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Besondere Ehre für „die Botschafterin des Nürburgrings“ – Nordschleife bekommt Sabine-Schmitz-Kurve

Nürburg – Sie gewann als erste und bislang einzige Rennfahrerin das 24h-Rennen. Offizielle Einweihung beim 6-Stunden-Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie. Sabine Schmitz wird für immer Teil der Nordschleife bleiben: Der Nürburgring ehrt die ehemalige Rennfahrerin mit einer eigenen Kurve auf der legendären Rennstrecke. Die zukünftige „Sabine-Schmitz-Kurve“ liegt als erste Kurve der Nordschleife am Ortsrand von Nürburg. Nur wenige Meter entfernt von hier wuchs die Rennfahrerin auf. Die gebürtige Adenauerin war zeitlebens fest mit der Rennstrecke in der Eifel verbunden und galt als ihre größte Botschafterin. Sie gewann als erste Frau das berühmte 24h-Rennen und erlangte als „Königin der Nordschleife“ weltweite Bekanntheit. Sabine Schmitz verstarb im März dieses Jahres im Alter von nur 51 Jahren.


Die zukünftige Sabine-Schmitz-Kurve der Nordschleife liegt am Ortsrand von Nürburg. Nur wenige Meter entfernt von hier wuchs die Rennfahrerin auf. Foto: Nürburgring

Ein fröhliches Lachen, ein offenes Ohr für jeden Fan und die Nordschleife im Herzen – so bleibt Sabine Schmitz in Erinnerung. Geboren und aufgewachsen am Nürburgring hat sie fast ihr gesamtes Leben an und auf der Nordschleife verbracht. Mehr als 30 Jahre lang hat sie hier erfolgreich Fahrzeuge am Limit bewegt oder auch mal ihre Oma über die Strecke zum Friseur gefahren. Insgesamt waren es am Ende mehr als 33.000 Runden. Mal am Steuer des BMW-Ringtaxis, mal mit einem Van für die TV-Produktion „Top Gear“ oder im Porsche von Frikadelli Racing. 1996 und 1997 siegte sie beim 24h-Rennen als erste und bislang einzige Frau – damals im legendären Eifelblitz.

Durch ihre außergewöhnlich sympathische Art und ihre Auftritte auf der anspruchsvollen Rennstrecke wurde sie auf der ganzen Welt bekannt. In vielen Fernsehshows brachte sie die Nordschleife in die Wohnzimmer der Zuschauer. „Sabine Schmitz war die Botschafterin des Nürburgrings. Ihr Name wurde rund um den Globus in einem Atemzug mit unserer Rennstrecke genannt“, sagt Nürburgring Geschäftsführer Mirco Markfort. „Sie steht nach wie vor stellvertretend für das, was den Nürburgring ausmacht: die enge Verbundenheit zur Region, gelebte Nähe zu den Fans und Engagement mit Herzblut.“

Nun erhält Sabine Schmitz die größte Ehre, die es an einer Rennstrecke gibt: eine eigene Kurve. Die Wahl fiel hierbei auf die Linkskurve, die am Ortsrand der Gemeinde Nürburg liegt – dort, wo Sabine Schmitz nur wenige Meter neben der Rennstrecke aufgewachsen ist. Nach dem Abbiegen von der Grand-Prix-Strecke ist es die erste Kurve auf der Nordschleife. Die offizielle Einweihung der „Sabine-Schmitz-Kurve“ wird im Rahmen des 6-Stunden-Rennens der Nürburgring Langstrecken-Serie am 11. September 2021 vorgenommen (ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen).

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Krankenhaus Daun – Der Fels in der Brandung

Daun – Im Gesundheitswesen sind die Wogen alles andere als geglättet. Insbesondere in unserem ländlichen Raum gibt es Turbulenzen. Erfreulicherweise ist die Führung des Krankenhauses Maria Hilf unter Geschäftsführer Franz-Josef Jax und Prokurist Günter Leyendecker sehr aktiv und trägt mit innovativen Maßnahmen zur Sicherung des Standortes in Daun bei.

Akademisches Lehrkrankenhaus Daun und Vergabe von Stipendien an Medizinstudierende.

Zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung auf dem Land und der Gewinnung von medizinischen Fachkräften hat sich die Kreisentwicklung im letzten Jahr intensiv um eine Kooperation zwischen einem der Krankenhäuser im Landkreis Vulkaneifel und einer medizinischen Fakultät bemüht.

Ziel der Bemühungen ist die Anerkennung eines der Krankenhäuser in unserem Landkreis als akademisches Lehrkrankenhaus einer Universität. Daraus ergäbe sich ein großer (Wettbewerbs-)Vorteil für die Vulkaneifel, dass Krankenhaus und die gesamte Region. Durch die Anerkennung als akademisches Lehrkrankenhaus, könnten regelmäßig Medizinstudierende bereits einen Teil ihres Studiums, neben Famulatur und praktischem Jahr, im Krankenhaus absolvieren. Dadurch würde sich für das Krankenhaus nicht nur ein deutlicher Prestigegewinn ergeben, durch die Ausbildung von Medizinstudierenden vor Ort könnten auch Fachkräfte langfristig an den Landkreis Vulkaneifel gebunden werden.

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Bundes-Verdienstkreuz für Peter Wassong aus Weyer – „ Macher und Anpacker!“

Euskirchen/Mechernich – „Als Sie losgelegt haben, war ich noch gar nicht geboren“, sagte Landrat Markus Ramers ehrfürchtig. Über vier Jahrzehnte Peter Wassong. Für seine „auszeichnungswürdigen Verdienste“ bekam der 74-Jährige im Kreishaus das Bundesverdienstkreuz am Bande im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

Mit bei der Verleihung, vorne, v.l.: Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Landrat Markus Ramers, Ingeborg und Peter Wassong, sowie deren Familie, welche den besonderen Tag voller Stolz und Dankbarkeit feierten. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

43 Jahre Ratsmitglied mit „Leib und Seele“, 21 Jahre Erster Stellvertretender Bürgermeister, laut Ramers in der heutigen, schnelllebigen Zeit fast schon „eine eigenständige Ära, Epoche“. Im jungen Alter von 29 Jahren, im Jahr 1975, begann der Weyerer seine Karriere in der CDU-Fraktion Mechernich. Erste Erfahrungen hatte er schon in der Jungen Union „geschnuppert“. Von 1989 bis 1994 war er schließlich Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten und von 1994 bis 1996 der letzte ehrenamtliche Bürgermeister der Stadt.

Ein fröhlicher und stolzer Peter Wassong bedankte sich bei seiner Frau und seinen Kindern, seinen Weggefährten, dem Kreis für die Organisation der Veranstaltung und der Euskirchener Musikschule für die musikalische Untermalung. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Etliche „Schüppen“ drauf

Allein angesichts dieser Liste sagte Ramers anerkennend: „Vielen hätte das schon gereicht.“ Doch Wassong legte noch etliche „Schüppen“ drauf. So war er 43 Jahre Ortsvorsteher für Weyer und Urfey, und damit „erster Ansprechpartner für die Bürger, deren Wohlergehen Ihnen immer am Herzen lag“, so Ramers.

Langjähriger Wegbegleiter Peter Wassongs: der Mechernicher Bürgermeister Hans-Peter Schick würdigte sein Wirken. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Bei seinem damaligen Abschied, beim großen Zapfenstreich, sei „der ganze Ort auf den Beinen gewesen“, so Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, langjähriger Weggefährte und Nachfolger Wassongs im Bürgermeisteramt. „Peter“ habe bewiesen, dass er „ein Anpacker, ein Macher“ ist, habe nie gezögert und stets eine klare Linie gehabt.

Sie hielt ihm stets den Rücken frei: Ingeborg Wassong. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Wassong habe in seiner Zeit als Mechernicher Bürgermeister per „Dringlichkeitserklärung“ den Anfang für das Baugebiet Mechernich-Nord möglich gemacht. Schick: „Das zeugt davon, dass man Mut hat, dass man Visionen hat.“ Erfolg kenne drei Buchstaben: „Tun“. Das habe er (vor)gelebt. Mit einer Unterschriftenliste habe er dazu beigetragen, dass sich Weyer im Zuge der kommunalen Neugliederung statt für Nettersheim für die heutige Stadt Mechernich entschieden habe.

Im Verlauf seiner Karriere machte er sich außerdem für eine Baulanderweiterung Weyers im Jahre 1982 stark und für den Erhalt der ortseigenen Feuerwehr-Löschgruppe. Auch die Errichtung eines neuen Dorfplatzes, Spielplatzes und Kindergartens in Weyer trieb er maßgeblich voran.

Von 1975 bis 2004 war Wassong Vorsitzender des Vereinskartells Weyer. Durch seinen Einsatz wurde das ehemalige Schullandheim im Ort 1997 zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut und im Jahre 2011, lange nach der Zeit als Vorsitzender des Vereinskartells, begleitete er den Neubau einer Bürgerhalle federführend.

Ehrenmitglied und Gipfelkreuz

Peter Wassong gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins Bergbaumuseum Mechernich und war ab 1989 maßgeblich an der Freilegung der Grube Günnersdorf beteiligt, bis zur Öffnung im Jahre 1995. Außerdem führte Wassong 50 Jahre lang den SV Concordia Weyer und dafür wurde ihm im Jahre 2017 vom Verein mit der Verleihung einer Ehrenmitgliedschaft gedankt.

Gemeinsam mit Historiker Anton Könen hat er ein Ortswappen und eine Chronik Weyers zum 1125-jährigen Bestehen des Örtchens erarbeitet und ebenfalls eigens ein Gipfelkreuz in Oberbayern anfertigen lassen, dass auf dem 525 Meter hohen Brehberg in Weyer steht.

Wassong ist in Weyer geboren, aufgewachsen und seiner Heimat bis heute treu geblieben. „Er ist, wie man so schön sagt, tief in Mechernich verwurzelt“, betonte Schick. 1988 unter anderem dafür gesorgt hatte, dass seinem Heimatörtchen Weyer den „Konrad-Adenauer-Preis“ in Bronze für eine Neugestaltung des Friedhofes und der Weyerer Leichenhalle, sowie der Rettung der Weyerer Feuerwehr und der Errichtung des „Ehrenmals“ verliehen wurde.

„Sie sind ein Macher!“, lobte angesichts der langen Liste auch Ramers: „Diese Haltung ist unverzichtbar für unsere Demokratie. Unsere Gesellschaft, unser Kreis, unsere Kommunen und unsere Dörfer sind auf solch bürgerschaftliches Engagement angewiesen.“

Mit frisch angeheftetem Bundesverdienstkreuz am Revers blickt Peter Wassong in die Runde und dankt seiner Frau und Familie. „Im Laufe der Jahre musste vor allem meine Familie viel einstecken und meine Frau und Kinder waren im positiven Sinne stets kritisch gegenüber mir und meinem Berufsleben.“

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Impfzentren in RLP starten Ausgabe der Impfnachweise mit QR-Code für digitalen Impfpass

Region/Mainz – Alle 32 Impfzentren in Rheinland-Pfalz sind vom heutigen Mittwoch an technisch in der Lage, nach der Corona-Schutzimpfung einen Impfnachweis mit QR-Code zum Erstellen des digitalen Impfpasses auszustellen. Das erläuterte Gesundheitsminister Clemens Hoch bei einem Termin mit Landesimpfkoordinator Daniel Stich und Heiko Sippel, Landrat des Landkreises Alzey-Worms, im Impfzentrum Alzey. „Die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer, die in einem Impfzentrum geimpft werden, werden landesweit spätestens Ende dieser Woche beim Auschecken nach der Impfung einen Impfnachweis mit QR-Code erhalten. Anschließend müssen sie diesen lediglich mit der vom Bund beziehungsweise vom RKI zur Verfügung gestellten Corona-Warn-App oder der CovPass-App einscannen und haben dann ihren digitalen Impfpass im Handy hinterlegt.“ Zusätzlich erhalten die Personen den Impfnachweis mit QR-Code auch als E-Mail. Hoch wies darauf hin, dass es sich bei der digitalen Variante um eine zusätzliche Option handele – auch der Nachweis auf Papier und im Impfpass bleibe anerkannt.

Die aktuell mehr als 700.000 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer, die in einem Impfzentrum oder in einer Senioreneinrichtung bereits ihren vollständigen Impfschutz erhalten haben, werden ihren Impfnachweis mit QR-Code automatisiert per E-Mail und per Post zugesandt bekommen, kündigte Hoch an. „Sie müssen dafür nichts weiter unternehmen. Das gilt ebenso für Personen, die beispielsweise in Justizvollzugsanstalten, bei der Polizei, in der Eingliederungshilfe oder über Betriebsärzte geimpft worden sind, wenn das Land in die Dokumentation eingebunden ist“, sagte Hoch. Der automatisierte Versand soll in spätestens zwei Wochen starten. Die Zeitspanne ergibt sich aufgrund der großen Datenmengen, die beim Bund zur nachträglichen Erstellung des QR-Codes abgeglichen werden müssen. Personen, die über ihre Ärztin oder ihren Arzt geimpft wurden, können den entsprechenden Impfnachweis mit QR-Code in der Apotheke erhalten, erläuterte Hoch.

„Wir sind sehr zufrieden, dass wir in Rheinland-Pfalz die technische Umsetzung sehr schnell und sehr verlässlich meistern konnten. Hauptgrund dafür ist, dass wir die Impfungen über unsere eigene Impfdokumentation betreuen und dokumentieren. Mit unserer Vorgehensweise haben wir alle wichtigen Daten von der Anmeldung bis zur Auswertung in einem System. Dafür gebührt auch meiner Vorgängerin, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, großer Dank“, sagte Hoch. Der Minister verwies darüber hinaus auf die steigende Bedeutung, die dem digitalen Impfpass in den kommenden Wochen zukommen dürfte. „Wir steuern auf einen sehr guten Sommer zu. Die Inzidenzzahlen sinken, die Impfzahlen steigen kontinuierlich an. Stand heute haben wir in Rheinland-Pfalz nahezu drei Millionen Corona-Schutzimpfungen verabreichen können, rund 1,1 Millionen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer sind bereits vollständig geimpft. Das gute und stabile Impftempo hat dabei nicht nur erste Effekte auf die Inzidenzen. Es ermöglicht auch mehr Freiheiten. Umso wichtiger ist es, dass wir die Voraussetzungen für den digitalen Impfpass in Rheinland-Pfalz schnell umsetzen konnten“, sagte Hoch.

Der Minister kündigt darüber hinaus an, dass Rheinland-Pfalz spätestens in der kommenden Woche nach Gesprächen mit dem Bund eine zusätzliche Impfstofflieferung von mehr als 20.000 Dosen AstraZeneca erhalten wird. „Dies wird die Impfkampagne bei den über 60-Jährigen weiter beschleunigen“, sagte Hoch. Bereits jetzt hätten in dieser Gruppeüber 80 Prozent eine Erst- und fast 50 Prozent schon ihre Zweitimpfung erhalten. Darüber hinaus kündigte Hoch an, dass es demnächst auch eine Ausgleichslieferung vom Bund für anteilig zu wenig gelieferte Impfdosen an das Land geben soll. Wann diese in welchem Umfang eintreffe, stehe aktuell aber noch nicht fest, so der Minister.

Der Landeskoordinator Impfen, Daniel Stich, gab einen Überblick über den aktuellen Stand der Impfkampagne in Rheinland-Pfalz. Aktuell warten noch rund 1.000 Personen der ehemaligen Priogruppen 1 und 2 auf einen Termin für eine Impfung im Impfzentrum, erläuterte Stich. „Dass diese Zahl ein wenig höher liegt als in der vergangenen Woche, liegt an der zunehmenden Zahl der Terminverschiebungen.“ Darüber hinaus befinden sich im Wartepool der ehemaligen Priogruppe 3 aktuell noch rund 163.000 Personen. Weitere gut 124.000 haben einen Termin für ihre Impfung im Impfzentrum. In der Gruppe der nicht priorisierten Personen, die sich seit dem 7. Juni anmelden können, stehen aktuell rund 100.000 Personen auf der Warteliste, führte Stich aus.

Neu in die Impfkampagne aufgenommen sind seit Kurzem Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Für diese Gruppe erläuterte Stich das Vorgehen. „Wir haben unsere Abläufe an die aktualisierte Stiko-Empfehlung angepasst. Künftig wird es grundsätzlich keine Impfungen unter 18 Jahren in den Impfzentren geben. Ausgenommen sind – wie bereits vor der Aktualisierung der Stiko-Empfehlung – 16- und 17-Jährige, die aus beruflichen Gründen für eine Impfung priorisiert sind, weil sie beispielsweise im medizinischen Bereich oder in der Pflege arbeiten“, sagte Stich. Sie werden auch künftig in den Impfzentren geimpft werden können, eine entsprechende Option bei der Registrierung soll in den kommenden Tagen freigeschaltet werden. Darüber hinaus bereits begonnene Impfserien werden in den Impfzentren auch abgeschlossen.

Aktuell sind beim Land rund 10.000 Personen unter 18 Jahren registriert, rund 200 davon verfügen über die nötige berufliche Priorisierung für eine Impfung im Impfzentrum. Allen anderen werden in den kommenden Tagen per E-Mail oder Post eine Information erhalten, dass ihre Impfung über die niedergelassenen Ärzte läuft, sagte Stich. „Dies muss für die Betroffenen nicht zwingend eine Verzögerung bedeuten – gerade mit Blick darauf, dass im Juni von den 1,5 Millionen Impfdosen, die der Bund liefert, nur 500.000 Impfdosen an die Impfzentren, aber rund eine Million an niedergelassene Ärzte und die Betriebsärzte gehen“, erläuterte der Landeskoordinator Impfen.

„Ich freue mich sehr, dass wir im Landkreis Alzey-Worms mit den Impfungen so gut vorankommen. Rund 60.000 Impfungen wurden bisher im Impfzentrum in Alzey einschließlich der mobilen Teams und rund 40.000 Impfungen bei den Hausärzten durchgeführt. Circa 60 Prozent unserer Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren sind zumindest das erste Mal geimpft“, dankte Landrat Heiko Sippel den Mitarbeitenden des Impfzentrums und der Ärzteschaft für das großartige Engagement. Die Impfung sei ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung der Pandemie. „Impfen rettet Leben und macht wieder mehr Freiheiten möglich“, so der Kreischef.

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Neue emissionsarme E-Flieger für Aachen-Merzbrück

Aachen/Düsseldorf – Land NRW fördert Projekt der FH Aachen und Flugschule Westflug zur Erforschung der Pilotenausbildung mit Elektro-Flugzeugen. Das Ministerium für Verkehr NRW teilt mit: Leises, geräusch- und emissionsarmes Abheben mit einem Motorflugzeug – das ist keine Zukunftsvision, sondern wird Wirklichkeit in Aachen-Merzbrück: Das Verkehrsministerium NRW fördert ein Projekt der FH Aachen und der in Merzbrück ansässigen Flugschule Westflug zur Erforschung der Pilotinnen- und Pilotenausbildung mit voll elektrischen angetriebenen „Silent Air Trainer“-Flugzeugen. E-Flieger sind hierbei eine Neuheit – die Pilotenausbildung in Deutschland erfolgt bislang nur mit Flugzeugen mit Verbrennungsmotoren. Mit der Landesförderung in Höhe von rund 810.000 Euro werden zwei moderne E-Flugzeuge sowie ein passender Flugsimulator angeschafft und das Forschungsprojekt durchgeführt.

Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Wir wollen, dass die Mobilität der Zukunft in Nordrhein-Westfalen nicht nur erforscht und entwickelt, sondern auch so früh wie möglich angewendet wird. Leiser und sauberer Flugverkehr ist gerade in unserem hochverdichteten Ballungsraum wichtig. Wir schaffen dafür beste Forschungs- und Testbedingungen und fördern das Projekt ‚Next Generation Electric-Flight Training‘ in Merzbrück.“

Das Projekt „Next Generation Electric-Flight Training“ (NEFT) soll am 1. Juli 2021 starten. Erforscht werden soll, wie die Pilotinnen- und Pilotenausbildung mit E-Flugzeugen umgesetzt werden kann, welche Emissionen eingespart werden können und wie die Instandhaltung der elektrisch angetriebenen Flugzeuge in bestehende Wartungsprozesse integriert werden kann. In Aachen-Merzbrück werden mit NEFT die Grundlagen für eine neue Pilotinnen- und Pilotenausbildung erforscht, die Ergebnisse kommen allen Flugschulen zugute.

„Jetzt gilt es, die Flieger zügig in die Luft zu bringen“, sagte Projektleiter Prof. Dr. Frank Janser vom Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik der FH Aachen. „Dieses zukunftsorientierte Forschungsprogramm ermöglicht es, das Einsatzspektrum für eine emissionsfreie Pilotinnen- und Pilotenausbildung zu erforschen.“

Auch Prof. Dr. Peter Dahmann, Projektleiter und Dekan des Fachbereichs Luft- und Raumfahrttechnik, ist erfreut über diese Möglichkeit: „Damit erweitern wir die Forschungsmöglichkeiten am Verkehrslandeplatz in Aachen-Merzbrück“.

„Elektrisch angetriebene Flugzeuge sind lärm- und schadstoffarm sowie – je nach Stromversorgung – CO2-neutral. Das entlastet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Flugplatz-Anrainerinnen und -Anrainer“, fasst es Westflug-Geschäftsführer Walter Kampsmann zusammen.

Weitere aktuelle Akteure, die an der Umsetzung des Projekts NEFT beteiligt sind, sind der Verkehrslandeplatz Aachen-Merzbrück, der Flughafen Essen/Mülheim und der Flugplatz Bonn-Hangelar.

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Rheinland-Pfalz nutzt die Chancen und Herausforderungen der Transformation

Region/Mainz – „Unser Land steht großen Veränderungen gegenüber, ob Klimawandel, Digitalisierung, der demographische Wandel oder die Corona-Pandemie. Diese Mega-Trends bringen tiefgreifende Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft mit sich. Die Landesregierung begleitet diese dynamischen Prozesse intensiv, um eventuelle Probleme frühzeitig zu erkennen, aber auch Chancen zu nutzen. Wir werden vielleicht nicht auf jede sich stellende Frage sofort die richtige Antwort haben, aber wir können Strukturen schaffen, die uns in die Lage versetzen, diese schnellstmöglich zu erkennen und umzusetzen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer anlässlich der Sitzung des Transformationsrates. In diesem Kontext hob sie besonders die neue Transformationsagentur des Landes hervor. Sie wird zentrales operatives Instrument zur Gestaltung der Transformation – hier werden alle Maßnahmen und Informationen initiiert beziehungsweise gebündelt, mit denen Unternehmen und Arbeitnehmerschaft gemeinsam den Wandel und die Zukunft der Arbeitswelt gestalten können. „Wenn bestimmte Veränderungen voll auf Gesellschaft und Wirtschaft durchschlagen, ist es zu spät, darauf zu reagieren. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, dass Zeit beim Transformationsmanagement ein enorm wichtiger Faktor ist“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Sie warnte davor, Transformation per se als etwas ausschließlich Negatives wahrzunehmen, schließlich könnten die notwendig werdenden Anpassungen die Gesellschaft auch nachhaltiger und zukunftsfähiger machen. „Die Corona-Pandemie hat bestehende Defizite im Bereich der Digitalisierung aufgezeigt, wenn wir diese angehen, trägt das auch zu moderneren Strukturen zum Beispiel im Bildungssystem oder in der Verwaltung bei“, sagte die Ministerpräsidentin. Wichtig sei ihr, den Bürgerinnen und Bürgern deutlich zu machen, dass das Land sie bei den Transformationsprozessen unterstützen, begleiten und wo notwendig auch schützen werde. „Die durch die Transformationen notwendigen Anpassungen sind zu einem gewissen Grad auch ein gesellschaftlicher Stressfaktor. Die Landesregierung wird sehr aufmerksam darauf achten, dass dies nicht zulasten des gesellschaftlichen Zusammenhaltes in unserem Land geht“, so die Ministerpräsidentin. Um diesen gerade auch in Zeiten der Transformation zu wahren und zu stärken, sei es der Landesregierung ein wichtiges Anliegen, gemeinsam mit den besonders betroffenen gesellschaftlichen Gruppen frühzeitig in einen Dialog zu treten. „Die Herausforderungen durch die Transformation sind gewaltig. Die Politik wird es alleine nicht schaffen, diesen gerecht zu werden, das kann nur in der Zusammenarbeit mit Gesellschaft und Wirtschaft gelingen“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, Anne Spiegel, betonte die Bedeutung der Transformation in der Energiewirtschaft. „Die Energiewende weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energien ist ein umfassender Transformationsprozess, der notwendig ist, um die Folgen des voranschreitenden Klimawandels zu minimieren“, sagte die Klimaschutzministerin. „Unser Ziel ist klar: Rheinland-Pfalz soll zwischen 2035 und 2040 klimaneutral werden. Das ist eine Herkulesaufgabe, die wir jedoch der Jugend und nachfolgenden Generationen schuldig sind.“

Als konkretes Ergebnis der Arbeit des Transformationsrats nannte Ministerin Spiegel: „Wir lassen nun eine Wasserstoffstudie mit Roadmap erstellen, denn wir wollen unser Land zu einer Modellregion für die Wasserstofftechnologie machen. So können wir die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit unseres Bundeslandes mit dem Klimaschutz in Rheinland-Pfalz verbinden.“

Die Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Daniela Schmitt betonte die Bedeutung einer dynamischen Transformations- und Innovationspolitik. „Wir forcieren die Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft, damit Innovationen schnell in den Unternehmen ankommen und in die Praxis integriert werden können. Rheinland-Pfalz hat viele innovative Unternehmen, die sich erfolgreich auf den Weltmärkten behaupten, und wir verfügen über hochkarätige Forschungsinstitute, die international einen guten Namen haben. Als Landesregierung werden wir unsere Infrastruktur stärken, um die Zusammenarbeit und den Austausch der Unternehmen und Institutionen weiter voranzubringen. Dabei unterstützen wir innovative Projekte aus Forschung und Entwicklung ganz gezielt“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt.

Der Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU), Dr. Gerhard F. Braun, betonte die Bedeutung der Transformation durch Innovation.  „Die rheinland-pfälzischen Unternehmen sind Innovationstreiber. Damit das so bleibt, brauchen sie die passenden Rahmenbedingungen. Die Gründung einer Innovationsagentur durch die Landesregierung als Anlaufstelle und Netzwerkorgan ist für uns ein zentrales Element moderner Standortpolitik. Des Weiteren wird es drauf ankommen, dass die Vielzahl von Förderprogrammen auch bei den Betrieben ankommt. Daher ist eine zentrale Beratungsstelle für Fördermittel besonders wichtig“, so Braun.

Die Vorsitzende der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz, betonte die Wechselwirkungen zwischen den Transformationsprozessen in der Wirtschaft und den dadurch verstärkten Transformationen in der Arbeitswelt.  „Für die Arbeitswelt hat die Transformation weitreichende Auswirkungen, Arbeitsplätze werden zum Teil wegfallen, neue Arbeitsplätze hingegen mit neuen Qualifikationsanforderungen entstehen. Und genau dabei werden lebensbegleitendes Lernen und Weiterbildung ein Schlüssel zum Erhalt der Beschäftigung sein. Ich sehe die zentralen Erfolgsfaktoren in der Bereitschaft der Unternehmen, umfassende Erstausbildung und Weiterbildungen für Ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer anzubieten und darin, dass Beschäftigte die Chancen der Weiterbildung erkennen und annehmen. Dies unterstützen wir als Bundesagentur für Arbeit gern mit der gut koordinierten, gemeinsamen und zeitnahen Nutzung aller arbeitsmarktpolitischer Elemente und Instrumente.“

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Rheinland-Pfalz / Saarland, Dietmar Muscheid, betonte die Bedeutung der finanzpolitischen Handlungsfähigkeit mit Blick auf die Herausforderungen durch die digitale und ökologische Transformation. „Die erfolgreiche Gestaltung der digitalen und die ökologische Transformation wird es nicht zum Nulltarif geben. Die Pandemie hat deutlich aufgezeigt, wo dringend investiert werden muss. Die schwarzen Null darf nicht zum Bremsklotz werden, denn nichts wäre teurer, als an den Herausforderungen der Transformation zu scheitern“, so Muscheid.

Der Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung, Alexander Schweitzer, hob den gesamtgesellschaftlichen Charakter der Transformation hervor. „Gerade, weil die Transformation eine ganze Reihe gesamtgesellschaftlicher und wirtschaftlicher Prozesse umfasst, wird die Transformationsagentur zu einer zentralen Anlaufstelle für Beschäftige, ihre Vertreter und Unternehmen“, führte Arbeits- und Transformationsminister Alexander Schweitzer weiter aus. „Auf der einen Seite wollen wir inhaltlich an Themen und Trends der Transformation arbeiten. Auf der anderen Seite suchen wir durch Veranstaltungsreihen und Dialogformate auch weiterhin den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern und Interessenträgern in Rheinland-Pfalz“, erläuterte der Minister das Vorhaben.

Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für die Pfalz, Dr. Tibor Müller, forderte eine Digitalisierungsoffensive in Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung. „Die Corona-Pandemie hat einmal mehr die Notwendigkeit einer flächendeckenden Digitalisierung offenbart – für die zukunftsgerichtete Entwicklung der rheinland-pfälzischen Unternehmen, der Schulen sowie der öffentlichen Verwaltung. Der enge Schulterschluss von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ist unverzichtbar, um den Transformationsprozess erfolgreich zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu erhalten“, so Müller.

Der Minister für Wissenschaft und Gesundheit, Clemens Hoch, unterstützte das Anliegen ausdrücklich. „Die Pandemie hat die Bedeutung der Digitalisierung für Forschung und Hochschullehre deutlich gemacht. Auch wenn wir uns wieder freuen, im nächsten Wintersemester wieder mehr Präsenzangebote an den Hochschulen anbieten zu können, so werden wir doch auch viele nützliche Elemente aus den digitalen Semestern erhalten. Mit unserem 50 Millionen Euro Programm zur Digitalisierung der Hochschulen stärken wir gezielt die digitalen Infrastrukturen in Forschung, Lehre und Verwaltung an den Hochschulen“, erklärte Wissenschaftsminister Clemens Hoch. „Mit der KI-Agenda geben wir neue Impulse in den Hochschulen und Forschungsinstituten, diese Zukunftstechnologie noch stärker zu nutzen und neue Forschungsfelder mit dieser zu erschließen. Hierzu stellen wir bis 2023 insgesamt 36 Millionen Euro zur Verfügung.“

Der Präsident der Handwerkskammer Koblenz, Kurt Krautscheid, forderte eine Bündelung der gesellschaftlichen Kräfte für die Bewältigung der Herausforderungen durch die Transformation. „Für die Bündelung der Kräfte und eine effektive Nutzung von Synergien steht das Handwerk in Rheinland-Pfalz bereit, die Landesregierung bei der Transformation zu unterstützen“, so Krautscheid.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankte dem Transformationsrat für den konstruktiven Austausch und die zugesagte Unterstützung bei der Gestaltung der Transformation. „Rheinland-Pfalz lebt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ich bin deshalb auch sehr zuversichtlich, dass wir die vor uns liegenden Herausforderungen nicht nur bewältigen, sondern uns auch neue Chancen erarbeiten können“, so die Ministerpräsidentin.

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Pressefreiheit und Journalismus in Zeiten der Pandemie – 14. Global Media Forum in Bonn gestartet

Region/Düsseldorf/Bonn – Ministerpräsident Armin Laschet: Journalismus braucht Freiheit. Nur dann kann er leisten, was ihn für Gesellschaften so wichtig macht. Die Staatskanzlei NRW teilt mit:
Ministerpräsident Armin Laschet hat mit einer Keynote das 14. Global Media Forum in Bonn eröffnet. Das Forum mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der ganzen Welt steht in diesem Jahr unter dem Leitmotiv „Disruption and Innovation“. Zwei Tage lang wird digital in zahlreichen Foren und Expertenrunden über Pressefreiheit und Journalismus in Zeiten der Pandemie diskutiert.

„In dieser Pandemie erleben wir sehr direkt, wie grundlegend wichtig starker und freier Journalismus für unser Leben ist“, so Ministerpräsident Armin Laschet. „Falschinformationen und Mythen verbreiten sich vor allem dort, wo Emotionen hochkochen und Menschen sich bedroht fühlen. Desinformation und Hass im Netz muss mit gründlicher Recherche, belegbaren Fakten, objektiver und kritischer Berichterstattung entgegnet werden. So kann unabhängiger Journalismus Vertrauen in die Erkenntnisse der Wissenschaft und die gesellschaftliche Ordnung stärken.“

Ministerpräsident Armin Laschet weiter: „Journalismus braucht Freiheit. Nur dann kann er leisten, was ihn für Gesellschaften so wichtig macht. Es ist alarmierend, wenn in Deutschland Journalisten angefeindet und angegriffen werden, wie das zuletzt immer wieder bei Demonstrationen geschehen ist. Wir dürfen das nicht zulassen und müssen uns ganz klar auf die Seite der Journalisten stellen.“

Das Global Media Forum findet pandemiebedingt in rein digitaler Form statt. Der Medienkongress wird seit 2019 vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert und gehört neben Formaten wie der Gamescom, dem Grimme Preis oder auch dem Cologne Filmfestival zur Reihe besonders renommierter Veranstaltungen im Medien-Digital-Land Nordrhein-Westfalen. Die Rekordzahl von 4.600 Anmeldungen aus 160 Ländern und die hochkarätige Rednerliste – darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, Friedensnobelpreisträgerin Leymah Roberta Gbowee, EU-Kommissarin Vera Jourová, Pulitzer-Preisträgerin Anne Applebaum und Bestsellerautor Timothy Snyder – unterstreichen, wie groß gerade auch in diesen Zeiten das Bedürfnis nach einem nach vorne gewandten internationalen Austausch über Fragen des Journalismus und der Medienpolitik ist.

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Informationen zur Einführung des digitalen Impfnachweises in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – In den Impfzentren bereits geimpfte Bürgerinnen und Bürger erhalten QR-Code automatisch per Post zugeschickt. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW teilt mit: Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat vergangene Woche den Startschuss für die praktische Umsetzung des digitalen Impfnachweises gegeben, mit dem parallel zum gelben Impfausweis der Impfstatus grundsätzlich auch per App – entweder in der CovPass-App oder in der Corona-Warn-App – nachgewiesen werden kann. Auch in Nordrhein-Westfalen startet nun nach und nach die Umsetzung: In den kommenden Tagen werden die Apotheken und die Impfzentren eingebunden. Die Anbindung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wird sukzessive bis Mitte Juli erfolgen.

Für die Nutzung des digitalen Impfnachweises mittels App muss für jede Impfung ein QR-Code eingescannt werden. In den Impfzentren werden diese Codes künftig für alle neu durchgeführten Impfungen vor Ort ausgegeben. Wichtig zu wissen für alle Bürgerinnen und Bürger, die bereits einen Termin im Impfzentrum hatten: Sie müssen nichts veranlassen, um die QR-Codes im Nachhinein zu erhalten. Sie bekommen die Codes automatisch bis Ende Juni per Post zugeschickt.

Nach Ansicht von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat man damit eine einfache und lebensnahe Lösung für die Bürgerinnen und Bürger gefunden. Gleichzeitig entlaste man damit auch die Apotheken und Arztpraxen: „All diejenigen, die ihre Impftermine im Impfzentrum hatten, sollten nun nicht sofort die nächste Apotheke oder Praxis aufsuchen oder die Hotlines der Kassenärztlichen Vereinigungen anrufen, um den QR-Code zu erhalten. Das ist nicht nötig. Bis Ende des Monats haben alle, die das betrifft, automatisch ihren QR-Code im Briefkasten“, sagt Laumann.

Aktuell würden die Impfnachweise in der Praxis zudem oftmals gar nicht gebraucht. „Zum jetzigen Zeitpunkt – mit den erfreulich niedrigen Inzidenzen und dem in vielen Kommunen freien Zugang zu Geschäften und Restaurants – ist ein umgehender elektronischer Nachweis des Impfstatus für die wenigsten Personen erforderlich. Lediglich für Personen, die jetzt eine Reise ins Ausland antreten, kann der digitale Impfausweis bedeutsam sein. Doch auch sie können bei Bedarf auf den gelben Impfausweis zurückgreifen. Er besitzt weiterhin volle Gültigkeit“, erklärt der Gesundheitsminister.

Sind die Impfungen in Arztpraxen erfolgt, ist der QR-Code grundsätzlich über die Praxis oder die Apotheken beziehbar. Alle weiteren Personen können den QR-Code in Apotheken oder bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten erhalten. Dies betrifft häufig Personen, die durch mobile Teams geimpft wurden (bspw. Beschäftigte in einer Pflegeeinrichtung), die in Krankenhäusern geimpft wurden oder die außerhalb eines Impfzentrums einen Impftermin über ihren Landkreis bzw. ihre Stadt vereinbart haben.

Für den womöglich seltenen Fall, dass Personen, die bereits im Impfzentrum geimpft worden sind, bis zum Beginn der Sommerferien keine Post mit dem QR-Code erhalten, ist davon auszugehen, dass die notwendigen Daten für den Versand im Impfzentrum nicht vorlagen. Diese Personen können ihren QR-Code dann selbstverständlich auch durch eine Apotheke oder Arztpraxis ausstellen lassen.

Um den QR-Code ausstellen lassen zu können, müssen der ausstellenden Institution folgende Angaben nachgewiesen werden (unter anderem durch Vorlage des gelben Impfpasses oder einer Impfbescheinigung):

  • Name
  • Vorname
  • Geburtsdatum
  • Impfstoff
  • Datum Erst- und Zweitimpfungen (bei Impfung mit Johnson & Johnson nur einmalige Impfung)
  • Chargennummer des Impfstoffs
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Euskirchen – Bei einem Herzkreislaufstillstand zählt jede Minute: Landrat Ramers und die Bürgermeister/-innen werben für Ersthelfer-App „Corhelper“. Im Kreis Euskirchen müssen jährlich etwa 180 Notfallpatienten mit einem Herzkreislaufstillstand wiederbelebt werden. Acht bis zwölf Minuten benötigt der alarmierte Rettungsdienst durchschnittlich, bis er beim Patienten eintrifft. „Innerhalb von drei bis fünf Minuten ohne Versorgung treten aber irreversible Schäden im Gehirn auf. Ein Überleben des Herz-Kreislauf-Stillstands ist nur möglich, wenn in den ersten Minuten mit einer effektiven Herzdruckmassage begonnen wird“, sagt Jesko Priewe, Ärztliche Leitung Rettungsdienst Kreis Euskirchen. „Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt also für das Überleben jede Minute.“

Wie kann man die Versorgung verbessern? Wie kann man mehr Leben retten? Der Kreis Euskirchen setzt seit Neuestem als einer der ersten Kreise bundesweit auf das Smartphone-basierte Alarmierungssystem „Corhelper“ für Ersthelferinnen und Ersthelfer. Im Falle eines Notfalls werden zeitgleich mit der Notarztalarmierung jetzt auch qualifizierte Ersthelfer von der Leitstelle benachrichtigt. Die App greift dabei auf registrierte Helfer in nächster Nähe bzw. in der Reichweite des Notfalls zurück, die dann mit der Erstversorgung beginnen können –  bevor der Rettungsdienst eintrifft.

„Durch diesen Zeitgewinn steigen die Überlebenschancen der Patienten“, betont Jesko Priewe, der auch schon wenige Wochen nach der Einführung des Systems einen großen Erfolg vermelden konnte. Die junge Ersthelferin Christin Schwarz konnte in einem Eifeldorf im Süden des Kreises eine 52-jährige Frau reanimieren und ihr so das Leben retten.

Die Einführung eines einheitlichen Alarmierungssystems nicht nur für den Kreis Euskirchen, sondern für die Region Aachen ermöglicht, dass Ersthelfer nicht nur an ihrem Wohnort Menschenleben retten können, sondern in der gesamten Region Aachen mit ihren 1,3 Millionen Einwohnern in 46 Städten und Gemeinden im Notfall helfen können, wenn sie sich gerade dort befinden. Landrat Markus Ramers und die elf Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis Euskirchen begrüßen die Einführung dieses Systems und freuen sich über die große Bereitschaft bei potentiellen Lebensrettern. So haben sich in den ersten Wochen bereits über 400 Ersthelferinnen und Ersthelfer registrieren lassen. „Weitere sind natürlich willkommen“, so Jesko Priewe, der in unserem großen Flächenkreis im Idealfall über 1500 Helfer gewinnen möchte.

Wer kann mitmachen? Die Voraussetzungen sind: mindestens 18 Jahre alt, eine Zertifizierung in „Erster Hilfe“ (oder höhere Qualifizierung) und die Teilnahme an einer jährlichen Unterweisung. Nähere Infos erhalten Interessenten über die E-Mail-Adresse ersthelfer@gefahrenabwehr-kreis-euskirchen.de

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Jeder Zweite in Nordrhein-Westfalen mindestens einmal gegen das Corona-Virus geimpft

Region/Düsseldorf – Impfversprechen von Ostern deutlich früher als angekündigt eingelöst / Ministerpräsident Laschet: Bis zum Ende des Sommers wird jedem Deutschen, jeder Deutschen ein Impfangebot unterbreitet / Gesundheitsminister Laumann: Meilenstein auf dem Weg aus der Pandemie.

Die Staatskanzlei teilt mit: Mit dem gestrigen Donnerstag, 10. Juni 2021, sind mehr als die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen mindestens einmal gegen das Corona-Virus geimpft. Das zeigen die aktuellen Zahlen (https://impfdashboard.de/) des Robert-Koch-Instituts (RKI). Damit wird das von Ministerpräsident Armin Laschet an Ostern ausgegebene Ziel, dass bis zu den Sommerferien jede zweite Bürgerin und jeder zweite Bürger in Nordrhein-Westfalen mindestens eine Corona-Schutzimpfung erhalten hat, bereits deutlich früher erreicht. Laut der Statistik sind zudem 25,6 Prozent der Menschen bereits vollständig geimpft – also jede vierte Person.

Ministerpräsident Armin Laschet: „Am 27. Dezember wurde in Nordrhein-Westfalen die erste Person gegen das Corona-Virus geimpft. Seitdem läuft die größte Impfkampagne in der Geschichte unseres Landes, in den letzten Monaten hat sie deutlich Fahrt aufgenommen. Jetzt haben wir ein wichtiges Versprechen eingelöst, das ich persönlich am Ostermontag gegeben habe: Mehr als die Hälfte der Menschen in Nordrhein-Westfalen haben mindestens eine Impfung erhalten. Dieses Ziel haben wir dank des großartigen Einsatzes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Impfzentren und den Arztpraxen nun sogar früher als versprochen, deutlich vor den Sommerferien erreicht. Die Pandemie ist noch nicht besiegt, aber das eingelöste Impf-Versprechen ist eine wichtige Wegmarke zurück zu mehr Normalität.“

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Die Schutzimpfungen sind der zentrale Schlüssel zur Bekämpfung des Coronavirus. Dass nun rund die Hälfte der nordrhein-westfälischen Bevölkerung bereits einmal geimpft ist, rund ein Viertel sogar bereits vollständig, ist eine höchst erfreuliche Entwicklung. Wir haben damit einen Meilenstein auf dem Weg aus der Pandemie erreicht.“

Ministerpräsident Armin Laschet weiter: „Heute – im 16. Monat der Pandemie – können wir sagen: Dieser Sommer wird ein Wendepunkt sein und wir werden ein großes Stück unserer gewohnten Normalität zurückgewinnen. Noch haben nicht alle Menschen ein Impfangebot bekommen, es wird für viele noch dauern bis sie einen Termin erhalten können, doch in den nächsten Wochen wird ausreichend Impfstoff vorhanden sein, so dass jede und jeder, der möchte, geimpft werden kann. Bis dahin bitte ich Sie noch um ein wenig Geduld. Die Zusage gilt: Bis zum Ende des Sommers wird jedem Deutschen, jeder Deutschen ein Impfangebot unterbreitet.“

Gesundheitsminister Laumann unterstreicht den Appell der Geduld und erinnert zugleich daran, dass in den Impfzentren derzeit keine neuen Termine für Erstimpfungen zur Verfügung stehen: „Wir haben im April und im Mai ordentlich Strecke bei den Erstimpfungen gemacht. Darum benötigen wir in den Impfzentren aktuell die vom Bund zur Verfügung gestellten Impfdosen für die erforderlichen Zweitimpfungen. Das heißt: Der Betrieb in den Impfzentren läuft natürlich weiter auf Hochtouren. Und wenn wir wieder ausreichend Impfstoff zur Verfügung haben, werden wir auch umgehend wieder Termine für Erstimpfungen freigeben“, sagt Laumann.

Der Gesundheitsminister verweist in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf den Dreiklang der Impfkampagne: Das Land Nordrhein-Westfalen ist für die Impfzentren zuständig und stellt diesen fortlaufend Impfdosen zur Verfügung, die vom Bund beschafft wurden. Nordrhein-Westfalen erhält hier etwa 530.000 Impfdosen pro Woche. Die nordrhein-westfälischen Arztpraxen, darunter auch die Kinder- und Jugendärzte werden vom Bund über die Apotheken und den pharmazeutischen Großhandel mit Impfdosen versorgt. Zuständig für die Verteilung ist der Bund. Grundsätzlich erfolgen die Impfungen in Arztpraxen in eigener Verantwortung. Seit dem 7. Juni sind nun auch die Betriebsärzte in die Impforganisation mit einbezogen. Sie werden ebenfalls vom Bund über die Apotheken und den pharmazeutischen Großhandel mit Impfdosen beliefert. Zuständig für die Verteilung ist hier ebenfalls der Bund und auch die Betriebsärzte impfen grundsätzlich in eigener Verantwortung.

Nordrhein-Westfalen liegt bei den Impfungen im bundesweiten Vergleich mit 50,0 Prozent aktuell auf Platz 3 bei den Erstimpfungen, bei den bevölkerungsreichen Flächenländern sogar auf Platz 1.

Hier die wichtigsten Zahlen im Überblick (Stand: 10. Juni 2021):

  • Zahl der Gesamtimpfungen: 13.295.890
  • Zahl der Erstimpfungen: 8.981.678 (50,0 Prozent)
  • Vollständig geimpft: 4.603.066 (25,6 Prozent)
  • Altersgruppe über 60-Jährige: 82,8 Prozent erstgeimpft, 50,7 Prozent vollständig geimpft
  • Altersgruppe 18-59 Jahre: 45,9 Prozent erstgeimpft, 20,7 Prozent vollständig geimpft

Alle tagesaktuellen Informationen gibt es auf der Website des Robert Koch-Instituts: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Impfquotenmonitoring.xlsx?__blob=publicationFile