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Rheinland-Pfalz kündigt Vertrag mit Luca-App

Ahrweiler/Mainz – Das Land Rheinland-Pfalz wird die Zusammenarbeit mit den Betreibern der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung im Rahmen der Covid-19-Pandemie nach dem 31. März 2022 nicht fortsetzen. Zuvor hatte das Land bereits die verpflichtende Kontaktdatenerfassung in der Gastronomie, beim Sport und im Freizeit- und Kulturbereich beendet.

Entsprechend wird auch das Gesundheitsamt des Kreises Ahrweiler die Luca-App in Zukunft nicht mehr einsetzen. Diese war im Kreis Ahrweiler im März letzten Jahres eingeführt worden, um Kontaktdaten elektronisch zu erfassen und im Infektionsfall an das Gesundheitsamt übermitteln zu können. Im Verlauf der Pandemie sowie durch die Flutkatastrophe im vergangenen Juli fand die App in der Region jedoch zunehmend weniger Anwendung.

Alternativ steht Bürgerinnen und Bürgern zur Verfolgung von Risikokontakten beispielsweise auch weiterhin die kostenlose Corona-Warn-App zur Verfügung, die Nutzerinnen und Nutzer informiert, sobald eine Kontaktsituation mit einer infektiösen Person bestand. Die alarmierte Person kann sich entsprechend testen und gleichzeitig die eigenen Kontakte reduzieren, um Infektionsketten zu unterbrechen.

Weitere Information zur Beendigung der Zusammenarbeit finden Sie auf der Homepage des Ministeriums für Wirtschaft und Gesundheit unter https://mwg.rlp.de > „Service“ > „Pressemitteilungen“.

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Wirtschaft

evm startet neue Online-Veranstaltungs-Reihe zu wichtigen Energiethemen – Auftakt ist am 31. März

Region/Mayen-Koblenz – Kostenlose Webinare zu wichtigen Energiethemen. Wie lassen sich Heizkosten sparen? Wie kann ich meinen eigenen Ökostrom produzieren? Und wie funktioniert das mit der Elektromobilität? Alles Fragen, die Experten der Energieversorgung Mittelrhein (evm) im Rahmen von kostenfreien Informationsveranstaltungen beantworten möchten. Ab sofort gibt es dazu an jedem letzten Donnerstag im Monat Webinare, die sich mit diesen Energiethemen beschäftigen. Auftakt ist am Donnerstag, 31. März.

Das Interesse an Energiedienstleistungen ist derzeit besonders groß. „Wir spüren deutlich den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger, sich unabhängiger zu machen und auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, berichtet evm-Sprecher Marcelo Peerenboom, der die Veranstaltungen auch moderieren wird. „Daher möchten wir mit unserem neuen Informationsangebot eine Möglichkeit bieten, sich von unseren Experten informieren und beraten zu lassen.“ Das Praktische: Das Ganze findet digital statt. Wer sich zuvor angemeldet hat, bekommt einen Teilnehmerlink und kann dann live an der Veranstaltung teilnehmen und über den Chat auch Fragen stellen, die sofort live beantwortet werden.

Los geht es am Donnerstag, 31. März, mit folgenden Themen:

  • 17:00 Uhr: Heizkosten sparen – so geht’s
  • 18:00 Uhr: Jetzt eigenen Solarstrom erzeugen
  • 19:00 Uhr: Wir machen Elektromobilität einfach

Anmelden ist ganz einfach: Einfach über evm.de/veranstaltungen den passenden Termin heraussuchen, online anmelden und dann zum Termin einwählen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Für den Frieden in der Ukraine – Solidaritäts-Bekundung vorm Rathaus Wachtberg

Wachtberg-Berkum – Ein Zeichen setzen, dass Aggression und Krieg in unserem freiheitlichen und demokratischen Europa keinen Platz haben und dass die Gemeinde Wachtberg an der Seite der Menschen aus der Ukraine steht, mit diesen Worten hatte Bürgermeister Jörg Schmidt jüngst gemeinsam mit den Beschäftigten der Gemeindeverwaltung die Wachtbergerinnen und Wachtberger zu einer Gedenkveranstaltung für den Frieden in der Ukraine aufgerufen.

Neben den kommunalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fanden sich Ratsmitglieder sowie Bürgerinnen und Bürger zu der Solidaritätsveranstaltung vorm Rathaus ein. „Wir wollen heute gemeinsam deutlich machen, dass wir als überzeugte Demokraten an der Seite der Menschen in der Ukraine stehen. Wir erklären uns solidarisch mit den Menschen, die mutig für die Freiheit ihres Landes kämpfen und mit denen, die auf der Flucht sind“, sagte Bürgermeister Jörg Schmidt. „Wir erleben in diesen Tagen, wie zerbrechlich das Leben ist, wie zerbrechlich die Demokratie ist, wie zerbrechlich der Frieden ist, wie zerbrechlich die Freiheit ist.“ Es sei nicht hinnehmbar, dass im 21. Jahrhundert Konflikte mit Waffen gelöst würden. Konflikte müssten am Verhandlungstisch gelöst werden. Er gedachte der Verletzten, der Toten und deren Angehörigen, der Familien und Kinder auf der Flucht. „Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, dass wir die Menschen aus der Ukraine in Wachtberg willkommen heißen. Ich erlebe eine unbeschreibliche Gastfreundschaft und Bereitschaft zum Helfen in Wachtberg. Es ist eine großartige Leistung, dass wir die ersten Flüchtlinge gut unterbringen und versorgen konnten. Das macht mich sehr stolz und dankbar, Bürgermeister von Wachtberg zu sein. Dort, wo unsere Kapazitäten und Ressourcen als Gemeinde an ihre Grenzen kommen, treffe ich auf das große ehrenamtliche Engagement in unserer Gemeinde. Vielen Dank dafür!“

Ratsmitglied Alina Lägel, die anschließend das Wort ergriff, berührte mit ihrem Redebeitrag die Anwesenden, ist sie doch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew geboren und aufgewachsen. Von Familienangehörigen und Freunden berichtete sie und gab dem Unfassbaren so ein Gesicht. Ihre große Dankbarkeit galt den gemeindlichen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich um das Wohlergehen der Flüchtlinge in Wachtberg kümmern.

Sabine Killmann, stellvertretende Bürgermeisterin, bezeichnete den Krieg in der Ukraine als menschliche Tragödie, deren Ausmaß noch gar nicht abschätzbar sei. Aber sie sprach auch über Hoffnung, angesichts des Mutes von Präsident Selenskyj, des unermüdlichen Einsatzes der Ärzte, des ungebrochenen Zusammenhaltes der Menschen in der Ukraine und nicht zuletzt in der EU.

Ein Banner für den Frieden

Zum Schluss hielt Bürgermeister Schmidt noch eine Überraschung für alle Anwesenden bereit: „Mir ist es wichtig, dass auch nach unserer Versammlung heute an unserem Rathaus ein Zeichen für die Solidarität und den Frieden in der Ukraine sichtbar ist. Unsere Jugendfachkräfte haben gemeinsam mit Jugendlichen ein Banner der Gemeinde mit Friedenssymbolen gestaltet. Dieses Banner möchte ich nun hissen.“ Gesagt, getan. Die Aktion wurde allesamt begeistert aufgenommen. Das Banner mit dem Wachtberger Gemeindewappen und aufgemalten Friedenszeichen weht seitdem vorm Rathaus. (mm)

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DJK vergibt Preis für christliche Werte im Sport – Preisverleihung am 02. September in Ochtendung

Region/Trier/Koblenz/Saarbrücken –  Bewerbungen werden bis Juli entgegen genommen. Zum sechsten Mal vergibt der Diözesanverband des Katholischen Sportverbands in Deutschland (DJK) einen Ethikpreis im Bistum Trier. Die Auszeichnung richte sich an Personen, die sich für ein christliches Menschenbild im Sport einsetzen, so Bernd Butter, erster Vorsitzender der DJK Trier. Im Rahmen der digitalen DJK-Sportkonferenz gab er den offiziellen Startschuss zur Bewerbungsphase.

Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wird am 2. September um 19 Uhr im Park der Generationen in Ochtendung durch Weihbischof Jörg Michael Peters verliehen. Anmeldeschluss für den Ethikpreis mit dem Titel „Der Mensch im Sport“ ist der 15. Juli 2022. Informationen und die Ausschreibungen gibt es bei der DJK-Geschäftsstelle Trier, Herzogenbuscherstr. 56, 54292 Trier, per E-Mail: info(at)djk-dv-trier.de oder auf der Webseite https://t1p.de/djk-ethikpreis. (ia)

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UKRAINE-Krieg – Biodiversitäts-Flächen machen keine hungernden Menschen satt

Region/Koblenz – Das Bundeslandwirtschaftsministerium will die Flexibilität, die das EU-Maßnahmenpaket vorsieht, nicht nutzen. Das hat die Hauspitze des BMEL gestern zur Freigabe der Ökologischen Vorrangflächen (ÖFV) durch die EU zur Ernährungssicherung vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine, mitgeteilt. Damit sollen deutsche Landwirte, anders als ihre Kollegen in anderen EU-Mitgliedstaaten, auf brachliegendem Acker keine Ackerfrüchte für die Nahrungsmittelproduktion anbauen können.

Geändert werden kann dies nur, wenn sich im Bundesrat Mitte April eine Mehrheit der Bundesländer finde, die die Nahrungsmittelproduktion auf den Brachen erlauben will. Das wäre aber zu spät. „Die Landwirte können nur jetzt Ackerfrüchte aussäen und nicht erst Mitte April, wenn dann womöglich der Bundesrat anders entscheide“, betont Horper. Die Hauspitze des BMEL beweise damit, dass der fachliche Hintergrund fehle, wie Ackerbau bzw. Landwirtschaft funktioniere, kritisiert der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau Michael Horper.  Mit jedem Tag ohne Gewissheit, was erlaubt sei, würde das Zeitfenster zur Aussaat z.B. von Sommergetreide etc. kleiner. Auch die Verfügbarkeit des Saatgutes und die Wetterverhältnisse würden eine Rolle spielen. Die Landwirte seien zu tiefst verärgert über diese Fehlentscheidung des BMEL. Biodiversitätsflächen können man nun mal nicht essen und sie machten auch nicht satt – auch nicht, wenn man Veganer sei, stellt Horper fest.

Horper zeigt sich auch sehr verwundert, weshalb das Bundeslandwirtschaftsministerium den Analysen der Folgen des Ukrainekrieges der EU-Kommission nicht folge, wonach es „jetzt an der Zeit sei, dass Europa sich solidarisch zeige und die Ukraine, ihre Bevölkerung und Landwirtinnen und Landwirte, genauso wie die schwächsten, nahrungsmitteleinführenden Länder unterstützen müssten, in denen die Preise deutlich steigen und Nahrungsmittel knapp werden könnten“. Auch die Welthungerhilfe zeige sich bekanntlich in „großer Sorge“ hinsichtlich der Folgen des Krieges für die Entwicklungs- und Schwellenländern: „ Gerade die Ärmsten in vielen Ländern des Globalen Südens werden von den gravierenden Engpässen auf dem Weltmarkt und den explodierenden Nahrungsmittelpreisen besonders betroffen sein“.

Mit dieser Haltung verzichte das Bundeslandwirtschaftsministerium bewusst auf die Chance, im Zuge des Ukraine-Krieges und der damit verbundenen wegfallenden Ernten, hierzulande mehr Lebensmittel zu produzieren, so Horper. Eine solche Fehlentscheidung könne nun mal in der Landwirtschaft nicht zurückgenommen werden, was heute nicht gesät wird, kann morgen nicht geerntet werden.

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Simmerather Bürgermeister Goffart zu Besuch bei aus der Ukraine geflüchteten Menschen

Simmerath – Helferplattform „Simmerather helfen“ ins Leben gerufen. Dankbarkeit und Respekt für die Hilfsbereitschaft im Vordergrund. Mittlerweile sind über 80 ukrainische Bürgerinnen und Bürger in Simmerath angekommen. Eine Unterkunft für diese Menschen stellt Familie Steffens in Simmerath bereit. Hier lebt seit zwei Wochen das ukrainische Ehepaar Didorenko zusammen mit zwei erwachsenen und einer minderjährigen Tochter sowie zwei Enkelsöhnen.

Bürgermeister Bernd Goffart war vor Ort, um sich ein Bild von der Situation der Menschen zu machen. Die Familie drückte in erster Linie ihre Dankbarkeit und ihren Respekt gegenüber den unzähligen Helferinnen und Helfern und auch gegenüber der deutschen Regierung aus. Innerhalb von nicht einmal zwei Tagen war die leerstehende, unmöblierte Wohnung mit unzähligen helfenden Händen bewohnbar gemacht worden.

„Die Situation in der Ukraine ist für uns unvorstellbar, umso wichtiger ist es uns, dass Sie sich hier willkommen fühlen“, so Bürgermeister Goffart. Diesbezüglich können schon kleine Gesten viel bewirken, so hatte sich Mutter Olena besonders darüber gefreut, dass bei der Ankunft ein Strauß Tulpen als Willkommensgeste auf dem Tisch gestanden hatte. Emotional realisieren konnte die Familie das Geschehene bisher jedoch selbst nicht.

Auch Sorgen kamen bei dem Besuch zur Sprache. Die Familie versucht sich best- und schnellstmöglich zu integrieren. Familie Steffens versucht dabei zu unterstützen wo es geht. So kann Tochter Sofiia bereits zur Grundschule gehen und konnte dort trotz Sprachbarriere schon neue Freundschaften schließen. Die Sprache ist auch für die anderen Familienmitglieder ein wichtiges Thema. Aktuell lernen sie mit Hilfe von Apps auf dem Smartphone, wollen aber sobald möglich Sprachkurse besuchen und auch arbeiten gehen. Alle behördliche Vorarbeit ist bereits in die Wege geleitet, daher heißt es vorerst warten.

Bürgermeister Goffart weiß das Engagement der vielen hilfsbereiten Menschen in Simmerath, wie das der Familie Steffens, sehr zu schätzen und hofft, dass sich noch mehr Menschen finden, die Wohnraum und Unterstützung anbieten. „Ohne ehrenamtliche Hilfe können wir diese Krise nicht stemmen, der Krieg ist noch nicht vorbei und es werden weitere Menschen in Simmerath ankommen“. Daher appelliert der Bürgermeister an die Simmerather Bevölkerung, sich auch weiterhin zu engagieren um Menschen wie der Familie Didorenko eine Perspektive zu bieten.

Helferplattform „Simmerather helfen“

Um Hilfsangebote besser koordinieren zu können, wird die Plattform „Simmerather helfen“ ins Leben gerufen. Hierzu findet am Mittwoch, den 30. März, um 19 Uhr eine Zoom-Videokonferenz statt, zu der sich Interessierte über jschmitz@gemeinde.simmerath.de anmelden können. Die Zugangsdaten zur Veranstaltung werden am Tag vorher versendet. Weitere Informationen hierzu auch auf www.simmerath.de.

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„Bosau hilft“ nach der Flut – Anreise, Unterkunft, Verpflegung und Ausflüge inklusive

Mechernich/Bosau – Zeltlager in Schleswig-Holstein für 100 Kinder und Jugendliche aus Mechernich und Euskirchen – Flutbetroffene sollen sich zeitnah anmelden. Zerstörung und Leid nach der Flutkatastrophe für ein paar Tage vergessen – mit diesem Ziel stampfte die Initiative „Bosau hilft“ nur zwei Wochen nach dem verheerenden Hochwasser ein Camp für flutbetroffene Kinder und Jugendliche am Plöner See aus dem Boden. 120 Helfer vom Technischen Hilfswerk (THW), vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und von verschiedenen Feuerwehren haben in Bosau (Kreis Ostholstein) mit angepackt.

Im vergangenen Sommer hatte sich ein großes Betreuer-Team zusammengefunden, um die flutbetroffenen Kinder und Jugendlichen beim Zeltlager der Initiative „Bosau hilft“ zu unterstützen. Foto: Alexander Daum/pp/Agentur ProfiPress

Auch in diesem Jahr soll es wieder ein Zeltlager geben: von Freitag, 29. Juli, bis Sonntag, 7. August, sollen Kinder und Jugendliche aus dem Flutgebiet Euskirchen und Mechernich einen kostenlosen Urlaub im schleswig-holsteinischen Bosau ermöglicht bekommen.

Das Team um Alexander Daum steckt bereits mitten in den Vorbereitungen. 100 Kinder zwischen 9 und 16 Jahren sowie fünf bis sechs Betreuer aus Mechernich und Euskirchen sollen an dem Zeltlager teilnehmen dürfen.

Anmeldungen werden noch bis Ende April entgegengenommen von Alexander Daum per E-Mail an alexander.daum1@gmx.de sowie telefonisch oder per WhatsApp an 01 74-6 24 53 08 und von Ela Rübenach per E-Mail an elaruebenach@hotmail.com sowie telefonisch oder per WhatsApp an 01 71-6 03 63 45. Da nur eine begrenzte Anzahl teilnehmen kann wird um zeitnahe Anmeldung gebeten.

Camp am Plöner See

„Viele Eltern aus dem Gebiet haben dieses Jahr leider nicht die Möglichkeit, ihren Kindern einen Urlaub zu ermöglichen,“, erklärt die Initiative, die im vergangenen Sommer ein Zeltlager für Kinder und Jugendliche aus Stolberg, Eschweiler und Erftstadt realisiert hatte.

Auch in diesem Jahr ist für die Teilnehmer des Camps alles inklusive: An- und Abreise mit dem Bus, Unterkunft, Verpflegung und Ausflüge zum Beispiel in den Hansapark oder in den Tierpark Hagenbeck. Eindrücke vom Zeltlager 2021 gibt es auf der Facebookseite „Bosau hilft / Camp ‘22“.

 

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Landkreis Mayen-Koblenz sponsert 500 Notfalldosen für Bewegungs-Gruppen

Region/Mayen-Koblenz – Notfalldosen – Lebensretter im Kühlschrank. Sie stehen in der Kühlschranktür, doch es befindet sich nichts Essbares darin: Notfalldosen enthalten wichtige medizinische und persönliche Daten, die im Fall der Fälle Leben retten können. 500 solcher Notfalldosen stellt der Landkreis Mayen-Koblenz nun den zahlreichen älteren Teilnehmenden am Projekt Bewegung in die Dörfer kostenlos zur Verfügung.

Immer mehr Menschen haben zu Hause einen Notfall- und Impfpass, einen Medikamentenplan, eine Patientenverfügung und vieles mehr – eine sehr gute Entwicklung. Nur ist es für Retter oft unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten in der Wohnung aufbewahrt werden. Um dies zu vermeiden, gibt es die Notfalldose. Treffen die Retter bei jemandem zu Hause ein und sehen auf der Innenseite der Wohnungstür und dem Kühlschrank den Aufkleber „Notfalldose“, kann die Notfalldose umgehend aus Kühlschranktür entnommen werden und notfallrelevante Informationen sind sofort verfügbar. Grund genug für den Landkreis Mayen-Koblenz, aktiv für den Lebensretter zu werben. „Durch die persönliche Ansprache der Bewegungsbegleiterinnen und Bewegungsbegleiter werden viele ältere Menschen gezielt auf dieses Angebot hingewiesen und sicherlich noch einmal mehr motiviert, eine Notfalldose mit wichtigen Infos sichtbar bei sich zu Hause bereitzustellen“, sagt Lea Bales, Gleichstellungsbeauftrage bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz.

Nachdem die Rückmeldungen aus den Bewegungsgruppen ausgesprochen positiv ausfielen und fast alle Bewegungsgruppen das Angebot dankend annahmen, konnten rund 500 Notfalldosen an die Teilnehmenden der Bewegungsgruppen verteilt werden.

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Wirtschaft

Digital Markets Act öffnet Tür zu fairem Wettbewerb auch für IT-Mittelstand

Region/Aachen/Berlin – Der vergangene Woche im Trilog zwischen Rat, Parlament und Kommission beschlossene Digital Markets Act (DMA) ist ein Meilenstein auf dem Weg in ein digital souveränes Europa. Für die mittelständisch geprägte Digitalwirtschaft öffnet das Gesetz die Tür zu einem offeneren Markt und einem fairen Wettbewerb.

Dabei zahlt der Digital Markets Act aus Sicht des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) unmittelbar auf das wichtige Ziel ein, die digitale Transformation unabhängiger, nach eigenen Regeln und mithilfe europäischer Technologien zu gestalten.

„Lange konnten große Tech-Konzerne ihre dominante Stellung am Markt durch Lock-In-Effekte zementieren und so die Entwicklung der digitalen Transformation maßgeblich bestimmen. Mit dem DMA müssen sich diese ‚Gatekeeper‘ fortan in Europa einem fairen Wettbewerb um das beste Produkt stellen“, erklärt Frank Karlitschek, Vizepräsident des BITMi. Für die vielen innovativen Unternehmen des IT-Mittelstands bedeutet dies mehr Teilhabe bei der Gestaltung der digitalen Transformation.

So müssen sich Messenger-Dienste in Zukunft auch für andere Anbieter öffnen und Kommunikation anwendungsübergreifend ermöglichen. Auf neuen Geräten müssen dem Anwender nun außerdem Auswahlmöglichkeiten über die vorinstallierten Browser oder E-Mail-Programme gegeben werden.

„Insgesamt wird die digitale Souveränität dadurch auf allen Ebenen massiv gestärkt: Staat, Wirtschaft und Gesellschaft profitieren durch den verbesserten Wettbewerb um das beste Produkt künftig von mehr Innovation und Auswahlmöglichkeit zwischen digitalen Lösungen“, so Karlitschek.

Entscheidend wird nun sein, dass die Durchsetzung des neuen Regelwerks sichergestellt wird. Der BITMi begrüßt daher die Möglichkeit der Kommission, den Gatekeepern bei Verstößen empfindliche Sanktionen aufzuerlegen. Wichtig ist, dass dies konsequent umgesetzt wird und dafür ausreichende Ressourcen zur Verfügung stehen.

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Deutschkurse mit Kinderbetreuung für Frauen in Mayen

Mayen – Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gelungene Integration ist der Erwerb der deutschen Sprache. Angebote zur Sprachförderung gibt es viele. Doch eine Zielgruppe bleibt aus einem einfachen Grund oftmals unberücksichtigt: Frauen mit kleinen Kindern. In der Vergangenheit scheiterten viele junge und motivierte Frauen daran, dass die Kinderbetreuung während der Sprachkurse nicht gesichert werden konnte. An diesem Punkt setzte eine Arbeitsgruppe, bestehend aus der katholischen Familienbildungsstätte Mayen, der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr und der Kreisvolkshochschule Mayen-Koblenz (KVHS) an. Als Ergebnis wurde ein Sprachkursangebot geschaffen, das Frauen das Lernen der deutschen Sprache ermöglicht, indem parallel eine Kinderbetreuung angeboten wird.

Dank des Engagements der beteiligten Kooperationspartner ist es gelungen, die bestehenden Hürden aus dem Weg zu räumen. So hat die Familienbildungsstätte geeignete Räume und eine Betreuungskraft zur Verfügung gestellt, die Caritas neben einem Kursraum insbesondere die Ansprache der Zielgruppe übernommen und die KVHS Mayen-Koblenz als Bildungsträger die Konzeption und Finanzierung der Kurse organisiert. Der erste Kurs konnte bereits 2020 starten, im Herbst 2021 folgten dann zwei weitere. „Es ist schön zu sehen, wie gern die Frauen das Angebot annehmen, mit großem Engagement lernen und Fortschritte machen“, sagt Beata Kobylarz-Winn, pädagogische Leiterin der KVHS, die neben der beruflichen und sozialen Integration der Frauen selbst auch die positiven Auswirkungen auf den Bildungserfolg ihrer Kinder betont: „Wenn die sprachlichen Barrieren abgebaut werden, funktioniert der Austausch zwischen den Eltern und den Bildungseinrichtungen, die die Kinder besuchen, auch besser.“

Derzeit laufen die Planungen für Folgekurse, die ab Ende April starten werden. Geplant sind ein Alphabetisierungskurs mit Kinderbetreuung, ein A2-Kurs und weitere Deutschkurse nach Bedarf. Die erste Informationsveranstaltung mit Anmeldemöglichkeit findet am Donnerstag, 31. März, um 15 Uhr, in der Albert Schweitzer Realschule plus, Joignystraße 5, Mayen, statt. Dort werden individuelle Bedarfe besprochen und weitere Details bekannt gegeben.

Weitere Informationen zum Kursangebot gibt es telefonisch unter 0261/108-123 oder www.kvhs-myk.de