Kategorien
News

Masken für den guten Zweck

Mechernich/Kall – Die Hilfsgruppe Eifel hat einen Spendenbetrag über 1140 Euro durch die „pro medik concept“ aus Mechernich erhalten. Nicht möglich gewesen wäre dies ohne Resi Sistig aus Keldenich. Die damalige Neurentnerin war im Frühjahr vergangenen Jahres gerade mal zwei Monate im Ruhestand, als die Corona-Pandemie auch die Eifel erreichte. Und weil das Nähen seit jeher ein Hobby von Sistig ist, nähte sie monatelang Masken für den guten Zweck. Die bunten Mundschutze wurden Patienten der Einrichtung gegen eine Spende zugunsten der Hilfsgruppe angeboten. Jetzt übergaben Sistig und der Geschäftsführer von „pro medik concept“, Dieter Pauwels, am Mechernicher Kreiskrankenhaus den Spendenbetrag an Paul Schneider von der „Hilfsgruppe Eifel“.

Über Monate hinweg nähte Resi Sistig bunte Mund-Nasenmasken, die gegen Spenden zugunsten der Hilfsgruppe an Patienten der Mechernicher Therapie-Einrichtung „pro medik concept“ abgegeben wurden. Foto: Verena Müller/pp/Agentur ProfiPress

Die Anfänge

Bei der Übergabe berichtete Sistig vom Entstehen der Idee, viele Masken für den guten Zweck zu nähen, nachdem das Virus nach Karneval 2020 bekannter und auch in der Eifel zur ernsten Gefahr für die Gesundheit der Menschen geworden war. „Medizinische OP-, FFP2- und FFP3-Masken waren zu diesem Zeitpunkt ziemlich rar und deshalb den Gesundheitsdiensten vorbehalten“, so Sistig. Dies habe dazu geführt, dass das Tragen von waschbaren Stoffmasken empfohlen worden sei. Doch der Handel sei auf die große Nachfrage nach solchen Stoffmasken nicht eingestellt gewesen, sodass viele Menschen begonnen hätten, Masken selbst zu nähen.

„Die Maskenpflicht war für mich Mitte März dann auch der Auslöser zum Selbernähen von Stoffmasken, zunächst mit noch vorhandenen Baumwollstoffen doppellagig, nach der Mustergröße der medizinischen OP-Maske, bei 60 Grad waschbar und durch Bügeln geglättet und quasi sterilisiert“, blickte Sistig auf die schwierige Situation im Frühjahr vergangenen Jahres zurück. Bandgummi sei in diesen Monaten sehr gefragt und schwer zu bekommende Mangelware gewesen. Zunächst seien Familie, Freunde und Bekannte mit dem begehrten Mund-Nasen-Schutz versorgt worden.

Der gute Zweck kam nicht zu kurz

Als langjährige und zufriedene Patientin der im Mechernicher Kreiskrankenhaus ansässigen Therapieeinrichtung „pro medik concept“ habe sie schließlich auch die Therapeuten und das Verwaltungsteam der Einrichtung als Dankeschön für den Einsatz in der schwierigen Situation mit einer bunten Maskenauswahl ausgestattet. Sistig: „Auf Patientennachfrage entstand dann die Idee, Stoffmasken anzubieten und den Erlös an die Hilfsgruppe Eifel zu spenden.“ Geschäftsführer Dieter Pauwels habe sich spontan bereit erklärt, die Beschaffung des nötigen Stoffs zu unterstützen. „Dieser Idee bin ich gerne gefolgt und habe mich gefreut, helfen zu dürfen und zu können. Denn, so wusste schon Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, erklärte Sistig ihre Nähtätigkeit zugunsten der Hilfsgruppe Eifel.

Bei anhaltender Pandemie und daraus resultierenden gesetzmäßigen Hygienevorschriften und Verhaltensregeln für die Bevölkerung und Einrichtungen, seien kontinuierlich saisonal bunte und unifarbene Baumwollstoffe zugekauft worden. Anfertigungen erfolgten in verschiedenen Größen für Erwachsene und Kinder mit verstellbaren Gummis. Zur Weihnachtszeit habe sie Masken mit Winter-, Advents- und Weihnachtsmustern genäht.

Die Masken hätten in der Therapieeinrichtung viele dankbare Abnehmer gefunden, sodass der Spendenbetrag für die Hilfsgruppe stetig anwuchs. „Zum Jahresende 2020 wurde dann das Tragen von FFP2-Masken oder von medizinischen (OP-)Masken verpflichtend, sodass die nützlichen Stoffmasken, die sehr viele Menschen vor einer Ansteckung geschützt haben, zurzeit nicht mehr gefragt sind“, begründete Sistig das Ende der Aktion, die den stattlichen Spendenbetrag von 1140 Euro erbracht hat. Bei der Übergabe der Spende bedankte sich Paul Schneider im Namen der Hilfsgruppe bei Sistig und Pauwels für die Aktion, die viele Menschen vor dem Virus geschützt und ihre Arbeit unterstützt habe.

Zu „pro medik concept“:

Die „pro medik concept GmbH & Co. KG“ ist unter anderem als ambulante Therapieeinrichtung im Kreiskrankenhaus in Mechernich ansässig. Die Einrichtung bietet jegliche Formen der Physiotherapie, Massagen, medizinische Trainingstherapie sowie verschiedenste Präventionskurse an. Auch zählen die Kinder-Physiotherapie sowie die Physiotherapie bei Kiefergelenksbeschwerden zu den Schwerpunkten.

www.promedik.de

www.hilfsgruppe-eifel.de

Kategorien
News

Vitamin D – was leistet das Sonnenhormon für Knochen und Gelenke? – Online Vortrag am 20. Mai

Region/Mayen-Koblenz – Chefarzt Prof. Dr. Kurth informiert am Donnerstag, 20. Mai, auch über die Folgen des Mangels. Vitamin D stärkt die Knochen und hat Einfluss auf die Muskelkraft, den Knochen und auf Infektionen. Das Besondere an dem Vitamin: Der Körper kann es mit Hilfe von Sonnenlicht selbst herstellen. Leider haben wir als Nordeuropäer eine chronische Unterversorgung mit Vitamin D. Welche Folgen kann das haben und welche Personengruppen sind von Vitamin-D-Mangel besonders gefährdet? Diese und andere Fragen beantwortet Prof. Dr. Andreas Kurth, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im Kemperhof in Koblenz, am Donnerstag, 20. Mai. Interessierte können zwischen 17 und 18 Uhr am Online-Vortrag teilnehmen und im Anschluss ihre Fragen an den Experten stellen.

Der Online-Vortrag ist ein Angebot des GK-Mittelrhein, um auch in Zeiten der Corona bedingten Kontaktbeschränkungen in gewohnt kompetenter Weise mit Patienten und Interessierten in den Austausch zu gehen. Abgedeckt werden ausgewählte Themen der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Wie kann man mitmachen? Sie können sich ganz einfach anmelden. Hierfür schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Thema des Vortrags im Betreff an veranstaltungen@gk.de. Für die Teilnahme benötigen Sie ein internetfähiges Endgerät mit Lautsprecher (PC, Laptop, Tablet, Handy) Über alles weitere informieren wir Sie dann rechtzeitig vor der Veranstaltung persönlich.

Kategorien
News

Digitaler ISB-Beratungstag am 20. Mai 2021

Region/Mainz – Kostenlose Beratung zu den Wohnraum-Förderprogrammen des Landes. Am 20. Mai 2021 informiert die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) im Rahmen ihres monatlich stattfindenden Beratungstages Wohnraumförderung umfassend und kostenfrei zu ihren Programmen rund um den Bau, den Kauf und die Modernisierung von Wohnraum, die mit attraktiven Konditionen und Tilgungszuschüssen ausgestattet sind. Auch, wer eine Bewohnergenossenschaft gründen oder daran Anteile erwerben möchte, sich für Bauprojekte in Orts- und Stadtkernen oder für Maßnahmen für Wohngruppen und Wohngemeinschaften interessiert, kann sich zu Fördermöglichkeiten und Antragstellung beraten lassen – unabhängig davon, ob er die Immobilie selbst nutzt oder vermietet.

Um eine optimale individuelle Beratung zu gewährleisten, sollten möglichst Unterlagen zum Vorhaben, wie beispielsweise Baupläne oder Kostenschätzungen, mitgebracht oder bereits vorab eingereicht werden.

Aufgrund der derzeitigen Lage findet der Beratungstag per Video oder per Telefon statt. Eine Anmeldung unter der Telefonnummer 06131 6172-1991 oder der E-Mailadresse wohnraum@isb.rlp.de ist in jedem Fall erforderlich. Weitere Informationen zum Beratungstag und zum Förderangebot der ISB gibt es online auf www.isb.rlp.de.

Kategorien
Tourismus

„Frau Müllers Ferienwohnung auf dem Elzerhof“ mit 4 Sternen ausgezeichnet

Mendig – Für Urlaubsgäste wirken Sterne magisch. Sie ziehen sie förmlich an. Denn in der schönsten Zeit des Jahres wollen Gäste wissen, was sie erwartet und legen daher immer mehr Wert auf Qualität und ein stimmiges Preis-Leistungsverhältnis. Daher vergibt die Vulkanregion Laacher See nach den bundesweiten Standards des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV) Sterne für die Qualität privater Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Privatzimmer. Die top klassifizierte Ferienwohnung in Mendig wurde mit verdienten vier Sternen ausgezeichnet. Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, Jörg Lempertz und Bürgermeister der Stadt Mendig, Hans Peter Ammel, überreichten persönlich die Klassifizierungsurkunde mit passendem Schild an die Eigentümerin Tina Müller.

Die Ferienwohnung lässt das Herz von jedem Pferdebesitzer höher schlagen. Reitplatz sowie extra Gastboxen stehen den Pferdebesitzern zur Verfügung und für Kinder gibt es ein tolles Programm. Die Unterkunft bietet mit einer Größe von 84 m² Platz für zwei Personen. Sie verfügt über ein Schlafzimmer, ein gemütliches Wohnzimmer mit einem Flachbild-TV, eine komplett ausgestatte Küche mit einem Geschirrspüler und einem Kühlschrank und ein Badezimmer mit Dusche. Eine großzügige Terrasse mit Gartenmöbeln und Grill, einen befestigten Privatparkplatz, kostenfreies WLAN und eine Waschmaschine zur alleinigen Nutzung runden das umfangreiche Serviceangebot der Ferienwohnung ab.

„Ich finde es toll, dass wir in Mendig eine so schöne Ferienwohnung haben, die sich an einem Reitplatz befindet. Hier fühlt sich wirklich jeder Pferdebesitzer willkommen“, betont Bürgermeister Lempertz. Auch Bürgermeister Ammel bestätigt dies und ist stolz darauf, den Urlaubern immer mehr top klassifizierte Unterkünfte anbieten zu dürfen.

Die DTV geschulten Prüfer vergeben je nach Ausstattung ein bis fünf Sterne für die Unterkünfte. Dabei werden die Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Privatzimmer anhand eines rund 180 Merkmale umfassenden Kriterienkatalog bewertet. Neben der Erfüllung von Mindeststandards, wie z.B. der Infrastruktur des Objektes, den Räumlichkeiten sowie der Qualität der Ausstattung werden Zusatzleistungen wie Spülmaschine, Sauna und Serviceangebote wie z.B. persönliche Gästebetreuung, Fahrradverleih oder Brötchenservice in die Bewertung einbezogen.

Die Klassifizierungskriterien werden durch ein Expertengremium, bestehend aus Prüfern und Lizenznehmern alle drei Jahre überarbeitet. Die konsequente Ausrichtung der Bewertungskriterien an den Gästeerwartungen spielt dabei eine elementare Rolle. Denn solch eine Ausrichtung entscheidet letztendlich über den Erfolg des Klassifizierungssystems.

Die Vermieter erhalten mit der DTV-Klassifizierung eine unabhängige und objektive Bewertung und können drei Jahre lang mit den erhaltenen Sternen werben. Die große bundesweite Resonanz zeigt, dass die DTV-Sterne für private Ferienunterkünfte bei den Vermietern gefragt sind. Ebenso sind sie aber auch im Bewusstsein der Gäste als verlässliche Orientierungshilfe für Ausstattungsqualität fest verankert.

Kategorien
Top-Themen

Sicher unterwegs mit Bus und Bahn in Pandemie-Zeiten

Region/Düsseldorf – Charité-Studie belegt: Kein erhöhtes Corona-Risiko für Pendlerinnen und Pendler im ÖPNV. Das Ministerium für Verkehr NRW teilt mit: Wer regelmäßig mit Bus und Bahn fährt und dabei die Corona-Regeln einhält, wie das konsequente Tragen einer FFP2-Maske, hat kein höheres Risiko sich mit dem Corona-Virus zu infizieren, als Pendlerinnen und Pendler, die mit Rad, Auto oder Motorrad unterwegs sind. Das ist das Ergebnis einer in dieser Form einzigartigen Studie der Charité Research Organisation (CRO). Das Forschungsinstitut hat im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen und anderer Bundesländer sowie des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) das konkrete Ansteckungsrisiko mit Sars-CoV-2 von Fahrgästen untersucht und verglichen.

Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Gute Nachrichten für alle Pendlerinnen und Pendler, die auch in der Pandemie auf Bus und Bahn angewiesen sind. Die Studie der Charité belegt, dass der ÖPNV ein sicheres und zuverlässiges Mobilitätsangebot ist, wenn sich alle an die Regeln halten und ihre FFP2-Maske tragen. Trotz sinkender Fahrgastzahlen während der Pandemie haben wir die Taktung im ÖPNV beibehalten, damit möglichst großer Abstand eingehalten werden kann. Das alles trägt dazu bei, dass Pendlerinnen und Pendler in Bus und Bahn in Nordrhein-Westfalen sicher unterwegs sind.“

Für die unabhängige epidemiologische Studie hat die Research Organisation der Berliner Charité seit Februar 2021 über einen Zeitraum von fünf Wochen insgesamt 681 freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 16 bis 65 Jahren im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) begleitet. Die Infektionsgefahr sollte in der Realsituation und nicht im Labor getestet werden. Die Probanden sind für einen Zeitraum von vier Wochen werktags entweder mit dem ÖPNV oder mit dem Individualverkehr (Auto / Fahrrad) zur Arbeit, Schule oder Ausbildung gependelt.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zu Beginn und am Ende der Studie durch PCR-Testung (akute Infektion) oder Antikörpertestung (überstandene Infektion) medizinisch untersucht worden. Sie führten ein digitales Tagebuch, in dem neben dem konkreten Mobilitätsverhalten auch Kontakte, Erkältungssymptome oder die Einhaltung von Hygieneregeln im ÖPNV festgehalten wurden.

Die CRO hat in ihrer Studie keinen Unterschied im Hinblick auf ein mögliches erhöhtes Infektionsrisiko bei der ÖPNV-Nutzung im Vergleich mit dem Individualverkehr festgestellt. Die regelmäßige Nutzung von Bussen und Bahnen führte laut Studie nicht zu einer höheren Ansteckungsgefahr. Auch im Vergleich verschiedener ÖPNV-Verkehrsmittel (Busse, Straßenbahnen oder U- und S-Bahnen) wurden keine Unterschiede festgestellt. Die zum Zeitpunkt der Untersuchung gültigen Schutzmaßnahmen, also die FFP2-Maskenpflicht, ausreichende Abstände und gute Durchlüftung der Fahrzeuge im ÖPNV waren auf Basis der Studienergebnisse wirksam.

Neben Nordrhein-Westfalen haben auch die Länder Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland und der VDV die Studie finanziert.

Nähere Informationen zur Studie unter: https://www.besserweiter.de

Kategorien
News

Ausgezeichnetes internes Gesundheits-Management bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland

Region/Eisenberg – Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse erhielt aus den Händen von Tobias Belz, Koordinator des Präventionsfeldes Gesundheit mit System bei der gesetzlichen Unfallversicherung VBG in Mainz, eine besondere Auszeichnung für ihr gelungenes und wirksames internes betriebliches Gesundheitsmanagement. Die VBG prüfte die Angaben der Gesundheitskasse und konnte nun die gute Nachricht übermitteln, dass aus Sicht des Unfallversicherungsträgers bei der AOK ein strukturiertes Gesundheitsmanagementsystem erfolgreich umgesetzt und mit dem bestehenden Arbeitsschutz verzahnt wurde.

Glücklich nahm die AOK-Vorstandsvorsitzende, Dr. Martina Niemeyer, die für drei Jahre  gültige Bescheinigung in Empfang: „Wir bieten unseren externen Kundinnen und Kunden erstklassigen Service in Sachen Prävention sowie Gesundheitsförderung und legen die gleiche Messlatte natürlich auch bei den Angeboten für unsere eigenen Mitarbeitenden an. Es freut mich, wenn die unabhängigen Expertinnen und Experten der VBG bescheinigen, dass unsere Herangehensweise und eingeleiteten Maßnahmen den geforderten Qualitätsaspekten entsprechen“, so Niemeyer.

„Die durchdachte Herangehensweise der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland konnte schnell überzeugen. Insgesamt ein stimmiges Gesamtkonzept, welches wir gerne zur Nachahmung empfehlen“, würdigte Tobias Belz, Koordinator des Präventionsfeldes Gesundheit mit System bei der VBG in Mainz, das Engagement der AOK.

Bei aller Freude machte Dr. Niemeyer zugleich deutlich, dass sie diese Auszeichnung als Motivation für die Zukunft sieht. „Wir werden uns auf dieser Auszeichnung nicht ausruhen, sondern weiter daran arbeiten, unser internes betriebliches Gesundheitsmanagement Stück für Stück weiter zu entwickeln und auszubauen“, erklärt die AOK-Vorstandsvorsitzende.

Kategorien
News

Zülpichs Bürgermeister Ulf Hürtgen im Präsidium des Städte- und Gemeindebundes NRW

Zülpich – Der Bürgermeister der Stadt Zülpich, Ulf Hürtgen, ist wieder als stellvertretendes Mitglied in das Präsidium des Städte- und Gemeindebundes NRW und in den Ausschuss für Städtebau, Bauwesen und Landesplanung gewählt worden. „Die Kommunen gewinnen in Nordrhein-Westfalen stetig an Bedeutung.

Umso wichtiger ist es, Verantwortung zu übernehmen und die Interessen und politischen Standpunkte der kleineren und mittleren Städte, wie Zülpich, gegenüber der Landesregierung zu vertreten“, sagt Hürtgen.

Der Städte- und Gemeindebund NRW ist der Verband der 396 Kommunen des Landes Nordrhein-Westfalen und setzt sich dafür ein, dass die Anliegen der Städte und Gemeinden bei der Gesetzgebung in NRW berücksichtigt werden. Dies betrifft alle Bereiche der Kommunalpolitik, zum Beispiel Sozialpolitik, Wirtschafts- und Verkehrspolitik, Umweltpolitik, Finanzpolitik sowie Schul- und Kulturpolitik.

Kategorien
News

Kreis Ahrweiler knackt 40-Prozent-Schwelle bei Erstimpfungen

Ahrweiler – Vakzin von Johnson & Johnson wird erstmals eingesetzt.
Seit dem Start der Impfkampagne vor 132 Tagen sind mehr als 71.000 Corona-Schutzimpfungen (51.979 Erst- sowie 19.103 Zweitimpfungen) im Kreis Ahrweiler durchgeführt worden. Mit einer Erstimpfquote von 40 Prozent liegt der Kreis somit weiterhin über dem Landesdurchschnitt von 35,3 Prozent sowie dem Bundesdurchschnitt von 37 Prozent. Die Quote der Zweitimpfungen beträgt im Kreis 14,7 Prozent und liegt damit ebenfalls deutlich über der des Landes (12,9 Prozent) und des Bundes (11,2 Prozent).

Der Großteil der Impfungen erfolgte im Landesimpfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf (66 Prozent), 22 Prozent wurden durch die niedergelassenen Hausärzte und zwölf Prozent durch die mobilen Impfteams des DRK durchgeführt. Außerdem erfolgen Impfungen in den Akutkrankenhäusern und (Fach-)Kliniken.

Bislang wurden im Impfzentrum drei von vier zugelassenen Impfstoffen verimpft – BioNTech/Pfizer (rund 78 Prozent), AstraZeneca (rund 19 Prozent) und Moderna (rund drei Prozent). Als weiterer Impfstoff wird ab Mitte der kommenden Woche erstmals das Vakzin von Johnson & Johnson zum Einsatz kommen.

Aktuell können sich alle Impfberechtigten der Prio-Gruppen 1 bis 3 für einen Impftermin über die zentrale Terminvergabestelle des Landes (https://impftermin.rlp.de) registrieren. Für Impfungen mit AstraZeneca über den Hausarzt wurde die Priorisierung für Menschen über 18 Jahre aufgehoben.

Kategorien
Top-Themen

LSB-Bestands-Erhebung: Großvereine leiden besonders unter Corona

Region/Mainz – Dass das Corona-Jahr 2020 gravierende Spuren bei den rheinland-pfälzischen Vereinen sowie den Fachverbänden hinterlassen würde, war klar. Die aktuelle Bestandserhebung des Landessportbundes unterfüttert dies nun mit Zahlen, Daten und Fakten. Genau 1.344.127 Mitgliedschaften meldeten die 5.931 Mitgliedsvereine ihrem Dachverband. Dies sind genau 54.093 Vereinsmitgliedschaften weniger als ein Jahr zuvor und entspricht einem historischen Rückgang von 3,87 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Prozentwert entspricht ziemlich exakt auch dem nationalen Vergleich – der DOSB spricht von rund einer Millionen weniger Vereinsmitgliedschaften.

In der Bestandserhebung sind alle Vereinsmitgliedschaften zum Stichtag 1. Januar 2021 erfasst. Die Zahl der Sportvereine im Land ging um 51 Vereine zurück. 5.931 Vereine bedeuten den niedrigsten Wert seit 1992. Auch der Organisationsgrad, also der Anteil der Rheinland-Pfälzer*innen, die als Mitglied in einem Sportverein registriert sind, ist coronabedingt mit 39,79 Prozent um einen guten halben Prozentpunkt gesunken. „Der organisierte Sport bleibt in Rheinland-Pfalz eine unverzichtbare gesellschaftliche Kraft, hat aber die Corona-Auswirkungen – wenig überraschend – deutlich zu spüren bekommen“, kommentiert LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick. „Mit Blick darauf, dass der Vereinssport in den vergangenen Monaten über lange Zeit nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich war, danken wir einer überwältigenden Mehrheit der Sporttreibenden, dass sie ihren Vereinen treu geblieben sind.“ Laut Bärnwick handelt es sich beim Sport nach wie vor um die größte und mitgliederstärkste Bürgerbewegung im Land. Dies sei ein Verdienst aller Personen, die sich in der Regel ehrenamtlich und nicht selten mit jeder Menge Herzblut als Trainer*innen, Übungsleiter*innen, Coach, Betreuer*innen, Abteilungsleiter*innen oder Vorstandsmitglieder in den Vereinen und Verbänden einbringen und so Jahr für Jahr unzählige Stunden in ihr Hobby investieren. Zahlreiche Sportvereine haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt und während der Pandemie mit alternativen Konzepten ihre kreative Ader unter Beweis gestellt. Online-Übungsstunden oder -Seminare sind vielerorts selbstverständlich geworden, diverse Vereine haben nicht zuletzt dank maßgeschneiderter digitaler Tools schon mindestens eine Jahreshauptversammlung online abgehalten.

Entwicklung könnte sich noch verschärfen

Nicht zuletzt aufgrund der komplett weggefallenen Neuanmeldungen in den Vereinen – etwa für Kursangebote – ist allerdings die Gesamtzahl so tief wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. 1992 hatten die Statistiker 1,337 Millionen Mitglieder im organisierten Sport in RLP ermittelt. „Angesichts der fortgesetzten Einschränkungen könnte es sein, dass sich diese Entwicklung im zweiten Quartal 2021 noch weiter verschärfen wird“, konstatiert auch Monika Sauer, Präsidentin des weiterhin mitgliederstärksten Sportbund Rheinland. Und auch der Präsident des Sportbundes Rheinhessen, Klaus Kuhn, hat nach eigener Aussage „keine große Hoffnung“ auf eine Besserung noch in diesem Jahr – im Gegenteil: „Je länger die Menschen keinen organisierten Sport treiben dürfen, desto mehr Verluste müssen wir verkraften.“

„Problematisch“, so LSB-Hauptgeschäftsführer Christof Palm, „ist dabei, dass die Mitgliederrückgänge die finanzielle Basis des Vereinssports teilweise dramatisch schwächen. Wir sind überzeugt, dass die meisten Sportvereine diese Entwicklung langfristig einigermaßen kompensieren werden. Aber in der aktuellen Situation hätten sie zusätzliche öffentliche Unterstützung benötigt, mittelfristig insbesondere zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit, längerfristig zur Mitgliederbindung und -gewinnung, weshalb wir uns auch bei der Landesregierung für finanzielle Unterstützung einer Mitgliedergewinnungskampagne einsetzen“.

Besonders die Rückgänge beim Nachwuchs alarmieren

Alarmierend sind insbesondere die Rückgänge im Kinder- und Jugendbereich. Auffällig ist, dass der Großteil des Mitgliederrückgangs – nämlich mehr als 30.000 Mitgliedschaften – im Altersbereich von 0 bis 18 Jahren zu verzeichnen ist. „Die Zahlen zeigen ein besorgniserregendes Bild, hier müssen wir mit einer Mitgliedergewinnungskampagne ansetzen, Vereine und Familien unterstützen, dass die Kinder und Jugendlichen wieder schnell den Weg in die Sportvereine finden“, kommentiert Palm. Die Zahlen resultieren insbesondere aus geringeren Neueintritten, etwa bei den 0- bis 6-Jährigen. Hier zeigt sich auch der prozentual größte Rückgang mit fast 18 Prozent (13.802 Mitgliedschaften), da für sämtliche Kleinkindgruppen coronabedingt keine Anmeldungen möglich waren. Allerdings stellt die Gruppe der 0- bis 6-Jährigen mit 65.232 nur fünf Prozent der LSB-Mitgliedschaften und ist die kleinste aller sieben Altersgruppen. Die größte Gruppe stellen mit 350.921 oder 26 Prozent die 41-60-Jährigen, hier gab es denn auch mit 14.021 Austritten (3,84 Prozent) die – in absoluten Zahlen gerechnet – größten Verluste. Auch alle anderen Gruppen fuhren Verluste ein: Die 7- bis 14 Jahre alten Schüler*innen (minus 12,674 oder minus 5,64 Prozent) ebenso wie die Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren (minus 3.737/minus 3,96), die Jugendlichen im Alter von 19 bis 26 Jahren (minus 5.453/minus 3,97) sowie die Mitglieder im Alter von 27 bis 40 Jahren (minus 6.289/minus 3,03). Abweichend vom allgemeinen Trend ist die Entwicklung der Mitgliederzahlen bei der Ü60-Gruppe. Diese Gruppe ist die einzige, die sich auf nahezu identischem Vorjahresniveau bewegt – und sogar einen leichten Zuwachs verbucht. 291.086 Mitgliedschaften und damit immerhin 1.883 Mitglieder mehr als in der Vorjahresstatistik zählt der LSB in dieser Altersklasse – plus 0,65 Prozent. Damit ist mehr als jede/r fünfte Vereinssportler*in in RLP über 60.

Mehr als die Hälfte der Vereine geschrumpft

Fast 60 Prozent der Vereine sind geschrumpft, bei zehn Prozent sind die Zahlen konstant geblieben – aber 30 Prozent konnten sogar Mitglieder hinzugewinnen. Die Vereinsgröße spielt dabei eine entscheidende Rolle. Häufig mit eigenen Sportstätten und festangestellten Mitarbeitenden ausgestattet, leiden Großsportvereine nicht nur finanziell stärker unter der Krise als andere. Sie sind auch überproportional stark von Mitgliederverlusten betroffen. Während kleinere Vereine (bis 100 Mitglieder) im Schnitt 0,5 Prozent verlieren, was nahezu der Entwicklung der Vorjahre entspricht, kann man sagen: je größer der Verein, desto größer der prozentuale Verlust. Die Großvereine (über 1.000 Mitglieder) sind mit sechs Prozent im Schnitt dabei – in Einzelfällen auch bis zu 15 Prozent Verlust. Im Zusammenspiel mit den weiterlaufenden Betriebskosten für vereinseigene Sportinfrastruktur gestaltet sich die Finanzsituation für diesen Vereinstyp entsprechend kritisch. Zu den Vereinen mit den höchsten Rückgängen zählen insbesondere auch solche, die sehr stark als Dienstleister agieren – und möglicherweise weniger stark als klassischer Ort der Gemeinschaft wahrgenommen werden. So verlieren Vereine, die in der Vergangenheit in größerem Umfang Mitglieder über Kurssysteme oder Fitnessstudio-Angebote gewinnen konnten, deutlicher. Ohne Möglichkeit der Angebote fehlen die Eintritte bzw. treten Mitglieder schneller aus als in Klubs, die sich im Wesentlichen über Mannschaftssport – hier ist die Mitgliederbindung deutlich größer – definieren. Das gleiche gilt für Vereine, die intensiv in der Jugendarbeit tätig sind. Normalerweise profitieren sie stark davon, dass Kinder nachkommen. Das funktioniert aktuell nicht. Weil der Vereinsbetrieb über mehrere Monate geruht hat. Dadurch ist der normale Vereinsfluss – Austritte und Eintritte gleichen sich in etwa aus – unterbrochen.

58 von 72 Fachverbänden quittieren Verluste

58 der 72 rheinland-pfälzischen Fachverbände haben Mitglieder verloren. Deutlich zu erkennen ist, dass sich die Fachverbände bzw. Sportarten, die auch während des Lockdowns lange Zeit möglich waren – da überwiegend im Freien und als Individualsport durchführbar – am positivsten entwickelt haben. Genannt seien hier Tennis, Golf oder Radsport. Signifikant schlechter sieht es derweil bei den Kontaktsportarten aus. Judo, Ju-Jutsu, Karate und Co. eignen sich nicht, um Abstandsgebote einzuhalten. Aber auch Ski oder Schwimmen sind stärker von Mitgliederrückgängen betroffen als der Durchschnitt. Kritisch gestaltet sich die Entwicklung aber auch gerade im Behinderten- und Rehabilitationssport – der Behinderten- und Rehasportverband RLP hat fast 29 Prozent seiner Mitglieder verloren. Die Fachverbände mit den größten Verlusten in absoluten Zahlen sind Turnen (minus 17.706), Fußball (minus 11.893), Behinderten- und Rehasport (minus 4.907), Leichtathletik (minus 3.421), DLRG (minus 1.956) und Handball (minus 1.598) – dagegen haben Tennis (1.550), Golf (347), Alpenverein (201), Luftsport (125), Radsport (123) und Bogenschießen (96) hier die meisten Neueintritte zu verzeichnen.

„König Fußball“ trotz Verlusten weiter klar die beliebteste Sportart

Bei den beliebtesten Sportarten nimmt „König Fußball“ unverändert mit riesigem Vorsprung die Spitzenposition ein. Die beiden rheinland-pfälzischen Fußballverbände zählen 390.396 Mitgliedschaften – haben damit jedoch auch 11.893 Mitgliedschaften gegenüber dem Vorjahr (2,96 Prozent) eingebüßt. Die Turner*innen, die von 2016 auf 2017 um fast 8.000 Mitgliedschaften zugelegt hatten, belegen Platz zwei (291.493 Mitgliedschaften/minus 17.706) vor Tennis (79.082/plus 1.550), Leichtathletik (51.998/minus 3.421) und Schießen (46.100/minus 742). Damit weist von den TOP 5 Tennis mit 2,00 Prozent den größten Zuwachs auf, während Turnen (minus 5,73 Prozent) und vor allem Leichtathletik (minus 6,17 Prozent) die höchsten Einbüßen an Mitgliedschaften quittieren mussten. Bei den mitgliederstärksten Vereinen behaupten die „üblichen Verdächtigen“ ihre Spitzenplätze. Der vierfache deutsche Meister und zweimalige DFB-Pokalsieger 1. FC Kaiserslautern hat nach den auch im vergangenen Jahr meist eher mauen Darbietungen seiner Profi-Fußballer 661 Mitglieder verloren (16.376 statt zuletzt 17.037/-3,88 Prozent). Die Mitgliederzahl der sportlich wie wirtschaftlich grundsoliden Erstliga-Fußballer von Mainz 05 ist trotz Corona und seiner Folgen „nur“ um 1,87 Prozent bzw. 230 Personen geschrumpft (12.059 statt 12.289). Der lange Zeit größte Mehrsparten-Breitensportverein des Landes TSV Schott Mainz, der vor ein paar Jahren einen enormen Aufschwung genommen hatte, hat gegenüber dem Vorjahr erneut 458 Mitglieder eingebüßt und ist in der RLP-Rangliste damit auf Platz sieben abgerutscht. Am TSV Schott ist nun neben dem vorderpfälzischen Großverein TSV Speyer auch der Schwimmverein Freibad Gimbsheim vorbeigezogen, der trotz bzw. gerade wegen Corona seine Mitgliederzahl um 562 von 3.489 auf 4.051 und damit um veritable 16,11 Prozent steigern konnte. Weiter nach oben entwickeln sich wie gehabt die Zahlen beim Deutschen Alpenverein Sektion Mainz mit 7.612 Mitgliedern (plus 208 bzw. 2,81 Prozent) und beim Deutschen Alpenverein Sektion Koblenz mit 6.031 Mitgliedern (plus 26 bzw. 0,43 Prozent). 28 rheinland-pfälzische Sportvereine weisen mindestens 2.000 Mitglieder auf – davon gehören 14 dem Sportbund Rheinhessen, 9 dem Sportbund Pfalz und 5 dem Sportbund Rheinland an.

Kategorien
News

Die Stadt Aachen und das Handwerk verstärken ihre Zusammenarbeit

Aachen – Online-Informationsveranstaltung am 20. Mai. Die Stadt Aachen, die Handwerkskammer Aachen und die Kreishandwerkerschaft Aachen verstärken ihre Zusammenarbeit, um die städtischen Klimaschutzziele gemeinsam umzusetzen. Auf dem Weg zur Klimaneutralität 2030 sind oft bauliche Veränderungen notwendig, beispielsweise die Installation von Solaranlagen oder eine energetische Gebäudesanierung. Die Handwerksunternehmen der Region spüren bereits jetzt eine hohe Nachfrage an klimafreundlichen Baumaßnahmen, die weiter zunehmen wird. Daher bündeln die Stadt Aachen und die Handwerksvertretungen ihre Kräfte, um die Handwerksunternehmen bestmöglich bei ihrem großen Beitrag zum Klimaschutz zu unterstützen.

Klimaschutzkonzept umfasst viele Maßnahmen

Der Beschluss des Klimanotstandes der Stadt Aachen am 19. Juni 2019 war der Auftakt für eine Vielzahl von Klimaschutzmaßnahmen. Das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK) wurde im Sommer 2020 verabschiedet und umfasst zahlreiche Maßnahmen in den Bereichen Energieversorgung, Mobilität und Gebäudesanierung. Der Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien sowie die energetische Gebäudesanierung sind zentrale Bestandteile des IKSK, die mit Förderprogrammen für Privatpersonen und Unternehmen gefördert werden.

Der Präsident der Handwerkskammer Marco Herwartz begrüßt den Einsatz der Stadt für den Ausbau der Solarenergie. „Wir verzeichnen eine deutliche Zunahme der Nachfrage bei unseren Unternehmen.“ Seit Beginn des Förderprogramms wurden bereits 200 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.302 kWp und 19 solarthermische Anlagen gefördert. Fast alle Anlagen werden von Betrieben aus dem Kammerbezirk der Handwerkskammer Aachen errichtet, das heißt in der Städteregion Aachen und in den Landkreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg. „Wir freuen uns über die gute Resonanz des Förderprogramms und bauen unsere Kapazitäten weiter aus, um die gesteigerte Nachfrage bedienen zu können“, so Marco Herwartz weiter.

Zeichen gesetzt: Die Stadt will den Klimaschutz beschleunigen

Jeweils eine Million Euro stehen in einem Förderprogramm für Solaranlagen und zur energetischen Gebäudesanierung bereit, insgesamt 22 Millionen Euro sind als Fördermittel in den nächsten fünf Jahren eingeplant. Dr. Markus Kremer, Beigeordneter des Dezernats für Personal, Organisation, Stadtbetrieb, Feuerwehr und Umwelt sagt: „Die Stadt Aachen setzt ein Zeichen zur Beschleunigung des Klimaschutzes und investiert in den nächsten vier Jahren zusätzlich zu den Förderprogrammen massiv in die Sanierung eigener Liegenschaften (28 Millionen  Euro für die Sanierung von Wohnungen, 22 Millionen Euro für Schulsanierungen) und in die Umstellung der Energieversorgung (12 Millionen Euro für Photovoltaik-Anlagen).“ Zur Umsetzung der Maßnahmen im IKSK stehen im Jahr 2021 über 5,3 Millionen Euro im städtischen Haushalt bereit. Bis 2025 steigt das jährliche Budget an, so dass zur Umsetzung des gesamten Fünf-Jahres-Maßnahmenplans rund 80,7 Millionen Euro vorgesehen sind. Für all diese baulichen Maßnahmen werden Handwerksbetriebe benötigt. „Daher freue ich mich, dass wir heute den Schulterschluss mit dem Handwerk zeigen und uns sowohl die Handwerkskammer als auch die Kreishandwerkerschaft, also die Innungen bei der Umsetzung unserer Klimaschutzmaßnahmen unterstützen“, sagt Umweltdezernent Markus Kremer.

Kreishandwerkerschaft begrüßt die Aktivitäten der Stadt

Die Kreishandwerkerschaft begrüßt die jüngste Initiative der Stadt für den Klimaschutz. Seit Gründung der Beratungsstelle altbau plus arbeiten die relevanten Innungen eng mit dieser zusammen. „Die Kreishandwerkerschaft stellt auf ihren Internetseiten die für die energetischen Verbesserungen in Frage kommenden Betriebe übersichtlich zusammen. Durch die Stichwortsuche können schnell Fachbetriebe gefunden werden“, betont Ludwig Voß.

„Die Förderprogramme unterstützen die regionale Wertschöpfung und schaffen Arbeitsplätze in Aachen und der Region“, so Peter Deckers, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. „Mit den Fördermitteln wird das 10- bis 16-fache an Investitionen ausgelöst.“ Gemeint sind Gewerke wie Elektriker und Elektrotechniker, Sanitär-Heizung-Klima-Techniker, Dachdecker, Zimmerer, Tischler und Schreiner, Fensterbauer, Stuckateure und Maler. Hauptgeschäftsführer Deckers sagt: „Das Handwerk nimmt für die Erreichung der Aachener Klimaschutzziele eine Schlüsselrolle ein und kann wesentlich zur Umsetzung der geförderten Maßnahmen in entsprechender Qualität beitragen.“

Online-Informationsveranstaltung am 20. Mai

„Die regelmäßige Qualifizierung und Information unserer Mitarbeitenden ist uns dabei ein besonderes Anliegen, das wir mit Fokus auf die städtischen Förderungen nochmal intensivieren werden“, sagt Peter Deckers. In Kooperation mit der Stadt Aachen sind Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen für die Handwerksbetriebe in Planung. Den Auftakt bildet eine Online-Informationsveranstaltung am 20. Mai 2021 zu den Inhalten der neuen Förderprogramme der Stadt Aachen für alle interessierten Handwerksbetriebe.

Die Förderrichtlinie für Solaranlagen und weitere Informationen zum Thema sind zu finden auf folgenden Internetseiten: www.aachen.de/solar und www.altbauplus.de

Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen der Handwerkskammer finden Interessierte hier: www.hwk-aachen.de

Solarfachbetriebe und Handwerksbetriebe rund um die energetische Sanierung sind über folgende Internetadresse zu finden: www.aachenerhandwerk.de.