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Alsdorfer „Löffeltour“ bietet Wanderern viele Genüsse für Augen und Gaumen

Alsdorf – Der Genuss steht ganz klar im Mittelpunkt. Neue Natureindrücke zu sammeln und unterwegs an mehreren Stationen leckere Häppchen zu kosten – das Wandern und das Schlemmen geht einfach Hand in Hand bei einer „Löffeltour“.

Rund elf Kilometer umfasst die „Löffeltour“-Route auf Alsdorfer Stadtgebiet, die die beiden Initiatorinnen Marina Brants und Birgit Becker-Mannheims so gestaltet haben, dass selbst gestandene Alsdorferinnen und Alsdorfer entlang der Strecke immer wieder Neues entdecken können. „Ich habe die Tour jetzt schon zwei Mal gemacht – und bin begeistert von vielen Aussichten, die ich noch nicht kannte“, sagt Bürgermeister Alfred Sonders, der quasi der Schirmherr dieser Tour ist. „An einer Stelle nahe Busch geht es durch einen grünen Korridor, da ist man ganz in der Natur. Und plötzlich kann man durch diesen grünen Schlauch hindurch unser Fördergerüst sehen. Das war eine komplett neue Perspektive!“ Kein Wunder, dass er diese Tour mit seiner Familie etwas länger genossen hat. „Wir sind morgens um 10 Uhr los und waren erst um 19.30 Uhr wieder zuhause!“ Die Zeit ein wenig zu vergessen – auch dazu lädt die Löffeltour ein. Man kann sie ganz bequem in sechs Stunden erfahren, sie länger ausdehnen, oder – um im Bild zu bleiben – in mehreren Häppchen über Tage hinweg verteilt wandern. Apropos Häppchen: Zahlreiche Alsdorfer Gastronomen – darunter das Restaurant Eduard im Energeticon, das Restaurant Pinocchio, die Gaststätte Androsch in Kellersberg und die Beach-Bar am Alsdorfer Weiher – empfangen gern die Wanderer entlang der Strecke und überraschen mit kleinen Leckerbissen. Solche gastronomischen Stopps können bei der Löffeltour eingelegt werden, wenn größere Gruppen wandern, empfiehlt es sich, sich vorab in den Lokalitäten anzukündigen.

Nicht nur für die Augen und den Gaumen gibt es viel zu entdecken: Auf der Tour können auch die Lamas und Alpakas von Steffi und Thorsten von Vietinghoff im „Beginental“ bei Busch besuchte werden und im Euregio-Solarzentrum bietet Hans-Willi Grümmer Besucherinnen und Besuchern gerne eine energetische Beratung an. „Darum geht es ja bei dieser Tour: etwas Neues zu entdecken“, sagt Bürgermeister Alfred Sonders.

Schwer begeistert ist Initiatorin Marina Brants von den Gastronomen, die mitmachen: „Die legen sich wirklich ins Zeug, um die Gäste zu verwöhnen und sind richtig heiß auf dieses neue Angebot.“ Bereits Ende des vergangenen Jahres wurden viele Hefte, die die Tour und die Stopps entlang des Weges anschaulich präsentieren, verkauft. Verpackt in eine hübsche Tüte mit einem Holzlöffel. Doch aufgrund von Corona wurde manche Wanderung noch aufgeschoben. Nun steht nichts mehr im Weg, und neue Hefte sind noch zu haben. 15 Euro kostet jedes Heft, in dem fünf Gutscheine für die Einkehr enthalten sind. Zu haben sind sie bei den gastronomischen Kooperationspartnern und im „undsonst?!“-Büro, Dornbuschweg 2. Mehr Infos dort unter 02404/78476. (apa)

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Wilma Herzog aus Gerolstein mit Landes-Verdienstmedaille geehrt

Gerolstein/Trier – Der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Thomas Linnertz, überreichte in Trier Wilma Herzog die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz. Wilma Herzog aus Gerolstein hat sich herausragende Verdienste im kulturellen Bereich erworben. Als Heimat- und Mundartschriftstellerin hat sie sich in der Kulturszene des Vulkaneifelkreises einen Namen gemacht. Sie ist Mitglied in der Gruppe rheinischer Mundartschriftsteller und hat zur Mundart und zu allgemeinen Eifelthemen mit zahlreichen Veröffentlichungen in Rundfunk, Zeitschriften, Heimatkalendern und Jahrbüchern einen prägenden Eindruck hinterlassen.

Daneben gehörte die 86-Jährige von 1994 bis 2004 als Mitglied dem Kulturausschuss des Vulkaneifelkreises an und war von 1999 bis 2004 stellvertretendes Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss des Kreises. Zusätzlich gründete sie den „Gerolsteiner Erzählkreis für Senioren“ sowie 2001 den Mundartlesewettbewerb aller 6. Klassen im Vulkaneifelkreis. Ebenso arbeitet die Geehrte seit einigen Jahren ehrenamtlich für die Kulturdatenbank der Region Trier und schrieb lange Jahre für das Heimatjahrbuch des Kreises. Das enorme ehrenamtliche Engagement für die Kultur und Sprache rechtfertigt die Verleihung der Verdienstmedaille des Landes Rhein-land-Pfalz an Wilma Herzog.

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Nordrhein-Westfalen: Maskenpflicht im Freien ab Montag, 21. Juni weitgehend aufgehoben

Region/Düsseldorf – Sinkende Inzidenzen lassen weitere Öffnungsschritte zu / Maskenplicht auf Schulgelände im Freien aufgehoben. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und das Ministerium für Schule und Bildung NRW teilen mit: Das Land Nordrhein-Westfalen passt die Corona-Schutzregeln an und hebt die Pflicht zum Tragen einer Maske im Freien in weiten Teilen auf. Das gilt auch für Schulhöfe beziehungsweise das Außenschulgelände. Die neuen Regelungen treten zum Montag, 21. Juni 2021, in Kraft.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Ab Montag gilt die Grundregel: Draußen muss in der Regel keine Maske getragen werden, es sei denn, man kann die Abstände nicht einhalten. Die weiterhin stark sinkenden Inzidenzen erlauben es uns, diesen Schritt zu gehen. Ab Montag werden wir voraussichtlich in allen Kreisen und kreisfreien Städten die Inzidenzstufe 1 erreichen. Das ist sehr erfreulich. Da wo viele Menschen zusammenkommen, ist die Maskenpflicht aber weiterhin das Gebot der Stunde. Die Zweitimpfungsquote steigt zwar rasant, aber noch haben wir keine Herdenimmunität erreicht. Solange heißt es: Wachsam sein.“

Ab dem 21. Juni 2021 gilt die Pflicht zum Tragen einer Maske im Freien in Regionen der Inzidenzstufe 1 nur noch da, wo typischerweise wegen hoher Personendichte das Einhalten von Abständen schwerfällt:

  • in Warteschlangen sowie an Ständen, Kassen und Schaltern
  • bei Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern außerhalb des Sitz- oder Stehplatzes
  • dort, wo Kommunen im Einzelfall zur Bekämpfung von Missständen eine Maskenpflicht anordnen

In den Fällen, in denen weiterhin Masken getragen werden müssen, ist das Tragen einer medizinischen Maske ausreichend.

Darüber hinaus ergeben sich für die Inzidenzstufe 1 aufgrund der weiter positiven Entwicklung des Infektionsgeschehens die folgenden Erleichterungen:

  • Bei Angeboten wie Fahrschulen etc. ist das Tragen einer medizinischen Maske ausreichend. Es ist keine FFP2-Maske mehr erforderlich.
  • Bei kontaktfreien Sportangeboten in geschlossenen Räumen können Mindestabstände aufgehoben werden, sofern negative Testnachweise vorliegen. Somit sind auch Gruppenangebote (beispielsweise Aerobic-Kurse) wieder mit mehr Personen und geringeren Abständen zulässig.
  • Freizeitangebote im Freien (insbesondere Zoos) können wieder ohne Terminbuchung und Kontaktdatenerfassung wahrgenommen werden.
  • Sitzungen, Tagungen und Kongresse können mit mehr als 1.000 Teilnehmern im Freien stattfinden. In Innenräumen sind Veranstaltungen dieser Größenordnung ab dem 1. September 2021 mit

Hygienekonzept wieder erlaubt.

Die Verpflichtungen zum Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen bleiben grundsätzlich weiterhin bestehen, wobei aber die Maske bei ausreichender Lüftung oder Luftfilterung an festen Sitz- oder Stehplätzen von Bildungs-, Kultur-, Sport- und anderen Veranstaltungen abgenommen werden darf, wenn näher bestimmte weitere Schutzmaßnahmen (zu Testnachweisen, Abstand und Rückverfolgbarkeit) eingehalten werden.

Darüber hinaus wird ab 21. Juni 2021 auch für Schulen die Verpflichtung zum Tragen einer Maske im Freien aufgehoben. Damit entfällt insbesondere für Schülerinnen und Schüler in den Pausen auf dem Schulhof die Maskenpflicht.

Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Die Landesregierung hat versprochen, Infektionsschutzmaßnahmen zurückzunehmen, sobald es das Infektionsgeschehen zulässt. Mit zwei verpflichtenden Corona-Tests pro Woche, strengen Vorgaben für die Hygiene und der weiter fortschreitenden Impfung von Lehrerinnen und Lehrern gehören unsere Schulen zu den am besten geschützten Orten. Bei den aktuell niedrigen Infektionszahlen und der geringen Ansteckungsgefahr an der frischen Luft ist die Aufhebung der Maskenpflicht draußen auf dem Schulgelände verantwortungsvoll und angemessen.“

Im Schulgebäude und im Klassenzimmer gilt die Maskenpflicht unverändert fort. Diese Regelung gilt vorerst bis zu den Sommerferien.

Ministerin Gebauer: „Die Landesregierung wird das Infektionsgeschehen weiter genau beobachten und die Maßnahmen für die Hygiene und den Infektionsschutz kontinuierlich daraufhin überprüfen, ob sie angemessen und wirksam sind. Wir bleiben vorsichtig. Die Infektionszahlen gehen zurück, das ist sehr positiv, aber die Pandemie ist noch nicht vorbei.“

Alle Regelungen der aktuellen Coronaschutzverordnung und Coronabetreuungsverordnung sind unter dem nachfolgenden Link zu finden: https://www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/2021-06-16_coronaschvo_ab_21.06.2021_lesefassung.pdf

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Rheinland-Pfalz: Maskenpflicht in Schulen und im Freien wird ab Montag, 21. Juni gelockert

Region/Mainz – Der Ministerrat hat weitere Lockerungen bei den Coronaschutzmaßnahmen beschlossen, die mit der 23. Corona-Bekämpfungsverordnung ab Freitag gelten sollen. „Masken haben eine Schlüsselrolle bei der Pandemie-Bekämpfung. Da die Infektionszahlen aktuell verlässlich sinken, können wir dennoch die Maskenpflicht lockern. Mich freut besonders, dass es ab der kommenden Woche Erleichterungen für die Schüler und Schülerinnen geben wird. Für alle Jahrgänge gilt ab Montag, dass sie keine Maske mehr am Sitzplatz und auf dem Schulhof tragen müssen, solange die Inzidenz unter 35 liegt. Für alle Menschen entfällt grundsätzlich die Maskenpflicht im Freien, es sei denn, es kommt zu Gedränge, zum Beispiel bei Warteschlangen. Weiterhin gilt die Maskenpflicht aber in Innenbereichen, wie im Einzelhandel und dem ÖPNV“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach der heutigen Ministerratssitzung. Bei festen Sitzplätzen bei Veranstaltungen könne die Maskenpflicht zukünftig generell entfallen. Weiterhin bleibe aber Vorsicht geboten. „In Großbritannien können wir sehen, wie sich die berechtigte Hoffnung auf die Rückkehr in ein normales Leben dank breit angelegter Impfungen und rasch sinkender Inzidenzen zerschlagen kann. Dort ist die gefährliche Delta-Variante des Virus auf dem Vormarsch. Das erinnert uns alle daran, dass das Virus nicht besiegt und die Pandemie noch nicht vorbei ist“, so die Ministerpräsidentin: Abstand und Maske haben sich als sehr effektives Mittel der Pandemiebekämpfung erwiesen, deshalb gelte es dort, wo es notwendig ist, im Grundsatz daran festzuhalten.

„Die Impfzahlen steigen stetig, die Infektionszahlen sinken weiter. Wir werden heute im Land die dreimillionste Impfung vorgenommen haben. Der positive Trend erweist sich als stabil. Das gibt uns Hoffnung und neue Möglichkeiten. Dank der großen Disziplin der Menschen, konsequenter Maßnahmen sowie kluger und umsichtiger Öffnungsschritte können wir erneut etwas mehr Normalität wagen. Gerade für Brautpaare und Gastronomen setzen wir ein wichtiges Zeichen für die laufende Hochzeitssaison“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch. Besonders freue ihn, dass Bus- und Schiffsreisen zwei Wochen früher als ursprünglich geplant gestattet würden.

Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig führte die Erleichterung bei der Maskenpflicht an Schulen weiter aus: „Unsere Schulen setzen ihre Hygienekonzepte hervorragend um, die Impfungen bei unseren Lehrkräften sind weit fortgeschritten und die Inzidenzen sind stark gesunken, sodass wir jetzt auch weitere Schritte gehen können. Auch auf Bitten des Landeselternbeirats haben wir entschieden, dass unsere Schülerinnen und Schüler ab der nächsten Woche keine Maske mehr während des Unterrichts und der Pausen im Freien tragen müssen. Lehrkräfte müssen ebenfalls keine Maske mehr im Unterricht tragen. Selbstverständlich steht es Schulgemeinschaften oder einzelnen Personen frei, weiterhin Maske zu tragen, wenn sie dies wünschen. Gleiches gilt, wenn Lehrkräfte zum Beispiel besonders nah an ihre Schülerinnen und Schüler herantreten oder es die pädagogische Situation erfordert.“

Folgende Bereiche werden in der 23. Corona-Bekämpfungsverordnung geregelt:

  • Bei der Personenbegrenzung werden unabhängig von der Gesamtfläche eine Person pro 10 qm² zugelassen.
  • Private Feiern werden mit maximal 25 Gästen im Innenbereich und mit Test möglich. Sinkt die Inzidenz stabil unter 50, so können Feiern im Freien mit bis zu 50 Personen stattfinden.
  • In der Gastronomie werden Buffetangebote wieder möglich. Kantinen können wieder öffnen.
  • Gemeinschaftseinrichtungen der Hotels, Jugendherbergen, Campingplätze, etc. öffnen wieder.
  • Bus- und Schiffsreisen werden gestattet.
  • Sportliche Aktivität wird draußen in einer Gruppe von bis zu 30 Personen (plus Trainer/anleitende Person) und in Innenräumen im Rahmen der Kontaktbeschränkung oder zu zehnt (plus Trainer) wieder möglich. Sinkt die Inzidenz unter 50, so können im Freien maximal 50 Personen und in Innenräumen maximal 20 Personen (bzw. 25 Personen bei reiner Kindergruppe) Sport treiben. Geimpfte und Genesene zählen dabei nicht mit.
  • Zuschauerinnen und Zuschauer werden beim Amateur- und im Profisport wieder zugelassen: Im Freien dürfen 250, in Innenräumen 100 Gäste einem Sportereignis beiwohnen. Sinkt die Inzidenz unter 50, so sind im Freien 500 und innen 250 Zuschauerinnen und Zuschauer erlaubt.
  • Hallenbäder und Thermen öffnen.
  • Freizeitparks u.ä. können auch im Innenbereich öffnen.
  • Außerschulische Bildungsangebote werden unter Beachtung unterschiedlicher Schutzmaßnahmen (insb. Testpflicht) in Präsenzform wieder möglich.
  • Außerschulischer Musik- und Kunstunterricht kann in Gruppengrößen analog zu den Regeln beim Sport angeboten werden. Gleiches gilt für Proben der Laienkultur. Für diese werden wieder Auftritte ermöglicht. Im Freien dürfen 250, in Innenräumen 100 Gäste anwesend sein. Sinkt die Inzidenz unter 50, so sind im Freien 500 und innen 250 Zuschauerinnen und Zuschauer erlaubt.

Die Verordnung tritt am Freitag, 18. Juni 2021 in Kraft. Weitere Öffnungsschritte sollen in der 24. Corona-Bekämpfungsverordnung zum 2. Juli folgen.

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Meilenstein: Die 100000. Impfung im Impfzentrum Marmagen

Euskirchen – Freudige Überraschung für Maria Kroner aus Kirspenich / Lob für beeindruckende Teamleistung des Impfzentrums. „Ich bin sehr froh, dass ich heute meine zweite Impfung bekomme“, sagte eine freudestrahlende Maria Kroner aus Bad Münstereifel-Kirspenich. „Das ist wie Weihnachten und Geburtstag an einem Tag“, ergänzte ihr Ehemann Dr. Bernd Kroner.

Tolles Empfangskomitee rund um die 100000. Impfung: Das Ehepaar Kroner (vorne in der Mitte) freute sich am Mittwoch über einen ganz besonderen Empfang im Impfzentrum. Vertreter aller Module der Einrichtung stellten sich zum Gruppenbild. Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Solche Reaktionen sind im Impfzentrum Marmagen an der Tagesordnung, das Besondere diesmal war ein kleines Jubiläum: Maria Kroner erhielt die 100.000 Impfung im Impfzentrum! Deshalb gab es als kleine Aufmerksamkeit noch einen Blumenstrauß, den Dr. Zumbé überreichte, der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung im Kreis Euskirchen.

Wie Dr. Zumbé stellte auch Udo Crespin, der Leiter des Impfzentrums, die Teamleistung der Einrichtung heraus. „Die Stärke des Impfzentrums liegt im Gemeinschaftsgedanken. Nur als Team haben wir die Herausforderung meistern können.“

Nachdem das Impfzentrum im November/Dezember in nur drei Wochen startklar gemacht worden war, wurden dort die ersten Impfungen über die Mobilen Teams ab dem 27. Dezember 2020 koordiniert. Im Impfzentrum selber sind die ersten „Impflinge“ ab dem 8. Februar 2021 geimpft worden. „Am ersten Tag waren es 116 Impflinge“, blickt Crespin zurück. Verglichen mit dem, was in den kommenden Wochen und Monaten folgen sollte, war das ein ausgesprochen beschaulicher Auftakt. „In der Spitze haben wir bis zu 1.400 Menschen pro Tag geimpft, im Schnitt waren es um die 1.000.“

Aktuell sind es aber „nur“ 600 bis 700, denn das Impfzentrum erhält – wie alle Impfzentren in NRW – deutlich weniger Impfstoff. „Wir könnten deutlich mehr Menschen impfen“, so Crespin. „Wir alle hier haben eine große Sehnsucht – wir brauchen mehr Stoff, mehr Impfstoff.“

Dennoch: Das Leistungsspektrum des Impfzentrums ist aller Ehren wert. Bis Mitte Juni sind im Impfzentrum 80.000 Impfdosen verabreicht worden, weitere 20.000 sind über die „Flying Doctors“, also die mobilen Teams, in Seniorenheimen oder andere Einrichtungen gespritzt worden. Macht also 100.000 Impfdosen! Dafür steht dem Impfzentrum ein „Pool“ von insgesamt 420 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden zur Verfügung.

„Auch wenn wir als großes Team zusammenarbeiten, muss man doch erwähnen, dass wir mit Udo Crespin einen Leiter unseres Impfzentrums haben, der das Ganze hier hervorragend zusammenhält“, so Frank Gummelt, der Ärztliche Leiter des Impfzentrums. „Wir profitieren alle von seiner jahrzehntelangen Erfahrung.“

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Aachens Quartiere blühen

Aachen – „Aachen…blüht“ steht auch als Symbol, gemeinsam und wieder froheren Mutes in die Zukunft zu schauen. Viele Menschen staunten nicht schlecht, als sie am letzten Donnerstag, 10. Juni, an verschiedenen Orten in den Stadtteilen Preuswald, Aachen-Ost/Rothe Erde, Forst/Driescher Hof und Kullen auf die Quartiersmanagerinnen der städtischen Stadtteilbüros trafen. Diese hatten sich gemeinsam mit weiteren Akteur*innen aus der Quartiersarbeit zusammengetan, um bei feinstem Sommerwetter die stadtweite Kampagne „Aachen…blüht“ vor Ort zu bewerben.

Lena Hackenbruch, Quartiersmanagerin vom Stadtteilbüro Kronenberg und Kullen, Stadt Aachen (links) und Ulrike Overs, in Personalunion für das Ökumenische Stadtteilnetzwerk „Netzanschluss“ für Alleinerziehende sowie „Engagiert älter werden in Aachen-West“ der evangelischen Genezareth Kirche (rechts) verteilen am Eingangsbereich des Hit die „blühenden“ Giveaways.
Foto: © Stadt Aachen / M.Geilenkirchen

Neben den Standorten der Stadtteilbüros Preuswald und Aachen-Ost/Rothe Erde wurden zur besseren Erreichbarkeit der Menschen auch außergewöhnlichere Aktionsorte ausgesucht. So etwa der Eingangsbereich am Hit Markt in Kullen oder die Ladenzeile in der Danziger Straße in Driescher Hof, wo die Vorbeikommenden beim Einkaufen mit leuchtenden Blumengrüßen freundlich empfangen wurden.

„Was ist denn das hier?“ fragten viele mit interessiertem Blick auf die liebevoll arrangierten Give Aways. Orangefarbene Tagetes der Aachener Stadtgärtnerei, Wildblumensamentütchen des Fachbereichs Klima und Umwelt aus dem FLIP-Projekt und regenbogenfarbene Sprout-Stifte zum Einpflanzen warteten auf ihre kostenlose Mitnahme. Die Frage bot sich bestens an für den Einstieg in kurzweilige Gespräche – und lag damit ganz im Sinne der Veranstalter*innen. Denn auch viele weitere Infos zu Angeboten in den jeweiligen Quartieren konnte man bei Bedarf erhalten, wie zum Beispiel durch den neuen Flyer der Stadtteilkonferenz Kullen/Steppenberg/Vaalserquartier.

Bürger*innen sind erfreut über die Geschenke und die Aufmerksamkeit

Viele Bürger*innen zeigten sich im Gespräch positiv überrascht, dass sie „einfach so“ etwas Schönes geschenkt bekommen, woraufhin die Organisator*innen stets erläuterten, dass im Gegenzug durchaus auch persönliches Engagement bei „Aachen…blüht“ eingebracht werden könne. Ob durch Einreichung von zur Kampagne passenden Fotos, dem Erstellen bunter Fensterbilder, der Verschönerung der eigenen Fensterbänke oder sonstiger kreativer Aktionen, die Aachen und seine Stadtteile nach der langen Durststrecke der Pandemie wieder aus dem Dornröschenschlaf erwecken und zum Aufblühen bringen sollen.

Ein weiterer Gedanke der Stadtteilbüros war es, den Bewohner*innen ausdrücklich „Danke“ zu sagen für den langen Atem, die enorme nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft und die in Kauf genommenen Entsagungen der letzten Monate. So steht „Aachen…blüht“ auch als Symbol, nun gemeinsam und wieder froheren Mutes in die Zukunft zu schauen. Dass die Aktionen mit ihren kleinen Begegnungen am 10. Juni wieder möglich waren, stimmte alle Beteiligten hoffnungsvoll, lebt doch auch die Quartiersarbeit hauptsächlich von Begegnung und persönlichem Austausch. Dies war auch an diesem sonnigen Donnerstag deutlich spürbar, denn allen Standorten war eines gemein: die angesprochenen Personen verließen die Aktionsorte nicht nur mit blumigen Geschenken und hilfreichen Infos, sondern auch immer mit einem Lächeln im Gesicht – und das war schließlich das eigentliche Tagesziel! Zum Schluss war fast alles an Material verschenkt, besonders die Sproutstifte entpuppten sich als richtiger Renner bei vielen kleinen Besucher*innen.

Alle Stadtteilbüros arbeiten gut und eng mit ihren jeweiligen lokalen Netzwerken zusammen und wissen daher: Quartiersarbeit gelingt am besten gemeinsam! Besonderer Dank gilt demnach allen beteiligten Kooperationspartner*innen. Mit dabei waren der Seniorenrat Aachen-Ost/Rothe Erde, das ökumenische Stadtteilnetzwerk „Netzanschluss“ für Alleinerziehende und „Engagiert älter werden in Aachen-West“ der evangelischen Genezareth Kirche, die Sozial-/Familienberatung des Diakonisches Werkes im Kirchenkreis Aachen e. V. sowie der Sozialpsychiatrische Dienst der StädteRegion Aachen und der SKM Sozialdienst.

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Ab Freitag, 18. Juni wieder Lesungen rund um Clara-Viebig

Bad Bertrich – Die Clara-Viebig-Gesellschaft lädt ab 18. Juni wieder jeden Freitag von 15 bis 16 Uhr nach Bad Bertrich ein. Anders als bisher finden die Veranstaltungen nicht im Clara-Viebig-Pavillon, sondern im Konferenzraum der GesundLand Tourist Information Bad Bertrich statt (Kurfürstenstr. 32).

Zu hören gibt es Autobiographisches, Unbekanntes und Interessantes rund um Clara Viebig, Lesungen aus ihren Romanen und Novellen inklusive anschließendem Gedankenaustausch. Der Eintritt ist frei. Negativ-Test und Kontakterfassung über die Luca-App erforderlich.

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Bundes-Verdienstkreuz für Peter Wassong aus Weyer – „ Macher und Anpacker!“

Euskirchen/Mechernich – „Als Sie losgelegt haben, war ich noch gar nicht geboren“, sagte Landrat Markus Ramers ehrfürchtig. Über vier Jahrzehnte Peter Wassong. Für seine „auszeichnungswürdigen Verdienste“ bekam der 74-Jährige im Kreishaus das Bundesverdienstkreuz am Bande im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

Mit bei der Verleihung, vorne, v.l.: Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Landrat Markus Ramers, Ingeborg und Peter Wassong, sowie deren Familie, welche den besonderen Tag voller Stolz und Dankbarkeit feierten. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

43 Jahre Ratsmitglied mit „Leib und Seele“, 21 Jahre Erster Stellvertretender Bürgermeister, laut Ramers in der heutigen, schnelllebigen Zeit fast schon „eine eigenständige Ära, Epoche“. Im jungen Alter von 29 Jahren, im Jahr 1975, begann der Weyerer seine Karriere in der CDU-Fraktion Mechernich. Erste Erfahrungen hatte er schon in der Jungen Union „geschnuppert“. Von 1989 bis 1994 war er schließlich Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten und von 1994 bis 1996 der letzte ehrenamtliche Bürgermeister der Stadt.

Ein fröhlicher und stolzer Peter Wassong bedankte sich bei seiner Frau und seinen Kindern, seinen Weggefährten, dem Kreis für die Organisation der Veranstaltung und der Euskirchener Musikschule für die musikalische Untermalung. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Etliche „Schüppen“ drauf

Allein angesichts dieser Liste sagte Ramers anerkennend: „Vielen hätte das schon gereicht.“ Doch Wassong legte noch etliche „Schüppen“ drauf. So war er 43 Jahre Ortsvorsteher für Weyer und Urfey, und damit „erster Ansprechpartner für die Bürger, deren Wohlergehen Ihnen immer am Herzen lag“, so Ramers.

Langjähriger Wegbegleiter Peter Wassongs: der Mechernicher Bürgermeister Hans-Peter Schick würdigte sein Wirken. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Bei seinem damaligen Abschied, beim großen Zapfenstreich, sei „der ganze Ort auf den Beinen gewesen“, so Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, langjähriger Weggefährte und Nachfolger Wassongs im Bürgermeisteramt. „Peter“ habe bewiesen, dass er „ein Anpacker, ein Macher“ ist, habe nie gezögert und stets eine klare Linie gehabt.

Sie hielt ihm stets den Rücken frei: Ingeborg Wassong. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Wassong habe in seiner Zeit als Mechernicher Bürgermeister per „Dringlichkeitserklärung“ den Anfang für das Baugebiet Mechernich-Nord möglich gemacht. Schick: „Das zeugt davon, dass man Mut hat, dass man Visionen hat.“ Erfolg kenne drei Buchstaben: „Tun“. Das habe er (vor)gelebt. Mit einer Unterschriftenliste habe er dazu beigetragen, dass sich Weyer im Zuge der kommunalen Neugliederung statt für Nettersheim für die heutige Stadt Mechernich entschieden habe.

Im Verlauf seiner Karriere machte er sich außerdem für eine Baulanderweiterung Weyers im Jahre 1982 stark und für den Erhalt der ortseigenen Feuerwehr-Löschgruppe. Auch die Errichtung eines neuen Dorfplatzes, Spielplatzes und Kindergartens in Weyer trieb er maßgeblich voran.

Von 1975 bis 2004 war Wassong Vorsitzender des Vereinskartells Weyer. Durch seinen Einsatz wurde das ehemalige Schullandheim im Ort 1997 zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut und im Jahre 2011, lange nach der Zeit als Vorsitzender des Vereinskartells, begleitete er den Neubau einer Bürgerhalle federführend.

Ehrenmitglied und Gipfelkreuz

Peter Wassong gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins Bergbaumuseum Mechernich und war ab 1989 maßgeblich an der Freilegung der Grube Günnersdorf beteiligt, bis zur Öffnung im Jahre 1995. Außerdem führte Wassong 50 Jahre lang den SV Concordia Weyer und dafür wurde ihm im Jahre 2017 vom Verein mit der Verleihung einer Ehrenmitgliedschaft gedankt.

Gemeinsam mit Historiker Anton Könen hat er ein Ortswappen und eine Chronik Weyers zum 1125-jährigen Bestehen des Örtchens erarbeitet und ebenfalls eigens ein Gipfelkreuz in Oberbayern anfertigen lassen, dass auf dem 525 Meter hohen Brehberg in Weyer steht.

Wassong ist in Weyer geboren, aufgewachsen und seiner Heimat bis heute treu geblieben. „Er ist, wie man so schön sagt, tief in Mechernich verwurzelt“, betonte Schick. 1988 unter anderem dafür gesorgt hatte, dass seinem Heimatörtchen Weyer den „Konrad-Adenauer-Preis“ in Bronze für eine Neugestaltung des Friedhofes und der Weyerer Leichenhalle, sowie der Rettung der Weyerer Feuerwehr und der Errichtung des „Ehrenmals“ verliehen wurde.

„Sie sind ein Macher!“, lobte angesichts der langen Liste auch Ramers: „Diese Haltung ist unverzichtbar für unsere Demokratie. Unsere Gesellschaft, unser Kreis, unsere Kommunen und unsere Dörfer sind auf solch bürgerschaftliches Engagement angewiesen.“

Mit frisch angeheftetem Bundesverdienstkreuz am Revers blickt Peter Wassong in die Runde und dankt seiner Frau und Familie. „Im Laufe der Jahre musste vor allem meine Familie viel einstecken und meine Frau und Kinder waren im positiven Sinne stets kritisch gegenüber mir und meinem Berufsleben.“

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Kunden in der Eifel entscheiden über Qualität und noch mehr Tierwohl

Kaisersesch – „EIFEL Plus Schwein“ ist eine Herzensangelegenheit der REWE:XL Hundertmark. Der Kauf von Produkten aus der Region ist schon seit langem eine Herzensangelegenheit der REWE:XL Hundertmark. Während bereits eine Vielzahl regionaler und lokaler Produkte in den 12 Märkten des Unternehmens angeboten wird, startete vor ca. 2 Monaten das von REWE Hundertmark ins Leben gerufene Pilotprojekt „EIFEL Plus Schwein“, bei dem noch mehr Tierwohl im Focus steht. Bevor es jedoch so weit war, musste u.a. gemeinsam mit der Regionalmarke EIFEL einiges an Vorarbeit geleistet werden.

Zu den vielen Vorteilen des Regionalmarke „EIFEL Plus Schwein“ zählen: Absolute Transparenz, die Aufzucht und Haltung der Tiere in kleinbäuerlichen Betrieben in der Eifel, wobei die Haltung vergleichbar mit der Haltungsstufe 2 ist und eine Ganztier-vermarktung stattfindet. Viel „Luft nach oben“ ist da nicht mehr, dennoch strebt die Firma REWE Hundertmark eine Stufenerhöhung (Haltungsstufe 3) an. Weitere Voraussetzung, die im Sinne von mehr Tierwohl von den landwirtschaftlichen Partnerbetrieben erfüllt werden müssen, sind die Schaffung von 10 Prozent mehr Platz für die Tiere, zusätzliches Beschäftigungsmaterial für die Tiere und das Schweinefutter muss mindestens zu 70 Prozent aus Getreide bestehen; mindestens 50 Prozent des Getreides müssen aus der Eifel kommen. Weitere Vorteile sind kurze Tier-Transportwege, eine geschlossene regionale Wertschöpfungskette „vom Stall bis in die Theke“ sowie die Sicherung und der Ausbau regionaler Arbeitsplätze. Pro verkauftes Tier erhalten die Landwirte zusätzlich noch einmal je 15,00 Euro Tierwohlprämie direkt von REWE Hundertmark.

Für die erste „EIFEL Plus Schwein“-Kette arbeiten die drei Osteifeler Landwirte Tobias Fuchs aus Kehrig, Anna Schwab-Pilcher aus Gering und Markus Zimmermann aus Polch, die alle Mitglieder der Schweine-Vermarktungs-Genossenschaft SVG aus Idenheim sind, gemeinsam mit dem Schlachthof Bayer aus Niederwallmenach, Peter Hünten Fleischwaren aus Löf an der Mosel und REWE Hundertmark eng zusammen. Nur so kann das ganze Tier mit höchstmöglicher Wertschöpfung verarbeitet werden.

Die Entwicklungs- und Koordinationsgesellschaft mbH „ORGAINVENT“ überprüft im Rahmen einer unabhängigen und regelmäßigen Kontrolle den Weg vom Landwirt bis zur REWE:XL Hundertmark. Dadurch ist sichergestellt, dass tatsächlich alle Kriterien des Regionalmarke „EIFEL Plus Schwein“ erfüllt werden.

Über den Erfolg des Pilotprojektes entscheiden jedoch letztlich die Verbraucher. Mit dem Kauf von EIFEL Plus Schweinefleisch und Regionalmarke EIFEL Wurstwaren unterstützen sie die heimischen Landwirte und tragen somit zu noch mehr Tierwohl bei. Weiterhin werden wegen der kurzen Wege Tiere und die Umwelt geschont sowie regionale Familienbetriebe unterstützt, damit diese in ihrer Heimat autark bleiben können.

Das Regionalmarke ‚EIFEL Plus Schwein‘ soll nur der Anfang für noch mehr Tierwohl sein. Gemeinsam mit unseren Partnern möchten wir die Bedingungen für eine tierfreundliche Haltung stetig weiter verbessern. Generell soll jedoch der Genuss und der bewusste Verzehr im Vordergrund stehen und nicht die Masse und der günstigste Preis“, so Björn Hundertmark vom Familienbetrieb REWE:XL Hundertmark.

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Leitung der Feuerwehr Kreuzau bleibt in bewährten Händen

Kreuzau – Guido Klüser wurde vom Gemeinderat erneut als Wehrleiter bestätigt. Im Juli 2015 übernahm Guido Klüser die Position des Leiters der Feuerwehr Kreuzau und füllte die 6-jährige Amtszeit aufgrund des Ratsbeschlusses vom 25. Juni 2015 aus. Vor Ablauf der Amtszeit Ende des Monats wurde er in der Ratssitzung vom 15. Juni 2021 erneut als Leiter der Feuerwehr bestätigt und mit Wirkung zum 01. Juli 2021 durch Bürgermeister Ingo Eßer ernannt.

Guido Klüser ist seit 1997 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Kreuzau. Von Juni 2005 bis Juni 2014 war er als Löschgruppenführer der Löschgruppe Stockheim tätig und ab Juni 2011 zusätzlich als stellvertretender Zugführer des Löschzuges 1. Mit Wirkung vom 19. April 2012 wurde Herr Klüser zunächst kommissarisch zum stellvertretenden Leiter der Feuerwehr bestellt bis 2014 die laufbahnrechtlichen Voraussetzungen erfüllt waren. In der Sitzung des Gemeinderats am 18. April 2012 wurde er dann mit Wirkung vom 19. April 2012 zum stellvertretenden Leiter der Feuerwehr für die Dauer von sechs Jahren ernannt.

Der Leiter der Feuerwehr ist verantwortlich für die innere Organisation der Feuerwehr, die Sicherstellung der ständigen Einsatzbereitschaft und für die sachgerechte Durchführung der Einsätze. In Kreuzau bedeutet dies, dass aktuell 186 aktive Feuerwehrmitglieder, 71 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung, 59 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 15 Mitglieder der Kinderfeuerwehr zu lenken und zu motivieren sind.

Dabei hat der Leiter der Feuerwehr sicherzustellen, dass die Einsatzkräfte so ausgerüstet und ausgebildet sind, dass sie die ihnen gestellten Aufgaben und Anforderungen eines Einsatzes bewältigen können. Der Leiter der Feuerwehr muss immer auf dem neuesten Wissenstand sein, um den Standard „seiner“ Feuerwehr an die aktuellen Anforderungen anpassen zu können. Zudem vertritt der Leiter der Feuerwehr die Feuerwehr in der Öffentlichkeit und führt zugunsten seiner Wehr oft beharrliche Verhandlungen mit Verwaltung und Politik.

Das Betätigungsfeld eines Wehrführers ist vielfältig und der zeitliche Aufwand erheblich. Umso bewundernswerter ist es, dass es Menschen gibt, die sich dieser Aufgabe ehrenamtlich stellen. Das Ehrenamt mit dem Arbeits- und Privatleben in Einklang zu bringen erfordert einen verständnisvollen Arbeitgeber und einen sehr verständnisvollen Partner/ Familie.

Die Bürger der Gemeinde Kreuzau konnten in der Vergangenheit immer darauf vertrauen, unter der Wehrführung in sicheren Händen zu sein.

Bürgermeister Ingo Eßer führte bei der Ernennung aus: “Die freiwillige Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Rettungswesens sowie des Sicherheitskonzepts unserer Gemeinde. Wir brauchen Menschen, die Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen und für andere tätig werden. Von diesem freiwilligen Engagement lebt die Demokratie, hierauf ist unser Zusammenleben angewiesen.“

Da Feuerwehr nur als Teamarbeit funktioniert, wird die Arbeit des Leiters der Feuerwehr unterstützt durch zwei Stellvertreter. Die Amtszeit der beiden Stellvertreter, Gemeindebrandinspektor Guido Baden und Gemeindebrandinspektor Christoph Schröder, enden erst im Februar 2023.