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Die Neustarthilfe startet – Anträge können ab heute gestellt werden

Region/Berlin, 16.02.2021 – Soloselbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen, aber dennoch stark von der Corona Krise betroffen sind, können einmalig eine Neustarthilfe von bis zu 7.500 Euro erhalten. Anträge können ab heute über ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Mit der Neustarthilfe entwickeln wir unser Corona-Hilfspaket weiter. Soloselbständige sind von den bestehenden Einschränkungen häufig besonders schwer betroffen, können aber aufgrund geringer betrieblicher Fixkosten nur eingeschränkt Überbrückungshilfen beantragen. Für sie gibt es jetzt die Neustarthilfe. Für die Verwendung der Neustarthilfe gibt es keine Vorgaben. Sie wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet.“

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: „Die Pandemie stellt uns alle vor enorme Herausforderungen. Besonders schwierig ist die Situation für viele Soloselbstständige. Deshalb ist mir sehr wichtig, dass wir jetzt mit der Neustarthilfe eine zielgenaue Unterstützung für Soloselbstständige geschaffen haben. Ab heute können die Anträge dafür gestellt werden, damit möglichst rasch das Geld bei den Soloselbstständigen ankommt. Darum geht es jetzt: Schnell und effektiv die Hilfen bereit zu stellen, damit sie dort ankommen, wo sie gebraucht werden.“

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Die Neustarthilfe ist das zentrale Hilfsangebot für Künstlerinnen, Künstler und Kreative im Rahmen der Überbrückungshilfe III. Ich danke meinen Kabinettskollegen dafür, dass die komplexe Lebenswirklichkeit im Kulturbereich sich nun explizit in den Förderbedingungen widerspiegelt und dort die größte finanzielle Not gelindert werden kann. Dies betrifft neben den Soloselbständigen vor allem die kurz befristet Beschäftigten in den darstellenden Künsten, die erstmals unmittelbar von den Wirtschaftshilfen des Bundes profitieren. Im Zusammenspiel mit dem Programm „NEUSTART KULTUR“ aus dem Kulturetat können wir so dafür sorgen, dass die kulturelle Infrastruktur und die Vielfalt in Deutschland geschützt werden und ihr wertvoller Beitrag für unser Gemeinwesen nicht verloren geht.“

Höhe der Neustarthilfe: Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, maximal aber 7.500 Euro. Die volle Neustarthilfe wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbständigen während des Förderzeitraums Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zum Referenzumsatz um mehr als 60 Prozent zurückgegangen ist. Der Referenzumsatz ist im Normalfall das Sechsfache des durchschnittlichen monatlichen Umsatzes des Jahres 2019.

Auszahlung: Die Neustarthilfe wird als Vorschuss ausgezahlt. Die Begünstigten verpflichten sich bei Beantragung zu einer Endabrechnung durch Selbstprüfung nach Ablauf des Förderzeitraums. Sollte der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit bei mehr als 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen. Liegt der erzielte Umsatz bei 90 Prozent oder mehr, so ist die Neustarthilfe vollständig zurückzuzahlen.

Zur Bekämpfung von Subventionsbetrug finden stichprobenhaft Nachprüfungen statt. Heute ist die Antragstellung für Soloselbständige gestartet, die als natürliche Personen selbständig tätig sind. Antragstellungen für Soloselbständige, die als Personen- oder Kapitalgesellschaften organisiert sind, starten in Kürze.

Die Neustarthilfe wird wie die anderen Zuwendungen aus der Überbrückungshilfe als steuerbarer Zuschuss gewährt und nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Weitere Details der Neustarthilfe, zum Beispiel zur Anrechenbarkeit von Einnahmen und Umsätzen, werden in den FAQs erläutert.

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Für die Hilfsgruppe Eifel dreistündiges Karnevals-Streaming aufgezeichnet

Kall/Hürth, 16.02.2021 – Mechernicher Eventmanager Claus Helfen hatte bekannte Kräfte mobilisiert – Der „kölsche Schutzmann“ Jupp Mendt, King Size Dick, Bauchredner Peter Kerscher und „De Boore“ – Sitzung im Internet – Willi Greuel ist begeistert. Die Künstler legten sich mächtig ins Zeug.

Der Bürgermeister der Stadt Hürth, Dirk Breuer (Mitte) hatte die Schirmherrschaft über den närrischen Stream übernommen. Dafür waren ihm Claus Helfen (links) und Funken-Chef Frank Tesch (rechts) äußerst danbkbar. Foto: Reiner Züll

„Die wochenlange und nervenaufreibende Organisation hat sich gelohnt, es hat allen Akteuren großen Spaß gemacht”, resümierte der Mechernicher Eventmanager Claus Helfen, als die gut dreistündige Karnevalssitzung im Kasten war. Zugunsten der Hilfsgruppe Eifel hatte Helfen eine virtuelle Sitzung mit bekannten Kölner Kräften organisiert, die am Samstag in der Festhalle in Hürth-Gleuel aufgezeichnet wurde und die seit dem Abend des Karnevalssonntags als Streaming im Internet zu sehen ist.

Als sich abzeichnete, dass der Karneval in diesem Jahr infolge der Corona-Pandemie ausfällt, war für den Vollblutkarnevalisten Claus Helfen schnell klar: „Gar nichts geht nicht.“ Ihm kam die Idee, zugunsten der Hilfsgruppe Eifel eine Karnevalssitzung mit dem Titel „Fastelovend Zohus“ zu organisieren, diese aufzuzeichnen und den Jecken als Internet-Streaming anzubieten.

Helfen fand schnell Unterstützer und Sponsoren sowie bekannte Kölner Karnevalskräfte, die er für die gute Sache begeistern konnte und die allesamt zugunsten der Hilfsgruppe Eifel auf einen Teil ihrer Gage verzichteten. Zusagen bekam Helfen vom Bauchredner Peter Kerscher, vom „kölschen Schutzmann“ Jupp Mendt, dem Redner Martin Schopps, dem Kölner Urgestein King Size Dick, dem „kölsche Jung“ Stefan Dahm, dem Redner Jörg Paul (JP) Weber und der Band „De Boore“.

Bürgermeister Dirk Breuer (Mitte) kam im Schornsteinfeger-Outfit zur Aufzeichnung. Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel (links) berichtete eingangs des Streams über die Arbeit der Hilfsgruppe. Rechts Moderator „Bärchen“ Sester. Foto: Reiner Züll

Da Helfen in Zülpich selbst Betreiber des Forums Zülpich ist, wollte er die Aufzeichnung des Streamings – natürlich unter Berücksichtigung der aktuellen Hygieneschutz-Richtlinien – dort über die Bühne bringen. Doch das Ordnungsamt der Stadt Zülpich ließ das mit Hinweis auf die Coronaschutzverordnung nicht zu.

Bei seinen Freunden von den Funken Rot-Weiß in Hürth-Gleuel fand Claus Helfen Unterstützung. Nach der Vorlage eines Hygienekonzeptes genehmigten die Stadt Hürth und das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises die Aufzeichnung des Streams in der Festhalle in Gleuel, die von den rot-weißen Funken mit ihrem Vorsitzenden Frank Tesch bewirtschaftet wird.

Hürther Bürgermeister als Schirmherr

Der Bürgermeister der Stadt Hürth, Dirk Breuer, übernahm sogar die Schirmherrschaft über die Benefiz-Sitzung, die am Karnevalssamstag aufgezeichnet wurde. Nur ein kleiner Personenkreis hatte Zutritt zu der Halle, in der die Funken ein prächtiges Bühnenbild geschaffen hatten, das freitags von einer Zülpicher Firma in stundenlanger Arbeit mit mehr als 2000 bunten Luftballons komplettiert worden war. Der Aufbau vor der Bühne glich einem professionellen Fernsehstudio. Mikrofone, Monitore, Licht-, Video- und Tontechnik bestimmten das Bild in der ansonsten leeren Halle.

Das Tanzpaar der Hürther Husaren, Viktoria Schucke und Senastian Düster, überreichten Willi Greuel (links) eine Spende von 100 Euro. Neben Greuel der Chef der „Funken Rot-Weiß Gleuel“, Frank Tesch. Foto: Reiner Züll

Es herrschte Maskenpflicht, der Zutritt zur Halle wurde überwacht. Die wenigen registrierten, an der Aufzeichnung beteiligten Personen mussten sich beim Eintritt in die Festhalle einem Corona-Test unterziehen, der von Mitarbeitern der Frechener Krankenpflege AK GmbH durchgeführt wurde. Erst nach der Feststellung eines negativen Testergebnisses durften Veranstalter, Techniker, Künstler, die beteiligten Karnevalisten und zwei Vertreter der Hilfsgruppe den Saal betreten.

Bürgermeister Dirk Breuer erschien als Glücksbringer im Schornsteinfeger-Outfit. Zusammen mit dem Vorsitzenden der Hilfsgruppe, Willi Greuel, eroberte er als erster die virtuelle Sitzungsbühne. Er lobte das Engagement, mit dem Claus Helfen und die rot-weißen Funken die Aufzeichnung auf die Beine gestellt, die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung umgesetzt und diesbezüglich ihr Versprechen eingehalten hätten.

Vor laufenden Kameras berichtete Willi Greuel über die Arbeit der Hilfsgruppe. Mit dem Erlös des Streamings werde man die Deutsche Knochenmark-Spenderdatei (DKMS) unterstützen, mit der die Hilfsgruppe im Kampf gegen Leukämie schon seit 1992 zusammenarbeite. In dieser Zeit habe die Hilfsgruppe 13 Typisierungsaktionen organsiert und 24.015 potentielle Spendenwillige in die Kartei gebracht. 355 von diesen hätten Stammzellen für an Leukämie erkrankte Patienten in 34 Ländern der Erde gespendet und damit Leben gerettet.

Willi Greuel dankte allen, die dieses ungewöhnliche Karnevalsereignis für den guten Zweck möglich gemacht hatten. Moderator Heinz-Gert „Bärchen“ Sester, der vor Jahren auch schon mal eine Typisierungsaktion organisiert hatte, überreichte Willi Greuel einen 50-Euro-Schein, der Betrag, den eine Typisierung kostet.

Spende vom Tanzpaar

Ehe die Aufzeichnung begann, konnte Willi Greuel eine weitere Spende entgegennehmen. Das Tanzpaar der Hürther Husaren, Viktoria Schucke und Sebastian Düster, drückten Greuel einen Umschlag mit 100 Euro in die Hand.

Dass die auftretenden Künstler zugunsten der Hilfsgruppe auf Teile ihrer Gagen verzichteten, sei ihnen hoch anzurechnen, seien gerade sie doch von der Corona-Pandemie und dem daraus folgenden Lockdown hart getroffen, erklärte Willi Greuel. Von den Künstlern und auch von den Technikern war allerdings immer wieder zu hören, dass sie froh sind, überhaupt wieder etwas machen zu können.

Auch Organisator Claus Helfen gestand: „Ich vermisse den Karneval schon.“ Viele Veranstaltungen in seinem Zülpicher Forum hätten nicht stattfinden können. „Wenn wir schon nichts verdienen können, bemühen wir uns wenigstens, etwas Gutes zu tun“, so der Eventmanager aus Mechernich-Holzheim. Es sei ihm immer ein „innerer Vorbeimarsch“, wenn er sehe, wie die Leute Spaß haben.

Auf der Bühne präsentierte der in Köln als Karnevals-Urgestein bekannte Moderator „Bärchen“ Sester die auftretenden Künstler und zwischendurch die Tanzpaare der Karnevalsgesellschaften aus dem Hürther Stadtgebiet. Auch wenn sie nicht tanzen durften, war gerade bei ihnen die Freude zu erkennen, dass sie sich in ihren schicken Uniformen präsenteren konnten. Die sieben Tanzpaare, die mit Abstand vor der Bühne standen, waren auch dafür zuständig, echten Applaus zu liefern. Claus Helfen: „Ich wollte nicht nur Applaus auf Knopfdruck.“

„Boah, die Bühne ist aber geil“, schwärmte Bauchredner Peter Kerscher, der mit seiner frechen Kuh „Dolly“ das Programm eröffnete über das bunte Podium. Es sei der einzige Auftritt am Karnevalssamstag, an dem er normalerweise sieben absolviere. Der gelernte Bäcker und Konditor steht inzwischen 40 Jahre lang auf der Bühne. Ein Auftritt, wie am Samstag, vor nur 18 Personen, habe er nur einmal bei einer Betriebsfeier erlebt.

Bauchredner bietet Hilfe an

Kerscher, der auch Präsident der Kölner KG „Kleine Erdmännchen“ ist: „Hauptsache, de Leute haben ihren Spaß.“ Von der Arbeit der Hilfsgruppe war der Unterhaltungskünstler angetan. Und er bot Willi Greuel an: „Wenn Ihr mal eine besondere Veranstaltung habt, meldet Euch.“

Alle Redner thematisierten Aktuelles aus der Politik, zur Corona-Pandemie oder dem Regierungswechsel in den USA. Der „kölsche Schutzmann“ Jupp Mendt ging mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker sowie dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hart ins Gericht – genauso wie mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.

Die Funken Rot-Weiß Gleuel haben seit dem Tag der Aufzeichnung ein neues Mitglied. Funken-Chef Frank Tesch überreichte dem ansonsten im Zülpicher Karneval aktiven Claus Helfen eine Urkunde mit der Ernennung zum Ehrengardist. „Bärchen“ Sester hielt in seiner Eigenschaft als Kommandant der Gleueler Funken die Laudatio auf den neuen Gardisten, der im Hintergrund viel Gutes für die Rot-Weißen leiste. Zur Streaming-Sitzung zugunsten der Hilfsgruppe Eifel habe Helfen nicht nur eine tolle Veranstaltung auf de Beine gestellt, sondern auch ein außergewöhnlich tolles Bühnen-Ambiente geschaffen.

Moderator Sester wünschte Claus Helfen, dass er die nächsten 40 Jahre viel Spaß im Kreis der rot-weißen Funken erlebe: „Wir sind froh, dass Du jetzt Mitglied unserer Gesellschaft bist.“

Der dreieinhalbstündige Stream der Sitzung ist seit dem Abend des Karnevalssonntags kostenlos im Internet unter dem Link https://vimeo.com/512113477 abzurufen oder unter der Web-Adresse von Eventmanager Claus Helfen: www.helfen-event-management.de.

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Ein jeckiges Dutzend der KG Strempt ging am Karnevalssamstag von Haus zu Haus

Mechernich-Strempt, 16.02.2021 – Karnevalssamstag in Strempt: Für die Mitglieder der 1. KG 1930 Strempt ist das Hauptkampftag. Bereits um 9.15 Uhr trifft man sich, um alles vorzubereiten. Um 15.11 Uhr startet der Karnevalszug. Danach gibt es den Ausklang im Bürgerhaus. Normalerweise zumindest.

Das jeckige Dutzend der KG Strempt brachte Kamellen in jedes Haus – und das unter Wahrung sämtlicher Abstandsregeln. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Doch während einer Corona-Pandemie mit Veranstaltungsverboten ist nichts normal. Dennoch ließ es sich die KG um ihren Vorsitzenden Uwe Höger, gleichzeitig auch Ortsbürgermeister, nicht nehmen, ein bisschen Normalität in diese triste Session zu bringen.

Die Autos, hier zwei von drei, waren vollgepackt bis unters Dach. Insgesamt hatten die KG-Mitglieder 530 Tüten gefüllt. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Drei Autos waren bis unters Dach mit 530 Kamelletüten gefüllt und wurden von insgesamt zwölf Mitgliedern des Vereins in jedes Haus gebracht, frei nach dem Motto: Wenn die Jecken nicht zum Zoch kommen, kommt der Zoch zu den Jecken.

„Vor einem Monat haben wir die Entscheidung getroffen, dass wir am Karnevalssamstag etwas machen. Zunächst wollten wir nur die Kinder beschenken. Aber dann haben wir uns gedacht, dass wir jedem im Dorf eine Freude bereiten wollen“, berichtet Uwe Höger.

Natürlich alles unter Einhaltung der Corona-Regeln. Dabei zeigten sich die Strempter durchaus einfallsreich. An die Enden von Besenstielen wurden Haken geschraubt – und so die Kamelletüten an jedem Haus überreicht. „Das sind auf jeden Fall mehr als 1,50 Meter Abstand“, sagte Höger. Selbstverständlich trug das jeckige Dutzend auch Mund-Nasen-Schutz.

Eine Tonne Kamelle wurde gekauft und gleichmäßig und gerecht auf die 530 Tüten verteilt. Allein das hat drei Tage gedauert – schließlich durfte man wegen Corona immer nur zu zweit die Tüten auffüllen. Die vollgepackten Tüten wurden in die Autos gepackt. „Wir haben natürlich auf die übliche Sammlung für den Karnevalszug verzichtet und die Kamellen selbst bezahlt, weil wir dem Dorf auch was zurückgeben wollten nach der Unterstützung jedes Jahr“, erzählt Höger.

Am Samstagmorgen kurz nach 10.30 Uhr ging es los. Auch für Karnevalsmusik wurde gesorgt. Als erstes wurde Mona Ehlke beschenkt. Ihre Eltern Vanessa und Axel hatten das Kind bunt kostümiert. Nach skeptischem Zögern griff das Mädchen auch zu und nahm die Kamelletüte vom Haken. Über den ganzen Samstag verteilt wurde dann Tüte für Tüte in die Häuser in Strempt gebracht – und so nicht nur Süßigkeiten, sondern auch ein Stück Karneval verteilt.

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Melanie Christ gewinnt den Herbert-Rütten-Preis 2021 für die beste Abschlussprüfung

Bad Neuenahr/Region Rhein-Ahr-Eifel-Mosel, 16.02.2021 – Zehn Azubis schlossen ihre Ausbildung bei der Volksbank RheinAhrEifel erfolgreich ab. Die Gewinnerin des diesjährigen Herbert-Rütten-Preises heißt Melanie Christ. Die 24-Jährige aus Mermuth im Hunsrück gewann den Preis für die beste Abschlussprüfung im Rahmen ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Volksbank RheinAhrEifel eG. Der Preis, den der Namensgeber Herbert Rütten – ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzende der Volksbank RheinAhrEifel – jährlich vergibt, ist mit 1.000 Euro dotiert. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte Herbert Rütten an der Preisverleihung am Verwaltungssitz der Bank in Bad Neuenahr leider nicht persönlich teilnehmen. Übergeben wurde der Preis von Vorstandsmitglied Markus Müller, gemeinsam mit Jürgen Jung, Direktor Regionalmarkt KoblenzMittelrheinMosel, dem Betriebsratsvorsitzenden Stefan Linden, Personalleiter Dirk Schreiber sowie Ausbildungsleiterin Ursula Müller. „Ich gratuliere Ihnen im Namen der Bank zum Gewinn des Herbert-Rütten-Preises. In Ihrer Ausbildung haben Sie gelernt, persönliche Begleiterin unserer Mitglieder und Kunden zu sein – jetzt haben Sie die Chance, das Gelernte umzusetzen und die Kunden von unserer genossenschaftlichen Beratungsphilosophie zu begeistern. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen guten Start als Beraterin in der Filiale Koblenz-Güls“, erklärte Markus Müller.

Zehn neue Bankkaufleute

Normalerweise ist die Preisverleihung Teil einer Feierstunde der Genossenschaftsbank für den erfolgreichen Ausbildungsabschluss der neuen frischgebackenen Bankkaufleute. Sie musste aufgrund der geltenden Kontaktbeschränkungen ausfallen. 2020 schlossen zehn Azubis ihre Ausbildung bei der Volksbank nach zweieinhalb Jahren erfolgreich ab. Neben Melanie Christ sind das Jan Dieterichs aus Ellenz-Poltersdorf, Kristina Ferterer aus Mayen, Vanessa Hanisch aus Weißenthurm, Christian Nachtsheim aus Burgbrohl, Sehada Salic aus Neuwied, Len Schel aus Weitersburg, Lisa Schlimpen aus Ellscheid, Franziska Strahl aus Kottenheim und Julius Thiel aus Bonn.

Die Ausbildung bei der Volksbank RheinAhrEifel gliedert sich in den theoretischen Unterricht in der Berufsschule, die Praxisausbildung im Service, in der Beratung sowie in den internen Fachabteilungen der Bank. Darüber hinaus gibt es Workshops mit den genossenschaftlichen Verbundpartnern. Aktuell beschäftigt die Volksbank insgesamt 41 Auszubildende. Nach der Ausbildung haben sie die Möglichkeit, sich über verschiedene Studiengänge weiterzubilden – unter anderem zum Bankfachwirt/in oder Bankbetriebswirt/in.

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Digitale Ratssitzungen in der Verbandsgemeinde Kaisersesch

Kaisersesch, 16.02.2021 – In der Verbandsgemeinde Kaisersesch werden aufgrund des erhöhten Infektionsrisikos neben den unbedingt notwendigen Präsenzsitzungen auch Online-Sitzungen im digitalen Raum durchgeführt. Bisher fanden bereits die Verbandsgemeinderatssitzung, die Sitzung des Stadtrates Kaisersesch, eine Gemeinderatssitzung sowie die Fraktionssitzungen online statt. Die Resonanz der Teilnehmer*innen war überwiegend positiv.

Die Möglichkeit, in Krisenzeiten die notwendigen Beschlüsse mithilfe von elektronischen Kommunikationsmitteln oder im Umlaufverfahren zu fassen, wurde in Rheinland-Pfalz im Frühjahr 2020 durch die Änderung der Gemeindeordnung geschaffen. Bereits im vergangenen Jahr wurden von der Verwaltung Lizenzen der Videokonferenz-Software Webex des Anbieters Cisco Systems erworben. Damit wird nicht nur den Rats- und Ausschussmitgliedern, sondern auch der interessierten Bürgerschaft ermöglicht, von zu Hause aus an der jeweiligen Sitzung teilzunehmen. Die Software wird auch von den Mitarbeiter*innen der Verwaltung genutzt, um auch während der Corona-Krise wichtige interne und externe Besprechungen online durchzuführen.

Bürgermeister Albert Jung zeigt sich zwar begeistert von der Durchführung der Verbandsgemeinderatssitzung, jedoch ist er der Meinung, dass Online-Sitzungen die herkömmliche Arbeit der kommunalen Gremien in Form von Präsenzsitzungen dauerhaft nicht ersetzen können und auch nicht ersetzen sollen.

Auf der Homepage der Verbandsgemeinde Kaisersesch www.kaisersesch.de werden die Termine und weiterführende Informationen zu den anstehenden Online-Sitzungen der Gremien der Verbandsgemeinde Kaisersesch veröffentlicht. Die einzelnen Tagesordnungspunkte sowie deren Vorlagen zu den Online-Sitzungen aber auch zu den Präsenzsitzungen können unter https://kaisersesch.gremien.info eingesehen werden.

Wer bei den Online-Sitzungen (öffentlicher Teil) dabei sein möchte, kann sich hierzu bei der Verbandsgemeindeverwaltung anmelden und bekommt anschließend per E-Mail oder telefonisch die Zugangsdaten mitgeteilt.

Anmeldung Online-Sitzungen – öffentlicher Teil:

Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch

Telefon: 02653 9996-106 oder 02653 9996-124 | E-Mail: sitzung@vg.kaisersesch.de

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Wirtschaft

Unternehmen der gesamten Eifel Region horchen heute hin: Altmaier im Vorfeld des heutigen Wirtschaftsgipfels

Region/Berlin, 16.02.2021 – Bundeswirtschaftsminister Altmaier tauscht sich heute im Rahmen eines Wirtschaftsgipfels mit Vertreterinnen und Vertretern von über 40 Verbänden per Videokonferenz aus. Auf dem Treffen soll über die aktuelle Lage der Wirtschaft in der Corona-Krise, die Corona-Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz vom 10. Februar 2021, die Wirtschaftshilfen und mögliche Öffnungsperspektiven gesprochen werden.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier erklärte im Vorfeld des Treffens: „Wir setzen heute beim Wirtschaftsgipfel die gute Zusammenarbeit und den regelmäßigen Austausch mit den Wirtschaftsverbänden fort und sprechen über die Corona-Wirtschaftshilfen sowie darüber, wie wir gleichzeitig die Wirtschaft verantwortungsvoll öffnen und zugleich eine dritte Corona-Welle verhindern können. Alles was wir tun, muss so abgestimmt sein, dass wir die Wirtschaft öffnen können, aber dass wir gleichzeitig vermeiden, dass es so wie in einigen Ländern um uns herum, erneut zu einer dramatischen Situation bei den Infektionszahlen kommt.“

Das heutige Treffen ist bereits das vierte große Treffen mit Wirtschaftsverbänden des Bundeswirtschaftsministers seit Beginn der Corona-Krise. Zuvor hatte es bereits Treffen im April 2020, Juni 2020 und zuletzt im Oktober 2020 gegeben. Der heutige Austausch knüpft an diese Treffen an. Neben den Präsidenten der Spitzenverbände nehmen unter anderen auch die Präsidentinnen und Präsidenten der Verbände des Mittelstands, der Familienunternehmen und der Freien Berufe sowie der Branchen Handel, Logistik, Gastgewerbe, Veranstaltung und Tourismus teil, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind.

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LEPPER Stiftung errichtet Junior Uni Daun

Daun, 16.02.2021 – Leuchtturm mit riesiger Strahlkraft zur positiven Weiterentwicklung der Region. Nach dem Vorbild der Junior Uni Wuppertal und in Zusammenarbeit mit deren Machern soll eine ähnliche Lehr- und Forschungseinrichtung in Daun entstehen.

Errichtet und betrieben wird die Junior Uni Daun von der LEPPER Stiftung und soll die Grundlagen für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region positiv beeinflussen sowie die künftige Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die Junior Uni Daun entsteht auf dem rund 10.000 m2 großen Gelände der ehemaligen Brotfabrik und wird neben einem Bildungs- und Wissensangebot für Kinder und Jugendliche auch duale Studiengänge für Erwachsene umfassen. Infos unter www.junior-uni-daun.de

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Der Rotkreuz-Kreisverband ist für die Nachsorge der Geimpften im Impfzentrum in Marmagen zuständig

Nettersheim-Marmagen, 16.02.2021 – Der Start des Impfzentrums in Marmagen ist gelungen. Frank Gummelt, eigentlich Kreisverbandsarzt des Roten Kreuzes, sprach in seiner Funktion als Ärztlicher Leiter der Kassenärztlichen Vereinigung im Kreis Euskirchen von einem bislang reibungslosen Ablauf ohne Störfälle. Landrat Markus Ramers weiß, dass die Geimpften mit großer Erleichterung das Impfzentrum verlassen, denn „es ist ein kleiner Piks, mit dem das Leben wieder normalisiert wird“.

Informierten die Presse über den Impfstart (v.l.): Polizeidirektor Harald Mertens, Udo Crespin (Leiter Führungsstab), Landrat Markus Ramers, Frank Gummelt (Ärztlicher Leiter Kassenärztliche Vereinigung) und Manfred Poth (Allgemeiner Vertreter des Landrats). Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Der Mammutaufgabe der Corona-Impfungen stellt sich im Kreis Euskirchen eine ganze Gemeinschaft von Organisationen, darunter die Kassenärztliche Vereinigung, die Apotheken, die Kreisverwaltung, das THW, die Bundeswehr, der Malteser Hilfsdienst, die Feuerwehr, die DLRG und die Kreispolizei – und natürlich auch das Deutsche Rote Kreuz. „Mein Eindruck: Alle helfen mit großer Freude“, sagt Markus Ramers. Und auch Frank Gummelt ist voll des Lobes: „Das Team ist eins! Wir gemeinsam haben das Ziel, dass dieses Impfzentrum funktioniert.“

Seit nun einem Jahr ist der Rotkreuz-Kreisverband an vorderster Front, wenn es um die Bewältigung der Aufgaben in der Corona-Pandemie geht. Das DRK hat eine Corona-Hotline für den Kreis eingerichtet und das PCR-Test-Zentrum in Mechernich sowie einen mobilen Test-Fahrdienst. Natürlich war es da keine Frage, dass die Hilfsorganisation auch im Impfzentrum aktiv ist, das seit dem 15. Dezember einsatzbereit ist.

An einer Tafel wird, hier durch Isabel Mundorf, notiert und geplant, wie die Räume belegt sind, sodass jeder der neun Rotkreuz-Mitarbeiter im Impfzentrum einen Überblick hat. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

DRK mit neun Leuten am Start

Von Anfang an war das Rote Kreuz in die Planungen involviert. Die Aufgabe der neun Helfer: Sie empfangen jeden Geimpften in der früheren Eifelhöhen-Klinik und stellen deren Nachsorge sicher. Hauptamtlicher Leiter dieses Nachbeobachtungsbereichs ist Timo Prinz, der seit 15 Jahren als Ehrenamtler im Dienst des Roten Kreuzes steht und Vorstandsmitglied und Zugführer im Ortsverein Zülpich ist. Das Rotkreuz-Team in Marmagen bestehe vor allem aus hauptamtlichen Kräften. „Wir hatten das Team schnell zusammengestellt, dennoch war es ein Kraftakt“, so Timo Prinz.

Jeder Geimpfte sollte sich für 30 Minuten in die Obhut der Rotkreuzler begeben. „Wir kümmern uns um die Leute und hatten an den ersten beiden Tagen keine Auffälligkeiten oder Nebenwirkungen“, berichtete Timo Prinz zu Beginn des dritten Tages im Impfzentrum.

Es kann schon mal sein, dass man Menschen, die beispielsweise an Bluthochdruck litten und besonders aufgeregt waren, etwas beruhigen muss nach der Impfung. „Einige Menschen sind es auch nicht gewohnt, solange die Maske zu tragen. Wir helfen ihnen dann mit einem Glas Wasser“, erklärt Timo Prinz.

Und wie sind die Reaktionen derjenigen, die frisch geimpft sind? „Die meisten Leute sind froh, dass sie geimpft wurden. Und alle hier sind freundlich und dankbar“, beschreibt Prinz die Stimmung.

Ab März steigt das Kontingent

Bis Ende Februar stehen im Impfzentrum pro Woche 800 Dosen des Biontech-Impfstoffes zur Verfügung, mit dem derzeit die über 80-Jährigen geimpft werden. Ab März steigt das wöchentliche Kontingent dieses Impfstoffs auf 1300 an. Mitte der ersten Impfwoche kamen dann auch die ersten Impfdosen von AstraZeneca, bis Monatsende stehen auch hiervon 800 wöchentlich zur Verfügung. „Dieser Impfstoff wird für die Sondergruppe verwendet, also Mitarbeiter des ambulanten Pflegedienstes und des Rettungsdienstes“, sagte Udo Crespin, Leiter des Führungsstabes.

Crespin nannte auch weitere Zahlen. So werden bis zum Valentinstag alle 3992 Bewohner und Mitarbeiter in den 31 stationären Pflegeeinrichtungen im Kreis Euskirchen ihre Erstimpfung erhalten haben. Mehr als die Hälfte von ihnen ist sogar bereits zum zweiten Mal geimpft. Dafür zuständig waren mobile Teams mit acht Ärztlichen Leitern der Kassenärztlichen Vereinigung sowie Apothekern. Diese Teams waren seit dem 27. Dezember im Einsatz.

Am 8. Februar begann dann parallel der Start im Impfzentrum. Die Impfungen selbst werden von Ärzten, die eigentlich eine Praxis betreiben, oder Ärzten im Ruhestand durchgeführt. „Die Bereitschaft, sich einzubringen, ist groß“, sagte Frank Gummelt. Einige Hausärzte klären in ihren Praxen sogar Patienten über die Impfung auf, was den Vorgang im Impfzentrum beschleunigt.

Im Impfzentrum selbst sind derzeit nur zwei der fünf Impfstellen geöffnet. „Ausgelegt ist das Impfzentrum auf 600 Impfungen pro Tag“, erklärt Gummelt. Es fehlt dafür aber an Impfstoff. Je nach Hersteller ist auch der Aufwand unterschiedlich: Für den Biontech-Impfstoff sind auch Apotheker vor Ort zwingend erforderlich, die aus den Ampullen mindestens fünf, manchmal sogar sechs Impfdosen erstellen. Insgesamt, so Udo Crespin, sind an den beiden Impfstrecken insgesamt 55 Menschen im Einsatz.

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Kreissparkasse Ahrweiler pflanzt Zukunft und fördert Aufforstung im Kreis mit 30.000 Euro

Ahrweiler/Adenau, 16.02.2021 – Um die Schäden des Waldsterbens einzudämmen und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, unterstützte die Kreissparkasse Ahrweiler die einzelnen Städte und Verbandsgemeinden im Kreis Ahrweiler bei der Aufforstung der Wälder und stellte Ende letzten Jahres kreisweit 30.000 Euro zur Verfügung, um Neupflanzungen zu ermöglichen. Die Pflanzungen haben letztes Jahr bereits begonnen und werden fortgeführt.

Nach der Gemeinde Oberzissen hat auch die Verbandsgemeinde Adenau mit der Bepflanzung begonnen. Es wurden hauptsächlich Esskastanien und Vogelkirschbäume gepflanzt. Für die Pflanzung der Bäume in der Nähe der Eifelvereinshütte im Stadtwald Adenau war das Forstamt Adenau zuständig. Christian Frings, Leiter des Beratungscenters Adenau und Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann waren auch mit dabei.

Mit diesem Projekt setzt die Kreissparkasse Ahrweiler ihr breit angelegtes Engagement für mehr Nachhaltigkeit erfolgreich fort. Zahlreiche Maßnahmen wie das Projekt der Sparkassen-Stiftung Zukunft Kreis Ahrweiler rund um das Thema „Artenreiche Wiese“, die erfolgreiche Ausgabe von 65.000 Saatgut-Tütchen im gesamten Kreis Ahrweiler im vergangenen Jahr, die Umstellung auf Umweltpapier mit dem „Blauen Engel“, erfolgreiche Zertifizierungen bei Energieaudits oder die fortlaufende Umstellung des Fuhrparks auf Autos mit umweltfreundlicheren Antriebssystemen unterstreichen, wie wichtig der Kreissparkasse Ahrweiler nachhaltiges Handeln ist.

Nicht nur im Kreis Ahrweiler, sondern deutschlandweit ist der Wald zunehmend bedroht. Manche Berghänge im Kreis Ahrweiler sind kaum noch wiederzuerkennen. Die zunehmende Trockenheit und der dadurch begünstigte Borkenkäferbefall stellen zwei große Probleme dar. „Als passionierter Wanderer und Naturfreund weiß ich: „Unser Wald ist von unschätzbarem Wert. Er reinigt die Luft, bindet CO2 und ist Lebensraum für eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen. Auch wir Menschen nutzen ihn für Sport oder Erholung sowie wirtschaftlich“, unterstreicht Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler, die Bedeutung unserer Wälder.

Angesichts dieser schwierigen Lage, sind Aufforstungen ein wichtiges Instrument. „Wir sind stolz darauf, dass wir unseren Landkreis mit solch einem tollen Nachhaltigkeitsprojekt aktiv bei der Aufforstung unserer Wälder unterstützen können“, freut sich auch Christian Frings, Leiter des Beratungscenters Adenau.

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Drogenbeauftragte: „Alkohol? Kenn dein Limit.“- Online-Fastenaktion motiviert und unterstützt bei sechs alkoholfreien Wochen

Region/Berlin, 16.02.2021 – Die diesjährige Online-Fastenaktion von „Alkohol? Kenn dein Limit.“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) startet am 17. Februar. Die Alkoholpräventions-Kampagne der BZgA motiviert Interessierte mit Informationen und Tipps von www.kenn-dein-limit.de, für sechs Wochen alkoholfrei zu bleiben.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig: „Ein Lebensmotto, das immer mehr Menschen teilen, lautet: bewusster leben, statt bewusstlos leben. Dieser Satz lässt sich auf viele verschiedene Lebensbereiche anwenden. Er passt aber besonders gut, wenn das eigene Wohlergehen im Mittelpunkt steht. Die Frage, wie ich mit meinem Körper umgehe, sei es bei der Arbeit, in der Freizeit und erst recht bei der Ernährung, gibt einen tiefen Einblick in unsere Selbstwahrnehmung. Verzicht ist ein guter Indikator, wenn es darum geht, Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen. Die Online-Fastenaktion lädt ein und gibt gute Anregungen, diese Überprüfung im Hinblick auf den Konsum von Alkohol vorzunehmen.“

Alkoholfasten bietet gesundheitliche Vorteile, denn Alkohol ist ein Zellgift und kann Organe schädigen. Wer weniger Alkohol trinkt, reduziert das Risiko für viele schwere Erkrankungen. Eine Alkohol-Pause wirkt sich zudem positiv auf den Blutdruck, die Qualität des Schlafs und das allgemeine Wohlbefinden aus.

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der BZgA: „Die BZgA rät insbesondere in der herausfordernden Zeit der Coronavirus-Pandemie, Alkohol nicht aus Stress, Frust oder Langeweile zu konsumieren. Depressionen, Niedergeschlagenheit und verstärkte Ängste können mögliche alkoholbedingte Folgen sein und längerfristig kann sich schleichend eine Abhängigkeit entwickeln.“ Um dem vorzubeugen, empfiehlt die BZgA, den eigenen Umgang mit Alkohol ab und zu kritisch zu hinterfragen. Dabei hilft der Online-Selbsttest auf www.kenn-dein-limit.de.

Mit Beginn der Aktion zur Fastenzeit sind auf der Internetseite der Kampagne Tipps zu finden, wie der Alltag alkoholfrei gestaltet und das Alkoholfasten erfolgreich gemeistert werden können. Auf www.kenn-dein-limit.de sowie den Facebook- und Twitter-Kanälen der Kampagne finden sich einfache Ratschläge zur Selbstmotivation und wie sich alte Gewohnheiten ändern lassen sowie Rezepte für alkoholfreie Drinks. Auch werden die positiven Effekte des Alkoholfastens erläutert und warum es sich lohnt, durchzuhalten.

Der „Alkohol? Kenn dein Limit.“-Newsletter bestärkt mit Anregungen und Motivationshilfen zur Reduktion des Alkoholkonsums. Und wer zwischendrin mal versucht sein sollte, das Handtuch zu werfen, findet in der Facebook-Gruppe zur Fastenaktion Gleichgesinnte, die zum Durchhalten motivieren.

Übersicht der Onlineangebote der „Alkohol? Kenn dein Limit.“-Fastenaktion:

BZgA-Infotelefon zur Suchtvorbeugung:

Das BZgA-Infotelefon zur Suchtvorbeugung ist unter der Telefonnummer 0221 89 20 31 zum Preis für Gespräche in das Kölner Ortsnetz erreichbar, Montag bis Donnerstag von 10:00 bis 22:00 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr.