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Wirtschaft

BITMi-Präsident Oliver Grün trifft Präsident Macron zum Start von Scale-Up Europe in Paris

Aachen/Paris – BITMi und DIGITAL SME Präsident Dr. Oliver Grün traf am Dienstag, 15. Juni den französischen Präsidenten Emmanuel Macron zum Start der Initiative Scale-Up Europe im Pariser Elysée-Palast. Die Initiative wurde vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron ins Leben gerufen, um den globalen Aufstieg europäischer Tech-Führungskräfte zu beschleunigen. Im Mittelpunkt stehen vier Schlüsselfaktoren: Talent, Investitionen, Zusammenarbeit zwischen Startups und Unternehmen und Deep Tech.

Auch der Dachverband kleiner und mittelständischer IT-Unternehmen, European DIGITAL SME Alliance, dem auch der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) angehört, ist Scale-Up Europe beigetreten – ebenso wie mehr als 150 führende Tech-Gründer, Investoren, Forscher, CEOs von Unternehmen und Regierungsvertreter in Europa.
Scaleups, manchmal auch als wachstumsstarke Unternehmen bezeichnet, sind definiert als Unternehmen mit mehr als 20 % Wachstum pro Jahr über einen Zeitraum von drei Jahren. 1Die Europäische Kommission betrachtet diese Unternehmen als „Europas Champions bei der Schaffung von Arbeitsplätzen“, obwohl nur 3 % der Startups die Scale-up-Phase erreichen.

„Es ist höchste Zeit für eine breit angelegte europäische Initiative, um unsere Zukunft als Tech-Kontinent zu unterstützen“, bemerkte BITMi und DIGITAL SME Präsident Dr. Oliver Grün, der an der Auftaktveranstaltung in Paris teilnahm. „Präsident Macron sendet ein starkes Signal, indem er Europas Tech-Scale-ups zu einer Priorität macht. Als digitale KMUs sind wir verpflichtet, mit politischen Entscheidungsträgern und anderen Tech-Akteuren zusammenzuarbeiten, um diese Initiative zu einem Erfolg zu machen.“

Nicht nur Startups: Auch KMU können zu Scaleups werden
Obwohl sie meist mit Neugründungen in Verbindung gebracht werden, bekräftigte Dr. Grün: „Nicht nur Startups können zu Scale-Ups werden, sondern auch etablierte IT-Mittelständler, wenn sie es schaffen, ein Booster-Geschäftsmodell zu starten“. Dr. Grün hat sein eigenes IT-Unternehmen, die GRÜN Software Gruppe, vor über 30 Jahren gegründet und ist im letzten Jahr in eine sehr erfolgreiche Scale-up-Phase eingetreten.

Durch die Mitgliedschaft bei Scale-Up Europe möchte DIGITAL SME das Bewusstsein für die Kraft von KMU-basierten Innovationsökosystemen erhöhen. In Übereinstimmung mit dem Fokus von Scale-Up Europe auf „Startup-Corporate-Collaboration“ betont die Allianz die Bedeutung des Aufbaus von Ökosystemen, in deren Mittelpunkt KMU stehen.

Eine Strategie, die auf Zusammenarbeit und KMUs aufbaut
Diese Ökosysteme bewirken die digitale Transformation traditioneller Unternehmen, schaffen hochwertige Arbeitsplätze und erhöhen die digitalen Kompetenzen in Europa. Am wichtigsten ist, dass sie durch die Entwicklung sogenannter „Enabling Technologies“ neuartige Lösungen für Probleme wie den Klimawandel hervorbringen. Daher sind KMU-basierte Ökosysteme eine wichtige Säule der nachhaltigen Digitalisierung.

Wenn Europa zu den USA und China aufschließen will, müssen wir auf unsere eigenen Stärken bauen und einheimische Innovationen unterstützen. Daher ist Scale-Up Europe ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu europäischer digitaler Souveränität.

Die Allianz freut sich auf die Zusammenarbeit mit Scale-Up Europe, um Europas Status als Wiege der globalen Innovation voranzutreiben und unsere heimischen IT-Unternehmen zu unterstützen. Wie Grün es ausdrückte: „Lassen Sie uns unter Hunderttausenden von IT-KMUs in ganz Europa diejenigen finden, die zu Scale-Ups werden können. Lassen Sie uns zusammenarbeiten, um dies zu ermöglichen.”Lassen Sie uns eine Strategie entwickeln, um erfolgreiche Startups und KMUs zu identifizieren und zu unterstützen, die sich für hohes Wachstum und Innovation einsetzen!

Über den Bundesverband IT-Mittelstand:
Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) vertritt über 2.000 IT-Unternehmen und ist damit der größte IT-Fachverband für ausschließlich mittelständische Interessen in Deutschland.

Über Deutschland kann digital!:
Die Kampagne Deutschland kann digital! wird von den Wirtschafts- und Digitalverbänden BITMi, BVMW, eco , GI, BREKO sowie dem KI Bundesverband getragen. Als Plattform für Fallbeispiele digitaler Lösungen aus der deutschen Wirtschaft verhilft sie zahlreichen Hidden Champions zu bundesweiter Sichtbarkeit. Zugleich ist sie im wichtigen Wahljahr 2021 ein zentrales Diskussionsforum für die digitalpolitische Agenda der nächsten Jahre.

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Großes gelingt gemeinsam – Wir wollen aus dem Umbruch einen Aufbruch machen

Region/Mainz – Regierungserklärung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Die Politik der kommenden Jahre wird darüber entscheiden, ob wir auch in Zukunft in einem liebenswerten Rheinland-Pfalz leben werden. Diese zweite Ampelregierung wird dafür mit aller Kraft arbeiten. Ich weiß, dass viele schwer an den Folgen der Corona-Krise tragen oder müde sind, schon wieder neue, große Aufgaben anzupacken. Corona ist eine Zäsur. Und die Folgen der Pandemie sind erst in Umrissen erkennbar. Aber wenn wir die Zukunft gewinnen wollen, dann müssen wir heute entschlossen handeln.

Dabei haben wir gerade diejenigen im Blick, die unter der Pandemie besonders gelitten haben. Wir spüren doch deutlich, dass wir in einem Veränderungsjahrzehnt leben, das noch entschiedenere Antworten auf die großen Herausforderungen der Zeit fordert: Klimawandel und Digitalisierung verändern alle Bereiche unseres Lebens. Wir haben einen Zukunftsvertrag geschlossen. Wir wollen aus dem Umbruch einen Aufbruch machen. Wir stehen für eine Politik der Nachhaltigkeit, die Ökologie, Ökonomie und gesellschaftlichen Zusammenhalt konsequent zusammen denkt“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrer Regierungserklärung vor dem rheinland-pfälzischen Landtag. Sie skizzierte, wie sie mit ihrer Regierung die nachhaltige Zukunft von Rheinland-Pfalz gestalten will.

In der vergangenen Legislaturperiode habe die Ampel-Regierung bereits wichtige Weichen für eine gute Zukunft gestellt. Mit einem Schwerpunkt auf der Bildung, mit dem modernsten Kita-Gesetz in Deutschland und einer zukunftsfesten Hochschullandschaft. Rheinland-Pfalz habe seit Jahren die drittniedrigste Arbeitslosigkeit bundesweit und den vierthöchsten Industrieanteil in Deutschland. Hidden Champions und Leuchttürme bei der Pandemiebewältigung wie Beatmungsgeräte von Löwenstein und Fritz Stephan, Impfstoff von BioNTech oder Ampullen von Schott zeigten die Stärke des Wirtschaftsstandortes. „Wir machen Industriepolitik mit Zukunft. Uns ist es gelungen, eine große Batteriezellfabrik nach Kaiserslautern zu holen“, so die Ministerpräsidentin weiter.

Um den Strukturwandel nachhaltig erfolgreich im Sinne der Menschen zu meistern, formuliere die Landesregierung ihre Ziele noch ehrgeiziger und mache noch mehr Tempo. „Wir wollen Rheinland-Pfalz in einem Korridor von 2035 bis spätestens 2040 klimaneutral machen, die Schulen der Zukunft in unserem Land entwickeln und die Menschen zu Gewinnern der Transformation in der Arbeitswelt machen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Klima- und Umweltschutz sei eine zentrale Querschnittsaufgabe der Politik. Um Klimaneutralität bis spätestens 2040 zu erreichen, werde bis 2030 die Stromerzeugung mit Windenergie verdoppelt und mit Photovoltaik verdreifacht. Die Landesverwaltung werde dabei vorangehen und bereits bis 2030 klimaneutral sein. Um die Dringlichkeit der Klimaziele zu unterstreichen, wolle Rheinland-Pfalz den Klimaschutz als Staatsziel in der Verfassung verankern.

Der Wald sei bei der Klimakrise „Betroffener“ und „Verbündeter“ zugleich, er leide massiv, sei aber selber ein großer Klima- und Artenschützer. „Beim Bau von Windkraftanlagen achten wir sehr genau, wohin“, kündigte die Ministerpräsidentin ein transparentes und kooperatives Vorgehen beim Ausbau der Windenenergie an.

Das Zusammendenken von Ökologie, Ökonomie und sozialer Gerechtigkeit werde sie mit Nachdruck vorantreiben und in der Staatskanzlei einen „Zukunftsrat für nachhaltige Entwicklung“ ins Leben rufen. Die renommierte Wissenschaftlerin Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, werde die Leitung übernehmen.

Nachhaltigkeit bedeute auch, beste Bildung für alle Kinder zu ermöglichen. „Wir brauchen Menschen, die kluge Ideen entwickeln und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Wir sind das Bildungsland der Bundesrepublik, mit Gebührenfreiheit und Ganztagsschule. Und wir tun alles, damit das so bleibt“, unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Allein in diesem Jahr werde Rheinland-Pfalz 80 Millionen Euro bereitstellen, um die Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche abzumildern.

Die Corona-Pandemie habe schonungslos aufgedeckt, wo es bei der Digitalisierung noch hapere. „Wir unterstützen die Schulträger mit aller Kraft dabei, bis spätestens zum Ende des nächsten Schuljahres alle Schulen flächendeckend mit WLAN auszustatten. Zum Schuljahr 2022/2023 werden alle Schüler und Schülerinnen über die Lernmittelfreiheit ein digitales Endgerät unentgeltlich ausleihen können. „Den Schub der Digitalisierung münzen wir jetzt zu einem Erfolg für die Zukunft um,“ erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Das Land habe den „Schulcampus RLP“ entwickelt, Fort- und Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte massiv ausgebaut und werde mit dem 10 Millionen-Euro starken „Zukunftsfonds“ Schulen unterstützen, die sich aufmachen möchten, neue Wege zu erproben. Schule der Zukunft heiße auch, analog und digital Wissen zu vermitteln, das sich selbst rasant entwickle, den Schulalltag gesund und umweltbewusst zu gestalten oder Verantwortung im eigenen Umfeld zu übernehmen, so die Ministerpräsidentin. „Dafür braucht es passende Arbeitsformen mit flexiblen Unterrichts- und Lernzeiten und eine eigene Pädagogik, die digitales Lernen zu allererst als Form versteht, Wissen zu erwerben und die Welt zu verstehen.“ Bei der Förderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) gehöre Rheinland-Pfalz bereits jetzt bundesweit zur Spitze.

Die Städte und Kommunen seien starke Partnerinnen des Landes, das habe sich in der Corona-Krise wieder gezeigt. „Mit mehr als sechs Milliarden Euro fließt über ein Drittel des Landeshaushalts an unsere Städte und Gemeinden, 2021 wird das Volumen des Kommunalen Finanzausgleichs auf 3,45 Milliarden Euro angewachsen sein, das sind höhere Zuweisungen denn je“, unterstrich die Ministerpräsidentin.

„Wir wollen unsere Innenstädte wieder zu attraktiven Orten der Begegnung, des Handels, der Kultur und des Genusses machen. Nachhaltig und im engen Zusammenwirken mit den Menschen vor Ort“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer weiter. Bereits vor Corona habe Online-Handel zu Leerständen geführt, mit gravierenden Folgen für das Gesicht unserer Städte. Daher werde die Landesregierung auf Einzelhandelsgipfeln nach den richtigen Strategien suchen. Dabei sollen Gastronomiebetriebe, Kreativ- und Veranstaltungswirtschaft sowie alle weiteren Akteure und Akteurinnen zusammengebracht werden. Dort, wo es Leerstände und verödete Plätze gibt, setze man auf alternative Nutzungsformate wie Pop-Up-Stores, die von lokalen Kreativen belebt werden, oder Makerspaces, in denen sich das örtliche Handwerk vorstelle.

„Wir alle spüren: Der Wandel ist unser permanenter Begleiter. Er bietet viele Chancen, aber der Druck auf den Einzelnen steigt, mit der hohen Geschwindigkeit mitzuhalten“, erklärte die Ministerpräsidentin. „Mein ganz persönliches Ziel ist es, dass die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und die Unternehmen in unserem Land stark aus diesem Wandel hervorgehen.“ Die Landesregierung nehme die Menschen mit und gestalte die Transformation so, dass Rheinland-Pfalz auch zukünftig das Land des Zusammenhalts und der guten Arbeit bleibe. Dazu habe sie den Transformationsrat eingerichtet und werde eine Transformationsagentur schaffen. Erste Themen seien Qualifikationen und Weiterbildungen im Bereich der Digitalisierung, neue Arbeitsformen und Arbeitszeitmodelle sowie das Zusammenarbeiten in Zeiten von verstärktem Homeoffice.

Rheinland-Pfalz habe eine starke, international wettbewerbsfähige Industrie, erfolgreiche Unternehmen und bundesweit die zweithöchste Exportquote aller Flächenländer. Dazu seien innovative Ideen notwendig: Technologieorientierte Unternehmen und Start-ups sollen deshalb in Rheinland-Pfalz hervorragende Bedingungen vorfinden. Dazu lege das Land einen Wachstumsfonds auf, der Wagniskapital für Start-ups bereitstelle. „Mit Landesprogrammen geben wir angehenden Gründern und Gründerinnen die Unterstützung, die sie zur Umsetzung ihrer Idee brauchen. Frauen wollen wir ausdrücklich bei einer Gründung unterstützen; mit einem Landespreis machen wir erfolgreiche Gründerinnen und ihre Wege noch sichtbarer.“ Auch die Hochschul- und Forschungslandschaft seien wichtige Standortfaktoren.

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Hochschulen ab dem kommenden Semester wieder Orte der Begegnung werden können“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Wichtig sei ihr, dass kein junger Mensch aus finanziellen Gründen von einem Studium abgehalten wird. Daher werde Rheinland-Pfalz die Zweitstudiengebühren abschaffen und sich auf Bundesebene für eine Reform des BAföG einsetzen.

„Wir werden unsere ehrgeizigen Ziele nur erreichen, wenn wir gute Bildung und innovative Forschung miteinander verbinden.“ Rheinland-Pfalz sei schon heute ein Vorreiter in der Erforschung und Anwendung Künstlicher Intelligenz und solle in Zukunft Modellregion für Wasserstofftechnologie und zu einem führenden Standort der Biotechnologie werden. Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Wir werden das Momentum nutzen, das der weltweite Erfolg von BioNTech ausgelöst hat.“ In den kommenden zehn Jahren werde das Land mindestens 100 Millionen Euro zusätzliche Landesfördermittel in die Forschung am Wissenschaftsstandort Mainz investieren und strebe eine Verdopplung dieser Summe durch Bundes- und private Mittel an.

Rheinland-Pfalz sei das Land des ehrenamtlichen Engagements, der vernetzten und umweltfreundlichen Mobilität und der guten Pflege und Gesundheitsversorgung. „Die Arbeit für und am Menschen muss einen höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft haben“, kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer an, sich für bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Entlohnung bei Gesundheit und Pflege einzusetzen.

Rheinland-Pfalz habe Rekordeinstellungen bei der Polizei, damit den stärksten Polizeikörper, den das Land je aufwies, und eine starke Justiz. Die Landesregierung wolle das Wahlalter bei Kommunal- und Landtagswahlen auf 16 Jahre absenken und strebe an, den Begriff „Rasse“ in der Landesverfassung zu ersetzen. Ein Viertel der Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen habe Migrationshintergrund. „Diese Vielfalt schätzen wir sehr, Rheinland-Pfalz ist ein Land der Offenheit, des Respekts und der Toleranz.“ Sie trage „Europa im Herzen“ und werde internationale Partnerschaften weiter pflegen, so die Ministerpräsidentin.

„Ich lebe eine Kultur des Miteinanders, mit Bürgerinnen und Bürgern, Parlament und Sozialpartnern. Weil ich weiß, dass wir Großes schaffen können, wenn wir gemeinsam anpacken. Für mich gibt es keinen schöneren Auftrag als alles zu geben, damit auch unsere Kinder in unserem schönen Rheinland-Pfalz gut leben können“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer zum Abschluss.

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Tourismus

Burgfestspiele Mayen: Restkarten für Premiere „Pension Schöller“ am Samstag, 19. Juni

Mayen – Für die Premiere des Komödienklassikers am Samstag, dem 19. Juni, um 20 Uhr gibt es wieder Karten – jetzt heißt es: Schnell buchen! Die rasend schnelle, pointiert witzige Posse führt das Publikum in das Berlin der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Regisseurin Carola Söllner ist dem Mayener Publikum durch ihre Inszenierungen von „Tschick“ und „Eine Sommernacht“ im Alten Arresthaus und von „Ernst sein ist wichtig“ im Burghof bestens bekannt. Auch auf der Bühne sind viele bekannte Gesichter zu sehen: Charles Ripley als Klapproth senior, Matthias Manz als von der Bühne träumender Eugen, Alessa Kordeck und Marius Schneider als jugendliches Traumpaar, Wiebke Isabella Neulist als Klapproths verträumte und doch handfeste Schwester Ida, Andreas Schneider als fabulierender Wissenschaftler, Georg Lorenz als empfindsamer Ex-Militär und Saskia Kästner als Geschichten aufsaugende Schriftstellerin sind mit von der Partie. Aber auch ein Neuzugang im Festspielensemble ist zu entdecken: Oliver Jaksch ist erstmals in Mayen zu sehen und spielt Ludwig Schöller, den Besitzer der gleichnamigen Pension.

Alle konkreten Hinweise zu den aktuellen Regelungen für einen Besuch der Festspiele finden sich als „Corona-Info“ auf der Homepage. Tickets gibt es bei: Bell Regional, Touristikcenter, Rosengasse 5, 56727 Mayen, unter der Ticket-Hotline: 02651 / 494942, per Mail an tickets@touristikcenter-mayen.de und online unter www.burgfestspiele-mayen.de .

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Digitaler ISB-Beratungstag heute, 17. Juni 2021

Region/Mainz – Kostenlose Beratung zu den Wohnraum-Förderprogrammen des Landes Rheinland-Pfalz. Heute am 17. Juni informiert die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) im Rahmen ihres monatlich stattfindenden Beratungstages Wohnraumförderung umfassend und kostenfrei zu ihren Programmen rund um den Bau, den Kauf und die Modernisierung von Wohnraum, die mit attraktiven Konditionen und Tilgungszuschüssen ausgestattet sind. Auch, wer eine Bewohnergenossenschaft gründen oder daran Anteile erwerben möchte, sich für Bauprojekte in Orts- und Stadtkernen oder für Maßnahmen für Wohngruppen und Wohngemeinschaften interessiert, kann sich zu Fördermöglichkeiten und Antragstellung beraten lassen – unabhängig davon, ob er die Immobilie selbst nutzt oder vermietet.

Um eine optimale individuelle Beratung zu gewährleisten, sollten möglichst Unterlagen zum Vorhaben, wie beispielsweise Baupläne oder Kostenschätzungen, vorab als pdf-Datei eingereicht werden.

Aufgrund der derzeitigen Lage findet der Beratungstag per Video oder per Telefon statt. Eine Anmeldung unter der Telefonnummer 06131 6172-1991 oder der E-Mailadresse wohnraum@isb.rlp.de ist in jedem Fall erforderlich. Weitere Informationen zum Beratungstag und zum Förderangebot der ISB gibt es online auf www.isb.rlp.de.

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Kreis Düren blickt auf 10 Jahre Baby-Begrüßungs-Dienst zurück

Düren – Im Jahr 2021 kann der Kreis Düren auf zehn Jahre Babybegrüßungsdienst zurückblicken, durch den allein im vergangenen Jahr 1210 Familien besucht und die neuen kleinen Bürgerinnen und Bürger des Kreises begrüßt werden konnten.

Im Jahr 2011 ist der Babybegrüßungsdienst des Kreises Düren ins Leben gerufen worden. Damals wurden viele Ehrenamtlerinnen ausgebildet, die auch heute noch für den Dienst im Einsatz sind. Insgesamt sind derzeit 25 Frauen ehrenamtlich engagiert und fahren immer dann, wenn es gewünscht ist, durch den gesamten Kreis zum Neugeborenen. Wenn ein Baby das Licht der Welt erblickt, wird der bekannte blaue Rucksack des Babybegrüßungsdienstes mit wertvollen Materialien wie Broschüren, einem Kuscheltier, Hilfsangeboten und vielem mehr gepackt und zur Familie gebracht. „Die Ehrenamtlerinnen übernehmen einen wichtigen Baustein der Präventionsarbeit, die uns im Kreis Düren sehr am Herzen liegt“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. „10 Jahre Babybegrüßungsdienst ist ein wirklich schönes Jubiläum, wenn man bedenkt, dass die Frauen ehrenamtlich und damit aus voller Überzeugung tätig sind.“

„Die Erfahrungen der vergangenen zehn Jahre haben gezeigt, dass der Babybegrüßungsdienst sehr gut ankommt. Viele Eltern melden sich bei uns und geben uns ein positives Feedback“, sagt Elke Ricken-Melchert, Leiterin des Amtes für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren.

Koordiniert wird der Dienst von Kira Gatzen vom Kreis Düren. Sie ist als pädagogische Fachkraft unter anderem für die Koordination, Akquise, Beratung, Begleitung und Qualifizierung der Ehrenamtlichen zuständig. Bei Bedarf vermittelt die Koordinatorin den Familien auch Zugänge zu niedrigschwelligen Angeboten wie beispielsweise Elterntreffs, Familienbildungsstätten und Familienzentren. Möglich ist dieses Angebot dank einer Spende der Sparkasse Düren. Sie übernimmt die gesamten Kosten. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, junge Familien mit diesem Angebot zu unterstützen und somit Familien schon frühzeitig Hilfsmöglichkeiten zu bieten“, sagt Uwe Willner, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Düren.

Aufgrund der Coronapandemie können die Besuche derzeit nicht wie gewohnt stattfinden. Die Ehrenamtlerinnen fahren nun zum zuvor angekündigten Termin, stellen den Rucksack vor der Tür ab, klingeln, treten zurück und gratulieren kurz. Ein Gespräch, wie dies zuvor geführt wurde, in dem die Inhalte des Rucksackes erläutert werden, muss leider ausfallen. Dieses Angebot kann seither telefonisch wahrgenommen werden. „Es ist schade, dass wir dieses schöne Jubiläum derzeit nicht persönlich feiern können, aber das holen wir nach, wenn die Zeit geboten ist“, sagt Ricken-Melchert. „Wichtig ist, dass der Dienst dennoch allen Familien, die ihn annehmen möchten, zur Verfügung steht und wir mit den Menschen in Kontakt bleiben.“

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Top-Events

Eifel-KULTURTAGE: Open-Air mit Kabarett und Lesung am Schalkenmehrener Maar

Schalkenmehren – Nach dem fulminanten Beginn der Spielzeit -mit Daphne de Luxe und Carmela de Feo- vor der malerischen Kulisse der beiden Burgen in Manderscheid, ziehen die Eifel-KULTURTAGE weiter zum Schalkenmehrener Maar. Im Gepäck haben sie am 25.06 eine sehr amüsante Lesung von Kurz-Krimis mit dem TV-Star Roland Jankowsky und am 26.06. eine Veranstaltung mit dem Comedy-Musik-Kabarett-Duo ‘Reisegruppe Ehrenfeld‘ aus Köln.

In der beliebten ZDF-Krimiserie Wilsberg spielt Roland Jankowsky vor einem Millionenpublikum den etwas schrägen Kommissar Overbeck. In dieser Rolle tritt er gerne in so manches Fettnäpfchen, handelt häufig auf eigene Faust, Dienstwege sind ihm fremd und er bewegt sich immer wieder am Rande der Legalität. Insider nennen ihn nur den „Dirty Harry von Münster“.

Seit vielen Jahren tourt der TV-Star Roland Jankowsky mit seinen schräg-komischen Krimis erfolgreich durch Deutschland. Alle Kurzgeschichten sind gekennzeichnet durch überraschende Wendungen, Wortwitz, groteske Situationen und, was sie alle gemeinsam haben: sie enden unerwartet. In den gelesenen Krimi-Kurzgeschichten geht es um Kleinkriminelle und schwere Jungs, aber für alle gilt: Nicht jede Kugel, die trifft, trifft auch den Richtigen.

2016 wählten die Zuschauer der Eifel-KULTURTAGE Roland Jankowsky zum Gewinner des Publikumspreises „Goldene Berta“.

Am 26.06. präsentiert das Comedy-Musik-Kabarett-Duo Reisegruppe Ehrenfeld ihr Programm „Schnall dich an, Schatz!“. Spontan und blitzgescheit widmen sich die beiden den Skurrilitäten des Alltags in zwischenmenschlichen Beziehungen. Mit viel Tempo, viel Gesang und noch mehr Bewegung tauchen wir ein die Welt der Liebesbeziehungen. Und bekanntlich gibt es da die eine oder andere Hürde zu meistern. Es darf ausgiebig gelacht werden. Stühle vorhanden. Bitte SITZKISSEN mitbringen.

Weitere Infos unter www.eifel-kulturtage.de

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Schreiner aus Tradition

Mechernich-Lückerath – Im August 2020 wurde er aufgebaut, Ende September von der Dorfgemeinschaft Lückerath in Betrieb genommen, jetzt im Mai 2021 bekam der Pavillon im Dorfmittelpunkt von Lückerath den letzten Schliff. Und zwar durch keinen Geringeren als den früheren Ortsbürgermeister Theo Schoddel (78), der in seinem aktiven Berufsleben Polizei- und Kriminalbeamter war, aber zeitlebens dem kreativen Arbeiten mit Holz als Hobby frönte.

Ein früherer Kripobeamter setzt in Lückerath die örtliche Schreinertradition fort. Theo Schoddel bei einem wichtigen Arbeitsgang. Er schneidet in seiner Werkstatt mit der Format-Gehrungssäge Werkstücke und Mustervorlagen maß- und winkelgenau zu. Foto: Theo Schoddel/pp/Agentur ProfiPress

In seiner Eigenschaft als ambitionierter Tischler sprach Manfred Kesternich, der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft („Lückerather Kinderkirmes“), Theo Schoddel an.

An drei Samstagen im vergangenen August hatten Kesternich und sein Team aus meist jungen Lückerathern den von der Stange als Bausatz im Internet erworbenen Bewirtungspavillon neben dem neuen vom städtischen Bauhof für 50.000 Euro generalüberholten Kinderspielplatz errichtet.

Bei einem Reporterbesuch des Mechernicher „Bürgerbriefs“ während der Bauphase waren Markus Leinen, Carsten Rang, Alexander Bloch, Matthias, Andreas und Michael Pünder, Niklas Hoss, Maximilian Münster, Manfred, Michael und Matthias Kesternich, Felix Lang und Rudolf Hoss, Schoddels Nachfolger als Ortsvorsteher, an der Baustelle anzutreffen.

Sitzgelegenheiten und Tresen fehlten

Was dem Oktogon auch nach der Überreichung einer 800-Euro-Spende aus dem Förderprogramm „RWE Companius“ durch Konzernmitarbeiter Herbert Fischer aus Schützendorf noch fehlte, das waren Tresen und Sitzgelegenheiten im Innern des offenen Baus.

Beides schreinerte Theo Schoddel jetzt in seiner mit allen technischen Finessen ausgestatteten Privatwerkstatt. „Ich habe mir sehr viel Mühe gegeben, die Eckpfeiler auszusparen und die Tresenabschnitte mit immer wiederkehrenden Winkeln ins Oktogon einzufügen“, sagte der Vater dreier Kinder und Opa vierer Enkel, zwei Mädchen und zwei Jungen. Oft hätte er während der Arbeiten „eine dritte Hand brauchen können, aber das ging in Corona-Zeiten selbstverständlich nicht“, so der frühere Kriminalpolizist.

Als Material verwendete Schoddel Konstruktionsvollholz der Firma Hilger in Kall, das er aus Balken zu Bohlen als Tresen zusammenleimte. Auch für die Sitzbänke des Bedienpersonals im Pavillon wählte Schoddel einheimische Fichte. Viele Arbeitsschritte hat Theo Schoddel auf Video festgehalten – sein Enkel Philipp hat sie bei youtube eingestellt (https://youtu.be/9epEgU22VOU)

Der 35 Jahre lang amtierende Ortsvorsteher von Lückerath hat in einer Eigenschaft als Hobbyschreiner eine Menge Auftragsarbeiten gemacht, unter anderem Treppen und Geländer, aber auch viele Kreativarbeiten nach eigenen Vorstellungen wie Wegekreuze und Ruhebänke. Er arbeitet nicht nur mit Holz: Auf Wunsch von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick hatte er seinerzeit die symbolische Brückenkonstruktion der Städtepartnerschaft mit Nyons im Girard-Kreisel gemauert.

„Schreinern hat in Lückerath eine lange Tradition, die ich gerne fortsetze“, so Theo Schoddel zum „Bürgerbrief“. Peter Wilden sei der letzte selbständige Schreinerbetrieb im Ort gewesen, davor Anton Wilden, so Schoddel.

Mainacht, Kirmes, Treckertreffen

Der hölzerne Pavillon soll der Dorfgemeinschaft das ganze Jahr über und zu den unterschiedlichsten Zwecken dienen. „Zum Beispiel als Bierstand für die Mainacht, Infozentrale des Traktorentreffens oder Pizzastand während der legendären Lückerather Kinderkirmes“, so Manni Kesternich zum „Bürgerbrief“.

Der Bau des Pavillons und des Mehrgenerationenplatzes seien auch ohne Spielplatzsanierung geplant gewesen. Wegen der städtischen Investition und der ausgefallenen Kinderkirmes 2020 habe man die Maßnahmen vorgezogen. Die Kosten trägt die Dorfgemeinschaft zu hundert Prozent selbst.

Eine Zuwendung über 800 Euro des RWE-Stromkonzerns für die weitere Ausstaffierung des Pavillons überreichte Konzernmitarbeiter Herbert Fischer am Lückerather Kirmessonntag Ende September 2020. Vorsitzender Manfred Kesternich und Ortsvorsteher Rudolf Hoß dankten im Namen der Dorfgemeinschaft.

Alle anfallenden Arbeiten wie Fundamentierung, Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen, Dachdeckerarbeiten und Pflasterung des Platzes bewerkstelligten die Dorfbewohner freiwillig und in Eigenregie. Den Voranstrich vor dem Aufbau übernahmen die Frauen der Dorfgemeinschaft. Die Pflastersteine kamen vom städtischen Bauhof.

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Land NRW fördert Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Behandlung schwerer COVID-19-Verläufe mit 3,6 Millionen Euro

Region/Düsseldorf – Minister Pinkwart: KI und Big Data erlauben es, Leben zu retten und Intensivstationen zu entlasten. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW teilt mit: Um schwer am Coronavirus erkrankte Patientinnen und Patienten besser vor einer lebensbedrohlichen Sepsis zu schützen, fördert das Land Nordrhein-Westfalen den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Diagnostik mit rund 3,6 Millionen Euro. Der Landtag hat am 10. Juni die Mittel aus dem NRW-Rettungsschirm für den Aufbau des Datennetzwerks CovidDataNet.NRW bewilligt. Mithilfe Künstlicher Intelligenz sollen auf Basis großer Datenmengen schwere Krankheitsverläufe und potenziell tödliche Immunreaktionen genauer vorhergesehen und Patientinnen und Patienten auf entsprechend qualifizierte Intensivstationen verlegt werden können. Am Aufbau des Datennetzwerks sind Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen beteiligt.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Der Einsatz Künstlicher Intelligenz und Big Data im Rahmen des Projektes CovidDataNet.NRW erlaubt es, an COVID-19 Erkrankte von Anfang an individueller und zielgerichteter zu behandeln und so Leben zu retten. Zugleich entlasten wir die Intensivstationen, weil diese sich auf solche Fälle konzentrieren können, die eine spezialisierte intensivmedizinische Behandlung erfordern. Wir profitieren jetzt davon, dass wir bereits über eine etablierte digitale Infrastruktur verfügen, mit der Daten von Sepsis-Betroffenen verschiedener Kliniken in Nordrhein-Westfalen zusammengeführt und analysiert werden.“

Die Vernetzung, den Aufbau der zentralen Datenbank sowie die Datenauswertung im Zuge des Projekts CovidDataNet.NRW übernimmt die Firma Kairos GmbH aus Bochum. Als industrieller Partner entwickelt die Chimera Biotec GmbH aus Dortmund die für die Datenerhebung notwendigen Tests, sogenannte Bioassays.

Mediziner und Wissenschaftler aus zahlreichen Kliniken und Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen erforschen schon seit Jahren die Sepsis, eine schwer zu behandelnde, lebensbedrohliche Immunreaktion, die durch Infektionen ausgelöst wird. Um die Einrichtungen untereinander zu vernetzen, wurden unter Verwendung von Landes- und EU-Mitteln schon in der Vergangenheit digitale Strukturen geschaffen.

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Forderung nach Wegfall der Quadratmeter-Beschränkungen im Friseurhandwerk

Prüm – Der Landesverband Friseure & Kosmetik Rheinland fordert eindringlich das Bundesarbeitsministerium auf, die zusätzlichen Beschränkungen durch die Quadratmeterregelungen gem. § 2 Abs. 4 der Corona-ArbSchV, wie sie nach dem 2. Lockdown im Friseurhandwerk zusätzlich eingeführt wurden, vorzeitig, d. h. vor Ablauf der Arbeitsschutzverordnung aufzuheben, bzw. nicht weiter zu verlängern.

Die landesweite und die bundesweite Inzidenz lassen diese vorzeitige Rücknahme bzw. den Wegfall der Quadratmeterregelungen im Friseurhandwerk zu. Hintergrund dieser Forderung ist, dass nach dem 2. Lockdown zusätzlich zu den Abstandsregelungen von 1,5 m zwischen den Bedienplätzen auch noch eine Mindestfläche von 10 qm pro Person im Salon eingeführt wurde, so dass bei einem Kunden mindestens 20 qm Salonfläche vorhanden sein müssen, da der Friseur hierbei mitzählt. Das führte und führt auch noch aktuell zusätzlich zu enormen wirtschaftlichen Schieflagen, die nicht aufgefangen werden können. Bei einer weiteren Beibehaltung der Quadratmeterbeschränkungen werden Insolvenzen und Mitarbeiterentlassungen unvermeidbar sein.

Zum Infektionsschutz gegen das Covid19-Virus sind die Regelungen, wie sie bis zum 13.12.2020 galten, also nur die 1,5 m Abstand als Raumbeschränkung, völlig ausreichend, zumal die zusätzlichen seit Ausbruch der Pandemie ergriffenen Maßnahmen im Friseurhandwerk wirkten und wirken.

Das Friseurhandwerk war und ist kein Infektionstreiber der Pandemie!

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„An der Zeit, mehr zu tun“

Mechernich – Das Radwegenetz in und um Mechernich soll ausgebaut werden. Eine solitäre Betrachtung einzelner Strecken bis zur Stadtgrenze führt da nicht wirklich weit, eher ist gefragt, bestehende und neue Verbindungen sinnvoll zu vernetzen. „Überregional, regional und lokal“, so Thomas Hambach. Der Erste Beigeordnete der Stadt erläutert im Gespräch mit dem Bürgerbrief, welche konkreten Projekte, Routen und Ideen sich dahinter verbergen.

Auf der L61 zwischen Mechernich und Satzvey mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, ist nicht ungefährlich angesichts der vielbefahrenen und kurvenreiche Strecke. Die Stadt Mechernich macht sich beim Kreis für einen Radweg losgelöst von der Landesstraße stark. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Die Planungen nehmen Fahrt auf“, so Hambach. Geprüft werde derzeit, wo Netzschlüsse möglich sind, wo Lücken gezielt und sinnvoll geschlossen werden sollten. „Manchmal fehlen nur kleine Strecken, um die Wege zu komplettieren“, betont Hambach.

Viele Wirtschaftswege würden heute schon von Touristen und Bürgern häufig als Radwege genutzt. Thomas Hambach dazu: „Im Wirtschaftswegekonzept, das die Stadt aktuell erstellt, werden wir deshalb speziell ein Augenmerk darauf haben, welche Wege bereits für Radverkehr genutzt werden und welche wir für Radwege nutzen können, um Verbindungen für Fahrradfahrer zu optimieren.“

Doch auch Neues soll entstehen, sagt er und fügt hinzu: „Wir haben uns viele Jahre eher stiefmütterlich um Radwege gekümmert. Es ist sicherlich an der Zeit, mehr zu tun.“ Der Trend, das Fahrrad für Freizeit und Fahrt zur Arbeit zu nutzen, habe durch E-Bikes einen weiteren Schwung erfahren. Immer mehr Fahrradfahrer seien auch aus ökologischen Gründen auf den Straßen unterwegs. Und auch der touristische Faktor dürfe nicht unterschätzt werden.

Großes Projekt

Zunächst steht ein großes und zentrales Projekt im östlichen Stadtgebiet in den Startlöchern: neue, mehrere Kilometer lange Radwege, die den Raum zwischen dem dritten Siedlungsschwerpunkt Firmenich-Obergartzem, Bahnhof Satzvey erschließen, wie auch von der anderen Richtung herkommend, von Antweiler und Lessenich auf direktem Weg zum ÖPNV Richtung Köln und Eifel führen soll. Wie die Trassen exakt verlaufen könnten, hatte der Mechernicher Stadtplaner Thomas Schiefer bereits vorgeschlagen. Genaue Verläufe werden aktuell ausgearbeitet. Hierzu soll in Kürze ein Förderantrag gestellt werden. Das frisch aufgelegte Bundes-Sonderprogramm „Stadt und Land“ fördere zum Beispiel vorrangig Radschnellwege. „Allerdings darf formal darauf kein Fußgänger laufen, und das Projekt ist zusätzlich an enge Fristen zur Fertigstellung gebunden“, erklärt Hambach. Andere Vorgaben sind nicht so streng, geben aber dann statt 95 Prozent gleich zehn Prozent weniger dazu. So sei dann für den Einzelfall abzuwägen. Für die Strecke ab Firmenich will man vorrangig die einstige Kreisbahntrasse reaktivieren, ergänzt um neue Abschnitte, für die auch Grundstückskäufe kleiner Flächen notwendig werden könnten.

„Parallel sind wir dabei, bestehende Teilstücke im Stadtgebiet zu prüfen, mit der Absicht, sie zu erneuern“, so Hambach. Dazu gehöre der bestehende Fahrradweg durch den Wald zwischen Mechernich und Kommern, der mittlerweile stark in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig ist. Neu hinzukommen soll ein Radweg von Kommern nach Kommern-Süd bis zum Kreisverkehr. Diese zentralen Verbindungs- und Zubringerradwege sollen möglichst auch beleuchtet werden. Zumindest wird dies baulich vorgesehen. Gut aufgestellt ist Mechernich insbesondere auf der Achse Kall, Roggendorf und Richtung Euskirchen. Die Mechernicher 8, Feytalwasserroute und Teilstücke der Wasserburgen- und Eifel-Höhen-Route sind bekannte touristische Ziele für Radfahrfans.

Radpendler-Routen & Radwegerevier

Aber auch auf Kreisebene ist man aktiv, um weitere Fahrstrecken zu realisieren. „Bei dem Projekt ‚Radpendler-Routen‘ tauschen wir uns mit Kreis und den anderen Kommunen, die mit am Tisch sitzen, aus, um die Strecken in der Region insgesamt attraktiver zu gestalten“ sagt Hambach. Die Stadt Mechernich setzt ihm zufolge in der Prioritätenliste einen Schwerpunkt auf die L61, die zwischen Mechernich und Satzvey verläuft. Auf dem kurvenreichen, engen und vielbefahrenen Abschnitt sind häufiger Fahrradfahrer unterwegs, weil es dort stellenweise keine wirkliche Alternative gibt. Hambach: „Wir haben beim Kreis bereits dieses Teilstück angemeldet und hoffen, dass losgelöst von der Landstraße eine Trasse möglich ist. Für einen direkt neben der Straße verlaufenden Fahrradweg ist kaum Platz.“

Eingebunden ist man auch in Gesprächsrunden zum Projekt „Rheinisches Radwegerevier“, das zum Beispiel touristische Routen wie den Erftradweg, den Alleenradweg, aber auch Radpendlerwege in die angrenzenden Kreise unter die Lupe nimmt. Radwege, die als überörtlich bedeutsam identifiziert werden, sollen ausgebaut werden.

Profitieren wird das Mechernicher Streckennetz außerdem davon, dass der Landesbetrieb Strassen NRW plant, die Strecke zwischen Obergartzem und Enzen für Fahrradfahrer auszubauen. Von der B266 am Krewelshof bis „Hochwald“ führt bereits ein Radweg, der dann weitergeführt werden soll bis Enzen. So gibt es eine Reihe von Teilstücken der jeweiligen Staßenbaulastträger Land, Kreis und Stadt, die es zu vernetzen gilt. Leider gibt es noch keine Karte, in der alle Radwegetrassen zusammen dargestellt werden. Dies wurde gerade erst auf Kreisebene angestoßen.

Am Bahnhof Mechernich entstehen Fahrradboxen, die gemietet werden können und ab Sommer auch eine E-Bike-Ladestation. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

E-Bike-Verleihstation

„Außerdem wird ein E-Bike-Verleihsystem am Bahnhof Mechernich errichtet, das im Sommer starten soll“, berichtet Hambach. Mit dem Projekt von RVK, Kreis Euskirchen und „nextbike“ sind insgesamt 135 Pedelecs rund um die Uhr an insgesamt 13 festen E-Bike-Stationen in der Nordeifel ausleihbar und damit dann auch an der DB-Haltestelle Mechernich. Reservierungen können per Smartphone-App, über das VRS e-Ticket oder telefonisch unter 030/69205046 vorgenommen werden.

Hambach weiter: „Eine zweite E-Bike-Verleih-Station ist auf der Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof Satzvey geplant. Das Verleihsystem ist ausbaufähig. Wenn es gut angenommen wird, könnte man in der Stadt Mechernich die Anzahl in Absprache mit dem Betreiber in Zukunft noch erhöhen.“ Mit der geplanten, neuen Park-and-Ride-Anlage, die unweit des Bahnhofs an der L61 entstehen soll, werden zusätzliche E-Bike-Ladestationen und Fahrradstellplätze vorgesehen.

In Mechernich werden mit dem aktuell zügig voranschreitenden Umbau des Bahnhofs in Mechernich neben dem Bestand zusätzlich 25 neue Fahrradboxen und 60 offene Fahrradabstellplätze aufgestellt. „Am Bahnhof werden die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder stark genutzt. Zu den geplanten Boxen haben wir schon mehrere Anfragen bekommen, ob sie schon gemietet werden können“, so der Erste Beigeordnete, der sich freut, dass die Nachfrage wächst: „Da ist definitiv ein Wandel zu verzeichnen.“ In Kommern am umgestalteten Arenbergplatz im Dorfmittelpunkt hatte man bereits E-Bike-Ladestationen errichtet.

Abstellplätze in Außenorten

„Wir werden prüfen, ob weitere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder installiert werden können – zum Beispiel auf öffentlichen Flächen“, so Hambach. Ins Blickfeld rücken dabei gezielt die Innenstadt, das Schulzentrum und auch die Außenorte, beispielsweise mit ihren Dorfgemeinschaftshäusern, wo Bürger aus dem Ort und der Nachbarschaft eben schnell zum Treffen oder Feier mit dem Fahrrad fahren könnten.

Separate Fahrradstreifen werde man innerstädtisch in der Regel allerdings nicht ausweisen, betont Hambach: „Dafür sind die Verkehrsbreiten meistens nicht ausgelegt, so dass es selbst bei Umbaumaßnahmen wie aktuell beim Johannesweg nicht realisiert werden kann.“ Meist sei aber sowieso das Verkehrsaufkommen in der ländlichen Region nicht so hoch, dass man zwingend welche ausweisen müsste.

„Die Entwicklung des Radwegekonzeptes soll kein Schnellschuss und Flickwerk, sondern netzschlüssig und langfristiger angelegt sein“, so Hambach. Eine kurze Zusammenfassung zum Thema steht auf der Tagesordnung des Planungsausschusses, Dienstag, 22. Juni, ab 17 Uhr, in der Bürgerhalle Kommern.