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Ein historischer Tag für Zülpich

Zülpich – Mittelalterliches Weiertor wird an historisches Vorbild angelehnt wiederaufgebaut. NRW-Ministerin Ina Scharrenbach übergibt Förderbescheid über rund 612.000 Euro. „Ein historischer Tag für Zülpich!“ Dieser Ausspruch fiel so oder so ähnlich mehrfach als die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, Ina Scharrenbach, gestern (27.04.2021) den Förderbescheid „zum Wiederaufbau und zur Erlebbarmachung des mittelalterlichen Weiertores“ überbrachte.

Der Entwurf des renommierten Zülpicher Architekten Karl-Josef Ernst sieht einen an das historische Vorbild angelehnten, aber nicht originalgetreuen Wiederaufbau des Weiertores vor. Visualisierung: Ernst Architekten BDA

Um die beim Bombenangriff der alliierten Streitkräfte an Heiligabend 1944 weitgehend zerstörte und seither nur teilweise rekonstruierte Doppeltoranlage wiederaufbauen zu können, stellt das Land NRW insgesamt rund 612.000 Euro aus dem Topf des Förderprogramms „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. – Wir fördern, was Menschen verbindet.“ zur Verfügung.

Gestellt wurde der Förderantrag von den Hovener Jungkarnevalisten (HJK). Diese werden das Weiertor als Hauptnutzer künftig unter anderem als Versammlungs- und Probenraum sowie für kleinere Festivitäten nutzen. Es soll aber auch als Ort der Begegnung für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht werden – beispielsweise am „Tag des offenen Denkmals“ oder bei Stadtfesten und Veranstaltungen im direkt angrenzenden Park am Wallgraben. „Ich freue mich sehr, dass die HJK den Mut gefasst hat, einen Förderantrag zu stellen und den Wiederaufbau des Hauptturmes […] zu wagen“, sagte Bürgermeister Ulf Hürtgen in seiner Begrüßungsansprache. Die Stadt Zülpich habe die Hovener Jungkarnevalisten als Eigentümerin und aus tiefer Überzeugung für das heimische Brauchtum bei diesem Projekt von Anfang an ermuntert und unterstützt. „Ich weiß gar nicht wie oft ich in der Vergangenheit auf das Weiertor und den Traum vom Wiederaufbau angesprochen wurde“, so Hürtgen weiter. „Damit wird auch in das letzte unserer vier Stadttore wieder Leben einkehren und das vierblättrige Kleeblatt ist dann komplett.“

„Ohne die Menschen, die das Ehrenamt in den Städten gestalten und sich einsetzen, wäre ein solches Projekt nicht möglich“, betonte Ministerin Ina Scharrenbach. Durch den Wiederaufbau des Weiertores
werde „die Wehrhaftigkeit der Zülpicher“ wiederhergestellt.

HJK-Präsident Gerd Wallraff bedankte sich in seinem Grußwort für die tolle Zusammenarbeit mit der Stadt Zülpich und verglich die Entwicklung mit zwei Sechsern im Lotto. Zuerst habe die Stadt Zülpich die HJK auf das Förderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen.“ des Landes aufmerksam gemacht und ihre Unterstützung bei der Antragstellung zugesichert. Kurze Zeit später sei dann der renommierte Zülpicher Architekt Karl-Josef Ernst mit der Idee an ihn herangetreten, gemeinsam das Weiertor wiederaufzubauen.

Der Entwurf von Architekt Karl-Josef Ernst sieht einen an das historische Vorbild angelehnten, aber nicht originalgetreuen Wiederaufbau des Weiertores vor. Die Mitglieder der Hovener Jungkarnevalisten haben diesen Plänen mittlerweile ihre Zustimmung erteilt. Auch bei den Mitgliedern des Rates der Stadt Zülpich, die dem Vorhaben ebenfalls zustimmen müssen, sind diese auf Wohlwollen gestoßen.

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Feierstunde während der Kreistags-Sitzung: Landrat Dr. Joachim Streit wird nach fast 12 Jahren verabschiedet

Bitburg – Am Montag, den 26. April wurde Dr. Joachim Streit im Rahmen der Kreistagssitzung von seiner Tätigkeit als Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm verabschiedet. Unter Berücksichtigung der pandemiebedingten Vorgaben fand eine von Kulturamtsleiter Herbert Fandel moderierte Feierstunde in der Bitburger Stadthalle im Beisein von ADD-Präsident Thomas Linnertz als Vertreter des Landes, den Kreistagsmitgliedern sowie Vertretern der Kreisverwaltung statt.

Dr. Streit wandte sich gerührt mit einem Dankeswort an die Gäste. Foto: Kreisverwaltung Bitburg-Prüm

Das erste Wort ergriff der Kreisbeigeordnete Rudolf Rinnen. Hierauf folgend sprachen die Anwesenden dem scheidenden Landrat in Würdigung seiner besonderen Leistungen für den Eifelkreis ihren ausdrücklichen Dank sowie Glückwünsche für die kommende Aufgabe im Rheinland-pfälzischen Landtag aus.

Thomas Linnertz, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion betonte, wieviel Streit in seiner Zeit als Landrat bewegt hat, vor allem auf den Feldern Breitbandausbau, Konversion und Schulentwicklung. Mit dem Kreisentwicklungskonzept und dem Zukunfts-Check Dorf sei der Eifelkreis sogar zum bundesweiten Vorbild geworden. Nils Leinen, Vorsitzender des Personalrats der Kreisverwaltung, bedankte sich für die Wertschätzung und den Respekt, die der Landrat allen Beschäftigten entgegengebracht hat und für die Verbesserung des Betriebsklimas und des Zusammenhalts innerhalb der Belegschaft.

In seiner Laudatio stellte der Kreisbeigeordnete Rinnen die besonderen Talente des Landrats heraus, zu denen ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit, Enthusiasmus und Einfühlungsvermögen, jedoch ebenso seine als legendär geltende Fröhlichkeit gehören. Überrascht wurde Streit mit der Verleihung des großen Wappentellers – einer Ehrung seiner Verdienste um den Eifelkreis Bitburg-Prüm, die der Kreisausschuss einstimmig beschlossen hatte. Mit einem Geschenk „zur Erinnerung an die schöne Zeit in unserer Mitte“ bedankten sich die Fraktionen und Gruppierungen des Kreistages, die Beigeordneten und der Personalrat, stellvertretend für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung.

Dr. Streit wandte sich gerührt mit einem Dankeswort an die Gäste, an die Mitglieder des Kreistages und an die Mitarbeiter der Verwaltung: „Viel haben wir gemeinsam im Kreistag umgesetzt. Mir ging es nie um kurzfristige Effekte, sondern um langfristige Strategien. So wie wir planen und arbeiten, sollen es die anderen Landkreise in Rheinland-Pfalz auch. Deshalb hat uns das Land im Jahre 2019 zur Transferstelle für Wissensvermittlung in der Kreisentwicklung ernannt. Dies, meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, ist unser gemeinsamer und größter Erfolg. Mir selbst fiel die Umstellung vom Bürgermeister zum Landrat sehr schwer. Geholfen hat mir das ganze Haus. Ich schätze die Kompetenz der Beschäftigten der Kreisverwaltung sehr. Ein großes Lob an die Damen und Herren Geschäftsbereichs- und Amtsleiter sowie Verwaltungsleiter der Zweckverbände. Sie waren meine Prätorianergarde und ich konnte mich immer auf Sie verlassen. Ohne Sie hätte ich nicht Landrat sein können.“

Feierlich umrahmt wurde die Verabschiedung von Musikern der Kreismusikschule in Form virtueller Videoeinspielungen. Für besondere Überraschungsmomente sorgten auf eine Leinwand projizierte Grüße wichtiger Wegbegleiter des Landrates, die in dieser Form dem künftigen Landtagsabgeordneten die besten Wünsche für den weiteren Weg überbrachten.

Ab dem 18. Mai nimmt Dr. Joachim Streit seine neue Aufgabe als Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler Rheinland-Pfalz wahr. In der Übergangsphase bis zur Einführung einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers werden die Amtsgeschäfte durch die gewählten Kreisbeigeordneten geführt. Die Feierstunde wurde vom Offenen Kanal Bitburg aufgezeichnet und wird am kommenden Donnerstag, den 29. April um 19:30 Uhr ausgestrahlt sowie in „Youtube“ veröffentlicht.

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Einmal um die ganze Welt

Kall/Titz – Ein großes Ziel, um die Hilfsgruppe Eifel zu unterstützen, hat sich die Radsportabteilung des in Titz-Müntz ansässigen SV Malefinkbach im benachbarten Kreis Düren gesetzt. Die Pedalritter in dem rührigen Verein sind seit Jahren unterwegs, um krebskranke Kinder zu unterstützen, die aufgrund ihrer oft unheilbaren Krankheiten kein normales Leben mehr leben können. „Radeln für den guten Zweck“ lautet deshalb das Credo des Vereins, der in diesem Jahr entschieden hat, die Hilfsgruppe Eifel mit einer recht ungewöhnlichen Aktion zu unterstützen. „50.000 Kilometer radeln = 2.500 Euro für Kinder in Not“ lautet der Name des im Februar gestarteten Hilfsprojektes.

Die drei Verantwortlichen des Bereiches Radsport/Freizeitsport im SV Malefinkbach sind (von links) Ulrich Goebbels (1. Vorsitzender), Hermann-Josef Moll (Berater und Mann für alles) und Gerd Wintz, der für Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Foto: Wintz/pp/Agentur ProfiPress

Die rund 15 aktiven Radler des Vereins aus dem Norden des Kreises Düren haben es sich zur Aufgabe gemacht, in der Zeit vom 1. Februar bis zum 30. November dieses Jahres bei ihren Radtouren zusammen eine Strecke von mindestens 50.000 Kilometer zu erradeln. Immerhin eine Kilometerleistung, die mehr als einer kompletten Weltumrundung entspricht.

„Wir schaffen das“, ist sich Gerd Wintz, der Öffentlichkeits-Beauftragte der Benefiz-Radler aus dem 570-Seelendorf Titz-Müntz jetzt schon sicher. Und das mit gutem Grund, denn der Verein könne auf die Unterstützung vieler Sponsoren setzen. „Die Gothaer-Versicherung als Hauptsponsor habe bereits einen Betrag von 1000 Euro zugesagt“, so Wintz.

Andere Handwerker und Firmen hätten ebenfalls ihre Unterstützung signalisiert. Das angepeilte Spendenziel von 2500 Euro sei schon jetzt erreicht, teilte Gerd Wintz kürzlich dem Hilfsgruppen-Vorsitzenden Willi Greuel mit: „Wir haben mittlerweile über 4000 Euro Spendenzusagen und peilen jetzt die 5000 Euro an“, so der Vereinssprecher: „Wir sind allen Sponsoren dankbar dafür, dass wir durch deren Unterstützung unser angepeiltes Spenden-Ziel weit übertreffen können.“

Stets für die gute Sache unterwegs

Und auch Ulrich Goebbels, der Vorsitzende des SV Malefinkbach, ist erfreut über den sich schon jetzt abzeichnenden großen Erfolg der Aktion: „Wir sind gesund und können unserem Hobby in der Gruppe nachgehen. Das können krebskranke Kinder oft leider nicht mehr.“ Die Radler wollten nicht nur einfach Spenden einsammeln, sondern auch selbst etwas leisten und den Erlös regionalen aktiven Organisationen zukommen lassen. Deshalb seien die Benefiz-Radler des Vereins stets für die gute Sache unterwegs.

In der Vergangenheit habe der Verein große, überregionale Organisationen unterstützt. Beim jetzigen 50.000 Kilometer-Projekt habe sich der Verein aber entschieden, mit dem Erlös einen lokalen Hilfs-Verein zu unterstützen. „Und wir mussten nicht lange suchen“, so Ulrich Goebbels. Die Arbeit der Hilfsgruppe Eifel habe den Verein direkt überzeugt. Deshalb habe man die Hilfsgruppe als Spendenempfänger ausgewählt. „Eine Initiative, die es verdient hat, unterstützt zu werden. Da fließt jeder Cent direkt in die Hilfe krebskranker Kinder“, so der SV-Vorsitzende.

Willi Greuel ist erfreut und dankbar für die Unterstützung der Radsportler aus dem Nachbarkreis Düren. „Die Aktion sei ein erneuter Beweis für das große Vertrauen, das viele Vereine und Organisationen in die Arbeit der Hilfsgruppe haben“, so deren Vorsitzender. Das Vorhaben der Radfahrer, trotz der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Ausfall vieler geplanten Radsport-Veranstaltungen, eine Strecke von 50.000 Kilometer zu erradeln, sei eine große Leistung, die höchste Anerkennung verdiene.

Seit Februar sind die Mitglieder des SV nun auf Kilometerjagd. Ob in der Freizeit, beim Training oder Meisterschaften, jeder Kilometer zählt. Nachweise der gefahrenen Kilometer sind die offiziellen Ergebnislisten bei Radsport-Events, die Erfassung in gängigen Navigationssystemen oder Nachweise der gefahrenen Kilometer über die Rad-Bordcomputer der einzelnen Radler des SV Malefinkbach. Obwohl einige geplante größere Radsportveranstaltungen wie zum Beispiel Radtouristikfahrten, an denen die Radler des SV teilnehmen, wegen Corona abgesagt worden sind, haben die eifrigen Benefiz-Pedalritter im Februar und März bereits 10.534 Kilometer geschafft und liegen damit weit über dem geplanten Soll.

Vorstandsmitglied Gerd Wintz hofft nun, dass die seit über einem Jahr andauernde Corona-Pandemie langsam abklingt und die zahlreichen geplanten Radsportveranstaltungen endlich wieder stattfinden können. Unter anderem ist auch die Teilnahme des SV Malefinkbach an einer größeren Veranstaltung des RSV Kall am 22. August geplant.

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Präsidenten der Rheinischen Karnevals Kooperationen e.V. zu Besuch im Mayener Rathaus

Mayen – In diesen Tagen erhielt Oberbürgermeister Dirk Meid Besuch des Präsidenten der Rheinischen Karnevals Kooperationen e.V. (RKK) Hans Mayer und deren Vizepräsident Hermann Wagner im städtischen Rathaus.

Bei diesem Zusammentreffen wurde sich über die Entwicklungen von Karneval, angesichts der Corona-Pandemie ausgetauscht. Auch für die Rheinische Karnevals Kooperation e.V. sowie für die Vereine ist die jetzige Zeit eine Belastung, denn in diesem Jahr war es dem Verband und den Vereinen nicht möglich die 5. Jahreszeit so zu feiern wie es sich für das Brauchtum gehört. Keine karnevalistischen Veranstaltungen, keine Treffen der Karnevalsverein somit auch kein Nachwuchs, der an das karnevalistische Treiben herangeführt werden kann.

Jedoch wird weiterhin positiv nach vorne geschaut und schon die nächsten Pläne für die kommende Session geschmiedet.

„Das Wichtigste ist, das wir alle gesund bleiben, dennoch hoffe ich, dass in der nächsten Session karnevalistische Veranstaltungen wieder durchgeführt werden können“ so der Stadtchef. „Solange heißt es aber zusammen halten. Ganz nach dem Motto:  „De Faasenaacht vabind us all, drüm haale ma zesamme off jeden Fall“ so Oberbürgermeister Dirk Meid weiter.

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Tourismus

„Stadt mit Herz“

Mechernich – Vier- bis fünftausend Papierrosen hat Margret Eich, Vorsitzende des Stadtmarketingvereins „Mechernich aktiv“, in den vergangenen Wochen gebastelt. Tatkräftig unterstützt wurde sie dabei von Gerda Kijewski und Irene Sander.

Die Rosen sollen zu 45 bunten Maiherzen verarbeitet werden. 37 sind schon geschafft. In der Nacht zu Samstag, 1. Mai, hängt sie dann der Verein in den Straßen der Kernstadt verteilt auf. Die Herzen sollen allen Bürgern der Stadt Freude im Wonnemonat bringen und sind deshalb nicht zur Mitnahme gedacht.

„In diesen schwierigen Zeiten wollen wir den Leuten zeigen, dass wir als Stadt für sie da sind. Wir tun was wir können und bleiben optimistisch, dass auch wieder bessere Zeiten kommen. Wir sind eine Stadt mit Herz!“, so Eich bei der Präsentation der bereits fertigen, kunterbunten Herzen vor ihrem Laden in der Bahnstraße.

Erst kürzlich hatte eine Feiertagsaktion des Stadtmarketingvereins stattgefunden: Dabei sind 300 Ostertüten mit Geschenken in der City und in den Mitglieds-Einzelhandelsgeschäften und Betrieben verteilt worden. Außerdem waren Weihnachtsbäume geschmückt und Plakatwände dekoriert worden. Somit sind die Mai-Herzen bereits die vierte Aktion des Vereins unter der Geschäftsleitung Petra Himmrichs in diesem Jahr. Mehr befinden sich in Planung.

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Wirtschaft

„Friseure brauchen unsere Solidarität!“ – Testpflicht sorgt für Terminabsagen

Region/Mayen-Koblenz – HwK Koblenz, Kreishandwerkerschaft Mittelrhein und Innungen machen sich stark für Friseurhandwerk in der Corona-Krise. Gerade die Friseur- und Kosmetikbetriebe sind besonders betroffen von den Corona-Einschränkungen. Wochenlange Schließungen mussten verkraftet werden, und auch jetzt gelten Auflagen für höchstmöglichen Gesundheitsschutz und Sicherheit beim Friseurbesuch. Ein Schnelltest zählt dazu. Doch gerade die Pflicht für einen solchen Corona-Test sorgt nun für etliche Terminabsagen.

Größte Sicherheit beim Friseurbesuch: Die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes macht es möglich. Darauf weisen die Friseur-Innungen, Kreishandwerkerschaft (KHS) Mittelrhein und Handwerkskammer (HwK) Koblenz im Sinne aller Betriebe im nördlichen Landesteil hin. Seit Beginn der Pandemie wurden die Hygienekonzepte innerhalb der Salons bereits optimiert. Nun braucht es vor dem Friseurbesuch zusätzlich noch einen negativen Corona-Test. Und der bietet handfeste Vorteile – für den Salonbesucher und das Umfeld.

„Das Verfahren gibt allen noch mehr Sicherheit, denn wir können so zuverlässig ausschließen, dass ein Kunde Coronaviren in den Salon mitgebracht hat“, schildert Gabi Berkler, kommissarische Obermeisterin der Innung Mittelrhein. Einem sorglosen Friseurbesuch stünde somit nichts mehr im Wege.

Eigentlich eine gute Sache, sollte man meinen. Und doch wundern sich derzeit viele Saloninhaber über mehr und mehr Terminabsagen, die sie seit Inkrafttreten des neuen Infektionsschutzgesetzes erreichen.

„Offenbar ist mancher Kunde nicht bereit, den Corona-Test zu machen“, muss KHS-Hauptgeschäftsführer Helmut Weiler feststellen. Er und sein Team sorgen sich um „ihre“ Friseure. „Dabei gäbe es doch viele gute Gründe, hier mitzuziehen, zumal sich jede Bürgerin und jeder Bürger in Rheinland-Pfalz einmal pro Woche kostenlos testen lassen kann.“ Wem der Weg zur nächsten Teststelle zu weit ist, kann sich bei vielen Friseuren auch vor der Salontür testen lassen. Dies wird gegen einen geringen Aufpreis in Rechnung gestellt.

Mit negativem Corona-Test zu erscheinen, bedeute Rücksichtnahme gegenüber den anderen und mehr Sicherheit für sich selbst. Mit einer vor dem Friseurbesuch ausgestellten Bescheinigung, die 24 Stunden Gültigkeit hat, ließen sich im Anschluss noch weitere Erledigungen verbinden, die ebenfalls eine Testvorlage erfordern. Vor allem aber: „Gerade jetzt kann der Kunde Solidarität zeigen mit dem Friseur seines Vertrauens.“

Helmut Weiler ist der Überzeugung: „Wir freuen uns ja alle, dass Friseurbesuche noch möglich sind. Da sollten wir unsere Handwerksunternehmer nicht hängen lassen.“

Denn viele Friseure haben schwer zu kämpfen. Sie gehören eindeutig zu den Verlierern der Pandemie. Nach dem zweiten Lockdown standen zahlreiche Saloninhaber kurz vor dem Aus. Förderinstrumente wie Sofort- und Überbrückungshilfe kamen nicht zeitnah zur Auszahlung und es fehlte an Unterstützung der Unternehmer selbst. Anders als zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg mussten die Betriebsinhaber hierzulande auf den „fiktiven Unternehmerlohn“ verzichten. Auch nach der Öffnung ging es nicht mehr volle Kraft voraus: Nur noch jeder zweite Platz darf besetzt werden. Wegen der zusätzlichen Hygienemaßnahmen braucht es für jeden Kunden fünf bis zehn Minuten mehr Zeit. Dazu kommen die Kosten für die Maßnahmen.

„Wir unterstützen den Aufruf, den Friseuren, deren Arbeit lange Zeit so schwer vermisst wurde, jetzt unter die Arme zu greifen“, betonen auch HwK-Präsident Kurt Krautscheid und Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich. Bei der HwK Koblenz sind 1.768 Betriebe für das Friseurhandwerk eingetragen, in denen fast 380 Lehrlinge ausgebildet werden.

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Das Gesundheits-Ministerium von NRW kündigt verschärfte Regelungen für Euskirchen und Düren an

Region/Düsseldorf – Das Gesundheitsministerium von Nordrhein-Westfalen kündigt verschärfte Regelungen der bundesweiten Corona-Notbremse für weitere kreisfreie Städte und Kreise, u.a. für Euskirchen und Düren, ab Dienstag und Mittwoch an. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Nach Auswertung der am 26. April 2021 vom Robert-Koch-Institut bereitgestellten Daten zu den kommunalen Inzidenzwerten kündigt das Gesundheitsministerium an, dass die verschärften Regelungen ab Dienstag bzw. Mittwoch für weitere Kreise und kreisfreie Städte gelten werden.

  • Bei den Regelungen der Bundes-Notbremse bei Überschreiten des Grenzwertes von 100 gibt es keine Veränderungen. Die Notbremse gilt weiterhin in allen Kreisen/kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen außer in der Stadt Münster und den Kreisen Coesfeld und Höxter.
  • Ab Dienstag, 27. April 2021, 00.00 Uhr, gilt die Untersagung des Einkaufs mit Terminvereinbarung bei Inzidenzen über 150 zusätzlich im Kreis Wesel und im Kreis Euskirchen und wie bereits am Sonntag angekündigt gilt dies ab Dienstag auch für die Stadt Oberhausen und den Kreis Heinsberg.
    Ab Mittwoch, 28. April 2021, 00.00 Uhr, gilt die Untersagung des Einkaufs mit Terminvereinbarung bei Inzidenzen über 150 zusätzlich im Kreis Paderborn und dem Kreis Steinfurt.
  • Ab Dienstag, 27. April 2021, 00.00 Uhr, gelten die strengeren Regelungen für Bildungsangebote (Schule, Kinderbetreuung, Hochschule) für 7-Tage-Inzidenzen über 165 in der Stadt Bielefeld und im Kreis Herford. Ab Mittwoch, 28. April 2021 00.00 Uhr, gelten die strengeren Regelungen für Bildungsangebote (Schule, Kinderbetreuung, Hochschule) für 7-Tage-Inzidenzen über 165 auch im Kreis Düren, im Kreis Steinfurt, in der Stadt Essen und in der Stadt Oberhausen.
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Wirtschaft

Erntehelfer für Deutschland – Präsident Horper: „Verlängerung der Zeitgrenzen ist sinnvoll!“

Region/Mayen-Koblenz – Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, hält die Aussagen des DGB-Vorsitzenden, Dietmar Muscheid, zur Einführung einer Sozialversicherungspflicht für Saisonarbeitskräfte für wirklichkeitsfremd: „Es macht keinen Sinn, Saisonarbeitskräfte für Sozialversicherungen zahlen zu lassen, die sie nie in Anspruch nehmen werden. Die allermeisten  Saisonarbeitskräfte werden durch den Arbeitgeber über eine private Krankenversicherung abgesichert. Renten- oder Arbeitslosenversicherungen reduzieren die Einkommen der nur wenige Monate in Deutschland tätigen Arbeitskräfte, erhöhen die Kosten der landwirtschaftlichen Familienbetriebe und können von den Saisonarbeitskräften mangels Erfüllung der Wartezeiten nur in den seltensten Fällen in Anspruch genommen werden. Für die Saisonarbeitskräfte ist es außerdem viel attraktiver, wenn ihr Nettolohn nicht durch den Arbeitnehmeranteil reduziert wird“.

Horper begrüßte nochmals, dass die Bundesregierung die sozialversicherungsfreie Tätigkeit von Erntehelfern von 70 auf 102 Tage hochgesetzt habe, weil dadurch ein häufigerer Personalwechsel verhindert werden könne, was den Gefahren der Corona-Pandemie entgegenwirke. Die bisherigen Kontrollen hätten kaum zu Beanstandungen geführt. Deshalb schade es auch niemandem, diese Ausnahmegenehmigung über den 31. Oktober hinaus bis in den Dezember zu verlängern. Horper forderte den deutschen Gewerkschaftsbund Rheinland-Pfalz auf, sich mit den Konsequenzen seiner Forderungen auseinanderzusetzen. Erntehelfer wollten in Deutschland arbeiten, Geld verdienen, möglichst wenig Abgaben zahlen und die Einkommen für ein besseres Leben in ihren Herkunftsländern nutzen. Sozialfeindliche Forderungen des DGB sorgten hingegen nur für Kopfschütteln, so der Präsident.

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Qualitäts-Nachweis für weitere 3 Jahre erbracht – Wanderather Traumpfad

Mayen/Vordereifel – Erfolgreiche Nachzertifizierung der Vordereifler Traumpfade. In der Verbandsgemeinde Vordereifel konnten nun alle sechs Traumpfade der ersten Umsetzungsphase, nach erfolgreicher Prüfung durch das Deutsche Wanderinstitut e.V., erneut für drei Jahre als „Premium-Wanderwege“ ausgezeichnet werden.

Die Traumpfade Virne-Burgweg, Wacholderweg, Booser Doppelmaartour, Wanderather, Vulkanpfad und Bergheidenweg schafften es hierbei ihre Erlebnispunkte, welche zur Zertifizierung notwendig sind, zu halten und zum Teil sogar noch zu steigern.

Der umfangreiche Kriterienkatalog zur Ermittlung der Erlebnispunkte umfasst unter anderem, das Wegeformat – also ob der Wanderer auf naturbelassenen Wege oder Asphalt unterwegs ist – das Naturerlebnis im Wandergebiet sowie natürlich das Wanderleitsystem, welches bei den Traumpfaden schlicht unverlaufbar sein muss.

Im Zuge der erfolgreichen Nachzertifizierung lobten daher auch der Deutsche Wanderverband und die Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET) als Initiatorin der Wege ausdrücklich, dass Dank der regelmäßigen Begehungen und Pflege der Wege durch die örtlichen Wegepaten und die Unterstützung der zuständigen Ortsgemeinden dieses herausragende Niveau nun schon so lange gehalten und auch noch verbessert werden konnte.

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IT-Service für Astrid-Lindgren-Schule Schleiden übernommen

Schleiden – Anfang März wurde der IT-Service-Vertrag zwischen dem Förderschulzweckverband der Astrid-Lindgren-Schule und der Stadt Schleiden durch Verbandsvorsteher Rudolf Westerburg und Bürgermeister Ingo Pfennings unterzeichnet: Damit übernimmt die Stadt Schleiden den IT-Service für die Astrid-Lindgren-Schule.

Das fünfköpfige Team um IT-Leiter Sascha Zündorf ist künftig für die Störungsbearbeitung aller Komponenten im IT-Umfeld der Astrid-Lindgren-Schule zuständig. Weiterhin gehören Projektleistungen im Rahmen des „DigitalPakt Schule“, das Sofortausstattungsprogramm für Schülerendgeräte und dienstliche Endgeräte für Lehrkräfte sowie alle anderen Projekte, die die IT-Ausstattung der Schule betreffen, zu den Serviceleistungen. Auch den Betrieb der gesamten IT-Infrastruktur, zu der neben dem Netzwerk auch die digitalen Tafelsysteme und Endgeräte gehören, übernimmt der IT-Service der Stadt Schleiden.

„Wir freuen uns auf eine gute und kooperative Zusammenarbeit“, so Zündorf, für dessen Team die Umsetzung des „DigitalPakt Schule“ für alle Städtischen Schulen ebenfalls eine große Herausforderung ist: „Der DigitalPakt ist für den IT-Service der Stadt Schleiden ein beispielloses Projekt, wir haben bisher noch keine vergleichbaren Aufgaben mit derartigem Ausmaß durchführen dürfen. Umso mehr freuen wir uns auf die Umsetzung in den nächsten Jahren.“

Bereits in der Planung zum „DigitalPakt Schule“ wurde die Schulleitung der Astrid-Lindgren-Schule aktiv in den Prozess eingebunden. Dieser ermöglicht deutschlandweit eine deutliche Stärkung für digital gestütztes Lernen. Die Schließungen der Schulen und der eingeschränkte Schulbetrieb infolge der COVID-19-Pandemie haben sowohl Schulen als auch Schulträger vor enorme Herausforderungen gestellt. Zugleich wurde deutlich, welche zusätzlichen Anforderungen an die Administration entstehen. Der Bund unterstützt diese Administrationsaufgaben mit der Bereitstellung zusätzlicher Fördermittel, die der Sonderschulzweckverband durch den Abschluss des IT-Servicevertrags nun beantragen kann.

Der Servicevertrag wurde zunächst für vier Jahre geschlossen.

„Die Verbindung von Bildung und Digitalisierung wird in den nächsten Jahren weiter wachsen; die hierfür notwendige digitale Infrastruktur und ihre Funktionalität bilden die Basis für eine erfolgreiche digitale Schulbildung, die die Stadt Schleiden auf Basis des Servicevertrages künftig sicherstellt. Über das Vertrauen des Sonderschulzweckverbandes, der Stadt Schleiden diese bedeutende Aufgabe zu übertragen, habe ich mich daher sehr gefreut“, sagt Marcel Wolter, Erster Beigeordneter der Stadt Schleiden.

„In Zukunft werden sich betriebliche Abläufe durch eine weiter fortschreitende Digitalisierung stetig verändern“, so Verbandsvorsteher Rudolf Westerburg, für den die Digitalisierung an Schulen aus diesem Grund eine hohe Priorität hat. Deswegen sei es umso wichtiger, die Schüler*innen durch das digitale Lernen fit für die Zukunft zu machen, indem die modernen Lernprozesse im pädagogischen Konzept der Schule umgesetzt werden. Dabei sei jedoch eine reibungslos funktionierende IT-Infrastruktur unerlässlich: „Ich freue mich, dass das IT-Team der Stadt Schleiden als verlässlicher Partner die Astrid-Lindgren-Schule künftig in diesen technischen Belangen unterstützt“, ergänzt Westerburg.