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Präsident Horper: „Naturschutzgesetz muss Kooperationen berücksichtigen!“

Region – „Anlässlich der Anhörung im Deutschen Bundestag zum Naturschutzgesetz, über das Teile des Insektenschutzpaketes umgesetzt werden, fordern wir Kooperation statt Verbote“, so der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper.

Im Rahmen des Naturschutzgesetzes ist u.a. ein gesetzlicher Biotopschutz für artenreiches Grünland und Streuobstwiesen vorgesehen. Für diese Gebiete gilt dann ein Anwendungsverbot sämtlicher Herbizide und nahezu aller Insektizide. Horper: „Solche Auflagen führen bei vielen Betrieben zu enormen wirtschaftlichen Verlusten, vom Wertverlust des Eigentums ganz zu schweigen.

Es ist daher von großer Bedeutung, dass sich die Bundesregierung endlich für die Fortsetzung und den Ausbau freiwilliger und kooperativer Maßnahmen stark macht und eine finanzielle Honorierung ermöglicht. Die fehlende Wirtschaftlichkeit wird zum weiteren Ausstieg von Betrieben aus der Landwirtschaft führen: Damit ist niemandem geholfen, weder der heimischen Nahrungsmittelerzeugung, der Erzeugung umweltfreundlicher Energien, noch dem Naturschutz und erst recht nicht den Bauern. Warum wird eine Gesellschaft häufig erst wach, wenn es zu spät ist?“, machte der Präsident deutlich.

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Zum Start 20 Kommunen im „Netzwerk Digitale Dörfer RLP“

Region/Mainz – Mit einer digitalen Auftaktveranstaltung hat das „Netzwerk Digitale Dörfer RLP“ offiziell seine Arbeit aufgenommen. Es soll in Fragen der Digitalisierung die Zusammenarbeit der rheinland-pfälzischen Kommunen weiter stärken.

„Die Chance, durch den Austausch guter Praxisbeispiele Insellösungen zu vermeiden und voneinander zu profitieren spricht in jedem Fall für den interkommunalen Austausch im Netzwerk. Dass dem Netzwerk bereits zu Beginn 20 Kommunen angehören, belegt das große Interesse und die Bedeutung des Themas“, betonte Innenminister Roger Lewentz in seiner Videobotschaft an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Der Minister hatte das Netzwerk im Dezember 2020 ins Leben gerufen. Es soll an die Erfahrungen der Projektgemeinden (Verbandsgemeinden Eisenberg und Göllheim sowie Betzdorf-Gebhardshain) anknüpfen, die als „Digitale Dörfer“ bundesweit Beachtung gefunden haben und bespielgebend für die Digitalisierung im ländlichen Raum sind. Es bietet außerdem eine zentrale Plattform, um in Fragen der Digitalisierung voneinander zu lernen und einen Wissens- und Erfahrungsaustausch zu etablieren. Die Projektgemeinden werden in diesem Rahmen bis 2023 als Transferstelle mit rund 400.000 Euro gefördert.

„Nicht jede Kommune muss das Rad neu erfinden. Voneinander lernen, gemeinsam Ideen entwickeln, nach vorne denken und dabei den Menschen die Digitalisierung näher bringen, das ist das Ziel des Netzwerks. Dazu gehört es auch, Herausforderungen anzugehen und gemeinsam Lösungen zu finden“, so Lewentz.

Bereits seit 2015 haben die drei Modellgemeinden in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) in Kaiserslautern digitale Lösungen für Kommunen erprobt. Dem „Netzwerk Digitale Dörfer RLP“ können sich interessierte Verbands- und Ortsgemeinden sowie Landkreise anschließen.

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Neue Waldsofas für Wanderwege in Zettingen

Zettingen – Westenergie fördert ehrenamtliches Engagement über Mitarbeiterinitiative „aktiv vor Ort“.  Die Ortsgemeinde Zettingen im Landkreis Cochem-Zell ist von schönen Wanderwegen umgeben, die eine Verbindung zum Maifeld, ins Moseltal und in die Vulkaneifel schaffen. Um die Attraktivität dieser Wege zu steigern, haben sich freiwillige Helferinnen und Helfer aus Zettingen engagiert und an den schönsten Aussichtspunkten und Ruheplätzen der Wanderwege neue Waldsofas aufgestellt. Möglich gemacht hat dies das Energieunternehmen Westenergie mit seiner Aktion „aktiv vor Ort“ und einer Fördersumme in Höhe von 2.000 Euro. Projektpate Rainer Fuhrmann hatte seinen Arbeitgeber Westenergie erfolgreich um die finanzielle Förderung gebeten und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern aus Zettingen zahlreiche Arbeitsstunden in das Projekt investiert.

Zuerst haben die Frauen und Männer das Erdreich abgetragen und Fundamente ausgehoben. Anschließend haben sie Stützschuhe zum Befestigen der Waldsofas einbetoniert. Nach dem Aushärten des Betons wurden die Sofas fest verankert, die Einfassung verbaut und der Boden mit Basaltsplit verfüllt. Projektpate Rainer Fuhrmann ist stolz auf die geleistete Arbeit: „Mit den Waldsofas sind gemütliche Plätze zum Ruhen und Rasten an unseren Wanderwegen entstanden. Von dort aus können Wanderer die schöne Aussicht in die Eifeler Landschaft genießen.“

Ortsbürgermeister Johannes Hammes aus Zettingen bedankt sich bei Westenergie und ergänzt: „Ohne die finanzielle Unterstützung von Westenergie und den Einsatz der zahlreichen Helferinnen und Helfer hätten wir das Projekt in diesem Umfang nicht umsetzen können. Ein großes Dankeschön an alle für dieses tolle Engagement.“ Alle Arbeiten konnten in Eigenleistung und unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregelungen durchgeführt werden.

Bei „aktiv vor Ort“ handelt es sich um eine Initiative von Westenergie, bei der sich Mitarbeiter in ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen engagieren. Wer selbst die Ärmel hochkrempelt und sich für einen guten Zweck in seinem Heimatort einbringt, erhält bis zu 2.000 Euro für das Projekt. Westenergie unterstützt so das soziale und ehrenamtliche Engagement seiner Mitarbeiter.

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Bücher gegen Beerensträucher

Mechernich – Alice Biesmanns betreibt schon im siebten Jahr den Kiosk in der „Mechernicher Gleispassage“, das sogenannte „Bahnhofs-Lädchen“. Vor zwei Jahren kam als „Shop in the Shop“ eine florierende Second-Hand-Bücherbörse hinzu, die sie ehrenamtlich und karitativ für den katholischen Kindergarten der Caritas-Lebenswelten betreibt.

Kunden stiften Bücher, die sie ausgelesen haben. Andere kaufen und spenden dafür. Wieviel, entscheidet jeder selbst. „Die Spanne reicht von 50 Cent bis zu 15 Euro pro Buch“, so die Bahnhofs-Shop-Betreiberin. So kamen 2019 250 Euro zusammen – und in der darauffolgenden Sammelperiode sogar 350 Euro.

Mitte April war Geldübergabe im Bahnhofs-Lädchen, wo Alice Biesmanns die Summe in bar an Kindergartenleiterin Marlies Lottermoser überreichte. Als Dank erhielt die Buchhändlerin und Kioskleiterin einen von Kindergartenkindern und Erziehern bunt gestalteten symbolischen Scheck mit Dankesbrief.

Sonst Lotto, Tabak, Zeitschriften

Die Übergabe fand im Bahnhofslädchen in der vom Mechernicher Traditions-Reisebusunternehmen „Schäfer Reisen“ erbauten Gleis-Passage statt, wo ansonsten Zeitschriften, Tabakwaren und Geschenkartikel verkauft werden und wo man Lotto spielen und Fahrplanauskünfte und Fahrkarten erhalten kann. Trotz der laufenden umfangreichen Bahnsteig- und Gleisarbeiten hat und behält das Lädchen offen, so die Betreiberin.

Bereits zwei Tage vor der Geldübergabe hatte sich Alice Biesmanns bei einem Besuch der Kindertagesstätte an der katholischen Kirche von der Wichtigkeit ihrer Spende für den Ausbau einer Vogelschutzhecke überzeugt. Die als Nationalpark-Kita zertifizierte Einrichtung der Caritas Lebenswelten GmbH hat aus den ersten Buchspenden vor zwei Jahren Beerensträucher angeschafft und gepflanzt, in denen sich Vögel gerne aufhalten und Nahrung finden.

„Für die 350 Euro können jetzt weitere Sträucher angeschafft und gepflanzt werden“, so Marlies Lottermoser zum Mechernicher „Bürgerbrief“. Der inklusive katholische Kindergarten Mechernich betreut 73 Kinder in vier Gruppen. Momentan bemüht sich das Betreuerteam um Marlies Lottermoser um die erneute Anerkennung („Rezertifizierung“) als Kindergarten des Nationalparks Eifel.

Teils stammen die gespendeten Bücher aus aufgelösten Hausbibliotheken, teils brachten Kunden alte Schmöker vorbei. Die Einnahmen wollte die in Lorbach lebende Alice Biesmans aber nicht für sich oder den Laden behalten, sondern spenden. „Mir war wichtig, dass das Geld in Mechernich bleibt“, sagte sie dem „Bürgerbrief“.

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Rheinland-Pfalz stemmt sich gegen die dritte Welle der Pandemie

Region/Mainz – „Wir befinden uns aktuell mitten in der dritten Welle und somit in einer sehr schwierigen Phase der Corona-Pandemie. Die Infektionen steigen und ich weiß, dass sich viele Menschen Sorgen machen. Die Lage ist ernst, die 7-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz liegt auf einem Höchststand dieses Jahr und die Situation auf den Intensivstationen wird zunehmend angespannt. Wir haben in Rheinland-Pfalz deswegen nicht auf ein Infektionsschutzgesetz gewartet. Wir handeln, in dem wir die Maßnahmen der Notbremse aus dem Perspektivplan, den Bund und Länder Anfang März beschlossen haben, konsequent anwenden“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Mainz bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage im Land. „Wir sind mit klaren rechtlichen Grundlagen, schnellen und effektiven Impfungen, breit angelegten Testungen sowie guten und vorausschauenden Vorbereitungen in den Krankhäusern gut für die aktuelle Lage aufgestellt.“ Dabei freue sie sich besonders, dass Rheinland-Pfalz als eines der ersten Bundesländer vom kommenden Freitag an allen Personen der Priorisierungsgruppe III die Registrierung für eine Impfung ermöglichen wird.

Rheinland-Pfalz wird keinen Einspruch gegen das Infektionsschutzgesetz erheben

Mit Blick auf die angekündigte Änderung des Infektionsschutzgesetzes des Bundes betonte die Ministerpräsidentin erneut, dass Rheinland-Pfalz die diskutierten Maßnahmen bereits zu großen Teilen konsequent umsetzt und an einigen Stellen sogar heute schon darüber hinaus geht. Das Land ziehe ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 konsequent die Notbremse. Auch wenn es viel Kritik an dem Entwurf der Bundesregierung zum Infektionsschutzgesetz gebe, werde Rheinland-Pfalz im Bundesrat nicht den Vermittlungsausschuss anrufen. „Die Bekämpfung der Pandemie verlangt schnelles, entschlossenes Handeln. Und wir verfolgen alle die gleichen Ziele. Wir wollen bundesweit einheitlich die 3. Welle brechen. Wir wollen eine Überlastung des Gesundheitssystems vermeiden und wir wollen das Infektionsrisiko einzudämmen“, so die Ministerpräsidentin.

Aktuell haben 22 Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz Verschärfungen im Wege der Musterallgemeinverfügungen erlassen, da sie seit mindestens 3 Tagen bei der 7-Tage-Inzidenz über 100 liegen. Hierzu gehören Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und Terminshopping im Einzelhandel.

Mit Ludwigshafen, Mainz und Worms haben außerdem drei Kommunen Maßnahmen für Inzidenzen über 200 erlassen. Hierzu gehören Schließungen bzw. Umstellung auf Terminshopping weiterer Bereiche des Einzelhandels oder die Testpflicht bei Friseurbesuchen. „Das macht deutlich: In Rheinland-Pfalz gibt es klare Maßnahmen und Vorgehensweisen, die durch die Kommunen konsequent durchgesetzt werden“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Als zentrale Punkte des geplanten Infektionsschutzgesetzes nannte die Ministerpräsidentin die nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr. „Ein Spaziergang am Abend oder eine Joggingrunde werden möglich sein. Die Regelung ist weniger streng als unsere bisherige. Ich will nochmals sagen: Wir wissen, dass nicht der Aufenthalt draußen in der Nacht das Problem ist, es geht darum mittelbar zu verhindern, dass Menschen sich zu Hause mit anderen treffen“, so die Ministerpräsidentin.

Zudem begrüßte Ministerpräsidentin Malu Dreyer verbindlichere Regelungen im Bereich Arbeit und Wirtschaft. So müssten Arbeitgeber zweimal pro Woche Tests anbieten.  Auch das Homeoffice werde sehr viel verbindlicher geregelt.

Neu sei zudem, dass ab einer Inzidenz von 165 Fernunterricht erteilt werden muss. „Dieser Vorgabe des Bundes hätte es nicht bedurft. In Rheinland-Pfalz setzen sich Gesundheitsämter, Schulträger und ADD ab einer Inzidenz ab 100 zusammen und entscheiden über passgenaue Maßnahmen“, erläuterte die Ministerpräsidentin. Sie sei aber froh, dass der rheinland-pfälzische Wunsch, die Außenbereiche von Zoos und botanischen Gärten offen zu halten, angenommen wurde. Dies sei gerade für Familien mit kleineren Kindern ganz wichtig. Allerdings müssten hier nun Tests vorgelegt werden.

Lehrer und Lehrerinnen der weiterführenden Schulen sollen schnell geimpft werden – bis Monatsende sollen eine Million Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen eine Impfung erhalten haben.

Das Impfen ist ein essenzieller Baustein, um die Pandemie zu besiegen. „Die Corona-Schutzimpfungen in Rheinland-Pfalz schreiten weiter gut voran und können mit größeren Impfstofflieferungen, die der Bund angekündigt hat, immer weiter gesteigert werden“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Vergangene Woche wurde in Rheinland-Pfalz die Millionste Impfung verabreicht, mehr als 20 Prozent der Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen haben bereits mindestens ihre Erstimpfung erhalten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Beteiligten, die daran mitwirken, die Bürger und Bürgerinnen schnellstmöglich zu impfen.“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler kündigten außerdem an, dass von Freitag an Terminregistrierungen für alle Personen der Prioritätsgruppe III möglich sind. „Das betrifft wohl deutlich mehr als eine Million weitere Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer“, sagte Bätzing-Lichtenthäler. „Die ersten Impfungen werden voraussichtlich ab Ende Mai stattfinden können.“

Mit der kompletten Öffnung der Prioritätsgruppe III können laut Bundesimpfverordnung dann auch alle Menschen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen tätig sind, geimpft werden. „Dies umfasst – und das ist der Landesregierung sehr wichtig – somit auch Lehrer und Lehrerinnen an weiterführenden Schulen“, erläuterte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Auch Bildungsministerin Stefanie Hubig begrüßte die Öffnung der Prioritätsgruppe III für die Lehrkräfte. „Dafür habe ich mich in den vergangenen Wochen eingesetzt, denn wir müssen gemeinsam alles tun, um Schule so sicher wie möglich zu machen und unseren Schülerinnen und Schülern ihr Recht auf Bildung zu gewährleisten. Dazu gehört neben den Impfungen das regelmäßige Testen sowie die Maskenpflicht und das konsequente Einhalten der AHA+L-Regeln“, sagte Hubig. Lehrerinnen und Lehrer der weiterführenden Schulen sollen bis Mitte Mai ein erstes Impfangebot erhalten haben. „Das ist wichtig, weil sie eine besondere Aufgabe wahrnehmen, wenn sie die Kinder beim Testen in der Schule beaufsichtigen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer weiter.

Impfberechtigt in der Prioritätsgruppe III sind dann außerdem – neben den Menschen zwischen 60- und 69 Jahren, die sich bereits seit dem 7. April registrieren können – folgende Personengruppen:

  • Menschen mit Vorerkrankungen wie beispielsweise Herzinsuffizienz, rheumatologischen Erkrankungen, Asthma bronchiale oder HIV-Infizierten sowie bis zu zwei Kontaktpersonen der Betroffenen.
  • Personen, die in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind. Welche Bereiche dies betrifft, definiert der Bund in seiner KRITIS-Verordnung. Gemeint sind im Kern Organisationen oder Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden. Konkret sind das beispielsweise das Apothekenwesen, die Pharmawirtschaft, die Ernährungswirtschaft, die Wasser- und Energieversorgung und das Transport- und Verkehrswesen.
  • Personen, die mit niedrigem Expositionsrisiko für eine Corona-Infektion in medizinischen Einrichtungen arbeiten, insbesondere in Laboren, und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut
  • Mitarbeitende im Lebensmitteleinzelhandel
  • Mitglieder von Verfassungsorganen
  • Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Corona-Infektion besteht. Dies betrifft beispielsweise Obdachlose und wohnungslose Menschen, Personen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten, Streetworker, Mitarbeitende sowie Ehrenamtliche und Helferinnen und Helfer in Fachberatungsstellen der Wohnungslosenhilfe, Mitarbeitende in der Schuldnerberatung, in Betreuungsvereinen oder in der Suchtberatung, wenn unmittelbarer Kontakt zu den Klienten und damit verbunden erhöhtes Infektionsrisiko besteht,    suchterkrankte Menschen in Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation, bürgerschaftlich Engagierte in „Initiativen des Ehrenamts in der häuslichen Pflege“ sowie Mitglieder pflegebezogener Selbsthilfegruppen nach der Landesverordnung. Über die Zugehörigkeit zu diesen Gruppen ist ein geeigneter Nachweis zu erbringen.

Mehr Infos zu den Impfberechtigten der Prioritätsgruppe drei in Kürze unter corona.rlp.de

Die Ministerpräsidentin appellierte zugleich an die Menschen in Rheinland-Pfalz, Impftermine wahrzunehmen oder nötigenfalls abzusagen, wenn sie diese nicht antreten können oder wollen. „Andernfalls verzögern sich Termine für alle. Die Bekämpfung der Corona-Pandemie ist und bleibt eine Aufgabe, die die Solidarität und Mithilfe der gesamten Gesellschaft erfordert“, sagte sie.

Krankenhäuser sind auf schwierige Lage sehr gut vorbereitet

„Die dritte Welle hat seit einiger Zeit auch die Krankenhäuser erreicht – aber wir sind auch darauf sehr gut vorbereitet“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Wir spüren die Herausforderungen: Die Zahl der COVID-Patienteninnen und Patienten in den Kliniken steigt, die Liegedauer auf Intensivstationen verlängert sich, immer mehr junge Menschen haben schwere Verläufe. Umso wichtiger ist es aber, dass wir aktuell noch rund 22 Prozent unser Intensivbetten frei haben. Ein Wert, der laut DIVI-Register so hoch liegt wie in keinem anderen Bundesland.“ Grund hierfür sei vor allem, dass seit Beginn der Pandemie die Intensivbetten massiv aufgestockt worden sind. Aktuell stehen mehr als 1.600 Intensivbetten zur Verfügung. Zudem könnten innerhalb von 7 Tagen zusätzliche 433 Intensivbetten in den Notbetrieb genommen werden.

Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Medizinischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Mainz, lobte darüber hinaus die gut funktionierende Zusammenarbeit der Krankenhäuser im rheinland-pfälzischen Netzwerk, die sich in der Pandemie verstärkt und bewährt habe: „Die Covid-Situation bleibt weiterhin herausfordernd. Die Zusammenarbeit der Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz funktioniert regional und auf Landesebene sehr gut. In diesem Verbund helfen wir uns solidarisch und sind daher in der Lage, selbst Überlastungen in einzelnen Krankenhäusern abzufangen und Patienten bestmöglich in den jeweiligen Häusern mit der besten Kapazitätslage zu versorgen. Durch konsequenten, engen Austausch der Krankenhäuser untereinander haben wir es bisher gut geschafft, die Lasten gleichmäßig zu verteilen, so dass es nicht zu einer Überforderung einzelner Krankenhäuser kommt. Die Lage bleibt jedoch weiter angespannt, und wir sind auf die Disziplin der Mitbürgerinnen und Mitbürger angewiesen, um weitere Infektionen und Erkrankungen so gering wie möglich zu halten“, sagte Pfeiffer.

Flächendeckend Testungen für alle in Rheinland-Pfalz möglich

Nicht nur im Bereich der Krankenhäuser, auch im für die Eindämmung der Pandemie wichtigen Feld der anlasslosen Testungen ist Rheinland-Pfalz gut aufgestellt, erläuterte Detlef Placzek, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung. „Insgesamt gibt es in Rheinland-Pfalz mittlerweile rund 1.200 Teststellen. Wir verfügen sowohl über stationäre, als auch über mobile und Drive-in-Teststellen.“ Bisher seien allein an die kommunalen Teststellen und Hilfsorganisationen gut 1,6 Millionen PoC-Testkits ausgegeben worden. Es sei davon auszugehen, dass in allen Teststellen des Landes – zu den kommunalen kommen noch private wie beispielsweise bei Apotheken und Ärzten, aber auch von kommerziellen Anbietern hinzu – insgesamt etwa 6 Millionen Tests seit dem 8. März durchgeführt worden sind. „Das Testangebot wird von den Bürgerinnen und Bürgern in Rheinland-Pfalz gut angenommen. Wir haben fast ein flächendeckendes Angebot an Teststellen aufbauen können. Um auch die letzten Lücken zu schließen, brauchen wir örtliche Testnetzwerke, die das Angebot in Struktur und Menge erweitern helfen“, sagte Placzek.

Modellkommunen

Es bleibe darüber hinaus trotz der hohen Inzidenzen wichtig, Alternativen für die Zeit nach dem Lockdown zu entwickeln. „Wir benötigen Perspektiven für die Wirtschaft, die Gastronomie, die Kulturbranche – für das gesellschaftliche Miteinander. Aus diesem Grund planen wir selbstverständlich weiter für Lockerungen mit Augenmaß – immer unter der Prämisse, dass es die Infektionszahlen zulassen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „So können zum Beispiel mit der Möglichkeit der Bewerbung für Modellkommunen Wege zurück in die Normalität entwickelt werden.“

Rheinland-pfälzische Kommunen haben im Rahmen eines Modellprojektes die Möglichkeit, ihre Infektionszahlen zu senken und gleichzeitig einen Weg zurück in die Normalität zu finden. Für die Teilnahme gibt es keine Bewerbungsfrist, so dass alle Kommunen ausreichend Zeit haben, um schlüssige Konzepte zu entwickeln.

Aktuell liegen der Entwicklungsagentur neun Bewerbungen vor. Diese werden von einem Team aus Staatskanzlei, Gesundheitsministerium, Innenministerium und Entwicklungsagentur geprüft. Neben der 7-Tage Inzidenz von unter 50 und der Nutzung von SORMAS sowie der Luca-App müssen sie eine Reihe von Kriterien erfüllen.

Luca zur Kontaktnachverfolgung

Als dritte zentrale Säule im Kampf gegen die Pandemie neben Impfen und Testen nannte Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Kontaktnachverfolgung. Digitale Lösungen wie luca könnten die Gesundheitsämter hierbei erheblich entlasten. Die Länder hätten sich daher Anfang März mit der Bundesregierung darauf verständigt, eine möglichst einheitliche Lösung zu finden. Stand heute machten 16 Bundesländer mit. Deutschlandweit könnten dann 300 von 375 Gesundheitsämtern mit luca arbeiten.

„Mir war es immer wichtig, dass wir uns in der Pandemiebekämpfung abstimmen und uns an die getroffenen Absprachen halten. Und das gilt jetzt auch bei luca. Hessen, das Saarland, Baden-Württemberg und auch ganz viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen nutzen luca bereits oder werden dies in Zukunft tun“, sagte die Ministerpräsidentin.

Seit dem 12. April 2021 nutzten die ersten Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz luca. Die Entwickler, der Landesbetrieb Daten und Information sowie die Kommunen arbeiteten mit Hochdruck daran, in den kommenden Wochen alle Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz mit luca zu vernetzen.

„Die Anbindung der Gesundheitsämter ist aber nur der erste Schritt. Wie alle Maßnahmen in der Pandemie müssen möglichst viele Menschen mitmachen, die Angebote wahrnehmen und Maßnahmen verantwortungsvoll umsetzen“, mahnte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Nutzung von luca sei denkbar einfach, für die Bürgerinnen und Bürger, die Geschäfte und Betriebe sowie die Kultureinrichtungen kostenfrei und auch ohne Smartphone und App möglich. „Ich möchte eines ganz deutlich machen: luca wird unseren Gesundheitsämtern sehr helfen. Es ist aber kein Allheilmittel und auch kein Ersatz für Kontaktbeschränkungen, die Notbremse, die Hygieneregeln und andere Maßnahmen der Pandemiebekämpfung“, so die Ministerpräsidentin.

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„Wir informieren nicht nur, wir handeln“ – KH MEHR besorgt 25.000 Selbsttests

Prüm – 25.000 Selbsttests für Handwerksbetriebe. Es war abzusehen: Die Testangebotspflicht für Unternehmen ist beschlossen. Firmen müssen Mitarbeitenden künftig Angebote machen, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Eine entsprechende Verordnung hat das Bundeskabinett verabschiedet. Mit Veröffentlichung im Bundesanzeiger – voraussichtlich ab kommender Woche – tritt die angepasste Corona-Arbeitsschutzverordnung in Kraft.

Die Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region (KH MEHR) hat sich frühzeitig neben der Information ihrer Innungsfachbetriebe auch um eine Erstversorgung mit entsprechenden Selbsttests gekümmert. „Es ist uns wichtig, unsere Handwerksbetriebe nicht nur zu informieren, sondern ihnen auch eine praktische Hilfestellung zu geben. In diesem Fall in Form der Beschaffung zu Großabnehmerkonditionen“, erzählt Dirk Kleis. Der Geschäftsführer der KH MEHR und des Landesverbandes für Friseure & Kosmetik Rheinland hat insgesamt ein Kontingent von 25.000 Selbsttests besorgt und die erste Charge hat die Geschäftsstelle in Prüm bereits vor einer Woche verlassen.

„Dass wir uns hier stark engagieren bedeutet nicht, dass wir mit dieser neuen Verordnung vollständig einverstanden sind. Zu viele arbeitsrechtliche Fragen gehen damit einher. Aber dass die Testpflicht kommt war eindeutig und da wollten wir vorbereitet sein“, so Kleis. „Das Handwerk hat gute Hygienekonzepte. Insbesondere bei den Friseuren hat sich gezeigt, dass diese Konzepte funktionieren. Seit der Wiederöffnung am 1. März gab es keine mir bekannten Infektionsfälle in Salons unserer Mitgliedsbetriebe.“

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Apotheke Dr. Schlags spendet an die Stadt Mayen

Mayen – Bereits im ersten Lockdown hat die Reichskronenapotheke Dr. Schlags in Zusammenarbeit mit der Johannes-Apotheke in Treis und der Brennerei Hubertus Vallendar in Kail große Mengen von Desinfektionsmittel hergestellt, als die Nachfrage hoch und das Angebot noch sehr begrenzt war.

Gemeinsam hatte man die Produktion von etwa einer Tonne Desinfektionsmittel pro Tag auf die Beine gestellt, um so zu bezahlbaren Preisen Einrichtungen in der Region zu beliefern – und zwar besonders die, die es dringend brauchten, wie Arztpraxen, Altenheime, Gesundheitsämter und Kliniken.

Auch wenn nach über einem Jahr seit Beginn der Corona-Krise kein Desinfektionsmittelmangel mehr herrscht, so ist eine ausreichende Desinfektion jedoch nicht minder wichtig, um die Pandemie zu bekämpfen.

Wolfgang Schlags spendete aus diesem Grund insgesamt 600 Flaschen Desinfektionsmittel an die Stadtverwaltung Mayen, welche nun die Verteilung in Schulen und Kindergärten sowie an weitere öffentliche Einrichtungen im Stadtgebiet übernimmt.

„Wir sind für diese großzügige Unterstützung sehr dankbar, die den Ablauf in den Einrichtungen damit ein Stückchen sicherer macht“, so Oberbürgermeister Dirk Meid, der in diesen Tagen gemeinsam mit Büroleiter Christoph Buttner die Spende entgegen nahm.

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Verwaltung der Stadt Jülich arbeitet mit aller Kraft gegen die Pandemie

Jülich – Bürgermeister Fuchs ruft zu gegenseitigem Verständnis auf. Seit über einem Jahr hat das Coronavirus die ganze Welt fest im Griff. Auch das Leben in Deutschland wird in weiten Teilen durch die Pandemie bestimmt. Besondere Verhaltensregeln, vorgegeben von Bund und Land, sind notwendig, damit möglichst viele Menschen gesund durch diese weltweite Krise kommen. Für den Kreis Düren und damit auch für Jülich gilt aufgrund der hohen Infektionswerte aktuell die sogenannte Corona-Notbremse. Dank der entsprechenden Allgemeinverfügung des Kreises Düren können dennoch viele über den täglichen Bedarf hinausgehende Angebote bei Vorlage einer tagesaktuellen Bescheinigung über einen negativen Schnelltest genutzt werden. Das alles ist kompliziert, entspanntes Shoppen sieht anders aus. Für die Gewerbetreibenden ist die Situation noch schwieriger, schließlich können sie Ihrer Erwerbstätigkeit nur eingeschränkt oder schlimmstenfalls gar nicht nachgehen.

Die Stimmung in der Bevölkerung ist gespalten. Einerseits gibt es die Angst vor dem Coronavirus und damit verbunden ein großes Verständnis für die notwendigen Maßnahmen. Andererseits überwiegt bei vielen Menschen mittlerweile Frust und Unverständnis, bei manchem herrscht gar Wut über bestimmte Regelungen.

Wir müssen uns bewusstmachen, dass wir uns in einer kritischen Phase befinden. Bei der weit überwiegenden Zahl der Infektionen handelt es sich aktuell um die sogenannte „britische Mutante“, die ansteckender und gefährlicher ist als die ursprüngliche Form des Virus. Die Infektionswerte sind hier in Jülich ebenso gestiegen wie landes- und bundesweit. Hinter diesen hohen Zahlen stehen viele, auch schwere Krankheitsfälle, die das Gesundheitssystem an die Grenzen bringen. Auch in unserer Region arbeiten die Intensivstationen am Limit.

Hoffnung machen die Fortschritte bei den Impfungen. Wir haben als Ziel die Impfung aller oder zumindest der meisten Menschen in unserem Land vor Augen. Auch wenn die Vereinbarung eines Impftermins von den einzelnen Impfwilligen etwas Geduld erfordert, immer mehr Menschen bekommen das Impfangebot. Erfreulicherweise nehmen viele dieses Angebot wahr und lassen sich impfen. Damit schützen sie sich selbst und die Gemeinschaft.

Die Stadtverwaltung Jülich erreichen derzeit viele Beschwerden. Dabei wird der Ton spürbar rauer. Manche Beschwerde ist geradezu respektlos und entbehrt jeglicher Wertschätzung des Gegenübers. Bei allem Verständnis für die schwierige Lage der Bürgerinnen und Bürger bittet Bürgermeister Fuchs darum, sich auch die Situation der Verwaltungsmitarbeitenden bewusst zu machen. Auch in der Verwaltung sind die Auswirkungen der Pandemie spürbar. Ganze Verwaltungsbereiche sind mit der Umsetzung der entsprechenden Regelungen mehr als ausgelastet und müssen dafür ihre eigentlichen Zuständigkeiten zurückstellen. Auch im Rathaus führen die Corona-Regelungen zu veränderten Arbeitsbedingungen und viele Aufgaben müssen aus dem Homeoffice erledigt werden. Persönliche Vorsprachen sind zum Schutze aller Beteiligten nur nach vorheriger Vereinbarung möglich, entsprechende Termine in manchen Bereichen oft auf Wochen ausgebucht.

Dies ist aktuell insbesondere beim Bürgerbüro der Stadt Jülich spürbar. Es ist zurzeit personell nicht in vollem Umfang besetzt, was leider auch zu einer erschwerten Kontaktaufnahme per Telefon und verzögerter Beantwortung von Mail-Anfragen führt. Gerade hier muss mit längeren Wartezeiten auf einen Termin gerechnet werden. Es empfiehlt sich daher vorausschauend zu planen. Die diensttuenden Mitarbeitenden arbeiten mit großem Einsatz, um die Anfragen schnellstmöglich zu beantworten.

„In der aktuellen kritischen Phase müssen wir uns als Stadtverwaltung weiterhin mit aller Kraft und allen Ressourcen auf die Bekämpfung der Pandemie konzentrieren. Deshalb bitte ich Sie herzlich, sich nur mit äußerst dringlichen Beschwerden an die Verwaltung zu wenden und dabei auf die Wortwahl zu achten. Viele Themen müssen derzeit zurückgestellt werden und Wartezeiten müssen ebenfalls in Kauf genommen werden, es geht nicht anders. Wir werden auch nicht mehr auf alle Beschwerden zeitnah eingehen können,“ erläutert Bürgermeister Fuchs die Situation. „Wir alle wünschen uns Normalität und ein Ende der pandemiebedingten Einschränkungen. Bitte halten Sie durch!“ ruft Bürgermeister Axel Fuchs zu Zusammenhalt und Geduld auf, „Nur miteinander und füreinander kommen wir zum Ziel.“

Die Stadt Jülich bleibt erreichbar

per E-Mail: info@juelich.de

per Telefon: 0 24 61 / 63 – 0

oder direkt über die bekannten E-Mail-Adressen oder Durchwahlnummern der Fachbereiche.

Die für Jülich relevanten Corona-Regelungen werden auf www.juelich.de/coronavirus stetig aktualisiert.

Die Corona-Hotline der Stadt Jülich ist erreichbar

per E-Mail: Hotline@juelich.de und

per Tel.: 02461 – 63–605, Mo – Fr: 8.00-12.00 Uhr (außer an Feiertagen)

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Farbe in den Alltag bringen

Mechernich-Kallmuth – Beim Blick auf die herannahenden Reiter des Georgsrittes fühlt sich der Betrachter vielleicht an eine Szene aus „Mary Poppins“ erinnert: Augen schließen, ins Bild springen, auf den Pferden mitreiten. Das Bild vom Kallmuther Georgsritt ziert jetzt die Trafostation an der Königsfelder Straße am Kallmuther Ortseingang.

Bei der Gestaltung der Kallmuther Trafostation verwendeten die beiden Künstler Stefan Vogt-Thomas (links) und Manuel Pfleging (rechts) 65 verschiedene Farbtöne. Foto: Robert Ohlerth/pp/Agentur ProfiPress

Zwei weitere Motive rund um die Energiestation – die tatsächlich am Weg des Georgsrittes liegt – sind ein historisches Motiv des Georgsrittes sowie der Blick auf’s Dorf und die umliegende Landschaft. „Die Trafostation ist toll geworden, ein richtiges Kunstwerk“, freut sich Kallmuths Ortsbürgermeister Robert Ohlerth. Schon lange hatte er überlegt, wie man die schmucklose Box anders gestalten könnte.

„Die schöne Eifeler Landschaft“ habe ihm besonders gefallen, sagt „Highlightz“-Gründer und Künstler Simon Horn. Foto: Robert Ohlerth/pp/Agentur ProfiPress

Dabei stieß er auf die Bonner Agentur „Highlightz Fassadendesign“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, „Farbe in den grauen Alltag zu bringen“. Die beiden Künstler Stefan Vogt-Thomas und Manuel Pfleging arbeiteten von früh bis spät an den Kallmuther Ansichten. Für das Graffiti-Kunstwerk an der Königsfelder Straße benutzten sie 65 verschiedene Farbtöne und das Volumen von rund 18 Sprühdosen, berichtet Agentur-Gründer Simon Horn.

Knifflige Details für die Künstler

Besonders gefallen habe ihm „die schöne Eifeler Landschaft“, es habe aber auch eine besondere Herausforderung bei dem Graffiti-Projekt gegeben: „Der Reichtum an Details in dem Entwurf war knifflig bei der Umsetzung.“ Entsprechend realistisch erscheinen dann auch die Bilder vom Georgsritt damals und heute. In Kallmuth hat der St. Georgsritt am 1. Mai eine lange Tradition. Reiter und Besucher von nah und fern erfreuen sich Jahr für Jahr an der beliebten Pferdeprozession und dem damit verbundenen Brauchtum.

Gesponsert wurde die künstlerische Gestaltung der Trafostation von e-regio. „Wenn mal entsprechendes Geld in die Kasse der Dorfgemeinschaft kommt, möchten wir auch die zweite Trafostation in Kallmuth am Kindergarten in der Bergheimer Straße mit weiteren Motiven verschönern“, hofft Ortsbürgermeister Robert Ohlerth.

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Schub für Impfkampagne im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Landesimpfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf erstmals im Volllastbetrieb – Alle registrierten Personen über 80 Jahre haben ein Impfangebot erhalten. Aufgrund einer erweiterten Impfstoff-Kontingentierung des Landes Rheinland-Pfalz konnte das Landesimpfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf in der vergangenen Woche erstmals durchgängig in Volllast betrieben werden. Von Montag bis Sonntag, jeweils von 8 bis 20 Uhr, wurden insgesamt  rund 6000 Impfungen – davon 4400 Erst- und 1600 Zweitimpfungen – mit den Impfstoffen der Hersteller BionTech/Pfizer, AstraZeneca und Moderna durchgeführt.

Seit dem Start der Impfkampagne wurden im Kreis bis einschließlich 18. April insgesamt rund 33.900 Corona-Schutzimpfungen (25.482 Erst- und 8392 Zweitimpfungen) vorgenommen. Dies entspricht einer Impfquote von 19,6 Prozent der Erst- und 6,5 Prozent der Zweitimpfungen (ohne Hausarztimpfungen). (Land: 19,4 Prozent Erstimpfungen; 5,9 Prozent Zweitimpfungen; Bund: 19,1 Prozent Erstimpfungen; 6,5 Prozent Zweitimpfungen einschließlich Hausarztimpfungen, Stand 17. April).

Nach Mitteilung der zentralen Terminvergabestelle des Landes haben mit Stand heute alle im Kreis wohnenden über 80-Jährigen, die sich für einen Impftermin registriert haben, ein Impfangebot beziehungsweise einen Impftermin erhalten. Bis Ende April werden darüber hinaus alle Personen über 70 Jahre – eine ausreichende Verfügbarkeit von Impfstoff vorausgesetzt – voraussichtlich ein Impfangebot wahrnehmen können.

Für diese Woche sind im Kreis weitere 4500 Impfungen im Landesimpfzentrum geplant, davon 2700 Erst- und 1800 Zweitimpfungen. Zusätzlich werden die mobilen Impfteams rund 300 weitere Impfungen in Pflege- und Senioreneinrichtungen vornehmen. Hinzu kommen 140 Impfungen in einer Dialyseeinrichtung.