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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Dritter Welle mit Oster-Ruhe, Testen und Modellprojekten entgegenwirken

Region/Mainz, 23.03.2021 – „Im Januar und Februar ist es uns gelungen, das Infektionsgeschehen deutlich einzudämmen. Auch weil die Bevölkerung so diszipliniert war, können wir deshalb unsere Kinder zumindest im Wechselunterricht wieder in die Schule lassen und den Einzelhandel wieder öffnen. Die deutlich ansteckenderen Virusmutationen bringen jetzt allerdings ein hohes Infektionsgeschehen und eine exponentielle Dynamik mit sich. Auch wenn wir in Rheinland-Pfalz unter dem Bundesdurchschnitt liegen; bundesweit haben wir die Inzidenz von 100 überschritten. Im Stufenplan haben wir für diesen Fall die Notbremse vorgesehen. In der aktuellen Dynamik sind die Mehrheit der Bundesländer und die Bundesregierung übereingekommen, dass weitere Maßnahmen notwendig sind.“ Das sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach einer Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder mit der Bundeskanzlerin.

Ohne Maßnahmen, die den Anstieg der Neuinfektionen begrenzen, sei bereits im April eine Überlastung des Gesundheitswesens wahrscheinlich. Zwar sei bereits ein relevanter Teil der älteren Bevölkerung geimpft, dennoch trügen die nun auch in Deutschland führende Mutante B.1.1.7 und die Tatsache, dass jüngere Patienten generell eine längere Verweildauer auf der Intensivstation haben, dazu bei, dass die Belastungsgrenze des Gesundheitssystems zwar nicht mehr bei den gleichen Inzidenzen wie bisher, aber bei exponentiellem Wachstum auch nicht sehr viel später erreicht werde, als vor der Impfung der älteren Bevölkerung.

„Ich bin der Überzeugung, dass es wichtig ist, in den großen Linien zusammenzubleiben. Daher trägt Rheinland-Pfalz die Entscheidung mit, die Ostertage zu nutzen, um Deutschland herunterzufahren. Da wir unser Land aber nicht einfrieren können, bis wir genügend Impfstoff haben, muss die bestehende Teststrategie massiv ausgebaut werden. In den Ländern haben wir die Strukturen für Bürgertests aufgebaut und stellen sicher, dass in den Schulen getestet werden kann. Jetzt sind auch die Unternehmen in der Pflicht. Die Bundesregierung muss sicherstellen, dass die Voraussetzungen dafür nach dem Oster-Lockdown stehen und 40 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal pro Woche getestet werden können“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Damit könnten Infektionsketten durchbrochen und Infektionscluster entdeckt werden.

#WirBleibenZuHause 5 Tage Stillstand über Ostern

Von Gründonnerstag bis einschließlich Ostermontag soll das öffentliche Leben drastisch heruntergefahren werden, um die Zahlen zu senken. Im Rahmen einer solchen Feiertagsregelung sollen Betriebe und auch der Handel schließen. Dadurch werden Kontakte und Mobilität drastisch reduziert.

Es gilt damit an fünf zusammenhängenden Tagen das Prinzip #WirBleibenZuHause.  Private Zusammenkünfte sind in dieser Zeit im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit einem weiteren Haushalt möglich, jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten als ein Haushalt. Ansammlungen im öffentlichen Raum werden grundsätzlich untersagt. Soweit Außengastronomie geöffnet ist, wird diese während der fünf Tage geschlossen. Bund und Länder werden auf die Religionsgemeinschaften zugehen, mit der Bitte, religiöse Versammlungen in dieser Zeit nur virtuell durchzuführen.

Vor dem Lockdown gilt generell überall dort die Notbremse, wo die Inzidenz über 100 liegt. In dieser Zeit gilt 1 Haushalt plus eine weitere Person, der Einzelhandel darf nur nach Terminvereinbarung einen Kunden bzw. einen Haushalt zulassen. Geöffnet bleiben Friseure als körpernahe Dienstleistungen aus hygienischen Gründen, ebenso wie die körpernahe Dienstleistung aus medizinischen Gründen, wie die medizinische Fußpflege. Die Regularien der Notbremse sind bereits in unserer Coronabekämpfungsverordnung und den Allgemeinverfügungen der Kommunen geregelt.

Weitere Maßnahmen

Mitfahrer sollen auch im privaten PKW eine medizinische Maske tragen, sofern sie nicht dem Hausstand des Fahrers angehören. Anlassbezogene Schnelltests sollen in Bereichen vorgenommen werden, in denen die Einhaltung von Abstandsregeln und das konsequente Maskentragen erschwert sind, auch Ausgangsbeschränkungen sind möglich.

Tests in Schulen

Nach den Osterferien werde es konsequent ein Angebot an Schülerinnen und Schüler zunächst für mindestens eine Testung pro Woche geben, kündigte die Ministerpräsidentin an. So könnten möglichst viele Menschen entdeckt werden, die keine Symptome haben und trotzdem mit Corona infiziert sind. Das sei ein ganz wesentlicher Schritt bei der Vermeidung von Ansteckung. Bildungsministerin Stefanie Hubig werde am Mittwoch vorstellen, wie das Testen in den Schulen und Kitas ablaufen werde. Auch im Kitabereich werden die Beschäftigten weiterhin getestet. Durch diese Maßnahme werde ein besserer Infektionsschutz in Schulen und Kitas erreicht.

Mehr Schutz und Tests am Arbeitsplatz

Nach den privaten Treffen ist die Arbeitswelt einer der größten Pandemietreiber. Angesichts der steigenden Infektionszahlen sind Tests der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unternehmen notwendig. Die Tests sollen mindestens einmal und bei entsprechender Verfügbarkeit zweimal pro Woche zur Verfügung stehen. Nach Ostern sollen die Wirtschaftsverbände in ihrem Umsetzungsbericht vorlegen, wie viele Unternehmen sich beteiligen. Sollte das nicht ausreichen, prüft die Bundesregierung ob und wie sie regulatorisch eingreifen muss.

Die Arbeitgeber sollen außerdem Homeoffice ermöglichen und so die Kontakte am Arbeitsplatz und auf dem Weg zur Arbeit reduzieren.

Tests der Mitarbeiter der Landesverwaltung

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesverwaltung bekommen unmittelbar ein regelmäßiges Testangebot. Durch den flächendeckenden Aufbau der Testinfrastruktur wird an den Teststellen unter Anrechnung auf die Arbeitszeit ein Testangebot von mindestens einmal pro Woche gemacht. Sobald Selbsttests in ausreichender Menge auf dem Markt verfügbar sind, wird dies in den Verwaltungen und Ressorts durch ein Angebot von Selbsttests ergänzt werden.

Reisen bitte vermeiden

„Es stehen das zweite Osterfest und die zweiten Osterferien vor der Tür, die wir unter Coronabedingungen begehen müssen. Wir bitten dennoch die Bürgerinnen und Bürger weiterhin eindringlich, Kontakte stark einzuschränken und insbesondere auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland zu verzichten“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Das Auftreten von verschiedenen Covid-19-Varianten und deren weltweite Verbreitung hätten gezeigt, dass der grenzüberschreitende Reiseverkehr auch weiterhin auf das absolut erforderliche Mindestmaß begrenzt werden müsse. Da insbesondere bei beliebten Urlaubszielen damit zu rechnen sei, dass Urlauber aus zahlreichen Ländern zusammentreffen und sich Covid-19 Varianten leicht verbreiten können, erwarten Bund und Länder von allen Fluglinien konsequente Tests von Crews und Passagieren vor dem Rückflug und keine weitere Ausweitung der Flüge während der Osterferien. Die Bundesregierung wird eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vorlegen, wonach angesichts der weltweiten Pandemie eine generelle Testpflicht vor Abflug zur Einreisevoraussetzung bei Flügen nach Deutschland vorgesehen wird.

„Auch wenn Mallorca heute kein Risikogebiet ist, so besteht dennoch ein sehr großes Risiko, sich dort zu infizieren. Denn wenn dort jetzt Menschen aus vielen Ländern zusammenkommen, ist die Gefahr groß, dass vor allem Virusmutationen sich leicht verbreiten. Bei der Rückreise nach Deutschland würden diese dann in Familie, Schule, Kita oder Arbeitsplatz eingeschleppt“, sagte die Ministerpräsidentin. Bei Einreisen aus ausländischen Risikogebieten besteht die Pflicht zur Eintragung in die digitale Einreiseanmeldung und grundsätzlich eine Quarantänepflicht für einen Zeitraum von 10 Tagen nach Rückkehr. Eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist nur durch einen negativen Test möglich, der frühestens am 5. Tag nach der Einreise abgenommen wurde. Bei Rückreisen aus Virusvariantengebieten ist eine Quarantäne von 14 Tagen einzuhalten.

Wirtschaftshilfen

Für die Unternehmen, die im Rahmen der Corona-Pandemie besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, wird die Bundesregierung ein ergänzendes Hilfsinstrument im Rahmen der europarechtlichen Vorgaben entwickeln.

Befristete Modellprojekte

„Ich halte es aber auch für unerlässlich, dass wir Anreize schaffen. Viele von uns sind pandemiemüde, viele Unternehmen stehen vor dem Aus. Daher ist es wichtig, unmittelbar nach der Oster-Ruhe in wenigen Modellregionen zu erproben, wie wir mit Testen, Impfen, Kontaktnachverfolgen und der Analyse von Infektionswegen Neuinfektionen vermeiden können, ohne alles zu schließen,“ so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Ich freue mich, dass der Vorschlag aufgegriffen wurde, dass die Länder im Rahmen von zeitlich befristeten Modellprojekten in wenigen ausgewählten Regionen mit einer niedrigen Inzidenz testen, wie unter strengen Auflagen und mit einer Test- und Kontaktnachverfolgungsstrategie einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens wieder geöffnet werden könnten“, so die Ministerpräsidentin. Zentrale Bedingungen dabei seien lückenlose negative Testergebnisse als Zugangskriterium, IT-gestützte Prozesse zur Kontaktverfolgung und gegebenenfalls auch zum Testnachweis. Eine Modellregion müsse räumlich abgrenzbar sein und auf der kommunalen Ebene sicherstellen, dass die Auflagen auch eingehalten werden. Zudem müsse sie eng mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst zusammenarbeiten. Und auch hier gelte die Notbremse, daher müssten klare Abbruchkriterien definiert werden, falls die Infektionen die Inzidenz von 100 übersteigen. „Ich werde darüber am Mittwoch mit den Vertreterinnen und Vertretern aus den Kommunen über Anforderungen an Modellregionen sprechen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Rheinland-Pfalz startet mit App

„Rheinland-Pfalz wird voraussichtlich das digitale Kontaktnachverfolgungssystem ‚Luca‘ einsetzen. Wir werden uns der gemeinsamen Ausschreibung durch die Länder des ‚dataport‘-Verbundes (Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein) anschließen“, kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer an. „Stand heute wollen nunmehr 10 Länder so gemeinsam vorgehen, darunter auch unsere Nachbarländer Hessen und das Saarland. Wir haben sorgfältig 14 verschiedene Systeme geprüft. Die Vorteile der ‚Luca-App‘ sind zum Beispiel, dass sie die Corona Warn App ergänzen kann und einen Rückkanal hat. Sie ist bereits im Einsatz und hat Schnittstellen zur Bundesdruckerei und zu SORMAS, das System, das unsere 25 Gesundheitsämter einsetzen“, so die Ministerpräsidentin. Die Luca-App könnte so gemeinsam mit anderen Ländern zentral beschafft und den Gesundheitsämtern zur Verfügung gestellt werden. Die Nutzung ist für die Bürger, die Geschäfte und Betriebe, die Kultureinrichtungen und die Gesundheitsämter kostenfrei. Der Bund übernimmt für die ersten 18 Monate die Kosten.

„Ein wichtiger Pluspunkt ist für mich auch, dass die App nicht nur mit einem Smartphone funktioniert, sondern auch mit einem ‚intelligenten Schlüsselanhänger‘“, so die Ministerpräsidentin. Die App ermöglicht Kontaktdatenerfassung, Datenübermittlung an Gesundheitsämter (inkl. SORMAS-Schnittstelle) und im Falle eines negativen Testergebnisses auch die Benachrichtigung von Kontaktpersonen.

10 Prozent aller Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer geimpft

„Bis gestern haben 10 Prozent aller Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer ihre erste Impfung erhalten. Und wir werden weiter alles daransetzen, schnell zu impfen. Dabei helfen uns auch die 20.000 Dosen Biontech-Impfstoff zusätzlich, die wir nach dem Impfgipfel vom vergangenen Freitag aufgrund unserer Grenznähe zum Virusmutationsgebiet in Frankreich einsetzen werden. Dabei ist es nicht entscheidend, unmittelbar eine Grenze zu haben. Die Bundesregierung hat vielmehr einen Schutzkorridor und Pendlerbewegungen zugrunde gelegt“, erläuterte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Diese zusätzlichen 20.000 Dosen könnten von den Impfzentren „Südpfalz“ (5.000), Kaiserslautern (1.500), Landau (3.000), Neustadt Weinstraße (5.000), Primasens (3.000) und Zweibrücken (2.500) in einem Zeitraum von Ende der Woche bis zum 04. April 2021 verimpft werden. Die Impfungen erfolgten konsequent in den Prioritätengruppen 1 und 2.

Nächste Beratungen am 12. April

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder wollen im Lichte der weiteren Infektionsentwicklung am 12. April 2021 erneut beraten.

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Wirtschaft

Stadt Aachen eröffnet am 25. März das Oecher Lab

Aachen, 23.03.2021 – Am 25. März eröffnet die Stadt Aachen das OecherLab am Kapuzinergraben, um dort gemeinsam mit Aachenerinnen und Aachenern, Innovationstreibenden, der Wirtschaft und der Politik Antworten auf die urbanen Herausforderungen einer digitalen Zukunft zu finden. Wissenschaft und Digitalisierung sollen hier in zentraler Innenstadtlage für alle Oecher*innen erleb- und gestaltbar werden. Niederschwellige Angebote laden ein, Konzepte und Prototypen kennenzulernen, auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Im OecherLab sollen Visionen, Ziele und Projekte für das digitale Aachen von morgen entworfen, erprobt und mit einer Smart City-Strategie verbunden werden.

Eine der zehn „digitalsten“ Städte Deutschlands

Aachen hat sich in den vergangenen Jahren mit exzellenten, digitalen Entwicklungen an den Aachener Hochschulen, einem überdurchschnittlichen Anteil an IT-Firmen, mit rund 200 smarten Startups im digiHUB an der Jülicher Straße und als Digitale Modellregion des Landes Nordrhein-Westfalen zu einer der 10 „digitalsten“ Städte Deutschlands entwickelt. Die hat nicht nur Auswirkungen auf die Wirtschaft, sondern auch auf die Gesamtgesellschaft. „Wir stehen vor neuen Entscheidungen darüber, wo und wie wir einkaufen, uns fortbewegen, arbeiten, lernen und die Gesundheit erhalten werden. Für die Entwicklung von zukunftsfähigen Ideen, Konzepten und Projekten sind die Stadt und insbesondere die lokalen Innovationstreiber*innen jedoch auf die Einbindung aller Bürger*innen angewiesen“, sagt Dieter Begaß, Leiter des städtischen Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa. Und weiter: „Es sind die Bedürfnisse der in der Stadt lebenden Menschen, die über die Durchsetzungsfähigkeit von potentiellen Lösungen für eine intelligente Stadt der Zukunft entscheiden. Das OecherLab gibt ihnen und uns den Raum, dies zu erleben und für Aachen passgenau weiterzuentwickeln“.

Ausstellungen, Informationen, Veranstaltungen, Diskussionen

Auf rund 200 m² bietet das OecherLab ab kommenden Donnerstag niedrigschwellig Ausstellungen und Informationen sowie Veranstaltungen und Diskussionen zu relevanten Themen unserer Zeit an. Beteiligt sind die RWTH und die FH Aachen sowie verschiedene Institute und Unternehmen. Auch Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen wird hier in Kürze vor Ort ihre Bürger*innensprechstunden starten. Der städtische Fachbereich Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung ist mit einem eigenen Angebot vertreten. Weitere Gäste sind herzlich eingeladen, so wird zum Beispiel die Stadtwerkstatt des Institutes für Städtebau der RWTH Aachen mit ihrem Fokus auf zukunftsfähige Quartiere bald das OecherLab ergänzen.

Ideenschmiede der Zukunft

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen beim heutigem (22. März 2021) Pressegespräch vor Ort: „Das OecherLab ist die Ideenschmiede der Zukunft. Mit den spannenden Prototypen und Konzepte, die hier entstehen, möchten wir alle interessierten Aachener*innen begeistern. Ihre Erfahrungen und Ideen sind Teil der weiteren Entwicklung und unterstützen unsere Forscher*innen bei ihrer Arbeit. Uns interessiert, was den Oecher*innen in einer zukünftigen Smart City wichtig ist, was sie in der Zukunft brauchen und welche Ideen sie selbst einbringen können“. Sie appellierte an die Bürger*innen: „Kommen Sie deshalb schnell im OecherLab vorbei und probieren Sie einfach alles aus, was in Aachen angedacht, entwickelt oder sogar bald umgesetzt wird. Mischen Sie sich vor allen Dingen ein!“

Offenes und co-kreatives Reallabor

Das OecherLab dient also demnächst als offenes und co-kreatives Reallabor für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen, Stadtverwaltung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Niederschwellige Angebote aus den Themenbereichen smarter Handel und Lebenswerte Innenstadt, Arbeit 4.0, intelligente Mobilität sowie digitale Gesundheitswirtschaft laden ein, Konzepte und Prototypen kennenzulernen und auszuprobieren. Dabei geht es zum einen um ethische Fragestellungen, die die Projektpartner*innen mit der Zivilgesellschaft erörtern möchten, aber auch um die generelle Frage, ob ein bestimmtes innovatives Konzept bei den Oecher*innen ankommt.

Neue Konzepte der Partizipation

Dieter Begaß erklärt: „Eine Smart City bedeutet Inklusion und Teilhabe. Was es noch für Aachen bedeuten kann, das möchte das OecherLab gemeinsam mit der Stadtgesellschaft entwickeln. So stehen neue Konzepte der Partizipation im Mittelpunkt des Projektes, etwa ein intelligenter Spieltisch, der in einem Szenario die Innenstadt beleuchtet, um konkrete Meinungen, Ideen und Wünsche der Bürger*innen abzuholen. Und alle interessierten Aachener und Aachenerinnen erhalten hier am Kapuzinergraben die Möglichkeit, die Räumlichkeiten zu nutzen, etwa um vor Ort „Co-Working“ zu erproben oder um an verschiedenen Dialogformaten und Bürgerprojekten teilzunehmen“.

Der erste Zukunftsraum

Thema des ersten Zukunftsraums ist ab dem 25. März die „Smart City“. Relevante Themen sind unter anderem intelligente Mobilität, neuen Arbeitswelten und die Gesundheitsversorgung der Zukunft. Annika Nube, Projektleiterin des OecherLabs: „So wird neben vielen weiteren innovativen Entwicklungen zum Beispiel TEMI, ein „Home Care Roboter“ vorgestellt, der im Rahmen des Forschungsprojektes AIDA von DocsinClouds gemeinsam mit dem UKA in zwei Pflegeeinrichtungen und der Klinik für Altersmedizin des UKA installiert wurde. Darüber hinaus gibt es einen Einblick in Entwicklungen von Mobilität via Flugsystemen, die aktuell bereits in der Region erforscht werden. Im Laufe der Zeit werden immer wieder neue Exponate zu verschiedenen Themenschwerpunkten vorgestellt. Darüber hinaus sind alle Bürger*innen eingeladen, uns mitzuteilen, welche Bereiche einer digitalen Stadt für sie besonders interessant sind. Die Ergebnisse werden gesammelt und dienen der Bespielung eines weiteren Zukunftsraumes, welcher als „Wildcard“ noch inhaltlich zu bestimmen ist“.

Die Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag, 25, März, um 18 Uhr mit Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Professor Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH Aachen, sowie Professor Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, wird live aus dem OecherLab im Kapuzinerkarree gestreamt. Wichtige Beteiligte der Eröffnung sind die Projektpartner*innen, die das OecherLab erst möglich gemacht haben: der Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau (IMA) der RWTH Aachen, die Dialego AG, die cowork AG und in der Projektleitung natürlich der städtische Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa.

„Reinkommen, nachfragen und vor allem mitmaachen!“

Die Partner*innen sowie weitere, meist humanoide Gäste werden im Rahmen der Eröffnung ihr co-kreatives Konzept präsentieren. Sie freuen sich, wenn sich viele interessierte Aachener*innen digital dazu schalten und einen ersten Blick ins OecherLab erhaschen, spannenden Beiträgen lauschen und sich selbst einbringen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.oecherlab.de, wo man/frau sich ebenfalls zur digitalen Eröffnungsveranstaltung anmelden kann. Hierzu sind alle Oecher*innen unter dem Motto „Reinkommen, nachfragen und vor allem mitmaachen!“ herzlich eingeladen.

Nach der offiziellen Eröffnung wird das OecherLab Rahmen der geltenden Coronaregeln auch analog geöffnet sein. Zudem steht es als Ort von Veranstaltungen, Workshops, Besprechungen oder zur Nutzung eines Livestreams für alle interessierten Menschen in der Stadt zur Verfügung. Nähere Informationen erteilen Annika Nube (annika.nube@mail.aachen.de, Tel.:0241/432-7607) und Nina Schmidt (nina.schmidt@mail.aachen.de, Tel.:0241/432-7665) vom Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa.

Projekthintergrund

Das OecherLab ist ein vorerst bis August 2022 geplantes Projekt im Rahmen der „Digitalen Modellkommunen NRW“. Konsortialpartner des OecherLabs sind neben dem Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa der Stadt Aachen der Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau (IMA) der RWTH Aachen, die Dialego AG sowie die cowork AG.

Der Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau (IMA) führt verschiedene Beteiligungsformate wie IdeaCamps, Roboter-AG’s oder Schülerlabore durch und lässt zudem mobile Robotik oder die Virtual-Reality-Stadtplanung erlebbar werden.

Das OecherPanel, ein digitales Partizipationstool, zu welchem insgesamt 20.000 Aachener*innen eingeladen werden, wird durch die Dialego AG entwickelt. Die cowork AG versorgt das OecherForum mit digitaler Ausstattung, um interaktives und smartes Arbeiten im Sinne der Arbeit 4.0 erlebbar zu machen, legt einen Fokus auf cokreative Methoden und führt das regelmäßige OecherLab-Veranstaltungsformat „Kopfkino“ durch.

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Tourismus

Florentine Beyer neu im Ensemble der Burgfestspiele Mayen

Mayen, 23.03.2021 – Der Plan, die Burgfestspiele 2021 mit genau dem Ensemble zu feiern, das für 2020 vorgesehen war, muss noch an einer weiteren Stelle eine Veränderung erfahren. Auch Eva Patricia Klosowski, die 2019 vielgeliebte Gwendolen aus „Ernst sein ist wichtig“ und wunderbare Janet in „The Rocky Horror Show“, kann nun leider doch nicht ins Ensemble kommen. Der Grund dafür ist allerdings ein sehr erfreulicher und wir wünschen Eva und ihrer Familie viel Glück! Die Festspiele freuen sich aber auch eine großartige neue Kollegin für die freiwerdenden Positionen gefunden zu haben und begrüßen Florentine Beyer neu im Ensemble.

Florentine wurde 1998 in Augsburg geboren. Sie tanzt, seit sie laufen kann, und machte mit fünf Jahren ihre ersten Bühnenerfahrungen. Drei Jahre später erhielt sie ein Stipendium an der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München. Dort und an weiteren Schulen wurde sie professionell im Tanz ausgebildet und erhielt erste Stunden in Gesang und Klavier. Nach Abschluss ihres Abiturs am musischen Gymnasium Pestalozzi in München studierte sie „Musical/Show“ an der Universität der Künste in Berlin. 2018/19 spielte sie im Ensemble von „Frau Luna“ am Ingolstädter Stadttheater und verkörperte die Rolle der Brüning in „Drachenherz“ am Chemnitzer Opernhaus und in der Neuköllner Oper in Berlin. 2019/20 spielt sie die Rolle der Young Sally in „Follies“ an der Staatsoperette Dresden unter der Regie von Martin G. Berger.

An der Rolle der Belle in Catharina Fillers‘ Version von „Die Schöne und das Biest“ reizt es sie vor allem, „jungen Mädchen und Frauen zu zeigen, dass so viel mehr in Ihnen steckt als nur die äußere Hülle und dass auch die unschönen, mutigen und wilden Seiten ein Teil von ihnen sein dürfen.“ Auch „Carmen“, worin Florentine die Micaëla spielen wird, sieht sie als Chance an, vielfältige Frauenbilder zu erzählen.

Tickets für die Burgfestspiele gibt es bei: Bell Regional, Touristikcenter, Rosengasse 5, 56727 Mayen, unter der Ticket-Hotline: 02651 / 494942, per Mail an tickets@touristikcenter-mayen.de und im Online-Ticketing unter www.burgfestspiele-mayen.de.

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News

Abschluss des erfolgreichen Projektes „Gesunde Region Eifel“ der DLG Eifel

Euskirchen, 23.03.2021 – Die Dienstleistungsgenossenschaft Eifel (DLG Eifel) hatte zu einer virtuellen Abschlussveranstaltung ihres Projektes „Gesunde Region Eifel“ eingeladen. Während des fünfstündigen Zoom-Meetings entspann sich eine spannende Runde mit interessanten Interviewgästen und impulsgebenden Vorträgen. Ehrengast war Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Simon, der auf einem Bauernhof in der Eifel aufwuchs, preisgekrönter Autor und weltweit bekannter Wirtschaftsberater und gefragter Referent, den Teilnehmern Tipps und Rezepte für den Unternehmenserfolg preisgab.

Bernd Becker, DLG-Eifel-Aufsichtsratsvorsitzender, Agnes Voerste, Leiterin des Projektes „Gesunde Region Eifel“, und Markus Schmitt, vom Projekt-Kooperationspartner Koblenzer Eichenberg Institut, blickten zurück auf Entstehung und Wirken der DLG Eifel, die 2016 gegründet wurde und schon 2017 speziell das Gesundheitsprojekt ins Leben rief. Ingo Pfennings, Aufsichtsratsmitglied der DLG Eifel hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Schleiden, rief eingangs das gemeinsame Credo in Erinnerung: „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“

Edmund Komar, Geschäftsführer der „People Innovation Partners“ und gefragter Moderator, führte unterhaltsam und charmant durch das Zoom-Meeting. Screenshot: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Chancen des Landstrichs

Ehrengast Hermann Simon sprach über die Chancen des attraktiven Landstrichs. Das Geheimnis des Erfolgs sei „die Ambition zu haben, der Beste im Markt weltweit zu sein. Nur der Fokus darauf führt zur Weltklasse.“ Gleichzeitig rief er auf, den Mut zu haben, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Denn die Zahl geringer Neugründungen in der Region mache ihm Sorgen. „Ich bin überzeugt, dass da die DLG Eifel etwas leisten kann“. Er empfahl, „junge Leute“ als wichtige Zielgruppe zu begreifen und den Kontaktaufbau und Förderung des Nachwuchses zu einer der „höchsten Prioritäten“ zu machen.

Die Bandbreite der im Projekt „Gesunde Region Eifel“ angebotenen Aktionen und Formate der Genossenschaft zeigte Erika Sander vom Eichenberg Institut auf. Die Palette reichte von Workshops zu Themen „Gesunder Rücken“ und „Stressbewältigung“, über Unternehmerfrühstück bis hin zu Beratercafés und Gesundheitstagen. Sie ermöglichten den so wichtigen „Blick über den Tellerrand hinaus“. Ein voller Erfolg sei auch die Schrittzähler-Challenge gewesen, die „hervorragend angenommen wurde“. Knowhow „to go“ wurde den Firmen zusätzlich über die Webseite www.dlg-eifel.de bereitgestellt – in Form von Podcasts und Experteninterviews zu Themen wie physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter oder dem Wachsen in der Krise.

Bianka Renn, Wirtschaftsförderin der Stadt Schleiden, motivierte die Mitgliedsfirmen, sich weiter einzubringen in die Gemeinschaft: „Kann es was Schöneres geben, als sich für die heimische Wirtschaft zu engagieren?“. Screenshot: DLG Eifel/pp/Agentur ProfiPress

„Für die Region wertvoll“

Landrat Markus Ramers lobte den genossenschaftlichen Gedanken, den die DLG Eifel lebt, als „für die Region wertvoll“. Die Genossenschaft halte eine breite Palette an unterschiedlichen Unternehmen bereit, die ihr Wissen untereinander gewinnbringend weitergeben und „Best-Practice“-Beispiele zum Vorteil aller austauschten.

Die Idee des genossenschaftlichen Gedankens und damit die Solidarität der Gemeinschaft, die schon Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch vorlebten, hätten nichts an Aktualität verloren, betonte auch Malte Duisberg, Geschäftsführer der Stiftung Evangelisches Alten- und Pflegeheim in Gemünd. In Deutschland zähle man mehr als 7.600 Genossenschaften mit über 20 Millionen Mitgliedern. Die vielen Teilhaber solcher Genossenschaft verfolgten alle das gemeinsame Ziel: voneinander zu profitieren.

Marcus Merheim von der „Deutschen Employer Branding Akademie“ „entmystifizierte“ in seinem Vortrag die häufig falsche Annahme, dass „Employer Branding“ nur was für die großen Betriebe sei. Auch der Mittelstand müsse sich als attraktiver Arbeitgeber auszeichnen, um Mitarbeiter langfristig zu binden. „Das ist ein Gestaltungsprozess, den man im besten Fall selbst steuert“, betonte er. Die „Wohlfühlkultur“, die Zufriedenheit der Mitarbeiter habe direkte Auswirkungen auf den Erfolg und damit Gewinn oder Verlust des Unternehmens.

„Noch mehr netzwerken“

Auch Vertreter der DLG-Eifel-Pilotunternehmen von ihren Erfahrungen in der Praxis. Sie alle hatten mit Unterstützung der DLG Eifel eine Befragung zur Gesundheit im eigenen Unternehmen durchgeführt. „Wir haben dabei erkannt, dass Gesundheit zuvor noch in Kinderschuhen steckte und damit ganz anders ins Bewusstsein rückte“, berichtete Dominik Poth von dem Industrieunternehmen „Bohnen & Mies“. Fotini Bung, Personalerin der Stadt Mechernich, die ebenfalls zum Kreis der Pilotunternehmen gehört, wünscht sich, dass die Mitgliedsunternehmen „noch mehr netzwerken“ und weitere Mitglieder gewonnen werden können.

„Wir sind eine Mitmach-Genossenschaft“, bestätigte auch Petra Schumacher-Hendus vom Vorstand der DLG bei ihrem Ausblick, der positiv gestimmt ist: „Wir spüren Rücken- und Aufwind und das tut gut.“ Die DLG Eifel, die Mutter des Projektes „Gesunde Region Eifel“ bleibe weiter eine Plattform für alle in der Arbeitswelt 4.0 mit interessanten Vorträgen, Arbeitskreisen und Veranstaltungen zu den Säulen Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit, Wissen & Kompetenz sowie Digitalisierung.

Bianka Renn, Wirtschaftsförderin der Stadt Schleiden, brachte es auf den Punkt: „Kann es was Schöneres geben, als sich für die heimische Wirtschaft zu engagieren?“

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Wirtschaft

Neue IHK-Plattform listet kostenfreie E-Learning-Angebote auf

Aachen, 23.03.2021 – Die Vorbereitungen für die beruflichen Abschlussprüfungen im Sommer gehen in die heiße Phase, während die Corona-Pandemie Betriebe und ihre Auszubildenden weiterhin vor enorme Herausforderungen stellt. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen informiert deshalb unter www.ihk-pruefungsfit.de gemeinsam mit anderen IHKs über E-Learning-Angebote, die Unternehmer und Prüfungsabsolventen bis zum 19. Mai kostenfrei nutzen können.

„Durch die coronabedingten Einschränkungen können derzeit nicht alle Auszubildenden auf umfassendes Lernmaterial zurückgreifen. Mit der neuen IHK-Plattform unterstützen wir sowohl Unternehmen als auch deren Auszubildende, diese herausfordernde Situation zu meistern. Dass Anbieter dafür ihre E-Learning-Tools kostenfrei zur Verfügung stellen, ist eine enorme Hilfe für die Betroffenen“, sagt Heike Borchers, Geschäftsführerin der IHK Aachen für die Bereiche Aus- und Weiterbildung. Die Plattform www.ihk-pruefungsfit.de ist eine Initiative der nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern, der sich IHKs aus acht weiteren Bundesländern angeschlossen haben.

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„Sport im Park 2021“ – Alsdorfer Vereine können sich noch beteiligen

Alsdorf, 23.03.2021 – Die Organisation der zweiten Auflage der Reihe „Sport im Park“ läuft auf Hochtouren. Nachdem im vergangenen Jahr das sportliche Angebot des Regiosportbundes Aachen und des Stadtsportverbandes Alsdorf (SSV) auf große Resonanz gestoßen war, wollen die Verbände und ihre angeschlossenen Vereine auch im Sommer diesen Jahres wieder ein facettenreiches, kostenloses Sportangebot im Freien anbieten.

In den ersten drei Wochen der Sommerferien, vom 5. bis 25. Juli, wird es im Glück-auf-Park Josef Thelen und Annapark wieder sportliche Kurse unter Anleitung von Fachleuten geben. Vereine oder andere Anbieter können sich noch anmelden, wenn sie ein interessantes – auch außergewöhnliches – Angebot machen wollen.

Information dazu hat die Stadtsportverbandsvorsitzende Claudia Valdix. Anfragen oder Anmeldungen sind möglich unter 0172/4368810 oder Claudialeschnik@googlemail.com. Kurs-Teilnehmer müssen sich nicht anmelden. (apa)

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Gruppe Spatenstich wieder aktiv!

Mechernich-Strempt, 23.03.2021 – Die hyperaktive Rentnergang, die der frühere Ortsvorsteher Wulf-Dietrich Simon um sich geschart hatte, ist wieder aktiv. Das meldet sein Nachfolger Uwe Höger, der die im Lauf der Jahre auf vier Mann geschrumpfte „Gruppe Spatenstich“, wie sie sich offiziell nennt, jetzt beim Arbeitseinsatz am Strempter Ehrenmal am Rochusplatz ablichtete.

„Op die Männ kann me sich velosse“, schrieb Höger an den Mechernicher „Bürgerbrief“: „Fritz Miehl, Herbert Cremer, Josef Breuer und Mathias Schneider haben in den vergangenen Jahren immer wieder Projekte am Rochusplatz durchgeführt. 2014 wurden die Namenstafeln am Ehrenmal erneuert, 2020 wurde mit viel Schweißarbeit der Vorplatz des Ehrenmals umgestaltet und die Beleuchtung wieder instandgesetzt.“

Es seien im fraglichen Bereich vier Bäume mit Wurzeln entfernt und der Boden abgetragen worden. Er wurde durch nicht bleihaltigen Mutterboden ersetzt und die Stelle wurde neu bepflanzt. Uwe Höger: „Bei den Pflanzarbeiten wurden die Vier fachlich von Petra und Günter Esser unterstützt. Ein Dank gilt auch der Firma Theis für die Bepflanzung am Bergbaudenkmal. Ganz besondere Unterstützung erfahren wir aber immer wieder durch die Stadtverwaltung Mechernich!“

Jetzt gelte es den schönen Platz in Ehren zu halten, so der Ortsbürgermeister: „Es wird immer wieder beobachtet, dass Kinder dort Fußball spielen und das Kapellchen beschmieren.“ Die Rentnergang hoffe, dass bei der nachkommenden Generation Einsicht und Rücksicht auf die Arbeit der Altvorderen einkehrt.

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Osterferien in der Heimat verbringen und Mayener Museen besuchen

Mayen, 23.03.2021 – Die Erlebniswelten Grubenfeld sind bereits seit 10. März geöffnet und täglich gibt es die Möglichkeit, die Schatzsuche in der Natur oder die Kobolde der Nacht zu erleben. Auch EifelTotal und das Deutsche Schieferbergwerk öffnen am 27. März ihre Pforten. Genau zu Ostern können somit wieder alle Mayener Museen besucht werden. Ob 16 Meter unter der Genovevaburg im Deutschen Schieferbergwerk den Alltag der Bergleute im Stollen-Labyrinth, oder die Ausstellung EifelTotal, für Klein und Groß gibt es auf jeden Fall einiges zu entdecken.

Für einen oder mehrere Besuche nun täglich von 10 bis 17 Uhr, in allen Mayener Museen anmelden! Hierzu stehen die MitarbeiterInnen der Erlebniswelten Grubenfeld unter der Tel.: 02651 – 491506 sowie unter erlebniswelten-grubenfeld@mayenzeit.de zur Verfügung. Die Angabe des gewünschten Termins samt Personenzahl sind hierfür erforderlich.

Ab 27. März sind alle Besuche für die Ausstellung EifelTotal oder das Deutsche Schieferbergwerk unter museumskasse@mayenzeit.de  oder unter der Tel.: 02651 – 498508 anzumelden.

Sowohl die Ausstellung EifelTotal, das Deutsche Schieferbergwerk in der Genovevaburg als auch die Erlebniswelten Grubenfeld haben ein Hygienekonzept erarbeitet und zahlreiche Maßnahmen schützen die Gäste vor dem Coronavirus. Beschilderungen und Hinweise wurden angebracht, Desinfektionsmittel bereitgestellt und ein ausgewiesener Rundlauf durch die Ausstellungen vorbereitet, um Begegnungsverkehr der Besucher zu vermeiden.

In den Museen gilt die Pflicht zum Tragen einer und die üblichen Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Im Eingangs- und Counterbereich erleichtern Aufkleber auf dem Boden die entsprechende Orientierung.

Und auch auf eine Führung muss man nicht gänzlich verzichten: Das Museumsteam hat die Corona-Schließung genutzt, um eine moderne und digitale Alternative für die bisher verwendeten klassischen Audioguide-Führungen zu schaffen: Auf eine spannende Zeitreise kann man sich nun via Smartphone begeben. Hierzu lädt man sich einfach die App „Hearonymus“ und über einen QR-Code vor Ort im Museum die dort hinterlegte Tour durch die Ausstellung kostenfrei herunter. Einmal gedownloadet, steht sie dann auch ohne Internetverbindung dauerhaft zur Verfügung. Die einzelnen Stationen sind mit kleinen Audio-Dateien hinterlegt, damit man mit den nötigen Informationen versorgt wird, die sonst in einer Museumsführung auch vermittelt werden. So kann man sich ganz individuell und kontaktlos über die Ausstellung informieren.

Und auch von zu Hause kann man ein wenig „Museumsfeeling“ erleben: Unter www.eifelmuseum-mayen.de kann man alle Einrichtungen schon über ein YouTube-Video entdecken und in einem 3-D-Rundgang am heimischen PC besuchen.

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Corona: Aktuell 818 Menschen im Kreis Düren infiziert

Düren, 23.03.2021 – Ab heute gelten für den Einzelhandel neue Regeln. Es gibt keine Ausnahmen mehr für Buch-, Schreibwaren oder Blumenhändler. Auch in diesen Geschäften muss es nun eine Terminvereinbarung geben. Das Land NRW reagierte auf ein entsprechendes Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster. Pro 40 Quadratmeter darf ein Kunde ins Geschäft. Für das erweiterte Kerngebiet der Stadt Düren und Rölsdorf sowie Birkesdorf gilt nach wie vor die Regelung: ein Kunde pro 20 Quadratmeter. Das wird in diesem Gebiet aufgrund der hohen Inzidenz durch eine Allgemeinverfügung des Kreises Düren geregelt.

Das Angebot der kostenlosen Schnelltests, die der Kreis Düren nun jeden Sonntag in Düren und Jülich anbietet, wurde gestern von rund 800 Bürgern im Kreisgebiet wahrgenommen. 13 Schnelltests zeigten ein positives Ergebnis. Das geschulte Personal der Johanniter-Unifallhilfe, die die Nasenabstriche entnommen haben, nahm bei den positiv Getesteten einen PCR-Test vor.

Der Kreis Düren bietet die Schnelltests jeden Sonntag im Kreishaus in Düren (Bismarckstr. 16, Haupteingang) und in der Geschäftsstelle der Kreisverwaltung in Jülich (Düsseldorfer Str. 6) unter coronakonformen Bedingungen an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Testzentren für Bürgertests finden Sie auch in unserer Übersichtskarte unter: kreis-dueren.de/corona. Wichtig: Die Bürgertests sind nur für diejenigen gedacht, die keine Krankheitssymptome aufweisen. Sollten Sie Beschwerden haben, die auf eine Corona-Infektion hinweisen, rufen Sie bitte direkt Ihren Hausarzt an und klären das weitere Vorgehen, um potenzielle Ansteckungen zu vermeiden.

Rund 11,4 % (Erstimpfung) bzw. 5,2 % (Zweitimpfung) der Menschen im Kreis Düren konnten bisher geimpft werden. Laut Robert-Koch-Institut beträgt die Impfquote in Nordrhein-Westfalen 8,5 % (Erstimpfung) bzw. 3,7 % (Zweitimpfung).

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Ehrennadeln des Landes Rheinland-Pfalz im Kreis Ahrweiler verliehen

Ahrweiler, 23.03.2021 – Landrat Dr. Jürgen Pföhler würdigt besonderes langjähriges Engagement der Geehrten. Mit Helmut Kündgen aus Berg, Hans Josef Weber und Heinrich Weber aus Hönningen, Klaus Winkler aus Kesseling-Staffel, Walter Erben aus Bad Breisig, Werner Krupp aus Waldorf und Günter Nerger aus Niederzissen sind gleich sieben Bürger des Kreises mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler übersandte die von Ministerpräsidentin Malu Dreyer verliehene Auszeichnung. Der Kreis hatte aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens im Rahmen der Coronavirus-Pandemie und des damit verbundenen hohen Ansteckungsrisikos bewusst auf eine Verleihung im Rahmen einer Feierstunde verzichtet. Pföhler zeigte sich von der Leistung der Geehrten tief beeindruckt: „Ihr außergewöhnliches und langjähriges Engagement zum Wohl der Allgemeinheit ist im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar und verdient höchste Anerkennung.“

Landrat Dr. Pföhler dankte den Trägern der Ehrennadel ausdrücklich für den unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit und betonte: „Gerade in diesen außergewöhnlichen Zeiten ist es besonders wichtig, ein starkes Signal an alle ehrenamtlich Engagierten zu senden und Ihnen für Ihren Verdienste zu danken.“

Die Ehrennadel ist eine Auszeichnung des Landes Rheinland-Pfalz, die 1974 gestiftet wurde und langjähriges ehrenamtliches Engagement im kommunalpolitischen, kulturellen oder sozialen Bereich würdigt.