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Wirtschaft

Bürgerinitiative eCB-Kreis Ahrweiler und Kreissparkasse bringen eCarsharing nach Bad Neuenahr-Ahrweiler

Ahrweiler – Er hatte etwas ganz anderes im Sinn, als Matthias Breda vom eCB-Kreis Ahrweiler im Frühjahr 2022 zum Hörer griff und bei der Kreissparkasse (KSK) Ahrweiler anrief. „Als Bürgerinitiative zur Förderung von eCarsharing im ländlichen Raum wollen wir die Verkehrswende und die Abkehr vom Verbrenner mit lokalen Partnern voranbringen. Da war die Anfrage bei der Kreissparkasse ein logischer Schritt.“ Was als Gespräch zur Unterstützung mit Werbemitteln begann, wandelte sich rasch in etwas größeres – die Gewinnung der KSK als Ankermieter für eCarsharing-Autos.

„Ab sofort steht an unserer Hauptstelle in der Wilhelmstraße 1 ein VW ID.3 zur Verfügung. Hierdurch bieten wir den Bürgerinnen und Bürgern einen echten Mehrwert, da das Fahrzeug von jedermann flexibel genutzt werden kann. Zudem ist der Umstieg auf Elektromobilität auch für uns von hoher Bedeutung. Daher haben wir unseren Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umgestellt. Für uns war es selbstverständlich, dass wir diesem Projekt eine großzügige Unterstützung zugesagt haben. Hierdurch gelingt es uns, unseren Beitrag zur Energiewende im Kreis Ahrweiler zu leisten“, erklärt Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler, die Beweggründe der KSK.

Die Bürgerinitiative eCB-KreisAhrweiler ist ein Zusammenschluss aus engagierten Mitmenschen, der das Ziel hat, e-Carsharing im Kreis Ahrweiler zu etablieren. Interessierten des Kreises soll ermöglicht werden, bei Bedarf einfach und nah ein E-Auto auszuleihen. Für die technische Umsetzung arbeitet die Initiative mit der Energiegenossenschaft BürgerEnergie Rhein-Sieg eG zusammen. Diese stellt die Fahrzeuge bereit, wartet sie und übernimmt die Abrechnung mit den Nutzenden. Gemeinsam betreibt man im Kreis Ahrweiler bereits an vier Standorten in Remagen und Sinzig eCarsharing. Dabei stehen die Autos hier ganztägig zur Nutzung bereit. Das ist in Ahrweiler anders, hier gilt das Ankermieter-Modell. Das Fahrzeug steht während der Geschäftszeiten der KSK ausschließlich den Beschäftigten der KSK für dienstliche Fahrten zur Verfügung. Davor und danach können sie von registrierten eCarsharing-Teilnehmern ganz einfach per App gebucht werden.

Schon jetzt bereiten die Beteiligten der KSK, eCB-KreisAhrweiler und Bürgerenergie Rhein-Sieg weitere Schritte vor. Als nächster Standort ist Adenau in Vorbereitung. Gerne dürfen weitere folgen – Interessierte sind aufgerufen, sich zur Unterstützung oder mit konkreten Umsetzungsvorschlägen an die eCB zu wenden. Insbesondere für die zwei neuen Standorte in Ahrweiler und Adenau sucht die Bürgerinitiative noch tatkräftige Unterstützerinnen und Unterstützer vor Ort, die das Carsharing-Angebot publik machen, als Standortbetreuer fungieren oder sich anderweitig in die vielfältigen Tätigkeiten des eCBs einbringen möchten. Interessierte können sich unter info@ecb-kreisahrweiler.de melden.

Weiter Informationen zur Anmeldung, der Preisstruktur und den bisherigen Standorten finden Interessierte auf der Webseite www.eCB-KreisAhrweiler.de.

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„Kommunale Verschuldung – Höchste Zeit zum Gegensteuern“

Region/Koblenz/Ludwigshafen/Mainz/Trier – Zum am Freitag, den 1. März 2024 veröffentlichten Bericht des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz zu den Schulden der rheinland-pfälzischen Kommunen äußert sich Dr. Florian Steidl, steuer- und finanzpolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz: „Es ist kein Geheimnis, dass viele rheinland-pfälzische Kommunen hoch verschuldet sind.

Die neue Statistik bestätigt dies einmal mehr, zumal sie auch die Schulden außerhalb der Kernhaushalte berücksichtigt und damit ein vollständigeres Bild der Schuldensituation zeichnet. Auch das überdurchschnittliche Verschuldungsniveau der kreisfreien Städte zeigt, dass es höchste Zeit ist, gegenzusteuern: Die Politik muss an den Ursachen ansetzen – es reicht nicht, sich darauf zu konzentrieren, die Symptome zu lindern.

Eine hohe Verschuldung und damit auch hohe Tilgungslasten schränken die finanzielle Handlungsfähigkeit der betroffenen Kommunen ein. Dann sind meist auch die kommunalen Steuern hoch und das Angebot an öffentlichen Leistungen lückenhaft. Das hat Auswirkungen auf die Standortbedingungen auch für Unternehmen. Gesunde Kommunalfinanzen sind daher im Interesse der Wirtschaft.

Hochverschuldete Kommunen können sich aus eigener Kraft nicht aus der finanziellen Not befreien. Die Teilübernahme von Schulden durch das Land im Rahmen des Kommunalen Entschuldungsfonds ist ein wichtiger Schritt. Allerdings bleiben nachhaltig ausgeglichene Haushalte eine Herausforderung. Damit die Verschuldung nicht weiter steigt, müssen vor allem Pflichtaufgaben durch Bund und Land besser mitfinanziert werden. Für die Gesundung der Kommunalfinanzen brauchen wir ein klares Bekenntnis zur Mitverantwortung, der auch Taten folgen. Das würde auch helfen, Unternehmen an den Standorten zu halten.“

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Politik

Finanzverwaltung NRW beantwortet Fragen zu Studium und Ausbildung per WhatsApp

Region/Düsseldorf – Die Nachwuchswerbung der nordrhein-westfälischen Finanzämter wird noch digitaler: Junge Beamtinnen und Beamte stehen per Messenger für Nachfragen von potenziellen Studierenden und Auszubildenden bereit – Bewerbungsfrist für 2024 ist der 30. April.

„Hi, was muss ich bei meiner Bewerbung für einen Studienplatz denn alles mitschicken?“ – „Hey, danke für deine Frage. Du kannst dich online unter www.ausbildung-im-finanzamt.de bewerben. Dort kannst du deine Zeugnisse und deinen Lebenslauf hochladen. Viele Grüße, Lena vom Ausbildungsteam.“ Dieser Dialog stammt aus dem neuen Karriere-Chat der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit Anfang des Jahres können junge Menschen, die sich für eine Ausbildung im Finanzamt oder das duale Studium an der Hochschule für Finanzen interessieren, ihre Fragen einfach über den Messenger WhatsApp per Smartphone stellen.

Ganz wichtig dabei: Die Antworten kommen nicht von einem Chatbot, sondern von echten Beschäftigten der Finanzverwaltung. Das zehnköpfige Antwort-Team besteht aus jungen Beamtinnen und Beamten, die meist selbst in ihrem jeweiligen Finanzamt in die Ausbildung der Azubis und Studierenden eingebunden sind und die Wünsche, Fragen, Prioritäten der Nachwuchskräfte deshalb gleich aus erster sowie zweiter Hand kennen. Sie betreuen den WhatsApp-Chat freiwillig neben ihrer Arbeit. „Auch wenn in der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung mehr als 33.000 Menschen arbeiten, sind wir eine große Familie“, betont Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk. „Überdurchschnittlich viele unserer Auszubildenden und Studierenden werden durch Beschäftigte der Finanzverwaltung in ihrer Verwandtschaft oder im Bekanntenkreis auf unsere Karrierechancen aufmerksam – das zeigt: Unsere besten Werbebotschafter sind unsere Beschäftigten selbst mit ihren persönlichen Erfahrungen. Deshalb stehen auch Finanzbeamte per WhatsApp künftigen Finanzbeamten Rede und Antwort – nahbar und authentisch.“

Der WhatsApp-Chat mit der Finanzverwaltung ist unter der Telefonnummer +49 173 8873100 erreichbar. Zusätzlich gibt es auf der Internetseite www.die-zukunft-steuern.nrw einen Click-to-Chat-Button, mit dem man per Smartphone direkt im Chat landet. Beantwortet werden Text- und Sprachnachrichten montags bis donnerstags von 8.00 bis 18.00 Uhr, freitags von 8.00 bis 15.00 Uhr – Anrufe sind nicht möglich (dafür gibt es die zentrale Hotline 0251 934 1720). Und: Die Nummer ist nur für Fragen rund um die Ausbildung oder das duale Studium im Finanzamt gedacht – Fragen zur Steuererklärung werden hier nicht beantwortet.

Minister der Finanzen Dr. Optendrenk hat eine Nachwuchsoffensive für die Finanzverwaltung ausgerufen: Zum zweiten Mal in Folge steht im September eine Rekordzahl an Studien- und Ausbildungsplätzen bereit. 611 junge Menschen können eine Ausbildung zur Finanzwirtin bzw. zum Finanzwirt beginnen, für das duale Studium gibt es 1026 Plätze an der Hochschule für Finanzen mit Hauptsitz im Wasserschloss von Nordkirchen. „Unsere Finanzverwaltung schafft die finanzielle Grundlage staatlichen Handelns und ist somit essentiell, damit der Staat seine Aufgaben für unsere Gesellschaft erfüllen kann. Deshalb sind wir auf Nachwuchs mit Lust auf einen verantwortungsvollen, spannenden und gesellschaftlich bedeutsamen Job angewiesen“, betont Dr. Optendrenk. „Es ist wichtig, dass wir als öffentliche Verwaltung die Chancen der Digitalisierung nutzen, um unsere potenziellen künftigen Beschäftigten dort abzuholen, wo sie unterwegs sind. Unser WhatsApp-Chat ist ein zusätzliches Instrument, um eine junge Zielgruppe für die Karrierechancen in der Finanzverwaltung – vom Veranlagungsbezirk über die Betriebsprüfung bis zur Steuerfahndung – zu begeistern.“

Eine Bewerbung ist online unter www.ausbildung-im-finanzamt.de möglich. Neben der Info-Seite www.die-zukunft-steuern.nrw informiert die Finanzverwaltung auf Instagram, Facebook und LinkedIn über Themen rund um Karriere und Bewerbung, zudem werden hier aktuelle Karrieretage in den Finanzämtern veröffentlicht.

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News

Kreis Ahrweiler startet E-Bike-Verleihsystem – 30 kostenlose Freiminuten in der Startphase

Ahrweiler – Am 1. März 2024 startete der Kreis Ahrweiler mit dem „AW-bike“ sein E-Bike-Verleihsystem. Als klimafreundliche Alternative zum Auto und Ergänzung zum ÖPNV-Angebot stehen Einheimischen, Pendlern und Gästen kreisweit 80 Leih-E-Bikes zur Verfügung. Das neue, an den öffentlichen Personennahverkehr angebundene System wird in Kooperation mit dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) und dem europaweit agierenden Bike-Sharing-Anbieter nextbike by Tier betrieben und zunächst für fünf Jahre zum Einsatz kommen.

„Mit dem AW-bike gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung Mobilitätswende und schaffen für die Menschen in unserer eher ländlich geprägten Region ein niederschwelliges und klimafreundliches Angebot. Dadurch wollen wir die Attraktivität des Kreises als Wohn- und Arbeitsort weiter steigern. Dabei übernehmen wir im Gebiet des VRM eine Vorreiterrolle. Wenn weitere Kommunen im Verkehrsverbund ein vergleichbares System aufbauen, erreichen wir dadurch eine noch bessere Vernetzung unserer Region“, sagt Landrätin Cornelia Weigand, die unter anderem zusammen mit VRM-Geschäftsführer Stephan Pauly und Jonas Löhr von nextbike die neue E-Bike-Verleihstation am Ahrtor in Ahrweiler einweihte. Und Weigand kündigt an: „Um Interessierten die Möglichkeit zu bieten, das Verleihsystem kennenzulernen, kann das AW-bike in der Startphase 30 Minuten lang mit einem Gutschein-Code kostenlos getestet werden.“

„Das neue Vermietsystem im Kreis Ahrweiler ist eine ideale Ergänzung des ÖPNV, auch innerhalb des VRM. Gerade im Zusammenspiel mit Bus und Bahn macht es den ÖPNV noch flexibler. Dank der E-Bikes nicht nur innerorts, sondern auch bei Verbindungen zwischen den Gemeinden im Kreis“, führt Stephan Pauly, Geschäftsführer des VRM, aus. Er ergänzt: „Neben dem Alltagsverkehr überzeugt es mit seiner Einfachheit auch im Freizeitverkehr und macht die vielen interessanten Orte im Kreis leichter erreichbar. Weitere Landkreise im VRM betrachten die Umsetzung im Kreis Ahrweiler mit Interesse und bereiten eine Ausweitung des Systems vor.“

Registrieren und losfahren

Die Bikes können über die „nextbike by TIER App“ ausgeliehen werden (für die Betriebssysteme Android und iOS verfügbar). Nach der Registrierung, die ab 16 Jahren möglich ist, kann über den eigenen Account ein QR-Code auf dem Rad gescannt werden und das Rahmenschloss öffnet sich automatisch. Einmal registriert lassen sich mit dem nextbike-Account auch Bikes in rund 300 weiteren Städten (zum Beispiel in Bonn, Euskirchen, Rheinbach und Köln) ausleihen. Für die AW-bikes ist zudem eine Reservierung bis 30 Minuten im Voraus möglich. Bei nicht rechtzeitigem Erreichen der Station ist die Reservierung zu stornieren, andernfalls fallen zusätzliche Gebühren an.

Mit dem Gutschein-Code „AW4FREE“ (Eingabe in der App) haben in der Startphase zudem alle Interessierten die Möglichkeit, das AW-bike kostenlos für eine halbstündige Fahrt zu testen.

Kreisweite Verleihstationen

In der Anfangsphase des Vermietsystems wird es kreisweit rund 20 fest ausgewiesene Leih- und Rückgabestationen geben, die schrittweise in Betrieb genommen werden. Die Stationen werden überwiegend mit einem entsprechenden Hinweisschild gekennzeichnet. Auf dem Boden befinden sich in der Regel zudem Markierungen, die die zur Verfügung stehenden Flächen für die Rückgabe ausweisen. Die Stationen sind darüber hinaus in der nextbike-App einsehbar.

Wichtig: Wer ein AW-bike „wild“ – das heißt außerhalb der regulären Stationen – abstellt, muss mit einer Strafgebühr rechnen. Denn die Bikes müssen von einem Servicefahrzeug eingesammelt und zurück zu den Stationen gefahren werden.

Stationen finden sich in folgenden Orten (überwiegend an Bahnhöfen beziehungsweise ÖPNV-Haltestellen): Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen und Kripp, Bad Breisig und Brohl, Niederzissen, Kempenich, Altenahr sowie Grafschaft-Ringen. Bis nach Ostern folgen Sinzig und Bad Bodendorf sowie Adenau. Zudem werden innerhalb der Orte noch vereinzelt Stationen ergänzt. Die Verfügbarkeit der AW-bikes wird hierbei kontinuierlich durch das nextbike-eigene Service-Team gewährleistet.

An den Stationen werden keine Ladesäulen installiert, da die E-Bikes mit Wechselakkus ausgestattet sind. Der Betreiber nextbike tauscht die Akkus regelmäßig aus, pflegt und wartet die Räder und verteilt sie – falls notwendig – zwischen den Ausleihstationen um.

Die Tarife im Überblick

Die Ausleihe kostet für Gelegenheitsnutzerinnen und -nutzer im Basistarif zwei Euro für die ersten 30 Minuten. Je weitere halbe Stunde fallen 1,50 Euro an. Der Tageshöchstsatz beträgt hierbei maximal 18 Euro.

Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises sowie ÖPNV-Abonnentinnen und

-Abonnenten erhalten Monats- oder Jahrestarife zum vergünstigten Preis. Für diese Zielgruppen werden lediglich zwölf Euro pro Monat und 60 Euro pro Jahr fällig. Regulär sind es 15 Euro pro Monat und 80 Euro pro Jahr.

Kundinnen und -Kunden erhalten beim Abschluss eines Monats- oder Jahrestarif die ersten 30 Minuten je Ausleihe kostenlos und zahlen darüber hinaus lediglich einen Euro je weitere halbe Stunde (maximal jedoch 18 Euro pro Tag).

Weitere Informationen – und wichtige Hinweise zur Registrierung – gibt es online unter https://kreis-ahrweiler.de sowie unter www.nextbike.de/aw-bike.

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News

Neues Bildungsangebot schlägt Brücke zwischen Landwirtschaft und dem eigenen Garten

Region/Andernach – Der LandFrauenverband Rheinland-Nassau startete am Freitag, 01. März eines der größten lokalen Bildungsangebote rund um nachhaltiges Gärtnern, regionale Ernährung und lokale Landwirtschaft. In den kommenden zwei Jahren werden über 6.000 Teilnehmende in insgesamt 300 Workshops lernen können, wie man im eigenen Garten Ressourcen schont, Insekten schützt oder die eigene Ernte haltbar macht. Zentraler Teil des Projektes mit dem Titel „lecker, nachhaltig & von nebenan – mein Jahr im Garten und in der Landwirtschaft“ ist die Begegnung mit lokalen Landwirtinnen und Landwirten auf ihren Höfen. Der LandFrauenverband Rheinland-Nassau präsentierte das Angebot am Freitag gemeinsam mit den Projektpartnern heimatwurzeln e.V. und dem Förderverein der LandFrauenarbeit der lokalen Politik.

Gudrun Breuer, Präsidentin der LandFrauen Rheinland-Nassau, betonte auf der heutigen Auftaktveranstaltung: „Es gibt derzeit viele Fragen und Missverständnisse rund um die moderne Landwirtschaft. Wir wollen Menschen wieder mit Landwirtinnen und Landwirten ins Gespräch bringen und Brücken bauen. Zudem sind aktuelle Trends, wie das Fermentieren oder der eigene Gemüseanbau, aktuelle Themen der Zeit. Wir werden Wissen um Ernährung, moderne Landwirtschaft und privates Gärtnern vermitteln und freuen uns auf den regen Austausch.“ Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus der Lokalpolitik waren zum Permakulturhof in Andernach gekommen, um sich über das Bildungsprojekt zu informieren. Unter ihnen Marco Weber, Vorsitzender des Umweltausschusses des rheinland-pfälzischen Landtages, die Landtagsabgeordnete Anette Moesta, Judith Lehnigk-Emden, Kreisbeigeordnete im Kreis Mayen-Koblenz und Michael Horper, Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz.

Das Bildungsprojekt beginnt am 1. März 2024 und endet 31. Dezember 2025. In beiden Projektjahren führt jeweils im Frühling eine Workshop-Reihe ein in das Säen, Pflanzen, Düngen und Kultivieren von Zier- und Nutzpflanzen. Im Herbst können Teilnehmende dann in Workshops Techniken zum Verwerten der Ernte erlernen. Ergänzt wird das Angebot durch die Reihe „Dialog mit der Landwirtschaft“. Landwirtinnen und Landwirte im Norden von Rheinland-Pfalz laden ein und beantworten Fragen rund um die Arbeit auf einem modernen Bauernhof. Das innovative Bildungsprojekt spricht Menschen mit eigenen Gärten an, und auch diejenigen, die beispielsweise in Kübeln gärtnern. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Gudrun Breuer betonte, dass der Wunsch, Garten und Landwirtschaft thematisch zusammenzubringen, von der Basis der Landfrauen gekommen sei. „Ich freue mich sehr, dass wir diese Idee jetzt umsetzen können.“

Schirmherrin des Projektes ist die rheinland-pfälzische Ministerin für Landwirtschaft, Daniela Schmitt. Auch für sie steht der Dialog mit der Landwirtschaft im Vordergrund – aber auch Gesundheit und Nachhaltigkeit seien wichtige Ziele des Projektes. Sie betonte im Vorfeld des Kick-off-Termins: „Wir kaufen unsere Lebensmittel heute meist im Supermarkt statt auf dem Hof. Die Erzeuger, die landwirtschaftlichen Betriebe, treffen oder kennen wir daher oft nicht mehr persönlich. Die LandFrauen schlagen den Bogen zwischen Verbraucherinnen und Verbrauchern, dem eigenen Garten und dem landwirtschaftlichen Betrieb. Auf diese Weise erlangen die Produkte und die Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern wieder mehr Wertschätzung. Gleichzeitig stärkt das Projekt eine nachhaltige und gesunde Ernährung aller Menschen in unserer Region.“

Ein besonderer Schwerpunkt des Projektes liegt auf dem nachhaltigen Arbeiten mit der Natur – in der Landwirtschaft genauso wie im eigene Garten. Adelheid Epper, die Vorsitzende des Vereins zur Förderung der LandFrauenarbeit Rheinland-Nassau e.V., erklärt, welchen Bezug Nachhaltigkeit zur Landwirtschaft hat: „Die lokale Landwirtschaft ist ein Inbegriff von Nachhaltigkeit: kurze Transportwege, saisonale Lebensmittelversorgung und ein generationenübergreifendes Bewirtschaften der Höfe – das macht Nachhaltigkeit im besten Sinne aus. Das möchten wir wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken und ihnen Lust darauf machen, mehr Nachhaltigkeit selber im eigenen Garten oder beispielsweise auf der Terrasse auszuprobieren.“

Die Workshops und Hofbesuche werden von den 17 Kreisverbänden der LandFrauen Rheinland-Nassau angeboten und können einzeln und unabhängig voneinander besucht werden. Der LandFrauenverband Rheinland-Nassau hat über 17.000 Mitglieder. Einige sind selber Landwirtinnen, viele kommen auch aus anderen Berufen.

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Politik

Mehr als 3.000 Frauen und Männer legen Diensteid in der Kölner LANXESS-Arena für die Polizei NRW ab

Region/Düsseldorf – Rekordeinstellungszahl für Nordrhein-Westfalen – NRW Ministerpräsident Wüst: Junge Menschen, die sich für den Polizeiberuf entscheiden, verdienen unseren höchsten Respekt und unsere Anerkennung – NRW Minister Reul: Sie alle hier sind direkte Repräsentanten dieses Staates und vertreten seine Werte und Prinzipien. Ihre Aufgabe ist es, diese Rechte und Prinzipien zu verteidigen, die dieser Staat seinen Bürgerinnen und Bürgerinnen gewährt

Im Beisein ihrer Angehörigen haben am Freitag, 1. März 2024, über 3.000 angehende Beamtinnen und Beamte den Eid auf die Landesverfassung geleistet – ein absoluter Rekord. Noch nie wurden in Nordrhein-Westfalen so viele angehende Polizistinnen und Polizisten eingestellt wie in dem Einstellungsjahrgang 2023, der jetzt vereidigt wurde.

Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter sowie Regierungsinspektoranwärterinnen und -anwärter der nordrhein-westfälischen Polizei schworen in der Kölner LANXESS-Arena, dass sie das ihnen „übertragene Amt nach bestem Wissen und Können verwalten, Verfassung und Gesetze befolgen und verteidigen, ihre Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werden.“

An der feierlichen Vereidigung nahmen auch Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul teil.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Junge Menschen, die sich für den Polizeiberuf entscheiden, verdienen unseren höchsten Respekt und unsere Anerkennung: Sie stehen Tag und Nacht ein für unseren Rechtsstaat und schützen Freiheit, Frieden und die Werte der demokratischen Grundordnung in unserem Land. Dass sie alle gemeinsam ihren Diensteid ablegen und sich öffentlich zu unserer Verfassung bekennen, ist ein starkes und wichtiges Signal. Es macht einmal mehr deutlich, dass die innere Sicherheit ein zentrales Anliegen unserer Landesregierung ist. Deshalb setzen wir den Wachstumskurs für die nordrhein-westfälische Polizei konsequent fort. Im Einstellungsjahrgang 2023 haben wir erstmals die Schwelle von 3.000 eingestellten Anwärterinnen und Anwärtern überschritten. Das ist ein Höchststand, der zeigt, wie attraktiv der Polizeiberuf für junge Menschen ist.“

Innenminister Herbert Reul: „In Zeiten, in denen die eine Krise die nächste jagt, sind Sie diejenigen, die wir brauchen. Sie alle hier sind direkte Repräsentanten dieses Staates und vertreten seine Werte und Prinzipien: Freiheit, Toleranz, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, Solidarität und Menschenwürde. Ihre Aufgabe ist es, diese Rechte und Prinzipien zu verteidigen, die dieser Staat seinen Bürgerinnen und Bürgerinnen gewährt. Und die Pflichten, die er ihnen auferlegt, durchzusetzen.“

Innenminister Herbert Reul weiter: „Ich freue mich, dass Sie sich für diesen aufregenden Beruf entschieden haben. Er wird Sie jeden Tag fordern und er wird Sie auch in gefährliche Situationen bringen. Behalten Sie immer einen klaren Kopf und einen guten Kompass. Kommen Sie jeden Tag gesund wieder nach Hause.“

Im Jahr 2023 stellte die Landesregierung erstmals mehr als 3.000 Polizeianwärterinnen und -anwärter ein.

Wie schon in den vergangenen Jahren ist der Anteil an Frauen, die sich für den Polizeiberuf interessieren und eine Einstellungszusage erhalten haben, weiter steigend. Zudem ist das Verhältnis von Frauen zu Männern erneut etwas näher zusammengerückt. Auch der Anteil an Kommissaranwärterinnen und -anwärtern mit Migrationshintergrund ist im Einstellungsjahrgang 2023 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.

In der Zeit von 2017 bis 2023 haben mehr als 18.000 Kommissaranwärterinnen und -anwärter eine Karriere bei der nordrhein-westfälischen Polizei begonnen.

Seit Jahren gehört die Polizei zu den beliebtesten Arbeitgebern in Nord-rhein-Westfalen. Jährlich bewerben sich rund 11.000 junge Menschen für den Beruf der Polizistin und des Polizisten. Generelle Voraussetzung für die Bewerbung ist das Abitur oder eine gleichwertige Qualifikation. Als gleichwertig gilt neben der Fachhochschulreife auch ein Meisterbrief im Handwerk oder eine abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung mit anschließender beruflicher Tätigkeit von drei Jahren. Um auch Menschen mit mittlerem Bildungsabschluss den Traum von der Polizei zu ermöglichen, bietet die Polizei Nordrhein-Westfalen den Bildungsgang „Fachoberschule Polizei“ an mehreren ausgewählten Berufskollegs an.

Mehr Informationen finden Sie hier: https://karriere.polizei.nrw/qualifikationen/fachabitur-polizei.

Die am Freitag Vereidigten absolvieren ein dreijähriges duales Bachelor-Studium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW), wo ihnen die theoretischen Inhalte vermittelt werden. Das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW (LAFP NRW) bereitet in Trainingsmodulen auf die anschließenden Praktika in den Polizeibehörden des Landes Nordrhein-Westfalen vor. Die damit verbundene Abfolge von Theorie-Training-Praxis findet sich grundsätzlich im gesamten dualen Studium wieder und ermöglicht den Studierenden eine ganzheitliche Sicht auf ihre zukünftige berufliche Tätigkeit.

Weitere Informationen zum Polizeiberuf finden sich unter www.genau-mein-fall.de

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Politik

Gigabitausbau in den Landkreisen Bitburg-Prüm, Birkenfeld, Cochem-Zell und Vulkaneifel

Region/Mainz – Schnelles Internet – Landesregierung RLP fördert Gigabitausbau in den Landkreisen Bitburg-Prüm, Birkenfeld, Cochem-Zell und Vulkaneifel mit 171 Millionen Euro – Weitere 52.463 Haushalte, Unternehmen und öffentliche Institutionen in Rheinland-Pfalz werden in den kommenden Jahren an das Glasfasernetz angeschlossen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer übergaben heute Landesförderbescheide in Höhe von insgesamt 171 Millionen Euro für den Ausbau der Glasfaserinfrastrukturen an die Landrätinnen und Landräte der Landkreise Bitburg-Prüm, Birkenfeld, Cochem-Zell und Vulkaneifel.

„Wir investieren 171 Millionen Euro in die digitale Zukunft unseres Landes und kommen mit dem Ausbau von weiteren Glasfasertrassen in vier Landkreisen dem Ziel einer flächendeckenden Glasfaserinfrastruktur in Rheinland-Pfalz ein großes Stück näher. Unser gemeinsames Ziel ist, bis zum Jahr 2030 alle 1,93 Millionen Haushalte in Rheinland-Pfalz mit Glasfaser zu versorgen. Wir wollen den Wandel zu einer nachhaltigen Digitalgesellschaft schaffen, die Transformation der Arbeits- und Wirtschaftswelt in unserem Land weiter voranbringen und den Menschen in unserem Bundesland, egal in welcher Region, ein gutes Leben und Arbeiten ermöglichen“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Im Rahmen des Grauen-Flecken-Programms des Bundes fließen Fördermittel von Bund, Land und Kommunen in Höhe von 470,5 Millionen Euro in bisher unterversorgte Gebiete in Rheinland-Pfalz. Ziel des Ausbaus und der Förderung der sogenannten „Dunkelgrauen Flecken“ ist es, eine Versorgung mit Bandbreiten von mindestens einem Gigabit pro Sekunde symetrisch zu ermöglichen. Die Hälfte der Investitionskosten in Höhe von insgesamt 251,9 Millionen Euro trägt der Bund, bis zu 40 Prozent übernimmt das Land. Weitere zehn Prozent (47 Millionen Euro) müssen die Landkreise aus eigenen Mitteln aufbringen.

„Die Fördermittel von Bund und Land machen deutlich, dass wir unsere Gigabitziele in Rheinland-Pfalz nur mit einer Kombination aus eigenwirtschaftlichem Ausbau und zuverlässiger staatlicher Förderung schaffen können. Neben dem geförderten Ausbau setzen wir auch weiterhin auf das Vorantreiben des eigenwirtschaftlichen Ausbaus durch die Telekommunikationsunternehmen“, betonte Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer. „Wir sind zuversichtlich, dass wir die gesteckten Ziele gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern der Gigabit-Charta für Rheinland-Pfalz erreichen werden.“

Bitburg-Prüm erhält 33,96 Millionen Euro

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm erhält für das Nordcluster, das aus den Verbandsgemeinden Arzfeld und Prüm besteht, eine Landesförderung im Umfang von 33,96 Millionen Euro. Für das Südcluster, in dem die Stadt Bitburg sowie die Verbandsgemeinde Bitburger Land, Südeifel und Speicher zusammengefasst wurden, wird eine Landesförderung im Umfang von 32,4 Millionen Euro bereitgestellt. Ziel des Landkreises ist es, bis zum Jahr 2030 in den beiden Clustern 18.468 Adressen mit gigabitfähigen Anschlüssen zu versorgen. Landrat Andreas Kruppert: „Die Bewilligung der hohen Breitbandförderung durch das Land ist für die Bürgerinnen und Bürger im Eifelkreis eine tolle Nachricht. Sie ermöglicht die Erschließung aller Haushalte mit Glasfaser, die ohne die außergewöhnliche Unterstützung durch Bund und Land nicht umsetzbar wäre. Ein flächendeckendes Glasfasernetz ist ein essentieller Beitrag zur Sicherung der Attraktivität, Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landkreises. Wir erreichen damit einen weiteren Meilenstein in unseren Anstrengungen, den Eifelkreis zukunftsfest zu machen.“

Birkenfeld erhält 39 Millionen Euro

Im Landkreis Birkenfeld sollen in den Verbandsgemeinden Birkenfeld, Herrstein-Rhauen und Baumholder sowie der Stadt Idar-Oberstein bis zum Jahr 2028 11.912 Adressen an das Glasfasernetz angebunden werden. Das Land fördert das Breitbandprojekt mit einer Zuwendung in Höhe von 39 Millionen Euro. Landrat Miroslaw Kowalski: „Wir wissen sehr zu schätzen, wie uns die Landesregierung bei unseren Anstrengungen unterstützt, die Lebensbedingungen in unserem ländlichen Raum nachhaltig zu verbessern. Mit der Freude über die großzügige Förderung des Glasfasers verbinde ich die Hoffnung auf eine reibungslose Bauausführung vor Ort.“

Cochem-Zell erhält 17,4 Millionen Euro

Für den Gigabitausbau im Landkreis Cochem-Zell stellt das Land 17,4 Millionen Euro bereit. Zum Projektgebiet gehören die Verbandsgemeinden Cochem, Kaisersesch, Ulmen und Zell/Mosel. Insgesamt sollen bis zum Jahr 2028 8.192 Adressen mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden. Landrätin Anke Beilstein: „Der Gigabitausbau ist Chance und Standortfaktor für den ländlichen Raum – diese Herausforderung nehmen wir gemeinsam mit den Verbandsgemeinden an. Alle Haushalte, jedes Unternehmen und jeder Betrieb im gesamten Landkreis werden leistungsfähige Glasfaseranschlüsse erhalten. Die fortschreitende Digitalisierung bringt neue Chancen für die ländlichen Räume: smarte Lösungen für Menschen und Wirtschaft, Telemedizin, Homeoffice, KI – diese Chancen werden wir mit einer modernen Breitbandinfrastruktur nutzen. Daher werde ich den Gigabitausbau mit hoher Priorität weiter vorantreiben.“

Vulkaneifel erhält 48,8 Millionen Euro

Weitere 1.338 Adressen Verbandsgemeinden Daun, Kelberg, Gerolstein sollen bis zum Jahr 2028 im Landkreis Vulkaneifel angebunden werden, der hierfür eine Landesförderung in Höhe von 48,8 Millionen Euro erhält. Landrätin Julia Gieseking: „Der Zugang zu schnellem Internet ist entscheidend für gleichwertige Lebensverhältnisse von Stadt und Land. Eine gute digitale Infrastruktur bietet Lösungen für ländliche Gebiete, zum Beispiel im Bereich Telemedizin und Online-Mobilitätsangebote. Sie verringert räumliche Distanzen, ermöglicht fortschrittliche Bildungsangebote, moderne Arbeitsformen und die Weiterentwicklung von Unternehmen. Wir sind froh, in der Vulkaneifel nun einen weiteren Schritt im Bereich Digitalisierung zu gehen.“

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Prof. Dr. Margot Ruschitzka trägt sich ins Goldene Buch des Kreises Düren ein

Düren – Die akademischen Titel von Margot Ruschitzka sind so lang wie ihr Name selbst: Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Der neueste Namenszusatz „Dr. h.c.“ (Doctor honoris causa) ist der Grund, weshalb Landrat Wolfgang Spelthahn die Langerweherin eingeladen hat, sich ins Goldene Buch des Kreises Düren einzutragen. Prof. Dr. Margot Ruschitzka hat nämlich die Ehrendoktorwürde der schwedischen Universität Uppsala erhalten.

 „Wir haben höchsten Respekt vor dem, was Sie erreicht haben. Der Glanz Ihrer großartigen wissenschaftlichen Arbeit und Ihres Erfolg strahlt in den Kreis Düren ab. Sie sind eine Inspiration für viele Menschen und auch wir möchten Ihr Engagement für die Bildung und den Austausch ehren“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn.

Prof. Dr. Margot Ruschitzka lehrt an der TH Köln an der Fakultät für Fahrzeugsysteme und Produktion. Sie ist Professorin für Ingenieursmathematik und Datenverarbeitung und leitet mit ihrem Mann, Prof. Dr. Christoph Ruschitzka, zudem das CAD CAM Center Cologne, wo (vereinfach zusammengefasst) Produkte anhand von dreidimensionalen Modellen am Rechner simuliert werden. An der RTWH Aachen studierte sie Mathematik und Informatik und engagiert sich auch für die Chancen für Frauen im deutschen Ingenieurswesen und in der Wissenschaft.

Die Ehrendoktorwürde der Universität Uppsala erhielt sie, weil sie 2018 erfolgreich eine Kooperationen zwischen den beiden Hochschulen angestoßen und ausgebaut hat. Ebenso wurde sie für ihre herausragende wissenschaftliche Leistung geehrt.

„Danke, dass ich mich in das Goldene Buch eintragen darf, es ist mir eine Ehre“, sagte sie. „Die Auszeichnung durch die Universität gibt viel Rückenwind. Mir wird dort die Betreuung von Doktoranden anvertraut. Das ist ein großes Privileg. Es freut mich, dass auch der Kreis Düren diese Leistung anerkennt und würdigt.“ Die Auszeichnung festige zudem die Beziehungen zwischen den beiden Hochschulen. Die Universität in Uppsala ist die älteste in Skandinavien und brachte schon mehrere Nobelpreisträger hervor.

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Durch die Flut aus den eigenen Räumlichkeiten vertrieben – Abschied nach zweieinhalbjähriger Kooperation

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Durch die Flut aus den eigenen Räumlichkeiten vertrieben, hatte das Gefäßzentrum Dr. Bauer seit Sommer 2021 Unterschlupf im Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr gefunden. Nun kehrt das Team zurück in seine ursprünglichen Praxisräume und bedankt sich bei Kambiz Fadaei, Chefarzt der klinikeigenen Gefäßchirurgie, für die kollegiale Kooperation.

Es war die Flutkatastrophe im Sommer 2021, die zu einem Schulterschluss zweier Gefäßkompetenzen geführt hatte: der Gefäßchirurgie am Krankenhaus Maria Hilf sowie dem Gefäßzentrum Dr. Bauer. Nach zweieinhalbjähriger Kooperation unter dem Dach des Neuenahrer Klinikums betreut das „Team Dr. Bauer“ seine Patientinnen und Patienten ab sofort wieder in den eigenen Räumlichkeiten. Der Wiederaufbau ist mittlerweile soweit fortgeschritten, dass neben der ambulanten Versorgung nun auch der stationäre Betrieb vor Ort wieder anlaufen kann.

„Wir bedanken uns für die schnelle und kollegiale Unterstützung nach der Flut“, sagt Dr. Ulrich Bauer, Chefarzt des Gefäßzentrums Dr. Bauer.

Neben dem Gefäßzentrum Dr. Bauer hatte das Team des Krankenhauses Maria Hilf auch anderen flutbetroffenen Ärztinnen und Ärzten Übergangs-Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt – und musste daher selbst etwas zusammenrücken. Nun wird der Platz wieder frei und soll unter anderem dem Komfort der Patientinnen und Patienten zugutekommen. Zum Beispiel durch eine Rückkehr zur Zweibett-Belegung im Regelbetrieb. Außerdem stehen Stationsrenovierungen an, die in den vergangenen Monaten aufgrund eingeschränkter räumlicher Kapazitäten zurückgestellt werden mussten.

„Wir wünschen dem Team um Dr. Bauer alles Gute für den Neustart“, sagt Kambiz Fadaei, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Krankenhaus Maria Hilf, und betont, dass eine räumliche Trennung kein Abbruch des kollegialen Austausches bedeuten wird.

Kontakt für Patientinnen und Patienten
Gefäßchirurgie im Krankenhaus Maria Hilf: 02641 83-85270 Gefäßzentrum Dr. Bauer: 02641 8080

Das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler besteht aus dem Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr sowie der Brohltal Klinik St. Josef, einer Fachklinik für geriatrische Rehabilitation, in Burgbrohl. Es gehört zur Marienhaus-Gruppe, einem der größten christlichen Träger sozialer Einrichtungen in Deutschland. Die Gruppe betreibt u.a. 15 Kliniken an 16 Standorten, 4 medizinische Versorgungszentren, 18 Einrichtungen für Menschen im Alter, 2 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen an 3 Standorten, 13 stationäre und ambulante Hospize sowie 9 Bildungseinrichtungen.

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Tourismus

„Markentag EIFEL“ – Eifel und Ostbelgien – Grenzenlose Kooperationen seit vielen Jahren

Prüm/Kloster Heidberg – Die Eifel und Ostbelgien können auf eine lange und verlässliche Zusammenarbeit zurückblicken. Mit dem dritten „Markentag EIFEL“ wurde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Tourismus und Wirtschaft weiter intensiviert. Die Gesellschafter der Eifel Tourismus GmbH trafen sich im Kloster Heidberg im belgischen Eupen, um gemeinsam zu diskutieren, sich auszutauschen und untereinander zu vernetzen.

„Grenzenlose Kooperationen sind seit vielen Jahren das Erfolgsrezept der Eifel Tourismus GmbH. Sie ist die Schnittstelle für die erfolgreiche Zusammenarbeit im Herzen Europas“, sagte Aloysius Söhngen, Aufsichtsratsvorsitzender der Eifel Tourismus GmbH, in seiner Begrüßungsrede. Es habe sich in der seit Jahren erfolgreichen Kooperation gezeigt, dass gerade der persönliche Austausch eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung von Ideen und Initiativen sei. „Neues entsteht, wenn Menschen sich begegnen“, betonte Söhngen.

In allen Vorträgen stand die grenzüberschreitende Arbeit im Vordergrund, die Projekte, die gemeinsam im Laufe der Jahre angeschoben wurden und die Chancen, die in dem engen Austausch miteinander bestehen.

Isabelle Weykmans, Vertreterin des Ministerpräsidenten, Ministerin für Kultur, Sport, Beschäftigte und Medien der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, hob ebenfalls das Gemeinschaftliche hervor. Im Zuge der langjährigen und intensiven Zusammenarbeit Ostbelgiens mit der Eifel Tourismus GmbH seien die Identitäten beider Regionen gestärkt worden.

Grenzüberschreitende Rad- und Wanderprodukte

Sandra De Taeye, Direktorin Tourismusagentur Ostbelgien, und Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, warfen einen Blick auf das EWIV Eifel-Ardennen Marketing und auf die Chancen und Kooperationen im Tourismus seit 2003. Die Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung (EWIV) ist eine auf dem Europäischen Gemeinschaftsrecht basierende Personengesellschaft zur Erleichterung und Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Zu den Aufgaben zählt die Darstellung und Vermarktung von gemeinsamen Markenprodukten zu den Themen Naturerlebnis, Wandern und Radfahren, Kultur und Events und Top-Highlights sowie Wassererlebnisse, Wohlfühlen und Genießen.

„Mit den gemeinsamen Interreg IV A -Projekten wie Slow-Travel, aus denen die Muße-Pfade entstanden sind, und die Vennbahnroute haben wir eine wichtige Grundlage geschaffen“, sagte Klaus Schäfer. Bei den Projekten spielen Fahrrad fahren und wandern eine große Rolle und stehen im Fokus der touristischen Entwicklung. Das Ziel bei der Zusammenarbeit ist es, grenzüberschreitende Angebote für die Gäste zu schaffen. Für die Radfahrer ist dies mit der Vennbahnroute sehr erfolgreich gelungen. Ein neues Produkt ist der neue Premium Fernwanderweg „Venntrilogie“.  „Die Venntrilogie ist für Ostbelgien ein Top-Produkt. Mit der Pauschale Venntrilogie trifft Eifelsteig sind wir wieder grenzüberschreitend unterwegs“, freute sich De Taeye. Durch diese Touren erleben Wanderer wie Radler beide Kulturen.

Marke EIFEL und Marke Ostbelgien

„Wirtschaftsstandort Eifel und Marke Ostbelgien – Perspektiven und Partnerschaften“ – dieses Thema stand bei Wolfgang Reh, stellvertretender Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, und Daniel Niessen, Referatsleiter Standortmarketing/Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, im Mittelpunkt. Die Eifel wie auch Ostbelgien verfügen über jeweils eine starke Marke mit einer starken Identität. Viele, die aus Ostbelgien weggegangen seien – wegen eines Studiums oder einer Arbeitsstelle – kämen wieder zurück, erzählte Niessen. Bewusst setzt man in Ostbelgien in der Kommunikation auf Testimonials von Botschaftern, die authentisch sind und glaubwürdig die Vorzüge Ostbelgiens hervorheben. Für das Standortmarketing der Marke EIFEL zeigte Wolfgang Reh einen Ausblick in die nächsten Jahre: „Der nächste Schritt wird sein, die Kommunikation mehr nach außen, außerhalb der Eifel, zu legen und noch mehr Synergien in den Bereichen Tourismus- und Wirtschaftsstandortmarketing zu schaffen“. Fachkräfte zu halten bzw. neue zu gewinnen ist das Bestreben beider Regionen und eines der großen, herausfordernden Themen für die Eifel wie für Ostbelgien in den nächsten Jahren.