Kategorien
Wirtschaft

Bau eines neuen CO₂-freien Zustell-Stützpunktes der Deutschen Post in Weilerswist

Weilerswist – Ab 2024 werden von dort aus mehr als 18.000 Haushalte in den Gemeinden Weilerswist und Swisttal mit Briefen und Paketen versorgt. Post und Gemeinde vollziehen gemeinsam symbolisch den ersten Spatenstich. Gebäude mit Photovoltaik, Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Die klimafreundliche Zustellung soll ausgeweitet werden.

Die Deutsche Post hat in Weilerswist an der Bertha-Benz-Straße 5 mit den Bauarbeiten für einen neuen Zustellstützpunkt begonnen, von dem aus zukünftig mehr als 18.000 Haushalte in den Gemeinden Weilerswist und Swisttal mit Briefen und Paketen versorgt werden. Als CO₂-freier Standort wird das neue Gebäude, das im kommenden Jahr fertiggestellt werden soll, über Photovoltaik-Anlage, Wärmepumpe mit Fußbodenheizung, LED-Beleuchtung und Gebäudeautomation sowie Ladeinfrastruktur für E-Mobilität verfügen. Die klimafreundliche Zustellung soll ausgeweitet werden.

Netto-Null-Emissionen-Logistik

DHL Group strebt bis 2050 die Netto-Null-Emissionen-Logistik an und eröffnet bis Ende 2025 bundesweit insgesamt 280 CO₂-freie Standorte. „Insbesondere die Schaffung eines solchen CO₂-freien Standortes und der Ausbau der klimafreundlichen Zustellung liegen uns sehr am Herzen“, erklärte Michael Merten, Abteilungsleiter der Niederlassung Betrieb Bonn (Abteilung Auslieferung Brief/Verbund), beim symbolischen Ersten Spatenstich, den er gemeinsam mit Bauamtsleiter Martin Reichwaldt von der Gemeinde Weilerswist vollzogen hat.

Für Zustellstützpunktleiter Günter Ramscheid ist auch die verbesserte räumliche Situation ein wichtiger Punkt: „Wir haben zukünftig einfach mehr Platz.“ Die Betriebsfläche wird auf rund 1020 Quadratmeter wachsen – gegenüber insgesamt gut 730 Quadratmetern an den aktuellen Standorten in Weilerswist (Konrad-Adenauer-Straße) und Swisttal. Am neuen Standort in Weilerswist an der Bertha-Benz-Straße werden die beiden Zustellteams für Weilerswist und Swisttal unter einem Dach vereint und zu einem rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählenden Team zusammenwachsen.

Bereits 2019 waren erste Planungen für das Projekt angelaufen, bei dem es sich um ein eigenes Bauvorhaben der Deutschen Post handelt. Für den Grundstückskauf und für die Realisierung des Baus zeichnet die Deutsche Post DHL Real Estate Deutschland verantwortlich. Nach dem Vorliegen der Baugenehmigung konnte jetzt kurzfristig der Baustart erfolgen.

So läuft die Post vor Ort: Werktäglich werden frühmorgens die Briefsendungen und Pakete für 53919 Weilerswist und 53913 Swisttal  aus dem Briefzentrum Troisdorf und aus dem Paketzentrum Köln-Eifeltor ab 2024 den neuen Zustellstützpunkt in Weilerswist ansteuern. Von dort aus brechen dann die Zustellerinnen und Zusteller auf in ihre 29 Verbundbezirke, das heißt die Kundinnen und Kunden erhalten Briefe und Pakete aus einer Hand. Die Menge der Sendungen, die in jeder Woche an die mehr als 18.000 Haushalte in Weilerswist und Swisttal zugestellt werden, beläuft sich auf mehr als 100.000 Briefe und knapp 15.000 Pakete.

 

Kategorien
Wirtschaft

Wittlicher Schreinerei Hayer feiert 120-jähriges Firmenjubiläum

Wittlich – Im Rahmen des 120-jährigen Firmenbestehen, mit Gratulationswünschen an Hans-Dietmar Hayer, sowie an den seit 2021 neuen Geschäftsinhaber Maximilian Schiffels, durften Bürgermeister Joachim Rodenkirch und Antonia Gierten Fachbereich Wirtschaftsförderung der Stadt Wittlich beste Glückwünsche ausrichten.

Was sich die Meisten noch unter Meister Eders kleinen Räumlichkeiten vorstellen, wird hier zur höchsten Perfektion getrieben. Nichts wird dem Zufall überlassen, sodass vorab jedes Detail digital geplant, visualisiert und auch maschinell bis aufs µm zugeschnitten wird. Von der Erstellung der Skizzen am Computer, über einen Link, der dem Kunden zugeschickt wird um Zuhause mit der eigenen Handykamera oder PC sich selbst ein räumliches Bild machen zu können, alles ist organisiert. Nicht erst seit Maximilian Schiffels die Geschäfte übernommen hat, auch schon vorher, wurde immer in die neuste Ausstattung investiert und stets der Betrieb erweitert.

Hier trifft sprichwörtlich der Hammer den Nagel auf den Kopf.

Innovation, Zukunftsgeist, gepaart mit Leidenschaft fürs Handwerk. Nur durch ständige Weiterentwicklung, sowie Ehrlichkeit und Austausch mit Zulieferern, Kunden und Partnern könne man solange bestehen, so Hans-Dietmar Hayer.

Die alte Werkstatt gibt es noch, auch die guten Geister sind geblieben. Mit interessanten Dokumenten aus der 120-jährigen Geschichte des Betriebes, Hobelbänken und fast museales Werkzeug. Hier kann man die Historie der Schreinerei begutachten und bis auf jedes einzelne Dokument nachvollziehen. Selbst die alten Kassenbücher wurden wie damals üblich in feiner, sehr ordentlicher Schrift, aufbewahrt und hier für Besucher ausgestellt.

In Wittlich kennt man sich, dennoch bringt ein Besuch zu besonderen Firmenjubiläen immer auch einen Erfahrungsaustausch, sowie eine engere Bindung an den Standort und die Menschen dahinter, mit sich.

Im Namen der Stadt Wittlich dankte Bürgermeister Joachim Rodenkirch dem Traditionsunternehmen Schreinerei Hayer für die interessanten Einblicke und wünschte viel Erfolg für die Zukunft.

Kategorien
Wirtschaft

International auf Wachstumskurs – HARIBO eröffnet erstes Werk in den USA

Grafschaft – HARIBO hat in den USA einen wichtigen Meilenstein seiner internationalen Wachstumsstrategie erreicht: Vor kurzem hat das Familienunternehmen seine erste eigene Produktionsstätte in Nordamerika in Betrieb genommen, die in Pleasant Prairie im Bundesstaat Wisconsin steht. „Die Nachfrage nach unseren Produkten steigt in den USA seit Jahren. Wir sind dort seit 2018 Marktführer im Segment Fruchtgummi/Lakritz/Schaum. Das freut uns und macht uns gleichermaßen stolz. Nun können wir die Nachfrage mit einem eigenen Werk vor Ort noch besser, aber vor allem effizienter und schneller bedienen“, sagt Markus Riegelein, Chief Operations Officer der HARIBO-Gruppe. Das Areal in Pleasant Prairie umfasst ein Produktionswerk, ein Verwaltungsgebäude sowie ein Lager und verfügt über weitere Wachstumsmöglichkeiten. Wie geplant laufen in dem rund 46.000 Quadratmeter großen, hochmodernen Werk zunächst HARIBO Goldbären vom Band. Künftig will HARIBO die Kapazitäten weiter hochfahren, um die dort produzierte Produktpalette auszuweiten. Die im amerikanischen Werk hergestellte Ware wird ausschließlich für den US-Markt genutzt.

Investition in die Zukunft

Schon jetzt ist der neue Produktionsstandort ein Job- und Wirtschaftsmotor in der Region. Aktuell beschäftigt HARIBO vor Ort rund 175 Mitarbeitende. Darüber hinaus werden mehrere tausend Arbeitsplätze beispielsweise bei Zulieferbetrieben oder Logistikdienstleistern entstehen. Mit dem geplanten Ausbau des Standortes sollen in den kommenden Jahren weitere Arbeitsplätze folgen. Für HARIBO ist der Bau des Werks in den USA die bislang größte Einzelinvestition in der über hundertjährigen Firmengeschichte. Insgesamt hat HARIBO für den Bau des neuen Standorts rund 300 Millionen Dollar investiert. Markus Riegelein sagt: „Die neue Produktionsstätte ist ein Meilenstein für uns und unterstreicht HARIBOs Ambition, in diesem großen und wichtigen Markt weiter zu wachsen. Wir bereiten unser Unternehmen damit strategisch auf ein langfristiges Wachstum in den USA vor.“

Mit dem neuen Werk in Nordamerika betreibt HARIBO nun 16 Produktionsstätten in elf Ländern. Für die USA werden über 25 verschiedene Produkte hergestellt – weltweit hat HARIBO mehr als 1.200 Produkte im Angebot. Die Reise „über den großen Teich“ begann HARIBO 1982 mit einem kleinen Vertriebsbüro in Baltimore. Seitdem ist HARIBO of America stetig gewachsen und hat 2015 die Zentrale nach Rosemont in der Nähe von Chicago verlegt.

Kategorien
Wirtschaft

Aachener Solarmarkt wächst rasant

Aachen – Förderstopp ab 15. August – Der Fördertopf der Stadt Aachen für die Solarförderung im Jahr 2023 ist bereits jetzt ausgeschöpft. Mit den vom Stadtrat beschlossenen Haushaltsmitteln in Höhe von 1,6 Millionen Euro werden etwa 1.200 Solarstromanlagen von Hauseigentümern, Mietern und Gewerbebetrieben gefördert, darunter etwa 264 Balkonkraftwerke, sowie 357 Batteriespeicher mit einer Speicherkapazität von etwa 3200 Kilowattstunden.

Das Interesse von Gewerbebetrieben und Bürgerschaft an der Solarstromerzeugung wächst seit Jahren konstant und mit wachsender Dynamik. Gingen 2017 im Stadtgebiet noch weniger als 100 Solaranlagen mit einer Leistung von ca. 800 Kilowatt Peak (KWp) ans Netz, so waren es in 2019 bereits gut 170 Anlagen mit über 2.000 KWp. Im bisherigen Rekordjahr 2022 wurden dann erstmalig über 1.000 Anlagen mit 4.500 KWp an das Stromnetz der Regionetz gekoppelt. Und nun sind es bereits in den ersten sechs Monaten 2023 weitere 900 Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 5.000 KWp.

Heiko Thomas, Beigeordneter für Klimaschutz: „Die Solarstromerzeugung in Aachen hat den Durchbruch geschafft. Dieses ist gut für das Klima und gut für die Menschen. Das Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK) der Stadt zeigt große Erfolge. Die Transformation des Energiesystems Aachens schreitet voran. Der Wachstumstrend wird sich weiter fortsetzen. Die Speichertechnologien werden günstiger und erweiterte Nutzungsoptionen – wie zum Beispiel das Laden von Elektrofahrzeugen – werden die Dynamik weiter erhöhen.“

Neben positiven Effekten auf die Energiewende und den Klimaschutz zeigt der massive Anstieg des Ausbaus auch, dass Sonnenergie zunehmend auch für Gewerbebetriebe eine hochwirtschaftliche und zudem Image fördernde Lösung ist, um die Strombezugskosten zu senken und sich individuelle Versorgungsoptionen zu gestalten.

Gründe für die nochmals verbesserte Wirtschaftlichkeit sind dabei der Wegfall der Mehrwertsteuer auf Photovoltaikanlagen und Speicher im Jahr 2023 und auch gestiegene Strompreise. Zudem sanken in der Nach-Corona-Zeit die Preise für Komponenten wie Wechselrichter; ebenfalls deutlich verbilligt hat sich 2023 gegenüber 2022 die Anschaffung von steckerfertigen Solargeräten.

Fast 5.000 Solaranlagen an Fassaden, auf Dächern und an Balkonen gehören schon heute zum Aachener Stadtbild – Staunen war gestern! Und so stellen immer mehr Bürger*innen fest, dass es klimapolitisch geboten und wirtschaftlich lukrativ ist, einen eigenen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Auf Grund der erschöpften Haushaltsmittel nimmt der Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt Aachen ab dem 15. August 2023 keine neuen Anträge auf Sonnenergienutzung mehr entgegen.

Jochen Lowis vom Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt Aachen: „Für alle Anträge, die bis zum 14. August 2023 vollständig eingegangen sind, gilt: Die Bescheide sind in Arbeit, alle Antragsteller erhalten ihre Förderung.“

Kategorien
Wirtschaft

Initiative Region Trier e.V. unter neuer Geschäftsführung

Region/Trier – Gewohnt reibungslos und ohne große Diskussionen verlief die diesjährige Mitgliederversammlung der Initiative Region Trier e.V. (IRT) am Dienstag, 25. Juli, im Tagungszentrum der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier. Vorsitzende Julia Gieseking führte durch die Sitzung und verwies dabei gleich zu Beginn auf „zwei spannende Neuigkeiten“, die sich im Laufe der knapp einstündigen Veranstaltung als personelle Neubesetzungen herausstellen sollten.

So stellte Kevin Gläser, IHK-Referent Unternehmensförderung und Umwelt und seit März 2020 Geschäftsführer der IRT, seinen Nachfolger für diese ehrenamtlich ausgeübte Position vor. IHK-Kollege Stefan Rommelfanger, Referent Handel und Dienstleistungswirtschaft, wird das Amt zum 1. August übernehmen. Gläser hat innerhalb der IHK die Funktion des Vor-Ort-Beauftragten im Landkreis Bernkastel-Wittlich als zusätzliche Aufgabe wahrgenommen und ist dort fortan zentraler Ansprechpartner der IHK Trier für Politik und Unternehmen.

Eine weitere personelle Veränderung betrifft den Vorstand. Einstimmig wählte die Mitgliederversammlung den neuen Trierer Baudezernenten Dr. Thilo Becker als Nachfolger für seinen zum 1. Mai ausgeschiedenen Dezernats-Vorgänger Andreas Ludwig in das Gremium.

Der Fokus der aktuellen Mitgliederversammlung lag auf der persönlichen Präsentation zweier großer Projekte. Thomas Mersch, Ausbildungsberater der IHK Trier, nutzte die Gelegenheit, den aktuellen Stand beim deutlich ausgebauten digitalen Ausbildungsatlas vorzustellen. Den hat die IRT zur Unterstützung bei der Ausbildungssuche 2019 gemeinsam mit IHK und HWK ins Leben gerufen. Auf einer digitalen Karte können sich Schüler anschauen, welche Berufe und in welchen Betrieben in der Region ausgebildet wird. Inzwischen sind rheinland-pfalzweit nicht weniger als 240 Ausbildungsberufe, 15.000 Betriebe und 30.000 Ausbildungsplätze unter www.derausbildungsatlas.de zusammengetragen und um die jeweiligen Berufsschulstandorte ergänzt worden. Alle vier rheinland-pfälzischen IHKs sind mit im Boot. Die IHK Saarland wolle ebenso zusteigen wie andere HWKs in Rheinland-Pfalz sowie die Agentur für Arbeit in Trier, berichtete Mersch. Zur digitalen Praktikumsbörse wie auch zur IHK-Lehrstellenbörse, wo Unternehmen offene Ausbildungsstellen schalten, gibt es eine Schnittstelle. Mersch: „Wir verzeichnen täglich 600 Seitenaufrufe, mit steigender Tendenz.“
Seit wenigen Wochen können sich Schüler darüber hinaus auf dieser Seite mittels des neu implementierten „BerufePilots“ auf Basis der Selbsteinschätzung ihrer Fähigkeiten ein Kompetenzprofil erstellen lassen und in einer Schnellsuche prüfen, welcher Beruf zu ihnen passen könnte. „Das ist ein Navigator, um noch zielgerichteter den Ausbildungsmarkt zu entdecken“, beschreibt Mersch. „Mit dem BerufePilot ist es uns gelungen, ein Instrument zu schaffen, das Jugendlichen innerhalb kurzer Zeit ein Bild verschafft, welcher Beruf gut zu ihnen passen könnte.“ 1500 solcher digitaler Berufsberatungen seien in den drei Wochen seit Implementierung des „BerufePilots“ abgerufen worden.

IRT-Vorstand und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jan Glockauer betonte: „Was wir hier entwickelt haben, ist deutschlandweit einmalig. Das gibt es in dieser Form nirgendwo. Wichtig ist jetzt, dass wir das flächendeckend an die Schulen herantragen.“

Stefan Rommelfanger, der als Handelsreferent das Projekt „Heimat shoppen“ betreut, berichtete zum Hintergrund und zur nächsten geplanten Aktion: „Heimat shoppen ist eine Image-Kampagne zur Unterstützung des lokalen Einzelhandels, der Gastronomen und Dienstleister. Wir wollen zeigen, dass die Gewerbetreibenden einen wichtigen Beitrag zu einer lebendigen Innenstadt und damit zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor leisten und gleichzeitig die Lebensqualität der Anwohner positiv beeinflussen.“ 16 Gewerbevereine aus der Region mit ihren mehr als 600 Mitgliedsbetrieben nutzten in diesem Jahr an einem Aktionswochenende im Zeitraum 8. September bis 8. Oktober die Gelegenheit, sich und ihre Betriebe zu präsentieren. Dabei sei im Hinblick auf die Ausgestaltung der Aktion der Kreativität der Gewerbetreibenden keine Grenzen gesetzt. Die IHK unterstützt mit einer Ideensammlung und stellt 37.500 mit dem „Heimat shoppen“-Logo bedruckte Papiertaschen sowie Plakate, Schaufensteraufkleber und weiteres Werbematerial zur Verfügung.
Erstmalig wird im Vorfeld eine Testimonial-Kampagne mit prominenten und anderen Gesichtern über lokale Medien und Social Media gestartet. Die IRT unterstützt die Kampagne als Sponsor.

In seinem Bericht zu den Aktivitäten der IRT im zurückliegenden Jahr ging Kevin Gläser unter anderem auch auf den Launch der Plattform „work-in-region-trier“ ein. Mit dem Ziel, Fachkräfte zu gewinnen und zu sichern, habe die IRT dieses Portal 2022 gemeinsam mit der IHK, der HWK und der Arbeitsagentur als Antwort auf die luxemburgische Aktion „Work-in-Luxemburg“ ins Leben gerufen (www.work-in-region-trier.de). Zusätzlich wurde der Karriereatlas online neu aufgelegt. Beim Karriereatlas haben Betriebe die Möglichkeit, ihr Firmenprofil zu präsentieren und auf freie Positionen hinzuweisen.
Auf die gemeinsame Standortumfrage von IRT, IHK und HWK 2021/22 ging Gläser kurz ein. Im Herbst 2021 hatten die drei Institutionen hiesige Unternehmen nach ihrer Einschätzung des Wirtschaftsstandorts Region Trier befragt. 462 verwertbare Antworten von Unternehmen mit insgesamt rund 22.000 Beschäftigten standen nach Abschluss der Befragung als Datengrundlage zur Verfügung. Daraus wurde im Hinblick auf Initiativen zur Verbesserung der Standortattraktivität ein aktualisiertes Stärken- und Schwächeprofil des Wirtschaftsstandorts Trier erarbeitet. Die Ergebnisse wurden in einer Pressekonferenz im Frühjahr 2022 und in verschiedenen Gremien der Region vorgestellt.

Reibungslos gingen an diesem Abend auch die formalen Tagesordnungspunkte durch. Die Vorstellung des Jahresabschlusses 2022 und des Wirtschafts- und Finanzplans 2023 nahm das Gremium ohne Einwände zur Kenntnis. Einstimmig erfolgten die Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung sowie die Feststellung und Genehmigung des Jahresabschlusses 2022.

Den scheidenden IRT-Geschäftsführer Kevin Gläser verabschiedete Vorsitzende Julia Gieseking mit einem Geschenk und großem Lob: „Sie haben das toll gemacht, immer alles präzise vorbereitet, nichts dem Zufall überlassen und kreative, neue Ideen beigesteuert.“ In Richtung seines Nachfolgers, Stefan Rommelfanger, und des neuen Vorstandsmitglieds Dr. Thilo Becker sagte sie: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und blicken sehr positiv in die Zukunft.“

EXTRA:
Die Initiative Region Trier e.V. (IRT) wurde 1994 gegründet. Gründungsinitiatoren waren die vier Landkreise der Region, die Stadt Trier, die Industrie- und Handelskammer Trier, die Handwerksammer Trier sowie die Bitburger Braugruppe. In der Struktur der Public-Private-Partnerschaft bietet die IRT den genannten Gründungsmitgliedern sowie darüber hinaus inzwischen auch Hochschulen, Unternehmen, Kommunen, öffentlichen Institutionen und engagierten Einzelpersonen eine neutrale Plattform und ein Netzwerk zur Zusammenarbeit. Ziel der IRT ist, die Zukunft der Region Trier als wirtschaftlich attraktiven, kulturell bedeutsamen, ökologisch intakten und europäisch orientierten Raum mit hoher Lebensqualität zu sichern und seine Standortfaktoren aktiv zu stärken und zu entwickeln. Zentrale IRT-Gremien sind der regulär auf fünf Jahre gewählte Vorstand – vertreten durch Vorstandsvorsitzende Julia Gieseking sowie ihre Stellvertreter Dr. Jan Glockauer (Hauptgeschäftsführer IHK Trier), Dr. Thilo Becker (Baudezernent Stadt Trier), Dr. Thomas Simon (Geschäftsführer IT-Haus) und Aloysius Söhngen (Bürgermeister Verbandsgemeinde Prüm) – sowie die Mitgliederversammlung. Weitere Gremien sind der Arbeitskreis Wirtschaftsförderung und das Forum Wirtschaft und Kultur. Die Geschäftsführung ist ehrenamtlich unter dem Dach der IHK Trier angesiedelt. Stefan Rommelfanger, IHK-Referent Handel und Dienstleistungswirtschaft, wird Kevin Gläser zum 1. August in der Geschäftsführung ablösen. Gläser war seit März 2020 mit der Aufgabe betraut, widmet sich künftig jedoch neuen Herausforderungen innerhalb der IHK. Die IRT Trier zählt 55 Mitglieder (Stand Juli 2023).

Kategorien
Wirtschaft

solid UNIT Klimabeirätin Sandra Weeser MdB besucht Unternehmen in der östlichen Vulkaneifel

Region/Berlin/München/Stuttgart – Das Gebiet um den Laacher See westlich von Koblenz ist bekannt für seine bei Vulkanausbrüchen entstandenen Rohstoffe – vorwiegend Bims, der als Baustoff für Leichtbeton umweltschonende und energiesparende Eigenschaften aufweist. Sandra Weeser MdB, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen sowie Mitglied im Klimabeirat von solid UNIT Deutschland, besuchte gemeinsam mit solid UNIT Geschäftsführer Thomas Zawalski im Juli zwei innovative Unternehmen der Region. Begleitet wurden sie von Christian Bruch, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM), und Dieter Heller, Geschäftsführer des Bundesverbands Leichtbeton e.V.

In Mendig hat sich das Unternehmen Meba Bodenverwertung GmbH auf die Bereiche Abbrucharbeiten, Materialkreisläufe und Bodenaufbereitung spezialisiert. Im Wertstoffhof der Firma wird recyclefähiges Material aufbereitet und auf diese Weise eine anschließende Wiederverwertung sogenannter RC-Baustoffe im Hoch- und Tiefbau sichergestellt. Doch man setzt auch auf neue Rohstoffe: Künftig soll hier aus Mauerbruch in einem mit Wasserstoff betriebenen Drehrohroffen eine Art Blähton entstehen.

Auf die Realisierung dieses Projektes wartet das Unternehmen Jakob Stockschläder GmbH & Co. KG (JASTO Baustoffwerke) im benachbarten Ochtendung. Das Familienunternehmen ist seit über 70 Jahren als Lieferant von hochwertigen Baustoffen tätig. Mit dem Blähton der Firma Meba möchte der Baustoffspezialist eine zusätzliche Alternative zum Bimsstein erhalten.

„Leichtbetone haben eine hervorragende Ökobilanz und ermöglichen ein hochwertiges, monolithisches Bauen. Die beiden Firmen zeigen, dass aus gemeinsamem Ideenreichtum und Kooperationsbereitschaft ein positiver Beitrag für den Klimaschutz entstehen kann“, freut sich Thomas Zawalski über die Zusammenarbeit der besuchten Unternehmen.

„Von JASTO wurden uns einige beeindruckende Innovationen vorgestellt, darunter der patentierte ‚Z-Stein‘. Mit diesem umweltfreundlichen Baustoff können wir nachhaltig bauen, ohne dicke Dämmstoffschichten zusätzlich auf den Stein aufbringen zu müssen“ so solid UNIT Klimabeirätin Sandra Weeser MdB nach dem Besuch. „Thema bei Meba war unter anderem auch die bevorstehende Ersatzbaustoffverordnung, die ab dem 1. August in Kraft tritt – leider ohne Regelung zum sogenannten Abfallende, mit der sich Ersatzbaustoffe als gleichwertige Bauprodukte durchsetzen könnten.“

solid UNIT, das Netzwerk für den innovativen Massivbau e.V., ist ein Zusammenschluss von Vertreter:innen der Bauwirtschaft und der Baustoffindustrie sowie von Hochschulen, Forschungsinstituten, Kammern und Start-ups der Branche. Das Ziel von solid UNIT ist es, durch eine engere Vernetzung der Partner:innen Innovationen in Forschung und Entwicklung weiter voranzutreiben und verstärkt auch auf den Baustellen zum Einsatz zu bringen. Im Zentrum des Netzwerkes stehen dabei sogenannte Netzwerk-Teams, die jeweils in speziellen Themenbereichen, wie zum Beispiel CO2-Einsparung oder nachhaltiges Ressourcenmanagement, zusammenarbeiten. Darüber hinaus informiert solid UNIT über Innovationspotenziale der mineralischen Bauweise und stellt nachhaltige Beispielprojekte vor.

Kategorien
Wirtschaft

Westconnect erschließt Stadt Wittlich mit Glasfaser

Wittlich – Stadt Wittlich und Westconnect unterzeichnen Kooperationsvertrag zum Breitbandausbau – Vermarktung von kostenfreien Glasfaseranschlüssen startet zum 1. August 2023. Gute Nachrichten für die Einwohner*innen aus Wittlich: Die Stadt Wittlich und die Westconnect GmbH haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die vorsieht, alle rund 10.000 Wohneinheiten und rund 1.100 Geschäftseinheiten innerhalb der Stadt Wittlich an das Glasfasernetz anzuschließen.

Westconnect baut danach ab dem Frühjahr 2024 über eine geplante Bauzeit von drei Jahren in der Stadt Wittlich an ca. 11.100 Wohn- und Geschäftseinheiten ein Glasfasernetz für die entsprechenden Haushalte und Unternehmen. Im Einzelnen betrifft dies die Kernstadt inklusive aller Stadtteile Wengerohr, Neuerburg, Lüxem, Dorf und Bombogen. Über die Glasfaseranschlüsse kann superschnelles Internet mit bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde abgerufen werden.

Bürgermeister Joachim Rodenkirch zeigte sich hoch erfreut über den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes in der Stadt Wittlich: „Wir möchten die Stadt Wittlich weiter zukunftsfähig machen. Das Vorantreiben des Glasfaserausbaus ist dabei ein wichtiger Standortfaktor sowohl für Unternehmen als auch z.B. für das Arbeiten im Homeoffice. Das Angebot von Westconnect bietet uns eine hervorragende Chance, mit einer Glasfaseranbindung die gesamte Stadt Wittlich noch lebenswerter und attraktiver zu machen“, so Bürgermeister Rodenkirch. „Auch beim Thema Nachhaltigkeit können die kupferfreien Leitungen punkten. Denn gemäß einer Studie des Bundesverbands Breitbandkommunikation* verbrauchen reine Glasfasernetze bis zu dreimal weniger Strom als kupferbasierte Telekommunikationsnetze.“

„Die Glasfaseranschlüsse sind so leistungsstark, dass Arbeiten und Lernen zuhause, Videokonferenzen, Smart Home, IP-TV, Online-Gaming, Surfen und Streamen gleichzeitig möglich sind – stabil, zuverlässig und schnell. Eigentümer*innen können dabei von kostenfreien Glasfaseranschlüssen profitieren und sind nicht an die Buchung eines Tarifs gebunden. Außerdem stehen wir für einen freien Wettbewerb und stellen unser Glasfasernetz im Open-Access-Modell auch anderen Unternehmen zur Verfügung“, sagt Marco Felten, Leiter der Region Trier beim Westconnect-Partner Westenergie. „Interessierte Kund*innen können sich jetzt bereits registrieren, um dann als Erste die superschnellen Anschlüsse direkt zu erhalten.“

Die Vermarktung der kostenlosen Glasfaseranschlüsse beginnt am 1. August 2023 und dauert bis zum 31. Oktober 2023. Somit können Anwohnende ab diesem Datum und bis zum Ende der jeweiligen Vermarktungs- und Bauphase die Gebühren für den Glasfaseranschluss bis zu 1.547 Euro sparen. Alle Bürger*innen im Ausbaugebiet der Westconnect haben dann die Möglichkeit, sich über den Verfügbarkeitscheck einen kostenfreien Glasfaseranschluss zu sichern.

Beratung und Information

Am 1. August 2023 lädt Westconnect alle Interessenten zur kostenlosen Infoveranstaltung um 19 Uhr in den Saal Lieser ins Rathaus in die Schloßstraße 11 ein. Weitere Infoabende gibt es im Stadtteil Wengerohr am Dienstag, 26. September 2023, ab 19:30 Uhr im Jugend- und Bürgerhaus Wengerohr sowie im Stadtteil Dorf am Donnerstag, 7. September 2023 um 19:00 Uhr im Vereinshaus Dorf.

Darüber hinaus findet für alle Interessenten eine Bürgerinfoveranstaltung am Montag, den 16.Oktober 2023, um 19:00 Uhr im Bürgerhaus in Neuerburg in der Tannenstraße 1 statt. Bürger*innen aus Bombogen informieren sich am besten bei der Infoveranstaltung im Pfarrheim Bombogen am 29. August 2023 um 19:00 Uhr in der Alberostraße 10.

Zusätzlich werden alle Termine auch auf der projekteigenen Webseite www.eon-highspeed.com/wittlich bekanntgegeben. Eine weitere Beratungsmöglichkeit bietet das E.ON Kundencenter Wittlich in der Karrstraße 1, das Montag bis Donnerstag von 9 bis 17 Uhr sowie am Freitag von 9 bis 14 Uhr geöffnet ist. Alle Bürger*innen können dort eine persönliche Beratung zu allen Internetangeboten erhalten. Zudem werden auch Mitarbeitende von Westconnect und E.ON in den Ausbaugebieten unterwegs sein, um Bürger*innen persönlich über die Angebote vor Ort zu informieren. Das Ausbaugebiet umfasst die noch nicht mit Glasfaser erschlossenen Adressen in der Kernstadt inklusive aller Stadtteile Wengerohr, Neuerburg, Lüxem, Dorf und Bombogen. Unter der Rufnummer 0651 812-21010 vereinbaren Interessierte einen persönlichen Beratungstermin.

Voraussetzung für die Planung und die tatsächliche Bauausführung eines kostenfreien Glasfaseranschlusses: Westconnect benötigt die unterschriebene Grundstückseigentümererklärung (GEE) der jeweiligen Eigentümer*innen. Nur mit dieser Genehmigung kann eine reibungslose und genaue Terminkoordination sowie Abstimmung des konkreten Erschließungsweges garantiert werden, um das Glasfaserkabel auf dem privaten Grundstück im Sinne des Eigentümers zu verlegen und den Glasfaseranschluss zu erstellen. Damit sichern sich Interessierte einen kostenfreien Hausanschluss.Darüber hinaus können sich alle Kunden, die bereits jetzt einen E.ON Highspeed Internetvertrag abschließen, über einen weiteren großen Vorteil freuen. Bei der Bereitstellung des Internetanschlusses verzichtet E.ON Highspeed derzeit auf die später fällige Aktivierungsgebühr von 398 Euro. Auskünfte über Produkte und Services sowie Beratung gibt es online unter www.eon-highspeed.com/wittlich oder über die kostenfreie Telefonnummer 0800-9900066.

 

Kategorien
Wirtschaft

„Herr Anton“ liefert rund um die Uhr – Jetzt auch in Bell

Bell/Mendig – Neues Nahversorgungsangebot in der Ortsgemeinde Bell – In Zeiten, in denen die Nahversorgung in vielen Ortschaften rückläufig ist, ist Kreativität gefragt, um zumindest eine kleine Grundversorgung vor Ort aufrecht zu halten. „Herr Anton“ bietet ein solch mögliches Konzept: Im „Automaten-Shop“ kann man rund um die Uhr – 365 Tage im Jahr – einkaufen. Zwei solcher Automaten stehen jetzt am neuen Dorfplatz in Bell.

Betreiber der Automaten ist Florian Bales, der unter anderem bereits in Mayen einen „Herr Anton“-Shop betreibt. „Ich bin froh, dass es gelungen ist, die Infrastruktur in unserem Dorf damit weiter zu verbessern“, so der Beller Ortsbürgermeister Stefan Zepp. Eine Einschätzung, die auch Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig teilt. „Mit den Automaten kann eine Versorgungslücke – zumindest teilweise – geschlossen werden.“

Die Lebensmittel- und Getränkeautomaten bieten viele Dinge des täglichen Bedarfs an – von Grillgut, über Eier, Kartoffeln bis hin zu Süßigkeiten und natürlich Getränken. „In der Regel werden die Automaten alle zwei Tage neu befüllt, bei Bedarf auch häufiger. Wir versuchen dabei insbesondere regionale Produkte anzubieten. Zudem können über einen QR-Code auch Produktwünsche geäußert werden“, erklärte Bales am Rande der Inbetriebnahme. Bezahlt werden kann sowohl bar als auch bargeldlos und digital. Für den Bereich der Verbandsgemeinde Mendig kündigte Bales weitere Automatenaufstellungen an.

Kategorien
Wirtschaft

Von Düren für Paris – Roland-Garros-Stadion mit Architektur-Gewebe von GKD

Düren – Am Austragungsort der French Open, dem Stade Roland Garros in Paris, erhält der zentrale Court Suzanne Lenglen eine innovative Dachkonstruktion. Dominique Perrault Architecture setzt dabei auf Architekturgewebe von GKD und ein neues System, mit dem sich die Vorspannung des Gewebes exakt einstellen lässt. Auf den Sandplätzen des Stade-Roland-Garros in Paris messen sich jedes
Jahr während der French Open die besten Tennisspielerinnen und -spieler der Welt.

Damit die Sport-Events auch bei schlechten Witterungsbedingungen stattfinden können, wurden die zentralen Stadien „Court Philippe Chatrier“ und „Court Simonne Mathieu“ in den vergangenen
Jahren mit verschließbaren Dächern ausgerüstet. Den bereits 2019 ausgelobten Wettbewerb für die Überdachung des „Court Suzanne Lenglen“ mit seinen über 10.000 Sitzplätzen hat Dominique
Perrault Architecture (Paris) gewonnen. Das Siegerprojekt besteht aus einer Stahlstruktur mit einer integrierten, gefalteten Dachmembran, dem sogenannten „Plissee“, und einem statischen Gerüst.

2024 sollen die Arbeiten an der Dachkonstruktion abgeschlossen sein und der Court Suzanne Lenglen unter anderem zum Austragungsort für die Boxwettkämpfe werden, die dort während der Olympischen und Paraolympischen Spiele 2024 stattfinden werden.

Das Edelstahlgewebe von GKD gibt dem Stadion nun einen eleganten, leichten und offenen Charakter. Als transparente, geschwungene Fassade wurde es an zwei Seiten der Anlage eingesetzt. „Für die Aufgabenstellung haben die Entwickler von GKD ein neues Gewebe mit der Bezeichnung ESCALE-7X1.5-200X30 geschaffen, das mit einer offenen Fläche von etwa 56 Prozent und in seinen Abmessungen einzigartig ist,“ erklärt Philipp Sautter, verantwortlich für Product
Development & Application Technology bei GKD.

Das Gewebe aus 200 mm großen Spiralen schmiegt sich an eine 1.200 m² große Fläche. „Es passt sich der Kontur der Konstruktion perfekt
an.“ Das Projekt ist mit einigen technischen Herausforderungen verbunden. So mussten die GKDExperten unter anderem eine spezielle Lösung entwickeln, um das Gewebe an der unkonventionellen Unterkonstruktion zu befestigen. Mit dem neu entwickelten Tensiomesh- System gelang der Durchbruch. Mit dem System lässt sich die Vorspannung des Edelstahlgewebes exakt justieren und jederzeit kontrollieren.

Mit der Gestaltung des Daches bleibt Dominique Perrault seiner Philosophie treu: klares Design, funktional und ästhetisch. Für Dominique Perrault Architecture verkörpert der Bau mit seiner
luftigen Fassade „Freiheit und Eleganz“. In städtebaulicher Hinsicht soll die Konstruktion einen Bogen schlagen zwischen Stadt und Natur, beziehungsweise zwischen dem Stadtteil Boulogne-Billancourt und dem Stadtwald Bois de Boulogne.

Dominique Perrault und GKD arbeiten bereits seit vielen Jahren zusammen. 1988 setzte Perrault beim Bau der Französischen Nationalbibliothek erstmalig Metallgewebe in großem Umfang für
die Gestaltung von Innenräumen ein. Mit seiner Fertigungskompetenz als Weltmarktführer für Lösungen aus Metallgewebe, Kunststoffgewebe und Spiralgeflecht hat GKD die damals neuartigen Architekturgewebe entwickelt und hergestellt. Für das Großprojekt im Herzen von Paris wurde Perrault mit dem „Mies van der Rohe Award for European Architecture“ ausgezeichnet.

Weitere Informationen zu TensiomeshÒ: https://www.gkd-group.com/de-de/tensiomesh/

Kategorien
Wirtschaft

NRW Ministerin Mona Neubaur ist Schirmfrau des ersten Nachhaltigkeits-Preises der IHK Aachen

Aachen – Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, ist Schirmfrau des Nachhaltigkeitspreises der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen. „Wir freuen uns sehr, dass Frau Ministerin Neubaur unsere Preisvergabe unterstützt. Nachhaltiges Wirtschaften ist für viele Unternehmerinnen und Unternehmer aus unserer Region bereits selbstverständlich und wird in Zukunft noch bedeutsamer“, betont Gisela Kohl-Vogel, Präsidentin der IHK Aachen. „Mit dem ersten Nachhaltigkeitspreis einer nordrhein-westfälischen IHK wollen wir besonders vorbildliches Engagement unserer Mitglieder würdigen.“

„Nachhaltige und innovative Ideen sind der Schlüssel dafür, unseren Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen zukunftsfest aufzustellen. Der Strukturwandel im Rheinischen Revier kann dabei eine Vorreiterrolle für die klimaneutrale Transformation unseres Landes einnehmen“, sagt Ministerin Mona Neubaur. „Ich bin überzeugt: Nachhaltigkeit stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und bietet neue wirtschaftliche Perspektiven.“

Noch bis zum 18. August 2023 können sich Unternehmen aller Branchen und Größen aus der Städteregion Aachen und aus den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg für den Nachhaltigkeitspreis der IHK Aachen bewerben. Gesucht werden innovative Projekte, die sich idealerweise auf andere Unternehmen übertragen lassen und somit die nachhaltige Transformation der Wirtschaft vorantreiben. Die Preisübergabe findet am 19. September in Aachen statt.

„Für die Keynote der Preisverleihung konnten wir die WDR-Wetterexpertin Claudia Kleinert gewinnen. Die Themen Meteorologie, Klimawandel und Nachhaltigkeit sind eng miteinander verbunden und unterstreichen die Dringlichkeit, sich damit intensiv zu beschäftigen“, hebt Benjamin Haag hervor, Referent für Nachhaltigkeit bei der IHK Aachen. Eine 16-köpfige Jury aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft wird die eingereichten Projekte bewerten. Ihr gehören unter anderem Sibylle Keupen, Oberbürgermeisterin der Stadt Aachen, Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier und der Euskirchener Landrat Markus Rahmers an.

Zusätzlich vergibt die IHK Aachen einen Publikumspreis, der ab Anfang September über ein Online-Voting ermittelt wird.