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LSB legt Plan zum Wiedereinstieg des Sports vor – Eckpunktepapier unter dem Motto „Corona Sportampel RLP“

Region/Mainz, 19.02.2021 – Mit einem konkreten Vorschlag für einen stufenweisen Wiedereinstieg in den Sportbetrieb hat sich der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) als politischer Interessenvertreter des Sports jetzt an die Landespolitik gewendet. Unter dem Begriff „Corona Sportampel RLP“ zeigt der Dachverband des rheinland-pfälzischen Sports in seinem Eckpunktepapier auf, wie ein an das jeweilige Infektionsgeschehen angepasster Sportbetrieb aussehen könnte.

„Der organisierte Sport in Rheinland-Pfalz trägt die mit dem Lockdown verbundenen Einschränkungen solidarisch mit“, sagt LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick. „Der Landessportbund, die Sportbünde und unsere Sportvereine unterstützen auch künftig die Anstrengungen zur Kontrolle der Corona-Pandemie. Wir stellen keine unrealistischen Forderungen bezüglich des Zeitpunkts der Lockerungen. Wir sind aber überzeugt, dass es jetzt mit Blick auf die nächste Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsident*innen langfristiger Planungen und mittelfristiger Perspektiven bedarf, an denen sich die rund 6.000 rheinland-pfälzischen Vereine orientieren können.“ Bärnwick kritisiert, dass die positiven gesellschaftlichen und gesundheitsfördernden Wirkungen des Sports im Verein in den politischen Corona-Diskussionen auf Bundesebene bisher nicht ausreichend gewürdigt wurden. „Der Sport muss auf Bundes- und dann auch auf Landesebene wieder stärker in den Blickwinkel der Politik rücken, ihm muss zeitnah eine Öffnungsperspektive aufgezeigt werden, denn wir sind weiterhin davon überzeugt, dass der Sport in besonderer Weise zur Bewältigung der gesundheitlichen – psychischen und physischen – und sozialen Folgen der Pandemie beitragen kann und damit Teil der Lösung ist und der Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie dienen wird“, heißt es in der Vorbemerkung zum Stufenplan des LSB. Dieser wird in der kommenden Woche – auch unter Berücksichtigung der Beschlusslage der Sportministerkonferenz, deren Vorsitz aktuell der rheinland-pfälzische Sportminister Lewentz inne hat, in einer AG mit Vertretern des organisierten Sports (LSB, Sportbünde, Fachverbände und Vereine) und des Innenministeriums besprochen und anschließend veröffentlicht.

Neben der derzeit notwendigen Öffnungsperspektive bereiten dem LSB der Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen sowie der Mitgliederrückgang große Sorgen. Dies sei insbesondere im Kinder- und Jugendbereich der Fall. „Kinder leiden besonders unter der Pandemie und dem damit einhergehenden Bewegungsmangel. Um die Langzeitfolgen abzumildern, sollte die Politik daher eine prioritäre Öffnung des Kinder- und Jugendsports in Betracht ziehen“, so Bärnwick.

Rheinland-Pfalz weit wird der Mitgliederrückgang im Vergleich zu vor einem Jahr bei rund 3,5 Prozent (weitere Details siehe im Verlauf der Pressemeldung) liegen, bei Kindern und Jugendlichen ist er je nach Altersstufe mit teilweise bis zu 15 Prozent (zum Beispiel bei den unter Sechsjährigen) noch deutlich gravierender. „Der Bewegungsmangel gerade bei Kindern und Jugendlichen hat durch die erhöhte Bildschirmzeit aufgrund des Corona-bedingten digitalen Distanzunterrichts noch einmal zugenommen. Deswegen ist es gerade für Kinder und Jugendliche immens wichtig, dass der Sportbetrieb so schnell als möglich mit Augenmaß wieder anläuft, um sie wieder für Sport und Bewegung zu begeistern“, erklärt Bärnwick.

In seinem Papier regt der Landessportbund ein einheitliches Vorgehen in Sportvereinen, Schulen und Kitas an – in gleicher Weise, wie Kitas und Schulen wieder geöffnet werden, sollte dies auch für den Kinder- und Jugendsport im Verein erfolgen. Ansonsten sieht die Corona-Sportampel des LSB vier Stufen vor. Ausgehend von der derzeitigen Stufe Rot (Sport nur alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand) könnte der Weg über Training in festen kleineren Gruppen und Sport in größeren Gruppen bis hin zu Training und Wettkampf ohne Kontakt- und Gruppengrößenbeschränkungen führen.

„Vereinssport findet unter Anleitung, mit festen Regeln und in definierten Gruppen statt. Ergänzt durch umfangreiche Hygienekonzepte, die sie bereits 2020 erarbeitet, erprobt und inzwischen weiterentwickelt haben, agieren unsere Vereine sehr verantwortungsbewusst“, erklärt Bärnwick. An die Politik richtet der LSB die Bitte, die Erfahrungen der Sportvereine und -organisationen aus dem Jahr 2020 ernst zu nehmen und bei der Fortschreibung der rheinland-pfälzischen Corona-Bekämpfungsverordnung zu berücksichtigen. Auch Ungleichheiten zwischen vereinseigenen und kommunalen Sportstätten gelte es zu vermeiden. So empfiehlt der LSB in seinem Eckpunktepapier etwa eine „abgestimmte Vorgehensweise zwischen Landesregierung, Landessportbund und kommunalen Spitzenverbänden“ zur einheitlichen Öffnung von Sportanlagen.

Erste Zahlen zur Mitgliederstatistik zeigen teils besorgniserregende Entwicklungen

„Auch wenn die Bestandserhebungen der rund 6.000 Sportvereine noch nicht vollständig vorliegen – die Rücklaufquote liegt aktuell bei gut 90 Prozent – gehen wir landesweit von einem Mitgliederrückgang von rund 3,5 Prozent aus“, so Christof Palm, kommissarischer Hauptgeschäftsführer des LSB. „Mit Blick darauf, dass der Vereinssport in den vergangenen Monaten über lange Zeit nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich war, danken wir einer überwältigenden Mehrheit der Sporttreibenden in Rheinland-Pfalz, dass sie ihren Vereinen treu geblieben sind“, so Palm. Konkret bedeutet dies, dass Ende 2020 rund 45.000 bis 50.000 Mitglieder weniger in rheinland-pfälzischen Sportvereinen Mitglied waren als ein Jahr zuvor. Es verlieren gute 60 Prozent der Vereine, 10 Prozent bleiben gleich und knappe 30 Prozent gewinnen Mitglieder hinzu. Die Vereinsgröße spielt eine entscheidende Rolle: Während kleinere Vereine (bis 100 Mitglieder) im Schnitt 0,5 Prozent verlieren (das entspricht in etwa der Entwicklung der Vorjahre), kann man sagen: je größer der Verein, desto größer der prozentuale Verlust. Die Großvereine (über 1000 Mitglieder) sind mit 6 Prozent im Schnitt, in Einzelfällen auch bis zu 15 Prozent Verlust, dabei.

Zu den Vereinen mit den höchsten Rückgängen zählen auch solche, die sehr intensiv in der Jugendarbeit tätig sind Normalerweise profitieren sie stark davon, dass Jugendliche nachkommen. Das funktioniert aktuell nicht, weil der Vereinsbetrieb ruht. Dadurch ist der normale Vereinsfluss – Austritte und Eintritte gleichen sich in etwa aus – unterbrochen. Das gleiche gilt für Vereine, die in der Vergangenheit in größerem Umfang Mitglieder über Kurssysteme gewinnen konnten. Ohne Angebote fehlen die Eintritte bzw. wird schneller ausgetreten als bei Vereinen, die sich im Wesentlichen über Mannschaftssport (hier ist die Mitgliederbindung deutlich größer) definieren.

Es ist deutlich zu erkennen, dass sich die Fachverbände bzw. Sportarten, die auch während des Lockdowns lange Zeit möglich waren – da überwiegend im Freien und als Individualsport durchführbar – am positivsten bzw. am wenigsten schlecht entwickelt haben. Zu nennen sind hier Sportarten wie Tennis, Golf, Radsport oder Luftsport. Signifikant schlechter sieht es indes bei Ski, DRLG, Schwimmsport, Fußball und Handball (jeweils in den ganz jungen Jahrgängen) oder auch in der Leichtathletik aus.

Auffällig ist, dass der Großteil des Mitgliederrückgangs im Altersbereich von 0 bis 18 Jahren zu verzeichnen ist. „Hier gehen wir von einem Anteil rund 50 Prozent am gesamten Mitgliederverlust aus“, betont Christof Palm. „Die Zahlen zeigen bereits jetzt ein besorgniserregendes Bild, hier müssen wir mit einer Mitgliedergewinnungskampagne ansetzen, Vereine und Familien unterstützen, dass die Kinder und Jugendlichen wieder schnell den Weg in die Sportvereine finden.“ Die niedrigen Zahlen resultieren insbesondere auch auf geringeren Neueintritten, so etwa bei den 0-6-Jährigen. Hier zeigt sich der prozentual größte Rückgang mit rund -15 Prozent. Neben den 0-6-Jährigen zeigen sich die größten Rückgänge in den Altersklassen der 7-14-Jährigen (ca. -5 Prozent) und der 41-60-Jährigen (ca. -4 Prozent). Signifikant abweichend vom allgemeinen Trend ist die Entwicklung der Mitgliederzahlen bei der Gruppe der Ü60: „Hier könnte es am Ende auf eine ´Nullnummer´ hinauslaufen, also sich Eintritte und Austritte die Waage halten“, sagt Palm.

Auch regional gibt es Unterschiede: Regionen, die eher ländlich geprägt sind und einen niedrigeren Organisationsgrad aufweisen, verlieren prozentual weniger als größere Städte, ganz nach dem Motto: wer weniger hat, hat auch nicht so viel zu verlieren…

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Kreissparkasse Vulkaneifel zeigt Wanderausstellung zum Thema „Heimat“ bis zum 2. März 2021

Daun, 19.02.2021 – Um den Begriff „Heimat“ dreht sich die Ausstellung in der Hauptstelle der Kreissparkasse Vulkaneifel in Daun. Künstler, mit und ohne Migrationshintergrund, haben sich mit folgenden Fragen auseinandergesetzt: Welche Begriffe von „Heimat“ gibt es? Was bedeutet „Heimat“ für mich? Ist es ein Ort? Eine Gemeinschaft? Ein Gefühl? Wie fühlt es sich an? Wie würde ich meine Heimat beschreiben? Welche Gedanken, Erinnerungen und Bilder verbinde ich mit der Heimat?

In den vergangenen Monaten ist diese Ausstellung durch die Vulkaneifel gewandert – sie zeigt Werke, die in einem 3-tägigen Workshop im Rahmen der Interkulturellen Woche entstanden sind.

Das Projekt ist eine Kooperation der katholischen
Erwachsenenbildung, Projektstelle Bildung in der Migrationsgesellschaft; Projekt Integrationsförderung des Caritasverband Westeifel e.V.; Projekt Integration Innovativ der Verbandsgemeinde Gerolstein; der Pfarreiengemeinschaft Gerolsteiner Land und dem Café Grenzenlos Gerolstein. Die Ergebnisse dieser künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema sind zu sehen bis Dienstag, 2. März 2021 während der Schalteröffnungszeiten – unter Berücksichtigung der Corona Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

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2,6 Millionen Euro für mehr digitale Lernmittel an den Schulen in NRW

Region/Düsseldorf, 19.02.2021 – Neue digitale Lernmittel: Ein weiterer Schritt zur Stärkung des digitalen Unterrichtsgeschehens in Nordrhein-Westfalen. Das Ministerium für Schule und Bildung teilt mit:

Durch den rasanten digitalen Ausbau der Schulen in Nordrhein-Westfalen erhöht sich auch die Nachfrage nach digitalen Lerninhalten. Das Ministerium für Schule und Bildung unterstützt die Schulen und Schulträger durch den Erwerb von zusätzlichen digitalen Lernmitteln in der Höhe von 2,6 Millionen Euro.

Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Diese Landesregierung ist angetreten, um die Schullandschaft Nordrhein-Westfalens ins Zeitalter des digitalen Lehrens und Lernens zu führen. Neben dem bislang größten Ausstattungsprogramm für digitale Endgeräte für bedürftige Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und einer Fortbildungsoffensive zur Weiterbildung und Qualifizierung vergrößern wir nun auch das Angebot an digitalen Lerninhalten. Wir stellen den Schulen damit Lernmaterialien zur Verfügung, die neue Chancen für die digitale Unterrichtsgestaltung bieten.“

Im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung hat die Medienberatung NRW zur Förderung eines effizienten und verantwortungsvollen Umgangs mit Informationen, Daten und Medien eine Drei-Jahres-Lizenz für ein Paket des Brockhaus Online-Nachschlagewerks erworben. Das Online-Nachschlagewerk umfasst die Enzyklopädie, ein Jugend- und Kinderlexikon und ist damit der umfassendste fachlich betreute lexikalische Bestand im deutschsprachigen Raum. Damit Lernende eine Vielzahl von Informationen sicher bewerten können, brauchen Sie neben altersgerechten Einstiegsinformationen in übersichtlicher, konzentrierter und schülergerechter Form vor allem objektive Inhalte. Im Paket enthalten ist außerdem der Online-Kurs „Richtig Recherchieren“, mit dem Schülerinnen und Schüler lernen, selbstbestimmt und verantwortlich mit digitalen Medien umzugehen. Damit wird digitales Lernmaterial angeschafft, das die Schulbiographie der Schülerinnen und Schüler von Lernanfängern bis zur Oberstufe begleiten und das in allen Unterrichtsfächern und fächerübergreifend eingesetzt werden kann. Neben Informationstexten, Bildern, Grafiken und Karten enthält das Brockhaus Online-Nachschlagewerk auch Audio- und Videodateien.

Zur Begleitung von Lernanfängerinnen und Lernanfängern, aber auch von Schülerinnen und Schülern, die weiterer Unterstützung bedürfen, bieten die technischen Möglichkeiten der Brockhaus Plattform vielfältige Zugänge. So sind in dem Angebot unter anderem eine Vorlesefunktion und diverse Texteinstellungen integriert, ebenso eine Übersetzungsfunktion (inklusive Vorlesefunktion) in 60 Sprachen, die das Leseverständnis von Schülerinnen und Schülern mit geringeren Deutschkenntnissen erleichtert. Bereits in der Vergangenheit hat das Land durch den Erwerb von Landeslizenzen einen einheitlichen Grundstock an digitalen Lerninhalten für die Schulen in Nordrhein-Westfalen aufgebaut.

Die Lizenzen werden über EDMOND NRW, dem Onlinedienst für Bildungsmedien der Medienzentren in NRW, zukünftig der Bildungsmediathek NRW, zur Verfügung gestellt (http://www.edmond-nrw.de/). Darüber hinaus ist geplant, diese auch direkt in das Lernmanagementsystem LOGINEO NRW LMS zu integrieren, das bereits 2.363 Schulen in Nordrhein-Westfalen einsetzen (Stand: 12.02.2021). Nutzungsberechtigt sind alle Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und sonstiges pädagogisches Personal an den Schulen in Nordrhein-Westfalen.

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Kommunaler Finanzausgleich – Rheinland-Pfalz setzt auf konstruktive Gesprächsrunden mit den Kommunen

Region/Mainz, 19.02.2021 – Zu einer Neuregelung des kommunalen Finanzausgleichs haben Landesregierung und kommunale Spitzenverbände Gespräche aufgenommen. „Mit dem Urteil des Verfassungsgerichtshofes haben wir einen umfangreichen Arbeitsauftrag erhalten, den wir auch umgehend angenommen und erste Schritte wie die Bildung einer Arbeitsgruppe im Innen- und Finanzministerium eingeleitet haben“, sagte Innenminister Roger Lewentz zur aktuellen Kritik aus den Reihen der Kommunalen Spitzenverbände. Kritik, dass weder Lösungsvorschläge noch eine Soforthilfe in einer ersten Gesprächsrunde mit den kommunalen Spitzenverbänden angekündigt wurden, sei wohl eher dem Landtagswahlkampf als einer seriösen Auseinandersetzung mit der Thematik geschuldet, so der Minister.

„Die hohe Zahl unterschiedlichster kommunaler Pflichtaufgaben und freiwilliger Aufgaben sowie die Zahl von rund 2450 eigenständigen kommunalen Gebietskörperschaften verdeutlicht die Größe der Aufgabe, vor der wir stehen“, betonte Lewentz. Nach dem Urteil des Verfassungsgerichtshofes Rheinland-Pfalz (VGH) vom 16. Dezember 2020 muss der kommunale Finanzausgleich (KFA) bis zum 1. Januar 2023 neu aufgesetzt werden. Beim Finanzausgleich geht es um derzeit rund 3,5 Milliarden Euro, die das Land als sogenannte Finanzausgleichsmasse jährlich den Städten und Gemeinden, den Verbandsgemeinden und Landkreisen als ergänzende Finanzierung ihrer Aufgaben zur Verfügung stellt.

Das Gericht hatte festgestellt, dass das Prozedere zur Ermittlung der Finanzausgleichsmasse nicht verfassungskonform sei, da es die Ausgabenbedarfe, die sich aus den kommunalen Aufgaben ergeben, nicht ausreichend detailliert analysiere. „Das Land will einen fairen, sachgerechten und verfassungskonformen kommunalen Finanzausgleich, der in einem ergebnisoffenen, termingerechten Reformprozess entwickelt wird“, betonte Finanzministerin Doris Ahnen.

Der Zeitplan, den der VGH dem Land auferlegt habe sei ehrgeizig und sehe eine Neuregelung bis zum 1. Januar 2023 vor, so Minister Lewentz.

Angestrebt wird, das Konzept bis zum Jahresende zu erstellen, um die sich daraus ergebenden Folgerungen in einen Gesetzentwurf zu gießen. Das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren soll im Jahr 2022 beginnen. Ab 2023 werden die Zuweisungen des Landes dann nach den vom VGH geforderten Neureglungen gewährt werden.

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Mobile Virenfilter für alle Zülpicher Schulen

Zülpich, 19.02.2021 -Die Stadt Zülpich erhält 152.000-Euro-Förderung aus Sofortprogramm des Landes. Belüftungsgeräte sollen dem Bedarf entsprechend an Schulen verteilt werden. Das nordrhein-westfälische Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hatte im November des vorigen Jahres ein 50-Millionen-Euro-Sonderprogramm zum Erwerb mobiler Luftfiltergeräte für Schulen und Sporthallen auf den Weg gebracht. Damit wird insbesondere der Erwerb von mobilen Luftreinigungsgeräten für Räume unterstützt, die nicht ausreichend durch gezieltes Fensteröffnen oder durch eine raumlufttechnische Anlage (RLT-Anlage) gelüftet werden können. Mit Hilfe dieser Geräte können Viren unschädlich gemacht und somit die Aufenthaltsqualität in den Klassenräumen deutlich verbessert werden.

Die Stadt Zülpich hatte entsprechende Mittel aus diesem Fördertopf beantragt und nun vom Ministerium eine Förderzusage in Höhe von 152.000 Euro erhalten. Damit können mindestens 38 Belüftungsgeräte angeschafft werden. Diese sollen dem Bedarf entsprechend an die Grundschulen sowie die weiterführenden Schulen im Stadtgebiet verteilt werden.

„Das ist eine erfreuliche Nachricht“, so Bürgermeister Ulf Hürtgen. „Durch den Erwerb der mobilen Luftfiltergeräte kann das Raumklima in den bisher schwer zu lüftenden Unterrichtsräumen deutlich verbessert werden.“

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Bürgerhaus Mausbach soll neu gebaut werden – Bürgermeister Patrick Haas sieht zwei Vorteile für Neubau

Stolberg, 19.02.2021 – Das Bürgerhaus Mausbach ist in einem Zustand, der eine weitere Nutzung nur noch sehr eingeschränkt zulässt. Nun soll es für die 17 Mausbacher Vereine, die das Bürgerhaus regelmäßig nutzen, neugebaut werden.

Bei einer turnusmäßigen Begehung Mitte des vergangenen Jahres wurden im Bürgerhaus erhebliche Mängel festgestellt: Schimmel im Keller, erhebliche Elektromängel, sanierungsbedürftige Leitungen und fehlende Barrierefreiheit. Seit Mai 2020 ist das Bürgerhaus deshalb gesperrt.

Stadt und Politik möchten deshalb nun die Chance nutzen, um nachhaltig in das Vereinsleben in Mausbach zu investieren. Aus diesem Grund planen wir, das Gebäude neu zu bauen. „Der Neubau bietet gleich zwei Vorteile“, erläutert Bürgermeister Patrick Haas: „Zum einen können wir das Bürgerhaus damit an die Nutzung durch die Mausbacher Vereine anpassen, indem wir den verfügbaren Raum sinnvoller aufteilen. Wir können Aspekte wie die aktuell fehlende Barrierefreiheit bei einem Neubau mitdenken. Zum anderen ist in diesem Fall der Neubau gegenüber der Sanierung auch preislich vorteilhafter.“

Für die Kupferstadt Stolberg steht außer Frage, dass Mausbach ein Bürgerhaus für das sehr rege Vereinsleben in dem Stadtteil unbedingt weiter benötigt. Für die Planungen zum Neubau hat die Verwaltung deshalb bereits 200.000 Euro in den Haushalt 2021 eingestellt. Möglichst schnell sollen den Vereinen wieder Versammlungs-, Trainings- und Proberäume im Bürgerhaus zur Verfügung stehen.
Die Kupferstadt Stolberg hat die Entscheidung zum Neubau des Bürgerhauses in enger Abstimmung mit der Interessengemeinschaft (IG) Mausbacher Vereine getroffen. Bis zum Beginn des Abrisses können die Räumlichkeiten des bestehenden Bürgerhauses eingeschränkt weiter genutzt werden – zumindest, wenn Corona das wieder zulässt. Für die Zeit des Neubaus arbeiten Stadt und IG an einer geeigneten Übergangslösung.

Da die Stromversorgung des Hofes vom Bürgerhaus unabhängig ist, kann bis zum Abriss das Festzelt der KG „Löstige Wölleklös“ weiterhin auf dem Bürgerhaushof aufgebaut werden. Ebenso dürfen für diese Zeit dann auch die Toiletten des Bürgerhauses mitbenutzt werden.

Diese 17 Vereine, die der IG Mausbacher Vereine angehören, nutzen das Bürgerhaus:

KG Löstige Wölleklös
Musikvereinigung Euphonia Mausbach 1882
Männergesangverein Mausbach 1910
Trommler- und Pfeifercorps 1920 Mausbach
Kaninchenzuchtverein R204 Mausbach
VdK Ortsverband Vicht
Ortsverein Mausbach der SPD Stolberg
Löschgruppe Mausbach der Stolberger Feuerwehr
Arbeitskreis Geschichte Mausbach
Stadtfischereiverein Stolberg
Luftsportverein Stolberg
HSO-Band
Zone7-Band
Gemeinschaft Straßenfest Auenweg Franzosenkreuz
VfL 08 Vichttal Mausbach Vicht Zweifall 2018
Siedlergemeinschaft Mausbach 1936
Stolberger Sportverein 1911

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Förderkreis St. Elisabeth Krankenhaus Gerolstein spendet

Gerolstein, 19.02.2021 -Innere Medizin und Chirurgische Ambulanz erhalten Geräte. Der Förderkreis des Gerolsteiner St. Elisabeth Krankenhauses hat Geräte angeschafft, die von der Chirurgischen Ambulanz und der Inneren Medizin gewünscht waren. Die Innere Medizin erhält ein spezielles Pulswellengeschwindigkeitsmessgerät im Wert von über 3.000 Euro und die Chirurgische Ambulanz einen Patiententransporter, ebenfalls im Wert von über 3.000 Euro. Beide Gerätschaften sollen die Arbeit am Patienten erleichtern und kommen sowohl Mitarbeiter*innen als Patient*innen in der Behandlungspraxis zugute.

Mit eingeflossen in die Spendensumme ist der Betrag von 4.000 Euro aus einem Spendenaufruf der Volksbank Eifel Mitte. Während des Aktionszeitraumes verdoppelte die Volksbank eingegangene Spenden für angemeldete Empfänger und daraus ergab sich zugunsten des Krankenhauses der oben genannte Betrag. Das spezielle Pulsmessgerät wurde auf Wunsch von Dr. med. Manfred Rittich, Chefarzt der Inneren Medizin, angeschafft. „Hiermit kann man Durchblutungsstörungen an Armen und Beinen messen“, erklärt Dr. Rittich.

Diese Zusatzuntersuchung dient einer besseren Prognose und kann auch dabei helfen, z. B. eine PAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit, auch Schaufensterkrankheit genannt) festzustellen. Zudem hilft das Gerät das kardiovaskuläre Risiko beispielsweise bei Rheumapatienten mittels Messung der Pulswellengeschwindigkeit festzustellen. Allgemein gesehen kann anhand dieses Gerätes das individuelle Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall festgestellt werden. Bei entsprechenden Befunden werden weitere umfangreiche Untersuchungen erforderlich und eingeleitet.

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Verteilung von medizinischen Masken an bedürftige Menschen in der Gemeinde Kreuzau

Kreuzau, 19.02.2021 – Das Land Nordrhein-Westfalen stellt als Soforthilfe für Bedürftige FFP2-Masken zur Verfügung. Über den Kreis Düren erhält die Gemeinde Kreuzau insgesamt 2.332 Masken.

Zu den Bedürftigen zählen unter anderem neben den Beziehern von Leistungen nach dem SGB II, SGB XII oder Asylbewerberleistungsgesetz auch Personen, die Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten.

Um der Kontaktreduzierung Rechnung zu tragen, hat die Gemeinde Kreuzau sich dazu entschlossen, die Masken für die Personenkreise SGB II, SGB XII und Asyl zustellen zu lassen. Pro Person (ab 6 Jahren) werden die Betroffenen in den nächsten Tagen zwei FFP2-Masken erhalten.

Sollten Sie bis zum 26. Februar 2021 keine Masken erhalten haben, aber zum Kreis der Bedürftigen zählen, melden Sie sich bitte bei Frau Paillon unter der Rufnummer 02422 507-108 oder bei Frau Graß unter der Rufnummer 02422 507-111. Es steht noch ein Restkontingent zur Verfügung. Zudem konnten über Spenden zusätzliche Masken beschafft werden, die bei Bedarf gerne abgegeben werden können.

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Sehenswertes Naturspektakel: „Die Rausch“

Martental/Leienkaul, 19.02.2021 – Als Naturdenkmal „Die Rausch“ wird der Wasserfall im Martental bei Leienkaul genannt, über den etwa 8 Meter tief der Endertbach stürzt. Besonders beeindruckend sieht dieses Naturschauspiel im Winter aus, wenn sich Eis in mächtigen Zapfen von oben herab gebildet hat und darüber das Wasser ins Tal hinabfällt.

Über den Wasserfall führt eine Holzbrücke zu der Wallfahrtskirche Maria Martental, die zum gleichnamigen Kloster gehört. In der Kategorie Touren wurde der Wanderweg „Im Tal der Wilden Endert“, der am Endertbach entlang führt, durch die Fachzeitschrift Wandermagazin zu Deutschlands schönstem Wanderweg 2019 gekürt.

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Mehr Schutz vor Viren: Deutscher Roter Kleiderladen Alsdorf freut sich über einen „Roomguard“

Alsdorf, 19.02.2021 – Noch muss angesichts der Corona-Pandemie auch der Deutsche Rote Kleiderladen, den das DRK in Alsdorf an der Cäcilienstraße 9 betreibt, geschlossen bleiben. Doch hofft das engagierte Team der Ehrenamtler rund um Leiterin Brigitte Hinkelmann darauf, möglichst bald wieder für die Kundinnen und Kunden da sein zu können.

Und damit beim Stöbern im Kleiderangebot dann eine größtmögliche Sicherheit vor Infektionen erreicht wird, hat Achim Thelen, Geschäftsführer des Alsdorfer Unternehmens Cleanroom-Technology GmbH, jetzt ein besonderes Geschenk überreicht: einen „Roomguard“. „Dieser von uns produzierte Raumluftfilter senkt das Ansteckungsrisiko über Aerosole mit jeder Art von Viren – auch des SARSCoV2 um 99,5 Prozent“, erklärte er bei der Übergabe des Gerätes.

Als Ortsverbandsvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes dankte Bürgermeister Alfred Sonders für diese besondere Spende. „Hier zeigt ein Alsdorfer Unternehmen ein großes Herz für die Stadt und ihre Menschen! Ich freue mich, dass hierdurch ein ganz besonderer Schutz für alle im Kleiderladen ermöglicht wird.“ Denn nicht nur die Nachfrage nach gebrauchter Kleidung, Spielen und manchem mehr ist groß in dem Laden, auch das Team ist ordentlich gewachsen.

Rund 40 Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler sind es derzeit, von 12 bis 84 Jahren. Sonders: „Sie alle können von dieser zusätzlichen Sicherheit profitieren, die der Luftfilter bietet.“ Darüber freuten sich bei der Übergabe an das Team neben Brigitte Hinkelmann auch ihre Stellvertreterin Sabine Ritzka sowie Christine und Andreas Laschütza. (apa)