ein Kühlschrank, der selbst bestellt: das sind schon lange keine Zukunftsvisionen mehr. Aber unsere Schüler*innen lernen, wie das funktioniert – und das nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. Sie lernen, wie man an eine solche Aufgabe herangehen muss und wie die Anwendung umgesetzt wird, damit das Programm fehlerfrei und zuverlässig läuft.” so Herr StD Arndt. Über das gesamte Schuljahr hinweg arbeiten sich die Schüler*innen in die Programmierung, wichtige Themen der Elektro- und Umwelttechnik sowie in die Organisation, Durchführung und Dokumentation von Projekten ein.

Als Grundlage dafür dient die Auseinandersetzung mit Funktionserwartungen, also mit vorgegebenen Problemen, die in die Programmierung des Internet-der-Dinge-Boards einführen. Schnellere Schüler können am Ende dieser Phase schon eine kleine Projektphase umsetzen. „So bleibt mir Zeit, mich gezielter um die Schüler*innen zu kümmern, die meine Unterstützung brauchen, damit auch diese durch Erfolgserlebnisse motiviert bleiben“ berichtet Herr Arndt vom Unterricht.

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Ideales Grundstück gefunden – Geplanter Wald-Kindergarten kommt auf ein Areal bei Bergheim

Mechernich-Bergheim, 16.02.2021 – Als seltener Glücksgriff, als traumhafte Wald-Wiesen-Kombination oder kurz gesagt als idealer Standort für den Waldkindergarten entpuppt sich das gefundene Areal am Ortseingang von Bergheim. Für Eva Becker, Mit-Initiatorin des Waldkindergartens, ist es gar die perfekte „eierlegende Wollmilchsau“.

Der neu gegründete Verein, der im Sommer mit seinem eigenen Kindergarten „Bunter Wald“ unter freiem Himmel an den Start gehen will, ist also auf Mechernicher Stadtgrund glücklich fündig geworden und damit an einem enorm wichtigen Etappenziel auf dem Weg zur Realisierung angekommen. In ihrem Engagement wurde der gemeinnützige Verein, mit dem Vorsitzenden Michael Fingel und Eva Becker als zweite Vorsitzende, von der Stadtverwaltung tatkräftig unterstützt.

Die Verantwortlichen des Vereins waren erst im November 2020 mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Dezernent und Kämmerer Ralf Claßen, dem zuständigen Fachbereichsleiter Holger Schmitz, dem Teamleiter Willi Göbbel sowie Dennis Müller, dem Sachbearbeiter Liegenschaften im Rathaus zusammengesessen, um gemeinsam auf die Suche nach geeigneten Grundstücken im Mechernicher Sprengel zu gehen. Alternativen zwischen Lessenich und Bergbuir wurden gezielt unter die Lupe genommen. Zwischenzeitlich erhielt der von Eltern im Herbst 2020 gegründete Verein als Träger der Einrichtung dann auch die so wichtige Anerkennung durch den Kreis.

Wichtiger Meilenstein

Mit dem gefundenen Standort ist nun ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. „Die Lage ist optimal, die Fläche groß genug und der Standort gut erreichbar“, resümiert Claßen einige Vorteile des Bergheimer Fundstücks. Den Kindern bietet sich dort ein riesengroßer Bolzplatz als freie Fläche mit gepflegtem, fast schon englisch anmutendem Rasen, direkt angrenzend an einen urigen Wald, in dem sich phantastisch spielen, lernen oder die Natur erkunden lässt. Auch Becker gerät angesichts der Möglichkeiten vor Ort ins Schwärmen: „Es wird auf jeden Fall einmalig.“

Statt traditionell üblicher Waldkindergarten-Bauwagen werden zwei Schutzhütten für 20 „wilde Wildhörnchen“, wie die Kindergartengruppe zukünftig heißen soll, errichtet. Die Bauten sollen sich laut Fingel und Becker „futuristisch“ in die Landschaft einbetten und mit „einem begrünten Dach und mit viel Liebe zum Detail“ ausgestattet werden.

Zwei Schutzhütten

In Zusammenarbeit mit einem Architekten wurden zwei Schutzhütten à la „Tiny House“ auf dem Reißbrett entworfen. „Sie werden etwas in die Höhe gebaut, eine Empore wird eingezogen und von außen mit Holz verkleidet“, erklärt Fingel das gewünschte Design und fügt hinzu: „Wir sind noch auf der Suche nach einem Zimmereibetrieb, der sich vorstellen kann bis Anfang Juli unsere Schutzhütten zu errichten.“

Bergheims Ortsbürgermeister Uwe Lasch freut sich auf den „Zuwachs“ im Dorf. „Kinder sind die Zukunft“, sagt er. Dass der marode Weg als Zubringer zum Kindergarten auf Kosten der Stadt in Schuss gebracht wird, ist für den Ortsbürgermeister ein angenehmer Nebeneffekt. Ihm und der Dorfgemeinschaft sprachen Claßen und Hambach ihren Dank für ihr Mitwirken aus, ebenso wie dem Förster Reiner Fuchs und dem Bund, die das Waldstück zur Verfügung stellen.

Bisher wurde die freie Grünfläche hauptsächlich für Feste und Feierlichkeiten des Dorfes genutzt. Das soll weiterhin möglich sein, lautet die Vereinbarung zwischen Stadt und Ortsbürgermeister. „Aktuell sind wir dabei, die Infrastruktur für den Waldkindergarten zu klären“, berichtet Hambach. Man arbeite mit Volldampf daran, damit der Betrieb zum Sommer an den Start gehen könne.

Von Stunde eins an unterstützt

Fingel dankbar: „Von der Stunde eins, sind wir von der Stadt prima unterstützt worden. Jetzt nehmen wir auch noch gemeinsam die restlichen Hürden bis zum Start.“ Das notwendige Fachpersonal für den Betrieb der eingruppigen Einrichtung sei bereits gefunden und die Nachfrage nach dem Waldkindergarten groß.

In Bergheim wird es mit der AWO-Kita „In den Benden“ dann also eine zweite Einrichtung für die jüngsten Bürger geben. Sorgen um Konkurrenz müsse sich keiner machen, vielmehr sei es als eine Ergänzung des Angebots für junge Familien im Stadtgebiet zu sehen, betont Claßen. In den kommenden zwei Jahren plane die Stadtverwaltung in Absprache mit dem Kreis Euskirchen insgesamt 220 neue Kita-Plätze durch Neubauten, Aufstockungen oder Gruppenerweiterungen zu schaffen. Hambach mit Blick auf die zukünftige Entwicklung: „Die Kita-Landschaft in Mechernich wird nochmal vielfältiger und bunter.“

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Rückbildung per Internet-Angebot – Die Rotkreuz-Familienbildung veranstaltet ab Donnerstag, 18. Februar, einen Kursus für junge Mütter

Euskirchen, 16.02.2021 – Da Präsenzkurse wegen der Corona-Pandemie momentan unmöglich sind, hat die Abteilung Familienbildung im Euskirchener Rotkreuz-Kreisverband einige Kursangebote in den Online-Bereich verlagert. Dazu gehört auch der am Donnerstag, 18. Februar, 10 Uhr, startende Kursus „Rückbildung Yoga“ für Mütter mit Baby nach der Entbindung.

Effektive Übungen stärken nach der Entbindung Beckenboden, Bauch und Rücken. Bewusste Atmung baut Stress und Anspannung ab. Der Kursus, der von Lotte Brockfeld geleitet wird, kann mit dem Baby auf der Matte oder alleine absolviert werden. In einige Übungen können die Babys sogar mit einbezogen werden.

Die natürliche Geburt sollte mindestens zwei Monate zurückliegen. Bei Kaiserschnittgeburten sind mindestens drei Monate oder eine Absprache mit dem Arzt empfohlen. Wer an den sechs jeweils 75-minütigen Online-Treffen teilnehmen will, benötigt einen Internetzugang samt Laptop, Smartphone oder Tablet. Die Zugangsdaten versendet Dozentin Lotte Brockfeld per E-Mail. Die Teilnahmegebühr beträgt 48 Euro. Anmelden können sich Interessierte unter 02251/791144 oder fbw@drk-eu.de.

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Emil-Fischer-Gymnasium Euskirchen rüstet digital auf – Über 1,2 Millionen Euro investiert

Euskirchen, 16.02.2021 – Großer finanzieller Aufwand wurde betrieben, um das Emil-Fischer-Gymnasium mit modernster digitaler Ausstattung aufzurüsten. Über 1,2 Millionen Euro hat die Kreisstadt Euskirchen sowohl in die Anpassung der Infrastruktur innerhalb der Schule als auch in Geräte und WLAN-Technik investiert. 90 Prozent dieser Kosten wurden über verschiedene Fördertöpfe wie z.B. „Gute Schule 2020“ oder „Digitalpakt Schule“ gefördert.

Dr. Michael Szczekalla (v.l.) und Dr. Harmut Scheel stellten Bürgermeister Sacha Reichelt die neuen digitalen Möglichkeiten des Emil-Fischer-Gymnasiums vor. Foto: Kreisstadt Euskirchen

Und so verfügt das Emil-Fischer-Gymnasium seit Anfang Februar über vier Tablet-Wagen mit hochwertigen Microsoft Surface Geräten, die eine Eins-zu-Eins-Versorgung im Unterricht ermöglichen. Seit Mitte Februar werden in den Klassenräumen interaktive Tafeln und Kameras installiert. Im ersten Schritt werden 31 Klassen ausgestattet Die übrigen Räume werden bis zu den Sommerferien mit dieser Technik versorgt sein.

Damit können beispielsweise Grafiken und Videoelemente nahtlos in den Unterricht eingebaut werden – ebenso können selbst erstellte Tafelbilder digitalisiert und den Schülerinnen und Schülern dauerhaft zur Verfügung gestellt werden.

„Das Wichtigste aber ist, dass unsere Schule über ein durchdachtes Konzept für den digitalen Unterricht verfügt“, betont der Schulleiter Dr. Michael Szczekalla im Gespräch mit Bürgermeister Sacha Reichelt, der die Schule im Februar besuchte, um sich ein Bild von den neuen Unterrichtsmöglichkeiten zu machen. Im Idealfall, so der Schulleiter, werde die Technik im Unterricht unsichtbar. Aktuell ist die Situation natürlich schwieriger, da es im Augenblick – von der Notbetreuung abgesehen – für alle Jahrgänge ausschließlich digitalen Unterricht gibt.

Für die Zeit danach wird längst geplant. Das Emil-Fischer-Gymnasium ist für den zu erwartenden Wechselbetrieb technisch wie organisatorisch gut gerüstet. So arbeiten alle Schülerinnen und Schüler bereits seit längerem mit der vom Land zur Verfügung gestellten Lernplattform Logineo LMS. Zudem können sie in Kürze kostenlos die Online-Variante des Microsoft Office Paketes auf ihren heimischen Geräten nutzen. „Die Verzahnung von Distanz- und Präsenzunterricht dürfte also gelingen, zumal auch alle Lehrkräfte vor wenigen Tagen mit neuen Dienstgeräten ausgestattet worden sind“, betont Szczekalla.

Doch denkt die Schule bei der Digitalisierung über Corona hinaus. „Das spannende Thema für die kommende Zeit“, erklärt der Schulleiter, „ist die Individualisierung des Lernens“.

Dr. Hartmut Scheel, Lehrer für Biologie, Chemie und Informatik sowie Koordinator der MINT-Fächer, freut sich darauf, die neue Technik in seinen Fächern einzusetzen. Besonders der Informatikunterricht besitzt einen hohen Stellenwert am Emil-Fischer-Gymnasium. Dass das durchaus positive Früchte trägt, kann man an den Erfolgen der Schule ablesen. „Unsere Schülerinnen und Schüler schaffen es seit einigen Jahren regelmäßig ins Deutschlandfinale der World Robotics Olympiad“, berichtet Scheel.

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Tourismus

Kommunen aus der „Osteifel“ dürfen am Wettbewerb zur Anerkennung als LEADER-Region für die EU-Förderperiode 2021-2027 teilnehmen

Adenau/Mayen, 16.02.2021 – Die Verbandsgemeinden Adenau, Brohltal, Vordereifel und die Stadt Mayen sind seit dem Jahr 2016 Bestandteil der LEADER Region Rhein-Eifel und somit Teil einer von 20 anerkannten LEADER-Regionen in Rheinland-Pfalz. Im Januar 2021 haben die Kommunen per Letter of Intent bekundet, sich gemeinsam für die kommende Förderperiode als LEADER-Region, unter dem Arbeitstitel „Osteifel“ bewerben zu wollen. Nun kam das positive Signal aus Mainz: Die Kommunen dürfen am Wettbewerb zur Anerkennung als LEADER-Region teilnehmen. „Voraussetzung zur Anerkennung ist eine sogenannte Lokale, Integrierte, Ländliche Entwicklungsstrategie, kurz: LILE“, erläutert Guido Nisius, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau und Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe Rhein-Eifel. „Diese Strategie erarbeiten wir nun gemeinsam mit den Akteuren vor Ort. So können wir selbst bestimmen, welche Entwicklungen für unsere Region am besten sind“, so Nisius weiter.

Zentral in jeder LEADER-Region ist die Lokale Aktionsgruppe (LAG), die sich aus Vertreter:innen unterschiedlicher sektoraler Bereiche zusammensetzt – etwa aus Kommunen, Vereinen, dem Wirtschafts- und Sozialbereich. Die LAG bestimmt den LEADER-Prozess in der Region und entscheidet auf Grundlage der LILE darüber, welche Projekte gefördert werden. Seit dem Jahr 2016 sind in der Region Rhein-Eifel rund 1,5 Millionen Euro in über 30 Projekte geflossen.

„Ich verfolge LEADER schon lange und freue mich, als Oberbürgermeister der Stadt Mayen nun Teil der Lokalen Aktionsgruppe zu sein und damit aktiv an der Projektauswahl mitzuwirken. Ich finde es klasse, dass so viele verschiedene Akteure aus unterschiedlichen Bereichen für eine positive Entwicklung unserer Region zusammenarbeiten“, freut sich Dirk Meid auf seine Aufgabe als neuer Oberbürgermeister der Stadt Mayen.

Neben den größeren LEADER-Projekten hat die LAG bisher auch über 40 Kleinstprojekte fördern können. „Ein besonderes Highlight bei LEADER sind für mich die sogenannten ehrenamtlichen Bürgerprojekte“, erläutert Alfred Schomisch, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel. „Mit diesem Wettbewerb können wir unkompliziert die ehrenamtliche Arbeit in der Region stärken. Für die besten Ideen gibt es einen Sachkostenzuschuss, wenn die Arbeit ehrenamtlich erfolgt. So konnten die Einwohner:innen kleinere Verschönerungsmaßnahmen in ihren Dörfern vornehmen, ein Dorf-Kino auf die Beine stellen oder den Jugendraum aufmöbeln, nur um einige Beispiele zu nennen.“

„Mir gefällt an LEADER die Vernetzung ganz besonders gut. Nicht nur die landkreisübergreifende Zusammenarbeit innerhalb unserer LAG funktioniert super, sondern auch die Zusammenarbeit mit anderen LEADER-Regionen“, hebt Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, hervor. „In den letzten Jahren haben wir einige Kooperationen aufbauen und vertiefen können. Wir arbeiten beispielsweise eng mit den LEADER-Regionen innerhalb der Gebietskulisse der Eifel zusammen und haben eine Kooperation mit einer thüringischen Aktionsgruppe, die wir regelmäßig besuchen oder begrüßen. Der gemeinsame Austausch und das voneinander Lernen ist ein absoluter Mehrwert“.

Voraussichtlich Anfang März startet die Erarbeitung der Lokalen Integrierten Ländlichen Entwicklungsstrategie. „LEADER ist ein voller Erfolg in unserer Region. Ich freue mich darauf in eine neue Förderperiode zu starten und bin gespannt, welche innovativen Projekte noch auf uns warten“, blickt Guido Nisius positiv in die Zukunft.

 

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Wirtschaft

Virtueller Patent- und Finanzierungs-Sprechtag der AGIT am Donnerstag, 18. Februar

Düren, 16.02.2021 – Die Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH (AGIT) bietet Unternehmen und Gründern aus der Region die Möglichkeit, sich am Donnerstag, 18. Februar, die via Telefon- oder Videokonferenz zu den Themen Patentrecht und Finanzierungsmöglichkeiten informieren zu lassen. In Kooperation mit dem Patentanwalt Martin Reuther, dem Patent- und Normenzentrum der RWTH Aachen sowie der ZENIT GmbH berät die AGIT zu allen wichtigen Themen der wirtschaftlichen Umsetzung einer Erfindung einschließlich der Fördermöglichkeiten. Darüber hinaus ist eine Erstberatung zu allen Fragen im gewerblichen Rechtschutz möglich. Ein weiteres Themenfeld ist der Schutz des geistigen Eigentums. Wer Informationen zu aktuellen EU-Fördermöglichkeiten benötigt, kann die Sprechstunde ebenfalls nutzen.

Anmeldung und Terminvereinbarung nimmt Daniela Pollin bis Mittwoch, 17. Februar, unter der Rufnummer 0241/963-1028 oder per E-Mail an d.pollin@agit.de an. Weitere Informationen zum Sprechtag gibt es im Amt für Kreisentwicklung und Wirtschafsförderung des Kreises Düren bei David Plum (02421/22-1061-212 oder d.plum@kreis-dueren.de).

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Ü80-jährige aus Mechernich – Wer benötigt Impfbegleitung?

Mechernich, 16.02.2021 – Ortsbürgermeister Günther Schulz bietet zusammen mit Kollegen aus anderen Dörfern Fahrdienste und Impfbegleitung für Ü80-Senioren aus Mechernich an. Ü80-jährige Mechernicher, die einen Impftermin in Marmagen vereinbart haben und nicht mobil sind, können sich jetzt an Günther Schulz wenden. Der Ortsbürgermeister im Kernort Mechernich bietet mit seinen Kollegen einen Fahrdienst mit Impfbegleitung bzw. einen Impflotsendienst für Mechernich und nähere Umgebung an.

„Viele sind selber nicht in der Lage, mit dem Auto oder dem Bus von Mechernich zum Impfzentrum nach Marmagen zu gelangen. Manche Senioren fühlen sich nach dem Prozedere der Terminvergabe und dem Ausfüllen der Formulare verunsichert und brauchen Unterstützung“, so Schulz.

Für die Mechernicher Ortsbürgermeister sind die Mitbürger im gehobenen Alter meist keine unbekannten Gesichter. „Wir besuchen Senioren ab dem 90. Lebensjahr zum Geburtstag persönlich, um im Namen der Stadt und des Bürgermeisters zu gratulieren.“

Wer den ehrenamtlichen Service nutzen möchte, erreicht Günther Schulz unter Telefon 02443/901916 oder gm.schulz@unitybox.de

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Kreis Ahrweiler fördert Tierschutz-Organisationen – Ehrenamtliche leisten unverzichtbare Arbeit

Ahrweiler, 16.02.2021 – Mit mehr als 2000 Euro hat der Kreis Ahrweiler jetzt mehrere Tierschutzorganisationen finanziell unterstützt. „Das ist uns ein besonderes Anliegen, denn die Vereine setzen sich mit viel Herzblut für das Wohl der Tiere ein“, so Landrat Dr. Jürgen Pföhler.

Der Landrat ruft auch die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Vereine mit einer Spende zu unterstützen. „Die Vereine leisten unverzichtbare ehrenamtliche Arbeit und sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen“, ergänzt der Landrat.

Insgesamt sechs Vereine haben eine Zuwendung vom Kreis erhalten: Tierheim und Tierschutzverein Kreis Ahrweiler e.V., Eifelhof Frankenau (Gnadenhof des Tierschutzverein Bonn und Umgebung e.V.), Katzenschutzverein Bad Neuenahr- Ahrweiler e.V., Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V., Tier- und Naturfreunde Schwanenteich Bad Bodendorf e.V. sowie Aquarien- und Terrarienfreunde Scalare Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V..

Die Vereine mit ihren überwiegend ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern leisten einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz im Kreis Ahrweiler. Sie unterstützen die Arbeit des Kreisveterinäramtes und sind zuverlässig zur Stelle, wenn in Not geratenen Tiere untergebracht und versorgt werden müssen.