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Neuer „Kinderkappen-Bus“ von DEKRA im Einsatz – Sicherheit in und am Bus

Region/Stuttgart – Schulkinder lernen richtiges Verhalten – Auch wenn der Bus als eins der sichersten Verkehrsmittel gilt: Jeder Unfall ist einer zu viel. Deshalb setzt sich die Sachverständigenorganisation DEKRA seit Jahren dafür ein, dass Kinder das richtige Verhalten für ihre Sicherheit im und am Schulbus lernen – unter anderem mit einem eigenen Schulungsfahrzeug. Ein neuer Niederflurbus für den Einsatz an Schulen bundesweit ist jetzt in Dienst gestellt worden.

Zwölf Meter, 18 Tonnen – ein Linienbus ist groß und schwer. Umso wichtiger, dass Kinder wissen, wie sich zum Beispiel an der Haltestelle verhalten sollten, damit nichts passieren kann. Genügend Abstand zum Bordstein ist dabei besonders wichtig, weil der Bus beim Einfahren in die Haltestelle ausschwenkt. Das abstrakt erklärt zu bekommen, ist die eine Sache. Wer aber einmal live erlebt hat, wieviel Platz der Bus beim Anfahren der Haltestelle tatsächlich braucht oder wie er eine vermeintlich harte Kartoffel unterm Rad zerquetscht, wird sich eher merken, wie wichtig es ist, nicht an der falschen Stelle zu stehen.

Dasselbe gilt im Bus: Wenn beim Bremsmanöver der Schulranzen oder der Dummy durch den Gang fliegt, ist allen klar, warum Festhalten ein Muss ist – und das nicht nur auf Stehplätzen. „Erlebtes prägt sich viel besser ein als nur Gehörtes, das wissen wir alle“, sagt DEKRA Unfallforscherin Stefanie Ritter. „Genau darauf ist auch ein gutes Schulbustraining ausgelegt.“

„Kinderkappenkampagne“ läuft seit 20 Jahren

So wie etwa mit dem DEKRA „Kinderkappen-Bus“. Der heißt im Sprachgebrauch so, weil seine Beklebung die Kampagne „Sicherheit braucht Köpfchen“ aufgreift. Seit 20 Jahren sorgt DEKRA damit in Deutschland zum Schulstart für mehr Sicherheit: Kinder bekommen signalrote Kappen mit retroreflektierenden Elementen, die für mehr Sichtbarkeit sorgen, und werden gleichzeitig im Blick auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr geschult. Rund 3,6 Millionen Kappen sind seit 2004 schon verteilt worden. Auch der Trainingsbus trägt – natürlich nicht während der Fahrt, aber im stehenden Einsatz – eine signalrote Kappe in der passenden Größe.

Autofahrer müssen an Bushaltestellen besonders vorsichtig fahren

Gerade an Bushaltestellen kommt es immer wieder zu schweren Unfällen, wenn Fahrgäste direkt nach dem Aussteigen vor oder hinter dem Bus die Fahrbahn überqueren wollen. „Diese Situation ist für Fußgänger wie für Autofahrer ganz schwer zu überblicken“, sagt Stefanie Ritter. Die wichtigste Regel für die Schulkinder und alle anderen Buspassagiere lautet deshalb: Nie vor oder hinter einem haltenden Bus über die Straße gehen, sondern immer warten, bis der Bus abgefahren ist. Dann sieht man erst wirklich, ob die Fahrbahn frei ist und man sie gefahrlos überqueren kann.

Aber auch wer im Auto unterwegs ist, muss gerade an Bushaltestellen besonders vorsichtig sein – und möglichst auch die Regeln kennen:

  • Überholverbot. Nähert sich ein Bus mit eingeschaltetem Warnblinklicht einer Haltestelle, dürfen andere Fahrzeuge den Bus grundsätzlich nicht überholen. Autofahrer müssen damit rechnen, dass verspätete Buspassagiere noch schnell die Straße überqueren.
  • Schrittgeschwindigkeit. Steht der Bus mit eingeschalteter Warnblinkanlage an der Haltestelle, dürfen Fahrzeuge zwar am Bus vorbeifahren, aber nur mit Schrittgeschwindigkeit (4 bis 7 km/h) und genügend Abstand. Fußgänger dürfen nicht gefährdet werden.
  • Gegenverkehr. Was viele nicht wissen: Diese Regelung gilt auch für den Gegenverkehr. Auch Autofahrer, die dem Bus entgegenkommen, müssen jederzeit anhalten können, falls doch ein Fußgänger am Bus die Straße überquert.

Damit solche Situationen gar nicht entstehen, sollten gerade Kinder am Morgen eines Schultags genug Zeit für den Weg zum Bus einplanen. „Wer spät kommt, ist versucht, noch schnell über die Straße zu rennen, ohne auf den Verkehr zu achten“, sagt Ritter.

Schulbustrainings mit dem DEKRA „Kinderkappenbus“ können Schulen oder ihre Fördervereine direkt bei ihrer örtlichen DEKRA Niederlassung anfragen. Die Kontaktdaten finden sich unter www.dekra.de/standorte.

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Rund 500 Handwerks-Betriebe sind im Ahrtal flutgeschädigt

Ahrtal/Koblenz – HwK und IHK fordern Fristverlängerung der Wiederaufbauhilfe für flutgeschädigte Unternehmen – Die Handwerkskammer (HwK) Koblenz sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz setzen sich nachdrücklich für eine Verlängerung der Antragsfrist zur Wiederaufbauhilfe für flutgeschädigte Unternehmen im Ahrtal ein. Aktuell endet die Frist für die Beantragung von Unternehmenshilfen aus europarechtlichen Gründen am 31. Dezember 2024. Im Gegensatz dazu wurde die Antragsfrist für private Haushalte bereits bis Mitte 2026 verlängert.

„Rund 500 Handwerksbetriebe sind flutgeschädigt und mussten nach der Katastrophe im Juli 2021 einen Spagat aus Wiederaufbau des eigenen Betriebes, eigenem Wohnhaus und Auftragsbewältigung zahlreicher flutbetroffener Kunden hinbekommen. In der Folge haben diese Handwerker an der Belastungsgrenze gearbeitet und die Priorität bei den Kundenanfragen gesetzt, was ja ganz im Sinne eines zügigen Wiederaufbaus des Ahrtals lag. Doch damit wurde auch die Antragstellung von Fluthilfen zurückgestellt“, erläutert HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich ein wichtiges Thema für diese Betriebe. „Eine Verlängerung der Antragsfrist würde den Unternehmen den dringend benötigten Raum geben, um die umfangreichen Antragsverfahren ordnungsgemäß abzuwickeln und die finanziellen Hilfen zu erhalten.“

Betriebe berichten außerdem, dass sie zum Teil noch keine Einigung mit ihren Versicherungen erzielt haben und daher noch gar nicht in der Lage sind, einen Antrag zu stellen. Darüber hinaus suchen sie zum Teil noch nach Sachverständigen oder die Sachverständigen sind noch bei der Erstellung der Gutachten. In anderen Fällen wiederum müssen noch Bauanträge gestellt oder bewilligt werden. Dies alles dauert länger als erwartet.

„Bereits über 500 Millionen Euro wurden bisher an flutgeschädigte Unternehmen bewilligt. Dennoch stehen viele Betriebe vor administrativen und logistischen Herausforderungen, die eine fristgerechte Antragstellung erschweren“, ergänzt Stephanie Binge, Leiterin der Abteilung Beratung und Wirtschaftsförderung der HwK Koblenz. „Die Unternehmen benötigen mehr Zeit, um die umfangreichen Dokumentationen und Nachweise zu erbringen.“

Sowohl IHK als auch HwK Koblenz sind in engem Austausch mit der Landesregierung, die ihrerseits mit der EU-Kommission verhandelt, um die Antragsfrist bis zum 30. Juni 2026 zu verlängern. Dieses Notifizierungsverfahren bei der Europäischen Kommission soll sicherstellen, dass Unternehmen die gleiche Fristverlängerung wie Privathaushalte erhalten. IHK und HwK werden sich gemeinsam ebenfalls an die hiesigen EU-Abgeordneten wenden, um die Thematik zügig erneut zu platzieren.

„Es ist ein zentrales Anliegen unsererseits, dass die Antragsfrist der ISB-Aufbauhilfe verlängert wird, damit die Unternehmen Planungssicherheit und in der Folge die dringend notwenige Unterstützung erhalten“, betonen beide Hauptgeschäftsführer von IHK und HwK Koblenz. Beide Kammern informieren in ihren Gesprächen kontinuierlich über das derzeit gültige Antragsende, „wir erhalten aber immer als Antwort, dass die Frist im unternehmerischen Alltag nicht realistisch einzuhalten ist.“

 

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Neues Postrecht kommt – Die erste grundlegende Überarbeitung des Postrechts seit über 25 Jahren kann in Kraft treten

Region/Berlin – Der Bundesrat hat am Freitag, 05. Juli, dem von der Bundesregierung vorgelegten Postrechtsmodernisierungsgesetz zugestimmt – Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck: „Mit dem nun beschlossenen Gesetz bringen wir das Postrecht ins 21. Jahrhundert und bieten Lösungen für die drängenden Herausforderungen im Postsektor: Wir stellen sicher, dass in der Stadt und auf dem Land auch in Zeiten sinkender Briefmengen eine erschwingliche Versorgung mit Briefen und Paketen gewährleistet ist. Gleichzeitig machen wir Nachtflüge überflüssig und setzen Anreize für ökologisch nachhaltige Postdienstleistungen. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Beschäftigten, die jeden Tag unsere Pakete zustellen. Durch besondere Kennzeichnungs- und Zustellvorgaben für schwere Pakete entlasten wir sie unmittelbar und sorgen zugleich mit neuen Instrumenten dafür, dass im gesamten Postsektor gute Arbeitsbedingungen herrschen.“

Ein wesentliches Element der Novelle ist die Flexibilisierung der gesetzlich vorgegebenen Laufzeitvorgaben für Briefsendungen. Durch eine angemessene Verlängerung wird deutlichen Preissteigerungen – wie sie in anderen europäischen Ländern bereits erfolgt sind – entgegengewirkt. Dabei stellen die gesetzlichen Vorgaben quasi sicher, dass Briefe spätestens nach vier Tagen zugestellt werden und dass die Zustellung weiterhin an sechs Werktagen pro Woche erfolgt.

Damit die gesetzlichen Vorgaben zur flächendeckenden Versorgung in der Praxis eingehalten werden, werden die Durchsetzungsbefugnisse der Bundesnetzagentur deutlich gestärkt. Sie kann in Zukunft konkrete Anordnungen erlassen und wirksame Bußgelder verhängen – zum Beispiel mit Blick auf den Betrieb einer Filiale.

Die Arbeitsbedingungen im Postsektor werden durch ein neues Marktzugangsverfahren und nachträgliche Überprüfungen durch die Bundesnetzagentur zukünftig engmaschiger kontrolliert. Zudem werden Auftraggeber, die sich zur Erbringung von Postdienstleistungen der Dienste von Subunternehmen bedienen, stärker in die Verantwortung genommen: Sie sind zukünftig verpflichtet, die von ihnen beauftragten Anbieter regelmäßig nach gesetzlichen Vorgaben zu überprüfen.

Zur unmittelbaren Entlastung der Paketzustellerinnen und -zusteller müssen Pakete ab einem Gewicht von 10 Kilogramm zukünftig gut sichtbar gekennzeichnet werden. Pakete mit einem Gewicht von mehr als 20 Kilogramm müssen durch zwei Personen zugestellt werden. Ausnahmen sind nur erlaubt, wenn einer einzelnen Zustellerin oder einem einzelnen Zusteller ein geeignetes technisches Hilfsmittel zur Verfügung gestellt wird.

Neue Impulse gibt das Gesetz auch für den Wettbewerb im Postsektor. Insbesondere im Bereich kleinformatiger Warensendungen sowie Zeitungen und Zeitschriften wird der Marktzugang für Wettbewerber in Zukunft einfacher.

Nach der Zustimmung des Bundesrates wird das Gesetz in den kommenden Wochen in Kraft treten.

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Von Ahrweiler nach Olympia – Sinziger Mineralbrunnen unterstützt Majtie Kolbergs Traum!

Sinzig – Mit einem fulminanten Finaleinzug und neuer Bestzeit hat Majtie Kolberg bei der Leichtathletik-EM in Rom ihr Olympia-Ticket gelöst. Die 800-Meter- Läuferin der LG Kreis Ahrweiler überzeugte mit einer starken Leistung und krönt damit eine beeindruckende Saison.

„Ich bin überglücklich und unglaublich stolz auf das, was ich erreicht habe“, so Majtie Kolberg. „Es war ein hartes Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Jetzt freue ich mich riesig auf die Olympischen Spiele in Paris und werde alles dafür geben, um meine Region und meine
Unterstützer wie Sinziger Mineralbrunnen mit einer Medaille stolz zu machen.“

Sinziger Mineralbrunnen: Leistungsstarker Partner auf dem Weg zum Olymp

Seit 2021 unterstützt der Sinziger Mineralbrunnen Majtie Kolberg auf ihrem Weg zu sportlichen Höchstleistungen. Das Unternehmen, das für sein hochwertiges Mineralwasser aus der Eifel bekannt ist, fördert seit vielen Jahren aktiv den regionalen Breitensport und schätzt die Athletin als seine Markenbotschafterin. „Majtie ist ein Ausnahmetalent und ein großes Vorbild für junge Menschen in unserer Region“, erklärt Thomas Beckmann, Geschäftsführer des Sinziger Mineralbrunnens. „Ihr Ehrgeiz, ihr Fleiß und ihre positive Einstellung sind inspirierend.
Wir sind stolz darauf, sie auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen begleiten zu dürfen.“

Perfekte Flüssigkeitszufuhr für Spitzenleistungen

Als Leistungssportlerin weiß Majtie Kolberg, wie wichtig die richtige Ernährung und Flüssigkeitsaufnahme für den Erfolg sind. „SINZIGER Mineralwasser ist für mich der perfekte Durstlöscher und die ideale Ergänzung zu meinem Training“, so die Athletin. „Die
ausgewogene Mineralstoffzusammensetzung des Wassers unterstützt mich optimal bei der Regeneration und Leistungsoptimierung.“

Gemeinsam zu neuen Erfolgen

Mit Sinziger Mineralbrunnen im Rücken blickt Majtie Kolberg voller Zuversicht auf die Olympischen Spiele und weitere zukünftige Erfolge. „Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam noch viel erreichen können“, so die Athletin. „Vielen Dank an Sinziger Mineralbrunnen für die großartige Unterstützung. Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit.“ Thomas Beckmann ergänzt: „Wir sind sehr stolz darauf, Majties Karriere durch unsere Partnerschaft begleiten zu können und sind überzeugt, dass sie ihren Olympiatraum verwirklichen wird.“

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Kreis Düren zieht ein erstes Resümee zur „Schleuser-Kriminalität“

Düren – Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat dem Kreis Düren jüngst Akteneinsicht in die Ermittlungsakten zur Schleuserkriminalität gewährt. Diese ausgesprochen umfangreichen Akten beziehen sich auf den Zeitraum bis einschließlich Anfang Januar 2024. Zwischenzeitlich liegt auch der erste Entwurf eines Berichtes über die interne Prüfung der Sondereinheit „Ermittlung“ der Kreisverwaltung zu den Vorwürfen zum Durchsuchungsbeschluss vom 05.04.2024 vor.

Nach derzeitigem Stand ergeben sich aus Sicht dieser internen Ermittlungen sowie aus der Sichtung der Akten bisher keine Anhaltspunkte für ein strafbares Handeln der Mitarbeiterschaft der Ausländerbehörde sowie der übrigen Mitarbeiter des Kreises Düren. Die Verwaltung hat den Entwurf des Berichtes nun zur weitergehenden Abstimmung der Fachaufsicht bei der Bezirksregierung Köln übergeben. Die abschließende Bewertung des Berichtsentwurfes steht noch aus und wird aus verständlichen Gründen auch ein gewisse Zeit in Anspruch nehmen.

Allerdings muss sich der Kreis Düren in Bezug auf tiefergehende Auskünfte der Staatsanwaltschaft zu den gemachten Vorwürfen bezüglich der Ermittlungen gegen Mitarbeitende der Kreisverwaltung Düren weiter gedulden. Die Staatsanwaltschaft beruft sich dabei auf die Richtlinien über die Mitteilungen in Strafsachen und bittet um Verständnis, dass derzeit die Zwecke des Strafverfahrens dem Auskunftsersuchen entgegenstehen.

Aufgrund nun aber auch vorliegender eindeutiger Anhaltspunkte hat der Kreis Düren zwischenzeitlich das im Rahmen eines „Minijobs“ bestehende geringfügige Beschäftigungsverhältnis zu Herrn Bröker fristlos außerordentlich gekündigt. Grund hierfür ist der irreparable Vertrauensverlust.

Nahezu zeitgleich hat der Kreis Düren darüber hinaus zum 01.07.2024 das bis zum 16.04.2024 Herrn Bröker zugewiesene Referat für Wandel und Entwicklung endgültig aufgelöst. Weite Teile des Aufgabenbereiches wurden nun zum Amt für Kreisentwicklung, Planung, Wirtschaftsförderung und Tourismus zusammengefasst und in das Dezernat V überführt. Dort hat die zum 01.07.2024 neu eingestellte Dezernentin Susanne Dettlaff nunmehr die Verantwortung für diesen Bereich übernommen. Die Aufgabenbereiche „Klimaschutz und Mobilität“ bleiben zunächst als Stabsstelle unmittelbar der Verwaltungsleitung zugewiesen.

 

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HyDN baut neue Wasserstoff-Produktionsanlage im Jülicher Brainergy Park

Jülich/Düren – Die Gesamtinvestition beträgt rund 35 Millionen Euro – Es ist der nächste wichtige Meilenstein für den Kreis Düren auf seinem Weg zur Wasserstoffregion: Der Bau der Wasserstoff-Produktionsanlage im Jülicher Brainergy Park hat nun offiziell begonnen. Mit einem symbolischen Spatenstich am Mittwoch, 3. Juli, feierte der Kreis Düren mit seinen Partnern dieses neue Kapitel.

„Der heutige Tag markiert einen wichtigen Schritt nach vorne. Wir als Kreis Düren möchten zeigen, dass es auch direkt vor Ort gelingt, grünen Wasserstoff zu produzieren, der regional verwertet wird. Ein Vorhaben, das sich nicht nur auf den Klimaschutz positiv auswirkt, sondern auch zeigt, dass wir als Braunkohleregion den Strukturwandel auch mit Hilfe von Wasserstoff erfolgreich bewältigen können und uns zukunftssicher aufstellen“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Betreiberin der neuen Wasserstoff-Produktionsanlage ist die HyDN GmbH. Dieser Gesellschaft gehören zu gleichen Teilen der Kreis Düren und die Messer Industriegase GmbH (MIGG) an. Sie wurde 2022 mit dem Zweck gegründet, die neue Produktionsanlage in dem innovativen Gewerbegebiet zu planen, zu bauen und zu betreiben.

„Bei der Umsetzung des Projektes haben wir uns bewusst für lokale und regionale Partner entschieden. Nicht nur die Lieferanten der Produktionsanlage, auch der regenerative Strom sowie die Abnehmer des grünen Wasserstoffs sind weitgehend im Rheinischen Revier angesiedelt. Die Projektzusammenarbeit zwischen den Partnern läuft hervorragend, wir liegen im Zeitplan und werden voraussichtlich im Herbst 2025 grünen Wasserstoff produzieren“, betonen Anne Schüssler und Frank Hopfenbach als Geschäftsführer der HyDN GmbH.

Der erste grüne, also mit Hilfe von erneuerbaren Energien hergestellte, Wasserstoff (H2) wird vorrangig in der Mobilität eingesetzt. So sollen in Zukunft nicht nur die Brennstoffzellenbusse betankt werden können, sondern auch Autos und Züge. Derzeit sind fünf H2-Busse im Kreis Düren unterwegs, die bereits im Großen Tal in Düren tanken können. Ende dieses Jahres werden weitere 20 Fahrzeuge die Busflotte aufstocken. Der Vorteil an den Fahrzeugen: Statt schädlicher Gase stoßen sie umweltfreundlichen Wasserdampf aus.

Bei der Herstellung wird Wasser mit Hilfe von Strom in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Die Anlage kann bis zu 180 Kilogramm Wasserstoff pro Stunde bei einer Leistung von zehn Megawatt produzieren. Zur Einordnung: Ein H2-Auto verbraucht im Schnitt ein Kilogramm Wasserstoff auf 100 Kilometern, ein Bus rund sechs Kilogramm auf 100 Kilometern. Die neue Produktionsanlage in Jülich gehört mit dieser Leistung zu den ersten ihrer Art in Deutschland, die in Betrieb sein werden.

Mit der Realisierung des Projektes wurden die Unternehmen NEUMAN & ESSER und die Messer SE & Co. KGaA (Messer) beauftragt. NEUMAN & ESSER liefert zwei NEA|HYTRON PEM Elektrolyseure zur Wasserstofferzeugung sowie zwei NEA|HOFER Membrankompressoren zur Verdichtung des Wasserstoffs. Messer ist für die Speicherung des gewonnenen Wasserstoffs, seine Abfüllung und die Qualitätskontrolle zuständig.

„Für die Messer Industriegase ist dies ein weiteres wichtiges strategisches Projekt, denn neben der Herstellung von Luftgasen, wie Sauerstoff, Stickstoff und Argon werden wir ab 2025 auch direkten Zugriff auf grünen Wasserstoff haben. Messer ist nicht nur beim Engineering der Wasserstoffproduktionsanlage beteiligt, sondern wird langfristig den Betrieb der Anlage übernehmen sowie den grünen Wasserstoff vertreiben“, sagt Peter Laux, Geschäftsführer der Messer Industriegase.

„Die Idee der lokalen Wasserstoffproduktion hat uns sofort überzeugt und wir sind bereits seit langer Zeit im engen Austausch mit dem Kreis Düren und MESSER. Wir freuen uns sehr, als Generalunternehmer unser gesamtes Lösungsportfolio entlang der Wasserstoffwertschöpfungskette in dieses Projekt einbringen zu können – inklusive des 10 MW PEM Elektrolyseurs. Neben den für diese Anwendung üblichen Membranverdichtern setzen wir hier auch unsere trockenlaufenden Kolbenverdichter für 500 bar Enddruck ein. Der Kolbenverdichter ermöglicht deutlich größere Liefermengen bei gleichzeitiger Einhaltung der Wasserstoffreinheitsanforderungen. Die gesamte Anlage wird durch unser digitales XPLORE System überwacht und optimal im Betrieb gehalten“, sagt Alexander Peters, Geschäftsführender Gesellschafter von NEUMAN & ESSER.

Der Bau der neuen Anlage wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit rund 14,7 Millionen Euro unterstützt. Dies geschieht im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff 2 (NIP 2).

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CHIO Aachen Media Night mit Thomas Bach, Ornella Muti und Dana & Luna Schweiger

Aachen – Es ist der berühmteste „Rote Teppich“ des Pferdesports, über den traditionell am Eröffnungsabend des CHIO Aachen die Gäste der Media Night schreiten. Gemeinsam mit Co-Gastgeber Hermann Bühlbecker, dem Alleininhaber der „Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz“ hatten die Organisatoren am Dienstag zum traditionellen Gala-Abend geladen.

Die italienische Star-Schauspielerin Ornella Muti kam als eine der letzten. Entspannt schlenderte sie dem „Champions´ Circle“ entgegen, plauderte mit den Journalisten, ehe sie herzlich von Hermann Bühlbecker und Stefanie Peters, der Präsidentin des Aachen-Laurensberger Rennvereins begrüßt wurde. Aber sie war nur eines von vielen prominenten Gesichtern, die sich zu dem illustren Kreis gesellten. IOC-Präsident Thomas Bach gab sich kurz vor den Olympischen Spielen ebenso die Ehre in Aachen wie NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, Unternehmer Marcel Remus, Bayer 04 Leverkusens CEO Fernando Carro, Alexander Wehrle, der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart, Sportmanager Oliver Bierhoff, die beiden IOC-Mitglieder Petra Sörling und Britta Heidemann, WDR Intendant Tom Buhrow und Choreograph Bruce Darnell.

Unternehmerin Dana Schweiger hatte ihre Tochter Luna mitgebracht und der ehemalige Schwimm-Star Franziska van Almsick posierte gemeinsam mit Moderatorin Cathy Hummels für die Fotografen. Und natürlich mischten sich auch einige Größen aus dem Reitsport unter die Gäste: Die erfolgreichste Reiterin aller Zeiten, Isabell Werth, feierte ebenso mit wie Reitmeisterin Ingrid Klimke und der Vorjahressieger im Rolex Grand Prix, Marcus Ehning. Zwischendurch zog es die Gäste dann ins ausverkaufte Hauptstadion, wo sich die Zuschauer von der wunderschönen Eröffnungsfeier verzaubern ließen. Danach wurde bis spät in die Nacht im „Champions´ Circle“ weitergefeiert. Partner der Media Night, die mittlerweile zum festen Bestandteil des CHIO Aachen gehört, sind Lambertz, Turkish Airlines, Mäurer & Wirtz, Taittinger und der WDR.

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CHIO Aachen 2024 – Partnerland USA begeistert bei spektakulärer Eröffnungsfeier

Aachen – Volle Hütte, tolle Stimmung, was für eine Eröffnung des CHIO Aachen 2024. Rund 200 Pferde und 800 Mitwirkende, dazu Cheerleader, Footballer, Barbie, die amtierende Mrs. World und ein Country-Sänger, der eigens aus Texas eingeflogen wurde, machten den offiziellen Auftakt des Weltfests des Pferdesports zu einem außergewöhnlichen Abend im Hauptstadion.

Als die US-amerikanische Jazzsängerin Soleil Niklasson die Nationalhymne ihres Heimatlandes anstimmte, gab es gleich zu Beginn Gänsehautfeeling für die Zuschauer im vollbesetzten Aachener Hauptstadion. Die Vorfreude auf einen großartigen Abend mit jeder Menge US-amerikanischem Flair war nicht nur auf den Tribünen zu spüren, sondern auch auf dem heiligen Rasen. Denn da tummelten sich rund 800 Akteure und 200 Pferde, die den 90-minütigen offiziellen Auftakt des Weltfests des Pferdesports zu einem bunten Spektakel machten.

„A perfect match!“ lautet das Motto des CHIO Aachen 2024, der in diesem Jahr ganz im Zeichen des Partnerlands USA steht. „Mit dem diesjährigen Partnerland des CHIO Aachen – den Vereinigten Staaten von Amerika – verbindet Nordrhein-Westfalen eine tiefe Freundschaft und enge Partnerschaft, die wir aktuell mit dem NRW-USA-Jahr feiern und vertiefen“, so der NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, bei seiner Rede inmitten des Stadions. „Unsere Gäste heiße ich herzlich willkommen und wünsche ein packendes, erfolgreiches Weltfest des Pferdesports.“ Und spätestens, als die US-amerikanische Springreiterin Laura Kraut gemeinsam mit der erfolgreichsten Dressurreiterin aller Zeiten, Isabell Werth, den CHIO Aachen 2024 für eröffnet erklärte und 100 Kinder zu den Klängen von „We are the world“ tanzten, hatten die Zuschauer ein zweites Mal Gänsehaut. Aber natürlich kamen auch die Action-Liebhaber im weiten Rund auf ihre Kosten. So sorgten jede Menge Mustangs, Country-Sänger Danny Griego, Lasso-Werfer Roper Kiesner, die fetzigen Haflinger mit ihren Surfboards sowie die Offroad-Kjörer für jede Menge Stimmung auf den Rängen. Und kurz nachdem das Nordrhein-Westfälische Landgestüt gemeinsam mit einer US-Western-Quadrille die tiefe Freundschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und den USA zelebrierte, wurde es pink im Hauptstadion. Dann nämlich setzten die beiden Social Media Stars Hella Gabbert und Julia Steinbrecher umgeben von jeder Menge Seifenblasen die wohl bekannteste Puppe der Welt in Szene. Denn Barbie hat – na klar – US-amerikanische Wurzeln.

Und das war noch lange nicht alles: Im traditionellen Chuckwagon stattet die kürzlich in Las Vegas zur Mrs. World gekürte Dr. Julia Schnelle den Aachenern einen Besuch ab – ebenso wie Burnie, das Maskottchen der Rhein Fire-Düsseldorf. Und das war gemeinsam mit Karli ganz nah dran, als die Footballer aus der Rheinmetropole gemeinsam mit ihren Cheerleadern und der US-Nationalmannschaft „USA Cheer“, die während ihrer Darbietung spektakulär durch den Aachener Nachthimmel wirbelten, jede Menge Superbowl-Feeling auf den Aachener Rasen zauberten. Und was gehört noch zu einer typischen US-amerikanischen Show? Genau, der Weißkopfseeadler. Und so staunten die Zuschauer nicht schlecht, als die beeindruckenden Greifvögel, die als Wappentiere der USA für Freiheit, Mut und Stärke stehen, durch das Hauptstadion kreisten. Als krönender Abschluss machte sich genau in dem Moment, als die Sonne langsam hinter den charakteristischen Bögen der NetAachen Tribüne versank, ein buntes Feuerwerk auf den Weg in den Aachener Nachthimmel und die Akteure kehrten zu den legendären Klängen von „New York, New York“ noch einmal ins Hauptstadion zurück. Standing Ovation. Und wieder Gänsehaut!

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Aachen fährt elektrisch

Aachen – Das Projekt ALigN leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Elektromobilität – Das Förderprojekt ALigN konnte Ende 2023 erfolgreich abgeschlossen werden. Das Kürzel steht für den „Ausbau von Ladeinfrastruktur durch gezielte Netzunterstützung). Das Projekt wurde gemeinsam von der Stadt Aachen, der STAWAG, der Regionetz, der RWTH Aachen sowie den Unternehmen Smartlab, Umlaut (Accenture) und aixACCT umgesetzt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat es im Rahmen des Sofortprogramms „Saubere Luft“ gefördert. Es gab zwei Hauptziele: Zum einen sollte die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden, um die Elektromobilität in Aachen zu fördern. Zum anderen sollten die Auswirkungen des Ausbaus auf die Infrastruktur des Stromnetzes gezielt erforscht werden.

ALigN wurde im September 2018 gestartet und lief bis Ende 2023. Insgesamt sind in dieser Zeit 670 Ladepunkte aufgebaut worden, 379 davon sind öffentlich zugänglich. Überwiegend privat nutzbare Ladepunkte wurden bei über 20 Unternehmen im Stadtgebiet geschaffen. Hier sollte die Antriebswende vom konventionell zum elektrisch angetriebenen Firmenfahrzeug forciert werden. Und den Mitarbeitenden sollte ebenfalls der Umstieg vom Verbrenner zum Elektrofahrzeug erleichtert werden.

Insgesamt hat der bisherige Aufbau an Ladeinfrastruktur zu einer guten Situation bei den wichtigsten Kennziffern in der Stadt Aachen geführt: Ende 2023 mussten sich nur 14 Elektrofahrzeuge (inklusive PlugIn-Fahrzeuge) einen Ladepunkt teilen. Bundesweit kamen auf einen Ladepunkt 22 E- und PlugIn-Fahrzeuge. Und auch beim Verhältnis der E-Fahrzeuge (inklusive PlugIn) am Gesamt-Fahrzeugbestand lag Aachen Ende 2023 deutlich über dem des Bundes: 7 Prozent zu 4,8 Prozent. Derzeit stehen in Aachen rund 650 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung. Von denen sind 379 im Rahmen des Projekt ALigN aufgebaut worden. Einen guten Überblick über den Großteil dieser Ladepunkte können sich Interessierte mit Hilfe des Mobilitätsdashboards der Stadt Aachen verschaffen: https://verkehr.aachen.de/.

Oberbürgermeister Sibylle Keupen sagt: „Ich freue mich für die Menschen, die nicht zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können, dass wir in der Stadt Aachen einen großen Schritt weiter sind beim Ausbau der Ladeinfrastruktur mit klimaneutral produziertem Strom. Unsere Stadt ist damit eine Vorreiterstadt für klimaneutralen Verkehr: Den größten Beitrag für die Reduzierung der Kohlendioxid (CO2)-Emissionen im Verkehr wird die „Antriebswende“ übernehmen. Das haben wir schon mit der Teilnahme an der EU-Mission bekräftigt. Aachen ist eine Vorreiterstadt für klimaneutralen Verkehr. Das Maßnahmenpaket im Aachener Klimaschutzkonzept umfasst den ÖPNV-Ausbau, die Umgestaltung der Straßen zu klimaresilienten und sicheren Straßenräumen, die Neuorganisation des Parkens sowie den Ausbau des Mobilitätsmanagements. Das haben wir mit der Teilnahme an der EU-Mission bekräftigt.“

STAWAG-Vorstand Wilfried Ullrich verweist darauf, dass sich die Stawag schon sehr lange als Vorreiter der Energiewende engagiert. Dabei habe sie bereits vor rund fünfzehn Jahren mit dem Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur begonnen. „Über 300 öffentliche und halböffentliche Ladepunkte betreiben wir heute in Stadt und Region, von denen rund 200 im Rahmen des gemeinsamen Projektes ALigN errichtet worden sind.“ Insofern habe das überaus erfolgreich abgeschlossene Projekt einen erheblichen Anteil daran, dass E-Mobilist*innen und zukünftige E-Mobilist*innen in Aachen ausreichend Ladeinfrastruktur vorfinden und auch in Zukunft vorfinden werden.

Professor Rik de Doncker leitet das RWTH-Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA). Der ALigN-Antrag ist maßgeblich vom ISEA erstellt worden. Der Hochschullehrer betont, dass durch die intensive Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen sowie den anderen am Projekt beteiligten Unternehmen Synergien entstanden sind. Technologisches Know-how und die städtischen Ressourcen wären im Projekt ALigN optimal genutzt worden, um die Mobilitätswende in Aachen voranzutreiben. Er erläutert: „Neben den ambitionierten Zielen der Stadt Aachen, eine Vielzahl von Ladestandorten im Stadtgebiet zu errichten, wurden an der RWTH Energiemanagement-Konzepte, neuartige Netzstrukturen und leistungselektronische Technologien zur Vermeidung von Netzhemmnissen erforscht. Sie alle ermöglichen eine zukunftsorientierte und kostengünstigere Ladeinfrastruktur.“

Die Kombination aus einem umsetzungsorientierten Projekt mit der gleichzeitigen Kopplung von Forschung, Technologieentwicklung und -erprobung habe sich als sehr erfolgreich herausgestellt und konnte im ALigN-Vorhaben anschaulich demonstriert werden.

Für die Zukunft wünscht sich die RWTH Aachen, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen sowie den Umsetzungsunternehmen weiter zu intensivieren. Laut De Donker geht es darum, im Bereich von Forschung und Entwicklung der Ladeinfrastruktur national und international eine Vorreiterrolle einzunehmen. Zukünftige Forschungsthemen sind die großflächige Ausstattung von Parkhäusern mit Ladeinfrastruktur, Schnellladeinfrastruktur oder die Nutzung von Vehicle-to-Grid, also der Fahrzeugbatterie als netzdienlicher Speicher. Neue und vertiefende Erkenntnisse seien nötig, um lokale Emissionen zu vermeiden und ein stabiles, elektrische Stromnetz zukunftssicher zu gestalten.

Für Marc Heusch, ALigN-Projektleiter und Leiter des Teams Elektromobilität der Stadt Aachen, liegt der Erfolg des Projekts darin, dass trotz schwieriger äußerer Faktoren sämtliche Projektziele erreicht wurden. So habe sich der Ausbruch der Corona-Pandemie negativ auf die zur Verfügung stehenden Personalressourcen der beteiligten Projektpartner und Subunternehmen ausgewirkt. Und die gerissenen Lieferketten haben zu erheblich längeren Lieferzeiten für die benötigten Produkte geführt. Hinzu kam die zeitweilige Insolvenz des Generalunternehmens, das die Ladeinfrastruktur liefern und installieren sollte.

„Hierfür haben wir die volle Anerkennung unseres Projektträgers, des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt, erhalten“, sagt Heusch. „Darüber hinaus haben wir durch die immer bessere und intensivere Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern gute Grundlagen und Prozesse geschaffen. Sie sind für den weiteren erfolgreichen Ausbau der öffentlich nutzbaren Ladeinfrastruktur in Aachen durch private Betreiber entscheidend.“

Das zeige sich auch daran, so Heusch, dass der Aufbau von Ladeinfrastruktur auch nach dem Projektende auf hohem Niveau weiterläuft, sowohl auf öffentlichen wie auf privaten Flächen. Sehr erfreulich sei auch, dass im Gewerbepark Avantis ein großer Schnellladepark in direkter Autobahnnähe entsteht, der spätestens 2025 ans Netz gehen wird.

„Aktuell ist die Versorgung mit Ladeinfrastruktur für die Aachener Emobilist*innen insgesamt sehr gut“, sagt der frühere ALigN-Projektleiter Marc Heusch. „Trotzdem müssen wir noch besser werden in der bedarfsgerechten Abdeckung der gesamten Fläche. Auch wenn der Zuwachs an Ladeinfrastruktur sehr zufriedenstellend verläuft, bleiben die Herausforderungen für die nächsten Jahre aufgrund der zu erwartenden steigenden Zulassungszahlen bei Elektrofahrzeugen sehr groß.“

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Meilenstein bei der Quartiers-Entwicklung Housing in Bitburg erreicht

Bitburg – Projektgesellschaft gegründet – Die Konversion des ehemals militärisch genutzten Housing-Areals in Bitburg mit einer Größe von 625.000 Quadratmetern gehört zu den großen Aufgaben der nächsten Jahre. Im neuen Quartier sollen vielfältige Angebote für Wohnen, Arbeiten, Soziales, Freizeit und Bildung entstehen und so ein wirksamer Beitrag zur Stadt- und Regionalentwicklung geleistet werden.

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Flugplatz Bitburg stimmte nun nach europaweiter Ausschreibung der Geschäftsanteile der Gründung einer Projektgesellschaft für die Entwicklung des Housing-Geländes in Bitburg zu. Das Unternehmen firmiert unter dem Namen „Projektgesellschaft Bitburg Housing GmbH“.

An der neuen GmbH sind fünf Gesellschafter mit folgenden Anteilen beteiligt:
• Zweckverband Flugplatz Bitburg 30 %
• Quartiersmanufaktur GmbH & Co. KG 25 %
• Kreissparkasse Bitburg-Prüm 15 %
• Volksbank Trier Eifel eG 15 %
• E.ON Energy Solutions GmbH 15 %

Landrat Andreas Kruppert: „Ein wichtiges Ziel des Zweckverbandes ist es, das Housingprojekt über ein ÖPP-Modell (Öffentlich-private-Partnerschaft) zu realisieren.

Durch ein europaweites Vergabeverfahren konnten wir kompetente und leistungsstarke Partner in den Bereichen Projektentwicklung / Projektmanagement, Finanzwesen und Versorgungswirtschaft für die Housingentwicklung gewinnen. Das Kompetenzmosaik der Gesellschafter ist eine hervorragende Grundlage, dieses große und herausfordernde Vorhaben erfolgreich für Bitburg und die Region umzusetzen. Wichtige weitere Schritte sind jetzt, auf der Grundlage der vielen vorliegenden Planungen in einer Konzeptionierungsphase die städtebauliche Rahmenplanung sowie die Finanz- und Zeitplanung zu konkretisieren und insbesondere auch die Erwerbsverhandlungen mit der BImA zu Ende zu führen.“

Der Landrat betont, dass der Zweckverband mit der BImA seit Jahrzehnten sehr vertrauensvoll zusammenarbeite. Die Gespräche seien bislang gut und konstruktiv verlaufen. Es sei Aufgabe der kommunalen Seite und der neuen Projektgesellschaft, den Entwicklungsrahmen vorzugeben, damit eine abschließende Wertfindung erfolgen könne.

Die Projektsteuerung und das Projektmanagement für die neue Gesellschaft wird die Quartiersmanufaktur aus Trier übernehmen. Das Unternehmen mit den Gesellschaftern Dr. Martin Koch, Jan H. Eitel und Jürgen Raber an der Spitze hat sich seit Jahrzehnten auf Konversion und Immobilienentwicklung spezialisiert und ist an vielen Stellen im Südwesten Deutschlands tätig. So wurde u. a. die Westerwaldkaserne in Montabaur sehr erfolgreich zu einem neuen Stadtteil entwickelt. Auch in der Region Trier haben die Gesellschafter ihre Spuren hinterlassen. Jan Eitel war als Geschäftsführer der EGP GmbH für die Konversion mehrerer brachgefallener Areale in Trier verantwortlich, so etwa für die ehemalige Kaserne Castelnau, den Neuen Petrisberg und Bobinet. Mit Andreas Hilgert stellt die Quartiersmanufaktur auch den Geschäftsführer für die neue Projektgesellschaft.

Gesellschafter Jan Eitel: „Das Team der Quartiersmanufaktur wird sich mit aller Erfahrung und Begeisterung dem Projekt widmen. Gemeinsam mit dem Zweckverband und den Projektpartnern werden wir diese anspruchsvolle Aufgabe, eine für Bitburg und die Region herausragende Flächenentwicklung zu realisieren, aktiv gestalten. Unser Anspruch ist es, eine unverwechselbare Projektkonzeption zu schaffen, damit für Bitburg einzigartige Immobilienprodukte entstehen können, die machbar, nachgefragt und bezahlbar sind. Dies erfordert in der gegenwärtigen Zeit mit multiplen Risiken und diversen Herausforderungen auf dem Immobilienmarkt einen robusten städtebaulichen Rahmen, der geordnet und stark einerseits sowie anpassungsfähig und flexibel andererseits ist.“

Für die Gesamtfinanzierung des Housingprojektes zeichnen mit der Kreissparkasse Bitburg-Prüm und der Volksbank Trier Eifel eG die beiden regionalen Kreditinstitute verantwortlich. Sie werden auch den Vertrieb von Grundstücken und Wohnungen übernehmen sowie die Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft begleiten.

Vorstand Rainer Nickels: „Als regional verwurzeltes Finanzinstitut sehen wir es als unsere Verantwortung an, zur nachhaltigen Entwicklung und Stärkung unserer Gemeinschaft beizutragen. Das Konversionsprojekt Housing Bitburg bietet eine einzigartige Gelegenheit, brachliegende Flächen und veraltete Infrastrukturen in wertvollen Wohn- und Lebensraum zu verwandeln.

Die Kreissparkasse Bitburg-Prüm beteiligt sich am Konversionsprojekt, um die nachhaltige Stadtentwicklung voranzutreiben. Dies stärkt die regionale Wirtschaft, schafft neue Arbeitsplätze sowie dringend benötigten neuen Wohnraum und unterstützt lokale Unternehmen. Unser Engagement unterstreicht unsere Verpflichtung zu innovativen und nachhaltigen Projekten, die das Wohl der Region und ihrer Einwohner stärken. Wir freuen uns, Teil einer erfolgreichen Kooperation zwischen öffentlichen Institutionen, privaten Investoren und der Zivilgesellschaft zu sein. Wir sind davon überzeugt, dass das Housing-Projekt ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung unserer Stadt ist und freuen uns darauf, die positive Transformation aktiv mitzugestalten“.

Vorstand Andreas Theis: “Wir freuen uns sehr darüber, bei einem so bedeutenden Projekt für unsere Heimat mitwirken zu können. Bereits seit 1863 fördern wir als regionale Genossenschaftsbank die Menschen in unserer Region. Das Konversionsprojekt US-Housing stellt einen neuen Meilenstein für Bitburg und die Region dar, und wir sind stolz darauf, mit unserer Unternehmenskraft als Gesellschafter und Partner an diesem wichtigen Zukunftsprojekt beteiligt zu sein. Schon seit vielen Jahren begleiten wir Menschen und Unternehmen als Finanzierungspartner bei der Umsetzung ihrer Immobilienvorhaben, sei es bei der privaten Baufinanzierung, der Baulanderschließung und Projektierung oder der Objektvermarktung. Unsere Expertise verbunden mit einem fundierten Netzwerk und langjähriger Erfahrungen und Kontakte geben uns einen guten Blick auf die Bedarfe der Menschen, wenn es um das Thema Immobilien geht. Wir sind froh, diese Erfahrungen und Kontakte in das Projekt einbringen zu können.“

Als starker Partner aus der Energiewirtschaft engagiert sich die E.ON Energy Solutions GmbH aus Essen in der neuen Projektgesellschaft. Im Fokus steht dabei eine nachhaltige Versorgung in den Bereichen Energie, Wärme und Telekommunikation, die E.ON Energy Solutions gemeinsam mit verbundenen Unternehmen planen und realisieren wird. Darüber hinaus wird E.ON ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept für das neue Quartier umsetzen.

E.ON Energy Solutions bietet Städten und Industrien integrierte Energielösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Planung, Bau und Betrieb der Anlagen an.

Dr. Jochen Handke, Geschäftsführer bei E.ON Energy Solutions: „Im Rahmen der Entstehung des neuen Quartiers in Bitburg entwickeln wir ein ganzheitliches Versorgungs- und Mobilitätskonzept. Wir möchten damit unseren Kundinnen und Kunden vor Ort ermöglichen, selbst einen Beitrag zu einem klimafreundlichen Energiesystem zu leisten. Gemeinsam mit unserer Konzerngesellschaft Westenergie AG als verlässlicher und langjähriger Partner in der Region und aktiver Player der Energiewende bringen wir eine breite Palette an nachhaltigen, innovativen Lösungen ein und können bestmöglich auf die Bedürfnisse der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner eingehen.“
Alle Partner freuen sich auf ein spannendes Projekt und fühlen sich in der neuen Konstellation für die Aufgabe bestens gerüstet.