Düren – Menschen mit vielen Kontakten – Der Dürener Kreisausschuss ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, alle verfügbaren Impfangebote anzunehmen. Der Appell richtet sich vor allem an die Menschen, die berufsbedingt viele Kontakte zu anderen Menschen haben. „Sie schützen damit sich und andere“, betont Landrat Wolfgang Spelthahn. Hier der vom Kreisausschuss einstimmig beschlossene Appell im Wortlaut:
Es ist sehr erfreulich, wie die Impfungen gegen das Coronavirus im Kreis Düren voranschreiten. Jeden Tag werden durchschnittlich deutlich mehr als 1000 Menschen geimpft. Das ist zur Bekämpfung der Pandemie entscheidend: Impfungen sind der Schlüssel, um aus der Krise zu kommen.
Ein kleiner Pikser reicht, um sich und andere zu schützen. Dies ist für jeden wichtig, aber vor allem für die, die mit vielen Menschen zusammenkommen. Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten, in Krankenhäusern, Arztpraxen, in Schulen, Kitas, in Physiotherapie-Praxen oder Kosmetikstudios. Die Reihe lässt sich erweitern um all die Berufsgruppen und Menschen, die sogenannte körpernahe Dienstleistungen verrichten. Deshalb appellieren wir an alle, die in diesen Berufen arbeiten, sich impfen zu lassen. Immer noch kommt es vor, dass das gefährliche Coronavirus zum Beispiel durch nicht geimpftes Personal in Senioren- und Pflegeeinrichtungen getragen wird und sich ältere und alte Menschen anstecken. Das muss unbedingt vermieden werden.
Impfen ist wichtig, Impfen rettet Leben. Auch all die Menschen aus Berufsgruppen, die sich schon hätten impfen lassen können, das Impfangebot bisher aber nicht angenommen haben, sind ausdrücklich weiter eingeladen, sich den kleinen Pikser zu holen. Bitte nehmen Sie das Angebot an. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft.
Dies gilt natürlich für jeden. Deshalb rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet auf, sich impfen lassen, sobald sie an der Reihe sind. Wir alle hoffen auf schnelle, ausreichende Impfstoffmengen. Bitte halten Sie noch weiter durch, bitte befolgen Sie weiter die Corona-Regeln und bitte bleiben Sie vor allem eines: gesund.
Diverse Nistkästen auf dem Gelände sind mit den beschrifteten Bildschirmen verbunden. Wenn die letzten benötigten Kameras eintreffen, können alle eingesehen und es kann komplett „mitgefiebert“ werden. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Kommern – „Ooh, ist das schön!“, staunen Kinder der Katholischen Grundschule (KGS) Kommern vor dem Bildschirm. Gerade beobachten sie, wie eine Meisen-Mutter ihre noch federlosen Kleinen live im Nistkasten nacheinander zügig füttert. Die Schule hat Initiative ergriffen und „den Wald zu sich geholt“, so Schulleiterin Maria Cloot-Schmich. Denn auch Eichhörnchen, Igel, Steinkauz & Co. dürfen einziehen.
Gefördert durch die E-Regio und den Förderverein konnte die Grundschule Nistkästen für verschiedene Tierarten errichten. Diese übertragen die Geschehnisse im Innern direkt auf Bildschirme im Schulflur, v.l.: Hausmeister Markus Kratz, Schulleiterin Maria Cloot-Schmich, der Vorsitzende des Fördervereins Arno Breuer und Lehrer Karl Frohn. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Hausmeister Markus Kratz hatte im Vorhinein zusammen mit Lehrer und Mit-Initiator des Projektes Karl Frohn, diverse Nistkästen, Höhlen und Häuser für die possierlichen Tiere gebaut und verteilt auf dem Schulgelände aufgehangen und errichtet. Die Kästen wurden von innen mit Kameras ausgestattet, welche die spannenden Geschehnisse direkt auf diverse Bildschirme im Schulflur übertragen. Jeder Wildtierart ist ein Fernseher zugeordnet, insgesamt sind es sechs, die das Naturschauspiel zeigen. „Lebendiger kann Sachunterricht nicht sein. Wir verbinden damit die zwei wichtigsten Schwerpunkte im Moment, den der Nachhaltigkeit und den der Digitalisierung“, freut sich Cloot-Schmich.
Mit den hochauflösenden Kameras und Bildschirmen können die Kinder direkt die Nistprozesse und das Leben sowie den Alltag der Tiere hautnah erleben. „Hier fiebern alle mit, ob jung oder alt. Mit diesem Projekt bringen wir den Kindern schon früh Respekt vor der Natur und eine Achtung vor dem Leben mit auf den Weg“, so Cloot-Schmich weiter. Geplant ist zukünftig die Kameras bei Meisen, Igel & Co. direkt mit Whiteboards in den Klassen zu verbinden – zum Beispiel im Sachunterricht.
Pärchen & sieben Küken
Die Bewohner des Meisen-Nistkästen fühlen sich jedenfalls an der Schule scheinbar pudelwohl. „Derzeit bewohnt ein Meisenpärchen mit sieben Küken das Zuhause“, so Karl Frohn. Er unterrichtet Sachunterricht und setzt sich aber sehr für den Natur- und Tierschutz an der Kommerner Grundschule ein.
Lara, Kim, Sarah, Lea und Julian nutzen ihre Unterrichtspause sofort, um einen Blick auf den Nachwuchs zu werfen und was die gefiederten Freunde gerade so tun. Sie sind begeistert, wie sie dem Bürgerbrief berichten. „Das ist für uns alles sehr neu und spannend. Wir finden das super interessant“, sagt Kim. Und, obwohl die Meisen die Grundschüler nicht hören können, seien sie immer mucksmäuschenstill, wenn sie sich dem Fernseher näherten: „Das Leise-Zeichen hat jedenfalls auf dem Flur mittlerweile ausgedient, das sind die Kinder von alleine“, scherzte Cloot-Schmich.
Erstmals wurde an der Schule auch ein Eichhörnchenkobel, also eine kleine Höhle, an einem Baum befestigt. Beim Blick auf den dazugehörigen Fernseher für den kleinen Nager im Schulflur sieht man: Es sieht kuschelig aus. „Wir haben den Kommerner Kobel mit weichen Putzlappen gefüllt“, erklärt Frohn. In seiner Nachbarschaft habe man in einem gefällten Baum ein altes Eichhörnchen-Nest gefunden, welches mit Unterhosen des Nachbarn gefüllt war, erzählte er mit einem Schmunzeln. Diese hatten die Eichhörnchen zuvor frisch von der Wäscheleine stibitzt, um es für die Kleinen gemütlich und warm zu machen.
Auch eine Fledermaushöhle wurde geschaffen, sie bietet in erster Linie einen Rückzugsort für die (licht-)scheuen Tiere. Da sie nachtaktiv sind, können die Kinder sie aber zumindest beim Schlafen bestaunen. In einer schwindelerregenden Höhe von zehn Metern, an einem Schornstein, befindet sich jetzt neu auch ein Nistkasten für Steinkäuze. In zwei Röhren können die Vögel jeweils zum Beispiel brüten und Nahrung lagern. „Fressfeinde kommen da so gut wie gar nicht ran. Da es auch öfter mal zu Konkurrenz mit Waldkäuzen kommen kann, bleibt der Platz exklusiv für die Steinkäuze“, so Frohn.
Im Herbst soll an der KGS Kommern auch ein ausgeklügeltes „Igelhaus“ in Betrieb gehen. Voraussichtlich soll im nächsten Frühjahr darauf ein Hummelkasten befestigt werden. Frohn dazu: „Die vertragen sich gut, das passt ideal“.
Förderung und Zukunft
Unterstützt wurden das Nistkasten-Projekt der KGS Kommern mit 1.000 Euro von der e-regio-Aktion „Herz-und-Energie“, bei dem die Schule durch die Zahl der Stimmen auf Platz zehn landete. Aber auch der Förderverein hat wieder einen Großteil geleistet, damit das Vorhaben überhaupt umgesetzt werden kann. Seit rund 15 Jahren ist Arno Breuer dessen Vorsitzender. „Für die Kinder ist das Projekt etwas ganz anderes, als nur Bilder zu schauen. Das ist ganz tolles Lernen direkt in der Natur und das wollten wir den Kindern unbedingt ermöglichen“, sagte Breuer. Als nächstes Vorhaben wolle man die Grundschule mit Mitteln für kleine Roboter unterstützen, mit denen den Kindern Technik und Programmierung altersgerecht und interessant vermittelt werden kann.
„Wir sind sehr dankbar, dass es einen so rührigen und engagierten Förderverein an unserer Schule gibt. Ohne diese Unterstützung wäre vieles gar nicht möglich“, so die Schulleiterin dankbar. Außerdem denke auch der Rotary-Club Burgfey eine Förderung nach. Frohn betont: „Solch anerkennende Gesten bedeuten uns viel.“
Unser Bild zeigt v.l.n.r. Timo Schütz (Provinzial Rheinland), KSK-Agenturleiter Thomas Jaax, Christian Günther vom Netzwerk Demenz Vulkaneifel und Peter Scholzen, KSK-Vertriebsdirektor Privatkunden. Foto: KSK Vulkaneifel
Daun – Vor wenigen Tagen fand bei der Kreissparkasse Vulkaneifel in Daun die Scheckübergabe der Provinzial Rheinland an das Netzwerk Demenz Vulkaneifel statt. Das Geld stammt aus einem internen Sonderpreis der Provinzial Rheinland, den die Kreissparkasse Vulkaneifel für ihre guten Beratungsleistungen gewonnen hatte. Das Preisgeld ist zweckgebunden für gemeinnützige Zwecke vorgesehen. Provinzial-Gebietsdirektor Timo Schütz überreichte gemeinsam mit dem KSK-Vertriebsdirektor Privatkunden Peter Scholzen sowie dem Versicherungs-Agenturleiter der KSK Vulkaneifel, Thomas Jaax, einen Scheck in Höhe von 2.500 Euro an Christian Günther, Mitglied im Steuerungsgremium des Netzwerkes Demenz Vulkaneifel.
Das Netzwerk Demenz Vulkaneifel ist ein Zusammenschluss von vielen verschiedenen gesundheits-pflegerischen Diensten, der Selbsthilfe, kommunalen Trägern, der Polizei, Musikschule und Museen im Landkreis Vulkaneifel. Ziel des Netzwerkes ist die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen im Landkreis Vulkaneifel. Auf dem Weg zu einer demenzfreundlichen Kommune möchte das Netzwerk unter anderem durch Veranstaltungen zum Thema auf die Situation von Betroffenen aufmerksam machen und durch Information der Öffentlichkeit vorhandene Vorurteile abbauen.
Im Sinne eines Netzwerkes wollen die Netzwerkmitglieder des Landkreises Vulkaneifel zukünftig alle vorhandenen Ressourcen bündeln, neue Strukturen und Rahmenbedingungen entwickeln und im Sinne der Betroffenen und Angehörigen das Thema Demenz aktiv und verantwortungsvoll begleiten. Christian Günther vom Netzwerk Demenz Vulkaneifel zeigte sich über die großzügige Spende sehr erfreut und bedankte sich sowohl bei der Sparkasse als auch bei der Provinzial Rheinland Versicherung. Aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung steige die Anzahl der Demenzkranken kontinuierlich. Zehn Prozent der über 65-Jährigen wären von dieser Krankheit betroffen. Von daher sei diese Spende gut angelegtes Geld.
Der Eurojackpot wurde nicht geknackt: Damit sind am nächsten Freitag (28. Mai 2021) 90 Millionen im Topf. Foto: Schlag und Roy/WestLotto
Region/Münster – Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat der Eurojackpot die 90 Millionen und damit seine Maximalsumme erreicht. Im finnischen Helsinki wurden am Freitagabend (21. Mai) die Gewinnzahlen 2, 12, 15, 33 und 39 sowie die 4 und die 9 als Eurozahlen gezogen.
Der erste Gewinnrang blieb also unbesetzt, im zweiten Gewinnrang konnte ein deutscher Gewinner 510.740,60 Euro erzielen. Insgesamt waren es sechs Gewinner in dieser Klasse: Auch Tipper aus Spanien, Finnland (2x), Ungarn und Polen waren erfolgreich.
Der Jackpot hatte sich bis heute über sechs Ziehungen hinweg aufgebaut.
Letztmalig ging ein Megajackpot von 90 Millionen Euro nach Deutschland. Am 15. Januar 2021 konnte sich ein Tipper aus Nordrhein-Westfalen über diese Summe freuen.
Die nächste Chance auf den Jackpot gibt es, wie gewohnt bei Eurojackpot, nächsten Freitag – am 28. Mai.
Wer mitspielen will, kann seinen Tipp in allen Lotto-Annahmestellen oder unter www.eurojackpot.de abgeben.
Streetworkerin Sarah Sondermann nimmt Spende des Bekleidungsgeschäftes Esprit entgegen. Foto: Stadt Mayen
Mayen – Kleidungsstücke im Gesamtwert von 28.000 € gehen an bedürftige Menschen. Kürzlich erhielten Streetworkerin Sarah Sondermann, der Arbeitskreis „Jugendbeirat“ sowie das Netzwerk Flüchtlingshilfe im Raum Mayen eine Spende, des in Mayen ansässigen Bekleidungsunternehmens „Esprit“. Aufgrund der Corona-Pandemie war es im letzten Jahr nicht möglich einen Kleiderbasar durchzuführen, daher wurden in verschiedenen Kleidergrößen, Tüten gepackt und bei der Mayener Tafel an die Bürger verteilt.
„Unser Dank gilt der Firma Esprit, die diese Aktion mit Kleiderspenden wie Jacken, Pullovern, Hosen, Röcken, Shirt´s, Socken, Strumpfhosen, Schuhen, Taschen, Blusen und Kleidern im Wert von 28.000 € unterstützt“, so Sarah Sondermann für das Organisationsteam. Eine große Auswahl an Neuware steht zur Verfügung.
„Wann und Wie in diesem Jahr verfahren wird steht aufgrund der noch bestehenden Corona-Pandemie nicht ganz fest, sobald eine ausführliche Planung möglich ist werden die BürgerInnen informiert“, sind sich die Verantwortlichen einig.
Das Neubaugebiet Alenberg II, hier vom Sportplatz aus fotografiert, grenzt an das bestehende Wohngebiet „Am Alenberg“ an. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Kall/Scheven – In Kall sollen bis zu 1400 Neubürger, in Scheven 170 Neubürger Platz finden – Bedarf an Wohnbauflächen reißt aktuell nicht ab. Die Lage von Kall und Scheven ist dank der sehr guten Bahnanbindung für Pendler äußerst attraktiv. In rund einer Stunde ist man mit dem Zug oder dem Auto am Kölner Hauptbahnhof. Viele Städter erkennen, auch angesichts der Pandemie, dass es viele gute Gründe gibt, aufs Land zu ziehen. Allerdings: „Wir haben derzeit keine freien Grundstücke mehr“, teilt Markus Auel, Teamleiter Bauen bei der Gemeinde, mit. Das bislang letzte Neubaugebiet „Oben im Auel“ wurde 2013 erschlossen und ist nunmehr komplett vermarktet.
Für den Bereich der Ortslage Kall ist eine Erweiterung eines 21 Hektar großes Areal im Bereich „Auf dem Fels II“ vorgesehen, welches den Arbeitstitel „Waldviertel“ trägt. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Das soll sich jetzt ändern. Die Landesinitiative „Bauland an der Schiene“ will maximal drei Kilometer entfernt von Bahnhaltepunkten bezahlbares Bauland schaffen. Die Neubaugebiete müssen allerdings mindestens über einen Hektar groß sein oder an den bestehenden Siedlungsbereich angrenzen. Das Land NRW fördert die Planungskosten zur Hälfte.
Der Bedarf an Wohnbauflächen ist auf jeden Fall gegeben. Nachdem der von der Bahnflächen-Entwicklungs-Gesellschaft NRW beauftragte Planer Heinz Jahnen Pflüger das Konzept der Politik vorgestellt hatte, fragten die ersten potenziellen Käufer bei der Gemeinde bereits nach Grundstücken. „Diese Anfragen zeigen, dass derzeit ein enormer Bedarf an Wohnbauflächen vorhanden ist“, sagt Markus Auel.
Geplant sind zwei Neubaugebiete in Kall und Scheven, die dem Bedarf entsprechend in mehreren Bauabschnitten realisiert werden können. Für den Bereich der Ortslage Kall ist eine Erweiterung eines 21 Hektar großes Areal im Bereich „Auf dem Fels II“ vorgesehen, welches den Arbeitstitel „Waldviertel“ trägt. Dieses Wohngebiet erstreckt sich zwischen „Gemünder Straße“ im Westen und der Verlängerung der Straße „Am Kreisgarten“ im Osten.
Das geplante Baugebiet wird von der Hauptanbindungsstraße, die vom derzeitigen Wanderparkplatz an der Gemünder Straße bis zum Kreisgarten führt, in zwei Bauabschnitte unterteilt. Der südliche Bauabschnitt ist ungefähr 13,4 Hektar groß und sieht etwa195 Wohneinheiten in Einfamilienhäusern oder Doppelhaushälften vor, sowie im südöstlichen Bereich rund 180 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau.
Zielgruppe sind Familien mit Kindern
Der zweite Bauabschnitt erstreckt sich nördlich von der Hauptanbindungsstraße, dort sind etwa 170 Wohneinheiten in Einfamilienhäusern oder Doppelhaushälften geplant. Planer Jahnen Pflüger rechnet vor, dass das Neubaugebiet in Kall rund 1400 Neubürgern Platz biete.
„In dem neuen Wohngebiet wollen wir nur Anliegerverkehr ermöglichen, damit die Straße nicht als Abkürzung genutzt werden kann“, so Markus Auel. Das Konzept soll nun umgesetzt werden, dazu muss die Verwaltung die weitere Planung ausschreiben. Ebenso müsse zuvor noch ein Bebauungsplan aufgestellt, ein Beteiligungsverfahren durchgeführt und mit den derzeitigen Grundstückseigentümern verhandelt werden. „Ich gehe augenblicklich davon aus, dass die ersten Grundstücke frühestens Ende 2023 bebaut werden können“, sagt Auel. Hauptzielgruppe für das Wohngebiet sind Familien mit Kindern. Aus diesem Grunde sind auch ein zweigruppiger Kindergarten sowie ein attraktiver Spielplatz in diesem Neubaugebiet vorgesehen.
Das geplante Neubaugebiet „Alenberg II“ in Scheven ist mit einer Gesamtfläche von zwei Hektar deutlich kleiner. Es befindet sich im nordwestlichen Bereich des Dorfes, an der Zufahrtstraße zum Sportplatz unweit der Straße „Am Alenberg“. Auch hier soll die Gebietserweiterung entsprechend dem Bedarf in zwei Bauabschnitten vorangetrieben werden.
Angrenzend an die bestehende Bebauung entstehen zunächst auf 19 Grundstücken etwa neue 30 Wohneinheiten. Nördlich davon sind weitere 14 Grundstücke mit 25 Wohneinheiten vorgesehen. Insgesamt bietet das Erweiterungsgebiet Platz für rund 170 Neubürger.
v.l.n.r.: Ordensprälat Friedrich Kreutz, Jean-Claude Kardinal Hollerich, Pfarrer Georg Josef Müller) Foto: Michael Fischer
Waxweiler – Fußwallfahrt Prüm-Waxweiler – seit 160 Jahren gemeinsam zu Willibrord nach Echternach – Gottesdienst mit Kardinal Hollerich. Pfingsten ist im Christentum das Fest, an dem die Gläubigen die Sendung des Geistes Gottes zu den Jüngern Jesu und seine bleibende Gegenwart in der Kirche feiern. In der Westeifel kommt dem noch eine wesentliche Bedeutung hinzu. Dort pilgern die Menschen knapp drei Tage mit der „Fußwallfahrt Prüm-Waxweiler zur Echternacher Springprozession“ und zum Grab des heiligen Willibrord. Diese ehrenhafte Laieninitiative geht von den Brudermeistern, den Vorbetern, unter der Leitung von Alois Engel aus Ellwerath aus.
Üblicherweise startet die große Prozession mit einigen hundert Teilnehmern am frühen Nachmittag des Pfingstsonntags mit der Aussendung der Pilger in der Prümer Basilika und führt am ersten Tag bis nach Waxweiler. Der Ort gilt der Sage nach als Ursprung der Echternacher Springprozession, weil der heilige Willibrord um das Jahr 728 auf der Durchreise dort gepredigt und den Frevlern aufgegeben haben soll, bis zu Buße in Echternach zu springen. Nach dem Ende der Pflichtprozessionen und bischöflichen Pilgerverboten um die Wende des 18./19. Jahrhunderts lebte die große Fußwallfahrt nach Echternach im Jahr 1860 von Waxweiler ausgehend wieder auf. 1861 schlossen sich die Prümer Teilnehmer auf Initiative von Brudermeister Johann Jakob Perrad an. Seitdem wird gemeinsam gewallfahrtet, nunmehr 160 Jahre.
Erneuerung der Kirche in Europa ohne Angst, sondern mit Zuversicht
Ein starkes Zeichen der Verbundenheit über die Landesgrenzen hinaus setzt seit vielen Jahren der Erzbischof von Luxemburg, Jean-Claude Kardinal Hollerich. Regelmäßig besucht er die Pfarrei Waxweiler, mit der er seit über 20 Jahren freundschaftlich verbunden ist und wo er sich „wie zu Hause“ fühlt. Am Pfingstsonntagabend geleitet er die aus Prüm kommenden Wallfahrer zur Pfarrkirche St. Johannes der Täufer und spricht im Rahmen einer feierlichen Segensandacht persönlich zu ihnen.
Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie mussten die Fußwallfahrt als auch die Springprozession selbst in Echternach bereits zum zweiten Mal in Folge abgesagt werden. Wie im vergangenen Jahr feierte Kardinal Hollerich, gemeinsam mit Pfarrer Georg Josef Müller aus Waxweiler und Ordensprälat Friedrich Kreutz aus Kyllburg, anstelle der Andacht eine heilige Messe mit den Brudermeistern und vielen Gläubigen in der Pfarrkirche in Waxweiler. „Der heilige Willibrord verbindet uns über die Grenzen hinaus mit Christus, mit Gottvater. Diese Verbindung steht für die Erneuerung der Kirche in Europa, die wir brauchen, ohne Angst, sondern mit Zuversicht.“, so der Kardinal in seinen begrüßenden Worten.
In seiner Predigt, teils in deutscher Sprache und teils in seinem Heimatdialekt, dem Viandener Platt, hob Kardinal Hollerich hervor, dass Willibrord seinerzeit in einer wohlbehüteten Welt lebte, aus der er jedoch ausgebrochen sei, um in unsere Welt, in unsere Dörfer zu kommen, wo menschliches Leben nur wenig Wert hatte. Heute verbreite die Pandemie Angst. Es sei zu hoffen, dass die Bereitschaft wachse, die Botschaft des Kreuzes wieder anzunehmen. Hollerich betonte ganz besonders, dass „Gott unser Kreuz auf sich nimmt und unsere Last trägt“. Diese Botschaft habe auch der heilige Willibrord verkündet und versucht, das Evangelium nicht nur zu predigen, sondern mit Freude zu leben.
Eine sinnhafte Tradition füllt Leben und gibt Orientierung
In Bezug zur pfingstlichen Fußwallfahrt aus der Westeifel zum Grab des großen Heiligen mit europäischem Charakter nach Echternach sei dies ein Zugehen auf Gott, was größer als alles Negative ist. Das alljährliche und gemeinsame Pilgern der Gläubigen zu einem Ziel sei eine Tradition, die das Leben füllt und Orientierung gibt. Sie bringe Sinn und Leben in die Kirche. Am Ende des ergreifenden Gottesdienstes sagte Hollerich, dass die Menschen sich wünschen würden, sich bald wieder gegenseitig in den Arm nehmen zu können. Dies tue der Herrgott mit seinem Segen, den der Kardinal allen Anwesenden mit freudigem Herzen spendete.
Anstatt des offiziellen Programms in der luxemburgischen Abteistadt Echternach am Pfingstdienstag beschränkten sich die Organisatoren dort vorwiegend auf einige Gottesdienste, unter anderen mit dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, und audiovisuelle Beiträge, um die Springprozession als immaterielles Kulturerbe der UNESCO im gesellschaftlichen Bewusstsein gegenwärtig zu halten.
„Über die Gelegenheit für ein solches Rennen, auf meiner Trainingsbahn in Hillesheim, freue ich mich sehr. Eigentlich sollte die Form für eine wirklich schnelle Zeit stimmen. Dafür werde ich alles tun“, sagt Samuel Fitwi. Foto: Peter Doeppes
Hillesheim/Eifel – Gelingt dem Top-Läufer Samuel Fitwi aus Stadtkyll heute Abend in Hillesheim eine Sensation? Die Deutsche Läuferelite ist heute Abend in der Eifel beim „SAUCONY INVITATIONAL HILLESHEIM“ am Start.
Bei diesem Einladungsrennen über 5000 Meter treten 16 Läufer gegeneinander an, um eine absolute Top Zeit im Bereich von 13:10 – 13:30 Minuten zu erzielen. Möglicherweise fällt sogar die sehr ambitionierte DLV Olympiaquali von 13:13 Minuten.
Das Rennen wird live auf dem Instagram Kanal von Saucony Deutschland (@saucony_germany) übertragen. Los geht es mit einer Pre-Show um 19.45 Uhr. Der Startschuss erfolgt um 20.00 Uhr.
Neben SAUCONY und der KSK VULKANEIFEL sponsern auch die BITBURGER BRAUEREI, GLS und das BMW AUTOHAUS KAINZ diese Veranstaltung.
Bischof Ackermann (Mitte) mit den Neupriestern Christian Kossmann (li) und Stephan Schmidt. Quelle/Foto: Bistum Trier/H. Thewalt
Region/Trier – Der Niedermendiger Christian Kossmann wurde gestern zum Priester geweiht. Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 22. Mai im Hohen Dom zu Trier Christian Josef Kossmann und Stephan Schmidt zu Priestern geweiht. Zu Beginn des Gottesdienstes erinnerte der Bischof daran, dass Jesus an Pfingsten seine Jünger in die Welt ausgesandt habe, damit sie ausgestattet mit der Kraft des Heiligen Geistes sein Wort verkünden. „Wir feiern, dass zwei Männer bereits sind, sich senden zu lassen in der Kraft des Auferstandenen. Darüber bin ich froh und dankbar.“
Die Weihekandidaten hätten mit ihrem Weihespruch „Er geht euch voran“ (Mk 16,7) aus dem Markus-Evangelium, das auch schon in der Osternacht gelesen wurde, einen lapidaren Satz gewählt, sagte der Bischof in seiner Predigt – der allerdings voll tiefer Bedeutung sei. „Denn er besagt zuerst und vor allem, dass Jesus Christus lebt.“ Dass die beiden Männer die priesterliche Existenz vor dem Hintergrund von Kritik, Diskussion und teils echter Resignation in der aktuellen Kirchenstunde mit Begeisterung annähmen, sei ein Zeichen für die Wahrheit von Ostern. „Das Wort Jesu und sein Beispiel rühren auch heute Menschen im Innersten an. Mehr noch: Er tritt in das Leben von Menschen, spricht sie persönlich an, beruft sie, nach seinem Beispiel und mit ihm zu leben.“
Gespür haben für die Gegenwart Gottes
In dem Weihespruch stecke aber noch eine weitere Bedeutung, die vor allem für die Menschen in der Seelsorge bedeutsam sei: „Wenn es nämlich stimmt, dass Jesus den Jüngern vorausgeht, dann müssen wir immer damit rechnen, dass dort, wo wir hinkommen, er bereits da ist.“ An vielen Orten sei der lebendige Christus da, doch sei er verborgen und den Menschen vor Ort womöglich selbst nicht bewusst. Doch: „Er ist da in ihren Fragen, in ihrer Sehnsucht nach einem sinnvollen Leben, nach Verständnis, nach Heilung. Er ist da in Gestalt der Armen und Bedürftigen, die auf Zuwendung und Hilfe warten. In all diesen verschiedenen Weisen seiner Gegenwart will er entdeckt werden.“ Dazu brauche es Menschen, die ein Gespür für ihn haben und ihn kennen. Priester und andere Seelsorgerinnen und Seelsorger seien die Spurensucher und Spurenleser unserer Zeit: „All das, was uns an innerer Beweglichkeit und Aufmerksamkeit für die Zeichen des lebendigen Christus abverlangt wird, steht unter der Verheißung, die wir aus dem Buch des Propheten Jesaja gehört haben.“ Das Versprechen, das Gott seinem Volk gegeben, und der Bund zwischen Gott und den Menschen, den Jesus mit seinem Blut besiegelt habe, „sollen gerade wir Priester mit unserem Dienst und unserem Leben immer wieder verkünden“, sagte er zu den Neupriestern. Die Gemeinden, in denen Kossmann und Schmidt künftig tätig sein werden, bat er, den jungen Kaplänen dabei zur Seite zu stehen. „Priester sein ist kein Solostück“, so der Bischof. Es brauche Menschen, die sie geschwisterlich und auch kritisch begleiten.
Segenswünsche auch per Live-Chat
Bei der anschließenden Weihe legten Kossmann und Schmidt nach der Anrufung des Heiligen Geistes ihr Gehorsamsversprechen gegenüber dem Bischof ab; es folgten Weihelitanei, Handauflegung und Weihegebet. Danach legten die Männer das Priestergewand an. Bischof Ackermann salbte nacheinander die Hände der Neupriester und gab ihnen Hostienschale und Kelch als Zeichen der Eucharistie. Anschließend feierten Kossmann und Schmidt mit dem Bischof und der Gemeinde die Eucharistie. Da das Platzangebot im Dom aufgrund der Hygienevorschriften begrenzt war, wurde der Gottesdienst im Internet übertragen – rund 450 Personen verfolgten den Livestream; viele nutzten den Live-Chat, um den Neupriestern ihre Glück- und Segenswünsche mit auf den Weg zu geben.
Christian Josef Kossmann, gebürtig aus der Pfarreiengemeinschaft (PG) Andernach, wird in der PG Schaumberg in Tholey (Theley) eingesetzt. Stephan Schmidt aus Birkenfeld wird Kaplan in der PG Saarburg, in der bereits als Diakon tätig war.
Gibt es am Pfingstmontag eine Sensation in Hillesheim? Grafik/Poster: Saucony Invitational
Hillesheim – Deutsche Läuferelite beim „SAUCONY INVITATIONAL HILLESHEIM“ Pfingstmontag am Start. Bei diesem Einladungsrennen über 5000 Meter treten 16 Läufer gegeneinander an, um eine absolute Top Zeit im Bereich von 13:10 – 13:30 Minuten zu erzielen. Möglicherweise fällt sogar die sehr ambitionierte DLV Olympiaquali von 13:13 Minuten.
v.l.n.r.: KSK Vorstandsmitglied Stephan Alt, Samuel Fitwi, Trainer Yanik Duppich und Moderator Bertold Mertes. Foto: Peter Doeppes
Eine solche hochkarätige Sportveranstaltung in unserer Vulkaneifel ist ein weiterer Beweis dafür, dass unsere Heimat vieles zu bieten hat. Natürlich gilt es das zu unterstützen. Wir freuen uns sehr über die Entwicklung von Samuel und wollen ihn sozusagen als Vulkaneifel-Botschafter auch in Zukunft begleiten“, so Stephan Alt von der KSK Vulkaneifel.
„Über die Gelegenheit für ein solches Rennen, auf meiner Trainingsbahn in Hillesheim, freue ich mich sehr. Eigentlich sollte die Form für eine wirklich schnelle Zeit stimmen. Dafür werde ich alles tun“, sagt Samuel Fitwi. Samuel Fitwi nahm im Februar in Monaco an einem Eliterennen über 5.000 Meter teil. Als einziger Deutscher belegte er in einem Weltklasse-Feld als drittbester Europäer den sechsten Platz. Mit seiner Zeit von 13.33 Minuten lief er Deutschen Rekord. Vor wenigen Tagen gewann er bei der Deutschen Meisterschaft über die 10.000 Meter Strecke die Bronzemedaille. Darüber hinaus ist er die aktuelle deutsche Nummer Eins über 10.000 Meter, mit einer Zeit von 28:00 Minuten. Foto: Peter Doeppes
Neben SAUCONY und der KSK VULKANEIFEL sponsern auch die BITBURGER BRAUEREI, GLS und das BMW AUTOHAUS KAINZ diese Veranstaltung.
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