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Postkarten für Oberbachem und Kürrighoven

Wachtberg-Oberbachem – Jahrelang hat sich Paul Giersberg Sorgen gemacht um den späteren Verbleib dreier Bilder von Oberbachem und Kürrighoven. Nämlich einem Ölgemälde von Walter Cüpper mit Kirche und Pfarrhaus, als Geschenk der Gemeinde Oberbachem zur Pensionierung von Lehrer Johann Zimmermann 1958, und zwei Aquarellen vom Maler L. Bucher mit der Kapelle in Kürrighoven und Schneiders Gutshof von 1947 als Zahlungsmittel für damals „gehamsterte“ Lebensmittel.

Wachtberg-Oberbachem: Hl. Drei Könige – Öl auf Leinwand von Walter Cüppers 1955.

Da leider keine Erben mit hiesigen Wurzel in Betracht kamen, hat Paul Giersberg an die Erben Gisela Carnessali, geborene Schneider, und Thea Zimmermann-Knorr appelliert, ihm diese Bilder zu vermachen. Als Gegenleistung hat er versprochen, dass diese Bilder jederzeit den Oberbachemer und Kürrighovener Bürgern zugänglich sind. In Vermächtnissen haben die beiden das festgelegt bzw. versprochen. Leider sind beide im Oktober bzw. Dezember 2020 verstorben.

Wachtberg-Kürrighoven: Hl. Scholastika – Aquarell von Ludwig Bucher 1947.

Zur großen Freude von Paul Giersberg haben deren Erben die Bilder überbracht. Als Sprecher des Arbeitskreises Heimatgeschichte im Verein für Brauchtumspflege und Ortsverschönerung Oberbachem e. V. hat Paul Giersberg mit der Hilfe vom Pressebüro Eberhard Schoppert jetzt drei schöne Postkarten machen lassen.

In der Hoffnung, dass die Karten guten Absatz finden und zu verschiedenen Anlässen in alle Welt verschickt werden, werden aus dem Erlös Reproduktionen in Originalgröße gemacht, die dann im Dorfsaal und im Pfarrheim ihren Platz finden sollen.

Die Karten sind äußerst preiswert für 0,50 Euro pro Karte bzw. 10 Karten für 4,00 Euro über Paul Giersberg (Tel. 0152 24493928) zu erhalten. (pg)

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Tag der Nachbarn 2021 – Nachbarschafts-Projekte in Rheinland-Pfalz helfen gegen Vereinsamung

Region/Mainz – „Gute Nachbarschaften stärken die Gemeinschaft und helfen, trotz der Kontaktbeschränkungen in der Coronazeit Vereinsamung zu verhindern. Allen Ehrenamtlichen, die Unterstützung und Kontakte zu einsamen alleinlebenden Menschen aufbauen und pflegen, gilt daher mein besonderer Dank in diesem Jahr“, sagte Sozial- und Transformationsminister Alexander Schweitzer anlässlich des heutigen „Tag der Nachbarn“. Der Aktionstag, der bereits zum zweiten Mal unter dem Zeichen von Corona steht, soll nicht nur helfen den Zusammenhalt der Nachbarschaften zu stärken, sondern auch Freude und Zuversicht verbreiten.

Die Landesinitiative „Neue Nachbarschaften – engagiert zusammen leben in Rheinland-Pfalz!“, hat während der Corona-Pandemie neue, insbesondere auch digitale Angebote geschaffen, von denen besonders ältere und alleinlebende Menschen profitieren. Zum „Tag der Nachbarn“ startet das neue Online-Programm „Lesebotschafter*innen – Türöffner*innen für lebendige Kontakte in der Nachbarschaft“. In einer digitalen Basisqualifizierung erhalten freiwillig Engagierte kreative Impulse, um durch Bücher bzw. das Lesen neue Kontakte mit älteren und einsamen Menschen zu schließen.

„Gemeinsames Lesen und der Austausch über Bücher oder Geschichten zu zweit oder in kleinen Gruppen, sind gute Türöffner, um die soziale Teilhabe dieser Personengruppe zu erhöhen und sie aus der Isolation zu holen“, erklärte Annette Scholl, Projektleiterin der Landesinitiative. Die ehrenamtlichen Lesebotschafter*innen sollen mit älteren oder einsamen Menschen zu Hause, in Mehrgenerationenhäusern, Tagespflegen oder Büchereien zusammen lesen und erzählen. Damit diese Angebote auch unter den Bedingungen der Pandemie stattfinden können, werden in der Fortbildung auch digitale Möglichkeiten über Videotelefonie oder Messenger-Dienste entwickelt, um miteinander in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen.

„Wir wollen die Kommunikationsstrukturen älterer Menschen in Rheinland-Pfalz stärken und die Beziehungen von und mit älteren Menschen weiter digital ausbauen“, betonte Alexander Schweitzer. „Die aktuellen Qualifizierungen und die digitalen Aktivitäten der über 170 Projekte in der Landesinitiative „Neue Nachbarschaften – engagiert zusammen leben in Rheinland-Pfalz!“, die Zusammenarbeit mit vielen der über 200 Digital-Botschafterinnen und Digital-Botschaftern, sind neue Impulse, die die nachbarschaftlichen Netzwerke in Rheinland-Pfalz weiter stärken und der Einsamkeit alleinlebender Menschen entgegenwirken. Ich freue mich über die vielen kreativen Ansätze für lebendige Nachbarschaftsprojekte“, so der Minister.

Die Landesinitiative „Neue Nachbarschaften – engagiert zusammen leben in Rheinland-Pfalz!“ mit ihren rund 170 teilnehmenden Initiativen und Projekten will alle Menschen in Rheinland-Pfalz dazu ermutigen, sich vor Ort für die Belebung der Gemeinschaft aktiv einzusetzen.

Interessierte können sich an den Projektträger Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V., Annette Scholl, Telefon: 0228/ 18 49 95 75, E-Mail: scholl@seniorenbueros.org, wenden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Landesinitiative https://neue-nachbarschaften.rlp.de

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Sportangebot am HJK wird verbessert

Kall-Steinfeld – Auf dem Klostergelände entstehen eine Sprintbahn und ein Rasenspielfeld für das Steinfelder Gymnasium – Fertigstellung vor dem Herbst geplant. Große Freude herrscht im Hermann-Josef-Kolleg: Die Bauarbeiten an den neuen Sportanlagen innerhalb des Klostergeländes in Steinfeld haben begonnen. Noch vor den Herbstferien, so der Plan, sollen der neue Sportplatz und der Leichtathletikbereich eröffnet werden.

Die Errichtung der Sprintbahn ist aufwendig, weil ein Höhenunterschied ausgeglichen werden muss. In dem mit Flatterband abgesteckten Bereich im Hintergrund wird das Calisthenics-Gerät aufgestellt. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Der Bedarf war groß, wie Schulleiter Thomas Frauenkron schildert. Die vorhandenen Sportanlagen in Steinfeld, die am Ortsausgang Richtung Wahlen liegen, waren kaum noch nutzbar. „Die Sprintbahn und der Kugelstoßbereich direkt neben dem Sportplatz waren zugewachsen“, so Frauenkron. Und nicht nur das: Der Fußmarsch vom Gymnasium bis zum Sportplatz war gerade in Einzelsportstunden viel zu zeitaufwendig. Wegen des Zustandes der Sportanlage wich das Hermann-Josef-Kolleg sogar ins Auelstadion in Kall aus.

„Es bestand also großer Handlungsbedarf, um den Sportunterricht in den Kerndisziplinen wie Leichtathletik oder Bundesjugendspiele und das Ablegen des Sportabzeichens anbieten zu können“, so Frauenkron weiter. In ersten Überlegungen wollte die Schule die alte Anlage instand setzen lassen. „Doch nach weiteren Überlegungen haben wir uns entschieden, in die Vollen zu gehen“, berichtete Frauenkron. Innerhalb der Klostermauern sollten neue Sportanlagen entstehen. Ein geeigneter Standort wurde mithilfe von Kloster-Geschäftsführer Pater Lambertus Schildt auch gefunden. „Mit den Arbeiten wurde der Unternehmer Thomas Peters aus Golbach mit Subunternehmen beauftragt“, berichtet Sportfachschaftsleiter Ralf Kremp

Direkt neben dem „Gummiplatz“, der Sportfläche mit Tartanboden, entsteht momentan eine 110 Meter lange Sprintbahn mit Tartanbelag. Hinzu kommen ein Areal fürs Kugelstoßen mit zwei Abwurfflächen, damit beim Sportunterricht keine zu großen Wartezeiten für die Schulklassen entstehen, sowie eine Weitsprunganlage mit Grube und Anlaufbahn. Da die Sprintbahn komplett eben werden muss, es aber momentan einen Höhenunterschied gibt, ist die Errichtung recht aufwendig. „Unter der Bahn benötigen wir einen Top-Untergrund“, sagt Kremp. Dazu wird Lava- und Recyclingmaterial mit rund 50 Lastwagenfahrten ins Kloster gebracht.

Fitness mit dem eigenen Körpergewicht

Zwischen der Bahn und dem Gummiplatz entsteht ein zehn mal zehn Meter großes Calisthenics-Feld. Dabei handelt es sich um ein Krafttraining, das mit dem eigenen Körpergewicht ausgeführt wird. Geräte unterstützten die Sportler dabei und erlauben beispielsweise Klimmzüge oder Hangeln. „Viele Kurse in der Oberstufe haben Fitnessinhalte. Dafür können wir das Feld dann nutzen“, sagt Sportlehrer Benjamin Schaafstall. Auch als Kletterspinne sei das Calisthenics-Gerät nutzbar – und zwar auch in den Pausen und nach dem Unterricht.

Finanziert wird es zum Teil aus dem Geld aus dem jährlichen Sponsorenlauf. Zwei Drittel der Einnahmen davon werden für soziale Zwecke der Salvatorianer gespendet, ein Drittel wird für Sport- und Gesundheitsprojekte an der Schule verwendet. „2020 hat die Schülervertretung dadurch insgesamt 18.000 Euro eingenommen, von denen 6000 Euro an die Schule gingen. Wir hoffen dieses Jahr auf Einnahmen in ähnlicher Höhe“, berichtet Kremp.

Die weitaus größere Baustelle befindet sich aber auf der anderen Seite der Hecke, die die Grenze zwischen Schulareal und Klosterareal darstellt. Auf einer Wiese, die zum Gästehaus des Klosters gehört und die Pater Lambertus zur Verfügung gestellt hat, entsteht ein 45 mal 65 Meter großes Rasenspielfeld.

Damit ist Sportunterricht im Freien wieder ohne langen Fußmarsch möglich. Nur für Langstreckenläufe muss man entweder den Weg rund um die Klostermauer nutzen oder das Auelstadion in Kall.

Geplant wurde die Anlage mit Satellitenbildern. Involviert waren die Sportfachschaft, Pater Lambertus Schildt, die Baufirma sowie die ausführenden Unternehmen. Insgesamt schlägt die Baumaßnahme mit rund 170.000 Euro zu Buche.

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„Aachen blüht“ auch am Laurensberger Bezirksamt

Aachen – Die Kolleg*innen des Bezirksamtes Laurensberg haben die Idee der Oberbürgermeisterin aufgegriffen und in einem Gemeinschaftsprojekt eine Rasenfläche vor dem Verwaltungsgebäude an der Rathausstraße in eine Blühwiese verwandelt. Fachliche Unterstützung erhielten sie von der Bezirkskolonne des Aachener Stadtbetriebes.

Auf ca. 60 qm blühen im „Vorgarten“ des Bezirksamtes einjährige und mehrjährige insektenfreundliche Pflanzen. Sobald auch das Wetter mitspielt wird die Blühwiese in den Sommermonaten durch ihre Blütenvielfalt sicherlich zum Blickfang. Der positive Nebeneffekt: ein Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt an Insekten in der Stadt wird ebenfalls geleistet. Für die Insekten ist neben der Blühwiese noch ein weiterer Anreiz geschaffen worden – ein kleines Insektenhotel, welches den Vorgaben des Naturschutzbundes entspricht, hängt an der Wand des Bezirksamts.

„Wir wollen mit der Anlage der Blühfläche zeigen, dass es auf mit wenig Aufwand möglich ist, einen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten“, sagt Bernd Thelen, stellvertretender Bezirksamtsleiter. Er ist überzeugt, dass es in wenigen Wochen hier blühen wird und die Insekten sich wohlfühlen werden, zumal das Insektenhotel direkt neben der Wiese hängt.

Thelen versichert außerdem: „Selbstverständlich werden sich die Mitarbeitenden des Bezirksamtes in Zusammenarbeit mit der Bezirkskolonne des Aachener Stadtbetriebes weiterhin um die Fläche kümmern, um so für den Erhalt Sorge zu tragen.“

Bezirksbürgermeisterin Petra Perschon freut sich über die Initiative des Bezirksamts: „Ich finde es toll, dass die Kolleginnen und Kollegen eine Vorreiterrolle eingenommen haben und die Aktion „Aachen blüht“ somit nach Laurensberg gebracht haben. Jetzt hoffe ich auf die Phantasie der Bürgerinnen und Bürger und würde mich freuen, wenn es in Laurensberg an vielen Ecken und Plätzen, in Gärten oder Blumenkästen ebenfalls blüht.“

Weitere Informationen

Unter www.aachen.de/aachenblueht ist das Programm von „Aachen blüht“ bis zum Abschluss der Kampagne im November einsehbar.

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Multiple Sklerose: Welche aktuellen Therapien gibt es?

Mayen – Dr. Marcus Mondroch vom St. Elisabeth Krankenhaus Mayen lädt für Montag, 31. Mai, zum Online-Vortrag ein. In Deutschland leben mehr als 250.000 Menschen mit der noch unheilbaren chronischen Erkrankung Multiple Sklerose (MS). Viele von ihnen können derzeit aufgrund der Corona-Pandemie ihr Zuhause nicht verlassen, ihre Kontakte nach außen sind auf soziale Netzwerke beschränkt. Umso dringender benötigen MS-Erkrankte und ihre Angehörigen in dieser Zeit fachkundige Informationen. Vor diesem Hintergrund bietet Dr. Marcus Mondroch, Leiter der Neurologischen Ambulanz des St. Elisabeth Krankenhauses in Mayen, am Montag, 31. Mai, anlässlich des Welt-MS-Tages zwischen 17 und 18 Uhr ein Online-Vortrag an.

Der Online-Vortrag ist ein Angebot des GK-Mittelrhein, um auch in Zeiten der Corona bedingten Kontaktbeschränkungen in gewohnt kompetenter Weise mit Patienten und Interessierten in den Austausch zu gehen. Abgedeckt werden ausgewählte Themen der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Wie kann man mitmachen? Sie können sich ganz einfach anmelden. Hierfür schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Thema des Vortrags im Betreff an veranstaltungen@gk.de. Für die Teilnahme benötigen Sie ein internetfähiges Endgerät mit Lautsprecher (PC, Laptop, Tablet, Handy) Über alles weitere informieren wir Sie dann rechtzeitig vor der Veranstaltung persönlich.

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Wie funktioniert Waldorfschule?

Mechernich-Satzvey – Fünfteiliger Kursblock der Freien Veytalschule ab Dienstag, 1. Juni, 19 bis 21 Uhr – Anmeldung erforderlich. Die Waldorf Nordeifel Freie Veytalschule Satzvey veranstaltet ab Dienstag, 1. Juni, an fünf aufeinanderfolgenden Dienstagen jeweils von 19 bis 21 Uhr einen Kursblock für alle an der Waldorfpädagogik Interessierten. Darin wird Kursleiterin Ulrike Danke, Waldorfklassenlehrerin im Ruhestand, einen Überblick über Methoden und Lehrplan der Waldorfpädagogik geben. Mit den Kursteilnehmern wird sie den Unterricht der Klassen 1 bis 8 veranschaulichen und die Entwicklung der Kinder und das Konzept betrachten.

Als eine Zielgruppe richtet sich der Kursblock an Menschen, die in ihrer eigenen Jugend eine Regelschulzeit kennengelernt haben. Aber es werden auch Fragen beantwortet, wie die Freie Waldorfschule mit Eurythmie, Orchester und Gartenbau, dafür aber ohne Noten und ohne Sitzenbleiben funktioniert.

Eine vorherige Anmeldung per E-Mail an info@veytalschule.de ist zwingende Voraussetzung. Die Veranstaltung findet in der Freien Veytalschule (Am Kirchturm 7 in Satzvey) unter den jeweils geltenden Hygiene- und Abstandsregeln statt. Es herrscht FFP2-Maskenpflicht. Sollten die Coronarestriktionen eine Veranstaltung in Präsenz verbieten, behält sich der Veranstalter vor, den Kurs oder einzelne Termine abzusagen.

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Wirtschaft

Von der Schule auf den Chefposten

Region/Düsseldorf – Gründungspotenzial von Jugendlichen stärker fördern – Land NRW setzt auf starke Netzwerke. Minister Pinkwart: Es braucht eine breite Unterstützung für minderjährige Gründerinnen und Gründer, um Unternehmergeist in die Gesellschaft zu tragen. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW teilt mit:

Das Land Nordrhein-Westfalen hat eine Offensive gestartet, um Schülerinnen und Schüler sowie Azubis über ihre Möglichkeiten als Jungunternehmerinnen und -unternehmer zu informieren. Denn laut einer Online-Befragung von STARTUP TEENS wollen 49 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler später ein eigenes Unternehmen gründen. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hat sogar ergeben, dass 64 Prozent der 16- bis 25-Jährigen in Deutschland Firmengründer werden wollen. Diesen Gründergeist will die Landesregierung nun frühzeitig fördern und gründungsinteressierte Jugendliche besser unterstützen.

Auf der neu eingerichteten Website www.gründen.nrw/schwerpunkte/schuelerinnen-und-schueler bietet das Land dafür nun viele Informationen über die Möglichkeiten und Voraussetzungen einer U18-Gründung.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Das Bild vom älteren, männlichen Unternehmer mit Zigarre ist immer noch weit verbreitet. Wir wollen Jugendlichen zeigen, wie Unternehmertum in der Realität aussieht und wie sie sich selbst einbringen können. Dafür müssen wir ihnen ermöglichen, bereits vor dem 18. Lebensjahr eigene Erfahrungen mit einer Gründung zu sammeln, ihnen Verantwortung zutrauen und Vertrauen schenken. Um sie auf ihrem Weg zu begleiten, haben wir ein Netzwerk von Mentoren und Ansprechpersonen ins Leben gerufen, die den jungen Menschen bei allen wichtigen Fragen zur Seite stehen.“

In zwei Workshops mit Vertretern des Wirtschaftsministeriums, des Schulministeriums, des Kinder- und Jugendministeriums und des Justizministeriums sowie der STARTERCENTER.NRW, der Rechtspflege, STARTUP TEENS GmbH und IW Junior gGmbH haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Maßnahmenpaket erarbeitet, um junge Gründerinnen und Gründer gezielter zu unterstützen. So soll unter anderem verstärkt informiert werden zum Gründungsprozess bei Minderjährigen, zu Role Models, zu Wettbewerben und Schülerfirmen, außerdem werden bei den STARTERCENTER.NRW, START-UP TEENS GmbH, Wirtschaftsjunioren und IW Junior gGmbH konkrete Ansprechpersonen benannt, an die sich gründungsinteressierte Jugendliche wenden können.

Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Zu einer verantwortungsvollen Bildungspolitik zählt auch das Ablegen von Scheuklappen zur Betrachtung der Welt außerhalb des Kosmos Schule – die Welt, in die Schule ihre Schülerinnen und Schüler entlässt. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Unternehmen, Unternehmern und Unternehmerinnen nicht nur im Unterricht zu thematisieren, sondern Schülerinnen und Schülern zusätzlich mit Hilfe außerschulischer Role Models auch die Möglichkeit einer eigenen unternehmerischen Selbstständigkeit als mögliche Zukunftsperspektive praktisch zu vergegenwärtigen, ist ein sinnvoller Baustein, sie zu einer selbstbestimmten beruflichen Lebensgestaltung zu befähigen.“

Kinder- und Jugendminister Dr. Joachim Stamp: „Es ist großartig, wenn Kinder und Jugendliche ihren Unternehmergeist entdecken und eine eigene Firma gründen wollen. Diese Entscheidung unterstützen wir als Landesregierung aus voller Überzeugung, denn sie ist eine großartige Chance. Der Aufbau der eigenen beruflichen Existenz ist ein sehr prägender Schritt in der eigenen Entwicklung. Die Landesregierung steht jungen Unternehmensgründerinnen und Unternehmensgründern dabei als starker Ansprechpartner zur Seite.“

Die Maßnahmen umfassen im Einzelnen:

  • eine Website mit allen Informationen für gründungsinteressierte Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen,
  • Beispiele von jungen Gründerinnen und Gründern, die ihre Geschichte erzählen,
  • Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner,
  • die STARTERCENTER.NRW, die als erste Anlaufstelle Informationen zu den besonderen Anforderungen der Gründungen Minderjähriger erhalten,
  • einen Leitfaden mit Informationen zum familiengerichtlichen Verfahren, das für eine U18-Gründung notwendig ist,
  • ein abgestimmtes Informationsangebot für Lehrerinnen und Lehrer mit Ansprechpartnern und Ansprechpartnerinnen.

Alle Informationen zur Initiative unter: www.gründen.nrw/schwerpunkte/schuelerinnen-und-schueler

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IHK und HWK stellen Betrieben insgesamt 20.000 kostenlose Schnelltests zur Verfügung

Region/Trier – Erstmalig können die Tests heute Freitag, 28.05.2021, abgeholt werden. Die Ausgabestelle befindet sich auf dem Gelände der IHK Trier in der Herzogenbuscher Str. 14 auf der Hausrückseite. Je 20 Tests pro Grenzpendler oder im Ausland eingesetzten Mitarbeiter können bei den Wirtschaftskammern abgeholt werden. Die Ausgabe der Tests findet bei der IHK Trier täglich (Montag bis Freitag) und ohne Voranmeldung zwischen 10:00 und 12:00 Uhr statt. 

Um den reibungslosen Grenzverkehr trotz Corona-Pandemie auch in der Großregion weiterhin sicherzustellen, können Grenzpendler und Unternehmen mit grenzüberschreitenden Tätigkeiten ein zusätzliches freiwilliges Testangebot nutzen. IHK und HWK Trier stellen hierfür gemeinsam 20.000 Schnelltests zur Verfügung – und das unbürokratisch und kostenlos. Betroffene Unternehmen erhalten bis zu 20 Tests pro beschäftigten Grenzpendler.

Die Handwerkskammer gibt die Tests nach vorheriger Reservierung unter Angabe der gewünschten Menge per Mail an corona-test@hwk-trier.de in abgestimmten Zeitfenstern heraus. Die Ausgabe der Tests findet statt, solange der Vorrat reicht.

Gespendet wurden die Antigentests von der EU-Kommission an Bundesländer mit Grenzregionen. Der Bund hat 500.000 dieser Tests dem Land Rheinland-Pfalz für betroffene Unternehmen zur Testung ihrer Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt. In der Region Trier werden die Schnelltests nun von den beiden Wirtschaftskammern verteilt.

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute nach dem Bund-Länder-Gespräch

Region/Mainz – Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeigte sich nach der Bund-Länder-Schalte mit der Bundeskanzlerin vorsichtig optimistisch, dass der Impffortschritt weiter Fahrt aufnehmen wird. „Unsere Inzidenzen sind in den vergangenen Tagen signifikant gesunken. Das ist ein schöner Erfolg der Bürger und Bürgerinnen, die sich vorbildlich an die Corona-Maßnahmen gehalten haben. Dazu kommen viele Tests und ein zügiger Fortschritt beim Impfen. Wir in Rheinland-Pfalz wollen allen Impfwilligen ein möglichst zeitnahes Angebot machen. Der begrenzende Faktor ist allerdings nach wie vor der Mangel an Impfstoff. Auf Dauer werden wir die Pandemie nur besiegen können, wenn uns genügend Impfstoff zur Verfügung steht“, so die Ministerpräsidentin. Im Juni ist mit einer deutlichen Steigerung der Impfstofflieferungen zu rechnen. Nach ca. 891.000 Impfstoffdosen aller Hersteller im Mai wird für den Juni eine Gesamtzahl von ca. 1.550.000 Dosen für Rheinland-Pfalz erwartet. Dies ist eine Steigerung um fast 75 Prozent im Vergleich zum Mai.

Schulen auch ohne Impfungen ein sicherer Ort

„Die wichtigste Nachricht ist für mich, dass die Bund-Länder-Runde festgestellt hat, dass ein sicherer Schulbetrieb gewährleistet ist, unabhängig davon, wie viele Schüler und Schülerinnen ein Impfangebot wahrnehmen“, so die Ministerpräsidentin. „Darin waren sich Bund und Länder mit dem Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission, Professor Thomas Mertens, einig. Die guten Hygiene-Konzepte in den Schulen in Kombination mit den Impfungen von Lehrern und Lehrerinnen machen die Schulen nach wie vor zu einem sicheren Ort“, sagte die Ministerpräsidentin.

Impfung von Kindern und Jugendlichen

Zur Impfung von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren sei eine Entscheidung der EMA hinsichtlich der Zulassung in den nächsten Tagen zu erwarten, damit sei dann auch eine Impfung dieser Altersgruppe möglich. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) werde zu dieser Altersgruppe eine Empfehlung vorlegen. Damit könnten sich Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren voraussichtlich ab dem Ende der Priorisierung zum 7. Juni 2021 um einen Impftermin insbesondere bei niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen bemühen. Aufgrund des nach wie vor nur begrenzt verfügbaren Impfstoffes bedeute dies allerdings nicht, dass bereits kurzfristig für diese Gruppe Termine verfügbar seien. In jedem Fall müssten natürlich zunächst die Eltern entscheiden, ob ihre Kinder geimpft werden sollen. Rheinland-Pfalz bereite sich derzeit auf die Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen in die Impfkampagne vor. Eine wichtige Säule seien dabei die Haus-, Kinder- und Jugendärzte, die die Kinder oftmals über Jahre kennen und die entsprechende Expertise mitbringen. Inwieweit die Impfzentren zusätzlich einbezogen werden, müsse nach Vorliegen der STIKO-Empfehlung geprüft werden.

Sommerreisen

Weiterhin bestand Einigkeit, dass Urlaub in Deutschland aufgrund der weitgehenden Gleichstellung von negativen Tests auch für Ungeimpfte ohne Weiteres möglich sei. Darüber hinaus habe die Bundeskanzlerin darauf hingewiesen, dass viele Staaten der EU beabsichtigen, ebenso zu verfahren, so die Ministerpräsidentin.

Digitaler Impfnachweis

Auch der internationale Beleg für die vollständige Impfung war Thema der Bund-Länder-Beratungen. Die Runde sei sich einig gewesen, dass an einer einheitlichen, digitalen Lösung kein Weg vorbeiführe. In diesem Zusammenhang seien organisatorische Fragen genauso besprochen worden wie EU-Vorgaben und mögliche Auswirkungen auf das Umsetzungstempo. „Wir waren uns alle einig, dass wir mit dem digitalen Impfnachweis einen unbürokratischen und gleichzeitig fälschungssicheren Weg gehen müssen. Er soll eine echte Erleichterung nach der Pandemie für all jene mit sich bringen, die bereit waren, auch mit der Impfung sich und andere zu schützen. Einen Flickenteppich bei der Anerkennung des Impfstatus darf es weder bundes- noch weltweit geben“, betonte die Ministerpräsidentin.

Perspektivplan/Weiteres Vorgehen in Rheinland-Pfalz

„Vor einigen Wochen haben wir einen Perspektivplan in drei Öffnungsschritten vorgelegt. Wir waren mutig, aber nicht übermütig. Und die Entwicklung der Infektionen zeigt, dass wir genau richtig gehandelt haben. Deshalb können wir nächste Woche konsequent den nächsten Öffnungsschritt gehen“, so die Ministerpräsidentin. „Die genauen Details werden wir am kommenden Dienstag im Ministerrat beraten. Da wir aber in den letzten Tagen eine deutlich bessere Entwicklung hatten, als zu erwarten war, können wir den nächsten Schritt auch etwas umfangreicher gestalten, als bisher angekündigt.“

Die Ministerpräsidentin beabsichtigt vor diesem Hintergrund, dem Ministerrat für Regionen, in denen die Bundesnotbremse nicht gilt, mit einer Geltung ab kommendem Mittwoch vorzuschlagen:

  1. Kontaktbeschränkung lockern auf einheitlich 5 Personen unabhängig von der Anzahl der Haushalte. Kinder bis 14 zählen weiterhin nicht mit.
  2. Keine Testpflicht mehr beim Besuch der Außengastronomie bei möglichst umfassender digitaler Kontaktnachverfolgung
  3. Öffnung von Innengastronomie und Kulturveranstaltungen im Innenbereich mit bis zu 100 Personen sowie Kulturveranstaltungen im Außenbereich mit größerer Personenzahl und Öffnung der Freibäder

„Rheinland-Pfalz hat sehr erfolgreich auf zwei Säulen gesetzt, um schnell und flächendeckend impfen zu können: Zum einen bleiben die weiterhin notwendigen Impfzentren bestehen, zum anderen stehen die sehr engagierten, niedergelassenen Ärzte bereit, um im großen Stil zu impfen. Mit dem Start der Impfungen durch Betriebsärzte und -ärztinnen ab dem 7. Juni können wir weiter Fahrt aufnehmen. Trotz der Rückschläge bei der Impfkampagne haben wir gezeigt: Wir bleiben stärker als das Virus“, betonte die Ministerpräsidentin.

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Kein verkaufsoffener Sonntag am 6.Juni 2021 in Wittlich

Wittlich – Eigentlich sollte am ersten Juniwochenende der Sommerkarneval der Wittlicher Karnevalsvereine stattfinden. Begleitet von einem verkaufsoffenen Sonntag wollten die Akteure für Spaß und Gute Laune bei den Besuchern sorgen. Vor kurzem mussten die Karnevalsvereine das geplante Veranstaltungswochenende wegen der Coronaeinschränkungen absagen.

Deshalb kann auch der geplante verkaufsoffene Sonntag am 6. Juni nicht stattfinden. „Leider ist die verantwortliche Durchführung der Veranstaltung aufgrund der Pandemie nicht möglich“, bedauert Claudia Jacoby, Vorsitzende des Verein Stadtmarketing, „Alles, was den Einkaufssonntag erfolgreich macht, bleibt auf der Strecke. Gute Stimmung, viele nette Begegnungen, neugierige Kunden, gute Gespräche, unbeschwerter Zeitvertreib. Fehlen würde wahrscheinlich auch die freie Nutzung der Außengastronomie.“